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“Das Haus ist schön.”
“Schön” ist ein Adjektiv und beschreibt “wie” etwas ist.
Wenn es nach dem Nomen steht, dann bleibt es unverändert.
“Der Garten ist groß.”
“Ein Auto ist teuer.”
“Hosen sind bequem.”
Was passiert aber, wenn wir das Adjektiv vor das Nomen setzen?
Also, “das schön(?) Haus”.
In diesem Fall ändert sich die grammatische Struktur,
denn das Adjektiv gehört nun plötzlich zum Nomen und bildet damit eine Einheit.
Und da Nomen nun mal dekliniert werden,
müssen wir nun auch das Adjektiv deklinieren.
Es heißt dann nicht mehr “das schön Haus”,
sondern “das schöne Haus” und “der große Garten”
und “ein teures Auto” und “bequeme Hosen”.
Du siehst, das Adjektiv bekommt plötzlich eine Endung.
Und welche Endung wir in welcher Situation brauchen,
zeige ich dir in diesem Video.
Wenn es um die Adjektivdeklination geht,
gibt es drei Tabellen, die wir im Kopf haben müssen:
1. Eine Tabelle, bei der
der bestimmte Artikel vor dem Adjektiv steht.
2. Die Tabelle, wo ein unbestimmter Artikel vor dem Adjektiv steht.
Und 3. Eine Tabelle, wo kein Artikel,
also der Nullartikel, vor dem Adjektiv steht.
Schauen wir uns zunächst einmal die Adjektivdeklination
mit bestimmten Artikel an. Nominativ:
“Das ist der nette Mann.”,
“die nette Frau” und “das nette Kind”,
“die netten Menschen”.
Akkusativ: “Ich kenne den netten Mann.”,
“die nette Frau”, “das nette Kind”, “die netten Menschen”.
Dativ: “Ich helfe dem netten Mann.”, “der netten Frau”,
“dem netten Kind”, “den netten Menschen”.
Und schließlich Genitiv: “Das ist das Haus des netten Mannes.”,
“der netten Frau”, “des netten Kindes”, “der netten Menschen”.
Du siehst, in dieser Tabelle haben wir nur zwei unterschiedliche Endungen,
nämlich “-en” oder “-e”.
Im Genitiv und Dativ haben wir bei der Adjektivdeklination
mit dem bestimmten Artikel immer
die Adjektivendungen “-en”.
Nur im Nominativ maskulin, femininum und neutrum haben wir die Endung “-e”,
sowie im Akkusativ feminin und neutrum.
Wichtig ist auch, dass du beim Genitiv darauf achtest,
dass bei den maskulinen und neutralen Nomen
noch ein “-es” oder “-s” drangehängt wird. Also, “des netten Mannes”,
“eines netten Kindes”, “des netten Kindes”.
Nun kommen wir aber zu den Adjektivendungen,
wenn ihnen ein unbestimmter Artikel vorangeht.
Nominativ: “Das ist ein netter Mann.”, “eine nette Frau”,
“ein nettes Kind”, “nette Menschen”.
Achtung! Hier siehst du im Plural auch schon die Adjektivendung für den Nullartikel,
denn in der deutschen Sprache gibt es in der Pluralform nun mal keinen unbestimmten Artikel.
Machen wir weiter mit dem Akkusativ:
“Ich kenne einen netten Mann.”, “eine nette Frau”,
“ein nettes Kind”, “nette Menschen”.
Dativ: “Ich helfe einem netten Mann.”, “einer netten Frau”,
“einem netten Kind” und “netten Menschen”.
Und schließlich Genitiv:
“Das ist das Haus eines netten Mannes.”, “einer netten Frau”,
“eines netten Kindes” und “netter Kinder”.
Auch bei den unbestimmten Artikeln hat der Dativ
immer die gleiche Endung, nämlich “-en”.
Und auch im Genitiv bleibt die Endung “-en”, außer im Plural.
Wenn wir unbestimmte Artikel haben, haben wir nun mehrere Endungen:
“-er”, “-e”, “-es”, “-en”.
Übrigens, immer wenn wir “ein” als unbestimmten Artikel haben,
müssen wir besonders aufpassen, denn in dem Fall müssen wir wissen,
ob das Nomen maskulin oder neutral ist, um die richtige Endung einzufügen.
Also, “-er” von “der” - maskulin
und “-es” von “das” - neutral.
Auch wenn wir die Pronomen “mein”,
“dein”, “sein”, “ihr”, “unser”, “euer”,
anstatt des unbestimmten Artikels haben,
gilt die gleiche Regel wie bei dem unbestimmten Artikel “ein”.
Also, “ein netter Mann”,
“mein netter Mann”,
“ihr netter Mann”
und so weiter. Kommen wir nun zu den Adjektivendungen,
wenn gar kein Artikel vor dem Adjektiv steht oder
der Nullartikel vor dem Adjektiv steht.
Solche Sätze finden wir vor allem in Zeitungsannoncen.
Zum Beispiel “Netter Mann sucht nette Frau.” oder
“Verkaufe gelbes Sofa mit grünen Punkten.” oder so.
Nominativ: “netter Mann”,
“nette Frau”, “nettes Kind”, “nette Menschen”.
Akkusativ: “netten Mann”, “nette Frau”,
“nettes Kind”, “nette Menschen”.
Dativ: “netten Mann”,
“nette Frau”, “nettem Kind”,
“netten Menschen”. Und schließlich Genitiv: “netten Mannes”,
“netter Frau”, “netten Kindes” und “netter Kinder”.
Bei der Adjektivdeklination mit Nullartikel haben wir nun diese Endungen:
“-en”, “-e”, “-er”, “-es”, “-en”, “-em”.
Hm.
Jetzt fragst du dich sicher, wie du dir das alles merken kannst.
Sicherlich kommst du aber nicht drum herum, dir diese Tabelle öfter als nur einmal anzuschauen.
Aber es gibt natürlich auch ein paar kleine Tricks, die dir durch den Alltag helfen,
wenn du dich mit anderen unterhältst und du gerade mal keine Tabelle zur Hand hast.
Tipp Nr.1: Was du dir einfach merken kannst,
ist, wenn wir den Dativ oder Genitiv haben,
dann haben wir in den allermeisten Fällen die Endung “-en”.
Ausnahme: Genitiv Plural mit Nullartikel.
Tipp 2: Wenn der Artikel vor dem Adjektiv auf
“-en” endet, endet auch das Adjektiv auf “-en”.
Also, “den netten Mann”, “einen netten Mann”.
Auch wenn der Artikel auf “-e” endet und feminin Singular ist,
endet das Adjektiv ebenfalls auf “-e”: “die nette Frau”,
“eine nette Frau”.
Und Tipp 3: Wenn wir den unbestimmten Artikel
“ein” haben, brauchen wir als Adjektivendung entweder “-er”
oder “-es”, “-er” von “der” - maskulin und “-es” von “das” - neutral.
Ansonsten hilft hier einfach nur üben, üben, üben.
Mein Tipp: Wenn du die Adjektivedeklination richtig lernen möchtest
und du im Alltag mit Menschen redest, lege den Fokus genau darauf.
Achte besonders auf die Adjektivendungen,
sowohl wenn du sprichst, als auch wenn andere etwas sagen.
Mach dir jedes Mal bewusst, welche Endung gesagt wurde
und versuche dir selber zu erklären, warum.
Zum Beispiel: “Das ist ein schönes Haus.”
“Schönes”, warum ist es die Endung “-es”?
Moment, wir haben einen unbestimmten Artikel
und das Haus ist neutral, also “ein schönes Haus”.
So lernst du das Ganze nebenbei und du wirst sehen,
dass dir die Adjektivedeklination bald schon keine Sorgen mehr machen wird.
Ich hoffe sehr, dass ich dir mit diesem Video
die Adjektivedeklination etwas näher erklären konnte und du ein bisschen mehr Durchblick hast.
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Ich freue mich bis zum nächsten Mal.
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