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SIE NANNTEN IHN STICK
Ah, Stick!
Du bist gewachsen, weißt du das?
- Hey, Bobbi. - Hey, Rainy! - Wie läuft's?
Ganz gut. Hi!
Hi.
Hat Chucky sich mal blicken lassen?
- Nein, war bis jetzt 'ne ganz ruhige Woche. - Oh ja?
- Bringst du uns ein Bier? - Sicher.
- Es ist 9:30 Uhr! - Na und?
Jetzt, wo du draußen bist, kannst du schon morgens trinken.
Entspann dich, was ist denn los mit dir?
Hier, bitte.
- Danke. - Gern geschehen.
Ganz locker! Entspann dich.
- Zum Wohl. - Zum Wohl!
Hey, wie geht's denn so? Ich bin aus New York. Und ihr?
Puerto Rico.
Puerto Rico! Der war gut! Hey, Bobbi, gib mir noch eins.
- Das Gleiche? - Ja.
Puerto Rico gefällt mir.
Großartiger Hintern!
Wart ihr vorher schon mal in Lauderdale?
Wisst ihr, was hier zu Spring Break los ist? Lauter heiße Bräute.
Und die wollen alle genagelt werden.
Danke, Bobbi. Du hast einen phantastischen Arsch.
Du bist ein Schwein, Kurzauge.
Bobbi, komm doch mal her.
Komm her, ich möchte dir was sagen.
Heilige Scheiße!
Er wurde ohnmächtig.
Stick, du kannst ihm nicht die Birne zu Brei hauen, nur weil er was gesagt hat.
Das macht einen schlechten Eindruck, das war meine Stammkneipe.
Du bist jetzt unter Zivilisten, das ist ein freies Land.
- Der Kerl war ein Arschloch. - Na und, dann war er eben ein Arschloch.
Was willst du tun? Jedem Arschloch den Schädel einschlagen?
Dann hast du keine ruhigen fünf Minuten.
Weißt du, wie viele Arschlöcher es auf der Welt gibt?
Wie viele?
Es gibt unzählige Arschlöcher.
Okay, sie hat mich an meine Tochter erinnert.
An meine kleine Katie. Ich zeig's dir.
- Sieh mal. - Hübsches Mädchen. Wann triffst du sie?
Hör mal, was sie auf die Rückseite des Fotos geschrieben hat.
"Lieber Dad, ich versuche sexy auszusehen. In Liebe, Katie."
Fährst du jetzt zu ihr?
- Nein. - Nein? Warum?
Weil ich erst mal einen Job und ein bisschen Geld brauche.
- Ich sehe aus wie ein Penner. - Hör zu!
Das kriegen wir hin. Ich bin gleich mit jemandem verabredet.
Da läuft schon was, da verdienen wir gutes Geld.
Du kommst nur mit mir mit, okay?
- Rainy. - Was denn? - Komm schon, Mann!
- Keine Drogen, Mann! - Denkst du, ich würde dich in so eine Situation bringen?
Wir haben nichts weiter zu tun, als einen Koffer abzuholen.
Den bringen wir irgendwohin. Dafür zahlen die uns $5.000.
- Kann ich dich mal was fragen? - Was?
Wenn du so tolle Verbindungen hast und so viel Geld verdienst,
warum fährst du dann in so einem Stück Scheiße durch die Gegend?
- Du nennst meine Auto ein Stück Scheiße? - Ja, sieh dir das an!
- Da brauch ich nur 'ne neue Schraube. - Ja.
Ich könnte jeden Wagen der Welt fahren. Weißt du, warum ich den hier fahre?
- Warum? - Weil dieser Wagen unauffällig ist.
Howard Hughes hatte auch so eine Karre.
- Ganz genau. - Howard Hughes? - Richtig.
Wie sieht's aus, Lionel? Alles klar?
- Sind Freunde von dir, was? - Ja, ja.
Wenn wir gleich bei diesem Kerl sind, Chucky, mach bitte keinen dummen Spruch.
Bitte, er ist ein scharfer Hund, okay?
- Hey, Armon, wie geht's denn so? - Hi, Armon.
Hey, Rainy, wer ist der Typ?
Keine Angst, der ist okay. Ist ein guter Freund von mir.
Chucky sieht vielleicht aus wie ein Clown, aber leg dich nicht mit ihm an.
Der ist verrückt. Oh, hast du die Lampen gesehen?
Davon baue ich mir ein paar ein, wenn ich mein eigenes Haus habe.
Natürlich.
Komm her, Kätzchen. Hey, du kleine Schmusekatze.
Ist die nicht süß?
Der hat 'ne Menge Katzen.
Und 'ne Menge Pillen.
Wer ist die Pfeife?
Das ist Stick. Ich hab dir von ihm erzählt.
Er ist ein guter Freund von mir und ich hab ihm viel zu verdanken.
Wir saßen zusammen in Block 11.
Bring mal das Teil her.
Von einem 500 Pfund schweren Gorilla getestet.
Geht nicht auf, es sei denn, du sprengst ihn in die Luft.
Das sagt er jedes Mal.
200.000, du Ratte. Die überreichst du Nestor persönlich.
Keinem anderen.
Okay, was ist mit dem Geld? 5.000 hast du gesagt, richtig?
Komm morgen vorbei, ich bin hier.
Wie der Mann gesagt hat, wir kommen morgen vorbei.
Du wirst hier sein.
Stimmt doch, Fettsack, oder?
Du hast echt Nerven!
Hey, Moke.
Sie sind unterwegs.
Ich hab dir gesagt, du sollst ruhig sein. Willst du uns den Deal vermasseln?
Ist doch schon vermasselt. Und dieser Nestor hat sein Büro in den Everglades?
Ich hab's dir erklärt. Nestor kauft den Stoff in Kolumbien
und Chucky verteilt ihn hier. Wir rühren kein Dope an.
Wir transportieren nur das Geld. Von Chucky zu Nestor.
- Mitten in der Pampa? - Das ist seine Zeremonie, keine große Sache.
Ist doch Blödsinn. Warum vergessen wir die Geschichte nicht einfach?
Auf keinen Fall. Wir haben einen Deal gemacht, wir können nicht aussteigen.
Wir treffen uns noch mit Moke. Der arbeitet manchmal für Chucky.
Er ist ein Albino, also sag nichts, okay?
- Ich hab schon Albinos gesehen. - So einen bestimmt noch nicht.
Da ist Moke. Er bringt uns zu Nestor.
Warum geben wir ihm nicht das Geld und verschwinden?
Hab dir doch gesagt, das ist 'ne Zeremonie. Halt dich geschlossen, klar?
Ja.
Hey, Moke, wie geht's denn so? Schön dich zu sehen. Du siehst toll aus.
Lass dich ansehen. Wie geht's dir?
Hey, du siehst gut aus.
Warst wieder joggen, oder? Du siehst so durchtrainiert aus.
Sieh mich an, ich kann gar nichts.
Setz dich mal nach hinten.
Ich sagte, du sollst dich nach hinten setzen.
Was ist denn, Moke? Komm doch rein. Setz dich!
Was?
Den Koffer, du Wichser.
Warum glotzt du so dämlich?
Mir ist noch nie ein Mensch mit Hasenaugen begegnet.
Moke, was soll denn das hier werden?
Wo sollen wir hinfahren? Sollen wir hier warten, Moke?
Mir hat niemand was von warten erzählt, also...
Tut mir leid, dann warten wir eben.
Fahr einfach, du Penner!
Okay.
Ich fahre geradeaus, bis du sagst, dass ich abbiegen soll, okay?
Ich werde richtig nervös, denn Nestor regt sich immer gleich auf.
In Ordnung, steig aus.
Warte! Ich will, dass er das macht.
Was?
Schon gut, ich wollte Nestor sowieso Guten Tag sagen.
Ja?
Was möchtest du jetzt? Willst du Marihuana?
Willst du ein paar "Happy Pills"? Sag mir, was du willst.
Ich nehme noch sieben von denen hier.
Kleiner Puerto-Ricaner hat nichts begriffen.
Er wollte unbedingt reich werden!
Hey, Boss, ich dachte, wir warten auf die Ladung aus Bimini. Was soll das?
- Ganz ruhig, die ist doch längst hier. - Hier? Wo?
In der Kühlbox, Dummerchen.
Fünf Kilo feinste peruanische Flocken sind ihren Nasen entgangen.
Da staunst du, was?
Zwischen Bogotá und Istanbul ist niemand so clever wie ich.
Wer war dieser Kerl?
Niemand. Der hat mit Rainy irgendwann mal im Loch gesessen.
Dieser Niemand hat die Ärsche meiner besten Soldaten gegrillt.
Keine Sorge, ich nagele seine Eier an deinem Mast fest.
Das würde ich zu gern sehen.
Weißt du was? Du machst Fehler, die ich mir niemals leisten könnte.
- Meine Güte! - Weißt du, wohin uns deine Pannen im letzten Monat gebracht haben?
Wer kann riechen, dass der Kunde ein Rauschgiftbulle war?
Der Wichser hat mich aufs Kreuz gelegt.
Der Scheißkerl war verdammt gut.
Das kann den Besten passieren.
Ist doch egal, ich hab dir die 200.000 zurückgegeben, oder nicht?
Du schuldest mir ein Leben.
Komm schon, verschon mich mit dieser Voodoo-Kacke.
Du schuldest mir ein Leben!
- Nestor, ich hab dir zwei... - Nein. Du hast mir nichts geschickt.
Die Männer, die ich durch deine Schuld verloren habe, waren wertvoll für mich.
Die Männer, die du geschickt hast, ein geschwätziger Puerto-Ricaner
und ein Kerl, den niemand kennt, sie bedeuteten nichts für dich.
Ich will jemanden, auf den du nicht verzichten willst.
Dieser Idiot ist nicht genug.
Stimmt, du hast Recht.
Hör zu, ich kümmere mich um diesen Knastbruder
und dann sind wir quitt, okay? - Gut, er ist jetzt dein Problem.
Wenn du ihn nicht zur Strecke bringst, führe ich die Zeremonie durch.
Hör zu, ich will nicht, dass deine Götter mir ans Bein pinkeln.
Wenn du daran glaubst, dann ist das okay.
Ich bin nicht so der religiöse Typ.
Erinnerst du dich an Hendrix? Er wollte mich betrügen.
Er hat sich mit Vorliebe Kokain durch die Nase gezogen.
Er war ein Ungläubiger wie du.
Jetzt hat er keine Freude mehr an seiner Nase.
Großer Gott!
Stell das Gleichgewicht wieder her und es gibt keine Zeremonie.
Danke, Nestor.
- Danke. Vielen Dank. - Chucky!
Du schuldest mir noch ein Leben.
Danke.
Stick, ich weiß, was du wegen Rainy empfindest.
aber du denkst doch nicht etwa an... Wie sagt man noch?
An Rache?
Nein.
Rainy wusste, worauf er sich einlässt.
Wenn du ihr Spiel spielst, verlierst du früher oder später.
Rainy, er und seine großen Träume.
Aber du hättest dich da nicht mit reinziehen dürfen.
Du wirst dich doch nicht mit diesen Leuten anlegen, oder?
Wenn die sich nicht mit mir anlegen.
- Da ist noch was anderes. - Was?
- Chuckys Koffer. Wir haben ihn abgeliefert. - Und?
Wie Rainy schon sagte, aus einem Deal steigt man nicht aus.
- Stick, im Knast war alles gut. - Richtig.
Erst hier draußen in der Welt baust du wieder Mist.
Das ist wahr.
Kein Problem.
Die kommen wieder.
- Ich sollte mich verziehen. - Amigo!
Warum ist Chucky so wütend auf dich?
Keine Ahnung. Ich habe ihn nur Fettsack genannt.
Warum findest du nicht heraus, wieso er so humorlos ist?
Das ergibt keinen Sinn.
Chucky ist irre. Sei vorsichtig, er ist unberechenbar.
Das stimmt.
Den Stoff, den wir nach Louisiana und Texas schicken,
den beziehen wir über Land.
Die gewöhnlichen Routen sind im Moment etwas zu heiß.
Also arbeiten wir neue Touren aus.
Habt ihr keinen Stuhl für mich?
Wahrscheinlich nicht.
Das bedeutet, es dauert ein paar Tage länger als sonst.
Aber bezahlt wird in Gold und die Umrechnung in Dollar funktioniert einwandfrei.
Also, das war's auch schon.
Wir sind richtig gute Partner.
Aber vielleicht bräuchtest du hier ein wenig Licht. Es ist zu düster.
Warum musst du hier deine Geschäfte abwickeln?
Weil es mir hier gefällt.
Verstehe.
Und was ist mit Stick?
Das ist kein Problem. Er ist weg.
Ich bin gerade dabei ein Filmprojekt auf die Beine zu stellen. Mit Barry Braham.
Er hat einen Hollywood- Produzenten an der Hand.
Wenn das vorbei ist, schnapp ich ihn mir. Du hast mein Wort!
Er ist so gut wie tot, keine Sorge.
Hey, mit dem Filmprojekt...
Vielleicht möchtest du ja mit einsteigen.
Du weißt schon, heiße Filmbräute!
Wie auch immer, ich kümmere mich um Stick. Der kommt nicht weit.
Nicht weiter als in ein Schlammloch in den Sümpfen.
Okay.
Ich lass von mir hören. Hat mich gefreut.
Ist mir immer ein Vergnügen.
Gut. Ich habe gehört, dass Chucky Nestor einen Käufer geschickt hat,
der ein Rauschgiftfahnder vom FBI war.
- Ein Fahnder? - Ja.
Der Bulle hat versucht, Nestor fertigzumachen.
Einer ging drauf, einer landete im Knast. Nestor hat die Kaution für ihn bezahlt.
- Und der Kerl ist abgehauen. - Natürlich.
Also geht Nestor davon aus, dass Chucky einspringen muss,
weil es allein sein Fehler war. Er schuldet ihm 200.000 Dollar für die Kaution.
Schon klar.
- Und dann noch ein Leben! - Ein Leben?
Ja.
Chucky ist schon schlimm, aber Nestor...
Bei ihm geht's außerdem noch um schwarze Magie.
Die Typen sind auf einem neuen Trip. Es nennt sich Santeria.
Sie bringen Tiere um, Hühner. Sie opfern sie afrikanischen Göttern.
Sieht aus, als wären ihnen die Hühner ausgegangen.
Wie dem auch sei, man sagt, Chucky ist auf dem absteigenden Ast.
Er macht zu viele Fehler, schluckt seine eigenen Drogen.
In letzter Zeit versucht er an sauberes Geld ranzukommen.
Er hat so 'nen Komiker aufgetan. Palm Beach Familie. Nur vom Feinsten.
Und was will so ein Typ von Chucky?
Er findet ihn cool. Er schleppt ihm Bräute an.
Sie feiern auf der Yacht. Sie genießen das Leben.
- Chucky will ins ehrliche Geschäft umsteigen. - Ist der Kerl sauber?
Klar, er steht nur auf Kriminelle. Du weißt schon, wie Chucky.
- Wie heißt der Typ? - Barry Braham.
Wenn du an Chucky rankommen willst, dann ist er vielleicht der richtige Kerl.
- Wo finde ich ihn? - Bei Aunty Nelly's, kennst du doch, oder? - Ja.
- Hallo. - Hi. - Möchten Sie ein Bier? - Sicher.
Was?
Du bist doch der, der dem Kerl das Gesicht demoliert hat.
Junge, hast du dich verändert.
Ist das gut?
Ja.
Du hast den Kerl Kurzauge genannt?
Ja, so nennt man solche Vögel. Das bedeutet "Kinderschänder".
- Sehe ich aus wie ein Kind? - Nein, sicher nicht.
Aber du erinnerst mich an wen. An meine Tochter.
Ist das gut?
Ja, das ist gut.
- Hey, Bobbi? - Ja?
Woran denkt ein Käfer, bevor er auf 'ne Windschutzscheibe aufschlägt?
Keine Ahnung, was?
An sein Arschloch.
- Hast du meine Schlüssel? - Welche Schlüssel?
Meine Autoschlüssel. Hat Cecil nicht meine Schlüssel hier gelassen?
Cecil war nicht hier.
Cecil hat sich nicht blicken lassen und meine Autoschlüssel gebracht?
Nein, Cecil war nicht hier. Vielleicht sind sie im Wagen.
Ich kann nur hoffen, dass sie im Wagen liegen.
Wenn sie da nicht sind, kann Cecil sich noch heute 'nen neuen Job suchen.
- Cecil, du Wichser. - Guten Tag.
- Brauchen Sie Hilfe? - Nur wenn Sie ein Autodieb sind.
- Ich werde mein Bestes tun. - Der Junge ist super.
- Kostet Sie 100. - Sollen Sie haben. - Okay.
Man sucht 'nen Autoknacker und schon steht er vor einem.
- Das war's schon. - Grundgütiger, was für 'ne lustige Maschine. - Ja.
Das Ding sollte jede Hausfrau in der Handtasche haben.
- Ich bin dann weg. - Hey, warten Sie!
- Wie starte ich das Auto? - Kostet Sie noch mal 100.
Super.
- Öffnen Sie das Schmuckkästchen. - Das Schmuckkästchen?
- Da, wo der Motor drunter sitzt die Haube. - Ach ja?
- Dann werde ich das Schmuckkästchen aufmachen. - Ausgezeichnet.
Gleich wird er wieder laufen.
Ich liebe solche Autos.
Barry, alles okay?
Ja, Kyle, alles bestens, ich möchte dir meinen neuen Mechaniker vorstellen.
Guten Tag.
Hi.
Wissen Sie, so was kann mir eigentlich gar nicht passieren,
denn das Schlüsselwort... - "Was für ein hübsches Gesicht!"
...meine Philosophie lautet: Organisation.
- Verdammt, Sie haben es hingekriegt! - Aber sicher.
- Ich bin weg. - Hey, könnten Sie die Kiste nach Key Biscayne fahren?
Ich könnte sie nach Key Biscayne fahren, aber ich will nicht.
- Es kostet mich noch mal 100? - Sie haben's erfasst.
- Hey, Sie sind echt super. - Ich nehm die 100 sofort!
- Wir war das? - Ich will die 100 sofort.
- Sie sind 'ne harte Nuss. - Das habe ich schon oft gehört.
Heute früh dachte ich, dass der Tag schön wird,
dann nervt dieser Penner von Chauffeur, Cecil, Sie wissen schon.
Hey, warten Sie!
Ich wette, Sie wollten mitfahren.
Sie sind echt super, Mann.
Okay! Eineinhalb Millionen wovon?
9,7? Ja, das ist nicht schlecht. Okay.
Wir halten die Option bis zum 15. Juni. Oder du nimmst die ganze Ladung.
Ende Juni steig ich um auf Immobilien, Sojabohnen, Termingeschäfte.
Ja, in Ordnung. Lass es mich wissen.
- Wie viele Autos haben Sie in Ihrer Karriere geknackt? -412.
Grundgütiger! Waren Sie dafür schon mal im Knast?
Nicht wegen Autos.
Bewaffneter Raubüberfall.
Sie sind vielleicht 'ne Nummer!
Nicht so schnell. Sehen Sie sich das an.
Unglaublich. So was habe ich das letzte Mal bei meiner Oma gesehen.
- Die hat den Kühlschrank aufgemacht und das Licht ging an. - Tatsächlich?
Ich hab die Leute vom "Architectural Digest" schon dreimal abblitzen lassen.
Sie wollten das Anwesen fotografieren, aber ich halt mich lieber im Hintergrund.
Ich bin eher ein Freund des dezenten Understatements.
Kennen Sie die Zeitschrift "Architectural Digest"?
- Klar, im Knast mochte jeder die Zeitung. - Ja?
- Alle standen Schlange, wenn die Ausgabe kam. - Tatsächlich?
Einen wunderschönen guten Tag, Mr. Braham!
- Hi, Cornell. - Hi, Sir.
Okay, Kumpel, wie schaut's aus?
Zwei Scheine die Woche, freie Kost und Logis.
Der Koch ist großartig, aber nicht mit dem Zimmermädchen vögeln, sie ist sehr nett.
- Bekomme ich 'ne Uniform? - Gleich vier. Werden in Auftrag gegeben.
Muss ich mich anziehen wie dieser Clown?
Oh nein, Sie kriegen was Besonderes.
- Wo soll ich wohnen? - In dem Apartment über der Garage.
Wohnt da noch jemand außer mir?
Ist der Typ noch zu fassen?
Das ist ein Zweizimmer-Apartment.
Das teilen Sie mit dem Hausboy. Cornell, Ernest Stickley.
- Freut mich, Mr. Stickley. - Mich auch.
Wollen Sie nun den Job, oder nicht?
- Ich will vorher noch was klarstellen, okay? - Aber sicher.
Die letzten sieben Jahre habe ich mein Leben in einer Zelle verbracht.
Die war zweieinhalb mal dreieinhalb Meter groß.
Die musste ich mit jemandem teilen. Und jetzt bin ich raus.
Ich lasse mir nicht vorschreiben, mit wem ich in einem Zimmer schlafe,
ich gehe, wohin ich will und mache, was ich will.
Jetzt gehe ich nach oben und sehe mir das Zimmer an. Wenn es mir gefällt,
gebe ich Ihnen Bescheid, ob ich den Job will.
Wissen Sie, ich weiß nicht, warum, aber Sie gefallen mir.
Cornell, zeig ihm das Zimmer.
- Ihr Gepäck, Stickley? - Ja.
Schönes Häuschen. Spitzenmäßige Autos, ein tolles Boot...
Er hat seine Initialen überall drauf. Zum Totlachen.
- Aber nicht auf mir. - Wie bitte? - Warum nennst du mich einen Clown?
Damit meinte ich nicht dich, sondern deinen Aufzug.
Es ist nicht wirklich der flotteste Aufzug, weißt du?
Du kennst mich noch nicht! Ich reiß dir den Arsch auf, wenn du mich anmachst!
Du musst schon länger als zehn Minuten hier sein, um zu verstehen, wer ich bin.
Hast du das kapiert?
Ja, ich denke schon.
Komm mit.
Ja, Sir.
- Wir sitzen im selben Block. - Du kommst aus dem Knast, stimmt's?
Ja, haben mich vor vier Jahren entlassen. Und ich hatte Glück.
- Oh ja. - Das ist das Gästeapartment.
Hier wohnen seine Börsenmakler, Finanzberater, was auch immer.
Kyle McClaren wohnt hier, wenn sie hier ist.
- Kyle McClaren? Blond, sieht super aus, fährt 'nen gelben Porsche? - Ja.
- Dann kennst du sie? - Hab sie gesehen, ja.
- Mann, ist die ein Knaller. - Erzähl mir von ihr.
Der Porsche gehört ihm, aber sie nicht.
- Weiter. Ab und zu wohnt sie hier? - Ja.
Das ist der einzige Grund, weshalb ich reich sein möchte.
- Und ich glaube, es würde sie nicht mal kratzen. - Cornell,
wo wohnen wir beide? Unser Zimmer?
Wie weit ist unser Zimmer von diesem Apartment entfernt?
- Gleich den Gang runter. - Einfach den Gang runter. - Stickley! - Ja?
Ihr Bruder ist FBI Agent.
Durch so was sollte man sich von nichts abhalten lassen.
Tja, hier wären wir. Ist nicht gerade 'ne Hundehütte, was?
- Nicht schlecht. - Schlafzimmer und Badezimmer sind hier.
Mach's dir bequem, Mann.
Ich werde mich dran gewöhnen, dass man zum Pinkeln in ein anderes Zimmer geht.
Ja, ich verstehe, was du meinst.
Ist verdammt bequem, wenn das Klo gleich neben dem Bett steht.
Barry treibt sich gern mit zwielichtigen Typen wie uns rum, oder?
Der Kerl ist ein richtiges Gangstergroupie.
Er braucht diesen speziellen Nervenkitzel,
aber er passt auf, dass er nichts abbekommt. Du verstehst, was ich meine?
Manchmal kann er ganz schön nerven.
Im Grunde genommen ist er okay.
- Er ist harmlos. Er ist so was wie 'ne... -... Memme.
Ja. Barry, die Memme.
War hier schon mal so ein fetter Kerl, der Hawaiihemden trägt und Chucky heißt?
Ein Freund von dir?
Eher ein Bekannter.
Bist du ein Junkie?
Ich hab einen Freund da draußen in den Everglades.
Jetzt ist er bloß noch Alligatorenfutter. Das hat er Chucky zu verdanken.
Wenn Chucky es auf dich abgesehen hat,
hast du hier den besten Platz in Miami, um Ruhe zu haben.
Er hat sich zu lange bei Braham eingeschleimt,
um saubere Geschäfte an Land zu ziehen, als dass er sich hier mir dir anlegt.
Bleib immer nur in der Nähe von Barry.
Chucky wird niemals was machen, das garantiere ich dir.
Wem gehört die?
Die gehört Cecil.
Das ist der, dem du den Job weggeschnappt hast.
- Dem ich den Job weggeschnappt hab? - Genau.
Kommt der oft hier vorbei?
Louisa Rosa, Ernest Stickley.
- Wie geht's? - Ich habe Depressionen wegen meiner Angst.
- Fein. - Buenos Dias. - Ja.
Ich bring Louisa Rosa unsere Sprache bei.
Klar doch, Bruder.
Und jetzt fragen Sie mich.
Zufrieden?
Zufrieden.
Wenn ich den Chrysler nehme, tragen Sie die schwarze Uniform.
Wenn ich den Rolls nehme, tragen Sie die beigefarbene und so weiter.
Morgens bleibe ich in Unterhosen auf dem Bett sitzen,
bis Sie sich entschieden haben, welchen Wagen wir nehmen.
- Sehr lustig. - Danke.
- Ja? - Chucky, ich habe ihn gefunden.
- Gefunden, wen? - Stick.
Okay, wo ist er?
Er kam gerade aus dem Fountain Blue mit dem Idioten Braham.
Mit Barry? Was macht der Typ mit Barry Braham?
War rausgeputzt als wäre er sein Chauffeur.
Soll ich ihn aus dem Verkehr ziehen?
Nein, vorerst noch nicht.
Lauf ihm nicht über den Weg, solange er bei Barry Braham ist.
Was zum Geier meinen Sie? Warum nicht?
Du kannst dich noch mit Stick amüsieren, aber nur, wenn er allein ist.
Er gehört dir. Ist ein Geschenk von mir.
Aber lass dich nicht bei ihm blicken, solange er bei Barry ist.
Verstanden?
Wie geht's dir, mein Kleines?
Dad, warum sagst du immer Kleines zu mir?
- Was soll ich sagen? - Katie.
Alles klar.
- Schönes Auto, Dad. - Ja, nicht schlecht.
- Muss so was sein? - Der ist nicht geklaut.
- Ich bin Chauffeur. Alles ganz legal. - Na klar.
- Du bist immer noch ganz schön frech, weißt du? - Ja, manchmal.
Diese Schuhe sind so hässlich. Sieht aus, als hätte ich Entenfüße.
Mir gefallen sie.
Hab alle deine Briefe aufgehoben. Alle beide.
Klugschwätzerin. Ich habe versucht zu schreiben.
- Ich kann's nicht besonders gut. - Ich weiß, kein Problem.
Hab heute mit deiner Mutter gesprochen, daher wusste ich, wo du bist.
- Wie geht's ihr? - Ganz gut. Manchmal ist sie komisch, aber das weißt du ja selbst.
Warte, lass mich raten.
- Du bist nahe dran, einen Stiefvater zu kriegen? - Nein.
Bin ich nahe dran, einen richtigen Vater zu kriegen?
Du bist ganz schön vorlaut, weißt du das?
- Ich komme nach meinem Vater. - Allerdings.
- Lass uns was machen, du bestimmst. - Was?
- Rollschuh laufen? - Nein. - Dann reiten wir? - Nein.
- Was? - Ich hab's!
Wir bleiben hier und unterhalten uns mit den Enten.
- Wenn du willst. - "Komm schon, Katie!"
Oh nein, Leslie! Ich sag ihr, ich kann jetzt nicht.
- Was hat sie vor? - Sie will zum Strand, wir sind mit ein paar Jungs verabredet.
- Jungs? - Dad, ich bin 15.
Stimmt, das bist du.
- Komm schon. - Lass nur, ich hab keine Lust. - Mach schon.
Das, ich bleib lieber bei dir.
Wir bleiben zusammen. Für den Rest unseres Lebens.
Diesmal baust du keinen Mist, ja?
Ja, diesmal läuft's besser.
- Wir sehen uns. - Okay.
Mach's gut, Dad.
Hey, Hasenauge!
Komm schon, du Wichser!
Hey, Baby! Toller Flug, was?
- Du siehst phantastisch aus. Hattest du 'ne tolle Reise? - Ja, danke.
- Was hältst du von der neuen Lackierung? - Richtig dezent.
Das Rot habe ich gehasst, aber das hier hat Klasse.
- Hi! - Hi.
Warte mal, Arthur! Kyle, machen wir beide heute Abend einen drauf?
Barry, du gibst heute Abend 'ne Party, deswegen bin ich doch hier.
Ach ja, stimmt.
Außerdem will ich mit dir nur eine geschäftliche Beziehung, nichts anderes.
Danke. Was, Arthur, was?
Arthur sagt "Automatic Medical". Ich hab vergessen, was die produzieren.
Interferon. Und Mittel zur Bekämpfung von Tripper.
Guter Gott! Hey, Arthur, besorg mir 10.000 Aktien davon.
Ich liebe diesen Laden.
Ja, wenn sich die Krankheit weiter so gut verbreitet, werde ich reich.
Was?
Arthur, du weißt, was ich von den komischen Geschäften halte.
Hey, wo fahren wir hin?
Ich hab 'ne Überraschung für dich. Wir machen eine Bootsfahrt.
- Oh nein! - Doch, ja.
Und wenn es noch so bescheiden ist,
es geht doch nichts über ein dreieinhalb Millionen Dollar Eigenheim.
- Hi! - Hi.
- Darf ich mal? - Wie geht es Ihnen?
- Gut. - Wir sehen uns dann später.
Wie sieht das aus? Spitzenmäßig, oder?
Großartig, und wo ist mein Campari Soda?
Verschon mich! Komm später wieder, dann hab ich ihn.
- Komm schon, ich brauche den Campari Soda. - Später!
Würden Sie ihm beim Campari Soda helfen?
Ich weiß nicht, wie Campari aussieht.
Campari? Wie sieht Campari aus?
- Das rote Zeug. - Ah, dann weiß ich.
Ich hab schon. Hier, bitte.
- Gefällt Ihnen die Party? - Ja. Klingt nach Palm Beach.
Wieso haben reiche Leute einen so schlechten Musikgeschmack?
Sie sind aus Palm Beach. Gefällt Ihnen die Musik nicht?
Ich mache hier meinen Job, Stickley, genau wie Sie.
Das wird Ihnen gefallen.
Wie heißen die kleinen, kurzen Fische, die auf dem Trockenen nach Luft schnappen?
Keine Ahnung, Barry, wie?
Sticklinge!
Wo zum Teufel steckt Firestone?
Keine Ahnung, er ist dein Freund.
Hören Sie! Schnappen Sie sich einen Eimer Champagner,
bringen Sie ihn zum Boot und versorgen Sie Mr. und Mrs...
Hallo, Admiral, wo waren Sie? Ich hab Sie schon überall gesucht.
Sie sehen großartig aus. Wie geht es Ihnen?
- Wer ist Firestone? - Barrys Filmproduzent. Er ist heute Ehrengast.
Stickley, da hat jemand ein Auge auf Sie geworfen.
Ist Chucky ein Freund von Ihnen?
- Scheint ja ein rauschendes Fest zu sein. - Harvey. Hector.
- Wie geht's denn so, Stick? - Das Leben ist herrlich.
Was ich dich fragen wollte: Was hört man denn so vom Rücksitz?
Interessante Sachen über Mauschelgeschäfte.
Über Mauschelgeschäfte?
Ich hab mir da was überlegt.
Ihr bekamt doch immer heiße Tipps von Cecil, nicht wahr?
- Wie habt ihr das mit der Bezahlung... - Scheiße, da ist Cecil!
Der hat zehn Jahre gesessen.
Hat bei 'ner Schlägerei zwei Typen umgebracht.
- Ach ja? - Ja, mit seinen Fäusten.
Er war sturzbetrunken, aber der Junge hat 'nen furchtbaren Hammer.
- Wirklich? - Ja. Aber wir sprachen gerade vom Geschäft.
- Wie? - Die finanziellen Abwicklungen.
Oh, ja...
Was ist, wenn ich euch den Namen einer Aktie verrate,
und ihr sagt, ihr kennt die Aktie schon, obwohl das nicht wahr ist.
- Das wäre dann... - Schummeln. - Schummeln? - Ja, sicher.
So wie ich das sehe, kann man dem nur abhelfen, wenn ihr
vorher mit zwei Scheinen rüberkommt. Dann verrate ich euch den Namen.
Wenn euch das nicht anspricht und ihr die Sache bis Montag überdenken wollt,
dann geht der Preis auf 300 rauf.
Ich persönlich halte nichts davon, wenn Geld über Nacht schläft.
Stickley!
Hör zu, Mr. Braham, die Memme,
will, dass du auf die Tanzfläche kommst. Und zwar auf der Stelle.
- Warum? - Er hat einen Job für dich.
Es wird dir gefallen, kein Problem für dich.
Er will, dass du Cecil rausschmeißt.
Du weißt, wen ich meine? Der Kerl, dem du den Job weggeschnappt hast.
- Er hat zwei Männer mit der Faust erschlagen. - So ist es.
Das wird verdammt lustig.
Cecil, ich denke, ich war mehr als fair, was soll ich jetzt noch sagen?
Du Arschloch kannst sagen, dass es nicht wahr ist.
Und du kannst mir meinen Job zurückgeben.
Cecil!
Jetzt bitte ich dich zum letzten Mal.
In aller Ruhe.
Ich denke, du solltest langsam gehen.
Fick dich, du Arschloch. Ich gehe, wann's mir passt!
- Wo zum Teufel bleibt Stick? - Keine Ahnung.
Cecil, ich bitte dich höflichst.
Louis.
Cecil, ich glaube, wir sollten darüber reden.
Stick, ich habe gerade zu Cecil gesagt...
Ich sagte, wir sollten noch mal darüber reden.
Hey, was trinkst du da? Normalbenzin oder Super?
Super.
Und jetzt verabschiede dich.
Sag Gute Nacht!
Gute Nacht.
- Hallo, Fettsack. - Hi, Kyle, gibst du dich mit Dreckspack ab?
Bis jetzt nicht.
- Süße, ruf mich mal an. - Krieg dich wieder ein.
Du machst 'nen ziemlichen Affen, Meister.
- Hast du es hier? - Was? - Die fünf Riesen, die du mir schuldest.
Ausgerechnet heute habe ich kein Geld dabei.
Verdammter Knastbruder.
Du hast doch Scheiße im Hirn, wenn du denkst, dass ich dir was gebe.
Du solltest lieber gleich zahlen, weißt du?
Da kommst du billiger bei weg.
Wer sagt denn, dass ich dir fünf Riesen versprochen habe?
Ich hab sie dem kleinen Schmalzarsch versprochen, aber der ist ja tot.
Die Lichter gehen aus.
Der Boss ist breit.
Die Gäste gehen nach Haus.
Für mich ist's auch wieder soweit.
Ich darf den Dreck aufräumen, während die anderen träumen.
Hi.
Ich dachte, Sie würden längst schlafen.
Nein, ich bin hellwach.
Aber Sie sehen ganz schön müde aus.
Na ja, man wird auch auf Trab gehalten.
Was heißt "Mauschelgeschäfte" und "Termingeschäfte"?
Darüber wollen Sie mit mir reden?
Ich dachte, ich könnte noch was lernen.
Hören Sie, wenn Sie an die Börse gehen wollen,
brauchen Sie nicht mehr Begriffe zu beherrschen,
als wenn Sie Gebrauchtwagenhändler oder Geber beim Blackjack werden wollen.
Wahrscheinlich kennen Sie viel mehr Begriffe als ich.
Da bin ich sicher.
- Möchten Sie einen Drink? - Ja.
Was möchten Sie denn?
Wie wär's mit einem Campari Soda?
- Das rote Zeug, nicht wahr? - Richtig.
- Kann ich Sie was fragen? - Ja.
Es scheint Sie nicht nervös zu machen.
Dass ich gesessen habe, macht Ihnen offensichtlich nichts aus.
Wie kommt das?
Nein, es macht mir nichts aus.
Es überrascht mich nur, dass Sie so ein Leben führen konnten.
Ich weiß, dass Sie cleverer sind, das sehe ich sofort.
Cleverer?
Muss man clever sein, um Autos zu klauen?
Haben Sie deshalb im Knast gesessen? Weil Sie Autos geklaut haben?
Nein.
Bewaffneter Raubüberfall. Ich war sieben Jahre drin.
Ja.
Überrascht mich auch.
Ich hatte einen Partner.
Er hatte zehn goldene Regeln für den erfolgreichen Raubüberfall.
Welche Regel haben Sie gebrochen?
Die zehnte.
Lass dich nie mit Leuten ein, die auf der kriminellen Bahn sind.
Vermissen Sie ihn?
In diesem Leben vermisst man niemanden.
Man denkt oft an sie.
Haben Sie einen festen Freund?
Nein, eigentlich nicht.
Die meiste Zeit bin ich mit den gleichen Leuten zusammen.
Ich gehe auf Diner-Partys, sitze neben frisch geschiedenen Männern
und höre mir an, was für tolle Kerle sie sind.
Lachen Sie viel?
Aus Höflichkeit.
Nichts ist besonders komisch.
Im Augenblick finde ich das ganze Leben komisch.
Ja, wenn man jemanden hätte, mit dem man zusammen über die anderen lachen könnte:
"Jesus, das fass ich nicht, was für ein Arschloch das ist!"
Aber es ist nur halb so komisch, wenn man allein ist.
Ich hab das Gefühl, ich gehöre nicht dazu.
Sie fühlen sich wohl bei Ihrer Gratwanderung, nicht wahr?
Kann ich nicht sagen.
Gehe ich nach links, bin ich gerettet, gehe ich nach rechts, stürze ich ab.
Ich hab den Hang zur falschen Seite.
Irgendwie ende ich immer auf zu dünnem Eis.
Jedenfalls strapazieren Sie Ihr Glück ganz schön.
Was glauben Sie, wie lange das noch so funktioniert?
Ich weiß nicht.
Bleiben Sie da und finden Sie's raus?
Ich weiß nicht, ob ich mich darauf schon einlassen kann.
Sie ist klasse, oder?
Spitzenklasse!
Würdest du dich mal zusammenreißen?
- Du hast dem Hollywoodnachwuchs zuzujubeln! - Ach ja, du wirst ja entdeckt.
Ich könnte diesem Produzenten ein paar von meinen Ideen unterschieben.
Ich hab da 'ne Geschichte über zwei Ex-Sträflinge,
die für einen dämlichen Millionär in Südflorida arbeiten.
Der eine Typ ist cool und sieht tierisch gut aus.
- Er ist super angezogen, elegant... - Schwarz! - Ganz genau.
Der andere Typ ist stur, ohne Weitblick.
Er sieht nicht, was sich um ihn herum abspielt.
Schmeiß mal das Duftwasser rüber, du Hollywoodstar.
- Chucky wollte aufkreuzen, stimmt's? - Verdammte Scheiße!
Du bist wie ein gieriger Hund mit blutunterlaufenen Augen vorm Schrottplatz.
Der steckt seinen Kopf durch den Zaun, um sich einen Knochen zu schnappen.
Den Kopf kriegt er nicht zurück, weil er den Knochen festhält.
Und er lässt auch nicht los.
Das geht schief, Mann. Nestor wird ebenfalls erscheinen.
Und der wird 'ne Menge gemeine Typen bei sich haben.
Du lässt dich mit ein paar finsteren Typen ein, Stickley.
Wenn du dich mit Chucky anlegst, bist du verrückt.
- Er schuldet mir was. - Erzähl mir keinen Scheiß.
Du willst nur deinen Dickschädel durchsetzen, das ist alles.
Das hat nicht das Geringste damit zu tun, dass er dir was schuldet.
Es geht doch nur um deinen toten Kumpel.
Schon möglich.
Schon möglich?
Hör zu, du lebst auf einem tollen Anwesen,
du fährst Luxusautos, du isst nur das Feinste,
lernst Traumfrauen kennen und bekommst auch noch Geld dafür.
Gib's zu, Stickley, du bist beim Schürfen auf die goldene Ader gestoßen.
Gleich stelle ich euch einen Mann vor,
der bei allen Projekten, die er angeht, nur eine Geschwindigkeit kennt.
Und die heißt: Volle Kraft voraus.
Der Produzent des Superhits "Der Cowboy und die Außerirdischen",
Mister Kinokasse persönlich, Leo Norman Firestone.
Ist er nicht phantastisch?
Tatsächlich, ihr seid alle phantastisch.
Ich spüre in diesem Raum so viel Zuneigung und Wärme,
aber ich bin nicht hier, um darüber zu reden.
Ich produziere schon länger Filme als ich mich zurückerinnern möchte.
Und dieses Mal, bin ich überzeugt, habe ich den großen Wurf gelandet.
Dieses Drehbuch bietet alles:
Liebesgeschichte, Abenteuer, Humor.
Und ja, ein paar spritzige Dialoge.
Leo, uns geht es in erster Linie um die Investitionen, die Risiken.
Das steht schon alles in meinem Schreiben an Sie.
Sie, liebe Freunde, verstehen mehr von Geld als ich je verstehen werde.
Ich mache nur die kreativen Geschichten, Sie wissen, wovon ich spreche.
- Aber wenn Sie Fragen haben... - Oder Anmerkungen!
- Nur eine. - Was denn, Süße?
- Das läuft auf einen Steuerbetrug hinaus. - Wie bitte? Was meinten Sie?
Ich sagte, Sie planen da einen Steuerbetrug.
Ich kann nicht ganz folgen.
Sie brauchen insgesamt eine Million. 100.000 von jedem Anleger.
Damit gehen Sie zur Bank und schlagen noch mal eineinhalb Millionen raus.
Hey, sieht aus, als hätten Sie's.
Die Investoren können den Bankkredit abschreiben,
obwohl sie keine Schulden gegenüber der Bank haben.
Sie hat's tatsächlich begriffen. Ist das nicht 'ne tolle Idee?
Bewundernswert. Ist nur verboten. Fragen Sie doch beim Finanzamt nach.
Hören Sie, Gentlemen, wer kommt dahinter?
Ich. Und ich empfehle jedem meiner Klienten zu rennen, wenn er sie kommen sieht.
Barry, wer ist sie?
Ich muss mit dir über diesen Filmclown sprechen.
Und über die Tatsache, dass Stick direkt vor deiner Nase seinen Auftritt hatte.
- Ich weiß, ich weiß. - Ich dulde keinen weiteren Fehler mehr. Keine Ausreden.
Und vergiss diesen lächerlichen Filmquatsch.
Werde ich, er ist ein Arschloch. Ich dachte, es geht um Titten und Ärsche.
Sieh an, sieh an. Wenn man vom Teufel spricht...
Sie sagen, er schuldet Ihnen $5.000. Ist das richtig?
- Er schuldet mir $5.000. - Ich schulde dir gar nichts. - Du redest nur Scheiße!
Ganz ruhig.
- Sind Sie verkabelt? - Wollen Sie mich filzen? - Nein.
Ich werde Ihnen vertrauen,
aber ich möchte wissen, wem Sie alles von der Geschichte erzählt haben.
Wenn ich was gesagt hätte, hätten euch die Bullen längst geschnappt.
Und das wissen Sie.
Er schuldet mir $5.000 und die kriege ich.
- Rainy hat die Übergabe gemacht. - Und du hast ihn umgelegt.
Mehr muss ich dazu wohl nicht sagen.
- Ich bin noch nicht fertig. - Aber ich bin fertig mit dir, Fettsack!
Sieht so aus, als ob der keinen Spaß versteht.
Ich werde ihm kein Geld geben.
Dann sieht er eben kein Geld.
Nestor!
Was würdest du tun?
Weißt du was, Chucky?
Du gehst mir furchtbar auf die Nerven.
Wird Zeit, dass ich dich in die Wüste schicke.
Nestor!
Scheiße!
Sind Sie lebensmüde, Stick?
Das war ich mal.
Sie halten es nicht für leichtsinnig, in mein Haus zu kommen?
Ich hab keinen Ärger mit Ihnen.
Chucky, ja? Und die $5.000, die er Ihnen schuldet, wie Sie sagen.
Er schuldet sie mir.
- Was wollen Sie? - Ihre Erlaubnis.
- Wozu? - Mich um Chucky zu kümmern.
Woher wissen Sie, dass man da um Erlaubnis zu fragen hat.
Ich hab ein paar Jahre gesessen. Da hab ich das gelernt.
Ich hab gelernt, dass man um Erlaubnis fragen muss.
Es ist immer dasselbe, ob man drin ist oder draußen.
Kommen Sie mit.
Ich möchte Ihnen etwas zeigen.
Ich glaube, das dürfte Sie interessieren.
Ihm gehört eine Bodega. Ein unbedeutender Verteiler unserer Produkte.
Aber seine Umsätze sind gesunken.
Ist das 'ne Art Verkaufsschulung? Motivationstraining?
Ganz genau.
Beachten Sie, dass wir nicht mit Ketten oder Stricken arbeiten.
Seine Fessel ist weitaus stärker.
Unsere Religion, nur darum geht es.
Glauben Sie das wirklich?
Es geht nicht darum, ob ich es glaube oder nicht.
Er muss nur davon ausgehen, dass ich es tue.
Also, wollen Sie Chucky töten?
Ich will nur das, was er mir schuldet.
Wenn ich Ihnen das Geld geben würde, wären Sie dann zufrieden?
Sieht nicht so aus.
Der Punkt ist der, dass Chucky mir das Geld schuldet, nicht Sie.
Sie sind ein Dickschädel, Stick.
Es geht nicht um die $5.000, es geht um Rainy.
Und der ist es nicht wert.
Habe ich die Erlaubnis, oder nicht?
Warum nicht? Wenn Sie das hinkriegen. Aber keine Polizei.
Wenn sie Chucky einbuchten, braucht er seine Rache als Medizin.
Wenn ihm seine Pillen fehlen, erzählt er denen alles.
Das wäre weder gut für mich noch für Sie.
Das verstehe ich.
Da bin ich nicht sicher.
Ich hätte gar nicht mehr mit Ihnen gerechnet, Stickley.
Ich bin froh, dass Sie noch wach sind.
Ich muss mit Ihnen reden.
Warum reden wir nicht hier unten?
Okay.
Worüber wolltest du mit mir reden?
Ich hab's vergessen.
Guten Morgen.
Was ist?
Weißt du, das hätte ich nicht für möglich gehalten.
Darauf war ich nicht gefasst.
Nun mach deswegen nicht so viel Wind.
Vergiss nicht, ich hab im Knast sieben Jahre lang gespart.
- Ich muss los. - Wo willst du hin?
Ich arbeite hier.
Worüber wolltest du letzte Nacht mit mir reden?
Du hattest Recht.
Es geht nicht um Chucky. Oder ums Geld. Oder was da sonst noch so mitspielt.
Es geht um mich.
Und um das, was mit Rainy passiert ist.
Weiter.
Ich war 'ne ganze Weile im Knast.
Da lernst du, dass man mit gewissen Dingen aufhören muss.
Gefühle über deiner Familie.
Deine Freunde.
Deine Tochter.
Das macht dich schwach.
Du musst stark sein, sonst kommst du da nie raus.
Ich bin gegen meine Gefühle Sturm gelaufen, als säße ich immer noch im Knast.
- Aber das tust du nicht. - Nein, das ist mir schon klar.
Alte Gewohnheiten wird man nur schwer los.
Ja.
Weißt du noch, wie ich erzählt hab, dass ich immer in die falsche Richtung renne?
Jetzt nicht mehr.
Ich hab zu viel zu verlieren.
Stickley?
Mach keine Versprechungen, die du nicht halten kannst.
Nestor hat einen Job für dich.
Hast du nicht was vergessen?
Chucky baut eine Pleite nach der anderen.
Und Stick weiß zu viel. Habe ich mich klar ausgedrückt, Moke?
Ja.
Mach beide fertig.
- Wie gefällt dir der Laden? - Ätzend. - Ätzend?
Danke.
Dad, so viel Salz brauchst du nicht in einem Jahr.
- Hast du in letzter Zeit mal deinen Blutdruck messen lassen? - Nein.
Willst du nichts weiter als Apfelsaft?
Dad, bitte!
Lass mich zufrieden, ja? Ich war sieben Jahre weg.
Ich hab lange darauf gewartet, wieder so was in mich reinschaufeln zu können.
Das ist rohes Fleisch, voller Fett. Weißt du, wie viel Kalorien so was hat?
- Nein. - Schon mal was von Cholesterin gehört? - Klar.
Damit würzt man rohes Fleisch, damit es richtig schmeckt.
Was macht dein Job?
Gut, ich hab wohl den großen Treffer gelandet.
Und ich hab dabei eine sehr interessante Frau kennengelernt.
- Ist die niedlich? - Die ist Jenseits von niedlich.
Die hat anderes drauf, da muss sie nicht niedlich sein.
Ist sie hübscher als ich?
Vielleicht kommt sie so nah ran. Niemand ist hübscher als du,
aber sie ist dicht dran. Und sie ist gebildet.
Gebildet? Was will sie dann mit dir?
- Sie wird dir gefallen. - Wenn sie dir gefällt, wird sie mir auch gefallen.
Weißt du, Katie,
die Hälfte deines Lebens war ich weg.
Von dir getrennt zu sein, war schlimmer als alles andere im Knast.
Ich will nicht mehr weg von dir.
Das werde ich auch nicht zulassen.
Ich wollte dir noch was sagen, aber ich weiß nicht wie.
Kommt sowieso ein bisschen spät.
Ich liebe dich auch, Dad.
- Ich liebe dich auch. - Ich koste mal davon.
Gut.
Und ich nehm ein bisschen Nervennahrung.
"Ich sing den morgendlichen Elends-Blues für dich, Baby.
"Solange du nicht da bist, geht's mir schlecht!"
"Ich sing den morgendlichen Elends-Blues für dich, Baby."
Das heißt: Guten Tag, Louisa!
Guten Tag, Louisa!
Nein. Guten Tag, Cornell!
Guten Tag, Cornell!
Hey! Bravo!
Wo finde ich Stick?
Wer?
Keine Ahnung, wen du meinst.
Ich geb dir noch genau eine Chance, Nigger-Boy.
Wo finde ich Stick?
Okay, Mann, ich sag dir, wo er ist.
Aber lass die Kleine laufen okay?
Louisa, verschwinde!
Verschwinde! Verdammt noch mal, verschwinde!
Stick! Dieser Albino, der für Chucky arbeitet, hat Cornell erwischt.
Wie geht's dir, Bruder?
Hab mich schon mal besser gefühlt.
- Ich will, dass du mir einen Gefallen tust. - Was denn?
Finde Schneeweißchen und leg ihn um.
Ich will, dass du ihn umlegst, okay?
- Okay? - Versprochen.
- Ich borg mir mal den Rolls. - Wenn du den Kerl umlegst, kannst du ihn behalten.
- Ich komm drauf zurück! - Noch eine Sache!
Wenn die Bullen Ärger machen, sagst du, du machst 'nen Job für mich.
Wenn dir einer dumm kommt, erwähnst du einfach meinen Namen.
Verdammter Mist. Diese Schlampe, ich bring sie um.
Irgendwo müssen doch noch welche sein. Scheiße!
Chucky!
Hey, Moke. Wo hast du die gefunden, ich hab überall gesucht.
Wo lagen die? Komm, gib sie rüber.
- Hol sie dir doch! - Was soll das heißen, du Ratte?
Das ist mein Haus! Mir schreibt keiner vor, was ich zu tun habe.
Glaub nicht, dass du mir mit deiner Knarre Angst machst.
Ich schieb sie dir so weit in den Arsch, dass du 'ne Woche nicht atmen kannst.
Jetzt gib mir die Pillen, bevor ich dich von diesem Balkon schmeiße!
Hey, Moke, du lässt mir doch eine, oder?
Komm schon, Moke. Eine kannst du mir doch wenigstens geben.
Tut mir leid, wenn ich dich beschimpft hab.
Ich bin nur nervös. Gib mir eine, dann ist wieder alles gut.
Na mach schon, Moke.
Warum quälst du mich so?
Gib mir bloß eine, das ist alles.
Sieh an, sieh an! Da ist ja der Kerl, den ich die ganze Zeit suche.
Stehen bleiben, Kumpel.
Was spielen wir denn hier?
Wenn du dich weit genug abstößt, landest du vielleicht im Pool.
Aber ich sag dir was.
Ich geb dir noch 'ne Chance.
Wenn du es schaffst bis zu mir zu kommen, bevor ich den gezogen habe,
hast du gewonnen.
Worauf wartest du, Kumpel? Kannst dich wohl nur von hinten anschleichen.
Hilf mir schon, du verdammter Mistkerl.
Hilf mir, dann sage ich Nestor, dass du entkommen bist.
Sonst bist du ein toter Mann.
Was ist denn los, Hasenauge? Kannst du nicht mehr?
Bitte, hilf mir!
Warum stößt du dich nicht kräftig ab?
Vielleicht landest du im Pool.
Guten Abend.
Denkt nicht mal dran, Jungs.
Sie haben heute einen Job für mich erledigt.
Dafür sollte ich Ihnen danken.
Chucky und Moke waren längst überfällig.
Ich hab 'ne Freundin. Ihr Bruder ist FBI Agent.
Er hat ein ausgesprochenes Interesse daran, Leute wie Sie kennenzulernen.
Wissen Sie was, Nestor?
Ich werde euch bekannt machen.
Tja, ich hätte nie gedacht, dass Sie ein Informant sind, Stickley.
Und doch habe ich eine kleine Versicherung abgeschlossen.
Nur für den Fall.
Ihr Freund vom FBI wird ganz schön schockiert sein, wenn er erfährt,
dass Sie plötzlich Ihr Gedächtnis verloren haben.
Völlig.
Was wollen Sie jetzt tun, Stickley?
Runter mit dir, Katie!
Katie!
Katie, bist du okay?
Mir geht's gut, Dad.
Na schön. Nur zu. Ich bin nicht bewaffnet.
Kommen Sie, Stick, wir sollten darüber reden, wir sind doch vernünftige Leute.
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