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Na?
Sind Sie auch so wahnsinnig glücklich?
Ja!
Ich bin wahnsinnig glücklich.
Seit ich die alten Trainingsjacken von Jean-Claude Juncker auftrage.
Das musst du erst mal schaffen:
Entscheidungen, die du als Regierungschef von Luxemburg getroffen hast,
dann als EU-Chef-Kommissionsheini wieder zu verbieten,
das ist doch ein Spektrum im Kopf...
Wenn du nicht mal mehr dem eigenen Verstand verpflichtet bist...
...da bist du frei.
Das ist übrigens eine echte Zwangsjacke. Die Leute fragen immer.
In Deutschland sind die verboten wegen der Menschenrechte.
Das gilt als Freiheitsberaubung.
In Amerika kriegst du die ohne Probleme.
Spätestens seit Guantanamo Bay wissen wir,
dass die Amerikaner das mit Menschenrechten und Freiheitsberaubung
nicht ganz so eng sehen.
Als ich die in der Anstalt noch tragen musste...
...da haben sie bei mir Gedächtnis-Tourette diagnostiziert.
Das hatte mein Vater auch schon, das ist eine Familienkrankheit.
In meiner Erinnerung sind es alles Arschlöcher und Idioten.
Ich kann das nicht kontrollieren, das ist wie so ein Schnupfen im Kopf.
Manchmal zischen mir so Gedanken in den Kopf rein,
und ich kann es nicht kontrollieren.
Als ich Sie am Anfang so angestrahlt hab, da habe ich gedacht:
"Wer in diesem Raum kneift wohl grad tierisch den Hintern zu,
weil er pupsen muss?"
Ich finde den Gedanken sehr faszinierend.
Dass ein Mensch in diesem Raum
inzwischen seine ganze Konzentration auf seinen Schließmuskel gerichtet hat.
Der bekommt nicht mehr mit, was hier vorne passiert.
Für den stellen sich ja überlebenstechnisch ganz wichtige Fragen.
"Soll ich oder nicht?
Und wenn ja, in Schüben oder als Ganzes?"
Wenn man kapiert hat,
dass wir Menschen so bekloppt sind wie Wiener Schnitzel,
dann wird das Leben leicht.
Ja, Sie müssen dieses Verrücktsein mal ganz bewusst in Ihr eigenes Leben holen.
Sie müssen mal an den Punkt kommen, wo alle Menschen um Sie herum denken:
"Der tickt nicht ganz sauber."
Und Sie werden feststellen, Sie haben plötzlich so eine neue Form von Freiheit.
Ich komme ja aus Holland.
Die Leute fragen immer: "Wie ist es, in Holland aufzuwachsen?
Wie ist so eine Kindheit 4 m unter Normalnull?"
Früher, mit 18, 19,
wir sind am Wochenende nicht in die Disco gegangen.
Wir haben am Wochenende ein bisschen Hasch geraucht
und dann stundenlang Radio geguckt.
In Farbe!
Das ist ein typisches Vorurteil, oder?
Alle sagen: "Die Holländer kiffen.
Also, wenn einer kifft, dann die! Alles Kiffer, diese Holländer!"
Dabei gab es vor ein paar Jahren eine Studie,
in welcher Nation in Europa nun wirklich am meisten Marihuana konsumiert wird.
Und wissen Sie, wer gewonnen hat?
Die Schweiz!
Und mal ehrlich, wir haben es immer geahnt!
Ja, komm. Allein schon, wie die grüßen!
"Grüezi!
Weißt du, wo der Ziegenpeter ist?"
Ja, klar, der ist mit Kiffer-Franz zum Drogen-Erwin.
Die Schweizer haben reagiert.
Es gibt jetzt ein Schweizer Messer mit Wasserpfeife.
Die Schweizer müssen Kiffer sein, natürlich.
Natürlich, die Schweizer müssen Kiffer sein.
Oder wie anders können Sie sich Toblerone erklären?
Eine Schokolade,
mit der du dir die Vorderzähne rausbrechen kannst.
"Super, jetzt haben wir 20 Jahre gekifft,
jetzt brauchen wir die Vorderzähne auch nicht mehr!"
Oder das Schweizer Messer.
Kennen Sie irgendeine andere Armee auf dieser Welt,
die in den Krieg zieht mit einem Messer,
wo ein Korkenzieher und ein Schraubendreher dran ist?
Was wollten die machen,
die Schränke demontieren und den Wein aufsaufen?
"Super, wir haben wieder Krieg! Gluck, gluck, gluck."
Die Schweizer müssen Kiffer sein, natürlich.
Die Schweizer sind sowieso komisch.
Doch.
Vor 20 Jahren haben die Schweizer Wissenschaftler mit Philosophen gemischt.
Das ist ganz gefährlich.
Die haben aber ein ganz interessantes Experiment gemacht.
Sie sind in Dörfer gegangen und haben mit den Leuten geredet.
Die Philosophen waren auf der Suche nach Moral.
Die haben in den Dörfern gesagt:
"Bei dir hier im Dorf müssen wir ein Endlager für Atommüll machen."
Über die Hälfte der Befragten hat gesagt:
"Ja, das ist blöd, aber ich weiß, es muss irgendwohin.
Dann ist das so."
Und in anderen Dörfern haben sie gesagt:
"Wir müssen hier ein Endlager für Atommüll machen.
Aber einmal im Jahr bekommst du 10 % deines Jahresgehalts als Abfindung."
Plötzlich wollte über die Hälfte der Leute das nicht mehr.
Die wollten das nicht. Die haben nach Moral geforscht.
Man hat 20 Monate alte Kinder in einen Raum gesperrt
mit einem Erwachsenen.
Der Erwachsene lässt was fallen.
Über die Hälfte der Kinder geht los, hebt es auf und gibt es dem Erwachsenen.
Dann haben sie die Kinder dafür belohnt.
Und plötzlich haben die nicht mehr aufgehoben.
Je mehr man die belohnt, desto weniger...
Und was lernen wir daraus?
Der Mensch an sich ist gut.
Der Mensch an sich handelt moralisch gut. Solange er keine Belohnung dafür kriegt.
Damit können wir die Diskussion über Bonuszahlungen für Manager beenden.
Müssen wir nie wieder drüber reden.
Die Schweizer haben es gewusst, natürlich.
Ich bin ein bisschen manisch.
Ich muss die Herdplatten immer fünfmal ausmachen,
Stühle immer abwischen, das ist ganz wichtig für mich.
Das ist ein Ritual. Außerdem wird die Hand davon warm.
Es ist wichtig: Für politisches Kabarett brauchen Sie einen Stuhl.
Der Stuhl ist quasi das Ed-Hardy-T-Shirt der politischen Kabarettisten.
Ja, weil wenn du...
...auf so einem Stuhl sitzt...
...bekommen plötzlich selbst extrem dünne Texte...
...so 'ne Meta-Ebene.
Du kannst auf so einem Stuhl sitzen und den größten Scheiß erzählen.
Die Leute denken immer...
"Nee,
da steckt mehr dahinter."
Ich kann Ihnen das mal zeigen.
Das ist ein Schmetterling.
Der sitzt immer in dem Glas.
Der kennt nichts anderes.
Das ist seine Welt. Der kommt da auch nicht raus.
Es ist schade, denn es ist oben luftdicht verschlossen.
Er macht es meistens nicht länger als zwei, drei Tage.
Meiner heißt Ursula von der Leyen.
Zack.
Meta-Ebene.
Aber wir brauchen ja immer Idioten, die wir durch die Drehtür jagen.
Wir brauchen immer so ein Arschloch, was wir durchs Dorf...
Einen brauchen wir.
Die rennen dann immer durch so eine Drehtür.
Da geht der Niebel raus, da kommt der Brüderle rein,
dann kommt der Wulff aus der anderen Richtung,
dann kommt der Seehofer dicht gefolgt von Alexander Dobrindt durch die Drehtür.
So rennen die immer durch die Drehtür durch.
Und die Drehtür heißt Angela Merkel.
Und so haben wir immer so Themen, die uns so drei Wochen beschäftigen,
und dann diskutieren wir wie die Irren
und haben immer so ein Brizzeln im Kopf vom Diskutieren,
weil wir immer über diese Themen diskutieren,
und dann ist es auch wieder vorbei.
Dann kommt ein neues Arschloch.
Aber na ja.
Solange am Ende des Monats der Dispo einigermaßen im Ausgleich bleibt...
...und am Ende des Jahres genügend Geld für einen neuen Flatscreen da ist
und die Sportschau weiter um 18 Uhr kommt,
ist mir das doch scheißegal.
Der aktuelle Verpflegungssatz für ein Kind unter Hartz IV
für Essen und Trinken pro Tag liegt bei EUR 3,02.
Für ein Kind.
Für gutes Essen und Trinken.
Der aktuelle Verpflegungssatz für einen Polizeihund...
...liegt pro Tag bei EUR 6,80.
Wenn Sie es jetzt noch schaffen...
...Ihr Kind zum Polizeihund abzurichten...
...sind das auch knappe EUR 10.
Ich hab keine Lust mehr, diese ganzen Diskussionen...
Ich gucke jetzt nur noch Exclusiv.
Mit Frauke Ludowig.
Gucke ich.
Doch. Prinz William und Kate sind schwanger.
Wenigstens zwei haben den Sommer zum Poppen genutzt.
Der Rest war Weltmeister.
Das war aber auch wirklich blöd für den Prinz Harry, oder?
Der rutscht ja immer weiter in der Thronfolge nach unten.
Der ist doch jetzt schon auf einer Stufe
mit Prinzessin Lillifee und Kevin-Prince Boateng.
Die Frauke Ludowig gefällt mir, die hat tolle Themen.
Die hat jetzt auch rausgefunden,
dass Frauen zehn Tage im Jahr schlecht drauf sind.
Doch.
Das haben sie mit Filmchen gezeigt:
Frauen sind zehn Tage im Jahr schlecht drauf.
Aber warum muss Veronica Ferres in diesen zehn Tagen ihre Filme drehen?
Aber so Themen helfen ja beim Vergessen.
Ich komme nicht mehr durch. Ich verstehe es auch nicht mehr.
Guck mal,
es gibt doch eigentlich nur noch schlechte Nachrichten
von schlecht gelaunten Leuten in schlecht sitzenden Anzügen.
Ich würde mir wünschen, der Claus Kleber würde mal sagen:
"Guten Abend zum heute-journal,
heute war nix, nicht mal Wetter, gute Nacht."
Kommt aber nicht.
Ich weiß auch nicht mehr, wer gut und böse ist.
Das war früher so einfach.
Früher wusste ich: Der Ami gut, der Russe böse.
Nutella gut,
Nusspli böse.
So einfach ist das nicht mehr.
Barack Obama ist eine Vertrauensperson und Friedensnobelpreisträger.
Aber eine Vertrauensperson,
die die halbe Welt bespitzelt hat und immer noch Guantanamo Bay betreibt.
2009 zu seiner Amtsübernahme hat er gesagt,
er wird Guantanamo Bay innerhalb eines Jahres schließen.
Das Ding gibt es immer noch.
Das Einzige, was er geschlossen hat, ist das Büro,
das mit der Auflösung von Guantanamo Bay beauftragt war.
Und da gibt es immer noch Leute, die 24 Stunden am Tag
in so einer Jacke sitzen auf Guantanamo.
Die sitzen 24 Stunden in genau so 'ner Jacke.
Und die ist nicht offen, die ist zu.
Aber da diskutieren wir nicht über Menschenrechte.
Und in dieser unreflektierten Welle der Begeisterung
hat man ihm 2009 auch noch den Friedensnobelpreis verliehen.
Nachdem er zwei Tage zuvor
30.000 Männer und Frauen in den Krieg nach Afghanistan geschickt hat.
Dafür hätte er eher einen Oscar kriegen müssen.
Barack Obama den Friedensnobelpreis zu verleihen, ist so,
als würden Sie den Attentätern vom 11. September 2001
nachträglich einen Preis für Städteplanung verleihen.
Ja, so abwegig ist das gar nicht.
Mohammed Atta, einer der Attentäter, hat in Hamburg Städtebau studiert.
Der hat damals schon immer gesagt:
"Ich mache später mal was mit Häusern."
Ich kann auch der Merkel nicht mehr vertrauen.
Die hat zu oft selber Vertrauen ausgesprochen.
Das kann man nicht so verschenken. Ich kann der Merkel nicht mehr vertrauen.
Und jetzt mag sie Amerika nicht mehr.
Da muss irgendwas passiert sein. Die mag Amerika nicht mehr.
Früher ist sie einmal im Jahr nach Amerika geflogen
und hat eine Rede vorm US-Kongress gehalten.
Der Kongress ist jedes Mal komplett ausgerastet.
Da hat die Standing Ovations in Amerika gekriegt.
In den Reden hat sie aber auch Sätze rausgehauen wie:
"Schon als kleines Mädchen in der DDR...
...träumte ich von einer bestimmten Jeans aus Amerika."
Und deswegen trägt ja die Angela bis heute als Hommage an die Amerikaner
die alten Jacken von Krusty dem Clown auf.
Das macht die nur für die Amis.
Und...
Ich will mich jetzt nicht mit Äußerlichkeiten aufhalten,
aber kann mir irgendjemand erklären, wie es zu diesem Kostüm kam?
Da muss es doch irgendwo in Berlin
so einen durchgeknallten Politikberater geben,
der morgens um neun mit Whiskey Cola durchstartet.
"Wissen Sie, was, Frau Merkel?
So eine rote Jacke
mit großen, weißen Knöpfen
sieht sehr staatsmännisch aus."
Es ist nur noch 'ne Frage der Zeit, bis sie auch so große Schuhe anhat.
"Ich bin Ihr Staatsoberhaupt."
Ich kann der nicht mehr vertrauen.
Ich habe auch immer gedacht, der ADAC wäre ein seriöser Verein.
Aber da sind ja selbst die Hells Angels transparenter aufgestellt.
Die haben Abstimmungsergebnisse und Wahlbeteiligung so radikal gefälscht,
da hat sogar Kim Jong-un rote Ohren gekriegt.
Ich weiß nicht, wem ich noch vertrauen kann.
Der FC Bayern, da dachte ich immer:
"Okay, das sind Arschgeigen, aber die machen einen ehrlichen Job."
Aber der Hoeneß ist ein Steuerbetrüger,
Rummenigge wurde mit einer Handvoll unverzollter Rolex am Flughafen erwischt,
und ein Innenverteidiger sitzt wegen Brandstiftung im Knast.
Wenn die so weitermachen,
haben die bald mehr Vorbestrafte als Nationalspieler.
Die Sache mit Hoeneß ist unglaublich. Das kannst du nüchtern gar nicht erklären.
Der hat EUR 30 Mio. Steuern hinterzogen
und wird immer noch als Nationalheld gefeiert.
Das kannst du doch keinem erklären.
Und jetzt sitzt er im Knast. Und das ist auch richtig so.
Aus zwei Gründen. Erstens ist es gerecht.
Und zweitens freue ich mich auf die dummen Blicke der Bayern,
wenn die Knastmannschaft der JVA Landsberg die nächste Champions League gewinnt.
Da freue ich mich drauf.
Ich verstehe das alles nicht.
Ich weiß nicht mehr, wem ich vertrauen soll.
Ich gucke Exclusiv.
Dann stimmt die Welt wenigstens.
Wem kannst du noch... Ja, gut, auf den Gauck ist Verlass.
Doch, seit der Gauck sich in den Kopf gesetzt hat,
dass deutsche Soldaten auch endlich wieder an der Front erschossen werden,
ist der ganz klar im Kopf.
Er ist jetzt der Präsident der Freiheit mithilfe von militärischen Mitteln.
"Wir bringen euch die Demokratie mit der Panzerfaust."
Der hat ganz schnell seine eigene Geschichte vergessen.
Aber der will, dass richtig gekämpft wird. Der will die Panzer wieder an die Front.
Und dass das immer gut funktioniert hat, wissen wir ja.
Da haben wir ja die Erfahrungswerte. Aber gut, was erwartest du?
Nur weil einer jahrelang sonntags das Blaue vom Himmel gepredigt hat
und später Stasi-Akten sortieren durfte, heißt das noch nicht,
dass er intellektuell in der Lage ist, ein gutes Staatsoberhaupt zu sein.
Nur weil einer viel über Jesus redet,
heißt das noch lange nicht, dass er es auch ist.
Wem soll ich vertrauen?
Ich hab früher auch immer der Werbung vertraut.
Es hieß doch immer, Katzen würden Whiskas kaufen.
Wochenlang stand ich im Supermarkt. Da kam nicht eine Katze!
Inzwischen weiß ich auch, warum.
Eine Katze mit Mindestlohnjob kann sich Whiskas nicht leisten.
Ich weiß nicht, wem ich da noch vertrauen soll.
Ich verstehe es auch nicht mehr.
Immer wenn ich diese Nachrichten höre, habe ich so ein Brizzeln im Kopf.
Es ist so eine permanente Flut von Informationen.
Der Barack ist böse, der Putin ist böse, der Hoeneß ist im Knast,
und du hast permanent immer so ein Brizzeln.
Dann liefern wir plötzlich Waffen zu den Kurden.
Wegen dieser ISIS, da liefern wir dann Waffen.
Ich frage mich, wer kontrolliert das?
Wir liefern Waffen und wissen gar nicht, wo die ankommen.
Und dann wundern wir uns,
wenn die gleichen Kanonen in den Händen der PKK sind
und die in Richtung Türkei marschieren.
Das ist gar nicht so unglaublich.
2009 wurden in Afghanistan die Amerikaner plötzlich
von den Taliban mit ihrer eigenen Munition beschossen.
Wir können das nicht kontrollieren, was wir da liefern.
Aber es gibt keine öffentliche Diskussion darüber.
Da wird gesagt, da gehen so ein paar Dingos rüber
und so ein paar alte Walther-P1-Pistolen,
die man in Deutschland nur noch zu protokollarischen Zwecken tragen darf,
weil sie ungenau schießen.
Das heißt dann später Kollateralschaden.
Ich warte auf den Tag,
wo die ersten Dschihadisten mit so einem Dingo durch Dinslaken fahren,
auf der Suche nach Ungläubigen.
Auf ungläubige Gesichter werden sie auf jeden Fall treffen.
Wir können das nicht kontrollieren.
Wir wissen doch gerade überhaupt nicht, was wir da tun.
Und die Bundeswehr ist in einem desolaten Zustand.
Selbst die Geissens haben mehr intakte Hubschrauber als die Bundeswehr.
Wir reagieren ja auf dem militärischen Level von Legoland.
Wir brauchen doch jetzt Leute,
die sich mit einer desolaten Materiallage auskennen.
Wir bräuchten doch jetzt Fachpersonal. Ich würde die Ludolfs vereidigen.
Doch.
Wir wissen überhaupt nicht, was wir da tun.
Liefern da Waffen und wissen gar nicht, was wir tun.
Dann wird bei Günther Jauch diskutiert, da werden die Meinungen ausgetauscht,
und danach ist der Affe wieder tot.
Dann kommt das nächste Arschloch.
Wir haben keinen Überblick mehr, keine Chance.
Überhaupt keine Chance. Natürlich nicht.
Aber gut.
Solange am Ende des Monats der Dispo einigermaßen im Ausgleich bleibt,
am Ende des Jahres genügend Geld für einen neuen Flatscreen da ist
und die Sportschau weiter um 18 Uhr kommt,
ist mir das scheißegal.
Ich fühle mich sicher hier in diesem Land.
Hier kann ja nix passieren.
Hier gibt es Sicherheitsbehörden,
die einen warnen, bevor was Schlimmes passiert.
Doch, als da 16 Mio. E-Mail-Adressen vor einiger Zeit geklaut wurden,
da haben die uns doch rechtzeitig gewarnt.
Als es zu spät war.
Ja, und dann...
Dann hieß es,
man könne seine E-Mail-Adresse in die Webseite einer Behörde eintippen,
und die würden dann gucken, ob alles okay ist.
Und daraufhin haben die Deutschen wie die Digitalentsperrten
ihre E-Mail-Adressen in die Webseite einer völlig fremden Behörde eingetippt,
bis deren Server zusammenbrach.
Leichter ist eine staatliche Behörde
noch nie an zig Millionen E-Mail-Adressen ihrer paranoiden Bevölkerung gekommen.
Da passiert nix? Die dürfen da nix machen?
Ja, fragen Sie mal die NSA. Die lesen sogar Ihre SMS mit.
Aber in Deutschland brauchst du keine NSA, nein.
In Deutschland gibt der pflichtbewusste Bürger
seine E-Mail-Adresse noch höchstpersönlich beim Amt ab.
Offensichtlich scheint die eigene Cloud
bei einigen den Blick auf das Wesentliche zu verdecken.
Denn geklaut werden kann nur das, was wir auch preisgeben.
Was haben wir uns kaputtgelacht, als die Merkel gesagt hat:
"Das Internet ist für uns alle Neuland."
Was haben wir... Die blöde Merkel!
Spätestens seit Edward Snowden dürfte allen klar sein:
Offensichtlich hatten alle keine Ahnung.
Und es ist natürlich für alle Neuland. Wir wissen doch gar nicht, wo das landet.
Das wissen wir nicht.
Erinnern Sie sich noch an 1987?
Wissen Sie noch, was 1987 war?
Da war Boris Becker noch ein Tennisspieler.
Und Andy Warhol starb.
Und sonst?
Da gingen hier in Deutschland Millionen von Menschen auf die Straßen.
Hier gab es Demonstrationen, Bürgerinitiativen.
Und wissen Sie auch noch, warum?
Das Volk sollte gezählt werden.
Und das war den Deutschen damals zu viel Eingriff in ihre Privatsphäre.
"Ich werde nicht gezählt!
Hier kommt nicht so ein Hampelmann mit einem Klicker und sagt:
'Müller, eins, zwei, drei, vier.'
Das passiert hier nicht!"
Nach einer Klage vor dem Bundesverfassungsgericht
wurden die Pläne der damaligen Regierung gestoppt.
In der Begründung des höchsten Gerichts des Landes hieß es,
dass den Bürgern grundsätzlich selbst das Recht zustände,
über die Preisgabe und Verwendung ihrer persönlichen Daten zu bestimmen.
Können Sie sich das heute noch vorstellen?
Dass Sie selber,
also quasi höchstpersönlich,
über die Preisgabe und Verwendung Ihrer eigenen...
Das durften die damals, die glücklichen Spinner!
Und heute, im Jahr nach Edward Snowden?
Da wünscht sich 57 % der Bundesbevölkerung,
dass es zu keinerlei Konsequenzen kommt,
sollte ein No-Spy-Abkommen zwischen Deutschland und den USA scheitern.
Privatsphäre ist für viele inzwischen offensichtlich ein Separee im Swingerklub.
Aber für welche Werte wir standen und für welche Rechte wir gekämpft haben...
...das wird doch die Zukunft der nächsten Generation werden.
Daran wird man sich erinnern.
An diese Generation,
in der sich Aufregung und Scheißegal-Haltung so schnell abwechseln.
Wir sind gesellschaftliche und moralische Flatliner.
Und was machen wir jetzt mit Edward Snowden?
Das ist der junge Mann,
der von Hans-Christian Ströbele ab und zu mit Nachos beliefert wird.
Der fährt immer persönlich hin. Telefonieren ist zu gefährlich.
Vor der Affäre Snowden hat Barack Obama mal gesagt:
"Die beste Informationsquelle
über öffentliche Verschwendung, Betrügerei und Täuschung
ist ein öffentlicher Angestellter,
der zu öffentlicher Integrität verpflichtet und aussagebereit ist.
Solch mutiges und patriotisches Handeln
sollte unterstützt und nicht unterdrückt werden."
Hat der Obama gesagt.
Kommen wir kurz zu den Fakten.
Edward Snowden war Angestellter einer Regierungsbehörde.
Er ist mutig, und er ist ein Patriot.
Er hat Geheimnisse preisgegeben, weil seiner Meinung nach die USA
den Boden ihrer eigenen Werte und Rechte verlassen haben.
Freiheit, Gleichheit, Menschenrechte, Rechtsstaatlichkeit,
Glaubens- und Gewissensfreiheit.
Heute drohen die USA jedem Land, das sich für Snowden einsetzt, mit Stress.
Das heißt: Mutiges Handeln wird unterdrückt.
Edward Snowden hat sein Leben aufs Spiel gesetzt,
um uns aufzuklären.
Der hat uns was über unsere Regierung erzählt,
was wir ohne ihn nie erfahren hätten.
Er hat eine Transparenz hergestellt, die notwendig ist.
Wir sollten darüber informiert werden, was mit unseren Informationen passiert.
Soll ein Geheimdienst ein Land schützen? Natürlich!
Soll er Telefonate und E-Mails von Leuten abfangen,
die die Sicherheit gefährden?
Natürlich!
Ich persönlich halte Angela Merkel aber nicht für eine terroristische Gefahr.
Die deutsch-amerikanische Freundschaft ist eine Frage der Machtverhältnisse.
Darum geht es am Ende des Tages wirklich, um Macht.
Thomas Oppermann ist auch lustig, von der SPD.
Der hat das am Anfang der Affäre Snowden auf den Punkt gebracht.
Zitat: "Ich weiß nicht, ob wir stark genug sind,
diesen Konflikt bis in die letzte Konsequenz auszuhalten."
Hätte Edward Snowden damals nur halb so viel Schiss gehabt wie wir heute,
hätten uns die Amerikaner noch länger und dreckiger abgehört.
Deswegen ist es ganz einfach:
Asyl für Snowden? "Yes, we can!"
Aber ich gucke lieber Exclusiv.
Mit Frauke Ludowig.
Doch, die hat immer so schöne Reportagen.
Da gibt es jetzt immer diese Charity-Ladys bei der Frauke.
Diese Charity-Ladys mit diesen Botox-Mündern.
Schon mal gesehen? Doch, diese Charity-Ladys.
Die treffen sich immer,
und dann fressen die Hummer für die hungernden Kinder in Afrika.
Das ist ein super Prinzip.
Und die haben immer so Lipgloss auf den Botox-Mündern.
Diese Botox-Münder sehen immer aus wie entzündete Arschlöcher.
Vielleicht, weil nur Scheiße rauskommt.
Freuen Sie sich schon auf die Zigarette in der Pause?
Ich könnte das nicht.
So lange warten.
Und dann noch so einem Spinner dabei zugucken.
Ist doch schrecklich.
Gibt's hier eigentlich noch Raucher, oder sind Sie schon alle bio?
Wissen Sie noch, warum Sie angefangen haben zu rauchen?
Erinnern Sie sich noch an den Marlboro-Werbespot?
"Come to Marlboro Country.
Der Geschmack von Freiheit und Abenteuer."
Was für ein männlicher Werbespot!
Cowboys auf Mustanghengsten in der Prärie.
Leder, Libido und Lagerfeuer.
Pfundskerle und Pferdestärken.
Tabak und Testosteron.
Gegen den Marlboro-Mann wirkt Helmut Schmidt wie ein Hustenbonbon.
Der Spot läuft manchmal noch im Kino.
Aber immer wenn ich den jetzt sehe, muss ich an Brokeback Mountain denken.
Funktioniert nicht mehr.
Leder, Libido und Lagerfeuer.
Aber wegen dem Spot habe ich angefangen zu rauchen.
Doch, ich wollte so sein wie dieser Marlboro-Mann.
Ich wollte diese Freiheit, ich wollte die inhalieren,
ich wollte sie spüren,
ich wollte diese Freiheit in mir aufnehmen.
Was wohl diese Freiheit ist?
Ich wollte so sein wie dieser Marlboro-Mann.
Gut, gelandet bin ich beim HB-Männchen.
Werbung hat schon eine unglaubliche Macht.
Da wird dir Freiheit verkauft, und landen tust du im Knast.
Im Gefängnis deiner Sucht.
Jahrzehnte später bekämpfst du sie mit Nikotinpflastern
und lässt dir Akupunkturnadeln in die Nervenbahnen stechen.
Gut, das geht ja noch.
Vier der Marlboro-Männer sind an den Folgen des Rauchens gestorben.
Marlboro-Mann trifft Sensenmann.
Ja, gut, wen wundert's?
Das ist so,
als hätte Meister Proper seine Glatze von giftigen Putzmittel-Dämpfen bekommen.
Sucht als Freiheit zu verkaufen, das kann nur die Werbung.
Das macht sie auch.
Die Werbung ist voll von Freiheit.
"VISA: Die Freiheit nehm' ich mir."
Wie schnell die Freiheit Ihrer Visa-Karte endet,
sehen Sie, wenn Sie am Ende des Monats die Abrechnung kriegen.
Da lässt sich Ihre Freiheit in ziemlich konkreten Zahlen ausdrücken.
Bei den jüngeren Leuten sehr beliebt: Free & Easy.
Müssen Sie haben. Free & Easy.
Das Problem ist, es kostet EUR 25 Aktivierungsgebühr.
Free & Easy ist ein Handytarif von E-Plus.
Tabakwerbung ist im Fernsehen verboten, Handywerbung ist immer noch erlaubt.
Ich finde das nicht gut.
Versuchen Sie mal, Ihrer 14-jährigen Tochter
für eine Woche das Handy wegzunehmen.
Sie würden sich wünschen, die würde mit dem Rauchen anfangen.
Free & Easy.
Aber wie frei sind wir Menschen denn nun eigentlich wirklich?
Wie frei sind wir?
Unsere Vorfahren haben die amerikanische Unabhängigkeitserklärung formuliert.
Wir haben die Bastille gestürmt, wir haben gegen die Sklaverei gewütet,
wir haben... wir haben sexuell revoltiert,
wir haben uns von den Religionen und ihren starren Regeln distanziert,
wir haben die DDR auf den Müllhaufen der Geschichte katapultiert
und den Mann abgewählt,
der blühende Landschaften versprach, aber nur Kohl anbaute.
Wir haben die FDP aus dem Parlament geschmissen
wegen ihrer Lüge "mehr Netto vom Brutto".
Das alles haben wir gemacht.
Und dann lassen wir uns verführen von der Perfidie einer Werbestrategie?
Vielleicht, weil wir uns mittendrin verloren haben.
Vielleicht,
weil wir mit dem Begriff der Freiheit gar nicht mehr umgehen können.
Meiner Generation hat die Freiheit immer aus dem Arsch geschienen.
Für uns war Freiheit immer da, es war alles frei.
Wir können den Begriff überhaupt nicht mehr füllen.
Deswegen haben wir uns neue Religionen gesucht.
Kommerz und Konsum sind unsere neuen Religionen,
der Einkauf im Apple Store das Ave-Maria,
Teilen und Liken das tägliche Halleluja.
Petitionen sind der neue Pranger, Kommentare die öffentliche Steinigung.
Wir warten wie die Bekloppten auf das neue iPhone.
"Das neue iPhone kommt!"
Ich warte auf den Tag, an dem die erste iChurch eröffnet wird.
Und da stehen wir dann alle gemeinsam und beten.
Apple unser im Himmel,
geheiligt werde dein iPhone,
dein Design komme, deine Handy-Ortung geschehe.
Wie in der iCloud, so auch auf Erden.
Unser tägliches Wi-Fi gib uns heute,
und vergib uns unsere Fettfinger,
wie auch wir vergeben der schlechten Akku-Laufleistung.
Und führe uns nicht ins Funkloch,
sondern erlöse uns von Microsoft.
Denn dein ist das MacBook,
das iPad
und der iPod in Ewigkeit.
Update.
Sie kennen doch inzwischen selber alle diese Situationen:
Sie kommen in ein Café, und da sitzen zwei Leute.
Und die reden nicht miteinander, sondern die haben ein Handy und chatten.
Und zwar mit zwei anderen in einem Café, die auch nicht miteinander reden.
Wenn sie die aus dem ersten Café und die aus dem zweiten zusammensetzen,
dann reden die trotzdem nicht miteinander,
sondern chatten mit denen, mit denen sie zusammensitzen.
So wird das soziale Netzwerk zum Zusammenschluss der Asozialen.
Und die Handyhersteller und Netzbetreiber reiben sich die Hände.
Denn die Wirtschaft macht sich schon lange Gedanken über unsere Freiheit.
Die Wirtschaft macht sich schon lange Gedanken über unsere Freiheit.
Wir sind überall und nirgendwo.
Wir halten uns alle Wege offen. #MyWaySingen.
Wir gehen keine Verbindlichkeiten ein, das wäre ja keine Freiheit.
#LookingForFreedom.
Die Folge: Einsamkeit.
Ganz einfach.
Und wissen Sie, wie man dieses Motto nennt?
"Soll alles möglich bleiben, kann nichts wirklich werden."
Ist ein toller Satz, ne?
Ist nicht von mir.
Hans-Joachim Kulenkampff hat vor Jahren gesagt:
"Die Leute sind gar nicht so dumm,
wie wir sie durchs Fernsehen machen werden."
Und er hatte recht. Der war seiner Zeit weit voraus.
Heute gibt es so tolle Sachen wie Homeshopping.
QVC.
Quasselköppe verkaufen Kappes.
Dank Homeshopping kannst du dich finanziell ruinieren,
ohne vom Sofa aufzustehen.
Diese Sendungen werden von Typen moderiert,
die das Gegenteil von Baden-Württemberg sind.
Die können nix außer Hochdeutsch.
Und wenn du dich finanziell dann komplett ruiniert hast...
...dann kommt der Peter Zwegat.
Der macht das schon.
Der steht dann immer bei den Assis zu Hause im Wohnzimmer,
macht den Mund auf und den Blick frei auf sein desaströses Rauchergebiss,
und dann sagt er immer:
"Mann, Mann, Mann..."
Der steht doch immer bei den Assis zu Hause: "Mann, Mann, Mann..."
Peter Zwegat ist der einzige Mensch auf der Welt,
der die Dummheit von Menschen in Zahlen auf ein Flipchart schreiben kann.
Na klar.
Du musst selber nix mehr machen.
Da kommt ein Onkel vom Fernsehen, der regelt das schon.
Die dekorieren dir die Bude voll mit Korkschrott von Ikea in Farben,
die nur Tine Wittler geil finden kann.
Die graben den Garten um, die kochen für dich,
die verkuppeln die inzestuöse Landbevölkerung.
Ja, die drehen doch immer mehr in Regionen,
wo Mensch und Tier näher zusammenleben als von der Natur vorgesehen.
Das ist doch...
Und diese Assis müssen sich doch die Sendung angucken und kapieren,
dass dieses Prinzip nicht funktioniert.
Die müssen doch kapieren,
dass Frauentausch noch nie funktioniert hat.
Das muss ich doch auch als Assi kapieren, dass es nicht funktioniert.
Aber jede Woche aufs Neue tauschen die wieder die Familien durch.
Und als Abwechslung zu den Prolls kommt um 18:30 Uhr bei RTL Exclusiv.
Da zeigt die Frauke Ludowig dann wieder den ganzen Hartz-IV-Empfängern,
wie schön und luxuriös ihr Leben sein könnte,
wenn sie sich halt ein bisschen mehr anstrengen würden.
Ein bisschen mehr anstrengen.
So wie Melanie Müller.
Die Karriere von Melanie Müller im Schnelldurchgang:
Nach der Ausbildung zur Restaurantfachfrau ließ sie sich ihre Brüste
durch zwei Wassermelonen ersetzen.
Es folgten vier frivole Knatterfilme für den hinteren Teil der Herrenvideothek.
Beides zusammen ideale Voraussetzungen für das RTL-Premiumformat Dschungelcamp.
Und Frauke Ludowig sorgt seit 20 Jahren dafür,
dass wir diesen Scheiß jeden Tag erfahren.
Seit 20 Jahren besteht Frauke Ludowigs Arbeitsalltag
aus den Fäkalresten dieser Gesellschaft.
Das ist ihre Aufgabe.
Es ist ihre Aufgabe, diesen Dreck zu verbreiten.
Und warum? Warum?
Damit ich gierig bleibe.
Gierig wollen sie mich haben.
"Ich will das auch haben!
Alles ist möglich!
Einmal im Jahr kann einer Superstar werden!
Nur die Harten kommen in den Garten! Survival of the fittest!"
Ich werde angestachelt bis zur Besinnungslosigkeit
und schlafe erschöpft auf der Couch vor dem Fernseher ein.
Stattdessen muss ich immer diese Köche sehen.
Ich kann sie nicht mehr sehen.
Was wurde da in den letzten Jahren
alles filetiert, pochiert, garniert und blamiert.
Und was macht so ein Koch, wenn er die Sendung nicht mehr hat?
Geht der zurück in sein Restaurant? Nö.
Der bleibt. Natürlich.
Wenn einer ein Ei aufschlagen kann,
dann kann der auch mit gewichstem Schnäuzer
auf 'nem alten Moped durch die Eifel gurken
und Leute an der Haustür ins Koma quatschen, natürlich.
Und wenn Steffen Henssler gerade keine Gameshow moderiert,
bringt er Schwerverbrechern bei,
wie man Zander mit einem scharfen Messer filetiert.
"Immer entlang der Ader, dann geht das Ausbluten schneller.
Immer entlang der Ader."
Auf die Idee zu...
Wären Sie auf die Idee gekommen,
den Koch von Ihrem Griechen um die Ecke als Coach für Schwerstverbrecher...
Nein!
Da musst du schon...
Das sind diese seltenen Momente,
wo ich mir Florian Silbereisen herbeiwünsche.
Doch.
Doch, wirklich.
Doch, der steht immer mit Karnevalskostüm in der ARD rum.
Bei den Klamotten würde selbst Thomas Gottschalk sagen:
"Freunde, genug ist genug."
Dann singt er immer Lieder,
die von Leuten im Vollrausch beim Almabtrieb zusammengeschossen wurden.
Und dann steht der immer da und sagt: "Ich freu mich wahnsinnig!
Ich freu mich wahnsinnig!"
Das sagt der zehnmal am Abend,
und am Ende stimmt es.
Da ist der Silbereisen wahnsinnig.
So eine Sendung kannst du doch nur mit Antidepressiva moderieren.
Oder du wirst wie Dieter Bohlen.
Ein Typ, der sich zur besten Sendezeit bei RTL mit Leuten schmückt,
die glauben, sie können singen oder Melodien furzen,
vollkommen egal.
Viele verlieren, einer gewinnt, Dieter verdient.
Die machen aus der medialen Exekution von Individuen Sendeminuten.
Inzwischen gibt es so viele Castingshows, dass ich mich frage:
Wo kriegt ihr in Deutschland noch die Leute her,
die morgens ganz normal zur Arbeit gehen?
Die sind doch alle beim Casting.
Ein ganz normaler Fernsehtag sieht doch im Moment so aus:
Im Frühstücksfernsehen erzählen Sie, dass Sie Ihre Frau verprügeln.
Mittags werden Sie dafür von Richter Alexander Hold verurteilt.
Abends singt Ihre Frau beim Supertalent,
und da kapiert die ganze Nation, warum Sie sie verprügelt haben.
Vielen Dank.
Und, waren Sie dieses Jahr auch im Urlaub?
Ich fliege wirklich viel.
Ich fliege gerne, das ist gut für die Umwelt.
Ja.
Das Einzige, wo ich dabei Schiss habe, ist das Gepäck.
Kommt es an?
Und wenn ja, kommt es da an, wo ich ankomme?
Letztes Jahr bin ich 15.000 km mit dem Flieger geflogen,
mein Gepäck 45.000.
Ich möchte mal an all die Orte reisen, wo mein Gepäck schon war.
Deswegen sagen die beim Check-in auch immer:
"Bitte geben Sie Ihr Gepäck auf.
Geben Sie es einfach auf."
Es gibt so ein paar Geschichten beim Fliegen...
Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber so ein paar Geschichten...
Wir hatten vor Kurzem so einen turbulenten Flug.
Wirklich, es war... Nach der Landung fragte ich einen Steward:
"Sind wir gelandet, oder wurden wir abgeschossen?"
Sie kennen das alle: Die Maschine ist gelandet...
In dem Fall hat er uns aus 10 m Höhe auf die Landebahn fallen gelassen.
Und dann kommt doch immer so eine freundliche Stimme.
Und die sagt dann immer:
"Ja, hallo.
Herzlich willkommen in Köln/Bonn Airport.
Bitte bleiben Sie sitzen und angeschnallt,
bis das Flugzeug
seine endgültige Parkposition erreicht hat."
Woraufhin eine Sekunde später alle aufstehen.
Gut.
Viele denken sich natürlich:
"Jetzt habe ich zwei Stunden gesessen,
nun ist es auch schön, wenn man mal so ganz entspannt stehen kann."
Das ist schön nach so einem langen Flug.
So entspannt. Gut für den Rücken und so.
Auch super sind die Leute,
die nach der Landung wie bekloppt klatschen,
nur weil der Pilot seinen gelernten Beruf ausübt.
Das machen Sie morgens auf dem Weg zur Arbeit im Linienbus doch auch nicht.
"Super Haltestelle hier, prima, super Haltestelle!
Und guck mal, genau an der Haltestelle angehalten!
Nicht 100 m davor, nicht 100 m dahinter, super!
Was für eine Präzisionsarbeit.
Und weißt du, was? Jeden Tag an der gleichen! Super.
Immer hält der hier genau an.
Der muss ein Navi haben.
Bitte? Ja, TomTom hat der auch."
"TomTom". Wer kam denn auf die Idee?
"TomTom". Dann hätten sie das Ding auch "KlausKlaus" nennen können.
Stehen die alle so ganz entspannt.
Und eine zweite ganz wichtige Handlung noch im Flieger.
Es ist ganz wichtig, dass Sie es im Flieger machen.
"Ich bin jetzt da!"
Das sind auch Sätze, die die Welt nicht braucht, oder?
"Ich bin jetzt da!"
Ja, wo soll er denn sonst sein?
Das wird nur noch übertroffen von Leuten,
die mit dem Handy durch die Fußgängerzone gehen und sagen:
"Ja, du, ich laufe gerade."
Der Satz macht doch nur Sinn,
wenn Sie erfolgreich eine Reha-Maßnahme abgeschlossen haben.
"Ja, du, ich laufe gerade."
Ja, klar, Sie sind ein Primat.
Stellen Sie sich vor, für Millionen von Euros
werden Satelliten Tausende Kilometer in den Himmel geschossen.
So ein kleiner Satellit, Tausende von Kilometern...
Jetzt fliegt der kleine Satellit den ganzen Tag
mutterseelenallein so über die Erde.
Und da denkt sich der kleine Satellit so...
"Oh!
Ich bin ganz wichtig!"
Es ist ein holländischer Satellit.
"Oh, ich bin ganz wichtig.
Für die wichtige Kommunikation
von den wichtigen Menschen."
Da kriegt der über Tausende Kilometer so 'ne Information.
"Ja, du, ich laufe gerade."
Da fühlt sich so ein kleiner Satellit doch auch verarscht.
Da denkt sich der Satellit:
"Du Arschloch, den Blödsinn hättest du auch trommeln können."
Gilt das eigentlich schon als Sport? Nee.
Was mich an der Stelle übrigens sehr fasziniert:
Wie lange musst du als Niederländer Marihuana konsumieren,
um dir so einen Satelliten vorzustellen?
Ein Satellit mit nur einem Flügel,
mit einem Mikrofon in der Hand,
und 300 Deutsche, die ihm dabei zugucken, das war die Reise wert.
Zurück zum Flieger.
Da stehen die also alle in der Konservenbüchse,
warten darauf, dass das Ding vorne aufgeschraubt ist,
und sobald auf ist, geht ja auch immer so ein Gerenne und Geschubse los.
Schon mal aufgefallen? Die Leute wollen schnell...
Als ob es hinten brennt.
Die Leute wollen ganz schnell aus der Maschine raus.
Und die wollen auch immer als Erste am Gepäckband sein.
"Wir müssen ganz schnell laufen, damit wir als Erste am Gepäckband sind.
Schnell laufen, damit wir vorne sind.
Wenn wir nicht vorne sind, ist das ganz schlimm."
Ich habe das Gefühl, die Leute wissen nicht,
dass das Gepäck mit ihnen geflogen ist.
Das müsste denen beim Check-in mal jemand erklären.
"Es kann nicht vor Ihnen ankommen.
Wir können es nicht beamen oder schießen.
Es ist mit Ihnen gemeinsam geflogen."
Und dann ganz wichtig am Gepäckband selber:
In der ersten Reihe ganz vorne,
vierköpfige Familien bitte immer nebeneinander.
Und nach Möglichkeit jeder noch mit einem eigenen Gepäckwagen,
sodass mal komplette 6 m geblockt sind.
Und dann beginnt das,
was ich allgemein nur noch als Gepäckband-Buddhismus bezeichne.
Da stehen 200 Menschen.
Die meisten davon erwachsen.
An einem Fließband.
Und gucken Koffern zu,
wie die im Kreis fahren.
Können die stundenlang machen.
Da bringt die auch nichts raus.
Es sei denn, der eigene Koffer ist dabei.
Dann schmeißen die sich
wie ein paramilitärisches Kommando auf dieses Gepäckband drauf!
Ich habe das Gefühl, die Leute denken, jeder Koffer kommt nur ein Mal.
Das ist eine Art Glücksspiel.
Jeder Koffer kommt nur ein Mal.
Und wenn sie ihn dann nicht kriegen...
...verschwindet der durch einen Plastikvorhang...
...im Kofferhimmel.
Und dann ist der für immer weg.
Dann kommt der nie wieder zurück.
Es sei denn, er kriegt eine Toblerone.
Ich habe vor Kurzem in Köln am Flughafen ein älteres Ehepaar gesehen.
Die standen ganz am Anfang, da, wo die Koffer so raus...
...blubbern.
Wo er unter Anleitung von ihr wahllos Koffer vom Band runternahm,
sich das Etikett anschaute
und sie wieder zurückstellte.
Und die haben nicht mal nach Farben sortiert.
Ich habe sie gefragt: "Wollen Sie ein Fundbüro eröffnen?"
Dann habe ich noch eine Stunde am Gepäckband gestanden.
Welcher Koffer kam nicht?
Persönliches Schicksal.
Wissen Sie, eines Tages...
Eines Tages werde ich vor dem Abflug am Check-in-Schalter sagen:
"Einen wunderschönen guten Tag, die Tasche fliegt nach Nizza,
der Koffer nach Rom und der Rucksack nach Mallorca.
Geht nicht? Beim letzten Mal hat es doch geklappt."
Wenn Sie demnächst noch mal fliegen,
da gibt es die perfekte Möglichkeit, an dem Tag richtig Spaß zu kriegen.
Das ist quasi heute Abend für Sie etwas zum Mitnehmen.
Sie müssen mir versprechen, dass Sie es ausprobieren.
Ich verspreche Ihnen, so viel Spaß werden Sie nie wieder beim Fliegen haben.
Sie brauchen ein bisschen Mut, aber... Sie leben in Oberhausen, Sie haben den.
Sie gehen in die Maschine rein. Da stehen vorne immer zwei Stewardessen.
Die sagen immer: "Schönen guten Tag."
"Schönen guten Tag." Die machen nichts anderes.
Zwischendurch Saft schubsen. Aber sonst: "Schönen guten Tag."
Das ist auch sehr wichtig: Beim Fliegen immer vorne reservieren.
Beim Fliegen immer vorne sitzen.
Wenn die Maschine abstürzt, kommt die Minibar noch mal vorbei.
Und dann gehen Sie direkt vorne zur ersten Stewardess hin
und sagen zu der:
"Hallo.
Mir geht es heute nicht so gut. Ich muss gleich eine Tablette nehmen.
Könnten Sie mir, fünf Minuten nachdem wir die Flughöhe erreicht haben,
ein Glas Sprudel bringen?"
Sagt die: "Kein Problem.
Wenn wir die Flughöhe erreicht haben, bringe ich Sprudel für Ihre Tablette."
Das ist die ganze Vorbereitung. Mehr müssen Sie nicht tun.
Jetzt setzen Sie sich hin und schnallen sich an.
Die Maschine startet.
Irgendwann kommt das berühmte "Pling". Die Anschnallzeichen erlöschen.
Für Sie das Zeichen: Flughöhe erreicht.
Also Folgendes: Sie schnallen sich los und stehen auf.
Sie gehen an die Lüftung, dieses kleine graue Dingchen,
drehen die zweimal nach links, einmal nach rechts,
und sprechen folgenden Satz in die Lüftung...
"Bitte ein Glas Sprudel!"
Dann setzen Sie sich wieder hin.
Jetzt werden alle anderen Mitreisenden Sie für vollkommen bekloppt halten.
Das ändert sich allerdings schlagartig,
wenn drei Minuten später die Stewardess mit einem Glas Sprudel kommt.
Und dann gucken Sie,
wer alles seine Getränke über die Lüftung bestellt.
So viel Spaß haben Sie nie wieder beim Fliegen!
Machen Sie es.
Man muss sich einfach Sachen trauen.
Mal was Neues machen.
Kennen Sie Facebook?
Facebook ist furchtbar.
Ich bin da auch.
Ich mache jeden Scheiß mit.
Das sagen viele: Facebook ist furchtbar. Aber alle machen mit.
Alle finden Facebook ganz schlimm, aber alle machen mit.
Und es passiert der Generation, die sich nicht erklären kann,
wie das mit dem Nationalsozialismus passieren konnte.
Facebook.
Facebook hat inzwischen über eine Milliarde Mitglieder.
Das ist mehr, als die EU Einwohner hat.
Mit dem großen Unterschied, dass bei Facebook alle freiwillig sind.
Facebook wächst und wächst.
Facebook ist das am schnellsten wachsende soziale Netzwerk.
Direkt nach den Anonymen Alkoholikern.
Bei Facebook triffst du immer Leute, die hast du schon längst vergessen.
Ich weiß nicht, wie es bei Ihnen ist,
aber bei mir gibt es immer einen Grund, warum ich sie vergessen hab.
Da hast du bei Facebook viele Freunde,
und an meinem Geburtstag waren wir nur zu dritt.
Und meine Frau und meine Mutter sind nicht mal bei Facebook.
Aber "soziale Netzwerke", das ist das Stichwort meiner Generation.
"Soziale Netzwerke", heißt es immer. "Soziale Netzwerke".
Oder wie es früher hieß: Kneipe. Nur mit einem großen Unterschied:
Wenn mein Vater sein soziales Netzwerk besucht hat,
musste er sich vorher eine Hose anziehen.
Heute sitzt du im Unterhemd mit runtergelassener Hose vorm PC
und pflegst beidhändig deine sozialen Kontakte.
Aber irgendwie ist es auch immer so faszinierend.
Da hast du dann dieses kleine weiße Kästchen,
und dann steht da mit so einer grauen Schrift drin:
"Was machst du gerade?"
Und dann sitze ich immer davor und denke mir...
..."Ja, was mache ich gerade?
Was mache ich denn hier gerade?"
Vor allem, was mache ich, was meine Freunde brennend interessiert?
Bei Facebook liest man oft Einträge wie: "Oh, ist das heute heiß im Büro."
Steckt wahnsinnig viel Information drin.
Ja, klar.
Erstens, ich habe einen Job.
Zweitens, ich kann nebenbei facebooken,
weil drittens meine Kollegen für mich mit arbeiten.
Viertens ist meine psychische Vereinsamung und soziale Isolation so stark,
dass ich fünftens mich mit dem Internet über die Temperatur im Gebäude unterhalte.
Oder ein Eintrag wie: "Hm.
Selbst gemachter Joghurt mit frischen Erdbeeren."
Klassischer Frauenbeitrag.
Wenn selbst gemachtes Essen anfängt, sinnliche Reize zu verbreiten,
ist meistens die Menopause im Anmarsch.
Dann aber gibt es bei Facebook Funktionen, die gibt es im echten Leben nicht.
Du kannst bei Facebook Dinge machen, die gibt es in der Realität nicht.
Zum Beispiel:
eine Freundschaftsanfrage ignorieren.
Du kannst ja nicht auf einer Party stehen,
und dann sagt einer: "Hallo, ich bin Klaus."
Und du so...
"Ich bin's, Klaus.
LOL."
Es gibt aber auch bei Facebook Funktionen,
die würde man sich in der Realität wünschen.
Ich kenne viele Leute, bei denen es nötig wäre,
das Profil zu bearbeiten.
Letztlich ist es mit Facebook wie mit allen technischen Weiterentwicklungen.
Niemand braucht sie, sie erreichen wenig und zerstören viel.
Aber deshalb lieben wir Menschen sie so.
Weil sie so wahnsinnig viel mit uns gemeinsam haben.
Niemand braucht uns,
wir erreichen wenig
und zerstören viel.
Und jetzt sitzen wir da und sind alle vollkommen orientierungslos.
Und wissen gar nicht mehr, wohin.
Ich glaube, deswegen haben wir auch alle so ein Navi im Auto.
Ich persönlich finde ja,
ein Navi im Auto ist der erste Schritt zum betreuten Wohnen.
Das ist so der Moment, wo du anfängst,
deine Persönlichkeitsrechte an Maschinen abzutreten.
Das war doch früher ganz anders.
Wenn wir früher in den Sommerurlaub gefahren sind,
natürlich mit dem Wohnwagen, so viel Klischee musste sein,
da saßen meine Mutter, mein Bruder und ich im brütend heißen Auto.
Vorne auf der Motorhaube hatte mein Vater eine Weltkarte ausgelegt.
Da hat er mit zusammengekniffenen Augen draufgestarrt.
Da hat er fünf Minuten so draufgestarrt, dann ist er eingestiegen, losgefahren,
zwei Tage später waren wir in Südfrankreich.
Wenn meine Mutter ihn fassungslos angestarrt hat, hat er gesagt:
"Schatz, es ist vollkommen normal,
dass im Rahmen der EU die Franzosen auch Schwedisch sprechen."
Heute steigst du ein, tippelst auf einem Touchscreen rum,
und das Teil jagt dich zehn Minuten lang im Zickzack durchs Sauerland.
Weil wir orientierungslos sind.
Man muss selber nichts mehr machen.
Mein Navi sagt mir, wo ich hinfahren soll.
Meine Frau sagt mir, was ich anziehen soll.
Mein Chef sagt mir, was ich arbeiten soll.
Und wenn ich dann in der Kantine gefragt werde:
"Kohlroulade oder Schnitzel?"...
...da fange ich an zu stottern.
Zu viele Entscheidungen auf einmal.
Und ich habe das Gefühl,
dass diese Orientierungslosigkeit in Bereiche übergreift,
wo man früher gesagt hätte, da ist Orientierung eine Grundkompetenz.
Ich weiß nicht, wie das hier ist,
mir ist es in den letzten zehn Jahren in Berlin aufgefallen bei den Taxifahrern.
Vor zehn Jahren bist du in Berlin ins Taxi gestiegen
und hast gesagt: "Guten Tag, einmal Eisenacher Straße 25."
Da hat der Taxifahrer einmal ganz laut "Scheiße" geschrien,
das Berliner Pendant für:
"Guten Tag. Schön, dass Sie mit mir Auto fahren."
Heute steigst du ein, da fangen die an, so Gesprächsgruppen mit dir zu gründen.
Ich sage: "Einmal Eisenacher Straße 25." Da sagt der: "Ja, ja. Natürlich.
Kenne ich."
Sage ich: "Das ist schon mal gut."
Sagt der: "Das ist doch da hinten,
da an der Hauptstraße, wo die Vorbergstraße so schräg abgeht,
wo da vorne die Akazienstraße, wo die so kreuzt,
von der Vorbergstraße, da ist auf der Ecke so ein Starbucks."
Ich sage: "Mein lieber Kutscher...
...erstens gibt es in dieser Stadt Hunderte Starbucks-Filialen,
weil auch die Bevölkerung der BRD anscheinend noch nicht kapiert hat,
dass sie auch bei Starbucks für EUR 3,60 zu 96 % heißes Wasser bekommen.
Zweitens:
Wenn ich wüsste, wo die Vorbergstraße abgeht,
würde es dann nicht mehr Sinn machen,
wenn ich vorne und Sie hinten sitzen würden?"
Dann hörst du nichts mehr.
Nur noch das Getippel auf dem Touchscreen.
Weil wir orientierungslos sind.
Ich kann Ihnen das sogar beweisen.
Sie müssen nur mal an einen Platz gehen,
wo die Leute keinen Zugriff auf ihr Navi haben.
Fußgängerzone, Samstagmittag, 14:30 Uhr.
Ich weiß nicht, wie Sie noch laufen gelernt haben.
Bei uns in Holland war das relativ einfach strukturiert.
Es hieß, einen Fuß vor den anderen,
trotz Holzklotschen.
Einen Fuß vor den anderen,
und das Ganze möglichst in wiederkehrender Reihenfolge.
So weit die Theorie.
Heute laufen die inklusive voll gepackter Primark-Tüten so:
Die laufen schnell,
dann einen Schritt nach rechts, Drehung nach oben,
wie Cruise-Missiles mit gestörter Bordelektronik.
Ich glaube auch, und das glaube ich wirklich,
ich glaube, dass die Frauen besser im Gehen waren.
Da können wir Männer über Rückwärtseinparken philosophieren,
so lange wir wollen.
Statistisch bewiesen:
Frauen sind die besseren und sichereren Autofahrer.
Und ich glaube auch, dass die Frauen besser im Gehen waren.
Die sind einfach...
Aber als das die Männer kapiert haben,
da hat ein Mann den Stöckelschuh erfunden.
Und seitdem schwanken die wieder gleichmäßig nebeneinander her.
Von hinten durch ihre Jack-Wolfskin- Partnerlook-Jacken nicht zu unterscheiden.
Ein Leben lang versuchst du, so individuell wie möglich zu sein.
Und dann endest du in Partnerlook-Jacken von Jack Wolfskin.
Ich glaube, das nennt man Satire.
Aber so schwanken die nebeneinander her.
Der Sonne entgegen.
In eine bessere Zukunft.
Aber was wird die Zukunft bringen?
Ich weiß es nicht.
Ich habe echt keine Ahnung.
Ich weiß nur, dass wir orientierungslos sind.
Und dass wir nicht mehr wissen, wohin.
Die Politik hat sich verabschiedet,
wir führen keine wirklichen Diskussionen mehr,
es vergeht sich nur noch im Klein-Klein.
Der einzige Unterschied
zwischen einem Politiker und einem Telefon ist noch:
Das Telefon kannst du aufhängen, wenn du dich verwählt hast.
Es ist doch nix mehr da, was uns noch Halt gibt.
Was soll uns denn Halt geben?
Die Religionen kannst du auch alle haken.
Die haben inzwischen auch alle Notstand im Dachstübchen.
Sagen wir's so, das Management da oben ist okay,
das Problem ist das Bodenpersonal.
Die einen fokussieren sich
auf den Geschlechtsverkehr mit Minderjährigen.
Im Kirchendeutsch heißt das dann Ministrantenweihe.
Und die anderen fallen nur auf,
wenn sie besoffen mit dem Auto durch Hannover fahren.
Wobei die Käßmann da bis heute mein größtes Verständnis für hat.
Ich kenne niemanden, der Hannover nüchtern erträgt.
Ein Anteil einer anderen Religion ist der Überzeugung,
die Bevölkerung auf die Vorzüge ihres Glaubens aufmerksam zu machen,
indem sie sich in die Luft sprengen oder wahlweise Leuten den Kopf abhacken.
Wieder andere folgen einem netten, älteren Herrn,
der immer in rote Bettlaken gehüllt ist und grundlos vor sich hin kichert.
Aber der Dalai-Lama ist ja als politischer Führer Tibets
vor einiger Zeit zurückgetreten.
Und ich sage das Gleiche, was ich bei Alf dem Außerirdischen gesagt hab:
Mir wird vor allem sein Lachen fehlen.
Wir können also festhalten:
Religion hat immer was mit Leuten zu tun, die die Orientierung verloren haben.
Was ist eigentlich bei den Katholen los?
Jetzt mal ganz ehrlich.
Die haben doch echt Fachkräftemangel.
Da kriegt doch inzwischen jeder eine Führungsposition,
der bei Nazareth nicht an eine Heavy-Metal-Band denkt.
Und Kardinal Meisner,
der sich aus seiner Karriere mit den Worten verabschiedet:
"Eine Familie von euch ersetzt mir drei muslimische."
Das ist dieser integrative Gedanke vom Meisner.
Da fragst du dich, ob der den Weihrauch in der Pfeife geraucht hat.
Ist das bei dem noch Demenz oder schon Tollwut?
Oder Bischof Tebartz-van Goldelster.
Der hat ja seine Kois vergessen.
Doch, der hat die Kois vergessen, in dem Becken.
Ich hätte die knallhart gegrillt, ehrlich.
Ich hätte die knallhart gegrillt. Bischof Tebartz-van Goldelster.
Ein Bischof, der eine Stiftung für bedürftige Menschen geschlossen hat,
um sich parallel den Traum vom goldenen Bistum zu erfüllen.
Der hat sich einen Palast hingesetzt,
da wäre jeder amerikanische Gangsterrapper neidisch.
Wenn die den nicht gestoppt hätten,
hätte er sich noch die Elbphilharmonie als Parkhaus für seine Autos geholt.
Aber irgendwie bin ich ihm auch dankbar für seine Luxus-Bauherren-Orgie.
Ohne den hätten viele in Deutschland gar nicht mitgekriegt,
über was für ein Vermögen die katholische Kirche verfügt.
Die beten immer noch jeden Sonntag
und knöpfen der Oma die karge Rente mit dem Klingelbeutel ab.
Konservativen Schätzungen zufolge,
"konservativen Schätzungen" bedeutet "Immobilienvermögen bis 1859",
konservativen Schätzungen zufolge verfügt die katholische Kirche
über ein Immobilienvermögen von EUR 200 Milliarden.
In Deutschland.
Was man mit der Knete alles hätte machen können!
Die Katholen hätten Griechenland retten können.
Oder den Flughafen in Berlin zu Ende bauen.
Oder von mir aus auch den 300.000 Obdachlosen in Deutschland
ein Dach über dem Kopf und eine warme Mahlzeit.
Aber die beten lieber.
Die beten lieber.
Weil Beten offensichtlich langfristig finanziell gewinnbringend ist.
Aber jetzt haben die ja den Franziskus, jetzt wird ja alles gut.
Der bemüht sich ja wenigstens.
Ich hoffe nur, dass sie den nicht vergiften oder so.
Er wäre nicht der erste Papst, den man mit 'ner blauen Zunge gefunden hat.
Ich habe Respekt vor Glauben.
Ich habe auch Respekt vor Menschen, die an etwas glauben.
Aber ich habe ein großes Problem mit Leuten,
die die Organisation und Interpretation von Glauben für andere Leute übernehmen.
Leute, die anderen erklären,
wie sie etwas zu glauben und zu verstehen haben.
Diese Indoktrination von gefühltem Halbwissen
aus schlecht übersetzten Büchern.
Wenn ich das schon höre: "Jesus hat aus Wasser Wein gemacht."
Ja, na und?
Das ist eine uralte deutsche Erfindung.
Das machen die seit Ewigkeiten an der Mosel.
Oder: "Moses hat das Meer geteilt." Tja. Walter Ulbricht hat Deutschland geteilt.
Es geht ja auch kaum noch einer hin.
Ich warte, bis irgendwann die Milliardenvermögen aufgebraucht sind.
Das kostet doch auch alles Geld.
Die ganzen Paläste, das Personal, die Alimentezahlungen, das kostet alles.
Ich warte auf den Tag, wo die katholische Kirche
von einem Unternehmensberater saniert werden muss.
Wenn da mal so ein McKinsey rangeht.
Da wird dann knallhart rationalisiert und eingespart.
Der Bischof kann doch den Weihrauch, den Wein, die Bibel und das Brot
auch allein durch die Kirche tragen.
Da braucht er doch kein Personal für.
Da kriegt er einen schönen Weidenkorb, und auf geht's.
Und was da eingespart wird,
das kann man mal wieder ins Abendmahl investieren.
Die wollen uns doch als Kunden langfristig binden.
Dann gibt es kein langweiliges Esspapier zum Draufrumlutschen mehr,
sondern ein frisches französisches Baguette.
Und einen schönen Bordeaux.
Aus dem Weinberg des Herrn.
Die müssen nicht immer alles alleine trinken.
Seit 2.000 Jahren...
...touren die mit dem gleichen Stück durch die hauseigenen Theater.
Und was ist deren Quintessenz?
"Früher war alles besser."
Stattdessen haben die einen Sexskandal nach dem anderen.
Als ob es eine Rock-'n'-Roll-Band wäre.
Der Ratzinger hat zum Schluss noch in Einzelfällen Kondome erlaubt.
Hat das irgendjemand verstanden? In Einzelfällen hat er...
Wovor hatten die Schiss? Dass ein Ministrant schwanger wird?
Ja, schon klar.
Sexueller Missbrauch ist kein katholisches Problem.
Es sind Leute aus allen Ecken, Schichten, Konfessionen.
Sexueller Missbrauch ist natürlich niemals eine Frage der religiösen Überzeugung.
Aber die katholische Kirche
hat nach der Veröffentlichung diverser Missbrauchsfälle
die einzigartige Chance gehabt, zu beweisen, was es bedeutet,
über ein starkes moralisches Fundament zu verfügen.
Aber da kam nix.
Die haben ein vollkommen vermurkstes und verkorkstes Verhältnis zur Sexualität.
Das Zölibat wurde eingeführt, um die Kirche
vor den Besitzansprüchen von Kindern von Kirchenoberhäuptern zu beschützen.
Es war nie eine Frage der religiösen Überzeugung.
Da ging es schlicht und einfach um Geld.
Und wir glauben,
die Taliban wären religiöse Spinner und verblendete Fanatiker.
Gut, im ungefragten Namen des Islam sprengen sich Leute spontan in die Luft.
Eine schöne Möglichkeit,
die frohe Botschaft unters Volk zu kriegen.
Das ist auch so ein Konzept, das zu Ende gedacht wurde.
Wenn sich ein Irrer inmitten von Hunderten von Leuten in die Luft sprengt,
da werden die Angehörigen der Opfer bestimmt sagen:
"Das mit dem Islam ist eine tolle Sache.
Schön, dass der junge Mann uns das mal nähergebracht hat."
Wie sieht das eigentlich aus
in einem Ausbildungslager für Selbstmordattentäter?
Steht da vorne der Lehrer, vor ihm sitzen die Schüler,
und dann schnallt er sich eine Sprengstoffweste um und sagt:
"So, Jungs, gut aufpassen. Ich werde euch das nur einmal zeigen."
Verstehe ich nicht.
Und weil es diese armen Irren gibt,
wird der Dönermann um die Ecke plötzlich zum potenziellen Attentäter.
Der steht seit 20 Jahren in Wuppertal in seiner Dönerbude
und schneidet Lammspieße mit dem Elektromesser
und versteht weder die, die sich in die Luft sprengen,
noch die, die plötzlich einen Bogen um ihn machen.
Was wir brauchen, sind richtige Vorbilder.
Leute wie Michael Wendler und Lothar Matthäus.
Mitmenschen, die so unfassbar doof sind,
dass wir endlich mal wieder Demut vor diesem Scheißleben kriegen.
Mitmenschen, bei denen du dir so denkst...
..."Ach, komm.
Hauptsache gesund."
Nicht Gott braucht uns.
Wir brauchen Gott.
Hat ein kluger Kopf mal gesagt.
Wir alle miteinander, wie wir hier sitzen, haben die Religionen erfunden,
um uns selbst nicht zu vergessen.
Wir brauchen sie, um die großen Fragen des Lebens zu beantworten.
Der Sinn des Lebens, der Sinn des Sterbens.
Und seitdem herrscht da oben dichtes Gedränge.
Jede Religion will den Jordan über den richtigen Steg überqueren.
Und wir kriechen Gott abwechselnd in den Hintern.
"Ich bin der bessere Mensch, ich sage, dass Gott der Größte ist,
ich tue ganz viel für ihn, ich sprenge mich in die Luft für ihn."
Seit 2.000 Jahren schlagen wir uns jetzt die Köpfe kaputt.
In der Hoffnung, dadurch Gott näher zu sein.
Während der wahrscheinlich da oben sitzt und sich denkt...
..."Woher wisst ihr überhaupt, dass ich einen Hintern habe?"
Und dabei könnte es so unfassbar einfach sein.
Es könnte so unfassbar einfach sein.
In der jüdischen Thora steht:
"Was du nicht liebst, das tue auch deinem Nächsten nicht."
Vom Propheten Mohammed ist überliefert:
"Keiner von euch hat den rechten Glauben erlangt,
solange ihr für euren Nachbarn nicht liebt,
was ihr für euch selbst liebt."
Und im Neuen Testament sagt Jesus:
"Liebe deinen Nächsten so wie dich selbst."
Wäre wahrscheinlich zu einfach.
Amen.
Ich hab keine Antworten.
Ich hab Fragen, aber ich hab keine Antworten.
Ich weiß es leider nicht.
Ich würde total gerne verstehen...
...aber ich verstehe es nicht.
Aber eins, das weiß ich.
Und das weiß ich hundertprozentig.
Das wäre alles nicht passiert, wenn mein Vater noch leben würde.
Denn der wusste immer, was zu tun ist.
Deswegen möchte ich mich heute Abend von Ihnen verabschieden,
wie sich mein Vater verabschiedet hat, wenn er eingeladen war.
Denn er konnte was Besonderes.
Er konnte den Menschen einen Moment schenken,
in dem sie weder an die Zukunft noch an die Vergangenheit gedacht haben.
Einen Moment, in dem sie ganz im Hier und Jetzt waren, seiende Wesen.
Es war nichts Philosophisches, es war nichts Intellektuelles,
es war geradezu banal.
Am Ende des Abends versammelte er immer ein paar Leute um sich.
Dann sprach er einen an und sagte:
"Nenn mal eine Spielkarte aus einem Pokerspiel.
Nicht das Ass, das ist simpel und einfach.
Stell dir ein kompliziertes Bild vor, eine komplizierte Karte."
Dann sagte derjenige zum Beispiel: "Piksechs."
Dann nahm mein Vater sein Portemonnaie aus der Tasche...
...und in dem Portemonnaie war ein Umschlag.
Und in dem Umschlag war eine Spielkarte.
Und zwar die Piksechs.
Das war immer faszinierend. Die Leute staunten eine Sekunde.
In diesem Staunen waren sie im Hier und Jetzt.
Sie haben an nichts gedacht. Mich hat das als Kind total fasziniert.
Ich wollte wissen, wie das geht, wie das funktioniert.
Mein Vater sagte immer:
"Weißt du, Junge, manchmal ist es besser, wenn man etwas nicht versteht."
Ich habe das als Kind nie kapiert.
Also habe ich meinen Vater heimlich beobachtet.
Er war im Arbeitszimmer, und ich wollte das sehen.
Er nahm ein Kartenspiel in die Hand, fächerte es auf,
atmete ein,
atmete aus,
beim Ausatmen nahm er eine Karte und steckte sie in einen Umschlag.
Am Abend das gleiche Spiel. Jemand nannte eine Karte, und das war sie.
Als ich 18 war, sagte mein Vater: "Es ist so weit, Junge.
Du musst die Tradition übernehmen."
Also nahm ich zum ersten Mal im Leben so ein Kartenspiel in die Hand,
fächerte es auf,
atmete ein,
atmete aus,
nahm eine Karte, rannte zu meiner Mutter und sagte:
"Mama, nenn eine Spielkarte."
Sie sagte: "Karoneun."
Ich machte den Umschlag auf. Es war die Karozehn.
Ich lag genau eine Karte daneben.
Immer wenn ich das gemacht habe, lag ich immer eine Karte daneben.
Sagte jemand: "Kreuzvier", hatte ich die Kreuzdrei.
Ich lag immer eine daneben. Es war frustrierend.
Dementsprechend selten habe ich es gemacht.
Im Jahr 2007 ist mein Vater gestorben.
Ein paar Tage vorher haben wir uns noch mal getroffen.
Ich komme rein, er lächelt mich an und sagt:
"Na, Junge? Hast du noch eine Karte im Portemonnaie?"
Ich sage: "Mhm."
Sagt er: "Wollen wir noch mal?" Sage ich: "Mhm."
Sagt er: "Herzkönig."
Ich nehme das Portemonnaie raus, hole den Umschlag raus,
Karte...
...und es war die Herzdame.
Ich lag wieder einen daneben.
Da hat er mich ganz lange angeguckt und irgendwann zu mir gesagt:
"Weißt du, Junge...
...vielleicht ist das dein Weg.
Vielleicht ist das deine Bestimmung.
Du liegst halt immer einen daneben.
Das ist dein ganz eigener Weg.
Du liegst halt immer einen daneben."
Ein paar Tage später ist er gestorben.
Seitdem nehme ich jeden Tag ein Scheiß-Kartenspiel in die Hand...
...fächere das auf...
...atme ein...
...atme aus, nehme eine Karte und stecke sie in mein Portemonnaie.
Und raten Sie mal, was wir jetzt machen.
Die Dame da vorne, nennen Sie eine Farbe, Rot oder Schwarz.
Schwarz.
Der Herr daneben.
Stellen Sie sich vor, das Schwarz beginnt sich zu formen.
Entweder zu einem Pik-Symbol oder zu einem Kreuz-Symbol.
- Welches Symbol sehen Sie? - Kreuz.
Kreuz.
Der Herr hier vorne. Das Kreuz beginnt auseinanderzuspringen.
Immer mehr Kreuze tauchen vor Ihren Augen auf,
es bildet sich eine schöne Karte.
Sie können jetzt eine Kreuz-Karte sehen. Welche Kreuz-Karte sehen Sie?
- Bube. - Kreuzbube.
Auch heute Abend habe ich in meinem Portemonnaie...
...eine Spielkarte.
In einem Umschlag.
Sie wollten heute Abend
den Kreuzbuben.
Und es ist...
...die Kreuzdame.
Und so gibt mir dieser kleine Moment des Staunens mit Ihnen Hoffnung.
Für den Moment,
in dem ich an der Seite meines Vaters begraben werde...
...und ein allerletztes Mal...
...seine Stimme höre.
"Na, Junge?
Liegst du wieder einen daneben?"
Ende der Schonzeit.
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