All language subtitles for Alles.ist.Liebe.2014.German.1080p.BluRay.x264-CONTRiBUTiON

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Original subtitles

(Erzähler) Es gab eine Zeit, in der wir alle noch an alles glaubten.

Broccoli macht schlau,

Papa ist der stärkste Mann der Welt

und der Weihnachtsmann bringt die Geschenke durch den Schornstein.

Dann kommt der Tag, an dem dir auffällt,

dass der Weihnachtsmann dieselben Schuhe trägt wie dein Vater

und dass ihr gar keinen Schornstein habt.

Und du begreifst,

Broccoli macht nicht schlau

und Papa ist schon aus der Puste,

wenn er einen Bierkasten in die Wohnung schleppt.

So werden wir älter.

Und wir erinnern uns daran,

wie schön und einfach alles war, als wir noch an alles glaubten.

Was wäre denn, wenn wir einfach wieder an den Weihnachtsmann glauben würden?

Wenn alles wieder so wäre, wie wir das wollen?

Wenn die Liebe gewinnt.

Das ist es doch, was wirklich zählt.

Liebe ist alles.

Und alles ist Liebe.

Nur ist es mit der Liebe wie mit dem Weihnachtsmann.

Wir müssen schon daran glauben.

Sonst wird das nix.

(Lied: "You're Nobody Till Somebody Loves You" von Dean Martin)

(Fahrer singt mit) You're nobody till somebody cares.

You may be king,

You may possess the world

And it's gold

But gold won't bring you happiness

When you're growing old

- (mit Akzent) Guten Morgen. - Morgen.

Da nehme ich mal zur Unterhaltung einen Anhalter mit.

Bisschen reden, ein bisschen zusammen singen

und dann schläft er die ganze Zeit.

Ich habe mir schon Sorgen gemacht, Alter.

Dass du verpennst.

Weihnachten!

(Reporter) Guten Morgen, liebe Frankfurter. Raus aus den Federn.

Auf den heutigen Tag haben wir alle gewartet.

Ich sage nur drei Wörter...

- (Mädchen) Helga. Helga. - 10 Jahre BERGHANS...

Gleich haben wir's geschafft. Nur noch drei Tage bis Weihnachten.

(Frau) Wir müssen uns mal fertig machen.

Die sensationelle Weihnachtsparty...

Papa! Stimmt das? Stimmt das echt?

Wenn ich alle meine Wünsche aufschreibe, werden die wahr?

- Klar stimmt das. - Ja!

Vielleicht nicht alle. Er kriegt es doch sonst mit dem Rücken.

Och Simone.

(Reporter) Liebe Weihnachtsmann-Fans,

kommt her zum Stadtkai und trefft den Weihnachtsmann persönlich.

Hier wird er mit dem Schiff ankommen.

Hier sammelt er eure Wunschzettel ein.

Und da hinten steigt er in seinen Schlitten.

Komm, Schatz. Wir sind spät dran.

Ist das dein Wunschzettel? Lass mich mal deinen Wunschzettel sehen.

- Nein. Du darfst nicht. - Hallo? Oh ja. Hi Paps.

- (Frau) Ich brauch deine Hilfe. - Clara.

Nimm seinen Zettel und gut.

Keine Ausnahme. Auch nicht für meinen Enkel.

Es ist vielleicht das letzte Mal, dass er dran glaubt.

Wir stehen da, wie immer.

Schnapp dir die Liste, und sag mir, was er sich wünscht.

Er hatte ein schweres Jahr.

Die Ehe habt ihr ohne mich zerstört. Kümmert euch auch um die Folgen.

- Nicht mit mir, Clara. - Arschloch.

Wie bitte?

- Arschloch. - Ich liebe dich auch.

Mama? Los. Komm. Schnell.

Ja. Ich komm. Du hast ja noch deinen Schlafanzug an.

- (Mann, mit Akzent) Guten Morgen, Chef. - Guten Morgen. Viel zu tun, ja?

Was macht Chef hier?

(traurige Klaviermusik)

(Mann im Hintergrund) Hallo. Hallo Chef.

Chef?

Wir sind super in der Zeit. Alles unter Kontrolle. Es brennt nichts an.

Ach, unsere Heiligkeit kommt auch schon. Ja. Tschüss.

- Herr von Loessel. Hallo. - Hallo.

Ich bin der Geist, der stets verneint und das mit Recht.

Denn alles, was entsteht, ist wert, dass es zugrunde geht.

Ich bin Alice. Ich sorge dafür, dass heute alles reibungslos abläuft.

Die Wichtel sind gleich da.

- Wichtel? - Adventswichtel. Stand alles im Memo.

Vergessen Sie's. Sie machen's wie immer.

Ein bisschen rumstehen, winke, winke, und ein paar Wichtel tanzen um Sie rum.

Ich stehe nicht "einfach rum" und mache "winke winke". Ich bin Burgschauspieler.

- Natürlich, Herr von Loessel. - Ein Kaffee.

Ich trinke meinen Kaffee immer nur aus dieser Tasse.

Selbstverständlich. Der Kaffee kommt gleich.

Na-ne-ni-no-nu-nä-nö-nü-neu-nei-nau, Nä-nö-nü-neu-nei-nau.

- Ma-me-mi-mo-mu-mä. - What?

(Handy klingelt)

- Alice. - Daniel, wo bist du?

- Wir sind gleich da. - Verdammt. Wir legen gleich ab.

Ich wusste nicht, dass Wichtel so oft pinkeln müssen?

- Du hast fünf Minuten. - Ja, ist gut. Ich hab dich auch lieb.

- Fahren Sie in die Stadt? - Ja. Wollen Sie mit?

- Ähm, ja. - Gut. Dann mal rein.

Ciao.

Leute, wisst ihr, was ich gerade in der Zeitung gelesen hab?

Der Weihnachtsmann kommt!

(sie singen) Jingle Bells, Jingle Bells...

- Morgen kommt der Weihnachtsmann... - (Klirren)

- Meine Pyramide. - Scheiße.

Lottchen, tut mir leid. Wir besorgen dir 'ne Neue.

- Menno. Jetzt ist sie kaputt. - So, Papa muss.

- Tschüss. - Viel Spaß.

(er singt) Jingle Bells, Jingle Bells...

(Frau) Ist nicht so schlimm.

- (Lotte) Was machen wir jetzt? - (Frau) Vielleicht kriegen wir...

Herr Cumali. Sie sind zu Hause.

Wir waren verabredet, aber ich hab so viel zu tun.

Hey! Pscht.

(stotternd) Ich weiß... ich... ich weiß. Ich brauch nur noch drei Tage.

Ich hab 'nen Stand auf'm Weihnachtsmarkt, 'ne Goldgrube.

Der Typ, der ihn abgibt, hat 30 000 in zwei Wochen gemacht.

Ich kann den Stand bis Heiligabend haben.

Das ist ein todsicheres Ding.

Tut mir leid, aber die Bank...

Die Bank drängt auf Zwangsvollstreckung. Ich muss das jetzt einfordern.

Herr Bechtolf, ich bitte Sie.

Meine Frau Simone, die...

weiß noch nichts von der Kündigung.

Sie ist im 8. Monat schwanger. Sie darf nichts erfahren, sonst...

Drei Tage. Hm?

Ich bitte Sie. Bitte.

Okay.

Bis zum 24., Mittag.

Danach übernimmt ein Kollege.

Wenn Sie es bis dahin nicht schaffen, kann ich nichts tun.

Danke. Sie sind ein guter Mann.

Hallo? Hallo! Hört mich jemand?

(Mann, per Funk) Hey, Produktionsdame. Wo bleibt mein Kaffee?

- Na endlich. Komm. - Alice.

- Geile Mütze. - Spar's dir. Du bist 'ne Stunde zu spät.

Die Mütze zu groß, die Schuhe drücken. Wie zum Teufel...

soll ich die Rolle spielen, wenn das Kostüm zu groß ist.

Habt ihr alle Tomaten auf den Augen?

Scheiße!

(er ringt nach Luft)

Herr von Loessel hat seine eigene Tasse. Er möchte Kaffee an Bord.

(Alice) Hallo. Deine Dinger.

(unverständliche Lautsprecherdurchsage)

- Boris. - Danke.

- Boris. - Lotte.

Papa sagt: Wir müssen nur den Brief abgeben.

Dann kriegen wir, was wir wollen. Es funktioniert.

- Wirklich? - Ja. Komm.

- Na du. Alles gut? - Na du. Ja.

Ich hab gelesen,

wenn man sich getrennt hat, schläft man in der Bettmitte besser.

Weißt du, nicht mehr so: Deine Seite, seine Seite.

(lachend) Echt? Okay. Danke. Vielleicht versuche ich das mal.

Tänzer, Musik und Wichtel nach oben. Maske, Kostüm unten, bitte.

- Wo soll das hin? - Zum Weihnachtsmann.

Komm, ihr zwei auch. Los, los, los!

Weihnachtsmann? Ihre Glückstasse.

Ach, du Scheiße.

- Wer kommt mit dem Schiff gefahren? - Der Weihnachtsmann.

- Yeah! Freut ihr euch auf ihn? - Ja.

So will ich das hören. Was?

- Der Weihnachtsmann ist tot. - Was machen wir jetzt? Scheiße!

Er ist was?

Das kann nicht sein! Wir sind in zwei Minuten auf Sendung.

- Sag's ihr. - Einfach umgefallen.

- Bleib ganz ruhig. - Ruhig?

- Ich bin ruhig. - Stellt ihn wieder hin.

- Er ist tot. - Tot oder lebendig.

- Scheißegal. Stellt ihn wieder hin. - Okay.

- Ihr sollt ihn wieder hinstellen. - Hinstellen?

Scheißegal, wen du dafür ficken musst.

Ich möchte jetzt einen verdammten Weihnachtsmann auf diesem Boot sehen!

- Und zwar sofort! - Tolle Rede, Ghandi.

Ich kann nicht mit dem Zauberstab wedeln

und "Puff" steht ein neuer Weihnachtsmann da.

Er sagt, das Schiff fährt in die Stadt. Stimmt das?

Ja.

- Okay. Fahren wir. - Wir haben einen Weihnachtsmann.

- Wir haben einen Weihnachtsmann. - Wir haben einen Weihnachtsmann.

(Jubel)

(Lied: "I Feel The Earth Move" von Carole King)

Moment! Fuck! Nein! Oh Mann, super. Ich bin ja auch echt total zu übersehen.

Sehr hilfreich! Danke!

Ts. Der Berserker. Du bist dir auch für nichts zu blöd, ne?

Entschuldigung. Darf ich mal durch.

Ich hab da meinen Stand. Kommen Sie doch vorbei.

- Gleich aufgebaut. Kommen Sie wieder. - Schau'n wir mal.

Morgen. Der Kollege von gegenüber. Wollte mich vorstellen. Kerem.

- Freut mich. - Hansen.

- Guck mal, was ich hab. - (kitschiger Weihnachts-Rock'n'Roll)

Rocking Santa! Der ist "Made in China".

Dann pack ich wohl mal lieber zusammen und geh nach Hause, was?

(Pfarrer) Liebe Angehörige, liebe Gemeinde.

Wir sind zusammengekommen, um Abschied zu nehmen von Hedwig Sauer.

(Handyklingeln)

Sie war Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester,...

(Männerstimme aus dem Sarg) Scheiße. Hallo? Viktor, was ist denn?

(Aufschreie)

Klaus? Klaus?

(auf dem Handy) Klaus. Grüß dich. Weißt du was?

Es gibt eine fünfstöckige After-Eight-Torte.

In weiß. Wo du doch so gerne Mint magst. Was sagste?

Klaus?

Ich kann dich nicht mehr hören. Rufst du zurück?

Liebe, Liebe, Liebe. Liebe, Liebe, Liebe.

(Frau) Gleich kommt der Lieblingssohn unserer Stadt.

Jan Silber. Unser Star in Hollywood.

Wir warten alle ganz gespannt auf ihn. Entschuldigung. Jan...

- ...ist doch ein scharfes Eisen, oder? - Ja, äh... Total. Echt mega.

Selbst die Weihnachtsgeschenke sind schon aus dem Häuschen.

Abba Bo schreibt: "Supergeiler Film. Ich liebe dich Jan! Du bist der Beste!"

Oder Vanessa B: "Saugeil... und wieder nackt. Du Tier!

Machst du mir den Halvar?" Machst du mir den Halvar?

(er brüllt) So, oder was?

Corinna F. schreibt: "Hast du auch Inhalte?"

Nicht vergessen. Alles ist für die gute Sache.

Jeder zehnte Euro geht an die Kinder.

Das heißt: Brust raus, Backen hoch. In 30 Minuten ist alles vorbei.

- Du nimmst das hier. - Was?

Komm, ich hatte gesagt, Bianca hat einen Hexenschuss.

Ich zog ihr Kostüm an. Vom Schere halten für Jan "Arsch" Silber war keine Rede.

Kiki, du nimmst diese Schere,

sonst stehst du die nächsten sechs Monate hinter der Käsetheke.

Ich muss pinkeln.

Bitte schön. Wunderbare Wahl. Echtes Plastik aus Massenproduktion.

Hält, bis es kaputt geht. Garantiert.

- Danke schön. - Bitte schön.

- Das hätte ich gerne. - Ohne Holzsplitter. Das freut den Enkel.

- Danke schön. Fröhliche Weihnachten. - Ihnen auch.

Endlich mal ein ehrlicher Verkäufer.

Wir kriegen alles unter. Problem ist, wir haben die Late Night in New York

und in Wien die Wohltätigkeitsgala für Waisenkinder am gleichen Abend.

Die müssen wir vielleicht absagen.

Waisenkinder? Das können wir nicht absagen. Wie steh ich denn dann da?

Wie ein Riesenarschloch.

- Not your problem. - It's true. It's yours.

- Ready? - I am ready.

- Who's the man? - I'm the man!

- Come on! Who's the man? - I'm the man!

Friss die auf, Tiger!

(euphorische Schreie)

Danke! Hallo Frankfurt! Hey! Wow!

Mach hin, du Idiot. Ich muss pinkeln.

Kurze Frage: Die Gerüchteküche brodelt.

Clementine und du seid getrennt?

Ich war ewig nicht mehr in Deutschland und kümmer' mich erst mal um die Fans.

- Wir quatschen später. Alright? - Alright.

Du kleiner Strolch. Warst du schon immer.

Für mich ein klares "Ja".

Nach dem Foto von Clementine und Rockstar Sabbath Jones zu urteilen,

wird Jan dieses Weihnachten alleine verbringen.

Außer er findet heute Abend noch jemanden.

Vielleicht können Sie mal winken? So wie ein richtiger Weihnachtsmann?

(jubelnde Menge) Weihnachtsmann! Hier bin ich! Weihnachtsmann!

Ich ruf dann sofort an. Okay. Ich dich auch. Tschüss.

- Mann, sind deine Eltern auch so doof? - Meine Mama ja.

- Mein Papa ist gerade gestorben. - Oh, 'tschuldige.

Mhm, er wird auch schon in zwei Tagen beerdigt.

Was ist das?

Ein Bein.

Ist das das Bein von Tom von Loessel?

Oh Mann.

Hallo, ich brauch bitte Krankenwagen und Polizei.

(Applaus und Volksfestmusik)

Weihnachtsmann!

(Lotte) Weihnachtsmann!

Weihnachtsmann!

- Dein Telefon! - Ach so. Stimmt.

(Boris) Weihnachtsmann! Mein Brief!

Hallo? Ja.

Wie bitte? Ich verstehe gar nichts. Es ist ziemlich laut hier.

Was bitte?

- Ja? - (spannungsgeladene Klänge)

(melancholische Klänge)

Ja. Ja, ich... ich verstehe.

Ja.

Ich danke Ihnen.

Auf Wiederhören.

(Melancholische Musik)

(Boris) Mein Brief! Weihnachtsmann! Mein Brief!

Was ist los? Bist du okay?

Mein Vater ist gestorben.

- Aber wer... - (Boris) Mein Brief!

- Wir müssen los. - Aber der Weihnachtsmann ist da.

- Nee, wir müssen jetzt gehen. - Nein! Ich muss ihm den Brief geben!

- Boris. Er kriegt ihn. Versprochen. - Komm. Geht nicht anders.

- Weihnachtsmann! - (Mann) Nicht vordrängeln.

- Weihnachtsmann! Mein Brief! - Lotte!

- Weihnachtsmann! - Lotte!

- Was machst du da? - Komm her! Lotte!

(Platschen) (Aufschreie)

- Wollen wir das wirklich? - Ja.

- (Lotte wimmert) - Lotte!

Fantastisch. Geh auf die Drei. Bleib drauf.

Ja. Hallo, Kerem hier. Ich brauche noch mehr Weihnachtsmänner.

Es ist fast alles weg.

Das war ein ziemlich guter Tag.

(Simone) Lotte! Mach doch jemand was!

Lotte.

(dramatische Musik)

Lotte!

(Jubel und Applaus)

Das sind Emotionen! Das ist Fernsehen!

Deshalb machen wir das!

Klaus. Was ist los?

Nichts. Ich bin gegen 'nen Sarg gerannt.

Danke, Dazhbog.

Hey.

Viktor. Der Verlobte von Klaus.

Freut mich.

Bog... Dazh... Dazh... bog. Ungewöhnlicher Name.

Slawischer Name für Sonnengott.

Ja. Natürlich. Was sonst... Danke.

Du.

Sei gut zu Klaus. Er hat viele Probleme.

Mhm.

Danke, lieber Weihnachtsmann. Danke sehr!

- Tschuldigung. - Hey. Pass auf.

Lottchen! Oh, Lottchen. Oh!

- Papa. - Lotte.

Kerem? Was machst denn du hier? Und wie siehst denn du aus?

Das ist so 'ne kleine Aktion mit den Jungs...

Einmal die ganze Familie in die Kamera schauen.

(Sanitäter) Kommen Sie bitte mit. Wir müssen mit der Kleinen ins Warme.

Sie sind gerade gekommen, und sind der Vater von der Kleinen?

Ja, genau.

- (Handy klingelt) - Entschuldigung.

Hansen? Hm?

Hä?

Was? Scheiße! Entschuldigung!

Hey. Das geht nicht. Das dürft ihr nicht. Liegen lassen.

Meine.

Nein. Nein.

- Ich konnte echt nichts machen. - Hey! Scheiße. Scheiße.

Der Dazhbog scheint ganz nett zu sein, nicht?

Wie er dich in seine starken Totengräberarme genommen hat.

Er ist verheiratet und hat vier Kinder.

Und hat einen guten Zugang zu seiner femininen Seite.

Hast du ihn zu unserer Hochzeit eingeladen?

Wir sollten ihn auf die Liste setzen. Der freut sich doch, der Dazhbog.

Schon toll, wie viele Freunde und Verwandte wir haben.

Du hast viele.

Die Meinen sind auch die Deinen.

Der Dazhbog scheint zu glauben, dass du... haben große Probleme.

Ich hab das Gefühl, dass alles zu viel für dich ist.

Deine Mutter, unsere Hochzeit...

Mir geht's prima, Vik.

Wirklich.

(Türklingel)

Da ist der Papa.

- Hey, Großer. - Hallo.

- Was macht ihr hier? - Er muss bei dir bleiben.

Wir haben doch vereinbart, dass ich ihn erst Silvester übernehme.

- Bist du allein? - Ja. Ich bin allein.

Verdammt. Wenn ich sag, ich bin allein, dann bin ich's auch. Was soll das?

Mein Vater ist tot.

Was? Gott, was ist denn passiert?

Ist doch egal. Ihr mochtet euch eh nie.

Mama geht jetzt.

Wenn mit Opa alles erledigt ist, hol ich dich wieder ab, ja?

Mach dir 'ne gute Zeit.

Gib ihm bitte seine Tropfen und morgen um 7:45 Uhr muss er in der Schule sein.

Er hat diesen Brief, sein Wunschzettel.

Schau bitte drauf und kauf die Sachen.

Das Geld kriegst du zurück.

Ich will kein Geld. Er ist auch mein Sohn.

Das hättest du überlegen können, bevor du seine Lehrerin gefickt hast.

- Er soll es nicht erfahren. - Wird er auch nicht.

Und darum beneide ich ihn.

Clara.

(Fan) Ich will ein Kind von dir!

- (Fan) Ich liebe dich! - Ich liebe dich auch.

"Ich liebe dich auch, Pupsi." Bla bla... Beweg deinen Arsch, Idiot!

Das war so krass. Sie sind mein Held.

Was Trockenes anziehen. Dann geht's weiter.

Mir reicht's.

Sie müssen über den roten Teppich,

die Wunschzettel in den Sack stecken, in den Schlitten steigen und...

davonsausen.

Davonsausen?

- Wann kommt der Typ? - Santa is on the way.

Ich brauche jetzt eine Antwort: Late Night New York oder Gala in Wien?

- Werden die Waisenkinder übertragen? - Nein.

Dann Late Night. Aber spende für die Waisen.

- Okay? - Got it.

Der Schlitten fährt von allein.

Reinsetzen, Zügel festhalten und los. Alles automatisch.

- Und immer schön winken. Gut? - Immer schön winken. Ja.

Hier ist der Sack für die Briefe. Und los. Los.

Herr Silber. Jetzt müssen Sie ranmachen. Er kommt.

Sie würden bitte hier stehen.

Sobald er da ist, gibt Ihnen unser Geschenk die Schere in die Hand.

Dann schneiden Sie das rote Band durch. Alles klar?

Wer darf das Geschenk heute auspacken?

(sie lacht ironisch) Nimm die Schere.

Ui, du bist aber reizend und so weihnachtlich.

(Handy klingelt) Clem.

(Jan, auf Englisch) Warum hast du nicht angerufen?

(weihnachtliche Klaviermusik)

Was macht der denn da?

Ist der besoffen oder was?

Geh auf Silber.

Hör zu. Die Sache mit Sabbath...

- Was ist sein Problem? - Der Typ ist ein Idiot.

Sorry wegen dem blöden Flirt in Miami. Aber da war nichts.

Ich will dich zurück. Ich liebe dich. Gib mir noch 'ne Chance.

- (auf Englisch) Jan Silber hat zu tun. - Bist du noch ganz dicht?

- Hey! - Glaub mir. Ich tu dir einen Gefallen.

Bleib bei Sabbath! Vergiss ihn! (auf Deutsch) Ey! Sag mal!

Weißt du, seit wann ich auf den Anruf warte?

Kiki? Bist du das?

(kleinlaut) Nein.

Nimm deine verdammten Griffel da raus.

- (Kiki schreit) - Sorry. Alles okay?

Oh Gott.

Tut mir leid. Ich hab dich nicht erkannt. Es ist wichtig.

- Bitte gib mir das Telefon. - Psst.

Ist wirklich alles okay? Ach du Scheiße.

- Sag mal, pinkelst du? - Guck weg.

- Ach du Scheiße. Du pinkelst? - Guck weg!

- Guck weg! - Du kannst doch hier nicht hinpinkeln.

(Feuerwerksgeräusche)

(Jan) Hey!

Mein Handy!

(Jubel und Applaus)

(Lied: "My Baby Just Cares for Me" von Nina Simone)

(Musik verklingt)

(Baby) Papa.

- Papa ist wieder zu Hause. Hallo. - Hey.

- Verrückter Tag. - Allerdings.

- Kleine Meerjungfrau. Wie geht's? - Es ist überall in den News.

Alles meine Schuld.

- Wieso? - Ich hab Boris' Brief verloren.

Und?

Der Weihnachtsmann wird ihm nie seine Wünsche erfüllen.

(Kerem) Der Weihnachtsmann ist doch nicht weg.

Schreibt 'nen neuen Brief und bringt ihn hin.

Aber er ist weg. Guck doch mal.

(TV) Wer hat diesen Mann also gesehen? Hinweise auf die...

Dann werde ich ihn finden.

- Wirklich? - Versprochen.

Weihnachten wird wundervoll.

Es gibt einen tollen Baum, Geschenke und Schnee.

- Schnee? - Ja, Schnee.

Du bist der Beste, Papa.

Komm.

- Hallo? - (Lotte) Hey. Alles wird gut.

Keine Sorge.

Schreibst du einen neuen Brief, bringt Papa ihn dem Weihnachtsmann.

Sicher?

Wenn mein Papa das sagt, dann ist das so.

Wenn's Mama ist, sag, wir essen Broccoli.

Ich muss Schluss machen. Tschüss.

Tschüss.

Ich machte mir Sorgen. Du warst weg.

Tut mir leid, die Jungs haben gewartet.

Ich musste weg. Wegen Manfred... Kennst ihn ja.

(flüstert) Meine Eltern schickten Geld für die Kinder.

- (Baby) Mama, Helga. - Oh, wie süß.

Helga ist ein Weihnachtshase.

- Was machst du da? - Ich will einen Schokotoast.

Nee, ist klar. Schokotoast.

Nee, nee komm, iss mal. Ich hab extra gekocht.

Ich will aber einen Schokotoast.

Du sollst aber den Broccoli essen. Der ist gut für dich.

Ich will aber einen Schokotoast.

Ich will ein Haus auf den Bermudas.

Komm schon. Dein Lieblingsessen.

B-A-N-A-N-E-N.

Nee.

Geburtstag?

20.08.1983.

(Handy klingelt)

- Ja? - (Viktor) Mach mal den Fernseher an.

- Ist an. - (Viktor lacht)

- Du siehst aus wie ein Spacken. - Der Honk hat mich nicht mal erkannt.

(singt) Kiki ist in Jan verliebt.

- Dass Klaus dich noch nicht erwürgt hat. - Stimmt.

Lang her, dass er mich ein bisschen würgte.

- Bäh. - Okay, Schwesterchen. Was ist los?

Sag nicht, es macht dir nichts aus. Ihr hättet fast geheiratet.

Keine Ahnung, was ich an dem Trottel fand.

- Er sieht gut aus. - Sehr witzig.

- Alle lieben ihn. Er hat Geld. - Hast du dein Humor-Coming-out?

Für dich ist es das Allerbeste, dass du über ihn hinweg bist.

Der ist jetzt in einer anderen Galaxie.

Was soll das heißen?

Der dated nur noch die Heißesten von den Heißesten.

Ich bin nicht heiß?

Vielleicht rasierst du dich mal oberhalb der Knie.

- Mhm. - Du bist adoptiert.

Idiot.

C-L-E-M-E-N-T-I-N-E.

(Lied: "That's How I Roll" von Rhonda)

(Mann) Hey, Weihnachtsmann!

Weihnachtsmann! Hier!

Haste Hunger? Ich hab Chinanudeln.

Komm! Komm zu mir. Komm.

(Aufnahmeleiter) Der Typ ist eine Granate.

Jeder will ihn, aber er gehört uns.

Das Problem ist nur: Du hast ihn laufen lassen.

Nimm deinen verfickten Zauberstab und finde diesen Trottel.

Ich will ihn morgen für die Kindershow.

Im Weihnachtsmannkostüm, Oh Tannenbaum singend.

(Telefon tutet)

Gab Manfred dir das Weihnachtsgeld?

Wir sind nicht zu gekommen. Es war viel los.

Kerem, das ist wichtig.

Ich hab im Spielzeugwarenladen gesagt, dass ich morgen früh vorbei komme.

Ich mach das morgen. Versprochen. Okay?

(Musik läuft weiter)

Schlaf gut, Weihnachtsmann.

- Ich bin nicht der Weihnachtsmann. - Weiß ich doch.

- (sie kichert) - (Lotte) Mama.

Karl hat schon wieder Kacka.

Ich mach das schon.

(Mann) Weihnachtsmann. Hey, Weihnachtsmann.

- Lass mich in Ruhe. - (sie stöhnt auf)

- Weihnachtsmann. - Lass mich.

Wo willst du hin?

Lass mich in Ruhe. Geh du deinen Weg und ich meinen.

- Halt! Halt! - Ich bin nicht der Weihnachtsmann.

Ganz schön kalt. Fast wie am Nordpol. Wie kalt ist es jetzt am Nordpol?

- Ich brauche meine Klamotten. - Wie? Die hast du doch an.

Deine Mütze, deinen schönen Mantel

Hey. Guten Morgen. So ein Zufall.

Erinnern Sie sich an mich? Alice, von gestern.

Schön, dass ich Sie wiedergefunden hab. Hier, ehe wir uns wieder verlieren.

- Eppie. - Ähm... Äh.

- Wo haben Sie geschlafen? - Bei mir.

Wir haben gestern lecker chinesische Nudeln gegessen?

Ähm... Wir würden Sie sehr gerne in unsere große Weihnachtsshow einladen.

Das wird ein Hit, Sie als neuer Weihnachtsmann.

Was heißt "neuer"? Das ist er.

Klappe halten. Das ist zum Kotzen.

Ähm.

- Diese... äh... Show. Gibt's dafür Geld? - Ja, klar.

Ihr Vorgänger machte das nicht umsonst. Der bekam einen Haufen Kohle.

Also, ein bisschen halt. Geld eben. Ja.

- Guten Morgen. - Grüß dich.

Tschüss. Viel Spaß.

Na, Lotte, du Tapfere?

Lotte glaubt, sie ist schuld, dass der Weihnachtsmann weglief.

Wirklich? Das ist Quatsch.

Die Kinder wissen, dass es nicht ihre Schuld ist.

Der Weihnachtsmann ist weg und das ist deine Schuld.

Jetzt kriegt keiner von uns Geschenke.

Papa findet den Weihnachtsmann

und gibt ihm unsere Wunschzettel.

Mein Papa sagt, deiner ist ein Versager, der Toaster repariert.

Mein Papa ist kein Versager.

Wenn er sagt, er findet den Weihnachtsmann, dann findet er ihn.

Ihr müsst mir eure Wunschzettel ja nicht geben.

Siehste. Alles gut. Musst dir keine Sorgen machen.

Plätzchen in allen Formen und Farben. Selbstgemacht und Bio.

- Wollen Sie mal probieren? - Nee.

- Oder Baumschmuck? - Nee.

Von Kindern für Kinder.

Hey, Kommen Sie. Das ist alles für'n guten Zweck.

Schaut nicht gut aus, was?

Ich hab da was für dich.

Ziemlich heiße Ware, aber nur wenn du Interesse hast.

Echt?

- Und? - Hasen.

Osterhasen.

Geil, oder?

Damit rechnet keiner.

Alles Plastik. Keine Splitter. Garantierte Massenproduktion.

Hält bis er kaputt geht.

Kannste haben.

Schön, dass ihr alle da seid.

Ich hab was Großartiges vorbereitet.

Wir haben einen besonderen Gast. Er ist der Held unserer Stadt.

- Bla, bla, bla. - Unseren geliebten...

Weihnachtsmann!

(Jubel und Applaus)

Lieber Weihnachtsmann, wie war denn die Reise?

Ging schon. Hab die ganze Zeit gepennt.

In so 'nem Schlitten ist es ganz schön zugig, oder?

Ich bin mit Laster gefahren. Per Anhalter. Das war okay.

Der hatte eine Panne und dann traf ich diese Zwerge.

Liliputaner oder wie man sagt. Die spielten die Weihnachtswichtel.

So ein Schwachsinn.

Weihnachtswichtel sind großartig. Wie fühlt man sich nach der Heldentat?

- Was machen wir jetzt? - Psst. Das ist gut.

Mir geht's gut, aber der Weihnachtsmann ist tot.

(Raunen)

Ich bin nicht der Weihnachtsmann. Er hatte einen Herzinfarkt.

Liebe Zuschauer, liebe Kinder, das ist der Weihnachtsmann.

- Man kann es sehen. Der Weih... - Ich bin's nicht. Verdammt.

Das ist ein Kostüm.

Ich mach's, weil ich bezahlt werde. Wie alle hier. Ja.

Der Typ ist der Hammer. Wahnsinn.

Der kommt in unsere Weihnachtsshow. Das wird der Knaller.

Ich kann die Quoten förmlich riechen.

Alice, hör mir zu. Du wirst dich um ihn kümmern.

Lass den Typen nicht aus den Augen. Verstanden?

Wahnsinn. Hallo Chef?

So.

Na komm. Hilf mir doch mal hier.

So. Ziehst du bitte die Schuhe aus.

- Zieh mal die Schuhe aus. - Das macht Mami immer.

Na, ziehst du gleich deinen Stern an? Wir haben jetzt Probe.

- Hallo Hannes. - Hallo.

- Lange nicht gesehen. - Ja, das stimmt.

- Ist alles gut? - Ja, ja, alles gut.

Boris, hm.

Mach's gut. Ich muss los.

- Tschüss. - Tschüss.

(Handy klingelt)

Clara, ich hab gerade Boris zur Schule gebracht.

- Herzlichen Glückwunsch. - Ja.

- Wie... wie... geht's dir denn? - Fantastisch.

Ich suche gerade einen Sarg für meinen Vater aus.

Ah, ja. Ach so. Ja, ach so.

Dann... dann will ich nicht länger stören.

Viel Glück... oder so. Warte, warte.

Du hast doch mich angerufen. Was wolltest du?

Ähm. Ich... äh... Ich will wissen, was auf seinem Wunschzettel steht.

- Wunschzettel? Was denn für ein... - Du hast es vergessen, oder?

Nein. Ich hab ihn noch hier. Ich hab...

In zwei Tagen ist Weihnachten. Wie um alles in der Welt...

Wenn du mich mal ausreden lassen würdest, dann kann ich dir den...

auch vorlesen.

"Lieber Weihnachtsmann,

mein größter Wunsch ist..."

(Boris) Dass Mama den Papa nicht mehr lieb hat, weil sie das so traurig macht.

Dein Boris.

(melancholische Klaviermusik)

(Clara) Hannes?

Hannes, was steht denn drauf? Hannes.

Das Übliche.

Spielzeug und so was halt.

Ich... ich werde es besorgen. Ist kein Problem.

Ciao.

Papa! Hallo! Schau mal, mein Kostüm.

- Sieht super aus. - Tschüss!

Kein Wunder, dass ich dich nicht erkannte.

Deine Stummelbeinchen sind gewachsen seit... Oh.

Jan Silber! Oh mein Gott! Bianca.

- Hallo Bianca. - Ich bin so ein Riesenfan von dir.

Ja? Ich bin auch ein Fan von dir.

Tut mir leid. Es war eine Verwechslung. Ciao. Wir sehen uns.

Wow! Mein Gott!

A-L-B-A-N-O U-N-D R-O-M-I-N-A P-O-W-E-R!

A-L-F!

Vielleicht dein oller Goldfisch?

H-U-M-P-E-R-D-I-N-K.

- Hach! Ja! - Hallo?

Kiki? Deine Chefin sagt, du bist hier drin.

Ich hab's eilig. Mein Flieger geht um vier.

Ich will eigentlich nur mein Handy zurück.

Komm schon. Ich kenn dich, Christine Bechtolf.

Du wolltest sicher mein Passwort knacken.

Ich weiß überhaupt nicht, wo dein Handy ist.

- (Handy klingelt) - Aha.

(Toilettenspülung)

Da sind alle Kontakte drin!

Hey. Ich könnte auch grad pinkeln!

- Das wär nix Neues. - Du hast kein Benehmen.

Entschuldige. Ich komme aus Anstand sogar persönlich.

Der feine Herr. Ich weine ja gleich vor Rührung. Idiot.

(Jan) Aua.

Wieso?

"Wird das mit den Waisen im TV übertragen? Nee?

Dann machen wir die Late Night, aber spende was."

- Geht's noch ärmer? - Ist doch logisch.

Die Late Night sehen Millionen. Das gibt mehr Spenden für die Waisenkinder.

Spar dir das für die Presse. Die Waisen sind dir doch egal, Jan Müller.

Entschuldigung. Silber. Für Gold hat's nicht gereicht.

- "Spende für die Waisen..." - Was? Alle Kinder bedeuten mir was.

Das sagte Herr Jackson auch und es kam zum Prozess.

Ja. Witzig. Was weißt du schon von mir? Gar nix.

Ich weiß, dass du ein Kaugummi vertragen könntest.

Übrigens.

Bianca sieht als Geschenk richtig heiß aus. Heißer als du.

Oh. Autsch.

(euphorisches Teeniegeschrei)

Hallo. Hi. Hi.

- (Fans) I love you! - I love you, too. Ich muss mal weiter.

Ciao.

Wo warst du? Ich hab mir Sorgen gemacht. Die Uhr läuft.

Ich treffe kurz den Typen von Universal, bevor wir fliegen.

Ich nehme ein Taxi. Wir treffen uns im Hotel.

Brauchst du irgendwas? Massage? DVDs? Irgendwas?

- Hey, Jan. Hallo? Alles okay? - Ja. Alles super, ja.

Ey, sag mal, hast du die Late Night Show schon zugesagt?

Klar, haben wir doch besprochen.

Die wollen dich sogar für ein Weihnachts-Special haben.

Okay. I gotta go. Bis gleich.

Wie spät ist denn jetzt?

Ich habe Ihren Vater letztes Jahr im Theater gesehen. Wunderbar.

Das hier... ähm... Das war seine liebste Rolle.

Ich dachte... Ich hab gedacht, dass er sich darüber freuen würde.

- Gute Wahl. - Ja.

Haben Sie einen speziellen Musikwunsch?

Ja. Vielleicht...

"Es kommt ein Schiff, geladen" vom dem Mystiker Johannes Tauler.

- Das ist sehr schön. - Ja?

Ich hasse es.

Es war das Lieblingslied von meinem Vater.

Ich musste es jedes Jahr vor all seinen Freunden auf der Weihnachtsparty singen.

Und?

Ich wollte lieber "Last Christmas" singen.

- Wham? - (verlegen lachend) Ja.

Er ließ mich nicht.

"Das ist meine Party, nicht deine", sagte er.

Mein Vater war nicht so gut mit Kindern. Eigentlich ein Witz, als Weihnachtsmann.

Entschuldigen Sie bitte.

Ich weiß nicht, wieso ich Ihnen das alles erzähle.

Und Ihre Eltern? Leben die noch?

Nein.

Wobei sicher bin ich mir nur bei meiner Mutter.

Hab sie vor Kurzem selbst beerdigt.

Und mein Vater ist verschwunden, da war ich drei.

Hab ihn nie wieder gesehen.

Irgendwie ist er auch tot. Entschuldigung.

- Das tut mir leid. - Danke schön. Oh Gott.

- Kann ich helfen? - Ich wische kurz auf.

Machen wir lieber weiter.

Etwas Erfreulicheres:

Der Sarg.

(Alice) Hier, die Minibar. Bedienen Sie sich. Bestellen Sie, was Sie wollen.

Unten sind Sauna und Pool.

Sie können natürlich auch Pay-TV gucken. Aber vielleicht keine Pornos,

"Weihnachtsmann und Pornos" ist nicht so gut.

So. Hier ist noch mal meine Nummer.

- Wenn etwas ist, einfach anrufen, ja? - Ja.

- Versprochen? - Ja.

Prima. Dann fühlen Sie sich wie Zuhause.

Ähm... und mein Geld?

Bekommen Sie nach der Aufzeichnung.

Hallo.

Ah, Manfred.

Oh, tut mir leid. Ich bin total außer Atem.

- Was machst du denn hier? - Pass auf, also... ähm...

Ich bräuchte Kerems Weihnachtsgeld.

Lotte wünscht sich ein Mal-Set mit Glitzer in den Farben.

Ich hab's zurücklegen lassen.

- Die haben mir keinen Aufschub... - Entschuldige...

Na ja, also... ganz ehrlich. Kerem arbeitet hier nicht mehr.

Wir mussten ihn entlassen.

Wie meinst du das, er arbeitet nicht mehr hier?

Er hat doch gerade im Moment so viel zu tun.

Na ja, hat er dir denn nichts gesagt?

Wow.

Ja, also entschuldige, Simone.

Ich dachte, ihr seid so eng miteinander?

Entschuldige.

Wollen Sie Ihre Liebsten zu Weihnachten überraschen?

- Ich habe was für Sie: Hasen! - Auf dem Weihnachtsmarkt?

Was gibt's da zu lachen? Weihnachtsmänner und Engel hat jeder.

Auch mal um die Ecke denken. Außerdem: Hasen sind echt süß.

Oh, Simone.

Alles Handarbeit. Das ist ein Original aus dem Erzgebirge.

- Wie viel kostet die? - Unter den Umständen? 100 Euro.

(Simone) Vielleicht nächstes Jahr.

Also, das ist jetzt 'ne äußerst schwierige Entscheidung.

- (Kleinwüchsiger) Hä? - Ich will da gar kein Geld für haben.

Ich mach's für die Sache.

Man möchte den Menschen auch mal was zurück geben.

Und sei es nur ein Lächeln.

- Schön. - Bullshit.

Das ist, als würde man Muhammed Ali von 'nem Weißen spielen lassen.

- Was ist dein Problem, Dude? - Was ist dein Problem?

What's your fucking problem, man?

Alter, du bist zu groß.

Das ist diskriminierend.

Das find ich nicht cool.

Ich bin seriöser Schauspieler. Ich kann jede Rolle spielen.

Na los, der Job gehört dir.

- (herzhaftes Lachen) - (Frau) Ja.

Er hat nicht ganz Unrecht.

- Die Umkleide? - Zweiter Stock.

Arschloch.

Ich lasse nicht zu, dass ein kleiner verbitterter Mann Sie daran hindert,

unsere Kinder zum Lachen zu bringen.

Wenn Sie möchten, Herr Silber,

hab ich da eine ganz goldige Idee für Sie.

(jubilierende Musik)

Geile Scheiße.

So, schaut mal Kinder.

- Das ist der Erzengel Gabriel. - Hallo, Erzengel.

Erzengel Gabriel, das sind deine Kinder. Jetzt kann's losgehen.

Hallo Kinder.

(eine Frau weint im Hintergrund)

Hallo? Geht's Ihnen gut?

Kann ich Ihnen irgendwie helfen?

(Frau weint weiter)

Mein Mann schlief mit einer anderen Frau und ich kann ihm nicht vergeben.

Ach, das tut mir leid.

Das kriegen wir schon wieder hin. Hm?

(Kinder singen) Halleluja! Halleluja!

Halleluja! Halleluja!

Halleheee-lujaaa! Halleluja!

(Kind) Ein Zimmer? Soll das ein Witz sein?

Hallo Schatz. Entschuldigung, ging nicht früher.

Ich musste länger arbeiten.

(Karl weint)

- Was hat er denn? - (Karl) Mami.

(Simone) Ich geh mal kurz raus.

Mami.

(Kinderstimmen und Gelächter)

Fräulein Hildebrandt hat sich wieder rausgeputzt, ne?

Hab gehört, Boris' Vater ist auf die reingefallen.

Die arme Sau hat sich um den Finger wickeln lassen.

Scheiß Hormone.

Kennen Sie Clara, seine Frau? Das ist 'ne tolle Frau.

Dieser Trottel.

Einmal mal kurz abgespritzt und zack, alles verloren.

Wie kann man so doof sein?

(Kinder singen) Halleluja! Halleluja!

Halleluja! Halleluja!

Hallejeeelujaaa!

- Entschuldigen Sie. Sind Sie der... - Der Trottel.

- Hannes. - Kerem.

Tut mir leid. Ich hab das... ähm... nicht so gemeint.

(Jan) Kling Glöckchen, klingelingeling.

- Sag mal, ist dein Pimmel auch aus Gold? - Pscht.

Und deine Eier? Hast du auch goldene Eier?

- Hör auf, Mann. Lass das. - Die müssen voll schwer sein, oder?

Ähm.

Ich muss kurz Pipi. Geht schon mal vor. Ich komme nach. Ja? Bis gleich.

(singt) Glöckchen, klingeling...

Ich hab Weihnachten immer so geliebt.

Hab Pullis gestrickt. Für alle.

Mit so...

Mit so Rentieren drauf und so.

Und einmal auch mit einem Pinguin.

Hannes hasst ihn.

Hannes war immer so authentisch.

Ich dachte, wenn uns mal was passieren würde,

dann wär das origineller.

Sie ist die Grundschullehrerin unseres Sohnes Boris.

Sie haben wunderschöne Augen.

Ich wollte eine perfekte Mutter sein und alles drehte sich nur noch um Boris.

Wir fanden überhaupt nicht mehr statt.

Aber...

Aber wir waren ja immer noch Hannes und Clara.

Ich wünschte, ich könnte ihn einfach vergessen.

(Kiki) Lustig, oder?

Wie man das sagt, obwohl man's nicht meint.

- Wie? - Na ja.

Kennen Sie "American Pie" von Madonna?

Oder von One Direction "All You Need Is Love"?

Totale Quatsch-Coverversionen von perfekten Songs.

Kein Mensch will's hören.

Und was meinen Sie damit.

Wenn man einmal das Original gut fand, kommt nichts Besseres mehr nach.

Hatten Sie schon einmal einen perfekten Song?

Ich hatte nur einen schlechten Schlager mit 'ner verkackten letzten Strophe.

- Und was ist passiert? - Wir waren irgendwie viel zu jung.

Große Liebe. Trallala. Wollten zusammenziehen.

Und dann?

Wir fanden eine Wohnung und als wir den Vertrag unterschreiben wollten,

ist er nicht aufgetaucht.

- Nie wieder was von ihm gehört. - Was?

- Was? - M-hm. So der oberflächliche Typ.

Sie haben nie wieder miteinander gesprochen?

Nie. Ich wollte ihn einfach nur noch vergessen.

- Haben Sie zufällig Jan Silber gesehen? - Der steht da.

- Da drin? - Da. Ja.

Jan? Are you stoned?

- Shut up! - Hey. Wo ist dein Bart?

Du stehst unter Vertrag. Du bist Wikinger.

- Jetzt bin ich Engel. - Wie? Was?

Flügel. Locken. Weihnachten. Ich übernahm pädagogische Verantwortung.

- Was? - Herr Silber, der Esel muss mal.

- Ja. - Ich mache mir langsam Sorgen.

Komm, komm, komm.

Wir haben unseren Flug verpasst.

Ich weiß, die Sache mit Clem und Sabbath traf dich hart.

- Alle machen Fehler. - Der Esel muss mal.

Und wir müssen nach New York.

Bitte schön.

Hannes und Clara. Klingt nach einem Klassiker.

Er will mit mir zum Krippenspiel unseres Sohnes.

- Heute. - Na ja. Es ist Weihnachten, ne?

Vergebungstechnisch ja schon so Hauptsaison.

- Tut mir leid, ich wusste nicht, dass... - Schon gut. Ich hab halt Scheiße gebaut.

Dir kann das nicht passieren, oder?

Kennst du das? "Weißt du noch?"

- "Weißt du noch?" Nee. - Ja. "Weißt du noch?"

Wenn wir als Opis im Garten sitzen und den Enkeln beim Spielen zusehen,

dann sag ich zu Simone: "Weißt du noch?"

Ich schwöre, sie weiß genau, welchen Moment unseres Lebens ich meine.

Egal, wie unbedeutend er war. Weil wir immer zusammen waren.

Unser ganzes Leben lang.

Ich will nicht tauschen.

Egal wie sexy die andere Frau auch aussieht

in ihrem roten engen Weihnachtskostüm und ihren dicken Lippen.

(Lied: "Just a Boy" von Angus & Julia Stone)

"Weißt du noch?"

(Lied läuft weiter)

Mami, ich weiß nicht, wann ich komme.

Was? Haselnüsse? Ja. Klar. Bring ich mit, wenn ich dazu komme.

(Bremsgeräusche)

Sorry, reserviert für Clara.

Ich dachte, es ist schon so spät und der letzte freie Platz.

(Lied: "Just a Boy" von Angus & Julia Stone)

(Handy klingelt)

- Ja? - (Mann) Ich sollte anrufen,

sobald der Weihnachtsmann das Hotel verlässt.

- Ja. - Ja, er hat's gerade verlassen.

- Also, der ist jetzt weg. - Danke.

Das ist ja wohl ein Witz.

Entschuldigung, haben Sie 'ne Dame gesehen, die gerade rauskam mit 'ner...

- Jan? - Was erzählst du für'n Scheiß, he?

Wir hatten keine verkackte letzte Strophe. Wir hatten überhaupt keine.

Hast du mich abgehört?

Und wie du die Geschichte mit der Wohnung verdreht hast.

Und doch, Kiki. Wir waren der perfekte Song.

Du hast mich abgehört? Dann bin ich wohl wieder der Idiot.

- (Esellaute) - Ja, klar. Du bist der Idiot. Wie immer.

Wer hat Flügel, Gold im Gesicht, einen Esel und sieht aus wie ein Idiot?

Was meinst du, ich hab die Geschichte verdreht?

Willst du mich verarschen, ja?

Ich hab drei Stunden in der Zinnstraße auf dich gewartet.

Zinnstraße? Wir hatten Ebertallee gesagt.

Der Neubau? Den fandst du doch scheiße.

Du sagtest: "Es ist mir lieber, Wasser kommt aus dem Hahn,

als an Flecken an der Wand zu hängen."

Die Zinnstraße hatte den Kamin, den du wolltest,

und nebenan dein Lieblingscafé.

- Wir waren uns einig. - Nein. Überhaupt nicht.

Doch, doch.

- Ich versuchte tagelang dich anzurufen. - Ich wollte nicht mit dir sprechen.

- Ich hab vor deiner Wohnung gepennt. - Ich war bei Viktor.

(ungläubig lachend) Ja, cool. Dann haben wir das ja geklärt. Zehn Jahre später.

- (Esellaute) - Ich glaub der Esel friert.

Jetzt komm. Komm. Jetzt komm.

Sie sagten, sie seien einem hellen Stern gefolgt.

Aber sicherlich war der Stern nicht so hell wie ich.

(Gelächter)

- Tada! - Oh Gott!

Hier sind sie.

- Blumen? - Das war doch deine Idee.

Oh. Ja? Nee, ist schön.

- Freu dich doch mal über meine Eheringe. - Tut mir leid.

Guck mal, was du siehst.

Ein süßer Weihnachtsengel, der mit den Kindern spielt.

Ganz lustig, der sieht ein bisschen aus wie Jan.

Oh mein Gott.

- Hi. - Hi.

(Kinderstimmen) (Gelächter)

Was heißt das: Ihr arbeitet dran?

Wir versuchen, uns wie Erwachsene zu benehmen.

Meistens.

- (Kind) Hier, ein Gameboy. - (Gelächter)

- Feiert ihr Weihnachten zusammen? - Ach.

(melancholische Klaviermusik) (Kinder singen "Halleluja")

Clara. Warte.

- Clara! Warte! Bitte! - Es gib nichts mehr zu reden.

Ich weiß, wie es aussah, aber...

Da ist nichts mehr zwischen uns.

- Sie dachte, der Platz sei frei... - Hör auf!

Clara, bitte.

Es ist vorbei.

Im neuen Jahr werde ich mit einem Anwalt sprechen.

- Ich muss dich massieren. - Hä?

Ja, los. Was macht er?

- Und? - Er bastelt Rentiere aus Ballons.

So 'ne billige Masche, Jan Silber bastelt mit Kindern und Wichteln.

Da sitzt der Mann deiner Jugendträume. Mit goldenem Heiligenschein.

Das macht der nicht für die Rente oder Weihnachtsgeld.

- Okay. Er hat dich sitzen lassen. - Hm.

Was?

- Wir saßen in verschiedenen Wohnungen. - Ja. Und jetzt?

- Ja nix. - Nix?

Demnächst im Kino: "Kiki und das Angstmonopol".

Psst.

Die Fortsetzung von "Kiki - Kopf im Sand".

Viktor, ich hab's jetzt begriffen. Danke.

Es gibt eine neue Telenovela mit Jan Silber.

Der Witz ist tot.

"Bianca, eine Frau schnappt sich den Superstar!"

"Ein Esel geht seinen Weg!"

(Schlaggeräusch) (Frau) Halt! Ey! Hilfe!

Braves Mädchen.

Weihnachten.

(Weihnachtsgesang im Hintergrund)

Zehn Jahre war ich total glücklich.

Dann kommst du mit deinem Gesicht, deinen Witzen und deinen Haaren

und bist lieb mit Kindern und Eseln und mit Bianca und so.

Hallo. Wir haben gerade 30% auf alles. Frohes Fest.

Guten Tag. Frohe Weihnachten.

Dann erzählst du die ganze Geschichte so,

dass man plötzlich merkt,

dass ich's verkackt hab.

Wie bitte?

Du hast was?

Ich hab's verkackt.

Es tut mir leid.

Okay.

Tja.

- Sonst noch was? - Nö.

- Zehn Jahre total glücklich, oder? - Mega.

Du bist so ein Schisser.

(romantische Musik)

(Boris) Ich hab dein Geschenk noch Zuhause.

(flüstert) Macht nichts. Das hol ich morgen vor der Schule ab.

Gute Nacht.

Papa?

Ja?

Bleibst du noch ein bisschen?

Na klar.

Gute Nacht.

(Kiki) Links! Links!

(ächzend) Geht's noch?

(beide lachen ausgelassen)

(Jan) Was machst du?

Morgen wird der schönste Tag in unserem Leben.

- Vik? - Ja?

Ich will dich nicht beunruhigen. Aber manchmal würde ich am liebsten...

Pscht.

(flüstert) Du bist nicht allein.

Ich bin jetzt immer für dich da.

Ja, Mami. Dir auch eine gute Nacht. Tschüss.

(gröhlende Weihnachtsmänner)

(Spielautomatengeräusche)

Schlafen Sie auch mal?

Was soll ich sagen? Ich liebe meinen Job.

- (Barfrau) Zum Wohl. - Danke.

Na ja, eigentlich hasse ich ihn. Ich wär viel lieber Moderatorin.

Leute im Fernsehen interviewen, aber...

Aber?

Aber... ich hab halt nicht mit den richtigen Leuten geschlafen.

Sind die für jemand Bestimmtes?

Meine Frau.

Aber ich kann's nicht.

Warum nicht?

Ist dreißig Jahre her.

Bin abgehauen.

Verstehe.

Sie ist krank.

Sie möchte mich sehen.

Wir machen das morgen.

Ich fahre Sie auch.

Ich bringe Sie erst mal ins Hotel.

Und diesmal schließ ich ab.

(Handy klingelt)

(Lied: "I Can't Help Myself" von Four Tops)

Och, Viktor.

(liest) "Siehst du, geht doch noch."

Ich hau dir gleich eine.

Oh, Viktor.

(Lotte) Aufstehen Papa! Ich hab die Briefe von allen Kinder gesammelt.

Du musst nur noch den Weihnachtsmann finden.

Ich hab's.

Ich hab's unterm Bett versteckt, damit Mami es nicht findet.

- Was machst du denn? - Nichts.

Ja. Ich schaff's zur Kirche. Ich muss Schluss machen, Mami.

Ich weiß, was euch Weihnachten bedeutet. Tschüss.

Tut mir leid.

Papa. Komm.

- Was hast du da? - Weihnachtsschmuck.

Wir können ja nicht ohne Schmücken feiern.

Ja, stimmt.

(Simone) Lotte, machst du Helgas Käfig sauber? Hier riecht's wie im Zoo.

- (Simone) Guten Morgen. - Morgen.

Bist spät dran.

- Solltest Manfred nicht warten lassen. - Ja, du hast recht. Danke.

- Alles okay? Du siehst blass aus. - Hm? Nein. Nein. Ist alles gut.

Mach dir keine Sorgen, sonst mach ich mir auch Sorgen.

- Bei dir alles... alles gut? - Alles okay.

Nur der Kleine hat mich seit gestern nicht getreten.

Lass den kleinen Ali auch mal schlafen.

Die Sorgen machst du dir jedes Mal.

Wir haben noch was gut bei Hannah.

Ich könnte fragen, ob sie abends rüberkommt und babysittet und...

wir gehen aus.

Nur wir zwei.

Wie früher.

Schöne Idee. Können wir machen.

(Karl schreit und weint)

Simone?

- Ich freu mich auf heute Abend. - Ich mich auch.

Okay.

(Alice) Die 23 war das?

Ich warte hier.

(er atmet tief durch)

- Hallo. Kann ich Ihnen helfen? - Ich... ich möchte gern zu Charlotte.

- Zu wem? - Zu Charlotte.

- Ah, zu Frau Tromp. - Ja.

Die ist vor Kurzem gestorben. Wir renovieren gerade.

Oh, Mann.

Das tut mir leid.

Wollen Sie kurz reinkommen?

(traurige Klaviermusik)

(er atmet tief durch)

Ich fahr wieder zurück.

Tut mir leid.

Sie denken sicher, ich sage das nur, um nicht den Job zu verlieren, aber...

Sie kamen in diese Stadt, um jemandem einen Wunsch zu erfüllen.

Um jemanden glücklich zu machen. Aus Liebe.

Meine Oma hat immer gesagt:

"Die Liebe, Schatz. Die Liebe ist das Wichtigste im Leben."

Na ja. Ähm.

Bitte bleiben Sie.

Wenn Sie morgen in die Weihnachtsshow kommen, dann...

könnten Sie ganz einfach viele Menschen glücklich machen.

Und selbst, wenn es nur einer wär.

(Klaviermusik klingt aus)

Außerdem gibt's 'nen Haufen Kohle.

(Fernseher läuft im Hintergrund)

Simone?

Schatz?

(Pupsgeräusch)

(erneutes Pupsgeräusch)

Boah. Helga.

Bist du ein Hase oder ein Stinktier?

Komm mal her,

du Weihnachtshase.

Karl, du bist ein Genie.

(Handy klingelt)

- Hallo? - Hi. Hansen hier.

- Hansen. - Wo steckst du?

Japanische Touristen wurden rangekarrt. Hier brennt die Hütte.

Ich muss noch schnell was besorgen. Ich bin gleich da, ja? Halt sie auf.

- Hallo? - (Simone) Weißt du was?

- Was denn, Schatz? - Ali hat sich bewegt.

Schön. Hab ich doch gesagt. Du, ich muss los.

- Kerem? - Hm?

Du weißt, dass du mir alles sagen kannst, oder?

- Ja. - Ich will nur, dass du das weißt.

Okay.

Jan?

(sie pfeift) Scheiße. Die Ringe.

(Handy klingelt)

- Viktor, ich bin sofort da. - Wieso atmest du denn so schwer?

Ich lass mir die Hochzeit nicht von Hetero-Sex versemmeln.

Ich komm gleich. Tschüss.

Entschuldigung.

Jan.

- (Glockenläuten) - Sie ist unterwegs.

- (Passantin) Toll seht ihr aus! - (Passant) Glückwunsch!

(Jubel und Applaus)

(Abschleppwagen piept)

Hey! Hey! Komm! Hey! Hey!

Hey!

(Jan räuspert sich)

Jan.

(aufgeregt) Dude. Hey. Hast du gesehen?

- Wir sind weltweit fucking Platz eins! - (beide brüllen)

- Wo warst du so lange? - Wir müssen den Hype ausnutzen.

- Wir machen das Christmas Special. - Are you crazy? Es ist Weihnachten.

- Hello. - Das ist ja der Punkt, Mann. Hammer!

- Jan? Baby. - Woah!

- (auf Englisch) Hab dich vermisst. - (auf Englisch) Oh, was? Clem.

- Hab dich vermisst. - Was machst du hier?

- Helmut sagt, du kannst nicht ohne mich. - Ach, das sagt er?

- Was ist mit deinem Bart? - Ähm.

- Was ist das? - Was?

- Was ist das? - Ich weiß es nicht.

- Was? Was? - Oh mein Gott, Baby.

Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll? Ja, ich will.

- Mit Sabbath war ein großer Fehler. - Alles war ein Missverständnis.

- Stopp. Stopp. Stopp. - Ganz kurz. Jan?

Das ist nicht so wie's... Das ist wirklich nicht wie's aussieht.

Wer ist das?

Die Frau, die dir gleich die Hand abhackt,

wenn du nicht den Ehering von ihrem Bruder von den Fettfingern abziehst.

- Ich kann das erklären. - Mann.

Warum musst du ihr alles erklären?

(Clem schreit)

Pscht.

- (lautes Ploppen) - Okay.

Okay. Kiki, warte mal. Hey!

Kiki, warte mal. Kiki!

Kiki.

Kiki, jetzt wart' doch mal!

Scheiße, bleib doch mal stehen.

Hör mal zu, ja? Ich kann dir das erklären.

- Ich wusste nicht, dass die da ist. - Erklär nichts.

Das ist offensichtlich und deine Welt. Diese "Helmuts" und "Clementines".

- Das ist deine Welt. - Was heißt "meine Welt"?

Du schwärmtest mit 18 schon, du willst die Welt sehen.

Du wolltest Champagner statt Fertigfutter. Jetzt hast du's.

Jetzt bist du Champagner, wie die alle.

Ich bin eher so Fraktion Dosenravioli.

Das ist okay.

Ich will das auch gerne glauben.

Mit dem Prinz auf dem weißen Pferd und Happy End und so.

Aber...

Aber wir waren schon mal ein super Song.

Jetzt sind wir nur noch die beschissene Coverversion.

(sentimentale, sanfte Musik)

- Schön, dass du da bist. - (flüstert) Na klar.

(flüsternd) Bis später.

- (Frau) Herzliches Beileid. - Danke.

- (Mann) Herzliches Beileid. - Danke.

Hannes, was machst du denn hier?

Als wir zusammenkamen,

sagtest du, es sei das erste Mal, dass du nicht allein bist.

Bitte nicht jetzt.

(flüstert) Clara, ich will nicht, dass du heute alleine bist,

dass du jemals wieder alleine bist.

Wir haben unsere Probleme, aber lass uns dran arbeiten.

Zusammen. Als Paar.

Lass uns an Weihnachten eine Familie sein.

Das hört sich gut an, Hannes, aber es funktioniert nicht.

Du bist jetzt hier und ich fühl' mich trotzdem allein.

(Frau räuspert sich)

Herzliches Beileid.

Thomas war ein großartiger Schauspieler. Es tut mir leid.

Ich hab noch 6 Euro 90 dabei, ja?

Schicken Sie mir 'ne Rechnung nach Hause.

150 Euro oder der Wagen bleibt hier.

Wir nehmen auch Kreditkarten. American Express, Visa...

Ist okay. Ich hole nur meine Sachen aus dem Wagen.

Den Wageninhalt nicht anfassen,

bis der volle Betrag entrichtet wurde.

Da ist der Hase meine Tochter drin.

- Hat der noch Freunde mitgebracht? - Was? Nein.

Ein echter Hase.

So 'n kleiner mit so kleinen... Der lebt, heißt Helga.

Das ist doch scheißegal! Mensch!

(Kerem) Lass mich durch!

Ronny? Gaby hier.

- Wir haben wieder einen. - So nicht.

Okay. Bis gleich.

(Pfarrer) Die Liebe, das Wesentliche, ist nicht unbedingt sichtbar,

aber sie ist spürbar und erlebbar.

Liebe Hochzeitsgemeinde, liebes Brautpaar,

Gottes Wege sind wirklich unergründlich,

denn wenn Klaus an jenem Tag nicht fast ertrunken wäre

und Viktor ihn nicht Mund-zu-Mund beatmet hätte,

wären wir hier und heute nicht versammelt.

Wenn nun die Trauzeugin mit den Ringen herantreten möchte?

- (flüstert) Wo warst du denn? - Entschuldigung.

(Raunen)

Viktor Bechtolf,

willst du den hier anwesenden Klaus Tromp

lieben, achten und beschützen

und ihm ewige Treue schwören

in guten und in schlechten Zeiten? Dann antworte mit "Ja".

Ja.

Klaus Tromp, willst du den hier anwesenden Viktor Bechtolf

lieben, achten, ihm ewige Treue schwören in guten und in schlechten Zeiten?

Dann antworte mit Ja.

Nein.

(Raunen)

- Was? - Nein.

Klaus. Hey, Klaus.

- Klaus! - Herr Tromp!

Was machst du?

Nichts.

(Lied: "Glitter & Gold" von Rebecca Ferguson)

(ein Mann hustet)

Oh Gott.

Oh, Scheiße.

- Das tut mir leid. Das ist peinlich. - Nein.

Nein. Das ist okay.

Du musst dich nicht schämen.

(Lied läuft weiter)

(Lied klingt aus)

(Krähe krächzt)

Ich bin heute vor meiner eigenen Hochzeit weggerannt.

(er atmet tief aus) Das kommt vor.

Das ist mir auch schon mal passiert.

Lieben Sie sie denn nicht?

Ich hab noch nie jemanden mehr geliebt.

- Wie heißt sie denn? - Viktor.

Hm. So was kommt auch vor.

Ich hab Angst.

Wir heiraten,

sind glücklich und dann stirbt er vielleicht.

Oder er verlässt mich.

Wir alle sterben irgendwann mal. Jeder von uns stirbt.

Entscheidend ist doch, was man aus seinem Leben macht.

Und die Liebe. Mein Freund, die Liebe.

Das ist das Wichtigste.

Kannst natürlich weiterhin hier so blöd rumsitzen und heulen.

Oder du tust was.

Tucke.

Ist es nicht besser, wenn du die ganzen Sachen eingepackt lässt?

(Handy klingelt)

- Hier ist Kiki. - Ist Viktor da?

Der ruht sich grad aus.

- Sag ihm, ich übernachte bei Dazhbog. - (slawische Tanzmusik)

Bei Dazhbog.

- Das tust du mir wohl jetzt nicht an. - Lass. Ich bin nicht in der Stimmung.

- Rate, wofür ich nicht in Stimmung bin. - Tut mir leid.

Wirklich. Ich brauch ein bisschen Zeit.

- Ich brauche den Kopf frei. - Wann kommst du nach Hause?

- Wenn ich bereit bin. - Was ist das für 'ne Antwort?

Die einzige, die ich habe.

- Schläfst du mit ihm? - Was? Mit wem?

Mit der Kalaschnikow! Der wartet nur auf eine Chance.

Viktor, ich leg jetzt auf.

Aufgelegt.

Komm mal her.

Papa ist zu Hause!

Simone?

Lottchen?

Schatz?

Hey. Tut mir leid, dass ich so spät bin, aber es ging nicht früher, hm?

Hast dich aber hübsch gemacht. Hab ich was verpasst?

Tut... tut mir leid, Schatzi.

Ich hab's total vergessen. Bei der Arbeit war so viel los.

Helga ist weg.

Echt? Oh.

Lotte ist oben.

Okay.

(Trickfilmgeräusche)

Ach, da sind die Briefe. Hab mich schon gewundert.

Ich hab heute den Weihnachtsmann gesucht.

Wo ist Helga?

Ihr Käfig war zu, als ich ging.

Als ich wiederkam, war er offen und sie weg.

- Helga musste zum Tierarzt. - Warum denn?

Weil sie Schnupfen und Husten hat.

(hüstelt) Hasenhusten.

Mach dir keine Sorgen. Bis Weihnachten ist sie wieder gesund.

Versprochen!

- Du bist doof, Papa. - Lottchen, Lottchen. Lottchen!

- Versprich nicht, was du nicht hältst. - Das hat doch damit nichts zu tun.

Ich weiß, dass du deinen Job verloren hast.

Ich weiß, dass du seit Wochen kein Gehalt mehr bekommen hast.

Warum redest du nicht mehr mit mir?

Davon sollten wir den Kindern was Schönes kaufen.

Wir haben nichts mehr.

Wir sind pleite.

Wir können nicht mal die Miete zahlen.

Morgen ist Weihnachten. Was erzählen wir den Kindern?

Wir haben nicht mal Geschenke.

- Keine Sorge. Ich hab einen Plan. - Ach, Kerem! Ey.

Nee, nicht "Ach, Kerem!". Vertrau mir einfach.

Ich hab gesagt, ich geb mein Bestes, um die Situation zu regeln.

Ist alles grad sehr viel, aber ich arbeite, so hart ich kann,

um uns dieses Leben zu ermöglichen.

Du hast keine Ahnung, was es bedeutet, dieses Riesenpaket zu tragen.

Schnall dir 'ne Bleikugel um den Bauch

und mach nichts anderes, als aufräumen, kochen, putzen, für andere da sein.

Und dann noch mit 'nem beschissenen Kinderfahrrad durch die Stadt fahren.

Was machen wir denn jetzt?

Morgen Abend bin ich wieder zu Hause.

Dann feiern wir das schönste Weihnachten, das wir je hatten.

(Lied: "Sweet Disposition" von The Temper Trap)

- (Mann) Hallo. - (Eppie) Hm?

- Kann man hier schlafen? - (Eppie) Jaja.

Nacht.

(Mann im TV) Es wird alles wieder gut.

- Und alles geschieht, wie du's willst. - Nein, wie du willst.

Oh.

- Hast du das gemacht? - Ja.

Toll. Ganz toll.

Danke. Und noch mehr.

(Schnarchen)

- Hallo! Jetzt... - Tschuldigung.

(Staubsauger)

Oh. Oh Gott.

Wie ich sehe, sind Sie wach.

- Clara. - Lizzy Reimers.

- Wir haben uns... - ...auf der Beerdigung getroffen. Ja.

Jeder trauert auf seine Weise.

- Mama, was machst du hier? Geh raus! - Ich mach mal Kaffee.

- Ah! - Morgen.

Kein Grund zur Panik.

Wie alt bist du denn?

18.

Oh mein Gott.

- Du hast so 'nen heißen Körper. - So was darfst du nicht sagen.

Wenn's doch so ist.

Es ist ein... ein alter Körper.

Es ist kein Körper eines Mädchens in deinem Alter.

Keine Ahnung. Ich schlief noch nie mit 'nem Mädchen in meinem Alter.

Wieso? Du schläfst nur mit älteren Frauen?

Nein. Du bist die erste.

- Die erste ältere Frau? - Nein.

(sie atmet tief durch) Oh mein Gott. Oh.

Oh. Mir wird schlecht. Hu!

Clara, was können wir dafür, wenn wir uns ineinander verlieben.

- Lieben? - Ja, ich liebe dich.

Hör zu, Daniel,

was du fühlst, das... äh... (Räuspern)

Das ist keine Liebe.

Liebe passiert nicht einfach so.

Liebe ist was... was Tiefes,

etwas Weltveränderndes, Fantastisches

und manchmal auch ganz schön Grausames.

- Such dir ein Mädchen in deinem Alter. - Clara, was... Wo willst du denn hin?

Clara.

Und räum mal dein Zimmer auf.

(Türklingel)

Mama!

Mama, weißt du, was mir Papi geschenkt hat?

- Hallo Boris. - Hallo.

(Sarah) Ich dachte, du bist Weihnachten bei Mama.

Sie holt mich gleich ab.

Ah. Okay. Ähm.

- Ist dein Papa da? - Nein.

(Schnarchen)

- (Klopfen) - (Frau) Hallo.

Hallo!

(erneut heftiges Klopfen)

Oh Scheiße. Oh Scheiße.

- Geh bitte. Ist kein Hotel hier. - Oh, ich muss los.

(Helga pupst)

- Ich brauch meinen Hasen. - Der ist schon weg.

Helga! Helga!

- Häschen. - Das nehmen wir mit.

Nordpol? Das bisschen Schnee macht uns nix aus.

Hör zu. Ich gehe nicht zum Nordpol. Ich hab keine Ahnung vom Nordpol.

Egal, was am Nordpol ist. Ich bin nicht der Weihnachtsmann.

- Ich bin es nicht. - Weihnachtsmann.

- Na siehste. - Weihnachtsmann.

- Helga. - Eppie.

Warten Sie.

Sie haben doch meine Tochter gerettet.

Ich bin so froh, Sie zu treffen. Ich danke Ihnen.

- Mir muss niemand danken. - Warten Sie! Bitte!

Ich flehe Sie an als ein Vater, der sich nichts sehnlicher wünscht,

als für seine Tochter ein kleiner Held zu sein.

Bitte helfen Sie mir.

Es dauert auch nicht lang.

Bitte. Bitte.

- (Freizeichen) - (Handy vibriert)

- Willst du auch was trinken? - Ich würde auch so 'n Rotwein nehmen.

Mein Vater geht zum Psychiater, weil er Mami zurück haben will.

Ja, aber...

Da musst du dir ja jetzt keine Sorgen drum machen, hm?

Meine Mutter isst nichts mehr.

Ich hör schon was.

Boris, was soll das denn? Hör auf damit.

Was soll das?

- Entschuldigung. Hier. - Schon okay. Gar kein Problem.

Das ist völlig normal, weil... also...

Ähm. Ich hab dir was mitgebracht.

Entschuldigung. Hat irgendjemand nach dem blauen Parka gefragt?

- Nee. Nicht, dass ich wüsste. - Okay.

Hey! Jan, hey!

(Erzählerstimme im TV)

Ich hab gehört, du hast 'nen Brief für mich?

- Weihnachtsmann. - Ja.

Weihnachtsmann.

Du hast ihn gefunden, Papa.

- Schau, wen ich noch mitgebracht hab. - Helga! Helga!

- Bleibst du ein bisschen hier? - Ja, auf ein Bier oder so.

- Helga, der Weihnachtsmann ist da. - Wo ist Mami?

Boris. Der Weihnachtsmann ist bei mir Zuhause.

Komm schnell. Und sag Suse und den anderen Bescheid.

Tschüss.

Es schneit.

Es schneit.

Simone, du glaubst nicht, wer grad im Wohnzimmer ist.

(Simone, weinend) Ich hab dein Leben ruiniert.

Was? Nein.

Du warst glücklich, dann lerntest du mich kennen.

Und meinen blöden Traum von einer Großfamilie mit Kindern, Hunden, Hasen.

- Ich wollte 'ne gute Mutter sein. - Du bist eine tolle Mutter.

Aber wir brauchten immer mehr Geld und du musstest immer mehr arbeiten.

Du hast immer versucht, das alles von mir fernzuhalten.

Und jetzt verlieren wir sogar unser Zuhause.

(weinend) Ich hab dein Leben ruiniert.

- Simone, sieh mich an. - Wie denn?

Mach doch mal die Tür auf.

Komm mal raus.

Hey.

Du hast mein Leben nicht ruiniert.

Simone.

Du bist mein Leben.

Komm mal her, Frau.

Tut mir leid. Ich hab einen Fehler gemacht.

Ich hätt's dir sagen sollen. Ich dachte, ich krieg's allein hin.

Ich hab von dem ganzen Geld hässliche Weihnachtsdeko gekauft,

um sie auf dem Markt zu verkaufen.

Das lief eigentlich ganz gut.

Dann fiel Lotte ins Wasser, ich sah's im TV und bin sofort los.

Hab alles stehen und liegen lassen.

Und als ich zurückgekommen bin,

war alles weg.

Genau dafür lieb ich dich so.

Dass du alles stehen und liegen lässt für deine Kinder und deine Familie.

Vielleicht ist es auch egal, wenn wir alles verlieren.

Hauptsache, wir haben uns.

(sanfte Klaviermusik)

(Boris) Hallo Nora.

- Was macht das? - Neun Euro.

Hier. Stimmt so. Frohe Weihnachten.

(sanfte Klaviermusik läuft weiter)

Krass. In der ganzen Stadt verschwinden Kinder.

Guck doch mal, Yurij.

Über 20 vermisste Kinder wurden gemeldet.

- (Telefon klingelt) - Hallo?

Hör zu, der Penner rief mich an. Ich hab die Adresse. Ich hab ihn.

- Wen hast du? - Den Weihnachtsmann. Ich brauch Hilfe.

- Sag dem Idioten, ich brauch ein Team! - Okay.

Ich sag's ihm. (er schnarcht)

(Jubelschreie im TV)

Hannes?

(er schluchzt)

Hannes.

Ich hab geklingelt, aber...

Aber du hast nicht aufgemacht.

(stotternd) Ich.. ich wusste nicht, dass du es bist.

Ich bin's.

Ich bin's.

Ich bin's.

Das waren ganz beschissene Zeiten für Zimmermänner.

Und der Joseph hatte ja deswegen auch keinen Job.

Er hatte keine Kohle, keine Wohnung. Hartz IV gab's noch nicht.

Hallo. Ist hier der Weihnachtsmann?

- Ja. Genau. Nach links rein. - Entschuldigung. Danke.

Also latschte er mit seiner Frau Maria durch die Gegend

und suchte irgendein trockenes Plätzchen zum Pennen.

Ja, und... Und dann kam der Jesus.

Entschuldigung. Darf ich hier durch?

Ich hätte fast aufgehört, an dich zu glauben.

Sieht aus, als bekäme ich doch noch meine Chance.

(räuspert sich) Okay?

(TV) Nun zittert das Weibchen mit seinem runden Körper.

Mit dem Rücken formt es eine einladende Landebahn und mit sanftem Zirpen

fordert es das Männchen unmissverständlich zur Paarung auf.

Man war der Ansicht,

dass die Männchen wegen ihrer allzu intensiven Geschlechtsbetätigung

nur ein Jahr leben könnten.

"Blinded by the Light", Manfred Mann. "Easy", Faith No More.

Das sind beides Cover, die noch besser sind als das Original.

Boyzone, "Father and Son"?

- Was ist denn das? - Das?

- Das ist Liebe. - Ich hab aufgehört, an Liebe zu glauben.

Das ist aber schade.

Denn eigentlich, Frau Bechtolf, hatte ich vor, mit Ihnen alt zu werden.

Es wär unterhaltsamer,

wenn ein Hauch von Liebe dabei mit im Spiel wäre.

Immer 'ne Extrawurst, ne?

- Wo hast du denn das Pferd her? - Hallo?

Vor dir steht Harald Hardrada. Der letzte große Wikinger. Der Berseker.

- Wer noch mal? - (mit Akzent) Harald Hardrada.

Ich hol mal meinen Mantel, ne?

(Alice) Lieber Weihnachtsmann. Kommen Sie nächstes Jahr wieder.

- Nee, auf keinen Fall. - Warum?

Ich hoffe, dass ich bis dahin 'ne richtige Arbeit habe.

Aber wir wollen doch alle, dass der Weihnachtsmann wiederkommt, oder?

(Kinder) Ja!

Oder mögen Sie vielleicht gar keine Kinder?

(er seufzt)

Ich habe einen Sohn.

Irgendwo da draußen. Weiß gar nicht wo.

Er war drei Jahre alt, als ich von zu Hause weg bin.

Seine Mutter wollte mich damals nie wieder sehen.

Irgendwie kann ich das auch verstehen.

Jetzt ist sie gestorben.

Haben Sie nie versucht, mit Ihrem Sohn Kontakt aufzunehmen?

Nein.

Warum nicht?

- Ja... - Wie heißt Ihr Sohn?

Oder wissen Sie das nicht? Oder wollen Sie uns es nicht sagen?

(ergriffen) Klaus.

(melancholische Musik)

Ich glaube, er trägt den Familiennamen seiner Mutter.

Klaus Tromp.

(Musik setzt sich fort)

(Alice) Das war der Weihnachtsmann. Live aus Kanalstraße 31...

Falls sich einige Eltern fragen, wo sie ihre Kinder abholen können...

Ich bin immer für dich da.

(aufwühlende Musik)

Seit wann kannst denn du reiten, Harald?

Ja, ich kann mehr so drauf sitzen, wenn's steht.

(sie kichert) Du kannst überhaupt nicht reiten, ne?

Ich bin froh, dass ich überhaupt raufgekommen bin.

Komm, lass mich mal machen. Gib mal Lenkrad.

Ja. Ist besser so. Komm, vorwärts.

Hüh! Brrr.

(Lied: "Somewhere Only We Know" von Lily Allen)

(Kinder lachen)

- Mein Schatz! Ich hab dich vermisst! - Mama!

- Komm mal her. - Papa!

- (Clara) Da ist auch Lotte. - (Boris) Komm, Lotte.

(Glas scheppert) Oh, Entschuldigung.

Sie waren super.

Wollen Sie es sich nicht doch überlegen wegen Weihnachten nächstes Jahr?

Oh. Nein. Nein.

Danke.

(Handy klingelt) Entschuldigung. Hallo?

- Mama, frohe Weihnachten! - (Eppie) Weihnachtsmann!

Bis zum nächsten Jahr, Weihnachtsmann.

Schön, dass du da bist.

Das ist das beste Weihnachten aller Zeiten.

Frohe Weihnachten, Ali.

(Hupen)

(Klaus) Ich hab 30 Jahre drauf gewartet.

Wie hast du dir das denn vorgestellt?

Ich hab mir immer ABBA vorgestellt.

ABBA?

Ja, ich wollte immer, dass ABBA meine Eltern sind.

- Wer denn von denen? - Na, alle vier.

(er lacht)

Ich lieb dich so sehr.

Ich liebe dich auch.

(romantische Musik)

- (Hupen) - Du mich auch.

Das ist dein Vater.

(Lied läuft weiter)

Papa?

(erstaunt) Klaus?

(Lied verklingt)

(Glöckchen rasseln)

(beschwingte Musik)

(Lied: "What Christmas Means to Me" von CeeLo Green)

(sie lacht schallend)

TITELBILD GmbH, Berlin 2014 Untertitel: Nico Nagel et al.

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