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Original subtitles

Ferien mit Piroschka (1965) dTV - Das Erste - 17. August 2012

M�rchenhafte Musik

Temperamentvolle Musik

Romantische Musik

Musik l�uft weiter.

Schiffshorn ert�nt.

Seemannsmelodie

Zug pfeift.

Kirchenglocken l�uten.

Laute Tippger�usche

Stimmengewirr im B�ro

Ob es richtig ist? Aber nat�rlich.

Er sagte, er liebt dich. - Hat er das?

Das hat er gesagt. Nicht nur gesagt, oder?

Bestimmt nicht. - Ganz bestimmt nicht.

Wart ihr zusammen in der Heide?

Ja, am letzten Wochenende.

Deine Mutter wei� es? - Sie ist kurz vorm Herzanfall?

Sie ist �ber 50 und nicht gesund.

Er soll sich verloben. Er ist zu schreckhaft.

Das sind die M�nner immer. - Ja, nat�rlich.

M�nner brauchen immer einen Schubs. - Aber einen ganz gro�en.

Alle lachen. Da, nimm.

Keine Widerrede.

Ja, ihr habt recht.

Hallo?

Herrn Thomas Laurends.

Danke, Mama. Ja, hallo?

(�berrascht) Ja, Karin. Nein, nein.

Nein, du st�rst gar nicht.

Was, deine Mutter?

Oh... �h, das ist unangenehm.

Ja...

(laut) Was hat sie gesagt?

Du, ich versteh dich leider nicht. Hier f�hrt gerade ein Schiff vorbei.

Was sagt sie?

Sie meint, wir sollten was?

Oh...

Er schnauft.

Das ist doch alles gar nicht wahr.

Er seufzt auf.

Ich kann dich immer noch nicht verstehen. Das Schiff!

Das Schiff f�hrt immer noch vorbei. Ja, du, ich...

Es kommt gerade jemand herein.

Wir k�nnen jetzt nicht dar�ber... Wir k�nnen jetzt nicht dar�ber re...

War er erschrocken? - Er hat aufgelegt.

Was hat er gesagt?

Er hat gesagt, es f�hrt andauernd ein Schiff vorbei.

Standuhr schl�gt mehrmals.

Oh, Mama. Du siehst etwas blass aus.

So? Blass sehe ich aus?

Verf�rbt. Was in unserer Familie auf einen tiefsitzenden Schreck deutet.

Ja. Das ist sehr richtig bemerkt.

Um welches junge M�dchen geht es?

Wieso? Was meinst du? Sehr m�nnlich klang die Stimme nicht.

Es sind immer Frauen, die den M�nnern in unserer Familie Schrecken einjagen.

Das Gef�hl hab ich auch. Also brauche ich kein schlechtes Gewissen haben.

Schlechtes Gewissen macht M�nner angenehm.

Sie werden duldsam und gro�z�gig.

Mancher Familienschmuck kam so zustande.

So?

Auch unserer? Auch unserer.

Was will das junge M�dchen von dir? Was sie von mir will?

Sie m�chte sich mit mir verloben.

Und warum tust du es nicht? Tja, das frage ich mich auch.

Jede Angst in die Richtung ist verst�ndlich.

Dein Vater ist mir dreimal weggerannt.

Ja, wohin?

Letztes Mal arbeitete er an Ausgrabungen in �gypten.

Er kam zur�ck, als er feststellte, dass es keine Freude ist, -

- sich nur Mumien zu widmen.

(verdutzt) Du...

Das ist keine schlechte Idee.

(seufzend) Ich glaube, ich brauche dringend Ferien.

Ungarische Musik

Dass es gerade Ungarn sein muss...

Bei der Musik k�nnen Sie nichts dagegen sagen.

Das spielen die nicht den ganzen Tag. Das nicht.

Aber was liegt in ihr?

Er schnipst mit den Fingern. Stolz!

Temperament!

Auch Leidenschaft. Damit hat man nur Kummer.

Ich an Ihrer Stelle w�rde in die Heide fahren.

(entnervt) Ach! Meine liebe Erna...

Hier werden Leidenschaften nicht gew�rdigt.

Oder nur auf eine Weise, die unw�rdig ist.

Es geht wohl um die junge Dame, die st�ndig anruft?

Ja, ja. Ich schreibe ihr eine Karte.

Hallo?

Hallo.

Hallo?

Ja, bitte?

Guten Tag.

Ich bin Karin Horn. K�nnte ich Thomas sprechen?

Sie sind Karin? Ich war neugierig, wie Sie aussehen w�rden.

Und nun sehen Sie so aus. Verzeihung, wie?

So ... entschlossen.

Thomas ist oben auf seinem Zimmer. Gehen Sie nur hinauf.

Danke.

Ist das das M�dchen, das st�ndig... - Ja, das ist sie.

Oben steht hoffentlich kein kostbares Porzellan herum?

Gediegene Musik

Thomas?

Ach...

Ich bin gerade im Begriff, nach Ungarn zu fahren.

Man h�rt es.

Musik endet abrupt.

Na? Er schreckt lachend zur�ck.

Du, ich... Ich muss dir sagen, -

- ich freue mich darauf. Man sagt, es sei ein sch�nes Land.

Ja, man sagt es. Du kaufst dort Pferde ein, habe ich geh�rt.

Ja, ja. Das auch.

Du bist ein gro�er Halunke, Thomas.

Er verschluckt sich. Wieso?

Weil du Angst hast. H�?

Du gef�llst mir, wenn du Angst hast.

Ich bin dir tats�chlich nicht b�se. Nein?

Ich verstehe dich sehr gut.

(h�stelnd) Na, das freut einen ja dann auch.

Vielleicht h�ngt es damit zusammen, dass Frauen kl�ger sind als M�nner.

Sagen wir lieber so: Ihre Argumente sind f�r den Moment eindrucksvoller.

Wohin f�hrst du? Nach Ungarn.

Der Ort hei�t Nagyv�zsony oder so �hnlich.

Die Ungarn, was? Die haben noch Zeit f�r solche Namen.

Romantische Musik

Soldat spricht Ungarisch.

Ja, Mahlzeit.

Leute sprechen Ungarisch.

(Frau) Danke sch�n. (lachend) Bitte.

Ja. Er lacht ausgelassen.

Oh, pardon. Sehr liebensw�rdig.

Die junge Dame war schuld.

Welche junge Dame? Na die.

Wie hei�t sie denn? Was schlagen Sie vor?

Na, wie die ausschaut... Piroschka. �h, Piroschka?

Nicht schlecht. Kommt mir bekannt vor.

Das war alles schon mal da. Sie sind mein Taufpate.

Wenn Sie Trauzeugen brauchen... Ich komm drauf zur�ck.

Oh, mein Pass. Das ist Ihrer?

Allerdings. (verz�ckt) Piroschka.

Na komm, mein M�dchen. Oh, pardon.

Getragene Orchestermusik

Ist das nicht merkw�rdig, Eduard?

Es sieht hier genauso aus wie bei uns. - Warum denn nicht?

(lachend) Aber merkw�rdig ist das doch.

Finden Sie nicht auch, Fr�ulein? Verzeihung?

Warum fahren Sie denn nach Ungarn? Oh, ich...

Wir fahren tats�chlich ja nur, weil es �berhaupt geht.

Ach du, Eduard.

Er hupt fortw�hrend.

Auto hupt weiter.

Auto hupt weiter.

Auto hupt.

Also zum Vergn�gen?

Nein, ich fahre nicht nur zum Vergn�gen.

Das hei�t, ein bisschen Spa� macht es mir schon, was ihm Spa� macht.

Darauf bin ich neugierig. Wen meinen Sie?

Tja, meine kleine Piri. Du bist reizend.

Ein bisschen mehr Fleisch, ein bisschen mehr Blut.

Da k�nnten wir uns nahekommen.

Stimmengewirr und Entengegacker

Frauen lachen.

Oh oh. Frau spricht Ungarisch.

Frau spricht weiter Ungarisch. Ich verstehe leider kein Wort.

Ich bin Deutscher. Bin ich.

Verstehen Sie Deutsch? Nein? Tja...

Vielen Dank. Danke sch�n. Das ist sehr liebensw�rdig.

Danke... Moment.

Moment, �h...

Er lacht auf. Moment.

Das hat so keinen Sinn. W�rterb�cher sind umst�ndlich, aber ...

... die Mutterbrust des Touristen.

Deutsch...

Deutsch... Nemec!

Ja? Alle jubeln.

Mann sagt etwas auf Ungarisch. Danke.

Ach, jetzt feiern wir, h�?

Ungarn ist ein fabelhaftes Land. Sie verstehen "fabelhaft"?

Ich kann leider kein Wort. Moment.

Moment.

Er spricht Ungarisch.

Meine Fr�ulein, Sie haben die sch�nsten Augen von die Welt.

Sie hat mich verstanden. Kaum zu glauben. Ich kann perfekt Ungarisch!

Traditionelle Ungarische Musik

Ah... Na, was sagen Sie, Fr�ulein Horn?

Wie gef�llt es Ihnen? Der Wein ist gut.

Der Wein! Na, und die Musik ist nichts?

Damit hab ich sonst immer Mordserfolg.

Deutsche Reisende neigen zu Sentimentalit�t.

Da sind alle Touristen gleich: Kaum �ber der Grenze, bekommen sie Seele.

Schnelles Geigenspiel

Langsames Geigenspiel

Eduard? - Ja?

Spielt er nicht wunderbar? - Er spielt ausgezeichnet.

Und wie er aussieht. - Na, wie sieht er denn aus?

Gut sieht er aus.

Muss er auch.

Eduard? - Ja?

Ob er Kommunist ist? - Alvine!

Wir haben uns vorgenommen: kein Wort �ber Politik!

Ja. Das st�rt so.

Schafe bl�ken.

Ungarische Musik

Thomas summt laut mit.

Alle singen. Warum ist es am Rhein so sch�n?

Darauf werden die Ungarn auch keine Antwort wissen.

Chauffeur. Chauffeur!

Wo steckt denn der Kerl? Autoreifen quietschen.

Stirling Ports, was? Na...

(betrunken) Ist das alles nicht wunderbar? Das Land und die Leute.

Sagen Sie, fahren Sie immer so? Ja, ja.

Ein Gl�ck, dass Sie gute Bremsen haben.

Das sind ja Sie! Ja, das bin ich.

Na, das find ich aber nett.

Ich glaube, Sie haben die Taufe Ihrer Piroschka allein gefeiert, was?

Allein gefeiert, ha! Haben Sie 'ne Ahnung...

Er lacht. Ach, ist das...

Er r�uspert sich. - Sagen Sie mal... Ja?

Ich hab mal 'ne Frage. Na ja, fragen Sie nur.

Sie fahren doch �fter nach Ungarn. Ja.

Sagen Sie mal, gibt's hier nur alte Frauen?

Nein. Aber suchen Sie die Jungen nicht. Das ist sinnlos.

Man darf ihnen nicht nachlaufen.

Sie kommen von ganz allein, auch in Ungarn.

Ja, aber... Was wollen sie denn?

Das ist doch ein gro�er Trost. Er seufzt.

Ich �h... Ich hatte schon so ein bisschen das Gef�hl, -

- als ob es in ganz Ungarn nur alte...

(erschrocken) Nein!

Oh oh.

Thomas.

Nein.

Herr Trattenbach, eine Frage. Ja?

K�nnte es sein, dass ich dort dr�ben -

- eine Dame sehe, die bemerkenswert jung und h�bsch ist?

Ich kann Sie beruhigen. Die Dame ist bemerkenswert jung und h�bsch.

Thomas.

Nein... Das kann... Das darf doch nicht wahr sein.

Es ist wahr, Thomas.

Sie kennen ihn... �h, sich?

Beide bejahen. (entnervt) Ja, wir kennen uns.

Das ist Fr�ulein Horn, Karin Horn. Ja, ich wei�.

Und wir kennen uns auch.

Dann ist es wohl besser, wenn ich ein bissel abseits gehe.

Nein, nein, nein.

Was machst du in Ungarn?

Du hast so viel von Ungarn erz�hlt, dass ich dachte: Das muss ich sehen.

Und das tu ich gerade, mit einer Reisegesellschaft, 14 Tage lang.

Na ja, aber �h...

Das versteh ich alles nicht. Wie kommst du so schnell her?

Es gibt Dinge, die schneller sind als dein Auto. Flugzeuge zum Beispiel.

Hamburg - Wien, drei Stunden, mit Zwischenlandung.

Ach, du...

Ach, du bist mir nachgeflogen.

Nachgefahren. Ja, w�rde dich das erschrecken?

Um wieder an dem Haken zu ziehen. An welchem Haken?

Ich, ich, �h ... an dem Angelhaken.

Ich habe noch nie im Leben geangelt. Das k�nnte ich gar nicht.

Du, sag mal, wie schnell bringst du es fertig, dich zu betrinken?

Ach, �h, das hat sich so ergeben.

(lachend) Ja, bei der Taufe.

Du siehst reizend aus. Lenk nicht ab.

Ich sah dich nie betrunken. Es steht dir nicht.

(stotternd) Siehst du?

Das ist es.

Du kannst in dem Zustand doch nicht fahren.

Das ist es.

Ich, �h... Er seufzt.

Du bist reizend, aber...

Du bist das Anti-Abenteuer. Bei dir ging das Abenteuer nur ...

... bis in die L�neburger Heide. Was hast du gegen sie?

Ja, nichts, aber...

Ach, es ist sinnlos.

Thomas!

Ich bin dir nicht gefolgt. Ich mache Urlaub am Plattensee.

Ich freue mich, wenn du mich besuchst.

Hotel Metropol in Tihany, beh�ltst du das?

Der Haken...

Der Haken! Von welchem Haken sprichst du denn?

Hotel Metropol in Tihany. Ja, ja, ja. Oh!

Wiedersehen. Am�sier dich gut mit deinen Pferden. Fahr vorsichtig.

(lallt) Ich bin von Sekunde zu Sekunde n�chterner geworden.

Tja, wenn du nur nicht so fabelhaft gebaut w�rst...

Ich bin's nun mal. Tja, du... Adieu!

(jubelnd) Ja!

Na, das war ja ein Zufall, was? Sie lacht.

Zufall? Was meinen Sie, wie ich daran gearbeitet habe?

Das kann ich mir vorstellen. Sie sind �berarbeitet.

Unter den singenden Ungeheuern waren Sie mein Lichtblick.

Gleich wird es wieder dunkel.

Das, das... Hm.

Er erschrickt.

Was? Auch das noch.

Er holt tief Luft. Ach.

Auto hupt fortw�hrend.

H�a!

Na ja, ein bisschen viel Puszta.

Was guckst du so? Noch nie ein kaputtes Auto gesehen?

Du verstehst nichts. H�tt ich mir denken k�nnen.

Junge, vom Rumstehen kriegen wir das Auto nicht klar.

Warum lernt ihr keine anderen Sprachen?

Auto kaputt! Finito! Sense!

Und das in dieser hinterletzten Gegend.

Wahrscheinlich wohnt der n�chste Mechaniker 20 Kilometer hinterm Mond.

Ja, was...? Ach.

Ich bleibe ein Unverstandener.

Ha! Doch nicht nur Puszta! Er lacht.

Links, rechts, links, rechts, links, rechts, links, rechts, links, rechts.

Links, rechts, links, rechts, links, rechts, links, rechts, links, rechts.

Drollige Musik

H�?

(lachend) Na, wenigstens ein Lichtblick.

Ach, das ist ja...

Auto hupt. Er erschrickt.

Was? Auto hupt fortw�hrend.

Na kommt, macht Platz. Freunde, macht Platz. Platz! Hey!

Auto hupt fortw�hrend.

Auto hupt. Hey!

Hallo! Was ist denn?

Sie haben wohl nicht alle Tassen im Schrank?

(ersch�pft) Ach...

Hey, hey, hey! Holla! Er lacht auf.

Wo kann ich hier telefonieren? Melde gehorsamst!

Eskadron angetreten! Ja, genau.

Na bitte. Na bitte, warum nicht gleich so?

Sie verstehen Deutsch? Zu Befehl!

Wo k�nnte ich hier... Melde gehorsamst, Eskadron aufsitzen!

Drehung halb links! Antraben! Marsch! Marsch!

Ich glaube, ich bin im falschen Land.

Es klopft an der T�r.

Herein.

Melde gehorsamst, Eskadron abtreten!

Na ja, und nun? Guten Abend.

Guten Abend. Wo kann ich hier...

Sie sind ein M�dchen? Zweifeln Sie daran?

Nein, nein, keineswegs.

Aber daf�r war ich vorhin doch ein bisschen zu...

Entschuldigung. Ich will mich vorstellen. Ich bin...

Herr Laurends. Wir haben Sie erwartet.

Sie befinden sich auf dem Gest�t Nagyv�zsony, Herr Laurends.

Das Pech mit Ihrem Wagen tut mir leid.

Machen Sie sich dar�ber keine Sorgen. Es ist eine Lappalie.

Wie Sie wollen. Herr Laurends ist angekommen.

Ich begr��e Sie. Herr Szabo...

Vater ist unterwegs. Das ist Ferenc, der Verwalter.

Nagy. �h, Laurends.

Er wird Ihnen Ihr Zimmer zeigen. Vielen Dank.

Wenn Sie W�nsche haben... Ja, ich muss telefonieren.

Moment... Vielen Dank. Moment, das ist ein Hotel am Plattensee.

Tihany... Ti...

Tihany, Hotel Metropol. Wenn ich... Nicht m�glich.

Ja, warum? Das ist ja die hinterletzte Gegend.

Gestern war ein schwerer Sturm. Die Leitungen sind besch�digt.

Nachdem unsere Mechaniker 20 Kilometer hinterm Mond wohnen, -

- dauert es einige Zeit. Nat�rlich...

Keine Umst�nde. Gegessen wird in 30 Minuten.

Danke. Danke, ich bin nicht hungrig.

Oh... Guten Abend.

Guten Abend.

Was soll das alles bedeuten?

Hast du Streit mit ihm gehabt?

Streit?

(z�gerlich) Nein... Nicht direkt.

Wenn er glaubt, er kann sich... Bem�h dich nicht, Ferenc.

Ich meine nur, wenn er sich Hoffnungen macht.

Ich komme schon allein zurecht.

Mit jedem.

Drollige Musik

Denken Sie genau nach: Wo hatten Sie ihn zum letzten Mal?

Ich hab ihn verloren. So?

Daf�r sind Sie aber bemerkenswert ruhig. Komisch.

Weil er schon wieder auftauchen wird. Etwa mit einem jungen Mann?

Ja... Der Pass muss doch tats�chlich in seinen Wagen gefallen sein.

Ich sehe, Sie haben schon wieder gearbeitet.

Sie gefallen mir immer besser.

Wie sch�n, dass ich das ohne Gefahr sagen kann.

Wie meinen Sie? Na ja.

Sie sehen mich an und sehen durch mich durch.

In die Ferne. Was macht der Kerl eigentlich in Ungarn?

Er kauft Pferde ein. Er kauft Pferde ein.

So sah er ... eigentlich gar nicht aus.

Sie erlauben, ich geh auf mein Zimmer.

Sie vergessen schon wieder was. Zuf�llig.

Absichtlich? Sie faucht.

H�?

(verz�ckt) Ja!

Er lacht.

Er faucht.

Ach! Stimmengewirr

Er schmatzt sehns�chtig.

Stimmengewirr

Er brummt. Hm?

Alle lachen.

Tja... Wo ist sie denn?

Ach, da!

Klopfen

Er hustet.

Herein. Oh!

Sie spricht Ungarisch.

Das ist ja fabelhaft.

Bei uns in Ungarn l�sst man seine G�ste nicht verhungern.

(hustend) Ich meine, das ist durchaus nicht n�tig.

Ich hoffe, Sie geben mir keinen Korb, oder?

Nein, nein.

Wie k�me ich denn dazu? Aber...

Ich bin wirklich nicht hungrig.

(lachend) Ihr Auto ist morgen fr�h in Ordnung.

Aber das eilt doch nicht so.

Ich bin da, wo ich hingeh�re. Sie m�ssen nach Csokonyavisonta.

(z�gerlich) Wohin?

Unsere Zuchthengste sind zur Zeit auf dem Gest�t in Csokonyavisonta.

Ich muss noch weiter? Vielleicht treffen Sie meinen Vater.

In Csokonyavi... Wie hei�t das?

Csokonyavisonta. Er lacht verzweifelt.

Ferenc f�hrt mit Ihnen. Er muss ohnedies hinunter.

Er holt tief Luft. Ferenc?

Das ist aber scharf.

Sonst verirren Sie sich wieder in dieser hinterletzten Gegend.

Jetzt h�ren Sie mir mal zu!

Bei der Gelegenheit k�nnen Sie einen Abstecher nach Tihany machen.

Tihany? Tihany.

(betont) Plattensee. Hotel Metropol.

(aufgebracht) Das eilt doch nicht so. Oh doch.

Ich habe Fr�ulein Karin telegrafiert, dass Sie morgen bei ihr sind.

Ha, das ist alles sehr liebensw�rdig.

Er hustet.

Aber Sie missverstehen das alles. Das alles geht mich auch nichts an.

H�ren Sie mir doch endlich mal zu!

Ich werde Ihnen erkl�ren... Pardon!

Auf solche Erkl�rungen wird verzichtet.

Heitere Musik

K�ss die Hand, Fr�ulein Karin.

Gut geschlafen? Ob Sie es glauben oder nicht...

Tief und traumlos.

Ich will Ihre Traumlosigkeit nicht st�ren, aber ich habe ein Telegramm.

Danke.

Jetzt schauen Sie aus, als wollten Sie "Na also." sagen.

Na also. Wann kommt er?

Er kann es kaum erwarten.

Hoffentlich kommt ihm da nicht ein Pferd dazwischen.

Laute Traktorenger�usche

Mann spricht Ungarisch.

Mann spricht Ungarisch.

Melde gehorsamst, Eskadron zur Stelle! Ach ja, vielen Dank.

Ach, sagen Sie, ich muss Sie etwas fragen.

Zu Befehl! Ja, schon gut.

Ihre... Das Fr�ulein... Hallo. Morgen.

Ich meine, die junge Dame, die gestern... - Ah.

Turbogeschoss.

Fr�ulein Szabo, Terese. Nein, nein.

Terese? Zu Befehl! Tery.

Tery, ja. Beide lachen.

Ich muss mit ihr... Ich wollte mich von ihr verabschieden.

H�? Verabschieden.

Adieu sagen. Ja!

(lachend) Ja. Oh!

Auto hupt fortw�hrend.

Sch�nen guten Morgen. Guten Morgen. Einsteigen.

Wir haben einen weiten Weg vor uns. Sie fahren mit mir?

Ich habe Ferenc klargemacht, dass er besser die Pferde hinbringt.

Oder ist es Ihnen unangenehm, mich mitzunehmen?

Abenteuerliche Musik setzt ein.

H�a! H�a!

Schafe bl�ken.

Wenn Sie �berall anhalten, kommen wir erst �bermorgen zum Plattensee.

Wenn es nach mir ginge, gar nicht.

Sie vergessen Fr�ulein Karin. Oh.

Hm?

Ich erinnere mich kaum an ihr Gesicht.

Ihr Pass kam durch reinen Zufall in meinen Wagen.

Sie lacht. Was gibt's da zu lachen?

Das ist die d�mmste Ausrede, die ich je geh�rt hab.

Das k�nnen Sie gar nicht wissen. Irrtum.

Wir wissen sehr genau bescheid. Wor�ber?

�ber diese westlichen Dekadenz-Erscheinungen.

Bitte noch mal. Qualit�t wird mit Quantit�t ersetzt.

Statt einer gro�en Liebe viele kleine Liebschaften.

Ein typisches Zeichen von Dekadenz. Ach... Darf ich jetzt auch mal?

Frauen werden zum erotischen Objekt deklassiert.

Das ist eine heimt�ckische Propaganda-L�ge.

Ich erinnere an gestern Abend. �h...

Ach...

(mit Akzent) Mir was erz�hlen.

Du wei�t, warum ich so schnell fahre. - Zu Befehl!

Was ist das?

Ein Tonbandger�t. (gedehnt) Ach so.

Wenn wir rasten, zeige ich Ihnen, wie es funktioniert.

Bitte seien Sie vorsichtig, sonst l�schen Sie meine Aufnahmen.

Jazz-Musik setzt ein.

Diese Musik sagt Ihnen sicher nicht viel.

Wir Westlich-Dekadenten nennen so was Jazz.

Ich liebe Charlie Rattigan. Wie bitte?

Charlie Rattigan.

Die Aufnahme, die er Johnny Roy Martin widmete, ist zu intellektuell.

Er lacht.

Was ist daran komisch?

Wir haben von uns grundverschiedene Vorstellungen.

Jedenfalls, was das Analphabetentum betrifft.

Zugegeben, und ich entschuldige mich daf�r.

Ebenso falsch sind Ihre Vorstellungen von westlicher Sexualit�t.

Wir haben den Begriff Gentleman gepr�gt.

Ausgestorben. Er verneint.

Ich trete jederzeit den Beweis an. Ja? Jetzt? Sofort?

Auf der Stelle. Dann lassen Sie mich Ihr Auto fahren.

Schwungvolle Musik

Ah! Oh!

(stotternd) Mehr links.

Links!

Gn�dige Frau.

Ich habe Angst vor Ihnen!

Nicht zu fassen.

Ich m�chte bitte aussteigen!

G�nse schnattern.

Es war ohnedies Zeit zu rasten.

Vom Rasten allein kriegen wir den Wagen auch nicht raus.

Beide lachen herzlich.

Oh!

Sie h�tten sich eine flachere Stelle aussuchen k�nnen.

Ist doch nicht ... zu glauben.

Beide lachen aus tiefstem Herzen.

Legen wir uns erst mal trocken. Und denken nach.

Wor�ber? Ja, �h...

Wor�ber? Jeder f�r sich.

Da k�nnen Sie die Sache mit dem Gentleman gleich beweisen.

Einverstanden. So...

Ja. Sie verneint.

Na? Er lacht.

Er murrt. Enten gackern laut.

Sanfte Streichmusik

Huhu!

Ja? Sind Sie eigentlich b�se?

Warum? Wegen des Wagens.

Nein. Aber gar nicht.

Dann h�tte ich das hier nicht erlebt. Was?

Ich wei� nicht, wie ich mich ausdr�cken soll.

Ich find's sch�n.

Ich f�hle mich wie...

(lachend) Bitte lachen Sie jetzt nicht ... wie im Paradies.

Sogar der Apfel ist da.

Danke.

Wor�ber denken Sie nach?

Woher wissen Sie, dass ich nachdenke? Ich sp�re es.

Also?

Ich �berlege, wie das mit dem S�ndenfall eigentlich war.

(lacht) Ganz einfach...

Eva hat Adam verf�hrt. Ausgeschlossen.

Es wird umgekehrt gewesen sein.

Ganz bestimmt nicht. Denn Adam wurde in Versuchung gef�hrt.

Na ja, kein Wunder.

Die Versuchung war nat�rlich gro�. Das ist typisch.

Das Hobby des ersten Mannes war es, sich in Versuchung f�hren zu lassen.

Und dabei spricht man heute noch vom sogenannten starken Geschlecht.

Frauen singen in der Ferne auf Ungarisch.

Frauen singen weiter.

Sie ruft auf Ungarisch.

Tery spricht Ungarisch.

Die Frauen lachen am�siert.

Sie ruft auf Ungarisch.

Sie ruft auf Ungarisch. Pst!

Sie rufen ausgelassen.

Nein! Alle lachen.

Sagen Sie, dass sie weggehen sollen. Sie halten uns f�r ein Liebespaar.

Ja, dann kl�ren Sie die Damen auf.

Sie rufen auf Ungarisch.

Was sagt sie?

Sie sagt, Sie sollen rauskommen. Sie tun Ihnen nichts.

Die hat sie ja wohl nicht alle! Sie spricht Ungarisch.

Was sagt sie? Sie entschuldigt sich -

- f�r die St�rung.

Gest�rt? Ja, wobei gest�rt?

Sie spricht Ungarisch. Alle lachen.

Was meint sie? Sie meint...

Nichts. Das kann man nicht �bersetzen.

Ich habe das Gef�hl, dass hierzulande der Sex �berbewertet wird.

Jetzt komm ich raus. Die Frauen lachen.

Romantische Musik

Piroschka.

Langsame Jazzmusik

Guten Morgen allerseits. Guten Morgen.

Guten Morgen. Morgen.

Tut mir leid, Fr�ulein Karin.

Es hat immer noch niemand nach Ihnen gefragt.

Nein? Nein.

Ich mach mir schon Sorgen.

Ihre Sorgen kenne ich.

Er schickt ein Telegramm, man denkt, er ist unterwegs.

Man stellt sich ans Fenster.

Ich stand nicht am Fenster. So, und dann kommt er nicht.

Vielleicht reitet er hierher. Dann dauert es nat�rlich etwas l�nger.

Sagen Sie, Herr Trattenbach? Ja, Fr�ulein Karin?

Sie haben ihn doch gesehen. Was haben Sie f�r einen Eindruck von ihm?

Also... Sie k�nnen offen sprechen.

Entschuldigen Sie. Ich hatte einen guten Eindruck.

Aber darf ich ehrlich sein? Ja.

Es kam mir so vor, als ob er die Freiheit genie�t.

Er war in einem Zustand, wo man auf etwas Besonderes wartet.

Wenn man auf etwas wartet, kommt es eh nicht.

Was sind Sie eigentlich? Tja.

Ich meine, was machen Sie? (lachend) Nicht viel.

Ich bin der Spross einer uralten Familie.

Die Trattenbachs waren Kreuzritter. Na ja.

Aber wer macht heute schon Kreuzz�ge?

Da wurde ich Reiseleiter. Die haben nur Manieren gelernt.

Ich kann nichts. Ich h�tte Politiker werden k�nnen. Dazu bin ich zu faul.

Also fahr ich ein bissel herum, mach Konversation...

Besonders gern mit so kleinen, feschen M�deln wie Ihnen.

Ich verstehe. Kommen Sie heute mit zum Ausflug?

Ein Volksfest hier in der Gegend.

Ein altes Fest zur Erinnerung an ein Liebespaar der T�rkenzeit.

Sie sind nie zusammengekommen, die zwei.

Schwierigkeiten in der Liebe sind zeitlos.

Leidenschaftliche Musik

Rasante Musik

Musik spielt weiter.

Musik spielt weiter.

Ja! Ja!

Was soll das? Was machen die mit uns?

Etwas Entsetzliches. Sie haben uns gew�hlt.

Was ist entsetzlich? Sie haben uns gew�hlt.

Wozu gew�hlt? Wir beide sind...

Was sind wir? Janos und T�nde.

Wer sind wir?

Das Liebespaar. Die beiden gro�en Liebenden.

Sie hat einen Unfall gehabt. Man sieht es deutlich.

Das kommt davon, weil wir ihr nicht nachfuhren.

Ich hab gewusst, das geht nicht gut. Er spricht Ungarisch.

Ich rede Deutsch, damit du mich nicht verstehst!

Zu Befehl! - Wer wei�, was da passiert ist?

Wir m�ssen sie suchen.

Was?

Ferenc spricht Ungarisch. Ah!

Ja, ja.

Melde gehorsamst:

Direktion links, -

- Eskadron, marsch!

Marsch, marsch!

Rasante Musik

Ja! Ja! Ja!

Er lacht ausgelassen.

Sie spricht Ungarisch. Ja. Ja!

Hopp! Hopp!

Beide lachen.

Ja! Hoppa!

Ja! Sie lacht.

Sie spricht Ungarisch.

Er lacht ausgelassen.

Bedrohliche Musik setzt ein.

Hey!

Musik endet abrupt. Janos.

Und T�nde, nehmt Abschied voneinander.

Spielen Sie bitte mit. Sie haben uns gew�hlt.

Warum ausgerechnet uns?

Sie sind �berzeugt, wir sind ein Paar. Es ist ein alter Brauch.

Ich kann doch nichts daf�r. Ich bin nicht der Richtige.

Romantische Musik setzt ein.

Ja, das... Hier. Nimm.

Was soll ich damit? Ich erkl�re es dir.

Hier war eine alte Geschichte vor vielen Jahren.

Dort wohnte der t�rkische Pascha, Gouverneur des Komitats.

Ja, aber... Setz dich.

Und seine Tochter liebte einen Burschen aus dem Dorf sehr.

Heimlich. Es war eine ganz gro�e Liebe.

Aber der Pascha bemerkte diese Liebe.

Er war schrecklich b�se und wollte den Burschen t�ten.

Sein T�chterchen weinte so lange, bis der Pascha sagte: "Gut".

"Er soll eine M�glichkeit haben."

Und zwar sagte er: -

"Wenn du ins Schloss hineinkommst und meine Tochter erkennst -

- unter allen verschleierten M�dchen im Schloss, kannst du sie haben."

Na, und wenn er sie nicht erkennt? Dann...

Na, hat er sie erkannt? Ja.

Weil Liebe eine Sprache ohne Worte spricht.

Und so war die Hochzeit noch in dieser Nacht.

Aber am n�chsten Morgen war der junge Mann ... tot.

Das ist eine schlechte Geschichte. Warum?

Er ist gestorben, als er am gl�cklichsten war.

Das ist vielleicht das Sch�nste, was sein kann.

In einem Leben.

Melancholische Musik

Auf unserem Sommerfest ist es Sitte, -

- das Liebespaar zu w�hlen als Erinnerung an Janos und T�nde.

Gut, aber was soll dieser Kn�ppel? Den brauchst du.

Zum K�mpfen. Was?

K�mpfen? Um ins Schloss hineinzukommen.

Die ganze Geschichte wird gespielt? Alles.

K�mpfen, suchen im Schloss, und wenn du gro�es Gl�ck hast, auch finden.

(Fahrer ruft) Katalin!

Wenn Sie nicht Auto fahren k�nnen, nehmen Sie auch niemanden mit.

Moment. Erz�hlen Sie mir nichts!

Sie hatten am Fluss einen Unfall. Ich hab es gesehen. Wo ist Tery?

Wenn ihr was passiert ist... - (Katalin) Ferenc!

Was willst du? Es ist gar nichts geschehen.

Wo ist Tery?

Ein Gong ert�nt.

Jetzt musst du sie k�ssen.

Langsame Musik setzt ein.

Jetzt kommst du. Ich?

Er fl�stert etwas auf Ungarisch.

Ich versteh das Ganze nicht, aber es ist lustig.

Ich kann nicht... Da ist das M�dchen, das du liebst.

Stimmengewirr

Alle lachen schadenfroh.

Also, Freunde.

Langsam werd ich aber b�se.

Melde gehorsamst, Eskadron...

Angetreten!

Erwartungsvolle, mystische Musik

Ha!

Hey!

Mutig!

Hey!

Thomas schreit auf. Stimmengewirr

Ah!

Alle lachen.

Spannungsvolle Musik

Heitere Musik

Na, was sagen Sie? Ein sch�ner Abend, was?

Aber das Lustigste haben wir verpasst.

Was denn? Den Kampf.

Aber das macht ja nichts. Die Hauptsache ist die Stimmung.

Sp�ren Sie nichts?

Nein, was? Das Flair.

Das ganz besondere.

Alle sind nett zueinander.

Sp�ren Sie das nicht? Tut mir leid, ich sp�r's nicht.

Da!

Das ist doch sein Wagen. Oje, oje.

Thomas ist hier.

Ja, ja, ja. Der ist aber wirklich l�stig.

Frauen rufen auf Ungarisch.

Frauen lachen.

Frauen lachen.

Hey, Moment!

Ein sehr h�bscher Platz zum Anwachsen.

Wollen Sie noch lange warten?

Nein. Aber ich werde ihm eine Nachricht hinterlassen.

Sie spricht Ungarisch.

Nein.

Mit dir tausch ich nicht. Sie spricht Ungarisch.

Ob ich Angst habe?

Vielleicht ist es besser so.

Da hast du es.

Temporeiche Musik

Romantische Musik

Tery.

Laute, feurige Musik

Manche macht das Gl�ck tot.

Manche m�ssen warten.

Warten ist auch gut.

Romantische Musik

Tery seufzt.

H�?

Oh.

Na!

Sie spricht Ungarisch.

Kombiniere scharfsinnig: Sie haben "Guten Morgen" gesagt.

Spricht Ungarisch.

Schwaninje?

Ich w�nsch auch einen Guten Morgen. Ich f�hle mich ausgezeichnet.

Ich l�ge schon um acht Uhr fr�h. Ja.

K�nnte ich ein Fr�hst�ck haben? Fr�hst�ck?

Fr�hst�ck? �h... d�jeuner.

Breakfast.

Das versteht sie auch nicht. �h, Jamm-Jamm.

Kaffee! Kaffee.

Ja. Igen. (lachend) Igen. Hole sofort.

(freudig) Ah!

Guten Morgen. Guten Morgen.

Sagen Sie nicht, wie Sie geschlafen haben. Man sieht es Ihnen an.

Und Sie? Doch...

Hier, ein bissel hart. Oh, oh.

Ich bin etwas flacher geworden. Aber bei mir spielt das ja keine Rolle.

Hat Thomas noch nicht...? Nein, er hat noch nicht.

Kurze, spannungsvolle Melodie

Romantische Musik

Wichtig ist nicht, wie lang man sich kennt.

Wichtig ist, dass man sich erkennt.

Und Sie haben ihn erkannt?

Ja.

Da kommt er.

Da geh ich lieber. Ich will kein Missverst�ndnis sein.

Bleiben Sie ruhig hier.

Na gut, dann bleib ich.

Morgen. Guten Morgen, Thomas.

Hast du schon gefr�hst�ckt? Nein, ich hab keinen Hunger.

Ich glaube, ich geh doch lieber.

Aber warum denn?

Ein Mensch, der morgens keinen Hunger hat, ist zu allem f�hig.

Dein Pass, bitte.

Das war nicht eilig. Fahren wir nicht zusammen heim?

Nein.

Nein.

Wie kommst du darauf?

Hier.

Du, �h... Ich muss dir etwas sagen, Karin.

Ich glaube, es ist jetzt doch besser, wenn Sie gehen.

Ja. Manchmal ist es schwer mit den guten Manieren.

Da muss man bleiben, auch wenn man �berfl�ssig ist.

Ich...

Ich habe mich verliebt, Karin.

Das hast du schon �fters.

Ist es etwas Endg�ltiges? Ja.

Thomas, es gibt ja gar nichts Endg�ltiges.

Man tr�umt davon.

Das hab ich auch getan. Die Zeit hat jeder mal.

Dann fand ich, es reicht, wenn man sich versteht.

Wenn man gen�gend Spa� miteinander hat.

Das ist auch ein gutes Leben.

Aber jetzt...

Entschuldige.

Ich w�rde es jedem w�nschen.

Dir auch, Thomas.

Wenn so was passiert, dann...

Dann gilt nat�rlich nichts anderes mehr.

Das verstehe ich.

Danke.

Ich w�nsche dir alles Gute, Thomas.

Ich hatte ein bisschen Angst davor, es dir zu sagen.

Dramatische Musik

Tery!

Tery!

Das wollte ich nicht.

Das war sie doch wohl.

Ja, das war sie.

So ist das mit dem, wie haben Sie gesagt, Endg�ltigen. Tja.

Lauter Schwierigkeiten.

Es tut mir leid, dass ich dabei war.

Und auch wieder nicht.

Mein Vater sagte immer: Verzichten k�nnen ist eine gro�e Gabe.

Sie h�tten meinem Vater sehr gut gefallen.

Sei keine bl�de Gans. Die gro�e Liebe?

Er kommt nach Ungarn nur, damit wir uns kennenlernen? Bl�dsinn!

Vielleicht ist es Schicksal, weil wir uns begegnen mussten. Quatsch!

Aber wir mussten uns doch sehen.

Gesehen haben wir uns und aus.

Er kauft Pferde und erz�hlt zu Hause, die M�dchen sind leicht rumzukriegen.

Eine Schweinerei ist das!

Aber es stimmt ja.

Sie sind leicht herumzukriegen.

Ganz leicht.

Piroschka ... die stolze Ungarin.

Das hat was.

Stolz.

Sie k�nnte Nachhilfe bei den Spanierinnen brauchen.

Warum hab ich mich nur so idiotisch benommen?

Sie kann doch nicht so dumm sein und glauben... Nein.

Sie nimmt es als Vorwand, weil ich sie nicht interessiere.

Das kann mir auch egal sein.

Es ist mir aber nicht egal. Weil ich sie liebe!

Motor jault auf.

(wimmernd) Ich wei�, warum ich so bl�d war.

Weil ich... Weil ich ihn liebe.

Kuhglocken

Peitsche knallt. (Mann) Hey! H�a!

Pferde wiehern.

Kann ich das Tier beritten sehen? Selbstverst�ndlich.

Er spricht Ungarisch. Ja.

Zu Befehl! Melde gehorsamst!

Er ruft auf Ungarisch. Eskadron, antraben.

Sagen Sie, darf ich Sie etwas fragen? Bitte.

Wo ist...? (schroff) Ja?

Ich meine... Wo hat er nur dieses eigenartige militante Deutsch her?

Er diente als junger Mann in der �sterreichisch-ungarischen Monarchie.

Er kann nur ein paar Befehle.

Aber bildet sich ein, dass er fabelhaft Deutsch spricht. Nicht wahr?

Zu Befehl! Melde gehorsamst!

Wie hei�t der Hengst? Melde gehorsamst: Turul.

Das Tier ist okay. Wir warten, wie es sich bis zum Fr�hjahr entwickelt.

Turul bleibt so lange f�r den Stall Laurends reserviert.

Sch�nes Tier.

Danke.

Es freut mich sehr, dass Sie einen so guten Eindruck mitnehmen.

Ja... von den Pferden unbedingt.

Wie ist das zu verstehen? Das war keine Kritik an den Menschen.

Nur ist der Unterschied doch gr��er, als ich dachte.

Sie meinen politisch?

Nein, um Gottes Willen. Menschlich.

Vielleicht ist eure Vorstellung vom dekadenten Westen richtig.

Und vielleicht empfinden wir etwas Falsches, wenn wir uns -

- eine M�rchenwelt voller Sonnenunterg�nge vorstellen.

Voll von Zigeunern, Puszta ... und Piroschkas.

Es gibt eben keine M�rchen.

Wollen wir f�r heute Schluss machen? Ich will die restlichen Pferde sehen.

Ich fahre morgen nach Hause.

(schluchzend) H�a! H�a!

Er �chzt.

H�a!

Traurige Musik

Dramatische Musik

Sanfte Orchestermusik

Sie seufzt.

Musik klingt aus.

Ich muss dir so viel sagen.

Nein.

Ich fahr morgen zur�ck, aber ich komme bald wieder.

Das musst du mir immer wieder sagen, solange du noch da bist.

Ich bin bald wieder bei dir.

Romantische Musik

Ich bin bald wieder bei dir.

Ich bin bald wieder bei dir.

Triumphale Musik

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