All language subtitles for Dampfnudelblues

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Original subtitles

Vielleicht sind ja gar nicht Sie gemeint.

Nicht ich? Das ist mein Haus, meine Hauswand.

Wen sollen die denn sonst gemeint haben?

Haben Sie schon einen Verdacht, wer das war?

Vielleicht einer Ihrer Schüler?

Weil ... sagen wir's mal so, Rektor ist nicht der beliebteste Job.

Gerade bei Schülern.

Ja. Aber als Polizist wird man auch nicht nur Freunde haben.

Ja. Aber an meiner Hauswand steht nicht "Stirb du Sau".

Ich mach mal ein Beweisfoto.

Jetzt bitte noch mal freundlich, wenn es keine Umstände macht.

Was werden Sie jetzt unternehmen? Nix.

Wie, nix?

Meinen Sie, dass wir wegen Ihnen eine Großfahndung ausrufen?

An alle Einheiten:

Wandschmiererei beim Rektor Höpfl. SEK, Hubschrauber, Hundestaffel.

Im Ernst, die Polizei hat Besseres zu tun. Pfüa Gott.

Heut ist Donnerstag. Oma, ich hab dir tausendmal gesagt:

Du darfst nicht einfach in mein Dienstauto steigen.

Ich bin deine Oma. Ich darf das.

Heut ist der erste Donnerstag im Monat.

Das ist der Rabatt-Tag beim Baumayer.

30% auf alle Elektroartikel.

Wir haben doch alles. Packen wir's endlich!

Sonst ist alles weggekauft.

Von denen, die nicht so blöd sind wie du.

Ich hab noch zwei Stunden Dienst! Parksünder aufschreiben.

Was ist denn da los, Papa? Ist das AKW Ohu geplatzt?

Nein. Der Leopold kommt. Mit der Kleinen.

Und? - Der Leopold kommt morgen.

Mit der Panida. Ich freu mich schon so auf das Kind.

Bloß weil uns der Herr Bruder mit seiner Bagage die Ehre gibt,

wird der ganze Hof dekontaminiert?

Überleg mal, man weiß gar nicht,

wie empfindlich ein Mischlingskind ist.

Sonst kommt das Immunsystem durcheinander.

Es weiß nicht, worauf es reagieren soll.

Europäische oder asiatische Keime. Und deswegen gibt's kein Frühstück?

Nein, heut nicht. Aber hier.

Kauf dir Leberkäs-Semmeln beim Simmerl, gell?

Servus, Franz.

Den Höpfl? Freilich kenn ich den.

Ich hab sozusagen eine Standleitung in sein Büro.

So speziell seid ihr? Warum?

Max, der Franz würd gern was über unser Verhältnis

zu deinem verehrten Rektor wissen.

Er ist ein Arschloch.

Mein Sohn. Dieser Höpfl ist ein Pedant vom Allerfeinsten.

Beschwert sich über alles

und bestellt einen wegen jedem Mist in seine Sprechstunde.

Pfüat di. Pfüat di.

Ich ... schreib's auf ... wie immer.

Grüß Gott, Herr Bürgermeister.

Schon recht, Herr Eberhofer. Zu spät!

(Frau) Ja! Juhu! Wir haben es!

Susi! - Wir haben es?

Au!

Du fährst auch mit? Gell, das stinkt dir jetzt?

Was bitte genau? - Dass sie nicht mit dir in Urlaub fährt.

Soll sie ruhig. Italien. Wunderbar. Schick mir eine Karte.

Freilich. Vielleicht bring ich dir was Schönes mit.

Ciao!

* Telefon *

Eberhofer.

"Polizeiinspektion Landshut, Abteilung Niederkaltenkirchen"

wäre die korrekte Meldung. Haben Sie viel um die Ohren?

Was soll ich sagen? Hier brennt der Baum.

Den Rektor Höpfl von der Luisen-Realschule kennen Sie?

Da ruft grad das Sekretariat an. Er ist gestern und heut

nicht zum Unterricht erschienen. Unentschuldigt und nicht erreichbar.

* Keuchen *

Hände hoch!

Rauskommen!

Großer Gott, Sie haben uns zu Tode erschreckt.

Lungern Sie da öfter hinter der Hecke rum?

Davon kann keine Rede sein. Wir waren im Garten.

Da schaut man, wenn jemand kommt.

Was ist mit Ihrem Mann? Asthma.

Hat der kein Spray? Dürfen wir die Hände runternehmen?

Ach ja.

* Er benutzt das Spray. *

Der Herr Höpfl, haben Sie da auch ab und zu geschaut?

Eigentlich nicht.

Eigentlich hatten wir wenig Kontakt. - Was ist denn mit dem?

Nix.

Servus. Wir haben telefoniert.

Ist das das zu öffnende Objekt? Ja.

* Bohrgeräusch *

Was?

Sieglechner. Sieglechner Bruno! Ja?

Ich bin der Franz! Der Eberhofer.

Wie lang ist das her? 20 Jahre? So was um den Dreh, ja.

Ich hab gedacht, du bist in Südamerika.

Wie lang bist du denn schon wieder da?

Erst seit Kurzem.

Bitte. Ist noch funktionsfähig. Quittierst du mir das?

Lass uns mal ein Bier trinken. Es gibt viel zu erzählen.

Ich hab überhaupt nix zum Erzählen. Servus, Eberhofer.

Servus. Hat mich auch gefreut.

Verreist ist er nicht. Wir warten noch bis morgen.

Dann geben wir die Fahndung raus.

Ja. Servus.

Mei, ja ...

Ja bist du ein schönes Kind.

Mein erstes Urenkerl.

Du hast der Oma eine Freude gemacht.

Tastes good Panida, gell?

Ist's gut, ha? - Es schmeckt ihr, Oma!

Yes. Very good.

Wobei die Panida auch recht gut kochen kann.

Sie ist eine ganz tolle Hausfrau geworden.

Die ist auch noch jung. Die kann man noch dressieren.

Ihr könnt euch das nicht vorstellen. Diese Thai-Frauen sind ganz anders.

Viel anschmiegsamer und bescheidener. - Halt höflich.

"Diese Thai-Frauen", damit hab ich gar keine Erfahrung.

Stimmt nicht. Vor ein paar Jahren hat eine Thai-Frau in München

ihrem Gatten in der Nacht den Schwanz abgebissen.

Franz! Stimmt. Das war eine Vietnamesin.

Reiß dich zusammen. - Lass ihn. Ist doch normal.

Wenn ich mit 40 noch allein daheim wohnen tät

und so eine glänzende Karriere gemacht hätte,

wär ich auch neidisch.

Franz, erzähl mal, was hat der Sieglechner gesagt?

Was macht die Angie?

Er hat doch grad gesagt, dass er nix gesagt hat.

Ein Superweib. Wisst ihr noch, wie wir mit der Clique

im Biergarten waren und auf einmal sagt sie, dass sie schwanger ist

und dass geheiratet wird. Wie wir zum Bruno geschaut haben.

Bruno, der coole Hund, trinkt in Ruhe sein Radler,

stellt das Glas ab und sagt ... Wisst ihr das noch?

Flötzinger, wir waren alle dabei.

"Dann heiraten wir eben.", sagt er.

Wisst ihr, wie er auf seine 80er gestiegen ist?

Aber nicht heimgefahren, sondern zum Bahnhof. Frankreich. Fremdenlegion.

Nach einem Jahr schickt uns der Sauhund eine Karte.

Wisst ihr, von wo? - Französisch Guyana.

Französisch Guyana.

Franz, erzähl mal, was hat er gesagt?

Was macht die Angie? - Franz!

Auf jeden Fall war er komisch drauf. Irgendwie verbittert.

Ich find's auch komisch, dass er sich nicht gemeldet hat.

Früher war er der King. Jeder dachte, er erobert die Welt.

Zurück kam er in Sack und Asche. Da schämt man sich.

Der Franz hat sich auch nicht geschämt.

Was soll das heißen? Halt mal die Gosche.

Franz ... Franz! Prost.

Wärst du nicht gern mit mir in Urlaub gefahren?

Vielleicht wär ich ja gern mit dir in Urlaub gefahren.

Du weißt, mir gefällt's hier am besten.

Jetzt schlafen wir.

Ich weiß nicht. Ich hätt schon gern Familie irgendwann.

Schau dir doch mal den Simmerl an oder den Flötzinger.

Die haben Familie. Schauen die glücklich aus?

Susi ...

Du hast fei mittlerweile ganz schöne Dellen auf den Haxen.

Du blöder Arsch, du.

Susi! Jetzt ... Susi ... Wart halt! Susi!

Wo ist denn der Schlüssel?

So ein Depp! So ein Depp!

(stimmlos) Susi!

So ein Arschloch.

Spinnst du, ist das Zeug gut.

Oma, das sind keine Spiegeleier, das ist ein Gedicht.

Ich hab gehört, die Susi ist bös mit dir und fährt allein nach Italien.

Und ich hab gehört, dass du schlecht hörst.

So eine Riesenfrau hast du gar nicht verdient.

Du müsstest schon längst verheiratet sein in deinem Alter, Kinder haben.

Sogar der Leopold hat es geschafft. Auch erst beim dritten Anlauf.

Guten Morgen.

Und? Die Susi ist nicht zum Frühstück geblieben?

Das hat sich offensichtlich recht schnell rumgesprochen.

Mei, Bub ... du bist schon ein seltenes Rindviech.

Das muss ich dir schon mal sagen. Ist schon recht.

(Funk) Eberhofer, schauen Sie bei der Beischl vorbei.

Es ist wieder so weit.

Na, Frau Beischl. Wieder mal Canale Grande, ha?

Diese Drecksmenschen. Diese verdammten.

Wer war's denn diesmal?

Der Mann oder der Schwager?

Alle zwei. Diese feigen Schweine.

Ja, Frau Beischl, dann fahren wir mal ins Krankenhaus.

Aber ich muss unbedingt noch die Anzeige ...

Vergessen Sie die Anzeige ja nicht. Ist schon recht.

Nein, ich vergess es nicht.

Franz, wegen deinem Stall ... Jetzt nicht.

Was soll das heißen, Höpfl wieder da?

Susi? Hallo?

Was das heißen soll!

Au!

Jemand von der Schule hat angerufen. Er hätte sich zurückgemeldet.

Und was war los? Wo war er? Ich bin nicht dein Sekretariat.

* Klingel *

* Leise Musik *

* Musik: Gustav Mahler, 5. Symphonie - Adagietto *

Scheiße.

Was machen Sie in meinem Haus?

Ich hab mir Zutritt verschafft wegen Gefahr im Verzug.

Wieso denn das? Wir haben Sie gesucht!

Wo waren Sie die letzten zwei Tage? Frechheit!

Kann ein Erwachsener nicht zwei Tage wegbleiben,

ohne dass ein Staatsakt draus gemacht wird?

Nicht wenn bei ihm "Stirb du Sau" an der Wand steht.

Geht's Ihnen gut? Ja.

Hatten Sie einen Unfall? Was erlauben Sie sich?

Kann ich mich erst mal anziehen?

Rauchen Sie immer ungefragt in fremden Häusern?

Die Flecken auf Ihrem Körper kommen doch nicht von selber, oder?

Was, wenn doch? Es gibt Hautkrankheiten,

von denen haben Sie noch überhaupt nix gehört, lieber Freund.

Seien Sie froh.

* Handy *

Wollen Sie nicht Ihr Telefon beantworten?

Eberhofer.

Wenn dieser Mensch noch einmal auf meine Grade schaut, passiert was.

Würden Sie bitte nicht mehr auf sein Thermometer schauen?

Ich wohn genauso in dem Haus.

Er soll sich selber eins kaufen. - Ich zahl die Hälfte dazu.

Das hat 1,59 gekostet. Er möchte mir 80 Cent geben.

Es geht aber um den ideellen Wert.

Das ist das Lächerlichste, was ich je gehört hab.

Sie sind das Lächerlichste! - Komm rauf!

Kommen Sie runter! - Garantiert nicht!

Ich komm nicht in das Dreckloch! - Sag das noch einmal ...

Schönen Tag noch.

* Handy *

Eberhofer.

Servus, Quirin.

Das ist schon der Zweite heuer, den ich überfahr.

Ein Scheißgeschäft ist das.

Zigarette?

Nichtraucher.

Hier!

Was hast du?

Da, halt mal.

Was? Spinnst du?

Das ist ja der Kopf vom Höpfl.

Dem Höpfl sein Köpfl also.

Das Kennzeichen hab ich überprüft. Höpfls Auto.

Der Wagen war nicht abgeschlossen.

Warten wir mal, was die Pathologische sagt.

Für mich schaut das schon sehr nach Suizid aus.

Danke, ich steh nicht so auf Alpenkoks.

Ich weiß nicht, Moratschek.

Den Wagen hätte jeder hinstellen können.

Und die Schmiererei an der Hauswand? Ein Bubenstreich.

Kein Mörder wär so blöd, so auf sich aufmerksam zu machen.

Wir sollten das Umfeld befragen. Wenn, dann macht das die Kripo.

Kümmern Sie sich um die Angehörigen. Nase.

Ist Ihnen irgendwas Sonderbares aufgefallen?

Eigentlich nicht.

Eigentlich schließt einiges aus. Also?

Na ja, diese Schürze. Er hat immer in einer Schürze geputzt.

Das ist nicht so sehr verdächtig. Das macht meine Oma auch.

Aber die hat was drunter an.

Der Höpfl hat nackt geputzt? Splitterfasernackt.

Ja der Eberhofer. Lebst du auch noch? Logisch.

Hast du was Außergewöhnliches gefunden?

Kugel? Gift? Schädelbruch?

Was haben Sie mit dem Fall zu tun?

Ich bin von der Dienststelle, die ihn gefunden hat.

Bereitschaftspolizei?

Das tät mich schon interessieren, was Sie da eigentlich machen.

Wie ist denn der Name? Eberhofer.

Franz?

Franz Eberhofer? Eberhofer und Birkenberger?

Die früher bei der Kripo waren?

Wahnsinn! Ihr habt dem Kinderschänder die Eier weggeschossen.

Also wir wär zu viel gesagt. Eberhofer und Birkenberger.

Na ja, freut mich. Also schau her.

Den Burschen können sie erschossen, erwürgt oder erschlagen haben.

Das kann man nicht sagen. Wie soll ich in dem Fleischberg was finden?

Ich hab einen Tag gebraucht, den Batz zu nummerieren.

Fremdverschulden kannst du nicht ausschließen?

Nein. Aber ich kann auch nix beweisen.

Eberhofer und Birkenberger, ha? Und dich haben sie strafversetzt?

Was macht denn der Birkenberger jetzt?

Servus, Birkenberger.

Kennen wir uns?

Ja.

Sie kommen mir schon bekannt vor. Nix sagen. SM-Party, neulich?

Oder? Laubsägenkurs. Nein, jetzt hab ich's!

NPD-Zeltlager letzten Sommer.

Ich weiß schon, ich hätte mich mal melden können.

Aber du eigentlich auch.

Ich hab gefühlte 150 Mal auf deine Mailbox gesprochen.

Ums kurz zu machen, ich war in der Gegend,

da dachte ich, ich schau vorbei. Hast du Zeit für ein Bier?

Ich weiß nicht. Ja oder nein?

Einmal der Wurstsalat. Obazder. Guten Appetit.

Merci. - Danke.

Und? Immer noch Dorf-Sheriff?

Logisch.

Immer noch mit der Susi zusammen? Das kann man so nicht sagen.

Kann man eigentlich schon. Mit einem Ja oder Nein

kann man das genau definieren.

Aber dem Eberhofer ist wohl wieder keine gut genug.

Darf ich mal kosten?

Ist gut. Jetzt langt's aber.

Bist du immer noch sauer wegen der Geschichte von vor zwei Jahren?

Rudi, du kannst mir nicht vorwerfen,

dass ich mich nicht hab rausschmeißen lassen. Finger weg!

Dass du es damals auf das Dienstaufsichtsverfahren

hast ankommen lassen, war einfach nur blöd.

Der Typ lacht uns bei der Festnahme ins Gesicht

und sagt, er würd es jederzeit wieder tun.

Er hat verdient, dass ihm die Eier fehlen.

Die gebrochene Nase hätte auch gelangt.

Aber du hast dich auf den Kuhhandel eingelassen und mich sitzen lassen.

Du hättest dich auch versetzen lassen können.

Du bist damals total ausgetickt.

Das ist nicht meine Schuld. Ich hab das Richtige gemacht.

Du stehst hinterm Kühlregal.

Und du bist Gendarm von Unterarsching.

Mir gefällt's.

Grüß Gott, Herr Eberhofer.

Ich bin gekommen, weil ... wegen ...

Ich wollte ... Ist schon recht, Frau Beischl.

Ich zieh die Anzeige zurück.

Danke.

Pfüa Gott.

Der Nächste!

Servus, Franz.

Wir sind hier nicht mit deinem Papa auf dem Schlachthof.

Also Herr Eberhofer. Und jetzt hock dich hin.

Also, der Tod vom Höpfl kommt dir nicht gerade ungelegen.

Wie allen anderen halt auch.

Weil er ein richtiges Arschloch war.

Also hast du auch ab und zu dran gedacht, ihn umzubringen?

Die Gedanken sind frei, oder? Die Gedanken schon, du Spinner!

Aber jetzt ist er in echt tot, der Höpfl.

Aber du ... Sie glauben doch nicht im Ernst,

dass ich den Höpfl vor den Zug geschubst hab.

Wo warst du in der Nacht? Beim Chillen.

Beim Chillen. Wo?

Auf irgendeinem Silo. Mit wem?

Allein.

Du weißt schon, dass das ein Scheiß-Alibi ist?

Aber das kann ich auch nimmer ändern. Komm, hau ab.

* Handy *

* Schnupfgeräusch *

Herr Moratschek?

Was veranstalten Sie da? Mich ruft der Vize-Direx von der Schule an.

Sie halten den Betrieb auf. Ich hab nur ein paar Schüler

und Lehrer befragt. Führen Sie etwa Verhöre durch?

Nein! Ich hab nur grad Leerlauf ... Ich hab Sie beauftragt,

die Angehörigen zu informieren. Sonst nix!

Sie sind unterfordert, aber hätten Sie halt keinen Scheiß gebaut.

Moratschek! Ende der Diskussion! Schluss!

Pfüa Gott.

* Rockmusik *

Frau Höpfl?

Wer will das wissen?

Eberhofer. Polizeiinspektion Landshut.

Frau Höpfl ich muss Ihnen leider mitteilen,

dass Ihr Bruder, Herr Peter Höpfl verstorben ist.

Aha.

Sie haben mich aber schon verstanden, oder?

Ja, ja. Erwarten Sie, dass ich in Tränen ausbreche?

Das ist Ihre Sache. Mir persönlich ist das wurscht.

Wie ist es denn passiert?

Er ist von einem Zug überrollt worden.

Selbstmord?

Wir müssen erst die Obduktion abwarten.

Rauchen Sie immer ungefragt in fremden Häusern?

Sie haben keinen besonders engen Kontakt gehabt, oder?

Gar keinen. Seit über 10 Jahren.

Ich wollte auch keinen.

Wer erbt denn sein ganzes Vermögen? Keine Ahnung.

Implizieren Sie damit irgendwas? Ich implizier gar nix.

Wenn die Leiche freigegeben wird, informier ich Sie.

Wegen Beerdigung und so. Bitte.

So, jetzt kriegst du deinen Dietzi. - Nein, Oma!

Du kannst einem 3 Monate alten Kind doch keinen Alkohol geben.

Alkohol, das ist doch bloß ein Bier. Servus.

Da schau her. Den Franz mag sie. Komm, Leopold, gib sie ihm.

Nein. Nein.

Gib sie ihm!

Aber pass bloß auf.

Pass auf den Kopf auf.

Wenn die Panida den Deutschkurs macht,

dann kommt sie immer zu uns. Dich geben wir nimmer her.

Super.

Ich pack's dann. Und richtet dem Vater schöne Grüße aus.

Ich bring ihm die neue Nadel für den Plattenspieler mit.

Wo ist er überhaupt. Wohl auf seiner Drogenplantage.

Was machst denn du da, Vater? - Siehst du doch: Bisserl garteln.

Was sind das für Pflanzen? Das ist ja Cannabis.

Geh. Als hättest du davon Ahnung.

Der Vater pflanzt hier im Garten Rauschgift und du schaust zu?

Er kann in seinem Garten machen, was er will.

Das werden wir sehen.

Bist denn du deppert? Lass den Cannabis vom Papa stehen!

Da tut sich der Papi aufregen, gell? Ihr spinnt alle!

In dieser Drogenhölle lass ich mein Kind keine Sekunde länger!

* Das Baby schreit wieder. *

Dass der Bub so ein Depp ist ...

Franz, tu mir einen Gefallen. Bring das wieder in Ordnung.

Wieso ich? Bau ich hier Drogen an? Geh einfach.

Hast du nicht gehört, was der Papa gesagt hat? Geh einfach!

Leopold!

Leopold, lass halt den Schmarrn.

Du weißt doch ganz genau, dass wir uns gut um sie kümmern.

Dem Vater kann ich's nicht verübeln. Der hat viel mitgemacht.

Aber von dir bin ich enttäuscht. Hast du keine Berufsehre? - Was?

* Das Baby hört auf zu schreien. *

Ja, deine Tochter hat Geschmack.

Herr Eber...

Nein, so läuft das nicht. Ich hab mich rückversichert.

Ich bin explizit befugt, Sie zum Veranstaltungsschutz einzuteilen.

Ich spiel doch nicht am Wochenende den Aufpasser

für eure fußlahmen Kreisligisten,

bloß weil die eine schwarze Perle im Sturm haben.

Vorsicht. Der korrekte Ausdruck lautet:

Mitbürger schwarzafrikanischer Herkunft.

Rotweiß hat viel für den bezahlt. Es darf nix passieren.

Mit dem steigen wir auf. Let's go, Rotweiß.

Und auf mich macht es nicht den Eindruck,

als würden Sie sich hier überarbeiten.

* Die Tür knallt zu. *

Da. - Merci.

Das macht dann 2,50 Euro bitte. Spinnst du?

Den Max verdächtigen, du Rindviech.

Dann trenn ich auch Geschäft und Privates.

Leck mich am Arsch.

Franz! Hast du den Bengo gesehen? Buengo!

Hast du den Bengo gesehen?

Vier Tore! Absolut bingo, der Bengo. Hintermann!

Wisst ihr jetzt schon, wer den Höpfl umgebracht hat?

Keiner spricht bisher vom Umbringen. Ich hab ihn eh nicht gemocht.

Wobei: Um den Whirlpool tut's mir leid.

Was für ein Whirlpool?

Hab ich ihm eingebaut im Keller.

Eine Sauna hätte ich auch noch eingebaut.

Da ist doch kein Pool. Die Fließen abgeranzt,

die Leitungen am Arsch. Seit 30 Jahren nichts gemacht.

Flötzinger! Was ist denn?

Wo bitte ist beim Höpfl ein Poolbereich?

Im Keller. - Hat er doch grad gesagt.

Au.

Auweh.

(lallt) Abend.

Na, ihr zwei Hübschen, wer ist denn gefahren?

Ich nicht. Dann du, oder?

Ich nicht fahren. Kurt nicht fahren.

Keiner fahren.

Keiner fahren!

Also gut. Ausziehen. Sofort.

Was? Alles bis auf die Unterhose.

Wieso? - Weil ich euer Gewand untersuchen lass.

und dann finden wir raus, wer gefahren ist.

Uiuiui. Buengo!

Er sagt, wir müssen alles ausziehen: Jacket away. T-Shirt away.

Trousers away. Ois away. - Ois away?

Ja, ois away.

Jetzt komm!

(grölen) Ole! Ole ole ole!

Herr Eberhofer, Sie können doch dem Buengo

nicht den Führerschein entziehen.

Der wohnt doch in Landshut. Der muss doch zum Training hierher.

Also gut, Herr Eberhofer. Kein Veranstaltungsschutz mehr.

Meinetwegen. Zefix!

Habe die Ehre.

Bazi!

Und so übergeben wir den sterblichen Leib von Peter Höpfl der Erde.

Von Erde bist du genommen, zur Erde sollst du werden.

Erde zu Erde, Asche zu Asche, Staub zu Staub.

Danke schön.

Mein Beileid.

Es war niemand da. Nicht mal seine Kollegen.

Die haben ja jetzt Unterricht.

Na ja, bei allem Respekt.

Wenn ein Schulrektor stirbt, steht doch die Schule still.

Ja.

Er hat einfach gar niemand gehabt.

Wartest du vorn auf mich?

Und? Weiß man schon, warum er auf den Gleisen lag?

Wir gehen immer noch von Selbstmord aus.

Mein Bruder war kein Mensch, den man gern um sich hatte.

So rechthaberisch und kleinkariert und ...

Unglaublich verklemmt.

Schon als Kind wollte keiner was mit ihm zu tun haben.

Ich irgendwann auch nicht mehr. Und jetzt macht es mir doch was aus.

Dabei hab ich ihn nie leiden können.

Sie kennen halt meinen Bruder nicht.

Ähm, also ... Sie wissen auch nicht,

was ihr Bruder in seiner Freizeit gemacht hat

und in welchen Kreisen er verkehrt ist?

Keine Ahnung.

Ich hab ein Schreiben vom Nachlassgericht gekriegt,

das mich als Alleinerbin ausweist. Aha.

Macht mich das jetzt verdächtig?

Wie gesagt, wir gehen immer noch von Selbstmord aus.

* Handy *

Ja? Hallo, Günter hier.

Gerichtsmedizin München. Ich hab hier eine Leiche.

Soll vorkommen in deinem Job. Die wird dich interessieren.

Sie hat die DNA von deinem Höpfl, heckseits. - Sperma?

So ist es. - Ich brauch sofort die Personalien der Frau.

Von einer Frau war nie die Rede.

Was? Der Höpfl war schwul?

Ich würd mich hüten, Verdächtigungen anzustellen.

Ich sag nur, ich hab hier eine männliche Leiche

mit Höpfls Sperma im Arsch.

* Kichern *

Hallo?

Servus! Ich muss leider los. Aber ich hab dem Rudi eh schon alles erzählt.

Ich hab dir was mitgebracht. Kannst du dir das anschauen?

Klar. Leg's mir auf den Schreibtisch.

Servus! Und danke!

Franz, jetzt warte halt!

Franz, dann wärst du halt pünktlich gewesen!

Kommst du mir jetzt auch noch blöd, Birkenberger?

Du hast mir die Ohren vollgeheult: "Ich vermiss die alten Zeiten."

Ich hab dich mitkommen lassen. Da hast du dich zurückzuhalten!

Willst du gar nicht wissen, was der Günter gesagt hat?

Nein! Ich hab sogar ein Foto.

Echt? Komm, ich lad dich zum Essen ein.

Marcel Buchheim: 21 Jahre 1,85 groß, 68 kg.

Überdosis Heroin. Höpfl hat einen Stricher gevögelt?

Ja. Und ist seit 4 Tagen tot. Genau wie der Höpfl.

In einer Gartenlaube wurde er gefunden. Adresse hab ich.

Vielleicht schauen wir uns das an? Das Wir kannst du dir abschminken.

Und ich krieg eh keinen Durchsuchungsbeschluss.

So viel zum Thema Amtsanmaßung.

Da hätten wir die Bauernbrotzeit. Der Obazde.

Einen guten Appetit.

Das schaut ja scheiße aus.

Der Moratschek glaubt beim Höpfl an Selbstmord.

Hast du ihm nix vom Folterkeller erzählt?

Er mochte es etwas härter. Das ist nicht strafbar

und langt nicht für eine Mordermittlung.

Vielleicht ist er bei den Spielchen umgekommen und der Stricher

wollte so die Spuren verwischen.

Oder es ging um Geld wie beim Sedlmayr.

Lehrer-Schüler? Kein ausreichendes Motiv.

Schwester?

Die erbt schon alles. Aber ich glaub's nicht. Die haben genug.

Ich schau mir die Laube mal an.

Rudi! Franz, bitte.

Den ganzen Tag H-Milch und Gartenstühle bewachen,

ich werde wahnsinnig. Und? Schmeckt's euch?

Nein, der Obazde ist scheiße.

Na dann ist's ja recht.

Frau Beischl, ist ihnen heut das Bier ausgegangen?

Ich hab's nimmer ausgehalten, als sie mich wieder verdroschen haben.

Da hab ich gewartet, bis sie schlafen gegangen sind.

Dann hab ich ihnen die Bierflaschen über die Köpfe gehauen,

bis sie zerbrochen sind. Also die Flaschen.

Ich hab Sie noch vorher angerufen, Eberhofer.

Aber Sie sind ja nicht gekommen.

Werden sie's überleben?

Ja. Die kommen schon durch.

Schade. Eigentlich.

* Babygeschrei *

Komm, gib mal her.

Zum Onkel Franzi.

* Es hört zu schreien auf. *

Da sind ein paar Fleischpflanzerln, die müssen weg.

Gell, beim Onkel ist es am schönsten?

* Er legt eine Beatles-Platte auf. *

Papa.

Ist schon recht.

Dann halt nicht.

Schatzi.

Da wirst du traurig sein, wenn du von der Oma wegmusst, gell?

Ja, aber so ist das Leben.

Saugut, deine Fleischpflanzerln.

Wann ist die Panida mit ihrem Deutschkurs fertig?

Nächste Woche irgendwann.

Was hast sie schon gelernt? Wie kauft man Wurst,

fragt nach der Apotheke, wo geht's zum Flughafen?

Das ist wichtig, wenn man mit dem Leopold zusammen ist.

Was ist mit der Susi?

Wann kommt die aus Italien heim? Die Tage irgendwann.

Ich versteh nicht, was ihr macht, aber klar:

Als Mann sollte man mal Nägel mit Köpfen machen. Bevor es zu spät ist.

Da spricht ja der Experte.

Ja.

Warum hast du das gesagt? Warum? Du weißt, wie er der Mama nachhängt.

Das ist doch schon ewig her. Außerdem hat er angefangen.

Magst du ein Stückerl Fleischpflanzerl?

Nein, das isst der Onkel. Die sind gut.

Für mich jetzt ein light, bitte, Wolfi.

Seit wann trinkst du Kinderbier? - Gisela hat mich auf Diät gesetzt.

Sie hat gesagt, ich schnauf beim Vögeln wie eine Dampflok.

Hör mir bloß mit den Geschichten auf.

Letzte Woche sagt die Mary, als wir ins Bett gehen,

sie hat eine Überraschung.

Da zieht sie ihr Nachthemd aus und ist pudelnackig.

Ich freu mich und denke: Sex.

Endlich.

Da seh ich im Halbdunkel einen Fussel auf ihrer Brustwarze.

Leider war es kein Fussel, sondern ein Brustwarzenpiercing.

Die Mary hat ein Brustwarzenpiercing?

Jetzt nimmer. - Dafür hast du eine neue Brille.

Sehr witzig.

Apropos: Ist euch so was aufgefallen beim Höpfl?

Wie meinst du das?

Der hat auch Bedürfnisse gehabt. Habt ihr den mal mit wem gesehen?

Nein, der hat sich höchstens

auf seine Sechser und Verweise einen runtergeholt.

Sonst lief da nix. - Das glaub ich auch.

Hier war er kein einziges Mal.

Wobei die Sache mit den Taxis komisch war. - Was?

Der hat doch bei mir auf dem Heimweg gewohnt.

Und nachts hab ich öfters ein Taxi vor seinem Haus gesehen.

Ich hab gedacht, wer weiß, wohin der noch unterwegs ist.

Genau. Dann sprechen Sie halt mit Ihren Fahrern.

Ich möchte wissen, wann er den Wagen bestellt hat

und wohin er gefahren ist. Danke.

Mahlzeit.

Hallo Franz.

Piacere di conoscerla. - Piacere.

Piacere. Come ti chiami?

Come.

Servus.

Franz. Servus.

Wieder im Lande?

Schaut wohl so aus. Und wie war's?

Also mir hat's gefallen.

Besonders erholt schaust du fei nicht aus.

Soll das heißen, dass du da jetzt öfter hinfährst?

Er weiß es noch gar nicht. - Jessi.

Was bitte weiß ich noch nicht?

Ich hab jemand kennengelernt, Franz. Was? Du hast einen anderen?

Das mit uns hatte doch keinen Sinn mehr.

Du bist doch gar nicht bereit für eine richtige Beziehung.

Ist das so ein Italiener. Das ist doch total wurscht.

Weißt du was? Prenditela in culo!

Was das heißt, das fragst du deinen Spaghetti.

Haben Sie irgendeine Idee, warum ich Sie einbestellt hab?

Akutes Hirntrauma. Doppelter Schädelbasisbruch.

Zwei geplatzte Trommelfelle.

Und ein Fast-Exitus wegen Blutverlust.

Klingelt da was? Eberhofer, um 12.33 Uhr ist der erste Notruf eingegangen.

Um halb 6 Uhr schlagen Sie bei den Beischls auf!

Wo waren denn Sie die ganze Zeit?

Sie sind immer noch an der Höpfl-Sache dran.

Das ist dünnes Eis, Eberhofer.

Ganz dünnes Eis. Noch mal kann ich Ihren Hintern nicht retten.

Das war kein Selbstmord. Es gibt so viele mit Motiv.

Und jetzt auch noch der tote Junkie. Ich hab die Akte gelesen.

Zwei Tote, die sich kannten, gestorben am gleichen Tag.

Höpfl hat den halt noch mal gepimpert.

Einer bringt sich um, einer krepiert an einer Überdosis. So was passiert.

Und die Blessuren? Das Blut im Keller?

Was weiß ich, was die scharfmacht?

Das war ein Selbstmord. Lassen Sie die Finger davon!

Das ist die Dunkelgelbe Karte. Reißen Sie sich zusammen

und machen Sie Ihre Arbeit! Sonst geht es Ihnen wie Birkenberger.

Und verschrotten Sie endlich

diesen Polizei-Inspektion-1- Gedächtniskarren!

Servus, Franz. Was machst denn du da?

Ich war grad in der Gegend

und da hab ich mir gedacht, ich schau vorbei.

Schau, wer da ist. Der Rudi war in der Gegend.

Da wollte er vorbeischauen. Ich seh schon.

Ist gar kein Braten mehr da?

Den hat der Rudi ganz allein aufgegessen. Der hat Appetit!

Gell, dir schmeckt's, Bub?

Erste Klasse, Frau Eberhofer. Der Schweinsbraten, erste Klasse!

Pass auf, ich weiß jetzt mehr über die Eltern vom Marcel.

Und dann war ich in der Gartenlaube.

Die ist ganz in der Nähe und gehört einer gewissen Familie Sänger.

Und deren Sohn ist, respektive war der beste Freund von Marcel.

Und ist auf Entzug im Krankenhaus. Rudi!

Was ist denn? - Du warst in der Laube? Was heißt "war"?

Das kommt von "sein" und ist 3. Person Perfekt ...

Ich weiß, was "war" bedeutet!

Du bist da eingebrochen

und hast dich bei den Sängers als Polizist ausgegeben.

Weißt du, was das bedeutet? Du ziehst mich da mit rein.

Ich dachte, wir machen das wie früher, das beste Team ...

Aber "früher" ist vorbei. Wir sind im Jetzt.

Ich möchte meinen Job nicht riskieren,

weil du Räuber und Gendarm spielst.

Der Fall ist hiermit geschlossen.

Und jetzt tu mir den Gefallen und fahr zurück zu deinen Kühlregalen.

Da.

Davon hab ich noch nix angerührt. Servus, Franz.

Auf was wartest denn, du Rindviech? Geh ihm nach!

Wegen deiner Schwerhörigkeit müssen wir auch noch mal reden.

Ich hör, was mir passt!

Rudi!

Jetzt warte halt.

Wo willst du überhaupt hin? Ich brauch frische Luft!

Hör doch mal auf, so rumzuzicken.

Jetzt Rudi!

Jetzt reg dich mal wieder ab. Ja, du hast recht.

Warum reg ich mich auf? Du bist es gar nicht wert.

Nicht schubsen, Birkenberger.

Ja? Was ist dann? Was ist, wenn ich dich schubse?

Ich hab dich gewarnt. Was macht dann der tolle Eberhofer?

Seid ihr narrisch? Der Tabak vom Papa!

Da, schau mal.

Das wächst aber gut, das Gras von deinem Papa.

Er düngt's mit Pferdeäpfeln.

Ich hab einfach Angst, dass wir uns verrennen.

Ja. Kann schon sein, dass es ein Selbstmord war.

Aber da sind so viele Zufälle. Das kann kein Zufall sein.

Z.B.: Hast du gewusst, dass der Vater von dem toten Marcel

ein ganz harter Hund ist? Ein Ex-Fremden-Legionär.

Mit Kriegseinsätzen in Ruanda und Afghanistan.

Wie heißt der Marcel mit Nachname?

Buchheim. Wie seine Mutter. Eine gewisse ...

Angie Buchheim.

Ja. Kennst du die?

Und wie ist es dir so gegangen?

Schau dich um.

Angie, ich bin da wegen eurem Marcel.

Erst mal mein aufrichtiges Beileid.

Hast du gewusst, dass der Marcel an der Nadel hängt?

Und hast du gewusst, womit er seine Sucht finanziert hat?

Hau ab, Franz.

Das macht mir auch keinen Spaß. Ich muss dich das fragen.

Hau ab, hab ich gesagt. Angie ...

Hau ab!

Angie, es ist gut! Angie, komm!

Angie, komm. Ist ja gut.

Es ist gut, Angie. Es wird alles gut.

Was willst du hier, Franz?

Wie geht's ihr?

Sie hat Tabletten bekommen, wird gleich schlafen.

Also, Franz, was willst du?

Euer Marcel war befreundet mit einem gewissen Höpfl.

Befreundet ist gut ... Gevögelt hat er ihn.

Hast du vielleicht ein Glas Wasser?

Danke.

Wohnst du jetzt wieder hier? Zwei Blocks weiter.

Seit wann bist du wieder in Landshut?

Seit einem halben Jahr.

Und seitdem hast du wieder Kontakt mit deinem Buben?

Nein. Erst seit 8 Wochen und 3 Tagen. Das weißt du so genau?

Ja. Das weiß ich noch.

Ich hab 20 Jahre auf diesen Tag gewartet.

Davor hab ich sie beobachtet, die Angie.

Und den Marcel.

Nicht dass sie wieder einen Mann hat oder noch mehr Kinder.

Ich wollte nirgendwo reinplatzen.

Und was hast du so beobachtet, wenn du sie beobachtet hast?

Was sollen die Spielchen, Eberhofer? Bruno, hast du den Höpfl umgebracht?

Damit er seine Finger von deinem Buben lässt?

Nein. Hast du mit ihm geredet?

Mit meinem Buben hab ich gesprochen.

Der hat gesagt, was er schon mal gesagt hat:

Was?

Dass ich mich aus seinem Leben raushalten soll.

So wie ich das die letzten 20 Jahre gemacht hab.

Das hab ich respektiert.

Grüß Gott, Herr Polizist.

Wen haben Sie uns da Schönes mitgebracht?

Wen? Der Herr mit dem Koffer,

der heute früh mit Ihnen gekommen ist.

Wir haben ihn rein zufällig vom Fenster aus gesehen.

Das ist der Erbe.

Ach! Erbt das nicht die Schwester?

Woher wissen Sie von seiner Schwester?

Weil die letztens da war. Wir waren zufällig beim Müllrausbringen.

Wann war das genau?

So ... vorletzte Woche vielleicht.

Sag mal, wo hast du das ganze Graffel her?

Obacht. Kein Graffel. www.polizeifetisch.de, ha?

Müsstest du nicht in der Arbeit sein?

Ich hab mir Urlaub genommen.

Das hab ich im Geheimfach im Schreibtisch gefunden.

Er wollte verreisen. Und nicht allein.

Mit dem Marcel. München - San Francisco.

Insgesamt hab ich 5 Fingerabdrücke im Haus gefunden.

Darunter deine, die von Höpfl und die von Marcel.

Alles mit dem Günter gegengecheckt. So schnell?

Moderne Technik. Mitarbeiterrabatt. Zwei nicht identifizierte Abdrücke.

Die Blutspur und die Zigarette aus dem Keller hab ich auch gecheckt.

Und? Nur DNA vom Höpfl.

Vielleicht hat er besonders viel Spaß gehabt an dem Abend.

Oder jemand wollte seiner Warnung Nachdruck verleihen.

Das wird nicht einfach, einem Fremdenlegionär

die Fingerabdrücke nehmen.

Da.

Mich tät mal interessieren, wo der Höpfl nachts immer hinfuhr.

In der Taxizentrale hatten sie keine einzige Bestellung im Computer.

Vielleicht ist ja jemand zu ihm rausgefahren.

Birkenberger, Rudolf!

Manchmal ist er ja gar nicht so blöd, wie er ausschaut.

Ja, danke, servus. Also in der Nacht von Höpfls Tod

ist tatsächlich ein Taxi vom Hauptbahnhof hergefahren.

Die Beschreibung passt auf den Marcel.

Rudi, wink mal. Wieso?

Weil sich das so gehört.

Auf welcher Grundlage belästigen Sie mich schon wieder?

Sie haben falsch ausgesagt. Das ist in einem Mordfall ernst.

Es gibt keinen Mord.

Die Kripo hat uns informiert. Die Ermittlungen sind eingestellt.

Was wollen Sie noch? Ich ruf jetzt im Polizeipräsidium an.

Bitte. Ich geb's zu. Ich bin hier ohne Befugnis.

Ich bin nur der Dorf-Sheriff.

Aber ich glaub nicht, dass sich Ihr Bruder selbst umgebracht hat.

Wieso nicht? Nur so ein Gefühl.

Aber die Kripo macht es sich da zu einfach.

Also tut mir leid, dass ich Sie belästigt hab. Pfüa Gott.

* Klopfen *

Er hat mich angerufen.

Ob ich nicht vorbeikommen will. Den Kontakt wieder aufnehmen.

Es wär schade unter Geschwistern. Es gab Kaffee und Kuchen.

Donauwellen, wie bei unserer Oma.

Und wie war er da?

Erst wie immer. Penibel und unglaublich humorlos.

Aber die alte Selbstherrlichkeit war weg.

Im Gegenteil.

Darf ich auch mal? Ja, klar.

Sogar geweint hat er. Mir war das irrsinnig peinlich.

Ich war froh, als ich wieder weg war. Er mich tausendmal umarmt.

Hat gesagt: Lass uns in Kontakt bleiben.

Natürlich hab ich nicht angerufen.

Er war wirklich ein einsamer, verzweifelter Mensch.

Sie war's nicht, da bin ich mir ganz sicher.

Günter hat sich gemeldet. Einer der Fingerabdrücke stammt vom Bruno.

Moment.

Tasche ins Schließfach.

Der Bruno folgt dem Marcel zum Höpfl.

Da der immer noch nicht von seinem Sohn loslässt

und mit ihm in den Liebesurlaub fahren will,

bringt er ihn um und schmeißt ihn vor den Zug.

Und der Höpfl lässt ihn einfach rein?

Der Kerl war bei der Fremdenlegion und Schlüsseldienst. Klingelt's?

Jetzt sagst du nix mehr: 9,95.

Echte Jeansjacke. Rudi, wir müssen gehen.

Franz! - Ja?

Da hat einer von der Taxizentrale in Landshut angerufen.

Du sollst dich noch mal melden. Susi, was machst du am Wochenende?

Wieso?

Nur so. Ich dachte, wir könnten ja mal wieder was unternehmen.

Ich fahr am Freitag wieder nach Italien.

Ach so. Ja. Es tut mir leid.

Das braucht dir nicht leid tun

Italien soll sehr schön sein um die Jahreszeit.

Mach mir noch drei Leberkäs-Semmeln to go, bitte.

Servus Franz, was macht die Kunst? Du kommst mir grad recht, Bürscherl.

Ich brauch noch deine Fingerabdrücke. - Wieso?

Spinnst du jetzt komplett? Immerhin ist er Verdächtiger.

Hey! Ja spinnt ihr jetzt alle? Nein!

Zefix!

Der hat sie ja nimmer alle, der Depp!

Obacht! Dings, Laterne!

So, Kollege, verdächtiger als mit so einer Aktion

hättest du dich nicht machen können.

Ich hab den Höpfl nicht umgebracht! Warum bist du abgehauen?

Du bist ja wohl das größte Rindviech! Ich muss deinen Buben verhaften.

Arschloch! - Das mit der Hauswand war ich.

Aber mit dem Mord hab ich nix zu tun!

Ich war die ganze Nacht auf dem Silo. Ehrlich.

Ich kann's dir zeigen. Am alten Bahnhof.

Das ist mal ein 1a-Logenplatz auf den Tatort.

Wieso hast du das nicht gleich gesagt, du Rindviech?

Ich hab Schiss gehabt. Jetzt hat der Spaß ein Loch.

Was hast du gesehen?

Was willst denn du hier?

Servus Bruno, ist die Angie da?

Was willst du schon wieder?

Servus.

Ich wollte euch nur vorwarnen. In alter Freundschaft.

Die nächsten Tage wird ganz schön was auf euch zukommen.

Was soll das heißen?

Wir haben einen Zeugen, der den Mord beobachtet hat. Der Marcel war's.

Was? - Ja. Er hat den Höpfl auf den Gleisen fixiert

und gewartet, bis der Zug drübergerollt ist.

Der Zeuge hat ihn identifiziert.

Wer sagt das? - Angie, geh rein.

Du lügst, Eberhofer. - Geh rein, hab ich gesagt.

Du lügst, du Sau! - Rein!

Der Zeuge kommt morgen zu mir ins Büro und macht seine Aussage.

Jetzt pass mal auf. Er ist tot.

Wir haben unseren Sohn verloren. Langt das nicht?

Lass los. Ich lass nicht zu,

dass ihr Marcels Andenken in den Dreck zieht.

Du lässt sofort los, oder ich schieß dir deine Kniescheibe kaputt.

Also sag, hat's geklappt?

Der Bruno hat sich schon recht aufgeregt.

Was hast du ihm erzählt?

Nicht, dass der Max die ganze Nacht

bekifft auf dem Silo gelegen und Musik gehört hat.

Der Bruno war's. Was sagt der Schlüsseldienst?

Ich warte auf den Rückruf. Du bleibst dran.

Ich hab was zu erledigen.

Servus. - Servus.

Wartest du auf mich? Ja, schon.

Hast du schon gepackt?

Franz.

Du, Susi, fahr nicht.

Ich hätt gern, dass du da bleibst. Weil ... du fehlst mir.

Es tut mir leid, Franz. Aber es geht einfach nimmer.

Servus, Franz.

Jacky und AC.

Und ihr sauft alle mit.

Franz, unsere Diät.

Keine Diskussion. Das ist ein Notfall.

Weiber.

Und Autos.

Weiber und Autos. Weiber und Autos.

Das Wichtigste, was ein Mann braucht.

Und das, worüber er sich am meisten aufregt.

(gedämpft) Susi!

* Handy *

Eberhofer. Polizei, Sie müssen sofort kommen.

Irgendein Irrer randaliert hier und hat meine Scheibe eingeschmissen.

Ja, ich werd mich drum kümmern,

sobald es mein straffer Dienstplan zulässt.

* Babygeschrei *

Sag mal, spinnst du?

Geh, Bub, du hast lang genug geschlafen.

Uns klingeln schon die Ohren. Komm, gib her.

Geh zum Onkel Franzi.

Die Susi hat einen anderen. Und jetzt meinst du,

wenn du ihr hinterherläufst und sie mag dich trotzdem nicht,

dass du wie ein Depp dastehst. Vielleicht.

Die Mama und ich hatten auch unsere Krisen.

Ich hab auch gedacht: Bloß nicht hinterherlaufen.

Und was ist aus mir geworden? Jetzt bin ich noch ein größerer Depp.

Wird schon wieder.

Da, schau, die Oma hat dir Dampfnudeln gemacht.

Die isst du jetzt, dann geht's dir gleich besser.

Ja, so ist das manchmal im Leben.

Alles nicht so einfach.

Was machst denn du da, Sieglechner?

Das kann ich dir genau sagen.

Ich will, dass du uns zufrieden lässt.

Sonst fackel ich dir den ganzen Hof ab.

Du, fackel ab, was du willst. Ich werd den Fall aufklären.

Du bist auf der falschen Fährte. Marcel hat damit nichts zu tun!

Und die Angie bringt sich um, wenn du sein Andenken beschmutzt.

Unser Augenzeuge hat ihn identifiziert.

Dein Scheiß-Augenzeuge kann den Marcel gar nicht gesehen haben.

Weil ich ihn aufs Gleis gelegt hab.

Was haben wir denn da?

Lass die Kleine in Ruhe.

Süß. Du legst sie sofort wieder hin.

Geh, Franz, ich hab schon ganz andere Sachen in der Hand gehabt.

Sprengstoff, Säure, Granaten.

Da werd ich so ein Kleinkind halten können.

Ist das deins? Meine Nichte.

Schon ein Jammer. Da hast du die Verantwortung für so ein Kind

und du kriegst es nicht hin, ich kenn das.

Ich hab ihn ordentlich zugerichtet,

die Drecksau mit seinem eigenen Dreckszeug.

Er hat mir versprochen, dass er Marcel in Ruhe lässt.

3 Tage später steigt er am Bahnhof wieder in ein Taxi. Ich hinterher.

2 Stunden hab ich gewartet.

Ich wollte meinen Buben nicht reinziehen.

Und dann bin ich rein.

Der Höpfl, die Drecksau, macht einen auf renitent.

Er und Marcel würden sich lieben.

Ich hab die Sau abgestochen

und auf ein paar Müllsäcken in sein Auto gelegt.

Und ihn aufs Gleis geschmissen.

Das Auto hast du stehen lassen, damit es nach Selbstmord ausschaut.

Du weißt eh Bescheid. Dann können wir ja gehen.

Die Kleine bleibt da.

Ne, wir fahren an die französische Grenze. Da hab ich noch Kumpels.

Bitte lass sie da.

Ihr seid mir schon zwei Sauhunde. Das wisst ihr schon.

Wir haben doch gar nix gemacht.

Was kann der Franz dafür, wenn der Sieglechner

aus heiterem Himmel kommt und alles gesteht?

Er hatte Schuldgefühle und wurde wahnsinnig.

So was kommt vor. Steht aber eh alles im Bericht vom Franz.

Ich hab euch im Auge, Kollegen. Die Nase.

Rudi!

Das war die Taxizentrale Landshut.

In der Nacht ist noch ein zweiter Wagen zu Höpfls Haus gefahren.

Keine 10 Minuten später. Auch vom Hauptbahnhof.

Der Passagier war eine Frau.

Ist ja auch schön, dass Bruno seine alten Fehler

wenigstens ein bisschen wiedergutmachen konnte.

Das täten wir doch alle gern. Werd mal nicht kitschig.

Eberhofer, du musst an deiner femininen Seite arbeiten.

Der moderne Mann darf Gefühle zeigen.

Was ist denn jetzt?

Du musst ein Taxi nehmen, Rudi. Nein, wir wollten essen.

Es tut mir leid. Ich hab einen Termin.

Franz, das find ich verletzend. Erst meldest du dich nicht

und dann schmeißt du mich am Arsch der Welt raus.

Ja, tut mir leid. Pfüat di, ich meld mich.

* Italienischer Popsong *

So ein Schmarrn!

Danke, Herr Eberhofer! Vielen, vielen Dank!

Du musst ja wieder bestimmen, wann ich wo aussteigen muss.

Ohne mich hätte er den Fall überhaupt nie lösen können.

Frauen ...

Untertitelung: BR 2013 im Auftrag der degeto

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