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Am Ende des großen Bürgerkriegs unserer Nation
waren Tausende von Kindern zu Waisenkindern geworden.
Ihre Väter waren im Krieg umgekommen,
ihre Mütter gestorben durch Krankheit und Kummer.
Viele dieser Kinder fanden sich im "Waisen-Zug" wieder,
einem Programm, um Kinder aus den dezimierten nördlichen Städten
in andere Regionen zu vermitteln.
An Familien, die Liebe zu geben hatten.
Und Arbeit auf ihren Farmen.
Mein Bruder, meine Schwester und ich waren im "Waisen-Zug".
Frierend, hungrig und voller Angst.
Damals wussten wir noch nicht, dass die einzige Sache,
die stärker ist als der Tod, die Liebe unseres Vaters für seine Kinder war.
-Ich werde dich vermissen, Papa. -Ich dich auch.
Hier ist eine Puppe. Je eine für euch beide.
Die beschützen euch, solange ich weg bin.
Immer wenn ihr Papa vermisst, haltet ihr eure Puppe,
wenn ihr abends schlafen geht.
Dann wisst ihr, dass Papa immer an euch denkt.
Okay?
Komm her, Lily.
Ich liebe dich.
Als Vater darüber zu sprechen begann, in den Krieg zu ziehen,
wollte unser ältester Bruder Phillip unbedingt mit ihm gehen.
Charlie, du bist jetzt der Mann im Haus.
Vater sagte ihm, er solle bleiben und auf uns aufpassen, aber gab letztlich auf.
-Mach's gut. -Du auch.
Ich bin bald zurück.
Da vorne! Hier rüber!
Phillip!
Phillip!
-Vater! -Wo bist du verletzt?
-Ich kann meine Beine nicht fühlen. -Komm hoch, ich habe dich.
Los, nach hinten!
-Sie kommen von links! -Haltet sie unter Beschuss!
Feuer frei!
Bring ihn ins Lazarett!
-Lieutnant! -Fass mit an. Komm schon.
Hier runter!
Sie kommen, sie kommen.
Stürmt vor, es kommen noch mehr. Vorstürmen!
-Es geht schon, ich kann kämpfen. -Nein, kannst du nicht.
-Ich kann kämpfen... -Du kannst nicht kämpfen!
-Charly. -Ja, Sir.
-Ich kann sie nicht zurücklassen, Vater. -Ich liebe dich.
Nein, Vater! Vater, nein!
-Bleiben Sie... -Nein!
Corporal, bleiben Sie hier bei mir.
Für die Union!
Nein!
Alle an Bord!
Danke.
Bringen Sie die Kinder an Bord. Wir fahren in fünf Minuten weiter.
Mutter hörte, dass Vater im Kampf gefallen war.
Es war, als ob ein Teil von ihr zerbrach.
So als ob sich ein Loch in sie hineinfraß.
Nach kurzer Zeit bekam sie Tuberkulose.
Vorsicht beim Einsteigen.
Dadurch dass wir mit dem Zug fuhren,
fühlten wir uns ein bisschen weniger einsam.
Neben den anderen Waisenkindern
fühlte es sich an, als ob wir Glück im Unglück gehabt hätten.
Immerhin hatten wir uns gegenseitig.
Wenigstens waren wir so noch Teil einer Familie.
Wie bist du im Waisenzug gelandet?
Mein Vater, er, kam nicht aus dem Krieg zurück.
Und... meine Mutter, ist vor kurzem gestorben.
Also werden wir bei meinem Bruder Phil leben.
Achtung! Gewehr ab!
Manch einer wird schneller zum Mann als andere.
Kommen sie am besten mit mir zur Gesellschaft für Kinderhilfe.
Ich habe denen gesagt, dass sie am Leben sind
und ihre Geschwister werden dort bald eintreffen.
-Alles Gute. -Danke, Sir!
Es wird alles gut werden, mein Sohn.
Nicht aufgeben.
Danke.
Korporal, die Armee verlegt ihren Posten.
Viele machen sich Richtung Westen auf
und man möchte Sie in der Bozeman Region stationieren.
Die Regierung wird Ihnen Land geben und Hilfe,
so dass Sie ein Haus am Fluss bauen können, ausserhalb von Bozeman.
Das ist eine günstige Gelegenheit, verstehst du, mein Sohn?
Das könnte für Sie und Ihre Familie ein guter Neustart werden.
Ja, Sir, ich verstehe. Es tut mir sehr leid.
Das wird ein guter Anfang werden.
Das hoffe ich, danke.
Es gibt ein paar wütende Stämme da draußen
und ich kann ihnen das nicht mal verübeln.
Die Siedlungen bewegen sich rasch westwärts, hässliche Dinge passieren.
Wir brauchen gute Soldaten wie Sie, um die Lage zu befrieden.
Okay.
Geben Sie mir kurz Zeit, mich zu sammeln.
-Oh, ich... -Dann können wir nach oben gehen.
Ich möchte nichts von Ihnen, nur...
Ich möchte...
Ich möchte dieser Dame einen Drink kaufen.
Sind Sie okay?
Ja.
Kommen Sie rein.
Vor vier Jahren musste ich mein Baby zum Waisenzug bringen.
Ich frage mich, wie sie heute wohl ist.
Ich hebe ihr Bett auf, falls sie jemals zurückkommt.
Wir können darüber reden, wenn Sie möchten.
Männer wollen normalerweise nicht lange aufbleiben, um mit mir zu reden.
Wie war...
Wie war der Name Ihrer Tochter?
Gretel.
Ich nannte sie nach meiner Mutter.
Ich wollte, dass sie ein besseres Leben hat, als ich es ihr geben könnte.
Was werden Sie machen, jetzt, da der Krieg vorbei ist?
Ich...
Ich habe beide Eltern verloren.
Also werde ich mich jetzt um meine Geschwister kümmern.
Die Armee hat mich versetzt nach Montana.
Also...
Wie heißen deine Geschwister?
Mein jüngerer Bruder heißt Charlie.
Und ich bin sehr stolz auf den kleinen Kerl.
Er wird eines Tages mal ein großer Mann werden.
Er erinnert mich an meinen Vater.
Und... Oh, mein Gott... Lizzy.
Ein kleiner Feuerball.
Und dann noch Lilly.
Ich habe Angst, dass sie sich nicht an mich erinnern wird.
Und woran ich die ganze Zeit denken muss, ist, wie werde ich es...
wie werde ich es ihnen sagen,
dass Vater tot ist...
und nur noch ich übrig bin.
Wie werde ich er sein?
Vielleicht kann ich Sie morgen zur Station bringen, Mister...
Wie heißen Sie noch mal?
Phillip. Phillip Calgrove
Danke, dass Sie sich mit mir unterhalten haben.
Ja, gern geschehen.
Was ist los, mein Schatz?
Ich vermisse Mama und Papa.
Das tut mir so leid.
Warum lässt Gott schlimme Dinge zu?
Darauf habe ich keine Antwort, aber wir müssen an ihn glauben.
Ich möchte, dass du versuchst, etwas zu schlafen, es ist eine lange Zugfahrt.
Meine Mama hat mich immer in den Schlaf gesungen.
Komm schon.
Steh auf. Der Krieg ist vorbei.
Beweg dich, Junge!
Bleib in Bewegung.
Los geht's.
Na los, macht schon!
-Bleib in Bewegung, Desmond. -Bleib in Bewegung, na los!
Schau nicht zurück.
Komm, Desmond.
Jack Calgrove.
Samuel Hagen.
Ihr Jungs seht ganz schön mitgenommen aus.
Ja.
-Desmond Richards. -Samuel Hagen.
Ich habe diese Pferde hier. Streuner, die ich vom Schlachtfeld holte.
Seid ihr auf dem Weg nach Hause?
Molly?!
Charlie!
Ich bin zu Hause!
Molly?
-Keiner zu Hause. -Alles in Ordnung Mr. Calgrove?
Molly?!
Molly...
Sie denken, ich bin tot.
Ich muss meine Kinder finden.
Meine Herren, erlauben Sie mir, Sie im Namen unserer großartigen Nation
zu Hause willkommen zu heißen.
Und auch, wenn Sie alle hier, jeder Einzelne,
Kameraden, Brüder und Freunde verloren haben.
Seien Sie versichert, dass unsere Nation es Ihnen dankt und es nicht vergebens war.
Ich will verdammt sein...
Kompanie! Präsentiert das Gewehr!
Wenige Tage nachdem Molly von deinem Tod hörte, verstarb sie, Jack.
Tuberkulose.
Tut mir leid.
Mollys Wunsch war, dass die Kleinen
mit deinem ältesten Phillip, in Missouri leben sollten.
Phil lebt also noch?
Ja.
Gott sei Dank.
Und wer hat sich um Charlie, Lizzy und Lily gekümmert?
Die Armee hat ein Waisenhaus in New York kontaktiert.
Einen Herrn Namens Edward Pagan.
Er leistet sehr gute Arbeit in der Vermittlung von Kindern an Familien,
man nennt es den "Waisenzug".
Wollen Sie mir sagen, Sie haben meine Kinder in ein Waisenhaus gesteckt?
Jack, als ich herausfand, dass Phillip lebt,
musste ich die Kinder in diesen Zug setzen,
damit sie ihn in Missouri treffen. Es sind 50 Kinder mit ihnen unterwegs.
Es schien mir die bei Weitem vernünftigste Option, sie zu transportieren.
Grundgütiger, du hast meine Kinder auf einen Zug gesetzt
und sie nach Missouri geschickt?
Ist dir klar, wie gefährlich das ist?!
Das ist Feindgebiet, verdammt noch mal!
Wir haben dort, wo dieser Zug hinfährt, gerade einen Krieg beendet!
Sind dort bewaffnete Offiziere auf dem Zug?
Ja, Jack.
Die Regierung beauftragte eine Firma namens 'Company K'.
Sie soll den Zug gegen feindliche Kämpfer und Einheimische verteidigen.
'Company K' ist eine Gruppe Einheimischer aus Michigan, die gute Arbeit machen.
Als ich in der 54sten kämpfte, haben wir mit denen zusammengearbeitet.
Jack, ich kann eine Nachricht an 'Company K' senden,
damit sie deinen Sohn Phillip informieren, dass du noch lebst.
Ich will, dass du mir sagst, in welche Richtung dieser Zug fuhr.
Gott hab sie selig.
Bereit zur Abreise.
Du musst nicht mit mir mitkommen.
Etwas Ruhe wird dir sicher guttun.
Wo soll ich denn sonst hinreiten?
Und ich will dir helfen, deine Familie zu finden
Guter Mann.
Los geht's.
Reiten wir.
-Charlie, ich habe Hunger. -Hey, warte kurz.
Entschuldigen Sie, wäre es okay, noch etwas Brot und Wasser zu bekommen?
Klar, ich komme gleich und bringe euch was.
Danke.
Was ist mit dir? Wollte deine Mami dich nicht mehr?
Oder arbeitet sie in einem Hurenhaus?
Hey, du kannst bei uns sitzen.
-Charlie, alles gut? -Ja.
-Hier ist etwas Brot. -Danke.
Hier.
GESUCHT EIN ZUHAUSE FÜR KINDER
Komm.
-Guten Morgen, alle miteinander! -Guten Morgen!
Ein wunderbarer Tag für neue Familien.
Väter und Mütter, Brüder und Schwestern
Danke fürs Kommen.
Wir sind angekommen in Independence, Missouri
und bald seid ihr alle zu Hause.
Bitte bleibt noch sitzen und wartet auf die Anweisungen von Mr Smith,
er sagt euch, wie es weiter geht.
Sie müssen den Papierkram noch erledigen, bei diesem Herrn.
Das Gesetz verlangt es.
Diejenigen, die die Papiere ausgefüllt haben, bitte bilden Sie eine Schlange,
-wir bringen die Kinder jetzt raus. -Ich brauch einen kräftigen Jungen
-für die Farmarbeit. -Wird schon gutgehen.
Wir haben kräftige Jungs und kräftige Mädchen auch.
-Haben sie Namen? -Oh ja, sie alle haben Namen.
Alle Kinder raus aus dem Zug.
Folgen Sie mir und bilden Sie eine Schlange.
Vorsicht. Na bitte.
So ist gut. Ja.
Sehr gut, Jimmy. Na also.
Bilden Sie eine Schlange.
Na also. Sehr gut, kleiner Mann.
Geht es, junge Dame? Na also.
-Phil! -Lizzy! Komm her.
Phil!
Alles gut.
Vorsichtig.
Hey, Kumpel.
Oh, mein Gott, bist du groß geworden.
Hey...
Hey, Lilly, ich weiß, dass du dich vielleicht nicht erinnern kannst,
aber ich bin dein älterer Bruder Phill.
Und ich werde mich um dich kümmern, okay?
Sie hat nicht gesprochen, seit Mutter und Vater tot sind.
Okay.
-Sind das deine Sachen da? -Ja.
-Okay, ich trage die... -Sir, Sie müssten noch unterschreiben.
-Gut. Wartet kurz, ich bin gleich zurück. -Okay.
Ingrid?
Also gut, Eltern, treten Sie vor! Ich brauche die Papiere.
Kommen Sie ran, haben Sie keine Scheu!
-Danke. -Die Papiere, bitte.
Hier entlang, bitte.
Hier entlang, bitte. Danke. Danke, Sir.
Hier lang, bitte.
Die nächste Gruppe.
-Wie heißt du? -Emily.
Hi, Emily, willkommen in unserer Familie.
Die nächsten!
In unserem Haus verdient ihr euch den Lohn.
Arbeitet hart und ihr werdet belohnt mit guten Dingen.
Wenn ihr nicht hart arbeitet fliegt ihr raus.
In diesem Haus bin ich das Gesetz. Habt ihr das verstanden?
-Jawohl, Sir. -Habt ihr das verstanden?
-Jawohl, Sir. -Also gut, kommt.
Kommt mit, na los, macht schon.
Los geht's.
Für Charlie, Lizzy und Lily Cargrove, bitte.
Das ist mein Bruder Phil. Phil, können wir Mary mit uns mitnehmen?
Es tut mir leid, Kinder.
Ich habe Addison, Mary, Johnny, Ray und Jakob
notiert für die Smith Familie, die noch nicht erschienen sind.
Wenn sie bis morgen Früh nicht erscheinen, dann geht ihr zurück auf den Zug.
Aber heute Nacht schlaft ihr im lokalen Waisenhaus.
Warten Sie. Was ist mit Jimmy?
Also die Familie hat ihn nicht genommen.
Das kommt bei älteren Kindern öfters vor.
-Wiedersehen. -Die ist von meinem Vater.
Ich schenke sie dir.
Wiedersehen.
Also dann Lily, Lizzy, Charlie, es ist Zeit aufzubrechen.
Okay...
Lass mich das für dich nehmen. Los geht's, mein Schatz.
Mach's gut.
Du bist ein tapferer Cowboy.
Und manchmal müssen Cowboys getrennte Wege gehen.
Also dann, Kumpel.
Ich bitte Sie, bitte helfen Sie mir.
Sie haben meine Tochter entführt.
Bitte.
Haben Sie sich verlaufen?
Mal abgesehen von Kriegsrückkehrern gibt's hier nicht viel.
Für eine schwarze Frau ist das hier kein guter Ort.
Es gibt eine Stadt...
...etwa 25 Meilen in die Richtung, aus der wir kommen.
-Danke. -...dort kann Ihnen sicher jemand helfen.
Lass die Waffen unten.
Sieht aus, als hätten wir hier ein paar verdammte Yankees.
Der Krieg ist vorbei. Geht einfach weiter.
Der Krieg ist erst vorbei, wenn wir es sagen.
Wie wär's, wenn wir dich vom Pferd holen?
Na los, verschwindet.
Besser, wir reiten weiter.
Ich will ihre Hälse genauso gerne aufschneiden wie du.
Wen haben wir denn da? Komm her, du geiles Stück.
-Oh, ja! -Ja!
Vorsicht, die Yankees kommen zurück...
Einen Schritt weiter und sie ist tot!
Sie ist tot!
Einen Schritt weiter...
Komm mit uns.
Ihre Tochter lebte in einer Gasse in einem Pappkarton.
Sie ließen uns keine andere Wahl, als sie zu entfernen.
Sagen Sie mir, dass das nicht wahr ist.
Sie haben ja keine Ahnung, was ich durchgemacht habe.
Und jetzt nehmen Sie mir auch noch mein Kind!
Sie sagen mir jetzt sofort, wo sie ist, auf der Stelle.
Auf der Stelle!
Bitte, ich flehe Sie an, Sir.
Bitte, sie war noch nie auf sich allein gestellt.
Ich bin eine gute Mutter. Ich verspreche es.
Ich bin eine gute Mutter.
Vergeben Sie mir.
Ich will sehen, was ich für Sie tun kann.
Anscheinend ist Mary auf einem Zug
mit 40 anderen Kindern auf dem Weg nach Missouri.
Sie können unbesorgt sein, man kümmert sich.
Sicher, dass deine Tochter in dem Waisenzug ist?
Ich habe zwei Jahre meines Lebens in Camps der Konföderierten verloren.
Die Stimmen meiner Kinder hallten jeden Tag durch meinen Kopf.
Und bewahrten mich vor dem Tod.
Wie alt ist Ihre Tochter?
Sie ist zehn.
Und ihr Name war?
-Mary. -Mary?
-Mary Beggs. -Mary.
Wo willst du denn hin?
Ich habe dir doch gesagt, dass du dich nicht
auf die Männer einlassen darfst, die hier reinkommen.
Sie sind gefährlich.
Ich habe so ein Leben nie gewollt.
Glaubst du, dass irgendjemand von uns dieses Leben wollte?
Ich hasse mich dafür, dass ich dich damals hierhergebracht habe.
Als Jimmy starb, dachte ich, ich könnte hier arbeiten,
bis ich einen neuen Mann gefunden hätte,
oder einen richtigen Job, damit ich mich um dich kümmern kann.
Es war nie meine Absicht, dich in dieses dunkle Loch hineinzuziehen.
Wir können im Morgengrauen weggehen.
Niemals zurückschauen.
Ich traf einen ehrlichen Soldaten, er war anständig
-und wollte nur mit mir reden. -Ingrid, sei doch nicht dumm.
Was glaubst du denn, wohin dich dieser ehrliche Kerl bringen wird?
-Was denkst du, wird mit dir passieren... -Ich gehe weg von hier!
Lieber sterbe ich einen qualvollen Tod,
als noch eine Nacht hierzubleiben und mich noch mal anfassen zu lassen.
Weißt du noch, als wir kleine Mädchen waren...
...und über die Sonnenblumenfelder in North Carolina rannten?
Du sagtest damals immer, dass Träume von Gott seien.
Und dass, wenn wir aufhören zu träumen...
wir aufhören zu leben.
Sarah, wir leben nicht mehr.
Träume sind nicht echt.
Ich weiß nicht mal, ob Gott echt ist.
Aber ich werde dich nicht aufhalten, von hier wegzugehen.
Bitte schön.
Der ist für dich.
-Und Charlie. -Danke.
-Bitte schön. -Muffins sind mein Lieblingsessen.
Und zu guter Letzt...
-für dich, Lizzy. -Danke.
Sehr gerne.
Also, es gibt Neuigkeiten.
Die Arme versetzt mich nach Montana,
das bedeutet, dass wir morgen Früh abreisen werden.
Ich denke, das wird ein guter Start für uns werden.
Was werden wir dort machen?
Die Armee schenkt mir ein Stück Land am Fluss.
Und ich werde daraus eine Farm machen.
Also werden wir Getreide anbauen, Pferde haben.
Auch Schafe und Rinder. Es gibt dort sogar eine kleine Stadt.
Und in dieser Stadt gibt's eine Schule, auf die ich euch schicken werde.
Kann ich im Fluss angeln? Das habe ich so gerne mit Vater gemacht.
-So viel du willst. -Ja, als Familie.
Ja, aber ich fang die meisten.
Hast du Vater sterben sehen?
Nein.
Hi.
Hi...
Komm rein, komm rein...
Hi, ich bin Lizzy.
Hallo, Lizzy, freut mich. Ich bin Ingrid.
Hi, Charlie. Hallo, Lily.
Entschuldige, lass mich dir was anbieten.
Ihr drei seht euch ähnlich.
Charlie, Lily und Lizzy, Ingrid ist eine Freundin von mir.
Kann ich mitkommen nach Montana?
Ich werde keine Umstände machen, ich möchte nur ein besseres Leben.
Ich fänd's, glaube ich, schön, wenn sie mit uns käme.
Ja...
Ja, ich denke... das wärs, ja...
-Danke. -Ingrid...
glaubst du, du kannst Phil überzeugen,
dass unsere Freunde auch mitkommen dürfen nach Montana?
Ich glaube, die haben kein Zuhause.
Sie haben andere Kinder im Waisenzug kennengelernt,
die leider nicht adoptiert wurden heute Morgen.
Aber um ehrlich zu sein, wir haben morgen einen langen Tag vor uns,
und weil wir auch noch packen müssen, wird's sogar ein sehr langer Tag werden.
Also, ich denke, es ist Zeit fürs Bett.
Ich kann ihnen etwas herrichten an der Feuerstelle.
Lizzy und Lily, soll ich eure Haare flechten vorm Schlafen gehen?
Okay.
Okay.
Los, los, los, los!
Jack, es sind zu viele!
Jack, das ist 'Company K'!
Danke für die Hilfe, Soldat.
Verschwinden wir...
-Ja, Sir. -Bevor noch mehr kommen.
Los geht's.
Wir verfolgen die Fährte dieser Apachen seit einer ganzen Weile.
-Lieutenant Calgrove. -Shantu.
Armee der vereinigten Staaten, 'Company K'.
Sie sind die Gruppe einheimischer Scharfschützen.
Ja, Sir.
Sekunde. Calgrove...
-Den Brief, bitte. -Was für ein Brief?
Sie sind der Vater, der seine Kinder sucht.
Diesen Brief überbringen wir der Station in Independence, Missouri.
Aber warum wurde er noch nicht übermittelt?
Wir bewachen den Waisenzug bei Nacht.
Tagsüber verfolgen wir diese Apachen, die sie gerade kennengelernt haben.
Das hat uns weit vom Weg abgebracht.
Mein Sohn, Phil Calgrove, lebt in Independence, Missouri.
Dort ist er stationiert.
Dort sind vermutlich auch meine anderen Kinder.
-Wie weit ist es? -Etwa 100 Meilen von hier.
Dann los.
Die Kinder schlafen noch.
Guten Morgen.
Alles eingeladen.
Ist alles okay?
Wir kennen uns noch nicht, aber...
Was ich weiß, ist, dass wir beide an der gleichen Stelle unseres Lebens sind.
Wir suchen beide nach einem höheren Sinn.
Ich...
Ich kann einfach nicht da hingehen und sechs Kinder adoptieren.
Ich kann gerade so auf mich selbst aufpassen.
Ich hatte aufgehört, an das Gute zu glauben...
bis wir uns trafen.
Seit dieser Nacht begann ich zu glauben, dass ein anderes Leben möglich ist.
Vielleicht könnte ich mit den Kindern...
etwas von Wert erschaffen.
Ich kann dir helfen.
Wir gemeinsam.
Mary, Addi, Johnny, Jacob, Ray, Jimmy, kommt raus!
Kommt raus!
Lizzy!
Ich habe dich vermisst.
-Jacob! -Ich habe dich so vermisst!
Jimmy!
-Hey, Jimmy, wie geht's dir? -Na, so was...
Schickt dich dein Bruder schon wieder zurück?
Nein, aber wir würden gerne unsere Freunde mitnehmen.
Ich werde die Kinder, die zurückgelassen wurden, adoptieren.
-Meinen Sie das ernst? -Todernst.
Wir werden eure Hilfe auf der Farm gebrauchen können.
Wir alle sind froh, wenn wir eine Familie haben, stimmt's?
Ja, Sir.
Ich mach den Papierkram und nichts kann euch mehr aufhalten!
-Okay, danke. -Euch alle!
Danke.
Ray, willkommen in deiner Familie. Ich bin Phil.
-Und wie heißt du? -Mary.
Ich heiße Phil.
-Wiedersehen, Frank. -Ich werde dich vermissen, Ray.
Ich Sie auch.
Und dich, Jimmy.
Viel Glück Ihnen.
-Ich hoffe, man sieht sich. -Danke.
Gott segne Sie.
Also gut, ihr Lieben.
Wir trafen eine andere Familie und verließen die Stadt,
um gemeinsam ein neues Leben zu beginnen.
Zusammengekauert in diesem Wagen,
waren wir bereit, es mit der Welt aufzunehmen.
Charlie komm mal her und wir zeigen ihnen, wie's geht.
-Also da vorne. -Okay.
Gut zielen. Vorsicht, tretet ein wenig zurück.
-Verdammt, Charlie. -Wow, Charlie!
Volltreffer, Kumpel. Hat mich nicht überrascht.
-Wer als Nächstes? -Kann ich?
Klar, komm her.
Genau wie dein Bruder ziele auf die Dosen da.
Okay.
Das wird ein bisschen laut, also halt ich dir die Ohren zu, okay?
Stell dich aufrecht.
Hast du's?
-Gut geschossen, Cowgirl! -Danke.
Mann, Lizzy, du kannst echt schießen!
Jetzt ich, das ist einfach.
Ich treffe die dahinten.
Alles klar, genau wie die anderen.
Gerade hinstellen und schieß, sobald du soweit bist.
-Welchen von denen muss ich drücken? -Okay!
Also gut... Das Wichtigste, wenn wir eine Waffe halten,
ist, dass wir niemals auf andere Menschen zielen.
Nur, wenn's ein Bösewicht ist.
Danke, Charlie, nur wenn's ein Bösewicht ist.
Kinder, essen ist fertig!
Alles klar, wir holen das nach. Komm, Jimmy.
Als wir gen Westen reisten,
heilten unsere Herzen vom Verlust unserer Eltern.
Wir ließen Angst und Wut los.
Und Liebe trat wieder in unser Leben.
-Corporal. -Willkommen in Missouri, Lieutnant.
Ich suche nach dem Waisenhaus, können Sie mir die Richtung sagen?
Da lang, am Stadtrand.
Danke.
Ich suche meine Kinder.
Ja, Sir, dafür müssten Sie allerdings die nötigen Unterlagen...
Ich glaube, Sie haben mich nicht verstanden.
Meine Kinder waren hier vor wenigen Tagen. Phillip Calgrove...
Phillip Calgrove, ja.
Und die Kinder. Sie waren zusammen.
-Wo zur Hölle sind sie? -Sie sind auf einem Pferdewagen
auf dem Oregonpfad. Es ist westlich.
Sagen Sie's schon, haben Sie eine Karte?
Ich habe viele Karten. Ich bin sicher, dass Sie es finden.
War ein Kind namens Mary Beggs bei ihnen?
Mary Beggs... Mary Beggs.
Lieutnant, Lieutnant...
Sie können nicht allein losreiten.
-Kennen Sie die Route? -Selbstverständlich.
Dann reiten wir zusammen.
Mary, ja, sie ist bei ihnen. Ich erinnere mich an sie. Sie ist dabei.
Hier, das werden sie brauchen.
-Vielen Dank. Danke. -Ja.
Phil wurde an einen anderen Ort versetzt.
Jemand muss das veranlasst haben.
Sieht aus, als seid ihr von einem Krieg in den nächsten geraten.
Wo sind sie?
Hier. Bozeman, Montana.
Viele dieser Tribes wurden Richtung Westen getrieben.
Ihr Land wurde von der Regierung beschlagnahmt.
Sie machten die Siedler verantwortlich
und begannen mit Überfällen in der gesamten Region.
Wir mussten Männer an verschiedenen Orten postieren, um für Ordnung zu sorgen.
Sind die Kinder in Gefahr?
Nun ja, die Cheyenne haben den meisten Ärger gemacht.
Charlie, schnapp dir die Mädchen.
Los, kommt schon, beeilt euch. Kommt schon, na los.
Kommt schnell, hier rein.
Wir möchten keinen Ärger. Wir sind nur auf der Durchreise.
Auf dem Weg nach Montana.
Wir haben Essen, das wir teilen könnten.
Okay, ja, okay.
Hey, Leute, lasst uns das Brot auspacken, alles wird gut.
Nein!
Runter!
Bitte, bitte aufhören.
Bitte! Bitte, genug!
Stopp!
Nein!
Bitte! Bitte aufhören, es sind nur Kinder.
-Es sind Kinder, bitte! -Bleib stehen!
Nein!
Nein!
Charlie, nein!
Charlie!
Charlie, nein!
Hier.
Er ist tot.
Diese Kinder...
Sie ist tot.
Bitte nicht...
Oh nein...
Nein, Charlie...
Charlie, Charlie, Charlie...
Er atmet noch.
Komm her, ich hab dich...
Ich hab dich, ich hab dich...
Komm her. Ich hab dich...
Es tut so weh.
-Ich wollte sie beschützen. -Du bist so tapfer, Charlie, so tapfer.
Bleib bei mir, hörst du?
Bleib bei mir, bitte.
Du bist mein Junge.
Du bist mein Junge, Charlie, bitte bleib...
Ich hab dich. Ich bin bei dir, hörst du?
Bitte, Gott, bitte lass ihn leben, bitte, lass ihn leben, ich bitte dich...
Nein!
An jedem Abend...
saßen wir um den Tisch...
und sie las uns allen einen Bibelvers vor.
Reihum waren wir dran, ein Nachtgebet zu sprechen.
Char...
Charly war immer der Erste, der sein Gebet sprechen wollte.
Er wurde zum Mann am Tag meiner Abreise.
Er starb unschuldig.
Ich weiß ganz genau...
dass er die anderen retten wollte.
Mein Mann Charles und ich versuchten, von der Plantage zu fliehen.
Mary war ein Baby.
Und wir wollten ihr ein besseres Leben verschaffen.
Wir hätten es fast geschafft, aber sie erwischten uns.
Charles sagte: "Du rennst und siehst nicht zurück."
Ich hab's nicht geschafft.
In der Nacht kreuzigten sie ihn...
und steckten ihn in Brand...
vor meinen Augen.
Was manche Menschen durchmachen müssen, ist einfach nicht fair.
Es tut mir leid.
Danke.
Ich werde Ihre Tochter finden, Miss Beggs.
Und meine anderen Kinder.
Nichts wird mich aufhalten.
Nichts.
Bitte lasst mich allein.
Ich werde dich vermissen, mein Sohn.
Vater geh nicht!
Lily...
Ich verspreche dir, ich bin bald zurück.
Wie sollen wir sie finden?
Wir locken sie zu uns.
Ja, sie werden für die nächste Kolonne zum selben Ort zurückkommen.
Nur eine Frage der Zeit.
Bereiten wir uns vor.
Lass dir Zeit. Nicht nervös werden.
Bleib ruhig, alles wird gut.
Okay.
Nein, Phil!
Sag mir, sind meine Kinder dort?
Hast du meinen Sohn umgebracht?!
Hast du meinen Sohn umgebracht?
Wie viele Männer sind in eurem Camp?
Viele.
Viele Männer.
Gut, du wirst uns hinführen.
Shantu, sag deinen Männern, sie sollen in die Schlucht rein,
ich treffe euch in der Mitte.
Lassen Sie sie in Frieden!
Lassen Sie sie!
Nein, Kinder, kommt mit, kommt mit!
In die Richtung, in die Richtung!
Lily!
-Wo sind sie lang? -Dort entlang.
Lily!
Komm schon!
Na los, komm...
Steh auf, komm weiter...
Phil.
Bist du okay?
Ich hab dich, mein Junge.
Vorsicht, geh am besten zu den Kindern.
Lizzy, wo ist deine Schwester?
-Sie haben sie! -Wo?
Unter der Brücke.
Okay.
Hier ist meine Pistole.
Wenn jemand in deine Nähe kommt, schieß, okay?
-Ich hab dich. -Papa, bitte verlass mich nicht mehr.
Du bist jetzt in Sicherheit.
Lily!
So ist's besser.
Alice.
Mary?
Mary!
-Mary, Mary! -Mami!
Mary!
Oh, mein Gott!
Lass dich ansehen.
Bist du okay?
Ich habe dich so vermisst.
Ich hoffe, du hast deinen Frieden mit Gott gemacht.
Du hast meinen Sohn getötet und ich werde dafür sorgen,
dass jeder von euch seinen Preis bezahlt.
Jack...
bitte hör auf.
Danke.
Wir wollen auch Frieden.
Anlegen!
Feuer!
Shantu schlug Vater vor, alle an diesem Tag Verstorbenen zu ehren.
Denn um Frieden zu bekommen,
müssen wir zuerst unsere eigenen Fehler eingestehen.
Und die Mächtigen müssen die Spirale der Gewalt durchbrechen wollen.
Wir zogen schließlich nach Montana
und nutzten das Land, das die Regierung uns gab, um ein Waisenhaus aufzubauen.
Wir hießen alle willkommen, die Teil unserer Gemeinschaft werden wollten
und lernten von den Traditionen aller, die den Weg zu uns fanden.
Willkommen, schön, Sie zu sehen.
-Danke für Ihre Arbeit -Nichts zu danken.
Vorsicht beim Aussteigen.
War wohl an der Zeit, wieder mit Träumen anzufangen.
Jack!
CALGROVE - WAISENHAUS
-Wie heißt du, Kleiner? -Kleiner Jack.
Kleiner Jack, ich bin Lizzy Calgrove.
Und das ist meine Schwester Lily Calgrove.
Hi, Lily Calgrove.
Wir werden uns sehr gut um dich kümmern.
Gott gibt die härtesten Schlachten, seinen tapfersten Kriegern.
Vater, du hieltest meine Hand, als ich klein war.
Du fingst mich auf, wenn ich hinfiel.
Du hast mich beschützt, als ich Kind war und auch noch danach.
Von dir lernte ich, dass der Sinn meines Lebens
darin besteht, meine Gabe herauszufinden,
sie zu entwickeln und zu verschenken.
Ich weiß, dass der Himmel ein wunderbarer Ort ist, denn er hat dich.
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