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EINE NETFLIX ORIGINAL SERIE
Atmen Sie ganz ruhig.
Ein.
Und auch aus.
Versuchen Sie nicht, Ihre Gedanken zu ordnen.
Lassen Sie sie einfach los.
Und atmen Sie ganz tief.
Ein.
Und aus.
Und wenn ich nun "jetzt" sage, da werden Sie die Augen öffnen.
Jetzt.
Sch.
Ja, machen Sie die Augen wieder zu.
Gut. Gut.
Und nun gehen Sie doppelt so tief in Ihre Entspannung wie zuvor.
Lassen Sie sich Zeit.
Ich führe dich jetzt zurück.
Zu der Quelle.
Zu der Quelle deiner Angst.
Ich werde dich leiten.
Schritt für Schritt.
Schritt für Schritt.
Bis hin zur Quelle deiner Angst.
Bis hin zur Wahrheit.
Du bist in Köln.
In deiner Heimatstadt.
Es ist der Sommer, kurz bevor du eingezogen wirst.
Da ist dein Vater.
Du sehnst dich so, in den Krieg zu ziehen.
Du brennst darauf, endlich hier fortzugehen, alles hinter dir zu lassen.
Da ist die Frau, die du liebst.
Aber da ist etwas, was dich von ihr trennt.
[auf Russisch] Nach rechts. Los! Los, beweg dich!
[Lokführer] Was wollen die?
-Kleidung. -Tun Sie uns nix.
Keine Sorge, eure Kleidung. Uniform. Dann nix passiert.
Wir nix tun, nur Kleidung.
[auf Russisch] Auf die Knie!
[Musik]
[Pfiff]
[Schuss]
[Wolter] Hast du 'nen flotten Otto, oder was?
Gerammelt voll da drin.
Ja, mach hin.
[Mann] Maria, du kommst hier ausm Stall,
guckst hier auf die Lichter von Bethlehem mit einem keuschen Blick.
Hier wo das Vögelchen ist. Und jetzt der Erzengel Gabriel. Bitte.
Maria, jetzt dreh dich mal bisschen ein, ich seh doch überhaupt nichts.
Noch mehr, rüber hier.
Frieda, du empfängst hier grad den Heiland, davon seh ich nix.
Jetzt hau auf die Pauke. Paul, schneller.
[Mann] Jetzt dreh dich ein bisschen ein, ich seh nichts.
[Wolter] Sittendezernat!
Aushebung! Ende der Veranstaltung.
So, meine Damen und Herren, alle in 'ner Reihe aufstellen,
die Genitalien eingesammelt und Schnauze dicht!
[Wolter] Wird's bald!
Das muss alles mit.
Jedes Foto. Jeder Film, jede Dose. Alles.
Übernehmen Sie das, Jänicke. Hier darf kein Detail verloren gehen.
[Jänicke] Sie beide, alles zusammenpacken und ab ins Auto.
-Wer bist du denn? -Der Zimmermann.
-Wer soll das sein? -Na, der Vater von Jesus.
Guck mal, Gott spielt auch mit.
Und die Jungfrau Maria, holder Knabe im lockigen Haar, alle sind sie hier.
Der König.
Paragraph 118. Die Kunst ist frei.
Das müsst ihr mir nachweisen, dass ich kein Künstler bin.
'ne Ratte bist du.
Und du 'ne Schmeißfliege. Dich wird man nie los, was?
Klebt zu viel Scheiße an dir.
Nichts für ungut, aber so was können wir nicht durchgehen lassen.
[Rumpeln]
Wir sind noch nicht fertig.
[Mann] Dauert nicht mehr lange.
Die sind gleich fertig mit dem Heiligen Paar. Gut, mein Hübscher.
Feierabend.
Dich kenn ich doch.
[Musik]
[Wolter pfeift] Alle rausholen.
[Musik]
Komm raus.
Du knallst mich hier oben ab
und lässt dich unten von meinem Kollegen einlochen, ja?
-Der Fettsack kriegt mich nicht. -Und ob der dich kriegt.
Der hat 'ne größere Waffe als das Spielzeug da.
Spielzeug?
[Schuss]
Danke.
Vielleicht macht ihr das ja in Köln anders,
aber bei uns in der Hauptstadt ist es gut, seine Waffe als Erster zu ziehen.
Ja, die ist leider da hinten im Schacht gelandet.
Ich sag Willy Bescheid, haste morgen zurück.
So, du Krawatte. Jetzt sag mal Danke.
-Was? -Ich hör nix.
Danke.
Weißte auch wofür?
Weil ich dich grade davor bewahrt habe,
als Polizistenmörder 'n Kopf kürzer gemacht zu werden.
'n versuchten Polizistenmord haste immer noch an der Backe.
Neben den Schweinereien mit den kleinen Jungs.
Aber ich hab doch nicht...
Du redest, wenn ich dich frage.
Aber...
...vielleicht ist diese Kugel ja gar nicht abgefeuert worden.
Und irgendwie bist du uns entwischt hier oben.
Ich mein, du kennst das doch, oder?
So.
Jetzt stell dich mal meinem Kölner Kollegen vor. Name?
-[leise] Krajewski. -Wie bitte?
-Krajewski, Franz. -Dienstgrad, Regiment?
Gefreiter, Infanterie.
2. Hanseatisches, W...
-Wie bitte? -W... Westfront.
Wohnhaft?
In der Ruine am Herrmannplatz.
Ach so. Ist ja alles klar.
Jetzt pass mal auf. Der Erwin, vom Kiosk...
...im U-Bahnhof, das ist unser Mann.
Punkt 12 meldest du dich bei dem.
Und wenn wir dir dann 'ne Frage stellen, dann hast du 'ne Antwort.
[Wolter] Och komm, Flattermann, jetzt reiß dich mal zusammen.
[Musik]
[Babygeschrei]
[Ilse] Ist ja gut, ist ja gut.
Wo ist Lotte?
Lotte?
Wo warst du?
Überall.
Gar nicht geschlafen?
-Nö. -Und gleich wieder zur Arbeit?
Wie schaffst 'n das immer?
Na weißte doch: Wer schläft, verpasst das Wachsein.
Und ich muss auf Acht sein.
Und hier so?
Paradies.
Leopold.
♪ Deine Augen sind Magnete ♪
♪ Und sie strahlen den Sternen gleich ♪
♪ Deine Küsse ♪
♪ Verbindungsdrähte ♪
♪ Zwischen Erde und dem Himmelreich ♪
♪ Bisschen Technik ♪
♪ Bisschen Liebe ♪
♪ Bisschen Wonne und bisschen Schmerz ♪
♪ Sind der Motor in dem Getriebe ♪
♪ Und betriebsam ist das dumme Herz ♪
-Linke Tasche. -Haste was mitgebracht?
Gelb.
Die hab ich noch nicht.
Was ist 'n das?
Nichts. Nur 'ne Druckstelle.
Kannst mir meine Strümpfe bringen? Die Feinen, bitte.
Ist halb so wild, Toni.
Was soll der Scheißlärm? Wo ist die Miete?
-Liegt aufm Tisch. -Nee. Da fehlt die Hälfte.
Bis heut Abend hab ich es.
Mensch, pass doch auf!
Wer kann schon mit Latte pissen, he?
Fass doch mal an.
Ach, du Sau.
[Mutter] Lotte!
Warte.
Wir brauchen 20. Schrödern schmeißt uns raus.
Heute Abend. Versprochen.
[Toni] Lotte?
[Musik]
Hier. Kleine Erinnerung an deine aufregende Zeit in der Hauptstadt.
-Woher kennst du den Mann? -Krajewski?
Ob du's glaubst oder nicht, der war mal bei uns.
'n Polizist.
Dachte im Ernst, er kann nach'm Krieg ganz normal wieder zurück in 'n Dienst.
Als Zitterer.
Eines Tages kommt er zum Einsatz. Gibt 'ne Riesenballerei.
Und der Hosenscheißer kriegt sich nicht mehr ein.
Haben ihn rausgeschmissen.
Ohne Ehren.
[Hupe]
Na, jetzt mach Platz, du Hornochse!
[Musik]
Lass das.
♪ Friede, wo weilest du? ♪
♪ Friede, wo weilest du? ♪
Hör auf.
Ich geh zur Polizei, ungelogen. Willste mit?
An der Front sind die reihenweise eingeknickt, die Flattermänner.
Jetzt brauchste die nur stark anpusten, schon geht der Hahn auf.
Ich hab Belgien mitgemacht.
Und Frankreich.
Und du?
Nur das Endspiel.
Siegfriedlinie.
Kaputte Automaten sind das.
Nichts anderes.
Kaputte Automaten gehören aufn Müll.
Wahrscheinlich.
-Morgen. -Tschuldigung.
-Verzeihung, wir warten auch schon? -Ritterchen, ich wart auch schon seit 1 h.
-Kaugummi? -Nehm ich. Dank dir.
-War die olle Reckwitz schon da? -Guten Morgen, Herr Regierungsrat.
Einmal. Ist mau heute.
-Hallo. -Hallo.
-Guten Morgen, Jänicke. -Guten Morgen, Herr Gräf.
So früh schon so bepackt?
-[Wolter] Morgen, Mädels. -Morgen, Herr Oberkommissar.
-[Doris] Wer ist der schnieke Typ? -[Charlotte] Da ist sie.
-Morgen die Damen. -[alle] Guten Morgen.
Also, wir brauchen 12 Abschriften.
[alle] Hier, ich!
-37 Feststellungsbescheide für die B. -[alle] Hier, ich!
-90 Vorladungen für die H. -[alle] Hier, ich!
Dann brauchen wir jemanden mit Kenntnissen in...
Ich.
Französisch?
Fräulein Ammelie, natürlich.
So meine Damen, das war's erst mal. Mehr gibt's im Moment nicht.
Sie können sehr gerne warten, aber ich glaube, da kommt heut nicht mehr viel.
[Gräf] Traudel?
Bis morgen.
[Traudel] Ach ja. Da wär noch was.
Die Katalogisierung für das Fotoarchiv der Mordinspektion.
-Die Dame mit dem grünen Hut, bitte. -Sie.
Danke. Fräulein Ritter?
Na?
-Der Buddha will... -Wer?
Gennat, der Chef der Mordabteilung.
Gennat will ein Register anlegen. Schlagwortregister.
Mit Beschreibung aller Morde der letzten 13 Jahre.
Z.B. so: Fundort, Tatwaffe.
Zustand der Leiche. Das ganze Pipapo.
-Und ich soll jetzt... -Du beschreibst, was du siehst.
Und zwar ganz systematisch.
Beispiel hier: Axtmord, gespaltener Schädel, Amputation.
Die Bilder sind nach Fällen geordnet, hinten steht Datum und eine Fallnummer.
-Schlagwortregister. -Richtig.
Später kann man nach Übereinstimmungen suchen.
Wenn z.B. einer öfter mit der gleichen Waffe tötet oder ein Täter...
Und die Bilder hast alle du gemacht?
Oben sind noch dreimal so viel.
'ne Mark die Stunde, Zettel unterschreib ich morgen früh.
Danke.
Weißt du eigentlich,
was der gute Kommissar Rath alles über dich angesammelt hat?
Die letzten Wochen, seitdem du aus Köln abgedampft bist?
Reden wir doch mal über ihn.
Lass hören. Was ist das für einer?
Sie wollen, dass ich Ihnen was über Ihren Kollegen erzähle?
Er kennt dich, also kennst du ihn.
Was springt dabei raus für mich?
Für dich?
Küsschen?
Warte mal.
Du hast da was.
Na komm, schieß los.
Sein Vater ist die rechte Hand vom Kölner Oberbürgermeister.
'n hohes Tier bei der Polizei.
Weiß ich, Mann.
Er ist ehrgeizig.
[König] Verbissen.
'n Frettchen.
[Wolter] Weiß ich.
[König] Geht in die Kirche. Betet. Glaubt an den lieben Gott.
[Wolter] Ja, weiß ich, weiß ich alles.
Aber was weiß ich nicht?
Woher soll ich wissen, was Sie nicht wissen, Herr Oberkommissar?
Warum ist der bei der Sitte?
-Was? -Ja, warum nicht was Anständiges?
Mord? Korruption?
Geheimpolizei?
-Herr Kommissar? Die Verhörprotokolle. -Danke.
-Kann ich sonst irgendwie... -Danke.
Ach ja. Ähm, wo ist Wolter?
Der verhört König.
Was?
Was... wollen Sie denn?
Ich will wissen, was da zwischen euch beiden läuft.
Und was er von dir will.
Und erzähl mir nicht, dass er nur wegen deinem Schmuddelkram hier ist.
Der ist Katholik.
Die mögen so was nicht.
Mann, Mann, Mann!
Du bettelst ja geradezu darum,
heute Nacht ganz offiziell als Kinderficker in 'n Knast einzufahren.
Du hast keine Ahnung, mit wem du es zu tun hast.
Von wem redest du?
Gereon Rath?
Oh.
Wir haben gerade über dich geredet.
Gut, dass du da bist.
Wollte eben gerade kurz für kleine Jungs.
Ich mach das hier.
Du weißt, wonach ich suche.
Wo ist der Film?
Sag ihm doch einfach, dass er bezahlen soll.
Er wird nicht bezahlen. Deshalb bin ich hier.
Er wird bezahlen.
Holen Sie 'n Sanitäter.
Jawohl.
Und sagen Sie mir Bescheid, wenn er wieder vernehmungsfähig ist.
[Musik]
Franz. Wie geht's Ihnen denn?
-Wollen Sie es noch mal versuchen bei uns? -Bitte, ja.
Weg von den Drogen?
-Nein. Doktor. Aber ich... -Das sind die Regeln, Franz.
Wir sind aufgeflogen heute Morgen.
Und?
Die haben König.
Er hat den Film nicht vernichtet.
Warum nicht? Das war doch meine klare Anweisung.
Er hat versucht, 'ne Mark zu machen mit dem Film.
Auf eigene Faust.
Das ist nicht gut, Franz.
Halt.
Was haben Sie geladen? Was? Da drin?
Alles Pestizid.
-Papiere. -Was?
Ich muss die Frachtpapiere kontrollieren.
Jaja.
[auf Russisch] Er will die Frachtpapiere sehen.
-[auf Russisch] Wir müssen durchbrechen. -[auf Russisch] Beruhige dich!
[auf Russisch] Ich kümmere mich darum!
-[auf Russisch] Beruhige dich! -[auf Russisch] Beeil dich!
[Musik]
Reichswehr.
Was ist los? Warum wird der Zug angehalten?
Wir sind dabei zu kontrollieren, Herr Major.
-Lassen Sie den Zug passieren. -Herr Major, nach unseren Vorschriften...
Der Zug fährt im Auftrag der Reichswehr.
Das ist hier vermerkt. Aber jemand muss die Frachtpapiere abzeichnen.
Ich brauche den vollständigen Namen.
Das ist Generalmajor Seegers.
[Major] Gute Fahrt.
[auf Russisch] Alles gut, wir können weiter.
[Musik]
[auf Russisch] ONKEL HAT SOEBEN DIE GRENZE PASSIERT
GESCHENK AUF DEM WEG NACH BERLIN
[Musik]
Sweta.
[auf Russisch] Es hat geklappt!
[auf Russisch] Du bist mein Held.
Alexej.
[Musik]
Das ist nicht typisch. Sandor kommt nie zu spät.
Zeiten ändern sich.
Was soll das heißen?
Dass die Zuverlässigkeit ihres Bruders nachgelassen hat.
Präziser bitte.
Sie liefern uns 35.000 Flaschen Arrak im Jahr.
Ich versorge damit die ganze Stadt. Sie bewahren Stillschweigen.
Ich bezahle Sie gut. Wir könnten alle glücklich sein.
-Aber? -Es gab Beschwerden.
Über die Qualität des Alkohols. Immer öfter.
Da habe ich eine Untersuchung vornehmen lassen.
Und eine interessante Entdeckung gemacht.
Was soll das? Ich trink doch keinen Arrak zum Oktopus.
Ja.
Der gute, grundehrliche und sehr pünktliche Sandor
hat Ihr edles Gebräu einfach mit billigem Fusel vertauscht.
Hat er geglaubt, ich merke das nicht?
Hat er geglaubt, dass die feinen Zungen unserer Gäste versagen?
Obwohl die Zunge das empfindsamste
und am besten durchblutete Wahrnehmungsorgan des Menschen ist.
Wo ist Sandor?
Was ist 'n das für 'n Gefiepe?
Herr Kardakow, bitte.
Eins, zwei, eins, zwei, drei.
Danke.
Die Zunge
ist einzigartig.
Ein kleines Wunder der Natur. Weshalb auch sie selbst eine Delikatesse ist.
Wo ist mein Bruder?
Dr. Schmidt ist draußen.
Genießen Sie Ihren Oktopus, Herr Gosztony.
Herr Doktor.
Ich möchte Ihre kostbare Zeit nicht unnötig verschwenden.
Ich bitte Sie. Wie kann ich helfen?
Mir wurde zugetragen,
dass unser gemeinsamer Freund Geschäfte auf eigene Rechnung macht.
König?
König.
Er hat einen Film beiseite geschafft.
Der Mann gefährdet unsere gesamte Operation.
Ich kümmere mich darum.
Gut.
[Musik]
Na, du fleißiger Hannes.
'n Bier zum Feierabend?
Ich hab noch zu tun.
Wie du willst. Dann bis morgen.
[Rath] Sag mal, Bruno...
Warum hast du ohne mich angefangen?
Ist manchmal besser.
Morgen machen wir's andersrum.
Von mir aus.
Hier ist die Akte. Für dein Verhör.
[Musik]
Feierabend.
-Entschuldigung. -Verzeihung.
[Charlotte] Ich glaub, das ist Ihr's.
Ja, danke.
Das gehört wohl Ihnen.
-[Charlotte] Das dürfte Ihres sein. -Oh ja, vielen Dank.
Ich hoffe, Sie sind von der Sitte.
Und ich hoffe, Sie sind von der Mord.
Auf Wiedersehen.
[Musik]
[Rath] "Jeder einmal in Berlin."
-Guten Abend. -'n Abend, Herr Rath.
Ich habe Post für Sie.
Sieht so aus, als müsste ich meinen Aufenthalt verlängern. Danke.
-Sie wollten morgen abreisen, richtig? -Richtig.
Wir haben leider ab morgen eine Gewerkschaftsgruppe aus Leverkusen.
1. Mai.
Kampftag der Arbeiterklasse, Sie wissen schon.
Ich nehm auch die Besenkammer.
Es tut mir sehr leid. Wir sind bis zum Wochenende ausgebucht. Alle Zimmer.
Danke.
[Frau] "Mein liebster Gereon.
Seit heute sind es genau vier Wochen, die du nun schon weg bist aus Köln.
Und langsam fühlt es sich so an wie damals,
als du und dein Bruder in den Krieg gezogen seid.
Und die Tage schleichend immer länger wurden.
In deinem Brief gestern schriebst du, dass ihr kurz vor der Lösung des Falls steht.
Das lässt mir keine Ruh.
Versprich mir, dass du dich in Acht nimmst.
Das Berliner Pflaster ist rauer als sonst wo im Reich.
Auch wenn ich weiß, dass du bald wiederkommst,
kann ich nicht verhehlen, dass es mir bang wird ums Herz,
wenn ich am Abend das Licht ausschalte,
und ich dem lieben Gott ein bisschen mehr seiner Gnade abzuringen suche,
dass dir nichts zustoßen möge in dieser großen, fremden Stadt.
Sei gegrüßt und geküsst von deiner Helga.
P.S.: Auch Moritz sendet Grüße in die Hauptstadt des Reichs."
[Musik]
'n Abend.
Kurzen dazu?
Danke.
-[auf Russisch] Ich brauche Druckpapier. -[auf Russisch] Sofort.
[Klopfen]
[auf Russisch] Macht die Maschinen aus.
[auf Russisch] Wer klopft an der Tür?
-[auf Russisch] Na, Sergej, alle da? -[auf Russisch] Alle da.
[auf Russisch] Genossen.
[auf Russisch] Vor wenigen Stunden habe ich eine Nachricht unserer Kameraden
aus der Heimat erhalten.
[auf Russisch] Der Zug hat heute Morgen die Grenze ohne Beanstandung überquert
und ist auf direktem Weg nach Berlin!
[auf Russisch] Lang lebe die 4. Internationale!
[auf Russisch] Nieder mit Stalin!
[auf Russisch] Lang lebe unser Genosse Trotzki!
[auf Russisch] Lang lebe die Rote Festung!
[auf Russisch] Die Welt neu und besser erfinden.
[auf Russisch] Nichts Geringeres!
[Musik]
Can't find what you're looking for?
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