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Original subtitles

Das ist unmöglich.

-Du bist tot. -Das stimmt.

Ich bin ein Prototyp. Mein Akku reicht für sechs Tage.

Sechs Tage, nur du und ich.

Kenne ich ihn?

Er war nach deinem Schlag ins Gesicht bewusstlos.

Als du mich aus Berlin weggeholt hast.

Ich habe überreagiert.

Tomas ist auch tot.

Das ist nicht deine Schuld,

aber ich werde es dir immer vorwerfen.

Du im Krankenhaus, das war der schlimmste Moment.

-Hast du mich deshalb nicht abgeholt? -Ich war wütend!

Tomas ist nicht tot.

Der Brief, den er nach seinem Unfall aus Berlin schrieb.

-Es ist zu spät. -Tomas lebt.

Es ist nicht zu spät.

Und Adam? Soll ich Adam betrügen?

Das tust du auch, wenn du beim Heiraten an Tomas denkst.

Sie hat Begleitung.

Sie betrügt mich!

Er ist tot?

Ja,

er ist tot.

Konntest du schon weinen?

Ich auch nicht.

Robert und ich

hatten gerade die Liebe unseres Lebens verloren.

So entstand unsere Freundschaft.

Christian holte mich aus dem Krankenhaus ab.

Zu Hause in meinem Zimmer

band ich ein rotes Band

um Tomas' Briefe und legte sie in eine Schublade.

Es war meine Art, ihn zu begraben.

Ich packte meine Sachen

und ging abschiedslos.

Nein, zu dem Preis verhandle ich nicht.

Ja. Ich kann morgen in Tokio sein.

Richtig.

Ich schwor mir, dir unsere Trennung nie zu verzeihen.

ALL DIE UNGESAGTEN WORTE NACH DER ROMANVORLAGE

Seither verging kein Tag, an dem Robert und ich uns nicht sprechen.

Er erzählte von Jean-Marie und ich von Tomas.

So war es, als seien sie noch bei uns.

Und peu à peu nahm das Leben wieder seinen Lauf.

-Hallo! -Hallo.

-Sind das Vasen? -Ja.

200 Franc.

Sie sind im Angebot. Beide zusammen kosten 400 Franc.

Danke, aber nein.

-Schönen Tag noch. -Danke.

Hallo.

Nicht übel.

Und die Schlüssel.

Danke.

Die Regale machen wir neu.

Und ich streiche alles komplett neu.

Störe ich dich?

Nein, nein.

Bist du im Laden?

Jaja.

Robert, wenn du einen Brief von Jean-Marie finden würdest,

würdest du ihn öffnen?

Selbstverständlich.

Oh, verstehe!

Du hast einen von Tomas gefunden.

Du sagst Jean-Marie und meinst Tomas.

Ist ein Datum drauf?

Egal, du liest ihn ohnehin.

-Robert... -Julia?

Tomas lebt.

Ich fahre nach Berlin.

Oh Scheiße!

Ja. Keine Sorge.

Ich melde mich von dort.

Wer war das?

Ein Kunde, wegen einer Kommode von Ludwig XVI.

War eure Spezialität nicht 19. Jahrhundert?

Ja, es ist eine Nachbildung aus dem 19. Jahrhundert.

Sie haut mit einem Mann ab! Wie kann sie mir das antun?

Wie kannst du so etwas sagen?

Oder denken?

Scheiße! Du hast sie gesehen!

Bleib trotzdem höflich!

Was hast du schon gesehen?

Gar nichts!

Julia mit einem Mann im Auto.

Ihr Chauffeur.

Sie spürt ihrem Vater nach. Wie oft noch?

Ich war im Hotel und selbst der Portier blieb vage.

So wie meiner. Fahr endlich!

Papa.

-Mein Herr? -Papa!

Hören Sie mich?

Papa?

-Wir müssen einen Krankenwagen rufen. -Papa, wach bitte auf!

Er sieht schlecht aus.

Schon gut, das passiert oft.

Sicher? Ihr Vater sieht gar nicht gut aus.

-Keine Ahnung, was los ist. -Ich bin Arzt, ich messe seinen Puls.

Nicht nötig. Danke.

-Aber er sieht furchtbar aus. -Besten Dank.

-Möchtest du dich setzen? -Nein.

Was sollte mir passieren? Ich bin tot.

Was genau ist passiert?

Eine elektronische Störung.

Sag ihnen das. Das ist absolut inakzeptabel!

Jeder könnte mich mit seinem Handy auf Pause stellen.

Wie ärgerlich.

Ärgerlich?

Ja.

Das war ein Riesenschreck.

Habe ich geträumt oder hast du mich Papa genannt?

Du hast geträumt.

Warum war ich nicht zur Hochzeit eingeladen?

Du hast eine Einladung bekommen.

Das war keine Einladung.

Ich hätte dich zum Altar führen sollen.

-Das kam nicht zur Sprache. -Ich erwartete deinen Anruf.

Ich hoffte, du würdest Adam kennenlernen wollen.

Aber ich kannte ihn doch schon.

Ihr seid euch zufällig im Fahrstuhl begegnet.

Das ist kein Kennenlernen

oder Interesse an meinem Leben, geschweige denn an seinem.

Wir drei trafen uns doch mal zum Kaffeetrinken.

Ja, sein Vorschlag, um dich kennenzulernen.

Zwanzig Minuten Monolog von dir.

Ich musste Small Talk betreiben. Er sagte kein Wort!

Ich dachte, er sei stumm!

Hast du Fragen gestellt?

Und du? Hast du mich je was gefragt oder einen Rat eingeholt?

Dafür war nie Zeit.

Du wusstest immer genau, was ich zu tun hatte.

Du solltest nur begreifen, dass ich nicht so sein wollte wie du.

Gib mir den Schlüssel.

Stell dir einen weiteren Kurzschluss bei 160 km/h vor. Nein, danke.

Warst du im Kunststudium glücklich?

Ich glaube,

dass es glückliche Zeiten waren.

Ich traf mich mit Freunden in Cafés.

Es war sorglos.

Paris!

Für mich war es immer die Stadt zum Leben, Lieben und Sterben.

-Du findest das albern. -Nein.

-Doch, das merke ich. -Nein, es ist nur...

Schwer zu sagen.

Los, versuch es.

Du hast dort gelebt und geliebt

und bist in Paris gestorben.

Erinnerst du dich ans Sterben?

Nein.

Der letzte Erinnerungstransfer fand drei Tage vor meinem Tod statt.

Der nächste war zwei Wochen danach angesetzt.

Ich starb an einem Donnerstag. Ja, denn du wolltest Samstag heiraten.

Nein, an diese Woche habe ich keinerlei Erinnerungen.

Aber es wäre sicher nicht schön.

Die Tatsache, dass diese Maschinen eine limitierte Laufzeit haben,

ist ein notwendiges Übel.

-Nicht nur für die Familien. -Verstehe.

Das bezweifle ich. Selbst ich kämpfe damit.

Welcher Tag ist heute?

-Montag. -Ja.

Noch vier Tage.

Weißt du, ich höre ständig

das Ticken der Uhr...

Den ganzen Tag lang.

Weißt du, wie ich...?

Wie ich...?

Ja.

Ein Herzinfarkt an einer roten Ampel. Laut Christian.

Habe ich gelitten?

Nein.

Du warst offenbar sofort tot.

Das sagen sie den Angehörigen.

-"Sofort tot." -Themawechsel?

Ich finde es amüsant, mit jemandem über meinen Tod zu reden.

Aber dieser Jemand ist deine Tochter.

Und du wirkst nicht amüsiert.

Hör bitte auf, bei allem recht zu haben.

Einen Tag bevor du in unser Zimmer gestürmt bist...

hatten Tomas und ich beschlossen zu heiraten.

Ich bedaure, dass ich dir den Brief nicht früher gegeben habe.

Meinst du es ernst?

Ganz ehrlich?

Nein.

Aber ich fühle mich erleichtert.

Glaubst du an Gott?

Deine Mutter tat es nicht.

Ich ja.

Na ja, immer dann, wenn es mir zugutekam.

Glaubst du, ich bin im Himmel?

Das kann ich nicht beantworten. Es tut mir leid.

-Glaubst du an Gott? -Nein.

Ich gewöhne mich daran, dass du hier bist

und wir reden, obwohl...

-Ich tot bin. -Ja.

Weißt du, es ist wichtig, zu sagen, was man denkt.

Sehr wichtig.

Hättest du gesagt: "Papa, du bist ein Idiot,

der mich nicht versteht.

Du versuchst, aus meiner Existenz eine Kopie deiner Existenz zu machen.

Du bist wie viele andere Väter.

Du lässt mich durch die Hölle gehen, angeblich zu meinem Wohl,

aber es geht um deins."

Nun, dann ja.

Dann hätte ich's vielleicht kapiert.

Vielleicht.

Empfindest du etwas bei der Rückkehr?

Ja.

Ich empfinde etwas.

-Nicht zurückgeben. -Ja, Hr. Saurel.

Herr Saurel,

was für eine Freude!

Soll ich Ihnen einen Tisch im Edelrestaurant reservieren?

Nein, danke.

Warst du Aktionär dieses Hotels?

Immer dieses Präteritum!

Wir ziehen uns um und gehen in ein Bistro.

Es wird dir gefallen.

Haut Lafitte 1990.

Gemeinsames Abendessen?

Mit Vergnügen...

-Hast du mit Adam gesprochen? -Ja.

Vom Zimmer aus.

Was hat er gesagt?

Dass er mich vermisst

und nicht versteht, wonach ich suche.

Dass er mich in Brügge um eine Stunde verpasst hat.

Hast du gehört? Er ist bis nach Brügge gefahren.

Stell dir sein Gesicht vor, wenn er uns zusammen gesehen hätte.

Nein.

Lieber nicht.

Ich musste ihm viermal versichern, allein auf Reisen zu sein.

Und?

Also log ich viermal!

Vorsicht, das wird zur Gewohnheit!

Das ist nicht lustig.

Lustig ist, dass wir zusammen in Berlin sind,

deine erste große Liebe suchen

und du dich schuldig fühlst, weil du deinem Verlobten verschweigen musst,

dass dein Vater mit dabei ist.

Das hat was Komisches.

Es passt zu dir, aber es ist komisch.

Ich weiß weder, ob Tomas noch in Berlin ist,

noch wie ich ihn aufspüren soll.

Ich schon.

Deine Wohnung beweist viel Geschmack.

Schlechten, aber...

dafür viel.

Wie ist dein schlechtestes Foto zustandegekommen?

-Dein Glas. -Danke.

-Und du? Antiquitätenhändler? -Ich bin eine alte Seele.

Was findet Julia an dir?

Erzähl, wie habt ihr euch kennengelernt?

Auf ex!

Ich habe einen Termin gemacht.

Sprichst du jetzt deutsch?

Ich bin sogar auf 15 Sprachen programmiert.

-Ich werde mir noch den Tod wünschen. -Ja. Ich spreche perfekt englisch.

Stimmt.

Hereinspaziert.

Und Sie wollen diesem Tomas Meyer welche Information anvertrauen?

Genau das kann ich Ihnen nicht sagen.

Knüller ist Knüller, und der ist riesig.

Groß genug, um Karriere zu machen.

Mir sind keine wichtigen Artikel eines Tomas Meyer in Erinnerung.

Das könnte sich ändern,

wenn Sie uns helfen, ihn zu kontaktieren.

Und was hat die junge Dame damit zu tun?

Das ist meine Assistentin.

Ich kann keine private Information über unsere Mitglieder preisgeben.

Und eine Adresse ist privat.

Es tut mir leid, aber Vorschriften wollen befolgt werden.

Was ich Tomas Meyer enthüllen will, würde sein Leben verbessern.

Ein Gewerkschaftsvertreter

würde die Karriere eines Mitglieds sicher nie behindern.

Das könnte einen Artikel

oder eine lebhafte Debatte unter den AP-Journalisten auslösen.

Stimmt's, Julia?

Ja, absolut.

Kein Tomas Meyer auf unserer Liste.

Nicht mal im Berufsverzeichnis.

Ich könnte Ihnen tolle Journalisten für Ihren Knüller empfehlen,

aber wenn Sie nur Herrn Meyer Ihr wertvolles Wissen anvertrauen,

muss ich Sie bitten zu gehen. Ich muss arbeiten.

Du magst recht haben.

Du meinst, deine Assistentin?

Ich musste mir schnell etwas ausdenken.

Unglaublich!

Nein, ich hatte recht. Tomas muss den Beruf gewechselt haben.

-Ein Inbegriff der Beständigkeit. -Hör auf.

Der Journalismus war kein Job, sondern eine Berufung für ihn.

Er hat nie etwas anderes gemacht.

Ja, klar.

Sieh mal! Als Kind hast du Zoos gehasst.

Du warst wütend, dass sie die Tiere in Käfige sperrten.

Zu der Zeit wolltest du

Tierärztin werden.

Ja.

Zum sechsten Geburtstag schenkte ich dir ein Stofftier.

Erinnerst du dich? Es war ein Otter. Vielleicht nicht die beste Wahl.

Aber du spieltest Tierärztin und kümmertest dich um ihn.

Willst du andeuten, dass ich dank dir mit dem Zeichnen begann?

Was redest du da?

Stell dir vor, unsere Kindheit würde sich auf später auswirken!

Und nach aller Kritik, die du an mir übst,

wäre ein solcher Versuch instinktlos.

Ja.

Wie hieß noch mal diese schmuddelige Straße,

in der du mit Tomas wohntest?

Comeniusstraße, hinter der Karl-Marx-Allee.

Ja, natürlich.

Was?

Habt ihr etwa auch im Stalin-Supermarkt eingekauft?

Du bist unmöglich!

Was ist los?

Nichts.

Ich sehe doch, dass du was hast.

Du hast lange kein Deutsch mehr gesprochen.

Ich kämpfe mit dem Gedanken an den endgültigen Abschied.

Aber das ist die natürliche Ordnung.

Nach Marc Levys Buch von Éditions Robert Laffont

Untertitel: TITRAFILM

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