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Original subtitles

(Dramatische Musik setzt ein.)

(Dramatische Musik hält an.)

(Dramatische Musik hält an.)

(Die Musik wird sanfter.)

(Die Musik wird leiser.)

"Gott ist tot", erklärte Nietzsche.

An seine Stelle tritt der amoralische Übermensch,

dessen Handeln nur von der Kraft des eigenen Charakters begrenzt wird.

Wenn wir Raskolnikows Taten in "Schuld und Sühne" betrachten,

müssen wir uns fragen: Scheitert er, weil er schwach ist,

oder weil dem menschlichen Verhalten von Natur aus Grenzen gesetzt sind?

Grenzen, die der geistigen Veranlagung des Menschen innewohnen?

Hallo, Dorothy! Wie geht es dir? - Danke, mir geht es prima.

Was für ein bildhübsches Kostüm. Wer ist der Glückliche?

Was soll das heißen? Ich treffe meinen Vater zum Lunch.

Oder den "sagenhaften Unbekannten"?

Ich muss gehen. Wie kommen immer diese Gerüchte auf?

Würden Sie warten?

Wie sind sie? - Sie sitzen perfekt. Ich nehme sie.

Entschuldige die Verspätung. Du siehst blendend aus.

Du auch.

Gehen wir, bevor uns jemand sieht.

Warte auf mich!

Du bist paranoid. Machst du dir Sorgen wegen meines Vaters?

Ich versuche nur, vorsichtig zu sein.

Er ist nicht von der CIA, Jonathan.

Woher weißt du, dass dich seine Schnüffler nicht wieder beschatten?

Ich bitte dich! So einen Trick versucht er sicher nie wieder.

Es sei denn, er will sich mit mir zerstreiten... Geschlossen!

Das Standesamt ist zwischen eins und zwei zu! Hast du nicht nachgefragt?

Doch. Die Frau am Telefon sagte,

dass sie zwischen halb eins und halb zwei Mittagspause machen.

Noch 25 Minuten.

Was machen wir jetzt?

Ein toller Ausblick! Da ist der Campus.

Hab ich es nicht gesagt?

Komm, schau dir das an!

Oh!

Ich freue mich auf das Gesicht meines Vaters, wenn er es erfährt!

Es wird schön! Keine Heimlichkeit, kein Versteckspiel mehr!

Und du hast keinem erzählt von uns?

Natürlich nicht!

Nicht einmal deiner Schwester?

Nein, keiner Menschenseele, Jonathan.

Ja, ich bin ein wenig paranoid. Kein Wunder, bei deinem Vater!

Was kann er tun, wenn wir verheiratet sind? Mich enterben? Was soll's!

Es ist zehn vor, gehen wir zurück.

Wir haben noch viel Zeit.

Sei vorsichtig!

Die Mauer ist breit wie eine Parkbank.

Von der fällt man auch nicht runter.

Das ist doch etwas anderes. - Ist es nicht.

Komm hoch! - Was?

Na komm, sei nicht albern! - Bitte?

Hab keine Angst. Ich halte dich fest.

Jonathan!

Lass mich runter. - Ja, sofort.

Neue Schuhe?

Ja, eben gekauft.

Lässt du mich jetzt runter?

Tut mir leid, Dory!

Was? - Du bist selbst schuld.

(Sie schreit panisch.)

(Angsterfüllter Aufschrei)

(Alarmglocke und Stimmengewirr)

Zurück! Treten Sie zurück!

Los, Mister, kommen Sie her!

Und Sie gehen bitte weiter.

Zurücktreten! Zurück!

(Spannende Musik)

Machen Sie den Weg frei, na los!

(Die Journalisten rufen durcheinander.)

Mr. Carlsson, wann haben Sie zuletzt mit Ihrer Tochter gesprochen?

Lassen Sie uns durch!

Hat Ihre Tochter einen Abschiedsbrief hinterlassen?

"Wenn ich sterbe, Schatz, und bald vergehe,

sing kein bitteres Lied für mich."

"Um das Herz sei dir nicht weh und mein Grab, das schmücke nicht."

"Ich will das grüne Gras nur auf mir,

Tau und Schauer sind allein die Zier."

"Wenn du magst, so denke oft an mich, oder vergiss, dass ich war hier."

Sie war wohl in einer morbiden Verfassung.

Das ist doch ihre Handschrift, oder? - Ja.

Das bedeutet aber nicht, dass sie Selbstmord begangen hat.

Sie hat den Brief gestern eingeworfen, bevor sie...

Getippte Adresse.

Sie hatte keinen Grund, sich umzubringen!

Ellen, nicht!

Ich will nicht vorschnell urteilen. Doch offen gesagt, Miss Carlsson:

Selbstmord ist die wahrscheinlichste Erklärung.

Die Presse hat uns schon mal sehr belästigt.

Ich wüsste es zu schätzen, wenn Ihre Untersuchung minimal ausfallen würde.

Sir, ich möchte Ihrem Wunsch gerne entsprechen.

Aber bei diesem Fall sind Nachforschungen unerlässlich!

Bei der Sachlage eine Formalität, Lieutenant.

Ich sehe keinen Grund, in die Privat- sphäre der Familie einzudringen.

Vielen Dank, Commissioner. Danke für Ihr Verständnis.

"Nach dem Zweiten Weltkrieg kam er aus Dänemark in die Staaten."

"In wenigen Jahren wurde 'Carlsson Copper'

zum zweitgrößten Unternehmen dieser Art."

So ein Hammer! Jede Menge Kohle, und die bringt sich um! Mann!

Ich hätte ihr gerne geholfen, das Geld unter die Leute zu bringen!

Halt dein blödes Maul! - Was ist denn los?

Ich möchte hier zuhören!

Tut mir sehr leid.

"Der Kauf von Minen in Brasilien und die Übernahme von 'Jerusalem Steel'

machte Carlsson zu einem der mächtigsten Männer von Amerika."

"Aber so groß wie sein geschäftlicher Erfolg...

Zwei Big-Ben mit Pommes Frites, bitte.

...sind seine privaten Sorgen. Seine Ex-Frau beging Selbstmord."

"Kurz darauf kam sein Sohn Bobby bei einem Autounfall ums Leben."

Der war doch mit Brooke Shields zusammen?

Es war Isabella Gianelli, wenn du schon fragst.

Isabella Gianelli? Wo war die drin?

Die war in keinem Streifen, Joanne. Ihrem Vater gehört halb Italien.

Ja, ihrem Vater gehört halb Italien, Joanne. Merk dir das, klar?

Wir berichteten über ein weiteres tragisches Kapitel

in der Geschichte des Kupferbarons Thor Carlsson.

(Das Telefon klingelt.)

Ja?

Hier ist Thor Carlsson.

"Wir warten immer noch auf eine Erklärung der Polizei."

(TC) Moment, ich gehe in mein Zimmer.

Ich komme gleich wieder.

Ja?

Doktor, ich wäre Ihnen dankbar, wenn das unter uns bliebe.

Dafür habe ich Verständnis, Doktor Wilder,

aber gehen Sie nicht wie die Katze um den heißen Brei herum.

Ich würde mich gerne irgendwie...

...sei es bei Ihnen persönlich oder bei Ihrer Klinik...

...erkenntlich zeigen.

Danke, Doktor.

Sie sind sehr verständnisvoll.

Wer ist Doktor Wilder?

Du hast an der Tür gelauscht? - Dad, ich bin kein Kind mehr.

Was ist los? - Das verstehst du nicht.

Ich verstehe was nicht?

Dorothy war schwanger.

Schwanger? Das hat sie mir gar nicht gesagt.

Sie wollte dich vermutlich nicht damit belästigen.

Belästigen? - Vielleicht meinte sie,

dass du nur für deine Herumstreuner, aber nicht für sie Zeit hattest!

Du bist gemein! - Dorothy war ein Hure,

wie deine Mutter!

"Thor & Louise Carlsson trennen sich."

"Kupfermagnat verstößt seine Frau nach Ehebruch."

(Sprecher) Pittsburgh, etwas später im selben Jahr.

Jonathan!

Jonathan!

Jonathan!

Was ist denn passiert?

Was meinst du?

Die Bank - du hattest einen Termin, um dich vorzustellen.

Ich habe keine Lust, in so einer beschissenen Bank zu arbeiten.

Es ist vier Monate her, dass du deinen Abschluss gemacht hast!

Du kannst dich nicht ewig auf deinen Lorbeeren ausruhen.

Schon gut! Ich denke ja über meine Zukunft nach, okay?

Das finde ich prima. Aber solltest du nicht langsam etwas unternehmen?

Hast du nicht zugehört? Um Gottes Willen!

Ich habe gerade gesagt, dass ich darüber nachdenke!

Jetzt lass mich in Frieden! - Dasselbe sagte dein Vater auch immer!

Wie der Vater, so der Sohn, was? - Jonathan!

Ich werde genau so ein Nichtsnutz wie er. Gewöhn dich dran.

Du sollst deine Fähigkeiten nicht vergeuden. Ist das so furchtbar?

Ich will nur, dass du etwas aus dir machst.

Kein Wunder, dass Vater abgehauen ist,

wenn du ihn so vollgejammert hast.

Scheiß Meckerziege!

Du solltest dich schämen. Ja, du solltest dich schämen!

Es tut mir leid, Mom.

Ich hab gesagt, es tut mir leid.

Mom!

"Und was erregt Sie an Männern?"

"Ich finde es gut, wenn da kleine Muttermale auf dem Rücken sind."

"Hier oben, meine ich, im Schulterbereich."

Tut mir leid.

Ist schon gut.

Ist schon gut.

Es mag manchmal so scheinen, als würde ich nie locker lassen

und dich immer drängen, drängen, drängen.

Aber das mach ich nur, weil ich dich furchtbar lieb habe.

Und weil ich möchte, dass du es der Welt richtig zeigst, verstehst du?

Wir haben so viele Opfer gebracht, damit du die Uni besuchen konntest.

Wozu waren die Entbehrungen gut,

wenn du jetzt untätig herumsitzt und Trübsal bläst?

Vertrau mir.

Du wirst stolz auf mich sein, Mom.

Das ist ein Versprechen.

(Dramatische Musik)

Wo willst du hin?

Nach New York.

Du hast Glück - steig ein! - Super, danke!

Ich bin selbst grade erst zurückgekommen.

Ich war zwei Jahre lang unterwegs! Indien, Thailand...

Der alte Hippie-Trip! Es war total irre! Im Ernst!

Sagenhaftes Dope...

Ich bin im Grunde schon seit meiner Kindheit auf Achse.

Mein Vater war Diplomat, deshalb sind wir ständig umgezogen.

Wir waren nur unterwegs, immer unterwegs.

Du erinnerst dich vielleicht daran - die koreanische Verkehrsmaschine,

die damals von den Russen abgeschossen wurde?

Mein Vater und meine Mutter waren drin.

Ja, ich erinnere mich. Wirklich beide?

Furchtbar. Tut mir leid.

Ist schon gut, lass nur. Mein Name ist Jay... Faraday.

Jonathan, Jonathan Corliss. Freut mich, dich kennenzulernen.

(Sprecher) New York, sechs Monate später.

Und du hast niemanden, bei dem du unterkommen kannst?

Ich würde sowieso wieder abhauen.

Nicky...

Und wovon willst du leben?

Willst du ernsthaft betteln, klauen und anschaffen?

Was denkst du, wie lange du auf der Straße überleben kannst?

Scheiße! Keine Ahnung!

Wieso stellen Sie mir andauernd diese Fragen?

Weil diese Fragen wichtig sind, Nicky.

Ted!

Du siehst fertig aus. - Ich bin fertig.

Ich weiß oft nicht mehr, was ich den Kids noch sagen soll, Casey.

Geh nach Hause und schlaf dich aus.

Das geht nicht, ich fahre nach Philadelphia.

Ellen!

Ich weiß. Es hilft alles nichts - ich muss es tun.

Und was meinst du, was du jetzt noch bewirken kannst?

Sie ist schon fast ein ganzes Jahr tot.

Könnte ich beweisen, dass es kein Selbstmord war,

hätte ich kein Schuldgefühl.

Na gut. Sei aber bloß nicht sauer, wenn es nicht klappt.

Danke. Ich bin erwachsen.

Ich bin im "Mayot", falls was ist.

Nett von dir, dass du mich heute vertrittst.

Kein Problem. - Danke!

So kann ich wenigstens den Abend mit deinem Goldstück verbringen!

Bis dann, Cathy! - Viel Glück!

Danke dir!

(Dramatische Musik)

Danke, dass Sie gekommen sind, Lieutenant.

Sie haben mir ja keine andere Wahl gelassen.

Sie haben einen komischen Ort für unser Treffen gewählt.

Keine Angst, Corelli.

Ich habe nicht vor, diese Veranstaltung zu wiederholen.

Miss Carlsson, ich habe keine Zeit für Spiele.

Ich habe eine sehr aufreibende Arbeit.

Wenn Sie mir etwas sagen wollen... - Okay - hören Sie:

Dorothy hat keinen Selbstmord begangen, es war Mord.

Können Sie das auch beweisen?

Ich habe das hier gefunden. Es stammt von Dory.

Es lag unter ihren Sachen.

Ja, und?

Die Figuren auf der Zeichnung heiraten.

Und noch etwas: Dorothy trug an jenem Tag nagelneue Schuhe.

Sie kaufte das Paar in einem Geschäft, nicht weit von hier.

Und in diesem Gebäude gibt es, nur drei Etagen tiefer, ein Standesamt.

Ich hätte gedacht,

dass selbst ein durchschnittlich dummer Cop so etwas merkt.

Sie halten sich wohl für sehr schlau.

Nur zu Ihrer Information, Gnädigste: Ich bin im Standesamt gewesen.

An dem Tag hat niemand einen Termin platzen lassen.

Ihre Schwester war sicher nicht zur Trauung bestellt.

Richtig. Aber das wusste sie nicht.

Es gab keinen Termin. Das beweist aber nur,

dass der Mann gar nicht vorhatte, Dorothy zu heiraten.

Gut, der Kerl taucht nicht auf. Noch ein Grund, warum sie gesprungen ist!

Und das Abschiedsgedicht?

Warum hätte sie das wegschicken sollen, wo sie doch heiraten wollte?

Ich glaube, dass sie ermordet wurde und das ist der Beweis.

Dorothy war nicht selbstmordgefährdet.

Ich kannte sie besser als jede andere. Wir waren Zwillinge.

Wer hatte ein Motiv sie zu töten? - Ich weiß es nicht.

Aber ich weiß, dass Dorothy schwanger war.

Das geht nicht von selbst.

Sie haben Angst, aber vor was? Hat mein Vater Sie etwa gekauft?

Sie werden überrascht sein, aber Ihr Vater kann nicht jedermann kaufen.

Nein, nur das ganze Philadelphia Police Department.

Auf Wiedersehen, Miss Carlsson.

Ich habe so ein Gefühl, dass sie heiraten wollte.

Hat sie nie etwas gesagt?

Nein, zu mir nicht. Wir waren aber auch nicht eng befreundet.

Wusstest du, dass sie schwanger war?

Nein! Oh Gott...

Weißt du, wer der Vater sein könnte?

Nein. Sie war mit jemandem zusammen. Aber keiner wusste, wer er war.

Sie war ausgesprochen vorsichtig nach der Sache mit deinem Vater.

Welche Sache?

Im Jahr vor ihrem Tod hatte Dorothy einen festen Freund.

Es hieß, dein Vater würde ihn von einem Privatdetektiv

beschatten und überprüfen lassen. - Was?

Aber die beiden haben wieder Schluss gemacht.

Vielleicht haben sie sich trotzdem weiter getroffen.

Wenn ja, hatte sie allen Grund dazu, es geheim zu halten.

Ja. - Weißt du, wie der Typ hieß?

Nein. Aber er hat in der Bibliothek der Juristen gearbeitet.

Erkundige dich doch da. Er war ein ziemlich gut aussehender Junge.

Er war groß, dunkel und sah klasse aus!

(Unheilvolle Musik)

(Gefühlvolle Musik)

Stimmt was nicht?

Du guckst, als wäre ich ein Geist.

Du bist bestimmt Dorys Schwester. Richtig?

Was ist los?

Dory ist nicht gesprungen, oder? Wieso sollte sie?

Sie dachte, sie würde heiraten. - Bitte? Heiraten? Wen?

Du warst der Vater des Babys, nicht wahr?

Warte mal, was soll denn das heißen?

Ich wusste nicht, dass Dory schwanger war.

Ich hatte sie ewig nicht getroffen, ich war in dem Semester nicht hier.

Du warst weg? Wo warst du?

Ich habe eine Therapie gemacht. Ich hatte einen Nervenzusammenbruch.

Wir haben im Herbst Schluss gemacht. Die Geschichte wurde zu schwierig.

Dein Vater und sein grauenhafter Privatdetektiv...

Und dann Dorothy mit ihren ewigen Heiratswünschen!

Dich wollte sie ebenfalls heiraten? Ich kann nicht verstehen,

warum sie so versessen darauf war.

Weil sie sich dadurch der Kontrolle deines Vaters entziehen wollte.

Und der Kerl, von dem Dorothy schwanger war - wer mag das sein?

Nachdem wir Schluss gemacht hatten,

habe ich sie noch einmal in einer Bar gesehen.

Sie war mit einem Mann zusammen. Als sie mich sah, brachen sie sofort auf.

Der war's vielleicht. - Kennst du seinen Namen?

Nein, aber er kam mir bekannt vor. Ein Student.

Hör zu, ich habe ein Jahrbuch in meinem Zimmer...

Du wartest hier, okay?

Kann ich nicht mitkommen?

Die Vermieterin spinnt. Nach zehn Uhr dürfen keine Mädchen im Haus sein.

Vertrau mir! Denkst du, ich würde durch die Hintertür verschwinden?

(Unheilvolle Musik)

(Radio) "In den meisten dieser Fälle handelt es sich um Homosexuelle."

(Kampfgeräusche)

"Die Psychologen stimmen überein, die Tendenz ist eindeutig:

Immer mehr Jugendliche machen früh ihre ersten sexuellen Erfahrungen."

"Ich habe eine Tochter im Teenager-Alter".

"Wissen Sie, ob sie schon Geschlechtsverkehr hatte?"

"Ich bedaure, dass ich so viel Leid verursacht habe."

"Ich kann mich nicht länger ertragen."

"Ich habe sie geliebt und konnte ihr nie verzeihen,

dass sie mich betrogen hat."

Was soll denn dieses Geklopfe? Was fällt Ihnen ein?

Wollen Sie die Nachbarschaft aufwecken? Sind Sie denn verrückt?

Es tut mir leid. Ich warte auf Tommy Roussell.

Um Himmels willen!

Er ist vor zehn Minuten hinein- gegangen. Die Klingel ist kaputt.

Oh nein, da irren Sie sich. Diese Klingel ist nicht kaputt.

Tommy?

Tommy?

Sind Sie da?

Tommy, mein Junge!

Sind Sie da drin?

Bitte, da stimmt was nicht.

Ich habe für jedes Zimmer einen Schlüssel.

Hausvorschrift.

Wem sie nicht behagt, der soll abhauen.

Er hat eine Nachricht hinterlassen.

Dieses Buch fanden wir geöffnet auf seinem Schreibtisch.

"Wenn ich sterbe, Schatz, und bald vergehe, sing kein bitteres Lied."

Wir müssen uns bei Ihnen entschuldigen.

Wenigstens habe ich bewiesen, dass es kein Selbstmord war.

Wir können fahren!

"Du solltest dich jetzt schonen."

Ich werde gleich ins Bett gehen.

"Wenn du möchtest, dass ich zu dir komme, dann sag es, Ellen, bitte!"

Danke, nicht nötig, Vater. - "Ich komme gern."

Nein. - "Wirklich nicht?"

Nein, nein, lass nur. Gute Nacht.

"Ich melde mich morgen bei dir. Bis dann!"

Bis dann, Vater!

(Leise, ruhige Musik)

(Türklingel)

Hallo?

Hi!

Komm herauf!

Na, du?

Hallo, Jay!

Liebling, ich war unheimlich besorgt um dich.

Ehrlich?

Einfach abzuhauen, ohne ein Wort zu sagen!

Cathy hat mir gesagt, was passiert ist.

Wofür hältst du dich eigentlich? Für "Cagney & Lacey"?

Nörgel nicht, Jay, ich war gar nicht so übel.

Schön und gut, Ellen - aber versprich mir,

dass du mich nächstes Mal einweihst und mitnimmst, okay?

Wir sind ein Team. Nicht vergessen! - Ja, geht in Ordnung, Partner.

Schlaf dich erst mal aus.

Mhm...

(Unheilvolle Musik)

Was machst du?

Ich sehe dich an.

Willst du nicht zu mir kommen, Jay?

Du sahst so friedlich aus. Das wollte ich nicht ausnutzen.

Komm schon her.

Nutz mich aus. Na komm!

(Unheilvolle Musik)

Komm, Liebling.

Ich war auf der Columbia University und Dory auf der von Pennsylvania.

Wir haben uns nur selten gesehen.

Und dann starb mein Bruder. - Das tut mir sehr leid.

Danach war ich ein totaler Zombie.

Ich kam wochenlang nicht aus dem Bett.

Das einzige, was mich gerettet hat, war die Arbeit mit den Kids.

Klar, ich verstehe. Ich habe es dir nie erzählt,

aber meine Eltern starben beide bei einem Unfall.

Was ist passiert?

Sie waren an Bord der koreanischen Maschine,

die von den Russen abgeschossen wurde.

Mein Gott, wie schrecklich! Das wusste ich ja gar nicht!

Ist ja schon gut, schon gut.

Ich war das einzige Kind. Mein Vater war Diplomat.

Wir zogen oft um. Tja, sie waren meine besten Freunde.

Wir beide ziehen Unfälle an. Wir sind wie füreinander geschaffen.

Richtig. Wir sind zwei Katastrophengebiete.

Oh, Jay.

(Sirene)

Heute Nacht ist die Hölle los.

Jay, sieh mal, da ist Rose!

Korrigiere: Da fährt Rose.

Leute! Wir haben Heroin, Crack und auch Kokain!

Aufputschmittel, Beruhigungsmittel, Sandwiches.

Da hast du ein Sandwich! Hier!

Orange gefällig? - Hier ist unsere Adresse!

Wenn ihr nicht wisst, wo ihr schlafen sollt,

können wir euch mitnehmen oder ihr kommt nach.

Einlass bis zehn Uhr! Steck das ein, warte!

Noch ein Sandwich?

Wer braucht noch die Adresse?

Sieh mal, Jay, das ist Rose!

Rose?

Rose!

Wir sind da. Hab keine Angst mehr. Rose, lass mich mal sehen.

Oh, Gott!

Sie muss ins Krankenhaus. - Ja.

Sie hat eine schwere Gehirnerschütterung,

einen gebrochen Kiefer und ein paar gebrochene Rippen.

Die Kleine bleibt zur Beobachtung bei uns. Ist sie versichert?

Nein. - Dachte ich mir doch.

Keine Angst, ich übernehme die Kosten.

Schon wieder. Es muss schön sein, wenn man Mutter Theresa spielen kann.

Das reicht doch, oder?

Ja, prima, Miss Carlsson.

Danke.

Wenn Rose sich wieder auf den Beinen halten kann,

geht's von vorne los mit dem Crack und mit dem Strich.

Wir tun, was wir können. Es ist vielleicht nicht genug,

aber besser als nichts.

Irgendwer muss sich um die Kids kümmern.

Ich finde es manchmal nur so deprimierend.

Fühlst du dich gut?

Klar.

Ich meine, in Bezug auf uns.

Ich weiß schon, was du meinst.

Ich habe ein gutes Gefühl.

Ich auch.

Schneller, Jonathan, na los!

Komm schon, hol dir den Punkt! Worauf wartest du?

Punkt!

Glücklich?

Und wie!

Du bist aufgeblüht, Ellen. Es sind nicht nur die Haare, überhaupt...

Ja, ich weiß.

Du bist echt zu beneiden. Du hast wohl den Richtigen gefunden.

Ja, ich denke schon. - Na klar.

Du hast es verdient. Nach dem Horror, der passiert ist,

wurde es Zeit, dass du Glück hast. - Cathy, erinnere mich nicht.

Wie lange seid ihr beiden zusammen? Sechs Monate?

Schon fast ein Jahr. - Das klingt rekordverdächtig.

Jay ist anders als alle Männer, die ich bisher kannte.

Er ist so stark. Er weiß, wer er ist.

Die Kids vergöttern ihn richtig.

Wer nicht - ich bin tierisch eifersüchtig, sag ich dir.

Ich wette, im Bett ist er eine Kanone, was?

Cathy! - Hab ich Recht?

Ja, um die Wahrheit zu sagen. - Du bist grauenhaft!

Ja, das weiß ich. - Ich hasse dich.

Dir klingen wohl die Ohren, wir haben über dich gesprochen.

Nur Gutes, hoffe ich. - Du würdest rot werden.

Da ich unheimlich nett bin, verdiene ich es,

dass man Nettes über mich sagt.

Und so bescheiden ist er! Das liebe ich an dem Kerl.

Lasst es sein, ich bitte euch! Mir wird von dem Getue gleich übel!

Hey, wir müssen los, Ellen! Wie spät ist es?

Warum so eilig? Ich hab gesagt, dass wir um acht Uhr da sind.

Na ja, ich will mich vorher noch duschen und umziehen.

Ist das dein Ernst? - Ja, lass uns gehen.

Ich verstehe einfach nicht, warum du dich dem aussetzen willst.

Früher oder später muss ich ihn kennenlernen.

Warum? - Weil er dein Vater ist.

Na und?

Ich schätze, ich möchte klare Verhältnisse schaffen.

Es spielt absolut keine Rolle, was mein Vater denkt.

Wir verstehen uns nicht, haben uns nie verstanden

und werden uns nie verstehen.

Ja?

Ellen!

Da seid ihr ja!

Hi, Daddy! Das ist Jay Faraday.

Freut mich sehr, Sie kennenzulernen, Sir.

Wie geht's Ihnen, Jay? - Vielen Dank, Sir, ausgezeichnet.

Möchten Sie etwas trinken?

"Scotch on the rocks", bitte.

Ellen? - Nein, vielen Dank.

Ich wollte euch nur schnell miteinander bekannt machen.

Ich habe heute Abend Dienst. - Tatsächlich?

Ja. Schade...

Komm am Wochenende doch mal nach Bedford, falls du Zeit hast.

Bringe Jay mit.

Ja, gern. Ich muss los.

Bis dann!

Sehen wir uns noch? - Ja.

Bis nachher.

Den Kameraden habe ich in Maine gefangen.

Sir, das ist doch ein Goldkarpfen, oder?

Ja, ganz recht.

Er ist eine Majestät.

Das ist mein Laster, Hobby... ganz wie Sie wollen.

Als Junge bin ich oft mit meinem Vater angeln gegangen.

Es war immer ein Erlebnis. - So?

Ja, Sir. Er war ein leidenschaftlicher Angler.

Ich weiß noch, wie wir warteten,

bis der erste anbiss und die Sonne aufging.

Nun, Jay - wessen Idee war das Treffen hier?

Ich glaube, es ist so, wie ich vermute?

Sehen Sie, uns beiden ist es ziemlich ernst.

Na ja, und ich wollte eigentlich...

Darf ich offen sprechen?

Bitte, nur zu!

Ich weiß, dass die Beziehung zwischen Ihnen und Ellen

seit geraumer Zeit nicht sehr gut ist.

Ich weiß auch, dass Ellen das im Grunde sehr bedauert.

Und das bedaure ich natürlich. - Was Sie nicht sagen.

Ich weiß nicht, ob Ellen etwas davon erzählt hat, aber...

Ich habe meine Eltern bei einem Unfall verloren.

Sie waren an Bord der koreanischen Verkehrsmaschine,

die von den Russen abgeschossen wurde.

Tut mir leid, das zu hören, Jay.

Ich hatte schwere Konflikte mit meinem Vater.

Ich hatte aber leider nie mehr die Gelegenheit,

mit ihm ins Reine zu kommen.

Das werde ich mein Leben lang bereuen.

Ellen darf keinesfalls denselben Fehler machen!

Unter der Oberfläche empfindet sie stark für Sie.

Ellen bedeutet mir sehr viel, Jay.

Ich habe nur noch sie, sonst niemanden.

Mir bedeutet sie auch viel.

Und Sie dürfen keinesfalls glauben, dass ich vorhabe,

mein Leben lang das zu machen, was ich jetzt mache.

Die Arbeit ist lohnend und befriedigend.

Letztlich habe ich aber ganz andere Pläne.

Falls Sie sich fragen, ob ich fähig bin, Ellen den Lebensstil zu bieten,

den sie gewöhnt ist, brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen.

Ich bin ehrgeizig. Ich weiß, was ich will.

Keine Arbeit ist mir zu schwer.

Sie sind, so scheint mir, ein ernsthafter junger Mann.

Ja, richtig.

Und es ist mir ernst mit Ihrer Tochter.

(Das Telefon klingelt.)

(Anrufbeantworter) "Hi, wir sind zurzeit nicht zu Hause."

"Wenn Sie eine Nachricht haben, sprechen Sie nach dem Pfeifton."

"Danke."

"Hi, Ellen, hier ist Patricia Farren!"

"Hoffentlich erinnerst du dich noch an mich."

Ich weiß jetzt, mit wem Dorothy damals zusammen war.

"Ich komme für ein paar Tage nach New York."

"Ich hab nicht viel Zeit, ich muss meine Maschine erwischen."

Patricia? Hier ist Jay, Ellens Freund.

Hi! Freut mich, Jay.

"Hören Sie, Ellen ist verreist."

Schade, sie würde Sie sicher gerne sprechen. Wo sind Sie?

In Los Angeles. Mein Flugzeug geht um sieben.

In New York wohne ich im "Hobart".

Gut, im "Hobart". Haben Sie die Polizei eingeweiht?

"Nein, ich wollte erst mit Ellen sprechen."

Das finde ich gut. Sie sollten die Information

am besten noch für sich behalten. Die Polizei war nicht kooperativ.

Ja, Jay. Ich weiß.

Könnten Sie morgen um halb sieben im Hotel sein? Was meinen Sie?

"Das lässt sich machen." - Ellen wird Sie anrufen, okay?

Danke. Auf Wiederhören.

(Unheilvolle Musik)

(Klopfen)

Wer ist da?

Der Page.

(Sie schreit panisch.)

(Der Fernseher läuft im Hintergrund.)

(Unheilvolle Musik)

(Scharrende Sägegeräusche)

Kann ich Ihnen helfen, Mister?

Danke, ich schaffe das allein. Es ist wirklich nicht nötig.

Ich danke Ihnen. - Aber, aber...

Was haben Sie da drinnen? Eine Leiche?

Lassen Sie nur! Ich hab's nicht weit.

Danke. - Vielen Dank, Sir.

(Elektro-Musik)

Bitte, heirate mich.

Was sagst du? - Ich will dich heiraten.

Möchtest du meine Frau werden? - Ist das dein Ernst?

Mit allem drum und dran. Kirche, Brautjungfern, ganz in Weiß, Schatz.

Es ist dein Ernst! - Ich meine es todernst.

Ich hab keine Zigaretten mehr. Brauchst du noch was?

Nein. Lass mich nicht zu lange warten.

Natürlich nicht.

(Spannungsvolle Musik)

Wo warst du denn so lange, Liebling?

Es war kein Parkplatz zu finden.

Ich bin 20 oder 30 Mal um den Block gefahren.

Ich liebe dich.

Ich liebe dich auch.

(Pfarrer) Der Herr segne euch und behüte euch.

Er lasse sein Angesicht leuchten über euch und sei euch gnädig.

Der Herr betrachte euch mit Wohlwollen und gebe euch Frieden.

Amen.

Jetzt dürfen Sie die Braut küssen.

Das frischvermählte Paar, Ellen und Jay!

Herzlichen Glückwunsch! - Alles Gute!

Wir gratulieren!

(Orgelmusik setzt ein.)

Ist das ein hübsches Paar!

Einfach wundervoll!

Bleibt zufrieden!

Alles Gute! - Viel Glück euch beiden!

Macht's gut! Und viel Spaß!

Alles Gute, Kinder! Werdet glücklich!

Schatz!

Ja?

Du, Schatz... Was ist das?

Die Schuhe gehörten Dory.

Sie trug sie an dem Tag, als sie starb.

Meinst du nicht, es wird langsam Zeit, sie wegzuwerfen?

Das würde ich nur ungern tun.

Hör mal, dieser furchtbare Lebensabschnitt ist vorbei.

Verstehst du? So schrecklich das alles war... Es ist Geschichte.

Okay?

Und vergiss nicht, wir essen heute mit deinem Vater zu Abend.

Lieber Gott, muss das sein? Dafür bin ich absolut nicht in Stimmung.

Ich finde, das ist das Mindeste, was wir tun können.

Er hat uns immerhin diese Wohnung gekauft, Liebling.

Ja.

(Unheilvolle Musik)

Jetzt zieh ich den Köder ganz vorsichtig vom Lilienblatt herunter.

Und dann lass ich ihn treiben.

Karpfen sind sehr schlaue Fische.

Sie wissen, dass wir es auf sie abgesehen haben, dass wir hier sind.

Man muss sie überlisten.

Diese Burschen leben 40, 50 Jahre in derselben Umgebung.

Da kennen sie jeden Winkel, jede Nische.

Bis endlich einer anbeißt können Wochen vergehen.

Hast du dich auch nicht gelangweilt?

Nein, dieser Tag hat in mir viele Erinnerungen geweckt,

an die Zeit mit meinem Vater.

Weißt du, ich habe über unser gestriges Gespräch nachgedacht.

Die beiden Hüttenwerke in Pittsburgh sollen modernisiert werden.

Jay, wenn du ernsthaft einen Job willst, gebe ich dir einen,

bei dem du dir die Krallen schärfen kannst.

Sagen wir als mein persönlicher Assistent.

Klingt das interessant?

Das klingt großartig. Aber ich muss es erst mit Ellen besprechen.

Natürlich, das verstehe ich.

Weißt du was? Du erinnerst mich stark an Bobby, meinen Sohn.

Er war genauso enthusiastisch wie du.

Vielen Dank, das ist ein großes Kompliment für mich.

Ich hatte in Bobby große Hoffnungen gesetzt,

aber diese Familie hat so manches Unglück verkraften müssen.

Man spricht schon vom "Carlsson-Fluch".

Manchmal denke ich, da ist was dran.

Na ja, aber das kann sich auch ändern.

Mag wohl sein. Wie dem auch sei, ich bin dir dankbar für den Versuch,

uns zusammenzubringen, Ellen und mich.

Ich glaube einfach an die Familie.

Sie ist und bleibt die Hauptsache, finde ich.

Du hast recht, Jay. Absolut recht.

(Ruhige Musik)

Ich möchte mich in einem anderen Bereich versuchen.

Das ist meine Chance, mich selbst zu verwirklichen.

Sieh es von meiner Warte. - Das versuche ich, Jay.

Ellen, alles, was wir beide jetzt haben, was wir besitzen,

auch dieser blöde Wagen ist von deinem Geld bezahlt.

Kein schönes Gefühl für mich.

Du willst bei meinem Vater anfangen? Da ist kein Unterschied!

Da ist einer, ein bedeutender.

Stoß das Appartement ab, wenn es dir dann besser geht.

Ich habe es nie gewollt! - Es gefällt mir.

Ich will es nicht verkaufen. Macht mich das zu einem Unmenschen?

Ich hätte nicht geglaubt, dass es dir darum geht.

Es geht mir nicht nur um sowas.

Was war mit deinem Vater und deiner Mutter?

Nach seiner Version hat sie ihn wohl... öfter betrogen.

Du hast doch davon überhaupt keine Ahnung, Jay.

Du weißt nicht, was Mutter während ihrer Ehe mitgemacht hat.

Also, halt dich da raus! Verstanden?

Gut, wie du möchtest.

Ich habe ja noch nicht gesagt, dass ich den Job haben will.

Ellen Faraday?

Ja.

Detective Michaelson, Mordkommission.

Wie bitte?

Misses Faraday, haben Sie eine Ahnung, wo sie sein könnte?

Nein, leider nicht. - Ja, ich verstehe.

War sie eine gute Freundin von Ihnen?

Nein, nein.

Stand sie Ihrer Schwester sehr nahe? - Ich weiß nicht.

Ich glaube kaum. Dory hat sie nie erwähnt.

Wann haben Sie sie zuletzt gesehen?

Vor mehr als einem Jahr. In Philadelphia.

Ich verstehe. Das war das letzte Mal, dass Sie mit ihr Kontakt hatten?

Ist das verbindlich? - Ja.

Hi! - Hi.

Was gibt's denn?

Das ist Detective Michaelson. Mein Mann Jay.

Detective Michaelson. - Mr. Faraday.

Wir ermitteln im Fall der verschwundenen Patricia Farren.

Der Name Ihrer Frau stand in ihrem Kalender.

Wer ist Patricia Farren? - Sie war eine Kommilitonin von Dory.

Ich war bei ihr. Sie war die Letzte, die Dory lebend gesehen hat.

Ah. - Erinnern Sie sich,

dass bei Ihnen eine Frau angerufen hat, die Ihre Gattin sprechen wollte?

Etwa vor vier Monaten. Am dritten Mai, um genau zu sein.

Nein, ich bedaure.

Ich bin dieser Patricia nie begegnet.

Da kann man nichts machen. - Ja.

Und danke vielmals. - Kein Problem.

Falls Ihnen noch etwas einfallen sollte...

...sag ich Bescheid.

Wir hätten gerne geholfen, aber da wir nichts wissen... ein Jammer!

Gute Nacht! - Auf Wiedersehen.

Viel Glück!

Findest du es nicht auch komisch? - Was?

Dass Patricia Farren einfach so verschwunden ist.

Womöglich hat man sie getötet. Das ist bestimmt kein Zufall.

Es kommt oft vor, dass Menschen verschwinden.

Mein Name stand in ihrem Kalender - am Tag ihres Verschwindens.

Vielleicht wollte sie mich anrufen.

Aber sie hat es nicht getan. - Wahrscheinlich wusste sie etwas.

Ellen. Wir kennen Dorothys Mörder.

Es war der Kerl, der sich aufgehängt hat. Wie war sein Name?

Und wenn er es nicht war? Wenn er sich nicht selbst aufgehängt hat?

Ich bitte dich, Liebling! Du treibst dich noch selbst in den Wahnsinn.

Du drehst dich immer im Kreis. Man muss die Toten ruhen lassen.

Wenn ich recht habe, läuft Dorothys Mörder frei herum

und er hat auch Tommy Roussell und Patricia Farren umgebracht.

Dann ruf das Philadelphia Police Department an!

Das ist Zeitvergeudung!

Wann hörst du endlich auf damit?

Ich habe von deinen Hirngespinsten den Kanal voll, hörst du?

Nun werd mal erwachsen!

Es tut mir leid.

Ich weiß nicht, was mit mir los war.

Schon gut, Jay.

Ich hatte keinen Grund, dich so anzuschreien.

Bitte, verzeih mir.

Ich verzeihe dir.

(Ein Telefon klingelt.)

"Hallo?"

"Du bist noch im Büro?" - "Ja, wir machen heute länger."

"Wir wollten doch ins Kino gehen."

"Ich schlage vor, wir gehen in die Spätvorstellung. Was meinst du?"

Okay. Holst du mich ab?

"Natürlich."

Versetz mich nicht, Jay.

Nein, ich versetze dich nicht, das geht in Ordnung. Ich liebe dich.

Bis nachher, Schatz. - Bis nachher.

(Staubsauger)

Oh, Scheiße.

Zu spät. Sie ist schon weg.

Sie hat gewartet. Dann ist sie alleine in den Film gegangen.

So ein Mist!

Wie geht es dir, Cathy?

Lass uns alle dieser Tage mal wieder einen netten Abend machen, hä?

Na, sicher.

Oh, hallo, Schatz! Es tut mir sehr leid. Ich...

...bin im Büro eingenickt.

Pepe hat auf den Teppich gepinkelt. Wir sollten ihn umtaufen in "Pipi".

Ich wusste doch, dass es so kommen würde.

Was?

Du bist tagsüber im Büro. Ich mache abends meine Sozialarbeit.

Wir beide leben aneinander vorbei.

Das ist nicht wahr. Häng den Mantel auf.

Wo ist da der Sinn? Das ist alles Mist, Jay.

Hör zu. Es wäre alles viel einfacher,

wenn du nicht mehr arbeitest.

Nicht mehr arbeiten? Ich liebe meinen Job!

Warum sollte ich ihn aufgeben? Du hast dich verändert.

Blödsinn!

Du hast dich verändert. - Ich bin noch derselbe wie früher.

Du hast recht. Wir haben nicht viel Zeit miteinander verbracht.

Aber es wird sich ändern. Ich verspreche es.

Du versprichst immer viel, Jay. - Ich meine es ehrlich.

Du bist die Hauptsache in meinem Leben.

Ich lasse nicht zu, dass uns etwas trennt. Auch nicht meine Karriere.

Karriere... Als Karrieremenschen habe ich dich nie gesehen, Jay.

Komm her, Sam!

Sam, was hast du da?

Was hast du gefunden?

Hey, Sammy. Zeig her! Was ist das?

Lass mich mal sehen.

Aaaahhhh!

(Radio) "Darauf sagte der Senator,

es gäbe kein besseres System, als das demokratische."

"Im Fall des abgetrennten Kopfes ist das Opfer identifiziert,

der Name der Frau war Patricia Farren."

(Telefon klingelt.)

Hallo?

Sind Sie Mrs. Roussell? - "Ja."

Ich habe Ihre Nummer von der Universität, ich war eine Freundin

von Ihrem Sohn Tommy.

Von Tommy?

Was wollen Sie?

Hatte Tommy mal einen Nervenzusammenbruch vor drei Jahren?

Kann ich Ihnen helfen? - Ellen Faraday.

Ich melde mich in 15 Minuten wieder bei Ihnen, dann sehen wir weiter.

Wie geht es Ihnen? - Danke.

Kommen Sie herein.

Ach, ja, haben Sie nicht geheiratet?

Meinen Glückwunsch.

Danke. Was ist passiert? Hat das Police Department Sie rausgeworfen?

Ich hatte die Klingeleien satt, also bin ich abgehauen.

Was führt Sie her? Sie sagten, es sei dringend.

Ich glaube nicht, dass Tommy Roussell Dorothys Mörder war.

Er war gar nicht hier. Er hatte einen Nervenzusammenbruch.

Ich habe mit seiner Mutter gesprochen.

Sie will vielleicht nicht wahrhaben, dass ihr Sohn ein Mörder war.

Er hätte herkommen können.

Nur weil er in Behandlung war?

Er war nicht in einer geschlossenen Anstalt.

Sie ist keine Lügnerin.

Meinen Sie, Ihre Schwester beging Selbstmord?

Nein, es war Mord.

Der Junge hat sich aufgehängt. Wie erklären Sie mir das?

Meiner Meinung nach wurde er ermordet.

Spielen wir es durch, Mrs. Faraday.

Angenommen Roussel war nicht der Täter. Wer dann?

Dorothys damaliger Freund. Der, von dem sie schwanger war.

Tommy fiel ein, wer es war, und er wollte es sagen,

aber der Mann hat ihn aus dem Weg geräumt.

Und jetzt ist Patricia Farren tot.

Ich bin sicher, dass sie auch etwas gewusst hat.

Finden Sie nicht, dass ist ein Zufall zu viel?

Phase 3 verläuft ganz nach Plan.

Wir schalten auf die neuen Computer um.

Die vorgesehene Betriebsbesichtigung kann stattfinden.

Ganze Arbeit! Du hast meine Erwartungen mehr als nur erfüllt.

Vielen Dank. Dieses Lob bedeutet mir sehr viel.

Wird Ellen auch mitkommen?

Vielleicht. Ich bin mir nicht sicher. Ich wirke auf sie ein.

Wir sind noch immer ein Familien- betrieb. Das sollten wir hervorheben.

Da dürfte es im Grunde kein Problem geben.

Guten Tag, Mr. Faraday.

Man hat sie nie mit einem Mann gesehen?

"Seit der Trennung nicht mehr." - Fällt mir schwer, das zu glauben.

Sie war nach der Sache mit dem Privatdetektiv enorm vorsichtig.

Was machen wir jetzt?

Ich weiß es nicht. Ich habe getan, was ich konnte.

Ich fände es nicht reell, Ihnen noch mehr Geld abzunehmen.

Vielen Dank. Was schulde ich Ihnen?

Keine Sorge, ich schicke Ihnen eine Rechnung über höchstens 1500 Dollar.

Ist mein erster Scheck an Sie da mit drin?

Nein.

Okay. Ich bezahle sofort.

Und... Danke. Es war ein Versuch, Dan.

Ja, Wiedersehen. - Wiederhören!

Oh, Jay! Du bist es! So früh hatte ich dich nicht erwartet.

Was ist mit deinem Haar?

Oh, es gefällt dir also nicht?

Nein, nein. Ich bin nur ein wenig...

Es ist so ungewohnt.

Ich finde, es sieht toll aus.

Ich wollte was verändern. Blondinen haben angeblich mehr Spaß.

Nein, du siehst sehr gut aus. Wirklich. Große Klasse.

Schatz, ich dachte, dass wir beide heute Abend schön essen,

und dann ins Kino gehen.

Ich arbeite heute.

Du hast den Abend frei. Ich habe mit Cathy gesprochen.

Ehrlich? - Ja.

Sie sind wundervoll, Jay. Danke.

Wer hat angerufen?

Äh, niemand. Falsch verbunden.

(Unheilvolle Musik)

(Beschwingte Musik)

Dein Vater und ich fliegen nächste Woche zum Werk. Komm doch mit!

Ich habe kein Interesse, die Kupferwerke näher kennenzulernen.

Aber unser neues Verfahren ist das modernste und schlauste der Welt!

Es ist phänomenal! Du solltest es sehen!

Schick mir ein Foto.

Da fällt mir was ein. Ich hab was für dich.

Was ist denn das?

Mach es auf.

Wow!

Du kannst es öffnen.

Es ist wunderschön.

Los, leg es um.

Womit hab ich das denn verdient?

Du erträgst mich.

Dafür verdiene ich ein ganzes Juweliergeschäft.

Du bist nicht übel.

Schatz, weißt du was?

Ich würde gern mal mit dir verreisen.

Eine lange, exotische Reise. Vielleicht zum Amazonas oder so.

Wirklich?

Das ist eine sagenhafte Idee. Meinst du das ernst?

Komm, wir gehen. - Warte, mein Drink.

Las uns gehen. Ich fühl mich nicht wohl.

Komm jetzt! - Was ist denn?

Mir tut der Magen weh. - Wenn's dir lieber ist...

Jonathan? Jonathan Corliss! Hey!

Tut mir leid, Sie verwechseln mich.

Ich bin's! Terry Dieter!

Der Name sagt mir nichts.

Wir waren zusammen an der Penn State, nicht wahr?

Wir haben zusammen gejobbt.

Erinnerst du dich noch?

Ich bitte Sie.

Verzeihung, das ist Pam. Eine Geschäftsfreundin.

Ich kenne Sie nicht. Ich weiß nicht, was Sie von mir wollen. Wir gehen.

Komm schon!

Mach keine Faxen!

Lassen Sie mich los!

Jetzt reicht es aber!

(Wildes Durcheinander)

Lass den Quatsch! Verschwinde endlich!

Wir sehen uns vor Gericht, Jonathan! Der will Akademiker sein! Na sowas!

Ist doch gut. - Lass mich!

Ich versteh überhaupt nichts mehr.

Solche Idioten ertrage ich nicht.

Du musst ihn nicht schlagen. - Hab ich nicht getan.

Tut mir leid, Schatz.

Lass uns deswegen nicht streiten. Der Kerl war ein Arschloch.

Dein Haar sieht übrigens scheußlich aus. Es macht dich billig.

Vielen Dank. Sehr nett von dir! Danke!

(Lärm von der Kinoleinwand)

(Unheilvolle Musik)

(Unheilvolle Musik hält an.)

(Telefon klingelt.)

(Telefon klingelt.)

Hallo?

Hallo! Sind Sie Mrs. Corliss?

Ja, bitte? - Jonathans Mutter?

Ja.

Ich war mit Jonathan auf der Pennsylvania Uni.

Hätten Sie seine Adresse? Ich möchte ihm schreiben.

Hallo? Sind Sie noch da?

Jonathan ist tot. Er starb vor drei Jahren.

(Bedrohliche Musik)

Hi!

Was ist? - Du hast mich erschreckt.

Wolltest du nicht mit meinem Vater essen?

Ich war besorgt, du warst nicht in der Beratungsstelle.

Cathy sagte, du fühlst dich nicht wohl.

Da hab ich hier angerufen... niemand da!

Es ging mir besser. Ich war einkaufen.

Darf ich fragen was?

Nichts. Ich konnte nichts Schönes finden.

Ich hab einen Bärenhunger!

Dein Haar sieht nett aus.

Wirklich? - Ja.

Es tut mir leid wegen gestern. Ich weiß, ich habe dich verärgert.

Ach, was. Ehrlich nicht. - Nicht?

Du wirkst aber so distanziert.

Ich bin groggy, daran wird es liegen.

Es sind keine Brezeln mehr da. Mist!

Ich habe einen Heißhunger auf Brezeln.

Brezeln?

Ich hol welche. Brauchst du was?

Nein! Ellen, was ist mit dir?

Nichts, Jay.

Ich liebe dich sehr. Das weißt du doch.

Ja. - Und ich brauche dich.

Jay, sei ganz unbesorgt. Es fehlt mir nichts.

Okay. - Geh zu diesem Essen.

(Anrufbeantworter) Hi, hier ist Dan Corelli.

Ich bin verreist. Wenn Sie mir eine Nachricht aufs Band sprechen,

melde ich mich schnellstmöglich bei Ihnen. Danke.

Hi Dan. Hier ist Ellen.

Ich brauche unbedingt Ihre Hilfe.

Ich glaube, ich weiß jetzt, wer der Mörder ist.

(Dramatische Musik)

(Dramatische Musik wird intensiver.)

(Dramatische Musik hält an.)

Man fand nur seine Kleidung. Und einen Abschiedsbrief.

Er ist hinaus auf das Meer geschwommen und nicht mehr umgekehrt.

Er schrieb, es täte ihm sehr leid.

Er wollte mir nicht weh tun.

Aber er fühlte, dass sein Leben ein Fiasko war.

Und dass er nicht die Kraft haben würde, es fortzusetzen.

Seine Leiche wurde nie gefunden. Und das macht es so schwer.

Hätte ich ihm doch bloß ein schönes Begräbnis geben können.

(Zuggeratter)

Diese verdammten Züge!

Früher oder später gewöhnt man sich daran.

Es tut mir leid.

Es muss sehr schmerzlich sein für Sie.

Was für eine Vergeudung!

Er war so ein guter Junge, er war herzlich und liebevoll.

Er sagte, sein Vater war Diplomat?

Diplomat? - Ja.

Nein.

Er war ein einfacher Angestellter.

Eines Tages... kam er nicht mehr heim.

Das ist jetzt 16 Jahre her.

Er hat es nicht verkraftet, dass sein Vater ihn im Stich gelassen hat.

Und das hier...

Das ist sein Zimmer.

(Toilettenspülung)

Es tut mir leid. Ich muss noch eine Besorgung machen.

Ich führe um zwei mein Haus vor.

Danke, dass Sie Zeit für mich hatten. Es war nett von Ihnen.

Wissen Sie... ich muss Ihnen danken.

Doch, doch!

Es hat mir geholfen, mit jemandem zu sprechen, der Jonathan so mochte.

Das stimmt. Ich habe Jonathan sehr gemocht.

Auf Wiedersehen!

Auf Wiedersehen!

(Leise, spannende Musik)

(Ellen erschrickt.)

(Spannende Musik wird intensiver.)

Oh mein Gott!

(Schrille Musik)

Nun. Wie geht es meiner Mutter?

Sie ist sehr traurig und sehr einsam.

Es war furchtbar, was du ihr angetan hast, Jonathan.

Ja, ich weiß.

Aber es war notwendig.

Es war notwendig?

Ich hatte einen Traum. Ich hab getan, was ich tun musste.

Ohne mit der Wimper zu zucken.

Sieh dir mal Carnegie, Rockefeller, Männer wie deinen Vater an.

Denkst du, die haben kein Geschirr zerbrochen?

Und Dorothy? Warum war das notwendig?

Dory und ich hatten Heiratspläne.

Und dann wird sie schwanger und ruiniert alles.

Ich konnte nicht riskieren, dass dein Vater sie enterbt.

Alle meine Ziele standen auf dem Spiel.

Wie hast du sie dazu gekriegt, das Gedicht zu schreiben?

Sie hat mir ständig irgendwelche Gedichte gegeben.

Sie war so romantisch.

Und Tommy Roussell?

Patricia?

Und Jay Faraday? Ich nehme an, den hast du auch umgebracht.

Es war Schicksal, Ellen.

Reines Schicksal und nicht mehr.

Ich hatte nichts. Meine Zukunft war im Arsch.

Da tauchte dieser Bursche auf.

Er war Einzelkind, Waise. Keine Angehörigen, die ihn vermissten.

Da war eine ganz neue Identität.

Weißt du, ich bin nicht religiös.

Aber manchmal ist es schwer, nicht an Vorsehungen zu glauben.

Und das alles nur wegen Geld?

Nein.

Das war es wirklich nicht.

Du weißt nicht, was der Name Carlsson für mich bedeutet.

Wir beide hätten zusammen glücklich werden können,

wenn du Ruhe gegeben hättest.

Leid tut es mir aber für deinen Vater.

Das hat er nicht verdient. Eine weitere Tragödie.

Wir werden gemeinsam um dich trauern.

Und ich werde ihm Trost spenden.

(Sie schreit.)

(Schnelle, dramatische Musik)

Ellen!

Ellen, komm her!

(Schnelle, spannende Musik)

Ellen!

(Er schreit.)

(Sie schreit entsetzt.)

(Zugbremsen quietschen)

(Dumpfes Zugdonnern)

Hey!

Warten Sie, Madame!

(Schrille, dramatische Musik.)

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