Afrikaans
Akan
Albanian
Amharic
Arabic
Armenian
Azerbaijani
Basque
Belarusian
Bemba
Bengali
Bihari
Bosnian
Breton
Bulgarian
Cambodian
Catalan
Cebuano
Cherokee
Chichewa
Chinese (Simplified)
Chinese (Traditional)
Corsican
Croatian
Czech
Danish
Dutch
English
Esperanto
Estonian
Ewe
Faroese
Filipino
Finnish
French
Frisian
Ga
Galician
Georgian
German
Greek
Guarani
Gujarati
Haitian Creole
Hausa
Hawaiian
Hebrew
Hindi
Hmong
Hungarian
Icelandic
Igbo
Indonesian
Interlingua
Irish
Italian
Japanese
Javanese
Kannada
Kazakh
Kinyarwanda
Kirundi
Kongo
Korean
Krio (Sierra Leone)
Kurdish
Kurdish (Soranî)
Kyrgyz
Laothian
Latin
Latvian
Lingala
Lithuanian
Lozi
Luganda
Luo
Luxembourgish
Macedonian
Malagasy
Malay
Malayalam
Maltese
Maori
Marathi
Mauritian Creole
Moldavian
Mongolian
Myanmar (Burmese)
Montenegrin
Nepali
Nigerian Pidgin
Northern Sotho
Norwegian
Norwegian (Nynorsk)
Occitan
Oriya
Oromo
Pashto
Polish
Portuguese (Brazil)
Portuguese (Portugal)
Punjabi
Quechua
Romanian
Romansh
Runyakitara
Russian
Samoan
Scots Gaelic
Serbian
Serbo-Croatian
Sesotho
Setswana
Seychellois Creole
Shona
Sindhi
Sinhalese
Slovak
Slovenian
Somali
Spanish
Spanish (Latin American)
Sundanese
Swahili
Swedish
Tajik
Tamil
Tatar
Telugu
Thai
Tigrinya
Tonga
Tshiluba
Tumbuka
Turkish
Turkmen
Twi
Uighur
Ukrainian
Urdu
Uzbek
Vietnamese
Welsh
Wolof
Xhosa
Yiddish
Yoruba
Zulu
Hergestellt mit der Unterst�tzung der Agentur f�r Kultur und Kinematografie.
Michail Afanassjewitsch Bulgakow
Der Meister und Margarita
Voland Oleg Basilashwili
Pilatus Kirill Lawrow
Jeschua Sergej Besrukow
lwan Besdomny Vladislav Galkin
Berlioz Aleksandr Adabaschjan
Korowjew Aleksandr Abdulov
Asasello Aleksandr Filippenko
Behemoth Vano Miranjan - Semen Furman
Kaiphas - Mann im Jackett Valentin Gaft
Lichodejew Aleksandr Pankratow-Tchjorny
Rimski llja Olejnikow
Bossoi - Walery Solotuchin Poplawski - Roman Karzew
Latunski - Stanislaw Landgraf Afranius - Ljubomiras Lauzjavitschius
Doctor - Sergej Mutchjenikow Untersuchungsrichter - Aleksandr Tschaban
Sound - Michail Viktorov Supervisor Effekte - Oleg Kondratjew
Make-up Irina Wasiljewa - Vadim Chalajmow
Kost�me Nadeschda Wasiljewa
Schnitt Leda Semenowa
Regie-assistent Wladimir Swetozarow - Marina Nikolajewna
Musik lgor Korneljuk
Kamera Waleri Mjulgaut
Co-Produzent - Ruben Dischdischjan Produzent - Wladimir Bortko
Produzenten Anton Zlatopolski - Waleri Todorowski
Drehbuch - Regie Wladimir Bortko
Episode 1
Untertitel Steffen Schmidt - Jan Vanhellemont
Tja... was in den Evangelien geschrieben steht, ist nie wirklich passiert.
Wir haben ein gro�es antireligi�ses Poem bestellt...
Du hast das in kurzer Zeit geschrieben, doch ich bin in keiner Weise zufrieden.
Ja, Du hast die Hauptperson, Jesus also, in sehr schwarzen Farben gemalt,
doch nichtsdestoweniger muss das Poem v�llig neu geschrieben werden.
Ich m�chte Dir beweisen, dass Jesus einfach nie existiert hat.
- Narsan bitte - Ham wir nicht
Haben Sie Bier?
Bier kommt erst sp�ter, am Abend.
- Was haben Sie denn da? - Aprikosenlimonade, aber die ist warm.
Na dann, geben Sie die her, geben Sie her.
Teufel auch!
Wei�t du, lwan, ich h�tte doch eben beinah den Hitzschlag gekriegt!
Sogar eine Art Halluzination hab ich gehabt.
Vielleicht sollte ich alles zum Teufel schicken und nach Kislowodsk abhauen.
Also weiter...
Denk nur an die gro�en Historiker wie den ber�hmten Philo von Alexandrien,
und den gl�nzend gebildeten Josephus Flavius,
beide haben die Existenz Jesu mit keinem Wort erw�hnt.
Und die Stelle im f�nfzehnten Buch, 44. Kapitel der,, Annalen" von Tacitus,
war nichts andres als eine viel sp�ter eingeschobene F�lschung.
Es gibt keine einzige �stliche Religion,
in der nicht eine unbefleckte Jungfrau einen Gott zur Welt gebracht h�tte.
Die Christen haben sich gar nichts Neues ausgedacht...
mit ihrem Jesus, der in Wirklichkeit nie gelebt hat.
Setzen wir uns.
Ich m�chte erw�hnen den �gyptischen Gott Osiris,
Sohn Himmels und der Erden.
Den ph�nizischen Gott Tammus, den Gott Marduk,
und den weniger bekannten drohenden Gott Huitzilopochtli,
einst sehr verehrt von den alten Azteken...
...in Mexiko.
Ein Deutscher.
Ein Engl�nder.
Du lieber Gott, dass er nicht schwitzt mit den Handschuhen.
Du hast die Geburt von Jesus sehr sch�n und satirisch dargestellt,
aber vor Jesus wurden schon eine ganze Reihe von Gottess�hnen geboren,
etwa der phrygische Attis.
Doch nicht einer von ihnen hat gelebt, auch Jesus nicht.
Du h�ttest statt seiner Geburt oder statt der Anbetung der K�nige,
die dummen Ger�chte �ber diese Anbetung darstellen sollen.
In deinem Poem kommt ja heraus...
...dass er tats�chlich geboren wurde.
Entschuldigen Sie bitte, wenn ich, ohne Sie zu kennen...
Der Gegenstand Ihres wissenschaftlichen Gespr�chs ist so interessant, dass...
Darf ich mich setzen?
Bitte...
Wenn ich mich nicht verh�rt habe, geruhten Sie zu sagen...
dass Jesus �berhaupt nicht auf der Welt war?
Genau das habe ich gesagt.
Und Sie, waren Sie derselben Meinung wie Ihr Gespr�chspartner?
Voll und v�llig!
Frappierend!
Entschuldigen Sie meine Aufdringlichkeit,
aber habe ich Sie richtig verstanden, dass Sie auch nicht an Gott glauben?
Ich schw�re Ihnen, dass ich's niemandem sagen werde!
Ganz recht, wir glauben nicht an Gott,
aber dar�ber kann man ganz frei sprechen.
Gestatten Sie mir, Ihnen von ganzem Herzen zu danken.
Wof�r danken Sie ihm denn?
F�r die sehr wichtige Information, die f�r mich als Fremdem ungemein interessant ist.
Aber gestatten Sie mir eine Frage...
Wie steht es denn nun mit den Beweisen f�r die Existenz Gottes?
Von denen es bekanntlich f�nf gibt.
Diese Beweise sind allesamt nichts wert.
Sie werden doch zugeben, dass es im Bereich der Vernunft...
einen Beweis f�r die Existenz Gottes gar nicht geben kann.
Bravo! Bravo!
Sie wiederholen da genau den Gedanken des alten lmmanuel zu diesem Problem.
Eines jedoch ist kurios...
Er hat alle f�nf Gottesbeweise restlos zerschlagen.
Hat aber dann, als ob er sich selbst verspotten wollte,
einen eigenen, sechsten Gottesbeweis aufgestellt.
Kants Gottesbeweis ist ebenfalls nicht zwingend...
F�r solche Beweise m�sste man den Kant drei Jahre nach Solowki verbannen!
Aber lwan!
Genau!
Genau!
Da geh�rt er hin!
Ich hab ihm damals beim Fr�hst�ck gesagt:
"Sie haben sich da was Ungereimtes ausgedacht, Professor...
Es mag ja gescheit sein, ist aber v�llig unverst�ndlich.
Man wird sich �ber Sie lustig machen".
Beim Fr�hst�ck... Kant?
Aber...
ihn nach Solowki zu verbannen ist ganz unm�glich,
weil er schon etwas �ber hundert Jahre in einer Gegend weilt...
die bedeutend weiter entfernt ist als Solowki,
und aus der man ihn, ich versichere es Ihnen, unm�glich zur�ckholen kann.
Schade!
Finde ich auch.
Aber jetzt besch�ftigt mich eine Frage:
Wenn es keinen Gott gibt, wer lenkt dann eigentlich das menschliche Leben?
Der Mensch selber!
Entschuldigung...
um das alles zu lenken, bedarf es schlie�lich eines genauen Planes...
f�r einen halbwegs angemessenen Zeitraum.
Gestatten Sie zu fragen, wie soll ein Mensch das alles lenken...
wenn er nicht einmal sicher sein kann, was ihm selber der morgige Tag bringt?
Stellen Sie sich zum Beispiel vor...
Sie fangen nun an, sich und andere zu lenken und Anordnungen zu treffen,
Sie kommen sozusagen auf den Geschmack,
Und pl�tzlich kriegen Sie... kch... kch... ein Lungensarkom.
Ja, ein Lungensarkom.
Und schon ist es aus mit Ihrer Lenkerei!
Kein fremdes Schicksal interessiert Sie mehr, nur noch Ihr eigenes.
Ihre Angeh�rigen fangen an, Sie zu bel�gen,
Sie laufen zu gelehrten �rzten, dann zu Kurpfuschern und zu Wahrsagerinnen.
V�llig sinnlos, das wissen Sie selber.
Das Ganze endet tragisch:
Der Mann, der noch vor kurzem etwas zu lenken w�hnte,
liegt pl�tzlich starr und steif in einer Holzkiste, und seine Umgebung...
wohl wissend, dass nichts Vern�nftiges von ihm zu erwarten ist, verbrennt ihn im Ofen.
Manchmal kommt es noch schlimmer:
Jemand hat sich gerade erst vorgenommen, nach Kislowodsk zu fahren...
Eine l�cherliche Sache, sollte man denken
aber auch das bringt er nicht zuwege,
denn pl�tzlich rutscht er aus,
und ger�t unter die Stra�enbahn!
Sie werden doch nicht behaupten, er selbst habe das so gef�gt?
Ist es nicht richtiger, anzunehmen, dass ein anderer ihn so gelenkt hat?
Ich sehe, Sie m�chten rauchen?
Welche Sorte bevorzugen Sie?
- Wieso, haben Sie mehrere bei sich? - Welche bevorzugen Sie?
Nun denn - "Nascha Marka".
Nascha Marka.
Der Teufel hol's...
Ja, der Mensch ist sterblich, das bestreitet niemand.
Aber die Sache ist die, da�...
Ja, der Mensch ist sterblich, aber das w�re nicht so schlimm.
Schlimm ist, da� er bisweilen sehr pl�tzlich stirbt,
da liegt der Hase im Pfeffer!
Nie kann er sagen, was er noch am selben Abend tun wird.
Das ist ja nun �bertrieben. Den heutigen Abend kann ich genau voraussehen.
Nat�rlich, wenn mir in der Kleinen Bronnaja ein Ziegelstein auf den Kopf f�llt...
Von nichts und wieder nichts f�llt keinem ein Ziegelstein auf den Kopf!
Insbesondere Ihnen nicht,
das kann ich Ihnen versichern.
Sie werden eines anderen Todes sterben.
- K�nnen Sie auch sagen, welchen? - Gern.
Eins, zwei...
Merkur im zweiten Haus... Der Mond ist untergegangen...
Abend, sechs... sieben, Ungl�ck...
Ihnen wird der Kopf vom Rumpf getrennt!
Wer wird denn das tun? Feinde? Interventen?
Nein.
Eine russische Frau, eine Komsomolzin.
Das ist aber...
- ziemlich unwahrscheinlich... - Entschuldigung, aber es ist so...
Ja, ich m�chte Sie geradeheraus fragen, was Sie heute abend vorhaben?
Wenn's kein Geheimnis ist?
Es ist kein Geheimnis.
Ich gehe jetzt nach Hause in die Sadowaja,
und um zehn Uhr abends findet in der Massolit, dem Schriftstellerverband,
eine Sitzung statt, der ich pr�sidieren werde.
Die Sitzung beginnt um 10.00 Uhr, und ich werde es pr�sidieren.
Nein.
- Nein, das kann nicht sein. - Warum nicht?
Weil Annuschka Sonnenblumen�l gekauft hat,
und nicht nur gekauft,
sondern auch schon versch�ttet.
Darum wird die Sitzung nicht stattfinden.
Was hat denn Sonnenblumen�l damit zu schaffen, und wer ist diese Annuschka?
Folgendes hat das Sonnenblumen�l damit zu schaffen!
Waren Sie, B�rger, schon einmal in einer Klinik f�r Geisteskranke?
War ich, war ich, mehr als einmal.
Wo war ich nicht schon �berall?
Nur schade...
da� ich nie Zeit fand, den Professor zu fragen, was Schizophrenie ist.
Das m�ssen Sie ihn schon selber fragen,
lwan Nikolajewitsch.
Woher wissen Sie denn, wie ich hei�e?
Ich bitte Sie, lwan Nikolajewitsch, wer kennt Sie nicht...
den Lyriker lwan Besdomny?
Verzeihung.
K�nnten Sie einen Moment warten?
Ich m�chte meinem Kollegen nur ein paar Worte sagen.
Oh, mit Vergn�gen. Es ist so sch�n hier unter den Linden...
und ich habe Zeit.
H�r mal, Mischa,
das ist kein Tourist, sondern ein Spion.
Ein russischer Emigrant.
Frag ihn doch gleich mal nach seinen Papieren, sonst entkommt er noch.
- Meinst du? - Glaub mir...
Er spielt nur den Dummen, um aus uns was rauszulocken.
Du h�rst ja, wie gut er Russisch spricht.
Komm, wir m�ssen ihn festhalten, sonst haut er ab.
Verzeihen Sie, da� ich im Eifer unseres Disputs,
vergessen habe, mich Ihnen vorzustellen.
Hier meine Karte,
mein Pa� und die Einladung, nach Moskau zu kommen,
zu einer Konsultation.
Sie sind als Konsultant zu uns eingeladen worden, Professor?
Ja, als Konsultant.
Sie sind Deutscher?
Ich? Ja, ich bin wohl Deutscher.
Was sind Sie von Beruf?
Ich bin Spezialist f�r Schwarze Magie.
Da haben wir's...
- Sie sind hier in dieser Eigenschaft? - Ja, in dieser Eigenschaft.
In der hiesigen Staatsbibliothek sind Originalhandschriften entdeckt worden...
des Schwarzk�nstlers Gerbert d'Aurillac aus dem zehnten Jahrhundert,
Die soll ich entziffern.
Ich bin der einzige Spezialist auf der Welt.
- Sie sind Historiker? - Ich treibe Geschichte.
Heute abend wird an den Patriarchenteichen eine interessante Geschichte passieren.
Ich sage Ihnen, Christ hat existiert.
Sehen Sie, Professor, wir stehen auf einem anderen Standpunkt.
Es bedarf keines Standpunkts. Er hat schlicht existiert...
und basta.
Aber das mu� doch irgendwie bewiesen werden...
Es bedarf keines Beweises. Das ist alles ganz einfach:
Angetan von einem blutrot gef�tterten wei�en Umhang...
mit schlurfendem Kavalleristengang...
erschien eines fr�hen Morgens, am Vierzehnten des Fr�hlingsmonats Nissan...
im �berdachten S�ulengang...
zwischen den beiden Fl�geln des Palastes Herodes' des Gro�en,
der Prokurator von Jud�a, Pontius Pilatus.
Der Untersuchungsgefangene aus Galil�a?
Ja.
- Hat der Tetrarch die Akte erhielt? - Ja, Prokurator.
Und?
Er hat sich geweigert, sich zu dem Fall zu �u�ern,
und hat das Todesurteil hergeschickt, damit Sie es best�tigen.
Man f�hre mir den Beschuldigten vor.
Du also hast das Volk aufgewiegelt, den Tempel von Jerschalaim zu zerst�ren?
Guter Mensch! Glaub mir...
Du redest mich mit 'Guter Mensch' an?
Zenturio Rattenschl�chter zu mir.
Dieser Verbrecher nennt mich 'Guter Mensch'.
F�hren Sie ihn besite und erkl�ren Sie ihm, wie man mit mir zu reden hat.
Aber schlagen Sie ihn nicht zum Kr�ppel!
Der r�mische Prokurator ist mit Hegemon anzureden.
Keine anderen W�rter sagen. Stillstehen.
Hast Du mich verstanden? Oder soll ich dich schlagen?
Ich habe dich verstanden. Schlag mich nicht...
Name?
Mein Name?
Meiner ist mir bekannt.
Jeschua.
Hast du einen Beinamen?
Ha-Nozri.
Woher bist du geb�rtig?
Aus der Stadt Gamala.
Von wem stammst du ab?
Das wei� ich nicht genau, Ich kann mich meiner Eltern nicht erinnern.
Man hat mir gesagt, mein Vater sei ein Syrer gewesen.
Wo bist du zu Hause?
Ich habe kein Zuhause, ich ziehe von Stadt zu Stadt.
Mit einem Wort:
Du bist ein Landstreicher.
Hast du Verwandte?
Nein. Ich bin allein auf der Welt.
Beherrschst du noch eine Sprache au�er der aram�ischen?
Ja. Die griechische.
Also du hattest die Absicht...
den Tempel zu zerst�ren?
Nie im Leben, gu...
Nie im Leben, Hegemon, habe ich die Absicht gehabt, den Tempel zu zerst�ren,
und ich habe auch niemanden zu solch sinnlosem Tun angestiftet.
Mannigfaltige Menschen str�men in diese Stadt...
zum Pessachfest.
Magier, Astrologen, M�rder und L�gner. Du zum Beispiel bist ein L�gner.
Da steht es deutlich geschrieben:
"Er hat das Volk aufgewiegelt, den Tempel zu zerst�ren..."
So bezeugen es die Menschen.
Diese guten Menschen, Hegemon, haben nichts begriffen,
und verwirren alles, was ich gesagt habe.
Ich fange an zu bef�rchten, dass diese Verwirrung noch sehr lange w�hren wird.
Alles r�hrt daher, dass er falsch aufschreibt, was ich sage.
Ich wiederhole h�r auf, dich dummzustellen, Verbrecher.
Es steht nicht viel �ber dich geschrieben, aber das reicht hin, dich zu h�ngen.
Nein, nein, Hegemon!
Da l�uft einer mit dem Ziegenpergament hinter mir her und schreibt.
Ich habe einmal hineingeschaut und war entsetzt.
Nichts von alldem, was dort geschrieben steht, habe ich gesagt.
Angefleht habe ich ihn: Verbrenne dein Pergament...
Er aber hat es mir aus der Hand gerissen und ist davongelaufen.
Wer ist der Mann?
Levi Matth�us. Er war Zolleinnehmer.
Zuerst behandelte er mich feindselig und beleidigte mich gar.
Das hei�t, er w�hnte mich zu beleidigen, indem er mich Hund nannte.
Ich finde nichts H�ssliches an diesem Tier, um dar�ber beleidigt zu sein.
Allein, nachdem er mich angeh�rt hatte, wurde er freundlicher.
Er warf das Geld auf die Stra�e und sagte, er wolle mit mir ziehen.
Haben Sie geh�rt? Ein Z�llner? Wirft Geld auf die Stra�e?
Ja.
Er sagte, das Geld sei ihm fortan verhasst. Seither ist er mein Begleiter.
Levi Matth�us?
Ja, Levi Matth�us.
Aber etwas vom Tempel musst du doch...
der Menge auf dem Basar gesagt haben?
Ich, Hegemon, habe gesagt, der Tempel des alten Glaubens werde einst�rzen...
und ein neuer Tempel der Wahrheit werde emporwachsen.
Ich habe mich so ausgedr�ckt, damit es verst�ndlicher sei.
Warum hast du...
auf dem Basar das Volk verwirrt, Landstreicher,
indem du ihm von der Wahrheit sprachst, von der du gar keine Vorstellung hast?
Was ist Wahrheit?
Die Wahrheit ist vor allem...
dass dich der Kopf schmerzt...
und er schmerzt so heftig, dass du kleinm�tig an den Tod denkst.
Du hast nicht nur kaum noch die Kraft, mit mir zu sprechen...
sondern es f�llt dir sogar schwer, mich anzusehen.
Ich bin jetzt, ohne es zu wollen, dein Peiniger...
und das betr�bt mich.
Du kannst keinen Gedanken fassen und tr�umst nur davon, dass dein Hund kommt.
Offenbar das einzige Wesen, an dem du h�ngst.
Aber deine Qualen werden gleich beendet sein.
Dein Kopfweh wird vergehen.
Siehst du, es ist schon vorbei,
das freut mich sehr.
Verlassen Sie den Palast f�r kurze Zeit, und gehen Sie in der N�he spazieren,
wenigstens in den G�rten auf dem Olberg.
Das Gewitter kommt sp�ter... erst gegen Abend.
Ein Spaziergang t�te dir gut, und ich w�rde dich mit Vergn�gen begleiten.
Mir sind neue Gedanken gekommen, die dich interessieren k�nnten,
und ich w�rde sie dir gerne mitteilen,
zumal du den Eindruck eines...
sehr gescheiten Menschen machst.
Das Schlimme ist nur dass du zu verschlossen bist...
und den Glauben an die Menschen verloren hast.
Du musst zugeben, dass es nicht angeht, alle Zuneigung einem Hund zu schenken.
D�rftig ist dein Leben, Hegemon.
Man nehme ihm die Fesseln ab.
Woher wei�t du, dass ich meinen Hund rufen wollte?
Das ist ganz einfach.
Du f�hrtest die Hand durch die Luft,
als wollest du ihn streicheln, und deine Lippen...
Gesteh...
du bist ein gro�er Arzt.
Nein, Procurator, ich bin kein Arzt.
Nun gut.
Wenn du das geheimhalten willst, so tu das.
Es hat mit deinem Fall nichts zu tun.
Du behauptest also, du h�ttest niemanden angestiftet, den Tempel zu zerbrechen...
niederzubrennen oder auf noch andere Art zu zerst�ren?
Ich, Hegemon...
habe niemanden zu solchem Tun aufgewiegelt, ich wiederhole es.
Sehe ich wohl wie ein Schwachsinniger aus?
O nein, wie ein Schwachsinniger siehst du nicht aus.
So schw�re, dass es nicht stimmt.
Wobei soll ich schw�ren?
Meinetwegen bei deinem Leben.
Bei ihm zu schw�ren ist h�chste Zeit,
denn wisse, es h�ngt an einem Haar.
Du vermeinst doch nicht, dass du es dort aufgeh�ngt h�ttest, Hegemon?
Falls doch, so irrst du sehr.
Ich kann jedenfalls dieses Haar zerschneiden.
Auch darin irrst du.
Du wirst zugeben, dass es doch nur der zerschneiden kann, der es aufgeh�ngt hat.
Ich bezweifle nicht mehr, dass die m��igen dir in Jerschalaim nachgelaufen sind.
Ich wei� nicht, wer deine Zunge aufgeh�ngt hat, doch ist sie trefflich aufgeh�ngt.
Ist es richtig, dass du durch das Susator in Jerschalaim eingezogen bist...
auf einem Esel reitend, begleitet vom P�bel...
der dich schreiend begr��te gleichwie einen Propheten?
Ich habe ja gar keinen Esel, Hegemon.
Wohl bin ich durchs Susator in Jerschalaim eingezogen, jedoch zu Fu�,
und in meiner Begleitung war nur Levi Matth�us,
und niemand hat mich begr��t, denn mich hat ja in Jerschalaim kein Mensch gekannt.
Sind dir folgende Namen bekannt:
Dismas, Gestas und War-Rawwan?
Nein.
Diese guten Menschen kenne ich nicht.
Sage mir doch, warum du immer wieder von guten Menschen sprichst?
Nennst du jeden so?
Jeden.
B�se Menschen gibt es nicht auf der Welt.
Und das predigst du?
Ja.
Nehmen wir zum Beispiel den Zenturio Marcus,
genannt Rattenschl�chter...
ist auch er ein guter Mensch?
Ja.
Freilich...
...ist er ungl�cklich.
Seit gute Menschen ihn verunstaltet haben, ist er grausam und hartherzig geworden.
Es w�re aufschlussreich, zu erfahren, wer ihn so entstellt hat.
Gute Menschen...
hatten sich auf ihn gest�rzt wie die Hunde auf den B�ren.
Germanen waren es, sie klammerten sich an seinen Hals, seine Arme, seine Beine.
Sein Fu�truppenmanipel war in einen Hinterhalt geraten,
und w�re nicht von der Flanke her die Reiterturma dazugesto�en,
die �brigens ich befehligte,
so h�ttest du, Philosoph, nicht mit ihm sprechen k�nnen.
Wenn ich mehr mit ihm sprechen k�nnte, so w�rde er sich total �ndern.
Dazu wird es nicht kommen...
gl�cklicherweise...
und der erste, der daf�r sorgen wird, bin ich.
Schreiben Sie!
Der Hegemon habe den Fall des Philosophen Jeschua gepr�ft,
genannt Ha-Nozri,
und keinen verbrecherischen Tatbestand gefunden.
Infolgedessen...
k�nne der Prokurator die verh�ngte Todesstrafe nicht best�tigen.
Da jedoch...
die utopischen Reden des Ha-Nozri in Jerschalaim zu Aufruhr f�hren k�nnten...
entferne ihn der Prokurator aus Jerschalaim...
und verurteile ihn zur Haft im C�sarea Stratons...
am Mittelmeer,
das hei�t in seiner Residenz.
Liegt noch was gegen ihn vor?
Leider ja.
Das Gesetz �ber Majest�tsbeleidigung.
In solchen F�llen wird die Todesstrafe ausgef�hrt...
am selben Tag, einschlie�lich der Feiertage...
Es umfasst die Kinder, und Kindeskinder zu...
und die Familie ist verboten zu trauern!
H�re, Ha-Nozri,
Hast du schon einmal...
etwas �ber den gro�en Kaiser gesagt?
Leicht und angenehm ist es, die Wahrheit zu sagen.
Ich will nicht wissen ob es dir angenehm ist oder nicht, die Wahrheit zu sagen.
Du mu�t sie ohnehin sagen.
Wenn du sie aber sagst, so w�ge jedes Wort...
es sei denn, du sehnst dich nach einem unvermeidlichen und qualvollen Tod.
Also, antworte,
kennst du einen gewissen Judas aus Kirjath?
und was hast du im gesagt...
wenn �berhaupt,
�ber den Kaiser?
Das war so:
Vorgestern abend...
lernte ich beim Tempel einen jungen Menschen kennen, der sich Judas nannte,
aus der Stadt Kirjath.
Er lud mich in sein Haus in der Unterstadt ein...
und bewirtete mich.
Ein guter Mensch?
Ein sehr guter und wi�begieriger Mensch.
Er bekundete gr��tes Interesse f�r meine Gedanken,
und nahm mich sehr herzlich auf.
Er z�ndete die �ll�mpchen an?
Ja.
Er bat mich, ihm meine Ansicht �ber die Staatsmacht mitzuteilen.
Dieser Frage ma� er gro�e Wichtigkeit bei.
Und was hast du ihm gesagt?
Oder wirst du mir antworten, du habest es vergessen?
Ich habe ihm unter anderem gesagt...
da� von jeder Staatsmacht den Menschen Gewalt geschehe,
und da� eine Zeit kommen werde, in der kein Kaiser Macht hat...
noch sonst jemand.
Der Mensch wird eingehen in das Reich der Wahrheit und Gerechtigkeit...
wo es keiner Macht mehr bedarf.
Weiter!
Weiter war nichts.
In diesem Moment st�rmten Leute herein, banden mich und f�hrten mich ins Zelle.
Auf der Welt gab es noch nie und wird es nie geben...
eine gr��ere und bessere Macht, als die Macht des Kaisers Tiberius!
Nicht an dir, du hirnloser Verbrecher, ist es, �ber sie zu rechten!
Weg mit der Eskorte aus dem S�ulengang!
La�t mich mit dem Verbrecher allein.
Hier geht es um eine Staatssache.
Ich sehe, es ist Leid daraus entstanden, da� ich gesprochen habe...
mit diesem J�ngling aus Kirjath.
Mir schwant, Hegemon, da� ihm ein Ungl�ck widerfahren wird...
und er dauert mich sehr.
Ich glaube es gibt jemanden auf der Welt...
der dich mehr dauern m��te als Judas aus Kirjath.
Du meinst also, Marcus Rattenschl�chter,
der kalte und �berzeugte Henker,
sodann die Menschen, die dich, deiner Predigten wegen mi�handelt haben,
desgleichen die Verbrecher Dismas und Gestas,
die mit ihren Spie�gesellen vier Soldaten get�tet haben,
und endlich dieser schmutzige Verr�ter Judas,
sie alle seien gute Menschen?
Ja.
Und das Reich der Wahrheit wird kommen?
Es wird kommen, Hegemon.
Niemals!
Du Verbrecher!
Du Verbrecher!
Du Verbrecher!
Jeschua Ha-Nozri...
glaubst du an irgendwelche G�tter?
Es gibt nur einen Gott, an ihn glaube ich.
So bete zu ihm!
Bete flei�ig!
�brigens... es wird nicht helfen.
Verha�t ist mir die Stadt...
Das w�re wahrlich besser w�rst du erstochen worden...
vor deiner Begegnung mit Judas aus Kirjath.
Lasse mich frei, Hegemon...
ich sehe, da� man mich t�ten will.
Vermeinst du, Unseliger,
ein Prokurator werde jemanden freilassen, der gesagt hat, was du gesagt hast?
Oder glaubst du, ich m�chte deine Stelle einnehmen?
Ich teile...
deine Gedanken nicht!
H�re:
Wenn du von diesem Moment,
an noch ein einziges Wort zu andern sagst...
so nimm dich vor mir in acht!
Ich wiederhole - nimm dich vor mir in acht!
Hegemon...
Schweig!
Zu mir!
Ich best�tige das Todesurteil...
�ber Jeschua Ha-Nozri.
Den Leiter des Geheimdienstes zu mir,
den Pr�sidenten des Synedrions...
und den Kommandanten der Tempelwache von Jerschalaim.
Ja, es war gegen zehn Uhr morgens...
hochverehrter lwan Nikolajewitsch.
Ihre Erz�hlung ist interessant, obwohl sie nicht mit dem Evangelium �bereinstimmt.
Ich bitte Sie!
Sie m��ten doch am besten wissen, da� nichts was im Evangelium steht...
tats�chlich passiert ist.
Wenn wir anfangen wollen, das Evangelium als historische Quelle zu betrachten...
Stimmt, aber ich f�rchte niemand ist imstande zu best�tigen,
da� das, was Sie uns erz�hlt haben, sich tats�chlich zugetragen hat.
O doch!
Das kann einer best�tigen!
Die Sache ist die...
da� ich bei alldem pers�nlich dabei war.
Aber heimlich, sozusagen inkognito.
Darum bitte ich Sie, nichts davon verlauten zu lassen,
und es streng geheimzuhalten, pssst...
Wie lange sind Sie schon in Moskau?
Ich bin erst diese Minute in Moskau eingetroffen.
Ja, ja, ja...
Alles durchaus m�glich...
das mit Pontius Pilatus und dem Balkon und alles.
Sind Sie allein gekommen oder mit Ihrer Gattin?
Allein.
Allein.
Ich bin immer allein.
Wo haben Sie denn Ihre Sachen, Professor?
Lm Metropol?
Wo sind Sie abgestiegen?
Ich?
Nirgends.
Wie? Aber wo wollen Sie wohnen?
In Ihrer Wohnung.
Ich... sehr erfreut... aber wissen Sie...
bei mir w�rden Sie es unbequem haben...
Und mein Nachbar, Genossen Lichodejew...
Im Metropol sind herrliche Zimmer.
Und der Teufel, den gibt's wohl auch nicht?
Der Teufel...
Widersprich ihm nicht...
Wie soll es einen Teufel geben!
Das ist ja hochinteressant! Alles, was man antippt, gibt es gar nicht.
So, Sie meinen also, es gibt ihn nicht?
Ruhig, ganz ruhig, Professor...
Bleiben Sie noch ein Momentchen mit dem Genossen Besdomny hier sitzen...
ich lauf blo� mal eben zur Ecke telefonieren...
dann bringen wir Sie, wohin Sie wollen.
Sie kennen ja die Stadt nicht.
Warum nicht, tun Sie das...
Aber ich beschw�re Sie, glauben Sie wenigstens, da� der Teufel existiert.
Mehr verlange ich gar nicht.
Gut, gut.
Gut, gut.
Michail Alexandrowitsch!
Soll ich Ihrem Onkel in Kiew gleich ein Telegramm schicken lassen?
Sie suchen den Drehkreuz am Ausgang, B�rger? Hier lang bitte! Geradeaus.
Wollen Sie nicht f�r den guten Rat einen Viertelliter spendieren?
Can't find what you're looking for?
Get subtitles in any language from opensubtitles.com, and translate them here.