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Original subtitles

SDAT 3, Athen. 9:48 Uhr.

Versuch der Festnahme von Abaaoud beendet.

Misserfolg.

Ja?

An alle Einheiten. Schüsse im 10. Arrondissement.

Ich wiederhole: Schüsse im 10. Arrondissement.

- Wir kehren um. Ja, Marco? - Zwei Bomben am Stade de France?

Héloïse spricht mit der Präfektur. Ruf alle ins Büro.

Und Schüsse im 10. Arrondissement? Wo genau?

Rue Bichat. Rue de la Fontaine au Roi. Also 10. und 11.

Mindestens zwei Männer schießen aus Autos auf die Menge.

- Bleib dran. Verluste? - Sie sind hoch.

Großkaliber. Verstärkung angefordert.

Es ist eine Kriegsszenerie.

- Automatische Waffen. - Schickt Verstärkung!

Antiterroreinheit. Ich höre.

Alle Überwachungseinheiten zum Briefing in Raum F!

Ein Kommando ist am Stade de France, das andere in Paris.

Schüsse fielen am "Carillon",

in der Rue de la Fontaine au Roi und der Rue de Charonne im 11.

Séverine, ihr fahrt zum Stade de France, Sébastien ins 10.

Terroristen drangen ins Bataclan ein. Mitten im Konzert!

Marco, kamen sie nach den Terrassen ins Bataclan?

Wie viele Angreifer sind es insgesamt?

Gibt es Verletzte?

Marco, ich rufe dich zurück. Ja?

Fred, das RAID und die BRI bereiten die Stürmung des Bataclan vor.

Haben wir eine Opferzahl?

Noch keine präzise. In Paris etwa 30, beim Bataclan wissen wir es nicht.

- Wir müssen alle mobilisieren. - Alle sind auf dem Weg.

Einsatz in Les Halles abgebrochen. Fehlalarm!

Nein, Fehlalarm. Wie ist die Lage?

In der Rue de la Fontaine au Roi durchsuchen sie die Keller.

- Ich brauche einen Zeitplan. - Wie ist die Lage?

Es sind zwei oder drei Kommandos.

Eins am Stade de France, eins im 10.

Sie sind im Bataclan. Einer blieb am Boulevard Voltaire.

Von der Rue Bichat nach Nation und dann ins Bataclan?

- Wir prüfen den Zeitablauf. - Wer koordiniert die Notrufe?

Eine Einheit, aber das Netz ist überlastet.

Die Hotline 197 wird aktiviert.

Der Informationsfluss darf nicht im Chaos enden.

Das Bataclan wird gestürmt!

Ich bin im Ministerium. Ich rufe zurück. Guten Abend.

Gibt es eine Bilanz?

Wir erwarten höhere Zahlen von Feuerwehr und Kliniken.

Die Terroristen im Bataclan sind nicht dieselben,

die die Terrassen angegriffen haben.

Das heißt, sie sind auf der Flucht?

Da wir nicht wissen, wie viele Terroristen auf der Flucht sind,

und ob noch andere aktiv werden wie Coulibaly im Januar,

bin ich für die Abriegelung der Stadt, bis die Lage wieder sicher ist.

Wir dürfen nicht in Panik verfallen.

- Das ist keine Panik. - Der Ausnahmezustand wird verhängt.

Soeben treffen die ersten Informationen ein.

Eine vorläufige Bilanz der Feuerwehr im 11. Arrondissement.

Im Bataclan soll es mindestens 60 bis 80 Opfer geben.

Die Opferzahl steigt. Ich weiß nicht, ob es mit Athen zu tun hat.

Ja, ich weiß es nicht.

Ich melde mich, komme aber nicht heim, solange sie flüchtig sind.

Gib den Kindern einen Kuss. Ich rufe an.

Wie Sie wissen, gab es in Paris mindestens 100 Tote.

Es ist ein Massaker.

Mediziner versorgen die Opfer, die Feuerwehr evakuiert.

Unsere Kollegen vor Ort sichern die Stadt.

Wir sind darauf vorbereitet.

Wen es emotional zu sehr belastet,

kann aussetzen, ohne verurteilt zu werden.

Wer eines der Opfer kennen könnte,

sollte lieber nach Hause gehen oder vor Ort helfen.

Hier ist kein Platz für persönliche Gefühle, okay?

Marcos Team ermittelt unter meiner Leitung,

in Abstimmung mit Stéphanies Team, das den Ablauf prüft.

Sarah leitet die Überwachung, die das Ermittlerteam anfordert.

Julien und Mélanie leiten das Cyberteam,

das die Netzwerke infiltriert und überwacht.

Sucht alle Unterstützungsnachrichten für IS heraus.

Margaux' Team kümmert sich um die Opfer,

Identifikation und Klinikeinweisungen.

Zwei oder drei Terroristen sollen in Paris auf der Flucht sein.

Es ist 1:17 Uhr. Sie sind gegen 22 Uhr vom Radar verschwunden.

Sie haben über drei Stunden Vorsprung.

Wir ermitteln mögliche Aufenthaltsorte

und riegeln Paris und die Vorstädte ab.

Alle Informanten, verdeckte Ermittler und Polizisten müssen sich koordinieren.

Jeder, der in den letzten 24 Stunden auffällig war, wird verhaftet.

Jeder muss sich auf seine Aufgabe konzentrieren.

Wie an jedem anderen Tag. Okay?

Danke.

Wir haben das Auto der Angreifer der Bars.

Ein schwarzer Seat.

Das ist er.

Hier fahren sie auf der Rue de Charonne

und biegen auf den Boulevard Voltaire ab.

Einer steigt aus.

- Also sind sie nur noch zu zweit. - Ja.

- Okay. Und dann? - Das Auto fährt weiter.

- Ja. - Hier ist es am Place de la Nation.

Warte. Was?

- Okay, ist das sicher? - Hier verlieren wir sie.

Das nächste Mal sehen wir sie hier,

in der Rue d'Avron.

Nach der Rue d'Avron verlieren wir sie endgültig.

Prüfen Sie alle Vorstädte im Osten,

Vincennes, Saint-Mandé, Montreuil und Bagnolet.

Chef, die Kriminaltechnik fand einen Ausweis im Auto vor dem Bataclan.

- Salah Abdeslam. - Ein Franzose?

Belgier. Aus Molenbeek. Ein Freund von Abaaoud.

Ja, der Rest ist noch schlimmer.

Er ist mit zwei anderen nach Belgien entkommen.

Salah Abdeslam, 26, geboren in Brüssel, ist auf der Flucht.

Er hat die Autos gemietet, die bei den Anschlägen zum Einsatz kamen.

Das erste wurde vor dem Bataclan sichergestellt,

das zweite, ein schwarzer Seat, diente den beiden Terroristen,

die Bars mit Kalaschnikows angriffen und auf der Flucht sind.

Salah Abdeslam wurde heute Morgen mit zwei Männern an der Grenze zu Belgien gesehen.

Es gibt keinen Beweis, dass Abdeslam in Syrien war.

Laut den belgischen Behörden ist er ein Kindheitsfreund von Abaaoud.

Er hätte die Operation leiten können,

von Belgien oder Paris aus, aber auf Befehl von Abaaoud.

- Ist Abaaoud wirklich in Syrien? - Das ist fast sicher.

Aus Athen reiste er über Bulgarien nach Rakka.

Seitdem fehlt uns jede Spur.

Der Präsident spricht um 20 Uhr. Was macht die SDAT?

Alle sind im Einsatz und verfolgen mehrere Hinweise.

Bisher wurden 214 Durchsuchungen durchgeführt.

Es gab 37 Festnahmen.

Gut. Und der Inlandsgeheimdienst?

Uns interessiert Omar Alaoui, Drogendealer, als Gefährder eingestuft,

in den 2000ern im Gefängnis von Djamel Bouziane radikalisiert.

Das ist er.

Drei neue SIM-Karten in zwei Wochen.

Er war seit Anfang Oktober dreimal in Belgien.

Seither entgeht er unserer Überwachung.

- Ich habe dir Alaouis Akte geschickt. - Ich habe sie.

- Die DGSI schickt seine SIM-Nummer. - Gut.

- Lass ihn überwachen. - In Ordnung.

- Hier, von der DGSI. - Was habt ihr zu Omar Alaoui?

Er könnte mit den Terroristen zu tun haben.

Wir fahnden nach einem schwarzen Seat.

- Eine wichtige Überwachungsanfrage. - Wird erledigt.

Djibril, Foued, ihr überwacht Omar Alaoui.

Rue du Faubourg Saint-Denis 35.

Komm schon, Omar. Komm, mein Kleiner.

Da ist es.

9:30 Uhr. Alaoui steigt aus einem schwarzen Smart.

Kennzeichen Bravo, Mike, 547, India, Echo.

Das war's. Bravo, mein Freund.

- Ich brauche die Videoaufnahmen. - Sieh dir das an.

- Noch keine Spur vom Seat? - Nein.

Ist er noch in U-Haft? Okay, danke.

Es ist so krass, Alter. Die Brüder kommen direkt ins Paradies.

Bei uns hätte ich das auf der Straße gefeiert.

Maschallah, aber nicht am Telefon. Bis du heute Abend zu Hause?

Ja, was kann ich für dich tun?

Es geht um das Paket, das ich dir vor drei Tagen gegeben habe.

Aber wir besprechen das nicht am Telefon, es ist heikel.

- Kann ich vorbeikommen? - Wann du willst, Bruder.

- Um wie viel Uhr? - Wie beim letzten Mal.

Dann bis später.

Ich habe Benkhadra abgehört.

Er trifft abends einen gewissen Mokrani.

- Kennen wir Mokrani? - Sagt mir nichts.

Mir auch nicht.

Hier ist die SDAT, wir müssen etwas im Fall Benkhadra überprüfen.

Ich suche einen gewissen Mokrani.

Benkhadra ist aktenkundig, aber zu Mokrani haben wir nichts.

- Benkhadra ist kriminell. - Mokrani interessiert mich mehr.

- Warum? - Niemand kennt ihn.

Das ist interessant.

Laut Cyberteam bleibt er in Salafistenkreisen distanziert.

Super. Ich lasse ihn überwachen. Danke, Inès.

Danke.

Polizei!

Keine Bewegung!

Keine Bewegung!

Lass los, du Hurensohn! Verdammt!

Stehen bleiben!

Keine Bewegung! Auf den Boden!

Auf den Boden, verdammt! Auf den Boden!

Mehr nicht? Abdeslam ruft dich an, du nimmst dein Auto,

fährst 600 Kilometer durch die Nacht,

setzt ihn hier ab und findest es normal?

Das habe ich nicht gesagt.

Salah ist wie ein Bruder. Wenn er anruft, helfe ich ihm.

- Aber du weißt nicht, wo er ist? - Nein, zum zehnten Mal!

Ich sollte ihn nur am Bahnhof absetzen.

- Das reicht. Hat er dir nichts erzählt? - Doch.

Dass er an den Anschlägen beteiligt war.

Dass das nur der Anfang war, dass es in Paris weiter knallt,

und dass er einen Sprengstoffgürtel hat.

- Wir dachten, er lügt. - Hat er was Konkretes gesagt?

Nein, mehr hat er nicht gesagt.

- Was hat er gesagt? - Dass er alles hochjagt.

Okay, weißt du, was wir machen? Du bleibst in U-Haft.

- Ich habe nichts gemacht! - Bei Terror bis zu sechs Tagen.

- Ich habe alles verraten! - Wir klagen dich an.

Ich habe nichts gemacht!

Warte, er hält an. Halt an.

Er steigt aus. Djibril, steig nicht sofort aus.

Er geht rein.

Er ist drin. Djibril, du kannst.

- Kann ich Ihnen helfen? - Ein Päckchen für Monsieur Alaoui.

- Am Ende des Flurs, im Erdgeschoss. - Danke.

Schichtwechsel in 30 Minuten.

Beginnt mit der Übergabe an die neuen Teams.

- Gibt es was Neues zu Mokrani? - Die Überwachung beginnt morgen früh.

Das ist zu spät. Benkhadra trifft ihn heute.

Sie bearbeiten schon zu viele Fälle.

Die gehen alle vor, okay?

Ja, hallo? Okay, bist du beim Staatsanwalt?

Im Auto lagen drei Kalaschnikows, sechs Magazine,

Patronen und leere Magazine.

Die Untersuchung auf Abdrücke und DNA-Spuren läuft.

- Eingestellt auf ... - Salven.

- Die Nummern sind nicht abgefeilt. - Die Kriminaltechnik prüft sie.

- Hat jemand sie aussteigen sehen? - Nein, wir fragen weiter.

- Ist das die Station Croix de Chavaux? - Ja.

- Prüfen Sie die Überwachungskameras. - Wir sind dran.

- Halten Sie mich auf dem Laufenden. - Ja.

Fred, Alaoui wurde nach Vitry verfolgt.

Ich habe das RAID für die Festnahme angefordert.

Polizei! Omar Alaoui!

Omar Alaoui! Auf den Boden!

Keine Bewegung!

- Stehen bleiben! - Polizei! Keine Bewegung!

Bleib stehen!

Hände hoch, sofort! Auf den Boden!

- 13 Kilo Kokain? - Ja, deshalb ist Alaoui untergetaucht.

- Er hat nichts mit den Kommandos zu tun? - Nein.

- Sollte die DGSI das nicht wissen? - Was soll ich sagen?

Was gibt es Neues zu dem Seat in Montreuil und Abdeslam?

Bisher nichts.

Ja?

Wir haben strategisch Maulwürfe in Bars, Moscheen und Gefängnissen platziert.

- Was gibt's? - Chef?

Die Transportpolizei hat das Video von der Metrostation.

Man sieht zwei Verdächtige. Es ist in 30 Minuten hier.

Das ist zu lang. Marco.

Sag der Transportpolizei, wir brauchen es in unter 15 Minuten.

Wir haben es hier bereits gesagt: Wir befinden uns im Krieg.

- Sie sprechen auch von Krieg? - Wir kannten die Gefahr.

Jetzt ist es passiert, nur wenige Monate nach "Charlie Hebdo".

Die staatlichen Maßnahmen reichen nicht aus, um uns zu schützen.

Seit Monaten und besonders in den letzten Tagen hörte man,

dass mehrere Anschläge vereitelt werden konnten.

Wenn man der Presse glaubt,

waren sie schlecht vorbereitet und scheiterten von selbst.

Die Sicherheitsbehörden haben uns nicht davor geschützt.

Verdammt.

23:04 Uhr. Benkhadra erreicht den mutmaßlichen Wohnsitz von Tarek Mokrani.

Sie haben zwei bewaffnete Männer gesehen.

- Richtig? - Ja.

Einer hat auch was gesagt, aber ich weiß nicht mehr, was.

Ich weiß, es ist schwer, aber versuchen Sie, sich zu erinnern.

Er hat sich zu dem anderen umgedreht und etwas gesagt.

- Sie waren normal angezogen. - Er hat gelacht.

- Er hat sich umgedreht und gelacht. - Jung.

Ich habe einem der beiden in die Augen geblickt.

Es war, als würde er nichts sehen.

Er hat nichts angeschaut.

Die Menschen, die sie töten wollten, bedeuteten ihnen nichts.

Erinnern Sie sich noch an Details der Kleidung?

- Er trug einen marineblauen Kapuzenpulli. - Gut.

Dieselbe Farbe wie Ihre Jacke.

Wie alt sind Sie?

23.

War er einer der Angreifer?

Nein.

Der Einzige, den ich gesehen habe,

wollte auf mich schießen.

Sein Gewehr ging nicht.

Also hat er es noch mal versucht.

Es ging immer noch nicht.

Ich weiß nicht, warum ich noch lebe.

Er hat geschossen.

Ich war hinter einem Tisch versteckt und sah nur ihre Füße.

Einer hatte orangene Sneaker an.

- Orange? - Ja, ein grelles Orange.

Und danach ...

Stille.

Doch, das ist interessant.

Ich weiß, Schatz, aber du könntest auch was Nettes sagen.

Das würde mich freuen.

SDAT 16 geht am mutmaßlichen Wohnsitz von Tarek Mokrani vorbei.

Es ist 12:45 Uhr. Wir setzen ein Protokoll auf.

Genau, Enghien-les-Bains, drei Tage, nur du und ich.

Die Fenster sind verhängt.

Keine verdächtige Bewegung innen.

- Foued, da bewegt sich was. Hau ab! - Genau, drei Tage.

Wir sehen die Bewegung auch.

Eine Person, Typ Nordafrikaner, bärtig, ungefähr 25.

- Ich bestätige das. - Ich höre dich nicht.

Mach die Kamera noch mal an. Du bist so schön.

Fragt EUCARIS nach dem belgischen Kennzeichen.

Ja, ich bringe Diego nach Hause und gehe zur Arbeit.

Delattre!

Hey, warte. Delattre!

Eine Gruppe gläubiger Soldaten des Kalifats,

dem Allah Macht und Sieg schenken möge,

hat die Hauptstadt der monströsen Perversion angegriffen,

die in Europa das Banner der Kreuzzüge trägt: Paris.

Acht Brüder haben mit Sprengstoffgürteln und Sturmgewehren

ausgewählte Orte der französischen Hauptstadt attackiert.

Das Stade de France, das Bataclan,

wo Hunderte Götzendiener ein perverses Fest feierten,

und andere Ziele im 10., 11. und 18. Arrondissement.

Bei den Anschlägen wurden mindestens 200 Kreuzzügler getötet.

Frankreich und seine Unterstützer sollen wissen,

dass sie die Hauptziele von IS bleiben.

Dieser Anschlag war nur der Anfang des Sturms und eine Warnung ...

Damit bekennt sich IS zu den Anschlägen.

Weißt du, warum ich dir das vorgespielt habe?

Damit du die Stimme deiner kleinen Freunde hörst.

Den Beweis, dass die Waffen von dir kamen, erhält der Staatsanwalt.

Du bleibst hier noch Jahre, nicht nur Monate.

Ich sitze seit zwei Monaten und verstehe nicht ...

Du sollst auch nur verstehen, von wem ich rede.

Ich habe den Wichsern keine Waffen geliefert.

Aber die Seriennummern im Auto der Terroristen

passen zu Gewehren, die dir gehörten.

Deine Waffen wurden in Montreuil im Auto der Schützen gefunden.

Wenn das inoffiziell bleiben soll, musst du mir mehr geben.

Ansonsten notiere ich jeden Scheiß, den du erzählst. Los jetzt!

Tut mir leid, ich habe nichts zu sagen. Ich habe Prinzipien.

Du hast Prinzipien?

Gehören Waffenlieferungen an Islamisten dazu?

Hast du deshalb das schöne Kreuz auf dem Arm?

130 Tote, verstehst du?

Mütter, Väter, Jugendliche.

Gestern Morgen sind Kinder aufgewacht,

um zu hören, dass sie ihre Eltern nie wiedersehen.

Hast du Kinder?

- Hast du Kinder oder nicht? - Was geht dich das an?

Wo sind sie?

Bei deiner Ex? Bei deiner Mutter?

Ich kann sie morgen an die Fürsorge übergeben.

Ich sage ihnen, woran du beteiligt warst.

- Ich wusste nicht, an wen ich verkaufe. - Was?

- Vor einem Jahr ... - Ich höre dich nicht!

Vor einem Jahr bekam ich den Auftrag,

Waffen zu einem Container zu bringen.

- Man sagte mir nur, wo der Schlüssel ist. - Okay.

Tun wir so, als hättest du uns das freiwillig gesagt.

Das wird dem Staatsanwalt gefallen. Dein Kontakt?

Man sagte mir, er hieße Abu Omar.

- Abu Omar. Ist er das? - Nein, den kenne ich nicht.

Okay. Was noch? Na los, was noch?

Was habe ich zu gewinnen?

Meine Geduld, aber nicht mehr lange. Spuck's aus!

Zwei, drei Wochen später bekam ich noch einen Auftrag.

Im Großraum Paris. Ich weiß nicht, ob es damit verbunden ist.

- Alles ist verbunden. Wie hieß er? - Hat er nicht gesagt.

- Ich habe ihn beim Austausch getroffen. - Und?

Ich kannte ihn aus dem Knast in Fresnes. Er heißt Khalid Ben Ahmet.

Ich habe ihm die Waffen verkauft, weil er eine unwichtige Schwuchtel ist.

130 Tote, das waren nicht meine Waffen, sondern 50 Jahre miese Politik.

- Ist das alles? - Nein.

Am Freitag hätte die Armee Napalm auf alle Vorstädte werfen sollen.

- Aber ihr habt nicht die Eier dazu. - Das war's.

Sieh dir mein Kreuz gut an. Es bleibt, wo es ist.

Wie kann es sein, dass dieser Ben Ahmet untertauchen konnte?

Es ist unsere Schuld. Wir haben ihn überwacht, aber verloren.

- Ich weiß, das ist heikel. - Und wie.

Wir haben nicht genug Beamte für Hunderte Gefährder.

Sie sollten genug für einen haben, der vor Monaten ein Waffenarsenal kaufte.

Stellen wir die Behörden nicht infrage.

Es ist jetzt wichtiger, die Flüchtigen zu finden.

Warum wissen wir nichts? Es ist drei Tage her.

- Drei verdammte Tage. - Meine Leute schlafen seit Freitag nicht.

Wir auch nicht. Was deuten Sie da an?

Vielleicht verstehen Sie unsere Verantwortung nicht.

- Wie bitte? - Wir müssen den Bürgern Sicherheit geben.

Der Minister erwartet Ergebnisse. Finden Sie diesen Ben Ahmet!

Überprüft alle Aufnahmen von Ben Ahmet im letzten Halbjahr.

Khalid, hier ist Mouss.

Wo bist du? Ich erreiche dich nie.

Wo ist die Akte zur U-Haft?

Er war aktenkundig.

Ruf zurück. Ich habe einen Kontakt für die Instrumente und Gitarren.

Hallo, Khalid?

- Radikalisiert 2013 in der Türkei. - Wir suchen Khalid Ben Ahmet.

- Ich brauche den Bericht in zehn Minuten! - Die DGSI hat ihn verloren.

- Und im Netz? - Nichts, auch in infiltrierten Konten.

Nichts außer dem IS-Bekenntnis.

Warte. Er hat vor drei Wochen einen Mercedes gekauft.

- Genial. Ich komme. - Okay.

Gebt das Modell und das Kennzeichen des Autos raus.

Es läuft ein Zeugenaufruf zu seiner Beschreibung.

- Und das Auto? - Die Einsatzkräfte haben das Kennzeichen.

- Die Hotline? - Wir ertrinken in Infos.

Allein gestern gab es über 500 Anrufe.

Polizei!

Tarek Mokrani, Sie werden um 13:45 Uhr festgenommen.

Verdacht auf kriminelle Vereinigung mit Terrorabsicht.

- Wollen Sie einen Arzt oder Anwalt? - Ich will mit deinem Chef reden.

- Gut, wie Sie wissen ... - Können wir jetzt reden?

Ich will Martin Bérieux sehen.

Hallo? Ich arbeite für euch!

Drei Jahre verdeckte Ermittlungen, in einem Tag ruiniert!

- Es tut mir leid. - Ach ja?

Erklär das deinen Leuten, damit sie es nicht auch versauen.

- Nicht in diesem Ton. - Doch! Bring deinen Laden in Ordnung!

Komm mal wieder runter!

Wenn ich deinetwegen 20 Leute zu einem Koksdealer schicke,

hinterfrage ich deinen Geheimdienst auch nicht.

- Was heißt das? - Willst du noch mehr hören?

Was haben deine verdeckten Ermittler denn rausgefunden?

Das mit der DGSI konnte ich nicht wissen.

Das ist nicht das Problem.

Aber die DGSI wusste nicht, dass wir Mokrani lokalisiert haben.

Es gab keine Absprache mit dem Überwachungs- und Ermittlungsteam.

Und natürlich kein Protokoll.

Ich will wissen, woher Sie die Adresse hatten.

- Von einer internen Quelle. - Die Wahrheit, bitte.

- Ich bin ihm gefolgt. - Wem sind Sie gefolgt?

Benkhadra.

Ich wusste, dass er Mokrani trifft, und bin ihm gefolgt.

Es war dringend. Ich wusste nicht, dass er für die DGSI arbeitet.

Warten Sie mal. Sie glauben, das Problem wäre die DGSI?

Nein, es ist die Effizienz dieser Einheit.

Sie haben alle Vorschriften missachtet.

Stellen Sie sich vor, Sie hätten Abdeslam festgenommen.

Sein Anwalt hätte erfahren, dass jegliche Rechtsgrundlage fehlte.

Wissen Sie, was dann passiert wäre?

Er hätte auf freien Fuß kommen können.

- Klar? - Ich habe es für meine Pflicht gehalten.

Ja, aber wir sind hier nicht bei der Kripo von Roubaix.

Keine eigenmächtigen Ermittlungen, verstanden?

Was Sie für Ihre Pflicht hielten, war das denkbar Schlimmste:

diesen Männern zu ermöglichen, davonzukommen.

- Es tut mir leid. - Zu Recht.

Das war das erste und das letzte Mal.

Gehen Sie. In zwei Stunden will ich ein Update zu den Anrufen.

Verdammte Scheiße.

Alles okay?

Ja. Wie viele Zeugenaussagen haben wir zu bearbeiten?

Es waren seit heute Morgen 1250 Anrufe.

Okay.

- Guten Tag. Antiterroreinheit. - Guten Tag.

Wie kann ich Ihnen helfen?

Mit Informationen zu Khalid Ben Ahmet.

Wir wissen, dass Ben Ahmet diese Moschee besuchte.

Mehrere Quellen deuten auf seine Beteiligung an den Anschlägen hin.

Können Sie mir etwas zu ihm sagen?

Ich wünschte, ich wüsste mehr.

Khalid war ein guter Junge.

Aber vor einigen Monaten schloss er sich Brüdern an,

die vom Weg abgekommen sind.

Wüsste ich, wo er ist, würde ich es Ihnen sagen.

Aber seit Wochen hat ihn niemand gesehen.

Helfen Sie ihm bitte.

Ja?

Ich wollte dich zurückrufen.

Wir haben Abaaoud sicher.

Das Ministerium hat Mirages geschickt.

Die französische Armee flog gestern Luftangriffe auf Rakka,

die IS-Hochburg in Syrien.

Zehn Jagdbomber warfen 20 Bomben

über Waffenlagern, Trainingscamps und Kommandoposten ab.

Es war der massivste Schlag Frankreichs

seit dem Beginn der Angriffe am 27. September.

Ziel war der Belgier Abdelhamid Abaaoud,

der die Anschläge vom Freitag in Syrien vorbereitet haben soll.

Der Dschihadist machte im Januar von sich reden,

als seine Festnahme in Athen knapp scheiterte.

Wenn sein Tod bestätigt wird, wäre es ein harter Schlag für IS,

da Abaaoud immer mehr Einfluss auf französische Dschihadisten hatte.

Es gab die Möglichkeit ...

Ich habe Leichtathletik gemacht.

Zuerst kam Weitsprung,

danach Weitwurf.

Ich rufe zurück, mein Schatz.

- Ja? - Die Akte Ben Ahmet.

Danke.

Er wurde am Freitag um 22 Uhr in Montargis geblitzt.

Er war während der Anschläge nicht in Paris.

Aber er hat am 14. ein Versteck gesucht.

Und seit gestern um 23 Uhr ist sein Handy aus.

Gut, danke.

Ich habe da vielleicht was.

Eine Frau aus Saint-Denis will die Terroristen

unter der A86 bei Aubervilliers gesehen haben,

gekleidet wie Penner.

Sie spricht von Abaaoud und Abdeslam, erwähnt aber neon-orangene Sneaker.

- Na und? - Ein Zeuge im Krankenhaus sagte das auch.

Das ist nicht bis zur Presse durchgesickert.

Sie sagt, sie beherberge eine Cousine von Abaaoud, Hasna Aït Boulahcen.

- Ist das das Protokoll? - Ja.

Das ist unwahrscheinlich, oder?

Das mit den Neon-Sneakern ist komisch.

Überprüfen wir Hasna Aït Boulahcen und das Umfeld der Zeugin.

- Hallo. - Spreche ich mit Samia Khelouf?

- Ja. - Inès Moreaux von der Antiterroreinheit.

Sie haben heute hier angerufen.

Warum rufen Sie jetzt erst zurück? Es waren mehrere Anrufe.

Ich weiß, wo sich die Terroristen verstecken.

Können Sie das wiederholen?

Madame?

Ich weiß, wo die beiden Terroristen sind.

Marco, kann ich dich kurz sprechen?

Samia, 30 Jahre alt, wohnhaft in Saint-Denis, nicht aktenkundig.

Sie beherbergt eine Cousine von Abaaoud,

die nicht in den Akten auftaucht, Hasna Aït Boulahcen.

Samia sagt, die Terroristen verstecken sich unter der A86 bei Aubervilliers.

Einer trage Jeans und sähe aus wie ein Roma,

der andere sei bärtig und trage Bomberjacke und orangene Sneaker.

Das Problem ist, dass sie Abaaoud und erst auch Abdeslam identifiziert hat.

Abdeslam ist in Belgien, Abaaoud wurde bei Luftangriffen getötet.

- Ich weiß. - Will sie nicht einfach nur reden?

Von den orangenen Sneakern wussten nur drei Zeugen.

- Man sollte sie anhören. - Gut, okay.

Lass sie kommen und organisiere die Befragung.

Hier BAC 26, wir folgen einem schwarzen Mercedes,

der auf der Fahndungsliste steht, und halten Abstand.

Kennzeichen Bravo, Charlie, 254, India, Uniform.

Eine Person im Fahrzeug. Wir warten auf Anweisungen.

Nach dem Schock wird in Frankreich

gleich eine Schweigeminute abgehalten.

In den Städten gedenken die Bürger der 130 Opfer ...

Komm her. Bleib stehen!

- Hiergeblieben! - Polizei!

- Aus dem Weg! - Bleib stehen!

Bleib stehen! Polizei! Bleib stehen!

Hau ab! Raus aus dem Auto!

- Raus! - Lasst mich los!

- Hände hoch. - Ist ja gut.

- Her mit den Händen. - Ist gut!

Khalid Ben Ahmet? Stimmt der Name?

Oder sollen wir Sie Abu irgendwas nennen?

Jackie Delattre, sagt Ihnen das was?

Das sagt Ihnen nichts?

Das ist er.

Sie waren zusammen im Gefängnis.

Sie haben ihm Waffen abgekauft.

Wo waren Sie am Abend des 13. November?

Es hat eingeschlagen wie ein Blitz.

Haben Sie Angst?

Man sieht, dass Sie Angst haben.

Die Brüder machen euch alle kalt.

Was wissen Sie über die Angreifer der Terrassen?

Ich kann nur sagen, dass die Hand, die Sie schlägt,

nicht irgendeine Hand ist.

Es ist die Hand Allahs und seines Propheten Mohammed,

Allah segne ihn und schenke ihm Heil.

Und es ist nicht vorbei. Sie wird weiter zuschlagen.

Die Brüder, die noch frei sind, werden euch, eure Frauen und Kinder töten.

- Fred! - Lass ihn los!

Ist ja gut. Alles okay.

Hör sofort damit auf!

Was ist in dich gefahren? Reiß dich zusammen!

Geh nach Hause, wenn du dich nicht im Griff hast.

Reiß dich zusammen und denk nach! Ich brauche dich!

Und bring das Arschloch zum Reden!

Samia Khelouf?

Inès Moreaux. Wir haben gestern telefoniert.

Kommen Sie mit. Darf ich in Ihre Tasche schauen?

Drehen Sie sich um. Die Arme zur Seite.

Können Sie sich umdrehen?

Tut mir leid, das sind die Vorschriften.

Wir gehen geradeaus.

Hier entlang.

Sie heißen Samia Khelouf, geboren am 16. August 1983 in Epinay-sur-Seine.

Sie sind französische Staatsbürgerin

und wohnen in der Rue Paul Éluard 45 in Saint-Denis.

Seit zwei Monaten wohnt Hasna Aït Boulahcen bei Ihnen.

Wir hören.

Okay, es war gegen 21:30 oder 22:00 Uhr.

Wir sind mit dem Auto zum Autobahnkreuz der A86 bei Aubervilliers gefahren.

Hasna hat telefoniert.

Ich weiß nicht, mit wem, aber es war jemand in Belgien.

Woher wissen Sie, dass es jemand in Belgien war?

Ich habe die Nummer gesehen.

Sie wollte anhalten,

um ihren 14-jährigen Cousin mitzunehmen.

Er habe keine Wohnung und lebe auf der Straße.

Wir waren am Eingang des Camps.

Er hat uns sofort gesehen.

Er trug einen schwarzen Kapuzenpulli

und orangene Sneaker.

Ich konnte nicht anders, ich habe gefragt: "Wart ihr das mit den Anschlägen?"

Er hat mir in die Augen geschaut und Ja gesagt.

Er habe die Terrassen angegriffen.

Er hat gesagt, dass sie weitermachen

und ein Kommissariat oder eine Krippe in La Défense angreifen wollen.

Er hat Hasna gesagt, sie müsse ihm helfen,

eine Wohnung zu finden und so weiter.

Dann sind wir wieder zum Auto gegangen.

Sie hat sofort angefangen, Leute anzurufen,

um einen Schlafplatz für ihn zu finden.

Und danach sind wir nach Hause gefahren.

Das war's.

- Was war in seinem Auto? - Nur seine Abdrücke.

- Keine Sprengstoffspuren? - Nichts.

- Wir haben die Fotos von seinem Handy. - Zeig mal.

Noch mal zurück. Da.

Noch weiter. Das da.

Vergrößere das Gebäude.

Noch mehr.

Wir haben etwas über dich herausgefunden.

Es geht um eine Reise vor fünf Jahren.

- Fick dich, okay? - Ja.

Fick dich, fick dich, fick dich.

Bist du das auf dem Foto?

Sieh es dir an, na los.

Siehst du? Der Ort war schwer zu finden, aber wir vermuten Isfahan.

Ich habe Recht auf ein Privatleben.

Ja, das ist sehr wichtig.

Sollen wir deinen IS-Freunden erzählen, das du bei den Iranern warst?

Ich war bei einer Freundin. Ich habe das Recht dazu.

Eine Schiitin? Das ist nicht gerade gut.

- Fresse, du Schlampe! - Hör zu, Arschloch.

Sag mir, wer es war,

und ich poste nicht bei Facebook, dass du was mit einer Schiitin hast.

Raus damit! Los!

Gut, es kommt raus.

Ich kenne die Typen nicht.

Du hast Waffen gekauft.

Für meine Zelle! Ich war am 13. nicht in Paris.

Als ich von den Anschlägen hörte, wollte ich die Waffen verstecken.

- Wo? - In einem Wald auf dem Land.

- Wo genau? - Ich weiß es nicht.

Du erzählst Scheiße.

- Es stimmt. - Sag mir die Wahrheit!

Beim Leben des Propheten Mohammed, es ist die Wahrheit.

Allah ist mein Zeuge.

Beim Leben des Propheten.

Wir schaffen das.

- Er war es. - Sind Sie sicher?

Ja, er hat abgenommen und sein Gesicht ist eingefallen, aber er ist es.

- Abaaoud? - Ja, hundertprozentig sicher.

Ich habe ihn unter der A86 gesehen.

Gehen wir noch mal zurück.

Erklären Sie uns, warum Sie dort hingefahren sind.

- Was macht das für einen Unterschied? - Was?

Abaaouds Cousine wohnt bei Ihnen, und drei Tage nach den Anschlägen

fahren Sie mit ihr zu ihrem Cousin?

- Finden Sie das nicht seltsam? - Sie hat gesagt, ihr Cousin wäre 14.

Hasna ist so gut wie obdachlos.

Ich wusste nicht, dass sie lügt, und dass ich diesen Psychopathen treffe.

Ich sah seine Augen im Rückspiegel, als er sagte, er habe Leute erschossen.

Im Rückspiegel? Sie waren draußen.

Nein, wir waren erst am Camp und dann in meinem Auto.

- In Ihrem Auto? - Was wollte er da?

- Keine Ahnung, vielleicht war ihm kalt. - Kalt?

Glauben Sie, dass ich lüge?

Gehen wir es in Ruhe durch. Es ist unklar.

Sie haben ihn draußen getroffen und sind dann zu dritt

oder zu viert zum Auto gegangen.

- Ja - Zu dritt oder zu viert?

- Warum zu viert? - Der zweite Terrorist!

Er ist bei den Junkies geblieben.

Aber Sie haben gesagt, dass es Salah Abdeslam war.

- Er habe das Camp nicht verlassen. - Doch.

Ich habe ihn draußen kurz gesehen.

- Aus dem Auto? - Draußen.

- Sind Sie sicher? - Ich war im Auto ... Nein.

- Warten Sie. Ich war im Auto. - Im Auto?

Ich war im Auto, sie waren draußen.

Da habe ich sie gesehen, als Hasna ...

Genau, da ist Hasna mit ihrem Cousin ausgestiegen.

Sie sind zum Camp gegangen und haben zu dritt geredet.

Aber ich habe sie nicht gut gesehen. Sie standen im Dunkeln.

- Ich hatte keine Zeit, genau hinzusehen. - Schade.

Glauben Sie, das macht mir Spaß?

Glauben Sie, das macht mir Spaß? Ich weiß nicht, was Sie wollen.

Noch mal ganz in Ruhe.

Der Mann, den Sie als Abdelhamid Abaaoud identifiziert haben,

hat Hasna gebeten, ein Versteck zu finden?

Ja, sie hat Ja gesagt, und er meinte, er gibt ihr das Geld später.

- Und hat sie eine Wohnung gefunden? - Ich glaube schon.

Wie findet sie so schnell eine, wenn sie selbst keine Bleibe hat?

- Sie hat Leute angerufen. - Welche Leute?

Sie hat Leute aus ihrer Familie gefragt.

Wen aus ihrer Familie?

Hören Sie auf, mich wie eine Kriminelle zu behandeln!

- Ich habe nichts damit zu tun. - Das ist nicht sicher.

- Ist das ein Witz? - Es ist wichtig, dass Sie präzise sind.

Wir wollen nur verstehen,

warum ein IS-Anführer wie Abaaoud unter der Autobahn schläft

und niemand anderen um Hilfe bittet

als seine Cousine und die Freundin, bei der sie wohnt.

- Ich weiß es nicht. - Sie wissen nicht viel.

Ich spreche mit Fred.

Schau dich mit deinem Team diskret unter der A86 um.

Inès, nur diskret nachsehen, mehr nicht.

16:01 Uhr. Ankunft am von der Zeugin genannten Gelände, Rue des Bergeries.

Nichts zu berichten.

Chef.

- Guten Appetit. - Danke.

Sieh dir das Kennzeichen an.

20:16 Uhr. Ein belgisches Auto nahe der Rue des Bergeries.

Kennzeichen: 9, Oscar, Uniform, Yankee, 462.

Wir fahren zurück nach Levallois.

Es ist das ideale Versteck. Weit weg, düster.

Ein Mix aus Obdachlosen, Migranten und Junkies.

Uns kam ein belgisches Auto entgegen.

Das Kennzeichen hat noch nichts ergeben.

Marco, was denkst du?

Es ist eher unwahrscheinlich.

Samia Khelouf, die Zeugin, hatte zwar Informationen, die zutreffen,

aber ich kann nicht ausschließen, dass es eine Falle ist.

Es könnte eine falsche Fährte sein, die uns von den Schützen wegführt.

Wir sind erschöpft, Fred. Wir sind am Ende.

Wenn es irgendeinen Grund gibt,

aus dem sie lügt, uns manipuliert oder Mist erzählt,

fahren wir direkt gegen die Wand.

Inès, Ihre Einschätzung?

- Ich glaube ihr. - Warum?

Ich kenne aus den Vorstädten viele Frauen wie Samia.

Sie gehen Problemen oft aus dem Weg. Sie hat aber viel riskiert.

Ich glaube, sie sagt die Wahrheit.

Abaaoud ist vermutlich tot.

Seine Cousine wohnt seit Wochen bei ihr.

Sie will mit ihm gesprochen haben.

Sie erwähnt orangene Sneaker. Abaaoud soll weitere Anschläge planen.

- Was wissen wir über die Zeugin? - Nichts.

Nichts über ihre Verbindung zur Familie von Abaaoud oder die Cousine.

- Die Akte ist dünn. - Was denkst du darüber?

Man darf ihre Aussage nicht missachten.

- Aber es ist gefährlich. - Wir haben keine Wahl.

- Also greifen wir ein, Fred. - Okay.

Ich informiere das Ermittlungsteam.

Ich kontaktiere Marokkos Geheimdienst, der Abaaouds Onkel überwacht.

Okay.

Sie ist unterwegs.

Djibril, sie kommt auf dich zu.

Foued, sie kommt. Ich behalte sie im Auge.

- Guten Tag. - Meine Kollegen verwanzen die Wohnung.

- Ist das ihr Computer? - Nein, das ist meiner.

- Benutzt sie ihn nie? - Nein.

- Zeigen Sie mir ihr Zimmer? - Ja, natürlich.

Hier ist es. Verzeihen Sie die Unordnung.

Fassen Sie nichts an. Sie soll nicht merken, dass wir hier waren.

Warum verhaften Sie sie nicht unter der Autobahn? Wir verlieren Zeit.

- Wir sind fertig. - Gut, danke.

Geht runter, den Rest mache ich.

Es geht um eine Überweisung aus Belgien.

Ja, Héloïse? Ich fliege nach Marokko. Abaaouds Onkel wurde verhaftet.

Er redet nur mit einem Vertreter der Antiterroreinheit.

Ich halte dich auf dem Laufenden. Tschüss.

- Sofiane, hilf mir aus, hier ist es voll. - Los, los, los!

Benoît, du bist dran. Du übernimmst.

Verzeihung. Wo ist sie?

- Djib, siehst du sie? - Nein.

Ist gut, ich habe sie.

Nein, sie ist es nicht. Verdammt!

Kader, Rudy, wir haben sie verloren. Sie könnte bei euch auftauchen.

Inès, komm runter. Hasna ist weg.

- Verstanden. Sie ist weg. - Was?

Sie haben Hasna verloren. Räumen wir auf.

- Brauchen Sie Hilfe? - Nein, ich mache das.

- Ich räume das weg. - Ja, bitte.

Inès, hörst du mich? Inès!

An alle, wir sind am Arsch. Abbruch.

Verdammt!

Scheiße.

Inès, Hasna ist hier. Komm sofort runter!

Inès, hörst du mich? Inès!

- Inès. - Es geht jetzt nicht sofort!

Was wird das? Was macht er?

- Kader geht zum Gebäude. - Nein, er soll zurückkommen!

Er hat seine Kopfhörer nicht.

Entschuldige, Schwester. Nur ganz kurz, bitte.

Mein Freund Aziz Markoum wohnt hier irgendwo. Kennst du ihn?

- Nein. - Warte bitte.

Ich muss was für die Uni abholen.

- Wo war das? - Inès, Kader hält Hasna auf.

- Sie sind unten. Komm jetzt! - Ich mache das.

- Wir müssen aufräumen. - Gehen Sie!

- Kapierst du es nicht? Hau ab! - Nur ganz kurz.

- Hau ab! - Ich weiß. Entschuldigung.

- Geht das so? - Ja, gehen Sie!

Na los, verdammt!

- Fass mich nicht an. - Tut mir leid.

- Ich habe keine Zeit. - Ganz ruhig.

Ich kenne den Typen nicht.

Okay, Sarah, sie kommt raus.

- Kader auch. - Leute ...

- Bitte, Herr Kommissar. - Danke.

Guten Tag. Ich bin Kommissar bei Frankreichs Antiterroreinheit.

Inès, der Onkel bestätigt, dass Abaaoud vor zwei Wochen in Belgien war.

Sie haben telefoniert. Wir haben es überprüft.

Er ist also unter der A86.

Wir brauchen die Adresse von Hasnas Versteck.

Kontaktieren Sie Samia.

- Ich zähle auf Sie. - Okay.

Weltweit versammelten sich Menschen im Gedenken an die Opfer der Anschläge.

Der Trafalgar Square in London

erstrahlt in den französischen Nationalfarben.

Wenn wir unter der Autobahn eingreifen, könnten sie entkommen.

Wir wissen nicht, wie viele es sind, ob sie Verstärkung und Waffen haben.

Wir müssten jemanden ins Camp einschleusen,

aber er könnte leicht auffliegen, und dann sterben Unschuldige.

Wir können nicht eingreifen und brauchen die Adresse.

Ich habe die Adresse nicht. Warum verhaften Sie nicht Hasna?

Wenn wir sie verhaften, verlieren wir unseren Vorteil.

Ich weiß, dass es schwierig ist.

Aber du musst uns helfen und die Adresse herausfinden.

Das ist Ihre Arbeit. Ich habe mit all dem nichts zu tun.

- Ich weiß. - Und?

Wir brauchen dich. Es geht nicht anders.

- Verdammt. - Du bist sehr mutig.

Ich weiß, dass du das schaffst. Bring es zu Ende.

Und Hasna? Was machen Sie mit ihr?

Wir sind nicht hinter ihr her.

Danach helfen wir dir mit allem, was du brauchst.

Wir werden für dich da sein.

- Sie helfen mir? - Ich verspreche es.

Dein Name taucht nirgendwo auf.

Du gibst uns die Adresse, wir greifen ein.

Danach ist es für dich Geschichte.

Keine Sorge. Ich schwöre es dir, okay?

Ich schwöre es dir. Vertrau mir.

- Wir haben es fast geschafft. - Verdammt.

Ich werde es versuchen.

Nichts ist sicher, aber ich versuche, die Adresse herauszufinden.

Okay.

Was ist?

Nichts.

Ist es meinetwegen?

Samia?

Wir haben Grund zur Annahme, dass ein neuer Anschlag bevorsteht.

Hasna Aït Boulahcen bekam eine Western-Union-Überweisung.

Ein Terrorist hat Geld aus Belgien erhalten.

Laut der Zeugin hat er mindestens einen Sprengstoffgürtel.

Er will in den nächsten Stunden in La Défense

in einem Kommissariat oder einer Krippe zuschlagen.

Ich informiere den Präsidenten.

Ich fahre sie gegen 21 oder 22 Uhr in die Wohnung.

Ich habe das Geld geholt und nehme ein Taxi.

Können sie nicht allein hinfahren?

- Er ist mein Cousin! - Na und?

Warum musst du da hin?

Warum mischst du da mit? Ich verstehe das nicht.

Gib mir die Adresse, ich hole dich ab.

- Du nervst. Hör auf. - Um Mitternacht.

- Was soll das? Willst du mich verraten? - Was redest du da?

Du wohnst bei mir, vergiss das nicht. Ich teile alles mit dir.

Du triffst die gefährlichsten Typen Frankreichs.

Ich helfe dir, ich vertraue dir, und du zweifelst an mir?

Dann verschwinde, wenn du an mir zweifelst.

Jetzt weine doch nicht.

- Ich werde sterben. - Nein, du wirst nicht sterben.

Du wirst ein schönes Leben haben.

Was verstehst du daran nicht?

Ich werde nie ein schönes Leben haben, kapierst du das nicht?

- Hör auf. - Es bringt nichts.

Hör bitte auf. Vertrau mir. Hör auf. Beruhige dich.

Ich werde meinen Cousin retten. Ich werde ihn retten.

Er wird tun, was nötig ist. Er wird zum Schahid.

Und ich komme ins Paradies.

Hasna, hör auf. Hör auf damit.

Vertrau mir. Nur mir. Vertrau mir.

Verzeih mir, meine Schwester. Verzeih mir bitte.

Hasna, hör bitte auf.

Hör auf damit.

Hör schon auf.

Du darfst dein Leben nicht zerstören.

Wenn ich will, dass du mich abholst, schreibe ich dir.

Ich schicke dir eine Nachricht.

Mouss hat das Versteck gefunden.

Rue du Corbillon 8 in Saint-Denis.

An alle. Fahrt zur Erkundung in die Rue du Corbillon 8 in Saint-Denis.

SDAT 95 überwacht Hasna weiter.

Verstanden, wir fahren los.

Alles ist vorbereitet.

Das ist das Gelände. Sniper hier,

Überwachungsteams hier, hier und hier.

- Und hier mobile Einsatztruppen. - Okay.

Ein Fahrzeug nähert sich.

- Ein BMW. - Er fährt um den Kreisverkehr.

Ich weiß nicht, was er macht.

Vielleicht läuft da ein Deal ab.

Sie unterhalten sich. Ich weiß nicht, was los ist.

- Können Sie jemanden identifizieren? - Negativ.

Er startet. Er fährt weg.

Ja, er fährt wieder weg.

SDAT 52, ein Taxi nähert sich.

Kennzeichen: Alpha, Delta, 219, Delta, Oscar.

Taxi, Taxi, Taxi.

Wir haben ihr Handy geortet. Sie ist im Taxi.

Es fährt um den Kreisverkehr.

Es sieht so aus, als würde es anhalten. Es hat angehalten.

Ich sehe nichts, da sind zu viele Leute.

Ich sehe zwei Männer in Daunenmänteln. Sprengstoffgürtel möglich.

- Schüsse möglich. - Zugriff nicht autorisiert.

Es fährt los.

Das Taxi fährt ab.

Das Taxi fährt ab.

Wir bleiben dran. Startet die Drohne.

An alle Einheiten. Das Fahrzeug ist 700 Meter vom Ziel entfernt.

Wir lassen sie in die Wohnung.

- Héloïse? - Ja?

Sie sind dort.

Die mutmaßlichen Terroristen sind mit Hasna Aït Boulahcen in der Wohnung.

Die Einsatztruppe steht bereit.

Gut.

Der Präsident hat den Einsatz autorisiert.

Laser 1 an Laser 2 und 3. Wir brauchen den Überraschungseffekt.

Wir wissen nicht, was in der Wohnung ist, und ob die Terroristen Sprengstoff haben.

Die Ankunft steht kurz bevor.

An alle: Straße abriegeln.

Abriegelung beendet.

Laser 2, los.

Laser 3, Zugriff.

- Polizei! - Die Tür wurde nicht aufgesprengt!

Los, kommt nur rein! Im Namen Allahs, sterbt mit uns!

Der Überraschungseffekt ist weg!

Wir halten sie auf Abstand. Explosionsrisiko zu hoch.

Wir halten sie mit Dauerfeuer auf Abstand.

Hört auf! Lasst mich bitte rauskommen!

Bitte, ich flehe euch an!

- Lasst mich rauskommen. - Hände hoch!

- Ich habe nichts getan! - Handflächen offen, Finger gespreizt!

Ich habe nichts getan! Lassen Sie mich bitte rauskommen!

- Ich flehe euch an. - Wo ist dein Freund?

- Er ist nicht mein Freund! - Wo ist er?

Er ist nicht mein Freund!

- Lassen Sie mich raus! - Zeig dich!

- Bitte! - Zeig dich!

Laser 5 an Laser 1. Wir sind in der Wohnung. Lage gesichert.

Hier ist nichts mehr. Alles ist zerstört.

Kein Sichtkontakt zu den Verdächtigen. Sie sind unter dem Schutt.

Schickt den Kampfmittelräumdienst.

Ende der Stürmung. Ich wiederhole und bestätige:

Ende der Stürmung.

Okay.

Es ist beendet.

- Es tut mir leid. - Hol mich hier raus!

Hol mich sofort hier raus!

Ich will hier raus, hast du verstanden?

Du hast mich angelogen. Bin ich hier die Kriminelle?

- Nein. - Ich helfe euch, und ihr sperrt mich ein?

- Sagst du nichts? - Ich rede mit ihnen, versprochen.

Hör auf mit deinen Versprechen! Du hältst sie nicht!

Verdammt.

Wo ist Hasna? Wo ist sie?

Wo ist Hasna?

Ist sie in Sicherheit?

Sie ist tot.

- Es tut mir leid. - Nein ...

Bevor sie rauskonnte, hat er sich gesprengt.

Ihr Cousin hat sie getötet.

Es tut dir leid? Verdammt.

Es tut mir leid, Samia.

Es tut mir leid.

Was wird jetzt aus mir?

Was wird aus mir?

Ich kann es dir im Moment nicht sagen. Ich weiß es nicht.

Ich weiß es nicht, aber wir werden ...

Ich weiß nichts. Ich dachte nicht, dass du verhaftet wirst.

Ich weiß es nicht.

Es stimmt, sie sollte nicht hier sein. Für Kronzeugen ...

- Ich habe ihr mein Wort gegeben. - Ich weiß.

Aber so ist nun mal das Gesetz.

Wir klären das. Ihr Fall ist einzigartig.

Kronzeugen bekommen eine neue Identität, aber für einfache Bürger gibt es nichts.

Das ist widerlich.

Ich verstehe, wie Sie sich fühlen.

- Niemand wird gern wortbrüchig. - Ja.

- Es ist widerlich. - Das darf doch nicht wahr sein.

Ich habe ihr Hilfe versprochen.

Sie haben das angeordnet. Ich habe ihr keine Wahl gelassen.

Ich habe ihr gesagt, dass ich danach für sie da bin.

Wir haben sie benutzt. Sie hat uns geholfen.

Man kann es nicht einfach auf das Gesetz schieben.

Sagen Sie sich, dass Sie gute Arbeit geleistet haben.

Inès ...

Sie können stolz auf sich sein.

Nein.

Wir haben in fünf Tagen einen unglaublichen Sturm erlebt.

Wir haben einen schrecklich hohen Preis gezahlt.

Wir werden die Opfer dieses Freitags nie vergessen.

Der 13. November wird ein Vorher und ein Nachher haben.

Wer die letzten Tage miterlebt hat, wird besser gewappnet sein.

Der Kampf, den wir führen, ist unerbittlich und unfair.

Für unsere Mitbürger sind die Ermittlungen abgeschlossen.

Für uns fangen sie gerade erst an.

Untertitel: Dominika Berger

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