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In einer Stunde wollen 500 Leute ihr Mittagessen!
Hey! Du Spast!
Was ist los? - Nicht Sie. Der da!
Wir sind hier nicht in der Krabbelgruppe! Ran jetzt, sonst rauscht es!
Was machst du da eigentlich? - 'n bisschen Thymian f�r die So�e.
Ist mal was anderes. - Wenn du hier weiter auf Sternekoch machst,
kann ich dir aufm Weg zum Arbeitsamt mal in 'n Arsch treten. Dann siehst du Sterne!
Was? Ihr sollt arbeiten!
(Can) Alter, Feierabend!
Guck mal ins Handschuhfach. Da ist dein Geburtstagsgeschenk.
Der Umschlag? - Nein, die Parkscheibe. Mann!
'n Gutschein f�r 'ne Penisverl�ngerung? - Ja, das bringt ganze drei Zentimeter.
Damit kommst du immerhin auf acht! - Alter, ich glaub, es hackt!
Also, hier ist dein echtes.
Carpaccio vom Lachs auf Feldsalat. Kross gebratene Entenbrust
an einer Rotweinjus. Brioche mit eingebackenen Feigen...
Sag mal, zuerst die Penisverl�ngerung, jetzt willst du f�r mich kochen...
Wir werden aber keine Homo-WG, okay?
Alter, war 'n Scherz.
Richtig gut, Mann.
Und, schon was gefunden? - No.
Was ist mit den beiden von letzter Woche? Ines und Chrissy?
Die waren so billig.
H�rt, h�rt. Der Timanizer hat gesprochen. - Es ist dein Geburtstag.
Da ist das Beste gerade mal gut genug.
Zum Beispiel Frauen, die so sch�n sind, dass sie nur aus Mitleid mit dir schlafen.
Nee, auf keinen Fall. - Ach, komm!
Das haben wir lange nicht mehr gemacht! - Das ist immer so stressig...
Jetzt stell dich nicht so an.
Oder denkst du, wir haben's nicht mehr drauf?
Krieg ich deine Telefonnummer? Hab meine verloren.
Wie ist es, hier die Sch�nste zu sein? - Glaubst du an Liebe aufn ersten Blick?
Ist es so hei�, oder bist du das? - Soll ich noch mal reinkommen?
Ich muss 'n Lichtschalter sein. Immer machst du mich an.
Schlafen wir bei dir? Mein Bett ist kaputt. - Hast du was T�rkisches in dir? Nein?
Willst du? - So 'nen miesen Spruch h�rte ich noch nie.
Sorry. Tut mir leid! - Nichts passiert.
Eine Pina Colada, bitte! - Zwei Wodka.
Alles in Ordnung?
Ja. Nein. Ich mein, bei mir ist alles okay, aber...
mein Freund, der... Ach...
Was ist denn? - Mein Freund ist grad mal 26
und hat nur noch ein paar Monate zu leben.
Krebs. Bauchspeicheldr�se.
Bis vor einem Jahr war alles okay, aber jetzt...
Kann man denn gar nichts mehr machen?
Und das Schlimmste daran ist, er kriegt die Diagnose
und seine Freundin verl�sst ihn. Die beiden wollten heiraten!
Schei�e. - Ja...
Und jetzt hat er noch einen letzten Wunsch, bevor...
bevor es zu Ende ist.
Geh schon mal vor.
(Lautlos)
Sag mir einfach, wie du's am liebsten hast? - Der Hammer. Ich musste gar nichts machen!
Ich lag einfach nur da und sah ihr beim Sackh�pfen zu!
"Sackh�pfen". Du Penner! - Ja, Mann!
Und wie gl�cklich die war! Die hat sich gef�hlt wie Mutter Teresa!
Also, 'ne echt versaute Mutter Teresa. Als ob sie was Wichtiges getan h�tte!
(Tim) Hat sie ja!
(Musik und unverst�ndliche Gespr�che)
(Can) Und? - Die da dr�ben. An der Bar!
Echt? Die sieht 'n bisschen depri aus, oder?
(Tim) 'n bisschen traurig, aber interessant!
Bei der h�tte ich Schiss, dass sie mir die ganze Nacht die Ohren vollheult!
(Tim) Ich will sie aber!
Okay, Gehirntumor oder Hodenkrebs?
Schon klar, kein Hodenkrebs.
Sorry.
Alles klar? - Ja, bei mir schon. Aber...
bei meinem Kumpel nicht!
(Lautlos)
Willst du ihn nicht selber fragen? Er sitzt da!
Klar. - Wie hei�t du denn? Marie!
Er hei�t Tim.
Tim. Das ist Marie. Marie, das ist Tim! - Hallo.
Hi. - Ich wei� gar nicht, was ich sagen soll.
Es tut mir so leid f�r dich! Schei�e... Entschuldige!
Kennst du den? Kommt 'n unheilbar Kranker zum Arzt und fragt:
"Herr Doktor, wie lange hab ich noch zu leben?"
Und der Arzt: "Na ja, wenn's hochkommt, so zehn".
Und der Patient: "Zehn Jahre? Zehn Monate?"
Und der Arzt: "Neun, acht, sieben, sechs..."
Mein Lieblingswitz.
Wolltest du nicht eine rauchen gehen? - Was? Ach so, ja. Nat�rlich, klar!
Setz dich doch.
Okay, Tim. Dein Freund sagte, du hast die Bestrahlung schon hinter dir?
Ja, genau. - Das ist wohl das einzig Gute, oder?
Dass man wenigstens wieder Haare aufm Kopf hat. Schei�e, ich...
Entschuldige! - Ach komm, so schlimm?
Ich gab der Friseuse sogar noch Trinkgeld. - Wie machst du das?
Dass du so locker damit umgehst? - Ja, wann soll ich sonst fr�hlich sein,
wenn nicht jetzt? - Hast du gar keine Angst?
Vergiss es. Vergiss, dass ich gefragt hab. Manchmal bin ich echt bl�d und unsensibel.
Themawechsel? - Ja.
Was f�r 'n Sternzeichen bist du?
Krebs. - Okay.
Wollen wir was trinken?
Ach, Schei�e. - Gib mir mal deine Jacke.
Wieso? - Gib mir mal deine Jacke!
'tschuldigung, meine Fruchtblase ist gerade geplatzt!
Ja, genau, wir m�ssen ganz schnell ins Krankenhaus!
Oh, bekommen Sie ein Baby? - Falscher Alarm.
Hast du auch so 'nen Hunger? Ich will noch nicht nach Hause.
Wissen Sie, wo in der N�he noch was auf hat?
Was feiern die hier eigentlich? - Keine Ahnung, vielleicht Geburtstag.
(Griechische Musik)
Was?
So ist das immer bei mir.
Ich bin gleich wieder da. - Okay.
Ist mein Onkel. - 'tschuldigung, ich wollte zur Toilette.
Er hat vor 51 Jahre dieses Restaurant aufgemacht.
Diese Feier war sein letzter Wunsch.
Komm, tanz mit.
(Musik: "Take it from me") (von The Weepies)
Alles klar? - Ja.
Bringst du mich nach Hause?
Wir m�ssen leise sein!
(T�r f�llt zu)
Warte!
Ich bin gleich wieder da. - Was denn?
(Edda hustet und �bergibt sich)
Edda, ich bin sofort wieder da.
Es ist besser, wenn du jetzt gehst.
Das ist meine Schwester. Sie hat Lymphdr�senkrebs.
Ich h�tte es dir sagen sollen, aber... (Edda hustet)
Hier, meine Nummer. Vielleicht meldest du dich ja noch mal.
Willst du mir deine auch geben? - Ja, klar.
Okay, pass auf dich auf!
Lymphdr�senkrebs? - Ja, das musst du dir mal vorstellen!
Ja, und dann? - Nichts. Wir tauschten unsere Nummern
und dann bin ich abgehauen.
Was ist 'n daran so witzig? - Ich hab mir grad vorgestellt,
wie du da in deiner Unterhose stehst, als Krebskranker.
Das war echt nicht witzig. - Ich wei�, aber es ist einfach so...
Oh, Mann...
Wei�t du, was krass ist? Du kannst �berall Krebs kriegen.
Hirn, Haut, Darm, Lunge, Knochen... �berall.
Aber ich hab noch nie von Herzkrebs geh�rt.
Was? - Es gibt keinen Herzkrebs. H�r mal auf mit dieser Krebsschei�e.
Ist doch so. Wahrscheinlich gibt's im Herz so Zellen, die keinen Krebs kriegen k�nnen.
Und wenn man die findet, kann man den Krebs besiegen.
H�tte ich Arzt werden sollen, oder was?
Tim! Can! Bei drei seid ihr in der K�che, sonst rei� ich euch die Eier ab!
Sag mal, aber heute Abend geht klar, oder? - Was?
Unser Essen. Mit den Ladys. - Ja, ja, klar.
Ich glaub, das wird 'n guter Abend. - Jepp.
(Handy)
Ja? - Tim? Hier ist Marie.
Hey. Kannst du kurz weitermachen?
Na, wie geht's? - Gut.
Ich wollte mich noch mal melden. Tut mir leid, ging alles so schnell gestern.
Na ja, und ich wollte dir sagen, dass ich den Abend echt sch�n fand.
Also, wenn du Lust hast, k�nnen wir uns ja noch mal treffen?
Ich wei� nicht, ob das so 'ne gute Idee ist. - Klar, okay, dann...
Nein! H�r zu... - Nein, du hast recht. Ist 'ne bl�de Idee.
Ich find auf jeden Fall, dass du sehr tapfer bist.
Wollt ich dir einfach nur mal sagen. Mach's gut, Tim.
Alles klar?
(M�dchen lachen und johlen)
(Musik: "Water finds it's way") (von Eva Gold)
(Klingel)
Tim? - Hey, st�r ich?
�berhaupt nicht! Willst du nicht reinkommen?
Sind die f�r mich? - Ja. Danke sch�n.
Ich wollt noch mal mit dir reden, weil... Also, ich wollt dir sagen...
Hallo! - Bist du der Hirntumor?
Wie lange noch?
Marie erz�hlte, dein Tumor sei inoperabel. Also, wie lange noch?
Ach so, 'n halbes Jahr oder so. - Cool.
Ich hab h�chstens noch drei Monate.
Wor�ber wolltest du denn mit mir sprechen? - Nichts! Ich wollt nur vorbeikommen und...
Du bist wegen Edda hier. - Was?
Logisch. Du willst mal mit jemand sprechen, der in derselben Situation ist! - Nein!
Willst du? Ich meine, sollen wir mal zu ihr r�ber?
Was ist? - Guck mal, sind die nicht sch�n?
Wie geht's dir so... Edda?
Wie's mir so geht? Mal �berlegen...
Mir tut alles weh, ich hab das Gef�hl, mein Magen l�st sich auf
und mein Sch�del explodiert gleich. Aber sonst, alles super!
Wieso, willst du mir 'n Wachturm verkaufen? - Wir dachten, es w�re nicht schlecht,
wenn ihr mal miteinander redet. Vielleicht tut euch das ja gut, und...
Hier, f�r dich.
Deine Schwester ist 'n echter Sonnenschein.
Wenn die immer Schnittblumen isst, ist es klar, dass sie oft kotzen muss.
Sie war nicht immer so. Zwei Jahre lang hat sie echt krass gek�mpft.
Aber mittlerweile ist zu viel passiert!
Ihr Ex lie� sie sitzen, obwohl sie f�nf Jahre zusammen waren.
Kurz vor der zweiten Chemo war er weg, der Arsch.
Aber dir erging's ja auch nicht anders.
Mit deiner Exfreundin. Dein Kumpel Can hat erz�hlt, dass sie dich verlassen hat.
Ach so. Ja, also, das war echt krass.
Ich muss gleich zur Arbeit. Bleibst du noch 'n bisschen bei Edda?
Also, ich bin weg. Ich ruf dich an, wenn ich wieder zu Hause bin. - Okay.
Tsch�s.
(Er klopft)
St�r ich? - Ja.
Und wobei? - Beim Sterben, du Trottel!
Okay, dann sag Bescheid, wenn's dir zu langweilig wird.
Sag mal, spinnst du? Hau ab!
Meine Schwester hat mir erz�hlt, wie sie dich kennengelernt hat.
Ach so, ja. Das war nur so 'ne fixe Idee von meinem Freund.
Der wollt mir einfach noch was Gutes tun. - Und wo sitzt dein Tumor?
Na, im Kopf. - Aber wo? Im Sternum oder im Lunatum?
Sternum.
Ja, da sitzen sie meistens.
Und jetzt tauschen wir Sterbetipps aus, oder was?
Ich wei� nicht. Marie meinte, es w�r gut, wenn wir etwas Zeit miteinander verbringen.
Hast du 'n Auto?
Auf geht's!
Was machen wir hier? - Ich bin Floristin. Ach, deswegen magst du so gerne Blumen.
Mist, jetzt hab ich den Schl�ssel vergessen.
Und jetzt?
Aha!
Mahlzeit! Ich hab die Viecher mitgebracht, wo sollen die denn hin?
Ich komm mit raus und nehm sie Ihnen ab. - Was wollen Sie denn mit den Viechern?
Ich hatte schon 'nen Termin mit dem Abdecker gemacht.
(Ziegen meckern) (Edda) Komm, komm, komm, komm, komm.
Sag mal...
Was soll das denn? - Abschiedsgeschenk f�r meine Chefin.
Deine Chefin? - Na ja, Ex-Chefin genau genommen.
Als es bei mir losging, passte es ihr nicht, dass ich so oft ins Krankenhaus musste.
Und als ich dann aussah wie der Tod, dachte sie, ich vergraul ihr die Kunden.
Also hat sie behauptet, ich h�tte in die Kasse gegriffen.
Ich hab dann von mir aus gek�ndigt.
Du spinnst doch echt.
Warte mal, da ist sie.
(Ziegen meckern) (Ex-Chefin schreit)
Was mach ich hier eigentlich?
Mich nach Hause fahren.
Wo warst du denn? Lammert dreht am Rad!
Bei Marie. - Bei wem?
Na ja, die mit der kranken Schwester. - Krankenschwester?
Nicht Krankenschwester. Marie, aus der Bar. Hab ich dir doch erz�hlt.
Die Schwester hat Krebs. - Was wolltest du 'n da?
Ich hab mich um die Schwester gek�mmert. Von Gehirntumor zu Lymphdr�senkrebs.
Ich wollte Marie die Wahrheit sagen. Bin aber nicht dazu gekommen, okay?
Aber warum? Wieso willst du ihr die Wahrheit sagen?
Alter, du bist verknallt! - Quatsch.
Na, klar bist du verknallt. Ich glaub's nicht,
der krasse Tim hat sich verliebt. - Nein, Mann!
Verliebt!
Hey, sagt mal, soll ich eure Muttis anrufen, damit sie euch abholen?
Ich glaub, es geht los hier. Ran jetzt, ihr Flachzangen. Und r�umt die Schei�e weg!
Ja, Chef.
Im September sitzen sechs s��e S�uglinge...
im Babysitz und saugen an ihren sauberen Schnullern.
Na komm, Tobi.
Im September sitzen sechs s��e S�uglinge...
Was ist los? War der Lukas wieder gemein zu dir?
(Tobi) Er hat meinen Rucksack umgekippt. - Oh nein, und was hast du gemacht?
Nichts.
Ich w�rd mir das ja nicht gefallen lassen. Wei�t du, was ich gesagt h�tte?
Du saubl�des, sabberndes, schwanzloses, superh�ssliches Sackgesicht!
Du saubl�des, sabberndes, superh�ssliches, schwanzloses Sackgesicht.
Das klappt ja schon ganz gut. N�chste Woche geht es dann noch besser.
(Klopfen) Hallo. Bin ich zu fr�h?
(Marie) Nein, wir sind fertig f�r heute. - Na, mein Schatz. Was hast du gelernt?
Im September sitzen sechs s��e Babys in Babysitzen
und saugen an ihren sauberen Schnullern. - Das h�rt sich ja schon super an.
Danke, bis n�chste Woche. Tsch�s. - Bis n�chste Woche.
(Mutter) Da hat sich aber jemand 'n ganz dickes Eis verdient.
Schwein gehabt. - Was machst du denn hier?
Ich wollt mal sehen, was du so arbeitest.
Hast du Zeit? - Es kommt noch ein Kind. Na, dann heute Abend, bei mir?
Zum Essen? Ab acht? - Hmhm.
Hast du 'n Lieblingsgericht? - Rouladen mit Rotkohl.
Wird gemacht. Gut. - Tim? Ist es okay, wenn ich Edda mitbringe?
Sie rief vorhin an und war total gut drauf. Du scheinst ihr echt gutzutun.
Okay.
(Marie) Die sehen gut aus.
Erwarte von 'nem Kantinenkoch keine kulinarischen H�henfl�ge.
Edda! - Na ja, nicht, dass meine letzte Mahlzeit
furztrockene Rouladen waren. - So...
Probier erst mal. Sp�ter kannst du immer noch meckern.
Ist das 'n Witz? Das ess ich in 'ner Woche nicht.
Guten Appetit.
Und? - Zart wie Butter.
Ja, schmeckt's dir? (Haust�r wird ge�ffnet)
Hallo, Can. - Hi.
Hey. - Du bist also Can? Der gute Samariter.
Ich erz�hlte, was du f�r mich getan hast. - Ja, und ich find's gro�artig.
Solche Freunde braucht man, wenn's zu Ende geht.
Hast du Hunger? Ist noch jede Menge da. - Nee, lass mal. Ich bin aufm Sprung.
Guten Appetit.
Esst schon mal weiter, bin gleich wieder da.
Was ist los? Warum isst du nicht mit? - Keine Ahnung, was grad mit dir abgeht,
aber ich spiel bestimmt nicht Theater f�r die kranke Tante da dr�ben.
Das musst du allein durchziehen.
Mama hat sonntags auch Rouladen gemacht. - Aber die hier kann man wenigstens essen.
Hast du geh�rt? Sie hat dich schon wieder gelobt.
(Musik: "A blank piece of paper") (von Sir Simon Battle)
Alles okay? - Ich bin nur m�de.
Kann sie sich hier irgendwohin legen? - Na klar, in meinem Zimmer.
Jetzt mach dir keine Sorgen. Sie hat doch fast alles aufgegessen.
Ich wei�. Ich glaub, es hat ihr gefallen.
Habt ihr euch schon immer so gut verstanden? - Ich war immer Eddas K�ken.
Mich sah nur einer schief an, sofort war sie da.
"Ich bin dein Bodyguard und haue jedem aufs Maul", sagte sie immer.
Ich hab noch mal �ber dich nachgedacht. - �ber was?
�ber deinen letzten Wunsch.
Und ich w�rd dir den gerne immer noch erf�llen.
Ich hol uns noch was zu trinken. Bin gleich wieder da, ja?
(Unverst�ndlich)
K�nnen wir jetzt endlich nach Hause?
Deine beschissene Matratze ruiniert meinen R�cken. - Tut mir leid.
Ich hab die Zeit vergessen. - Lass uns morgen was Sch�nes machen, Tim.
Ich ruf dich an.
Edda? Was machst du hier?
K�stlich. Das ist ja 'ne Offenbarung in Bolognese, oder? - Sag mal...
Hmmm, herrliches Ragout. Welches Genie ist 'n daf�r verantwortlich?
Was soll das? - Gratulation, Tim. Sieht so aus,
als w�rst du aufm H�hepunkt deiner Karriere. Du steigst in den K�che-Olymp auf.
Komm, raus.
Sie haben da �brigens was aufm R�cken.
Sag mal, geht's noch? - (Paul) Wer war das? Was soll 'n der Schei�?
Dein Handy war aus. - Was? Wir wollten doch heute was zusammen machen.
Wir? Edda, ich wollte gar nichts. Und zuf�lligerweise muss ich arbeiten, okay?
Bewundernswert, dass du mit deiner Krankheit noch arbeiten gehst. Wof�r eigentlich?
Ich hab gleich Pause. Dann gehen wir einen Kaffee trinken, okay?
Ich hab was Wichtiges zu erledigen, du musst mich begleiten. - Was denn?
Ich will 'nen Kredit beantragen. - Als Todkranke? Wie soll 'n das gehen?
Hab ich alles schon geregelt. Bitte, bitte, Tim!
Ist dir in den Klamotten nicht warm? - Ich hab Krebs. Da friert man schneller.
Frau Sonnenschein, entschuldigen Sie meine kleine Versp�tung.
Hallo, Thomas.
Edda, was willst du? - Ich m�chte �ber einen Kredit sprechen.
Ist jetzt ein makaberer Scherz, oder? - Wei� nicht. Sag du's mir.
Das ist �brigens Tim. Er war so nett, mich zu begleiten.
Also, Edda, worum geht's?
Ich brauche 10.000 Euro. - Und wof�r?
Ein Eigenheim. Das Stadtleben wird mir zu anstrengend.
F�r 10.000? - Stimmt. Gib mir 100.000.
Kleiner Scherz. 10.000 reichen. Etwas Kleines im Gr�nen.
Ganz klassisch. Eichenm�bel, h�bsches Blumenbeet und 'ne Laterne im Garten.
Eine Laterne. - Eine Kerze w�rde es auch tun.
Edda, bitte. Du brauchst keinen Kredit. Ich...
Ich �bernehm das f�r dich, hm?
Du denkst, du kannst mein Grab zahlen wie unsere Reisen und den Schnickschnack?
Du d�mlicher Pisser! Jetzt ist mal Feierabend!
Edda...
Das ist Wahnsinn. - Setz dich!
Mal im Ernst, ihr k�nnt doch nicht... - Schnauze und hinsetzen!
Tim und ich haben absolut gar nichts zu verlieren.
Aber du, mein Lieber. Fast schon schade drum.
Edda, bitte... - "Edda, bitte..."
Mal sehen, ob ich das noch zusammenkriege.
"Du bist wie eine dunkle Wolke, die �ber mir schwebt und mich erdr�ckt."
Das waren doch deine Worte, oder? - Edda... Waren es deine Worte, du Pimmelzwerg?
Oh, mein Gott.
Tja, mein Freund. Heute wird es Regen geben.
Das ist das Kleingeld, das ich f�r meine Brautschuhe gespart hatte.
Nimm's als Anzahlung f�r meinen Kredit, m�ssten so 150 Euro sein.
Komm, Tim. Ich bin fertig hier.
�brigens, pissen sich jetzt alle Banker in die Hosen, wenn sie Kleingeld sehen?
Tsch�s, Schatzi.
"Tsch�s, Schatzi"? Es tut mir so leid, dass sie dich da mit reingezogen hat!
Ich wusste auch echt nicht, ob ich lachen oder weinen soll.
Das war so krass, wie sie den Typen aufgemischt hat.
Wei�t du, was mein Problem ist? Ich hab totale Angst davor,
dass sie mal tot im Bett liegt und das Letzte, was sie von sich gab,
war irgend so ein saubl�der Spruch. Ich m�chte eine sch�ne Erinnerung an sie.
Wei�t du, was wir jetzt machen? Wir denken einen Abend mal nicht an Edda.
Was hast du zu lange nicht mehr gemacht? Es geht nur um dich.
Hey, hast du sie noch alle? Das war doch kein Foul!
Sind wir hier beim Basketball, oder was?
L�demann ist der Beste. Wenn er aufh�rt, wird die Zw�lf nicht mehr vergeben.
Ist das nicht cool? Nie mehr! - Ja.
Alles okay? - Ja.
Du musst dich fallen lassen, einfach fallen lassen.
Meinst du vielleicht, so?
Das war sch�n. Danke, dass du dabei warst. - Na klar, war mir 'n Fest.
Tim?
Hi.
Hey. - Lena. Wei�t du noch? Ja, klar.
Wie geht's Can? Alles okay? - Ja, dem geht's gut.
Sch�n. Ich hab in letzter Zeit so oft an ihn gedacht.
Ruf ihn doch mal an. - Ich hab seine Nummer nicht.
Ach so, ja, warte.
Hier. - Danke.
Wer war 'n das? - Eine von Cans Bettgeschichten.
Wieso hat sie so besorgt nach ihm gefragt? - Keine Ahnung.
Ich sah die nur ein Mal. Wer wei�, was Can der erz�hlt hat.
(Marie) Meinst du, sie ruft ihn an? (Tim) Das war nicht seine richtige Nummer.
(Marie) Seid ihr immer so gemein zu den Frauen? (Tim) Was? Nein!
(Jemand klingelt Sturm)
Einen wundersch�nen guten Morgen. Du siehst entz�ckend aus in deinem H�schen.
Edda, ohne Schei�. Was willst du? - Wir beide machen einen Ausflug aufs Land.
Nur �ber meine Leiche. - Nein, sofort. Leck mich am Arsch!
Edda, 80. Nicht 180.
Edda! Du wirst jetzt langsamer und f�hrst rechts ran, ja?
Edda, halt an! Sofort! - �berleg mal. Die Chemo, die Bestrahlung,
die Schmerzen. Der ganze Mist h�rt auf. - Was?
Ich fahr einfach geradeaus. In der n�chsten Kurve ist Schluss. Das w�r doch cool, oder?
Edda, schau auf die Stra�e. - Warum? Nenn mir einen Grund.
Ich will noch nicht sterben, verdammte Schei�e!
Bescheuerte Kuh! Es ist dein Problem, wenn du's nicht abwarten kannst!
Aber lass mich da raus! - Tim, das war 'n Scherz!
Ich lach mich tot! - Tim...
Schei�e.
(Dramatische Musik)
Eine... kleine... Prinzessin.
Ich... bin... eine... (Handy)
Warte mal kurz, ja?
Hi, ich bin noch in der Praxis. Was gibt's? - Edda hatte einen Zusammenbruch, Marie.
Sie wird grad behandelt. Ich wei� nicht, wie schlimm es ist. - Wo ist sie?
In der Uniklinik. - Ich bin gleich da.
(Klopfen, T�r wird ge�ffnet)
Hey.
Na? - Na?
Keine Blumen dabei? - Wieso? Hast du Hunger?
Ich wei� Bescheid. - Wie? Was meinst du?
Du und dein Freund Can. Euer Spielchen.
Sternum oder Lunatum, wei�t du noch?
Sternum ist das Brustbein, du Trottel.
Das ist der Unterschied zwischen mir und Marie.
Ich h�tte nach zehn Sekunden gecheckt, was ihr da abzieht.
Aber Marie hat 'n Herz aus Gold. Die glaubt noch an das Gute im Menschen.
Ich wei�. Ich wollt's ihr ja sagen. - Hast du aber nicht.
Du bist einfach 'n gro�er Junge, mit dem man viel Spa� haben kann.
Aber du hast noch nie Verantwortung �bernommen.
So 'n Kerl ist mir nicht gut genug f�r meine Schwester.
Ich mein, wie willst 'n du jemals wieder aus der Krebsnummer rauskommen?
Spontanheilung. Ist selten, kommt aber vor.
Du hast wirklich an alles gedacht.
Pass mal auf. Wenn ich das Gef�hl hab, du bist nicht gut f�r Marie,
dann sag ich ihr die Wahrheit. Und du wei�t, was das bedeutet.
Ach, und Tim, da w�r noch was.
Ich h�tte noch 'nen letzten Wunsch, bevor ich sterbe.
Wie? - Ach, komm, es ist nur 'n Quickie.
Ist nicht dein Ernst, oder? - Stell dich nicht so an, ich verh�te doch.
Schei�e.
Marie! Marie!
Marie, jetzt warte doch mal!
Hey! - Warum macht sie das?
Weil sie eine Schei�angst hat und es dir gegen�ber nicht zugeben will.
Das muss sie aber nicht. Ich kann damit umgehen.
Komm her.
(Musik: "The last standing guard") (von Sir Simon Battle)
(Musik: "The last standing guard") (von Sir Simon Battle)
Ich kann nicht.
Ich kann nicht zwei Menschen verlieren, die mir was bedeuten. Das geht nicht.
Ich muss f�r zwei Tage zu einer Fortbildung. Edda ist so lange noch im Krankenhaus.
Guckst du in der Zeit mal nach ihr? - Ja.
Danke.
Tim!
Alter, bist du im Wachkoma? Ich hab dich ungef�hr 83-mal gerufen.
Was denn? - Kannst du mir mal helfen?
Das ist doch schei�e hier. - Was jetzt genau?
Na, was wir hier machen. Den ganzen Mist zusammenpanschen f�r Leute,
denen eh egal ist, was sie fressen. Das kann doch nicht alles sein.
Das ist doch auch nicht alles. Das ist nur der Job.
Aber es muss doch noch anders gehen als so! - Sag mal, kommst du noch klar?
Wir haben doch 'n gutes Leben. - Und so soll das immer weitergehen?
Mit 30? Mit 40?
Okay, du bist in diese Marie verknallt. Aber du hast verkackt,
weil du ihr nicht sagen kannst, was los ist. - Ach.
Es zieht dich runter, ja. Aber das darfst du nicht zulassen.
Hey, ich hab 'ne Idee. Wir beide, ja?
Wir ziehen heute Abend los und machen uns mal wieder richtig schick.
Okay? Okay?
Ja, warum nicht.
Jetzt h�r doch mal auf. - Aber mit Jungs in meinem Alter
kann ich nichts anfangen. Man will sich doch auch mal unterhalten.
Aber bei denen geht's immer nur ums Saufen und Ficken.
Sorry, aber ist wahr. Und im Bett, da ist es auch nicht der Hammer.
Die wissen nicht, was sie machen sollen. (Handy)
Klitoris? G-Punkt? Hallo? - 'tschuldigung. Ja?
Du glaubst nicht, wo ich gerade bin. - Edda?
Bei den Bullen. - Wieso nicht im Krankenhaus?
Hab mich selber entlassen. Holst du mich ab? - Was ist denn passiert?
Die verdammten Plattf��e nahmen mich wegen eines Joints mit.
Ich musste sogar in 'nen Becher pinkeln. - Sie warfen sich auf die Motorhaube
eines Streifenwagens und riefen: "Lebend kriegt ihr mich nie, ihr Schweine".
Ja, und jetzt? - Jetzt wollen sie mich nicht gehen lassen.
Weil ich angeblich noch stoned bin. Also muss mich einer abholen.
Und Marie ist ja nicht da. - Ja, bin schon unterwegs.
Die Gerichtsverhandlung findet sp�testens in sechs Monaten statt.
In sechs Monaten? Da bin ich leider verhindert.
Wenn Sie den Termin nicht einhalten, kommen Sie in ernsthafte Schwierigkeiten.
Och... Ich geb mein Bestes, guter Mann.
Wir m�ssen sofort zu dem Typen, von dem ich das Dope hab. Das ist 'n Hammer-Zeug.
Ja, genau. - Ja. Vergiss es. Ich bring dich jetzt nach Hause.
Ich m�chte heut noch was erleben, bitte. - Nein! Au�erdem versprach ich Marie,
mich um dich zu k�mmern. - Ja, dann mach das.
Wie viele Gelegenheiten bleiben mir noch f�r solche Abende?
Gestern sollte ich noch mehr Verantwortung zeigen und heute kaufe ich dir Dope. Super!
Halt die Klappe und bau uns 'ne T�te.
Sorry, dass ich dir den Abend versaut hab. - Ist schon okay.
Ich find's nur kacke, wie du zu Marie warst. Sie leidet darunter, dass du...
Ich wei�.
Was hast 'n du eigentlich noch so vor?
Na ja, nicht viel. - Nicht heute, ich meine, �berhaupt.
Keine Ahnung, erst mal kochen, und dann... - Boah. Toll!
Da kann man dir ja nur viel Gl�ck w�nschen.
Nee, mal ehrlich. Es muss doch was geben, wenn du's dir einfach aussuchen k�nntest.
Na ja, ist schon ziemlich unrealistisch.
Eigentlich will ich mein eigenes Restaurant. - Und?
Was, "und"? - Mach doch einfach. Genau, weil das auch so einfach ist.
Ist es nicht?
Ist ja nicht so, dass du todkrank w�rst oder so.
Wei�t du, worauf ich Lust h�tte? Auf so 'ne richtige Schl�gerei.
Kannst du dir vorstellen, dass ich mich seit meiner Kindheit nicht mehr pr�gelte?
Nein.
Was h�ltst 'n du von der Linken? - Die ist doch viel kleiner als du.
Ach, nee. Ich will ja auch gewinnen.
Das ist ja 'n echt h�sslicher Tussistempel. Oder hei�t das Muschistempel?
Hau ab, Mann! - Wow! Komm!
Hey... - Alles klar so weit?
Hey! - Findest du geil, was? Frauen schlagen!
Super findest du das. Ganz toll! - Hey, hey, ganz ruhig.
Die Frau ist krank. - War das schon alles, du Missgeburt?
Da schl�gt ja meine Oma besser zu als der Schwanzlutscher.
Ist das deine Alte? - Ja. Nein!
Tim.
Alles okay?
Na, denen hast du's ja gezeigt.
Das war eine richtige Schl�gerei. Was f�r ein Adrenalinsto�.
Edda, ich hatte die Schl�gerei, die du angezettelt hast!
Na komm, jetzt sei mal nicht so 'n M�dchen.
Also, pass auf. Wahrscheinlich hab ich das Ganze hier verdient.
Aber ganz ehrlich, im Moment ist es gerade schlecht.
Wenn's irgendwie geht, so drei, vier Monate l�nger w�ren toll.
Ich wei�, ich bin nicht in der Lage, gro�e Anspr�che zu stellen.
Aber da h�ttest du auch mal die Chance zu zeigen, was du so draufhast.
Hallo, Edda. - Hallo. Kommst du?
Setz dich doch.
Aber ich f�hl mich gut. Es geht mir besser! Ich hab sogar zugenommen.
Ich mein, das muss doch da drinstehen! Du hast doch noch gar nicht alles gelesen.
Es hat sich leider nichts verbessert, Edda. Im Gegenteil. Die Zahl der Metas... - Nein!
Das kann doch nicht sein! Es muss in diesem verfickten Krankenhaus
doch irgendwo 'nen Arzt geben, der wei�, wovon er redet.
Hey! - Hey!
Wie war die Weiterbildung? - Gut. Was hast du denn gemacht?
Ach... Edda. - Edda? Nein, indirekt.
So 'n Typ wollte sie verpr�geln, und ich bin dazwischen.
Keine Ahnung, warum ich das gemacht hab.
Also, ich finde, langsam h�tte sie mal 'ne Abreibung verdient!
(Leise Musik und unverst�ndliche Gespr�che)
Danke.
Also, ich wei� immer noch nicht, was das soll.
Wir wollen dir einfach nur was Gutes tun. - Aber ich krieg so gut wie nix mehr rein.
Bitte sehr.
Das ist aber auch egal, weil... Guckt mal.
Sternerestaurants sind super f�r Krebskranke.
Bitte sehr. - Vielen Dank. Ich w�nsche einen guten Appetit.
Ich muss mal kurz wohin.
Ich auch.
Bitte sehr.
Oh...
(Handy vibriert)
Tim? - (Tim) Na, na, na, na, na.
Du hattest genug Champagner. - (Marie) Wir warten drau�en auf dich.
Aber nur noch zwei Minuten, dann fahren wir nach Hause.
Ich hab �berhaupt kein Geld dabei. - Ja, da muss wohl jemand die Zeche prellen.
Ist 'n geiler Adrenalinkick, glaub mir. Also, zwei Minuten. Die Zeit l�uft.
Ey!
Sch�ne Schei�e.
Pardon? Hey! Das gibt's doch nicht.
Schnell! - Oh, fuck!
Mann, bist du schnell! - Ihr Arschgeigen!
Oh, eine Prise Mitleid.
(Musik: "The young blood") (von The Naked and Famous)
Guck mal, da ist das Restaurant.
(Musik)
Tada! Das ist es. - Das ist was?
Die Zukunft, Alter! - Hinter der Bruchbude?
Das ist ein Restaurant, keine Bruchbude. Nein, falsch: Unser Restaurant.
Was sagst du? - Ich sag: Du spinnst.
Guck dir das Teil doch mal an. Da kannst du bei null anfangen.
Ich war da schon mal drin. Der Laden war mal richtig beliebt.
Und warum ist er jetzt zu? - Na, der Chef ist gestorben.
Wahrscheinlich totgearbeitet. Lass mal, Alter.
Can! Ich mein's ernst.
Wir haben hier die M�glichkeit, unsern Traum zu verwirklichen.
Es ist dein Traum. Ich tr�um nicht von Dingen, die ich nicht erreichen kann.
Wenn man's nicht versucht, kann man auch nichts erreichen. Ist klar.
Okay, und woher nimmst du die Kohle daf�r? - Ich hab 'n bisschen was angespart.
Wir nehmen 'nen Kredit auf und machen 'nen Businessplan.
Und das sind dann unsere neuen Chefs. Der Herr Kredit und der Herr Businessplan?
Nee, lass mal, Alter. Dann lieber Paul Lammert.
Daf�r steh ich 'ne Stunde fr�her auf?
Er hat sich's nicht mal richtig angesehen. Egal, zur Not zieh ich's auch allein durch.
Edda, was ist denn los? Du hast mich heut noch nicht ein Mal angep�belt.
Keine Lust.
Holst du mir 'nen Burger?
Du hast Hunger? Klar!
Hier. - Danke.
Stimmt was nicht? - Ich a� seit 17 Jahren keinen mehr.
Ich glaub, das ist das einzige Mal, dass ich auf meine Mutter h�rte.
Sie sagte immer, die Dinger machen erst s�chtig und dann fett.
Und? - Ist geil.
Was f�r 'n Dreckswetter.
Ich will nicht sterben, Tim.
Ich hab doch noch gar nicht gelebt. Ich will nicht! Ich will das alles nicht!
Ich will, dass der schei� Krebs mich in Ruhe l�sst.
Und ich will... ich will alt werden. Alt und fett.
Und ich will noch tausend Burger in meinem Leben essen.
(Wasser l�uft)
Edda? Alles okay?
Edda? - Was?
Alles in Ordnung? - Ja.
Wie lange brauchst du noch? Ich muss mal aufs Klo.
Gro� oder klein? - Was?
Edda, mach mal bitte auf. - Dauert noch.
Edda, ich muss echt dringend. Jetzt mach mal die T�r auf.
Sag mal, geht's noch?
Ich bin eh bald weg, da helf ich nicht noch nach.
Hi. 'tschuldigt. Elternabend hat ewig gedauert.
Was ist denn hier passiert? - Tim musste mal aufs Klo.
Aha...
Hier, ich hab dir was mitgebracht.
"Gibt es ein Leben nach dem Tod?" Danke.
Wisst ihr was, wir machen es so. Wenn's eins gibt, meld ich mich bei euch.
Wenn das Licht da flackert, bin ich das.
Ich mach uns mal 'nen Tee.
Jetzt sei doch nicht immer so kacke zu ihr. Sie will sich nur von dir verabschieden.
Ein eigenes Restaurant?
Und das hast du dir auch gut �berlegt? - Ja. Ich will's auf jeden Fall versuchen.
(Lautlos)
Und, wo gehen wir heute feiern? In der Koinzidenz ist 'ne geile Party.
Nee, ich mach heut nichts.
Und warum hast du dann gek�ndigt?
Ist gut, Can. - Nichts ist gut. Sag mal, was ist mit dir?
Schmei�t deinen Job weg. Machst einen auf Existenzgr�nder.
Ich hab dich gefragt, ob du mitmachst. - Ja, sch�n.
Darum feierst du jetzt nicht mehr mit mir? Unter deinem Niveau, oder was?
Ich hab zurzeit einfach den Kopf voll, das ist alles.
Ich heul gleich.
Schei� Krebsschwestern-Trip. - Hey, Can. Halt einfach die Fresse, okay?
Schei�e! Mann! - Na, geil.
Fuck!
Tut mir leid. Sorry.
Bist du sicher, dass wir nicht ins Krankenhaus m�ssen?
Ach, das war nur 'n kleiner Aufprall.
Wann war deine letzte Routineuntersuchung?
Ist okay, Marie. Wirklich.
(Handy)
Fuck! Sorry.
Edda, passt grad nicht so gut.
Sorry, aber wenn du wirklich nur noch kurz zu leben h�ttest, was w�rdest du machen?
Das Gleiche wie du. Wieso? Was ist 'n? - Ja, und dann? Wenn das erledigt ist?
Vielleicht 'ne Reise oder 'ne Erfahrung machen,
die dir noch fehlt. Einen Wunsch erf�llen. Ja.
Verstehe. Danke, Tim.
Edda. - Hab ich mitbekommen. Was wollte sie?
Sie wollte wissen, ob ich 'nen letzten Wunsch f�r sie wei�.
Und, geht's ihr ansonsten gut? - Ja, hat sich gut angeh�rt.
Ich bin aber auch einfach bescheuert. - Wie? Was ist denn los?
Nichts, Tim. Es war einfach 'ne bescheuerte Idee, herzukommen.
Bist du eifers�chtig?
Meine Schwester stirbt und redet nicht mit mir.
Aber dich ruft sie an, um zu plaudern, dich um Rat zu fragen.
Dich l�sst sie teilhaben. Das ist nicht fair. - Marie, bitte.
Ich find alleine raus. - Warte... Nein!
Das ist es. Mein neues Zuhause.
Eigentlich wollt ich ja was mit Seeblick, aber es gibt keinen See.
Was ist das?
'n Z�pfchen? Nein, ist 'n Schmerzlutscher. Hei�t wirklich so.
Wor�ber wolltest du mit mir reden?
Also, ich hab noch mal nachgedacht. Es gibt was, was ich noch erleben m�chte.
So einen letzten Wunsch. Ich...
Oh Gott. Das klingt total bescheuert, aber...
ich w�rd gerne wissen, wie es ist, mit einer Frau zu schlafen.
Kann ich dir sagen. Nix Besonderes.
Nein, ganz im Ernst. Kannst du mir helfen?
Wie soll das aussehen? - Na ja, so wie du's mit Can gemacht hast.
In dem Fall w�r's ja auch okay.
Du wirst eine grandiose Nacht haben. Ich hol dich heute Abend ab, okay?
Edda? - Geh weg!
Was ist denn los? - Der totale Horror.
Was denn?
Jetzt guck mal, ich bin total h�sslich!
Meine Haare sind das Letzte, mein Gesicht sieht aus, als w�r ich schon 'ne Leiche.
Ich bin d�nn und hab trotzdem Cellulite! Keine Frau interessiert sich f�r mich.
Und au�erdem hab ich nichts zum Anziehen! - Ich dachte schon, es w�r was Ernstes.
Komm, wir suchen dir erst mal was zum Anziehen.
(Musik: "Let go") (von Joy Denalane)
(Musik und unverst�ndliche Gespr�che)
Na, du musst schon richtig hingucken. Wie willst du dich sonst entscheiden?
Nicht so laut. - Was ist denn los?
Du hast doch sonst immer 'ne gro�e Klappe. - Ja, bei so was halt nicht.
Vielleicht die mit den langen blonden Haaren dahinten. Was meinst du?
Jetzt guck da nicht so hin. - Wow!
H�tte ich selbst nicht besser aussuchen k�nnen.
Ist die nicht viel zu sch�n f�r mich? - Doch...
War 'n Scherz. Jetzt mach dich mal locker. Du siehst toll aus. Ehrlich.
Okay.
(Unverst�ndlich)
(Musik: "Let go") (von Joy Denalane)
Gut so? - Hmhm.
H�ttest du dich, wenn ich gesund w�re, auch in mich verlieben k�nnen?
Ich glaub, nach sp�testens zwei Monaten w�ren wir uns auf die Nerven gegangen.
Es w�r nur 'ne Frage der Zeit gewesen, wer wen zuerst abmurkst.
Was macht 'n ihr hier?
Wow! Edda, siehst du toll aus!
Und mir geht's auch richtig gut. Und nicht nur mir.
Tim bekam heute Morgen die Ergebnisse seiner Routine-Untersuchung.
Es ist unglaublich, aber der Tumor in seinem Gehirn ist weg.
Einfach weg, verstehst du? Tim ist geheilt.
Spontanheilung.
Ich versteh's selbst noch nicht ganz, glaub ich.
Und da weckt ihr mich nicht auf?
Wie, ehrlich? Gesund? - Ja.
Macht was draus. In f�nf Minuten seid ihr raus hier, ja?
Warum guckst du mich so an? - Ich kann nicht anders.
Ich kann's immer noch nicht glauben. - Frag mich mal.
Eigentlich hast du ja jetzt zweimal Geburtstag.
Wie? - Na klar, heute ist der 6. August.
Ist ab jetzt dein Zweitgeburtstag. Happy Birthday.
Den feiern wir heut Abend.
(Musik: "Another golden summer") (von Sir Simon Battle)
Oh, Schei�e. Sorry, sorry. - Kein Problem.
Kennst du das Gef�hl, wenn einfach alles schei�e l�uft?
Bitte? - Wenn einfach alles schei�e l�uft.
Also, ich hab 'nen Kumpel, der ist 26. Ist 'n super Typ.
Und der hat einfach nur noch ein paar Monate zu leben.
Krebs. Bauchspeicheldr�se. Krass, ja.
Und als er die Diagnose bekam, trennte seine Freundin sich von ihm.
Und jetzt hat er halt nur noch einen, quasi letzten Wunsch.
Wo sitzt dein Freund? - Mein Freund sitzt dahinten.
Die hast du angesprochen? - Du hast doch gesagt, irgendeine.
Marie?
Jetzt warte doch mal. - Fass mich nicht an!
Was hast du denn?
Es war alles nur 'n Spiel?
Findest du das lustig? - Nein!
Hey, tut mir leid, aber es war echt nicht meine Schuld.
Die kriegt sich schon wieder ein. Wirst sehen, alles halb so wild.
Sag mal, spinnst du?
Du hast es doch nicht geschafft, ihr die Wahrheit zu sagen.
Tim war nie krank, und du hast es gewusst. - Marie...
Und? War lustig? Habt ihr sehr �ber mich gelacht?
Du wei�t genau, dass es so nicht wahr. - Wie konntest du mir das antun?
Du hast ewig niemanden mehr so angesehen wie Tim.
Das wollte ich nicht kaputt machen. - Ihr spinnt doch alle!
Ich verzichte auf deine Schei�-M�rchenwelt. Ich bin erwachsen.
(Handy vibriert)
Edda! Wo ist Marie? - Ich wei� es nicht.
Hab ihr auf die Mailbox gesprochen. - Komm, ich bring dich ins Krankenhaus.
Ich muss noch was erledigen.
Freesie.
Gerbera.
Rose.
Als ich klein war, wohnten wir �ber 'nem Blumenladen.
Mir war immer klar, dass ich Floristin werde.
Und rote Rosen sind meine Lieblingsblumen.
Nicht sehr originell, was?
Glaubst du, nach dem Tod kommt noch was?
Ich find ja die Idee mit der Wiedergeburt ganz gut.
Aber nicht als Mensch, davon hab ich erst mal die Schnauze voll.
Vielleicht als S�ulenkaktus in Mexiko. Die k�nnen locker 100 Jahre alt werden,
und denen geht der Krebs am Arsch vorbei.
Danke, dass du nicht einfach abgehauen bist.
Na klar. Deinem Charme konnt ich mich einfach nicht entziehen.
Ich will mir meinen eigenen Kranz machen. Hilfst du mir?
Was wirst du am meisten vermissen?
Dass du mir nicht mehr erz�hlen kannst, wie ich als Kind war.
Das hab ich immer so geliebt.
Kannst du dich noch erinnern? Unser erster Urlaub am Meer?
(Musik: "Hold on") (von Angus und Julia Stone)
(Musik: "Hold on") (von Angus und Julia Stone)
Edda? Edda?
Hau mir ordentlich was rein, Doc. Ich bin kein Held.
Ich verprech dir, du wirst keine Schmerzen haben, Edda.
Wie geht's denn zu Ende?
Die Atempausen werden l�nger und dann schl�fst du irgendwann ein.
Ich sah viele junge Patienten sterben.
Alle haben sie sich gefragt, warum ihr Leben nur so kurz war.
Eine junge Leuk�mie-Patientin, die war fast noch 'n Kind...
Die hatte eine schlichte, aber wunderbare Antwort auf die Frage aller Fragen.
Sie hat gesagt:
"Hast du geliebt und wurdest du geliebt?"
"Wer beides mit Ja beantworten kann, dessen Leben hatte einen Sinn."
Sie m�chte zuerst mit Ihnen sprechen.
Mach dir wegen Marie keine Sorgen.
Gib ihr Zeit. Die beruhigt sich schon wieder.
Edda, ich... - Nein, das ist okay.
Ich hab noch 'nen letzten Wunsch.
Ist wirklich mein letzter.
Ich h�rte, dass du so gute Witze �ber unheilbar Kranke erz�hlen kannst.
Okay...
Sagt der Arzt zum Patient: "Ich hab zwei schlechte Nachrichten f�r Sie.
Die erste: Sie haben Krebs."
Der Patient: "Das ist ja schrecklich! Und wie lautet die zweite?"
Und der Arzt: "Na ja, Sie haben auch noch Alzheimer."
Der Patient atmet erleichtert auf und sagt: "Ich dachte schon, ich h�tte Krebs."
(Traurige Musik)
(Traurige Musik)
...und zur Erde kehrst du zur�ck.
(Traurige Musik)
Die Biene, die macht "sssssssss".
Lasse isst gerne Lakritze.
Lasse isst gerne Lakritze.
Lasse isst... Soll ich noch mal?
War jemand gemein zu dir?
Hast du das gesehen? So geht das schon die ganze Zeit.
Von wegen "die beruhigt sich schon wieder".
(Musik: "Iris") (von The Goo Goo Dolls)
(Er klingelt)
(Er klopft)
(Musik: "Iris") (von The Goo Goo Dolls)
(Musik: "Iris") (von The Goo Goo Dolls)
(Klingel)
(Klingel)
Dr. Seibold? - Hallo, Marie.
Den hab ich von deiner Schwester.
Den sollte ich dir sechs Wochen nach ihrem Tod geben. Das ist heute.
Was ist da drin? - Das wei� ich nicht.
Aber ich hoffe, dass es dir hilft. Tsch�s.
(Traurige Musik)
(Unverst�ndliche Gespr�che)
Can? - Ja? Sag Tim mein ganz gro�es Kompliment.
Sag ich ihm.
(Unverst�ndliche Gespr�che)
Tim, Tisch drei empfiehlt uns definitiv weiter,
und ich soll dich von Hermes loben.
Hier, probier mal.
Alter, das hast du aber auch schon mal besser hingekriegt.
Scherz. Ist perfekt!
(T�r wird ge�ffnet) Wir haben schon geschlossen.
Vielleicht haben Sie ja was zum Mitnehmen? Rouladen mit Rotkohl zum Beispiel.
Ein wundersch�nes Restaurant. Ich w�nschte, Edda k�nnte es sehen.
Ja, das w�nschte ich auch.
Ich hab dir was mitgebracht. Zu deiner Er�ffnung.
Ich hab dich vermisst. - Ich dich auch.
(Edda) "Liebste Marie. Keine Angst, ich bin's nur."
"Das mit der Badlampe hat nicht geklappt. Technik ist nicht so mein Ding."
"Briefe schreiben auch nicht, darum mach ich's kurz."
"Falls du Tim immer noch ausm Weg gehst, glaub deiner Schwester ein letztes Mal:"
"Er ist der Richtige f�r dich."
"Und wenn du einen Beweis brauchst, schau dir mal das Foto an."
"Ich finde, jeder Idiot kann erkennen, dass ihr zusammengeh�rt."
"H�r auf dein Herz, Marie. Du wirst schnell gl�cklich sein."
"In ewiger Liebe, deine Edda."
(Musik "Gesucht und gefunden" (von den S�hnen Mannheims"
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