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(Haffner, weit entfernt, verhallt): Tim?
Tim, bist du noch da?
Hast du dein Werkzeug bei dir?
(Tim): Ja.
Sehr gut.
Du weißt, was wir besprochen haben.
Anders wirst du diese Ruhe nie spüren.
Keinen Frieden finden.
Sieh dich an.
(nah): Du hast keinen Schlaf mehr.
Ihre Augen werden dich verfolgen.
Du kannst nichts anderes tun. Verstehst du?
Dann lass los jetzt.
Lass es gehen. Ganz einfach. Ganz leicht.
Schlicht.
Bist du bereit?
(Tim): Ja. Drehe deinen Kopf nach links.
Und dein Werkzeug nach rechts.
Du kannst das. Zieh's durch.
Sei frei.
Tue es.
*Frau atmet unruhig*
*Frau schreit verzweifelt*
(Jennifer): Nein.
(Daniel): Verpisst euch. Hört ihr?
(Sunny): Wir wollen nur reden. (Jennifer): Nein.
*Jennifer wimmert* Ich nehme meine Knarre raus, ja?
(Jennifer): Ich bleib bei dir... - Halt die Fresse! Leg sie dahin.
So. Schon weg.
Was ist? Leg die Pistole hin! (Kuba): Ich lege sie dahin.
Alles klar.
Komm her. Lass uns quatschen.
Uns fällt sicher was Besseres ein.
(Daniel): Wir wollten auf die Philippinen.
Ich habe alles besorgt! Pässe! Tickets!
Mach keinen Scheiß. Bleibt da.
(Kuba): Ich bleibe hier. Gib mir 'ne Zigarette.
Ja, klar. Hier.
(Daniel): Bleib da. - Ich bleibe hier.
Ich kann das nicht sehen. (Kuba): Sunny?
Alles gut? Ja.
(Daniel): Keinen Schritt weiter ...!
(Kuba): Ich bleibe. Alles gut.
*Sie schreit*
Willst du 'ne Zigarette? So viel Zeit hast du.
(Daniel): Okay, okay.
Okay, gib mir dir. Die du im Mund hast.
(Jennifer): Nein.
Ich gebe dir die.
Ich gebe dir die Zigarette. Na, gib.
Easy, easy, easy.
Alles ist gut.
*Jennifer schreit* Alles gut.
Ihr Arschlöcher!
Ihr habt ihn umgebracht! (Kuba): Er wird das überleben.
Ja, scheiße, dass der stolpern musste. Der Vollidiot.
Wer als erstes unten ist?
Nee. Komm.
Ich nehme den Aufzug. Bist du schon ein Wrack?
Auf drei? Drei!
Geht schon, geht schon. Danke.
(Kuba): Danke. Ich hab dich vermisst.
Alles Gute zum Geburtstag im Übrigen.
*Jubel*
(Stimme): Alles Gute, Bro. (Kuba): Lasst den Quatsch.
(Kollege): Greif an, ja. - Hey.
Wehe einer gratuliert noch. (Markus): Komm.
Gut gehalten. Du dich auch.
Hey, die Braut kannst du vergessen. Ja.
Hey, Johanna.
Andere Töchter haben auch schöne Mütter. Das war das Problem.
(Kuba): Leck mich doch. Wenn du dir Titten wachsen lässt.
Glückwunsch, du alter Sack.
(Kuba): Ihr könnt mich alle mal am Arsch lecken.
Na ja, erholt siehst du nicht aus.
War krank. Ich war nicht im Urlaub.
Und da schubst du erst mal einen vom Dach? Du warst nicht da.
Was war? Wollte deine Fresse nicht sehen.
Der ist gut.
(Ralf): Sorry, Leute. Party ist vorbei. Glückwunsch, Kuba.
(Kuba): Danke. - Torte schneiden wir nachher an. Hört mal her.
Aus der Klinik ist einer ausgeflogen. André Haffner.
Vergewaltiger und Mörder.
Die Nahbereichsfahndung war erfolglos.
Übrigens eine von den Opfern war eine Kollegin.
Du übernimmst die Leitung, Markus.
Na?
Wie, ich... (Ralf): Kommst du kurz?
Ja.
Ähm, gut, also, äh...
Kuba und... Johanna, wir fahren in die Klinik.
Ihr überprüft mal Verwandte und Bekannte.
Und alle Kontaktpersonen, ja?
Julia. (Julia): Hi, Sunny.
Na?
Wie geht's dir? Gut.
(Julia): Die Stelle musste besetzt werden.
(Ralf): Du warst nicht da. Einer muss den Job machen. Ja. Klar.
Schick.
(Barbara): Hallo, Sunny. Barbara.
Schön, dass du da bist.
Ja. Warum bekommt Markus die Leitung?
(Ralf): Wir brauchen einen, der dem Druck standhält.
Ja. (Barbara): Ähm...
Es gibt noch Fragen zu deinem letzten Einsatz.
Beim Zugriff an der Tanke, als Johanna verletzt wurde.
Wo warst du? Johanna konnte dazu nichts sagen.
(Ralf): Du hast dich am nächsten Tag krankschreiben lassen.
Wir erreichten dich nicht.
(Barbara): Wir hätten dich gern befragt.
Ich wollte durch den Hintereingang reinkommen.
Deswegen war ich nicht bei ihr.
Was?
(Ralf): Ich finde, du arbeitest dich erst mal wieder ein.
Wir finden schon ein gutes Projekt für dich.
Ich will kein Scheißprojekt.
Ich will in die Fahndung. (Barbara): Gut, aber...
Wir müssen sicher sein, dass du belastbar bist.
Ich musste auch schon mal zum Psychologen.
Nach der Schießerei mit den Libanesen.
Hattest dir 'ne Kugel eingefangen.
Ja, genau. Sonst hätte es Ralf getroffen.
Stand da rum wie ein Reh auf der Straße.
Ich dachte, ich packe das. War 'ne Fleischwunde.
Aber irgendwann kamen die Alpträume.
Was? Ich hab's nicht an die große Glocke gehängt.
Was wissen wir über Haffner?
Sitzt seit 16 Jahren im Maßregelvollzug.
War Berufspilot. Quatschte die Frauen an den Orten an.
Lissabon, Agadir, Kiew. Meistens in Bars.
Er nahm sie nie mit ins Hotel, sondern direkt mit nach Hause.
Da es keine Verbindungen zu den Opfern gab und er wieder flog,
ist ihm keiner auf die Schliche gekommen.
Bis er hier in Deutschland anfing.
Der Erfolg machte ihn unvorsichtig.
Ja, möglich.
Er sucht bewusst das Risiko.
Komm.
Was? Schieß los.
Seine Airline hat pleite gemacht.
Hat die Frauen vergewaltigt, bevor er sie umgebracht hat.
*Funksprüche*
Hast du was? (Alex): Es wurde Feueralarm ausgelöst.
Haffner versteckte sich hinterm Sandhaufen
und ist dann da an den Kabeln da mit dem Haken über die Mauer.
Danke.
Hi. Hey.
Lange nicht gesehen, was?
Zuletzt beim Frühstück. Was machst du hier?
Ich arbeite.
(leise): Oh, Mann ey.
Ich gehe schon mal.
(Johanna): Wieso haben Sie so viel Zeit mit Haffner verbracht?
(Babsy): Er ist Sadist. Der will die Frauen leiden sehen.
(Johanna): Und Sie? - Ich will mit ihnen zusammen sein.
(Johanna): Und danach sind sie tot.
Für mich nicht.
(Kuba): Tina Kullmann? (Tina): M-hm. Danke.
Ich bin Jakub Kasakow, LKA Magdeburg.
Mein Name ist Tina Kullmann. Maßregelvollzug Magdeburg.
*Sie spricht russisch*
*Er spricht russisch*
(Kuba): Sie? - Meine Mutter.
(Kuba): Keine Angst hier? (Tina): Nee. Sie?
Wissen Sie, wer den Alarm ausgelöst hat? (Eva): Nein.
Wir brauchen eine Liste aller Mitarbeiter.
Und ich will die Kameraaufnahmen hier.
Wann war Haffner weg?
Als wir die Patienten in die Zimmer brachten.
Dann gab's noch einen Suizid.
(Johanna): Wann sahen Sie ihn zuletzt?
(Babsy): Kurz bevor er ausflog.
Was haben Sie mit Haffner besprochen?
(Kuba): Hat Haffner Leute erwähnt, die er draußen kennt?
Freunde? Oder so?
(Tina): Er sprach mit 'nem Patienten über Rostock.
(Kuba): Worum ging's? - Es ging um den Flughafen.
Weil der Patient beim Gepäck arbeitete. - Wie heißt er?
(Tina): Tim Gebhardt.
Das müssen Sie nicht notieren.
Der nahm sich heute Morgen das Leben.
(Eva): Hier.
(Johanna): Wie war Ihr Verhältnis zum Haffner?
Haben Sie ihm geholfen?
(Babsy): Uwe.
Ich will in mein Zimmer.
Gut, dann machen wir später weiter.
(Tina): Kann ich jetzt gehen?
(Kuba): Ja, danke schön. - Danke.
*Er spricht russisch* Tschüss.
(Johanna): Toller Hintern.
Heulst du nicht seit Wochen, weil Nikki weg ist?
Kommen Sie bitte? (Kuba): Ich suche die richtige Therapie.
(Polizist): Ja. Hey, wir sind nicht fertig.
(Heuss): Kalle. Bleib hier. Der Mann hat ein paar Fragen.
Was ist denn los? Ist alles gut, okay?
(Polizist): Alles klar hier? (Heuss): Ist alles gut.
(Kuba): Was kriegt der für Medikamente?
(Heuss): Keine. Er weigert sich. (Kuba): Ich will in sein Zimmer.
Wo ist Haffners Zimmer?
(Eva): Da.
Danke.
(Eva): Der Traum vom Fliegen ließ ihn nie los.
Der Traum vom Töten auch nicht.
(Eva): Ich sehe die Bilder zum ersten Mal.
Hatte er Besuch? Seine Mutter kommt manchmal.
Er hat viel Post bekommen von Frauen.
Ich will alle Besucherprotokolle. Ja.
Manche haben viel Fantasie.
(entfernt): In den Akten steht, er ist hochintelligent. Ja...
*Summen, Sunny atmet panisch*
Alles klar bei dir? Ja.
Das sind Entwürfe für Tattoos.
Sie sind Tätowierer.
Haben Sie die Haffner hier gestochen?
(Babsy): Gefallen sie Ihnen?
Ja.
Haffner wollte, dass die Frauen immer bei ihm sind.
Haben Sie die nach seinen Beschreibungen gezeichnet? Ja.
Sie haben Ihre Opfer erst umgebracht und dann gewaschen.
Wieso?
(seufzend): Ein Akt der Zärtlichkeit.
Nur so konnte ich ihnen nah sein. Hängt mit meiner Oma zusammen.
Ich musste sie als Kind oral befriedigen.
Sie wuschen die Frauen, weil Sie den Geruch nicht ertrugen.
Besonders wenn sie erregt sind, ja.
*Leise, pochende Musik*
Sind Sie erregt?
Nein.
Darf ich Ihnen eine Frage stellen?
Eine Persönliche.
Wenn Sie was über Haffner verraten.
Er hat Ihnen bestimmt das ein oder andere erzählt. M-hm.
Ja.
Wer war es bei dir?
Papa oder Onkel? Was hat das mit dem Fall zu tun?
Wir sollten... Ein Junge aus meinem Jahrgang.
Auf 'ner Party.
Ich war sogar in den verliebt.
Als ich nicht mit ihm schlafen wollte...
Hat er dich mit Gewalt genommen.
Hör auf mit dem Scheiß. Wer half Haffner, hier auszubrechen?
Hat er den Patienten heute getötet? Wie denn?
Das Zimmer war abgeschlossen. Mit Worten.
Haffner kroch in seinen Kopf. Der wollte sterben,
weil Haffner ihm ein Türchen geöffnet hat.
Er kriecht auch in deinen Kopf und öffnet ein Türchen.
Komm mal Türchen öffnen hier.
*Türsummer*
Du... Ich wusste nicht, dass du als Jugendliche da...
Bin ich nicht.
Die Geschichte ist erfunden. Fick dich.
*Entfernte Gespräche*
(Kuba): Frau Kullmann?
(Tina): Ja?
(Kuba): Es wäre ganz gut, wenn Sie mir noch Ihre Nummer geben.
Falls ich Sie mal erreichen muss.
(Tina): Weil Sie...
noch Fragen haben oder...
weil Sie einsam sind?
(Kuba): Sehe ich so einsam aus? - Ganz ehrlich? Ja.
Sie sind Polizist. Gib dir ein bisschen Mühe. Paka!
Alex, wie sieht's aus? (Alex): Motorradspuren, frisch.
Enduro oder Cross-Maschine. Verlieren sich im Gleisbett.
Bahnhöfe überwachen. Personen- und Güterbetrieb.
Er ist wohl als blinder Passagier unterwegs.
Strom schon abgestellt? (Olli): Nein.
Suchhunde, Streckensperrung. Jetzt.
Bis Mittag will ich ihn haben.
Los. Vielleicht will er, dass wir genau das tun.
Ist er schon in deinem Kopf?
Das passiert, wenn man mit Psychos redet. Markus.
Unterschätze ihn nicht. Ich habe die Fahndungsleitung.
(Alex): Waren wir uns nicht einig, dass du Hilfe brauchst?
Ja, habe ich ja.
Eine Psychologin.
War die Bedingung, dass ich in die Fahndung konnte. Bedingung?
Das ist nicht das Gleiche.
Erzählst du da alles?
Ich bin froh, wieder dabei zu sein. Das kann ich am besten.
Es ist zu früh. Das ist der falsche Fall.
Ich muss dich nicht um Erlaubnis bitten.
*Tür wird geöffnet*
Johanna, ich...
Ich...
Ich brauche die Bewegungsanalyse.
In den Videos sitzt Haffner nur. Hast du was? (Johanna): Bin dran.
Wo hast du das her?
Von seinem ersten Ausbruch vor 5 Jahren.
Kurz vor seiner Verhaftung.
Ist das die Kollegin, die seine Geisel war?
Wurde nicht sofort bemerkt, dass sie verschwunden war.
Als das SEK sie befreit hat,
war sie mehr tot als lebendig.
Ich weiß, ich...
Ich hätte mich melden sollen. Fragen, wie es dir geht.
Ich denke noch oft an die Situation.
Danke. Dass du mich nicht hingehängt hast.
Ja.
Was war denn los?
Ich hatte 'ne Lungenentzündung. Daher stand ich neben mir.
'ne Lungenentzündung?
Du bist in einer Einsatzsituation erstarrt.
Ich habe tagelang nicht geschlafen.
Ich habe nicht gemerkt, dass ich ausgepowert war.
Überlastet, oder was? M-hm.
Und jetzt?
Ich bin okay. Merkst du's nächstes Mal?
Es gibt kein nächstes Mal.
Spiele mal ab.
(Wächter): 'Ne wehrlose Frau? Nicht dein Ernst?
Vielleicht doch.
Rufst du deswegen an?
Torsten? Ich ziehe meine Leute ab.
Dann können wir in Ruhe reden.
Wie klingt das, Haffner?
Was wollen Sie?
Ich habe, was ich brauche.
Jetzt warten Sie. Halt die Fresse.
Haffner, Sagen Sie, was Sie wollen.
Wir tun unser Bestes.
Sie bekommen, was Sie fordern. Was ist es?
Geld? Wir können über alles reden.
Haffner, mein Ernst. Hören Sie mich?
Jetzt lassen Sie die Kollegin. Was wollen Sie?
Ich höre Ihnen doch zu. Halt die Fresse!
Jetzt rede mit mir! Guck mich doch mal an. Na los...
(Johanna): Jetzt geht's richtig los. Reden Sie!
Reden Sie mit mir, Haffner.
Haffner, du Schlappschwanz! Rede mit mir...
*Frau ringt nach Luft*
Wie lange willst du dir das noch ansehen?
Es war 'ne Routinesituation. Ich hab zu spät reagiert.
(Nora): Kam das schon mal vor?
Dass Sie nicht reagieren konnten? Nee.
Ich habe einfach eine Pause gebraucht. Das ist alles.
*Papierrascheln*
Und jetzt geht es Ihnen wieder gut? Ja.
Und warum sind Sie dann hier?
Sie sind mir empfohlen worden.
Ihre Rückkehr in den Dienst soll therapeutisch begleitet werden.
M-hm.
Ja. Und was wollen Sie?
Arbeiten.
Ich habe nicht den Eindruck, dass es Ihnen wieder gut geht.
Sie wirken sehr angespannt.
Das zu kaschieren, kostet Sie viel Energie.
Ich bin nicht angespannt. Hm.
Ihre Körperhaltung sagt mir was anderes.
Sie haben Nackenschmerzen, richtig?
Wie ist denn Ihr Schlaf?
Normal.
Sie haben keine Alpträume? Nö.
Ist das unangenehm, wenn ich Sie das frage? Nee.
Sie machen nur Ihre Arbeit.
Gut.
Vielleicht können wir das nächste Woche vertiefen.
Selbe Zeit?
Ja, passt.
Gut.
Frau Becker?
Ich möchte Ihnen helfen.
Damit es Ihnen besser geht und Sie wieder arbeiten können.
Und das nicht noch mal passiert.
Bis nächste Woche dann.
*Unheilvolle Musik*
*Rotorenbrummen*
(Julia): Gibt's was Neues? (Ralf): Nee, tut mir leid.
Sag ihnen das Übliche. Es gibt 'ne sichere Spur.
Es ist nur 'ne Frage der Zeit.
Die Leute haben Angst. Wem gehört die Fahndungsleitung?
Markus.
Weil du ihm was schuldest.
Nein.
Kann er das?
Er hat genug Erfahrung.
Ein Opfer.
Eine Tote. Und man wird den Schuldigen suchen. Ralf!
Sieh zu, dass du das nicht bist.
Ja.
(Johanna): Ich hab das Klinikpersonal gecheckt.
Keiner hat 'ne persönliche Bindung zu Haffner.
Einer der Pfleger hat 'ne Enduro, die zu den Spuren passt.
Das ist gut. Soll die KTU überprüfen. Okay.
Werden die Flugplätze überwacht? (Kuba): Ja.
Die Rostock-Spur kann helfen. Ich bin dort in Kontakt.
Der ist dort sicher weg. Also, inoffiziell, Julia.
(Julia): Ja, ist klar. Ich denke, er ist in der Nähe.
Die Spuren wurden bewusst gelegt. Er hatte Hilfe. Ja.
Um abzuhauen. Er rennt weiter. Nee.
Der lässt uns rennen. Der hat sich irgendwo eingegraben.
Sieht dabei zu, wie wir uns die Hacken ablaufen.
Bei der ersten Flucht wollte er über die Grenze.
Das macht er nicht noch mal. Wir müssen kreativer denken.
Kreativer? Ja.
Ich hol kurz 'nen Malkasten. (Kuba): Ja, danke.
Handykarten wurden in 'nem Laden in Cottbus gekauft,
mit dem Ausweis von 'nem Obdachlosen. Bilder kommen.
So. Schwupp, auf'm Schirm.
Das ist doch dieser Lulli aus der Klinik.
Wie heißt der? Preuss?
(Johanna): Heuss. Der mit der Enduro.
Steffen Heuss. Arbeitet seit 6 Jahren in der Klinik.
Unverheiratet, keine Kinder.
Lebt allein. Okay, wir übernehmen jetzt.
Habt ihr ihn gesehen? (Kuba): Nur Stimmen gehört.
(Johanna): Was machen wir? Wir gehen rein.
Markus? Wie? Was? Los, hinterher.
Runter! Auf den Boden!
Auf die Knie! Runter!
Los, runter. Auf den Boden! Runter! Hände hinterm Kopf.
(Heuss): Hey.
Ganz ruhig.
(Johanna): Und?
(Johanna): Hoch. (Kuba): Steh auf.
Komm. Abgang. Hoch.
(Johanna): Los. (Kuba): Steh auf.
(Johanna): Geh.
Dieser Nebenerwerb ist mir egal.
Wo ist Haffner? (Heuss): Ich weiß es nicht.
Gefährden Sie nicht die Ermittlungen.
Ich weiß es nicht. Von vorne...
Ich weiß es nicht.
Sie haben ein Geländemotorrad.
Ja. Wo ist denn das?
'ne Enduro, ja...
Wo ist das? Ja...
Das ist gestohlen worden. Gestern Abend.
Vor der Klinik.
Wollte ich heute auch melden. Hm.
Können Sie die Nummer aufschreiben vom Handy,
dass Sie Haffner besorgt haben?
Ich habe ihm kein Handy besorgt.
Nein, hab ich nicht. Nee?
Nein. Allen, aber ihm nicht?
Er hatte kein Bedarf. Er wollte kein Handy.
Ich... Ich habe dem 'ne Schwimmbrille besorgt.
Offiziell. Das war das Einzige. Okay.
Bevor Sie mir sonst was erzählen, komme ich zum Punkt.
Sie haben einen Schlüssel für außen. Wozu eine Brille?
Für sein Training. Der...
hat hier täglich seine Bahnen gezogen.
Danke. Markus, kommst du mal bitte?
Kann ich bitte einen Anwalt haben? Ungern.
Ich will bitte mit meinem Anwalt sprechen.
Haffner hat trainiert. Um sich vorzubereiten?
Er ist nicht nach Rostock. Vielleicht ist er über die Elbe.
Das kriegt der auch noch hin.
Geschwommen? Bei der Strömung und dem Verkehr?
Dafür hat er trainiert.
Warum fanden die Hunde keine andere Spur?
Weiß ich nicht. Dafür ziehe ich keine Leute ab.
Johanna hat frei... Wir machen's, wie ich es sage!
Ihr guckt, ob ihr bei dem zu Hause was findet.
Anwalt ist unterwegs.
*Wasserrauschen*
(Mann): Moin.
(Kuba): Buh!
Boah, was für ein Tag, hm?
Alles klar, Kollegin? Ja.
Bist irgendwie so anders. So kenne ich dich nicht.
So... wie?
Ach.
Keine Ahnung.
Früher haben wir gequatscht ohne Ende.
Und diesmal nichts.
Nach fünf Wochen.
Was war los?
Ich war krank. Jetzt komm mal klar.
(leise): Hm.
Gelogen hast du früher auch nicht.
Ah, willkommen zurück.
*Mann stöhnt verspielt, Kuba lacht*
*Leise, spannungsvolle Musik*
(Kuba): Sunny.
Ich habe was gefunden. Ich schicke dir den Standort.
*Poltern*
*Leichtes Rumpeln*
*Wasserplätschern*
*Unheimliche Musik*
*Sie ächzt*
*Sie schreit*
*Schuss*
*Funksprüche*
Ich bin durchs Gebäude, bis ich was gehört habe.
Aus'm Erdgeschoss.
Bin sofort runter und hab den rausrennen sehen.
Habe auf ihn geschossen, aber der war zu weit weg.
*Ralf seufzt*
Er trägt 'ne grüne Uniformhose und 'ne grüne Jacke.
(Ralf): Und das war alles?
Ja.
Ich bin gefallen. Es war dunkel und nass.
Wie bist du darauf gekommen, dass er hier sein muss?
Haffner hatte seit Wochen Schwimmtraining.
Er schwamm durch die Elbe zur Täuschung.
Ja, und bis dahin flog er?
Wusstest du das? Dass mit dem Schwimmtraining?
Warum ist sie dann hier alleine? Frage ich mich auch.
Ihr sollt zusammenarbeiten, verdammte Scheiße.
Ja.
Mann. Kindergarten.
Und bist du jetzt zufrieden?
Erst, wenn wir ihn haben.
*Funksprüche, Bellen*
(Alex): Sunny?
Ich hab Pizza bestellt. Ich muss gleich wieder los.
Bin gefallen.
Alles okay?
Wirklich? Ja, ich gehe mich waschen.
*Handyklingeln*
(Alex): Kuba.
Duscht, wieso?
Kuba hat angerufen.
Er wollte wissen, wie es dir geht.
Nachdem du auf Haffner getroffen bist.
Allein.
Ich konnte nicht warten.
Ich hatte ihn fast. Markus würde noch woanders suchen.
Ich bin die Einzige, die den versteht. Fuck, Sunny!
Hör dich mal an!
Du bist besessen von dem Fall.
Glaubst du, es geht dir besser, wenn du Haffner stellst? Ja.
Das kann schon sein. Du machst alles nur schlimmer!
Ich mache alles, damit es dir gut geht, und du scheißt auf uns!
Du hast gesagt, du machst 'ne richtige Therapie.
Du gehst nicht hin. Ich gehe...
Eine richtige Therapie, Sunny! Die du aussuchst. Für dich!
Du...
Du weichst mir aus. Du lügst mich an.
Wie...
Siehst du nicht, dass wir uns verlieren?
Ich...
Ich darf dich nicht berühren, ich...
Darum geht's dir also, ja?
Wenn du mich anfassen kannst, ist alles wieder gut?
Du warst nicht da an dem Abend.
Ich kann nichts dafür, dass du damit nicht klarkommst.
Sunny.
Ich will, dass du diesen Fall abgibst.
Sofort.
*Handyklingeln*
Ja. (Ralf): Die Hunde haben die Spur verloren.
In einer Stunde ist Pressekonferenz. Julia...
braucht noch Infos.
Ja, was ist mit Markus? Ich hab mit ihm geredet.
Er hat nicht gerade gejubelt, aber...
Ich hab ihm gesagt, dass du die Leitung übernimmst.
Okay.
Ja.
Alles klar.
Bis gleich.
(Alex): Ja?
Sie haben mir die Fahndungsleitung übertragen.
Lass unerwähnt, dass ihm jemand hilft.
(Julia): Ich dachte, Heuss... Ist noch nicht sicher.
Gratuliere übrigens zur Fahndungsleitung.
Danke.
*Aufgebrachtes Stimmengewirr*
*Funksprüche*
*Bellen*
*Düstere Musik*
*Klopfen*
(Nora): Schön, Sie zu sehen.
Sie müssen mir helfen.
Kommen Sie.
Ich... ich hatte 'ne Panikattacke.
Wegen etwas, was mir ein paar Tage vorher passiert ist.
Ich bin von 'ner Party gekommen,
mein Freund Alex musste arbeiten.
Der Mann...
Der Mann hat mich im Badezimmer überwältigt.
Er wusste genau, was er tut.
Er hat ein Kondom benutzt.
Er kontaminierte den Tatort, um die Spuren zu verwischen.
Er hat meine Kleider mitgenommen und...
er hat mich gewaschen.
Wir sind ins Krankenhaus gefahren, aber...
die konnten auch nichts finden, nur...
Nur das Betäubungsmittel im Blut.
Und Sie haben keine Anzeige erstattet?
Damit Sie vor den Kollegen nicht als Opfer dastehen.
*Zarte Klaviermusik*
Ich werde wohl nie rausfinden, wer das war.
Und jetzt jagen Sie einen anderen.
Der hat einen Namen und ein Gesicht.
*Verheißungsvolle Musik*
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