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Ich habe dich im Sweepstake gezogen, also gib bei der Misswahl Gas, Barb, ja?
Ich mache das nur zum Spaß, Pat.
Janice Alstrop gewinnt bestimmt. Ihr Beehive ist voluminöser.
Na, das macht müde Augen munter.
Sie haben Glück, meine Damen.
Meine liebe Frau hätte beinahe teilgenommen.
Aber die Hühneraugen machen Probleme. Nur ein Scherz.
Sie war selbst einmal Miss Blackpool, ob Sie es glauben oder nicht.
Meine Damen, geben Sie acht.
Kinderlein und Cremeschnittchen. Davon kommt das.
Du bist auch kein Gemälde.
Aber deswegen hast du mich auch nicht geheiratet.
Ich dich allerdings aus keinem anderen Grund.
Lächeln, Kleines.
Die Entscheidung wurde wohl getroffen.
Auf dem dritten Platz:
Sandra Holt.
- Bravo, Sandra. - Glückwunsch.
Glückwunsch, Sandra.
Einen großen Applaus für die Zweiplatzierte im Rennen.
Mit den Absätzen rennt sie aber hoffentlich nirgendwohin.
Janice Alstrop.
- Bravo, Janice. - Glückwunsch.
Glückwunsch!
Und nun der Moment, auf den wir gewartet haben.
Verflixt, Mr. Parker. Jetzt geht es um alles oder nichts.
Immer mit der Ruhe, Aiden.
Auf dem ersten Platz und damit unsere Miss Blackpool 1964
ist Barbara Parker.
Bravo, Barbara.
Ehrlich verdient.
- Gratuliere, Mr. Parker. - Ja, danke schön.
Unsere Miss Blackpool. Sehr schön.
Und das Krönchen.
Barbara Parker, meine Damen und Herren.
Sehr schön.
Glückwunsch, Schatz.
Len Phillips, Evening Gazette.
Sind Sie mit ihr verwandt?
Ich bin ihr Vater, George Parker.
- P-A-R-K-E-R. - Darf ich durch?
Ich bin auch noch Teil der Familie.
- Sind Sie die Königinmutter? - Ganz sicher nicht.
Ich bin ihre Tante Marie.
- Der Jungspund hier ist Aiden. - Ihr Verlobter.
Das lassen wir lieber weg. Das bräche ganz Blackpool das Herz.
Ich bin übrigens hier, falls Sie Fragen haben.
Nein danke. Den Rest erfinde ich.
Alles klar, aus dem Weg.
Jetzt kommt das Starfoto.
Brust raus. Du könntest ein Glamour-Girl werden.
- Die nächste Sabrina. - Komm, Barbara, sag "Cheese".
Manchmal rufe ich "Schlüpfer", das rüttelt jeden wach.
Gewöhn dich schon mal an meinen Humor.
Supermärkte, Krankenhäuser, Hundeschauen...
Wir werden viel Spaß haben.
Lieber Dad,
der Abschied von dir fiel mir noch schwerer
als schriftliches Dividieren,
aber ich musste gehen.
Jetzt oder nie.
Sag Aiden, er hat das volle Recht, mich zu hassen.
Aber ich kann spüren,
dass mich viel mehr im Leben erwartet, als "Miss Blackpool" zu sein.
Und nun kann ich herausfinden, was.
Dad, es ist kitschig, "Ich hab dich lieb" zu sagen.
Deswegen lasse ich es. Aber es stimmt.
Ich schreibe, wenn ich mich eingelebt habe.
Großstadt, ich komme.
- Guten Morgen, Madam. - Guten Morgen.
Die Mutter der Braut also.
Nun, vielleicht würde dieser Hut Ihnen noch besser stehen?
Dieser hier gefällt mir. Was meinen Sie?
Haben Sie schon mal einen toten Dachs am Straßenrand liegen sehen?
- Wie bitte? - Sie wollten meine Meinung hören.
Oder nicht?
- Gibt es ein Problem? - Nein, Ms. Sykes.
Ich habe sie nur wissen lassen,
dass dieser Hut ihren Kopf ein bisschen aussehen lässt wie...
Ein totes Tier.
Ja.
Entschuldigen Sie vielmals. Sie kommt aus dem Norden.
- Ich wollte nur ehrlich sein. - Ehrlich?
Ehrlich?
Die einzige "ehrliche" Meinung, die Madam benötigt, ist die,
dass dieser und auch jeder andere Hut absolut perfekt an ihr aussieht.
"Absolut perfekt."
Verzeihung, Ms. Sykes. Es passiert nicht noch mal.
Oh, Gefahrenhinweis: Das Sandwich liegt da seit zwei Wochen.
- Es riecht ein bisschen streng. - Streng?
Dem wachsen bald Beine, dann rennt es gackernd davon.
Marjorie. Schuhe.
Barbara. Hüte.
Du hast ein Gesicht für Hüte.
Glaub mir, mit Pudelmütze sehe ich aus wie ein gekochtes Ei in einem Teewärmer.
- Kennst du die alle? - Nein, nicht persönlich.
Aber ich erkenne sofort, in welcher Abteilung sie arbeiten.
Fangen wir ganz oben an...
- Im obersten Stock? - In der Liga.
- Bitte, Marj. - Danke.
Hier vorne haben wir Damenmode und Couture.
Ganz oben in der Liga.
Sie gingen auf die Lucie Clayton, drücken sich fein aus
und gehen, als hätten sie einen Stock im Arsch.
Ich habe sie noch nie etwas essen sehen.
Vielleicht stopfen sie sich zu Hause voll.
Nein, die gehen nicht nach Hause. Die feiern nachts mit den Stars.
- Die Rothaarige da? - Ja?
- Sie hatte was mit einem Beatle. - Nein.
Doch. War aber nur der Schlagzeuger.
Eine Stufe drunter: die Kosmetikabteilung.
Solange man hübsch ist, darf man auch klein sein.
- Aber krumme Zähne gehen nicht. - Verständlich.
Wer kauft einen Lippenstift von einem Mädchen mit Überbiss?
Und hier sitzt die Parfümabteilung.
- Die spielen nach ganz anderen Regeln. - Das heißt?
Männer suchen ein Geschenk für ihre Frauen.
Die Mädels sollen sich einsprühen, und dann riechen sie an ihnen.
Bei Milly hat sich mal einer bis in die Achsel hochgeschnüffelt.
Dann hat er sie dort abgeleckt.
Und da sitzt du. Hüte.
Und wo stehen wir in der Liga? Ganz unten, nehme ich an?
Nein, da stehen wir mit der Schuhabteilung.
- Ups, tut mir leid. - Du kannst mich mal.
Wir sind ganz unten im Keller. Immer dem Käsegeruch nach.
Danke für die Einführung, Marjorie.
Nenn mich "Marj".
Wenn du willst.
Marj.
- Wo wohnst du? - In einem Bed and Breakfast.
- Ich komme aus Blackpool. - Blackpool?
- Deswegen klingst du so seltsam. - Aus meiner Sicht klingst du seltsam.
Ich komme aus Croydon, da reden alle so.
Wir sehen uns.
Warte mal kurz... Ich habe ein Zimmer in Earl's Court.
- Schön für dich. - Nein, ich...
Du könntest bei mir einziehen, wenn du willst.
Ich suche eine Mitbewohnerin.
Okay.
Hallöchen.
Hallöchen.
- Hallöchen. - Alles gut gelaufen?
Du hast so viel Gepäck dabei.
Das meiste ist Haarspray.
Ich nehme die. Okay.
- Kommst du? - Ja.
Das ist Barbara.
- Hallöchen. - Hallo.
Hallo.
Nur noch eine Treppe.
Das hast du schon vor drei Treppen gesagt.
Hereinspaziert.
Willkommen im "Maison à la Marj".
Da ist die Küche und hier das Schlafzimmer.
Das ist mein Bett. Deins ist direkt beim Fenster.
Ich kann nicht im Zug schlafen, wegen meiner Polypen.
Mayday, Mayday. Hier spricht London.
Es ist prima hier, Dad.
Ich habe eine schicke Penthouse-Wohnung gefunden.
Abends vergnüge ich mich mit Cocktails und anregenden Gesprächen.
Und tagsüber arbeite ich im West End
und berate feine Damen bei ihrer Hutauswahl.
Absolut perfekt.
Kaum vergleichbar mit Zuckerstangen.
Aber ich vermisse den Puderzucker in meiner Nase manchmal fast.
Grüß Tante Marie von mir, und sag ihr,
dass ich immer noch hoch hinauswill.
Vielleicht werde ich ja Blackpools größte Sensation
seit Du-weißt-schon-wem und Du-weißt-schon-was.
Küsschen, Dad. Ying tong iddle I po.
Vitameatavegamin.
Hallo, ich bin Ihre Vitameatavegamin-Fee.
Sind Sie müde, erschöpft, träge,
energielos auf Partys und unpopulär?
Die Lösung steckt in dieser fleinen Klasche.
Äh, kleinen Flasche.
- Gut, ich verpasse es nicht. - Was gibt es zum Abendessen?
Kommt drauf an, was du da kochst.
Wasch deine Wäsche bitte nicht mehr in unserem besten Topf!
Wie soll ich dann die Flecken rausbekommen?
Ich war eine Stunde im Waschsalon, warum bist du nicht mit?
Ich will nicht, dass Fremde meine Unterwäsche anstarren.
Wenigstens kam ein bisschen Lucille Ball.
Dafür hat es sich also gelohnt. Kaufen wir uns doch einen Fernseher.
Ich schaue sicher nicht "I Love Lucy". Die Frau treibt mich in den Wahnsinn.
Sie guckt blöd und fällt auf ihren Hintern.
Zählt das als Arbeit? Da ist die Schuhabteilung besser.
- Das wäre mein Traum. - Im Fernsehen rumzualbern?
Ja, warum nicht?
- Willst du Schauspielerin werden? - Na ja, vielleicht.
Laut Dad sind Schauspielerinnen nicht besser als Prostituierte.
- Ist er ein viktorianischer Pfarrer? - Nein, er arbeitet in einer Autofabrik.
Verdammter Mist.
Vergiss den Fernseher, das Geld reicht nicht mal für Strom.
- Hast du Kleingeld? - Das ging alles für den Trockner drauf.
- Und jetzt? - Warte, es fängt gerade an.
"The Awkward Squad" von Bill Gardiner und Tony Holmes.
- Unter der Regie von Dennis Mahindra. - Dennis Mahindra!
Captain Smythe wurde gespielt von...
Clive Richardson!
Wer hat hier das Sagen?
- Sie, Sir. - Sie, Sir.
Morgen kommt eine sechsköpfige Familie aus Glasgow.
Ich habe keine Zeit, für dich zu kochen und aufzuräumen.
Marie, lass es stehen.
Kümmere dich um deine Gäste im Seagull's Hole.
Nook. Seagull's Nook.
Und du wäschst und putzt dann? Das würde ich gerne sehen.
Ja, warum nicht? Ich mache es später, lass es einfach.
Dir mag es noch nicht aufgefallen sein:
Ihre Mutter ist im gleichen Alter gegangen.
Sie verschwindet nicht so wie Gloria.
Sie muss ihre Flügel nur etwas spreizen.
Demnächst spreizt sie noch was anderes.
Marie, bitte...
Sie kann auf sich selbst aufpassen.
Warum sollten wir ihr die Chance rauben, nur weil wir selbst keine hatten.
Deinetwegen hält sie sich für besonders.
- Das ist sie. - Jetzt ist sie in London.
Als wäre sie was Besseres.
- So denkt sie nicht. - Wieso will sie Aiden nicht?
Ich war bei ihm einkaufen und habe mich geschämt.
Mit etwas Geschick
hätte sie den bestaussehenden Metzger in Blackpool geheiratet.
Tja...
- Halten Sie sich da raus. - Ich wusste nicht, dass es privat war.
Wer hat hier doch gleich das Sagen?
- Sie, Sir. - Sie, Sir.
Absolut perfekt.
Absolut perfekt.
Absolut perfekt.
Absolut perfekt.
Absolut perfekt.
Absolut perfekt.
Also wirklich, wie schaffe ich es von hier...
dorthin?
Arbeite doch in der Parfümabteilung.
Milly war mal bei Jimmy Tarbuck im London Palladium.
Du meine Güte.
Verdienen die denn so viel mehr?
Unsinn, sie hat das doch nicht selbst bezahlt.
Das war ihr vermögender Verehrer.
Alle in der Parfümabteilung gehen schön mit ihren Verehrern aus.
Du könntest dir auch einen angeln.
Barbara, meine Liebe.
- Danke noch mal. - Kein Problem.
Ich muss die Chlamydien-Creme holen.
Der sieht aus, als wäre er auf der Pirsch.
Komm, Barbara. Zeig ihm, was du zu bieten hast.
Na gut.
Wissen Sie, was Marilyn Monroe im Bett trägt?
- Nein. - Chanel Nr. 5.
In Norbreck hätte sie sich Frostbeulen geholt.
Barbara, meine Gute.
Ich wusste nicht, dass Sie zum Parfum versetzt wurden.
Ja, aber nur vorübergehend.
Milly musste kurz zur Klinik.
- Weswegen? - Chla... tschen.
Klatschen. Klatsch-Creme.
Sie kann gar nicht mehr klatschen. Ihre Hände sind ganz wund.
Fürchterlich. Klatschen unmöglich.
Sie empfehlen dieses?
Ja, es ist ein wundervolles Eau de Klosett.
- "Toilette". - Richtig.
Ich würde es gern einmal testen.
Aber natürlich, darf ich?
Wohin gehst du mit diesem Valentine?
Wir sehen uns Matt Monro im Talk Of The Town an.
Wie fein.
Nächstes Mal frage ich, ob er einen Freund hat.
Was für Kerle magst du denn?
Dazu habe ich keine Meinung. Lass mich, lass mich.
Was ziehst du an?
Mein schickes Kleid.
Passt wundervoll... zu einer Beerdigung.
Hast du nichts mit ein bisschen Glitzer?
- Mach die Augen zu. - Meinetwegen.
Oh, mein Gott.
Wo hast du das denn her?
Von meiner Mutter.
Sie hat Standardtanz geliebt.
Heißt es zumindest. Was hältst du davon?
Das sieht aus, als wäre eine Lametta-Fabrik explodiert.
Was soll ich denn sonst anziehen?
Überlass das ganz mir.
- Was war in der anderen Tasche? - Diätpillen. Dad schickt mir die.
Meistens spüle ich sie im Klo runter, aber manchmal sind sie ganz hilfreich.
Da wären wir.
Sie sehen umwerfend aus.
Darf es ein Campari-Soda für Sie sein? - Danke.
Darf es ein Campari-Soda für Sie sein? - Danke.
Darf es ein Campari-Soda für Sie sein? - Danke.
Zum Trinken oder Gurgeln?
Kommen Sie öfter her?
So manches geschäftliche Rendezvous fand hier bereits statt.
Und wenn Ihr Geschäft erledigt ist?
- Wie meinen? - Verzeihung, so meinte ich das nicht.
Gehen Sie nach der Vorstellung hinter die Bühne,
unterhalten sich mit den Stars und trinken einen Cocktail?
Keine Sorge. Ich habe Pläne für uns beide.
Valentine, sind Sie das wirklich?
Sidney.
- Samt umwerfender Gattin. - Hallo.
Hallo, Audrey. Was für eine angenehme Überraschung.
Möchten Sie uns nicht vorstellen?
Ja, das ist Barbara. Sie ist meine...
Meine Sekretärin im Büro. Sie ist verrückt nach Matt Monro.
Als ich noch eine Karte übrighatte, hat sie zugeschlagen.
Holen wir den Damen etwas zu trinken, dann kümmern wir uns ums Geschäft.
Entschuldigt uns bitte.
Wir haben einen Tisch.
Sie können meinen Campari haben. Ich habe ihn nicht angerührt.
Nicht? Kein Wunder.
Der riecht nach Bleichmittel.
Er trägt seinen Ehering zwar nicht, aber er ist verheiratet.
- Wer? Sidney? - Sie wissen, von wem ich spreche.
Seine Ehefrau heißt Joan.
Sie haben zwei Kinder.
Aber Ihre Sorte Frau kümmert so etwas wohl nicht.
Welche Sorte wäre das genau?
Die Sorte, die Spaß will.
Die sich von verheirateten Männern nimmt, was sie kriegt.
Meine Damen, Matt Monro fängt gleich an.
Wie geht es Ihrer Frau?
Sie fühlt sich etwas angeschlagen.
Ich habe mich wohl bei ihr angesteckt.
Fühlt sich an wie "Ich werde für dumm verkauft"- itis.
Es war schön, Sie kennenzulernen, Audrey.
Sidney.
Valentine, mein Beileid an Joan.
- Gehen Sie bereits? - Fragen Sie lieber nicht.
Ihr Kleid ist schön.
Das habe ich von der Arbeit geliehen. Das hätte ich mir sparen können.
Und es fühlt sich an, als wäre man in einen Windsack eingenäht.
Ein Albtraum, wenn man mal dringend muss.
Die Toilette ist dort.
Sagen Sie Bescheid, falls Sie Hilfe brauchen.
"Doch still. Welch Licht aus jenem Fenster bricht."
Versuchen Sie es erst gar nicht.
Sie erinnern sich wohl nicht an mich.
Wir kennen uns von Ihrem Film mit Arthur Askey.
Sie waren unglaublich.
Ich habe noch nie in einem Film gespielt.
Verzeihen Sie, meine Liebe. Ich dachte, Sie sind Sabrina.
Ich bin nicht Sabrina, verdammt!
Das würde euch Männern auffallen, wenn ihr mir ins Gesicht schauen würdet!
Wie wäre es mit einem Drink als Entschuldigung?
- Soll das ein Scherz sein? - Ich scherze nie.
Ich habe nicht den geringsten Sinn für Humor.
Ich heiße Brian Debenham,
und das ist meine wundervolle Gattin Patsy.
Sie sind vielleicht eine Erscheinung. Genau was du suchst, Brian.
- Wie Sabrina. - Das hört sie nicht gern.
Es gefällt mir noch weniger, wenn Männer mich vor ihren Ehefrauen anbaggern.
- Wir wollen Sie nicht zum Sex einladen. - Nein, meine Liebe.
Was ich für Sie im Kopf habe, ist weitaus schmutziger.
- Habe ich was Falsches gesagt? - Alles.
- Dann lassen wir es, Patsy. - Ja.
Endlich allein. Wir wissen beide, worum es hier geht.
- Was tun Sie da? - Auf meine Kosten kommen.
Ein Tritt in die Eier!
Mist.
Nicht doch.
Hier, meine Visitenkarte.
THEATERAGENT
Wie gesagt, es ist schmutzig.
Schauen Sie mal in meinem Büro vorbei.
Für eine Frau wie Sie stehen viele Türen offen.
Nehmen Sie sich ein Taxi.
Der Regen verträgt sich nicht mit Ihrer Frisur.
Zu viele Cocktails gehabt? Wie lief es denn mit Valentine?
Valentine war kein Gentleman.
Das Wort "Gentleman" hat hier genauso wenig etwas verloren
wie das Wort "Ehre" in "Verehrer".
Ich hätte dich warnen sollen.
Diese Männer nehmen sich, was sie wollen.
Ich dachte, das weißt du.
Wieso, was ist denn?
- Bist du etwa Jungfrau? - Bist du eine?
Hör bloß auf.
Du siehst nicht so aus,
also versuchen die Männer natürlich ihr Glück.
Nein, Marj, es ist etwas anderes, wenn man damit einverstanden ist,
als wenn ein Mann denkt, dass er Anspruch auf einen hat.
In Ordnung...
Wir kommen noch zu spät zur Arbeit.
Eine Bitte, Marj...
Könntest du das Kleid für mich zurückbringen?
Ich habe heute keine Lust auf Hüte.
Entschuldige, ich brauche das Geld für mein Telefonat mit Dad.
Hier.
Er sagt immer, dass Geduld eine Tugend ist.
SCHULDEN
Er sitzt aber nicht in der Kälte und isst Hering aus der Dose.
Du kommst genau richtig.
George.
Sieh doch, wer uns ein paar leckere Kutteln gebracht hat.
- Hallo, Mr. Parker. - Hallöchen, Aiden.
Willst du etwas Tee, Aiden?
Gerne, ich bin am Verdursten.
George, was sind das für Manieren? Mach ihm Tee.
Aber ich warte auf...
George?
- Barbara, ich bin's. - Aiden, wieso bist du bei uns?
Wieso bist du dort?
Wir haben es verstanden, es reicht!
Komm nach Hause.
Bitte, ich muss mit Dad reden.
Hier, hier. Gib mir den Hörer.
- Dad? Dad, bist du dran? - Barbara?
Mayday, Mayday.
Wie war Matt Monro?
Dad...
Alles in Ordnung, Kleines?
Du weißt ja, wenn es beim ersten Mal nicht klappt, komm...
Nicht doch.
Wir wurden einander noch nicht richtig vorgestellt.
Ich bin Barbara Parker.
Und wieso sind Sie hier, Barbara Parker?
Sie haben mir Ihre Visitenkarte gegeben.
Nein, ich meine, wieso sind Sie in London?
Erzählen Sie von sich.
Ich wurde in Blackpool geboren,
und ich bin nach London, um etwas aus mir zu machen.
Irgendwas Spezifisches?
"Sind Sie müde, erschöpft, träge, energielos auf Partys und unpopulär?
Versuchen Sie es mit Vitameatavegamin."
Du lieber Gott im Himmel.
Kennen Sie Lucille Ball etwa nicht?
Was in aller Welt hat die gute Lucille mit unserem Gespräch zu tun?
Wundervolle Beine, keine Frage.
Aber unglücklicherweise war sie gezwungen,
Grimassen zu schneiden, um die Miete bezahlen zu können.
Nein, Sie haben etwas anderes in sich.
Sie haben das Zeug zum Star.
Möchten Sie ein Ei?
Nein, danke schön.
Sind Sie der Agent all dieser berühmten Leute?
Viele von ihnen saßen schon dort, wo Sie gerade sitzen.
Irgendwann in ihrer Karriere.
Und die anderen...
hängen da zur Inspiration.
Also, kommen wir zur Sache.
Wir wollen ja nicht die Blütezeit der Rose verpassen.
Barbara?
Konnten Sie bereits relevante Erfahrungen sammeln?
Dad sagt, ich kann Stimmen imitieren.
Na, das schreiben wir sofort in Ihren Lebenslauf.
Keinerlei Erfahrung.
Ich wurde mal zur Miss Blackpool gekürt.
Miss Blackpool?
Geht doch. Jetzt kommen wir der Sache schon näher.
"Schönheitskönigin. Unsere eigene Cinderella."
Das gefällt mir.
Kann ich meine Stelle bei Lewis Peters kündigen?
Nun, überstürzen wir vorerst lieber nichts, Barbara.
Barbara... Wie war der Nachname?
- Parker. - Barbara Parker.
"Barbara" klingt ein klein wenig provinziell.
Was halten Sie von "Sophie"?
- Sollte ich sie kennen? - Ich meinte den Namen "Sophie".
Wie wäre es mit "Sophie Straw"?
Das klingt modern, frisch. Es ist eine Alliteration.
So ähnlich wie "Sandy Shaw".
"Sophie Straw". Das klingt wie eine Tierfutter-Marke.
Ganz genau.
Wenn sogar ein glücklich Verheirateter wie ich,
der seine Frau über alles liebt,
darüber fantasiert, sich mit Sophie Straw im Heu zu wälzen,
dann stellen Sie sich vor, wie sich unglücklich Verheiratete fühlen.
- Im Heu wälzen? - Im übertragenen Sinne.
Dann heiße ich eben Sophie, wenn mich das erfolgreicher macht.
Wunderbar, dann bitte ich Patsy, meine Frau,
Sie beim Kauf eines hübschen Bikinis mit Bauernkaros zu betreuen.
Ein Bikini? Es wird bald Winter.
Der ist für Ihre Vorsprechen. Sie müssen Ihre tolle Figur zeigen.
Im Bikini rumstolzieren kann ich genauso gut in Blackpool.
Sie wollen also wirklich schauspielern?
- Oh, dann... - Wir werden sehen.
Dann schicken wir Sie zu Vorsprechen für Sprechrollen.
Dann sind Sie bei uns auf Probezeit.
Auf Probezeit.
Ohne Bikinis.
Fürs Erste.
Niemals.
- Reichst du mir den Toast? - Natürlich, Butter auf beiden Seiten?
Möchtest du Tee?
- Es gibt Neuigkeiten. - Bei mir auch.
Soll ich zuerst?
Du wurdest gefeuert.
Sykes sagt, du sollst dich nie wieder dort blicken lassen.
Wie hat sie das mit dem Kleid erfahren?
Sie hat es gesehen.
Als sie es aus der Tasche nahmen,
war es so steif, dass es von allein stand.
- Hast du Ärger bekommen? - Nein.
Die Mädels aus Kosmetik, Parfüm und Damenmode bekamen eine Moralpredigt.
- Wie furchtbar. - Und ob.
Die Schuhabteilung hat sie ignoriert. Wir sind "nicht gefährdet". Frechheit.
Tja, wenn das so ist,
dann passt es ja, dass ich einen Theateragenten habe.
Es handelt sich um eine neue Farce mit dem Titel "Move Over Madam".
Sie spielen eine flatterhafte junge Debütantin,
auf die es die männliche Hauptrolle abgesehen hat.
Daran hindert ihn selbstverständlich seine gehässige, hexenartige Gattin.
Seite 23, Szene 4.
Und Action.
Für tiefes Eindringen in die Fasern waschen Sie Ihr Weißes mit Ripples.
Ripples. Falls es einmal richtig schmutzig wird.
Nein, Nigel. Wir können es doch nicht hier tun.
- Deine Frau ist im ersten Stock. - Stopp.
Ihre Figur passt nicht zur Marke.
Es tut mir leid, ein anderes Mal vielleicht.
Sprechen Sie mit Absicht so?
- Was? Was meinen Sie? - Das, diesen Akzent.
Das ist kein Akzent. So reden wir.
Oje.
ROMEO & JULIA VORSPRECHEN
Hallöchen.
Versuchen Sie es lieber dort drüben.
Ich bin der falsche Typ,
habe die falsche Figur oder bin einfach nur falsch.
Vielleicht liegt es doch an dem Akzent.
Heutzutage will man doch Realismus im Theater.
Was zornige junge Männer angeht, ja.
Aber niemand will zornige junge Frauen auf der Bühne sehen,
die sich aufführen wie Orang-Utans.
Ich habe das Gefühl,
dass uns die Optionen ausgehen, was Sprechrollen anbelangt.
Gehen Sie zu dieser Adresse, nennen Sie meinen Namen.
Wenn die Sie nicht nehmen,
dann ist Ihre Probezeit leider vorbei.
Lieber putze ich Toiletten.
Beryl Charlton von TV Center, wegen der Besetzung von "Dining In".
Klingt nicht gut.
Ein schönen guten Morgen, Beryl.
Unfassbar!
Sie schicken mir eine Schwangere für die Rolle der jungfräulichen Braut!
Sie haben mich bloßgestellt. Schämen Sie sich.
- Das tut mir leid. - Wir verzichten auf Ihre Dienste.
Es ist doch nur das alberne "Comedy Playhouse".
Damit verdienen wir sowieso so gut wie nichts.
"Comedy Playhouse"? Wohl eher "Comedy Scheißhaus".
"Comedy Playhouse"? Da würde ich gerne mitspielen.
Warum fällt mir so was nicht ein? Hören Sie zu:
Cicely ist die wortgewandte, zierliche, brünette,
hochgebildete Tochter eines verdammten Geistlichen!
Das passt perfekt zu Ihnen!
Tief durchatmen, Schatz. Tief durchatmen.
- Soll ich dein Bruchband lockern? - Ich gebe immer mein Bestes...
"The Awkward Squad" von Tony Holmes und Bill Gardiner.
Unter der Regie von Dennis Mahindra.
VORSPRECHEN IN DER WHITE CITY REHEARSAL HALL
Hallöchen.
VORSPRECHEN
Vielen Dank. Wundervolle Leistung, wie immer.
Wir melden uns.
- Beryl, begleiten Sie sie hinaus? - Ja.
Sie müssen mir alles erzählen.
Um Richard Burtons "Hamlet" soll ja "viel Lärm um nichts" gemacht werden.
Hallöchen.
- Hallo? - Herrje!
- Entschuldigung. - Nein, schon gut.
Habe ich das Vorsprechen etwa verpasst?
Ich habe Beryl auf dem Gang getroffen.
Sie sagte, ich soll mich beeilen.
Beryl hat das gesagt?
Ach, Gott, das tut mir sehr leid, Miss...
Wir wussten nicht, dass noch jemand kommt.
Mein Agent hat definitiv einen Termin um zwanzig nach bei Ihnen vereinbart.
Beryl sagte, wir sollen ohne sie anfangen.
Ich bin Sophie Straw.
- Dennis. Dennis Mahindra. - Oh, Mr. Mahindra!
Ich kenne jede Folge von "The Awkward Squad".
Die Sendung ist das Beste seit...
Würstchen.
- Tut mir leid, ich rede Unsinn. - Nein, ist schon... Danke.
Könnten Sie mich einen kurzen Augenblick entschuldigen?
- Es gibt wohl noch eine Bewerberin. - Oh, Gott, im Ernst?
Ich dachte, wir nehmen Marcia Bell.
Du hättest vielleicht gern Marcia Bell, weil du sie ficken willst.
Das ist schon passiert.
Unsere Entscheidung ist noch offen.
Sie passt gut und hat eine klassische Ausbildung.
Aber ist sie witzig?
- Nein. - Dafür bin ich ja witzig.
- Das Skript ist witzig. Manchmal. - Das war ja fast schon ein Kompliment.
- Dann nehme ich es zurück. - Faszinierend.
Kann die junge Dame jetzt vorsprechen? Wir müssen um 18 Uhr weg sein.
Na gut, noch unpassender für die Rolle als die anderen 20 wird sie nicht sein.
Hallöchen, alle zusammen.
- Verzeihung, Ms. Straw. Bitte. - Tut mir sehr leid.
Aus irgendeinem dummen Grund dachte ich,
Cicely wär die hochgebildete, zierliche, brünette Tochter eines Pfarrers.
Ich bin brünett. Unter dem Wasserstoff.
Ich sehe zwar nicht aus wie erwartet,
aber Sie sehen auch nicht aus wie erwartet.
Ich dachte, Sie wären Schnösel mit Pfeifen.
- Sie sind Clive, oder? - Ja. Sie kennen mich von der Bühne?
- Von seinem "Coriolanus"? - Nein, ich bin geimpft.
Entschuldigung. Ich kenne seine Stimme von "The Awkward Squad".
Captain Smythe.
Laut Kritiker die nervigste Stimme seit Peter Sellers' Bluebottle.
Er verstellt sie nicht mal.
Sind Sie Bill oder Tony?
Ich bin Bill. Das werde ich zum ersten Mal gefragt.
Die meisten kennen Autoren nur aus ihren Nachrufen.
Jungs, lassen wir Ms. Straw doch einmal vorlesen.
Ja, dann lassen Sie mal hören. Was haben Sie vorbereitet?
Vorbereitet?
Dafür hat die Zeit nicht ganz gereicht...
"The Awkward Squad" von Bill Gardiner und Tony Holmes.
Unter der Regie von Dennis Mahindra.
Sparky wurde gespielt von einem Schauspieler.
Und... Private Privates wurde gespielt von jemand Privatem.
Und Captain Smythe
wurde gespielt von Clive Richardson!
Was zur...
Beryl, Sie kommen gerade richtig. Wir lassen Sophie gerade vorsprechen.
- Wen? - Sophie Straw.
Sie haben sich unterhalten. Sie steht auf Ihrer Liste?
Das tut sie sicher nicht. Wir sind uns noch nie begegnet.
Sophie, Sie hatten doch gesagt...
Ich glaube, Sie wurden zum Narren gehalten, Dennis.
So eine wie sie würde ich niemals besetzen.
Darf ich...
Danke.
STRIP-VARIETÉ DIE BESTE SHOW IN SOHO
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