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Original subtitles

(sanfte Musik)

ERZÄHLER: Als Gott die Südstaaten von Amerika schuf,

gab er sich besonders viel Mühe.

Er ließ den großen Mississippi hindurchfließen,

der das Land fruchtbar machte,

und auf riesigen Plantagen wuchs genug Baumwolle für die ganze Welt.

Nur genug Arbeiter für die Ernte, die gab es nicht.

Deshalb fing man Menschen in Afrika und verkaufte sie als Sklaven.

Wenn jemand so einen Sklaven kaufte, dann wurde er Herr über sein Leben

und konnte mit ihm tun, was immer er wollte.

Man konnte sogar nett zu ihm sein.

Aber als irgendwelche Leute in den Nordstaaten von Amerika

auf die Idee kamen,

die Sklaven hätten auch Rechte und seien Menschen wie wir,

da ging der ganze Ärger los.

Zu dieser Zeit, so um 1850 dürfte das gewesen sein,

lebte in St. Petersburg ein junger Kerl namens Huckleberry Finn.

Und das hier ist seine Geschichte...

(spannende Musik)

(dramatische Musik)

(Glockengeläut)

HUCK: Ich möchte mal wieder einen Fisch am Stock essen.

Oder mir mal wieder eine Ratte braten.

(Huck seufzt)

Und in einer Tonne schlafen, am Fluss. Wie ein echter Mann.

JIM: Eine gute Idee.

Kann ich solange dein Bett haben?

Die Witwe Douglas ist gar nicht so übel.

Wenn Miss Watson nicht den ganzen Tag an mir rumnörgeln würde.

"Sitz gerade!”, nag, nag.

"Wasch dir die Ohren!”, nag, nag.

Du kennst ja nichts anderes, Jim. Du bist ein Sklave.

Aber ich, ich war mal ein freier Mann.

Aber jetzt, wo ich reich bin, da bin ich nicht mehr frei.

Dieser Schatz von Indianer Joe hat mir kein Glück gebracht.

Nee, Jim, hat er nicht. Verflucht war der.

(spuckt)

(Jim seufzt)

(Schiffshorn)

Sei froh, dass du nicht reich bist. - Du Armer!

(Pferde wiehern)

Ich bin nicht reich, nicht frei, nicht weiß.

Ich bin ein richtiger Glückspilz!

TOM SAWYER: Miau!

Miau! - Warte!

Miau!

Hucky, der Dampfer ist da! - Hab's gehört.

Na, was ist?

Kann nicht. - Wie du kannst nicht?!

Bist du eine Memme oder was? Alle gehen, na komm schon.

Tu's nicht, Huck. Miss Watson wird sehr böse sein!

Wann ist sie nicht böse, Jim?

Aaah!

MISS WATSON: Huckleberry Finn!

(Jubel, Gelächter)

Ja!

(muntere Musik)

(Schiffshorn)

Ja!

MISS WATSON: Wo ist er?

Durchs Fenster, Ma'am.

(Vogelgezwitscher)

Bring ihn zurück! Sofort!

WITWE DOUGLAS: Er ist bestimmt zum Hafen.

Wenn er Hunger hat, kommt er wieder. - Ja, wenn er Hunger hat...

Ein Rumtreiber ist er.

Und der Sohn eines Herumtreibers und einer unbekannten Mutter.

Alles geben wir ihm, und was ist der Dank?

Er läuft doch nicht weg,

er will doch nur das Dampfschiff sehen, Maggie!

Sie bringen neve Sklaven. - Noch mehr Nigger?

Wer braucht denn noch neve Nigger? Wir haben doch mehr als genug davon.

Ist doch so, was, Jim? - Ja, Ma'am.

Bitte geh und schau, ob du Huck findest, Jim.

Ja, natürlich, Ma'am.

Du hast schon wieder "Bitte" gesagt zu ihm. - Ja, warum denn nicht?

Er ist ein Sklave!

SKLAVENTREIBER: Raus! Vorwärts!

Raus da!

Schneller!

Das gilt auch für dich!

Hey, nicht drängeln, ja?!

Bewegung!

Los, los, los, los, los!

SKLAVENHÄNDLER: Meine Sklaven werden jeden Wunsch für Sie erfüllen.

Kochen, waschen, Feldarbeit, alles, was das Herz begehrt.

Dieser hier für Sie, mein Herr?

Dieser Mann hat eine gute Wahl getroffen.

180 Dollar.

JIM: Huck!

KUNDE: Ich brauche jemand, der richtig zupacken kann.

Huck!

SKLAVENHÄNDLER: Kommen Sie näher. Meine Sklaven beißen doch nicht.

Master Huck!

SKLAVENHÄNDLER: Um es noch einmal zu sagen,

meine gesamte Ware ist in dritter Generation in Amerika geboren...

Huck! Du musst nach Hause kommen.

Siehst doch, wir haben zu tun, Jim.

Ich krieg die Peitsche, wenn Huck nicht mitkommt.

Sag einfach, du hast uns nicht gefunden.

SKLAVENHÄNDLER: ... voller Enthusiasmus, Ihnen dienen zu dürfen.

Selbstverständlich können sie mit anpacken.

Und noch viel mehr, wenn Sie wollen.

Nehmen Sie dieses Prachtexemplar hier.

(Pfiff)

Handverlesene Plantagenware. - BIETER: Nicht schlecht, oder?

Sauber, gehorsam,

fleißig und... - JIMS FRAU: Jim?

... den Nachwuchs gibf's gratis dazu. - Hundert!

Wir beginnen bei 100 Dollar. - Jim!

BIETER: 110! - 110!

Merhaba? - Kumaneni...

120 an die Dame da hinten. - Kumaneni!

Jim! Kumaneni! - Memaneni.

130 bietet der Gentleman! - Mebamefa!

PACKARD: Verschwinde, Nigger! - Das ist meine Frau!

(dramatische Musik)

(Jim brüllt)

Jim!

(Leute reagieren erstaunt)

Jim!

Jim!

Komm schon, Kumaneni! - Merhaba!

Der gehört mir!

Runter von ihm, los! - Ist das dein Nigger?

Und ob das seiner ist! Finger weg!

Pass mal auf, ich zahle 200 für ihn. - Ist das alles, Mister?

Der ist nicht zu verkaufen! - Wer nicht handelt, verdirbt die Preise!

Schafft ihn weg!

Ah! Merhaba!

Lasst mich zu ihr! Mebamefa!

Komm, nimm deinen Nigger und verschwinde.

Weg von ihm! Komm, Jim.

Komm, Jim, wir gehen.

SKLAVENHÄNDLER: Eine kleine Auflockerung, nichts Ernstes.

Komm!

SKLAVENHÄNDLER: Also, wer bietet für diesen kräftigen Burschen?

Sie vielleicht?

Oder Sie?

(Hundegebell, Schritte)

(Packard lacht dreckig)

Ist die Witwe Douglas zu Hause, Boy?

Ich kenne einen Zirkusdirektor, der sucht immer was Besonderes.

WITWE DOUGLAS: Einen Zirkus?

Sie wollen unseren Jim an einen Zirkus verkaufen?

Oben in St. Louis wär so einer eine große Nummer, Mrs. Douglas.

Hat Kraft wie ein Ochse...

TURNER: (er ist Stotterer) V-V-Viel zu Schade für den Haushalt.

Jim ist nicht zu verkaufen, für kein Geld der Welt.

200 Dollar!

(Miss Watson schluckt) Wie viel?

200 Silberdollar geben wir für den!

(schluckt) Was ist denn das für ein Zirkus?

Watson!

Man wird ja wohl noch mal fragen dürfen!

GAST: Verdammte Moskitos!

(lachen)

TOM: Hammer! Komm!

Guck mal, dahinten.

(Saloon-Musik spielt im Hintergrund)

DAME: Au! Du hast mir in den Po gekniffen!

Voll auf die Zwölf!

Das Leben kann so schön sein, Huck.

DAME: Ich denke, du gehst jetzt besser nach Hause.

Mist, er kommt!

HERR: Die... Hey! Ihr verdammten Lausebengel!

(sie johlen)

Wenn ich euch erwische, dann könnt ihr was erleben!

(Grillen zirpen)

(leise Saloon-Musik spielt im Hintergrund)

(spannende Musik)

Oh nein, oh nein, oh nein!

Richter Thatcher!

RICHTER THATCHER: Ja, mein Sohn?

Bist du gekommen, um dein Geld zu holen?

Ich will's nicht haben.

Das sind 6.000 Dollar plus Zinsen, und die willst du nicht mehr?

Ich schenk's Ihnen, Euer Ehren. Sie können es behalten.

(Saloon-Musik spielt im Hintergrund)

Geld kann man immer gebrauchen. - Ich nicht!

Ein Mann ist nicht frei damit, wissen Sie?

Ist da irgendwas, was du mir erzählen willst?

Nein.

Fürchtest du dich vor irgendjemand oder irgendwas?

Es bleibt unser Geheimnis!

Nee, ich will's einfach nicht! - Gut, gut, gut. In Ordnung.

Ich mache dir einen Vorschlag:

Ich kaufe dir dein Geld ab für, sagen wir, einen Dollar?

Das ist wirklich mächtig net! - Ja, so bin ich.

Herzlichen Glückwunsch, Huckleberry Finn.

Jetzt bist du ein freier Mann!

Danke, Richter, danke!

PACKARD: Also, guten Abend, Madame.

(Turner rülpst)

Mister Packard! - Ja?

Sie können Jim morgen früh abholen, wenn meine Schwester noch schläft!

Also schönen Abend, Miss W-W-W... - Ma'am.

Ma'am.

Oh!

Was ist denn mit dem los? Ist der Teufel hinter ihm her?

(Tür knarrt)

ALTER FINN: Hallo, Junior!

Wie ich sehe, bist du ein feiner Mann geworden.

(Frösche quaken)

(spannende Musik)

(tiefes Knurren)

Lies!

Na komm, lies!

Der erste Präsident...

der Vereinigten Staaten,

George...

Wo hast du das gelernt? - In der Schule, Paps.

Schule...

(Donnergrollen)

Ich musste hin.

Hm. Wer hat dir das gesagt?

Die Witwe Douglas.

Au, du tust mir weh!

(spuckt drauf)

Das ist ja Silber!

(lacht heiser)

Kannst du behalten.

(unheimliche Musik)

Was hast du der Witwe über mich erzählt?

Nichts, Paps. Ich schwöre.

Nichts?

Kein Wort?

Zu keinem? - Nicht eins. Zu keinem.

Hast du dich für deinen alten Herren geschämt?

Hm?

Schämst du dich für mich, dass du mit keinem über mich redest?

Du warst doch weg.

Ich meine, ich wusste nichts von dir.

Oh, armer Kleiner!

Warst du ganz alleine, ja? Keiner da für dich?

(lacht in sich hinein)

Das war voll in Ordnung, Paps. - Ah! Voll in Ordnung war das, ja?

Hm? - Ja...

Was?! - Nein, ich meine...

Ach, Paps, ich lebe doch nun mal. Was soll man da machen?

Ja.

Das ist eine gute Frage.

Weißt du was, ich sag dir was:

Morgen früh...

gehen wir beide los und holen das Geld.

Ich hab einen Dollar!

Ich rede von Geld und nicht von einem lumpigen Dollar.

Was für Geld?

(unheimliches Geräusch)

Weißt du,

neulich,

da war ich im Totenreich.

Und wen treffe ich da?

Einen alten Kumpel von dir. - Von mir?

Indianer Joe.

Ist ein übler Kerl. Und was erzählt er mir?

Von einem Schatz hat er gequatscht.

(Huck stöhnt auf)

Ich hab das Geld nicht mehr. - Lüg mich nicht an!

Ich hab das Geld verschenkt! - Wem?

Dem Richter Thatcher.

Du schenkst dem Geld? Wer bist du, Jesus?

Ich bin Huck, der Sohn von dir.

Du bleibst hier, und wenn du versuchst abzuhaven...

Was dann?

Dann jag ich dich.

Bis an den Rand der Welt.

Und da werfe ich dich hinten runter.

Und dann fällst du, bis in alle Ewigkeit.

(Tür wird verriegelt)

(Eulenruf)

(seufzt)

(Hundegebell)

(Bluesmusik)

(ein Hahn kräht)

WITWE DOUGLAS: Jim! (Schritte)

Jim?

Hm.

Huckleberry...! (reagiert erstaunt)

WITWE DOUGLAS: Maria und Josef!

Ach!

(beginnt zu weinen)

Hier ist die Geburtsurkunde, Sir, Euer Ehren.

Selbst gemalt? - Ja. Nein, die ist echt!

Und Huck schickt Sie, das Geld zu holen? - Ja, Sir, Euer Ehren. Genauso ist es.

Warum kommt er nicht selbst?

Tja, er schämt sich. - Ach was, warum denn?

Naja, er hat Ihnen das Geld doch geschenkt.

Hat er? Das ganze schöne Geld.

KUTSCHER: Hüa!

Das hat er Ihnen doch geschenkt, oder? - Verkauft! Er hat's mir verkauft.

Ah! - Er kriegt's, wenn er's braucht.

Nun, Sir, er hat sich's anders überlegt. Er braucht es!

Und da kommen Sie es abzuholen, weil er sich schämt?

Ja, Sir, Euer Ehren. Genauso ist es!

Ich hab Sie hier noch nie in St. Petersburg gesehen, Mister Finn.

Jaja, ich bin viel geschäftlich unterwegs. Mal hier, mal da...

Verstehe. Hören Sie, ich nehme die Urkunde mit nach Constantinople und lasse sie prüfen.

Danke! Danke, Sir, Euer Ehren!

Wie lang dauert das? - Sechs Monate.

Was? - Vielleicht länger.

Hol mich der Teufel!

Das geht schneller.

Das Geld ist von meinem Junior und gehört damit mir!

Ich hab ein Anrecht darauf, ich bin sein Vater!

KUTSCHER: Brrr!

Bringen Sie mir Huck! Und wenn Huck mir sagt,

dass er sein Geld will, dann bekommt er sein Geld.

Ist das Ihr letztes Wort? - Mein allerletztes!

KUTSCHER: Hüa!

(Glockengeläut)

(spuckt)

(spannende Musik)

(Tür geht auf)

Du!

Du hast mein Geld verschenkt.

Du Bastard!

Und jetzt holst du's wieder.

Versprochen, Paps!

(der alte Finn grunzt)

Paps?

(der alte Finn schnarcht)

(Huck ächzt)

SHERIFF: (furzt) Jawoll! Oh!

TANTE POLLY: Jetzt kommen Sie heraus!

Sheriff, Mrs. Douglas sagt, Huck und Jim sind verschwunden.

Und? - Etwas Schlimmes ist passiert!

WITWE DOUGLAS: Eiwas ganz Schlimmes!

Polly!

Ich habe Huck und Jim oft am Fluss gesehen. Die beiden sind bestimmt nur angeln.

Sie wären längst wieder zurück.

TANTE POLLY: Tun Sie was. - Ah! Mist!

Sheriff, tun Sie was! - Was soll ich denn zuerst tun?

Die Sklaverei abschaffen oder Huck und Jim wieder herzaubern?

Na beides! Wofür werden Sie denn bezahlt?

Polly, ich mach Ihnen einen Vorschlag:

Wenn beide bis heute Abend nicht da sind, stelle ich einen Suchtrupp zusammen.

Ganz falsch! Sie müssen die beiden jetzt suchen!

Können wir helfen, Ma'am?

Ich kenn Sie doch. Sie haben mir meinen Jim gestohlen!

Nein, ganz bestimmt nicht. Wir stehlen keine Nigger.

Wir f-f-fangen sie!

Ich schwör's, bei meinem Riesen, ich hab ihn nicht gesehen.

Wenn Sie wollen, bringen wir Ihnen Ihren Nigger zurück, nicht wahr, Männer?

Steht auf, wenn ihr mit einer Dame redet! Na kommt!

Na los! - Ach!

Sitzen bleiben! - BILL: Wir lieben entlaufene Sklaven, Ma'am.

Unsere Sp-p-Pp...

Spezialität!

TURNER: Boah! (sie stöhnt)

Ah! Uh!

Aaah!!!

(spannende Musik)

(schnauft)

(der alte Finn schnarcht)

Paps! Schläfst du noch?

Viel Spaß im Totenreich und grüß Indianer Joe von mir.

(stöhnt auf)

(singt) "Es war einmal ein Wandersmann, der hatte keine Hosen an.

Er hatte all sein Geld verschenkt, weil Geld wie Scheiße an uns hängt!

Doch ist der Magen noch so leer, leckt mich am Arsch, ich brauch nichts mehr!"

Freiheit!

Ich bin frei, wieder frei! Huckleberry Finn ist frei!

(muntere Musik)

Juhu!

So, jetzt wird gegessen.

(Knacken)

(unheimliche Töne)

Pa, wenn du kommst, um mich zu holen...

(Vogelruf)

Ich geh nicht mehr mit, hast du verstanden, Pa?

Ahl!!

Huck! Ich bin's!

Jim?!

(beide lachen) Jim!

Jim!

Du bist doch nicht hier, um mich zu holen?

Schwör's!

Die andere.

(fröhliche Musik)

(Huck pfeift)

Na, wie seh ich aus?

(Jim lacht)

(kichert wie ein Mädchen)

Das Kleid hab ich bei meinem Alten in der Hütte gefunden.

Bist du schon verliebt, Jim?

(Jim lacht)

JIM: Ich geh nicht mehr zurück nach St. Petersburg.

Ich geh nach Ohio. Da gibf's keine Sklaven mehr.

Aber dann wärst du da ja der Einzige. - Ich bin dort ein freier Mann, wie du.

Ich werde Geld verdienen und zurückkommen.

Und dann werde ich meine Frau und meinen Sohn kaufen.

Und wie willst du dahin kommen, nach Ohio?

Schau mal, Huck.

Den Mississippi runter bis Cairo und dann den Ohio rauf in die freien Staaten.

Bis Cairo ist Plantagenland, Jim.

Dort warten überall Sklavenjäger, dass einer wie du ausreißt.

Die ziehen dir die Haut ab.

Sie werden mich nicht kriegen. - Selbst wenn du es schaffst,

wie willst du denn dann den Ohio rauf? Das ist stromaufwärts.

Einmal die Woche fährt ein Postdampfer von Cairo den Ohio hoch.

Den nehm ich.

Du kannst lesen?

Nur ein ganz bisschen.

(Hundegebell)

(tollpatschig anmutende Musik)

TURNER: H-H-Halt, Brauner!

(Packard motzt)

Los, Billy! - BILL: Aua!

TURNER: Komm, I-I-los!

Pfui deibel!

BILL: Ih! Au warte!

Der Sklave hat den kalt gemacht! Klare Sache.

Und d-d-das hier?

Was steht denn d-d-da?

Hmmm...

Billy, du kannst doch lesen.

Äh...

Das erste ist ein N,

und das zweite ist äh... ja, ein J.

Nigger Jim!

N-N-Na klar!

Das ist d-d-der B-B-Beweis.

Das ist der Beweis! Nimm!

Steck ein, Billy.

Kommt! Kommt, Jungs!

(Unheil drohende Musik)

Komm du mir nach Hause, Junior!

Bring mal Wasser, Jim!

Sag mal, Huck,

wolltest du nicht immer den Mississippi runter?

Klar, aber nicht jetzt und nicht mit dir.

Warum nicht? - Weil wer einem entflohenen Sklaven hilft,

der wird geteert, gefedert und dann aufgehängt.

Nee, ich bleib hier und warte, bis mein Vater wieder weg ist.

Gib, nimm, mach, hol. Nag, nag.

Ich bin kein Sklave mehr. - Sondern?

Ein Amerikaner, wie du. (Huck lacht)

Seit wann sind Sklaven Amerikaner?

Du gehörst der Witwe Douglas, die hat für dich bezahlt. Cash!

Du kleines Stinktier aus der Tonne!

Du bist unappetitlich, ungebildet, unhöflich...

Und was?

Pfff!

Mit sowas wie dir will ich gar nicht den Mississippi runterfahren!

Dann ist ja alles klar, du Sack Bohnen.

Stinktier! - Esel!

Wo habt ihr das her?

BILL: Aus der alten Waldhütte am Dawson Creek.

Der Sklave hat sich dort versteckt. Da war viel Blut, Sheriff.

Wir haben den Beweis.

(Pferdekutschen im Hintergrund)

(schmunzelt)

(spuckt drauf)

D-D-Da steht N-N-Nigger Jim...

N-N-Nigger Jim drauf!

Da steht doch "H.F." drauf. - Hm?

Für Huck Finn.

Hä?

Du bist ein Genie, Billy. - Naja, ähm...

Gehört der Huck?

Mein armer Junge!

Der S-S-Sklave hat ihn umgebracht.

Aber nein, mein Jim würde sowas niemals tun!

MISS WATSON: Doch, er war es.

Er hat uns den lieben, guten Jungen geraubt

und dann hat er ihn gemeuchelt, er hat ihm die Kehle aufgeschnitten.

Ist gut, Miss Watson, es reicht!

Wir bringen Ihnen den Nigger zurück.

Wie hoch ist denn die Belohnung? - Fünf Dollar. Tot oder lebendig.

H-H-Hundert! - Fünfzig!

Achthundert. - Was? Aber...

Sei still.

Ich zahle 800, wenn ihr mir Jim lebend und gesund zurückbringt.

W-W-Wieso denn I-I-lebend?

SHERIFF: Das ist ein Haufen Geld, Witwe Douglas!

Nur ich fürchte, ich muss Ihren Jim aufhängen,

wenn er Huck also tatsächlich... also ähm...

ALTER FINN: Einen schönen guten Tag wünsch ich.

Huckleberry Finn war mein Sohn.

Heilige... - Oh!

Witwe Douglas!

Riechsalz.

Sie sind sein Vater?

(weint)

ALTER FINN: Verzeihung.

Ich weihe mein Leben der Rache für meinen geliebten Sohn.

Geteert und gefedert soll er werden, dieser Sklave.

Und wenn es das Letzte ist, was ich tue. - Ja! Ja! Ja!

Hinkebein, wir fangen den Nigger und bringen ihn hierher.

Und ich komme mit. - Äh, Moment...

Das is unser Job. - Unser J-J-Job!

PACKARD: 800 von der Witwe. Billy, wie viel macht das für jeden?

800 durch drei, das sind ähm...

803.000!

Boah! - Boah!

Das ist eine M-M-Menge Geld! - PACKARD: Du bleibst hier!

Du bleibst hier!

(der alte Finn stöhnt auf)

Mister Packard!

Schauen Sie mal... Wart...

Sie sind doch...

Sie sind doch ein schöner Mann.

Hm?

Ein Adonis.

Ein Olympia von Wuchs und Gestalt.

Echt? - Ja!

Ist mir gar nicht aufgefallen.

D-D-Doch! - Und Sie, Mister Bill,

Sie sind ein Rechengenie. Ein Wissenschaftler.

Und w-w-was bin ich?

Sie sind ein Poet, Mister Turner.

Was? - Ein Poet.

Ein Dichter, das bist du. Ein Dichter. - Boah!

Also Schönheit, Geist und Wissenschaft,

und meine Wenigkeit, was kann da schiefgehen?

Okay.

Okay.

Ich brauche ein gutes Pferd.

Du bekommst unser bestes Pferd.

Und jetzt besaufen wir uns!

(Eselsschrei) ALTER FINN: Das soll ein Pferd sein? Das ist eine Ziege!

(der Esel furzt) Das Tier stinkt aus dem Arsch!

PACKARD: C'est la vie, wie der Franzose sagt.

ALTER FINN: Ah!!! (sie lachen den alten Finn aus)

Allein reisen ist viel schöner.

Bis Cairo sind's 200 Meilen.

Da brauchst du aber hundert Jahre für. - Ich gehe mit.

40 Meilen die Nacht, das sind fünf Nächte.

Rechnen kannst du auch noch. - Nur ein ganz bisschen.

Das und die Rassel von der Klapperschlange. Hm?

(muntere Musik)

Ich will sehen.

Full House!

Du hast verloren, nun leg schon hin.

(lacht) Royal Flush!

Nee!

Doch. Royal Flush! - Wieso hast du ein Royal Flush?

Was weiß ich, ich hab's einfach.

Weißt du wie verdammt selten das ist?

Aber es kommt vor. - Du bescheißt!

Komm bloß her, ich mach dich rund!

Komm! Komm!

(Jim brummt)

Hast du Mauljucken? Hm?

(Knall)

(Kanonendonner)

MANN: Hey, pass doch auf, wo du hinzielst!

Kanonenkugeln bringen Leichen nach oben.

Die suchen mich!

Die denken, ich wäre tot.

Da könnt ihr lange suchen, was?! - Schl!!

(Kanonendonner)

Na los, Jimboy!

Schwimm rüber und sag denen, du bist kein Sklave mehr.

Die suchen nicht dich, die suchen mich.

Hat dich ein Schwein gebissen? Mich suchen die!

Wer soll dich schon suchen, hm?

Wer?

Ich schwimm zurück und schau nach.

(muntere Musik)

(ein Vogel ruft)

(Hühner gackern)

(Grillen zirpen)

(spannt die Flinte)

(räuspert sich)

JUDITH LOFTUS: Was willst du?

(mit hoher Stimme) Ich hab nix zu essen.

Ich auch nicht!

Ich bin Sarah Williams, Ma'am.

Ich bin aus Hookersville und suche meinen Onkel Abner.

Wohnt der nicht hier? - Hier wohnt kein Onkel Abner.

Und jetzt verzieh dich! - Ich hab Angst so alleine, Ma'am.

Hmm...

Solltest du auch!

Hast du vom entlaufenen Sklaven gehört, der kleine Jungs auffrisst, was?

Ich bin doch ein Mädchen, Ma'am. Was haben Sie da gerade gesagt?

Ein Sklave aus St. Petersburg

ist die gleiche Nacht durchgebrannt, wie der Junge verschwunden ist.

Wie heißt du noch mal? - Mary.

Sagtest du nicht eben Sarah?

Sarah Mary Jane Elisabeth.

(räuspert sich)

Ich habe viele Tanten. Aber nur einen Onkel Abner.

Kann ich eine Scheibe Brot haben?

Nur eine.

Wie ist dein Name? Bill?

Oder vielleicht Tom oder Bob?

Wieso machen Sie sich lustig über so ein armes kleines Mädchen wie mich?

Fang!

(dramatische Musik)

Mädchen pressen niemals die Knie zusammen,

wenn sie was auffangen. Spuck's aus, wie heißt du?

Peters.

George Peters.

Ich bin von zuhause weg.

Von deinen Tanten aus Hookersville. - Ja, Ma'am.

Die sind nicht so nett wie Sie.

Die haben mir nichts zu essen gegeben, da bin ich getürmt.

Und deswegen läufst du in Mädchenkleidern allein durch den Wald.

Ist nur Tarnung.

Vor wem versteckst du dich denn, hm?

(ein Pferd wiehert)

BILL: (singt) "Ich bin ein einsamer Cowboy..."

Komm mit!

Komm, komm, komm! Geh rein! Sei still!

(es poltert)

(er hüstelt)

(Ratten quietschen)

Hol Essen und halts Maul! - Tag, Ma'am.

(Packard flattert mit den Lippen)

Schönen guten Tag, Madame.

Wer ist das?

(spannende Musik)

ALTER FINN: Sie haben nicht zufällig

einen kleinen Schluck Whiskey für einen armen Mann wie mich?

PACKARD: Gib ihm!

Der säuft wie ein Pferd.

Madame, ich saufe nicht. Ich trauere.

Der N-N-Nigger hat dem sein B-B-Bengel abgemurkst.

Was?!

Wir waren einfach unzertrennlich. Huck war mein einziger Sohn.

(schwermütige Musik)

Ein prächtiger Bursche.

"Junior", hab ich immer zu ihm gesagt, "werde nicht wie dein Vater."

Ich hab dafür gesorgt, dass er betet, dass er sich wäscht, und er zur Schule geht.

Er konnte prima lesen, er hat mir gerne vorgelesen.

Ein hübscher Bengel war das,

mit seinen blauen Augen und den roten Haaren.

JUDITH: Blaue Augen, rotes Haar...

PACKARD: Halts Maul! - Halt selber das Maul!

War der vielleicht so groß, Ihr Junior?

Ganz genau so groß.

JUDITH: Was ist, wenn ich ihn gesehen hab?

Sie haben meinen Junior gesehen, hm?

BILL: Ist der nicht tot? - TURNER: G-G-Genau!

Was krieg ich dafür?

Das kriegst du dafür! - TURNER: Boah!

BILL: Au warte!

Ich will einen Anteil! - ALTER FINN: Aber Madame...

Ja, nix Madame! Wie viel?

TURNER: F-F-Feu...

(hustet)

Es brennt! - Der will uns ausräuchern.

Junior!

Den Tisch!

(sie husten)

JUDITH: Macht die Luke auf! - BILL: Aua!

JUDITH: Hier ist er!

TURNER: W-Wo denn? - BILL: Aua!

(chaotische Musik)

BILL: Hier, ich hab ihn! - TURNER: Ich auch!

JUDITH: Das bin ich, du Rindvieh!

PACKARD: Wo ist mein Zahn?!

(Pferdewiehern)

(sie husten)

BILL: Weg ist er!

Ich hab ihn und ihr lasst ihn laufen! Ihr Stinkwanzen!

Du bist so unfähig!

Ja, okay, okay. (sie spuckt)

Der Junge lebt. Also ist er nicht tot.

Also ist der Nigger auch kein Mörder!

Denn er hat ja den Bengel nicht umgebracht.

Sie sind ja nicht nur schön,

Sie sind ja auch sehr scharfsinnig, Mister Packard.

Und dann gibt's keine Belohnung.

U-U-Upps! - Keine 803.000?

Warum schießen wir den alten Sack nicht einfach ab

und hauen uns ein bisschen aufs Ohr? - Du hast uns verarscht, Hinkebein!

(Packard und Turner spannen ihre Revolver)

Dann werdet ihr nie erfahren, warum ich wirklich hier bin.

(er stöhnt)

Macht nix!

Macht nix.

(sie spannen erneut ihre Revolver)

Also gut, ich sag's euch.

Mein Sohn Huck ist viel mehr wert.

Der ist reich.

6.000!

6.000? - 6.000!

Billy, wie viel macht das für jeden?

6.000 durch uns drei... - Durch vier, wohlgemerkt!

Nicht vergessen, nur mit mir bekommt ihr das Geld.

Also, 6.000 durch vier. Das sind äh... 64.000!

PACKARD: Ohhh! - TURNER: Boah!

Äh, was machen wir da jetzt?

A-A-Ausd-d-diskutieren.

(sie tuscheln)

TURNER: G-G-Genau! Boah!

(sie lachen)

(Jim schnarcht)

Jim!

Jim, wach auf!

Jim!

(Jim schnarcht weiter)

(Rasseln)

Aaaaah, eine Schlange!

Ich bring dich nach Cairo. Ich hab's mir anders überlegt.

Seit wann überlegst du? - Ich bring dich den Mississippi runter.

Du bringst mich nach Ohio.

(sanfte Musik)

(sie ächzen)

Das sind böse Männer, Huck. - Der fieseste von ihnen ist mein Alter.

Er will den Schatz.

Er ist hinter mir her.

Er wollte mich abstechen mit einem Messer.

Warum denn?

Er sagt immer, ich wär nix wert.

Ich wär eine Missgeburt.

Der Sohn von einer Hure.

Hey, Huck, das hat er nicht so gemeint.

Doch das hat er!

Du kennst ihn ja nicht.

Du sagst doch selbst immer, ich stinke und bin blöd.

(seufzt)

Aber das war doch nur weil...

Ich war sauer.

Ach Mensch, Huck.

(elegische Musik)

Aber der kriegt nix.

Ich hab den verdammten Schatz verschenkt.

Ich bin eine arme Sau, wie du.

(Huck atmet tief durch)

Ja.

Du bist eine arme weiße Sau.

Und ich bin eine arme schwarze Sau.

(Eselsschrei)

Hey...

(unheimliche Musik)

(flüstert) Jim, guck mal.

(das Schiff knarrt)

(keucht leise)

Hier liegen tote Seelen. Auf Wracks sind immer welche.

Tote Seelen?

Hast du Angst?

Ich?

Ja.

(jemand rotzt)

(Jim erschrickt, man hört Stimmen)

(sie flüstern) Von wegen tote Seelen. - Warte hier.

Wo willst du hin? - Ich schau mal nach.

Nein! Bleib hier, Huck!

(Gelächter)

ALTER FINN: Sind wir wieder am rechnen, Mister Bill?

Nee.

Ihren Anteil an den 6.000, hab ich recht?

(Bill lacht nervös) Ich hab nicht gerechnet.

Wären wir nur drei...

dann ist es ganz einfach.

(unheimliche Musik)

Aber wir sind vier.

Und das ist einer zu viel, stimmft's?

Herr Packard, ich hab nicht gerechnet. - D-D-Doch, h-h-hast du.

Mister Bill.

Mister Bill.

Je mehr Freunde...

umso kleiner...

der Anteil...

für jeden von uns.

Hä?

War das Ihre Rechnung oder haben Sie vor,

uns alle umzulegen und allein zu kassieren, Mister Bill?

Ich weiß genau, was du vorhast, Hinkebein!

Was hab ich denn vor?

(Bill stammelt)

Packard, ich schwör's, ich kann gar nicht rechnen.

Hä?

Du kannst nicht rechnen?

(prustet)

Das heißt, Sie haben uns belogen?

Nee!

Ich kenn das so: Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht.

Nicht wahr, Mister Packard?

(spannende Musik)

Billy,

weißt du, warum du so braune Augen hast?

Nee, warum?

Weil du voller Scheiße bist!

Boah!

BILL: Hey, Packard, warte doch!

Packard, warte doch!

Ich stech dich ab, du Sack Scheiße, wenn du versuchst, mich übers Ohr zu hauen!

Das würde ich doch nie tun, Hinki ist der Verräter!

Lass mich den abknallen. - Wir brauchen den.

Aber...

wir brauchen Turner nicht.

Und was ist mit Hinki?

Hinki? - Ja.

Bekommt seinen Anteil in Blei.

(Musik wird dramatischer)

BILL: Was denn?

PACKARD: Ich dachte, da wär was.

Lass uns zurückgehen, sonst macht Hinki noch Pläne mit Turner.

Packard? - Hm?

Wir sind doch Freunde, hm? - Sicher.

Sicher sind wir Freunde.

(flüstert) Huck!

Los, Huck!

(bebender Atem)

(Schuss)

Nix wie weg!

(dramatische Musik)

(Schuss, Bill stöhnt)

Geh!

(Jim hechelt)

(spannende Musik)

ALTER FINN: Da waren's nur noch zwei.

Arme nach vorn, Arme zur Seite, Jim.

(heitere Musik)

Arme nach vorn und zur Seite.

Jim, guck mal: Und dabei musst du die Beine...

so wie ein Frosch.

Jim, du schwimmst wie eine Ente.

Kein Wasser schlucken, ruhig atmen, Jim. - Ich kann nicht mehr!

Nicht reden, ruhig atmen. - Huck...!

Aaah!

Arme nach vorn, Arme zur Seite. Arme nach vorn, Arme zur Seite.

Jim?

Jim?

Jim!

Jim!

Jim!

Jim!

Haaa! Hast wohl Angst gehabt, was?

Hundsgemeiner Kerl, du!

(sie lachen)

Arschbombe!

Oh!

Was ist, Hucky?

Dein Rücken.

Die haben dich ausgepeitscht.

Das ist das Gesetz, Hucky.

Das weiße Gesetz.

(Hühner gackern)

Hey, ich hole ein paar Eier. - Ich geh hier lang.

(gackert wie ein Huhn)

Sind doch nur ein paar Eierchen.

Morgen legst du neve.

Ahl!!

(schnaubt)

Mist!

Jim!

Komm, ich klemm fest! Jim, bitte!

Jim, komm schnell!

Jim!

Komm, hilf mir! Schnell!

(Jim ächzt)

HUCK: Mist.

Ich geh da rein. - Beeil dich.

HUCK: Los, mach schon!

(Huck ächzt)

(Schritte, Tür geht auf)

FARMERSFRAU: So!

(Mädchen lacht, Frau küsst sie)

(leise, spannende Musik)

(flüstert) Jim!

(Frau summt)

(schmunzelt)

(Eselsschrei)

(Musik wird spannender)

(Türklopfen)

(flüstert) Jim! Jim!

Ja?

Einen wunderschönen guten Tag wünsch ich Ihnen.

Wir suchen einen enfflohenen Nigger und einen kleinen Jungen.

Und Sie haben nicht zufällig auch noch einen Schluck Whiskey im Haus?

Warten Sie.

He...

(schnieft)

Hehe...

(Kliren von Flaschen)

(schnieft)

(Jim ächzt) - Mach schon.

(sie lachen)

(muntere Musik)

JIM: Juhu!

(Pferdewiehern)

HUCK: Versteck dich!

PACKARD: (stöhnt) Moment mal.

Komme gleich.

(lustige Musik)

(Grummeln, Furzen)

Oh!!!

(Wiehern)

(flüstert) Jim!

Ich hab eine Idee. - Bleib hier!

Huck, bleib hier!

TURNER: J-J-Junge, bist du allein h-h-hier?

Ja, Sir. Ja.

Okay.

W-W-Wie hei... Dein Name?

Bernie. Bernie Kornfeld. - Okay.

P-P-Pass mal auf, B-B-Bernie.

I-I-In St. Petersburg da ist ein S-S-Sklave abgehaven, ja.

So ein großer Ommedingsda mit Segelohren?

Stinktier!

Hast du d-d-den gesehen? - Nein, Sir, nie gesehen.

W-W-Wo wohnt ihr, hä? - Ähm...

Mein Alter freut sich, wenn Sie ihn besuchen kommen.

Sonst kommt ja keiner mehr, wissen Sie?

Aaaha.

Dad!

Dad! Es sind wieder welche da!

Mein armer Dad, der ist so allein.

Wissen Sie, wenn sie ihn sehen, rennen die immer alle gleich weg.

Wieso, was hat denn dein Da-a-ad?

Der hat so schwarze Flecken im Gesicht, wenn man da drauf drückt dann platzen die.

Aber mein Dad sagt, die gehen wieder weg.

Kommen Sie mit, er freut sich sicher sehr.

Kommen Sie. - Nee du, Finger weg!

Ich weiß ganz genau, dass dein Alter diese schw-w-warzen B-B-Blattern hat!

Ich hab mich schon gewundert, warum die so stinken.

Wir müssen weg hier, los! - War mir eine Freude, Mister.

Packard, hier sind die schwarzen B-B-Blattern!

Die schwarzen Blattern?

(Jim lacht) - Die schwarzen Blattern!

Wo hast du so lügen gelernt? - Ja, wo wohl? In der Schule natürlich.

Los, komm, wir verschwinden.

Er hat die schwarzen Blattern!

Stinken!

Nicht reingehen! - Was hat der?

Der Farmer hat die Blattern!

Hier gibt's überhaupt keinen Farmer, nur eine Frau mit einem kleinen Mädchen.

Also wer hat euch das erzählt? - Dem sein Sohn!

Ja! S-S-So groß, rote Haare, bl-I-Iaue Augen. Hm.

Hä?

Scheiße!

Also worauf wartet ihr noch? Hinterher!

(rasante Musik)

TURNER: Aua!

(Esel jault und schreit)

Können wir uns nicht irgendwie einigen?!

Und dann kauf ich meine Frau und meinen Sohn frei.

Und wenn sie nicht zu verkaufen sind?

Dann stehle ich sie.

Mein Sohn gehört zu mir, Huck.

Mein Vater ist als Sklave geboren.

Meine Mutter war eine Sklavin.

Ich bin als Sklave geboren.

Mein Sohn ist als Sklave geboren.

Mein Sohn soll nicht als Sklave leben und nicht als Sklave sterben.

Er wird frei sein und seine Kinder werden auch frei sein.

Aber es ist nun mal das Gesetz. - Ein weißes Gesetz.

Das kann keiner ändern.

Abwarten.

(besinnliche Musik)

Wenn ich genug Geld habe, kaufe ich uns ein Haus.

Mit Garten. - Hm.

Und eine Tonne für dich.

(Huck prustet)

Hey, Jim, eine gute Tonne ist gar nicht so leicht zu finden.

Oh ja... (sie lachen)

Arrr!

(sie lachen)

Hey!

Da ist es!

Wo? - Da! Das ist Cairo!

Nee, Jim, das sind Glühwürmchen.

Was wenn wir dran vorbeifahren?

Wenn wir Lichter sehen, halten wir an und schauen nach.

Und wenn wir keine sehen?

Du hast doch gesagt, der Fluss ist dein Freund.

Er bringt uns nach Cairo.

Jetzt kann uns nichts mehr passieren.

Huch!

Jim?

Jim?

Jim!

Jim!

Jim!

Jim!

Jim!

Jim!

(hechelt)

(Vogelrufe)

Jim, sag doch was! Wo bist du?

Jim!

Jim!

Jim!

(hechelt und stöhnt)

(Jim singt auf Englisch)

(schmunzelt)

(spannende Musik)

(Jim summt das Lied)

(Jim singt weiter)

(er singt)

Ich bin's, Huck.

(Jim singt weiter)

(ein Knacken, der alte Finn grunzt)

Hm?

PACKARD: Was ist?

Ich spüre eine Präsenz.

Eine w-w-was?

Sing weiter, Nigger!

(singt auf Englisch)

PACKARD: Wir bringen den Nigger zurück.

800 ist besser wie gar nix.

(Turner stimmt ihm zu)

Turner hat mir erzählt, dass Sie den Nigger zurückbringen.

I-I-Ich?

Das hättest du wohl gerne, du kleines Frettchen, du.

TURNER: Nee!

Willst du mich loswerden? - Nee!

Turner, das haben Sie mir doch erzählt.

N-N-Nee!

PACKARD: Ich stech dich ab, du!

Nee! - Na warte, du!

G-G-Glaub dem nicht! - Ich reiß dir die Zunge raus, du!

Komm her! - Nee!

Nee! - Komm her!

Mensch, Packard! - Was ist denn mit dem Messer los?

Nee! - Kommst du raus, du?!

(rasselt)

(lautes wiehern)

Was ist denn mit diesem Scheiß -Messer los?

Ahhh!!!

(Jim ächzt)

F-F-Feuer!

Das war mein Junior! - Es brennt!

Das war Huck!

P-P-Packard...

Packard!

Guten Abend!

D-D-D...

D-D-Dein...

Oh! Dein...

(Turner keucht und lacht heiser)

Dein Z-Z-Zahn!

Dein Zahn.

{schluckt und rülpst) - Au warte!

D-D-D...

Können Sie uns hören, Mister Packard?

Boah!

Guten Abend!

Dann ist es nur noch einer.

Der N-N-Nigger ist auch weg!

Ich hab eine KI-I-lapperschlange gehört.

Das war mein Junior, alle Achtung.

So klein und schon so schlau.

(lacht heiser)

(spannende Musik)

Packard!

Guten Abend.

(Huck hechelt)

(Huck stöhnt auf)

Huck! Komm schnell!

Jim, ich kann nicht mehr.

Ich hab nach dir gesucht, Huck, überall. Und die Arschgeigen haben mich entdeckt.

Hast du meinem Alten erzählt, dass wir zusammen fahren?

Nein, aber er weiß es.

Du blutest! - Egal, weg hier!

TURNER: Hü! Los!

Bist ein b-b-braver Esel.

(der alte Finn lacht, der Esel schreit)

(Schuss)

Huck!

KÖNIG: Lauf!

(Schuss)

Ahhh!

Mensch!

(Schuss)

HERZOG: Hallo!

Die wollen auf unser Floß. - KÖNIG: Nehmt uns mit, Herrschaften!

Im Namen Christi!

Nehmt uns mit! - Wo wollt ihr hin?

HERZOG: Nach Cairo.

(Schuss)

Huck! Los!

(Huck ächzt)

HUCK: Wer verfolgt euch eigentlich? - HERZOG: Ganz humorlose Leute.

(der Herzog und der König lachen)

KÖNIG: Er hier,

er ist der Herzog von Brüggenwasser.

Herzog Bridgegowater.

Und ich bin...

Ach, ich weiß nicht.

Soll ich es sagen? - Sag's ihnen ruhig.

Nur zu.

Ich bin der König von Frankreich.

Der wer?

Vor euch steht kein geringerer als Ludwig der Siebzehnte.

Sohn von König Ludwig,

folgerichtig, des Sechzehnten von Frankreich.

Ich bin Huck der Erste.

Von meinem Vater dem Allerletzten und meiner Mutter der Unbekannten.

Und das ist Jim.

Wem bist du entlaufen, Boy? - Der gehört mir.

Ich hab ihn geerbt von meinem Vater.

Ja, der wurde vom Dampfer überfahren.

Oh.

Vom Dampfer! (lacht)

Wir sind Selbstversorger. - Besonders als Zahnärzte.

Wir entfernen Zahnstein. - Mitsamt dem Zahn.

(sie lachen)

Hauptberuflich sind wir Schauspieler.

Wir spielen alles.

Ah, My Lady Anne!

(bewundernde Pfiffe)

HERZOG: Heb dich hinweg, du grauser Höllenbote.

Ja, ich habe deinen Mann getötet, bezaubernde My Lady.

HERR: Das halt ich nicht aus.

Doch deine Schönheit reizte mich dazu.

FRAU: Buh! Ich will mein Geld zurück!

Tu was, die gehen! - Na, was denn?

Na...

(Buhrufe)

HERR: Ist ja widerlich! - FRAU: Mir reicht's! Wer kommt mit?

Sorry, My Lady.

Au!

(großes Gelächter)

PUBLIKUM: Bravo!

HERZOG: "Entlaufener Sklave wegen Mordes gesucht".

"Belohnung 800 Dollar".

(Tiere im Stall machen Geräusche)

Kennst du den?

Ich sammle Steckbriefe, ist ein Hobby von mir.

Man weiß ja nie, wen man trifft.

Jim?

Kenn ich nicht.

Das bist du, Boy. - Das ist er nicht!

Hast du eine Augenentzündung?

Der hat doch ganz andere Ohren.

Das ist er nicht.

Ab morgen reisen wir zusammen.

Und der da...

ist unser Gefangener.

Also etwa zehn Meilen flussabwärts sind Posten aufgestellt.

Die durchsuchen jedes Boot.

Und deshalb fesseln wir Jim und sagen, wir haben ihn gefangen

und bringen ihn zurück wegen der Belohnung.

Dann wollen sie ihn nicht mehr fangen, weil er ist ja schon gefangen. Kapiert?

Und wenn wir in Cairo sind, nehmt ihr einfach den Postdampfer, hm?

(eine Kuh muht)

Ihr wollt mich verkaufen.

Nein, wir sind gegen Sklaverei.

Total dagegen.

Stimmft's? - Total dagegen, schon immer.

Lass uns weiterfahren, Huck.

Ist kein schlechter Plan, Jim.

Das ist ein genialer Plan! Genial!

Hier! - Äh...

(Huck würgt)

(der Herzog und der König lachen)

Prost!

@ Bäh! uck spuckt)

Huck!

Der Plan ist Scheiße. - Der Plan ist richtig gut.

Sie werden die 800 Dollar für mich kassieren

und dich werden sie hängen.

KÖNIG: ... aber trink nicht wieder alles aus!

(Bluesmusik)

KÖNIG: Die Plantagen kommen.

Jetzt wird's ernst.

(Jim stöhnt auf)

Du sagst kein Wort!

(spannende Musik)

SKLAVENTREIBER: Kommt, kommt!

(Jim singt auf Englisch)

(ein Hund bellt, Peitschenknall)

SKLAVENTREIBER: Und weiter! Hier!

SKLAVENTREIBER 2: Ist das euer Nigger?

(wieder Bluesmusik)

(pinkelt und seufzt)

(Schnarchen)

(der König seufzt und schmunzelt)

Hast keinen auf der Welt, was?

Keine Mutter.

Keinen Vater.

Ach, das ist ja so traurig.

Ich hab Jim.

Der ist ein Sklave.

Jim ist in Ordnung.

Er hat ein großes Herz. - Nur Menschen haben ein Herz.

Du riskierst für ihn gehängt zu werden.

Wofür?

Weißt du, warum er schwarz ist?

Das hab ich mich auch schon gefragt.

Damit man ihn im Dunklen nicht sehen kann.

Verschlagen sind die Schwarzen und wild.

Glaub mir,

die haben eine schwarze Seele.

Jim nicht.

Er ist eine Ausnahme. - Hast du eine Ahnung.

Weißt du was passiert, wenn ihr in Ohio seid?

Er wird dir weglaufen.

Verlass dich drauf, wenn er dich nicht mehr braucht, ist er weg.

Dann bist du ganz alleine in Ohio.

Das ist sein Plan.

Glaub mir.

Sklaven sind nicht dankbar.

Man kann's ihnen nicht mal verübeln, die sind so.

(atmet tief durch) Was willst du denn machen,

wenn du ganz alleine in Ohio bist?

Kennst du da wen?

Ja.

Ach, Junge.

Was soll nur aus dir werden?

Willst du ein Leben lang alleine bleiben?

Dann brauchst du Freunde.

(der König seufzt und schmunzelt)

(leise, melancholische Musik)

Mein Vater hat immer gesagt, dass ich nichts tauge.

Unrecht.

Du bist ein guter Junge.

Wenn du willst,

kannst du bei mir bleiben.

(spannende Musik)

TURNER: Hü!

Wir haben's g-g-gleich geschafft, Eselchen.

Hü, hü, hü! So.

Einen ordentlichen Sklaven muss man haben.

Ahl!!

Buh!

(lacht)

Komm, Junge. - Huck!

Hm?

HERZOG: Mann, ist das rutschig!

Lass uns verschwinden. - Wieso denn?

Die sind doch cool, wir können was von denen lernen.

Betrügen, lügen, stehlen? - Na eben wie man Geld verdient.

Huck... (seufzt)

das geht nicht gut.

Da liegt Cairo.

Das Tor zum Himmel.

Die schönste Stadt der Welt.

Hm.

Ich werde frei sein!

Ich werde Geld verdienen und mir einen Hut kaufen.

Und ein Bett.

Ein Haus natürlich.

(elegische Musik)

Dann bist du frei.

Dann kannst du machen, was dir passt.

Gehen, wohin du willst.

Ja.

Wohin ich will.

Ich, ich, ich. Nag, nag, nag.

(atmet tief durch)

TURNER: Los, E-s-s-selchen!

Machst du jetzt?!

Zick nicht so r-r-rum hier! Mach jetzt!

So!

Ein Hut! Ich hab hier ein...

Aua!

(dramatische Musik)

(Schiffshorn)

DORFSHERIFF: Steh auf!

Wollen wir hoffen, sie haben vergessen, dass wir schon mal hier waren.

Komm! - Ah!

(Schiffshorn)

Huck!

Das ist der Postdampfer! - Ich hab nichts gehört.

Du wartest hier.

Komm, Huck.

Huck!

Huck, du kommst mit rein. - Lass ihn, er kommt schon.

(Gelächter aus dem Saloon)

Du hast doch auch den Dampfer gehört.

Wir haben's geschafft, Hucky.

Mach mich los, schnell!

Worauf wartest du?

Du haust doch ab, wenn ich dich losbinde.

Du lässt mich doch allein. - Was redest du da?

Ich lass dich nicht allein. Im Leben nicht!

Wir wollen doch zusammen nach Ohio!

Was soll ich denn da? Was soll ich denn in Ohio?

(elegische Musik)

Aber du wolltest doch mitkommen. - Mitkommen?

Du lebst doch nur, weil ich dich mit rumschleppe.

Weil ich für dich lüge.

Und mich hängen sie auf. - Hör mal, Huck.

Ich hab schon kapiert.

Wenn wir in Ohio sind, dann brauchst du mich nicht mehr.

Nein! Wir sind Freunde! - Freunde?

Wie können wir Freunde sein?

In Ohio bist du immer noch schwarz und ich immer noch weiß.

Ich hab nur einen einzigen Freund auf der Welt, und das ist Tom.

Was haben die angestellt mit dir? - Nichts haben die.

Sie haben dir die Seele geklaut.

Whiskey!

KNEIPENDAME: Mist, hier war doch eben noch ein Dollar!

(lacht heiser) - KÖNIG: Wir machen alles wie gehabt.

Und wenn wir die 800 Dollar Belohnung haben,

kauf ich mir ein Häuschen...

und eine feine Frau und Kinderchen.

HERZOG: Du glaubst im Ernst, der ist so blöd, nimmt seinen Jim,

bringt ihn zum Sheriff und kassiert für uns die Belohnung?

Huck ist nicht blöd.

Er ist lieb und er vertraut mir. - Und wie werden wir ihn dann los?

Wir werfen ihn ins Wasser.

Und dann wird er auch noch danke sagen.

Mann, sind wir böse.

(lacht)

KÖNIG: Er wird's überleben. Ratten können schwimmen.

(spannende Musik)

(Jim ächzt)

Hast du's dir überlegt, ja?

Bist du wieder mein Freund, ja?

Ein Scheißkerl bist du! - Ja, ich bin ein Scheißkerl.

Zum Teufel!

(Schiffshorn)

Der Dampfer fährt gleich, wir müssen das Holz durchsägen.

Warte eine Minute hier, Jim!

Beeil dich! - Ja!

(dramatische Musik)

Wo ist er?

Hast du ihn gesehen?

(spuckt)

Dieses Aas!

Er kneift!

Vergiss ihn. Wir...

gehen zum Sheriff, kassieren die Belohnung und verduften.

Na fein!

Du bist nicht nur hässlich, My Lady Anne,

du bist auch blöd! Unser schöner Plan ist im Arsch!

(Jim stöhnt auf)

(Dampferfahrer läutet und ruft etwas)

Aha!

Ah! - Ah!

Boah! Hab ich d-d-dich, du M-M-Mistkäfer!

Die schw-w-warzen B-B-Blattern, was?!

So, Freund... - Ah!

Haben Sie sich auch angesteckt, Mister?

Da fall ich nicht mehr drauf rein. Das war auch ein guter...

war auch ein guter T-T-Trick mit der Klap-Klap-Klapper...

Boah!

(lautes Wiehern) Aaaah!!!

Ahl!!

Ahl!!

Danke für den Tipp, Mister!

DORFSHERIFF: Rein mit dir!

(grummelt)

KÖNIG: Ähm,

wir würden die Belohnung dann gleich mitnehmen wollen.

ALTER FINN: Sheriff?!

Diese beiden Gentlemen...

Wie waren noch Ihre werten Namen?

Äh, Smith! - Und... Wesson.

Ja, Mr. Smith und Mr. Wesson haben mir meinen Sklaven gestohlen.

Äh... - Dieser Sklave.

Sein Name ist Jim, der gehört mir.

HERZOG: Das ist eine Lüge, der ist uns zugelaufen.

Diese beiden Verbrecher...

sind auch Betrüger, wie man sieht.

Hä?

Sheriff, wir sind keine Betrüger. Wir sind Schauspieler.

Und Zahnärzte, wir entfernen Zahnstein.

Oh ja!

Ich erinnere mich! (spannt die Flinte)

(lacht böse)

Oh, boy! - HUCK: Jim!

ALTER FINN: Hallo, Junior!

(lacht heiser)

Sag mal,

was machst denn du mit der Säge? - Jim, es tut mir so leid.

Hau ab!

(der alte Finn und Huck stöhnen auf)

Nein, du haust nicht mehr ab, du kommst schön mit.

Und wir gehen jetzt alle nach Hause.

Wir gehen dann auch, wir wollen wirklich nicht länger stören.

Au! - Ah!

Buh! (lacht böse)

Warum sind wir hierhergekommen?

(Schiffshorn)

(spannende Musik)

ALTER FINN: Huck?

Los, steig auf.

Ich komm nicht mit.

Ich schmeiß dich über den Rand der Welt!

Zwing mich nicht dazu! - Renn, Huck, renn!

Renn nur. Dein Lieblingsnigger wird wegen Mordes gehängt,

wenn du nicht mitkommst. Das war deine Idee, schon vergessen?

Hör nicht auf ihn, Huck! Renn!

Komm!

Ach, komm!

TURNER: Du kl-I-leiner M-M-M...

Lass mich los! - ... kl-I-1leiner M-M-Mistkäfer, du!

Lass, Turner, lass! - Hä?

Huck?

(der alte Finn lacht in sich hinein)

Ich bin kein guter Vater.

Ich weiß.

Huck, pass auf.

Wir reiten jetzt zurück nach St. Petersburg und holen das Geld.

Und dann bist du mich los, du siehst mich nie wieder.

Versprochen?

Mein Ehrenwort.

Was wird aus Jim?

Naja,

er gehört der Witwe Douglas.

Wir müssen ihn zu ihr zurückbringen.

Er wird für sie arbeiten und alles wird so sein wie damals.

Und Huck,

wenn ihr dann immer noch zusammen abhauven wollt,

dann könnt ihr das ja immer noch tun.

JIM: Glaub ihm kein Wort, Huck!

(schmunzelt)

Paps? Wir haben was vergessen. - Was denn?

Den Whiskey. Ist ja eine lange Reise.

Hast du denn einen Dollar?

Ich geh schnell und hol ein paar Pullen.

Nix da!

Turner!

Komm mal her!

Du gehst jetzt da rein und besorgst Whiskey!

Sauf's nicht allein, komm gleich wieder raus.

Paps? - Ja?

Der versäuft den Dollar.

Warum willst du mit dem teilen? Wir nehmen sein Pferd und verschwinden.

Wir sind drei. Das ist einer zu viel, stimmt's?

Du hast viel gelernt, Junior, hm?

Alles von dir, Paps. Alles.

Ja, ich...

konnte den Sch-Sch-Scheißkerl sowieso nie ausstehen.

(rasselt)

Den Trick kenn ich schon.

(Jim brüllt)

Huck, der Dampfer! - Los, Beeilung!

Boah!

(dramatische Musik)

JIM: Ah!

M-Mist!

(sie hecheln)

(Huck ächzt, Packard schmunzelt)

Guten Abend!

ÄGGähl!

Jim! Jim!

Huck! Huck! - Hilf mir! Hilfe!

(Jim stöhnt auf)

(Huck hustet) - JIM: Runter!

Runter!

Ahl!!

Das ist mein Sohn, du Tier! (Turner hechelt)

Guten Abend! - Boah!

Packard!

P-P-Packard!

(lacht) Packard!

Juhu! Packard!

Den macht mir keiner nach.

Wir sehen uns wieder, Junior.

Guten Abend! - Ja, guten Abend.

Ha! Packard!

Guten Abend! - Ja, guten Abend!

(spannende Musik)

(Jim ächzt)

(Schiffshorn)

Jim!

Ich kann nicht weiter!

MANN: Erschieß ihn doch mal einer!

Jim!

Komm, du schaffst das!

Bitte komm, Jim! - Ich mach doch alles schmutzig.

Ist doch scheißegal!

(Jim hustet) - Bitte, Jim.

(Schiffshorn)

DAMPFERFAHRER: Letzter Aufruf nach Ohio!

Bitte, Jim! Komm!

Jim, komm!

Bitte!

Komm, los!

JIM: Ah!!!

Jim, los! (Jim stöhnt vor Schmerzen)

Steh mal auf, bitte!

(Jim keucht)

Wir haben's geschafft, Jim.

(Jim ächzt und hechelt)

(elegische Musik)

Wenigstens...

sterbe ich...

als freier Mann.

Wieso denn?

Red kein Scheiß.

Wir werden reich,

und vom ersten Geld kaufen wir deine Familie frei.

(Jim stöhnt leise)

Lass mich nicht allein, Jim.

Bitte.

Lass mich nicht allein.

(Huck schluchzt)

Jim.

MARK TWAIN: Er wird jetzt schlafen.

Aber er wacht wieder auf. - Ja.

Ich denk schon.

Danke, Mister.

Sie sind sowas wie ein Doktor, was, Mister?

Bin kein Doktor.

Ich bin Huck. Huckleberry Finn.

Mark Twain. Ich...

schreib Geschichten. - Echt?

Mhm.

Dann hab ich was für Sie, Mister.

Ich kann Ihnen eine Geschichte erzählen, die werden Sie nicht glauben.

Erzähl. - Also.

Eines Tages war ich mit meinem Freund Jim

auf der Flucht...

vor meinem Vater, dem alten Finn.

Und dann tauchten auch noch diese Sklavenjäger auf,

die uns dann die ganze Reise lang verfolgten...

MARK TWAIN - ERZÄHLER: Das war wirklich eine abenteuerliche Geschichte,

die ich mir nicht hätte besser ausdenken können.

(Schiffshorn)

Huck brachte Jim nach Ohio, wo dieser ein freier Mann war

und Arbeit fand.

Und schließlich seine Frau und seinen Sohn freikaufte.

Und Huck?

Ich hab's gewusst!

Huck!

Huck!

(fröhliche Musik)

Du lebst! - Ich hab dich vermisst.

Ich dich auch, Hucky, ich dich auch.

Wir sind doch Blutsbrüder. - Genau!

Ich werde dich nie mehr verlassen.

Nie mehr!

Freiheit!

Juhu!

Ja!

Juhu!

Ja!

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