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Original subtitles

Was hülfe es dem Menschen,

wenn er die ganze Welt gewönne, und nähme an seiner Seele Schaden -

Markus 8:36

Los, komm!

Drusilla, Geliebte...

Es gibt mich seit der Morgendämmerung der Menschheit.

Und es gibt mich weiter, bis der letzte Stern vom Himmel fällt.

Ich bediene mich zwar des Körpers und der Seele des Gaius Caligula,

also bin ich Mensch. Und bin doch kein Mensch.

Deshalb kann ich nur eins sein: nämlich ein Gott.

- Wie machst du das eigentlich mit Marcellus? - Was meinst du?

Wo der doch so fett ist, das ist doch ein Scheusal.

Gar nicht wahr. Er ist nur sehr groß.

Aber da, wo's drauf ankommt, ist er sehr klein.

- Woher willst du das wissen. - Ich sah ihn doch in den Thermen.

Arme, arme Drusilla.

Ob du dich da nicht getäuscht hast?

- Halt! Kein Zutritt. Dein Name? - Macro!

- Parole? - Gerechtigkeit.

Prinz?

Bitte um Vergebung, Prinz.

Der Kaiser befiehl, eine Aufwartung zu machen.

- Was will er von mir? - Dich vielleicht noch mal sehen.

- Er hat nicht mehr lange zu leben. - Möge er unsterblich werden.

- Wie geht es Ennia. - Meine Frau lebt nur noch für den Tag,

an dem sie dich wiedersehen darf, Prinz.

Warte draußen auf mich.

- Will er mich umbringen lassen? - Caligula, sei auf der Hut.

Bete zu Isis für mich.

Ich komme nach, so schnell es geht.

Ich hätte nicht mitkommen sollen, Macro.

Er hat doch irgendwas vor mit mir.

Du hast nichts zu befürchten. Schließlich bin ich Kommandant der Prätorianer-Garde.

Bei Tiberius muss man auf alles gefasst sein.

Vor Nerva nimm dich in Acht. Es heißt, er kann Gedanken lesen.

- Nerva! - Prinz. - Lieber, alter Freund.

Seit zehn Jahren versteckst du dich hier mit dem Kaiser in der Provinz.

Ich fände es auch richtiger, ginge er nach Rom zurück, wo er hingehört.

Ganz meine Meinung. Und wie geht es dem Kaiser?

- Er ist alt geworden, genau wie ich. - Ich meine, wie ist seine Stimmung heute?

- Genau wie das Wetter. - Das Wetter ist doch sehr schön heute.

Schlägt bald um.

Im letzten Monat wurden sieben meiner Freunde aus dem Senat hingerichtet.

- Wegen Hochverrats. - Neun, um es genau zu sagen.

Fünf davon haben sich gedrückt und sich selbst umgebracht.

So etwas ist doch einfach unanständig.

Meinst du nicht auch, Nerva?

Sie waren alle Ehrenmänner.

Wenn sie Ehrenmänner waren, wie konnte ihr geliebter Tiberius sie dann verurteilen?

Noch immer mit Logik begabt, Prinz?

Caligula.

- Ich freue mich, dass es dir gut geht, Großvater. - Los, führ deinen Tanz auf, Kleiner.

- Meinen Tanz? - Ja, den du vor den Legionen tanztest,

als dein Vater dich zu deren Maskottchen machte. Los jetzt!

Caligula, das Stiefelchen.

Ich habe vergessen, wie er ging.

Bitte tanz für mich. Tu mir den Gefallen und tanze.

Tanze!

Kommt her, meine Fischchen.

Fischchen.

Na, was ist? Ihr kleinen Fischchen. Kommt rein!

Ins Wasser mit euch!

Schluss damit!

Alle kleinen Fische: Raus aus dem Wasser!

Das reicht für heute!

- Caligula! - Ja, mein Gebieter?

Was erzählst du für schreckliche Dinge über mich in Rom?

Wie ich höre, betest du oft, dass ich bald sterbe.

- So etwas täte ich niemals. - Nein?

Bei den Göttern, ich schwöre dir, das ist die Wahrheit.

Die Wahrheit ist, dass du es heimlich tust.

- Nicht einmal heimlich. - Halte dir eins vor Augen.

Ich ließ dich am Leben.

Vorläufig jedenfalls.

Meine kleinen Fische lieben mich.

Sie sind unschuldig, weißt du?

Und ich beschütze ihre Unschuld.

Es ist das Mindeste, was ich für sie tun kann. Weil nämlich die Welt zum Himmel stinkt.

Verschwindet jetzt!

Nerva lässt kein Auge von uns.

Hilf mir, Nerva. Wir müssen aus diesem Barbaren einen römischen Cäsaren machen.

Es gab bisher nur drei Cäsaren: Julius, Augustus und dich, Herr!

- Welchem dieser Vorbilder soll er gleichen? - Dem Besten.

Also deinem Vater Augustus.

Siehst du, so werde ich hier ganz offen beleidigt.

Nerva, alter Freund. Hüte dich vor Macro, wenn ich tot bin.

Ich weiß. Macro hasst mich.

Ja, weil du zu klug bist.

Und außerdem viel zu anständig.

Also, wenn ich erstmal tot bin, nimm dich in Acht vor Macro.

Ich habe schon die notwendigen Schritte eingeleitet.

Ich frage mich, wie die wohl aussehen...

Der Himmel soll Rom beschützen!

Wenn ich's nicht mehr kann.

- Ich bin alt. - Du und alt? Nein, du wirst ewig leben, Herr.

Alle Verwandten sind tot, bis auf dich, den kleinen Gemellus

und diesen Claudius, deinen Onkel.

Meine ganze Familie hinweggerafft vom Schicksal.

Nur das Schicksal steht über uns, keine Götter im Himmel oder auf Erden, Stiefelchen.

Bist du nicht auch ein Gott, Herr?

Nein... Ich bin nämlich kein Gott!

Nicht einmal nach meinem Tode.

Julius und Augustus Cäsar sind doch aber Götter?

Das behauptet der Senat, weil die meisten Menschen gerne an solchen Unsinn glauben.

Solche Märchen sind manchmal ganz nützlich.

Nun sieh mal einer an. Caligula, das Stiefelchen.

Ja, Cäsar?

Es vergnügt mich, eine giftige Viper an den Brüsten von Rom zu nähren.

Onkel...

Caligula, was meinst du? Ist dieser Mann da als Wache betrunken?

- Ich würde sagen, ja. - Ich auch.

- Macro? - Ja.

Gieß ihm ordentlich ein. Und dass er ja alles bei sich behält.

Gib mir einen von deinen Schuhriemen.

Was erzählt man sich in Rom eigentlich alles so über mich?

Man würde euch dort brauchen. Man vermisst euch.

Ich opferte mein ganzes Leben Rom und den Römern.

Ich habe gekämpft. Ich habe mein Bestes getan.

- Ist das hier nicht eine Pracht? - Ja, Herr.

Sie stammt aus Syrien.

Und...

Und diese Nymphe hier kommt aus... Wo kommst du her?

- Aus Britannien. - Aus Britannien, was sagst du jetzt?

- Das sind sozusagen sprechende Standbilder, ja? - Ja, ja.

Die reden nicht bloß, die handeln auch!

Was hast du lieber? Nymphen oder Satyre?

- Ich mag eigentlich beide ganz gern. - In dem Punkt darf man nicht einseitig sein.

Hörst du? Sonst schadet man nur der Gesundheit.

Rom ist eine Republik, und wir beide sind nur Bürger unter Bürgern.

Etwas mehr Begeisterung, bitte!

So geht das schon eher.

Der da ist mein bester Deckhengst.

Wir müssen dem Staate dienen, Caligula.

Auch wenn die Bürger dieses Staates bloß ein Haufen Bestien sind.

- Aber sie lieben dich doch, Herr. - Aber nein.

Nein, sie fürchten mich.

Und das ist auch besser so.

Ich habe mich nie frei entscheiden können, verstehst du?

Mir blieb nie eine Wahl.

Das begreife ich nicht.

Ich wollte immer nur wie ein bescheidener Bürger leben.

Glaubst du, ich wollte Cäsar werden? Mir blieb keine Wahl.

- Wieso nicht? - Wäre jemand anderer Kaiser geworden,

hätte er mich umbringen lassen.

So wie man dich umbringen wird.

Mich umbringen...?

Großvater!

Glaubst du das wirklich?

Wärst du nicht mein Erbe, wärst du bestimmt schon tot.

Als Rom noch ein Stadtstaat war, waren wir alle nur einfache Bürger.

Alle kannten sich mehr oder weniger, verstehst du?

Die Menschen waren bescheiden, anständig, hatten Disziplin und vor allem Würde!

Die Römer, über die ich herrsche, sind nicht mehr die Römer von früher.

Sie sind geil geworden. Geil auf Macht.

Auf Vergnügungen, auf Geld, und vor allem auf die Weiber ihrer Nachbarn!

Oh ja, tief in meinem Herzen bin ich ein echter Moralist.

Und so sittenstreng wie sonst nur Kato.

Mein Schicksal macht mich zum Regenten über Schweine.

Also wurde ich auf meine alten Tage zum Schweinehirten.

Was meinst du, Caligula. Ob der Bursche jetzt voll ist?

- Ich würde sagen, er hat jetzt genug, Herr. - Denke ich auch.

Nun ist er glücklich.

Homer... Den kennst du natürlich wieder nicht.

Bist ja bloß im Feldlager erzogen worden.

Zum Schweinehüten reicht's.

Cäsar, der Senat schickt diese Unterlagen zum unterzeichnen.

Her damit.

Die Kandidatenliste für die Tapferkeitsauszeichnung.

Ich, Tiberius Cäsar, im Namen des Senates und des Volkes...

...von Rom...

Neue Steuerordnung für Kleinasien, Retien und Gallien.

Ich, Tiberius Cäsar, im Namen des Senates und des Volkes von Rom.

Senator schuldig des Hochverrats.

Im Stillen denkt jeder Senator, er wäre der kommende Cäsar.

Daher ist automatisch jeder Senator des Hochverrats schuldig.

Jedenfalls in seinen Gedanken.

Der Senat ist der natürlich Gegenspieler aller Cäsaren, Stiefelchen.

Das vergiss nie. Da! Alles Verräter.

Verräter!

Die sind zu allem imstande. Sie billigen ein Gesetz, bevor ich's überhaupt gemacht habe.

Und was ist, wenn diese Gesetze von einem Verrückten stammen?

Ratloses Schweigen. Das sind geborene Sklaven, vergiss das nicht, Gemanicus.

Ich bin nicht Germanicus, Herr. Ich bin sein Sohn, Caligula.

Allerdings. Und unter einer Decke mit Macro.

- Er ist dir treu ergeben, Herr. - Und unter einer Decke mit Macros Frau.

- Ist sie eigentlich was wert im Bett? - Diese Frage stell doch lieber Macro.

- Sie sieht sehr appetitlich aus. - Und wie ist es mit deiner Schwester Drusilla?

Meine Schwester ist meine Schwester, Herr.

Du siehst, ich weiß alles, was getan, gesagt und gedacht wird.

Die untergehende Sonne und der aufgehende Mond.

Gemellus, mein hübscher Junge.

Zu jung, um mich zu verraten. Wer weiß? Vielleicht nicht zu jung.

Gibst du deinem Großvater keinen Kuss?

Ja, mein einziger noch lebender Enkel.

- Ich bin doch aber auch dein Enkel, Cäsar. - Bloß durch Adoption.

Dieser Junge hier ist der Letzte von meinem eigenen Fleisch und Blut.

Armer Kleiner, was soll bloß aus dir werden, Gemellus.

Er ist für mich wie ein Bruder.

Bruder, weißt du nicht, was das in unserer Familie heißt?

Der Bruder tötet den Bruder, der vorher den Vater ermordet hat.

Den Mörder seines Sohnes. So spielt das Schicksal. Trink, Caligula.

Nach dir, mein lieber Bruder Gemellus.

Mein armer Junge. Wenn ich einmal nicht mehr bin,

wird Caligula dich umbringen.

Und danach bringt irgendjemand Caligula um.

Es sei denn, dass Caligula noch vor mir stirbt.

Es ist nicht gerade gut um dich bestellt, mein Junge!

Ich, Caligula Cäsar,

bestimme im Namen des Senates und des Volkes von Rom.

Der Bruder tötet den Bruder, der seinen Vater getötet hat.

Den Mörder seinen Sohnes. Schicksal...

Und dann wird irgendjemand Caligula umbringen!

Ich weiß genau, er wird mich töten.

Sei ganz ruhig, bei mir bist du sicher.

Er wird uns töten lassen, genauso wie er Vater umgebracht hat.

Und Mutter. Und unsere Geschwister.

Ich werde mich nicht einfach umbringen lassen.

Er wird sich hüten. Sei ganz unbesorgt.

Du bist sein einziger Erbe.

Ja, schon. Nur sind da noch Gemellus,

und Claudius.

Gemellus ist zu jung und Claudius ein Idiot.

Und Tiberius ist alt. Du wirst sein Nachfolger werden.

Bald.

- Ich mache dich zu meiner Königin. - Du kannst deine Schwester nicht heiraten.

- In Ägypten darf man das. - Wir sind hier nicht in Ägypten.

Und außerdem bist du schon vergeben.

Ich weiß. An Ennia.

Das ist doch bloß ein Vogel.

- Mein Prinz? - Was gibt's denn?

Meine Frau.

Ennia!

Caligula, du bist doch ein Mann. Dann benimm dich auch wie ein Mann.

Folge deiner Bestimmung und nimm dein Schicksal selbst in die Hände.

Also greif zu. Mit beiden Händen.

Wie konntet ihr zulassen, dass er sowas macht?

Verbindet ihm die Handgelenke!

Verbindet ihm die Handgelenke!

Du darfst nicht gehen, darfst mich nicht verlassen. Du bist mein einziger Freund.

Ich habe schon zu lange gelebt. Ich hasse mein Leben.

Hört auf zu heulen! Waschweiber.

Ein Mensch, der selbst seine Todesstunde wählt, hat erreicht, wovon andere nur träumen.

Das Schicksal zu überlisten.

Mein Schicksal wäre gewesen, dass Macro mich umbrächte, nach deinem Tod.

Ich lasse ihn festnehmen und hinrichten.

Das kannst du nicht. Er hat dich doch in der Hand.

Selbst wenn es nicht so wäre, und du könntest Macro beseitigen,

ich könnte mir kein Leben vorstellen neben dieser Viper.

Du wirst meinen Freund immer respektieren, nicht wahr, Viper?

- So wie ich ihn immer respektierte, Herr. - Hast du das gehört?

Es gab mal eine Zeit, da warst du klug.

Schimpf nicht mit mir. Ich bin ein alter Mann.

Dann wurdest du immer mehr zu einem Monster.

Nach und nach hast du deine Familie ausgerottet.

Deine Freunde, die vornehmsten Menschen Roms.

- Das ist Hochverrat, Nerva. - Nein, das ist die Wahrheit.

Ich war und bin immer noch nur von Feinden umgeben.

Ob in der Familie...

ob im Senat...

- Sei nicht zu ungerecht. - Nein, ich bin nur ehrlich.

Alte Menschen können manchmal hellsehen.

Und ich sehe, auf die Gräuel der Vergangenheit

werden noch schlimmere Gräuel folgen.

Ich wähle diesen Weg, um ihnen zu entkommen.

Das waren also die Schritte, die du eingeleitet hattest, Nerva.

- Nerva, was ist das für ein Gefühl? - Warm.

Keine Schmerzen. Man schwebt einfach davon.

- Kannst du sie sehen? - Wen?

Die Göttin Isis.

- Glaubst du an sowas? - Kannst du sie sehen?

- Nein. - Bist du ganz sicher?

Dein Ende ist doch beinahe da. Was geht jetzt gerade in dir vor?

- Gar nichts. - Das lügst du!

Du siehst sie vor dir. Ich weiß, du siehst sie! Wie sieht sie aus?

Nein. Da ist nichts, gar nichts.

Nur...

...Schlaf.

Lügner!

Seit Nervas Tod ist Tiberius wie gelähmt.

Es heißt, er stirbt bald.

Stirbt Tiberius, wird es für uns nur schlimmer.

- Du liebst das Schwein wohl! - Das nimmst du zurück!

Hier der Arzt, Charicles.

Wie geht es dem Cäsar? Wie lange hält er das noch durch?

Es kann jederzeit passieren. Aber bei guter Pflege lebt er vielleicht noch ein Jahr oder so.

Es riecht hier nach Tod.

Aber nach wessen?

Keine Sorge, ohne mich kann er gar nichts machen.

Das dachten diese Pechvögel da auch mal.

Und was wurde aus ihnen? Nein, Macro.

- Er führt etwas im Schilde. - Bald bist du Cäsar.

- Kannst du das beschwören? - Ich...

Ich schwöre es dir.

Raus! Geht alle raus hier.

Tiberius...

Tiberius...

Caligula.

Herr?

Gib mir meinen Ring wieder.

Nein.

Doch.

Das wagst du nicht, du Feigling!

Das wagst du nicht!

Heil, dir Cäsar.

- Heil, dir Cäsar. - Ich lasse alle in der Halle zusammenrufen.

Für die Proklamation.

Gemellus...

Gemellus!

Heil, dir Cäsar.

Gemellus, jetzt sind wir allein.

Wir müssen einander lieben, hörst du?

Ruhe in Frieden, Tiberius, Cäsar.

Heil, Caligula.

Cäsar.

Ich weiß nicht, ist das alles nur ein Traum?

Das ist nur eine sterbliche Hülle. Du bist jetzt der Cäsar.

- Cäsar. - Cäsar.

Herrscher über Rom, Herr der ganzen Welt.

Herr der ganzen Welt. Das ist ein sehr schöner Traum.

Auf das...

Auf das nachdrückliche Drängen des Senats,

und des Volkes von Rom,

habe ich mich entschlossen, in aller Bescheidenheit,

das höchste Amt in unserer ruhmreichen Republik anzunehmen.

Es lebe unsere Republik!

Die Zwiebel. Wo ist die Zwiebel? Gib mir die Zwiebel.

- Als unser geliebter Tiberius im Sterben lag... - Ab in den Tiber mit Tiberius!

Sollen ihn die Fische fressen!

Tod allen Tyrannen!

Von heute an wird für euch alle eine neue Zeit anbrechen.

Als erstes rufe ich eine Generalamnestie aus!

Ja!

Ruhe!

Ruhe! Lasst den großen Cäsar zu Ende reden.

Zu meinem Stellvertreter machte der Senat und natürlich das Volk von Rom

in seiner Weisheit, meinen gelehrten Onkel Claudius.

Heil, Claudius! Heil, Caligula!

Stell dich neben mich, Claudius.

- Cäsar! Caligula... - Ja, setz dich erstmal hin.

Ich wollte sagen, ihr Konsul, ihr...

Zugleich adoptiere ich als meinen Erben und Sohn, den Prinzen Gemellus.

- Tritt zu mir, Prinz. - Heil, Gemellus!

Von nun an wird allen amtlichen Eidesformeln der Passus beigefügt:

"Ich will weder mein Leben, noch das Leben meiner Kinder,

höher schätzen als das Leben des Cäsar."

Heil, heil, heil!

"Und das Leben seiner Schwester Drusilla."

Heil, Drusilla!

Heil, Caligula!

Heil, Caligula!

Wir müssen uns in Acht nehmen vor ihm.

- Vor Claudius? - Nein, Gemellus.

Ja, natürlich. Gemellus.

Sahst du ihre Gesichter, als sie hörten, dass sie nicht nur auf mich schwören müssen?

- Sondern auch auf dich. - Sie waren ziemlich verschreckt.

- Genau das wollte ich erreichen. - Aber bringt dir das denn Vorteile?

Ich kann doch jetzt...

Ich kann doch jetzt alles machen, was ich will.

Und mit wem ich will.

Denk ja nicht, dass du bei mir damit anfangen kannst.

Wen würdest du denn vorschlagen?

Los, raus hier! Raus mit euch!

- Wen? - Nimm dir als Ersten Macro vor.

- Macro? - Ja.

Bevor er dich so beherrscht, wie er Tiberius beherrscht hat.

Vorzüglich arrangiert, Macro. Hervorragend.

- Hol mir mal den Gemellus. - Was? Hierher?

Ja, hierher. Jetzt gleich.

- Charicles? - Ja, Herr.

Stell dich hierher, bitte.

Eine Sonderprämie für den Prätorianer.

- Ich bedaure, Cäsar, das ist unmöglich. - Alles ist möglich, Longinus.

Lass das Unmögliche geschehen, und schon ist es möglich. Logisch?

Wie, Cäsar?

- Das Defizit im Staatshaushalt ist... - Wie hoch sind eigentlich meine Zuwendungen?

So hoch, wie du sie festlegst.

Na also, ausgezeichnet.

Macro, stellst du dich vielleicht dort hin?

Longinus, du hierher.

Sehr wohl, Cäsar.

Gemellus, ich möchte, dass du dir diese vier Herren sorgfältig ansiehst.

Und dann sag mir, wer von ihnen...

...unseren geliebten Tiberius umgebracht hat.

Was, ich?

Wer hat Tiberius umgebracht?

Er war's! Macro!

Du Mörder, du.

Nehmt ihn fest.

Zu Ehren eures neuen Kommandeurs...

...Chaerea...

...bekommt jeder von euch zehn Goldstücke ausbezahlt.

Heil, heil, heil.

Chaerea, lass Macro festnehmen.

Wachen, nehmt Macro fest!

Fasst mich ja nicht an!

Entschuldige bitte die Störung, Cäsar.

- Ah, Chaerea. - Zwei Senatoren bitten um Audienz.

Sie haben Streit um ein Stück Land und erbitten eine Entscheidung von dir.

Dann führ sie ruhig rein.

Ich interessiere mich für alles, was Rom angeht.

Selbst, wenn es nur die Länge der Toga betrifft.

Kommt herein.

Cäsar, ich muss mich beschweren über die Vermessungsbeamten...

Gebt mir die Dokumente.

- Eindeutig schuldig. - Danke, danke.

Dank nicht mir.

Justicia ist ja bekanntlich immer unparteisch.

So ist es doch, Chaerea.

- Oder nicht? - Oh ja.

Ihr könnt wieder gehen.

Ennia...

Schön siehst du aus.

Wachsen einem davon auch die Haare?

Bald können wir heiraten. In ein paar Tagen bin ich geschieden.

- Wir sollten woanders leben. - Umziehen? Wohin denn?

Nach Alexandria vielleicht.

Nach Ägypten?

Ja.

Was meinst du?

Ich würde ungern von Rom weggehen. Hier ist der Senat und...

Nein, Ennia. Rom, das bin ich.

Rom ist immer nur da, wo ich bin.

Und da ist dann auch der Senat und das Volk von Rom.

Wie du das sagst. Das finde ich maßlos komisch.

Ah, Longinus.

Bitte um Vergebung, Cäsar.

Longinus, ist das erledigt?

- Der Senat verurteilte ihn zum Tod. - Gut, gut.

Die Ernennungsurkunde...

Chaerea, hiermit ernenne ich dich offiziell zum Kommandeur der Prätorianergarde.

Und was ist mit Macro? Was wird hier gespielt?

- Wo ist er? - Wegen Hochverrats festgenommen.

Das ist doch unmöglich. Cäsar, er hat dich doch angebetet.

Hat er dich nicht überhaupt erst gemacht?

- Mich brauchte niemand erst zu machen. - Ich kann es einfach nicht glauben.

- Was hat er denn nur getan? - Ennia...

Ich sollte doch mein Schicksal selbst in die Hände nehmen, nicht wahr?

- Wachen. - Wache?

Chaerea, sie soll in die Verbannung.

- Ich liebe dich. - Nach Gallien.

- Raus mit ihr. - Ich liebe dich.

Caligula, wie konntest du das tun? Er war doch dein Freund!

Er hätte alles für dich getan. Schickt mich nicht weg!

Ich liebe dich! Caligula!

- Die Scheidungskosten spart sie jetzt. - Doch haben wir noch keine Frau für dich.

Nicht nötig.

- Ich werde ganz einfach dich heiraten. - Das kannst du nicht.

Wir sind doch keine Ägypter.

Ich weiß.

Dafür sind wir beide nämlich viel zu hübsch, nicht?

Rom ist nicht Ägypten. Hör endlich auf mit deinen Selbstbespiegelungen.

- Dann ziehen wir eben nach Ägypten. - Ach, du bist verrückt.

- Cäsar kann doch nicht verrückt sein. - Aber er ist ziemlich nah dran.

Cäsar kann unmöglich verrückt sein.

Stiefelchen, die schmeißen dich in den Tiber, verlegst du den Regierungssitz woanders hin.

Du wirst heiraten. Und zwar eine Römerin von Adel.

- Nein, kommt nicht in Frage. - Doch, du musst an deinen Erben denken.

Der mich dann umbringt, sobald er erwachsen ist?

Die Priesterinnen der Isis treffen heute Abend in meinem Haus zusammen.

Und du willst, dass ich eine von ihnen heirate?

- Allerdings. - Nein!

Doch.

Nein.

Doch.

Als was soll ich mich heute Abend verkleiden?

- Das gefällt mir, da würde ich gerne mitmachen. - Keine Blasphemie gegen die Göttin Isis.

Das wäre doch praktisch. Ich soll mir eine aussuchen und muss doch was über sie wissen.

Logisch...

Die da drüben sieht ja schon mal ganz interessant aus.

Vivia? Die ist in festen Händen. Sie ist verlobt mit Proculus, einem deiner Offiziere.

- Dann schicke ich ihn nach Spanien. - Sie ist noch Jungfrau. Unheimlich langweilig.

Nicht dein Typ.

- Die da! Die wird meine Frau. - Oh nein, nicht Caesonia.

- Willst du mich zum Narren halten? - Sie ist das verdorbenste Luder in ganz Rom.

Um so besser.

Caesonia war schon oft verheiratet, hat unheimliche Marotten und immer Schulden.

- Ich will sie. - Aber doch nicht als deine Frau.

Sag ihr, sie soll sofort mal zu mir kommen.

Nein, das kann ich nicht zulassen. Das wäre sehr unklug.

Doch. Es ist der erklärte Wille des Senats und des Volkes von Rom.

Ich muss sagen, als Priesterin wärst du sehr überzeugend, Cäsar.

Du bist auch ganz gut. Die Rolle des Opferlamms ist dir auf den Leib geschrieben.

Ich habe Caesonia gesagt, dass sie meine Frau wird.

- Das ist eine Dummheit. - Aber erst, wenn sie mir einen Sohn geboren hat.

Woher willst du wissen, dass das Kind von dir ist?

Keine Bange.

- Ich werde sie sehr gut bewachen lassen. - Dann wird einer der Wächter der Vater sein.

Das sind alles ausgesuchte und kastrierte Homosexuelle.

Was würde ich für einen Aufwand sparen, wenn Rom nur einen einzigen Hals hätte.

Ist das der Offizier, der mit Livia verlobt ist?

Ja, Proculus.

Proculus...

Longinus, siehst du diesen jungen Offizier da, den Proculus?

- Reich mir mal was vom Rebhühnchen rüber. - Aber gerne. Davon sind noch reichlich da.

Caligula Cäsar, Imperator von Rom.

- Heil. - Heil!

Und die ehrenwerte Drusilla, und die ehrenwerte Caesonia.

Und die ehrenwerte Drusilla, und die ehrenwerte Caesonia.

- Heil. - Heil!

- Kommen wir zu spät? - Nein, Cäsar. - Wir konnten nicht eher.

Ist das Zeremoniell gut geglückt? War das Orakel günstig?

- Ja, Cäsar. - Gut, ausgezeichnet.

Na, komm. Komm schon.

Welch eine Ehre für uns, dass ihr gekommen seid.

- Du bist ein römischer Held, Proculus. - Cäsar...

Ich werde euch jetzt den speziellen Segen Cäsars, dem Allmächtigen, erteilen.

Auf dass eure Ehe glücklich werde.

Das heilige Brautbett steht in welchem Zimmer?

Ah, die Küche! Na ja, für den Zweck ist sie ausreichend.

- Also dann, bis gleich. - Du, Stiefelchen.

- Ich dachte, du hättest was gegen Jungfrauen. - Ich hatte noch nie eine kennen gelernt.

Irgendwelche Einwände, Caesonia?

Und nun schreiten wir zu Cäsars Hochzeitsüberraschung.

Was für eine entzückende Braut.

Komm, zieh dich mal aus.

Gute Qualität.

- Ist sie wirklich noch Jungfrau, Proculus? - Ja, Cäsar.

Was du nicht sagst. Aber genau weiß man das ja nie.

Mach mal schön die Augen auf, Livia, ja?

Du kannst von Glück sagen, dass es dir vergönnt ist,

deine Unschuld an den direkten Abkömmling der Göttin Venus zu verlieren.

Ich, Caligula Cäsar.

Imperator und... Mach doch die Augen auf, Proculus.

Ich bestimme im Namen des Senats: Augen auf!

Des Senates und des gesamten Volkes von Rom!

Sie war doch tatsächlich noch eine Jungfrau.

Und du? Bist du auch noch eine?

Was ist? Ja oder nein?

- Nein, Cäsar. - Nein?

Das darf Isis aber nicht wissen. Zweierlei Moral für Männer und Frau ist ungerecht.

Los, runter mit der Tunika.

Gut abgehangen.

Du hast eine sehr schönes, wuscheliges Haar, Proculus.

Nein, Cäsar. Ich bitte dich.

Schluss jetzt! Auf den Tisch!

Ich glaube fast, du hast mich angelogen.

Du bist zweifellos auch noch eine Jungfrau.

Ich, Caligula Cäsar,

Imperator, im Namen des Senates...

Du, mach die Augen auf, Livia.

und des Volkes von Rom!

Seht ihr, wie euer Cäsar sich verausgabt, nur um eurem Bund die höhere Weihe zu verleihen?

Hiermit habt ihr jedenfalls meinen Segen.

Gemellus...

Caligula.

Caligula!

Gemellus!

Jupiter liebt mich!

Drusilla!

- Er will mich umbringen. - Wer, Stiefelchen?

Gemellus. Er wollte mich umbringen, dann ist er weggelaufen.

Komm. Komm, Stiefelchen.

Jetzt ist alles gleich wieder gut.

- Heil, Cäsar! - Heil, Cäsar!

Und Cäsars herrlichem Hengst, Incitatus.

- Heil, dem höchst ehrenwerten Hengst Incitatus. - Heil, Incitatus.

Sieh mal, da drüben sitzt Gemellus. Pass auf ihn auf.

- Sieben. - Sieben.

Lass es klacken, lieber Onkel. Kille kille.

Ich brauche mal einen Rat von dir.

- Soll ich mich selbst zum König von Rom erheben? - Zum König?

Hör mal! Rom ist doch eine Republik, oder nicht?

Na, wenn schon.

- Dann mache ich mich zum König der Republik. - Aber Cäsar ist doch viel größer als ein König.

Ich bin ein Gott, beziehungsweise werde ich einer, wenn ich tot bin.

Gemellus, koste doch mal von diesen Morcheln.

- Wonach riechst du? - Was riechst du, Cäsar?

- Was hast du eingenommen? - Ein Mittel, damit ich kein Fieber bekomme.

Hast du ihm ein Mittel gegen das Fieber verschrieben.

- Also... - Ja oder nein?

Nein, wirklich nicht.

Gemellus, soll das heißen, dass du deinen Cäsar für einen Giftmischer hältst?

Ich dachte nicht im Traum daran.

Du nimmst ein Gegengift, bevor du zu mir zum Essen kommst?

Damit beschuldigst du mich doch indirekt, dass ich dich vergiften wollte.

- Das war doch logisch, oder nicht? - Caligula!

Chaerea?

Lass Gemellus festnehmen. Wegen Hochverrats.

Soldaten, schafft ihn fort.

Nein, nein!

Nein, nein!

Nein, nein, nein!

Nein, nein!

Nein!

Als ob es sowas geben würde, ein Gegengift gegen Cäsar.

Drusilla, warum bist du seinetwegen so betroffen?

- Ich bin deinetwegen betroffen. - Er weiß von der Sache mit Tiberius.

- Er ist eine ständige Bedrohung für mich. - Unsinn, er ist ganz ungefährlich.

Jetzt, wo Caesonia dein Kind kriegt.

- Trotzdem, Gemellus ist des Todes. - Du bist nur ein Anfänger.

Ein Anfänger?

Dabei waren sie überhaupt nicht vergiftet.

Cäsar...

- Das machst du ganz gut. - Ich danke dir.

Was machst du mit ihr? Was sie gesagt hat war Hochverrat.

Was Hochverrat ist, bestimme ich, nicht du.

Tanze!

- Ich soll tanzen? - Ja.

Was, wenn dem Kind was passiert?

Du führst jetzt Incitatus deinen neuesten Tanz vor.

Und mein Sohn macht das Tänzchen schon mit.

Musik!

Ja!

Du bist wunderbar.

Drusilla, wunderbar.

Ja, ich liebe dich. Nur dich. Drusilla.

Er wird mich umbringen, er wird mich umbringen.

- Das Fieber müsste bald heruntergehen. - Er wird mich umbringen...

Und wenn es nicht heruntergeht?

Er wird mich umbringen.

Drusilla, Drusilla...

Er wird mich umbringen. Ganz sicher wird er uns umbringen.

Drusilla, sonst keine.

Ich liebe dich, Drusilla.

- Wo ist meine Schwester? - Sie ist unterwegs hierher.

Stiefelchen, ich bin bei dir.

Drusilla, ich sterbe.

Nein, so schnell geht das nicht.

Ich habe noch kein Testament gemacht.

Sprich nicht so viel. Schlaf jetzt.

Longinus soll kommen.

Leg meinen Hengst in sein Bett.

- Er ist doch jetzt schon ein Monster. - Er sollte aber jetzt noch nicht sterben.

- Das sehe ich nicht ein. - Das Volk liebt ihn.

Stirbt er, bedeutet das Bürgerkrieg, Revolution, ein gigantisches Chaos.

Der stirbt ganz von selbst.

Longinus...

Du wolltest mich sprechen, Cäsar?

Mein Testament...

Hiermit vermache ich meiner geliebten Drusilla...

...das römische Weltreich...

...und den Titel Imperatorin.

Meine kleinen Stiefelchen...

...die Kinderstiefel...

...stiefelchen...

Er ist eingeschlafen.

Nein, ist er nicht.

Drusilla...

wieso werde ich böse auf dich?

Wieso haben wir so oft Streit?

- Dagegen kann man gar nichts machen. - Wir werden uns nie wieder streiten.

Oh doch, das werden wir wohl.

Lass mich nicht sterben, hörst du?

Prinzessin, du darfst ihn nicht anfassen!

Dieses Fieber ist ansteckend.

Schlaf, es kann dir nichts passieren. Drusilla schützt dich.

Ich würde mein Leben opfern, wenn nur Jupiter

dadurch gnädig zu stimmen wäre und das Leben unseres geliebten Herrschers schonte!

Jupiter akzeptiert dein Opfer.

- Aber... - Hinrichten.

Wirklich?

- Das Fieber geht herunter. - Hast du das gehört, Stiefelchen?

Du wirst weiterleben.

Drusilla sagt, ich hätte meine Arbeit sträflich vernachlässigt.

Also stelle ich meiner Pflicht.

Es gibt einige Dokumente zu versiegeln und unterschreiben.

Ich, Caligula Cäsar, bestimme im Namen des Senates und des Volkes von Rom...

Ich, Caligula Cäsar, bestimme im Namen des...

...des Senates...

...und des Volkes von Rom.

Ich, Caligula Cäsar, bestimme im Namen des Senates und des Volkes von Rom.

Ich, Caligula Cäsar, bestimme im Namen des Senates und des Volkes von Rom.

Ich, Caligula Cäsar, bestimme im Namen des Senates und des Volkes von Rom.

Ich, Caligula Cäsar... Rom!

Ich Calig... Rom!

Ich Cal... Cäs... Rom!

Rom, Rom! Cäsar, Cäsar! Rom, Rom! Quatsch, Quatsch, Quatsch!

Ich, Caligula Cäsar, bestimme im Namen des Senates und des Volkes von Rom.

Kein Wunder, dass das Leben so langweilig ist.

- Sehr wohl, Herr. - Nein, Herr. Bitte nicht!

Mal sehen, ob Proculus uns nicht inspirieren kann.

Ah, Proculus!

Wisst ihr, dass seine Frau ihr erstes Kind erwartet?

Wir wissen nur nicht genau, wer der Vater ist.

Er oder Gott.

Göttlicher Cäsar, ich bitte dich.

Was habe ich getan? Warum bin ich hier?

- Hochverrat. - Ich war dir doch immer nur treu ergeben.

Aber das ist es ja doch gerade.

Du bist ein ehrlicher Mensch und das bedeutet: ein schlechter Römer.

Also bist du ein Hochverräter, ist doch logisch, oder?

Daher wirst du jetzt leider sterben müssen. Wie Gemellus.

Wie jeder, der sich an Rom vergangen hat.

Und jetzt lässt du dir Zeit, viel, viel Zeit dazu, ja?

Ich will, dass er den Tod fühlt. Ich will, dass er den Tod riecht.

Erzähl mal, was ist das für ein Gefühl?

Erschien dir bereits die große Göttin Isis?

Was sagt sie denn so?

Viper.

Macht darüber eine Niederschrift.

Ich sagte doch extra, langsam! Du Idiot!

Der Junge hat Glück, mir so schnell zu entkommen.

Longinus. Viper.

Alles abschneiden und Livia einpacken. Als Souvenir einer ewigen Liebe.

Cäsar hat gesagt: alles abschneiden.

Und den Rest schickst du Livia.

Runter jetzt mit dem Vorhang!

Soeben wird der Kopf des Kindes sichtbar.

- Lebt der Junge? - Ja, Cäsar.

Edle von Rom. Hiermit mache ich Caesonia zu meiner Frau.

Die Mutter meines Sohnes Caligula Germanicus.

- Caligula Caesonia... - Der Ring, der Ring!

Gib mir den Ring.

Und nun bist du Ehefrau und Mutter.

Und Imperatorin von Rom.

Es ist ein Mädchen.

- Es ist ein Mädchen. - Es ist kein Mädchen.

- Du hörtest doch, was Cäsar sagte. - Ich beuge mich den Worten Cäsars.

Bloß deine Tochter kann das noch nicht.

- Ich war wohl etwas vorschnell. - Bei einem Kind wird es nicht bleiben.

- Longinus! - Cäsar?

Eine Goldmünze für jeden Römer und vier Wochen freien Eintritt zu den Spielen.

Um so die Geburt meines ersten Sohnes gebührend zu feiern.

Meines Sohnes Julia Drusilla!

- Julia Drusilla! - Drusilla?

Drusilla...

Drusilla.

- Sie hat das Fieber. - Drusilla!

- Das Fieber. - Das Fieber...

Drusilla...

Ich bin bei dir. Dein kleines Stiefelchen.

Hörst du, ich bin's, dein Stiefelchen.

- Unternimm etwas. - Was ärztliche Kunst vermag, tue ich schon.

Ich schwöre es. Aber das Fieber muss seinen Lauf nehmen.

Heilige Isis! Rette sie!

Nimm mich.

Cäsar bittet dich darum, allmächtige Göttin!

Cäsar!

Drusilla.

Raus, raus mit euch! Raus mit euch allen!

Verschwindet endlich!

Raus! Ihr sollt alle verschwinden. Raus, raus, raus!

Drusilla.

Allmächtige Mutter!

Ich habe dich angefleht.

Cäsar hat gebetet zu dir.

Drusilla.

Drusilla.

Wir, Gaius Caligula Cäsar,

verordnen einen Monat öffentliche Trauer für unsere geliebte Schwester Drusilla.

Wer in dieser Zeit lacht, badet oder mit Eltern und Kindern ein Festmahl abhält

oder Geschlechtsverkehr hat, wird mit dem Tode bestraft.

Erlassen im Namen des Senats und des Volkes von Rom.

Ach, hallo!

- Na, Süßer? Wie geht's? - Willst wohl nichts, was?

- Na, Junge. Du siehst so einsam aus. - Suchst du Weggefährten?

Wir können dich begleiten.

- Dann eben nicht. - Scheiße.

Komm mit, Schätzchen.

Da bist du ja schon wieder.

- Keine Chance bei dir? - Lasst mich in Ruhe.

Das Imperium ist kopflos! Caligula ist geflohen!

Mnester ist ab heute das Oberhaupt des Reiches!

Die Sklaven von Rom!

Und hier das Volk von Rom!

Das ruhmreiche Heer!

Und hier nun unsere Volkstribunen!

Und hier endlich der Senat!

Und dann, ganz oben an der Spitze, der Cäsar!

- Heil! - Und ratet mal, wer ich bin!

Die reizende Drusilla.

Seine Schwester.

Lass uns schnell wieder zusammen ins Bett gehen, Bruder Mnester.

Nein! Nein!

Aufhören!

Da liegen noch zwei Betrunkene. Laden wir sie mit auf.

Gibt's irgendeine Nachricht von ihm?

Einem der Hinweise nach reiste er nach Ägypten aus.

Also gibt es noch andere Hinweise, wo er sein könnte...

Allerdings. In Griechenland.

Nach einem anderen, in Persien. Eine Spur führt nach Karthago.

Eine weitere nach Gallien.

Und, was glaubst du, wo er ist.

- Er könnte dort überall sein. - Nein.

Er ist hier in der Stadt. Er stellt uns nur auf die Probe.

Nein, nein!

- Was will denn der hier? - Ich sagte doch, dass er wiederkommt.

Verschwinde.

Es gibt mich seit der Morgendämmerung der Menschheit und wird mich weiter geben,

bis der letzte Stern vom Himmel gefallen ist. Ich bediene mich zwar der Seele und

des Körpers des Caligula, also bin ich Mensch und doch kein Mensch!

Deshalb kann ich nur eins sein!

Ein Gott.

Ich erwarte hierzu vom Senat eine einstimmige Entscheidung.

- Claudius... - Jeder, der dazu Ja sagt,

soll jetzt Ja sagen.

Ja!

- Ja! - Ja!

- Ja! - Ja!

- Ja! - Ja!

Jetzt ist er auch noch ein Gott.

Mähhhh.

- Määääh. - Määääh.

Der Trauermonat für meine Schwester ist jetzt vorbei!

Er ist verrückt.

Ich wünsche dir viel Vergnügen.

Sei vorsichtig.

Jetzt fängt der Spaß überhaupt erst an.

- Ob die auch soviel Spaß daran haben werden? - Ich weiß es noch nicht.

Wir werden ja sehen. Longinus!

Ah, Longinus, mein unentbehrliches Finanzgenie.

Wir wollen dir zwei Fragen vorlegen.

Wer macht das meiste Geld in Rom? Wer?!

Antwort:

Die Bordellbesitzer.

Und Frage Nummer Zwei:

Wer sind die sittenlosesten, verdorbensten Weiber von ganz Rom?

Wer?

Antwort:

Zweifellos die Senatorenfrauen.

Also, betreiben wir doch mit denen ein staatliches Luxusbordell.

Eine höchst logische Lösung, um die Staatskasse zu sanieren.

Wie ihr seht, scheuten wir keine Kosten, um euch das vornehmste Fleisch

des ganzen Reiches zu servieren.

Und das bloß für fünf Goldstücke.

Fünf Goldstücke für satte zwanzig Minuten!

Also, wenn das kein Geschäft ist?

Die heißesten Weiber des römischen Reiches sind heute hier anwesend,

um mit jedem, der will, ihre patriotische Pflicht zu tun.

Und das nur für fünf Goldstücke!

Seid freigiebig, damit sie euch in guter Erinnerung behalten.

Tretet ein in das Staatsbordell.

Das feinste Fleisch des gesamten Reiches in einmaliger Auswahl!

Fünf Goldstücke für satte zwanzig Minuten!

Wenn das nichts ist? Die meisten hier sind nämlich in allen Ehren verheiratet.

Senatorenfrauen, Huren mit makellosem Leumund.

Für dich werde ich einen Preisaufschlag durchsetzen.

Da seid ihr ja alle, Salve. Kommt rein!

Greift zu, ohne zögern. Die Frauen unserer Senatoren sind nicht nur hübsch,

sondern sind wie ihre Männer. Unersättlich.

Für fünf Goldstücke kann jeder mitmachen.

Nehmt euch die Rechte derer, die über euch herrschen.

Nehmt ihre Frauen, gebraucht sie.

Missbraucht sie. Macht mit ihnen, was ihr wollt. Sie gehören euch!

Nur fünf Goldstücke und sie gehören euch!

Haare auf den Brustwarzen?

Senator Narcellus!

Deine Frau vergrault uns noch die Kundschaft. Versuch's mit heißen Wallnüssen.

Und es kostet nur fünf Goldstücke. Fünf! Für Senatorenfrauen!

Kurtisanen aus der feinsten Gesellschaft.

Er macht unsere Frauen und Töchter zu Huren.

Er demütigt die Senatoren und beleidigt die Armee.

Deswegen liebt in das Volk.

Longinus, du hast gar keinen Spaß.

Mach doch mit. Welche bevorzugst du?

Alle und keine, Cäsar.

Beides kriegst du nicht zum selben Preis.

- Er will dich provozieren. - Ach, nur mich, meinst du?

Er ist verrückt, er weiß nicht, was er tut.

Der weiß schon, was er tut. Und ob er das weiß.

- Gib ihm nur genug Stricke, vielleicht... - ...wird er uns dann alle aufhängen.

Könnt ihr beiden nicht mal für ein paar Minuten aufhören, zu intrigieren?

Chaerea, ich höre, du hast eine Vorliebe für kleine Jungen.

- Stimmt das? - Nein, ich habe lieber große.

- Meine Legionäre. - Sind sie marschbereit?

- Ja, Cäsar. - Hervorragend.

- Was sind deine Pläne, Cäsar? - Wir machen einen Feldzug gegen Britannien.

Wir sind doch nur wenige Meilen von Rom entfernt.

Was ist das wieder für eine neue Verrücktheit?

Wir werden einen großen Sieg erringen.

- Ah, Chaerea. - Cäsar?

- Ist das Heer bereit für den Angriff? - Ja, Cäsar.

- Nur... - Was ist denn schon wieder?

Tja... Wo ist Britannien?

Wo? Na dort!

Ach so, ja. Natürlich, ja.

Aber es ist nirgendwo ein Feind zu sehen.

Da steht doch Papyrus-Schilf.

- Papyrus, göttlicher Cäsar? - Ja, Papyrus.

Was fragst du so blöd? Befiehl diesem Heer, das Papyrus anzugreifen und zu vernichten.

Ja, Herr.

Außerdem bedenke, wir müssen beweisen, dass wir Britannien erobert haben.

Vorwärts!

Tötet!

Während ihr euch in Sicherheit gewiegt habt, hier in Rom,

riskierte euer geliebter Cäsar sein Leben,

um die Grenzen des Reiches zu sichern und zu erweitern.

Lang lebe unser Cäsar!

Ich hörte, der Senat glaubt nicht, dass ich überhaupt in Britannien war.

- Nein, Herr. - Trotzdem habe ich Britannien erobert!

Und ich habe viele tausende Papyrusrohre, um das zu beweisen!

- Heil, Caligula Cäsar! - Heil!

- Heil, Caligula, dem Eroberer! - Heil!

Er ist in einer komischen Stimmung heute Abend. Wir müssen aufpassen.

Caligula, jetzt hassen sie dich.

Solange sie mich fürchten, können sie mich hassen bis zum Überdruss.

Die Senatoren und Konsule, diese Leute haben sehr viel Einfluss.

Wieso stimmen sie dann allem zu, was ich anordne, gemeingefährliche Irre.

Ich weiß nicht, wie ich sie noch provozieren soll.

...um Cäsars überwältigendem Sieg über Britannien zu feiern.

Und hier die Schätze, die während des glorreichen Feldzuges erbeutet wurden.

Geräucherte Heringe und Lachse.

Austern.

Und herrliche, rosa schimmernde Perlen.

Aus den blauen Seen und silber-glänzenden Flüssen Britanniens.

Wildbret aus den grünen Wäldern und aus den goldenen Fischteichen Britanniens.

Und hier: Wildfasan. Gestopfte pralle Gänse.

Trauben aus britannischen Weingärten.

Diese Feiglinge! Eine Hammelherde!

Kriecht, kriecht, kriecht!

Ich hasse sie alle, diese Memmen!

Der allmächtige Cäsar ordnet an: Zum Ausgleich der Staatsfinanzen

wird das Vermögen all derer eingezogen, die sich an Rom vergangen haben.

Lies die Namensliste vor, Longinus.

Die Senatoren Galba, Aponius,

Marcellus, Antonius,

- Cassius... - Chaerea?

Sie haben mir gegenüber versagt. Lass sie festnehmen.

...Lepidus...

...Sixtus und Octavius.

Wachen, nehmt sie fest!

Cäsar, der Allmächtige, sagt: Ihr könnt jetzt weiteressen.

Esst schon!

Einer muss es tun. Und zwar bald.

Nimm dich in Acht vor Chaerea.

- Wieso? - Die Zeichen stehen schlecht für dich.

Bitte sei auf der Hut.

Ich weiß doch schon lange, dass er vorhat, mich zu töten.

Was stimmt Cäsar so fröhlich?

- Nur so ein Gedanke. - Darf ich fragen, was für einer?

Ist es wahr, dass es eine Verschwörung gegen mich gibt, Longinus?

Nun ja, Herr... Das ist... Ich meine...

Es scheint, es ist eine Geheimverschwörung im Gange.

Verschwörungen sind immer geheim, sonst wären es keine Verschwörungen.

Logisch, nicht, Claudius? Selbst ein Halbidiot weiß das, und du bist einer.

Aber halb bin ich auch ein Cäsar.

Jetzt hat er es endgültig zu weit getrieben.

Er verspottete die Götter, entmachtete den Senat und beleidigte den Adel Roms.

Allerdings, der Senat hat nichts mehr zu sagen.

- Kein Mensch ist mehr sicher vor ihm. - Er ist ein Tyrann.

Aber was können wir tun? Es gäbe nur eine Lösung.

- Wenn Caligula bald sterben würde. - Zu machen wäre das schon.

Du brauchst Schlaf.

Ich sollte mir selbst klarer darüber werden, dass ich unsterblich bin.

Ich hoffe, das wird dir gelingen.

Ganz allmählich bekomme ich eine Glatze.

Das bildest du dir nur ein.

Du konntest noch die den Tatsachen ins Auge blicken.

Was für Tatsachen?

Oh doch, mein Lieber.

Kannst du es?

Wenn ich doch nur eine Nacht schlafen könnte.

Ich sehne mich so nach dir.

Psst, bist du soweit?

Sprichst du nun deine Zeilen, Schwester Isis?

Lange bin ich gewandert durch das Land der Menschen.

Und habe gesucht nach dir, Bruder Osiris.

Ich, Osiris, wurde getötet. Danach haben die Mörder meinen Körper zerstückelt.

Füge du die Teile wieder zusammen.

Und erwecke sie zum Leben mit einem Kuss.

Da! Da verströmt unser Blut.

Ach, nimm das nicht so ernst. Das ist doch alles bloß Theater.

- Irgendwie mach ich das nicht richtig. - Nein, Cäsar. So geht das ja auch nicht.

Da ist ja meine Hübsche.

Bist du auch brav gewesen?

Sieht sie nicht entzückend aus in meinem Kinderkostüm?

- Bist du soweit, meine kleine Prinzessin? - Wie ihr Vater.

Mit den kleinen Stiefelchen. Stiefelchen.

Die machen Ernst heute.

Ich wollte was Ähnliches wie du heute tragen, damit wir wie Geschwister aussehen.

Parole?

Hodensack.

So sei es!

Leben! Leben!

Wachen!

Heil, Claudius Cäsar!

Heil, Claudius Cäsar!

- Heil, Claudius! - Heil, Claudius!

Heil, Claudius Cäsar!

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