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Seien Sie beharrlich.
Nichts auf der Welt kann Beharrlichkeit ersetzen.
Weder Talent,
es wimmelt nur so von talentierten Versagern.
Noch Genialität.
Unentlohnte Genialität
ist geradezu sprichwörtlich.
Und Bildung allein genügt nicht.
Die Welt ist voller diplomierter Wracks.
Nur Beharrlichkeit und Entschlossenheit
führen zum sicheren Erfolg.
Ich würde so anfangen: "Sei beharrlich.
"Nichts auf der Welt kann Beharrlichkeit ersetzen."
"Auf der Welt", ist das Akkusativ?
Nein, nein. Also...
"Auf der Welt"...
So heißt die Einleitung meines Buchs "France au travail".
Nicht schlecht, was?
- Ja, das ist gut. - Findest du wirklich?
Ja, ja, das ist... das ist gut, da will man unbedingt weiterlesen.
Genau das ist auch beabsichtigt. Ganz genau.
Übrigens, du behältst das für dich, ja?
Es wird für Aufsehen sorgen, wenn es erscheint,
also bis dahin: kein Wort!
Sollen wir weiter übersetzen, oder machen wir Grammatik?
Das ist lustig, nicht wahr? Camille geht ganz anders vor als du.
- Ach ja? - Sie ist angriffslustig.
Du bist eher defensiv.
Ist Camille deine Freundin?
Nein, nur eine Studienfreundin.
Kennt man ja, Studienfreundin. Steigst du mit ihr ins Bett?
Nein, ich vertrete sie nur ein paar Tage.
Gab sie Ihnen die Liste mit Verben, die wir gemeinsam durchgehen sollten?
Weisst du, die Politik,
das ist eine Welt voller Pheromone.
Voller Pheromone. Sogar wenn du nicht auf Sex stehst,
musst du dich positionieren, das ist animalisch.
Das Problem ist also, wie du dir denken kannst: Alphamännchen.
Bei Politikern gibt es mehr
als im Rest der Bevölkerung. Das lässt sich nicht vermeiden.
Vielleicht wiederholen wir auch die unregelmässigen Verben?
Sag mal, Arnaud:
Interessiert dich Frankreich?
- Frankreich? - Frankreich, Arnaud.
- Frankreich, ja. - Ja?
- Das heißt...? - Das heißt was?
Das heißt, ich beobachte dich seit einer Weile,
und ich denke: "Sieh da, ein brillanter Junge,
"dank seiner Fähigkeiten."
Ich denke: "Den darf ich nicht entkommen lassen."
Aber es gibt das kleine Problem, dieses: "Ich spiele defensiv",
an dem wir arbeiten können,
aber ansonsten...
- Würde dich das interessieren? - Was?
Ja, du hast recht, wir brauchen einen konkreten Inhalt.
Übrigens hast du eine gute Zeit gewählt,
mit den bevorstehenden Präsidentschaftswahlen.
Mir ist zu Ohren gekommen, dass Kandidat Misemann
- jemanden für die Vorwahlen sucht. - Entschuldigung, aber es ist 17 Uhr,
- ich muss unbedingt los... - Sehr gut! Beeil dich.
Komm!
Beeil dich!
Um 17 Uhr gehen die Raubtiere der Nationalversammlung was trinken.
WIR BRAUCHEN IHRE STIMME
Das Ding ist nur, Misemann hat schon jemanden.
Eine von der ENA, sehr kompetent, sehr...
Ach, das ist schade.
Arnaud war super motiviert.
Aber ich hab schon eigene Pläne, alles ist gut.
Weisst du, dass Beressi mit dabei ist?
- Sie macht mit? - Tja.
- Beressi? - Ja.
- Bei den Vorwahlen? - Aber ja.
Und wer macht ihren Wahlkampf?
Weisst du das nicht? Karadzic.
- Das ist nicht wahr? - Doch, Karadzic.
Könnte Arnaud nicht da was machen?
Das Ding ist, mit Karadzic arbeiten,
- das muss man wollen. - Ohja.
Will er das?
Willst du das?
Ich weiß nicht, kommt drauf an. Wie ist Karadzic?
- Also kannst du eigentlich nichts. - Ich spreche 4 Sprachen.
Catherine macht ihren Wahlkampf in Frankreich. Auf Französisch.
Französisch kann ich auch.
Und ausserdem ist Arnaud zivilgesellschaftlich aktiv.
Das ist wichtig.
Und er ist möglicherweise
der Urgrossneffe von Jean Jaur&s. Das ist doch was.
Das weiß man nicht genau,
meine Familie heißt Jaures, aber es ist vielleicht nicht
derselbe Zweig, Jean Jaur&s kam aus Castres, wir eher aus der Normandie.
Ja, verstehe. Wie bei meinem Familiennamen.
Alle denken, ich hätte Leute in Bosnien gefoltert, aber nein.
Jedenfalls ist nichts bewiesen.
Gut, ich lasse euch allein.
Arnaud. Wir...
Du glaubst, mit deinem Onkel im Schlepptau bekommst du den Job?
- Das nicht mein Onkel. - Ich glaube an die Meritokratie.
Nicht an Papas Freunde.
Also, hören Sie, ich habe um nichts gebeten.
Ich gebe Monsieur Juval-Thibault nur Deutschunterricht...
Setz dich!
Setz dich.
Was hältst du von Catherine?
Ich denke, sie ist gut.
Gut? Doch mehr als gut. Bei allem, was sie für die Kultur tut.
Ja, das stimmt.
Nein, stimmt nicht. Sie war nur zuständig für öffentliche Ausgaben.
- Total unwichtig für Frankreich. - Für Frankreich?
Nein, Laurene, bestimmt nicht.
Ist doch klar, wie es dazu kam.
Da erkundigt sich einer, redet von Beressi, und schon...
Wie ich eben schon sagte.
Ich mache sie fertig, diese Null.
Ich warte nur ab.
Und was hast du vor, nach 3 Master und 2 Promotionen?
Ah... ich fahre nach Kanada, in einem Monat.
Um Italienisch zu lernen?
Nein. Nein, ich gründe dort mit meiner Freundin eine NGO.
Wir wollen den Inuits helfen.
Verzeihung. Entschuldige, Laurene,
es ist nur, ich rede... mit meinem neuen Assistenten Arnaud.
Vincent hat mich sitzen lassen, einfach so,
ohne Vorwarnung. Er kam eh nicht klar.
Und der neue kann nichts.
Na gut, er spricht 4 Sprachen und heißt Jaures.
Das wird uns in le Poitou-Charentes nicht boostern, ganz bestimmt nicht.
Ja, das kann man sagen.
Ach nein, verboten. Ich verleihe mein Spielzeug nicht.
Bin ich albern.
Ja, ich muss Ios.
Also, Arnaud?
- Ach, hallo, Arnaud. - Guten Tag.
Christophe Marechal, Quest France.
Weisst du, ob Beressi mit dem Bürgermeister
von Saint-Francois-du-Gard über RDSA reden wird?
RDSA? Ich... keine Ahnung.
Ja, der RDSA.
Da muss ich Agnes fragen.
Ich kann sie fragen, wenn Sie wollen.
Nein, ich komme allein klar. Danke, nicht nötig.
- Vorsicht, heiss. Kochend heiss. - Das hat aber gedauert!
Ich hab mit dem Typen von Quest France geredet.
- Er kennt meinen Vornamen. - Was wollte er?
Er fragte, ob es bei dem Treffen um den RDSA geht.
- Und was hast du ihm gesagt? - Dass ich es nicht weiß.
- Das hast du gesagt? - Ja.
Gut, ich spreche mit ihm.
Ich habe wirklich nichts gewusst.
DIE VORWAHL
- Agn6s! - Wo warst du denn?
- Die Frau... - Erzähl mir jetzt nicht dein Leben!
- Sie konnte es einfach nicht finden. - Psst!
Also...
Liebe Bürger von Saint-Francois-du-Gard,
liebe Freunde.
Ich danke euch allen
für euer zahlreiches Erscheinen bei dieser 1. Wahlkampfveranstaltung,
das im Zeichen der Jugend stehen soll.
Natürlich auch ein Danke
an den Bürgermeister von Saint-Francois-du-Gard,
der uns von Anfang an unterstützt hat
und uns freundschaftlich in seiner Stadt empfängt.
Ich bin hier,
weil ich mit euch
ein offenes Gespräch führen will,
am Anfang dieses Präsidentschaftswahlkampfs.
Denn gegen den Geist der Zeit,
oder, genauer gesagt,
mit distanziert kritischem Blick auf politische Moden,
will ich von meiner Verbundenheit mit meinen Werten sprechen.
- Alles klar? - Ja.
- Macht es dir Spaß? - Ja. Wollen Sie einen Rotwein?
- Was hast du gemacht? - Ich hab Catherines Rede gehört.
Ohne zu merken, dass ich in einen Hinterhalt geraten bin?
Seit 2 Stunden gebe ich dir Zeichen.
Ach so, nein... das hatte ich nicht verstanden.
Das ist dein Job. Wenn du siehst, dass mich jemand
länger als 3 Minuten belästigt, sagst du,
ich hätte einen dringenden Anruf. Ich antworte: "Gut, ich rufe zurück."
Wenn die Nervensäge dann noch nicht aufgibt,
insistierst du, ich schimpfe etwas, und wir zischen ab. Ist das klar?
- Ja, gut. - Ja, gut?
Sorry, hatte ich nicht kapiert.
Mme Beressi, ein Kommentar!
- Mme Beressi! - Können wir kurz ein Foto machen...
Guten Tag. Entschuldigen Sie die Störung.
- Agn6s, ein Anruf für Sie. - Ich rufe zurück.
Entschuldigung, es ist die Zentrale, es ist sehr dringend.
Nein, Arnaud, ich rufe zurück. Ich rede mit Henri.
Tut mir leid, dass ich dränge, aber offenbar ist es extrem wichtig.
- Bitte, Agnes, wenn es dringend ist. - Denen werd ich was erzählen!
Sind Sie der neue Praktikant?
- Nein, Ich bin ihr neuer Assistent. - Schön.
Entschuldigung, ich muss den Anruf annehmen.
- Ja, hallo? - Sag mal? Bist du blöd oder was?
Wie bitte?
Er ist der Vorstand des Verbands, seinetwegen sind wir hier.
Ja, natürlich. Sie ruft sie gerade zurück.
Sie sagte doch, es geht um das Blumengebinde.
Vergiss das Blumengebinde, Blödmann. Der Typ bedeutet 3 000 Stimmen.
Weisst du, was 3 000 Stimmen bedeuten? Und jetzt haut er ab.
Du bist doch wahrhaftig zu blöd.
Henri! Henri.
Das Wetter war nicht auf unserer Seite, aber
es war mir wichtig, mit dem Bürgermeister
bei dieser Gedenkfeier zu sein.
Die Umfragen sind für Sie ungünstig, beunruhigt Sie das?
Nein. Sie wissen so gut wie ich, was Umfragen wert sind.
Nein, ich halte den Kurs. Ich höre nicht auf die...
Schon gut.
Was ist, Arnaud?
Ich konnte die Zugkarten umtauschen, wir fahren in einer Stunde.
Schade, die 1. Klasse hätte genauso viel gekostet.
Ja, aber Catherine
ist Kandidatin für alle Franzosen, nicht für die der 1. Klasse.
Ich bräuchte einen abgeschiedenen Ort zum Arbeiten.
Catherine, geplant war ein Stadtbummel,
um uns bei den Leuten blicken zu lassen.
- Leute? - Wähler.
Oh, ja! Nein, wichtiger ist, dass ich meine Rede
für die französische Bürgermeisterkonferenz schreibe.
- Den Bummel verschieben wir oder... - Natürlich.
Agnes? Agnes, ich wollte Ihnen sagen,
es tut mir echt leid wegen vorhin mit dem...
dem Vorstand des Verbands. Ich wusste das nicht...
Tja, man muss Bescheid wissen. Auch das gehört zur Politik.
Danke auch für das tolle Wetter.
- Daran war doch nicht ich schuld. - Nein, warst du nicht.
Ich veräpple dich. Hör auf zu schmollen.
Sie haben...
Ich wollte sagen, ich mag es nicht "Blödmann " genannt zu werden.
Ich hab das nur ein Mal gesagt.
Und aus meinem Mund klingt das liebevoll.
War der erste Tag okay? Nicht zu hart?
Er war ein bisschen...
hektisch, ich muss mich eben an das Tempo gewöhnen.
- Genau darüber möchte ich reden. - Ja?
Ich denke, du bist geeignet, Arnaud.
Ah...
Politik ist kein Spaß. Man kann sich nicht mit...
Man braucht Leute, die auf Zack sind.
Nimm’'s nicht persönlich, aber da du nichts kannst...
Entschuldige, ich muss rangehen. Hallo?
Ja. Ja, tut mir leid, ich konnte Sie nicht zurückrufen.
Ja, ja, natürlich. Nein, aber...
Ja, entschuldigen Sie, ich konnte heute Morgen wirklich nicht,
aber kann ich dafür am Freitag kommen?
Ja? Es tut mir wirklich sehr leid.
Ich konnte mir nicht freinehmen.
Ja, ich weiß, ich weiß.
Nein, ich rege mich nicht auf. Ich rege mich nicht auf, nur...
Ja. Aber ansonsten macht Tom grosse Fortschritte,
aber wir lernen nicht Spanisch für seinen Koeffizienten beim Abi.
In Ordnung. Gut...
Vielen Dank.
Gut, vielen Dank. Einen schönen Abend. Danke.
...Wweit weg von den Erwartungen und Wünschen der Franzosen.
Doch Catherine Beressi äusserte sich sehr klar
heute Nachmittag in le Gard zur Frage des RDSA.
Wir befragen sie gleich zu dem Thema. Sie sagte:
"Die Frage der Einführung des RDSA verdient es, neu gestellt zu werden.
"Es gibt keinen Grund, sie nicht zu erwähnen.”
Ja, das besagt viel. Ich will zu dem Beitrag zurückkommen,
den wir eben gesehen haben. Was sagte der?
Keiner in diesem Haus kommt mit dem Anderen klar.
In dieser Vorwahl teilt niemanden gleiche gesellschaftliche Vision
oder gleiche wirtschaftspolitische Empfehlungen.
Das schafft ein Gefühl der Verwirrung,
das nicht dazu beiträgt, einen der Kandidaten zu stärken.
DU WARST SUPER, ARNAUD!
TREFFEN MORGEN 08:00 ZUM BRIEFING.
GUTE NACHT!
...eher um einen Parteikongress als um Vorwahlen...
Hallo, Spatz. Hallo? Siehst du mich?
Ja, mein Liebes. Geht's dir gut?
Ja, und dir?
Auch. Sorry, dass ich vorhin nicht ranging, es ging einfach nicht.
- Hast du nun die Tickets? - Noch nicht.
ich versuche seit 3 Tagen...
Ich konnte nicht, aber nächste Woche.
OK.
Dir ist es wohl egal.
- Überhaupt nicht. - Doch die Inuits sind dir egal,
- du interessierst dich nur für dich. - Das stimmt nicht...
Ich versteh das nicht! Alles war geplant...
- Spatz, reg dich nicht auf. - Versuche ich ja, OK?
- Mir reicht's, tschüss, ich leg auf. - Hallo? Leslie...
Hallo, Arnaud.
Tag, Arnaud.
- Arnaud, wie geht's? - Gut, und dir?
Wird Beressi einem Essen mit der Redaktion zustimmen?
Wenn dabei ein Artikel rauskommt wie vor 2 Wochen, wohl eher nicht.
Nein. In der neuen Folge geht es um Catherines Arbeit.
- Ja... - Meinst du, es geht nächste Woche?
- Mal sehen. OK? - Danke, Arnaud.
Wo bleibst du? Catherine wartet auf ihr Kleid!
Alles gut, das Kleid hat nichts abbekommen.
Also dann komm, vergiss es.
Labussiere hört auf.
- Was? - Catherine ist als Zweite dran.
Labussiere, geht's um die Kick-backs in Katar?
Nein, er will sich jetzt der Malerei widmen.
- Lustig. - Nein, wir stecken in der Scheisse.
Laurent Labussiere tritt zurück.
Seine Entscheidung. Das darf aber nicht
- von echten Themen ablenken. - Warte kurz.
Catherine, Marc bestätigt, dass Labussiere Weggang
Prenois Auftrieb gibt, also greif ihn an.
Ich weiß nichts über Prenois!
Zu dem konnte ich nie was sagen! Schon nicht an der ENA.
Prenois ist...
Nummer sicher, eine sichere Wahl,
aber ohne Risiko.
Das bringt's nicht.
Prenois bedeutet, keine Stellung zu beziehen.
- Prenois ist wie ein Irish Pub. - Was?
Wie bitte? Ich sagte nur, Prenois ist
wie ein Irish Pub.
Weder gut, noch schlecht, man weiß,
man erlebt dort nicht den allertollsten Abend.
- Tiefer, der Ärmel, tiefer. - Gut, Catherine.
Nicht so viel Zahlen, kurze Sätze, wir sind nicht an der Uni,
alle wissen auch so, dass du brillant bist.
Es ist soweit.
Und versuche, etwas mehr pushy zu sein.
Pushy?
- Pushy. Zeig die Zähne. - Ah, ja.
Provokant, damit man sich an dich erinnert.
Und die Jacke geht gar nicht. Die wechseln wir.
Nein, zieh sie aus.
- Hier. Geht es so? - Ja, perfekt.
Nun aber schnell. Hopp, hopp...
Und, wo dran sind wir? Nicht an viel.
Man muss wissen, dass heute in Frankreich
wegen der Politik unter der Präsidentschaft Martineaus
die Arbeitslosigkeit...
um 1,5 % gestiegen ist.
Und... nimmt man das Beispiel der Deflation...
Ist die schlecht. So schlecht kann man doch nicht sein.
...der Konsum ist in 4 Ländern der europäischen Zone gesunken.
Nicht wahr? 0,2 % weniger in Frankreich
als in Deutschland. Wir waren bei...
Guten Tag. El&onore, ich schreibe einen Artikel für Le Monde.
- Das geht jetzt nicht... - Doch, doch. Komm rein.
Wie geht es dir?
Gut, und dir? Danke, dass du gekommen bist.
- Danke für die Einladung. - Hallo.
Dennoch fragen sich die Leute,
was Sie 2 12 Jahre gemacht haben.
Sie arbeiteten privat,
Sie gaben auch Wirtschaftskurse in der Schweiz. Also...
- Ich war immerhin Europaabgeordnete! - Das stimmt.
Das stimmt, aber Sie haben es nicht gesagt.
- Sie ist selbstsicherer geworden. - Sie ist klasse.
...wenn Sie in die 2. Runde kommen?
Erstmal, es ist noch nicht soweit. Und Pascal Prenois' Programm...
Das ist wie ein Irish Pub. Ja, ein Irish Pub
- ist weder gut noch schlecht... - Das ist doch von mir.
Wirklich?
Ja, wir redeten über Prenois' Sprache.
Oh, wie er sich freut.
„eine grundsätzliche Änderung des Schulsystems...
Gut, Schatzi, nach der Sendung
bringst du Catherine mit den Technikern raus,
sie sollte keinen Journalisten begegnen.
Die Rückmeldungen sind nicht so toll.
Guten Abend.
Prenois und seine lebenden Toten.
- Ziemlich deprimierend. - Der Typ vom Figaro ruft dauernd an.
- Schreib 'ne SMS, du rufst zurück. - Und was sage ich ihm?
- Dass du zurückrufst. - Um ihm was zu sagen?
Tja, du rufst Ihn nicht zurück.
Das kanntest du wohl noch nicht, was?
VORWAHLEN
DEMOKRATEN: UMFRAGEN ZU CATHERINE BERESSI
6 % OKOTBER 9... 5 % NOVEMBER
HAURUCK-PLAN ZUR RETTUNG DER SOZIALVERSICHERUNG
Du wolltest doch den RDSA ins Zentrum stellen...
...‚Ich muss meine Rede Korrektur lesen...
Ja, Leslie. Ich bin im Zug, ich kann nicht viel reden.
Kann ich dich später zurückrufen?
- Also, ja... - Du rufst an?
Ich melde mich, wenn ich angekommen bin.
OK, ja... Das sag ich dir dann.
Küsschen, Spatz.
Bye bye, Spatz.
Küsschen, Spatz.
Spatz? Spatz...
Spatz!
Gerade vorhin kam Pascal Prenois,
der sehr gelassen schien.
Auch Pascal Prenois wartet sicher gespannt
auf die Ergebnisse und das Urteil der Wähler.
Catherine Beressi erschien...
Gut. Offenbar sind die 8 % bestätigt, in den Überseegebieten
- vielleicht etwas mehr. 8%?
8 %, ist das gut oder nicht?
- Das ist doch wirklich gut? - Ja!
- Na hör mal, 8, das ist gut? - Ja?
Ja, das ist gut! Sogar super!
Jetzt müssen sie es mit mir machen.
Oder? Genau!
Beim RDSA, bei der Sparquote, sie müssen mir folgen!
- Auf jeden Fall. - Wo ist Agnes?
- Hast du zufällig Agnes gesehen? - Nein.
- Arnaud, du kommst gerade recht! - Ah...
Ich wollte dich schon lang sehen.
- Ich hab es gerade super eilig. - Toll, wie das für Beressi läuft.
- Ja, super. - Du machst das gut.
Das ist nur eine erste Hochrechnung.
- Hast du Agnes nicht gesehen? - Ach, ihr feiert das?
- Ja. - Im Bett?
Aber nein.
- Du steigst nicht mit ihr ins Bett? - Überhaupt nicht.
Kann ich dich mal in deinem Büro besuchen?
In welchem Büro?
In deinem Büro, wo ich dich zum ersten Mal traf.
Ach so, nein.
Nein, das ist nicht mein Büro. Ein Freund hat es mir geliehen.
- Und gerade... - Ich muss das Gespräch annehmen.
- Ja? - Wir sehen uns?
- OK. Tschüss, Arnaud. - Hallo?
Was guckst du wie eine Klobürste?
Ich dachte, Prenois und seine Zombies würden Sie deprimieren.
Ich gewöhne mich um, hab gerade die Leitung seiner PR übernommen.
Nicht für die Vorwahl, für die Präsidentschaftswahl.
- Ist das ein Witz? - Wir arbeiten für einen Irish Pub.
Was heißt "wir"? Ich fahre in einer Woche nach Kanada.
- Ja, ja... Sei nicht kindisch. - Bin ich nicht,
ich habe ein Programm und kann nicht alles absagen.
Politik bedeutet auch, Programme ändern zu können.
Ja, das sehe ich.
Pascal Prenois sorgte für eine Überraschung...
- Bravo. 8 %! - Ja, toll, nicht wahr?
Ja, das ist toll!
- Dann stossen wir mal an! - Los.
Danke.
- Glückwunsch. - Danke.
Danke dem ganzen Team, vielen, vielen Dank.
Auf geht's. Ich nehme meinen Text, dann...
- Ihr seid dabei, oder? - Wir sind dabei.
Wo feiern wir das?
Im Elysee!
Spatz!
Was ist?
- Soll ich dich mitnehmen? - Ja.
Was machst du nun?
Verlässt du mich?
- Na ja... - Keine Lust mehr?
Doch. Es ist nur...
Du willst lieber mit dem Spätzchen zu den Eskimos?
- Das war von Anfang an klar... - Tja, das ist sicherer.
Wir kämpfen für Frankreich, du haust nach Kanada ab.
Willst du deinem Land nicht mal was zurückgeben?
Wir haben doch noch was vor, oder?
Schon, aber...
in Kanada weiß ich wenigstens, was mich erwartet.
Dort ist Leslie, die NGO und...
Während Prenois niemals die erste Runde überstehen wird.
Mal ehrlich.
Wer nichts wagt, gewinnt nichts.
- OK. Was macht das? - 10,20 Euro.
Moment. Die Fahrt geht auf mich.
Und, ist doch wahr, ich meine,
auch wenn wir gewinnen, was mache ich dann?
Fotokopieren im Ministerium für Jugend?
Nein, ist nicht schlimm. Vergiss es, Arnaud.
Alles Gute weiterhin.
Hallo? Nein, man muss sofort Stellung beziehen.
Agnes, Agnes, warte... ich habe kein Bargeld.
Die 36 % Prozent werden manche als Unfall betrachten.
Wir müssen zeigen, dass wir kampfbereit sind.
Boarding für den Flug Air France 27 nach Montreal ist beendet.
DIE PRÄSIDENTSCHAFTSWAHL
Für Escoffier ist es vorbei.
Was?
Der Bürgermeister von Saint-Francois-du Gard. Schlaganfall.
Oh Scheisse! Und er war so nett.
Es gibt vorgezogene Kommunalwahlen.
Die Journaille redet schon von einer Testwahl.
- Und wie weit bist du? - Ja, also...
Ich hab dir was vorbereitet
mit Prenois' Rede über den Sozialschutz.
Wenn du mal reinsehen willst.
- Schön, aber wir brauchen Emotion. - Das ist doch emotional.
- Ich will Emotion. - Das ist sehr emotional.
Schau mal, Bertrand.
Es geht sicher um seinen Artikel über die Scheiss-Agrarreform.
- Nein, die reden über dich. - Wie kommst du darauf?
- Ach, ich kann Lippen lesen. - Ja, klar...
meine Mutter war fast taub.
- Im Ernst? - Ja.
Und, was sagt er?
- Nein, geht nicht, wäre zu peinlich. - Wieso?
- Nein, ich will nicht... - Komm schon, was sagen sie?
- Willst du's wirklich wissen? - Ja, was sagen sie?
Gerade sagen sie:
"Ich mag's, wenn sie ihren smaragdgrünen BH trägt."
"Der gefällt mir, passt super zu ihrem String."
Und was jetzt...?
"Sie lässt immer ihre Bluse offen, man kann alles sehen."
"Ja, was es da zu sehen gibt." Und jetzt redet er von Nicki Mi...
Er hat gesagt: "Gut, sie ist nicht Nicki Minaj
"oder Kim Kardashian, aber für ihr Alter ist sie noch gut erhalten."
Das sind doch Schweine, oder?
Ich habe keine Zeit für solchen Quatsch. Ich arbeite.
Und er wird also jetzt,
offizieller Kandidat der Präsidentschaftswahl.
Bei den Gegnern
blickt man hauptsächlich auf Evelyne Martineau.
Was hat die derzeitige Präsidentin vor?
In letzter Zeit war sie in keiner guten Lage.
Ist sie in der Verfassung eine 2. Amtszeit anzustreben?
Keine Äusserungen dazu vom Elysee-Palast.
Es stimmt,
sollte sie nicht antreten, hat Pascal Prenois wirklich
grosse Chancen und könnte
die Überraschung dieser Wahl werden.
Für die Rede in Bercy brauchen wir eine neue Optik.
Also, ich...
- Entschuldigen Sie. - Setz dich bitte da hin.
- Ja, wir hören. - Pardon.
- War das Meeting geplant? - Mach weiter.
Danke, Agnes. Also: "Wir brauchen eine neue Optik."
Ich dachte an eine andere Brille.
Vielleicht lässt du sogar deine Brille weg.
Ach, ja? Meine Brille...
Ja. Deine Brille ist dein Blick auf Frankreich.
Eine echte Veränderung. Weniger auffallend
als eine neue Frisur, weniger riskant als ein neuer Kleidungsstil.
Eine unmerkliche aber omnipräsente Veränderung.
Aber haben Sie nicht das Gefühl,
ich sehe dann etwas weniger sympathisch aus, bezüglich...
Nein, nein. Das ist gut.
Weniger sympathisch? Nein, finde ich gar nicht.
Es gibt Studien darüber. Überhaupt nicht.
Eher im Gegenteil.
Was meinst du, Arnaud?
Ich finde es gut.
Danke, Arnaud.
Pascal, lass uns über deinen Wahlkampfspot reden.
Ja.
Ich habe Namen von Persönlichkeiten, die dich unterstützen wollen.
Nehmen Sie dafür bitte mit Jil Caplan Kontakt auf.
- Gute Idee, ich kontaktiere ihn. - "Sie". Das ist eine Sängerin.
Kennst du sie nicht? Jil Caplan?
Jeden Abend
Sagst du zu mir: "Nicht heute Abend"
Was zwischen Blues und Slow...
Ja, sehr schön.
- Was habe ich darauf getanzt... - Ich finde sie toll.
- Agnes? - Was ist los mit dir?
- Was macht der hier? - Salim? Er ist jetzt bei uns.
- Wurde er dir nicht vorgestellt? - Nein.
Er ist super. Schnell, tüchtig, konstant, alles, was wir lieben.
Ausserdem will ich dich mit Jacqueline bekanntmachen.
Jacqueline, wie du weißt, Pascals Mutter,
sie hat eine tolle Idee, und bei der Mission dachte ich sofort an dich.
- Mission? - Ja.
- Kann ich gehen? - Ja.
- Guten Tag. - Sie sind Arnaud?
Guten Tag.
Nehmen Sie Platz.
Ein bebildertes Buch
mit Fotos aus allen Etappen der Laufbahn meines Sohnes.
- Verstehen Sie? - Ein Bilderbuch eben.
Ein bebildertes Buch. Bilderbücher sind für Kinder.
Ich habe schon eine genaue Vorstellung des Layouts.
Das Problem ist, ich verstehe nichts
von Computern, im Internet bin ich eine Niete.
Es heißt, Sie haben das drauf.
- Ach ja? - Agnes sagt das jedenfalls.
Dann ist es wohl so, ja. Sehen wir mal...
- Vorsichtig, das sind Originale. - Entschuldigung.
Ist das da Pascal, mit der Ente?
Wir sind weit weg vom Meer...
Das sind also keine Hafencontainer?
Nein, alle Gemeinden haben daran teilgenommen und...
- Und man sieht... - Ah ja, das ist also Ihr Projekt?
Ja, genau.
Im nächsten Frühjahr ist es fertig.
Es gibt einzelne Wohnungen,
- Gemeinschaftsräume, um... - Monsieur Prenois!
- Dahinter sind Gemüsegärten. - Wie viele Plätze gibt es?
Ungefähr 450. Ja, 450.
- Zehn mal soviel? - Ja, ja, das ist viel.
Können wir weitergehen?
Agnes, Salim, Dominique.
- Guten Tag. - Salem Aleikum.
Guten Tag. Agnes Karadzic.
Wissen Sie, das ist sehr wichtig für uns...
Würden Sie kurz aufhören Zu fotografieren? Keine Fotos!
Wir wollten Ihnen sagen, dass diese Unterkunft umgebaut wird,
und dabei vergrössert sich...
die Kapazität von 50 auf 450 Betten.
Aus welchem Land kommen Sie, Monsieur?
Ah, die Wolof. Auf einer Senegal-Reise vor einigen Jahren
lernte ich all diese Stämme kennen: die Wolof,
die Tukulor, die Soninke, nicht wahr?
Die Fulbe. Hatte ich vergessen. Aber es gibt noch viel mehr...
- Die Kajoor, die Serer... - Ach ja, genau.
Das von der ENA mehr nach links.
- So? - Nein. Noch mehr.
So?
Was nehmen wir als Bildunterschrift?
Ich weiß nicht, vielleicht...
"Pascal und seine Jahrgangskameraden"?
Das ist fein beobachtet.
Das sieht man doch, dass das Pascal mit seinen Jahrgangskameraden ist.
Nein, das ist zu eins zu eins.
Wie wäre es mit: "Ei, ei, ei, die Schule ist vorbei"?
Etwas dämlich, oder?
"Die ENA, Schule der Eliten".
Das klingt etwas...
- Nein. - Nein, das ist gut.
Die Schule
der Eliten. So?
- Schön. - OK. War das das letzte?
Nein, ich habe noch viel mehr, das ist nur eine erste Version.
A first draft.
Jacqueline, wir sollten uns an diesen Bildern
- nicht so abarbeiten. - Schon okay. Gut...
Ziehen Sie Ihre Schuhe aus.
Pascal braucht mich die ganze Zeit, wissen Sie.
Er kann wirklich nichts tun.
Er ist ein richtiger Tölpel.
Ja, aber ein Wahlkampf ist anstrengend.
Da muss man Verständnis haben.
Übrigens, Jacqueline, wäre es nicht Zeit
für eine kleinen Gesundheitscheck oder so?
Ach was, ich rauche nicht mehr.
Ich gehe mehrere Etagen, und zwar jeden Tag.
Stellen Sie sich den armen Pascal vor, sollten Sie...
plötzlich abnippeln.
Meine Position zum Klimawandel?
- Bist du dagegen? - OK, wir arbeiten daran.
Und? Hast du Cotin angerufen?
- Guten Abend. - Ah, Mama.
- Guten Abend. - Entschuldigen Sie.
Pascal, ich möchte dir die erste Version des bebilderten Buchs zeigen.
Ah... Das bebilderte Buch meiner Mutter.
Der Wendepunkt des Wahlkampfs. Zeig mal her. Danke.
Was muss man da machen?
- Hier, auf das Trackpad. - Gut.
- Komm mal, Bertrand. - Ah ja.
- Wenn du arbeiten willst. - Klar.
Oh ja, Moment, das in Shorts...
und Flipflops, ist das... notwendig?
- Arnaud findet das auch sehr nett. - Sind Sie Arnaud?
- Ja, das bin ich. - Ja, das ist er.
Er arbeitet mit Agnes für meine Vorwahl.
Stehen Sie nicht herum, setzen Sie sich zu uns.
Erinnerst du dich an das mit der Jacke?
Die war vom Flohmarkt.
Drei Werbeagenturen arbeiten für mich, und keine kam auf die Idee,
auf das nette Kapital meiner Bermudas zu setzen.
Pascal, was ist mit den Haushaltsreformen?
Ja, schon gut. Ich darf mich doch mal entspannen.
Was sage ich Cotin? Was ist das Konzept?
Du meinst, die Indexierung der Deflationsanzeichen
auf den Quotient des Haushaltsdefizits ist kompliziert?
Pascal hat recht, du musst das verkaufen.
Aber nicht als Seminarist.
Gut... Als Idee: Wir haben ein Mittel,
um Kurs zu halten, wie einen Kompass.
Also: "Mit Prenois verliert man nie die Orientierung.”
Ja, das ist gut, aber was ist das Markenzeichen?
- Peilung der Finanzen? - Klingt nach Pfadfindern.
- Steuerkompass? - Nein, klingt nach Steuerbegrenzung.
Verdammt, ihr seid heute echt inspiriert.
- Wir finden schon was. - Die drei Musketiere.
Und?
Hallo, Jungs, wir müssen diese Reform verkaufen.
- Sie ist wichtig. - Na ja...
- Das Haushalts-GPS. - Was?
Ich habe nur gesagt:
"Das Haushalts-GPS", aber das ist Mist.
Das Haushalts-GPS...
- Nein. Mir gefällt das. - Das ist gut, ja?
Ja, das gefällt mir.
Das Haushalts-GPS...
- Ja, das ist wirklich gut. - Das klingt modern.
Ja, mit einem GPS weiß man, wie man direkt ans Ziel kommt.
Arnaud hat schnell gelernt bei der Vorwahl.
- Soll ich Cotin anrufen? - Aber klar.
Ruf Cotin an.
Ah nein, zurzeit passe ich auf. Ein kleines Stück.
LÄUFT'S GUT MIT JACQUELINE?
- Bedient euch. - Nimm dir was, Philippe.
ICH RUFE ZURÜCK
Mit Tee schmeckt's besonders gut. Noch ein Stückchen?
Woher hast du den Kaffee?
Aus dem Regieraum, aber man braucht einen Hausausweis.
- Ich habe noch keinen Hausausweis. - Mist.
Das ist unverständlich. Wirklich. Und das hier...
Alles klar, Arnaud?
Ich war etwas müde, aber jetzt geht es wieder.
Bevor wir anfangen,
möchte ich Catherine danken. Danke, dass du jetzt
in unserem Wahlkampfteam bist.
Ich glaube, du gibst uns viel.
- Ich bitte dich, Pascal, danke. - Doch, ehrlich, du bist willkommen.
Danke, dass du hier bist.
Ich glaube, nun reden wir über Wirtschaft.
Richtig? Das ist auch wichtig.
...das kling ja fast schon wie Haushalts-GPS, so ein Quatsch.
- Politische Kommunikation für Blöde. - Absurd.
Agnes? Du wolltest etwas sagen, glaube ich.
Ja. Ich wollte nur sagen, dass alle, die kein Master
in Wirtschaftsmathematik haben,
dieses Programm nicht verstehen können.
- Wenn wir einfache Formeln... - Einfach oder einfältig?
- Einfach. - Wie das Haushalts-GPS?
Ja, wie das Haushalts-GPS von Arnaud, unter anderen.
Und ihr glaubt, die Wähler schlucken so ein Programm?
Pardon, Agnes,
wenn ich zum Arzt gehe und er mir komplizierte Dinge erklärt,
die ich nicht verstehe, dann habe ich das Gefühl,
er weiß, Wovon er spricht. Ihr nicht?
Gut, berichte mal über MwSt., Brüssel und so.
Hast du meine Dokumente nicht bekommen?
- Nein. - Frankreichs MwSt. ist bei 20,
man will auf 22 erhöhen, du könntest 21 vorschlagen.
Was sagen die anderen?
Manche wollen auf 17,5 runter.
Das Problem ist, du hast mal 16,5 gefordert.
- Das war völlig... - Damit verlieren wir alle.
Wie viele seid ihr in dem Labor? Man kann das doch ein Labor nennen.
Ein Labor, Forschungszentrum.
Hier im Simulationsbereich sind wir zehn. Ingenieure, Techniker.
- Sie sind Ingenieur? - Nein, Forscher.
- Sind, Ingenieur? - Auch nicht.
- Dann lag ich überall daneben... - Kommen wir jetzt zur Praxis.
Aber ich wurde nicht vorgewarnt.
- Nur eine kleine Runde. - Von mir aus.
Ich habe heute gut gefrühstückt. Wir waren in Rungis,
da gab es Salami und alles... Na gut, trotzdem.
Ich übergebe Sie an Djamila.
- Sie wird Sie steuern. - Freut mich, Djamila.
- Das ist... - Gut, wir gehen nach nebenan,
- Djamila kümmert sich um Sie... - OK.
- OK. Ich setze mich da rein? - Es geht Ios.
- Der Gurt hier? - Genau
- Es ist noch offen... - Das schliesst von selbst.
- Gut. - Wir sehen uns gleich wieder.
- Das hier schliesst sich nicht? - Gute Reise, geht alles automatisch.
Gut.
Hallo? Beruhige dich, Bertrand.
Der kleine Rückgang liegt nur
am Eintritt Martineaus in den Wahlkampf.
Es ist eine Erosion, kein Rückgang.
Es ist eine Erosion, kein Rückgang.
- Ist Catherine bei dir? - Nein, Arnaud.
Damit belästigen wir Pascal nicht. Er hat gerade andere Sorgen.
Was ist mit ihm?
Du nervst, Bertrand.
KANNST DU MEINE BORDEAUX-REDE ÜBERARBEITEN?
WIR BESPRECHEN DAS DANN BEI MIR ZUHAUSE!
UMFRAGEWERTE FÜR PASCAL PRENOIS
EVELYNE MARTINEAU GIBT IHRE KANDIDATUR BEKANNT
Bitte treten Sie zurück
Es gibt eine Pressekonferenz, also, bitte.
- Alles klar? - Ja.
- Ich bin gleich für dich da. - Aber bitte.
Willst du mich was fragen?
Ja, wie weit ist Karadzic?
Karadzic... warum?
Weiss nicht, was ist mit ihrem Europäischen Solidarpakt?
Wir machen das Programm gemeinsam.
Man sagt, es gibt Reibungen mit Bertrand, oder?
Reibungen?
- Keine Reibungen? - Ich weiß nicht, wovon du redest.
Ich glaube nicht, dass kleine Parteiintrigen
heute die Franzosen beschäftigen, liebe Geraldine.
Du tust so schlau, aber du musst die Zähne blecken,
wenn du nicht ewig Befehlsempfänger sein willst.
Befehlsempfänger?
Dann kann ich schlimmstenfalls immer noch Journalist werden.
Schlimmstenfalls, ja.
Wir haben nun die Produktionsstrasse erreicht...
- Hier stapeln wir die Profile. - Da oben?
Nein, nicht oben. Die liegen hier unten...
P., PRENOIS BESICHTIG EIN PRESSWERK FÜR ALUMINIUMPROFILE
Wir beachten natürlich alle Schutzmassnahmen...
Zu wie vielen arbeiten die hier?
- ZU zweit. - Nur zwei?
- Wie viel Grad haben die Stangen? - Die sind kalt.
Wir beliefern die Firmen,
die die Zäune, Tore oder Veranden herstellen.
Wir stellen nur die Rohprofile für unsere Kunden her.
Na, wie geht's?
Klappt's mit deiner Freundin in Kanada?
Ja, Ja.
- Fehlt sie dir nicht zu sehr? - Nein.
Ich komme damit klar,
ich bin ja so sehr mit der Kampagne beschäftigt, also...
Ich wollte dich fragen, ob du mit mir
an den 50 Punkten für die 100 Tage arbeiten willst?
Eben hat mich Catherine gebeten, an ihren 47 Punkten für
eine soziale Demokratie zu arbeiten. Daher geht das nicht. Echt blöd.
Ich biete 3 Punkte mehr.
- Ist doch besser. - Ah ja? Ich muss jetzt Ios.
Agnes, du könntest doch Salim wegen deinen 50 Punkte fragen.
- Er soll super sein. - Und du, willst du nicht aufhören,
Beressis Muschi zu lecken? Da soll's nach Brackwasser riechen.
Ich an deiner Stelle wäre nicht so eifrig.
Sie wird über Labussieres Katar-Kick-backs stolpern,
denn sie hat zumindest davon gewusst.
Sie singt ihren Schwanengesang, die Arme.
Aber gut, mach's so, wie du es für richtig hältst.
Und das "Ich rufe zurück" kannst du dir sparen,
komm mir nie wieder mit sowas.
DIE KATAR-KICK-BACKS: WUSSTE CATHERINE BERESSI DAVON?
SIE GEHÖREN MIT LABOUSSIERE VORS GERICHT! 3 LIKES
HAT CATHERINE BERESSI GELOGEN? ES IST DOCH IMMER DAS GLEICHE...
Einige Details wurden vertuscht,
aber wenn die herauskommen, wird es sehr weh tun.
Wenn man bedenkt, dass man diese Leute wählt...
Ich konnte die von Anfang an nicht riechen.
Es ist zwar noch nicht publik, aber es heißt, beim Bercy-Auftritt
hat sie 13 000 Euro Schulden hinterlassen.
- Alles gut? - Nein, nein. Ja, alles gut.
- Und bei dir auch? - Ja, ja.
Hat dir Salim deinen Platz geklaut?
Was? Salim? Er arbeitet am Image des Kandidaten,
ich an der PR, das sind 2 Paar Stiefel.
Ich meinte nur den Sitzplatz im Bus.
Ach, das. Nein, nein, ich fahre auch gern Bus.
Ehrlich, Sonne, Landschaft und alles.
- Das ist cool. - Nicht schlecht, die Kleine, was?
- Daniel, was machst du denn hier? - Wills du Arnika?
Nein, danke. Fährst du nach Villefranche?
Kommst du aus der Gegend?
Nein, ich komme aus Dijon.
Wir müssen alle in Kampfformation hinter dem Kandidaten stehen.
Sag mal, Arnaud, ich habe Pascal wohl im Gedränge verpasst,
könntest du ihm die Druckfahnen
meines Frankreich-Buches geben?
Ich möchte, dass er das Vorwort schreibt.
- Nein, dazu fehlt die Zeit. - Hier, lies mal,
das ist die Einführung.
Sag mir, was du davon hältst.
- Ich geb's Agnes... - Ja.
Es gab nur noch rosa Papier, Wer weiß, warum.
Jedenfalls danke ich dir.
Ich will dir was sagen.
Falls... falls es dich interessiert,
kann ich dir helfen, da reinzukommen.
Wovon redest du? Ich versteh nicht...
Die Grosse Loge.
Es sieht nach nichts aus,
aber es kann sehr nützlich sein, Freimaurer zu sein.
Wenn du später mal in den Senat willst...
UMFRAGEWERTE FÜR PASCAL PRENOIS
Er hat nicht vor, in die Offensive zu gehen
und seinen kleinen Kameraden in die Warten zu beissen.
Man wird ihn jedoch angreifen, sobald er zum Favoriten werden würde.
Wir erinnern uns an P. Prenois' Worte,
das war bei seinem letzten Treffen, gerade letzten Sonntag.
Zitat: "Unsere Bürger werden Frankreich
"wieder aufrichten, viel mehr als Ihre Verantwortlichen..."
Was machst du?
- Was? - Schaust du fern oder liest du?
Ah, nein, ich lese. Das heißt, ich überlege.
Ich habe überlegt, wie...
wie wir deinen
Europäischen Solidarpakt einkleiden können.
Gehst du nicht ran?
Nein, dann dauert es wieder 3 Stunden.
Ach ja, richtig, ihr habt euch ja so viele kleine Geheimnisse zu erzählen.
Verrätst du ihr Dinge über mich? "Sie ist gemein,
"weißt du, was sie mir heute angetan hat..."
- Quatsch. - Ich kenne sie,
Beressi ist eine Furie.
Wähle mal deine Seite. Auch das ist Politik.
ICH RUFE ZURÜCK, HABE GERADE EIN MEETING MIT DEM EISSCHRANK
ICH RUFE ZURÜCK, HABE GERADE EIN MEETING MIT DEM EISSCHRANK
Agnes, ich...
Los, geh ran!
Es tut mir leid, das war nur ein saublöder Witz, ich wollte nicht...
"Eisschrank" meinte ich nicht im Sinne von "frigide", sondern
von "kalt", wenn jemand kalt ist, kalt wie ein Eisblock.
- Verstehst du? - Ja, ich habe verstanden.
Ich fühle mich behämmert.
Alle reissen dauernd Witze,
und ich lasse mich wie ein Depp da mit reinziehen.
Wer "sie"?
Sie, das sind Catherine, Bertrand, der Typ von der Montesquieu-Stiftung.
Die Drei Musketiere, wie sie sich nennen.
Sie halten sich für Prenois' engsten Kreis.
- Einfach lächerlich. - Die Intermarche-Werbe-Musketiere?
- Genau. - Und Catherine mit ihrem
- dicken Arsch ist die Mylady? - Genau.
Klar, die machen auf geschlossenem Kreis,
aber das Einzige, was sie tun, ist Evian trinken,
Speckcracker essen,
mit Prenois' Mutter rumhocken und Nachrichten gucken.
Da verpasst man nichts.
Aber... Ich sollte dir das nicht erzählen.
Klar. Für wen hältst du mich?
Gut. Tut mir leid, Agnes. Ehrlich.
Ja, Catherine? Hier ist der Eisschrank.
Ja, genau. Wolltest du D'Artagnan sprechen?
Er ist beschäftigt, wir arbeiten am Europäischen Solidarpakt.
Daher kann er auch nicht zu eurer Musketiersitzung.
- Ja, genau. - Agnes, gib ihn mir mal.
Nein, das bringt nichts.
Und ich denke das Gleiche von dir, Catherine.
Agnes... Agnes!
- Agnes, was tust du? - Nachprüfen, dass du mit niemand
- anderem schläfst. - Gib mir mein Handy.
Es ist nicht deins, es gehört der Partei.
- So, gib mir mein Handy. - Nein.
Agnes, gib mir mein Handy!
Da ist Privates drin von mir und Leslie.
- Nein. - Los, gib her!
Fass mich nicht an! Für was hältst du mich?
Ach, du?
Ah, Agnes, ich suche dich überall. Das Programm ist fertig gedruckt.
Äh, ja. Was ist das?
Das Programm mit den 50 Punkten.
Schon klar, aber das Papier?
Wir sagten, Ökopapier, oder?
Ja. Es ist biologisch abbaubar.
Aber es ist ganz weiß und glatt.
Ja, die haben es geschafft,
das eklige Grau von herkömmlichem Umweltpapier loszuwerden.
- Ist doch gut. - Nein, gar nicht gut.
Für die Leute ist Ökopapier
zwangsläufig grau und eklig. Das hier ist ohne Wirkung.
Aber ich werde es doch nicht grau einfärben, oder?
Warum nicht? Salim, bring das in Ordnung.
Was ist? Wirst du wieder heulen?
Ja?
Das gibt's doch nicht. Was ist mit ihr Ios?
Was hat sie in letzter Zeit?
Ich weiß nicht, was du meinst. Man muss mitdenken, Salim.
Weisst du, was sie in der Pressekonferenz mit mir gemacht hat?
Moment, sei still.
Bisher wurden 5 Personen, die 2 Anschläge geplant hatten,
- festgenommen. - Moment, ich ruf zurück.
Diese Nachricht unterbricht den Verlauf
dieser Präsidentschaftskampagne,
bei der einige Kandidaten zweifellos geplant hatten,
nach Strassburg zu reisen...
Perfekt! Genau das brauchen wir.
Pascal fährt morgen nach Strassburg.
Ich will eine Reaktion darauf, und emotional.
Sonst steck ich dich ins Eisfach!
"Der Kampf gegen den Terrorismus steht bei mir an oberster Stelle.
"Und ich betone erneut, mit Ruhe, aber nachdrücklich:
"Ich werde niemals eine Reform zurückziehen,
"die unsere Freiheiten wahren soll, aber auch die Sicherheit
"jedes Bürgers und jeder Bürgerin auf unserem Staatsgebiet.
"Frankreich ist ohne Europa ein isoliertes Land,
"unfähig, in der Welt zu agieren.
"Undenkbar, die Zukunft ohne ein machtvolles Europa zu entwerfen.
"Wir müssen der Ungleichheit entgegentreten,
"die Beziehung zur Welt verbessern. Verabschieden wir uns
"von der Trägheit, die unser politisches Denken lähmt.
"Das Frankreich von morgen wird voller Hoffnung und der Vision sein.
"Wir bieten Ihnen diese Hoffnung, diese Vision.
"Bauen wir dieses Frankreich gemeinsam auf."
Nein?
- Hast du geduscht? - Was?
Hast du heute geduscht?
- Nein, ich hatte keine Zeit dazu. - Sich zu waschen, ist wichtig.
Schliesslich repräsentieren wir Frankreich.
So, ich lasse dir ein Bad ein. Ich kümmere mich um dich.
Ich hab vergessen, auf Salims Vorschlag
für die morgige Rede zu reagieren.
Ein Arbeitstier ist er ja.
Schon gut, ich lass mir was einfallen.
Schön abrubbeln, ja?
Wechselst du nie deinen Anzug, um dich volksnah zu geben?
Würde man eh nicht sehen, sie sind alle gleich.
Ja, sieht aber nicht gut aus. Dann noch dein Hygieneproblem...
- Hast du das geschrieben? - Die Tür war zu.
Ich habe schon andere Pimmel gesehen. Ich habe 2 Kinder, weißt du.
Was ist das für eine Rede?
Das... ach, nichts. Was ganz anderes, für einen Kumpel.
- Wer ist der Kumpel? Catherine? - Nein, Unsinn.
Das ist ja grossartig. Diese Tirade über Beharrlichkeit.
Es ist lyrisch. Es ist verdammt gut, wirklich.
Genau das brauchen wir für morgen. Man spürt die Emotionen.
- Ist das von dir? - Ja klar.
Du hast eine Belohnung verdient. So bin ich eben.
Wer es verdient, bekommt gute Punkte.
Warte im Schlafzimmer auf mich, bin gleich wieder da. OK?
Was macht du da?
Also, darf ich dir Marcus vorstellen?
Au... ah... Ein Krampf!
- Ich musste mich kurz hinlegen. - Na, sowas!
Wird schon wieder. Marcus, ein früherer Kollege
meines Mannes. Kleiner Überraschungsbesuch.
- Freut mich, Sie kennenzulernen. - Ja. Gleichfalls.
Hier, das ist für dich.
Das wird dich trösten. Ich geh mit Marcus was essen.
- Danke. - Bis morgen.
- Sorry. - Ciao, Marcus!
Beharrlichkeit!
Das ist die Antwort!
Nichts auf der Welt kann die Beharrlichkeit ersetzen.
Weder Talent, es wimmelt nur so von talentierten Versagern.
Noch Genialität. Unentlohnte Genialität
ist geradezu sprichwörtlich.
Und Bildung allein genügt nicht.
Die Welt ist voller diplomierter Wracks.
Nur Beharrlichkeit
und Entschlossenheit führen zum sicheren Erfolg.
Nun bitte ich Sie,
unseren Kandidaten willkommen zu heissen,
Pascal Prenois!
EINGEHENDER ANRUF: DANIEL
Frankreich, unser Frankreich ist ein großes Land.
- Das war... irre! - Komm.
...aus Frauen und Männern gebildet, die auf diesem Boden geboren wurden
- und die immer das Gefühl hatten... - Hören wir nicht Pascal zu?
...die Früchte unserer Arbeit!
- Aber nicht hier. - Halt die Klappe.
Ich zähle auf Sie!
Sie verdienen es!
Wir verdienen es!
Frankreich verdient es!
Du warst grossartig.
Danke, Agnes. Es hat mir grossen Spaß gemacht.
- Das Publikum hat mich getragen. - Ich war begeistert.
Du hast dich selbst übertroffen.
Ich weiß nicht, was passiert ist, aber ich fühlte mich sauwohl.
Wunderbar.
Die Tirade über die Beharrlichkeit, irre!
Wie Johnny Halliday im Stade de France.
Na ja, gut...
Es kam mir einfach so, kurz bevor ich auf die Bühne ging.
Die sind es, die uns diesen Schwung verleihen.
Vor allem Pascal ruft diese Begeisterung hervor.
Natürlich.
Ah Claude! Guten Abend, wie geht es dir?
Freut mich, dich zu sehen.
Sehr nett, dass du uns unterstützt. Mama.
Es ist wichtig, regionale Unterstützung zu haben.
Hallo, Mademoiselle. Wie geht es dir? Wie heißt du?
- Clara. - Clara.
Wissen Sie, wie man "Schätzchen" auf Elsässisch sagt?
Man sagt "Mikele".
- Ach ja? - Schön, was?
Mikele, jetzt noch ein Foto.
- Na dann. - Na dann.
Sie ist so hübsch. Jetzt noch ein Gruppenfoto.
Agnes, kommen Sie.
Das kann meiner Politik bestimmt nicht schaden.
Danke. Vielen Dank.
Ich fühle mich unterzuckert.
Iss doch eine Bretzel.
EINGEHENDER ANRUF: DANIEL
Klar, Daniel, natürlich wissen sie,
- dass es von dir ist. - Ah ja?
Klar, auch Prenois, alle reden nur davon.
Kannst du mir Prenois' Nummer geben?
Ja... nein, ich kann sie dir nicht geben,
ich habe sie nicht, und sie ändert sich auch ständig,
- aus Sicherheitsgründen. - Ah ja.
- Ich sag dir was, Daniel. - Ja?
Es muss aber unter uns bleiben.
Sie wollen dich vielleicht für ihren Organisationsplan.
- In der Regierung. - Warum nicht?
Ja, im Staatssekretariat, ich weiß nicht, Überseegebiete,
- SO WaS. - Aha, Überseegebiete?
Noch steht nichts fest,
aber wenn wir gewinnen, dann dank dir.
Ah, OK. Sag mal...
Daniel, ich muss Schluss machen. Ciao.
Moment...
Guten Abend. Hier nur für das Team von M. Prenois.
- Ich gehöre zu seinem Team. - Gehen Sie bitte.
- Ich gehöre zum Team. - Gehen Sie, Monsieur.
- Agnes! Agnes! - Bitte, gehen Sie zur Seite.
Das ist doch lächerlich, ich bin Teil des Teams.
- Genügt das nicht? - Das genügt nicht.
Ich arbeite täglich mit ihnen. Ich ruf mal an.
ICH RUFE ZURÜCK
- Wo ist der Ausgang? - Da.
Danke.
Die letzte Tür? Gut.
DU FEHLST MIR, SPATZ.
ICH KANN'S KAUM ERWARTEN. RUFST DU MICH HEUTE ABEND AN?
Arnaud? Kannst du mir kurz helfen oder bist du zu beschäftigt?
Wie geht's dem Spatz? Ist was passiert?
- Seit zwei Tagen schmollst du. - Nein, nichts. Nur...
die Rechten in den Umfragen, ganz oben, das bedrückt mich.
Ah, okay. Hier, hilf mir.
Ich will keinen Pool und keine Palmen auf Pascals Fotos.
- Also, abschneiden? - Nein, lass die Stores runter.
Sonst denken die Leute an Club Med und Kokosnuss, nicht an das
Wirtschaftsentwicklungsprogramm für die Mittelmeerküste.
Dir ist das also egal?
- Was? - Dass die Faschos
- an die Macht kommen. - Nein, tun sie nicht,
nur in den 2. Wahlgang. Du regst dich immer wegen nichts auf.
- Aha, und das ändert nichts? - Oh doch, das ändert was:
dass wir uns Martineau anschliessen werden.
Wie das? Den ganzen Wahlkampf haben wir auf Martineau gespuckt.
Hallo, aufwachen! Das ist vorbei. Wenn wir's klug anstellen,
stellen wir 2 Schlüsselminister, dazu die Bildung.
Die Aufteilung der Wahlkampfkosten ist danach ein anderes Problem.
Für dich sind Menschen also austauschbar?
Catherine, Pascal, Martineau, Salim...
Moment mal.
Kannst du dir Pascal Prenois
als Präsident der Republik vorstellen?
Dann arbeiten wir für etwas, an das wir nicht glauben?
Wir haben daran geglaubt, aber Ambitionen sind flexibel.
Wir müssen nur noch etwas höher steigen, und zack,
der Anschluss 2, 3 Wochen vor der 1. Runde.
Ereignisse gestaltet man. Immer der Parteienlogik etwas voraus.
Oder hast du eine bessere Idee? Hast du dir schon was ausgedacht?
Und was sagt Pascal zu diesem flexiblen Plan?
Pascal weiß nichts davon. Er darf sich nur nicht zu sehr
von seinen Schwanzlutschern anspornen lassen.
Denn wenn er denkt, er ist top, baut er Mist.
Arnaud, aus ein Mal vögeln machen wir keine Staatsaffäre. Ja?
- Wie lief es beim Präfekten? - Es war grossartig.
Toll, du kennst ja Jean-Jacques.
Ja, Ja. Ich höre dich. OK.
Absolute Begeisterung. Wie weit wird Pascal Prenois gehen?
Heute Morgen, bei seiner Ankunft, gönnte sich der Kandidat
ein wahres Bad in der Menge am Hafen von Ajaccio.
Nach einem kurzen Rundgang
besuchte er eine Modellschweinemast
und anschliessend eine Abfallrecyclinganlage.
Er sprach mit lokalen Unternehmern
in einem Hotel, einem Spa-Hotel, hier in Porto-Vecchio.
Die Partei des Volkes scheint sich immer noch
eines komfortablen ersten Platzes bei den Vorwahlen sicher zu sein,
aber als Zweitplatzierte wird Evelyne Martineau
nun durch den Durchbruch von Pascal Prenois bedroht.
Nach einem eher schwierigen Start fällt es uns heute sehr schwer,
uns vorzustellen, was einen so kometenhaften Aufstieg
gefährden könnte.
DER ZUSAMMENSCHLUSS
Geht's gut?
Na, setz dich doch.
Auch für mich ist es schwer, den Überblick zu behalten.
Bei dir glaubt man, dass du genau weißt, was du willst.
Es ist mein Job, das glauben zu lassen.
Wenn Prenois in Matignon einzieht, kommt es zu Mord und Totschlag.
Edwin will Erziehung und Bildung,
Catherine Wirtschaft.
Du Inneres.
Wenn sie mich bis dahin nicht gesteinigt haben.
Und wenn ich nicht Anzeige
wegen sexueller Belästigung erstattet habe.
Wäre ein Fehler. Dann schicke ich dich Ios,
mit den CRS über Personalabbau zu verhandeln.
- Da werden wir viel Spaß haben. - Ach ja? Würdest du das tun?
Du weißt ja, dass ich dann längst in Kanada bin. Also...
Stimmt, Kanada...
- Zu Muttchen gehen. - Hör auf, sie so zu nennen.
Für dich ändert sich doch nichts, oder?
Ob ich hier bin oder nicht, was soll's?
Um einen Partner in Betracht zu ziehen,
muss ich das Gefühl haben, dass er voll dabei ist.
- Ich bin nicht voll dabei? - Aber nein,
du gehst immer auf Nummer sicher.
Catherine, Leslie... Du setzt auf mehrere Pferde
und wartest ab, welches gewinnt. Du bist nicht voll dabei.
- Ja, hallo, Leslie? - Spatz?
Ja, ich bin's.
Ja, nein, ich weiß nicht, nicht so gut.
Ich hab's mir gut überlegt, ich komme nicht nach Kanada.
Nein. Nein, kein Spaß, es stimmt.
Nein, ehrlich. Nein, kein Witz, ich komme nicht.
Weil ich nach der Kampagne hier weitermachen will.
Weil ich zu viel investiert habe für Frankreich und so.
Ja.
Nein, ehrlich, kein Scherz.
Hey, nimm es nicht so tragisch.
Les... Leslie, nicht weinen. Hör auf zu weinen.
- Aber... Spatz... - Das sagst du mir nach 5 Jahren.
Ja, 5 Jahre, ja, das sind...
Es ist ein Fünfjahreszeitraum. Vielleicht sollte man es so sehen,
mal darüber nachdenken, oder?
Was? Hallo?
Und noch was, das Beste kennst du noch nicht.
Schau mal.
- Was machst du? - Rate mal?
- Schwimmen gehen? - Genau.
Spinnst du! Ist doch eiskalt.
- Eiskalt? - Ja.
Ist mir doch egal.
- Und im Mittelmeer gibt's Haie! - Das sind inzwischen meine Freunde.
Die Haiinnen auch. Los, komm!
Bist du nun voll dabei oder nicht?
Du spinnst total!
Los, komm!
Alles bestens! Komm!
Etwas frisch, aber man gewöhnt sich daran. Komm!
Und? Worauf wartest du?
Kuckuck... Zieh einfach alles aus!
- Agnes! - Ja.
Agnes!
Ist schon nicht mehr kalt!
Oh, verdammt...
Agnes!
Arnaud? Deine Tirade über Beharrlichkeit in Strassburg,
schon lang her, dass du sie gefunden hast?
- Was? - Die Beharrlichkeit in Strassburg.
Beharrlichkeit... Du Arschloch!
Agnes!
Verdammt noch mal, Daniel, ich verstehe nicht, wieso du mir
dieses Zitat aus einer McDonald-Werbung unterjubelst?
Die Sache mit der Beharrlichkeit?
Das kann nicht sein,
mir wurde gesagt, es stammt aus einer Rede von Nixon.
Das war Absicht, oder? Steckt Bertrand dahinter?
Ganz und gar nicht, Arnaud.
Ich hab auch nie gesagt, das Zitat sei von mir.
Ich konnte nicht wissen, was du daraus mach'st.
- Thierry Bloc gab es mit. - Wer ist das?
Ein Typ aus meiner Loge,
ein Zahnarzt. Ein hervorragender, übrigens.
Wenn du einen brauchst, er hat mir meine Füllungen gemacht, echt gut.
- Hast du Agnes gesehen? - Nein. Schon den Tweed gesehen?
Das ist keine Werbung von McDonald, sondern ein frühes Zitat
- vom McDonald-Gründer, OK? - Nein, ich meine Bertrands Tweed.
- Was? - Schau, er schreibt:
"Während des Wahlkampfs trennt der Kandidat
"die Spreu vom Weizen. Hashtag macdogate.”
Agnes!
Agnes, wir bringen das in Ordnung. Mach auf! Agn&s!
Ich will, dass du twitterst, du warst das mit dem McDo-Zitat.
- Was? - Bei dir wird sich das legen.
Das ist die einzige Lösung.
- Machst du Witze? - Oh nein, überhaupt nicht. Los!
- Du selbst hast es nicht erwähnt. - Was?
Als dir in Strassburg alle gratuliert haben,
vor Pascal. Da hast du nicht gesagt, dass es von mir ist.
- Du bist 23. - 25, bald 26.
OK, 25. Niemand kennt deinen Namen,
niemand weiß, wer du bist.
Du weißt, was das bedeutet.
Du fängst diese Kugel ab und tauchst ab.
3 Monate, 6... Danach kommst du wieder ins Spiel, und niemand
bringt dich mehr damit in Verbindung.
Du löschst deinen Twitter-Account,
erstellst einen neuen und bist Phönix aus der Asche.
Das mit der Welt voller akademischer Wracks
wird mir als ENA-Absolventin niemand verzeihen.
Das wird mich mein Leben lang verfolgen.
Das ist mein "Casse-toi pauvre con",
mein "Le bruit et l'odeur", mein "Zadig et Voltaire".
Jetzt übertreibst du aber etwas.
Davon erhole ich mich nie, Arnaud.
Du hältst 20 Jahre meines Lebens in deinen Händen. Verstehst du das?
In deinen Händen.
Jetzt musst du mir zeigen, dass ich dir vertrauen kann.
ICH BIN DER AUTOR UND DER ALLEINIG VERANTWORTLICHE
FÜR DIE REDE VON AGNES KARADZIC ÜBER DIE BEHARRLICHKEIT.
So, das war's.
ICH BITTE TAUSENDMAL UM ENTSCHULDIGUNG
FÜR DIESES STÜMPERHAFTE PLAGIAT...
- Was machst du? - Ich twittere dir zurück.
- Und was passiert jetzt mit mir? - Nicht viel.
In 3 Tagen sind die Kommunalwahlen in Saint-Francgois-du-Gard.
- Da bist du schon vergessen. - Ach so.
Nein, nicht so.
- Ich hab dich nicht vergessen. - Und ich arbeite weiter im HQ?
Gib mir mal meine Bluse.
Und? Was mache ich jetzt?
Am besten, du fährst ins Grüne.
Zum Beispiel nach Kanada.
Wie Juppe, nach den Scheinbeschäftigungen.
Nimmst du mich auf den Arm?
Jedenfalls bleiben wir in Kontakt. Versprochen.
172 NEUE FOLLOWER IN 2 MINUTEN!! GUT GEMACHT, ARNAUD!
EIN WENIG DANK MIR!
- Agn6s! - Arnaud, können wir Ihren Kommentar
- ZU Ihrem letzten Tweet haben? - Fickt euch, verdammt!
Der ehemalige Premierminister, der sich aus dem politischen Leben
zurückgezogen hat, lebt heute in Kanada.
Über seine mögliche Rückkehr wird viel spekuliert,
er sagt, dies stehe derzeit nicht zur Debatte.
Ich fühle mich wohl und habe kein Gefühl
der Unzufriedenheit. Also, ich hatte eine
sehr, sehr harte Zeit hinter mir, eine sehr schwierige Zeit
auf moralischer Ebene für mich.
Die Zeit hier hat mir also zweifelsohne gutgetan.
EINLADUNG ZUM VIDEO-CALL
Ja, Leslie, Ich bin's.
Du rufst nicht zurück, ich verstehe das, das ist normal.
Ich wollte dir nur sagen, dass es mir leidtut, wirklich.
Wirklich, ich will dich nicht verlieren.
Ich weiß nicht, was in mich gefahren ist,
was bei der Kampagne passiert ist, ich bin durchgeknallt.
Ich brauche dich, ich vermisse dich wirklich.
Ich will zu dir kommen,
damit wir das tun, was wir mit den Inuit vorhatten.
Ich habe mein Visum beantragt, und... Bitte ruf mich zurück, OK?
Ich vermisse dich wirklich.
Ich liebe dich, Spatz. Küsse.
- Edwin? - Kann ich mit dir reden?
- Ja, was ist? - Jacqueline ist gestorben.
- Was? - Jacqueline Prenois, Pascals Mutter.
Sie ist tot.
Au, Scheisse... Wie ist das passiert?
Sie brach zusammen und starb gestern Abend im Krankenhaus.
Die Arme. Schrecklich. Wir sprachen darüber,
dass sie einen Gesundheitscheck machen sollte.
- Und genau das hat sie getan. - Was?
Sie starb beim Belastungstest.
- Au, Scheisse! - Arnaud,
geht es dir gut?
Ja, Ja, nein, alles in Ordnung, ich bin nur...
Es tut mir wirklich leid.
- Es ist Ja nicht deine Schuld. - Nein, aber trotzdem.
- Pascal will dich sprechen. - Pascal?
- Mich? - Tja, dich.
- Wann? - Sofort.
- Danke, dass du gekommen bist. - Ist doch selbstverständlich.
Ich bin wirklich sehr betrübt. Ich wusste nicht,
dass ein Belastungstest gefährlich sein kann.
Also, wir sind alle sehr betrübt.
Pascal will sich hier erholen.
Er weigert sich, sein Zimmer zu verlassen.
Uns schmeisst er alle raus.
Da du viel mit Jacqueline zu tun hattest,
wäre er vielleicht bereit, mit dir zu reden.
Ja, aber so viel hatte ich mit Jacqueline nicht zu tun.
- Hallo, Bertrand. - Gut...
Alle machen sich Sorgen. Ohne seine Mutter ist Pascal etwas verloren.
Wir müssen uns aber Martineau anschliessen,
bevor es zu spät ist.
Vorwahl ist in einer Woche, verstehst du?
Ach, er will sich nicht mehr anschliessen?
Er weiß nicht mehr, was er will. Mal im Alleingang weitermachen,
mal die Kampagne aus Protest gegen die Rechtsextremen abbrechen.
- Kurz, wir machen uns Sorgen. - Simenon schrieb über Jahre
monatlich einen Roman. Seine Mutter starb, und ab da keine einzige Zeile.
Halt's Maul, Philippe! Wir haben genug von deinem Scheiss!
Gut, dann lasse ich dich jetzt gehen.
Er ist im ersten Stock, im "Kaninchen"-Zimmer.
Du wirst sehen, er hat sich Essen bestellt, viel Essen.
Das ist wohl seine Art, Druck abzulassen. Alles Gute.
Arnaud...
- Das tut mir leid. - Was denn?
- Wegen Ihrer Mutter. - Ach ja.
In diesem Sinne, ja, verstehe.
Sie ist tot.
BIST DU BEI IHM? WIE IST ER?
Es heißt, Sie denken ein wenig über die weitere Kampagne nach?
- Ich werde mit der Politik aufhören. - Ach ja?
Ja.
- Um was zu tun? - Keine Ahnung, das Leben geniessen.
In der Privatwirtschaft arbeiten,
35-Stunden-Woche, Bonuszahlungen. Warum ich nicht?
Haben Sie schon mal in der Privatwirtschaft gearbeitet?
Während der ENA ein Praktikum bei L'Oreal. Ich habe noch Kontakte.
WILLST DU KABINNETSCHEF WERDEN?
Vielleicht ist das meine Berufung:
Shampoo verkaufen.
DU BIST DER GRÖSSTE, ARNAUD!!!
MACH KURZE SÄTZE
Frankreich, Pascal.
- Frankreich? - Frankreich.
Wissen Sie, was Ihre Mutter sagte, als wir
- an ihrem Bilderbuch arbeiteten? - Nein.
"Ich hoffe sehr, Pascal schafft es, aber nicht für ihn selbst.
- "Für Frankreich, die Franzosen." - Ist das wahr?
Ja.
- Seltsam. - Warum?
Weil meine Mutter die Franzosen hasste.
Sie sagte immer, es sei ein Land voller Idioten,
und wäre ich nicht in die Politik gegangen,
wäre sie schon längst in Kanada.
Ist doch verrückt. Man denkt, man kennt die Leute, und dann...
Wissen Sie, Arnaud,
ich glaube, dass Frankreich mich nicht will.
Ist doch wahr. Sehen Sie,
ich weiß nicht, was man braucht, um...
- Halt die Klappe, verdammt... - Pardon?
- Pardon? - Was sagten Sie eben?
Nein, sorry, ich hab nur die Schnauze voll.
- Ich kann nicht mehr. Genug. - Von mir?
- Nein, von uns. - Uns?
Ja, von Typen wie uns. Die sich nichts trauen, sich immer absichern.
Ich bin ja auch so einer, aber es deprimiert mich.
- Schau doch hin, Pascal, schau hin! - Wohin?
- Auf Frankreich, darauf wartet es! - Worauf?
Na darauf, dass du hingehst! Geh Ios!
Pack es an, fest und kraftvoll,
wie ein Mann!
- Ach so? - Seit Beginn der Kampagne
macht es dir schöne Augen. Es ist süss, aber irgendwann
muss man den Mut haben,
es zu packen und zu sagen, wo's langgeht, verstehst du?
Sie haben aber eine sehr libidinöse Beziehung zu Ihrem Land.
Und das Schlimmste dabei ist, dass es nie
bei einem netten, höflichen Typen wie uns landen wird.
Aber vielleicht braucht es am Ende genau das.
Oder? Einen netten Kerl,
der zuhört, alles überdenkt.
Wir sind erbärmlich.
Stimmt doch, Pascal, wir sind erbärmlich.
Du versteckst dich hinter dem Tod deiner Mutter
und mampfst Ortolanen in dich hinein,
und ich mit meinem Leslie- und Kanada-Blödsinn,
Mann, sind wir erbärmlich!
Edwin, mach den Wagen klar!
Auf nach Cerny, Jungs, jetzt wird verhandelt!
Und ich sag's euch gleich: Matignon oder gar nichts!
Ihr Wirtschaftsministerium können sie sich in den Arsch stecken!
Was hast du ihm denn erzählt?
- Keine Ahnung. - Denen sag ich, wo's langgeht!
Aber wer hat Karadzic herbestellt?
Und? Warst du bei ihm? Was hast du ihm gesagt?
Ja, was gibt's?
Pascal möchte dich dabeihaben. Wir fahren jetzt.
Wir hatten nun schon 2 Tage nichts mehr von Pascal Prenois gehört,
doch jetzt gibt es ein Gerücht, dass...
Findest du das nicht verrückt? ...Evelyne Martineau anzuschliessen.
Willst du's ehrlich wissen? Ist mir egal.
Behalte es für dich, aber ich habe genug von Politik...
...eine Woche vor der ersten Runde zu Gunsten seines Gegners.
Halten Sie sich fest: Sie müssen sich vorstellen, dass Pascal Prenois,
während wir hier sprechen, auf dem Weg zum Elys6e-Palast ist,
WO er mit der Präsidentin verhandeln will,
über den Posten als Premierminister, nichts Geringeres,
als Gegenleistung für die Unterstützung ihrer Wiederwahl.
Ein historisch einmaliges Unterfangen,
doch was ist die Motivation für diesen unsinnigen Versuch?
Also, nicht ganz so unsinnig.
Wie Sie wissen, ist diese Wahl sehr knapp.
Die ersten drei Kandidaten sind gleichauf.
Mit diesem Pokerspiel hat Pascal Prenois
nichts zu verlieren, sondern alles zu gewinnen.
Allein schon, weil er versprochen hatte,
unbedingt zu verhindern,
dass eine populistische Partei in die zweite Runde gelangt.
Was hältst du davon?
- Was ist das? - Meine Regierung.
Ah, Glückwunsch.
- Aber wo ist sie, Catherine? - Nicht dabei.
Ich will nicht in 3 Monaten eine Umbesetzung
wegen ihres blödsinnigen Katar-Kick-backs vornehmen.
Und Karadzic für die Überseegebiete?
Ich habe nichts anderes gefunden.
Schade... Die Verteidigung?
- Meinst du wirklich? - Ja.
Ich glaube, dafür hat sie die Schultern.
Ich weiß nicht. Na ja, wenn du willst.
Los. Sie erwarten dich.
Mich?
Tja, ich würde ja selbst gehen, aber...
Ein Präsidentschaftskandidat im Schloss zum Aperitif,
eine Woche vor dem ersten Wahlgang...
OK. Gut, ich gehe.
- Guten Abend. - Bitte folgen Sie mir.
Würden Sie bitte einen Moment warten?
- M. Jaures? - Ja?
Frau Präsidentin erwartet Sie. Bitte.
Linke Tür.
Guten Abend, Frau... Frau Präsidentin.
- Gut, Sie haben den... - Ja.
- Sind Sie Arnaud Jaures? - Ja.
- Sind Sie verwandt mit... - Ah nein, überhaupt nicht.
Karadzic für Verteidigung? Was soll das denn?
Gut.
Also...
abgesehen von ihr ist mir alles recht.
- Einverstanden. - Ist er einverstanden?
Und was können Sie noch ausser Brieftaube spielen?
Äh... ich spreche vier Sprachen.
Ich engagiere mich auch zivilgesellschaftlich.
Und ich habe den ganzen Balzac gelesen.
Brauchen Sie... sonst noch etwas?
Nein, vorerst alles in Ordnung.
Danke.
ICH RUFE ZURÜCK
Untertitelung: Hiventy
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