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(Radio) Wie bei den Jahreswechseln zuvor
so denken wir auch in diesen letzten Sekunden
des Jahres 1944
mit Sehnsucht, aber auch voller Stolz an unsere Väter,
Ehemänner, Söhne und Brüder, die für unser geliebtes Vaterland ...
Nicht einschlafen! - ... und den Endsieg kämpfen.
Haltet durch!
Wir sind mit Herz und Sinnen bei euch.
Verabschieden wir das alte Jahr ... - Hier.
Danke.
... die Hoffnung auf den Sieg gegen die Feinde
und die Freude auf ein Wiedersehen im neuen Jahr,
das in wenigen Sekunden beginnt.
*Eine Uhr schlägt Mitternacht.*
*Knall*
(Englischer Soldat) Hello Germany! Happy New Year!
(Soldat) Die Briten! Alle Mann in Position!
Schnell, schnell, schnell!
*Spannende Musik*
(Soldat) ♪ Should auld acquaintance be forgot ♪
(Soldaten) ♪ And never brought to mind? ♪
♪ Should auld acquaintance be forgot ... ♪
*Dramatische Musik*
Schmidt! Bleib hier!
Tu das nicht!
♪ For auld lang syne, my dear ♪
Schießen!
Schießen!
*Schusssalven*
♪ For auld lang syne, my dear ♪
♪ For auld lang syne ♪
1954, Cookie.
Träum was Schönes.
♪ For auld lang syne, my dear ♪
♪ For auld lang syne ♪
♪ We'll tak' a cup o' kindness yet ♪
♪ For auld lang syne ♪
(Alle) Happy New Year! Happy New Year!
Lucie.
Frohes neues Jahr, Toni.
Das wünsche ich Ihnen auch.
*Glockenschlag von Big Ben* (Frau) Happy New Year!
*Böller krachen.*
Ah!
Entschuldigung.
Sorry, Madam.
Ist nur Champagner. - Ja, ja.
Sie sind Deutsche? - Ja, Madam.
Und Sie leben hier? - Ich fahre bald in die Heimat.
In die "Heimat". Ach, wie nett.
Das Wort habe ich lange nicht mehr gehört.
Darf ich fragen, sind Sie Deutsche? - Sie dürfen. Wie ist Ihr Name?
Antonie Schmidt. Toni für meine Freunde.
Antonie, was ist für Sie Heimat?
Der Ort, wo Menschen leben, mit denen man aufwuchs,
die man liebt und die einen lieben.
Wissen Sie, was ein KZ ist? - (Mann) Bibi.
Das ist eine simple Frage, Otto, auf die man Ja oder Nein sagt.
Natürlich weiß ich das.
Wissen Sie auch, dass es für manche Menschen keine Heimat mehr gibt?
Für die Toten nicht, für die Überlebenden schon gar nicht.
Das weiß ich, ja.
Das ist gut.
*Düstere Musik*
Was schaust du so? - Sie kann nichts dafür.
Sie ist Deutsche. - Du auch.
Nein. Ich bin Jüdin.
Nicht jeder mit deutschem Pass ist schuldig.
Vielleicht hat ihr Vater meinen getötet.
Das weiß niemand. Aber sie war's nicht.
Meine Frau hat ihre ganze Familie verloren.
Es tut ihr leid.
Tut es nicht. Warum sollte es auch?
Sie sind eine kluge junge Frau.
Ich schäme mich für das, was Deutschland tat.
Scham ist etwas, das Menschen dazu bringt,
sich zu verstecken und zu verdrängen.
Dann machen sie sich oft unbedeutender, als sie sind.
Ich wurde hier öfter als Nazi beschimpft.
Wissen Sie, was ich dagegen tat? - Sagen Sie's mir.
Ich versuchte, sehr gutes Englisch zu sprechen.
Aber es machte Sie nicht glücklich, Ihre Herkunft zu verbergen.
Sind Sie Psychologe? - (lachend) Nein.
Staatsdiener.
Verfassungsschutz.
Wir brauchen junge Menschen wie Sie.
Melden Sie sich.
Na? Erkennst du's wieder?
(Toni) Das Dach ist neu. - Das stimmt.
Toni!
Ingi!
Willkommen zurück! - Wo sind deine langen Haare?
Die hab ich verkauft, für 40 Mark. - Mein Schatz.
(Toni) Mami.
Nicht weinen.
Ich hatte Angst, du kommst nicht wieder.
Ich hätte sie wiedergeholt.
(Sie lacht) Warum warst du nicht am Flughafen?
Ich hab Gerd den Vortritt gelassen. - Schön.
Neuer Mantel? - Von Burberry.
Wer? Börberi? Was schenkt der dir 'nen Mantel?
Das ist eine englische Marke ... Veräpple mich nicht!
Cathrin hat ihn mir geschenkt.
Hartmut. - Tag, Gerd. Else.
Hallo. Habt ihr Hunger? - Ja.
(Lachen)
Hepp, hepp, hepp.
Dann dürfen die sich nicht bewegen. - Wie? Und dann?
Die stehen still. - (Else) Auf der Straße?
Also wenn ich jetzt vorbeikomme und bohre dem Bobby in der Nase ...
Ah! Oh Gott!
Schön, dass du zurück bist.
(Gerd) Kräuter? - Gern.
Sie kann's nicht lassen.
(Ingrid) Kann ich auch einen? - (Toni) So kenne ich dich gar nicht.
Der Soldat Herrmann Grössel,
geboren am 17.6.1924 ...
Säuft wie ein Bierkutscher, verdreht den Männern den Kopf ...
Stimmt nicht. Ich gehe gern aus wie andere auch.
Und schläft. - Allein.
Ingrid war eine große Hilfe. Die Leute rennen mir den Laden ein.
Eben. - Er glaubt, wegen der Fernseher. Na?
Wie viele Kunden sind Männer? - Sie hat ein Sendungsbewusstsein.
Wenn Toni dazukommt, kann ich die Füße hochlegen.
Cathrin rät mir zu was mit Sprachen.
(Hardy) Cathrin? Und was soll das sein?
Ich weiß es noch nicht.
Aber zu irgendwas muss das Jahr ja gut gewesen sein, oder?
... 1913 in Berlin,
wird gesucht von seiner Frau: Meisel, Ulrike.
*Düstere Musik*
Was machst du hier?
Habt ihr was von ihm gehört?
Nein.
Ich gehe ins Bett. - Wird er wiederkommen?
Ich weiß es nicht.
Viele kommen noch aus den Gefangenschaft.
Das sind keine Menschen mehr, Toni. Das sind gebrochene Kreaturen.
Ohne Rückgrat, ohne Lebensmut.
Der Russe hat sie kaputt gemacht.
Sie wollen nichts mehr, und niemand will sie.
*Düstere Musik*
(Otto) Was machen Sie den ganzen Tag?
Likör trinken? Sich am Sack kratzen?
(Kichern) Überlassen Sie das Abhören anderen!
(Otto) Können Sie nicht mehr reden? -Die Ärmste.
Frau Blume genießt mein volles Vertrauen.
Diese Männer sind Mörder, Hitlers willige Vollstrecker!
Kessler, von Simmerstein, Alois Brunner und wie sie alle heißen!
Sie sind noch in Deutschland
und auf freiem Fuß.
Wollen Sie mir etwa erzählen,
dass der Bundesverfassungsschutz in sechs Monaten
keinen einzigen davon ausgemacht hat?
Keinen einzigen!
Ich will von jedem Ihrer Agenten ausführliche Berichte
über alle Tätigkeiten und Kontakte im Umfeld der Zielpersonen haben.
Haben Sie mich verstanden?
Das dürfte kein Problem sein, Chef. Nicht wahr?
Danke, Herr Radke.
Reinhard Gehlen persönlich.
Mein Freund.
Du bist mir etwas zu schwarz, Alois. (Er lacht)
Dein neuer Name ist Dr. Georg Fischer.
Fluchtdatum und Route erfährst du. Lern sie und vernichte sie.
In Damaskus ist Abdel Kadir dein Kontaktmann.
Du findest ihn unter dieser Adresse.
(Brunner lacht)
Auf einen Tee in Damaskus,
Herr Fischer.
*Düstere Musik*
Ich hatte gestern eine Unterredung mit Staatssekretär Globke.
Der Kanzler will eine Fokussierung auf Linksnationale und Kommunisten.
Will er das?
Warum schickt er nicht Gehlen auf Bolschewiken-Jagd?
Sein Fachgebiet. - Auf internationaler Ebene.
Die Organisationen Gehlen ist bereit, uns zu unterstützen.
Hat er Ihnen das persönlich gesagt? - Ja.
Sie pflegen ein enges Verhältnis mit Gehlen.
Wir arbeiten für dieselbe Sache. - Wer?
Er und Sie oder Sie und ich?
Unterschätzen Sie Ihre Mitarbeiter nicht.
Das ist nicht sehr motivierend.
Darf ich?
*Tür wird geschlossen*
(Junge) Guck mal.
(Hardy) Da wollen Sie nie wieder aufstehen.
*Klopfen* Das war ein Witz.
Die Bedienung ist wirklich sehr einfach.
Da bist du ja. Hereinspaziert! - Donnerwetter.
Ist schön geworden. - Hier die Verkaufsfläche.
Dahinten tanzt Ingrid.
Da mache ich ein Büro und Lagerraum.
Verdienst du so viel Geld? - Geld ...
Die Bestellungen der letzten Woche.
Ich hab inzwischen Kunden aus Belgien und Holland.
Und von den Zwischenhändlern krieg ich Mengenrabatt.
Ich grüße Sie. Hab auf Sie gewartet.
Danke. - Viel Vergnügen. Gerne.
Du bist ein echter Geschäftsmann. - Scheint so.
Ich könnte deine Hilfe hier gebrauchen.
Du hast doch Ingrid.
Einer unserer Verkaufsschlager.
Sie liebt es, hier zu arbeiten. - Und du? Würde es dich nicht reizen?
Fernseher verkaufen ist nicht meine Stärke.
Du kannst das Büro übernehmen, mit den Auslandskunden verhandeln.
Hello. Bonjour.
Der Preis low. - (lachend) Ich überleg's mir.
Hartmut, kannst du kurz kommen? - Ja.
(Ingrid) Es geht ums Ratenmodell. - Welches Gerät?
(Ingrid) Hier, das Fernsehgerät.
*Heitere Musik*
*Karnevalsmusik*
*Tröten*
(Frau) Hallöchen.
Dein Chef sieht müde aus. - Das ist sehr liebenswürdig.
Vielleicht hat er doch das falsche Deutschland gewählt.
(Otto) Bin verabredet.
Danke.
Die roten Haare standen ihr besser. - Geschmackssache.
Whiskey auf Eis und 'ne Bockwurst.
(Wirtin) Ist aus. - Was?
Whiskey oder Wurst? - (Kölsch) Die Wurst, Liebelein.
Ja dann zwei Whiskey. - Richtig.
Was du nicht essen kannst, kannst du trinken.
Warum hier? Gab es keinen anderen Ort?
Ich halte so viele Jecken nicht aus. - Haben Sie 'ne Idee?
Bei Ihnen zu Hause.
Das Herrchen gehört nicht in die Hütte vom Wachhund.
Haben Sie auch ein Privatleben? - Das ist privat.
Ich hab eine Spur zu Brunner. Sein Name ist Viktor Heimann.
Er war mal Provenienz-Forscher und Kopierer bedeutender Kunstwerke.
(Otto) Und jetzt? - Nennt er sich Curt Steinbach.
Fälscher, Identitäten-Erschaffer, Reiseveranstalter für Naziverbrecher.
(Mann) Altmetall! Eisen!
Stahl! Altmetall!
*Karnevalstusch, Applaus*
Papa.
(Kölsch) Und wenn der Rote droht am Morgen,
dann zieh dich dicke an!
Du kannst es immer noch nicht! - Ich geb mir Mühe.
Denn alles Gute bleibt verborgen, solange der noch laufen kann.
*Tusch*
Auch Frau und Tochter musst du gut verstecken
vor diesem durchgedrehten Recken.
So schnell kann niemand schau'n, ist er mit denen abgehau'n.
Ah!
*Tusch*
Es ist an dieser Stelle zum Glück noch nicht so weit.
Da sitzt sie, meine Helle, mein heiß geliebtes Weib.
(Raunen)
Komm her, du reife Schöne ...
und stell dich bei mir hin,
dass Freund und Feind dir fröne und ich der Größte bin.
*Tusch*
Sprechen wie wir kann er immer noch nicht.
Alaaf! - Alle: Alaaf!
Alaaf! - Alaaf!
Alaaf! - Alaaf!
*Ein Hund bellt.*
*Spannende Musik*
*Klappern*
*Spannende Musik*
Komm raus da! Keine Bewegung! - Nicht schießen!
Schnüffelst du mir nach? - Sie schnüffeln.
Was? - Ist nicht Ihre Wohnung.
Deine erst recht nicht. - Sie gehört meiner Tante.
Und wo ist deine Tante? - Tot.
Wer ist der Mann, der hier wohnt? - Kenn ich nicht.
Ich darf hier nicht rein. - Wo sind deine Eltern?
Weg.
Komm.
Oder soll ich dich an die Behörden verpfeifen? Hm?
Blieb hier. Stehen bleiben.
Ich hätte dich fast abgeknallt. Pass auf.
Das ist meine Nummer. Wenn der Mann herkommt, ruf mich an.
Verstanden?
Hier.
Nimm. - Ich will die da.
Vergiss es. - Ich ruf nicht an.
Erst der Anruf, dann die Uhr.
Hey! Warte! Wie ist dein Name?
Schwarte.
*Heitere Musik*
Du bist der schmuckste Kerl heute Abend.
(Man kann sie nicht verstehen)
Moment.
Partnerwechsel. Du trinkst mal 'nen Kaffee.
Komm mit, Herr Redlich.
Ich muss da kurz hin. - Ist gut.
Bis gleich.
Ingi?
Toni. Willst du tanzen?
Du musst an die frische Luft. - Tanzen wir?
Ingi.
(Ingrid lacht)
Oh ...
Mir ist schlecht, Toni.
Besser?
Ich hab mich vollgekotzt.
So kann ich nicht mehr reingehen. - Ich hole 'nen Lappen.
Toni. - Bin gleich wieder da.
(Schreie, Stöhnen)
Altes Bolschewiken-Schwein! - Kommunistensau!
Hau ab, du! - Da!
Männer, es ist genug jetzt. Abtreten!
Ah!
Pohl.
Sag mal ... Komm jetzt. Willst du dir die Schuhe ruinieren?
(Lachen)
Was machst du da?
Kann sie das nicht selber machen?
Ich hab deine Freunde gesehen.
Warum haben sie den Mann verprügelt?
Er hat sie provoziert.
Einer gegen fünf? - Ja. Sie waren betrunken.
Das ist kein Grund, Papa. - Ja.
Deswegen bin ich dazwischengegangen.
Deswegen hast du Ingrid heimgebracht.
Siehst aus wie ein Junge.
Hm, komm her.
... noch einmal stürmen die Heere der feindlichen Mächte
gegen unsere Verteidigungsfronten an.
Hinter ihnen geifert als Einpeitscher das internationale Judentum,
das keinen Frieden will,
bis es sein satanisches Ziel der Zerstörung der Welt erreicht hat.
*Klingeln*
Ja?
Was?
Langsam, langsam. Wer ist da?
Ist er allein?
Dann warte da. Beobachte das Haus. Ich komme.
*Düstere Musik*
*Verzerrte Musik*
Das war der Suchdienst. Geben Sie bitte Auskunft über den Verbleib ...
*Rauschen*
Wann wurde das Hallendach erneuert?
Richtfest war am 27. September.
Dort könntet ihr Hochzeit feiern.
Sollen wir mal das Aufgebot bestellen?
Das soll sie selbst entscheiden.
Toni ist verlobt. Das ist ein Heiratsversprechen, oder?
Probezeit. Es ist nicht mehr so wie früher.
Stimmt, heute darf man aus Liebe heiraten.
(Ingrid) Guten Morgen. - (Else) Morgen.
(Toni) Morgen.
Käffchen? - Mhm.
*Schlagermusik im Radio*
Ich möchte mir Arbeit suchen.
Nicht bei Hartmut. Das ist nichts für mich.
Als was willst du denn arbeiten? - Als Fremdsprachen-Sekretärin.
Reichen dafür deine paar Brocken Englisch?
(Toni) Ich kann auch Französisch, und mein Englisch ist gut.
Und ich kann Maschine schreiben und Steno.
(Ingrid) Du? - Mhm.
Da wird sich Hartmut ja freuen. -Das kannst du nicht machen.
Wovon hast du die Kurse bezahlt? - Von meinem Au-pair-Gehalt.
Und Geld von Cathrin. Sie sagt, Wissen ist Freiheit.
Wieso weiß ich nichts davon? - Ja.
(Gerd) Halt den Mund! Ich spreche mit Toni.
Ich dachte, ihr würdet euch freuen. Ich wollte dich nicht verärgern.
Ich gebe dir die Freiheit.
Aber ich sage auch, wo sie aufhört.
Ich stelle dich jemandem vor.
(Mann) Der Scherenschleifer ist da!
Scherenschleifer!
Lassen Sie Ihre Messer und Scheren schleifen!
(Mann) Guten Morgen, Herr Mahler. - Gehen wir hoch?
Du bleibst hier unten.
Sind Sie sicher, dass er da ist?
*Spannende Musik*
*Poltern*
Er kommt runter. Halt ihn auf!
Kommen Sie! Helfen Sie mir!
Er will über den Hof. Geben Sie mir Deckung!
Stehen bleiben!
Mahler! Warum schießen Sie nicht?!
Korrupte Sau.
*Hund bellt.* Was denn?!
*Düstere Musik*
Meine Uhr.
Wofür? Er ist weg. - Das ist eure Schuld.
Aber er hat was vergessen. - Was?
Erst die Uhr. - Was hat er vergessen?
Kleiner Straßenköter. Verscheißer mich nicht!
Hier, kauf dir was zu essen.
Meine Nummer hast du.
Er ist entkommen. Mahler hat nicht geschossen.
Er ist gekauft. - Wie offenbar alle in diesem Land.
Gab es Hinweise in seiner Wohnung?
Alois Brunner. - Sie bereiten seine Flucht vor.
Anscheinend eine Postfach-Adresse. Das könnten Abholzeiten sein.
D2-08-03-16: Donnerstag, der 8.3., 16.00 Uhr.
Und so weiter. - Kalendarisch könnte das hinkommen.
Wo ist das Postfach? - Ich vermute, im Hauptpostamt.
Sie hören von mir.
Sie war in deiner Klasse. Rote Haare, korpulent.
Bärbel? - Ja. Die war da.
Die hat zwei Kinder bekommen.
Mama.
Das ist mein Hotel. Wir sind noch eine Weile in der Gegend.
War schön, dich wiederzusehen.
Meine Mädchen.
Mama. - Wer war das?
Noah Berret, unser früherer Nachbar.
Er und seine Frau sind gerade hier. Wir waren zusammen essen.
Und wo ist die Frau? - Haben wir bei Verwandten abgesetzt.
Ich hab Kopfschmerzen. Auf dem Herd sind Rouladen für euch.
Ihr rechter Arm, Vizepräsident Radke.
Er deckt Brunner? - Alles spricht dafür.
Und er ist nicht der Einzige.
Er hat vier Jahre für Gehlen gearbeitet.
Ich rede mit dem Polizeipräsidenten.
Sie bekommen die Mannschaftsstärke, die Sie benötigen.
Danke, Herr Innenminister.
Ich unterstütze Sie, aber es gibt Gerüchte.
Dass ich ein Trinker bin?
Despotisch, unberechenbar? - Ein Kommunistenfreund,
der eigenmächtig mit Ostberlin verhandelt.
Ja.
Ich wünsche einen schönen Tag. - Mhm.
(Otto lacht)
Danke schön.
Schmidt für Reinhard Gehlen. Wir haben einen Termin um 15 Uhr.
Aufgeregt? - Füllen Sie das bitte aus!
Das sind Sicherheitsbestimmungen. - Ich weiß.
Herr Schmidt ist da.
Kennen wir uns nicht? - Natürlich. Was machen Sie hier?
Und Sie? - Ich hab ein Vorstellungsgespräch.
Beim Innenminister? - Noch nicht.
Das ist mein Vater.
Herr John war zu Gast bei Cathrin.
Schmidt, angenehm. - Freut mich.
Ich bin froh, dass Toni heimdurfte. - Ja, das glaube ich.
Herr Schmidt, Herr Gehlen erwartet Sie.
Folgen Sie mir bitte. - (Gerd) Na dann.
Viel Erfolg!
Ja, Ihnen auch. Wiedersehen.
(Toni) Auf Wiedersehen.
Ich kann nicht allein über Ihre Mitarbeit entscheiden.
Wir sind ein Geheimdienst.
Jeder muss sich einer Sicherheitsprüfung unterziehen.
Ich hab nichts zu verbergen.
Das haben wir schon herausgefunden.
Ihnen ist klar, dass Sie mit niemandem
über Verschlusssachen reden dürfen, auch nicht mit Herrn Redlich?
Sie kennen Hardy? - Wenn Sie ihn kennen, reicht das.
Wir überprüften seinen Lebenslauf. - Das dürfen Sie?
Wir dürfen alles, was der Sicherheit des Staates dient,
und wir dürfen nichts, was ihr schadet.
Wenn Sie also wirklich für uns als Korrespondentin arbeiten wollen,
ist das das oberste Gebot.
Das ... Das verstehe ich.
Eine private Frage gestatten Sie mir.
Können Sie Maschine schreiben? - 180 Anschläge pro Minute.
Gut. Ich werde sehr oft im Camp Nikolaus sein.
Das ist unser Sitz in Pullach. *Piepton*
Frau Eisner, unsere Büroleiterin, wird Sie hier herumführen.
Ich soll bei Ihnen arbeiten? - Wollen Sie für uns arbeiten?
Sehr gerne.
Herzlich willkommen. - Danke.
Kommen Sie, Fräulein Schmidt.
Na?
Sie ist sehr hübsch. Und hat ihren eigenen Willen.
Ihr Fernsehmann wird sich noch umschauen.
Eine Schmidt. Niemand kennt ihren nächsten Schritt.
Gibt's Neuigkeiten? - Abschnitt 2 ist fast fertig.
Bald kann scharf geschossen werden.
Ich weiß nicht, ob wir was über Gerd Schmidt finden.
Warum wollen Sie das?
Ich folge einem weiblichen Instinkt.
Wo war er im Krieg? Verbindung zu Gehlen?
Wird erledigt.
Agent Alma bittet um Rückmeldung nach Erhalt der Papiere.
Er hat Probleme und sitzt in einem Versteck in Helsinki.
Aber die Verhandlung "von Waidburg" geht weiter.
Es gab keine Verfahrensfehler. - Sehr gut.
Danke.
Chef. - Herr Radke.
*Spannende Musik*
*Düstere Musik*
Wir wollten alles zusammen machen.
Ich dachte jeden Tag an dich. Aber du hast andere Pläne.
Nein, ich hab die Ausbildung gemacht, weil ich neugierig war.
Das hier ist deins, und ich bin stolz auf dich.
Aber ... - Ja was, aber?
Hast du jemanden kennengelernt? - Nein, hab ich nicht.
Bestellen wir das Aufgebot? - Ja, machen wir.
Ich muss los.
(Otto) Sie benutzen nicht Ihren Klarnamen.
Ihre neuen Papiere werden mit der Frühmaschine rübergeschickt.
So lange bleiben Sie in dem Versteck.
Alma, Sie haben unserem Land einen großen Dienst erwiesen. Gute Reise!
Mach eine Pause. Du arbeitest täglich 14 Stunden.
Lass uns wegfahren, eine Woche.
Es geht nicht.
Nicht jetzt. - Warum nicht?
Was ist heute wichtiger als morgen?
Es werden absurde Mengen Waffen nach Deutschland geliefert.
Hier wird eine neue Armee aufgebaut. Wir werden NATO-Mitglied.
Die Waffen sind nicht von NATO-Partnern.
Wer steckt dahinter?
Es ist eigentlich unmöglich, in so einem Ausmaß zu handeln,
ohne dass die Geheimdienste darauf aufmerksam werden.
Gehlen hat die Finger in Spiel?
Das ist ungeheuerlich.
Lucie, ich habe die Kleine aus London wiedergesehen.
Sie ging mit ihrem Vater zu Gehlen.
Ich kann sie riechen, diese Nazis und ihre Brut.
Gerd Schmidt leitet die Firma Schmidt,
die bis 1927 der Familie seiner Frau, den Schneiders,
und einer jüdischen Familie namens Berret gehörte.
Die Firma wurde Schmidt überschrieben
und die Berrets sind ausgewandert.
Sechs Jahre vor der Machtübernahme der Nazis.
Wo hat Schmidt gedient? - Abteilung Fremde Heere Ost:
militärische Feindaufklärung gegen die Russen, Spionage.
Unter Gehlen? - Exakt.
Gehlen war 44/45 klar, dass der Krieg verloren ist.
Er ließ alle Daten über die Russen auf Mikrofilm vervielfältigen.
Die Mikrofilme hat er mithilfe treuer Mitarbeiter
in wasserdichte Fässer gesteckt und in Bergwiesen vergraben.
Und mit diesem Pfand in petto
hat er sich im Mai 45 den Amerikanern gestellt.
Antonie Schmidt, seine Tochter,
ist als Korrespondentin seit Kurzem für die Organisation Gehlen tätig.
Schmidt hat einen Fleck in seinem Leben,
der schwärzer ist als der dunkelste Winkel im All.
*Spannende Musik*
Therefore it is in the interest of the allies
and of the German people...
Sie begleiten Herrn Gehlen zu einem Prozess.
Sie werden die Aussagen der Gesandten simultan übersetzen.
Hier sind die Prozessprotokolle. Arbeiten Sie sie durch!
Ich weise Sie in die Abläufe ein.
Unglaublich, wie ist das möglich? - Ihr Vater.
*Rock 'n' Roll-Musik* Mein Lieblingssender.
(Hardy) Gut, ne? - Mhm.
*Fahrradklingel*
'n Abend. - Guten Abend.
(Ingrid) Hallo.
Entschuldige.
Fahr ohne mich. Ich muss arbeiten.
Blödsinn. Mach das doch später. - Das kann ich nicht.
Ist wichtig. - Wichtiger als ich?
Wichtiger als Tanzen. Tut mir leid.
Na, Ingrid? Hast du noch Zeit?
Warum nicht? Fahr du.
Gibt's einen besseren Lückenbüßer als mich? Nee.
Dann mal los, Herr Redlich. - Dann mal rein.
*Rock 'n' Roll-Musik*
Tanzen!
Untertitel textimbild köln im Auftrag des WDR 2023
Can't find what you're looking for?
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