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Original subtitles

OSMANISCHES REICH

Hast du zuhause ein Osterlamm?

Oder vielleicht...

ein Huhn?

Meister Nazaret!

Ich habe mir die Gesichter der Türken angesehen.

Wie haben sie ausgesehen? - Ernst, Meister.

Feg den Boden, Levon.

Hier.

Gute Arbeit, Schmied.

Was schulde ich dir für die Schere?

Zehn Lira.

Damit halte ich mir die Türken vom Leib.

Ich wünsche dir frohe Ostern.

Letzte Woche hast du für eine Schere nur acht verlangt, Meister.

Du sollst den Boden fegen.

Bis morgen, Levon. - Danke, Meister.

Gott schütze dich.

Vergib mir, Vater, denn ich habe gesündigt.

Ich bin verärgert.

Worüber, mein Sohn?

Über Leute, die reicher sind als ich.

Du bist neidisch.

Neid ist eine Todsünde. Beichtest du deine Sünde?

Ich beichte meine Sünde und ich bereue meine Sünde.

Habt Erbarmen mit mir, Vater.

Bete zehn Ave Maria und bitte um Vergebung. - Das werde ich.

Mädchen! - Baba!

Baba, das ist für dich.

Selbst gemacht. - Danke schön.

Hat das nicht Mama gemacht? - Aber wir haben es bestickt. - Siehst du?

Nazaret Manoogian. Sehr schön.

Guten Tag, Herr Manoogian. - Guten Tag, Frau Balakian.

Entschuldigen Sie, gibt es Neuigkeiten vom Krieg?

Ein grauenvolles Massaker. Es gibt sehr viele Tote.

Wie sind die Zwillinge in Erdkunde? - In Erdkunde? Es könnte besser sein.

Könnte besser sein?

Danke. - Habt einen schönen Tag, Mädchen.

Ihnen auch einen schönen Tag, Frau Balakian.

Was ist die Hauptstadt von Frankreich? - Paris? - Rom?

Was nun, Paris oder Rom? - Na Paris, du Dummkopf.

Die Hauptstadt der Vereinigten Staaten?

New York? - Chicago?

Es ist Washington.

Ich habe euch beide trotzdem lieb.

Seht mal, ein Kranich.

Wer einen Kranich sieht, begibt sich auf eine lange Reise.

Wir drei? - Da wir drei ihn gesehen haben, reisen wir auch alle drei.

Ich bin hier!

Sieh mal. Wir haben es bestickt.

Oh, wie schön.

Sieh, was du angerichtet hast.

Was? Das?

Nazar!

Nein.

Hör auf.

Du sollst dir doch die Hände waschen.

Die Engländer sind in Gallipoli gelandet.

Was heißt das? - Das heißt, mehr Tote.

Ich weiß, aber was bedeutet das für uns? - Keine Ahnung.

Die Osmanen werden zurückschlagen. - Gallipoli ist weit entfernt.

Hört auf damit, das geht uns nichts an. Lucinée, Arsinée, hinsetzen!

Haig!

Ovanes! Mardik!

Gorkut sagt, alle armenischen Männer aus Zeytun sind verschwunden.

Ani, mach den Kindern keine Angst. - Wenn es doch wahr ist!

Wir waren ihnen gegenüber immer loyal.

Werden wir jetzt eingezogen?

Wir sind Handwerker. Wir werden hier gebraucht.

Lucinée, Arsinée, zum letzten Mal!

Ich hole Wein.

Als die Prinzessin den Berg Ararat hinauflief,

hatte die Sonne Mitleid mit ihr.

Also verwandelte sie sie in eine wunderschöne gelbe Blume.

Und diese Blume drehte sich zur Sonne.

Deshalb heißt sie Sonnenblume.

Warum hörst du auf?

Ich dachte, du schläfst.

Wie soll ich schlafen können, wenn du nicht singst?

Öffnet die Tür!

Nazar, wer ist das?

Armenier!

Aufmachen!

Mama, ich hab Angst.

Wer ist da? - Gendarmerie!

Was wollt ihr?

Es gibt Befehl vom Sultan:

Alle Männer über 15 Jahre, Christen und Muslime, müssen in den Krieg.

Du bist jetzt Soldat. - Jetzt gleich?

Wartet.

Nehmt das

anstatt meiner.

Verschwende keine Zeit. Zieh dir Schuhe an.

Seid tapfer für eure Mutter. - Ja.

Pass auf die Jungen auf.

Lebe wohl, Schwester.

Vergesst nie, was ich euch gesagt habe.

Gebt aufeinander acht, meine Söhne.

Los! Macht schon! - Bewegt euch!

Pass auf dich auf, Schwägerin. - Los!

Geht! Macht schon!

Hier, dein Schal. Er hält dich warm. - Keine Angst, ich bin bald zurück.

Los, mach schon! - Nein! Bitte!

Gott schütze euch!

Schon gut, Arsinée! Schon gut. - Los!

Und wenn wir mit dieser Straße fertig sind, was ist dann?

Dann gibt es die nächste Straße.

Besser hier als auf dem Schlachtfeld.

Warum arbeitest du nicht? Du Hund! Weiterarbeiten!

Los! Arbeite, du Hurensohn! Weiter!

Erbarmen. - Los!

Arbeite! Mach schon!

Arbeitet! An die Arbeit! Los!

He! Steh auf. Schnell, bevor sie zurückkommen.

Vor dem Essen denken wir an jene, die hungern, Herr, aber nicht satt werden.

Hungern nach Essen und Trinken, nach Gerechtigkeit, Liebe und Hoffnung.

Stille ihren Hunger, Herr, wie du heute unseren Hunger stillst. Amen. - Amen.

Geht es?

Woher kommst du? - Kharpert.

Hört auf zu reden! Zurück! Heiden!

Sie kommen aus Kharpert. - Wo bringt man sie hin?

Ich weiß es nicht.

Seht mal, da!

Shanik, nimm deine Schwester. Los!

Lauft!

Lauf! Dreh dich nicht um! Dikran, lauf!

Dreh dich nicht um! Lauf!

Dreh dich nicht um!

Dikran, lauf!

He, haltet sie auf!

Warum haltet ihr sie nicht auf?

Junge!

Komm her!

Komm!

Vahan, gib ihm ein Stück Brot.

Iss.

Hast du keinen Hunger?

Ich habe zu den Sternen gesehen und der Herr hat mich gesättigt.

Wo sind dein Baba und deine Mama?

Gestorben in der Wüste.

Kleiner, komm mal her!

Komm her! - Junge, warte! - Hinsetzen!

Hrant!

Er hat Fieber.

Er soll weiterarbeiten. - Er ist krank, Herr.

Er ist ganz gelb.

Entweder er arbeitet oder krepiert.

Nur einen Augenblick.

Habt Erbarmen.

Nimm das, Nazaret.

Er soll aufstehen.

Versuch aufzustehen, Schwager! Versuch es!

Geht's wieder?

Salam alaikum, Soldaten!

Alaikum salam.

Hier!

Esst!

Aprikosen!

Nehmt!

Armenier! Hört her!

Der Statthalter von Diyarbakir schickt mich.

Er will Gnade walten lassen

und schenkt euch die Freiheit.

Außerdem werden euch eure Vergehen

in seinem Namen vergeben.

Wer sich von seinem Glauben abkehrt

und zum Islam übertritt,

wird sofort freigelassen.

Wer sich retten will, trete vor.

Macht schon!

Tretet vor!

Ihr Schweine.

Verräter! - Ihr werdet in der Hölle schmoren!

Verräter! - Ihr habt eure Seelen verkauft!

Ihr habt Jesus verraten! - Ihr werdet in der Hölle schmoren!

Geht doch!

Ihr Verräter!

Verräter! - Geht nicht!

Sie sind weg.

Was machen wir jetzt?

Wir gehen nach Hause, Bruder.

Da!

Gib mir das Mauser.

Lasst die Leiche verschwinden, sodass sie keiner sieht!

Fesselt sie aneinander!

Aneinanderfesseln, habe ich gesagt!

Vorwärts!

Ovanes und Mardik,

meine Jungen,

warten zu Hause auf mich, Nazar.

Wir sind da! Halt!

Das sieht nicht gut aus.

Dreht sie zur Wand!

Hinknien!

Hinknien, hab ich gesagt!

Verschwendet keine Kugeln!

Schneid ihm die Kehle durch!

Schneid sie durch!

Schneid!

Mach!

Ich hab ihn getötet, der gehört mir! - Arschloch.

Benehmt euch!

Trink.

Hier, dein Schal.

Komm schon. Komm.

Steh auf.

Wenn du bleibst, stirbst du.

Komm mit mir.

Los.

Komm schon!

Was machst du denn?

Ich habe noch nie jemanden umgebracht.

Ich habe aus Hunger gestohlen und wurde zu diesen Bestien gesperrt.

Dann haben sie uns freigelassen,

damit wir euch töten.

Komm mit mir.

Mein Name ist Mehmet.

Mach schon, beeil dich.

Ruh dich aus.

Armenier. Armenier!

Wach auf.

Wach auf!

Komm.

Trink!

Los!

Versuch zu gehen.

Sei vorsichtig.

Lasst euer Hab und Gut fallen und verschwindet!

Seid ihr Deserteure?

Wir sind keine Soldaten. Wir fliehen vor dem Krieg.

Wir sind Deserteure.

Habt ihr etwas Wertvolles?

Wie heißt du, Kamerad?

Er kann nicht sprechen.

Dursun.

Du bist zum Schweigen verdammt, Kamerad.

Piss auf dein Tuch und bind es um die Kehle. Das hilft gegen die Infektion.

Wohin geht ihr?

Nirgendwohin.

Können wir mitkommen?

Halt!

Was machst du hier? - Ich warte auf euch.

Hau ab!

Waffen und Pferde her, und dann verschwindet!

Wartet! Bleibt hier!

Ich habe euch bezahlt!

Bleibt!

Schmied.

Schmied!

Sag deinen Leuten, dass wir ehrliche Bürger sind.

Wir suchen Zuflucht in Aleppo.

Kennst du ihn?

Natürlich.

Wir sind aus Mardin.

Mardin gibt es nicht mehr.

Unsere Frauen und Kinder wurden nach Ras al-Ain gebracht.

Schmied,

sprich mit deinen Leuten. Ich bitte dich.

Sprich mit ihnen.

Ich habe Familie.

Bitte. Bitte!

Wieso sagst du nichts? - Halt's Maul!

Zurück in den Wagen!

Lasst ihnen Essen da, sie haben Kinder.

Verflucht sollt ihr alle sein!

Bastarde!

Glaubst du wirklich, du findest deine Familie?

He, warte!

Dursun, bring die Kleidung.

Ras al-Ain ist drei Tage entfernt. Kennst du den Weg?

Verbirg dein Kreuz.

Es heilt.

Bringt ihm Wasser.

Geh sparsam damit um.

Zieh sie an. Damit fällst du nicht auf.

Viel Glück.

Vergib mir.

Wach auf, Nazaret.

Wach auf.

Bleibt im Zelt!

Nicht so schnell! Was willst du?

Komm herein.

Weiber, bringt ihm Essen!

Hilf mir.

Hol mich hier raus. Bitte hilf mir!

Raus mit dir! Los! - Ich kenne dich. Ich war auf dem Marsch.

Raus! Los! - Ich kenne dich. Du hast mir geholfen.

Ich bin hingefallen und du hast mir aufgeholfen.

Ich gebe das Mädchen nicht her.

Du willst wissen, wo ich sie herhabe?

Aus Ras al-Ain.

Als die Prinzessin den Berg Ararat hinauflief,

hatte die Sonne Mitleid mit ihr

und verwandelte sie in eine wunderschöne gelbe Blume.

Und diese Blume drehte sich zur Sonne.

Und deshalb heißt sie auch Sonnenblume.

Lasst euch nicht das Essen stehlen.

Gebt es eurer Mama.

Passt auf, dass ihr kein Wasser verschüttet.

Morgen gehen wir wieder in die Stadt.

Hilfst du mir, meinen Vater zu begraben? Bitte!

Bitte gib mir etwas Wasser. - Bitte gib mir Essen.

Hol mich hier raus. Ich mache alles.

Hol mich hier raus.

Das ist mein Wasser!

Schwager.

Schwager...

Alle sind tot.

Alle.

Unsere ganze Familie.

Nazaret. Ich habe sie sterben sehen.

Rakel...

Deine Schwester...

Gott hat kein Erbarmen.

Erlöse mich.

Ich will nicht in die Hölle.

Du musst mich erlösen,

Schwager.

Erlöse mich.

Beende mein Leiden.

Beende mein Leiden.

Beende mein Leiden.

Hier.

Was ist los, Bruder?

Was machst du hier?

Sprichst du Arabisch?

Nun?

Antworte.

Wer hat dir das angetan?

Rede.

Bist du Armenier?

Du bist Armenier.

Salam alaikum. - Papiere!

Papiere.

Hier, bitte.

Omar Nasreddin? - Omar Nasreddin.

Was ist im Karren? - Seife. Ich verkaufe Seife.

Riecht gut, sehr angenehm.

Hier, behaltet sie.

Die Huren von Aleppo werden es euch danken.

Verzieh dich!

Ja, Herr.

Komm, komm, Aziza.

Komm, Aziza, komm.

Ali!

Riza!

Salam alaikum, Großvater. - Alaikum salam, Enkel.

Hier passiert dir nichts. Hier bist du sicher.

Seht, was ich mitgebracht habe.

Einen Armenier. Er ist stumm.

Gebt ihm etwas zu trinken. - Hier lang, Bruder!

Er ist stumm, nicht taub.

Bringt ihn hinein und gebt ihm Wasser.

Woher kommst du, Stummer?

Woher?

Was?

Was?

MARDIN

Ich kann nicht lesen.

Nazaret.

Das ist Krikor,

er ist auch Armenier.

Kümmere dich um ihn.

Schon gut. Gute Nacht.

Ihr Mörder! Ihr habt meinen Mann getötet!

Türken, verschwindet! Geht nach Hause, Türken!

Geht nach Hause! - Verschwindet! Dreckige Bastarde!

Die Engländer haben gewonnen. Die Osmanen sind erledigt. Wir sind frei!

Verschwindet! - Ihr habt meinen Mann getötet!

Haut ab!

Dreckige Mörder!

Ihr habt meine Brüder getötet! - Ich habe keine Familie mehr!

Barbaren!

Wirf, Nazar! Wirf!

Mörder! Ihr habt meine Brüder getötet!

Mörder!

Nazar! Komm zurück! Hab kein Mitleid!

Mach sie fertig!

Die Hilfsorganisation des Nahen Ostens bietet Flüchtlingen eine kostenlose Unterkunft

in Omar Nasreddins Seifenfabrik. Derzeit keine Seifenproduktion.

Bruder, ich bitte dich.

Bring keine Flüchtlinge mehr. Ich kann dir keinen Platz mehr vermieten.

Sieh doch. Sieh selbst. Ist hier noch Platz? Nein, nirgends.

Wo soll ich hin mit ihnen?

Ich bitte dich, such dir einen anderen Ort.

Hier ist kein Platz. Sieh her. Sieh doch.

Sonst brechen noch Krankheiten aus.

Was soll ich tun? Ich kann dir nicht helfen.

Hör auf, mich zu drängen.

Lass mich in Ruhe!

Was gibt es da zu schauen?

Schande über euch!

Schande über euch!

Was gibt es da zu schauen, du Lümmel?

Schande über dich.

Schande über dich.

Nazaret. Gehen wir.

Seht nicht auf das Laken!

Die bewegten Bilder sind Teufelswerk!

Nazaret, lass uns gehen. Zum Bordell ist es noch ein Stück.

Du hast sie gehört: Es ist Teufelswerk. Lass uns ins Bordell gehen.

Du gehst da lang und ich hier. Einverstanden?

He, du Arsch, setz dich hin!

Meister Nazaret.

Ich bin's, Levon.

Dein Lehrling.

Es ist sechs Jahre her, Meister.

Kannst du nicht sprechen?

Du weißt, dass deine Töchter noch leben?

Ich war mit deiner Familie auf dem Todesmarsch.

Deine Frau gab die Zwillinge vor ihrem Tod einer Beduinenfamilie, um sie zu retten.

Mehr weiß ich nicht.

Sie müssen irgendwo da draußen sein.

Meister, ich wünschte, ich könnte dir helfen, aber...

Ich gehe nach Amerika.

Ich werde auf einem Schiffarbeiten.

Vermisst: Mitglieder der Familie Tascıyan aus Harput.

Ein Junge, inzwischen sieben. Ein Mädchen, inzwischen fünf.

Informationen bitte an den Priester der armenischen Kirche in Aleppo.

Gesucht werden die Eltern von Samwel und Manvel.

Sie stammen aus der Provinz Sivas.

Der Vater war Blankschmied, die Mutter Stickerin.

Informationen an das Waisenhaus der Kirche der 40 Märtyrer in Aleppo weiterleiten.

Ich hoffe, du findest sie. Gott stehe dir bei.

Gesucht werden die Kinder von Sina und Dikran,

Teppichknüpfer aus Assarun. Zuletzt wurden sie in Deir ez-Zor gesehen.

Was denn? Er hat nichts gesagt.

Vermisst: Die Eltern von Ovanes und Arevik Demolian...

Deine Töchter leben? Bist du sicher?

Das ist gut, Nazaret. Das ist gut.

Nicht drängeln! Nicht drängeln!

He, hör mal! Hör doch! Hier!

Der Mann hier muss seine Töchter finden!

Warum schreist du so?

Ich kann dich hören! Gib mir deine Anzeige.

Nazaret Manoogian, Schmied aus Mardin...

...sucht seine Zwillingstöchter Lucinée und Arsinée, inzwischen 15.

Sie wurden in der Nähe von Ras al-Ain an Beduinen übergeben.

Bitte senden Sie alle Informationen an Omar Nasreddins Seifenfabrik in Aleppo.

Such in den Bordellen!

Sie sind voll mit unseren Schwestern und Töchtern!

Vermisst: Aram Kevorkian, Priester aus Muş.

Zuletzt gesehen im Mai 1916 auf dem Marsch nach Deir ez-Zor. Informationen bitte...

Sehen Sie Ihre Töchter hier?

Geben Sie nicht auf.

Es gibt an die 100 Waisenhäuser in Syrien und dem Libanon.

100, hm? - Ja.

Danke, Schwester Agnieszka. Nazaret, lass uns gehen.

Die Namen und Adressen jedes Waisenhauses?

Pass auf dich auf.

Allah schütze dich.

Nimm das Geld. Du brauchst es vielleicht.

Möge deine Reise fließen wie Wasser.

Diese Mädchen haben wir von Beduinen und Kurden freigekauft.

Niemand will sie, weil sie tätowiert sind.

Guten Morgen, Fräulein Nielsen.

Sind das Ihre Töchter?

"Bittet, so wird euch gegeben.

Suchet, so werdet ihr finden."

Ihre Töchter sind bei bester Gesundheit.

Mit Ausnahme von Lucinée...

Lucinée hinkt.

Wegen eines schlimmen Sturzes beim Marsch.

Sie hatte sich das Bein gebrochen.

Unsere Ärzte haben versucht, es zu richten, aber es war zu spät.

Mit 16 mussten sie gehen, wie alle Waisen.

Das war vor einem Jahr.

Kommen Sie herein!

Das ist Frau Kricorian, die Mathematiklehrerin Ihrer Töchter.

Das ist Herr Manoogian, der Vater der Zwillinge.

Bitte setzen Sie sich.

Er möchte wissen, wo seine Töchter sind.

Nun, Frau Kricorian?

Hier haben nur wenige armenische Männer überlebt.

Ich habe eine Kusine, die Ihren Töchtern gute Ehemänner gefunden hat.

Wo sind sie?

Sie sind in Kuba.

Meine Kusine dort

wird Ihnen helfen, Ihre Töchter zu finden.

He, was machst du hier?

Was soll das? Schläfst du?

Wisch das Deck der ersten Klasse!

Wo willst du hin?

Da lang!

Sie dürfen jetzt sauber machen.

Da ist Kuba!

Nein, ich glaube nicht, dass das hier in der Nähe ist.

Tut mir leid, das kenne ich nicht.

Hier, mein Herr, wunderschöne Blumen!

Diese Adresse kenne ich nicht, aber möchten Sie ein paar Blumen?

Nein, das kennen wir nicht. Tut uns leid.

Aber viel Glück.

Ja. Am Ende vom Prado, dann links. Am Ende vom Prado. Links.

Das ist dahinten.

Dahinten!

Am Ende der Straße!

Genau dort, du Trottel!

Ich schließe gleich.

Der Vater der Zwillinge.

Willkommen in Kuba.

Ich bin Hagob Nakashian.

Haben Sie meinen Brief nicht erhalten?

Sie sind vor sechs Monaten nach Minneapolis aufgebrochen.

Warten Sie.

Ihre Töchter arbeiten für diesen Mann.

Keine Sorge, Manoogian.

Sie finden Ihre Töchter.

Ganz einfach: Wir senden ein Telegramm.

Aber heute ist es dafür zu spät. Wir machen das morgen.

Kommen Sie.

He, Sie müssen Hunger haben.

Zuerst essen wir, dann überlegen wir, wie Sie Ihre Töchter finden.

Lasst uns die Speisen essen, die der Herr uns geschenkt hat.

Möchten Sie noch etwas?

Herr Manoogian,

ich habe Ihren Töchtern zwei gute Ehemänner gefunden.

Reiche Armenier aus Havanna.

Aber nach einem Treffen wollte einer der beiden Lucinée nicht mehr heiraten.

Er wollte keine hinkende Frau.

Also hat sich Arsinée geweigert, den anderen zu heiraten.

Sie wollte ihre Schwester nicht zurücklassen.

Wollen Sie wirklich nicht oben schlafen?

Gute Nacht, Herr Manoogian.

Eins, zwei, drei... neun, zehn.

Das macht dann 12 Centavos bitte.

Er schreibt bestimmt bald zurück.

Das würden Sie auch tun, Nazaret.

IHRE TÖCHTER ARBEITEN NICHT MEHR FÜR MICH. ICH WEISS NICHT, WO SIE SIND. EDELMAN

Es ist von...

Edelman aus Minneapolis.

Er schreibt, deine Töchter sind nicht mehr bei ihm.

Und er weiß auch nicht, wo sie sind.

ICH MUSS MEINE TÖCHTER IN MINNEAPOLIS SUCHEN.

ES IST MEINE EINZIGE HOFFNUNG!

Du bist stumm.

Die lassen dich nicht rein.

Kranke schicken sie zurück.

Ich habe eine Idee.

Manche dieser Bastarde lassen sich von mir rasieren.

Ich kann ihn nach Amerika bringen. Für 100 Dollar. Hat er so viel?

Ich gebe dir 50.

Ich könnte den Platz für mehr Rum gebrauchen.

Sein Hintern ist schmal. Er braucht nicht viel Platz.

Nun gut, sagen wir 80.

50.

Und ich rasiere dich ein Jahr umsonst!

Abgemacht.

Du brauchst Arbeit.

Kohlenträger!

Kohlenträger!

Zehn Kilo.

Guten Morgen, Nazaret.

Heute ist Sonntag.

Lassen uns in die Kirche gehen.

Wieso nicht?

Gehst du nie in die Kirche?

Sieh mich an.

Glaubst du nicht an Gott?

Liebst du Gott etwa nicht?

Du bist nach dem Geburtsort des Herrn benannt.

Du trägst das Kreuz auf dem Handgelenk.

Tu's für mich,

wenn du es nicht für ihn tust.

Gehen wir.

Komm.

Der ältere Herr dort in dem braunen Anzug,

das ist der Mann, der Lucinée nicht heiraten wollte.

Schande über ihn.

Was soll das?

Hilfe! Hilfe!

Überfall!

Hilfe! Ein Dieb!

Ich habe dich das nie gefragt: Woher hast du das Geld?

Gott stehe dir bei. Hoffentlich findest du deine Töchter.

Holt die Kisten! Holt den Rum!

Los! Macht schon!

Beeilung! Macht schon! Los!

Hier lang! - Beeilung! Macht schon!

Los, ihr Schlitzaugen!

BAHNÜBERGANG

Du da. Komm, steig aus.

Los, raus mit dir!

Die Züge hier fahren nach Tampa.

Dort steigst du um nach Tallahassee.

TAL-LA-HAS-SEE, verstanden?

Nimm dich vor dem Klan in Acht! Die essen Juden wie dich zum Frühstück!

Alvin!

Was zum Teufel?

Komm her!

Wir kriegen dich!

Hier drüben!

Ich weiß!

Hol ihn dir!

Du gehst da lang.

Arbeiter gesucht.

Hört zu.

Die Minnesota International Railway Company

stellt Arbeiter zu den vom Labor Board wie folgt vorgeschriebenen Tarifen an:

Maschinisten: 70 Cent die Stunde.

Schmiede: 70 Cent die Stunde.

Blechschlosser: 70 Cent die Stunde. Elektriker: 70 Cent die Stunde...

Nimm dir und gib es weiter, Bruder.

Lokführer: verschiedene Sätze. Heizer: verschiedene Sätze.

Kesselschmiede: 70 Cent und 70,5 Cent die Stunde.

Was für ein Unterschied...

Schaffner: 70 Cent die Stunde.

Bremser, das sind wir...

EDELMAN HANDGEMACHTE BEKLEIDUNG ALLER ART

BAHNARBEITER GESUCHT

Eins, zwei, drei, hoch!

Passt auf, wo ihr hintretet!

Und zur Seite.

Absetzen!

Genau auf den Stift schlagen! Gut so, Männer!

Los, genau so! Hämmert ihn richtig rein!

Achtung, hinter euch!

Hier, für dich.

Unglaublich!

Hier. Wer wollte drei? - Gib mir zwei, verdammt!

Sei nicht dumm!

Ich lege die ab und nehme eine.

He, Jungs.

Henry! - Verdammt!

Guter Schuss! - Das schaffst du nicht noch mal, Henry!

Triff ihn zwischen die Augen und ich zahle.

Gut. - Bis zum zweiten Gelenk. Verdammt!

Gleich stößt du auf Hirn.

Sieh dir die an.

Bist du aus dem Reservat abgehauen, Mäuschen?

Wie wohl ihre Titten aussehen? - Sieh doch nach, Tom.

Squaw!

Lauf ihr nach, Tommy. - Gib's ihr richtig, Tommy.

Das ist 'ne Wilde.

Gib's ihr, Tom! - Gut so, Tom!

Gib's ihr, Tom!

Ja, steck ihn rein!

Was macht der Stumme da? - Achtung, Tommy!

Mach ihn fertig. - Du Stück Scheiße!

Arschloch!

Verdammter Jude! - Mist.

Haben wir ihn umgebracht? - Wen kümmert's?

Wach auf, Baba.

Baba, wach auf.

Wach auf.

Wer ist da?

Ja, wir sind alle Armenier. Armenische Gleisarbeiter.

Komm rein. Komm.

Ich bin Arman. Wer bist du?

Setz dich.

Suchst du diese Mädchen?

Sind das deine Töchter?

Ich weiß nicht.

Da leben noch mehr armenische Familien 30 Meilen von hier in Ruso. Kennst du das?

Wohin willst du? Du erfrierst da draußen. Setz dich.

Harout, koch Suppe.

Warte bis zum Sonnenaufgang.

Wo warst du?

Wo warst du?

Meine Tochter.

Wo ist deine Schwester?

Wo ist Arsinée?

Sie ist letzte Weihnachten gestorben.

Sie war voller Parasiten.

Sie war schon in der Heimat von ihnen befallen.

Du hast mich gefunden, Baba.

Du hast mich gefunden.

ARSINÉE MANOOGIAN RUHE IN FRIEDEN

GEBOREN 1905 IN MARDIN GESTORBEN 1923 IN RUSO

In stillem Gedenken an

Fabienne Vonier und Karl "Baumi" Baumgartner

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