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An heiligen Wassern (1960) dTV - SWR - 27. August 2012
"Im Schweizer Bergkanton Wallis gibt es regenarme, trockene Gebiete."
"Das Wasser f�r Menschen, Land und Vieh muss man von Gletschern holen."
Musik.
"Durch h�lzerne K�nnel wird das Wasser zu hochgelegenen Bergd�rfern gef�hrt."
Klopfen.
"Das Dorf St. Peter muss eine dieser Wasserleitungen instand halten."
"Vor allem, wo es am gef�hrlichsten ist, an den Wildw�nden."
"Dort bedeutet Wasser Leben."
"Deshalb sind es die heiligen Wasser."
Wind rauscht.
Klaviermusik.
Das ist Lawinenwetter. Nicht das Schlimmste denken.
Kommst du noch rein? Vater wartet, ich muss zur�ck.
Dann wieder morgen Abend?
Kann die Lawine heut kommen, Vater?
Wer sagt das? Der Garde.
Die Wildleutlawine? Niemand wei�, ob sie kommt.
Und wann sie kommt.
Es hat in den letzten Jahren mehr geschneit, als weggetaut ist.
Man sieht den Gletscher von hier aus. Dann h�ngt er �ber und bricht.
Wenn sie kommt, muss einer in die Wand. Da hilft keine Kerze.
Ich muss noch zum Presi.
Es sind so viele in St. Peter. Das Los muss ja nicht uns treffen.
Du hast doch keine Angst? Ich hab es dreimal miterlebt.
7 M�nner kamen um. Soll ich da keine Angst haben?
Rauschen des Windes.
Es ist ruhiger geworden. Es geht vorbei.
Ihr macht euch verr�ckt. Binia, Wein! Auf deine Rechnung, Presi?
Ja. Garde, f�r dich auch? Danke, nein.
Ich halt's nicht aus. Ich kann nicht trinken.
Wir k�nnen nur warten. Er ist f�r die Leitung verantwortlich
Kannst schlafen gehen, Binia. Gute Nacht zusammen.
Vielleicht kann ich sehen, was los ist. Kommt!
Blatter, treibt es dich auch noch herum. Komm, trink auch!
Der Zins. Ist wieder der Tag heute. Ist das das Geld f�r deine Kuh?
Ich h�tte sie gern genommen.
Muss der Gemeindepr�sident an allen Gesch�ften beteiligt sein?
Alle sind an den Presi verschuldet. Jeder wirtschaftet, so gut er kann.
Es kann nur keiner so gut wirtschaften wie du.
Stimmt was nicht? Sind genau 180. Doch, doch. Viel Geld. Trinkt!
Ich wei�, wie sich einer in St. Peter Geld verdienen k�nnte. Sofort.
Das Geld und was dazu.
Wenn sich einer meldet, dass er in die Wand steigt.
Wenn die Lawine kommt.
Was guckt ihr? Ich sag's.
Wenn er die Gemeinde nicht zum Los kommen l�sst. Das w�r das Geld wert.
Das hier und noch was dazu. Wen meinst du?
Den, der Geld braucht. Das brauchen wir alle.
Den, der seinen Schuldschein wiederhaben m�chte.
Von dir habe ich noch einen �ber 420 Franken. Ich lege ihn dazu.
Dann w�rst du frei. Na, was ist?
Kauft man jetzt die Leute, die in die Wildw�nde steigen m�ssen?
Man sollte niemand in Versuchung bringen, es geht auf Leben und Tod.
Jemand steigt freiwillig in die Wildw�nde und repariert die Leitungen
Dem wird alles vergeben, sogar Mord. Das ist Recht hier.
Jedes Verbrechen l�scht er aus, warum nicht seine Schulden?
Du bist verr�ckt, das mache ich nicht.
Wenn das Los dich trifft, musst du ja rauf!
Ich habe davor genauso viel Angst wie jeder andere.
Aber im Dorf gibt's keinen besseren Mann als dich. Ein Los ist zuf�llig.
Kommt die Lawine, gehst du rauf, wenn nicht, geh�rt dir das Geld auch.
Soll ich's aufschreiben? Nein.
�berleg dir's! Ich hole Papier und Tinte.
Sturm heult.
Dann gute Nacht. Wiedersehen.
Nacht.
Spannende Musik.
Rauschen.
Lautes Krachen.
Glocke l�utet.
Heulen des Windes.
Glocke l�utet.
Ich hab's unterschrieben.
Ich hab unterschrieben, dass ich rauf muss.
Spannende Musik.
(Der Garde): Alle anderen Rechtshandlungen stehen still.
Bei Ehrverlust darf niemand das Tal verlassen.
Bis durch das Los der Mann gefunden ist, der die Leitungen reparieren muss
Bedrohliche Musik.
Es kommt nicht zum Losen. Es meldet sich einer.
Halt besser den Mund, B�lzi!
Presi! Ich will damit nichts zu tun haben. Wir waren gestern betrunken.
Er hat den Schuldschein mitgenommen. Ich bin kein Zeuge daf�r.
Roman, gleich ist die Losung. Du musst auch hin.
Alle M�nner m�ssen hin. Losen, wozu denn?
Es steht fest, wer rauf muss. Jemand will sich freiwillig melden.
Sie schicken den rauf, der die meisten Schulden hat.
Freiwillig! Wer geht denn?
Sie haben meinen Vater gezwungen zu unterschreiben.
Hier hast du das Geld, Seppi.
Den Schuldschein leg ich noch drauf, jetzt unterschreib!
Freiwillig! Wer kann ihn dazu zwingen?
Das fragst du? Wer verleiht das Geld?
Frag deinen Vater, wie das gestern zuging!
Den Wein musste niemand bezahlen.
Gib mir das gemeine Papier zur�ck! Das gilt nicht.
Unterschrieben ist unterschrieben. Schickt man jetzt die Frauen?
Mein Mann wei� nicht, dass ich hier bin.
Du denkst, ich gebe her, was ein Mann versprochen hat?
Du kannst nicht zugeben, dass du einen Fehler gemacht hast.
Gib mir den Zettel und sag, es tut mir leid.
Wo ist Vater, Susi? Ich glaub, oben.
(Fr�nzi): Es hat einen Grund, dass du gerade ihn in die Wildw�nde schickst.
Weil er es kann. Er ist der Beste. Nein.
Weil du ihm nie verziehen hast, dass er mein Mann geworden ist.
Mich hast du geliebt. Geg�nnt hast du mich meinem Mann nie!
Unsinn! Du w�nschst ihm nicht den Tod.
Aber wo du ihm zeigen kannst, wer von euch der St�rkere ist, da tust du es.
Gib mir das Papier zur�ck!
Stimmt nicht. Alles, was er sagt, stimmt nicht.
Dann mach, was kommt mit dir selber ab!
Glocke l�utet.
Blatter war bei mir, Hans. Hat er den Mund nicht halten k�nnen?
Ich l�se seinen Schuldschein ein. Du?
Blatter ist frei vom Versprechen. Keiner soll unter Zwang stehen.
Gut, gut. Soll das Los entscheiden.
Spannende Musik.
Die Lawine ist gegangen und hat die Wasserleitung zerst�rt.
Wie es im Landrecht eingetragen ist, haben wir M�nner uns versammelt.
Um durch das Los den zu bestimmen, der die Leitung reparieren soll.
Bevor wir losen, habe ich zu fragen, ob sich jemand freiwillig meldet.
Kein Freiwilliger.
Sind die Lose bereit? Ja.
17 ist die Loszahl. Will es jemand anders oder soll es so bleiben?
Im Namen Gottes, in Jesu Christi, in der heiligen Jungfrau.
In St. Peters und aller Heiligen Namen, so wollen wir losen.
Gemeinde von St. Peter!
Aus eigenem Willen heraus, ich melde mich freiwillig.
Das Wort ist vor dem Altar gesprochen.
Seppi Blatter hat sich freiwillig gemeldet.
Traurige Musik.
Ein Hahn kr�ht.
Das muss ich sagen, Mut hat er.
Steht pl�tzlich da. Ich denke, ich h�r nicht recht.
Im Blatter steckt mehr, als wir wussten.
Er schafft es. Ich w�nsche es ihm und uns allen.
Ich hab's gesagt, es meldet sich einer. Ich wei�, was es gekostet hat.
Das ist gelogen! Ich hab nichts gesagt.
Binia! Binia!
Hast du ihn gestern betrunken gemacht und Geld versprochen?
Wer sagt das? Roman Blatter.
So, der erz�hlt so was. Betrunken gemacht und Geld versprochen.
Will er, dass man das so erz�hlt?
Hier ist Wein, mit dem wir ansto�en auf Seppi Blatter, den Freiwilligen!
Spannende Musik.
Du hast den Leib des Herrn empfangen, du geh�rst nicht mehr dieser Welt.
M�ge Gott dich deiner Familie unversehrt zur�ckgeben!
Es ist soweit. Bist du bereit? Ich bin bereit.
Kann ich nicht mitgehen? Keiner von der Familie darf mit.
Bleib bei deiner Mutter und bei deiner Schwester.
Spannende Musik.
Seppi, das ist der Augenblick, wo keine Feindschaft mehr sein sollte.
Von mir aus jedenfalls nicht.
Bedrohliche Musik.
Glocke l�utet.
Franz�sischer Gesang: "Les rogations" (F�rbitten)
Pfeifen des Windes.
Klopfen und S�geger�usche.
Gesang: "Les rogations."
Pfeifen des Windes.
Klappern.
Gut.
Was willst du hier? Weg! Dein Segen gilt nicht. Schafft ihn weg!
Gesang: "Les rogations."
Klopfen.
Knallen.
Klappern.
Rumpeln.
Dumpfes Ger�usch.
Das erste K�nnel h�ngt.
Dumpfes H�mmern.
Spannende Musik.
Wenn einer in der Wand ist, wird nicht geraucht.
Dramatische Musik.
Bedrohliche Musik.
Ich halt das nicht aus. Ich kann nicht hinsehen.
Warum k�nnen wir in St. Peter nicht leben wie andere Leute?
Ist unser Leben nicht schwer genug? Warum m�ssen wir das noch aushalten?
Da ...
Die Kreuze. Gefallen. Alle zu Tode gefallen an den heiligen Wassern.
Ich warte ...
Wei�t du, worauf ich warte?
Auf den Schrei.
Auf den warte ich.
H�mmern von Seppi ist zu h�ren.
Bedrohliche Musik.
Presi, er soll aufh�ren! Das Zeichen gibt der da oben.
Er kann nicht mehr, das sieht man doch!
Bist du verr�ckt?
Spannende Musik.
Er hat es geschafft.
Rauschen.
Klopfen.
H�rst du? H�rst du?
Wasserrauschen.
Schreien.
Dramatische Musik.
Auf Wiedersehen in der Ewigkeit, Blatter.
Auf Wiedersehen in der Ewigkeit.
Auf Wiedersehen in der Ewigkeit.
Auf Wiedersehen in der Ewigkeit, Blatter.
Auf Wiedersehen in der Ewigkeit, Blatter.
Musik.
Wie mich der junge Blatter angestarrt hat!
Ich kann nichts daf�r, dass sein Vater abst�rzte.
Die Sache mit der Unterschrift geht um. Keiner geht in den B�ren.
Sollen sie bleiben, wo sie sind! Red im Guten mit Fr�nzi!
Dass sie sagen, den treibts Gewissen? Treibt es dich denn nicht?
Der Presi selbst kommt noch an den Sarg!
Ich dachte, der Becher f�llt ihm runter, aber er war ganz sicher.
Er hat keine Schuld. Nein?
Du warst nicht bei der Losung.
Von der Unterschrift sprach keiner.
Aber ich hab gesehen, wie Vater und der Presi sich ansahen. Da war was.
Etwas wie: Ich werd's dir zeigen, Presi!
Das war's. Er soll nichts damit zu tun haben?
Er ist nicht schlecht. Ich kenn ihn besser als du.
Man soll niemanden hassen.
Alle im Dorf sagen, der hasst uns!
Er ist freiwillig gegangen.
Die Fetzen Papier mit seiner Unterschrift sind im Ofen.
Da lagen sie schon, bevor wir zum Losen gingen.
Deswegen sieht mich der junge Blatter so an. Kommst du mit rein?
Ich geh mit. Man darf nichts schlimmer machen, als es ist.
In diesem Haus gab es nie ein b�ses Wort. Fang nicht damit an!
Denkst du auch so? Ja.
Durch Streit und Hass wird's nicht besser.
Fang keinen Streit mit dem Presi an! Da kommt nichts Gutes heraus.
Binia kommt. Zu uns?
Binia hat mit der Sache nichts zu tun.
Ich... Ich wollte dir sagen, wie leid mir alles tut.
Wei� dein Vater, wo du bist? Nein.
Sag es ihm nicht, er w�rde es verbieten.
Weil er genau wei�, was er getan hat.
Aber das hat doch mit uns nichts zu tun.
Ich kann nicht vergessen, dass er dein Vater ist.
Ich verstehe. Ich hab schon verstanden.
Musik.
Fr�hliche Musik.
Der versteht's, der Presi, was?
Fr�hliche Musik.
Schluss jetzt, wir sind da.
Schluss jetzt, finito, Vorhang! Danke, meine Herren.
Wir sind da. Das ist unser Garde. Das ist Cresenz, die neue Wirtin im B�ren
Willkommen und herzlichen Gl�ckwunsch. Danke herzlichst.
Wie war die Hochzeit? Es gab gebratenen Ochsen.
F�sser Wein gab's. Th�ni! Die verstehen zu feiern.
Das ist Th�ni Grieg, ein Neffe der Cresenz.
Er bleibt hier. Ich bin in die Verbannung geschickt.
Sag gleich, dass sie dich nicht auf der Schule behalten wollten.
Er gef�llt mir immer wieder. So sieht er auch aus.
Was hei�t das? Auf den B�ren ist der Presi stolz.
Es muss ja kein Landgasthof bleiben. Wir werden schon Schwung reinkriegen.
Was der B�r wirklich ist, sehen wir im Weinkeller.
Der hat ein freches Maul. Er meint's nicht so.
Wer will, kann heute Abend feiern. Das gilt f�r jeden.
Setzt euch! Alle H�hne flie�en.
Was darf ich bringen? Ich muss ihm sagen, wer hier Herr ist
Warum lachst du nicht? Lass sie!
So einfach ist das nicht f�r sie. Was ist nicht einfach?
Binia wei� es. Wir werden auskommen miteinander.
Keine Frage. Binia hilf ihm!
Jedenfalls bringt er Leben hier rein. Das kann St. Peter gebrauchen.
H�bsch ist es hier.
Dein Vater will mich an die Kette legen, ich hab nichts dagegen.
Seit ich dich das erste Mal gesehen habe.
Du wirst ja ganz rot.
Es m�ssten Gardinen an die Fenster. Es m�sste gem�tlicher werden.
Gem�tlicher? Wenn Fremde hierher kommen sollen.
Fremde? Ich habe gro�e Pl�ne mit dem B�ren.
Mit ganz St. Peter. Ich will einen Fremdengasthof aus dem B�ren machen.
Die Leute verreisen. Irgendwohin, um nichts zu tun.
Dabei geben sie Geld aus.
Warum sollten sie nach St. Peter kommen?
Warum nicht nach St. Peter?
Hast du einen Raum f�r die von hier? Wie meinst du das?
Fremde und die vom Dorf zusammen, das geht nicht gut.
Daran hab ich nicht gedacht. Auch wegen der verschiedenen Preise.
Sie versteht was davon! Und die Zimmer oben?
Die sind da. Die Leute verlangen flie�endes Wasser
Muss es flie�en?
Zuerst gibt's hier Wasser f�r Land und Vieh, dann f�r Menschen.
Die Reihenfolge ist falsch.
Heitere Musik und Stimmengewirr.
Willst du selbst bedienen? Es macht Spa�.
So lerne ich sie am besten kennen.
Das ist ein Betrieb heute, was? Sie sind neugierig.
Bezahlen brauchen sie auch nicht. Das ist es nicht.
Ich wette, hier wird der Wein teurer. Wie viel kannst du verlieren?
Oh, den Presi h�rt man, wenn er kommt. Du bist B�lzi?
Ja. Du bist jeden Abend hier.
Werd ich einen so guten Gast schlecht behandeln?
Getanzt wird hier wohl gar nicht? Bei uns?
Wollen wir beide den Anfang machen?
Wer ist das?
Den bediene ich.
N'Abend, Blatter. Dich hab ich hier noch nie gesehen.
Nicht erlaubt? Im Gegenteil, ich freue mich.
Dein Vater war ja oft hier. Wein? Heute zahlt niemand.
Doch ich. Heute ist aber Frei-Wein.
Ich trinke nur, was ich bezahle. Ein Viertel, bitte.
Blatter, ich will keinen Streit heute.
Ich meine, wir sollten alles begraben.
Begraben? Ihr meint vergessen. Daf�r habt Ihr mehr Grund als ich.
Wenn Ihr k�nnt, vergesst. Ich nicht. Ich kann dich auch rauswerfen.
Warum? Ich tu nichts und bezahle. Du willst hier doch irgendwas.
Hier sitzen wie alle. Nein! Keinen Wein!
Wer mir im B�ren nicht gef�llt, den schmei� ich raus!
Ihr wollt nicht erinnert werden. Das verstehe ich. Nie mehr.
Mach, dass du rauskommst! Hans, ich versteh dich nicht.
Ich geh schon.
Was ist denn mit der Musik? Spielt weiter!
Mache ich alles falsch? Nein, Roman. Ich versteh dich ja.
Ich war oft an unserem Treffpunkt, du warst nie da.
Binia, ich war einfach... verr�ckt. Es tut mir leid, was ich gesagt habe.
Ich hab mich gewehrt gegen alles. Ich tu's ja noch.
Aber als ich die hellen Fenster sah, die Musik, da musste ich reinkommen.
Er hat mich rausgeworfen. Das hat mit mir nichts zu tun.
Nein. Was auch mit deinem Vater ist, das macht nichts zwischen uns.
Binia!
Binia, geh rein. Sofort!
Geh rein!
Du glaubst, du kannst mir's heimzahlen.
Indem du auf Binia losgehst. Nein. Das ist eine andere Sache.
Die schl�gst du dir aus dem Kopf! Willst du es drauf ankommen lassen?
Gute Nacht, Presi.
Ich werd's ihr sagen, als du.
Warum wollt ihr gehen? Nein! Bleibt! Geht ja weiter.
Ziegen meckern.
Ah, very nice. Was haben Sie gesagt?
It's all right. Danke.
Bring my luggage in! Wie?
Das Gep�ck.
Hey, Sie! W�rden Sie bitte so stehen bleiben!
Er hat keine Sonne. Dann stell ihn doch rum!
Drehen Sie sich mal um, bitte!
Ist es so besser? Gro�artig. Nicht bewegen!
L�cheln! Danke.
Sie haben sch�n stillgehalten. Das ist f�r Sie.
Prachtvolle Typen, diese Gebirgsmenschen.
Verdienst du jetzt dein Geld bei den Fremden? - Die haben viel Geld.
Ich kann Englisch. What's the matter? Fine. I need a room.
And a boy to guide me. Oh, ein Zimmer will er. Sicher.
Listen! Ich spreche doch besser Deutsch.
Aber Sie wollen doch ein Zimmer? Ich spreche besser Franz�sisch.
Mein Englischlehrer ist mit mir auf halbem Weg stecken geblieben.
Das Gep�ck! Danke, lass stehen!
Herzlich willkommen! Sie sind der erste Engl�nder hier.
Die Engl�nder machen einen Fremdenort so....
Fashionable. H�ngen geblieben, als ich die Sache aufgab.
K�mmere dich ums Gep�ck! Mach ich. See you later!
Guten Morgen! Ich hab Sie nicht weggehen sehen.
Weil Sie l�nger schlafen als alle.
Guten Morgen, Th�ni. Ich hasse diese trockene Art.
Diese Art gef�llt mir auch besser. Guten Morgen.
Morgen. Flirtest du mit G�sten? Nur damit die G�ste sich wohlf�hlen.
Um Ausreden bist du nicht verlegen? Hier gef�llt mir eine andere besser.
Wegen Dummheit haben sie dich nicht von der Schule geworfen.
Hallo, gut geschlafen? Danke. Lass mich bitte durch!
Kannst du keinen Spa� verstehen? Deinen nicht.
Du kennst ihn nicht.
Und mein Gep�ck? Oh, just a moment. I come sofort.
Gesch�ft geht, was? Sowieso.
(Singt): "Ein Mulesel liebt eine Muleselin sehr im sch�nen Monat Mai."
"Dem Esel gef�llt keine andere mehr. Sie sind ihm einerlei."
"Jeder hat mal schwache Stunden. Jeder schw�rt mal ewige Treu."
"Aber kaum ist man gebunden, w�r man gerne wieder frei."
In der Jugend treu zu sein, ist so schwer, wie im Alter untreu zu sein.
"Nebenbei ist das Leben erst sch�n, nebenbei kann so vieles geschehen."
"Nebenbei wird dem Mulesel klar, dideldumdei, dideldumdei."
"Was f�r ein Esel er war."
Der kann die G�ste unterhalten. Ja. Das kann er.
Er ist wie verr�ckt hinter M�dchen her.
Oh, das war wunderbar. Dankesch�n.
Noch mehr f�r das Fr�ulein Tochter.
"Abends, wenn die L�fte schweigen und das Herz voll Sehnsucht schl�gt."
"Schatz, da m�chte ich dir zeigen, was mich, ach, zutiefst bewegt."
Wo haben Sie singen gelernt? Nebenbei.
"Nebenbei. Ob im Mondenschein. Nebenbei. Ob im K�mmerlein."
"Nebenbei, nebenbei. Ob im Gras. Dideldumdei. Dideldumdei."
"Da macht die Liebe erst Spa�."
Soll ich Ihrer Tochter das Gitarre spielen beibringen?
Auch so nebenbei. Papa!
Bekomme ich nebenbei ein Glas Wein? Mit Vergn�gen.
Noch 2 Dezi Wein, mein Herz. Wie hat's dir gefallen?
Nett, ich versteh nichts von Musik. Dieses St. Peter!
Man h�rt nur Glocken. Glocke bimmelt.
Warum l�utet sie denn?
Presi!
Ist jemand gestorben? Die Glocke l�utet.
Fr�nzi Blatter.
Fr�nzi. Seit Mittag liegt sie.
Soll ich den Arzt anrufen? Roman hat danach geschickt.
Sie will keinen Arzt. Sie wei�, dass sie stirbt. Sie hat ihren Mann geh�rt.
Unsinn! Aus der Ewigkeit ruft keiner zur�ck.
Willst du nicht hingehen und Frieden mit ihr machen?
Ich bin in Frieden mit ihr. Wer sagt, dass ich es nicht bin?
Bereu es nicht!
(Cresenz): Was ist mit der Musik? Ich komme sofort.
Th�ni singt. Sterbeglocke nicht geh�rt?
Leises Klingeln.
Hast du Schmerzen? �berhaupt nicht.
Gar keine.
Das ist das Zeichen daf�r, dass es zu Ende geht.
Vroni, es hat nicht so viel zu bedeuten, dieses Weggehen.
Um dich mach ich mir keine Sorgen. Du wirst alles gut machen.
Das glaub ich, weil das Gute ist ein Teil von dir.
Immer gewesen.
(Seufzend): Aber du!
Du machst dir vieles selber so schwer.
Alle, die viel Kraft haben, haben auch viel Unruhe.
Du musst das bek�mpfen.
Das ist schwer, aber...
Es ist Binia.
Warte! Es ist sch�n, dass ich dich noch sehe.
Das hab ich mir gew�nscht.
Weil...
Wei�t du, warum?
Traurige Musik.
Das Haus geh�rt der Gemeinde. F�r euch zwei ist es zu gro�.
In eurem Alter darf man nicht allein leben.
Das Gesetz sagt klar, was zu geschehen hat.
Beide Eltern sind tot, die Gemeinde muss entscheiden.
Keiner da vom Gemeinderat, alles muss man selbst machen.
Was machen wir nun, Garde?
Vroni kann zu mir in die K�che kommen. Da kann sie was lernen.
Vroni im B�ren? Ich m�chte nicht.
Wieso m�chte nicht? G�ste bedienen und hinterherlaufen?
Was soll das? Nicht jeder begr��t die G�ste gern.
Und tr�gt ihre Koffer. Th�ni macht's auch. Was ist dabei?
Hast du auch was gegen den B�ren?
Die Fremden bringen Unruhe ins Dorf. Aber ist das Ver�nderung zum Guten?
Menschen sind, wie sie sind. St. Peter liegt nicht auf dem Mond.
Vroni kann zu mir. Dort ist Arbeit, die sie gew�hnt ist.
Warum m�ssen wir weg? Das Haus geh�rt der Gemeinde.
Da kommt eine Familie rein. Soll ich als Schuhputzer in den B�ren
Das w�rde dir nicht gefallen, was? Nein, Presi.
Roman k�nnte mit mir die Wasserleitungen pr�fen.
Ich schaffe das allein nicht mehr. Macht, was ihr wollt!
Schreib's auf!
Jazzmusik.
Wie gef�llt dir die Musik? Wie Katzen, die �bers Klavier laufen.
Hier wurde noch nie getanzt. Dann wird's h�chste Zeit.
Mach das Maul und die T�r zu, B�lzi! Rein oder raus!
Pardon! Oh, macht nichts!
Oh, hallo Presi. Hallo, Sir.
Wie gef�llt's Ihnen bei uns, Mister. So sagt man doch?
Ja. Mister Lemmy.
Man sagte mir, gehen Sie nach St. Peter. Das ist ein ruhiges Dorf.
So? Ja. Ich m�chte einige Touren machen.
Wer k�nnte mich in den Bergen f�hren? Th�ni macht das �fter.
Ah, mit young girls. Mit jungen M�dchen.
Danke, dann werde ich mir selber jemand suchen.
Laute Jazzmusik.
Jeanette! Ja, ja. Gleich.
Ja, ja. Gleich.
Es huscht hier �berall wie M�use. So ist das in Hotels, wenn's gut geht
Wir machen dreifachen Umsatz. Ja, saufen tun sie.
Was ist denn los? Nichts. Nur ein bisschen viel Juhu.
Wasserrauschen.
Gehen Sie da nicht r�ber! Oh, hallo!
Klopfen.
Du bist von dort unten? Ja.
Was machst du da? Ich seh nach, ob alles in Ordnung ist
So. Wie alt ist diese Leitung? Wie alt? Die gab's immer.
Da durch eine Leitung zu legen, ist sehr schwer.
Ich hab die Kreuze gesehen.
Ich verstehe was davon. Ich bin Ingenieur.
Ich baue in Indien Stra�en.
Kennst du dich aus in den Bergen? Ja. Ich glaub schon.
Kannst du mich f�hren? Hast du Zeit? Ich zahle daf�r.
Was wollen Sie hier sehen? Zum Beispiel das da.
Kannst du gleich anfangen? Wenn Sie wollen? Kommen Sie mit!
All right. Also los.
Ich muss wieder nach Indien zur�ck. Roman Blatter k�nnte ich gut brauchen.
Brauchen? Den Blatter? In Indien? Er hat doch nichts gelernt.
Er hat Charakter. Lernen kann er bei mir.
Aber der hat einen Dickkopf und ist widerspenstig.
Genau wie Sie auch, Presi. So.
Wenn Sie ihn mitnehmen wollen, muss das im Gemeinderat besprochen werden.
Will er denn? Yes, I think so.
Wahrscheinlich denkst du jetzt an deinen Vater.
Hast du keine Angst, dass er dich sucht?
Ich denk nicht an ihn. Sonst w�re ich nicht hier.
Binia.
Ich werde auf dich warten.
3 Jahre ist sehr lang, aber wir schreiben uns ja.
Willst du, dass ich warte? Nat�rlich, Binia.
Heitere Musik.
Indien? Wo liegt das? S�dosten von hier aus.
Aha, hinter Italien. Gibt's da nicht L�wen und Tiger?
Right. And mountains higher than these. Berge h�her als hier.
Immer lustig die Engl�nder.
Musik.
Musik.
Soll ich Holz nachlegen, Bini? Nein. Bleib drau�en!
Hast Angst? Ich komm jetzt rein. Was machst du da?
Ich wollte Holz nachlegen, damit ihr hei�er wird.
Die Glocke der Poststube h�rst du nicht! - Geh ja schon.
Vroni, wirst ja immer h�bscher. Ich m�chte einen Brief aufgeben.
Nach Indien. Srinigar, das ist ein Name! Besser als St. Peter, was?
Alles geschrieben, was hier so passiert?
Na ja, macht 2 Franken.
Danke.
Teures Vergn�gen, was?
So, bitte!
Warum lachst du eigentlich nie?
Lachen macht ein M�dchen h�bscher. Auf Wiedersehen.
Vroni, warum sehen wir uns nicht mal?
Tja, was soll man darauf sagen?
Eine K�lte ist das.
Wenn der Wirt anf�ngt zu saufen, geht's abw�rts, Presi.
Wir sollten Skil�ufer als G�ste herkriegen.
Musst du immer G�ste haben?
Im Winter sitzt man zusammen, wenn man eine Familie ist.
Bis jetzt habe ich nicht gesp�rt, dass wir eine Familie sind.
Du liebe Zeit! Wir kommen miteinander aus. Mehr war nicht geplant.
Du brauchtest eine Frau f�rs Gesch�ft. Aus Liebe haben wir nicht geheiratet?
Daf�r waren wir etwas zu alt. Man kann sich einigen.
�ber andere Sachen als die Preise. Du wirst sentimental, Presi.
Willst du auch? Immer, Presi.
H�ltst du's auch nicht aus hier? Ich hab mich an den B�ren gew�hnt.
Hast du? Sicher.
Wir hatten eine gute Saison. In 2 Jahren bauen wir an.
Mir gef�llt das hier. Das ist ja sch�n.
Wenigstens einer, dem der B�r gef�llt Krach mit Cresenz?
Na, ja. Sie will Menschen um sich haben. Skil�ufer.
Th�ni. Es w�rde mir nicht schlecht gefallen, wenn du hier bleibst.
Wie darf ich das verstehen? Du streichst wie ein Kater um Binia.
Hast du was dagegen? Ja, gegen Kater hab ich was.
Wenn du's ernst meinen w�rdest, heiraten...
W�r dir das denn recht?
Ja. Binia w�re versorgt. Ist 'ne gute Idee oder?
Das finde ich auch, Presi. Binia h�lt das sicher f�r 'ne schlechte Idee.
Warum?
Sie wartet noch auf Roman Blatter. Der ist in Indien. Da kann er bleiben
Von einem verstehst du doch was, wie man ein M�dchen rumkriegt.
Meinen Segen h�ttest du.
In Ordnung, Presi.
Das kann ich gerade brauchen. Aber...
Hol dir neues!
Es ist kalt, ich bring dir schon wieder Holz.
Ich dachte, du frierst. Ich denke immer an dich.
Das kannst du dir sparen. Das wei�t du.
Ich hab dir schon mal gesagt, dass ich dich liebe.
Ich liebe dich wirklich. Du mich?
Ist das so komisch? Komisch nicht, aber verr�ckt.
Du glaubst das nicht. Wir k�nnten Weihnachten verheiratet sein.
Verheiratet? Ich w�re der treueste Ehemann.
Das wei� ich genau. W�ren wir verheiratet, dann w�re alles anders.
Ich w�r dann wirklich zu Hause hier. Ich heirate dich nie, Th�ni.
Nie.
Mit nie sollte man sehr vorsichtig sein.
Musik.
So, Roman Blatter. Wenn du schreibst, deine Briefe wandern in den Ofen.
Ich sorge daf�r, dass du nie wieder kommst.
Musik.
Rattern.
Rauschen.
Zischen.
H�hner gackern.
Dankesch�n.
Bis Hospel nimmst du das Postauto. Gibt's das jetzt?
Ja, die haben 'ne Stra�e gebaut. Ich geh �bern Gletscher.
Der junge Blatter aus St. Peter. Der in Indien war?
Ich denke, der ist tot. Ist ja merkw�rdig.
Heitere Musik.
Guten Tag.
Du hast ihn selber gesehen?
Ist kein Irrtum?
Ja, ich sag's ihm.
Ja. Ja. Ich sag's ihm.
Spannende Musik.
Du, Presi. Ja.
Da ist ein Telefonanruf gekommen von ...
Hast du kurz Zeit? Was f�r ein Telefonanruf?
Vom Kreuzwirt. Er hat Roman Blatter gesehen.
Was? Er hat ihn vorbeifahren gesehen.
Komm raus hier!
Roman Blatter. Der ist doch tot. Das ist unm�glich.
Er sagt, er hat ihn erkannt. Nicht nur er.
Unsinn. Wir haben's schriftlich, dass er tot ist.
Musik.
Krachen.
Lachen.
Roman! Roman Blatter. Wo kommst du her? Ich denke, du bist ...
Musst auch immer wieder zu den Wildw�nden und hinschauen?
Der verr�ckte Johannes. Dich gibt's ja auch noch. Hatte ich vergessen.
Zigarette? Danke.
Feuer auch?
Lassen sie dich immer noch so rumlaufen?
Wie denn so? Ich war im Kloster. Ja, ja.
Kommst du von da oben? �bern Gletscher.
Hast du gesehen? Das Eis wandert. Es sind Risse drin.
Die Lawine kommt wieder. Die da unten wissen nichts.
(Lachend): Sie kommt mit dem n�chsten Wind �ber die Wand.
Und da lachst du? Warum nicht? Die kommt!
Die Glocke l�utet dann zuerst!
Zu essen hast du nichts?
Musik.
Da geht er! Willst du ihm wieder nachlaufen?
Wir haben es schriftlich, dass er tot ist. Nun lebt er. Gut.
Regt dich das auf?
Presi, ich meine ... Wohin geht er jetzt?
Was wei� ich? Zum Garde, da ist seine Schwester.
An diesem Haus ist er vorbeigegangen. Er kommt. Das wei� ich genau.
Was habt ihr? Man hat ihn f�r tot gehalten, nun ist er da und lebt.
Ein Grund sich zu freuen. Du bist wohl obenauf?
Na, sch�n! Dann lebt er eben wieder. Von mir aus.
Kann ich mal 'nen Schnaps trinken?
Nicht ein Brief ist gekommen. Ich hab mehr als 10 geschrieben.
Warte mal! Briefe! Alles hing blo� an den Briefen.
Das erste war, dass ein Brief von Vroni zur�ckkam. Adressat verstorben.
An der Cholera verstorben, steht drauf. Wir haben zur�ckgeschrieben.
Es kam nie eine Antwort. Ich habe nie einen Brief bekommen.
Bis auf den da.
Der Brief ist falsch. Der ist nicht von mir.
Es gibt nur eine Stelle, wo man Briefe unterschlagen kann.
Die ankommen, die man abschickt. Und man kann falsche abschicken.
Die Poststube von St. Peter. Der Presi?
Der Presi nicht. Das macht er nicht.
Aber auf der Poststube ist Th�ni Grieg. Der Presi macht das nicht.
Es war jemand, der wollte, dass du hier nie wieder auftauchst.
Ich sage dir, es �ndert sich �berhaupt nichts.
Th�ni �bernimmt den B�ren. Er ist der richtige Mann daf�r.
F�r den B�ren, aber nicht f�r mich. Aber Blatter auch nicht!
Er hat sich 3 Jahre nicht gemeldet. Warum kam er nicht rein?
Weil er sich nicht mehr interessiert. Irrtum, Presi. Tag, Binia.
Es gibt keinen Tag in den 3 Jahren, an dem ich nicht an dich dachte.
Warum hast du nicht geschrieben? Nie.
Das muss ein anderer beantworten.
Das Geld kann ich brauchen.
Wie quittiert man seinen Dienst bei der Post? In Ruhe und Ordnung.
Okay. Was machst du da?
Ich bin im Begriff zu verschwinden. Unter Mitnahme der Postkasse.
Willst du dich ungl�cklich machen? Bin ich schon.
Ich habe nie gedacht, dass der Idiot noch mal zur�ckkommt.
Jetzt kann ich ihm nichts tun.
Aber die Gelegenheit kommt noch. Sag ihm das. Lass mich raus!
Th�ni!
Du verstehst immer noch nicht, Presi?
Er f�lschte einen Brief, als k�me er vom Garden.
Vroni gestorben, Binia verheiratet.
Ich sollte keinen Grund haben, nach St. Peter zur�ckzukommen.
Du bist verr�ckt, Blatter. Presi!
Th�ni ist weg mit der Postkasse. Was hei�t das? Weg mit der Postkasse?
Begreifst du jetzt, Presi? Ihm nach! Der kommt nicht weit!
Tut mir leid, ... Th�ni hat eine Pistole.
Ich muss ihm sagen, dass Th�ni eine Pistole bei sich hat.
Binia, ich...
Ich hab dir doch gesagt, dass ich warte!
Und ich wollte nie mehr herkommen.
Rauschen.
Spannende Musik.
Weg, Presi! Oder ich schie�e. Wirf das Ding weg!
Willst du �ber den Gletscher nach Italien?
Unten ist auch alles alarmiert. Wirf die Pistole weg!
Ich schie�e. Du nicht.
Wer tut so was, wie das mit den Briefen. Feigling! Schie� doch!
Ich schie�e wirklich.
Dumpfes Grollen.
Rauschen.
Spannende Musik.
Rauschen.
Krachen.
L�uten der Glocke.
Die Leitung ist wieder unterbrochen. Ja, auf der ganzen L�nge.
Dann soll man bekannt machen, dass niemand das Tal verl�sst.
In 5 Stunden sollen sich alle M�nner zur Losziehung in der Kirche treffen.
Musik.
Hier war eine T�r auf und geh�rt hab ich was.
(Kichernd): Obwohl alle in der Kirche sind.
Gott sei Dank! Du bist's, Johannes. Die losen, wer rauf muss.
Kann man mit dir auch vern�nftig reden?
Rauf muss wieder einer! Verr�ckter, du musst mich verstecken.
Ich wei� nicht mehr, wohin.
In Gottes, in Jesu Christi, der heiligen Jungfrau Maria Namen.
Der das Los gezogen hat, bleibt stehen.
Peter Thugi, hast du das Los?
Ja.
Herr Presi, Gemeinde von St. Peter, darf ich etwas sagen?
Wenn es zur Sache ist, hat jeder das Recht hier.
Ich habe in Indien Stra�en bauen gelernt. Manche davon im Fels.
Ich k�nnte die Wasserleitung wie eine Stra�e durch den Felsen sprengen.
Keine Lawine kann sie mehr zerst�ren.
Die Holzk�nnel w�ren �berfl�ssig. Keiner muss mehr in die Wand.
Ist das Sprengen wirklich m�glich? Das ist gar nicht so schwer.
Das glaube ich nicht. Er soll das erkl�ren.
Vielleicht ist es m�glich. Von uns geht keiner gern.
Technisch ist es einfach. Warum haben wir's dann nicht l�ngst?
Wir k�nnen den Vorschlag nicht verwerfen, nur weil er neu ist.
Du bist f�r das Neue gewesen. Wer hat uns die Fremden geholt?
Wer hat ihr Geld gern genommen, B�lzi? Das Los gilt!
�ber den Vorschlag m�ssen wir abstimmen.
Die Regierung soll �ber seinen Plan entscheiden.
Wann haben wir wieder Wasser? Ich wei� nicht.
Ich schicke keinen in die Wand, wenn's nicht n�tig ist.
Wir m�ssen Sprengl�cher bohren und die Leitung in den Fels legen.
Vor allem in den Wildw�nden. Die alten Leitungen sind wacklig.
Ich h�tte nie geglaubt, das so was �berhaupt m�glich ist.
Zum Wohl! Prost!
Wir geben zu, dass St. Peter existiert.
Aber trotzdem haben wir es, sagen wir mal, ein bisschen vergessen.
Uns nicht drum gek�mmert. Nicht so viel wie n�tig.
Alles aufgenommen? Alle Berechnungen stimmen.
Also dann... Die Regierung stimmt zu?
Wann k�nnen Sie anfangen? Am besten gleich.
Knallen.
Pl�tschern.
Gut.
Soll das den Sommer durch so gehen? Geh weiter!
Das bisschen Wasser reicht nicht. Peter Thugi soll raufgehen?
Du hast ja das Los nicht! Alles w�re l�ngst vorbei.
Ihr h�ttet Wasser. Die K�he und ihr verdurstet.
Explosion.
Explosionen.
Wie geht's denn oben? Gut.
Nicht so schnell, aber ganz gut.
Die Leute sind wie verr�ckt, weil sie Wassereimer schleppen m�ssen.
Habt ihr was vom Th�ni gesehen? Nein.
Er soll sich oben noch herumtreiben. Er hat eine Pistole bei sich.
Presi, wollt Ihr sagen, Ihr habt Angst um mich?
Willst du mit mir immer noch so reden wie fr�her! Ist vorbei oder?
Ich habe dir die Pest an den Hals gew�nscht, aber jetzt ...
Jetzt bin ich froh, dass er da ist.
W�rde er mich jetzt fragen, wie das ist mit ihm und dir, Binia.
Ich w�rde ja sagen.
Ich w�re froh dr�ber. Warum fragst du mich nicht?
Soll ich fragen, was so klar ist?
So?
(B�lzi): Der Wind treibt die Erde weg. Sie h�lt nicht mehr.
Staub. Eure �cker fliegen weg, weil kein Wasser da ist.
Wie lange es noch dauert, wollt ihr wissen?
Kann ich euch nicht sagen. K�nnt ihr es nicht abwarten?
Abwarten, bis das Vieh verdurstet? Die Erde weht weg.
Wir wollen die alte Leitung wieder. Fast alle. Die meisten.
Es ist abgestimmt. Lass wieder abstimmen!
Verr�ckte! Es wird nie mehr K�nnel geben. Keiner muss mehr rauf!
H�tte ich das Los, w�rde ich morgen raufgehen.
Sie sind doch bald fertig. Wir warten nicht mehr.
Was hei�t das? Das Los gilt.
Wir legen wieder die alte Leitung. Morgen fr�h.
Dramatische Musik.
Die K�nnel bleiben hier. Wer hat den Auftrag gegeben? Ich hole Polizei!
Presi will uns die Polizei schicken! Nehmt Vernunft an!
Das ganze Dorf will es. Das Los gilt, das ist beschworen.
Das Los gilt, wenn ihr wollt. Nat�rlich gilt das Los.
Spannende Musik.
Bleibt hier! Auf dem, was ihr tut, liegt kein Segen.
Nicht der Segen Gottes!
Binia, sag Roman Bescheid. Thugi, keiner kann dich in die W�nde zwingen
Ich hab das Los, Presi. Ich sage, es gilt nicht!
Dramatische Musik.
Sie kommen. Sie werden die da oben wegjagen.
Das will ich sehen. Das will ich noch sehen.
Wo ist Roman? Oben ist er in der Wand.
Spannende Musik.
Lautes Knattern.
Geht's gut? Ja. Man kann nur nicht so lang.
Habt ihr was? Was ist denn das?
Gesang: "Les rogations." Das ist doch die Betprozession.
Vielleicht 'ne kleine Aufmerksamkeit f�r uns.
Die Menschen sind hier ein bisschen primitiv? - Nein.
Einfach, aber nicht primitiv. Roman!
Roman!
Sie wollen die K�nnel setzen.
Fesselnde Musik.
Wir wollen K�nnel setzen. Die sind alle verr�ckt!
Ich habe die Landj�ger gerufen. Warum?
Warum?! Ich kann sie ja verstehen.
Sie h�ren, dass gesprengt wird, aber sie sehen nichts.
Sie warten aufs Wasser, aber es kommt nicht.
Aber... Diese Stelle hier kennt ihr alle.
Viele von euch haben hier gestanden vor 3 Jahren und den Schrei geh�rt.
So wie ich ihn geh�rt habe.
Nur f�r mich war es schlimmer, als f�r euch, weil's mein Vater war.
Jetzt ist vielleicht Thugi an der Reihe. Wollt ihr das?
In 8 Tagen habt ihr wieder Wasser. Das Seil!
Fertig? Ja. Langsam runterlassen!
Jetzt stehen sie da wie die Schafe. Er hat sie rumgekriegt wie die Schafe
Knattern.
Spannende Musik.
Ein Seil!
Ich geh runter. Das ist meine Sache.
St�hnen.
Dramatische Musik.
Harmonische Musik.
Los!
Rauschen.
Klopfen.
Das Wasser kommt! Das Wasser kommt!
Triumphale Musik.
Untertitel-Studio Rhein-Main OMNIMAGO GmbH
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