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♪ unheimlich
(Donner grollt)
(Pirat 1) Hart Backbord!
Brüder, da treibt was im Wasser!
(Pirat 2) Zieht es hoch, ihr lahmen Hunde! Kommt!
(Pirat 1) Heraus, heraus!
(Pirat 1 ächzt)
(Pirat 2) Schön vorsichtig.
(Pirat 1 lacht dreckig) Was haben wir denn da?
(lacht dreckig)
(Pirat 2) Hey, Captain, sieh dir das an!
(ächzt)
(Knarren und Quietschen)
(Babygeschrei)
(Kapitän) Wo kommst du denn her?
Die alte Schreckschraube zahlt uns garantiert ein Vermögen für dich.
Was, Jungs? (lacht)
(dreckiges Gelächter)
♪ fröhlich
♪ friedlich
(Erzähler) Das Land, in dem Lukas der Lokomotivführer lebte,
hieß Lummerland und war sehr klein.
Im Prinzip war es nur eine Insel, die aus zwei Bergen bestand.
Einem hohen und einem etwas niedrigeren.
Häuser gab es natürlich auch in Lummerland.
Ein ganz gewöhnliches und eines mit einem Kaufladen.
Und eine kleine Bahnstation am Fuße des Berges.
Und oben auf dem Berg zwischen den beiden Gipfeln
stand ein Schloss.
Es war ein friedliches Leben auf der kleinen Insel Lummerland,
bis eines Tages...
Ja, und damit beginnt nun unsere Geschichte.
(Briefträger) Ein Paket von der Wilden 13.
Wohnt hier eine gewisse Frau Mahlzahn?
Frau was? - Frau Waas bin ich.
Sie sind Frau Mahlzahn? - Ich bin doch Frau Waas.
(König Alfons) Frau Mahlzahn?
Macht Platz für seine Majestät!
(räuspert sich)
Könnte es sich um einen Untertan handeln,
der keine Steuern bezahlt?
♪ spannend Hm?
(Rumpeln)
Wir erfahren nie, was drin ist, wenn wir's nicht öffnen.
(Frau Waas) Oh!
Heiliges Schmieröl!
Was ist das denn, Euer Hoheit?
In der Tat, was ist es?
(Frau Waas) Das ist ja...
das hübscheste Paket, das ich je gesehen hab.
So eine Gemeinheit!
Wenn ich den Kerl erwische, verpasse ich ihm 'ne Tracht Prügel.
Frau Waas, ich befehle Ihnen allerköniglichst,
sich um den Inhalt dieses Paketes zu kümmern!
Liebend gern, Eure Hoheit! - Aber wie soll es denn heißen?
Es braucht einen Namen!
Ist das denn ein männlicher oder ein weiblicher Untertan?
Vielleicht können wir das ja mal... ähm... aus..., hm?
Ich bin so frei, Eure Hoheit.
Ein Junge! ♪ friedlich
Und wie sollen wir ihn nennen?
Äh... Pip...Pöp...
Ich würde ihn Jim nennen.
Was meinst du, hm?
Jim? Ja? (lacht)
Hm? (Jim gluckst vergnügt)
(Emma tutet fröhlich)
♪ friedlich
(Möwen kreischen)
(Emma rattert und pfeift)
(Jim juchzt, Lukas lacht)
(pfeift)
(tutet)
(Jim) Kuchen! (Herr Ärmel räuspert sich)
(Lukas) Hm! - Ich möchte das!
(Jim holt Luft und pustet)
Das geht doch nicht, das ist der König!
Schönen guten Tag, Frau Waas! - Herr Ärmel, guten Tag!
♪ fröhlich, winterlich
(Jim lacht, Emma pfeift)
(Lukas) Und feste ziehen!
Gleich geht's rein -
in den Tunnel!
Juhu!
(ächzt)
(Emma pfeift, Lukas lacht)
(Emma, Lukas und Jim pfeifen)
Bitte sehr, Jim.
Wenn es wieder reißt, kannst du es einfach zuknöpfen.
Oh!
Ein Knopf! - Mhm.
Jim Knopf.
Ein schöner Name.
Danke, Mama.
♪ sanft
(Emma rattert und pfeift)
(Herr Ärmel pfeift ein Lied, Emma pfeift)
(Türglocke bimmelt) Schönen guten Tag, Frau Waas!
Guten Tag, Herr Ärmel!
Was gibt es an diesem wunderschönen Sommermorgen?
Verehrteste, Sie haben mir Ihre Hilfe angeboten.
Ach ja, etwas flicken und bügeln.
Wo ist denn das gute Stück?
Ein Sonntagsanzug, zwei seidene Gehröcke,
drei Bauchbinden, vier gepunktete Fliegen und fünf Paar lange Wollsocken.
Woll...
Unterhosen? - Hmm... ja.
Wie charmant. Jim!
Sei ein Schatz und bring dieses eine Stück in die Kammer.
Aber ich muss Lukas helfen.
Lukas kann sich sicher noch zwei Minuten gedulden.
♪ heiter
(Herr Ärmel) Und, äh,
sei bitte besonders vorsichtig damit. - Ja klar, Herr Ärmel.
Hm, dieser Junge.
Hätte er mehr Lesen und Schreiben im Kopf und weniger Lokomotiven...
... wäre er nicht unser Jim, nicht wahr, Herr Ärmel?
Stimmt auch wieder, meine Liebe. Schönen guten Tag, Frau Waas.
Guten Tag, Herr Ärmel. (Türglocke bimmelt)
♪ geheimnisvoll
(ächzt)
(Jim liest) Die Wilde 13...
♪ sanft
So, Emma...
(Lukas ächzt)
Das wird dir gut tun. (Emma pfeift zustimmend)
Morgen, Jim!
Reichst du mir den Bolzen?
Hammer?
(Hämmern, Zischen) Schraubenzieher!
♪ spannend
So, mein Mädchen.
Oh! (Emma lacht tutend)
Ah! (Emma lacht wieder)
(Lukas lacht herzlich)
♪ friedlich
(ächzt)
Oh, die Dusche hatte ich wohl nötig. (lacht)
Wieso bin ich schwarz und du, Frau Waas, Herr Ärmel und König Alfons nicht?
So sind wir nun mal gemacht, mein Junge.
Ölkanne...
Ist nur gespielt, oder? Sag mal!
Was denn? - Dass Frau Waas meine Mutter ist.
♪ sehnsüchtig
Wer weiß, vielleicht ist ja alles gespielt, Jim.
Vielleicht sind du und ich und Emma gar nicht wirklich hier.
Aber Frau Waas hat dich lieb. Das ist nicht gespielt.
Lukas, woher komme ich?
(Telefon klingelt)
Morgen. - Lieber Lukas, hier spricht dein König,
Alfons der Viertel Vor Zwölfte. - Eure Hoheit.
Ich, äh, würde dich gerne sprechen, wenn es dir recht ist.
Jawohl, sofort.
Ich hab 'ne persönliche Audienz beim König.
Mach ich mich wohl lieber gleich auf den Weg.
(Turmuhr schlägt)
(König Alfons) Ja, da haben Sie natürlich völlig Recht,
versehrter... äh, verehrter Kollege.
Dem gemeinen Wahlrecht das Volk zu verleihen, ha,
das war ein schwerer Schlag für uns Monarchen.
(es klopft)
Meine Audienz!
(seufzt)
Äh, ich muss los.
♪ feierlich
Herein!
Ihr wolltet mich sprechen, Eure Hoheit! - Mein lieber Lukas!
Ja, in der Tat. Äh, bitte, knie dich doch nieder.
Ach was, keine Zeit für Förmlichkeiten. Bitte setz dich doch.
(Stuhl knarrt)
Lieber Lukas.
Pass zu! Äh, ich meine... Hör auf!
Ähm, Lummerland ist vielleicht klein, aber...
es hat dieselben Probleme wie überall sonst.
Umweltverschmutzung, Stau und, äh, Überbevölkerung.
Es führt kein Weg drum herum. Wir müssen es einfach tun.
Was tun?
Hab ich das nicht gesagt? Äh...
Wir müssen Emma abschaffen.
Aber als Anerkennung vieler Jahre treuer Dienste,
verleihen wir ihr diese Auszeichnung.
Den Lummerland-Orden.
Emma abschaffen?
Das hab ich doch gesagt.
Niemals!
Lukas?
Entweder Emma oder Jim.
Jim ist doch nur ein Junge! - Ja, aber wie lange noch?
Eines Tages will er heiraten und ein eigenes Haus.
Wo sollen wir das hinstellen, Lukas?
Wenn der Hauptbahnhof und die Gleise verschwinden,
gibt es reichlich Grund, äh,
dass Jim da aufsässig, äh, ansässig wird.
Ja, aber... - Wir besorgen Emma ein stilles Örtchen,
äh, schönes Plätzchen auf dem Schrottplatz.
Da kann sie ihren Lebensabend genießen.
Sie gehört nun mal zum alten Eisen.
Und äh, meine Existenz oder Exzellenz, ähm... also meine Wenigkeit...
naja, wie auch immer. (Tür fällt zu) Lukas?
Lukas?!
(seufzt)
♪ traurig
(seufzt)
(Herr Ärmel) Hä? - (Jim) Oh...
(seufzt)
(Jim kichert) (Lukas) Er behandelt sie wie Abfall.
Er glaubt, als König kann er tun und lassen, was er will!
Erteilen wir ihm eine Lektion!
Was denn für eine Lektion, Lukas?
Warum fahren Züge auf Schienen?
Damit sie immer in der Spur bleiben.
Wenn Emma und ich weggehen, gibt's keine Spuren mehr für uns.
Niemand macht uns mehr Vorschriften oder schafft uns ab.
Weggehen? Lukas!
Wirklich?
Soll ich mich einem königlichen Befehl widersetzen?
Das wäre Hochverrat.
Es gibt bestimmt einen Weg.
Irgendeinen muss es doch geben!
♪ traurig
♪ friedlich (Lukas) Vielleicht hat er recht, Emma.
Lummerland ist zu klein für uns alle.
(Emma pfeift)
Nein, altes Mädchen. Die werden uns nicht trennen.
Niemals.
Wir fahren weg. Wir beide.
Und ich komme mit! (Emma pfeift zustimmend)
Was?
Auf keinen Fall. - Aber ich kann euch helfen.
Wir haben nicht genug Platz. - Ich brauche kaum Platz.
Zu gefährlich! - Ich liebe Gefahr!
Sieh mal, Jim. Emma soll weg, damit du Platz hast.
Wenn du gehst, könnte Emma bleiben. Das ergibt keinen Sinn!
Aber du und Emma seid meine besten Freunde.
Wenn du denkst, dass ich euch beim Weggehen zusehe,
kennst du mich schlecht.
Außerdem, na ja, wenn wir schon mal unterwegs sind,
finden wir vielleicht raus, wo ich herkomme.
♪ spannend
Das könnte gefährlich werden.
Wer weiß, was uns erwartet.
Das macht nichts.
Ich passe auf dich auf.
(Uhr schlägt)
(Kaminfeuer knistert)
♪ sanft (Frau Waas atmet ruhig)
♪ traurig
(seufzt)
So, mein Mädchen.
(seufzt)
(Emma pfeift freudig)
(atemlos) Warte auf mich! Lukas, ich komme.
(Jim keucht) Ich dachte schon, du überlegst es dir anders.
Ich hatte noch was Wichtiges zu erledigen.
Hast du dich verabschiedet? - Mhm.
Du bist der feinste kleine Kerl, den ich in meinem Leben getroffen habe.
♪ friedlich
Geh an Bord.
Bereit? - Hmh.
(Lukas) Tja, meine liebe Emma, dann mal los.
(Emma pfeift)
Ich weine nicht, ich...
ich hab nur ein bisschen Rauch im Auge, altes Mädchen.
Mach's gut, Lummerland.
Am besten, wir schauen nicht länger zurück.
(Jim) Ich bin mit Lukas und Emma weggefahren.
Weine nicht, sondern sei unbesorgt.
Ich küsse dich. Hab dich lieb, Jim.
(Donner grollt)
(Knarren)
♪ drohend
(Klirren und Scheppern)
(Emma pfeift alarmiert, Wellen tosen)
Halt dich gut fest!
(Jim) Ah!
Jim! (Emma pfeift aufgeregt)
Lukas!
Halt durch, Jim!
(Jim) Hilfe!
Lukas, hilf mir!
(ringt nach Luft)
Jim! (Emma pfeift)
Schwimm!
(Jim keucht)
Na komm, mein Junge!
Du hast es, halt fest!
Halt dich fest!
Gleich bist du da, komm her!
Ja!
Komm rein!
Komm her, ich binde dich fest.
Schau jetzt nicht zurück!
(lautes Tosen)
Kopf runter!
Aaaah! (Emma pfeift langgezogen)
(Gluckern)
♪ friedlich
(stöhnt leise)
Hey, Lukas, wach auf!
Lukas, wach auf!
Ich glaube, wir sind im Himmel.
♪ träumerisch
Das muss Mandala sein, das legendäre Kaiserreich!
Wir besuchen den Kaiser und fragen ihn,
ob er nicht zwei waschechte Lokomotivführer
und eine gute alte Blechbüchse wie Emma braucht. (Emma protestiert)
Nichts für ungut, altes Mädchen. (Emma gluckert)
Machen wir dich erst mal wieder landtauglich! (Emma tutet)
(Möwen kreischen, das Meer rauscht)
Hast du was gefunden?
Eine Flaschenpost. (Emma pfeift aufgeregt)
♪ geheimnisvoll
Lieber Fremder.
Bitte bringe diesen Brief meinem Vater,
dem... irgendwas.
Wurde... entführt von...
wieder irgendwas.
Und an Frau...
Mahlzahn verkauft.
Frau Mahlzahn?
Dieser Ort heißt Drach...
Drach-irgendwas.
Bitte, Papa, rette uns.
Li Si.
Na, das ist ja ein dicker Hund. - Li Si?
Was ist das?
Ein Name vielleicht.
Da fahren wir jetzt mal hin.
♪ abenteuerlustig, spannend
(Emma pfeift, die Wachen rufen Befehle)
(die Wachen rufen Befehle)
♪ Chinesisch
(Stimmengewirr)
(Lukas) Schau! Die berühmten Haarzähler von Mandala.
Sie zählen Bündel zu 100 Haaren ab und binden sie zu Schleifen.
Und da, die Ohrenputzer!
Sie putzen ihren Kunden mit winzigen Löffelchen die Ohren.
Lukas! Sieh mal da!
(bewundernde Rufe)
Oh! (Lukas lacht)
Siehst du den?
(Jim) Und die? - Die berühmten Kinder und Kindeskinder
und Kindeskindeskinder der Mandalaner. Eine kleine Wunderlichkeit.
Jim!
Prinzessin Li Si.
♪ sanft
(Lukas) Die Prinzessin von Mandala.
Wir müssen ihr helfen!
Wir müssen zu ihrem Vater, Lukas!
(Lukas) Ihr Vater ist der Kaiser.
Komm mit!
♪ treibend (Emma tutet)
Was haben die ehrenwerten Herren auf dem Herzen?
Zwei ausländische Lokomotivführer möchten den Kaiser sprechen.
Bitte verzeihen Sie mir, einer armseligen und unwürdigen Blattlaus.
Doch der Kaiser, ich gebe mein Wort, ist überaus beschäftigt.
Es ist sehr wichtig! - Wann kann er uns anhören?
Ich bedaure sehr. Unser erhabener Gebieter ist immerzu beschäftigt.
Entschuldigen Sie mich.
Hey! - Zum Prellbock noch mal!
(Ping Pong) Vielleicht kann ich Euch behilflich sein, ehrenwerte Fremdlinge.
Ich bin hier unten!
Wer bist denn du, kleines Kerlchen? - Mein Name ist Ping Pong.
Ich bin das zweiunddreißigste Kindeskind
von Herrn Shu Fu Lu Pi Plu,
dem Oberhofkoch seiner kaiserlichen Majestät.
Ihr verzeiht, aber ich kann es nicht vermeiden.
Ich vernehme das klagende Grummeln Eurer erhabenen Mägen.
Kein Wunder, wir verhungern fast!
Wenn das so ist, wäre es mir eine Ehre,
Euch das kaiserliche Frühstück zu servieren.
Will der Kaiser es nicht essen? - Er isst nur das Brot des Kummers,
aber wir bereiten immer noch Frühstück für ihn.
Womöglich ändert er seine kaiserliche Meinung.
Aber auch heute hat er es nicht angerührt.
Erlaubt mir, es Euch zu servieren. Wartet hier!
Vielleicht kann uns der Kleine zum Kaiser bringen!
Er ist doch noch ein Baby. (Tür öffnet sich knarrend)
(Ping Pong ächzt)
Vergebt mir, ehrenwerter Fremdling, aber ich bin kein Baby mehr!
Ich bin 368 Tage alt,
und ich darf schon in der höfischen Küche mithelfen.
Was bringst du uns da? - Die Köstlichkeiten von Mandala:
(Ping Pong) 100-jährige Eier auf zartem Salat aus Eichhörnchenohren,
kandierte Regenwürmer,
Baumrindenpüree mit geraspelten Pferdehufen.
Ähm, das ist sicher alles ganz hervorragend, aber...
hast du nicht etwas... - ... Einfacheres?
Ja! - Natürlich!
Zartknusprige Heuschreckenbeine an pikantem Maikäfer,
Rohkostsalat oder gesottene Wespennester
mit Schlangenhaut und Öl und Essig Sauce.
♪ zart
Wohl bekomm's!
♪ spannend
(Lukas kaut knuspernd)
Gar nicht schlecht.
Froschaugen und Klößchen aus Ameisen auf Kaviar in Schneckenschleim.
Eine Delikatesse!
Hm?
(Lukas räuspert sich) Hm?
Lecker.
Aber ihr habt nicht zufällig Butterbrote oder einen Käsetoast?
Käse? Igitt!
Vergebt mir, dass es mich schüttelt, ehrenwerte Fremdlinge.
Ist Käse nicht nur verschimmelte Milch?
Wer würde das denn essen?
(beide) Wir!
Ich werde sehen, was ich für Euch beide tun kann.
Moment mal. Wieso isst der Kaiser nur das Brot des Kummers?
Niemand spricht davon.
Der Kaiser persönlich hat ein Schweigegelübde abgelegt,
bis seine geliebte Prinzessin Li Si wieder zu Hause ist.
Sie wurde entführt, stimmt's?
Wer war es? - Piraten, heißt es.
♪ spannend (leise Fanfare)
Ups, es schlägt die Stunde der Grille!
Alle Kindeskinder sollen jetzt ihr Fläschchen bekommen.
Bitte erlaubt mir, mich selbst zu füttern.
Geh nur, kleiner Freund. (Ping Pong nuckelt)
(Tür öffnet sich knarrend)
Jim, wir sollten...
Jim? ♪ spannend
(seufzt)
Gewiss entging es Euren ehrenwerten Ohren,
erlauchte Fremdlinge,
seine Majestät ist beschäftigt. Schert euch fort!
Wir wollen Prinzessin Li Si retten. - Hinfort!
Au. - Halt Freundchen! Hast du den Jungen nicht gehört?
Melde dem Kaiser, Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer
haben wichtige Neuigkeiten von seiner Tochter! - Natürlich!
Wärt Ihr so gütig und entlasst mich aus Euren ehrenwerten Händen?
Dann öffne ich mit Freuden das Palasttor für Euch.
♪ lärmend
♪ drohend
Wen haben wir denn hier?
Den Hauptmann der Palastwache.
Ich soll euch beide auf allerhöchsten Befehl holen.
Gehorchen ist mein Beruf.
Nun, meiner nicht.
Folgt mir!
Was meinst du, Jim, folgen wir ihm?
Wo er uns so nett gefragt hat, klar.
Hm.
♪ militärisch
Euer Hoheit, mein junger Freund und ich...
(Singsang) Sie reden mit...
...dem Oberbonzen seiner kaiserlichen Majestät...
...Pi Pa Po.
(heller Gong) Seine Majestät ist momentan nicht zu sprechen.
Wir haben Zeit.
Wir haben Neuigkeiten von seiner Tochter.
Es sei mir erlaubt zu fragen,
woher, bitteschön, Sie sind?
Wir sind zwei...
... woher Sie sind? - Und was Sie hier wollen?
Haben Sie einen Passierschein? - Oder einen Ausweis?
Ohne Ausweis wissen wir nämlich nicht, ob Sie überhaupt existieren.
(lachen verächtlich)
Ich liefere euch gleich ein paar amtliche Beweise, dass ich existiere!
Ihr wagt es und droht einem kaiserlichen Mandarin?
Hauptmann!
Festnehmen!
Ergreift sie!
♪ drohend
(Schmerzenslaute, Kampfgeschrei)
(Knacken)
♪ fröhlich, treibend
Hä?
Komm her, mein Junge.
Hm.
(Jim) Lukas! (Wache ringt nach Luft)
Ergebt Euch!
Legt sie in Ketten! (Gelächter)
(Pi Pa Po) Ihr seid hiermit der Spionage für schuldig befunden
und zum Tode verurteilt.
Wir haben das Recht auf Berufung.
Richtig, das habt Ihr.
Wir legen Berufung ein!
Ach! Ich bin auch der oberste Richter!
Und mein Urteil lautet...
abgelehnt, Schluss aus!
Kopf abschlagen! ♪ bedrohlich
(Ping Pong) Halt!
♪ feierlich
(Pi Pa Po) Majestät, das sind höchst gefährliche Spione! - (Lukas) Lügner!
Wir wollen als erfahrene Lokomotivführer dienen.
Und die Prinzessin retten! - Mach mal halblang, Jim.
Wer weiß, wo sie steckt.
♪ triumphal Finger weg!
Ihr seid ein Verräter!
Wenn ich dich erwische, zerquetsche ich dich wie einen Wurm!
(Pi Pa Po stöhnt)
Ping Pong, du bist das tapferste Kindeskind, das ich kenne.
Ja.
Eure Hoheit, wer hat Li Si entführt? - (Ping Pong) Pst!
Unser ehrenwerter Kaiser hat ein Schweigegelübde abgelegt.
Bitte folgt mir, meine Freunde, damit Ihr alles erfahrt.
♪ traurig
(Ping Pong) Prinzessin Li Si war plötzlich spurlos verschwunden,
aber dann fanden wir eine Flaschenpost im Gelben Fluss.
Herr Kaiser, bitte nicht weinen.
Selbst die weisesten Menschen konnten die fehlenden Worte nicht ergänzen.
(Jim) Moment mal.
(Jim) Hier.
♪ spannend
(Lukas) Sie hat mehrere Briefe geschrieben. Ist die gleiche Schrift.
(Jim) Übereinandergelegt ergänzen sich die Texte.
Ich wurde von der Wilden 13 entführt
und an Frau Mahlzahn verkauft.
Zusammen mit vielen anderen Jungen und Mädchen.
Wir werden festgehalten in der Drachenstadt.
Die Wilde 13 wollte mich auch an Frau Mahlzahn verkaufen!
Aber wer ist Frau Mahlzahn?
Und wo ist die Drachenstadt?
(seufzt)
Des Kaisers Blüten der Gelehrsamkeit
sollen im großen Thronsaal zusammenkommen!
♪ feierlich
(Ping Pong) Vor Euch seht Ihr die weisesten Männer von Mandala.
Das ganze Wissen unserer Bibliotheken ist in ihren Köpfen.
Fragt sie, was immer Ihr wollt.
Also, erstens, wo liegt diese Drachenstadt?
Und zweitens, wie kommen wir hin? (Trommelwirbel)
(Trommelwirbel endet)
Kein sterblicher Mensch weiß die Antwort auf diese Fragen.
Das geht ja gut los.
(Trommelwirbel)
(Trommelwirbel endet)
Wir vermuten, dass der fragliche Ort
hinter dem rot-weiß gestreiften Gebirge liegt.
Dort entspringt der Gelbe Fluss aus einer tiefen Höhle.
Wo er herkommt, weiß niemand.
(Trommelwirbel)
Oberhofgeograf,
die Karte!
♪ geheimnisvoll
Fährt man durch das westliche Tor,
gelangt man in den Tausend-Wunder-Wald.
Dahinter liegt das rot-weiß gestreifte Gebirge, die Krone der Welt.
Es ist absolut unüberwindlich.
Etwas östlich befindet sich das Tal der Dämmerung.
Es ist von unheimlichen Stimmen erfüllt.
Jenseits davon
liegt eine riesige Wüste, auch Spiegelwüste genannt.
Aber jedenfalls - oder andernfalls -
welchen Falls auch immer -
wird sie "Das Ende der Welt" genannt.
Und wo ist die Drachenstadt?
Äh... ähm...
Die müsste dann also... ähm...
nach Menschenermessen jenseits vom Ende der Welt zu finden sein.
Ja. - Hm.
Jim, alter Junge, willst du das wirklich wagen?
Jemand muss doch die Prinzessin retten!
Wüsten, Berge, Drachen...
Ein Spaziergang wird das nicht. Ist dir doch klar, oder?
Wenn zwei Lokomotivführer das nicht hinkriegen, wer sonst?
Hm. Dann ist es also entschieden.
♪ friedlich (Husten)
(unverständliches Schimpfen)
(Lukas) Mhm, halt das mal.
(Emma tutet)
♪ Chinesisch
(Emma pfeift fröhlich)
♪ abenteuerlustig
(Lukas) Schau mal, der Tausend-Wunder-Wald.
(Emma pfeift, Bremsen quietschen)
(Jim) Das muss das rot-weiß gestreifte Gebirge sein.
(Lukas) Die Krone der Welt.
(Lukas) Um es zu durchqueren, müssen wir durch das Tal der Dämmerung.
Wir müssen ein Stück weiter nach Süden.
(Jim) Siehst du?
Du wirst mal ein richtiger Entdecker!
Aber ich will lieber mal Lokführer werden, so wie du.
Ein Lokführer folgt den Gleisen zu Orten,
die Entdecker schon gefunden haben.
♪ friedlich
(Emma rattert leise)
(Stille)
Was sagten die Blüten der Gelehrsamkeit?
Im Tal hört man unheimliche Stimmen.
♪ angespannt
Ist doch vollkommen still.
(Echo) Ist doch vollkommen still. Ist doch vollkommen still.
Was ist das da?
(Echo) Was ist das da? - Keine Angst. Das ist nur ein Echo.
(Echo verebbt) Keine Angst. Das ist nur ein Echo....Nur ein Echo...
(Steinchen rieseln herab)
(Echo kehrt zurück) Was ist das da.... Was ist das...
Ist doch vollkommen still...
Keine Angst... (Echo hallt immer lauter)
(Echo donnert) Echo.... Echo... Echo... Da... Da... Da...
(Emma wird von Steinen getroffen) Was ist das... Was ist das...
(Emmas Rattern verstärkt das Echo)
(Donnern)
Emma, du musst jetzt schnell sein. Schneller als der Wind!
(Emma tutet aufgeregt)
Emma, psst. Still!
(Donnern und Krachen wird immer stärker)
(Echo hallt bedrohlich) ♪ spannend
(Jim) Ah!
Echo... Echo... nur ein Echo...
Tut mir leid, mein Mädchen.
(Tuten) Jim, halt dich fest!
(Lukas schreit) Ah...
Komm schon, Emma!
(Jim) Los! - Komm, mein Mädchen, komm!
(Lukas) Du schaffst es! Halt durch!
Komm schon, Emma! - Emma, komm!
Du schaffst das, Emmaaaaa!
(Donnern)
(Emma tutet) (beide) Ja haha! - (Lukas) Raus mit uns, Emma!
(Emma tutet, Jim und Lukas lachen) (Jim) Wir haben's geschafft, Lukas!
(Lukas) Emma hat's geschafft, nicht wir.
♪ friedlich
(Lukas) Oder, meine Liebe?
Alles in Ordnung? Emma?
(Emma tutet kläglich)
(Emma tutet schrill)
(Tuten erstirbt)
Oh, Emma.
Meine arme Emma.
Lukas?
♪ traurig
(seufzt)
Ihr Taktierkolben ist hin.
Können wir ihn reparieren?
Nur von Innen, aber...
wenn wir das Wasser ablassen, kommen wir nie wieder weg.
Kann man überhaupt nichts machen?
Eine kleine Chance gibt es schon.
Ist lebensgefährlich. Jemand muss in den Kessel tauchen.
Jemand, der... sehr klein ist am besten?
Jemand, der sehr klein ist.
(seufzt)
♪ spannend
Nein, nein. Das war 'ne dumme Idee.
Wir finden einen anderen Weg. - Aber es gibt keinen.
(Geier krächzt)
Der Bursche wartet darauf, dass wir aufgeben.
Aber wir geben nicht auf!
Was soll ich tun?
♪ angespannt
Du musst die Schraube am Boden des Kessels lösen.
Drei Umdrehungen,
dann kann ich den Taktierkolben einbauen.
(seufzt)
Jim,
viel Glück.
(Geier krächzt leise)
Verschwinde!
Na los, verschwinde!
Jim?
Jim, hast du die Schraube?
Jim, komm da raus!
Jim!
Jim!
Jim, tu mir das nicht an!
Emma, hilf ihm! (Emma tutet) Hilf ihm!
Jim, komm raus, mein Junge!
(Gluckern)
Ich hab sie! - Du hast es geschafft!
Ich hab sie! - Geschafft! Geht's dir gut, ja?
Du hast es geschafft! (Emma tutet)
Alles okay? - Ja! Ja!
Da bist du ja, du kleiner Störenfried! Gut!
Ah, komm her, komm her!
(lacht erleichtert) Oh mein Gott, du hast es geschafft!
(Lukas) Ah! (Emma tutet)
Du bist wieder da! - Ja.
♪ friedlich
Lukas, da!
(Lukas und Jims Fata Morgana) Hallo!
Hä?
♪ unheimlich
Ich glaube, ich drehe langsam durch.
(Emma tutet schief)
Das hat uns gerade noch gefehlt.
Emma ist trocken.
Unmöglich. Eben war sie noch voll mit Wasser.
Wir sind weit gefahren,
und bei der Hitze verdunstet das Wasser in Nullkommanichts.
(Emma tutet zustimmend)
(Geier krächzt)
Lummerland! (Emma tutet aufgeregt)
♪ träumerisch
Und da ist Frau Waas!
(hallend) Jim!
Wann kommst du zurück? (Emma tutet)
Ich bin doch hier! Es tut mir so leid!
Ich hätte nicht weglaufen sollen!
Jim, das ist eine Fata Morgana.
Lass mich los!
Frau Waas! Ich bin hier! - Eine optische Täuschung!
Wenn du da rausrennst, kommst du nie wieder zurück!
(Jim) Aber ich hab sie doch gesehen.
Das hast du dir nur eingebildet, Jim.
(Jim stöhnt)
(Jim) Ich hab Durst.
Ich auch.
Lukas! (Emma pfeift alarmiert)
Jim! Halt! ♪ bedrohlich
(Tur Tur hallend) Hallo! - Halt!
Ihr da!
Bleibt stehen!
Das ist keine Fata Morgana. Lauf, Lukas! Lauf!
Äh... warte, Jim, warte doch! (Jim keucht)
Ich will euch nichts tun!
Das ist ein Trick! Hör nicht auf ihn!
(Jim keucht)
Bitte nicht weglaufen!
Der Kerl will uns nur fangen und aufessen!
Ich bin mir da nicht so sicher. Sieh ihn dir mal genau an!
Ich bin so schrecklich allein,
ich brauche Gesellschaft!
♪ friedlich
(Lukas) Hallo!
Alles in Ordnung. Kommen Sie nur näher.
Die Angst hilft dir nicht weiter. Und weglaufen macht's nur schlimmer.
(Emma tutet überrascht)
(Tur Tur) Ich weiß nicht,
wie ich Ihnen danken soll, dass Sie nicht weggelaufen sind.
Oh, entschuldigen Sie bitte mein schlechtes Benehmen.
Ich heiße Tur Tur.
Mit Vornamen Tur und mit Nachnamen auch Tur.
Und was sind Sie?
Ich... - Sind Sie eine Art Fata Morgana?
Ich bin ein Scheinriese.
Wenn Sie sich von mir entfernen,
werden Sie immer kleiner und kleiner, nicht wahr?
Bei mir ist es genau umgekehrt,
ich werde immer größer und größer.
Was stehe ich hier und rede?
Sie müssen müde sein von der langen Reise.
Bitte folgen Sie mir.
Es wäre mir wirklich eine große Ehre,
Sie in meine bescheidene Oase einzuladen.
Wir können Emma nicht zurücklassen. Ihr ist das Wasser ausgegangen!
(Emma pfeift) Oh, keine Sorge. Davon gibt's in meiner Oase reichlich.
Kommen Sie. Wir holen Ihre Emma später ab. - Na komm.
(Emma pfeift zustimmend)
♪ friedlich
(Wasser plätschert)
(Emma pfeift zufrieden)
(Lukas) Danke für die leckere Mahlzeit.
Jetzt erzählen Sie! - (Jim) Waren Sie immer ein Scheinriese?
Ich wurde so geboren, Herr Jim.
Schon als Kind wollte niemand mit mir spielen.
Nur meine Eltern hatten keine Angst vor mir.
Sie waren sehr liebe Eltern.
Als sie starben,
suchte ich ein Land, wo niemand Angst vor mir hat.
Aber es war überall dasselbe.
Deshalb lebe ich jetzt in der Wüste.
Ich sehnte mich so unbeschreiblich danach,
noch einmal - ehe ich sterbe - mit jemandem reden zu können,
und Sie erfüllten mir diesen Wunsch.
Sie sind die ersten Menschen, die keine Angst vor mir haben.
Immer wenn ich einsam bin,
werde ich an Sie denken.
An Ihre Freunde Jim und Lukas.
Soll das heißen... Ich... Wir sind Freunde?
Ja klar, natürlich.
Natürlich.
Wie kann ich Ihnen je danken?
Zeigen Sie uns den Weg zur Drachenstadt.
Die Drachenstadt ist die Hauptstadt von Kummerland.
(Jim) Kummerland...
♪ spannend
Da haben wir's, Lukas!
Der Briefträger hat Kummerland mit Lummerland verwechselt.
Deswegen hat er mich damals zu euch gebracht. - Ja.
(Tur Tur) Kummerland - das Land der tausend Vulkane.
Es gibt nur einen Weg dorthin -
durch die Region der Schwarzen Felsen.
Hundert Meilen schwarzes, eiskaltes Nichts.
Zeigen Sie uns den Weg?
♪ abenteuerlustig
(Emma pfeift fröhlich)
(Donner grollt) ♪ spannend
(Emma tutet)
(seufzt) Müssen wir da durch?
Es ist der einzige Weg.
Ich sehe keinen.
Das ist das Geheimnis der schwarzen Felsen -
sie sind so schwarz, dass sie alles Licht verschlucken.
Ein falscher Schritt und Sie gefrieren zu Eis.
Links und rechts gähnen tiefe Abgründe,
also kommen Sie besser nicht vom Weg ab.
Am obersten Punkt passieren Sie einen Steinbogen,
den Mund des Todes, wo der Wind stöhnt und pfeift.
Bitte vergesst mich nicht. - Wie könnten wir.
Dankeschön, Herr Tur Tur!
♪ traurig
(schnieft)
Auf Wiedersehen! (Emma pfeift)
♪ abenteuerlustig
(Lukas) Dann mal los, mein Mädchen! (Emma pfeift)
♪ spannend
(Emma tutet)
(Emma schnauft)
Vielleicht sollten wir Emmas Lampen einschalten.
Hab ich längst.
Wie bleiben wir auf Kurs in dieser Finsternis?
Das überlassen wir Emma.
Sie fährt oft durch dunkle Tunnel.
Sie findet einen Weg.
(Stöhnen) Was... was war das?
Jim, wir haben ein Problem.
Wir haben kaum Kohlen. - Wie lange reichen sie? Was meinst du?
Eine Stunde, vielleicht zwei.
(Emma schnauft)
(Rumpeln)
(Emma tutet langgezogen)
(Knirschen und Quietschen)
(Rumpeln und Poltern)
(Emma steht)
(Poltern, Emma protestiert)
Was ist los?
Emma hat den Weg verloren.
(Emma tutet)
(Knistern, Lukas keucht)
Los, fahr weiter, Emma! Das schaffst du schon!
(Emma tutet kläglich) Es geht nicht mehr.
(bibbert) Wir können nicht stehenbleiben.
Wir erfrieren!
Jim! Emma will nicht mehr.
Wir müssen nach draußen gehen!
Emma braucht vielleicht Hilfe!
Das wäre Selbstmord, Jim.
Es ist einfach zu kalt.
Wir müssen doch irgendwas tun!
♪ sehnsüchtig
Ich wette, jetzt scheint die Sonne in Lummerland.
Und Frau Waas backt Kuchen.
Hey Lukas, weißt du noch, wie der duftet?
Die Mandeln, der Honig. Und Marzipan!
Ich liebe Marzipan.
Sie stellt ihn immer zum Abkühlen aufs Fensterbrett.
Das tut sie mit Absicht.
Sie weiß, wie gern du naschst.
Oder glaubst du, sie hat es noch nicht bemerkt?
Ich werde wohl nie wieder davon naschen.
Tut mir leid, mein Freund.
♪ traurig
(Emma pfeift kläglich)
(Emma pfeift erneut)
(Jim atmet hastig)
Jim!
Lukas, schau mal!
♪ friedlich
Emma, du musst mir helfen!
Wenn ich "los" sage,
musst du pfeifen so doll wie's geht, ok? (Emma pfeift)
Auf die Plätze, fertig, los!
(Emma pfeift langgezogen)
(Emma pfeift langgezogen)
Der Dampf gefriert zu Schnee. - Es funktioniert! Mehr!
(Jim) Pfeif weiter!
(Lukas) Durch den Schnee sieht man den Weg.
Jim, du bist ein Genie! (Emma pfeift anerkennend)
♪ unheimlich (Heulen, Stöhnen)
Der Mund des Todes.
Einen Meter weiter und wir wären abgestürzt.
Nichts wie weg hier! (Emma pfeift zustimmend)
♪ treibend
(Emma pfeift ununterbrochen)
(Jim) Noch ein kleines Stück. Danach geht's abwärts.
Juhu, ja!
(Jim) Weiter, Emma! (beide jubeln) Ja!
(schreit vor Freude)
(beide jubeln)
(Jim) Emma!
(Lukas) Emma! - Ja! Wir sind draußen!
(Lukas) Ja! Geschafft!
Ja! - Ah!
(lacht erleichtert) Ah!
Es wird wieder wärmer. - Ja.
Komm raus hier!
(leises Donnern und Brodeln)
♪ bedrohlich
(seufzt) Das muss das Land der tausend Vulkane sein.
Sieht so aus.
(Lukas) Vorsicht! (Emma pfeift aufgeregt)
Da!
Da gibt's Deckung. Rein da! Emma, pass auf dich auf!
(Lukas) Oh!
(Nepomuk mit tiefer Stimme) Wer wagt es, die Ruhe eines Drachens zu stören?
Nicht bewegen, Jim! - (Nepomuk) Flieht, solange ihr könnt,
sonst werde ich euch mit Haut und Haaren...
(hustet)
(quäkt) Mist.
(quäkt) Ich bin der grausamste, schrecklichste, blutrünstigste Drache,
den es je gab!
Hallo!? Ich sagte, ich bin der grausamste, schrecklichste...
Ja, wir haben es verstanden.
Oh, ihr habt keine Angst vor mir?
Äh, sollten wir denn?
Oh, welche Schmach!
Welche Schande!
(ringt nach Luft) Nicht mal Menschen halten mich für einen richtigen Drachen.
Was für ein Unglückstag!
Wer sagt, dass du kein richtiger Drache bist?
Die reinrassigen Drachen lassen mich nicht in die Drachenstadt,
nur weil meine Mutter ein Nilpferd war, und ich ein Halbdrache bin.
Ein Nilpferd?
Na ja, mein Vater war ziemlich kurzsichtig.
Die richtigen Drachen sagen, ein Halbdrache ist zu nichts nutze.
Vielleicht haben die recht.
Ich kann nicht mal meinen eigenen Vulkan zum Brennen bringen!
Lass mal sehen!
Lokomotivführer sind Experten für Feuer!
Von mir aus.
Aber wenn das ein Trick ist,
dann werde ich euch... Ich werde euch... Ich, äh... nicht so wichtig.
Der Ofen ist da drüben. Ich bin übrigens Nepomuk.
Hübsch hast du's hier. Sehr hübsch.
Ah, nett von dir.
Aber wo ist dein Bett?
Ich schlafe auf meinem Kohlebett,
da bin ich gleich vollgeschmiert.
Menschen waschen sich, Drachen schmieren sich voll. Genau umgekehrt.
Versteht ihr? (lacht) Nein?
Ähm... - Äh...
Äh, ich hoffe, du weißt, was du tust. Oh!
(Nepomuk) Na?
(Nepomuk) Oh, das hört sich aber nicht gut an.
Ich sehe das Problem. - Problem?
Der Durchzug ist verstopft. - Der Durchzug?
Hol mir mal Werkzeug. - Oh...
(Klappern)
Was war das für ein Geräusch?
Muss das so grob sein?
Macht mir nichts kaputt, Leute.
Hast du's repariert?
(ächzt) Jetzt ist er gerichtet. - Ah!
Deine Luftzufuhr war blockiert. - Oh je.
Dein Schornstein war verstopft. - Was war kaputt?
Wer war gestört? Oh!
Mein Vulkan brennt wieder! Oh, vielen, vielen Dank!
Ihr habt hart gearbeitet, habt ihr einen Wunsch?
Vielleicht etwas Lava? - Äh, das wär' sicher sehr hübsch.
Wir wären aber schon mit etwas Kohle für Emma zufrieden.
Kohle?
Nehmt nur, ich hab genug davon.
Nepomuk, wir wollen in die Drachenstadt rein.
Kannst du uns den Weg zeigen?
Sehe ich wie ein Verräter aus?
Ich darf euch den geheimen Eingang nicht verraten, unmöglich!
Wir... Wir Drachen halten zusammen! Allein die Frage ist unverschämt.
Andererseits... äh, ihr habt mir geholfen.
Und die Drachen im Kummerland sind schon sehr gemein zu uns Halbdrachen.
Überredet, ich mach's! Ihr seid ganz schön überzeugend!
Das war nicht leicht.
Ich bin eben ein harter Brocken.
Habt ihr den hohen Vulkan draußen gesehen?
Darin liegt die Stadt der Drachen!
Sie ist riesig!
Tausende Drachen wohnen dort,
seit es auf der übrigen Welt für sie zu gefährlich ist.
Und wie kommt man hinein?
Es gibt nur einen Eingang, der immer bewacht wird.
Die Drachen lassen nur richtige Drachen hinein.
Wie sieht so ein richtiger Drache aus?
Er muss Feuer speien und darf keinem Tier ähnlich sehen!
Er muss ganz schrecklich und fürchterlich sein, ungefähr so:
(schmatzt)
(rülpst laut) So, festhalten!
(versucht ohne Erfolg zu brüllen)
Oder so: (versucht erneut, zu brüllen)
Aufhören! Du machst einem ja Angst!
Echt? - Ich mache mir gleich in die Hose!
(kichert geschmeichelt)
Emma speit auch Feuer und Rauch,
aber sie ist nicht halb so schrecklich wie du.
Wirklich? Ganz ehrlich?
Außer, wir verkleiden sie!
Au ja, ich liebe Verkleiden! (kichert)
♪ abenteuerlustig
(ächzt)
(Nepumuk stöhnt)
Ja. So, fertig.
(Nepumuk ächzt und lacht)
(ächzt)
(Emma pfeift)
Oh, wow!
Ich verschwinde besser, bevor mich die reinrassigen Drachen sehen.
Viel Glück!
(Jim) Hey, Nepomuk! - Ja?
Du bist der allerschrecklichste, Furcht einflößendste Halbdrache.
Echt? Danke!
(jauchzt)
Na, mein bezauberndes Drachenmädchen,
jetzt sind wir in deinen Händen. (Emma tutet)
(Emma rattert los)
♪ spannend
(Lukas liest) Achtung!
Der Eintritt ist nicht reinrassigen Drachen bei Todesstrafe verboten!
♪ unheimlich
(Grimmbart stöhnt und ächzt)
(Grimmbart) Wer ist da?
♪ drohend
(Emma tutet)
(Grimmbart ) Ah...
(Grimmbart lacht anzüglich)
(Grimmbart umrundet Emma)
(Grimmbart seufzt)
(Grimmbart) Ah...
Hm... (Grimmbart lacht)
(Grimmbart schnaubt)
(Emma tutet)
Oh,
du hast aber ein Paar schöne, glänzende Augen!
(Emma tutet, Grimmbart lacht) Hahahaha!
Was für eine Stimme!
(atmet tief ein) Und welch ein herrlicher Gestank!
Du gefällst mir!
Sag mir, wo du wohnst!
Meine Wache ist bald beendet,
dann gehen wir spazieren,
was sagst du dazu, hm? (Emma tutet zittrig)
Hm, wohl schüchtern, was?
Gesprächig bist du nicht gerade.
(Rumpeln, Emma tutet)
(Rumpeln, Emma tutet)
Du bist wohl was Besseres, hä? (Emma tutet)
Mach, dass du weiterkommst, du freche Echse!
(Lukas flüstert) Ja.
(Grimmbart) Uh, schade.
Wirklich sehr knackig.
Hm!
♪ unheimlich
(Jim) Alte Straße,
Nummer 133.
(Fauchen, Krächzen)
Ich sehe hier nirgendwo Kinder-
noch nicht mal Drachenkinder.
(Lukas) Deshalb nennt man es Kummerland.
Da ist es:
Alte Straße!
(Emma schnauft)
(Stille)
♪ spannend
(Lukas liest) Frau Mahlzahn. Gefälligst drei Mal klopfen.
Besuch unerwünscht.
(Frau Mahlzahn) Du da!
Worauf wartest du? Nun sag mir...
Wie viel ist sechs mal acht?
(Eskimo) Sechs mal acht... das ist...
Zweiundvierzig?
(Frau Mahlzahn) Ach! - Au!
(Frau Mahlzahn) Setzen!
Sechs!
Jetzt du,
Nummer Sieben!
(Ketten klirren)
Los!
Sechs mal acht!
Sag es!
(stottert) Äh... das...
ist...
Hmmm?
Beeil dich ein bisschen!
Prinzessin Li Si! Das ist sie!
(Frau Mahlzahn rollt das R) Wer flüstert da?
Habe ich dir gesagt, du sollst aufhören?
Nummer Sieben?!
(Japaner) Jetzt weiß ich's!
Fünfunddreißig?
Ah! Dummes Kind! (Japaner schreit auf)
Nummer Acht!
Komm an die Tafel und sag uns
die richtige Antwort!
Los!
Wir warten!
Sechs mal acht ist achtundvierzig!
Und wenn ich dir sage,
dass es vierzig ist?!
Dann ist es trotzdem achtundvierzig!
Du kommst dir wohl sehr schlau vor, was?
(Frau Mahlzahn atmet aus)
Hast du etwa schon vergessen,
was du gelernt hast?!
Sag mir,
wer sind die Oberherren der Schöpfung?
Die Drachen?!
Glauben Sie das wirklich?
Natürlich!
Dann liegen Sie falsch!
Die Oberherren der Schöpfung
sind... die Kakerlaken.
Sie überleben Katastrophen und Feuersbrünste,
und auch noch die Drachen! Ist mir egal, was Sie sagen!
Frech bist du!
Ich hab genug von deinem Hochmut!
Das muss bestraft werden!
Ja!
Halt! - (Flüstern) Wer ist das?
(stöhnt)
Wer ist das?
Wie kannst du es wagen?
Wer bist du?
Ich bin Jim Knopf.
Ich will Prinzessin Li Si retten
und alle anderen Kinder auch! (aufgeregtes Flüstern)
Ruhe!
Ihr denkt wohl, weil ihr Kinder von Menschen seid,
seid ihr etwas Besseres?!
Ihr glaubt, ihr könnt uns überall verdrängen,
uns jagen, uns vernichten!
Aber wir Drachen sind viel klüger und stärker als ihr!
Wo kommst du her, mein Junge?
(schnuppert) Ah!
Hmmm!
Und wer sind deine Eltern?
Ich weiß es nicht.
Ich wurde als Baby in einem Paket verschickt an eine... Frau Mahlzahn.
Ich bin Frau Mahlzahn!
Ich habe dich für einen fürstlichen Preis von der Wilden 13 gekauft!
Aber meine Ware habe ich nie erhalten!
Ich wurde also entführt!
Wo bin ich hergekommen?
Wer bin ich?
Und wo ist meine Familie?
Niemand bist du!
Du gehörst mir!
(Kinder) Pass auf! ♪ spannend
(Frau Mahlzahn) Ah! Na, warte!
(schreit) Wo bist du? Wo bist du?
(Jim) Hey!
Bleib stehen!
Du kommst nicht weit!
(schreit wütend) Ahhr!
(Kinder) Beeil dich, du schaffst das, schneller!
Li Si, komm, beeil dich, schnell!
(Frau Mahlzahn) So, mein Kleiner,
hier endet deine Reise.
(Kinder) Li Si, hier! Komm!
Li Si, beeil dich.
Was macht ihr da?
Zurück auf eure Plätze!
Das darf doch nicht wahr sein!
(Brille zerbricht)
(Frau Mahlzahn) Ahrrgh! Nein, ohhh!
Oh, nein! Wartet ab, ihr...
Lukas! - (Frau Mahlzahn)... Bande!
♪ spannend
Ha! Ihr glaubt wohl, ihr könntet entkommen,
ha?!
(Emma tutet) (Mahlzahn) Ahhh!
(Schmerzenslaut)
Au! (Emma tutet)
(Kinder jubeln) Ja!
Ha! (Emma pfeift fröhlich)
(bayrisch) Do legst di nieder, a Dampflock!
Kreizsacklzement, des is a Schau!
Was hat der gesagt?
♪ friedlich
Wir müssen sie fesseln, ehe sie aufwacht!
Hier! Unsere Ketten!
Gute Idee.
(Ächzen, Gemurmel)
Hier komm, nimm mal!
Fester!
(Ächzen, Gemurmel)
Wo hast du die Flaschenpost, an deinen Vater reingeworfen?
In den Gelben Fluss hinter unserer Schule.
Wenn die Flaschenpost bis nach Mandala kommt,
schaffen wir das auch!
Und was machen wir mit Frau Mahlzahn?
Sie wird Alarm schlagen.
Keine Sorge,
die alte Schachtel möchte sicher die Welt sehen.
(quiekt)
(Kinder lachen)
♪ abenteuerlustig
(Frau Mahlzahn stöhnt)
(Frau Mahlzahn quiekt und stöhnt)
♪ spannend
(Jim) Schnell, schnell!
(Jim) Kommt schon!
(Emma stampft)
(Drache krächzt heiser)
(Emma pfeift aufgeregt)
Festhalten!
(Jim) Emma, komm schon Emma!
(Drache brüllt laut)
(Lukas) Achtung, runter mit euch! (Drache brüllt)
(Kindert) Ah! (atmen hastig)
Alles in Ordnung da oben?
(Kinder) Ja. (lachen erleichtert)
♪ märchenhaft
Wow!
Du siehst ja aus wie ich!
Von wo kommst du?
Aus dem Land der Löwen und Elefanten.
Wie wurdest du gefangen?
Ich schwamm im Meer,
als ein riesiges Piratenschiff vorbeikam.
Ich hatte es kaum entdeckt,
da warfen sie mir schon ein Netz über den Kopf.
(Indianerin) Ich angelte in meinem Kanu, als mich die Piraten fingen.
Ja, furchterregende Piraten!
(Emma pfeift warnend) Festhalten, es wird ungemütlich!
♪ spannend (Emma pfeift)
Ahhhh!
(Kinder schreien)
(Frau Mahlzahn stöhnt)
(jammert)
(Lukas jubelt) Jaha!
Wir haben es geschafft!
Nächster Halt Mandala! (Kinder jubeln) Ja!
(Emma tutet fröhlich)
♪ abenteuerlustig
(Vögel zwitschern, leises Schimpfen)
♪ traurig
(seufzt)
(Tür wird geöffnet)
(Li Si) Papa?
♪ sanft
Papa! (Gemurmel)
Li Si!
Li Si! Li Si...
Li Si!
Meine kleine Li Si!
Meine Li Si ist wieder da!
Li Si!
(schnieft)
Seine Majestät spricht! Hurra!
Er spricht wieder!
(Jim) Ping Pong, wie siehst du denn aus?
Seine Majestät hat mich befördert zum Oberhofbonzen!
(Li Si) Papa, Jim hat uns befreit!
Wie kann ich dir je dafür danken?
Er könnte mich heiraten!
Seid ihr nicht etwas zu jung dafür?
Sie können ja später selbst entscheiden. - Großartige Idee!
Also gut.
Aber vielleicht möchtest du ja mit meinen Puppen spielen?
Ja, natürlich.
Ich hab über 1000,
und ich muss dir jede Einzelne vorstellen!
(Kaiser) Meine lieben Kinder.
Das Glück kehrt zurück in unsere Herzen.
Gewiss wollt ihr zu euren Familien,
die euch sehr vermissen.
Hauptmann!
Den Kindern steht die kaiserliche Flotte zur Verfügung!
Bringt ein jedes zurück in sein jeweiliges Heimatland.
(Kinder jubeln) Ja!
(unverständlich)
Ehrenwerte Freunde, Ihr müsst sofort mitkommen, schnell!
Was ist denn passiert? - Der Drache...
Die Blüte der Gelehrsamkeit glaubt, dass er im Sterben liegt.
(Kinder) Sie stirbt? Habt ihr gehört, Frau Mahlzahn stirbt.
♪ friedlich
Sieh mal, Lukas.
(sanfte Stimme) Danke.
Danke wofür?
Dafür, dass ihr mich besiegt habt,
ohne mich zu töten.
Niemand, der böse ist,
ist dabei besonders glücklich, müsst ihr wissen.
Wir Drachen sind nur böse,
damit jemand kommt und uns besiegt.
Das geschieht nur alle tausend Jahre,
und dann beginnt etwas Wunderbares.
Sie werden doch nicht etwa sterben?
Nein, bitte, Sie sollen nicht sterben!
Sorgt euch nicht.
Ich verwandle mich
in einen goldenen Drachen der Weisheit,
der alle Rätsel und Geheimnisse kennt.
Bald schon
werde ich in einen tiefen Schlaf fallen.
Niemand darf mich in dieser Zeit berühren.
Nach einem Jahr
werde ich erwachen.
Dann werde ich neugeboren sein.
Äh, Frau Mahlzahn, beantworten Sie mir noch eine Frage,
bevor Sie einschlafen? Bitte!
Ich bin so müde!
Aber vielleicht eine letzte Frage...
(seufzt)
Frag sie, Jim! Du hast es dir verdient!
Frau Mahlzahn, verraten Sie mir bitte,
wie Lukas, Emma und ich zusammen in Lummerland bleiben können?
Jim, du wolltest doch immer wissen, woher du kommst.
Jetzt ist deine Gelegenheit. - Beantworten Sie bitte die Frage!
Stecht bei Sonnenuntergang in See.
Am zweiten Tag eurer Heimreise,
werdet ihr um 12 Uhr mittags
auf dem Punkt 321 Grad westlicher Länge
und 123 Grad nördlicher Breite
einer schwimmenden Insel begegnen.
Aber beeilt euch,
sonst treibt sie vorbei,
und ihr werdet sie nie mehr finden.
Verzeiht mir, das Wasser des goldenen Flusses
hat mein Feuer ausgelöscht.
Ich bin so schrecklich...
müde.
♪ märchenhaft, flirrend
♪ friedlich
(Jim) Frau Waas! Frau Waas!
Ach, Jim,
ich höre deine Stimme so oft in meinen Träumen,
jetzt höre ich dich sogar, wenn ich wach bin.
(Jim) Ich bin's! Frau Waas! Jim!
(Lukas) Frau Waas! Wir sind wieder da!
Frau Waas! Ich bin's, Jim!
Jim!
Jim.
König Alfons, Herr Ärmel! Sie sind wieder da!
Aaaah... eine Invasion!
Ein Angriff! (Emma pfeift) Alle Deck an Mann!
Jede Pflicht muss für Lummerland ihre Einwohner tun!
Eure Hoheit! Der Kaiser von Mandala ist auf Staatsbesuch hier.
Staatsbesuch? - Mhm.
Hm?
Oh ja, meine Krone
und mein Zäpfchen, äh Zepter!
(ächzt)
Komm her! (Jim seufzt glücklich)
(Frau Waas) Wie schön, ihr seid wieder da!
Macht Platz für seine königliche Hoheit!
(König Alfons) Lukas, Jim, Emma! (Emma pfeift)
Könnt ihr mir jemals verzeihen?
Aber natürlich Hoheit! Ich vergebe Euch.
Und Jim und Emma auch. (seufzt erleichtert, Emma pfeift)
Ach, du lieber Himmel!
Was für eine Art, äh, Territorialzuwachs ist das denn?
Eine schwimmende Insel!
Der goldene Drache der Weisheit zeigte sie uns.
Ah ja, ja natürlich.
Eure Majestät,
erlaubt mir, Euer Königreich um diese Insel zu erweitern.
Lieber Lukas, diese Erlaubnis wird dir herzlichst gestattet.
Hm.
Dann nenne ich mich in Zukunft König von Lummerland
und Neulummerland. - Hoch, hoch, hoch!
Majestät, der Kaiser von Mandala und seine Tochter, Prinzessin Li Si.
Wie? - Kaiser von Mandala.
Aaah, oooh.
Wunderschön habt Ihr es hier, König Alfons.
Für Euch Alfi.
Darf ich Euch und Eure bezaubernde Tasse Tee auf eine Tochter einladen?
(räuspert sich)
Nein, äh, auf ein Stück Schloss in meinem Kuchen!
Nichts lieber als das!
Kommen Sie doch einfach.
(bewundernde Ausrufe)
Peng Peng! - Peng! - Ja, Peng Peng. - Oh!
Vivat, vivat, vivat!
(Lukas lacht)
Als der Kaiser abreiste, blieb Li Si noch zu Besuch auf Lummerland
und wohnte bei König Alfons.
Das war etwas eng, aber das machte nichts.
Die kleine Prinzessin mochte Lummerland nämlich schrecklich gern.
(Kichern)
(Li Si räuspert sich)
Ah...
(lacht leise)
♪ sanft
Zack!
Oh! (Gelächter)
(stöhnt)
(Emma pfeift)
Schneller! (Emma pfeift)
Vier Wochen vergingen wie im Fluge,
dann wurde es Zeit, Abschied zu nehmen.
(Jim) Auf Wiedersehen!
(Li Si) Komm mich bald besuchen!
(Kaiser) Wiedersehen - (Li Si) Bis bald! - (Kaiser) Ja, bis bald! Macht's gut.
(Lukas) Nicht traurig sein, alter Junge.
Von jetzt an kommt das Schiff doch regelmäßig.
Jim,
schau doch mal nach Emma, ja?
Hm?
(Emma schnauft leise)
Alles in Ordnung, Emma? (Emma tutet)
(leises Schnaufen)
(zartes Tuten)
Lukas! Sieh dir das an!
Eine kleine Emma!
(schiefes Tuten)
Wieder so eine kleine Wunderlichkeit.
Keine Angst, sie beißt nicht. (Schnaufen)
♪ sanft
Bald ist sie so groß wie Emma und braucht einen Lokomotivführer.
Hast du einen Namen für sie?
Molly. (Molly pfeift)
Ja, finde ich gut. M... wie Molly. (Molly pfeift)
(Emma tutet begeistert)
(Möwen schreien)
♪ friedlich
Glaubst du, wir erleben noch mal so ein Abenteuer?
Irgendwann sicher.
Jim? - Ja, Lukas?
Warum hast du Frau Mahlzahn nicht gefragt, was du wissen willst?
Weil ich die Antwort schon kenne.
Ihr seid meine wahre Familie.
Und Lummerland ist meine Heimat.
Und so kehrten wieder Glück und Frieden ein auf Lummerland,
unserer kleinen Insel mit den zwei Bergen.
Und Jim und Lukas waren sich einig darüber,
dass es bald wieder eine große Fahrt ins Ungewisse geben würde.
Denn es gab noch viele Rätsel, die sie erforschen mussten.
♪ abenteuerlustig
♪ spannend
♪ verklingt
♪ abenteuerlustig
♪ verklingt
♪ friedlich
♪ verklingt
(Emma pfeift zum Abschied)
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