Afrikaans
Akan
Albanian
Amharic
Arabic
Armenian
Azerbaijani
Basque
Belarusian
Bemba
Bengali
Bihari
Bosnian
Breton
Bulgarian
Cambodian
Catalan
Cebuano
Cherokee
Chichewa
Chinese (Simplified)
Chinese (Traditional)
Corsican
Croatian
Czech
Danish
Esperanto
Estonian
Ewe
Faroese
Filipino
Finnish
French
Frisian
Ga
Galician
Georgian
Greek
Guarani
Gujarati
Haitian Creole
Hausa
Hawaiian
Hebrew
Hindi
Hmong
Hungarian
Icelandic
Igbo
Indonesian
Interlingua
Irish
Italian
Japanese
Javanese
Kannada
Kazakh
Kinyarwanda
Kirundi
Kongo
Korean
Krio (Sierra Leone)
Kurdish
Kurdish (Soranî)
Kyrgyz
Laothian
Latin
Latvian
Lingala
Lithuanian
Lozi
Luganda
Luo
Luxembourgish
Macedonian
Malagasy
Malay
Malayalam
Maltese
Maori
Marathi
Mauritian Creole
Moldavian
Mongolian
Myanmar (Burmese)
Montenegrin
Nepali
Nigerian Pidgin
Northern Sotho
Norwegian
Norwegian (Nynorsk)
Occitan
Oriya
Oromo
Pashto
Persian
Polish
Portuguese (Brazil)
Portuguese (Portugal)
Punjabi
Quechua
Romanian
Romansh
Runyakitara
Russian
Samoan
Scots Gaelic
Serbian
Serbo-Croatian
Sesotho
Setswana
Seychellois Creole
Shona
Sindhi
Sinhalese
Slovak
Slovenian
Somali
Spanish (Latin American)
Sundanese
Swahili
Swedish
Tajik
Tamil
Tatar
Telugu
Thai
Tigrinya
Tonga
Tshiluba
Tumbuka
Turkish
Turkmen
Twi
Uighur
Ukrainian
Urdu
Uzbek
Vietnamese
Welsh
Wolof
Xhosa
Yiddish
Yoruba
Zulu
Hier könnte deine Werbung stehen! Kontaktiere noch heute www.OpenSubtitles.org
QUAX, DER BRUCHPILOT
(Motorengeräusch)
Ich heiße Hansen und bin Ihr Fluglehrer.
Gehören Sie auch dazu? - Was? Jawoll.
Sie wollen also fliegen lernen. - Mit allem Komfort.
Einfach reinsetzen und abhauen, so geht das nicht.
Es wird anstrengend. Aber wenn Sie echte Kerle sind, schaffen Sie es.
Jetzt möchte ich Ihre Namen wissen.
Karl Bruhn. - Bruhn.
Ludwig Mommsen. - Mommsen.
Gottfried Möller. - Möller.
Arno Peters. - Hm.
Falko Ottermann. - Ottermann.
Otto Groschenbügel. Moment mal! - Groschenbügel.
Sie sind das also. - Ja, das bin ich.
Na gut. Gehen Sie zum alten Kraedert.
Er erklärt Ihnen die Lagervorschrift und teilt Sie zum Dienst ein.
Dann ziehen Sie ihre Kombination an und kommen auf die EMMA.
Warum lachen Sie, Groschenbügel? - Herr Groschenbügel, bitte.
Wie Sie wünschen. Was gibt's zu lachen?
Weil wir alle auf die Emma sollen. - Die Maschine heißt D-EMMA.
Heißt Ihre Braut auch Emma? Nein. - Ich hätte es mir denken können.
Das ist Glückssache. Ab in die Villa.
Beeilung, meine Herren. Später sehen wir uns den Klapperatismus an.
Jawohl, Herr Hansen!
Die sind in Ordnung. Bis auf den Letzten.
Wer ist das? - Er ist es. Na, der!
Ach, der ist das! - Ja, aber der wird nicht alt bei uns.
Na los, etwas schneller! - Immer mit der Ruhe!
Hier schlafen ja alle zusammen! Gibt's kein Einzelzimmer?
Einzelzimmer sind ausverkauft. - Na, egal.
Wo soll ich hin mit dem ganzen Klimbim?
Meine Güte! He, Sie!
Ist das eine Art Kaserne? - Wie meinen Sie das?
Na, ist das hier militärisch?
Nein, das ist die Fliegerschule Bergried. Wollten Sie da nicht hin?
Klar! Kennen Sie das? - Nein.
Ich dachte es mir gleich. Das sollte man aber kennen.
Meine Herren, der andere Kurs endet morgen. Jetzt sind Sie dran.
Es war schon ein Kreuz. Die feinen Herren wollten immer nur fliegen.
Küchendienst mochten die nicht. Als ob man vom Fliegen fett wird!
Warum sagen Sie mir das? - Sie müssen hier alles allein machen.
Kartoffeln schälen, Geschirr waschen. - Ich bin hier, um zu fliegen!
Was meint der Herr? - Schälen wir oder fliegen wir?
Beides. - Für mich kommt das nicht in Frage.
Aha, das sind Sie. - Jawoll.
Ich muss hier wohl nicht die Putzfrau spielen.
Jetzt möchte ich gerne mal Ihren Herrn Dingsda sprechen.
Lassen Sie das lieber. Wir sind hier eine große Familie.
Schöne Familie, wo Männer Kartoffeln schälen! Essen Sie doch Nudeln.
Ich will fliegen, mit allem Komfort. Als Sport! Auto fahren kann jeder.
Sie reden Unsinn. Los jetzt, rein in die Kombination. Herr Hansen wartet.
Die Kombination muss passen. Die Brillen müssen eng anliegen.
Kann ich meine eigene nehmen? - Meinetwegen.
Können Sie schon fliegen? Gestatten Sie: Arno Peters.
Angenehm. - Auf diesen Moment habe ich gewartet!
Ich hab' schon Herzklopfen. - Das legt sich.
Das hier müssen Sie lesen. Am Anfang steht immer die Theorie.
Kennen Sie es? - Nö.
Oh, mit allem Komfort! - Die Neuen raus auf den Platz!
Vorwärts! Herr Hansen wartet! - Er wird sich gedulden können.
Ganz schlecht! Der Propeller dreht zu schnell.
Fliegen wir heute schon? - Erst kommt die graue Theorie.
Da ist unsere Maschine! Mit der kleinen Mücke sollen wir fliegen!
Was kann man hier schon verlangen! - Na los!
Wie der angibt! - Na endlich. Es wird auch Zeit.
(Der Motor wird gestartet.)
Also los! Wer fliegt zuerst? - Hier! Ich! Hier!
Zurücktreten. So geht das nicht. - Ich bin der Erste im Alphabet!
Wer ist schon geflogen? Sie nicht? - Nein.
Dann kommen Sie zuerst. - Ich warte gerne.
Einer der Herren kann mitfahren. - Fahren können Sie in der Straßenbahn
Wir fliegen! - Ich muss die Kartoffeln schälen!
Was wollen Sie? - Kartoffeln schälen!
Na los! Wir fliegen! - Ich will in die Küche! Kartoffeln!
Ich erkläre Ihnen die Sache. Setzen Sie sich mal.
Ich schnalle Sie fest, damit Sie sich nicht selbstständig machen.
Da unten sind die Fußhebel für das Seitensteuer.
Die Füße weich aufsetzen! Haben Sie Elefantenbeine?
Ich möchte in die Küche... - Nun halten Sie mal die Luft an!
Nehmen Sie den Steuerknüppel. Wie ein rohes Ei! Mit 2 Fingern!
Nur weich mitführen. Ich fliege. - Bitte sehr.
Aus! - Moment mal!
Frei?
Jetzt komme ich mal dran! Ah, der große Herr Pilot!
Wie war's, Groschenbügel? - Ganz nett... mit allem Komfort...
Alter Angeber! - Ambrosi, jetzt sind Sie dran!
Wie war's beim Kartoffeln schälen? - Fliegt ihr erst mal, dann reden wir.
Erzählen Sie keine Schauermärchen. Gehen Sie auf die andere Seite.
Und hopp! (Gelächter.)
Der fasst mit dem Daumen in den Teller wie ein gelernter Kellner!
Wo kommst du denn her? - Aus Dünkelstätt.
Was machst du in dem Kaff? - Ich bin beim Verkehrsverein.
Ich habe einen leitenden Posten und die ganzen Menschenmassen unter mir.
Ich mache Reklame für Dünkelstätt. Das ist eine Lebensaufgabe.
Mit allem Komfort! - Und wie kommst du hierher?
Durch "Reisen und Wandern". - Geflogen bist du bestimmt nicht!
Lasst ihn, er ist aus Versehen hier. - Vielleicht mit mehr Recht als Sie!
Und wo hast du diesen Zettel her? - Von "Reisen und Wandern".
Herr Groschenbügel! Kommen Sie mal her.
Das sind Flugleiter Mölle und Dr. Wempe.
Setzen Sie sich. Sie sind also der Glückliche.
Jawohl. - Ein seltener Fall in unserer Schule.
Sehr selten. - Es war also nicht Ihre Idee.
Nee! - Welches Preisausschreiben war es?
Die Zeitschrift "Reisen und Wandern" suchte ein Gedicht.
Sagen Sie es mal auf. - Wenn Sie möchten.
"Hinaus, hinaus! Die Welt ist schön. Hast du sie dir schon angeseh'n?"
"Von Meer zu Meer, von Kap zu Kap, fahr lieber heut' als morgen ab!"
Ich habe bewusst keinen besseren Vers gemacht.Ich wollte den 3.Preis.
Das war eine Reise auf die Kanarischen Inseln für 2 Personen.
Aber Sie haben den 1.Preis gewonnen. - Ja, das ist Pech.
Herr Hansen freut sich auch sehr. Hals- und Beinbruch!
Danke schön.
Es war einmal ein kühner Mann, der klebte sich 2 Flügel an.
Die Sache ging natürlich schief, die Technik war zu primitiv.
Dann wurde ein Gestell gebaut aus etwas Holz und etwas Haut.
An einem schönen Sommertag der Mann dann auf der Nase lag.
Halli-hallo wer fliegt heut' aus, wer lässt heut' seine Frau zu Haus?
Wir woll'n nicht an der Erde kleben, wer fliegen kann, hat mehr vom Leben.
Ich fahr' Ballon und Zeppelin, ich fliege auch mit Disziplin.
Wenn man auf den Pinsel fällt, dann ist es aus auf dieser Welt.
Und steh' ich vor dem Himmelstor, flüstert Petrus mir ins Ohr:
Wenn man vom Fliegen nichts versteht, die Himmelfahrt nach unten geht!
Wir müssen miteinander reden, Herr Groschenbügel. Kommen Sie.
Sie haben es sich anders vorgestellt.
Südsee ist das hier nicht.
Sie möchten weg. Und mir wäre auch wohler, wenn Sie gehen.
Mit Angabe erreichen Sie nichts. - Ich habe den 1.Preis gewonnen.
Eine Fliegerausbildung gewinnt man nicht. Die verdient man sich!
Ein echter Flieger werden Sie nie! - Erlauben Sie mal!
Niemals! Sie haben Angst. - Wann hatte ich je Angst?
Angst darf ein Flieger nicht haben. Wir brauchen hier Draufgänger!
Die Fliegerei ist wichtiger für uns alle, als Sie ahnen.
Wir brauchen Männer, die für eine Idee kämpfen und nicht müde werden.
Keine Gedichtschreiber! Sie werden es nicht verstehen, aber es ist so.
Wann fahren Sie ab? Morgen um 6.30 Uhr geht ein Zug.
Wieso denn? - Sie nehmen anderen den Platz weg.
Männern, die fliegen wollen! Fahren Sie um 6.30 Uhr?
Mit dem muss ich umsteigen. Um 7.17 Uhr gibt's eine Direktverbindung.
Sie wissen aber Bescheid!
Man muss sich auf der Erde auskennen, ehe man in die Luft geht.
Wenn Sie mich nicht wollen, verzichte ich.
Hinaus, hinaus, die Welt ist schön. Auf Wiedersehn!
Es sind keine Zimmer frei. Versuchen Sie es in der "Prinzessin Ottilie".
Die ist mir zu teuer. Die kostet 10 Mark pro Nacht.
Ich muss jetzt schließen. Unerhört! Das geht doch nicht!
Hat die "Ottilie" denn noch Platz? Ich gebe keine Auskunft mehr!
Ich will selbst verreisen. Entschuldigen Sie!
Ich vergaß, dass wir für Sie da sind und nicht Sie für uns.
Ich muss schließen! Gehen Sie!
Treten Sie näher, meine Herrschaften. Womit kann ich dienen?
Der ist richtig! Sagen Sie, wie liegt die "Ottilie"?
In der Waldallee. Zimmer für 6 Mark mit allem Komfort.
Bitte! Der Zug nach Waldbronnsweiher. Ach, dann fahre ich auch hin.
8.24 Uhr über Wiesenberg. Oder nehmen Sie den Bus um 11.55 Uhr.
Trinken Sie in der Mühlenschänke einen Cognac.
Die hat im Baedeker einen Stern. Nach dem Cognac sehen Sie drei.
Vielen Dank. Sie stehen am richtigen Platz. Weiter so, junger Mann.
Wo willst du hin, Adelheid? - Und wo kommst du her?
Aus der Fliegerschule. Es hat mich enttäuscht.
Die geben an mit ihren Klapperkisten.
Und dein 1.Preis?
Den lasse ich mir auszahlen, und dann verreisen wir.
Was sollen die Koffer? - Du gewinnst einen Preis, und dann?
Ich habe nur gedichtet, damit du auf die Kanaren kommst!
Ich kann nichts dafür, dass ich statt des 3. den 1.Preis gewonnen habe!
So bist du! Ich verzichte auf alles, nur damit du fliegen lernen kannst!
Aber schon am 1.Tag schmeißt du hin und überfällst mich hier!
Überfallen? Ich will mit dir reisen. Wenn auch nicht auf die Kanaren.
Na dafür bedanke ich mich. - Das ist ja interessant!
Wenn du mich wirklich liebtest, hättest du fliegen gelernt.
Damit du ungestört abhauen kannst! Warum hast du nichts gesagt?
Fräulein Adelheid! - Wer ist das?
Herr Groschenbügel! - Ach, der Herr Busse.
Fliegen Sie nicht? - Es hat sich ausgeflogen.
So eine Überraschung. - Wollen Sie verreisen?
Ich möchte nur etwas... - Seit wann stottern Sie?
Ich empfehle Ihnen die Kanarischen Inseln oder die Südsee.
Sie wissen es schon? Es sollte geheim bleiben.
Nun ist es raus. Dichten Sie? - Nein, das kann ich nicht.
Schade. Dann hätten Sie alles billiger haben können.
Schließen Sie Ihre Tankstelle? - Nein, ich habe einen Vertreter.
Ich habe auch einen. Für meine Reise in den Süden.
Und wen? - Sie.
Ich bin fertig. Kommen Sie, Schlumpi. - Adelheid hatte nur 2 Möglichkeiten:
Meine Dichtkunst oder Ihr Geld.
Mit dem 1.Preis wurde ich auf den Flugplatz abgeschoben.
Aber es hätte auch Sie treffen können.
Mit dem Unterschied, dass Schlumpi geflogen wäre. Er ist kein Feigling!
Ein Sohn unserer Stadt lernt fliegen! Die Endorfer werden platzen!
Die haben nur ein Kalb mit 5 Beinen und eine 100-jährige Jungfrau.
Wir bringen einen Flieger hervor! Das soll uns mal jemand nachmachen!
Als Verkehrs-Direktor bin ich stolz, dass er mein Mitarbeiter ist.
Wenn er als Konifere der Luft... Koryphäe!
Wenn er zurückkommt, schmücken wir die Stadt.
Er kommt bestimmt nicht zurück. Der bleibt bei der Fliegerei!
Traubenmost mit Selters und das Intelligenzblatt.
Haben Sie es noch nicht gelesen? - Dann würde ich es nicht verlangen.
Habe die Ehre, Herr Groschenbügel. - Nanu, Herr Bürgermeister!
Bedienen Sie sich.
Erweisen Sie uns die Ehre, an unserem Tisch Platz zu nehmen.
Groschenbügel, Groschenbügel.
Aber Herr Groschenbügel, Sie kennt doch jeder. Nehmen Sie Platz.
Sie sind der Held unserer Stadt. Tüchtig, tüchtig. Lesen Sie!
Ich kannte Sie schon, als Sie als Kind Scheiben eingeworfen haben.
Schon damals sagte ich: Aus dem Lümmel wird etwas ganz Besonderes!
Jetzt werden Sie Flieger. Ein Held, eine Kalamität der Luft!
Kapazität! Ich bin stolz auf Sie.
Sie können mich im Büro sicher nicht entbehren, Herr Direktor.
Für eine Vertretung ist gesorgt. Sie müssen Ihre Chance nutzen.
Jeder sollte auf dem Platz stehen, an den die Natur ihn gestellt hat.
Sie sind zu entbehren. - Fräulein Adelheid ist auch weg.
Wir finden schon einen Modus. Genau, der Modus macht das.
Sie müssen fliegen! (Ein Kinderchor singt.)
Das gilt Ihnen! Zeigen Sie sich am Fenster.
Holen Sie Fabrikdirektor Schmerle. Unsere Frauen sollen auch kommen.
Der große Moment muss gefeiert werden.
(Jubelrufe)
Eigentlich ist da nicht viel zu erzählen.
Als ich aus der Maschine schaute, war ich etwa 15.000 Meter hoch.
Ich hörte, dass mit dem Motor etwas nicht stimmte.
Mitten im Looping setzte er aus! (Eine Frau kreischt entsetzt.)
Ich sagte zu dem Mann vor mir: Ruhe, Ruhe und nochmals Ruhe.
Ich kletterte aus dem Pilotensitz nach vorne.
Da sah ich es: typische Motorstörung.
Ringsum waren Wolken. Ich wusste genau: Hier muss etwas geschehen!
Aber was? (Aufgeregtes Gemurmel)
Der Propeller ließ sich nicht drehen. Kaputt!
Der Mann vor mir verliert die Nerven und reißt die Maschine hin und her!
Ich balancierte elegant über die Tragfläche zurück an meinen Platz.
Weich wie ein rohes Ei nahm ich den Steuerknüppel zwischen zwei Finger.
Die Füße ganz leicht aufgesetzt... Nicht wie ein Elefant!
Ich zwang die Maschine unter meinen Willen!
Ich drückte den Sturzhelm tief ins Gesicht. Dann ging's runter!
Sturzflug aus 20.000 Meter Höhe! Runter! Runter!
Der Mann vor mir schloss die Augen. Das nennt man Blindflug!
Ich flog immer Spirale - Spirale - Kreise - Kreise.
Das war ein Ding! Die Landung ging glatt. Fertig!
Liebe Dünkelstätter, wir können diesen Augenblick richtig einschätzen.
Ein Sohn unserer Stadt fliegt.
Damit bricht auch für uns eine neue Zeit an.
Jüngst überlegten wir noch, ob wir eine Straßenbahn bauen.
Das ist jetzt überholt. Dünkelstätt bekommt einen Flugplatz!
(Begeisterte Zustimmung)
Ihr Beispiel spornt uns alle an, Herr Groschenback... Groschenbügel.
Morgen sitzen Sie wieder als Wolkenstürmer in Ihrer Maschine!
Ein Pionier unseres modernen und technischen Zeitalters!
Die guten Wünsche der ganzen Stadt werden bei Ihnen sein!
Männer, Frauen, Jungfrauen und Kinder blicken stolz zu Ihnen hinauf!
Hoch, ganz hoch! Hoch! Hoch! Hoch!
Wir kommen zur Praxis. Setzen Sie sich in das Modell, Ottermann.
Wir sprechen heute nochmals über die Steuerung.
Steuerknüppel nach links: Die Maschine legt sich nach links.
Mit dem linken Fuß leicht ins Seitensteuer treten: Linkskurve!
Rechts rüber: Rechtskurve!
Nehmen Sie den Knüppel nach vorn, stellt sich der Vogel auf den Kopf.
Nehmen Sie ihn nach hinten, hebt er die Schnauze.
Und weich anfassen wie ein rohes Ei!
(Lautes Klopfen an der Tür.) Herein!
Mahlzeit! Wo kann man denn hier...
Fahren Sie ruhig fort. - Wie kommen Sie denn hierher?
Mit dem Personenzug um 7.18 Uhr. Ich hab's mir überlegt. - Was?
Meine Ausbildung ist bezahlt. Ich bleibe, bis ich fliegen kann.
Finden Sie sich damit ab. Hinter mir steht die gesamte Presse.
Na bitte, geht doch.
Gut, bleiben Sie. Holen Sie später die ärztliche Untersuchung nach.
Wir müssen uns die Funktionen der Maschine klarmachen.
Zum Fliegen brauchen wir dann allerdings Gefühl.
Der Verstand allein reicht dafür nicht.
Die Funktion des Motors kennen Sie. - Ja, ja.
Dann erklären Sie uns kurz die Verbrennungsmaschine.
Kurz? - Zündung, Explosion, Ventile.
Wenn der Motor explodiert, öffnen sich die Ventile.
Die Luft strömt aus und es muss aufgepumpt werden.
So ein Blödsinn! - Stimmt, man muss tanken.
Ich verbitte mir das! Was glauben Sie, wen Sie vor sich haben?
Sie dummer Junge!
Erlauben Sie mal! Also der...
Was ist denn los?
Na warte, Bürschchen!
Ich werde den Widerling nicht los. - Lass mich nur machen.
Wir drücken oft mal ein Auge zu. Aber bei dem nicht!
Wenn er nicht zu 100 % besteht, schmeiß ich ihn raus!
Also keine Nachsicht! - Verlass dich auf mich.
Sie kommen zur Untersuchung? - Nein, ich...
Kommen Sie rein.
Nehmen Sie sich zusammen! Sie sind doch kein kleines Mädchen!
Ziehen Sie sich aus! - Bitte.
Schulz, Sie notieren die Punkte. Jawohl.
Setzen Sie sich.
Schlagen Sie das Bein über. - Au!
Stellen Sie sich nicht so an. Das andere!
Gut. Schließen Sie die Augen und laufen Sie auf dem Strich geradeaus.
Halt! Drehen Sie sich um und kommen Sie zurück.
Halt! Jetzt machen Sie Kniebeugen. 100 Punkte, Schulz!
Kniebeugen!
Na, na! Schon gut.
Hüpfen Sie zu diesem Stuhl.
Danke, setzen Sie sich. - 10.30 Uhr.
Halten Sie den Mund, ich zähle. 100 Punkte!
Setzen Sie sich. Die Füße kommen in die Schlaufen.
Ist es bequem? - Ja, schon gut.
Achtung!
Na, merken Sie was? - Ja. Das Telefon läutet.
Das habe ich gehört. Moment!
Ja... ja.
Ja, hmmm.
Ja.
Ja.
Na, wie fühlen Sie sich? - Richtig prima!
100 Punkte. Kommen Sie mal runter.
Lassen Sie mal, das geht schon. - So machen Sie das?
Blasen Sie mal in diesen Schlauch.
Fest! (Ein Knall.)
150 Punkte!
Was machen wir jetzt? Soll ich den auch noch?
Nein, gehen Sie an diesen Apparat.
Hören Sie auf, Sie machen alles kaputt! Wieder 100 Punkte.
Nehmen Sie den Ball und spannen Sie.
Aber festhalten! - Das ist ja ganz einfach.
Ach! - Machen wir weiter.
Fassen Sie an! Verdunkeln Sie, Schulz!
Das ist angenehm! - Sie finden das schön?
Sehr angenehm. - Ist es kaputt? Schalten Sie mal ein.
Abschalten! Abschalten!
5 Punkte!
Setzen Sie sich auf das Rad. (Der Arzt schießt.)
Was ist denn nun los?
100 Punkte!
Hören Sie auf! Sie machen alles kaputt!
Kommen Sie her. - Jawohl.
Setzen Sie sich da rein. - Was geht denn nun...
Ist Ihnen schwindelig? Kein bisschen? Schauen Sie hierher.
Finger auf die Knie! Das ist ja toll!
Lassen Sie mich mal. (Groschenbügel schießt.)
Wie fühlen Sie sich? - Scheußlich.
Schauen Sie mal hierher.
Was ist denn hier los? - Sie können sich anziehen.
Und? - Nichts zu machen. Der ist gesund.
Er hat 100-prozentig bestanden. So was habe ich noch nie erlebt!
Was machen wir da? - Ausbilden.Die Nuss musst du knacken.
Ich nehme ihn mir hundertprozentig vor.
Gratuliere! Sie haben die beste Punktzahl. Das ist großartig.
Dann wollen wir gleich losfliegen. - Fliegen?
Natürlich nur, wenn Sie wollen. - Doch, doch.
Sie wollen also? Dann kommen Sie. - Jawoll.
(Die anderen Flugschüler lachen.) Schau ihn dir an!
(Der Motor wird gestartet.)
Ach! Ach! Nee!
(Groschenbügel jammert.)
(Er schreit.)
(Die "Gespenster" heulen und lachen.)
(Er schreit vor Angst.)
Hilfe! Hilfe!
Los! 1 - 2 - 3!
Hinaus, hinaus! Die Welt ist schön! Hier bist du gar nicht gern geseh'n!
Unser Rat ist kurz und knapp: Hau lieber heut' als morgen ab!
Mahlzeit! - Hilde! Wo kommst du denn her?
Aus Hamburg. In 3,5 Stunden. - Eine wunderbare Zeit!
Da seht ihr, was fliegen heißt. - Diese neue Junkers ist sehr gut.
Sehen Sie, sogar Frauen können fliegen. Noch dazu so eine Maschine!
So große Maschinen fliegen alleine. - Ausgerechnet die A-35? Quatsch!
Sie machen Herrn Hansen das Leben sauer, aber Sie lernen nichts.
Wie viele Flüge haben Sie gemacht? - 28.
Aber Sie kommen nicht weiter. - Hansens Methode ist nicht richtig.
Hunderte haben bei ihm schon fliegen gelernt! Sie sind nicht richtig!
Wir möchten den Flieger Groschenbügel sprechen.
Flieger? Ha! - Bitte schön.
Wir kommen im Auftrag des Dünkelstätter Bürgervereins.
Und des Verkehrsvereins. Und des Bürgermeisters.
Bitte nehmen Sie Platz. Was wünschen Sie?
Am Dienstag findet das Dünkelstätter Schützenfest statt.
Neben neuen Karussells werden wir die stärkste Frau der Welt sehen.
Außerdem eine große Raubtierschau und Fischers Affentheater.
Wir möchten Sie zu dem Fest einladen.
Danke, ich weiß die Ehre zu schätzen.
Ich komme gerne. Das wird ein Schützenfest mit allem Komfort.
Ich weile gern in eurer Mitten, ein Quax lässt sich nicht lange bitten.
Ihr Erscheinen ist als Überraschung gedacht.
Nette Idee! - Auf dem Höhepunkt soll es heißen:
Quax, der Flieger, ist da!
Entschuldigen Sie, meine Zeit ist knapp.
Ich schäle nicht immer Kartoffeln, aber wir sind hier wie eine Familie.
Sehr schön! Dann erwarten wir Sie. - Das dürfen Sie.
Gib mir etwas Geld, Paps. - Willst du dir einen Bräutigam kaufen?
Na gut. Kauf dir einen Hampelmann. - Danke!
Bleib nicht so lange! - Nein, nein.
Gestatten Sie, dass ich Sie anspreche?
Sie sind wohl nicht von hier. Fahren Sie gerne Karussell?
Mein Name ist Otto Groschenbügel. Bleiben Sie doch noch!
Halt, erst zahlen!
Was wollen Sie von mir? - Ich möchte Sie kennen lernen.
Moment!
Warum tragen Sie das hässliche Ding? - Damit mich niemand erkennt.
Warum das? - Ich bin zu bekannt.
Ohne meine Verkleidung würden mir hier alle Menschen zujubeln.
Sind Sie Schauspieler? - Ach was. Flieger!
Sicher ein berühmter Flieger. - Mit allem Komfort.
Wie heißen Sie? - Otto Groschenbügel.
Den Namen kenne ich nicht. - Quax auch nicht?
Quax auch nicht. Ich möchte zu meinen Eltern.
Seien Sie mir nicht böse, dass ich noch nichts von Ihnen gehört habe.
Ich bin froh, wenn mich keiner erkennt. Wie heißen Sie denn?
Marianne. Es muss doch wunderbar sein, wenn einem alle Leute zujubeln.
Geschmackssache.
Zeigen Sie sich doch mal den Leuten. Mal sehen, was passiert.
Nein. Heute möchte ich mich einfach nur amüsieren. Mit Ihnen.
Sie wollen also nicht? - Nein.
Das dachte ich mir. - Fräulein Marianne!
Sie sind bestimmt kein Flieger. - Warum nicht?
Beweisen Sie es mir! - Gerne. Wie?
Steigen Sie in die Schaukel. - Herbei, Herrschaften!
Wer Mut hat, wagt den Salto Mortale im Banne der Schwungkraft!
Hier können Sie für nur 50 Pfennige auf dem Kopf stehen!
Wer hat Mut? Wer traut sich? - Todesschaukel...
Wenn Sie Flieger sind? - Na ja, bitte sehr.
Hier ist einer, der Mut hat!
Schwung! Schwung!
Marianne, wo warst du? Wir müssen nach Hause.
Komm schon.
Das ist doch Quax! Freilich ist er das!
(Die Menge jubelt.)
Das ist doch die Höhe! - Wer ist denn das?
Mein Bruchpilot.
(Anfeuerungsrufe)
Wozu sind die Ballonfahrten gut? - Wir machen sie zum Franzen.
Was heißt das? Wir üben das Orientieren in der Luft.
Die Fliegerei muss doch riesig interessant für Sie sein.
Ja, riesig interessant.
Ist es nicht unheimlich so allein da oben?
Nein. - Der Quax ist mutig.
Meine Tochter ist neuerdings begeistert von der Fliegerei.
Da ist ja unsere Tochter! Wo bleibst du denn, Marianne?
Darf ich vorstellen? Das ist der Lehrer der Fliegerschule...
Wir kennen uns schon, Papa. - Nanu?
Guten Tag, Herr Quax. - Guten Tag.
Sind Sie meinetwegen hergeflogen? - Die Herrn sind zufällig gelandet.
Na ja, so ganz zufällig nicht.
Darf ich vorstellen: Herr Hansen, Ottermann, Mommsen und Peters.
Aha, Ihre Flugschüler! - Ja... Nein.
Ja, vielleicht setzen sich die Herrn wieder hin.
Du hast mir nicht erzählt, dass du den Herrn kennst.
Hast du nie von dem berühmten Flieger Quax gehört?
Bring doch auch Kaffee zum Ballon. - Mache ich.
Darf ich Ihnen helfen? - Das mache ich schon.
Der Ballon erinnert mich immer an deine Paula.
Jetzt reicht's aber!
Entschuldigen Sie, Herr Quax, dass ich an Ihren Flugkünsten zweifelte.
Bitte, bitte. - Die Schaukel hat mich überzeugt.
Ich war sehr traurig, als Sie auf einmal weg waren.
Wirklich? Meine Eltern suchten mich.
Ich war auch traurig, dass ich Sie nicht wieder sehen sollte.
Wie fanden Sie heraus, dass ich hier wohne?
Ein Flieger kriegt alles raus. - So ein großer Ballon!
Hier habt ihr was! - Guten Appetit.
Darf ich die beiden Flugschüler vorstellen? Herr Bruhn, Herr Möller.
Nun ist's gut. Auf Wiedersehen.
Das ist die Kleine vom Rummelplatz!
Fliegen Sie nur Ballons? - Nein, auch Flugzeuge, Zeppeline.
Ich gehe selten zu Fuß. - Wie hoch steigt der Ballon?
2.000 bis 3.000 Meter, je nach Dicke und Luftmenge.
Das muss herrlich sein! - Sind Sie nie im Ballon geflogen?
Nein, nie. - Wissen Sie, was wir jetzt machen?
Nein? - Einen Fesselballon-Aufstieg.
O ja! - Ja.
Wir machen jetzt einen kleinen Ballon-Aufstieg.
Am Strick. Ihr lasst uns 25 Meter hoch und zieht uns wieder runter.
Lass das sein, Quax. - Lasst das Fräulein doch mal fliegen.
Bitte, bitte. - Können wir machen.
Dürfen wir mit, lieber Onkel?
Na gut, ihr dürft mit.
Sie können raus. - Hoffentlich sieht das Hansen nicht.
Unsinn. Sie können auch raus. - Ich auch?
Natürlich. - Ich bin schon draußen.
Schön hoch! Hoch lassen!
Festhalten! Festhalten!
Abspringen! - Das Ventil ziehen!
Das ist doch ein Fesselballon. - Das war mal einer.
Halten Sie sich gut fest! - Nur weiter. Ich sitze bequem.
Um Gottes willen! Meine Tochter!
Marianne! Marianne!
Spinnt ihr, ihr Hornochsen? Ihr solltet doch aufpassen!
Pass doch auf, du Hanswurst! Wirf deinen Dreck woanders hin!
Kann der denn einen Ballon führen? Wo fliegen sie hin?
Nicht weit. Er wird den Ballon bald zum Sinken bringen.
Kann ich telefonieren? - Natürlich.
Fahren wir jetzt wieder zurück? - Ich muss mal sehen.
Im Moment ist es ungünstig zu landen.
Wir fahren noch ein bisschen. - Aber nicht zu lange.
Sonst werde ich ausgeschimpft. - Das wollen wir ja nicht.
Hallo, Sie! Können Sie noch? - Können kann ich schon.
Aber ich will aussteigen. - Wenn die Berge vorbei sind.
2 Männer, 1 Mädchen und 2 Kinder. Ich fahre sofort los.
Die rufen hier an. Der Ballon ist überall gemeldet.
Machen Sie sich keine Sorgen. Es ist alles geregelt.
Ottermann, Sie bleiben am Telefon! Los, Peters!
So, jetzt ist alles in Ordnung. - Sind Sie schon oft Ballon geflogen?
Oft nicht. Aber öfter als oft...
Ich freue mich jedenfalls, dass wir uns wieder trafen.
Ein nettes Abenteuer, oder? - (Die Kinder weinen.)
Wer wird denn weinen? Guck mal runter. Schön.
Hier, nimm ein Stück Kuchen!
Wir fahren zurück. - Der Wind hat sich gedreht.
Ist das gut? - Immer.
Wir sinken. Hurra! - Na also!
Hoffentlich nicht zu schnell.
Der Wind hat nach West gedreht. - Das ist ja günstig.
Der Ballon treibt zum See zurück.
Hoffentlich langsam. Ich muss anrufen.
Hoch! Hoch!
Hilfe, ich ertrinke. Hoch!
Ich kann ja nicht. Ich habe keinen Ballast mehr.
Können Sie schwimmen? - Nein, Sie trauriger Hanswurst!
Hoch, sage ich. Hoch! Ich sauf' kein Wasser.
Was soll ich denn machen? - Hoch! Hilfe!
Ich kann nicht schwimmen! - Alles raus, was schwer ist.
Moment! - Ich kann nicht schwimmen.
Ja, ja. Hier, das auch noch.
Au!
Wir steigen! Wir steigen!
Wir steigen! Wir steigen!
Mensch, da ist er ja!
Da kommt der Ballon!
Gott sei Dank!
Da ist ja unser Hof!
(Jubel)
Da sind wir wieder. Wie versprochen. - Los, da oben!
Nicht zu früh abspringen! Achtung!
(Jubel)
Der dämliche Kerl hat keine Ahnung vom Fliegen.
Der Depp, der traurige!
Sofort aufhalten! Verbindung hierher herstellen!
Jawohl, ein Motorrad mit 2 Mann. Danke!
Das war die schönste Reise meines Lebens!
Hat Quax uns nicht großartig zurückgeflogen?
Wir sind froh, dass ihr zurück seid. Danke, Herr Quax.
Gern geschehen. - Das muss heute Abend gefeiert werden.
Wir laden das ganze Dorf ein. Auf in den Weinkeller!
Wo sind denn eure Schuhe? - Die haben wir geopfert.
Na, wir besorgen gleich etwas. Nicht wahr, Marianne?
Marianne, ich wollte mich bei Ihnen bedanken.
Wofür denn? - Dass Sie nichts gesagt haben.
Ich kann gar nicht Ballon fahren. - Es ging doch großartig.
Ich wollte Ihnen keine Angst machen.
Nur deshalb sagte ich, dass ich Ballon fahren kann.
Ich hätte auch keine Angst gehabt, wenn Sie nichts gesagt hätten.
Wirklich nicht? - Nein.
Und äh... Warum nicht?
Weil Sie dabei waren.
Darum? - Ja.
Würden Sie... Drehen Sie sich doch bitte um.
Würden Sie noch mal mit mir fliegen?
Ja, jederzeit. - Ja?
Obwohl Sie jetzt wissen, dass ich kein berühmter Flieger bin?
Trotzdem. Wohin Sie wollen.
Hier sind Pantoffeln.
Auf einmal waren wir hoch oben in der Luft.
Pfeilgerade hinauf: 15.000, 20.000, 30.000 Meter hoch!
Auf einmal sehe ich ringsum Wolken, Wolken, Wolken!
Wir saßen mitten in einem Gewitter. Donnerwetter!
Ich dachte: Wenn jetzt der Blitz in den Ballon einschlägt, ist er hin!
Dann explodiert er. Denn so ein Ballon ist doch explosiv!
Also kommandiere ich: "Runter! Tiefer runter!"
"Rechts halten!" - Es hat geklappt wie am Schnürchen.
Zum Fliegen muss man geboren sein.
Das sage ich euch: Ich werde noch mal fliegen.
Also, ich schaue runter und sehe Wasser!
Ein riesengroßes Wasser, ein Meer von Wasser.
In meiner Verzweiflung sprang ich hinein und schwamm ans Ufer.
Und der Ballon? Den hatte ich doch am Seil.
Ich nahm das Seil zwischen die Zähne und zog den Ballon zum Ufer.
Heimat, deine Sterne! Sie strahlen mir auch an fernem Ort.
Was sie sagen,
deute ich ja so gerne als ihr liebes herzliches Flüsterwort.
Schöne Abendstunde, der Himmel ist wie ein Diamant.
Tausend Sterne stehn in weiter Runde.
Von der Liebsten freundlich zu mir gesandt.
In der Ferne träum' ich vom Heimatland.
Warum freuen Sie sich nicht? Nun ist doch alles gut.
Gut schon. Wieso auch nicht... - Sie haben Angst vor Herrn Hansen.
Ja. - Aber sie sind doch toll geflogen.
Und glatt gelandet sind Sie auch. - Er wird sagen:
Ich hätte nicht aufsteigen dürfen. - Ich sage ihm: Sie haben keine Schuld.
Sondern? - Ich!
Sie? - Ja. Ich wollte unbedingt aufsteigen.
Aber ich habe Sie dazu aufgefordert.
Es kann Ihnen doch egal sein, was mit mir wird.
Es ist Ihnen nicht egal?
Nein.
Nein? - Nein.
Nein.
(Er singt) Tausend Sterne stehen in weiter Runde...
(leise:) Von der Liebsten freundlich zu mir gesandt.
(Er summt die Melodie zur Klaviermusik.)
(Neues, lustiges Lied:) Quax, der hat den Bogen raus!
Der fliegt mit einem Mädchen aus. Er will nicht an der Erde kleben...
(Die Sänger verstummen.)
Jetzt ist doch alles in Ordnung.
Ich möchte den Herrn allein sprechen.
Nebenan, aber... - Ich wollte Ballon fahren.
Den Quax trifft keine Schuld. - Das müssen Sie mir überlassen.
Endlich kann ich Sie mitsamt Ihrem 1.Preis rauswerfen!
Sehen Sie das ein? - Ja.
Wie sehen Sie überhaupt aus, Sie Bruchpilot?
Sie fliegen wie der erste Mensch und lassen einen Ballon aufsteigen!
Um anzugeben, haben Sie Menschenleben gefährdet!
Sie haben alle hier in Angst und Sorge versetzt.
Ich habe die Nase voll von Ihnen!
Mensch, wie viel Unheil hätten Sie anrichten können.
Sie werden sich bei den Eltern der Dame und der Kinder entschuldigen!
Und dann verschwinden Sie! - Kann doch jedem...
Halten Sie die Klappe! - Wiedersehen.
Kommen Sie mal her!
Wie haben Sie das angestellt? - Was?
Genau am Startplatz wieder zu landen. - Das war leicht.
Der Wind drehte, also fuhr ich wieder zurück.
Wie haben Sie das gemerkt? - Kompass!
Sie können den Kompass lesen? - Klar.
Er darf ihn nicht hinauswerfen. Sag ihm das.
Da mische ich mich nicht ein. - Helfen Sie ihm doch.
Da ist nichts zu machen.
Eine der 4 Leinen konnte es nur sein.
Ich schätze die Höhe und ziehe. Es war die richtige.
Der Korb setzt auf. Fertig! - Wenn's drauf ankommt, können Sie's.
Und im Flugzeug stellen Sie sich so blöd an.
Fliegen ist ein Kinderspiel dagegen. - Ja?
Ich begreife es nicht, Quax. - Ich fliege auch im Flugzeug.
Wenn ich noch mal darf. - Unter einer Bedingung:
Ich verlange Disziplin. Das ist die Hauptsache in der Fliegerei.
Zucht und Ordnung ist alles. Versprechen Sie, sich zu ändern?
Ich schwör's. Sonst will ich tot umfallen.
Und lassen Sie die Angeberei. Das passt nicht zu einem Flieger.
Seien Sie nicht eitel. Lassen Sie sich nicht ständig feiern.
(Lärm und Gejohle draußen.)
Angeber!
Ekelhaft!
Sie haben heute Ihren ersten Flug.
Am Nachmittag der Möller und Herr Quax!
Warum fliege ich immer am Nachmittag? Da regnet's.
Weil Sie vorher Hallendienst haben. - Wie immer!
Du kriegst nie genug.
Hallo, Sie da! Ist hier ein Herr Groschenbügel?
Ja, irgendwo an den Hallen. Aha!
Hier sind zwei Karten für dich, Quax!
Oh, fein.
("Lieber Herr Quax!")
("Ich bin zum Fest beim Bürgermeister eingeladen.")
("Es wäre fein, wenn Sie auch kommen könnten. Ihre Marianne")
Herr Groschenbügel? - Ja?
Mahnke! Vordermann.
Groschenbügel. - Angenehm.
Sie wünschen? - Wir sind von "Reisen und Wandern".
Die Herren sind von der Presse! Was wollen Sie von mir wissen?
Wir möchten einen Bildbericht von Ihnen machen.
Ist mir recht. - Erzählen Sie von Ihren Fortschritten.
Schreiben Sie: In nur 6 Wochen habe ich die Luft beherrschen gelernt.
Nicht nur im Flugzeug, auch einen Ballonflug habe ich gemeistert.
Ich landete genau am Startplatz. Das ist einmalig in der Fliegerei.
Nicht so schnell! Ballonfahren ist eine Kunst für sich.
Fliegen ist dagegen ein Kinderspiel. - Sehr interessant.
Sie haben sich gleich ans Steuer gesetzt, ohne jede Angst?
Angst kenne ich nicht. Wollen Sie ein Foto machen?
Das ist doch wichtig für Sie. Hier vielleicht.
Oben vielleicht.
Ein bisschen mehr Profil bitte! - Moment noch.
Wie ich schon sagte: Fliegenlernen macht man nicht zu einem 1.Preis!
Flieger wird man nicht im Preisausschreiben!
Man muss davon besessen sein. Fliegen ist eine wichtige Sache.
Hier werden richtige Männer gebraucht.
Fotografieren können Sie auf dem Rummelplatz! Hier nicht!
Entschuldigen Sie mich. Ich habe zu tun.
Guten Tag, guten Tag!
Wir kommen zu einer weiteren wichtigen Sache: zur Notlandung.
Wie verhalten Sie sich bei einer Notlandung, Quax?
Ruhig. - Das allein reicht nicht.
Wenn der Motor aussetzt, suche ich mir einen geeigneten Landeplatz aus.
Dann halte ich die EMMA in der Luft, bis alles raus ist.
Bis die ganze Fahrt raus ist. Dann hockt sie sich wie eine Krähe hin.
Und Propeller und Tragflächen sind an einem Baum zersplittert.
Nein, es ging alles glatt. - Propeller und Tragfläche sind kaputt.
Bei mir nicht. - Nehmen wir's mal an.
Ja, dann ist die Sache anders. Dann klettere ich raus und seh's mir an.
Dann sehe ich, es ist nicht schlimm. - Doch. Sie können nicht starten.
Ich starte, ich starte. - Ich meine: Nehmen wir mal an.
Dann bleibe ich bei der Maschine, bis eine vertrauliche Person kommt.
Und dann? - Dann kommen die ersten Neugierigen.
Dann mache ich einen kleinen Witz und beruhige erst mal die Leute.
Worauf müssen Sie achten? - Äh...
Flurschaden. - Auf Flurschaden. Klar!
Und dann? - Ich erkundige mich, wo ich bin.
Und dann starte ich. - Das geht nicht.
Propeller und Tragfläche sind kaputt. - Nicht bei mir.
Vorsicht. Wir nehmen's wieder an. - Ich rufe Sie an.
Und sagen Sie die Wahrheit. Wir reißen Ihnen den Kopf nicht ab.
Das nehmen wir mal an. - Schluss mit der Theorie. Auf geht's!
Also, wer fliegt zuerst? - Ich bin dran!
Schon wieder? Du bist immer dran.
Ich bin auch dran! - Immer nur du! Wir wollen auch mal.
Ich bin aber dran. - Also, Quax, dann wollen wir mal!
Mit allem Komfort. - Mit allem Komfort.
Wer fliegt jetzt? - Quax natürlich.
Na, Möller? - Was macht denn der Hansen da?
Er lässt den Quax ganz allein fliegen.
Wieso? - Er ließ den Steuerknüppel los.
Er hat seinen Steuerknüppel weggeworfen!
Hat Hansen keine Angst?
Reine Psychologie. Das ist ein alter Trick von Hansen.
So zeigt er dem Schüler, dass er ihm vertraut.
Hoffentlich passiert kein Unglück. Hansen ist doch nicht doof.
Er hat noch einen Reserveknüppel. Er hat zwei?
Äußerst scharfsinnig. Und wenn er auf den Arsch fällt?
Hansen reißt die Kiste wieder hoch.
Was hat Quax jetzt rausgeworfen?
Den zweiten Knüppel. Der ist verrückt!
(Das Motorengeräusch übertönt das Gespräch.)
Der ist wohl verrückt geworden!
Bravo!
Sauber gemacht. Prima, Quax!
Sie sind wohl verrückt! Sie können doch nicht den Knüppel wegwerfen!
Sie warfen zuerst einen weg. - Damit bewies ich Vertrauen zu Ihnen.
Völlig war's erst ohne Knüppel. - Und wenn etwas passiert wäre?
Angst darf man nicht haben. - Sie denken, dass Sie fliegen können?
Dann fliegen Sie doch allein! Oder wollen Sie nicht?
Allein? - Ja. Machen Sie ein paar Landungen.
Nicht nur über den Platz? - Nein. Ruhig etwas weiter weg.
Kann ich auch mal höher rauf? - Klar, wenn Sie sich dabei gut fühlen.
Siehst du, auch das ist Psychologie.
Der 1.Alleinflug im richtigen Moment. Sapperment!
Knüppel vor, Schwänzchen hoch, rein die ganze Pulle und los!
(Quax pfeift vergnügt.)
(Aufregung.)
(Jubel, Begeisterung.)
Passt gut auf die Maschine auf!
Quax!
Marianne... - Quax...
Hier, die Blumen habe ich... - Danke schön.
Fein, dass Sie da sind. Und gleich im Flugzeug.
Ich wollte möglichst rasch hier sein.
Pünktlich. Ist der Bürgermeister schon...
Der Bürgermeister ist im Garten. Kommen Sie!
Nein, ich muss etwas mit Ihnen besprechen.
Ja, bitte. - Fräulein Marianne, das Leben hat...
Ich meine: Irgendwann merkt man, dass das Leben einen Lebenszweck hat.
Wenn einem das klar geworden ist, ist schon viel gewonnen.
Dann ist das der richtige Augenblick im Leben, der in einem lebendig wird.
Und dann richtet man die Frage an das Leben: Und nun?
Aber das Leben richtet an einen dieselbe Frage.
Und nun will man natürlich auch gern eine Antwort haben.
Und das ist, was ich... Ist das klar? Können Sie's verstehen?
Aber Sie wissen, worauf ich hinaus will?
Dann muss ich es anders anfangen.
Fräulein Marianne, ich fliege.
Das Fliegen wurde zu meinem Lebenszweck.
Aber allein durchs Leben fliegen kann ich nicht.
Sie sind doch allein hergeflogen. - Klar. Das war ja mein Alleinflug.
Aber ich möchte nicht mein Leben im Alleinflug verbringen.
Fräulein Marianne... Es ist schwer.
Hiermit bitte ich um deine Hand.
Da ist ja der Quax! Wir suchen Sie überall.
Kommen Sie doch mit! - Marianne! Marianne!
Wo bleiben die so lange? Ich sehe mal nach.
Da ist er, der Quax!
(Jubel, Applaus.)
Sie sind wirklich hergeflogen? - Das war ja ein Katzensprung.
Wo ist ihr Flugzeug? - Das habe ich auf dem Markt geparkt.
(Die Kinder lärmen.)
Donnerwetter noch mal!
Ich hab's ja sehr eilig, Herr Bürgermeister.
Aber Sie sagten mal: "Jeder Mensch hat seinen Platz im Leben."
Das nahm ich mir zu Herzen. Ich werde meinen Beruf wechseln.
Herr Direktor, ich kündige mit allem Komfort.
Das verstehe ich gut. Als Flieger hat er viel ominösere Aufgaben.
Voluminösere. Das meine ich doch.
Ich will fliegen. Ich sehe in der Fliegerei eine Lebensaufgabe.
Meine Zukünftige..., meine zukünftige Existenz, meine ich.
Nun muss ich leider weg. Meine Zeit ist knapp.
Ich habe erledigt, was ich erledigen wollte.
Alles Gute!
(Jubel. Hurra-Rufe.)
Hoch lebe Quax!
Bahn frei! Zurücktreten!
(Der Motor fängt an zu stottern.)
Hiermit eröffne ich die Badesaison.
(Ottermann spielt auf der Mundharmonika. Die anderen singen mit.)
Herr Hansen, Telefon.
Quax, ist Ihnen was passiert? - Nein, mir nicht.
Mir geht's ganz gut. Ihnen auch? Was machen denn die Jungs?
Was? Ach so, was los ist? Was los ist, wollen Sie wissen?
Ich bin gut runtergekommen mit der EMMA. Bloß...
Bruch nicht direkt. Da war auf einmal Wasser, nehmen wir mal an.
Und dann war ich drin. Hübscher See.
Weiter! Telefonieren Sie vom Krankenhaus aus?
Nein, ich telefoniere von hier aus. Ich meine, mir ist nichts passiert.
Nur das Fahrgestell und die Tragflächen sind angeknickt.
Der Propeller ist auch kaputt. Wie wir's damals angenommen haben.
Vorschriftsmäßig. Ja, vom Motor ist auch ein Stückchen weg.
Wir bräuchten halt einen neuen. - Also 100-prozentiger Bruch!
98! - Kommen Sie mit dem nächsten Zug her.
Mit dem... Na ja...
Es ist ihm nichts passiert. - Gott sei Dank.
Quax hat Bruch gemacht, und Hansen spricht mit ihm wie zu seinem Sohn.
Sonst schlägt er sofort Krach.
Den Quax bevorzugt er immer.
Ich möchte jedenfalls nicht in seiner Haut stecken.
Nanu, Sie sind schon da?
Ich melde mich vom 1.Alleinflug zurück.
Was haben Sie mir zu sagen? - Ich bitte um meine Entlassung.
Ist das alles? Ob das alles ist!
Ja. - Sie sind mir schon der Rechte.
Sie landen in Dünkelstätt trotz meines Verbots. Nur, um anzugeben.
Sie haben sich also nicht geändert. - Es war für mich wichtig...
Schweigen Sie! Ich dachte, es sei Ihnen nun ernst mit der Fliegerei.
Sie fingen an, mir zu gefallen. - Sie mir ja auch.
Ich bin für Sie gerade gestanden damals. Aber genug!
Sie verschwinden zurück nach Dünkelstätt! 7.16 Uhr fährt Ihr Zug.
7.17 Uhr. Aber ich kann nicht zurück nach Dünkelstätt.
Warum nicht? - Ich habe gekündigt.
Was ist das wieder für ein Quatsch? - Ich möchte gern Flieger werden.
Und immer hier bleiben.
Ist das wahr? - Ja.
Ist das Ihr fester Entschluss? Deshalb wollten Sie nicht zurück?
Ja. - Lügen Sie auch nicht?
Nein.
Dann sagen Sie das noch mal. - Was?
Was Sie eben sagten. - Ich möchte gern bei Ihnen bleiben.
Ich kann bleiben?
Hören Sie mal zu, Quax! Wir sind beide keine Freunde ernster Worte.
Aber manchmal muss es sein. Ich vertraue Ihnen noch einmal.
Aber jetzt dürfen Sie mich nicht mehr enttäuschen.
Verstanden? - Ich fliege also nicht.
Doch, doch. Sie fliegen.
Ich heiße Groschenbügel. Ich bin Ihr Fluglehrer.
Gehören Sie auch dazu? - Ja.
Glauben Sie nur nicht, dass Fliegen so leicht ist.
Mit Reinsetzen und Losfliegen ist es nicht getan.
Ihnen stehen anstrengende Monate bevor.
Trotzdem gratuliere ich Ihnen zu Ihrem Entschluss.
Also, Sie wollen auch Flieger werden? - Ja.
Sie werden's schon lernen. Disziplin ist die Hauptsache.
Nun gehen Sie zum alten Kraedert
und lassen sich Ihre Kombinationen geben.
Beeilen Sie sich! - Jawohl!
Jetzt sehen Sie ganz manierlich aus. Machen Sie mir keine Schande.
Sicher wird mal einer aus der Reihe tanzen.
Dafür hat niemand mehr Verständnis als ich. Das erzähle ich später mal.
Fliegerische Zucht und Ordnung steht über allem!
Wenn Sie erst mal fliegen, werden Sie den Sinn meiner Worte verstehen.
Mehr Sein als Schein. Also, wer fliegt zuerst?
(Alle:) Ich!
Stopp! Zurücktreten! Wer ist schon mal geflogen?
Ich! - Ach Sie...
Da wollen wir lieber nicht drüber reden.
Aber wenn Sie schon geflogen sind, kommt erst ein anderer dran.
Fliegen Sie mal zuerst! - Ich?
Haben Sie Angst? - Ein bisschen.
Angst und Angeberei darf es bei der Fliegerei nicht geben.
Verlieren Sie nicht den Humor. Der Kleinste hat's am schwersten.
UNTERTITEL: Peter Endres / Raimund Mehrwald
Unterstütze uns und werde VIP-Mitglied, wodurch sämtliche Werbung von www.OpenSubtitles.org entfernt wird
Can't find what you're looking for?
Get subtitles in any language from opensubtitles.com, and translate them here.