All language subtitles for Die Br+-cke (1959)

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Original subtitles

(Wasser rauscht)

(anschwellendes Motorenger�usch eines Flugzeugs)

(Pfeifen einer herannahenden Bombe)

(Sirenen heulen)

* Sirenenpilz.

(dramatische Musik)

* K�belwagen.

(dramatische Musik)

(Frau) Wenn's hier jetzt doch losgeht mit den Bomben?

So schlimm wird's schon nicht werden.

Au�erdem so lange wird das nicht mehr dauern, Frau Bernhard.

Hoffentlich. Meinen Jungen haben sie n�hlich auch noch gemustert.

Den Sigi? Aber den k�nnen sie doch nicht mehr holen.

Meinen Sie?

Also, Herr Doktor, in 5 Tagen bringe ich Ihnen die W�sche wieder.

An den Hemden ist ziemlich viel zu machen.

Es eilt ja nicht damit. - Schon gut, Herr Doktor.

Auf Wiedersehen, Frau Bernhard. - Auf Wiedersehen!

* Leiterwagen.

(dramatische Musik)

* Leute steigen aus dem Luftschutzkeller.

Frau Major, das war ja 'ne Bombe! - Ja, das wei� ich. - Das ganze Haus hat gezittert.

Wissen Sie, wo es eingeschlagen hat? - Dr�ben am Fluss.

(Mann) Jetzt aber schnell nach Hause. Komm.

Waren Sie denn nicht im Keller?

Mit dem Pferd?

Warten Sie. - Danke sch�n, ich schaff' das schon.

Ich wei� es ja. Wie Sie nur alles schaffen allein!

Um die vielen Fremdarbeiter auf Ihrem Gut, haben Sie denn gar keine Angst?

Doch, manchmal schon. Aber ich kann mich doch vor meinem Jungen nicht blamieren.

Gr�� Gott, Frau Major! Gr�� Gott, Frau Bernhard!

Ich bring Ihnen nachher noch W�sche r�ber*. - Ja, ich bin zu Haus. * Gr�� Gott und 'r�ber' bedeuten den S�den.

Sagen Sie, Frau Borchert, Albert hat mir erz�hlt, dass sich Ihr Junge noch freiwillig gemeldet hat?

Ja. - Lassen Sie denn das zu?

Die Borcherts waren doch alle Offiziere.

Sch�nen Dank f�r Ihre Hilfe. - Nichts zu danken.

Auf Wiedersehen, Frau Borchert. - Wiedersehen.

(dramatische Musik)

(Mann) Nein, das war ein ganz schweres Ding*! * Die Bombe.

(Leute reden durcheinander)

Darauf k�nnen Sie sich verlassen. Ich habe es doch selbst geh�rt.

(Mann) Na ja, nur nicht die Nerven verlieren! - Guck mal den an!

(Mann) Nur die Ruhe bewahren!

Na, Herr Ortsgruppenleiter*, Sie wollen wohl verreisen? * der NSDAP

Ach nee, Herr Rentorff!

Sie wittern wohl Morgenluft*. * Glauben es ausnutzen zu k�nnen.

Mit Leuten, die das Vertrauen zur Partei untergraben, machen wir kurzen Prozess!

Merken Sie sich das, Herr Rentorff!

(Forst) Du, Emma, komm doch endlich!

Ich kann doch nicht alles so stehen und liegen lassen.

Mach schon! Hast du die Atteste*? * Bescheinigungen von einem Arzt.

Gott, die hab ich vergessen!

Das auch noch!

Herr Forst! - Was ist denn?

Wenn Sie wieder mal Holz schlagen lassen in meinem Wald, dann fragen Sie mich aber bitte zuerst!

Das werde ich nicht tun! Hier geht es um den Endsieg!

Merken Sie sich das, Frau Major!

Was hast du denn schon wieder mit der Frau Major gehabt? - Das geht dich gar nichts an!

Da sind die Atteste. - Na, endlich! Setz dich da. Los, beeil dich!

Wir m�ssen noch an der Schule vorbeifahren.

Dazu haben wir jetzt keine Zeit mehr.

Sei froh, dass du hier rauskommst.

Ich muss dem Jungen doch �Auf Wiedersehen� sagen!

In einer halben Stunde geht schon der Zug.

Ich werde Walter doch alles erkl�ren.

Worauf warten Sie? Fahren Sie doch endlich!

(Junge) Walter, gib doch mal ab!

Dann spiel doch alleine.

Beeilt euch doch! Los, los!

(Lehrerin) Was macht ihr denn da schon wieder?

Das war ein ganz sch�nes Kaliber. Habt ihr geh�rt, wie die runterkam?

Wenn bei uns mal so ein Ding auf den Kasten* f�llt... * Das Geb�ude.

Aber dann vor der Mathematikstunde!

Mensch, dann schick doch Churchill mal den Stundenplan*! * Die Zeiten, wann Bombenangriffe stattfinden sollen.

(Lehrer) Wollt ihr nicht in die Klasse gehn oder soll ich euch 'ne Extraeinladung schicken?

Mal langsam, immer mit der Ruhe!

Gl�ck muss der Mensch haben.

Jetzt haben wir noch 'ne halbe Stunde Englisch und nachmittags kein Gel�ndedienst.

(Jungs reden durcheinander)

Franziska!

Kommst du nachher mit zur Br�cke? Da soll die Bombe runtergegangen sein.

Ja, aber erst muss ich nach Hause.

(alle reden durcheinander)

Du, kannst du mir deine Mathearbeit geben? - Ja klar.

Du, Mutz, wei�t du, was ich habe? - Nein.

Wirklich nicht? - Ganz bestimmt nicht.

Rate mal. - Na, sagst du schon?

Guck mal. - Wo hast du denn die her?

Aus dem Luftschutzkeller. - Toll.

Was hast du denn da? - 'ne Maus.

Du, die lass ich im Unterricht laufen. - Wetten, dass du dich nicht traust?

Das werd ich dir beweisen.

(Franziska schreit)

Komisch...

Du bist doch die gr��te Flasche*, die hier ruml�uft. * Dummkopf.

Das stimmt schon wieder nicht mehr!

Nee, laut Wehrmachtsbericht wurde der Raum Oberbach nach schweren K�mpfen ger�umt.

Mann, Oberbach! Dann sind sie* ja schon s�dlich an uns vorbei! * Die Alliierten.

Uns lassen sie links liegen*. * Werden sie umgehen.

Die sollten uns mal einsetzen, damit sie die Kurve noch kriegen*. * Es schaffen.

Unsere Kleinstkinder: die �Garanten der Zukunft�!

Komm, lass ihn doch in Ruhe! - Halt's Maul, du!

Die Amerikaner haben einen richtigen Keil gebildet.

Stimmt. Hier kann man sie abschneiden. Aber hier ist eine ganz offene Flanke.

Da schmei� ich hier 'ne Panzerdivision rein. - Bist du verr�ckt? Dann ist doch die ganze Kampflinie unterbrochen!

Darf ich die Herren vom Generalstab bitten, die Englischstunde fortzusetzen*? * Durch den Bombenangriff unterbrochen.

Na, Mutz!

Entschuldigung. Aber ich musste die Front hier zur�cknehmen. Danke.

Tja, Krieg spielen macht Spa�, was?

Willst du auch Offizier werden? - Nee, der wird Lokomotivf�hrer.

Wirklich?

Na ja, fr�her wollte ich das mal werden.

Na und? Bald brauchen wir wieder mehr Lokomotivf�hrer als Soldaten.

Wie meinen Sie das, Herr Studienrat!?

Nat�rlich erst im Frieden.

Oder hast du was gegen den Frieden, Borchert?

Nat�rlich nicht, Herr Studienrat.

Wir fahren in der �bersetzung fort. Hager, schlag mal auf.

(z�gerlich) Wenn du mich nicht sch�tzt...

(fl�stert) Liebst. - Wenn du mich nicht liebst,

dann sollen sie...

mich finden.

Dann sollen sie mich finden.

Wenn ich durch ihre Wut sterbe,

(fl�stert) Ist es besser...

ist es besser, als wenn du mich nicht liebst.

(fl�stert) Ein ganzes Leben...

Ja. Ein ganzes Leben lang.

(Lachen)

Ich danke f�r deine Bem�hungen, Hager. Und dir nat�rlich auch, Franziska.

Jetzt wollen wir uns mal anh�ren,

wie unsere Romantiker* diese Verse �bersetzt haben. * Schlegel/Tieck.

Lies mal, Scholten. Dir macht das doch Freude.

�Vor ihnen h�llt mich Nacht in ihren Mantel.* * Romeo and Juliet, II, 2.

Liebst du mich nicht, so lass sie nur mich finden.

Durch ihren Hass zu sterben, w�r mir besser,

als ohne deiner Liebe Lebensfrist.

Wer zeigte dir den Weg zu diesem Ort?

Die Liebe, die zuerst mich forschen hie�.

Sie lieh mir Rat, ich lieh ihr meine Augen.

Ich bin kein Steuermann,

doch w�rst du fern wie Ufer, die das fernste Meer besp�lt,

ich wagte mich nach solchem Kleinod hin.

Du wei�t, die Nacht verschleiert mein Gesicht.

Sonst f�rbte M�dchenr�te meine Wangen

um das, was du vorhin mich sagen h�rtest.

Gern hielt ich streng auf Sitte,

m�chte gern verleugnen, (stockt)

was ich sprach.

Doch weg mit F�rmlichkeit!

Sag, liebst du mich?

(Schritte) Ich wei�, du wirst's bejahn,

und will dem Worte trau'n, doch wenn du schw�rst...�

Forst, schlie� das Fenster.

�So kannst du treulos werden.

Wie sie sagen, lacht Jupiter des Meineids der Verliebten.

(laute Autos) O holder Romeo!

Wenn du mich liebst, sag's ohne Falsch.

Doch d�chtest du, ich sei zu schnell besiegt,

so will ich finster blicken...�

* Er jagt das Auto seines Vaters vollbepackt und bereit zur Abreise.

(Motorenger�usche von drau�en)

Bernhard, mach du das Fenster zu.

Lies weiter, Scholten.

Mir geh�rt's.

Dann nehmen Sie sein Gep�ck da weg, Sie sehen doch, welch schweren Koffer ich habe!

Helfen Sie doch!

(Lokomotive pfeift) R�cksichtslosigkeit.

Also, mach's gut.

Warum geht's denn nicht endlich los? Was stehen wir hier noch rum?

(Schaffnerin) T�ren schlie�en! Zur�cktreten!

Na, heul doch nicht! Sei froh, dass du rauskommst!

Walter!

Mach's gut, mein Junge.

Auf Wiedersehn.

Auf Wiedersehen!

Das hast du ja prima gemacht!

Wie kommst du denn �berhaupt hierher?

Wieso bist du nicht in der Schule?

Nicht mal �Auf Wiedersehen� hab ich ihr sagen k�nnen!

Das ist jetzt unwichtig!

Hauptsache: Mutter ist in Sicherheit.

Du wolltest sie blo� los sein!

Was f�llt dir ein?

Stimmt's vielleicht nicht?

K�mmer dich nicht um meine Angelegenheiten!

Sonst kannst du was erleben!

(Zug �bert�nt ihre Stimmen)

* Waschk�che.

Tagchen.

Sigi. Da bist du ja! Hab ich mir Sorgen gemacht*! * Wegen des Bombenangriffs.

Aber warum denn? Wir waren doch im Keller.

Die ganze Englischstunde war im Eimer.

Englisch. Wozu braucht ihr jetzt Englisch?

Komm.

Wir wollen essen.

Vielleicht passiert jetzt jeden Tag so was.

Wenn sie euch blo� zu Hause lie�en! - Was soll ich zu Hause?

Was gibt's denn heut?

Wei�kraut.

Schon wieder! - Ich hab doch nichts anderes!

Ich geh mal schnell zur Br�cke. Ob was passiert ist.

Das kannst du nachher machen! Jetzt wird erst gegessen.

(Mutter ruft) Sigi, nun mach schon!

Was ist denn, Junge?

Wart mal, ich muss Alberich noch f�ttern.

Na, wie geht's denn?

Sigi, ich hab Tante Wally geschrieben. - Na, und?

Ob du da nicht vielleicht ein paar Wochen hin kannst.

Was? Ich soll t�rmen*!? * Fliehen.

Was soll'n denn da die anderen sagen?

Hach, was hei�t denn �t�rmen�!? Du bist doch kein Soldat!

Guck mal. Wotan hat schon wieder alles aufgefressen.

Bei Tante Wally k�nntest du dich auch jeden Tag richtig satt essen.

Und du? - Ich h�tte dann doch deine Marken*. * Essenkarten.

Sonst haben wir doch nichts extra.

Zum Tauschen habe ich ja nichts mehr.

Und du brauchst dringend ein paar Schuhsohlen!

Dann gebe ich dir lieber meinen Wotan.

Aber mich kriegst du hier nicht weg!

(Mutter seufzt)

(lautlos)

* Friseursalon seines Vaters.

Na, Karl? - Danke sch�n, Frau Barbara.

Wir haben schon Mittag gemacht*. * Zum Mittagessen geschlossen.

Das klemmt schon wieder!

Lassen Sie mich das machen.

Gott, das hast du aber sehr geschickt gemacht.

Was ist denn das?

Geben Sie es her.

Was soll denn das, Karl?

Nichts.

Hat nichts zu bedeuten.

Wirklich nichts.

Das mein ich doch auch.

Bitte.

Entschuldigen Sie bitte.

Aber da gibts doch nichts zu entschuldigen.

Nun mach schon. Dein Vater wartet schon mit dem Essen.

Ja.

* Im Hintergrund sind �ber einen Volksempf�nger (Funkger�t) Nachrichten �ber �Hausfrauen und M�tter� und �Heimarbeit� zu h�ren.

Tach, Vati. - Tag, mein Junge.

Hast du Hunger? - Ja.

Ich muss aber gleich wieder weg. - Wohin denn?

Ich will mir den Bombentrichter ansehen. - Jetzt wollen wir erstmal essen.

Wenn da ein Bombentrichter ist, dann ist er auch nach der Suppe zu besichtigen.

Danke, mein Junge.

Komm mal, fang an.

(Ansager im Radio)

Noch einen L�ffel? - Danke.

Na, schmeckt's? - Prima.

Fein.

Sag mal, was macht denn Barbara noch unten? - Die hat ja noch zu tun.

Gut, dass wir die haben, wie? - Ja, sehr. Bitte.

Ich geh runter, mal nachsehen.

Waschen und legen? - Ja danke, aber ich habe erst um 6 Uhr B�roschluss.

Dann kommen Sie eben sp�ter.

Tag, Frau Weber. - Tag, Herr Horber.

Frau Weber m�chte Waschen und Legen, aber sie hat bis 6 Uhr Dienst.

Ich kann leider nicht fr�her kommen. Mein Chef sagt immer:

An der Front gibt's auch keinen Urlaub f�r Haarschnitt.

Ach nee, hat er das gesagt?

M�chte mal wissen, wo er das herhat. Der ist doch dauernd u.k. gestellt*. * Unabk�mmlich, vom Wehrdienst befreit.

Aber kommen Sie ruhig nach 6. - Danke sch�n!

Oder haben Sie heute Abend was vor, Fr�ulein Barbara*?

Nein, Herr Horber. - Na gut, dann komme ich um 6. Wiedersehen.

Auf Wiedersehen, Frau Weber. - Wiedersehen.

Sag mal, Barbara, wo hast du... (T�r �ffnet sich)

Sagen Sie mal, Fr�ulein Barbara, Wo haben Sie die Bezugsscheine f�r die Seife hingelegt?

Hier, in die Kasse. - Ach ja, richtig.

Bist du schon fertig? - Ja, Vater.

Wann kommst du nach Hause?

Ich gehe nachher noch zum Bootsbau. Tsch�ss. - Tsch�ss, Karl.

* Bei Worten zu ihr wechselt er vom offiziellen �Sie� zum vertraulichen �Du� und zur�ck je nachdem, wer anwesend ist.

Bootsbau. Die haben Sorgen.

Lass ihn mal.

Der geht sicher mit 'nem netten M�dchen spazieren.

Das glaube ich nicht.

Als ich 16 Jahre alt war...

Ja, du.

Wo hast denn du die Zigaretten her? - Von Walter Forst.

Aus dem Bestande des Herrn Ortsgruppenleiters.

Willst du eine? - Nein, danke. Von dem nicht.

Was ist dieser Walter Forst eigentlich f�r ein Junge?

Mit dem kann man Pferde stehlen.

Aber sonst ein ganz armes Schwein.

Warum?

Ich sch�tze, der glaubt an gar nichts mehr*! * Bezogen auf den Nationalsozialismus.

An was glaubst du denn?

Bestimmt an alles, was Papa gesagt hat.

Papa hat immer gesagt: gerade sitzen.

Leine straff halten und die Z�gelfaust senkrecht.

Aber da hatten wir noch richtige Kutschpferde.

Das wollen wir unserem Dicken nicht nachtragen*. * Das dicke alte Pferd ist doch nicht schuld.

* Sie sitzen auf dem Kutschbock ihres Einsp�nners (Pferdekutsche).

Na, Gott sei Dank, dass Sie da sind, gn�dige Frau.

Ich hab schon Angst gehabt, es ist was passiert.

Es ist �berhaupt kein Grund zur Aufregung.

Wladimir, komm mal her.

(Polnisch*) Komme schon. * Schauspieler Daniel Olbrychski.

* J�rgens Vater ist an der Front gefallen, und J�rgen gibt den Gutsherrn und kommandiert die Fremdarbeiter (arbeitsverpflichtete Kriegsgefangene).

(J�rgen) Ist Post f�r mich gekommen?

(Haush�lterin) Nein, hab nichts gesehen.

Ich verstehe das nicht, dass meine Einberufung immer noch nicht da ist.

Die werden damit warten, bis du erwachsen bist!

Komm, hilf mal lieber.

Heute Nachmittag fahre ich bei Major Saldern vorbei*. * Um wegen der Einberufung vorzusprechen.

Kinder im Krieg, so weit kommt's noch!

Mama, verbiete ihr doch endlich diese ewige Meckerei.

Lass sie doch. Du wei�t doch, wie sie es meint.

Da, unsere Seifenzuteilung.

Was die so Seife nennen!

Und im W�ldchen schlagen sie auch schon wieder Holz!

Ja, ich wei�. - Das brauchen sie f�r Panzersperren.

Unser Holz? - Ich kann's doch auch nicht �ndern.

Hoffentlich lassen sie wenigstens die Tannen am Nordhang stehen.

Aber, Mama, auf die paar Tannen kommt es doch jetzt auch nicht mehr an!

Wenn Papa noch lebte, h�tte er bestimmt...

Da hast du Recht. - Entschuldige, bitte.

Schon gut. Spannst du aus? - Nat�rlich.

(J�rgen ruft) Na los, arbeitet mal ein bisschen.

Tut was.

(zum Pferd) Na komm, Dicker, komm. Los doch.

(Frau Borchert) Hab ich euch jetzt genug Holz f�r euer Boot geschickt?

Ja, danke, Mama! Damit k�nnen wir zwei bauen!

(Feilenger�usche) H�r auf mit dem Krach, Albert. Es ist ja nicht zum Aushalten!

Bin gleich fertig.

Dass Sie �berhaupt lesen k�nnen bei dem Krach!

Ach ja, das geht schon.

Haben Sie gute Nachrichten von zu Hause?

Da ist jetzt dauernd Alarm.

Mutter schreibt, sie k�me kaum noch aus dem Keller.

Und sie ist sehr froh, dass ich jetzt hier bin*.

Ja, ich auch. Wer hat denn heute noch zwei starke M�nner im Haus?

�brigens, wolltest du nicht die Verdunklungsrollos im Wohnzimmer in Ordnung bringen?

Ja, mach ich. - Ja, dann mach aber auch.

* Hans ist evakuiert in diese Ortschaft und in der Wohnstube bei Mutz einquartiert.

Wieder keine Post von Vati? - Nein.

Es sind schon 23 Tage.

(bedr�ckt) Ja.

Ach Mutti, das hat doch gar nichts zu bedeuten.

Wei�t du, pl�tzlich kriegen wir einen ganzen Stapel Briefe.

Wei�t du, die halten n�mlich bei der Offensive alle Post zur�ck,

damit nichts verraten wird.

Meinst du?

(munteres Kinderlachen)

* Die Bombe ist neben der Br�cke eingeschlagen. ** Karl, Franziska und Klaus lehnen an der steinernen Einfassung.

Na siehst du, ist ja gar nichts passiert.

Blo� die Holzbude.

Der Brummer* ist auch ins Wasser gegangen. * Lastwagen.

Den hat nur der Luftdruck* umgeschmissen. * Die Druckwelle nach der Explosion.

Mehr ist nicht.

Dummes Volk! Seid doch froh, dass nichts passiert ist!

Der quatscht auch, dass die Milch sauer wird.

Wo ist denn der Sigi eigentlich hin? - Wei� nicht.

Sigi!

Ja, was ist?

Was macht denn der in unserer Burg?

(ruft) Alles in Ordnung?

Keine besonderen Sachsch�den und Verluste!

* Ein Baumhaus, die �Burg� der Jungen neben der Br�cke.

Ich geh nach Hause.

Ja, wir gehn auch. Nicht, Franziska? - Ja, von mir aus.

Wir sehen uns ja noch.

Gehen wir noch spazieren? - Ja, wenn du noch Zeit hast.

Ich hab schon Zeit.

Hast du denn Zeit?

Ja, aber nur ein bisschen.

Los, komm.

Klaus!

Was war denn heute morgen in Englisch mit dir los?

Gestern hast du den Text ganz gut gekonnt.

Das konnte ich auch, aber ich kann solchen sentimentalen Quatsch nicht sagen:

�Liebst du mich nicht, so lass sie nur mich finden�!

Wenn du es sagst, finde ich es auch komisch.

Du, ich muss jetzt zum Turnen. Wie sp�t ist es denn?

F�nf vor halb.

Wo ist denn deine Uhr?

Als Mutter krank war, haben wir sie f�r Butter eingetauscht.

Da, schenk ich dir.

Du kannst mir doch keine Uhr schenken.

Warum denn nicht?

Du bist verr�ckt, Klaus.

Aber vielleicht leihen?

Warum?

Damit du was von mir hast.

Aber wenn du sie brauchst, dann sagst du es!? - Bestimmt.

Sie hat Leuchtziffern. Das ist sehr praktisch bei Verdunkelung.

(Frau lacht)

(M�nnerstimme, Frauenlachen)

(Mann und Frau reden)

Komm, mach mir das mal zu.

K�nnen wir jetzt? - Los.

He, warte mal einen Augenblick!

Was ist denn los? - Ich fahre ja schon auf der Felge.

Typisch Mutti, die f�hrt immer ohne Luft. - Gib mir mal deine Pumpe.

Die Pumpe hat sie sich auch klauen lassen. - Halte mal, bitte.

Sag mal, Hans.

Damals bei den Bombenangriffen...

Ja, was denn?

Hast du da Angst gehabt? - Na, und wie!

Du warst richtig feige? - Na klar!

Das gibst du einfach so zu? - Warum denn nicht?

Das find ich toll.

Bist du fertig? - Ja.

Jetzt bin ich gespannt, ob der Forst den Leim besorgt hat.

Guck mal! Unser Liliputaner*. * Sigi.

Leim haben wir, Holz haben wir, unser Boot schwimmt!

War es sehr schwierig? - Nee, wieso?

Na Mensch, bevor heute einer Tischlerleim rausr�ckt...

War keiner da zum Rausr�cken. Der stand ganz verlassen herum.

�R�der m�ssen rollen f�r den Sieg!�* * NS-Slogan.

Mensch, gemein!

Du bist vielleicht ein Held! - Was willst du? Das war nur eine Mutprobe.

Eine Mutprobe von dir, was? Ausgerechnet von dir!

Guckt mal.

Kommt mal her. Hier hat einer was versteckt.

Was hat er denn da? Das ist eine Reuse.

Menschenskinder! Das war der Osterhase.

Der versteckt doch keinen Schnaps. - Woher wei�t du dann, dass es Schnaps ist?

Echter deutscher Edelkorn, 42-prozentig.

1A Eierlik�r!

Die Eier findet der Osterhase aber bestimmt nicht wieder.

Du willst doch wohl nicht klauen? - Was hei�t hier klauen?

Das hat doch einer mit ganz schlechtem Gewissen verfummelt.

Der ist direkt erleichtert, wenn das Zeug weg ist.

Gut, dann werden die Flaschen geteilt. Wie viel sind es denn?

Z�hl mal! 1, 2, 3, 4, 5, 6.

Los, r�ber damit. Da dr�ben ist eine R�hre.

(reden durcheinander)

Runter damit. - Los, Sigi, du kriechst in die R�hre!

Immer ich!

Du bist ja auch der Kleinste.

Beeile dich doch. - Ich mache ja schon.

Warum m�ssen die anderen eigentlich auch was abkriegen? Wir haben doch die Flaschen gefunden.

Nee, ich! - Daf�r bekommst du auch zwei Flaschen.

�Gemeinnutz geht vor Eigennutz*�, Herr Ortsgruppenleiter! * NS-Slogan.

Quatsch.

Das sag mal deinem Vater, du. - Pass auf!

Los, Herrschaften, beeilt euch, sonst kommen wir zu sp�t. Na, macht schon!

Und ich? Wer nimmt mich mit? - Du bleibst da, schmei� dich ins Wasser, du Pflaume*! * Versager.

Kommt schon!

(Lehrerin z�hlt beim Turnen) 1, 2, hopp!

Schneller, hopp!

1, 2, hopp!

(Fahrradklingeln)

Albert Du, wir haben Schnaps f�r dich! - Was soll ich denn mit Schnaps?

(Lehrerin) Was f�llt euch denn ein?

* Sportlehrerin Sigrun (Inge Benz)

Heb ihn auf!

Na Karl, wo warst du denn?

Hast du was?

Ach n�.

Na komm, dann wollen wir mal wieder.

Na, Jungs, habt ihr Leim gekriegt? - Ja, hier, Herr Studienrat.

Das war sicher sehr schwer, was? - (ironisch) Ja, sehr.

Borchert, sag doch deiner Frau Mutter, dass der Holzh�ndler die letzten Sperrholzplatten geschickt hat.

Ich bedanke mich sch�n daf�r.

Nanu, wo steckt denn der Borchert?

Horber, hol die Platten schon mal rein.

Du sollst die Platten holen, Karl.

Komm, gib mir mal den Schraubenzieher.

So, dar wird jetzt richtig abgehobelt.

Ihr m�sst erst richtig dagegen dr�cken.

(Studienrat) Junge, das stimmt doch gar nicht. Guck dir mal ein paar Zeichnungen an.

Hier muss noch eine Verstrebung rein.

Sind auch blo� alle Schlampen!

Was hast du gesagt?

Die Weiber sind alle Schlampen! - Du bist ja verr�ckt!

Ja, auch deine Franziska!

Gib mir mal die S�ge r�ber.

Sag das noch mal!

(Junge) Wenn's in drei Wochen fertig ist,

sind vielleicht schon die Amerikaner hier.

Bist du verr�ckt!? Die schmei�en wir...

Bei Oberburg hat ein F�hnlein* Hitlerjugend * F�hnrich?

den Bahnhof zwei Tage lang gehalten.

Und nach den zwei Tagen? - Wieso?

Ich frag ja nur. Was war denn da mit dem Bahnhof?

Herrschaften! Jetzt geht's los! Hier ist meine Einberufung!

Wir m�ssen uns morgen fr�h in der Kaserne melden.

Ist es wirklich wahr?

Was?! - Ich war beim Standortoffizier*. Hier ist meine Einberufung. * Mit pers�nlicher Vorsprache.

Eure liegt bestimmt schon zu Hause.

Wann geht's denn endlich los? - Morgen fr�h um 7.

Und ich hatte mir Sorgen wegen der Mathe-Arbeit gemacht.

Ich freu mich so! Ob wir alle in eine Gruppe kommen?

Sch�tze Forst, bittet Sch�tze Scholten, vorbeigehen zu d�rfen.

(reden aufgeregt durcheinander)

Ich muss noch Frontber�hrung haben, bevor ich zum Offiziersanw�rter ernannt werde.

Herr Studienrat, Entschuldigung. Bauen Sie jetzt das Boot mit einer anderen Klasse weiter?

Was?! Unser Boot?

Daran basteln wir doch weiter, wenn wir zur�ckkommen. - Na eben!

Ja, dann bauen wir noch ein Kriegsschiff draus.

Und dann setzen wir dich da rein!

Herr Studienrat, die Werkzeuge.

Los, lasst mich das aufr�umen.

Ihr wollt sicher nach Hause gehen.

Na dann, los, ab nach Hause!

(reden durcheinander)

Komm Albert, beeil dich! Los, steig schon auf!

Wie gibst du deinen Eltern Bescheid? - Ich schreibe.

Ich versuche mal zu telefonieren. - Warum denn nicht?

Kommt endlich. - Jetzt m�ssen wir uns aber beeilen. - Ich komme doch schon.

Habt ihr die Ger�te wegger�umt? - Ja, Fr�ulein. - Wiedersehen.

(Wasserpl�tschern, Duschger�usch)

Was machst du denn da?

Nun komm mal wieder raus, aber ein bisschen fix.

Gib mal die Flasche her.

Lik�r, was? - Ich wei� nicht.

Hast du noch mehr von dem Zeug? - Ich nicht.

So? Und die anderen? Wo habt ihr das gestohlen?

Gestohlen? Das haben wir gefunden!

Aha. Komm mal mit.

Fundunterschlagung wird mit Gef�ngnis bis zu 3 Jahren bestraft.

Aber ich muss doch morgen zum Milit�r.

Was musst du? - Ja, zu Hause liegt die Einberufung.

Bestimmt.

Muss ich jetzt mit zur Polizei?

Nee. Zu deiner Mutter, damit sie dich erst mal trockenlegt.

(T�rklinke klackt)

Sigi!

Was ist denn?

Ich bin nur ausgerutscht.

Ist meine Einberufung schon da?

Ja. - Wo ist sie denn?

(stottert) Der... der kann doch nicht zu �n Soldaten!

Der... der is� doch noch �n Kind! - Ich bin kein Kind!

Aber wie siehst du denn aus? Du bist ja klitschnass! - Das macht nichts.

Sofort aus den nassen Sachen raus!

Du willst dich wohl erk�lten, was?

Morgen liegst du mit einem Schnupfen im Bett.

Kommt gar nicht in Frage! Ich muss morgen fr�h in der Kaserne sein!

Herr Wollschl�ger!

Das ist bestimmt ein Irrtum. Sie m�ssen das doch wissen!

Tja, die zieh�n jetzt noch alles ein!

Dann schick ich dich weg. Setz dich hin.

Dann schick ich dich weg zu Tante Wally. Ja!

Da kannst du dich verstecken. - Ich bin doch kein Deserteur!

Herr Wollschl�ger, was soll ich denn machen?

Frau Bernhard, ich glaube, da k�nnen Sie gar nichts machen.

Und �ber den Schnaps, na ja, da will ich noch mal hinwegsehen.

Wo hast du denn den Schnaps her?

Den kannst du tauschen. Und Wotan auch!

Vielen Dank auch.

Die Bengels haben sich am Fluss ein Schnapslager angelegt.

Das ist nat�rlich strafbar. - Strafbar?

Dann sperren Sie denn Sigi doch ein, bis alles vorbei ist,

sonst... - Aber Mutter!

(schluchzt)

Das ist doch Wahnsinn!

Ich kann dazu nichts sagen, Frau Bernhard.

Ich bin im Dienst. Das m�ssen Sie verstehen.

Mutter?

Ja, Sigi?

Du hast noch den kleinen Koffer. Leihst du mir den?

F�hrst du doch zu Tante Wally?

Ich m�chte nicht mit einem Pappkarton in die Kaserne.

Das sieht doch albern aus!

Ja.

Ja, das sieht albern aus.

(schluchzt)

Na, Junge, da bist du ja endlich.

Na und?

Da ist Post f�r dich. Deine Einberufung.

Karl, das kann doch nicht mehr so schlimm werden!

Sie m�ssen euch ja erst ein paar Monate ausbilden.

Bis dahin... - Na, dann seid ihr mich ja los!

Was soll das hei�en? - Ich hab euch...

Raus! Gehen Sie! Was suchen Sie denn hier?

Ich will Sie nicht mehr sehen! Raus! Gehen Sie! Ich will Sie nicht mehr sehen!

Karl!

So gehen Sie doch! Ich will Sie nicht mehr sehen! Raus!

Was f�llt dir ein? Bist du verr�ckt geworden?

Komm, Barbara, lass uns einen Augenblick allein.

Was ist denn, Karl?

Ihr seid ja froh, dass ich weg muss.

Dann seid ihr allein, ihr beiden. - Karl...

(z�gerlich) Ich wei� nicht, warum du so bist.

Schlie�lich wenn zwei erwachsene Menschen wie Barbara und ich...

Du hast doch Barbara auch gern.

W�re es dir nicht recht, wenn sie jetzt immer bei uns bleibt?

Nun lass doch das Packen sein!

Das hat doch Zeit bis morgen fr�h.

Na sch�n.

Wenn du wieder vern�nftig bist, kommst du r�ber.

Dann k�nnen wir miteinander reden.

Ich m�chte nur wissen, was in den Jungen gefahren ist.

(Barbara) Er ist doch noch ein Kind.

Das ist es ja. Ich habe gedacht, er ist schon viel vern�nftiger.

Und solche Kinder wollen sie in den Krieg schicken!

So was geh�rt nicht in die Kaserne, sondern in den Kindergarten!

Komm, reg dich nicht auf! - Jawohl, in den Kindergarten sollte man ihn schicken!

Du musst noch den Trecker nachsehen lassen*. * Jemand wegen des Traktors kommen lassen.

Ja, J�rgen. Mach dir nur keine Sorgen.

Ich werde mich schon um alles k�mmern.

Gn�dige Frau! Die Fremdarbeiter!

Was ist damit?

Sie sind alle weg. - Was?!

Was machen wir denn jetzt?

Eigentlich m�sste man sofort die Polizei verst�ndigen oder die Ortsgruppenleitung.

Nein. Das ist J�rgens letzter Abend.

Diese Herrschaften will ich heute nicht im Haus haben.

Aber die Vorschriften sind doch so streng, Gn�dige Frau.

Als unl�ngst bei Lettmanns zwei ausgerissen waren und die das nicht gleich gemeldet haben...

Ja, ich wei�. Ich mache das schon.

Morgen fr�h.

Trude, kannst du uns nicht allein lassen?

Wie willst du denn ohne die Leute fertig werden?

Wahrscheinlich werden sie mir andere schicken.

Aber unsere waren inzwischen schon umg�nglich geworden.

Wer wei�, was jetzt kommt.

Na und? Was soll ich machen?

Das ist alles ein bisschen mulmig* geworden. - Das kann man wohl sagen! * Unbehaglich.

Gerade jetzt muss ich weg!

Aber J�rgen, du kennst mich doch.

Im Notfall werde ich mich schon verteidigen.

Das ist ja die Pistole von Papa! - Ja.

Die hat man mir damals zur�ckgeschickt.

Mama, darf ich die haben?

Nimm sie mit.

Danke, Mama.

Du, Mutti, du wei�t gar nicht, was du mir damit f�r eine Freude gemacht hast!

Mit dem Ding hat mir n�mlich Papa das Schie�en beigebracht.

Als Offiziersanw�rter darf ich schon eine eigene Waffe tragen.

Wann willst du morgen aufstehen? - Wir fr�hst�cken doch noch zusammen, Mama.

Nat�rlich. Ich lass uns um halb 6 wecken.

Gute Nacht, Mama.

Gute Nacht, mein Junge.

Ich finde es gro�artig: Du hast immer Haltung!

Nimm nur nicht zu viel mit. Das musst du nachher doch alles in Waschbeutel und Tornister packen.

Hier, dein Pullover. - Leg ihn doch dahin.

Was willst du denn mit dem Messer? - Das nehme ich doch mit.

So ein Quatsch! Wir spielen doch nicht Indianer.

Aber der Bannf�hrer hat doch gesagt, nachts schie�t man nicht.

Da arbeitet man nur mit dem Messer. - So ein Unsinn!

Der hat wohl auch zu viel Schm�kerhefte* gelesen. * Abenteuergeschichten.

Hans, Sie m�ssen auch noch nach Hause schreiben.

Hier sind die Str�mpfe. - Wir bekommen doch Wehrmachtssocken, Mutti.

Ihr m�sst ja was zum Wechseln haben.

(witzelt) W�hrend der Schlacht wechselten die Krieger ihre Socken...

Wie sich Mutti den Krieg vorstellt!

Ich will mir diesen Krieg �berhaupt nicht vorstellen! Sieh dir das an!

Musst du sie immer so lange tragen, dass man sie kaum mehr stopfen kann?!

Ich glaube, das sind meine. Ich mache das schon.

Machen Sie das zu Hause auch? - Nein. - Na also.

Mutti, ich brauche noch Seife.

Geh mal in die K�cke. Im Schr�nkchen liegt noch ein St�ck Kernseife.

Das k�nnt ihr euch teilen. - Danke sch�n.

Mensch, Prima, Kernseife*! Das h�tte ich wissen sollen. * Zum W�schewaschen.

Die h�tte ich mir schon l�ngst geklaut.

(Mutter schluchzt leise)

Frau Mutz.

Ja, Hans?

Ich danke Ihnen auch, dass ich hier sein durfte.

Aber Hans, dann muss ich mich ja auch bedanken, dass Sie hier waren.

Aber warum denn?

Es war so gut, dass Sie hier waren. F�r Albert und...

Sie sind doch so erwachsen!

Na, wenn das meine Mutter h�rte.

Im Schr�nkchen ist keine Seife!

Dann sieh doch mal im K�chenschrank unten nach.

Bitte, Hans, pass auf ihn auf!

Ja, ich...

Jetzt haben Sie zum ersten Mal �Du� zu mir gesagt.

Ich verspreche es Ihnen. Ich pass auf.

Und pass auch auf dich auf, h�rst du!?

(Klopfen eines Stempels)

Ulkig, morgen fr�h sitzt du ganz allein in der Klasse.

Finde ich gar nicht ulkig.

(Telefon klingelt)

* Klaus wartet auf eine Verbindung mit Bremen; er ist aus seiner Heimatstadt evakuiert und �landverschickt�.

Ja, Postamt 2.

Nein, der Postwagen h�ngt erst am Personenzug.

12 Uhr 17. Ja, es hat sich ge�ndert.

Paul, wir haben schon wieder Schwierigkeiten mit 12:17.

Was sagen denn deine Eltern, wenn du so lange wegbleibst?

Die machen Krach.

Willst du denn lieber gehen? - Das bisschen Krach ist doch jetzt egal.

Wirklich?

(Schritte)

Meinen Sie, dass es noch lange dauert?

Tja, wenn die in Berlin Luftangriff haben,

dann werden wir keine Verbindung kriegen.

Kann man denn das nicht feststellen? - Na ja, ich werde es mal versuchen.

Ach, geben Sie mir doch mal 3-14.

Du, Otto. Wie ist die Luftlage?

Ja, danke.

Vorl�ufig nur Einfl�ge im Raum Hannover-Braunschweig.

Vielleicht haben wir doch Gl�ck.

Du, wie sp�t ist es denn schon?

Guck mal. Man sieht es ganz genau bei den Leuchtziffern.

Du, Franziska. - Ja?

Ich m�chte dich was fragen.

Was denn?

Aber du darfst es mir nicht �bel nehmen!

Bestimmt nicht?

Du kannst doch fragen, was du willst, Klaus.

Es ist unser letzter Abend.

Darf ich die Uhr wieder haben?

Wei�t du, wenn ich nachts auf Sp�htrupp gehe,

dann ist eine Uhr mit Leuchtziffern sehr wichtig.

Da, bitte.

(Telefon klingelt) Hier Postamt 2, ist dort Bremen?

Kann ich schon sprechen? - Jawohl!

Hallo Mutter, bist du da?

Wie? Was?

Nein, mir geht's gro�artig.

Du, ich werde morgen eingezogen.

Wachstube der Kaserne

Was willst du denn hier? - Hast dich wohl verlaufen, wat*? * Berliner Akzent.

Hier. Ich habe eine Einberufung. - Einberufung?

Aber doch nicht nach Ladenschluss! Kannst du nicht bis morgen fr�h warten?

Der hat Angst, der verpasst det Freibier beim Endsieg!

(Radio) Achtung. Achtung. - Ruhig mal!

�Der Bombenangriff �ber Hannover-Braunschweig - Mach mal lauter.

hat nach Osten abgedreht.

Mit einem Angriff auf Berlin ist zu rechnen.�

Dat h�r ick gerne.

Dein Typ ist hier noch nicht gefragt, Junge. Bei uns ist man p�nktlich.

Ich kann nicht nach Hause.

Mensch, lass ihn doch da, Paul.

Na sch�n. Leg dich da hin.

* An der Wandtafel, O.v.D - Offizier vom Dienst.

Hier hast du eine Decke. - Danke sch�n.

(beschwingter Jazz)

Ihr Vater l�sst Ihnen sagen, Sie sollen die Niggermusik abstellen.

Sie st�rt ihn.

Wobei st�rt sie ihn denn? - Beim Packen.

Der soll doch endlich mal die Musik abstellen!

Bring mir doch noch den dunkelblauen Anzug. Der hat gerade noch Platz.

Anni, wo...

F�hrst du in den Urlaub?

Walter.

Ich muss... Wei�t du, ich hatte einen Anruf von der Gauleitung.

(ruft) Wo sind denn blo� die Zigarren?

Immer ist in diesem Haus hier alles verr�umt.

Wei�t du, Wir haben n�mlich eine dringende Lagebesprechung.

Und dazu brauchst du deinen blauen Anzug? - K�mmere dich nicht drum. Geht dich nichts an!

Hier ist er.

Ja, gib ihn her.

Ich werde morgen fr�h Soldat, Vater. - Ja, ich wei�.

Aber der Ortsgruppenleiter Forst geht stiften* - * Flieht.

�F�r F�hrer, Volk und Vaterland�!

Nimmst du Fr�ulein M�hlmann auch gleich mit? - Was?

Na, die vom Wirtschaftsamt!

H�ltst du den Mund! - Das wei� doch die ganze Stadt!

Deswegen hast du Mutter doch weggeschickt, damit du mit diesem Weibsst�ck abhauen kannst!

Du hast ja getrunken! - Ja, deinen Schnaps!

Sonderzuteilung f�r die Parteif�hrer an der Heimatfront!

Du solltest dich was sch�men!

Wenn wir uns nach dem Krieg mal wiedersehen...

Dich seh ich nicht wieder, verlass dich drauf!

Na warte. Ab morgen wirst du endlich mal geschliffen.

Dann werden die dir deine Hammelbeine schon langziehen.

H�chste Zeit, dass du Soldat wirst und Disziplin lernst,

du, Rotzjunge, und endlich ein Mensch wirst!

So ein Mensch wie du?

(T�ren knallen)

(Musik spielt immer noch)

(T�rklinke klackt)

Du hast doch auch mit dem Alten geschlafen!? Red doch!

(schreit) Red doch! Nun red doch!

Dein Vater war aber viel zarter.

Erste Gruppe! - Achtung!

Im Laufschritt Abmarsch!

Willst du aus den Hosenschei�ern etwa noch Soldaten machen?

Nee. Feuerdeckung!

Zieht euren Hintern ein!

Der Kleine nach rechts.

Kopf runter.

Warum schmei�t du deine Knarre auf den Dreck?

Damit willst du doch noch schie�en!

Die ganze Gruppe zur�ck. Marsch, Marsch!

Volle Deckung!

�Zur�ck� brauchst du nicht zu �ben, das machen die schon von ganz alleine.

Was soll schon der Quatsch?!

Was fragst du mich? Frag die da oben.

Und weil's so sch�n war, auf, noch mal!

Hinlegen!

Verdammt noch mal, jetzt reicht's mir aber! - Hoch mit euch!

Hinlegen!

Zur�ck! Marsch, Marsch!

Achtung!

(Geschrei vom Exerzierplatz)

Entschuldigen Sie bitte, aber Papierkrieg* f�hren wir n�mlich auch noch. - Bitte sehr. * Es gibt auch Papiere zu erledigen.

Bitte, nehmen Sie doch Platz. - Danke.

Sorgen Sie daf�r, dass ich nicht gest�rt werde.

Was f�hrt Sie zu mir?

Die Jungs aus meiner letzten Klasse

sind in Ihrer Kompanie. - Ja, ich wei�.

Herr Fr�hlich,

ich komme als Kollege zu Ihnen.

Sie sind doch auch Lehrer?!

Ich bin seit 5 Jahren Soldat!

Sie sind u.k. gestellt? - Ja, mein Herz.

Sagen Sie, Herr Kollege, was f�r F�cher unterrichten Sie eigentlich?

Englisch, Geschichte, Deutsch.

Ich nehme an, dass Sie wegen Ihrer Jungs zu mir gekommen sind.

Ja, ich wollte Sie bitten...

Ich kann nicht einsehen,

dass diese Kinder jetzt zum Schluss noch sinnlos geopfert werden sollen!

Ich habe mich mit Ihren Jungs unterhalten, Herr Stern.

Es sind Idealisten.

Sie glauben, dass sie f�r die Verwirklichung von Idealen k�mpfen.

Sie wollen das Vaterland retten.

Sie glauben, was Sie ihnen beigebracht haben, Herr Stern.

H�lderlin, Deutsch f�r Oberklassen: �Die Schlacht ist unser!

Lebe oben, O Vaterland, und z�hle nicht die Toten!

Dir, Liebes, ist nicht Einer zuviel gefallen.�

Aber, Herr Fr�hlich!

All diese Ideale - �Freiheit�, �Vaterland�, �Heldentod� -

sind doch Falschm�nzern in die H�nde gefallen!

Das stimmt doch alles nicht mehr!

Ich habe vor ein paar Tagen die Nachricht bekommen, dass mein Sohn gefallen ist.

Was stimmt da nicht?

Entschuldigen Sie,

ich glaube nicht,

dass ich nach diesem Krieg weiter mit gutem Gewissen Lehrer sein kann.

(vom Hof) 2. Kompanie, zum Waffenreinigen auf die Stuben! Weggetreten!

Herr Fr�hlich.

Ich bin eigentlich gekommen...

Ich wollte Sie bitten, etwas f�r meine Jungs zu tun.

Wie meinen Sie das?

Vielleicht haben Sie als Kompanief�hrer die M�glichkeit,

meine Jungs rauszuhalten.

Reden Sie keinen Unsinn! Ich darf mir gar nicht anh�ren, was Sie sagen.

Ich habe meine Befehle und habe danach zu handeln.

Herr Hauptmann.

Ist die jetzt sauber?

Vor der M�ndung h�ngt noch Dreck. - Na, ich sehe nichts.

Na, Kleiner, haben sie dich geschafft*? * Bist du �berfordert?

Mensch, ist mir schlecht! Ich kann nicht mehr.

Na, komm, gib mir deine Knarre, das machen wir schon.

Jetzt h�tten wir eigentlich Biologie.

Da w�r mir auch schlecht.

Was? Das Seitengewehr auch noch?

Wir sind beim Waffenreinigen. Oder h�ltst du das f�r einen Zahnstocher?

Warum sind die Dinger eigentlich nicht scharf? - Gibt ein gr��eres Loch.

Wieso? - Ist doch ganz klar.

Wenn das so scharf wie ein Messer w�re, ginge es glatt rein und raus.

Der ist fertig, der das im Bauch gehabt hat. - Im Bauch?

Na wo denn sonst?

Nachher musst du dich mit dem Fu� dagegen stemmen,

damit du es wieder rauskriegst. - Woher wei�t du denn das?

Das habe ich mal gelesen.

Das ist was anderes als mit kleinen M�dchen poussieren*, was? * Flirten.

Halt blo� die Schnauze! (T�r klappt)

Achtung!

3. Gruppe beim Waffenreinigen.

Merken Sie sich eines, Forst:

Beim Waffenreinigen gibt's grunds�tzlich kein �Achtung�, klar?

Jawohl. - Weitermachen!

Na ja, das k�nnt ihr ja alle schon ganz gut.

Alles bei der vormilit�rischen Ausbildung gelernt, Herr Unteroffizier.

Reden Sie nur, wenn Sie gefragt sind.

Jawohl, Herr Unteroffizier.

Sie wollen Offizier werden? - Jawohl.

Ihren Karabiner.

Nun halten Sie das Ding doch still! Wo gibt's denn so was!

Hoch, los!

Na.

Alles habt ihr aber nicht gelernt

bei eurem vormilit�rischen Dingsbums da.

Noch mal durchziehen. - Jawohl, Herr Unteroffizier.

Na mach.

Du denkst wohl auch, �l ist das Einzige, was wir noch haben, was?

Oje, oje. Vergeudet hier Volksverm�gen!

Was treibst du denn da, Knirps?

Sch�tze Siegfried Bernhard beim Waffenreinigen.

Na, dass du nicht beim �pfelklauen bist, sehe ich.

Was machst du mit dem Ding da?

Das muss man in den Bauch reinsto�en

und rausziehen kann man es nur, wenn man mit dem Fu� dagegentritt.

�Vor Gebrauch zu sch�tteln�

stand auf der Flasche mit Salzs�ure,

die Onkel Hubert an den Hals setzte*? * Austrank.

Weitermachen!

* In den Stockbetten.

(leises Schnarchen)

(Befehlsschreie in der Ferne, leise Musik)

(Schnarchen und Befehle werden lauter)

Alarm! Feldmarschm��ig heraustreten!

(dramatische Musik)

(Befehlsschreie und Musik)

(alles wird lauter)

Was ist denn los?

Los, Beeilung!

Los, raus aus dem Bett.

(schreit) Alarm! Feldmarschm��ig heraustreten!

(Trillerpfeife)

Alarm!

Verdammte Schei�e, nicht mal schlafen lassen die einen mehr!

Daran musst du dich gew�hnen. Du bist nicht zu Hause!

Ich krieg die Schnalle nicht zu!

(Stimmengewirr)

Achtung!

Weitermachen! Wie weit seid ihr denn?

Alles fertig, Herr Unteroffizier.

Dann nichts wie raus! Los!

Kragen rein, Koppel* grade. * Gurt.

Habt ihr alles dabei?

Jawohl, Herr Unteroffizier!

Vergiss deine Dunstkiepe nicht, Junge. - Was meinen, Herr Unteroffizier?

Hier, deine Hurrat�te. Los! Hau ab!

Kr�mel, wetz die Socken! Aber schnell!

Los, los! Beeilung, Leute!

Los, Beeilung!

Hier hat doch einer seine �Braut� stehen lassen!

Nicht zu fassen!

Trabt an, M�nner!

Los, los. Kommt schon!

(Schritte hallen laut)

(Schritte hallen laut)

(Getrampel �bert�nt Stimme)

Die Lage: beschissen! * V.G. Div. - Volksgrenadierdivision.

Zimmermann, Zigarre.

Wir bauen hier eine neue HKL* auf, * Hauptkampflinie.

die bis morgen halten soll,

halten muss.

Feuer frei, meine Herren.

Danke.

Die Amerikaner haben heute Nachmittag diese Linie erreicht.

Hier ist Bienenkorb.

Ich habe Befehl,

alles, aber auch alles, mit nach vorne zu nehmen,

was nur eine Flinte tragen kann.

Nur Kranke und Verwundete bleiben zur�ck.

Zimmermann, bitte.

Hauptmann Fr�hlich �bernimmt das Bataillon auf dem Marsch.

Das Bataillon folgt in Marschordnung Stab - Feldstaffel 1243.

Sanit�tsstaffel und Versorgung am Schluss*. * Ende.

Gefechtsstand der Abteilung ab morgen fr�h: Kantstedt.

Divisionsgefechtsstand befindet sich ab 4:00 morgens in Altdorf. (wird leiser, Telefon klingelt, Feldwebel ist zu h�ren)

Augen rechts! Feldwebel Sch�ttler meldet: 4. Kompanie vollz�hlig.

Bataillon!

Stillgestanden!

Zur Meldung an Herrn Oberstleutnant!

Augen

rechts!

Grenadierbataillon 463 feldmarschm��ig angetreten.

Danke, lassen Sie r�hren.

Augen geradeaus!

R�hrt euch!

Soldaten, die Amerikaner sind gestern Nachmittag

auf breiter Front zum Angriff angetreten.

Unser Bataillon ist ab sofort

der 336. Volksgrenadierdivision unterstellt.

Wir r�cken heute Nacht ab.

Ich erwarte von den alten Soldaten meines Bataillons,

dass sie in dieser Stunde der Bew�hrung

wie immer ihre Pflicht tun.

Es ist damit zu rechnen,

dass wir sp�testens morgen fr�h Feindber�hrung haben.

Jeder Quadratmeter, den wir jetzt verteidigen,

ist ein St�ck vom Herzen unserer Heimat.

Wer auch nur einen Quadratmeter deutschen Boden

bis zum Letzten verteidigt,

der verteidigt Deutschland!

Wir sind uns dar�ber klar,

dass die Lage verdammt ernst ist.

Aber wir sind Soldaten.

Ob wir leben oder sterben:

Wir m�ssen vor der Geschichte verantworten,

ob wir unsere Pflicht erf�llt haben!

Die jungen Soldaten, die ihrem ersten Einsatz entgegensehen, sollen wissen,

dass unser Bataillon nur ein Vorw�rts kennt,

niemals ein Zur�ck!

Unser Bataillon kennt nur Kampf, Sieg oder Tod.

Ich erwarte,

dass sich das Vaterland in dieser ernsten Stunde auf euch verlassen kann.

Auch f�r den kommenden Einsatz gilt die Parole:

Vorw�rts f�r F�hrer, Volk

und Vaterland.

Lassen Sie die Kompanien wegtreten. - Jawohl, Herr Oberstleutnant, wegtreten lassen.

Zimmermann, Zigarre!

Kompanie, wegtreten lassen!

Zum Waffen-, Munitions- und Verpflegungsempfang!

1. Kompanie!

(Befehlsschreie)

Paket vom SA, Herr Leutnant.

Herr Oberstleutnant.

(im Hintergrund) Marsch! Mensch, machen Sie den Knopf zu!

Sorgen Sie mal daf�r, Zimmermann, dass der Cognac mitkommt. Das wird eine wilde Sau!

Donnerlittchen!

Wo ist mein Wagen? Na los, k�mmern Sie sich drum.

Jawohl, Herr Oberstleutnant!

Was haben Sie denn?

Herr Oberstleutnant, ich habe 7 Rekruten in meiner Kompanie. - Na und?

Durchschnittalter 16 Jahre, nicht ausgebildet.

Seit wann Soldat? - Seit heute Morgen.

Beim ersten scharfen Schuss fangen die an zu laufen. Da l�uft die ganze Kompanie mit.

Das fehlte grade noch.

Stabsfeldwebel Zeisler.

Zeisler! - Herr Oberstleutnant.

Na Mensch! Wo bleiben Sie denn! Los, wir m�ssen weg.

Herr Oberstleutnant, da ist doch die kleine Br�cke vor der Stadt. - Die ist nicht mehr wichtig.

Erstens, haben die Amerikaner schon einen Br�ckenkopf weiter n�rdlich, und zweitens, wird das Ding sowieso gesprengt.

Aber die Br�cke muss doch gesichert werden.

Wenn das die Jungs �bernehmen w�rden.

Meinetwegen, Ja. Stellen Sie die Knaben dahin.

Jawohl, Herr Oberstleutnant.

Hier, Leutnant.

Haben die mir so ein Schei�ding angeh�ngt, wo es dauernd Ladehemmung hat.

Heilmann!

Ja, ich komme!

Forst! - Jawohl, Herr Unteroffizier!

Sie �bernehmen die Gruppe. - Jawohl.

Anschlie�end runter zum Verpflegungsempfang.

Unteroffizier Heilmann! - Ja, ich komme! Beeilt euch!

Jetzt verheizen die uns noch: f�nf Minuten vor Zw�lf*! * So nah am Ende des Kriegs.

Wenn's knallt, mach ich Fliege! - Komm, beweg dich! Lass mich schon ran.

Los, alles mitkommen!

Keinen Gefechtsl�rm, keine unn�tigen Schie�ereien! Ist Ihnen das klar?

Jawohl, Herr Hauptmann.

Wie lange sind Sie Soldat?

7 Jahre, Herr Hauptmann.

Was haben Sie in den 7 Jahren gelernt?

Nicht auffallen, Herr Hauptmann. - Genau das erwarte ich von Ihnen, Heilmann.

Die Br�cke ist ganz unwichtig; sie wird gesprengt.

Ich m�chte keine sinnlosen Verluste, verstanden?

Ja. - Danke.

(Hacken knallen)

Hier herrscht Ordnung!

Halt! Ihnen steht nur eine B�chse zu.

Wat* ist denn los? * Berliner Mundart.

Stellen Sie sofort die 2 B�chsen wieder hierher! - Wat meinste?

Gib das Zeug weg! Bis zum Massengrab ist alles nachgez�hlt!

Da hast du deine nasskalte Kinderleiche wieder, du Linsenheini.

Was f�llt Ihnen ein! Heben Sie das auf!

Du Dickarsch, du riskierst ja nur die gro�e Schnauze, weil du im Trockenen sitzt!

Halten Sie den Mund!

Das ist Meuterei!

Du, aber das sage ich dir,

ich werde doch bis zuletzt durchhalten -

nur um euch Etappenschweinen* in die Schnauze zu schlagen! * Welche nie Frontk�mpfer waren.

Ich mache eine Meldung! Ich bring Sie vors Kriegsgericht!

(alter Soldat schreit) Du!

Halt den Betrieb hier nicht auf. - Ja.

Reden Sie nicht so dummes Zeug.

Hauen Sie ab. - Jawohl.

Ich habe gar nicht gewusst, dass hier ein Kindergarten ist!

Beeilt euch mit dem Verpflegungsempfang!

Holt eure Waffen wieder und dann nichts wie aus auf den Hof. Los!

(Stimmengewirr, Motorenger�usche)

Aufsitzen!

Los, hopp!

Mach schon!

Mach schon!

Mach mal die Klappe hoch.

Zumachen, damit mir hier keiner von dem Zeug hier noch runterf�llt.

Alles hinten drauf.

Vorsicht, Heilmann.

Mach schon!

Unteroffizier Heilmann? - Jawohl, Herr Hauptmann.

Hau mich doch nicht immer mit der Maschinenpistole! - Da kann ich nichts daf�r.

3. Gruppe, absitzen!

3. Gruppe ist befohlen. Wenn Gruppe raus ist, weiterfahren!

Sind wir hier schon an der Front? - Quatsch, red doch nicht!

Aber es ist doch unsere Br�cke!

Was sollen wir denn hier? - Was?!

Seid doch froh, ihr Idioten! Wollt ihr denn mit aller Gewalt in die Schei�e?

(alle reden durcheinander)

Was soll denn das ganze Theater?

Da k�nnten sie uns doch gleich zu Hause lassen.

Die Herren vom Volkssturm sind ein bisschen nach Hause gegangen.

Na, umso besser! Dann k�nnen Sie hier machen, was Sie f�r richtig halten.

Besch�ftigen Sie die Jungs hier ein wenig.

Inzwischen gehen Sie mal los und sehen zu,

dass das Sprengkommando rechtzeitig hier kommt.

Nat�rlich darf die Br�cke erst im richtigen Moment hochgehen. Klar?

Klar, Hauptmann. - Ich verlasse mich auf Sie, Heilmann.

Jawohl, Hauptmann.

Diese bl�de Schlepperei.

Macht �berhaupt keinen Spa� mehr.

Nun meckert mal hier nicht rum, sondern schafft das Zeug r�ber.

Meinen Sie, dass hier was los ist*, Herr Unteroffizier? * Ob hier auch gek�mpft wird.

Heutzutage ist �berall was los.

So, gleich ist die bl�de Schlepperei zu Ende.

Dann machen wir es uns hier erst mal gem�tlich.

Die haben uns aber verdammt weit hinten* abgeladen. * Von der Frontlinie.

(Heilmann) Hinten sind die besten Pl�tze, wie im Kino.

Vorne flimmert's.

So, jetzt stellt mal das Zeug ab.

Legt die Panzerf�uste vorsichtig rechts r�ber.

Erstes MG: Horber, Hager.

Rechts von der Stra�e einbauen.

Zweites MG? - Hier.

Ihr baut euch links ein.

Wir kennen hier die Br�cke, Herr Unteroffizier. Wir wissen, wo das Schussfeld ist.

Hier habt ihr wohl �Trapper und Indianer� gespielt, was?

Ja. Dort oben ist unser Ausguck.

D�rfte ich da vielleicht Stellung beziehen, Herr Unteroffizier?

Na ja, kletter mal nach oben und pass sch�n auf.

Jawohl, Herr Unteroffizier.

Einbauen habe ich gesagt! MGs fertig machen, los!

Ich gehe am besten nach da vorne, Herr Unteroffizier.

Quatsch, du bleibst hier. Und leg die Dinger da gef�lligst weg.

Geh lieber r�ber zu denen da dr�ben und hilf ein bisschen beim Buddeln.

Was soll ich denn machen, Herr Unteroffizier?

Du gehst auf die Br�cke und stehst Posten, verstanden?

Jawohl, Herr Unteroffizier. - Du r�hrst dich da nicht weg.

Postenstehen ist das Wichtigste, wo gibt.

Jawohl, Herr Unteroffizier. - Los.

Was machst du denn da?

Ich muss doch Munition raufnehmen, auf den Baum.

Ein Gl�ck, dass wir nicht noch eine Kanone dabei haben, die w�rdest du auch mit hochschleppen.

- Ist es immer noch nicht genug? - Wo denkst du hin?

Wenn sie kommen, pflastern sie uns hier richtig rein.

Bei dem Nebel sehen die uns sowieso nicht. - Und wenn er weg ist?

Pass ja auf, lass doch nicht fallen.

Also ich will jetzt nicht mehr schaufeln.

3. Gruppe, Halbkreis!

Nun h�rt mir mal zu.

Wenn's hell wird, wollt ihr doch bestimmt alle hei�en Kaffee?

(alle) Ja. Nat�rlich.

Na, da gehe ich das mal organisieren.

Die Gruppe �bernimmt inzwischen

Scholten. Klar?

Jawohl, Herr Unteroffizier.

Ach so... Nimm mal so lange mein Gewehr. - Jawohl.

Und macht mir sch�n weiter.

Kaffeeholer!

Wieso? Das ist doch ein prima Vorgesetzter.

Kannst du ja gar nicht beurteilen. Sogar seine Knarre l�sst er liegen!

Entschuldigen Sie, haben Sie vielleicht ein bisschen Feuer f�r mich? - Ja, Moment.

Rauchen Sie eine mit? - Ja, gern.

(fl�stert) Na, wo kommt denn der her?

(fl�stert) Los, zur�ck! * Feldgendarmen, auch Kettenhunde genannt wegen des Ringkragens an der Kette um den Hals.

Sie, halt!

Was wollte denn der von Ihnen?

Wieso?

Los, nun reden Sie schon. - Gar nichts.

Machen Sie, dass Sie weiterkommen. Los!

Halt!

Was machen Sie hier? - Ich?

Ja, Sie. Ihren Marschbefehl. - Habe ich nicht.

Von welcher Einheit sind Sie?

Unteroffizier Heilmann, 3. Kompanie, Grenadierbataillon 463.

Und was machen Sie hier? - Ich...

Zeigen Sie mal Ihr Soldbuch.

Bitte.

Br�ckensicherung unten am Fluss.

Mann, reden Sie doch keinen Quatsch.

Die Br�cke braucht doch nicht gesichert zu werden. Die Br�cke wird doch gesprengt.

Erz�hlen Sie blo� keine M�rchen!

Sie wollten abhauen. - Was hei�t denn hier �abhauen�?

Los, kommen Sie mit auf die Kommandantur.

Wir haben eine viel bessere Verwendung f�r Sie.

Na, Feldwebel, ich habe unten an der Br�cke meine Gruppe liegen.

Die kann ich nicht allein lassen.

Reden Sie keinen Stuss! Los, kommen Sie mit!

Aber das sind doch halbe Kinder, die sind erst einen Tag Soldat.

Ich habe von meinem Kommandochef den Befehl, auf sie aufzupassen.

Deshalb treiben Sie sich nachts hier rum?

Ich bin doch auf dem Weg zum Sprengkommando.

Das kann jeder sagen. Kommen Sie!

Mensch, ihr verdammten Idioten! Seid doch nicht so stur!

Kommt doch mit unter an die Br�cke und seht euch das an!

Kinder in den Krieg schicken und dann allein lassen!

Ihr habt doch wohl einen Vogel*! * Seid bescheuert.

Mensch, nimm doch das d�mliche Ding da weg!

(Knattern eines Motorrads)

Halt! Stehenbleiben! Bleib stehen!

(Motorradger�usche in der Ferne) Was ist denn das gewesen?

Jetzt schie�en die schon hinten*. * Im Hinterland.

Kannst du von da oben was sehen?

Nein, gar nichts.

Na dann, komm runter.

Krieg bei diesem Wetter m�sste verboten werden!

Wo der Heilmann blo� bleibt.

Wird schon kommen.

(Ich) Gehe mal nachschauen. - Du bleibst hier.

Jawohl, Herr Gruppenf�hrer!

Dass uns der Heilmann blo� nicht sitzen l�sst.

Der bestimmt nicht!

(Da) Sind schon ganz andere* Leute stiften gegangen. * H�her gestellte.

Du hast auch zu viel Fantasie.

(Wasser pl�tschert)

Habt ihr das geh�rt?

Das war blo� ein Fisch.

(lachen)

Jetzt haben wir schon 10 Gurte voll*. * mit Patronen

Die verschie�en wir doch nie.

(dumpfer Knall)

Horch mal.

(ferne Sch�sse) Artillerie.

Aber noch sehr weit weg.

Habt ihr alles in Ordnung da dr�ben? - Ja.

Na dann, kommt mal.

(Knall von Explosionen in der Ferne)

(Wasser gluckert)

Du, Walter, gibst du mir deine Taschenlampe?

Hast du Angst im Dunkeln?

K�nnen wir denn nicht endlich mal was essen?

Ja.

Na also.

Schneid du doch schon mal ein paar Stullen* ab. * Belegte Brote.

Kaffee hat uns der Heilmann versprochen!

Wetten, dass der uns sitzen l�sst? - Ach Quatsch.

Kannst du nicht mal von was anderem reden?

Sigi, warum hast du den Unteroffizier nicht zu deiner Mutter geschickt?

Die macht doch prima Kaffee.

Ich kann doch dem Herrn Unteroffizier nicht sagen, was er tun soll.

Mensch, hast du keine eigene?

Nun hab dich nicht so! Kriegst nachher von meiner was.

Wenn meine Mutter w�sste, dass wir hier sitzen!

Die Wurst ist prima.

Hier, f�r Sigi.

Hier, Sigi. - Darf man denn auf Posten essen?

Du schon, du musst ja noch wachsen.

Hast du denn keinen Hunger, Karl? - N�, ich mag nicht.

Die Verpflegung ist aber schwer in Ordnung, was? - Blo� ein bisschen feucht hier.

Sag mal, haben wir keinen Schnaps?

(Motorenger�usch in der Ferne)

Da kommt ja der Herr Unteroffizier.

Du hast wohl eine Meise*. * Spinnst.

Nach hinten geht er weg und von vorne kommt er wieder?

Was macht ihr denn hier?

Wir fr�hst�cken.

St�ck Leberwurscht gef�llig?

Wollt ihr etwa hier noch eine Schie�erei anfangen?

Wir haben auf Befehl Stellung bezogen.

Solche Br�cke ist strategisch wichtig.

Geht doch lieber nach Hause, Jungs!

Was? - Sie haben wohl einen Vogel?

Das ist doch Unsinn, was ihr hier macht!

Der ganze Ort wird zusammengehauen*, ich kenne das doch! * Unter Beschuss stehen.

Ich habe es doch selbst erlebt, bevor ich evakuiert wurde.

Geht doch nach Hause.

Sie wollen uns wohl zur Fahnenflucht �berreden!

Schwache Nerven, was?

Es ist Krieg, verstehen Sie?

Und wir m�ssen hier die Br�cke halten!

Ihr wisst ja gar nicht, was ihr hier anrichtet.

Ihr wollt wohl hier noch die Helden spielen!

Los, hauen Sie ab!

Mach doch keine Sachen!

(schreit) Hauen Sie ab, los!

Ihr wisst ja nicht, was ihr macht!

Kinder, seht mal, flink wie ein Windhund!

(lachen)

Wie der rennt!

Die Alten haben alle Schiss.

Ich hab das Ding blo� rausgezogen, da war der schon weg.

Mensch, war das wohl ein St�ck Pfeife*. * Versager.

Los, wir stellen ein paar B�chsen auf. - Prima Idee.

(Lachen im Hintergrund)

Vielleicht hat der Mann Recht!

Ihr wisst ja gar nicht, was der mitgemacht hat*. * Er meint wohl auch seine Erfahrungen vor der Evakuierung.

(Sch�sse, alle reden durcheinander)

Meine stell ich auch noch hin.

Mal sehen, ob du die auch nicht triffst.

Was soll denn der Quatsch? Es wird nur auf Befehl geschossen!

H�r auf! Gib doch nicht so an! - Dann werfen wir eben mit Steinen.

Zieht aus der Schusslinie!

(alle laut fr�hlich durcheinander)

H�rt mal!

Ein Treffer!

Da kommen Lastwagen!

Los, PS-Rollen* �ber die Stra�e! * Panzersperren.

(lauter werdende Motorenger�usche)

Was ist denn los? Was macht ihr denn da?

(Mann schreit) Was soll denn das hier?

Verfluchter Mist! Was ist denn hier los?

Welcher Armleuchter* hat denn die Stra�e gesperrt? * Narr.

(M�nner reden alle durcheinander)

Ihr seid wohl wahnsinnig geworden! Macht die Stra�e frei!

Los, packt alle mit an! Verstanden? - Jawohl, Herr Unteroffizier.

Sagt nicht �Jawohl�, packt mit an! Wir m�ssen weiter! Macht schnell!

Es qualmt im Karton*! * Es eilt, ist dringend!

Was ist denn los?

Mensch, frag nicht so d�mlich! Los, fertig! Aufsitzen!

Tempo! Karbid!

Los, Karbid, Mensch! Hau ab!

(alle reden durcheinander)

Kommt, wir ziehen die Dinger* wieder vor. * Sperren.

Nein, noch nicht.

Es kommen noch mehr, hat er gesagt.

Ich glaube, wir gurten* weiter, was? * Gurte mit Patronen best�cken.

Besser ist besser*. * Gut, wenn wir mehr haben.

(Sigi) Ich mache wieder Posten.

(Fahrger�usche)

(Motor stottert)

(Knarzen)

Was ist denn los, Helmer?

Er ist ganz aus, Herr Oberleutnant.

Die Karre ist verreckt. Wir m�ssen laufen.

Verdammt noch mal!

Nehmt eure Klamotten aus der Karre, wir steigen um.

Los, Mann, ein bisschen dalli, wir m�ssen weg!

Du, guck mal, der hat*... * Ein Eisernes Kreuz.

Achtung!

Diese verdammten Schweine!

Holt eure Knarren raus!

Der N�chste, der durchf�hrt, kriegt einen vor den Latz*, wenn er uns nicht mitnimmt. * Eine Kugel.

Na los, Mensch! Machen Sie schon!

Die Karre bleibt hier. Die k�nnen Sie ins Wasser schmei�en.

Jawohl, Herr Oberleutnant.

Lasst doch die Klamotten liegen, die brauchen wir nicht mehr.

Nun mach doch, dalli! Wir m�ssen weg!

(M�nner rufen durcheinander) Aus dem Weg!

Anf�nger! W�rgt dir die Karre ab!

Los, Mensch, mach schon! Meinst du, wir wollen hier eingesackt werden*? * Stecken bleiben.

Mach Platz! (Schreie durcheinander)

Au, du liegst auf meinem Fu�!

Was rollt es jetzt weiter nicht?

Ich wei� doch auch nicht. Warum m�sst ihr denn gerade auf der Br�cke halten, ihr Idioten?

Wir wollen nach Hause.

Mensch, beeilen Sie sich!

Mach doch nicht so viel Wind. Wegen dir haben wir ja den ganzen �rger.

Wird ja schon hell. Wenn wir blo� schon weg w�ren.

(M�nner rufen durcheinander)

Guck mal, der Kleine.

Na, Kleiner? Da hast du noch mal Schokolade, bevor du eingemacht* wirst! * Begraben.

(St�hnen)

Los, abfahren!

Was hat denn der Landser gemeint mit �eingemacht�?

Er wollte dir eigentlich was Eingemachtes geben.

Sei doch froh, dass du Schokolade hast.

Das war ein Ritterkreuztr�ger!

Ist der stiften gegangen?

Jedenfalls hat er es sehr eilig gehabt.

Die Schei�kerle rennen einfach weg! Die sollte man alle umlegen!

(dumpfe Sch�sse in der Ferne)

Ob zwischen uns und den Amerikanern �berhaupt noch welche* sind? * Truppen.

Du willst wohl nach Hause, was? - Ich bestimmt nicht!

Wenn alle weglaufen, ist das immer noch das Beste!

Was?

Nach Hause gehen!

Bist du verr�ckt?

Was hei�t das!?

Wir sind Soldaten und wir haben den Befehl, die Br�cke zu halten!

Aber das kann doch den Krieg nicht entscheiden, dass wir hier diese kleine Br�cke halten.

�Aber wer nur einen Quadratmeter deutschen Boden verteidigt, der verteidigt Deutschland!*� * Parole des Oberstleutnants.

Also wer will seine Waffen wegwerfen und nach Hause gehen?

Du? - Wieso denn gerade ich?

Ihr beide? - Nein.

Ich bleibe hier.

Und du?

Meinst du, ich lass euch alleine?

Und du? - Ich bin nicht feige.

Und du? Bist du feige?

Ich bleibe.

Na also.

Los, alles in Stellung!

Ich gehe mit meinen Panzerf�usten nach da vorne hin.

Achtung! Da! Dort dr�ben! Tiefflieger! Fliegeralarm!

Mensch, der ist doch noch kilometerweit weg.

Die Dinger werden erst gef�hrlich, wenn die auf dich zukommen.

Guckt euch mal das an!

Der Sigi, platt wie eine Briefmarke! (lachen)

Willst du hier liegen bleiben bis zum Endsieg?

So ein gro�er Junge und so viel Schiss.

(reden durcheinander) Du bist vielleicht eine Marke, du.

Mensch, hat der Angst.

Was soll denn die Mutti sagen? Mit dem guten Anzug.

Achtung, der kommt zur�ck!

(Flugzeugger�usch)

Hinlegen!

(Flugzeug wird lauter, Maschinengewehr-Salven)

Komm, Alter, hoch mit dir.

Los, steh auf. Erhol dich wieder.

Sigi. Hierher! Verdammt noch mal, hierher!

Diese Schweine! Hierher!

Unser Sigi! Hierher!

Hierher! Nun kommt doch, verdammt noch mal!

Was ist denn?

Diese Schweine!

Was sollen wir jetzt machen?

Wir m�ssen seiner Mutter Bescheid sagen.

Ausgerechnet den Sigi!

Denen werde ich es zeigen!

Kommt, fasst mit an.

(metallische Ger�usche in der Ferne) Was ist das?

Panzeralarm!

Los, kommt.

PS-Rollen auf die Stra�e!

Verdammt, die Panzerspitze.

Halt, zur�ck!

Wir lassen die Panzer durch und sprengen dann!

Los, in den Keller da vorne.

(Gewehrklacken)

(Wind pfeift, dumpfe Motorenger�usche)

(Ger�usche werden lauter)

(Wind pfeift, dumpfe Motorenger�usche)

(Panzerketten rattern)

Mensch, der Walter hat einen Panzer gekriegt!

Prima! - Los, Mensch, schie� doch!

(Schusssalven, Explosionen)

(Sch�sse, Explosionen, Panzerketten)

Hol mal den Munitionskasten her.

Verdammt, ich hab eine Ladehemmung! Komm schon!

Der Walter ist verr�ckt!

Gib Feuerschutz!

Bist du wahnsinnig? Deckung!

(Gefechtsl�rm)

(Gefechtsl�rm)

Verdammt noch mal, diese bl�den Hunde!

Zuletzt kriegen wir noch eine verpasst.

(Kind weint) Was f�r Idioten!

Hauen sich an der Br�cke mit den Amis rum, statt sie durchzulassen.

Sonst h�tten wir die Br�cke schon l�ngst hochgejagt.

Um Gottes willen, was ist denn nun? - Gar nichts es. Das h�ren Sie doch.

Nur ein bisschen Feuerwerk.

Mein Junge ist auch Soldat. Gestern haben sie ihn eingezogen.

Glauben Sie, dass der schon an der Front ist?

Seit gestern?

Da kann er ja noch nicht mal eine anst�ndige Ehrenbezeugung.

Was soll er denn da an der Front?

Volle Deckung! (Explosion)

(Explosionen)

(Schluchzen)

(Explosionen)

Die haben sich aber verdammt gut eingeschossen.

Du hast dich wohl angeschissen, was?

Wenn nur Schluss w�r'!

Du bist doch blo� bei M�dchen stark!

(schluchzt laut)

Ich will weg hier!

Ich will nach Hause!

Nimm dich doch zusammen! Willst du ins Feuer rennen?

J�rgen!

J�rgen! - Ruhig!

(Explosionen und Sch�sse)

(Sch�sse)

(Schritte)

Was machst du denn hier? Bist du verr�ckt, Mensch? Hau doch ab!

Die Amis sind im Haus. - Halt's Maul.

Im Keller sind doch lauter Frauen und Kinder. Mensch, hau doch ab, sonst schreie ich. * Das ist der Zivilist von vonrhin.

(entfernte Maschinengewehrsch�sse)

Bist du wahnsinnig, Junge? Nicht schie�en!

(Mann schreit)

Nein.

Crazy kid! * Verr�ckter Knirps!

What are you doing in this frigging war? * Was machst du in diesem Schei�krieg?

Da kommt doch einer. Pass auf!

Schie� den ab.

Hey, stop!

Stop shooting! Come on, give up! * Feuer abstellen! Gebt auf!

Was schreit der?

We don't fight kids! * Wir k�mpfen nicht gegen Kinder!

Go home! * Geht nach Hause!

Or go to... kindergarten! * Ihr geh�rt in den Kindergarten!

Go home! * Er erinnert sich an die Worte seines Vaters.

Wir nix schie�en auf Kindergarten!

�Kindergarten�? Dir werde ich es zeigen!

Karl!

(Amerikaner schreit)

Karl, schie� doch.

Mach ihn tot, Karl! Karl, mach ihn tot!

Karl! Schie� doch, Karl! Mach ihn tot!

Karl! Mach ihn tot! Schie� doch, schie� doch!

Schie�, Karl! Karl, schie� doch!

Karl, Karl, schie� doch!

Karl, mach ihn tot!

Schie�! Karl, schie�! Karl!

Karl?

Karl.

(Schusssalve)

Karl, ich wollte dich doch nicht schlagen.

Das war doch nur wegen Franziska, Karl.

Schlag mich doch wieder, Karl!

Ich wollte dich nicht schlagen, bestimmt nicht!

(Schusssalve) Karl. Hilfe!

Gib Feuerschutz. Ich muss da r�ber, der dreht durch.

(Klaus weint) Hilfe!

Runter!

Ich hab ihn umgebracht, Hans. - Du bist ja verr�ckt!

Ich hab dich umgebracht.

Ich hab ihn umgebracht.

(weint) Umgebracht.

Karl.

Ich wollte das nicht.

Komm, Karl.

Mensch, Klaus!

Ich hab ihn umgebracht! - Bist du verr�ckt? Ich hab ihn totgeschlagen!

Ich hab ihn umgebracht! - Sei doch vern�nftig! Ich hab ihn totgeschlagen!

Ich hab ihn umgebracht!

Lass mich!

Klaus, sei doch vern�nftig!

Karl!

(Schritte)

(Schritte)

(leiser werdende Motorenger�usche)

(Stapfen)

Sie sind weg.

Albert. - Es ist nicht so schlimm.

Komm, zieh die Jacke aus. Ich verbinde dich.

Komm, ich helfe dir.

(Schmerzenslaute)

Die holen Verst�rkung.

Meinst du?

Komm.

Wir m�ssen weg.

Walter!

Komm.

Sprengkisten und Z�ndschnur!

Stellt die Kisten dahin.

Holt noch eine schwere Ladung. Der Br�ckenpfeiler ist zu massiv.

Jawohl.

Was machen Sie hier?

Wir jagen das Ding hier hoch, ihr Schei�helden.

Ihr habt einen ganz sch�nen Zirkus hier abgezogen.

Wie viele haben denn dran glauben m�ssen?

Daf�r h�ngen sie euch jetzt ein bisschen Lametta* um den Hals, was? * Einen Orden.

Na sch�n. Dann geht mal nach Hause zu Muttern und lasst euch feiern, ihr Helden!

Das ist nicht wahr!

Das ist nicht wahr! - Armleuchter seid ihr!

Seien Sie ruhig!

Halten Sie die Schnauze! Das ist nicht wahr!

Hauen Sie ab!

Nun mal ganz ruhig, mein Junge.

Nimm die Knarre weg!

Macht hier keine Sachen! Wir haben einen Befehl.

(Klicken)

Na los!

Runter von der Br�cke oder...

Ich musste es doch tun! * Er beging Kameradenmord.

Ihr Schweine! Ihr Verbrecher!

Weg, haut ab! Verschwindet! Weg!

Haut ab! Verschwindet! Haut ab!

(Sch�sse)

Hans!

(weinerlich) Hans. Junge.

Was ist denn?

Komm.

Hans, komm doch nach Hause, mein Junge.

Komm.

Hans, komm doch bitte.

Komm doch, Hans. Bitte komm doch.

Komm.

Bitte.

Hans, komm.

Komm, Hans.

Komm, wir gehen.

Hans, komm.

Komm, wir gehen.

Hans. Komm.

Hans!

Hans.

Komm.

Komm, Hans.

Hans, komm doch.

Hans, komm.

(weint)

(Flie�ger�usche des Wassers)

Untertitel: WDR mediagroup digital GmbH im Auftrag des WDR � WDR 2015

Angepasst und erweitert von Max Masutin Mehr zu dem Film: kinofenster.de/download/die_bruecke_fh1.pdf

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