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* hr hr hr UNTERTITEL hr hr hr *
Personen: Max Schilling Pauline, seine Frau
Personen: Egon, ihr Sohn Fred, Paulines Bruder
Personen: Kommissar Friedrichs Arthur, Komplize von Max
Der Taschendieb sieht aus wie ein biederer B�rger.
Er bem�ht sich um einen einf�ltigen Gesichtsausdruck.
Er will nicht auffallen. Er bevorzugt das Gedr�nge.
Er k�nnte neben Ihnen sitzen!
Er tr�gt kein Kost�m wie ich, der "K�nig der Taschendiebe"!
Und er hat keine so reizende Mitarbeiterin.
Zun�chst w�hlt der Taschendieb sein Opfer aus.
Er mu� erkennen, ob sich der Zugriff lohnt.
Dazu braucht er jahrelange Erfahrung.
Bitte kommen Sie auf die B�hne, mein Herr.
Das Stehlen selbst kann man nicht lernen. Es ist eine Begabung.
Die Finger sind das Kapital des Diebes. Er mu� sie trainieren.
Er m��te sie versichern k�nnen wie Fu�baller ihre Beine!
Guten Abend, mein Herr. Wie hei�en Sie? - Meier.
Darf ich bekannt machen: Das ist meine Assistentin Barbara.
Meine Damen und Herren! Wir zeigen Ihnen, wie Taschendiebe arbeiten.
Haben Sie eine Brieftasche bei sich, Herr Meier?
Ja. - Irrtum. Sie hatten eine.
Gel�chter im Publikum
Sie haben sie! Aber nein.
Barbara, gib Herrn Meier seine Brieftasche zur�ck.
Der Taschendieb gibt seine Beute immer einem Helfer.
So kann man ihm kaum etwas nachweisen.
Ich sage Ihnen, wie Sie sich sch�tzen k�nnen.
Es ist v�llig egal, wo Sie Ihre Brieftasche aufbewahren.
Sie m�ssen aufpassen. H�llisch aufpassen, Herr Meier!
Wenn Sie das nicht k�nnen, bleiben Sie besser im Bett!
Ich suche mir noch ein paar Opfer. Halten Sie Ihre Taschen zu!
Oh pardon, mein Herr!
Sch�ner Schmuck! W�rde sich lohnen, wenn er echt w�re!
Was ist Ihr Beruf, mein Herr? Taschendieb.
Gut, sehr gut! Darf ich Ihnen die Hand sch�tteln?
An Ihnen kommt man nicht leicht vorbei!
Darf ich Ihnen helfen?
Meine Brieftasche hat er genommen. Meine Uhr ist auch weg.
(Englisch) Ein guter Mann! Ein sehr guter Mann!
Darf ich meine Opfer auf die B�hne bitten!
Ich gebe heute meine Beute ausnahmsweise zur�ck!
Da w�re erst einmal diese volle Brieftasche...
Von Ihren Ohrringen trenne ich mich ungern, gn�dige Frau.
Die w�ren das richtige f�r meine Assistentin gewesen.
Von der Uhr kann ich mich leichter trennen.
Ein Erbst�ck. Sie h�ngt an mir, und ich h�nge an ihr.
Das ist privat. Hat mit Ihnen lei- der nichts zu tun, gn�dige Frau.
Aber wie w�r's mit dieser Kamera?
Mein Herr, was kann ich f�r Sie tun?
Meine Brieftasche! Die habe ich nicht.
(Englisch) Sie sind in Ordnung! Ein guter Witz!
Ich habe sie wirklich nicht!
(Englisch) Das ist sehr lustig. Aber genug jetzt!
Gib mir meine Brieftasche.
Meine ist auch weg!
(Max pfeift eine Melodie)
Guten Abend, Herr Oberpostrat. Na, na, Herr Schilling!
So sp�t unterwegs? Ohne Ihre Frau? Ich war im Variete.
"Der K�nig der Taschendiebe". Meine Frau macht sich nichts daraus.
Gute Nacht, Herr Oberpostrat. Gute Nacht. Meine Empfehlung!
(Vom Dachboden kommt Gitarrenmusik)
(Die Wohnungst�r wird aufgeschlossen)
(Egon spielt auf dem Dachboden weiter Gitarre)
Egon hat wohl nicht alle Tassen im Schrank! Das ist Ruhest�rung!
Hast du Hunger? Es gibt Salami. Was ist das f�r eine Begr��ung?
Frag' lieber, ob ich mich gut unterhalten habe.
Hast du dich gut unterhalten? Danke der Nachfrage, Pauline.
Ich habe das Angenehme mit dem N�tzlichen verbunden: 30 Dollar!
Ist das mehr wert als 30 Mark? Der Kurs ist 4:1. Das sind 120 DM!
M�chtest du noch Salami? Nicht zu fassen. H�r dir das an!
Man �bertritt Gesetze doch nur, wenn es sich lohnt!
Fred ist bei ihm. Das h�tte ich mir denken k�nnen.
Sei nett. Fred ist mein Bruder. Was hat er bei Egon zu suchen?
Ich will nicht, da� die beiden zusammenhocken!
Dieser Schwachkopf bringt Egon nur Bl�dsinn bei!
Fred tut niemandem etwas zuleide. Als kleiner Junge war er so s��!
Als Kinder waren wir alle s��! Max! - Du bist heute noch s��.
Vati, ich habe eine gro�e Bitte! Warum schl�fst du nicht, Bri?
Ich kann nicht. Morgen ist in der Schei�-Schule eine Klassenarbeit.
Es hei�t nicht Schei�-Schule, sondern Schule.
Sei ein guter Vati und la�' mich schw�nzen!
Ich bin ein guter Vati und lasse dich nicht schw�nzen.
Dann werde ich vor Aufregung krank. Ist dir das lieber?
Ich lasse mich nicht erpressen, liebe Bri.
Nenn' mich nicht Bri. Das klingt wie K�se.
Du gehst doch in die Schule, damit du etwas lernst.
Angenehme Ruhe, Brigitte. Niemand versteht mich!
Der Mensch ist eine gemeine Marmelade. - Genial!
Kunstst�ck, Sartre. Das ist alles, was man wissen mu�.
Man mu� auch wissen, da� es 23 Uhr ist. Guten Abend und gute Nacht!
Hallo, Vati. Hallo.
Ich bin Rita. Ich wohne nebenan. Das ist mein Bruder Waldemar.
Es war toll heute, Egon.
Bist du musikalisch geworden,Fred? Das liegt in der Familie.
Pauline singt, Egon spielt Gitarre, ich pfeife auf dem letzten Loch.
Das sieht man an deinen Schuhen. Mir fehlen eben reiche Verwandte!
Betrachte Onkel Fred als warnendes Beispiel, Egon!
Hast du 2 Mark f�r mich? Wie bei der Heilsarmee!
Du h�ltst mich f�r einen Versager. Allerdings!
Eines Tages werdet ihr alle �ber mich staunen!
Fred ist kein Umgang f�r dich, Egon.
Der Marmeladenjunge und seine Schwester sind in Ordnung.
�brigens ist sie h�bsch. Sie ist dumm,aber sie bem�ht sich.
Geh' jetzt endlich schlafen! Ich mu� noch denken.
Woran? Ich denke,also bin ich. Gute Nacht.
Dazu brauchst du kein Licht. Licht kostet Geld.
Oder glaubst du, ich stehle? Nat�rlich, Vati.
Wie meinst du das? Jeder stiehlt.
Geld ist zum Stehlen da. Der Feige stiehlt wenig, der Mutige viel.
Das ist gar nicht so dumm. Aber h�chst unanst�ndig!
(liest) "Es gibt keine all- gemein moralischen Werte."
"Der Mensch ist nicht von Anfang an fertig geschaffen."
"Er schafft sich, indem er seine Moral w�hlt."
Du solltest einmal Sartre lesen!
"Beim Menschen geht die Essenz der Existenz voraus."
Er mu� sich selbst verwirklichen, um es einfacher zu sagen.
(liest) "Das Dasein ist ein Seiendes."
"Das Dasein kommt nicht nur unter anderem Seienden vor."
"Diesem Seienden geht es in seinem Sein um dieses Sein selbst."
Der Sartre soll mich am Arsch lecken!
Glaubst du, da� Egon es wei�?
Wie ich mein Geld verdiene. Bestimmt nicht.
Sonst h�tte er's mir gesagt. Er ist doch noch ein Kind.
Von wegen Kind! Sartre liest er! Davon braust es dir im Gehirn!
Oh! Das ist auch nach 16 Jahren noch ein sch�ner Anblick!
Ich habe Fred 2 Mark gegeben. Ich auch. - So ein Schei�kerl!
Ich habe eine Idee. La�' Fred f�r dich arbeiten.
Wenigstens, solange Arthur nicht arbeiten kann.
Lieber Arthur mit Gipsbein als Fred mit zwei linken F��en!
Fred war als Kind so s��... Mit kleinen schwarzen Locken...
Er war so klug. Wir dachten, er wird einmal Professor.
Was aus Kindern wird... Hast du dich gewaschen?
Was wohl aus Egon wird? Er schl�gt aus der Art.
Schon mein Vater und mein Gro�vater waren Taschendiebe.
Egon wird kein Taschendieb! Der wird Gitarrist.
Der Beste! Goldene Schallplatten wird er nach Hause bringen.
Und Brigitte wird Klavierkonzerte geben. Wie Mozart!
Von dir haben sie die Musik, von mir die Fingerfertigkeit.
Eine ausgezeichnete Mischung! Stimmt. Wir k�nnen stolz sein.
Und unsere Kinder k�nnen stolz sein auf ihre Mutter!
Auf Wiedersehen! Auf Wiedersehen!
Brauchst du etwas? Und ob!
27,80 Mark f�r den Metzger. Kein Problem, junge Frau.
Und kann ich zum Friseur gehen? Du kannst. Wie viel?
20 Mark f�r Dauerwelle. Ich bin schon angemeldet.
Mach' dich sch�n. Ich hole dich ab und zahle.
Es ist eine Freude, deine Frau zu sein.
Das Vergn�gen ist ganz meinerseits!
Nimm den Schirm. Es wird regnen. Du wirst es nie lernen!
Ich gehe nur ohne Schirm zur Arbeit. Bewegungsfreiheit!
Es wird trotzdem regnen!
Bitte wechseln. 30 Dollar.
Das sind 118,75 Mark.
Einen Moment bitte.
Was ist? Habt ihr kein Geld? Dann gehe ich zur Konkurrenz!
Wo haben Sie die Dollars her? Und woher haben Sie Ihr Geld?
Die Dollars sind falsch. Das ist ja nicht zu fassen!
Ein Verwandter meiner Mutter hat sie uns aus Amerika geschickt.
Ich brauche ihre Personalien. Walter Michaeli.
Vereidigter Gerichtssach- verst�ndiger, Herzogstra�e 43.
Es tut mir leid, Herr Michaeli.
Na ja, was ist schon Geld. Hauptsache, man ist gesund.
Der rauchte dicke Zigarren. Und im Jackett eine volle Brieftasche!
So ein verkommener Betr�ger!
Geld ist zum Stehlen da! Nicht zum F�lschen!
120 Mark! Daf�r m�ssen wir eine Woche arbeiten.
Eine Brieftasche bringt im Durchschnitt 8,20 Mark.
Das nennt sich Wirtschaftswunder! Und dazu noch mein Gipsbein.
Was hat der Arzt gesagt? In einer Woche kommt der Gips ab.
Ich bringe uns schon durch. Du bist ein prima Kerl, Max.
Pauline sitzt beim Friseur. Und ich habe nur noch 2,50 Mark!
Guten Morgen. Morgen!
Tag, Herr Schilling. Haben Sie Fred gesehen?
Noch nicht. Aber der Tag ist ja noch jung.
Aha! Ausverkauf in der Stoffabteilung...
Du kannst nicht allein im Warenhaus arbeiten!
Stell dir vor, du w�rdest erwischt!
Diese verfluchte Bananenschale. Man m��te die Stadt verklagen!
Sieh mal!
Desiree ist mit den Nerven fertig. Daran wird Fred schuld sein.
Eine Ausstellungser�ffnung! K�nstler haben kein Geld.
Um 12 Uhr ist Pauline beim Friseur. Ohne Geld!
Wie immer, Herr Schilling? Wie immer.
Joe wartet auf Sie. Ich sage ihm, da� Sie hier sind.
Er schuldet mir 20 Mark. Viel- leicht will er sie zur�ckgeben.
Du glaubst wohl an Wunder!
Ich mu� es Ihnen sagen: Fred und ich erwarten ein Baby.
Ich bin im 3.Monat schwanger.
Soll ich dar�ber lachen oder weinen, Desiree?
Ein Kind ver�ndert doch alles. Fred ist schon wie verwandelt.
Er wird arbeiten und mir eine Wohnung einrichten.
So wie Sie f�r Pauline. Um 12 ist sie beim Friseur.
So gut werde ich's auch bald haben. Dauerwellen!
Onkel Max! Was kann ich f�r dich tun, Joe?
Nichts. Ich will etwas f�r dich tun.
Endlich jemand, der etwas f�r mich tut! Wie sch�n!
Dein Gesch�ft l�uft doch nicht. Dann das Pech mit Arthurs Bein...
Ich m�chte dir helfen. Willst du f�r mich sammeln?
Wir bereiten eine gro�e Sache vor. Mehr kann ich nicht sagen.
Wir brauchen noch einen zuverl�ssigen Mann.
F�r dich sind 3.000 Mark drin. Und wenn's schief geht?
10 Jahre Gef�ngnis. Zuviel f�r mich.
Ich bin ein alter Schuster und bleibe bei meinen Leisten.
Schon gut, Onkel Max. Es war nur eine Idee.
Hast du die 20 Mark? Das habe ich ganz vergessen!
N�chste Woche bekommst du sie. Achtung, dicke Luft!
Onkel Max! Sch�n, Sie zu sehen. Ganz meinerseits, Herr Kommissar.
Wie gehts Pauline? Singt sie noch? In der K�che und in der Badewanne.
Du hast Farbe bekommen, Joe. Hoffentlich beh�ltst du sie!
Halt, halt, Onkel Max. Ich wollte sowieso gehen...
Es dauert nur 2 Minuten. Was kann ich f�r Sie tun?
Lizzy, 2 Bier. Ich glaube, du kannst eine Menge f�r mich tun.
Ein gewisser Michaeli wollte heute falsche Dollars wechseln.
Was so alles vorkommt! Das Leben ist voller Geheimnisse!
Diesen Michaeli gibt es n�mlich gar nicht.
Wir wissen nur, da� ein Mann mit Gipsbein auf ihn gewartet hat.
F�r Arthur auch ein Bier. Sie sind der Beste in Ihrem Fach!
Sie auch, Onkel Max. Nein, das ist lange vorbei.
Sie k�nnen es nicht lassen! Doch, es lohnt sich nicht mehr.
Schecks und Kreditkarten haben mein Gesch�ft ruiniert.
Die Reichen haben keinen Pfennig mehr bei sich.
Und bei den Armen... Das macht keinen Spa�.
Ich bin nicht mehr im Taschendieb-Dezernat.
Aber das waren noch Zeiten! Ich jage jetzt die gro�en Fische.
Geldf�lscher zum Beispiel. Ich brauche Ihre Hilfe als Freund.
Wem haben Sie die Dollars geklaut?
Warum glauben Sie mir nicht? Ich bin Versicherungs-Vertreter!
Bei mir bekommen Sie sogar Diebstahl-Versicherungen!
Ich mu� gehen. Pauline wartet! Sind wir nun Freunde oder nicht?
Mit Ihnen w�rde ich Br�derschaft trinken!
Dann sagen Sie mir, wo die 30 Dollar herkommen.
Na gut, Inspektor. Sie haben gewonnen.
Vor 3 oder 4 Jahren lernte ich einen Mann kennen.
Er hie� Walter Lange und handelte mit K�se.
Moment, hie� er wirklich Lange? Ja, ich bin sicher. Walter Lange.
Also dieser Lange, �h...
Zu lange. Ihre Geschichte, Onkel Max.
Die Biere gehen auf meine Rechnung. Ich zahle heute abend.
Geht in Ordnung, Herr Schilling.
Ich habe etwas gefunden, Max! (liest) Hochzeit im Hotel Savoy.
Der Fabrikantensohn Ernst B�umler und die Comtesse von Hohenburg!
Es war Liebe auf den ersten Blick, liebe Festg�ste.
Unsere kleine Christine spielte im Sandkasten.
Ernst fuhr stolz mit seinem neuen Fahrrad an ihr vorbei.
Eine wirklich schicksalhafte Begegnung im Sandkasten!
Aber nicht auf Sand gebaut, wie der heutige Tag beweist.
Eine Hochzeit ist eine ebenso gl�ckliche wie traurige Sache.
Die Kinder sind fl�gge geworden und verlassen das Nest.
Aber lassen Sie sich tr�sten, liebe Eltern.
Vielleicht gibt es bald Grund zu neuer Freude.
Wenn das L�cheln eines Enkelkindes unsere tr�ben Tage erhellt!
Darauf wollen wir ansto�en!
(Gl�serklingen. Eine Kapelle beginnt zu spielen.)
Gratuliere! Alles Gute. Danke vielmals.
Zu welcher Linie der Hohenburgs geh�rt dieser reizende Herr?
Zu gar keiner. Er mu� ein B�umler sein.
Ausgeschlossen, Graf. Die B�umlers kenne ich in- und auswendig.
Dankesch�n. Fertig, Frau Schilling.
Wie sp�t ist es? 12.10 Uhr.
Ich m�chte den Artikel noch zu Ende lesen.
In der Nachbarkabine, bitte.
Hallo, Pauline! Was kostet es? 18.50 Mark.
20 Mark. Stimmt so.
Es hat nicht geklappt.
Es hat nicht geklappt! Das sagst du jedesmal.
H�r' endlich auf mit dem Geklimper!
Mein Vater hat recht. Du bist ein Versager!
Wie sprichst du mit deinem Onkel! Heute kommen sie! Tu etwas!
Was denn? Wir leben verloren in einem gleichg�ltigen Universum...
Das hast du mir vorgelesen. Und es stimmt: Niemand leiht mir Geld.
Geh' zu Fichtel & Co. Sag ihnen... Da war ich schon. Sinnlos!
Wenn sie es abholen... ...bekommst du zwei Ohrfeigen.
Ich bekomme einen Tritt. Mehr wird nicht passieren.
Die Suppe steht auf dem Tisch!
Desiree bekommt ein Kind? Niemals. Doch. Eine kleine, lebende Puppe.
Unm�glich. Nur verheiratete Leute k�nnen Kinder bekommen.
So ist es. I� deine Suppe. Ausnahmen best�tigen die Regel.
(Es l�utet an der T�r) Ich geh' schon.
Mahlzeit!
Was machen Sie denn da? Das sehen Sie doch.
Sie irren sich. Sie sind hier bei Schilling!
Mein Klavier! La�t das Klavier stehen. Raus!
Alle Raten sind bezahlt. Hol' die Quittungen, Pauline!
Egon, hol' die Polizei!
Mami, mein Klavier! Sicher ein Scherz von Arthur.
Nein, Pauline. Das ist kein Witz.
Kompliment! Es ist nicht leicht, ein Klavier zu stehlen!
Wir haben es nur geliehen... Ihr habt es verkauft!
Du siehst das falsch, Max. Verkauft und wieder gemietet!
3 Monatsmieten haben wir bezahlt. Aber vom Kaufpreis!
Und 3 Monatsmieten schuldet ihr dem H�ndler!
Ich hatte dich um Geld gebeten! Um die Klaviermiete zu zahlen?
Dann w�re die ganze Aufregung erspart geblieben!
Den eigenen Vater bestehlen! So eine Schande!
Du Widerling! Verkauf doch deine Zupfkiste!
Wie viel habt ihr bekommen? 600 Mark.
Was habt ihr damit gemacht? Er hat die Miete...
Pferderennen. Todsichere Sache! Alle waren bestochen. Jockeys,...
Nur das Pferd nicht? Es blieb beim Start stehen.
Die Quote w�re 100:1 gewesen! Das beruhigt mich. Raus!
Er hat es doch gut gemeint! Raus!
Diebstahl, F�lschung, Betrug! Wessen Idee war das?
Meine. Es war eine bl�de Idee.
Gar nicht so bl�d. Das ist das traurige!
Wor�ber seid ihr traurig? Da� ich gestohlen habe?
Oder da� ich Vati bestohlen habe? Gute Frage. - �ber beides.
Fred sagt, er habe sich beim Pferderennen noch nie geirrt.
Deshalb kann er sich auch kein zweites Paar Schuhe leisten!
Gewonnen! "Pinsel" hat gewonnen!
Wie soll man das vorhersehen? - Das liegt am Trainer!
Ich wette auf jedes Pferd, das Schmalzke trainiert.
Pferdeverstand mu� man haben! Der Sieg bringt �ber 200 Mark!
Ich werde verr�ckt! Mein Wettschein ist weg!
Ich setze immer auf die 8. Meine Gl�ckszahl!
Ich setze auf alle Pferde, die Schmalzke trainiert.
Er ist der beste Trainer!
(Brigitte spielt eine Melodie. Pauline singt dazu.)
Bittesehr. Danke, Herr Schilling.
Wei�t du, wem wir das verdanken?
Aber ein bi�chen auch Fred. Das Pferderennen war seine Idee.
�ber Fred wird in diesem Haus nicht mehr gesprochen!
Entschuldige, Pauline! Wir sprechen wieder �ber Fred.
Er meint es doch immer nur gut.
Das gen�gt aber nicht in diesen schweren Zeiten!
Vergi� deinen Schirm nicht. Ach so, ich wei� schon.
Pa�' auf dich auf.
Ich mu� jetzt gehen.
Darf ich noch etwas bestellen? Ich habe solchen Hei�hunger.
Lizzy! Morgen lade ich dich zu Kalbshaxe ein.
�bermorgen kaufe ich dir zwei Umstandskleider. Warte ab!
Was darf's sein, junger Mann? Was Desiree bestellt, zahle ich.
Sieh' ihr nicht in den Ausschnitt! Hab' ich doch gar nicht.
Geguckt hat er schon. Aber daf�r ist ein Ausschnitt da.
Ich mu� jetzt gehen.
Diese Schlampe!
Keine Angst, mit halben Portionen gebe ich mich nicht ab.
Fred hat kein Interesse an Ihnen. - Von wegen. Aber Joe gen�gt mir.
Sie Schlampe! Wie ordin�r! Tag, Herr Schilling.
Wo hast du denn Fred gelassen? Er ist gegangen. Arbeit suchen!
Ist der krank? Wohin denn? Joe hat ihn irgendwo hingeschickt.
Lizzy! Ist Joe in der N�he? Er kommt gleich zur�ck.
Tag, die Herren. Guten Tag.
Setzen Sie sich. Aber nur zuschauen.
Ich brauche keine Hilfe. Nur gute Karten!
Ich verliere, und er jammert! - Der kann sich's leisten.
Der verdient genug f�r drei! - Was ihr so alles glaubt!
18. Passe. 20? 22, 24?
Ich passe. Ooh! �h... ich habe nichts gesagt.
Soll ich mit diesem Blatt vielleicht weiter reizen?
Gut, ich sage nichts mehr. Herz Hand!
Contra... Geben Sie doch contra!
Contra! - Re! Jetzt zeig' ich's euch!
Moment! Nicht so! Haha!
Onkel Max!
Wei�t du, wo Fred ist? Ist es wichtig?
Wir hatten Streit. Ich will mich mit Fred vers�hnen.
Ich habe ihm Arbeit besorgt. Auf der Kegelbahn.
Das ist prima, Joe!
(Englisch) Er ist ein guter Mann.
Die haben hoch verloren! Danke, Herr Schilling!
Sch�n, dich zu sehen, Max. Wie geht's der Familie?
Bestens. Das neue Klavier ist da.
Bist du Million�r geworden? Ich kann nicht klagen.
Wei�t du, warum ich hier bin? Du wirst's mir schon sagen.
Ich will mich mit dir vers�hnen. Pauline zuliebe.
Einverstanden, Max. Obwohl du dich schlecht benommen hast.
Du spinnst wohl, Lausel�mmel! Die Zeiten sind vorbei, Max.
Bist du gr��enwahnsinnig, seit du Kegel aufstellen darfst?
Ich habe mich ver�ndert. Ja. Zum Kotzen!
Ein Versager, gut. Aber ein gr��enwahnsinniger Versager?
Ich wollte dir ein Angebot machen. Du solltest f�r mich arbeiten.
Gut, da� du's nicht gemacht hast. Ich h�tte abgelehnt.
Etwas gef�llt mir nicht... Aber mir. 3000 Mark in 30 Minuten.
Das verdiene ich heute Nacht. Viel Geld f�r 1/2 Stunde Arbeit!
Die Arbeit hier ist nur ein Alibi.
Die Feigen stehlen wenig, die Mutigen viel!
Und du bist pl�tzlich mutig? Der Mensch plant sich selbst, Max.
Verstehe. Du bist nur ein kleiner Fisch.
Eine Sardine! Ich bin noch viel weniger. Aber nur bis heute Abend!
Was mu�t du f�r das Geld tun? H�ltst du mich f�r bl�de?
Allerdings. La�' die Finger davon.
Wenn ich erwischt werde, bekomme ich 3 Monate Gef�ngnis.
F�r die Kinder bin ich dann im Urlaub.
Wenn ich zur�ckkomme, erwartet mich meine Familie.
Wenn sie dich erwischen, bekommst du 10 Jahre.
So lange dauert keine Reise.
Dann gibt es keine Familie und kein Zuhause mehr.
La�' die Finger von der Sache. Du bist ein Versager.
Ich war einer, Max. Versager bleibt Versager.
Und aus einem kleinen Fisch wird kein Haifisch.
Das ist gegen die Natur.
Sardine!
Was ist? Warum schl�fst du nicht?
Wei�t du, was ich bin? Eine Sardine.
Ich bin m�de. Ich will nicht lachen.
Fred hat recht. Ich bin ein kleiner Fisch.
Die Feigen stehlen wenig, die Mutigen viel.
Die Nacht ist zum Schlafen da, Max.
Und ich liege im Bett. Auch nicht schlecht!
Ich m��te beim Pferderennen sein. Oder im Spielcasino.
Mein Gro�vater war schlauer.
Bei K�nigin Victorias Kr�nung hat er 600 Pfund verdient.
Ist das mehr als Mark oder weniger?
Heute Paris, morgen Madrid oder Br�ssel.
Ein Taschendieb kann sich keine Familie leisten.
Sonst klebt er.
Ich klebe! Und ich habe Angst, wenn du nicht zu Hause bist!
Bis ich deinen Schl�ssel im Schlo� h�re.
Ich f�rchte immer, sie k�nnten dich erwischen.
Ich wei�. Deshalb komme ich immer schnell zur�ck. Sogar mittags!
Du und dein Schei�-Beruf! Ich kann halt nichts anderes.
Aber ich. Am G�rtnerplatz-Theater h�tte ich singen k�nnen!
Aber dann kam Egon. Und ich bin froh, da� ich jetzt klebe.
Ich auch, Pauline. Ich habe mich nur �ber Fred ge�rgert.
Dieser L�mmel! Schon als Kind war er frech.
Er h�lt mir belehrende Vortr�ge: "Der Mensch plant sich selbst"...
Diesen Bl�dsinn quatscht er doch nur Egon nach!
Pauline! Wenn Fred unseren Jungen...
Wo ist Egon? Ich h�re seine Gitarre nicht.
Im Bett wird er sein. Heute Nacht, hat Fred gesagt...
Ich finde k�ssen bl�d. Sex ist einfach unw�rdig.
Egon! Vati! Mu� das sein?
La�t euch nicht st�ren. Macht nur weiter.
Ein moderner Mensch, dein Alter. Toller Knabe!
Hast du schon Erfahrungen?
Aber sprich bitte nicht dar�ber.
(Auf der Stra�e ist eine Polizeisirene zu h�ren)
Ein Lohngeld-Raub! 600.000 Mark, und dazu steuerfrei!
Damit hat man ausgesorgt, wenn man es gut anlegt.
Du mu�t erst die Kosten abziehen. 600.000 Mark bleiben nicht �brig.
Stimmt, da sind Vorarbeiten. Das ist keine Kleinigkeit.
Das mu� monatelang geplant werden. Und das kann nicht einer allein.
Ich w�re gerne dabei gewesen! Ich auch, Onkel Max.
Ein F�hn ist das heute!
Liegt er noch in deinem Bett? Du Drecklappen, ordin�rer!
Was ist denn nun los?
Fred ist verschwunden. Die ganze Nacht war er weg.
Ich wei�, da� er scharf auf dich ist. Und du auf ihn!
Joe war heute Nacht bei mir!
Dann kann Fred nicht bei ihr gewesen sein!
Der gemeine Kerl! Wo soll er denn sonst sein?
Er war die ganze Nacht bei dir. Verstehst du?
Er hat mich betrogen. Obwohl ich ein Kind bekomme!
Halt's Maul, du bl�de Gans! Er war bei dir! Versteh' doch!
Sonst gibt's ein Ungl�ck! Und jetzt hau ab. Hau ab!
Da drau�en wimmelt es von Polizisten.
Die g�nnen den R�ubern das Geld nicht.
F�r dich ist heute Feierabend, Max!
(Lautes Gel�chter)
Ich mu� mit Ihnen Reden, Joe. Mu� ich auch hierbleiben?
Sie k�nnen gehen. Gr��en Sie Pauline und die Kinder.
Komme ich nicht in Frage? Tut mir leid.
Sardine!
Was gibt's, Herr Kommissar?
Warst du heute Nacht brav in deinem Bettchen?
Im Bett schon, aber nicht in meinem.
Bist du m�de? Das kommt vom F�hn.
Psst, Max! Was machst du denn hier?
Eigentlich nichts. Naja, ich habe auf dich gewartet.
Ein Haifisch bist du aber nicht geworden!
Wir haben unsere Pl�ne verschoben. Wegen des Raubes.
Kannst du am Bahnhof einen Koffer f�r mich abholen, Max?
Ich kann nicht selbst gehen. Ich mu� mit Desiree zum Arzt.
Du L�gner! Du willst mich in die Sache reinziehen!
Weil du selbst zu feige bist! Ich mu� den Koffer holen!
Dann bekomme ich die 3.000 Mark. Auf dich f�llt kein Verdacht.
Ich bin doch nicht bl�d! Hast du schon gefr�hst�ckt?
Nein. Wurst f�r meinen Freund.
Benimm dich wie immer. Versteck' dich nicht, stottere nicht.
Nimm' dir ein Beispiel an Joe. Der l��t sich nichts anmerken.
Joe hat auch ein Alibi. Er war bei Lizzy.
Nur Desiree rennt herum und heult. Das hat Joe gar nicht gefallen!
Nimm dich zusammen! Sonst siehst du dein Kind erst in 10 Jahren.
Reicht dir eine Wurst? Mach's gut.
Gib' nicht mehr aus als fr�her, wenn du die 3.000 bekommst.
So wie immer!
(liest) An dem Raub waren mindestens 3 T�ter beteiligt.
Vermutlich war es eine internationale Bande.
(Es l�utet an der T�r) 600.000! Alles andere ist K�se.
Alles hat einen Anfang und ein Ende. Wie die Wurst.
Ich hoffte, Fred w�re hier! Reg' dich nicht auf.
Wann hast du ihn zuletzt gesehen? Heute mittag.
Hatte er einen Koffer bei sich? Nein. Um 5 Uhr ging er wieder.
Er wollte schnell zur�ck sein. Jetzt ist es 21.30 Uhr!
Gesch�fte dauern manchmal l�nger. Hast du Hunger?
Pauline, gib ihr eine Gurke.
Als Mutter hat man immer Angst. Und fast immer umsonst.
Sie hatten recht. Fred war letzte Nacht bei mir.
Ich wei� alles! Und ich w�nschte, er w�re bei Lizzy gewesen.
Das w�re mir viel lieber. Nicht vor dem Kind, Desiree.
Desiree bekommt also ein Baby. Ich m�chte wissen, was da los ist.
Fred ist etwas zugesto�en! Nichts ist ihm passiert!
Ich kann es nicht mit anh�ren! Was ist los, Egon? Was wei�t du?
Hau ab, Brigitte. Jetzt, wo's spannend wird?
Geh' in dein Zimmer. Das ist ungerecht.
Fred ist �ber alle Berge. Mit 600.000 Mark!
F�r eine Stunde Arbeit. Jetzt macht er Ferien. Gro�artig!
Du liest zuviel Bl�dsinn. Fred w�re schon �ber 6 Mark froh!
Wei�t du etwas Genaues?
Auch aus einem Versager kann etwas werden. Wenn er es will!
So ein Quatsch! Das ist kein Argument.
Du darfst Fred nicht mit dir vergleichen.
Du kannst es nicht, aber er konnte es tun!
Pa�' auf deine Finger auf, Vati.
Der L�mmel wei� es, Mutti.
(Pauline schluchzt leise)
H�r auf zu weinen, Mutti.
Da� Vati Taschendieb ist, wei� ich seit Jahren.
Ich finde dich prima, Vati. Das habe ich auch Rita gesagt.
Trotzdem werde ich kein Taschen- dieb. Ich werde ein gro�er Fisch!
Ich mach's wie Fred!
Ich habe dir nie gesagt, was ich tue.
Ich wollte dich anst�ndig erziehen und dir ein Vorbild sein.
Das geht jetzt nicht mehr.
Ich wei� nicht, was ich dir sagen soll.
(Es l�utet an der T�r) Fred! Das wird Fred sein!
Fred!
Ist Herr Schilling zuhause?
Ja? Kommen Sie mit.
Er wurde von hinten erschossen. Wahrscheinlich im Auto.
Sie warfen ihn die B�schung hinab. Daher die Sch�rfwunden.
Eine Kugel kostet 1,50 Mark. Viel weniger als sein Anteil!
Und Tote reden nicht. Zwei Fliegen mit einer Klappe!
Paulines Bruder, nicht wahr?
Herr Schilling!
Wir tappen v�llig im dunkeln. Deshalb brauchen wir Ihre Hilfe.
Wir glauben, da� Sie uns helfen werden.
Der Ermordete war bestimmt an dem Raub beteiligt.
Bisher ist es allerdings nur ein Verdacht.
Ja, das kann stimmen.
Sicher. Warum h�tte man den armen Kerl sonst t�ten sollen?
Welchen Umgang hatte Fred? Hatte er neue Freunde?
Wir hatten Streit. Ich habe ihn l�nger nicht gesehen.
Sie haben ihn aber in der Kegelbahn besucht.
Ich wollte mich mit ihm vers�hnen.
Joe hat ihm die Stelle verschafft. Ja, das wu�te ich.
Das reicht nat�rlich nicht aus. Gegen Joe liegt kein Verdacht vor.
Wir haben Ihnen alles erz�hlt. Jetzt erz�hlen Sie mal.
Warum sollte ich etwas wissen? Seien Sie vern�nftig.
Paulines Bruder wurde ermordet. Wollen Sie seine M�rder sch�tzen?
Das w�re ein Verbrechen. An den Menschen, an Fred und an Pauline.
Sie sind ein kleiner Gauner, aber auch ein feiner Kerl.
Mord verabscheuen Sie doch genauso wie wir.
Ich wei� nichts, Herr Kommissar. Sie wollen niemanden verraten.
Aber bei Mord h�rt die Ganovenehre doch auf!
Ich wei� von nichts.
Sie und Kommissar Friedrichs sind doch alte Bekannte.
Kann Sie das nicht umstimmen? Nein.
Er will niemanden verraten. Das ist es.
Was halten Sie von 5.000 Mark Belohnung, Herr Schilling?
Das w�re herrlich. Aber leider.. Gehen Sie.
Diese verfluchte Ganovenehre! Selbst beim eigenen Schwager!
Ich m�chte etwas mit dir besprechen, Joe. Um 15.30 Uhr.
F�r meine Freunde bin ich immer zu sprechen.
(Brigitte spielt "Der fr�hliche Landmann" auf dem Klavier)
Hast du kein Herz im Leib? Mehr als du!
Ich ertrage es nicht mehr! La�' sie. Es �ndert nichts.
Brigitte!
Hab' ich kein Herz, weil ich Klavier spiele?
Spiel' nicht "Der fr�hliche Landmann". Spiel' etwas ernstes.
Finger�bungen? Die sind traurig. Ja.
Finger�bungen sind traurig.
(schreibt) Ich gehe zu Joe, um abzurechnen.
Joe ist Freds M�rder. Und vielleicht auch meiner.
Geh' zu Kommissar Friedrichs.
Das war Fred als kleiner Junge. Qu�lt euch nicht noch mehr!
Egon!
Ich k�nnte jetzt kluge Vortr�ge halten. Aber ich tu's nicht.
Dieser Brief ist f�r dich. Um 19 Uhr �ffnest du ihn.
Falls ich dann nicht zur�ck bin. Sonst gibst du ihn mir wieder.
Hast du verstanden? Verstanden. Was hast du vor?
Ehrenwort? Ehrenwort.
Ich bin um 18 Uhr zur�ck. Ja.
Komm mal her, Desiree!
Fred hat 3.000 Mark verdient, bevor er starb.
Ich hole das Geld. F�r dich und das Baby.
Aber sag' nichts!
Am Freitag kommt der Gips ab, Max. Gut, Arthur.
Wie geht's der armen Desiree? Das Leben geht weiter.
Tag, Herr Schilling.
Joe wartet in meinem Zimmer. Er hat sich hingelegt.
Es ist noch nicht aufger�umt. Das st�rt Sie hoffentlich nicht.
Wollen Sie nicht kiebitzen? Ich gebe Ihnen 10 Mark daf�r!
(Die Skatspieler lachen)
Joe?
(Englisch) Ein guter Mann... Ein sehr guter Mann...
(Schritte auf der Treppe)
Hast du Angst gehabt?
Ist er abgehauen? Ja, alle beide.
Die beiden Herren sind weg.
Du hattest recht. Kleiner Fisch bleibt kleiner Fisch.
Wie Joe sollte man sein. Der Bo�!
M�chtest du ein M�rder sein? Wer das Geld hat.
W�rdest du f�r Geld jemanden t�ten? Nein... ich wei� nicht.
Ich bin ja noch sehr jung. Was nicht ist, kann noch werden?
Der Tod ist doch nur schlimm, wenn es einen selbst trifft.
Oder Fred. Ja ja, Egon. Du hast ganz recht.
Der Mensch plant sich selbst. Und meistens ziemlich schlecht.
Er hofft, da� es seine Kinder besser machen.
Das sind doch nur Gedanken.
Bei solchen Gedanken bekomme ich eine G�nsehaut!
Du willst etwas besseres werden, als dein Vater. Das ist gut so.
Du meinst: Vater Buchhalter, Sohn Direktor.
Aber Vater Taschendieb, Sohn M�rder - das ist keine Karriere.
600.000 Mark haben und behalten, das ist schon eine Karriere.
�ber solche Karrieren lese ich oft in der Zeitung.
Und dann denke ich: Ich bin doch ein anst�ndiger Mensch.
Den Umst�nden entsprechend. Naja. Komm!
Glaub' mir, am Ende beh�lt die Bank das Geld.
Es geht nur zeitweise spazieren. Das w�re schade.
Ich sagte zu Mutti: Du wirst froh sein, wenn Egon Taschendieb wird.
Keine Sorge, Vati. Ich gebe nur an.
Joe hat sich vielleicht hingelegt. Aber nicht in Ihrem Zimmer!
Vielleicht ist er kurz weggegangen. Er kommt sicher gleich zur�ck.
Lizzy, Sie m�ssen mitkommen. Was wollen Sie von mir?
Ich habe alles gesagt. Au�erdem kann ich hier nicht weg.
Beeilen Sie sich. Ich wei� wirklich nichts!
Und mit Joe ist auch alles in Ordnung.
Ich hole meinen Mantel. Aber machen Sie keine Dummheiten.
Onkel Max!
Joe wurde ermordet. Kopfschu�. Genau wie Fred.
Man fand ihn an der gleichen Stelle.
Scheu�lich! Haben Sie keine Vermutung, Onkel Max?
Vielleicht begegne ich dem Biest.
Dann werde ich ihm zureden, sich der Polizei zu stellen.
Das ist mir recht.
Das ist eine Gemeinheit! Mitten in der Arbeitszeit!
Joe hat mir versprochen, keine Dummheiten mehr zu machen.
Komm, Arthur. Ich brauche dich.
Joe ist tot, Arthur. Er war doch gerade noch im Cafe!
Ein Kopfschu� dauert nicht lange.
Willst du immer noch wie Joe werden, Egon?
Der Bo� wollte er werden!
Warum rennst du so? Wir gehen arbeiten.
Oh, Verzeihung. - Mach mir das mal nach. Du brauchst es gleich.
Einen Kunden habe ich schon ausgesucht. Ein Haupttreffer!
Oh, Entschuldigung.
(Lautsprecher) Auf Gleis 12 f�hrt der Zug aus Stuttgart ein.
Ich bin Student. Mir fehlen 2 Mark f�r die Fahrkarte.
Ich nix verstehen! Hau ab! Bitte geben Sie mir 2 Mark.
Entschuldigen Sie. Leider habe ich hinten keine Augen!
Darf ich um Feuer bitten?
Entschuldigung! Passen Sie doch auf!
Ich habe ein Gipsbein. Da steht man nicht so sicher.
Suchen Sie was? Ja. Den Gep�ckschein.
Der ist nicht in der Brieftasche. Den habe ich gestohlen.
Ich habe schon mal die Brieftasche gestohlen! Im Variete.
Da waren falsche Dollars drin. Nummer 213 bitte!
Ich habe den Schein verloren! - Ohne Schein bekommen Sie nichts.
(Beamter) Gehen Sie zur Polizei. Und lassen Sie mich verhaften!
Her mit dem Schein! Nein. Zwei Tote sind genug.
4 von 6 Kugeln. 2 fehlen, du M�rder.
Ich teile mit Ihnen. Halb und halb, o.k.?
300.000 f�r jeden. (Englisch) Ein guter Mann!
Was h�ltst du von dem Angebot? Nicht schlecht, oder?
Sieh dir den Bo� gut an. Der Mensch plant sich selbst,oder?
Halt, halt! Haltet ihn!
Polizei!
Du Ferkel! Du Ferkel!
Geh' schlafen. Es war ein schwerer Tag.
Vati! Ja?
Ach, nichts. Ich wollte dir etwas sagen, aber...
Vati! Ja, mein Junge?
Eines Tages kaufe ich dir ein Haus mit Swimming-Pool.
Nach meiner ersten Goldenen Schallplatte!
Das Haus geht in Ordnung. Aber ohne Swimming-Pool.
Ich bin doch kein Fisch. Doch. Ein gro�er!
M�chtest du ein Brot? Warum lachst du?
Ich wei� nicht. Seit heute trage ich einen Heiligenschein.
Ich sehe aber keinen. Das ist ja das traurige.
Heiligenscheine sieht man nicht.
(Englisch) Du dreckiger Bastard!
Du dreckiger Bastard!
Danke, meine Herren. Das war's.
Das haben Sie gro�artig gemacht!
Sie sind ein toller Bursche! Sie verwechseln mich.
Keine falsche Bescheidenheit! Der M�rder hat Sie erkannt!
Der Herr mit den Handschellen? Der mu� kurzsichtig sein.
Wir wollen Sie nicht verhaften. Sie sollen die Belohnung bekommen!
Darf ich wissen, wof�r? Sie strapazieren unsere Geduld.
Wie Sie den Kerl im Bahnhof ge- stellt haben, das war kein Verrat.
In welchem Bahnhof? Ich war im Kino, in "Gr�nende Heimat".
Ich habe Zeugen daf�r.
Sind Sie �bergeschnappt? Sie sollen 5.000 Mark kassieren!
Wenn Sie die Belohnung nicht nehmen, rede ich mit Pauline.
Wissen Sie, was passieren w�rde? Es w�rde in den Zeitungen stehen.
"Taschendieb f�ngt M�rder". Dazu ein gro�es Foto von mir.
Die Nachbarn w�rden mich nicht mehr gr��en.
Pauline w�rde beim Einkaufen schief angesehen.
Die Kinder in der Schule w�rden Brigitte anspucken.
Das kann ich nicht zulassen.
Ich glaube, Herr Schilling hat nichts mit der Sache zu tun.
Er hat ein Alibi.
Teilen Sie das Geld doch auf. Zwischen Desiree und Lizzy.
Eine gute Idee, Herr Schilling. Kann ich jetzt gehen?
Brigitte soll nie erfahren, da� Sie Taschendieb sind?
Da gibt es nur eine M�glichkeit. Da bin ich aber neugierig!
Wechseln Sie den Beruf, Onkel Max.
Neuigkeiten!
Wieder zwei gleich lange Beine! Ich f�hle mich wie neu geboren!
Kann's losgehen? Es kribbelt mir in den Fingern.
Du machst ein Gesicht wie 3 Monate ohne Bew�hrung!
Nein, ich freue mich f�r dich.
F�r uns sollst du dich freuen! Ja, ja. Ich freue mich f�r uns.
(Verk�ufer) Heureka, der Wunderkitt. Nur 1 Mark die Tube.
Die Sensation der Weltaustellungen in Br�ssel, Chicago und Augsburg.
Das Ergebis jahrelanger Forschung.
Machen sie ihrer Frau und ihren Kindern eine Freude.
F�r den l�cherlichen Preis von 1 Mark.
Wer m�chte noch das Wundermittel? Nur 1 Mark die Riesentube...
Die wollen nicht mehr. Wer will nicht mehr?
Meine Finger. Hast du Rheuma?
Ich bin nicht mehr mit dem... Wo ist meine Brieftasche?
Er kann es nicht mehr! Er kann es nicht mehr!
Jetzt weinst du vor Freude. Bald weinst du vor Kummer.
Weil wir kein Geld mehr haben werden!
Darum mu�t du dich k�mmern. Ich verlange mein Wirtschaftsgeld!
(Es l�utet an der T�r)
Keine Angst, Pauline. Heute komme ich privat.
Was verschafft uns die Ehre? Wir wollen Br�derschaft trinken.
Geht das? Katz und Maus? Das geht.
Was sagst du dazu, Pauline?
Wie hei�t du? Otto.
Warum bist du wirklich gekommen?
Um dir deine Belohnung zu bringen. Du hast sie verdient.
Bei uns herrscht n�mlich Ordnung. Mach's nicht so spannend!
Du wirst rund um die Uhr beschattet, Max.
Hast du dir das ausgedacht? Ja. Als Belohnung.
Da kannst du sehen, mit wem ich mich alles duze.
Max klaut nicht mehr. Er hat's mir versprochen.
Wenn du ihr nicht glaubst, kannst du wieder "Sie" zu mir sagen.
Ich glaube ihr. Und dir glaube ich, sobald du eine Stelle hast.
Das kann lange dauern. Ab morgen. Bei Pichtelmayer.
Delikatessen, westf�lischer Schinken, Kaffee...
Pichtelmayer ist mein Duzfreund. Er sucht einen Lagerverwalter.
Lagerverwalter? Das k�nnte mich interessieren...
Ich warne dich! Die haben ein modernes Kontrollsystem!
Und sowas empfiehlst du mir? Ja. Geh' gleich hin.
Die Polizei als Freund und Helfer! Das hast du sch�n gesagt, Max.
Sie sind eine prachtvolle Frau.
Was meinst du, Pauline?
Mein Max ergreift einen ehrlichen Beruf!
Westf�lischer Schinken! Herr Lagerverwalter!
Beeil dich. Kaffee haben die auch.
Nimm deinen Schirm, es wird regnen.
Das ist der sch�nste Tag meines Lebens!
Wie geht's der Gattin? Kommen Sie uns mal besuchen!
Es wird uns eine Ehre sein, Herr Oberpostrat.
Was wird werden, Max? Ich werde ein anst�ndiger Mensch.
Kann ich da mitmachen?
Anst�ndig mu� man alleine werden, Arthur!
Untertitel: Peter Endres - Hessischer Rundfunk -
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