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Eine wunderbare Idee.
Wir geben den Menschen Extratage nach dem Tod.
Wir suchen in Berlin deine erste große Liebe.
Als du mich aus Berlin weggeholt hast.
Tomas und ich hatten beschlossen zu heiraten.
Der Brief, den er nach seinem Unfall aus Berlin schrieb.
Ich habe deinen Vater dafür gehasst.
Es ist 20 Jahre her!
Und in der Zeit gab es nie eine Gelegenheit?
Mein Akku ist fast alle. Langsam.
Ich glaube,
Adam ist misstrauisch.
Ich verliere die Frau, die ich liebe.
Aber ich gebe nicht auf.
Die richtigen Fragen am richtigen Ort.
Tomas Meyer ist noch Reporter.
Ich wette, er arbeitet noch für den Schweinehund Knapp.
Jetzt reicht's!
Ich mache Inventur.
Ja, habe ich auch gemacht.
Was meinst du?
Ich verlasse Julia!
ALL DIE UNGESAGTEN WORTE NACH DER ROMANVORLAGE
TAG FÜNF
Ich nehme an, es ist nicht gut gelaufen?
Es ist eher gar nicht gelaufen.
Knapp log nicht in allem.
-Hast du Tomas gesehen? -Ja, am Flughafen.
Er kam mit seiner Frau aus Madrid.
-Hast du mit ihm gesprochen? -Er hat mich nicht gesehen.
Möchtest du was trinken?
Trugen sie Eheringe?
Er umfasste ihre Hüfte und hatte keine Heiratsurkunde in der Hand.
Vor Kurzem umfasste auch jemand deine Hüfte und du bist dennoch hier.
Ich sah es zwar nicht, weil ich begraben wurde,
aber ich war trotzdem irgendwie anwesend.
Das ist nicht witzig.
Hier endet die Reise, und das ist gut so.
Ich habe kein Recht, wieder in sein Leben zu platzen.
Aber das Recht auf eine zweite Chance.
Diese Reise war egoistisch von uns.
Wenn du meinst...
Was wirst du jetzt tun?
Packen, schlafen und abfliegen.
Ich meinte, nach unserer Rückkehr morgen.
Versuchen, die Scherben zusammenzufegen,
alles zu vergessen
und weiterzuleben. Ich habe keine andere Wahl.
Verzeih, aber du irrst.
Der Schaden ist bereits angerichtet.
Aber du kannst dich versichern.
Mach mit Adam, was du willst.
Er verzeiht dir sicher.
Aber so abzureisen,
macht die Situation nur noch schlimmer.
Die große Liebe deines Lebens
ist nicht in Paris.
Sie ist hier.
Jetzt bist du es...
der mir die Liebe erklärt? Im Ernst?
Weißt du noch, was du nachts immer heimlich getan hast,
als du klein warst?
Ja. Ich las mit einer Taschenlampe unter der Bettdecke. Warum?
Es war sicher eine magische Taschenlampe.
Nein.
Es war eine normale Taschenlampe.
Hast du dich nie gefragt,
warum sie in all den Jahren immer funktioniert hat...
obwohl du nie die Batterien gewechselt und heimlich gelesen hast?
Na?
Meine liebe Julia,
was weißt du über die Liebe?
Du hast nur Männer geliebt, die dir in die Arme fielen.
Aber ein Porträt am Stand eines Karikaturisten genügte,
um dir Herzklopfen zu bereiten,
obwohl du gerade noch Adam umarmtest. Und wenn ich nicht gestorben wäre...
Nein, hör auf.
Ich wiederhole mich, aber du hättest ihn geheiratet.
Sieh mich an und schwöre auf mein Grab,
dass, abgesehen von dieser unerwarteten Reise,
nichts deine Liebe zum Charmeur Adam erschüttert hätte.
-Nichts. -Warum so beharrlich?
Um zu beweisen, dass du recht hast? Ist der Schaden nicht groß genug?
Schaden? Welcher Schaden?
Mit Gewissensbissen kann man leben, aber Reue...
lastet bis zum Tod auf deinem Gewissen.
Glaub es mir.
Worauf willst du hinaus?
Ich frage mich,
wie du behaupten kannst, alles über Tomas' Leben zu wissen,
wenn du selbst nicht weißt, wohin deines steuert.
Und all das nur, weil er die Hüfte einer anderen umfasste?
Es heißt, Liebe währe sieben Jahre. Runden wir ruhig auf fünf ab.
Könntest du ihn fünf Jahre
bedingungslos lieben, ohne Gegenleistungen zu erwarten?
Natürlich!
In dem Wissen, dass die Liebe deines Lebens
keine Erinnerung an das gemeinsame Leben hat?
Könntest du da jede Nacht aufstehen
und ihnen Wasser bringen, weil sie einen Albtraum hatten?
Ihnen jeden Tag Frühstück machen,
sie beschäftigen, wenn sie sich langweilen,
ihnen deinen Mantel leihen, wenn sie frische Luft brauchen,
obwohl es draußen eisig ist?
Mit ihnen über eine Zukunft reden, an der du nicht teilhaben wirst?
Du sprichst von Mama.
Nein.
Ich rede von dir.
Von dir.
Ich beschrieb die Liebe von Eltern
zu ihrem Kind.
All die Tage und Nächte, in denen ich dir etwas beibrachte,
dir die Tränen abwischte...
dich zum Lachen brachte.
So viele Parks im Winter und Strände im Sommer.
Was ist deine früheste Erinnerung?
Du wirfst mir vor, oft weg gewesen zu sein,
aber hast du dich je gefragt,
was für ein Loch du hinterlassen hast?
Wie lange es gedauert hat, bis ich wieder allein zurechtkam,
ohne nachts auf deine Schritte zu hören,
um endlich einschlafen zu können?
Und mich nicht mehr sorgte, weil du nicht da warst?
-Papa, ich... -Ich weiß.
Du verzeihst mir nie, dich von Tomas getrennt zu haben.
Aber es ist gut, etwas für seine Eltern zu empfinden.
Am Ende... wird diese Reise ihren Zweck erfüllen.
Genau wie diese Erfindung.
Denn ich kann...
dich endlich wegen des Briefs um Verzeihung bitten.
Bitte verzeih mir.
Bitte verzeih mir.
Bitte verzeih mir. Bitte verzeih mir...
-Wo bin ich? -In einer Hotelbar.
-Was mache ich hier? -Du bist in Berlin.
Auf einer Reise mit deiner Tochter.
Ich erinnere mich an alles.
Ruh dich aus, dann wird alles gut.
Und wenn du wieder bei Kräften bist, machen wir einen Abendspaziergang.
Nur wir beide.
Dann kannst du mir die alten Geschichten erzählen.
Vom Piloten ohne Treibstoff,
der am Ufer des Amazonas notlanden musste,
und vom Otter, der ihm den Weg wies.
Der Otter war blau. Ein Blau, das nur du beschreiben konntest.
Als seien Worte Buntstifte.
Komm, Papa.
Mariana!
-Hallo. -So eine Überraschung! Du in Berlin?
Ich wollte die Redaktion sehen.
Das passt bestens, weil ich deine Hilfe brauche. Hör zu.
Spaniens Vize-Ministerpräsident besucht hier seinen Amtskollegen
und sie geben in der Botschaft eine Pressekonferenz.
Aber der zugeteilte Journalist hat sich krankgemeldet.
Also musst du mir aushelfen, okay?
Du musst hinfahren, denn ich brauche den Artikel vor heute Abend. Okay?
Und selbstverständlich übernimmt die Zeitung deine Reisekosten.
Beeil dich. Sie beginnt in einer Stunde.
Das übernehme ich gern.
Gut. Frau Müller weiß Bescheid und gibt dir die Adresse.
-Also, Beeilung. -Ist gut.
Die Arbeit geht vor.
Stimmt's?
-Hat mich gefreut. -Viel Glück.
Mariana!
-Mariana, warum hast du Ja gesagt? -Darum.
Du bekommst meinen Schlüssel und wir treffen uns später bei mir.
Ich koche und du schreibst den Artikel.
Eine Nacht mehr oder weniger ändert gar nichts.
Du gehst nach Somalia,
ich fahre in die spanische Botschaft.
Man lehnt keine Arbeit ab.
Knapp zahlt mir ein nettes Hotelzimmer
mit einem Bett,
einem Tisch und einer Minibar, die ich auf dein Wohl leeren werde.
Ruf mich aus Mogadischu an. Oder wenn du zurück bist.
Falls du zurückkommst.
Bis in einem anderen Leben.
Du musst dich ausruhen.
Die Dinge laufen nie nach Plan.
Aber die Zeit verfliegt.
Vor 20 Jahren schleifte ich dich aus dieser Stadt
und habe dich jetzt zurückgebracht.
Tomas und du seid heute in derselben Stadt.
Ihr atmet dieselbe Luft.
Ist dir das klar?
Was machst du in diesem Hotelzimmer?
Na los.
Gib dir eine letzte Chance.
-Du bist total verrückt! -Merkst du das erst jetzt?
Vergiss nicht, morgen um 8 Uhr in der Hotellobby zu sein.
Du musst mich nach Paris zurückbringen.
Könnte ich deine Mutter für einen Moment wiedersehen...
wüsste ich, wo ich sie fände.
Hört Liebe irgendwann auf zu schmerzen?
Wenn du Glück hast
niemals.
Und jetzt geh.
Tomas?
Du hast dich nicht verändert.
Doch.
Und du auch.
-Tomas, dein Brief... -Ich weiß.
Knapp hat es mir gesagt.
An welchem Punkt bist du?
Ich bin mit dir in Berlin
und genauso aufgeregt wie vor 20 Jahren.
Bist du verheiratet? Hast du Kinder?
Noch nicht.
Noch nicht verheiratet oder noch keine Kinder?
Beides.
-Knapp erzählte mir... -Was?
Dass du mit deiner Frau ein Restaurant in Madrid hast.
So ein Idiot!
Warum denkt er sich so etwas Albernes aus?
Bestimmt, weil ich dich so verletzt habe.
Du hast nichts falsch gemacht.
Du dachtest, ich sei tot.
Ziemlich prätentiös von mir, was?
-Hast du einen Partner? -Und Madrid?
Kein Restaurant.
-Nur Journalismus mit einer Freundin. -Eine Freundin?
Und du?
Wartet jemand auf dich?
-Heute nicht. -Und morgen?
Ja, in Paris.
Wir wollten heiraten.
Ihr wolltet?
Ja, die Hochzeit wurde abgesagt.
Mein Vater...
Wollte er deinen Zukünftigen auch k. o. schlagen?
Nein.
Er starb zwei Tage vor der Hochzeit.
Entschuldige. Das tut mir leid.
Das war...
Bist du glücklich in Paris?
Nimm mich mit zu dir.
Immer noch ein Kaffeemensch?
Ja.
Danke.
Wann reist du ab?
Heute Abend, nach Somalia.
Meinst du, wir wären noch zusammen?
Das ist eine dumme Frage.
Wie soll ich mich nur verabschieden?
Du hast gestern nicht geantwortet. Bist du glücklich in Paris?
Nicht mehr.
Und ich bin in Berlin.
Warum?
Weil ich deinen Brief gelesen habe.
Weil du noch am Leben bist.
Und weil ich dich wiedersehen musste.
Und du?
Glaubst du, es hätte funktioniert?
Ja.
Nein.
Du reist immerhin ans andere Ende der Welt.
Wolltest du lange in Berlin bleiben?
Scheiße!
Ich muss zurück ins Hotel.
Ich muss den Flug kriegen.
-Nimm einen späteren. -Das geht nicht.
-Warum? -Bitte, Tomas, hilf mir!
Warte.
Schreib mir.
Versprich es. E-Mails gehen nicht verloren.
Ich werde antworten.
Sagst du mir, ob du heiratest?
Es war eine Freude, Sie wieder hier begrüßen zu dürfen.
Ich hoffe, Sie hatten einen angenehmen Aufenthalt.
Ja, wunderbar!
Ich hoffe, meine Tochter verpasst unseren Flug nicht.
Sie kommt gleich.
Sie haben Zeit. Um die Zeit ist wenig Verkehr.
Gute Reise, Herr Saurel. Kommen Sie bald wieder.
Wo steckt sie bloß?
Halt, nein!
Ich habe schon wieder Mist gebaut!
Nach Marc Levys Buch von Éditions Robert Laffont
Untertitel: TITRAFILM
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