All language subtitles for La rivolta dei mercenari (1961)

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Original subtitles

AUFSTAND DER SÖLDNER

Paco, ist es dieses Dorf? - Ja, und das sind Kellers Horden.

Die Meldung stimmte. Sie überfielen die Bauern bei Tagesanbruch.

Vorwärts! Jagt sie zusammen! - Kommt!

Los, beeilt euch mit dem Aufladen! Bindet die Gefangenen an die Wagen!

Nein! Gib das Lamm her!

Scher dich zum Teufel! Ich stopf dir das Maul für immer, du Ratte!

Gib das Lamm her, du Dieb!

Warum läufst du weg? Bleib stehen! Keine Angst. Mach auf!

Hauptmann! Lucio Di Rialto und seine Leute greifen uns an.

Jemand hat uns verraten.

Hauptmann!

Zum Glück hast du uns früh genug Nachricht gegeben.

Wo ist Marco? - Da kommt er.

Er stirbt bald vor Sehnsucht. - Marco!

Ich hatte Angst, ihr kommt zu spät. - Zum Kampf sind wir immer pünktlich.

Jemand musste den Schurken Einhalt gebieten. Seit diese Vandalen hausen,

werden die Einwohner ihres Lebens nicht mehr froh.

Das ist das Wappen des Herren,

in dessen Auftrag sie plündern und morden.

Wir werden dieser Bestie die Krallen schneiden.

Kommt, Leute! Es gibt noch mehr Arbeit.

So eine Überraschung!

He, was soll das? - Ich stöberte sie hier auf.

Er hat mich überfallen! - Sie ist Zigeunerin.

Die übrigen konnten fliehen. Sie hat sich versteckt.

Dann kommst du mit uns und wirst ein tüchtiger Söldner.

Hauptmann! Unsere Männer alle müde. Wir besser machen Halt.

Bist du nicht müde, Tago? - Nein, ich besondere Rasse. Wie du.

Danke für das Kompliment. - Wir geboren auf Pferderücken.

Hat mir meine Mutter nie gesagt.

Halt!

Was steht dort unter den Bäumen? - Eine Kutsche.

Aber dort ist niemand. - Vielleicht ein Überfall.

Möglich. Kommt!

Unsere Sorge war unbegründet. Scheint ein Unfall zu sein.

Tago sicher, dass es Überfall war. - Dann wäre das Gepäck weg.

Hört ihr das? Sie müssen da drüben sein.

Frauen!

Ich werde nachsehen, was da los ist. - Tago mitgehen. Kann gefährlich sein.

Nein. Ich brauche keine Amme.

Flock!

Flock, hierher!

Flock, wo steckst du denn?

Flock! Willst du wohl sofort kommen, du Taugenichts.

Flock! Flock!

Simonetta, schnell! Ich habe ihn gefunden.

Loslassen! Was erlaubt Ihr Euch?

Ihr zeigt Euch nicht erkenntlich, ohrfeigt mich für meine Hilfe.

Ihr seid unverschämt. - Und Ihr bezaubernd schön.

Deshalb helfe ich trotz Eurer Unfreundlichkeit.

Ich werde meine Leute rufen. - Außer meinen Leuten ist keiner hier.

Aber seid unbesorgt. Sie schätzen sich glücklich, Euch zu dienen.

Vorwärts, Freunde! Macht den Wagen Ihrer Hoheit fahrbereit.

Darf ich Euch höflich bitten, mich gehen zu lassen?

Selbstverständlich, Hoheit. Darf ich bitten?

Ich denke, das wird halten.

So eine Kette gehört an den Hals einer Königin.

In meiner Tasche liegt sie besser. - Verschwinden wir!

Der Hauptmann kommt.

Gib die Kette her! Ich fand sie. - Warte, bis uns keiner sieht.

Aufsitzen, Leute! Es geht weiter.

Sie reiten weg. - Ja, Gott sei Dank. Oder?

Wo wart ihr so lange? - Es war kein Werkzeug aufzutreiben.

Na schön. Spannt die Pferde an und fahrt weiter.

Gib mit den Hund, Simonetta.

Endlich!

Katia!

So lange wie diesmal warst du noch nie fort, Lucio.

Hab ich dir sehr gefehlt, Täubchen? - Jede Minute.

Du mir auch. Deshalb kam ich so schnell ich konnte.

Hallo, mein guter Pintar. - Hauptmann!

Endlich. Wenn Ihr nicht da seid, ist kein Leben in meiner Taverne.

Gib uns Essen und Trinken. Wir bringen noch zwei Frauen mit.

Sie sind am Ende ihrer Kraft. - Was?

So viele? Wie soll ich das machen? - Sollen wir verhungern?

Es herrscht Hungersnot. - Doch nicht für dich.

Für uns Söldner sieht es übel aus. Es gibt keine richtigen Kriege mehr.

Ohne Krieg wirbt uns niemand an. - Bitte, Vater. Er zahlt bestimmt mal.

Worauf wartest du noch? - Es ist furchtbar mit euch.

Habt ihr ein Zimmer für mich frei? - Für dich immer.

Aber die Frauen, die du mitgebracht hast: Was ist mit denen?

Der Teufel hole dich, wenn du den Wein getauft hast.

Jetzt gibt es Wein! - Aber die Kette kriege ich zurück.

Pintar, alter Gauner. Wein her! Wir sind durstig.

Wirtschaft! Wein her! - Wo bleibt der Wein?

Zukünftiger Schwiegervater, sprechen wir über Katia!

Ich habe zu tun. - Bitte hör mich an!

Befreit mich von diesem Kerl! - Ich will Katia heiraten!

Ohne dich bin ich ein halber Mensch. - Du übertreibst.

Wenn man Frauen die Wahrheit sagt, glauben sie einem nicht.

Ich will nicht mehr auf dich warten. Nimm mich mit, wenn ihr weiterreitet.

Wie stellst du dir das vor? Willst du auch deine Haut zu Markte tragen?

Mehr kann ich dir nicht bieten. - Ich will gern alles ertragen.

Wenn du nur da bist.

Das Kriegshandwerk ist nicht das Richtige für eine Frau.

Ich nehme auch die zwei anderen Frauen nicht mehr mit.

Sie müssen hier warten.

Eine vornehme Kutsche! Wir bekommen neue Gäste.

Was hast du denn?

Welche Ehre, Herzogin! Willkommen in meinem Haus.

Rufe den Schmied! Wir müssen ein Rad auswechseln.

Das ist also die Herzogin Patrizia Di Rivalta.

Eine schöne Frau. - Ich finde sie abscheulich.

Du findest sie schöner als mich. - Was redest du? Du bist die Schönste.

Die Ärmste ist unglücklich, seit sie Witwe ist.

Ich denke, sie ist reich.

Ich will nicht mit ihr tauschen. - Warum nicht? Bedroht sie jemand?

Ja. Graf Keller. Ihre Ländereien sind sehr fruchtbar.

Das reizt den Appetit dieses Räubers - Keller!

Keller. Den wünsche ich mir schon seit langem vor meine Klinge.

Dieser Schurke! Man sollte ihm das Handwerk legen.

Gib dich keinen falschen Hoffnungen hin. Du kommst zu spät.

Die Herzogin hat schon einen anderen Beschützer.

Morgen feiert sie ihre Verlobung in Venedig. Mit Fürst Stefano Di Senia.

Armer Lucio, du kannst ihr dein Herz nicht mehr zu Füßen legen.

Sie muss ihn sehr lieben, wenn sie sich so beeilt.

Wo findet die Zeremonie statt? - In ihrem Palast. Am Canale Grande.

Was geht hier vor?

Gib die Kette her. - Sie gehört mir.

Ich hab euch was gefragt! - Wir vertreiben uns die Zeit.

Ich will eine vernünftige Antwort.

Wem gehört der Schmuck? - (beide) Mir.

Wo habt ihr ihn gestohlen? - Ihr haltet uns doch nicht für Diebe.

Die Kette stammt aus der Kutsche der Herzogin.

Oh! - Was ist denn?

Das Geschmeide ist verschwunden. - Ich habe es bemerkt.

Der Aufenthalt im Wald kam uns teuer zu stehen.

Pass auf, der Stoff ist empfindlich. Bettina, hilf du mir lieber.

Es ist schrecklich. Der Rock fällt nicht richtig. Was ist das nur?

Ich könnte verzweifeln. - Ich bringe das in Ordnung.

Französische Röcke sind zu weit. - Stimmt, Simonetta.

Du kannst jetzt gehen.

Was macht Fürst Stefano? - Er hat nach Euch gefragt.

Seit zwei Stunden spaziert er in seinem Zimmer auf und ab.

Mir scheint, er gefällt dir nicht.

Er ist freundlich und sieht gut aus. - Sei aufrichtig!

Ich weiß, er gefällt dir nicht. Ich gebe dir recht.

Mir gefällt er auch nicht. - Warum heiratet Ihr ihn dann?

Ich habe keine andere Wahl. Er ist ein mächtiger Mann mit Soldaten.

Wenn ich ihn heirate, wird Keller mich nicht mehr angreifen.

Das verstehe ich nicht.

Ihr fürchtet Graf Keller, aber Ihr habt ihn eingeladen.

Man muss den Feind in Sicherheit wiegen, um seine Pläne zu ergründen.

Ich weiß, wer das ist. Das kann nur Lucrezia Di Laro sein. - Bravo!

Hab ich euch zu viel versprochen?

Was sagt ihr zu diesem neuen Gesellschaftsspiel?

Endlich, Teuerste. Wir vergehen vor Ungeduld.

Darf ich bitten? Spannt uns nicht länger auf die Folter.

Unsere Gäste warten auf die Königin des Festes.

Musikanten! Zeigt, was ihr könnt. - Sie macht kein glückliches Gesicht.

Auf die Gesundheit der glücklichsten Frau Venedigs.

Ich wünsche der schönsten Frau Venedigs die Erfüllung Ihrer Träume.

Auf das Wohl Fürst Stefanos. Er möge allzeit zufrieden sein. - Danke.

Auf unser aller Wohl.

Graf Keller und Madame Dumarcon!

Keller? Wer hat diesen Mann eingeladen?

Der Raufbold in dieser Gesellschaft? - Unerhört. Bei solch einem Anlass!

Und diese Französin ohne Adel!

Danke für die Einladung.

Sie bietet Gelegenheit, uns besser kennenzulernen.

Das ist auch mein Wunsch, Graf Keller.

Besonders die Bauern in meinem Herzogtum kennen Euch schon.

Aber ich bin überzeugt, wir werden mit der Zeit gute Freunde.

Ich glaube, ihr kennt euch noch nicht.

Doch. Zumindest hörte ich von dem Grafen. Er ist ein tapferer Mann.

Mit den besten Soldaten, sagt man. - Wollt Ihr Euch nicht setzen?

Ich hörte erstaunliche Dinge über Eure Truppe.

Ihr habt eine neue Waffe erworben?

Sie soll eine ungeheure Wirkung haben.

Es ist eine Kanone mit mörderischer Wirkung.

Sie war für den König von Frankreich bestimmt.

Zu schade, dass Euer Geschenk sein Ziel nicht erreichte.

Wie meint Ihr das? - Ich bin untröstlich.

Ein Geschenk, das ich unter dem Schutz einer Eskorte abschickte,

wird leider sein Ziel nie erreichen. - Sind Eure Männer Banditen begegnet?

Ja. Sie wurden überfallen und ausgeplündert.

Der Hauptmann wurde getötet.

Das tut mir leid. - Mir auch.

Ein so wertvolles Geschenk!

Woher wisst Ihr das? - Ich vermute es. Es kam von Euch.

Sehr schmeichelhaft. Es ist wirklich kostbar.

Aber jetzt besitzt es diese Bande von feigen Mördern.

Ihr Anführer ist Lucio Di Rialto.

Die Landbevölkerung nennt ihn "Ritter des grünen Halbmonds."

Ein gefährlicher Schurke!

Verzeihung, kennt Ihr den Schurken? - Ich mache bald seine Bekanntschaft.

Ich setze alle Mittel ein, um ihm sein schmutziges Handwerk zu legen.

Ich glaube, Ihr übertreibt.

Auch die Geschichte von Eurem Geschenk kam mir übertrieben vor.

Besser noch, sie war eine Lüge.

Das wäre ein starkes Stück. - Was nehmt Ihr Euch heraus?

Ich kenne Euch überhaupt nicht. - Aber ich kenne Euch genau.

Und ich kannte Euren Hauptmann. Ich tötete ihn, als er ein Dorf überfiel.

Zum Andenken nahm ich ihm ein Wappen ab. Es besitzt keinen guten Ruf.

Ist das vielleicht Euer Geschenk? - Genug jetzt!

Seid ein Mann von Ehre. Nennt Euren Namen!

Lucio Di Rialto, Hauptmann einer Söldnertruppe. Kein Bandit.

Ihr seid das?

Ihr könnt mich nicht herausfordern.

Ein Edelmann schlägt sich nicht mit Söldnern.

Dann sucht einen Dummen, der Euch vertritt.

Sonst zieht Euch der Söldner das Fell ab!

Hoffentlich habt Ihr ein zweites Wams mit. Ihr werdet es brauchen.

Tut etwas! Franz ist diesem Mann nicht gewachsen.

Könnt Ihr nicht Einhalt gebieten? - Unmöglich, Liebste.

Das regt sie nur noch mehr auf.

Schluss, Signori! Ihr seid in meinem Haus, nicht auf dem Schlachtfeld.

Die Degen weg! Ich verlange Respekt vor der Herzogin.

Gut. Aber ich mache sie für die mir zugefügte Beleidigung verantwortlich

Gehen wir! Ihr hört von mir, Signora. Auf Eurem Schloss Rivalta.

Dieser Auftritt hat Folgen für die Herzogin.

Er wartet schon lange auf einen Vorwand, um Rivalta anzugreifen.

Ich kann mich nicht erinnern, Euch eingeladen zu haben, Hauptmann.

Das habt Ihr nicht. Aber dieses Schmuckstück verlor seine Besitzerin

Wie kommt es in Eure Hände? - So eine Überraschung.

Es fiel wohl auf der Reise hierher aus dem Wagen.

Ich freue mich für Euch, dass der Hauptmann es fand. Tanzen wir!

Ihr wagt sehr viel, Hauptmann. Keller ist mächtig und rachsüchtig.

Ich habe keine Furcht vor ihm. Aber Ihr.

Geht Ihr aus diesem Grund die Verbindung mit dem Fürsten ein?

Ach, Hauptmann. - Ich bitte um Vergebung, Herzogin.

Ich wollte Euch nicht beleidigen. - Das habt Ihr nicht.

Es ist wirklich der Grund. Aber was soll ich sonst tun?

Ein Heer aufstellen, das stark genug ist, Euch zu beschützen.

Eine Horde von Bauern? Damit wäre mir nicht geholfen.

Andere Männer habe ich nicht. - Aus Bauern können Soldaten werden.

Ihr habt sicher auch Bewaffnete. - Eine Handvoll Männer.

Ein paar Pferde unter einem alten Waffenmeister, der wenig taugt.

Einige hundert Bauern und eine Handvoll Bewaffneter.

Ihr braucht noch einen Hauptmann. Dann habt Ihr nichts zu fürchten.

Das wäre schön.

Lucio Di Rialto steht zu Eurer Verfügung.

Wenn Keller nach Rivalta kommt, empfangen wir ihn gebührend.

Nett von Euch zu helfen. Aber... - Kein Aber.

Das Kriegshandwerk ist ein Beruf. Ihr seid reich. Wir werden uns einig

Auf Wiedersehen auf Eurem Schloss. Euer Diener.

Meine Teuerste, Ihr wartet sicher schon ungeduldig darauf,

unsere Verlobung bekannt zu geben. - Überstürzen wir nichts.

Wir haben noch so viel Zeit.

Spannt die Sehnen! Los!

Alessandro, übernimm das Kommando!

Der Abstand zum Ziel muss immer größer werden.

Alles zwei Schritte zurück!

Galopp! Lanze im letzten Moment hochreißen!

Lachen kann jeder, ihr Dummköpfe.

Das Wichtigste ist, sich nach dem Stich zur Seite zu werfen.

Gut gemacht. Bravo! Bravo!

Ich zeig es dir noch mal. Eins, zwei. Es ist zum Verzweifeln.

Die gehen mit dem Degen um wie mit Rübenhacken!

Ich vermisse Tago. - Der ist weggeritten.

Wollte mit einem anderen Stroh und Hafer besorgen.

Du musst den Degen höher halten!

Pintar! Lade ab, bevor die Leute von der Übung zurückkommen.

Sie sind böse, weil du Wasser in den Wein schüttest.

Ich schütte nie Wasser in den Wein. - Und du lügst nie, oder?

Wer bist du denn? - Einer Eurer ärgsten Feinde.

Du? Was willst du hier? - Dich was fragen.

Warum kommst du nicht mehr zu mir? - Was soll die Verkleidung?

Wenn deine Wachen Frauen einlassen würden, hätte ich ein Kleid an.

So gefällst du mir noch besser. - Ich muss mit dir reden.

Kommst du runter?

Jeden Tag warte ich auf dich und schaue aus dem Fenster.

Versteh doch, ich hab im Augenblick keine Zeit.

Du liebst eine andere Frau. - Das ist Unsinn, Katia.

Doch, du hast dich verliebt. Ich weiß auch in wen.

Sicher verbot sie dir den Umgang mit dem Schankmädchen.

Das bildest du dir ein. Ich habe viel Arbeit. Es ist schwer,

die Leute das Kämpfen zu lehren. Keller greift bald an.

Dann hab ich wieder Angst um dich. - Mach dir keine Sorgen.

Du denkst immer nur an diese Frau! - Sei vernünftig.

Ich besuche dich, sobald ich kann. - Schwöre!

Ich schwöre.

Jetzt ist der Hauptmann böse. Ich hab dir gesagt, bleib zu Hause.

Bring die Sachen zum Waffenmeister. Er soll sie an die Leute verteilen.

Armer Lorenzo. Er würde sich gern anders nützlich machen.

Seht, Herzogin! So sah ich sie noch nie arbeiten.

Das tun sie nur ihm zuliebe.

Von wem redest du? - Vom Hauptmann. Ein toller Mann.

Du schwärmst. Findest du ihn so unwiderstehlich?

Ihr etwa nicht? - Nein.

Verzeiht, aber das klang nicht sehr überzeugend.

46, 47, 48...

Aufhören! Wir machen gleich weiter.

Hat er gesprochen? - Nein. Was habt ihr erfahren?

Di Rialto hat alle kampffähigen Männer eingezogen.

Und du triffst immer noch Vorbereitungen.

Nur so weit sie nötig sind. - Damit wir noch mehr Zeit verlieren?

Wir müssen etwas unternehmen. - Verlasst Euch auf mich.

Ich habe 100 Pferde requiriert. Die Gegner sind fast alle unberitten.

Ich will Taten, keine Worte! Ich will das Schloss und das Land!

Ich will, dass dieses Gebiet mein Eigentum wird. Ich will es!

Hör zu! Wenn ich Rivalta nicht bekomme, geht es dir so wie dem da.

Was ist das? - Das ist Tago.

Er ist verliebt in die Zigeunerin.

Er singt, wenn er Sehnsucht nach seiner Heimat hat.

Feuer! Das Getreide brennt!

Um Himmels willen! Das Kornfeld brennt. Es gehört Keller.

Feuer, Lucio! Das Feld gehört Keller. Wer hat es angezündet?

Das ist nicht schwer zu erraten.

Alarm, Alarm!

Folgender Plan: Tago reitet mit Cizzania zur Teufelsschlucht.

Lasst Kellers Reiterei vorbei. Folgt unbemerkt.

Marco kämpft sofort gegen Keller. Greif die Fußtruppen an!

Haltet ihren Vormarsch so lange wie möglich auf. Viel Glück!

Auch dir viel Glück, Hauptmann. Freunde, wir reiten!

Geh an die Brücke! Domenico, auf den Turm!

Dass mir keiner schießt, bevor ich den Befehl gebe.

Beobachtet die Teufelsschlucht! Gebt Bescheid, wenn sie kommen.

Sie kommen!

Auf die Pferde!

Kommt!

Das wäre bester Moment.

Lucio hat gesagt, wir sollen sie erst vorbeilassen.

Bleibt in Deckung!

Gleich sind sie unterhalb der Mauer. Dann erleben sie ihr blaues Wunder.

Aber wenn sie nun... - Tago drischt sie zusammen.

Ich sage Bescheid.

Reiter, aufsitzen! Bei der Brücke sammeln!

Stürzt euch auf sie wie die Löwen! - Verlasst Euch auf uns, Hauptmann!

Simonetta, da! Die vielen Hunde! - Dort sind noch mehr.

Seht Ihr? Es klappt besser, als ich gehofft hatte.

Ein wundervoller Plan. Kompliment! - Wartet, bis Tago angreift.

Da, die Hunde.

Weg, ihr Bestien! Weg!

Vorwärts, Freunde!

Der Hauptmann greift an! Vorwärts!

Signal zum Rückzug!

Rückzug!

Marco!

Mit mir ist es aus. - Nein, Marco.

Du darfst nicht sterben. Was soll ich ohne dich machen?

Der ist von meiner Mutter.

Ich danke dir, Lucio. Bist du verletzt?

Das ist nicht der Rede wert. Aber was ist mit dir?

Lucio, ich hab dich nie um etwas gebeten. Kümmert euch um Frisca!

Nimm sie mit dir. Beschütze sie.

Ich verspreche es dir, Marco.

Leg ihn auf ein Pferd, Tago. Wir nehmen ihn mit zum Schloss.

Du übernimmst Marcos Kommando.

Danke, Hauptmann. Ich werde beweisen, dass ich Euer Vertrauen verdiene.

Elender Schurke! Das hab ich dir zu verdanken. - Aber...

Vor ein paar räudigen Hunden zu fliehen! Mit meiner Reitertruppe!

Was gibt es da zu erklären? Ich müsste dich aufhängen lassen!

Die Pferde waren einfach nicht zu halten!

Du bist unfähig als Anführer. Kopflos und feige!

Ab heute bestimme ich allein!

Ilario!

Der Mann soll hereinkommen. - Sofort.

Der Graf lässt bitten.

Hör mir gut zu, Alter. Und du prägst es dir ebenfalls ein.

Bis morgen, Hauptmann. - Danke. Auf Wiedersehen!

Trink! Das wird dir guttun.

Geht es dir jetzt besser? - Ja, danke.

Herzogin!

Bitte geh.

Macht es Euch bequem, Herzogin. Ihr musstet Euch nicht bemühen!

Ich wäre zu Euch gekommen. - Ihr seid verwundet, nicht ich.

Ich wollte Euch sagen, dass unsere Lage schwierig ist.

Ich muss in Venedig Hilfe erbitten. Ich fürchte Keller mehr als zuvor.

Ich hoffe, in meiner Abwesenheit erfolgt kein neuer Überfall.

Ihr könnt beruhigt abreisen. Graf Keller erlitt schwere Verluste.

Es dauert, bis er sich davon erholt. - Das ist allein Euer Verdienst.

Ich bin Euch sehr dankbar. - Ihr seid mir keinen Dank schuldig.

Ihr bezahlt mich und ich tue meine Pflicht.

Wollt Ihr mich auf diese Art mahnen? Ich weiß, ich schulde Euch Sold.

Auch das ist ein Grund für meine Reise nach Venedig.

Ich hoffe, Ihr erholt Euch inzwischen.

Ich zweifle nicht daran. Zumal Ihr Euch um mich sorgt.

Ihr irrt Euch. Ich dachte nur an meine Interessen.

Draußen ein alter Mann. Mit Heilmittel für Eure Wunde.

Lass mich in Ruhe. - Es ist ein geheimnisvolles Kraut.

Heilt auch gefährliche Wunden sofort.

Es heißt "Zunge des Magiers". Wächst, wo niemals die Sonne hinscheint.

Ein Tank daraus stillt bei einem Verletzten sofort das Bluten.

Die Wunde fängt an zu heilen. In wenigen Stunden ist der Mann gesund.

Sonst noch was? - Ist wahr, Hauptmann!

In meiner Heimat auch Zauberkräuter. - Euer Unterführer ist weise.

Lasst Euch behandeln! Ich will keine Bezahlung.

Weil Ihr Graf Keller besiegt habt. - Du willst mir eine Freude machen?

Schön. Und wenn die Wunde heilt... - Bring einen großen Topf Wasser.

Es muss beinah kochen! Das Gefäß muss aus Kupfer sein.

Schließen wir das Zelt!

Es wäre nicht gut, wenn uns neugierige Augen zuschauen.

Was soll das bedeuten? - Gold braucht keine Erklärung.

Es ist nur ein kleiner Vorschuss. Wisst Ihr, von wem? Keller.

Pack dich!

Graf Keller achtet und bewundert Euch, Hauptmann.

Ihr dient auch der Herzogin gegen Bezahlung. Ihr seid Söldner.

Warum nicht den Herrn wechseln? Eure Leute werden Euch begeistert folgen.

Bei dem neuen Herrn würden sie viel mehr Sold bekommen.

Zehnmal so viel, wie die Herzogin Euch bisher schuldet!

Das Gold ist nur ein Vorschuss, damit Ihr mir glaubt.

Hier ist Wasser.

Danke, aber wir brauchen es nicht mehr.

Gift, Hauptmann! - Ja, Gift.

Falls er den Vorschlag nicht angenommen hätte.

Auf Wiedersehen, Hauptmann Di Rialto - Tago!

Möchtest du zehnmal so viel verdienen wie bisher? - Sold?

Ja, Sold. - Natürlich! Wäre wunderbar.

Dann lass den Mann laufen.

Das ist alles, was ich Euch geben kann, Herzogin.

Bitte entschuldigt die Eile. Ich werde erwartet.

Ihr müsst verstehen: Im Augenblick ist bares Geld knapp in Venedig.

Lorenzo! Begleite den Signore hinaus!

Ich musste mich selbst um ein Darlehen bemühen.

Der Staatsrat verweigerte seine Hilfe.

Venedigs Geldmittel sind durch den Krieg erschöpft.

Dann sind die Wucherer bald Venedigs Herren.

Das muss der Rat verantworten. Ich habe keine Wahl.

Hauptmann Lucio Di Rialto bittet empfangen zu werden.

Der Hauptmann? Gut, führ ihn herein.

Lass uns bitte allein.

Herzogin.

Ihr seid überrascht? - Allerdings. Weshalb kommt Ihr?

Nur so. Ich hatte Sehnsucht nach Venedig.

Ich glaube, mehr nach dem Sold, den ich Euch immer noch schulde.

Meine Leute setzten ihr Leben aufs Spiel.

Eine solche Verzögerung gefährdet die Kampfmoral.

Ja, Ihr habt recht.

Es war mir nur leider nicht früher möglich, das Geld aufzutreiben.

Aber jetzt steht es zu Eurer Verfügung.

Die Summe dort gehört Euch. Nehmt sie.

Das war doch der Grund, weshalb Ihr nach Venedig kamt. Worauf wartet Ihr?

Ich machte Euch einen günstigen Preis.

Dafür gewann ich Euch eine Schlacht. Und verlor einen guten Freund: Marco

Ihr kennt wahrscheinlich nicht einmal seinen Namen.

Er gab sein Leben für Schloss Rivalta. Für Euch.

Das wäre einen höheren Preis wert. - Ich gab Euch alles, was ich besitze.

Es ist nicht unehrenhaft, Söldner zu sein. Ich kam, um Euch zu sagen...

Was? - Es ist nicht so eilig. Ihr erfahrt es auf Schloss Rivalta.

Ihr seid heute verändert, Hauptmann. Irgendwie reizbar oder verärgert.

Habt Ihr etwas gegen mich? - Nein. Gegen mich selbst.

Dann kämpft Ihr einen schwereren Kampf als ich, Lucio di Rialto.

Bestimmt, Herzogin.

Mir scheint, ich habe den Kampf verloren.

Jetzt muss ich zu meinen Leuten zurück.

Lebt wohl.

Bring Flock in die Küche. Um die Zeit bekommt er daheim Frühstück.

Milch und Brot. Kein Fleisch.

Simonetta, mach das Gepäck fertig. Wir fahren nach Rivalta.

Der Mann wird hier festgebunden und hineingepresst.

Dann gesteht er alles. - Sehr gut.

Das scheint eine sehr wirksame Folter zu sein.

Noch nichts zu sehen? - Nein, Signore. Ich ahne auch, warum.

Was willst du damit sagen? - Der Mann hält uns zum Narren.

Er kommt nicht. - Das hoffst du wohl im Stillen.

Warum, Signore? Der Plan ist nicht von mir. Ihr habt ihn rufen lassen.

Dabei ist dir zumute, als ob er schon hier wäre.

Du hast Angst vor seinem Schatten! Di Rialto tritt an deine Stelle.

Viel Glück mit ihm.

Was gibt es? Worüber lachst du? - Über ihn. Über seine Angst.

Aber deine Gegenwart genügt, mir die Laune zu verderben. Scher dich weg!

Das ist kein Platz für Frauen. - Bei Euch ist kein Platz für mich.

Ich glaube manchmal, ich bin Euch unerträglich geworden.

Lass sie doch auch lachen. Das wäre die richtige Beschäftigung für dich.

Untauglich als Hauptmann, aber vielleicht ein guter Hofnarr.

He, Wache! Sag Bescheid, wenn sie kommen!

Er wird immer unerträglicher.

Er merkte wohl, wie es mit uns beiden steht.

Vor Eifersucht verliert er den Kopf. - Er holt den schlimmsten Feind her.

Aber wir wissen nun, dass Rialto käuflich ist.

Die Söldner sind fort! - Das versteh ich nicht.

Wo ist Hauptmann Rialto? - Wir wissen es nicht.

Gestern Abend kamen sie nicht zur Wachablösung.

Heute morgen waren alle verschwunden.

Schickt Leute aus! Der Hauptmann ist sicher in der Taverne.

Wir haben die Umgebung schon abgesucht. Nichts.

Der Fall wird sich aufklären. Wir fahren inzwischen zum Schloss.

Komm, Simonetta.

Mein Degen steht zu Eurer Verfügung, Graf Keller.

Und die Treue meiner Leute. Wir sind bereit, unter Eurem Befehl zu kämpfen

Eure Degen! Wir stehen zu Euren Diensten, Graf Keller.

Ich würde diesem Kerl keine Silbe glauben.

Hoffentlich ist es, wie du vermutest.

Hauptmann Di Rialto!

Nehmt Euren Degen und führt ihn in Zukunft für mich!

Ich werde Eure Dienste zu schätzen wissen. Ich heiße Euch willkommen.

Halte dich zur Verfügung unserer Freunde, Ilario.

Sorge für Wein und Verpflegung. - Alles ist vorbereitet, wie befohlen.

Arigo! Lass dir zeigen, wo wir die Zelte aufschlagen können.

Ich habe mit Euch zusammen große Dinge vor. Ihr in meinen Diensten:

Da sollen meine Feinde vor Furcht erzittern.

Nun sind ich und ihr, eure Frauen und Kinder,

mehr als zuvor der Grausamkeit des Grafen Keller ausgeliefert.

Lucio Di Rialto und seine Söldner gingen in das Lager des Feindes über.

Mein Wort: Ich werde alles tun, um euer Leben zu retten.

Ich will bis zu meinem letzten Atemzug mit euch kämpfen.

Um euch und unsere Heimat vor den Feinden zu schützen.

Aber wenn ich euch in diesem Kampf zum Sieg führen soll,

müsst ihr mir Treue und Gehorsam schwören. Vor mir und vor Gott.

Ja, wir schwören!

Wir werden die Streitkräfte von Graf Keller bald vernichtend schlagen.

Lucio Di Rialto wird so bestraft werden,

wie er es als Verräter verdient.

Zugleich teile ich euch mit: Ich werde eine neue Ehe eingehen.

Mit dem Fürsten Stefano Di Senia. Mit ihm als Verbündeten

müssen wir uns nicht vor den Angriffen von Graf Keller fürchten.

Dann ist wieder Friede und ihr könnt glücklich sein wie zuvor.

Es lebe die Herzogin!

Ich sah selbst, wie Kellers Leute mit den Söldnern Wein tranken!

Ich bitte um Vergebung, Herzogin. Gibt es keinen anderen Weg?

Nein. Ich muss meine Hochzeit mit dem Fürsten sogar beschleunigen.

Seine Streitkräfte sind unsere einzige Rettung.

Die arme Herzogin tut mir leid.

Signore Simone. - Was willst du?

Du gehörst zu diesem Hauptmann. Mach, dass du wegkommst!

Nein, schickt mich nicht weg. Ich wurde auch verraten!

Ich wusste nichts davon, ich schwöre es! Er sagte mir kein einziges Wort.

Wäre ich 20 Jahre jünger, würde ich diesen Schuft erwürgen!

Wir wurden angeworben, um zu kämpfen. Aber es geschieht nichts!

Wir sitzen untätig herum! - Mir gefällt es hier auch nicht.

Ich fühle mich wie ein Sträfling. - Unser Hauptmann ist schuld.

Er muss sich bei Keller durchsetzen! - Auch er war nie so mutlos.

Er ist nicht mehr wie früher. - Hat immer schlechte Laune.

Warum ging er dann hierher? - Uns zuliebe!

Da kommt er.

Ihr? - Das wundert Euch wohl.

Was führt Euch zu mir? - Bedenkt: Ich bin Eure neue Herrin.

Kommt Ihr aus besonderem Grund?

Glaubt Ihr, eine Frau käme ohne besonderen Grund nachts zu Euch?

Dann nennt ihn bitte und ich lasse Euch ins Schloss zurückbegleiten.

Man sieht Euch und Eure Männer im Schlosshof nicht gern.

Passiert nachts nie die Wachen! - Kamt Ihr, mir das zu sagen?

Ich dachte, ich bin ein Verbündeter. - Es gibt verschiedene Bündnisarten.

Ihr ratet mir, gegenüber Graf Keller misstrauisch zu sein?

Wäre ich Ihr, würde ich mich vorsehen - Warum? Ich bin Gast hier.

Die Gastfreundschaft würde Euch nicht schützen, Hauptmann.

Ihr kennt Keller nicht! Ihr werdet noch an meine Worte denken.

Myriam!

Er wollte sich noch nicht festlegen. - Und wenn er uns verrät?

Sobald er Keller genauer kennt, verbündet er sich von selbst mit uns.

Trennen wir uns jetzt, ehe uns jemand sieht.

Keine Sorge, ich wählte die Wachen aus.

Hier sucht man Mörder, aber keine Soldaten!

Keine Männer, die kämpfen, sondern Feiglinge und Banditen.

Die im Dunkel lauern mit einem Dolch! - Dafür verkauften wir uns?

Das taten wir nicht. - Aber die Männer glauben es!

Wir waren ein anderes Leben gewohnt. - Ich weiß.

Arigo, du bist der Dienstälteste. Was wollen die Leute?

Kämpfen, nicht untätig herumsitzen.

Ihr seid unzufrieden und niedergeschlagen.

Obwohl ihr noch nie so viel verdientet.

Es kommt nicht nur auf Geld an. - Das Bündnis mit Keller war falsch.

Das war mein Fehler. Ich glaubte, ich bin euch das schuldig.

Damit ihr mehr verdient. Ich wollte euch nicht zwingen,

auf der ärmeren und schwächeren Seite zu kämpfen.

Wollt ihr mir das vorwerfen? - Ich bin stolz, bei Euch zu sein.

Sieh mir in die Augen! Du bist der Jüngste von allen.

Hast du dich meiner nicht geschämt?

Wir erfuhren hier eine Menge Dinge,

die uns im Kampf für die gerechte Sache helfen werden.

Wir müssen nur auf den günstigsten Augenblick warten. Vergesst nicht:

Unser Erfolg hängt von eurem Schweigen ab.

Im richtigen Augenblick erfahrt ihr alles Nötige.

Haltet euch bereit, damit wir jederzeit losschlagen können.

Sagt dem Fürsten Stefano, ich danke ihm für die herrlichen Geschenke.

Er möge nun den Zeitpunkt für unsere Vermählung bestimmen.

Ich bin bereit.

Frisca! Was machst du hier? - Elender Verräter!

Was soll das heißen? Bist du wahnsinnig?

Warum habt Ihr uns alle verraten? - Sei still! Hör zu:

Mach dich auf nach Rivalta. Sag der Herzogin:

Lucio Di Rialto ist kein Verräter. Er schwört bei seiner Ehre,

dass die Pläne des Grafen Keller vereitelt werden.

Tago! Alessandro!

Bringt sie ungesehen über die Grenze. Vorsicht vor Kellers Wachen!

Wir halten uns im Schatten des Ufers.

Willst du immer noch nicht sprechen? Umso schlimmer.

Und du natürlich auch nicht. Oder doch?

Dann müssen wir uns eben an dich halten.

Nein! Nein!

Was geht hier vor? - Wir nahmen die Männer gestern fest.

Sie versuchten eine Spionin über die Grenze zu bringen.

Wer ist sie?

Das Mädchen eines Söldners, der von uns getötet wurde.

Bringt sie zum Sprechen! Dann komm sofort zu mir und erstatte Bericht.

Fang an.

Nein! Nein!

Guten Morgen, Hauptmann! - Schon so früh auf den Beinen?

Ich stehe immer so früh auf.

Hauptmann, wie war das Fest gestern? Wart Ihr mit allem zufrieden?

Mehr als das, Signore.

Aber ich glaube nicht, dass Ihr mich deshalb so früh rufen ließet.

Nein. Ich warte auf eine Nachricht, die Euch sicher ebenso interessiert.

Habt ihr Euch entschlossen, endlich anzugreifen, Graf Keller?

Genau. Ihr habt es erraten.

Sind Eure Männer mit dem neuen Herrn und dem Sold zufrieden?

Sie waren nie zufriedener. Sie würden ihr Leben für Euch riskieren.

Nun?

Die Frau hat gesprochen. Dieser Schurke hat uns verraten!

Er wollte eine Nachricht an unsere Feinde schicken. - Festnehmen!

Das übernehme ich. Wir müssen noch eine alte Rechnung begleichen!

Geh ran, Ilario!

Lass nur, ich hab eine bessere Idee.

Bist du schon fertig? Du siehst wundervoll aus.

Warte, ich komme sofort! - Natürlich warten wir.

Ohne dich wäre das Fest keine Freude. - Danke, Liebste!

Was der sich denkt!

Graf und Gräfin de la Loggia!

Nicht so ernst, teuerste Herzogin! Ein Hochzeitstag ist ein Freudentag.

Ilario! Du hast den Oberbefehl über die Schlossbesatzung.

Du bist in meiner Abwesenheit für alles verantwortlich.

Ihr könnt Euch auf mich verlassen.

Nach unserer Kenntnis ist hier der Schwachpunkt der Schlossbefestigung.

Wenn die Fußtruppen da angreifen... - Sie fühlen sich wie Feldherren.

Ihr zwei vergesst, was das für ein Feind ist.

Glaubt ihr, es ist so schwer, eine Handvoll Bauerntölpel zu besiegen?

Franz! - Ich möchte mich verabschieden.

Ich war in Sorge, dass du nicht mehr kommst. Bitte sei vorsichtig!

Was würde aus mir, wenn ich dich nicht mehr hätte?

Ich muss jetzt gehen. Adieu, Myriam!

Franz!

Sei unbesorgt. Der Sieg ist leicht gegen ein Schloss ohne Besatzung.

Kellers Rückkehr wäre das Ende unserer Liebe. Das darf nicht sein!

Auf bald, Myriam.

Ich muss mit dem Hauptmann sprechen. Öffnet die Tür!

Wir dürfen niemand hineinlassen.

Im Namen Graf Kellers: Öffnet! - Befahl er es schriftlich?

Genügt mein Befehl nicht? - Nein. Ihr seid nicht der Graf.

Aber eure Herrin.

Der Graf sagte, dass niemand außer ihm so einen Befehl geben kann.

Er wird euch zur Rechenschaft ziehen, wenn ihr mir nicht öffnet.

Ich will nur keinen Ärger. Ihr müsst uns aber sagen,

warum ihr zu dem Gefangenen wollt. - Ich sagte, ich will ihn sprechen.

Das könnt Ihr auch durch das Gitter. - Was ich sagen muss, ist geheim.

Öffne, sage ich! - Wie Ihr wollt.

Aber nur für wenige Minuten!

Was wollt Ihr von mir? - (leise) Ich bringe Euch die Freiheit

Wenn Ihr dafür sorgt, dass Keller seine verdiente Strafe bekommt.

Mit Keller muss ich ohnehin abrechnen.

Er ist für Friscas grausamen Tod verantwortlich.

Du kannst von mir aus deinen Kopf riskieren. Aber nicht meinen!

Lass mich in Ruh! Ich will keinen Ärger.

Den bekommst du aber. Ich gehe lieber zu Hauptmann Ilario.

He, du! Öffne, ich bin fertig.

Ich kann Euch nicht öffnen. Wartet, bis Hauptmann Ilario kommt.

Öffne! Sofort! - Du kannst deine Herrin nicht einsperren.

Graf Keller lässt dich dafür hängen. - Ich habe Befehl zu warten.

Hauptmann!

Schnell, bevor Ilario kommt.

Kommt! Schnell! Tago, kümmere dich um Alessandro!

Schnell nach Rivalta!

Alarm! Die Gefangenen fliehen!

Übrigens, Graf: Wisst Ihr, was ich der Herzogin als Angebinde schickte?

Ein Feldgeschütz. Sicher ein einmaliges Brautgeschenk.

Meine Braut fühlt sich auf Schloss Rivalta von Graf Keller bedroht.

Keller ist gefährlich und mächtig.

Sobald auf den Zinnen von Rivalta die Mündung meiner Kanone auftaucht,

wird jeder Feind davonlaufen! - Fürst Stefano!

Die Truppen des Grafen Keller! Sie kommen hierher!

Wir müssen uns in Sicherheit bringen. - Und das Geschütz?

Das soll der Teufel holen. Bring unsere Leute her!

Reite wie der Teufel! Es geht um unser Leben!

Alarmsignal! Sie kommen!

An die Zugbrücke! Ihr kommt mit mir!

Was ist da los? Kellers Soldaten greifen Schloss Rivalta an!

Seht mal, da! Was ist das? (Mann) Ein Geschütz.

Wollen wir hingehen?

Lucio! Sie haben sich befreit! Lucio!

Sie wollen Rivalta verteidigen. Gegen diese Übermacht! Das ist Wahnsinn!

Wir müssen etwas unternehmen. Schnell, hol ein Pferd! Beeil dich!

Ich bin sofort wieder da.

Macht Platz, wie müssen durch.

Brücke angreifen!

Das wird ein ungleicher Kampf.

Mit den Leuten im Schloss sind wir etwa einer gegen zwanzig.

Offen kämpfen: unmöglich. - Auf den Mut kommt es an.

Keller soll die verdiente Strafe bekommen!

Lucio! Lucio! - Das ist Katia.

Jetzt wird Graf Keller Augen machen.

Bin gleich fertig. - Beim ersten Schuss greifen wir an!

Auf die Pferde!

Feuere, bis wir die Schlossmauern erreichen.

An die Sturmleitern! - Reiterei an die Südseite!

Vorwärts! Bringt Baumstämme heran! Rammt das Tor ein!

Zum Teufel, was war das?

Die Hunde schießen mit einem Geschütz des Fürsten Stefano!

Schurke, hier hast du die Hand im Spiel! Das kostet dich dein Leben!

Lucio Di Rialto kommt zu Hilfe! Jetzt schlagen wir sie!

Es lebe die Freiheit! Es lebe der Aufstand!

Hau ruck! Hau ruck!

Mehr Leute an den Baumstamm!

Macht die Besatzung nieder, bevor die Söldner kommen!

Dein Spiel ist aus, Keller!

Jetzt wirst du für meine Freunde büßen, die du auf dem Gewissen hast!

Als wir aus dem Kerker raus waren, gab es für den Hauptmann nur eins:

Hierher reiten, um Euch und Euer Schloss zu retten.

Und ich hielt ihn für einen Verräter.

Simonetta, gib mir schnell einen Verband.

Hier. Die Verbände sind gerade alle. Wir brauchen Verbandszeug!

Nora, komm her! Mach du hier weiter.

Ich muss mich um den Hauptmann kümmern.

Ihr seid verletzt?

Nicht der Rede wert, Signora.

Simonetta, Nora! Bringt die Verwundeten bitte drüben in den Saal.

Arido hat mir alles berichtet. - Reden wir nicht mehr davon.

Ab heute könnt Ihr in Frieden leben. - Das verdanke ich nur Euch.

Auf Euren Feldern wartet die Arbeit. Eure Bauern kämpften tapfer.

Ich lehrte sie das Waffenhandwerk.

Ihr müsst sie wieder an die Feldarbeit gewöhnen.

Wollt Ihr mir nicht auch dabei helfen, Hauptmann?

Das ist keine Arbeit für mich und meine Leute.

Könnt Ihr Euch Tago hinter einem Pflug vorstellen?

Wir sind nicht für den Frieden geboren, Signora.

Wir müssen unsere Haut zu Markte tragen. - Mir gebt Ihr Ratschläge.

Für den Frieden. - Ihr lebt auf einem Schloss.

Mir gab das Schicksal ein Zelt. - Man kann sein Schicksal ändern.

Nein, das kann man nicht.

Lasst mich gleich weiterziehen, sonst kann ich es nicht mehr.

Lebt wohl, Herzogin. Ich wünsche Euch viel Glück.

Sagt wenigstens nicht "Lebt wohl", sondern "Auf Wiedersehen".

Auf Wiedersehen. Vielleicht führt uns das Schicksal noch einmal zusammen.

Auf Wiedersehen.

Es lebe Lucio Di Rialto! Es lebe unser Hauptmann!

Katia! Warte!

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