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Vater sein dagegen sehr (1957) dTV - NDR - 11. Juni 2012
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Schau, wen ich gefunden habe! Der Rechte!
Der Linke wird sich freuen. Er stand so verlassen im Schrank.
Wie kam er in das oberste Regal hinter den "Brockhaus"?
Wirklich? Vielleicht von alleine? Ja! Es gibt seltsame Dinge.
Nicht schmusen! Arbeiten! Dann verschwinde!
Wenn du hier bist, f�llt mir nur Bl�dsinn ein.
Es ist h�bsch, das nach 3 Jahren noch zu h�ren.
Du! Ich habe eine Idee f�r ein neues Buch:
"Die Kunst, sich nach dem Winde zu drehen".
"Heitere Betrachtung �ber den Erfolg im modernen Leben".
Wunderbar! Aber ich finde alles wunderbar, was du schreibst.
Weil du Recht hast und mich seltsamerweise liebst.
Ich schreibe "Die Kunst, Skat zu spielen".
Dann: "Die Kunst sich nach dem Winde zu drehen".
Mein Verleger wird es ablehnen. Aber es wird Spa� machen.
Er w�rde mir einen Vorschuss geben auf "Die Kunst, Geld zu verdienen".
Aber ich k�nnte nur schreiben: "Die Kunst, kein Geld zu verdienen".
Ich w�rde gern dein Verleger sein. Das w�re sch�n.
T�rglocke Hinaus!
Herr Pfarrer! Sie waren Mittwoch nicht im "Schwan".
Ich habe Sie vermisst.
Ich sa� bei einer neuen Arbeit.
Entschuldigung!
Das ist doch egal!
Ich trage beim Aufr�umen einen Morgenrock.
Um die anderen Sachen zu schonen. Ich will nicht st�ren.
Ich wollte meinen Freund abgeben. F�hlt er sich nicht wohl?
Der Heiligenschein ist ihm abgefallen.
Ach! Ich bin Fachmann darin.
Haben Sie den alten Heiligenschein? Oder muss ich einen neuen schnitzen?
Er ist hier. Ach!
Man sieht dann ganz anders aus. Ein Kirsch, Hochw�rden?
Oh! Gern! Wie hei�t der alte Herr?
Der heilige Antonius! Er hilft Ihnen, wenn Sie etwas verloren haben.
Und er hat au�erdem allen Versuchungen widerstanden.
Ihr Wohl, Fr�ulein Sonnemann!
"Allen Versuchungen widerstanden". Kunstst�ck! Er ist aus Holz.
Ger�usch eines Lastwagens. Der Kuckuck klingt wie eine Hupe.
Was will er denn?
Das war der Lastwagen! Er schreit, wann er muss!
W�re es kein Kuckuck, w�rde ich sagen: "Er hat einen Vogel."
Dauert es sehr lange? Ja.
Manche machen es schneller. Aber er macht es umsonst.
Empfehlung an die Eltern! Auf Wiedersehen!
Vorsicht! Die Treppe!
Ja! Man kann leicht einen Fehltritt begehen.
Hoppla!
Man stolpert manchmal in dieser morschen Welt. Ja, ja!
Sehr anz�glich!
Du m�sstest dich sch�men! Im Morgenrock!
Bei einem Herrn im Turm.
Aber ich tue es nicht. Schrecklich?
Ja. Aber er redet nicht �ber uns.
Oder die ganze Stadt w�sste morgen, dass du und ich ...
Die ganze Stadt wei� es seit 3 Jahren. Im Ernst?
Ich glaube manchmal, du lebst nicht im Turm, sondern auf dem Mond!
Kennst du die 3 Affen? Du lebst so!
Die anderen sehen, h�ren und sprechen, du Mann im Turm!
Das klingt h�bsch. Du hei�t so in der Stadt.
Es ist peinlich, dass die Leute von uns wissen.
Du solltest stolz darauf sein.
Deinetwegen! Ich will dich vielleicht irgendwann heiraten.
Es geht dann nicht, weil du einen schlechten Ruf hast.
Du h�ttest es dir fr�her �berlegen sollen.
Und warum heiraten wir nicht?
Na ja! Weil das Heiratsspiel nach uraltem Brauch gestaltet wird.
Es beginnt zum Beispiel damit ... Womit?
Der Herr fragt die Dame, ob sie ihn heiraten will.
Warum haben Sie nie die Spielregeln erkl�rt? - Ich habe meinen Stolz.
Willst du? - Was? Mich heiraten? - Ernsthaft?
Na ja! Es wird Zeit nach 3 Jahren.
Wir kennen uns 3 Jahre. Aber den Turmschl�ssel hast du seit 2 Jahren.
Wann?
Was? Heiraten! Du geh�rst jetzt mir!
Ich habe nicht grundlos gez�gert, dich zu heiraten.
Du bist ziemlich reich. Ich ziemlich arm.
Du bist jung. Ich ziemlich alt.
Deine Eltern enterben dich, wenn du einen Dichter im Turm heiratest.
Wir w�ren dann gleich arm. Meine Eltern sind einverstanden.
Schau nicht so dumm! Sie wissen es. Nur du als Einziger nicht!
Herr Ventura! Guten Morgen!
Ein Telegramm f�r Sie!
Ein Irrtum! Wer soll mir telegrafieren?
Die Bundespost irrt sich nie. W�re aber nett:
Wenn sie sich irren w�rde. Irren ist menschlich!
Sag einmal! Wovon sprachen wir eben?
Vom Heiraten! Oh ja! Wir wollen es schnell tun.
Braucht man da nicht viele Geburtsscheine?
Mmh.
Meine Schwester ist gestorben.
Freitag um 3 Uhr ist Beerdigung.
Ich wusste nicht, dass du eine Schwester hast.
Wir verstanden uns nicht gut.
Sie hat in M�nchen eine kleine Leihb�cherei.
Ihr Mann starb vor 5 Jahren. Sie hat 2 Kinder: M�dchen und Junge.
Wer ist Familie Roeckel?
Ihre Schw�gerin heiratete einen Herrn Roeckel. Ein Lokomotivf�hrer.
Haben sie Kinder? Keine Ahnung! Ich glaube es nicht.
Was ist dran komisch?
Er ist Lokomotivf�hrer und vielleicht zu viel unterwegs.
Aber Lutz! Entschuldige bitte!
Ich habe keinen dunklen Mantel. Sie wird nicht �rgerlich sein.
Ja?
Kirchenglocken l�uten.
Nicht zu verstehen
Rudolf! Bitte unterlass das! Rudolf!
Ein komischer Junge! Er hat nicht eine Tr�ne vergossen.
Ich bin auf das Tiefste schockiert.
Er versteht vielleicht nicht, was der Tod f�r ihn bedeutet.
Eine b�se Geschichte f�r die beiden.
H�r endlich auf damit! Benimm dich!
Wir m�ssen erst nach Hause! Nein!
Aufh�ren! Was sollen die Leute denken, wenn sie euch h�pfen sehen?
Er sagt, er muss. Hat das nicht Zeit bis zu Hause?
Es hat keine Zeit. Komm!
So! Komm!
Verschwinde hier! Muss ich dir helfen? - Nein, danke!
Rudi! Ich wusste nicht, was ich dir schenken sollte:
Schokolade oder Bonbons? Na? Was m�chtest du?
Alls beids zsammen!
Ich verstehe dich nicht. Ich bin kein alter Bayer wie du.
Alles beides zusammen!
Nuss-Schokolade und Karamell- Bonbons! F�r Traudl auch!
Nett, dass du an deine Schwester denkst! Hast du sie gern?
Ja, mei! Sie ist ein Weib! Nicht ihre Schuld.
Wir sind jetzt Vollwaisen. Wer sagt das?
Tante Roeckel! Ist die Tante nett?
Nein! Nie! - Pst! Sie ist eine Bissgun! Was?
Sie sagte sofort: "Bello muss weg!" "Bello"? Wer ist das?
Unser Spitzl! Ach! Euer Hund! Ja!
Friedrich! Nicht rauchen! Wir kommen von einer Beerdigung.
Die Zigarre schmeckt trotzdem gut.
Ich m�chte es nicht. Also bitte!
Ja! Es ist gerade das, was wir jetzt alle brauchen k�nnen:
Ein T�sschen Tee.
Kaffee! - Bitte? Kaffee!
Mmh! ... Kaffee!
Was wird denn aus Bello?
Ach so! Euer Hund!
Sie haben keinen Hund. Oder, Frau Roeckel?
Nein. Meine Frau will nicht. Ja. Wir haben Parkettb�den.
Alle diese K�ter haben W�rmer.
Man w�scht manchmal die H�nde. Bello hat keine W�rmer!
Man wei� das nie. Er w�rde dann rutschen!
Was? Rutschen! Auf dem Popo! Weil es juckt!
Ach so! Ich habe das schon gesehen! Friedrich!
Das ist kein Thema bei Tisch! Mich w�rde es nicht st�ren.
Es ist ein naturwissenschaftliches Thema.
Ja. Also: Mir kommt kein Hund in meine Wohnung.
Aha! Das ist aber schade. Er k�nnte Ihnen beim Bohnern helfen.
Das Schicksal von Bello ist jetzt nicht so wichtig.
Die Kinder h�ngen an dem Hund. ... Macht euch keine Sorgen!
Ich nehme Bello in meinen Turm. Er kann da bohnern.
Sehr nett, Herr Ventura! Aber was wird mit den Kindern?
Geht kurz hinaus!
Nein! Die beiden sind am meisten betroffen.
Traudl ist 13 und ein vern�nftiges M�dchen.
Sie macht Wurstsalat und Griespudding.
Na bitte!
Der Staat m�sste eigentlich f�r die Kinder sorgen.
Das bedeutet mit anderen Worten: Waisenhaus.
Das hat mein Mann nicht gesagt. Nur Sie sagten es!
Sie allein! Na ja!
Es geht nicht in meinem alten Turm. Ich bin dort allein.
Ich stehe auf, wann ich will. Ich lebe von Kaffee und Suppenw�rfeln.
Haben Sie keine Kinder, Frau Roeckel?
Nein. Kindersegen blieb uns versagt. Es war nicht meine Schuld!
Wir haben nur eine 3-Zimmer-Wohnung und ein kleines Gehalt.
Ich kann mir kein M�dchen halten.
Niemanden interessiert, ob du das kannst!
Er muss wissen: Wir leben sehr bescheiden.
Millionen leben schlechter!
Millionen! Und Millionen leben besser!
Du h�ttest den Reichsbank-Pr�sidenten oder Generaldirektor heiraten sollen!
Generaldirektor w�re nicht schlecht. H�r auf!
Ich sagte: Wir haben eine kleine Wohnung, die ich allein putzen muss.
Wir planen seit einem Jahr eine Ferienreise in den Schwarzwald.
Meine Nerven sind ... Genug!
Wir haben verdammtes Parkett, das du immer putzt!
Verfluchte Gardinen, die keinen Rauch vertragen.
Kissen, auf denen man nicht mit dem Hintern sitzen darf.
Friedrich! Dein "Friedrich" ist mir egal!
Auch deine "geborene L�decke"! Und deine Sesselschoner!
Ich bin der Vormund. Und die Kinder kommen zu uns.
Wo werden Sie heute Nacht wohnen? Bei uns geht es nicht.
Nat�rlich nicht. Wenn es auch gehen w�rde.
Onkel Lutz k�nnte bei uns schlafen!
Ja. Das w�re vielleicht das Beste.
Die Kinder sind dann nicht so allein.
Ja! Dann ...
Onkel Lutz! Ja?
Mutter sagte, du bist Schriftsteller!
Ja. Bekommst du Geld daf�r?
Ja. Wenn die Geschichten gedruckt werden. Viel Geld?
Eine Mark kann viel sein. Mutti sagte immer:
Man m�sste eine Metzgerei haben. Oder eine Drogerie.
Ja. Wenigstens nebenher. Ich heirate einen Metzger!
Und ich einen Konditor!
Hast du geh�rt, Onkel Lutz? Der ist bl�d!
Er kann nur die Frau eines Konditors heiraten!
Hundegebell
Oje! Der Bello! Wenn er h�rt, er hat W�rmer, ...
... passiert ein Ungl�ck! Ja?
Bello! Ja, Bello!
Ja!
"Vor dem Schlafengehen"
Aber ich will es heute! Lass ihn! Lass ihn in Ruhe!
Oder ich sage es der Mutti!
Das geht nicht mehr. Das geht nicht mehr.
Rudi weint.
Was ist? Rudi will, dass Bello bei ihm schl�ft.
Mutti hat es nie erlaubt.
Er darf heute ausnahmsweise in seinem Bett schlafen.
Rudi! Was ist denn? Ich will dir etwas sagen! Du bist nicht allein!
Du hast eine nette Schwester. Und einen guten Freund. Mich!
Wenn du von Mann zu Mann sprechen willst, besuchst du mich im Turm.
Da h�ngen sehr viele Flederm�use unter den Balken! - Nein!
Ich brate sie manchmal. Sie schmecken wie gebratene Tauben.
Wie f�ngst du sie?
Ganz einfach! Sie gehen in die Haare von den M�dchen.
Ich stelle ein M�dchen auf den Balkon und pfeife.
Und sie kommen dann. Da muss ich hin!
Du brauchst keine Angst zu haben, dass der Turm einst�rzt.
Er steht �ber 500 Jahre da. Hier ist der Schl�ssel. Sch�n. Oder?
Der Turm hat dicke Mauern, einen Wehrgang und viele Verstecke.
Gut zum "Raubritter und Edelfr�ulein" spielen!
Ja. Ich tue das manchmal. Die Spieluhr spielte eine Melodie.
Was ist das?
Das ist eine Spieluhr. Kennst du das Lied? - Nein.
Du auch nicht? Nein.
"Das bleibt nicht so, das bleibt nicht so."
"Auch du wirst einmal wieder froh."
"Alles geht vor�ber. Alles heilt die Zeit."
Er singt:
"Das bleibt nicht so. Das bleibt nicht so."
"Auch du wirst einmal wieder froh."
Rudi!
"Alles geht vor�ber. Alles heilt die Zeit."
"Es kommt das Leid."
"Es geht das Leid."
"Denn nichts w�hrt eine Ewigkeit."
"Alles geht vor�ber."
"Alles heilt die Zeit."
"Ist heut' dein Himmel tr�be, verlier' nicht gleich den Mut."
"Ein kleines bisschen Liebe macht alles wieder gut."
"Das bleibt nicht so. Das bleibt nicht so."
"Auch du wirst einmal wieder froh."
"Alles geht vor�ber."
"Alles heilt die Zeit."
Komm, Rudi! Fang! Aber f�r euch beide!
Jemand klopft an die T�r.
Ja?
Ich m�chte mit dir noch ein bisschen reden, Onkel Lutz.
Ohne Rudi!
Weil er noch so ein Kind ist!
Willst du nicht lieber schlafen? Ich kann jetzt nicht schlafen.
Komm her! Setz dich!
Onkel Lutz! Das mit den Flederm�usen ist nicht wahr. Oder?
Nein. Aber sonst ist alles wahr.
Gut, dass das nicht wahr ist! Mmh.
Ich m�chte gern zu dir! In deinen Turm.
Sag, dass wir nicht zur Roeckel gehen brauchen!
Rudi, Bello und ich! Wir machen dir keine Arbeit.
Im Gegenteil! Ich kann putzen und st�bern!
Und ich kann auch etwas kochen. Ja. Griespudding. Ich mag ihn gern.
Ja. Mmh.
Traudl! Es geht nicht. Beim besten Willen nicht!
Es gibt einen Sack voll Gr�nde!
Ich wei� manchmal nicht, wie ich die Miete bezahlen soll.
Dazu kommen Essen, Holz und Kohle!
Aber wir k�nnen Zeitungen austragen.
Oder am Bahnhof Schuhe putzen! Wie andere Kinder auch.
Man putzt sich bei uns die Schuhe selber. Oder gar nicht.
Mir graust es, wenn ich an die Roeckel denke.
Er ist nett. Aber er ist meistens nicht da. H�r zu!
Mei! Wenn schon jemand "H�r zu" sagt, wird nichts daraus.
Es wird auch nichts, Traudl! Da ist noch etwas ganz anderes:
Da ist eine junge Dame. Ich m�chte sie demn�chst heiraten.
Das wird uns nicht st�ren.
Es ist kaum Platz f�r zwei! Es geht nicht! Ausgeschlossen!
Warum h�lt er nicht? Der muss mein Winken gesehen haben!
Bl�dhammel! Damischer! Das war der 24.!
Es bleibt also dabei: Ihr geht, ...
... wenn die Roeckels von der Ferienreise da sind.
Richtig. Die Schule beginnt dann. Ja. Es bleibt dabei.
Schweinerei! ... Nein!
Er h�lt! ... Los!
Wo wollts ihr denn hin?
Nach W�rzburg und vielleicht weiter Richtung Fulda.
Ein Preu�e auch noch!
Wer ist a Prei�? Entschuldigen Sie, Herr Nachbar!
Ich dachte, Sie sind a Prei�! Nix f�r ungut! Bitt sch�n!
Danke Ihnen vielmals!
Wenn Sie ka Prei� sind, fress I einen Besen!
Ich bin nur der Onkel von den Kindern.
Sie sind in Bayern geboren und aufgewachsen.
"In Bayern geboren und aufgwachsn"!
Wenn eine Katze im Fischladen Junge bekommt, sind das Kieler Sprotten.
Jemand h�tte uns l�ngst mitgenommen, w�rdest du bayrisch reden.
Unsinn! Niemand sieht beim Winken, woher du kommst.
Du wirkst schon etwas wie ein Prei�.
Steck dir einen Gamsbart an den Hut!
Das k�nnte euch Bayern so passen. Vorsicht!
So! Das ist er: der Turm. Ich sehe nichts vom Turm.
Weil es schon sp�t ist. Er hat sich hingelegt und schl�ft.
Ihr k�nnt morgen fr�h zusammen aufstehen.
Du willst mich wieder anschmieren.
Vorsicht! Die Treppe ist schon eine ganz alte Frau.
H�rt ihr sie st�hnen, wenn man auf ihr herumpoltert?
Wie redet er denn mit uns?
Spinnst du? Ich muss!
Lass mich los! Na! Was ist denn? Sofort aufh�ren!
Aufh�ren! Oder es kracht!
Rudi!
Nicht eine Fledermaus!
Hinein! ... Hinein mit euch!
So! Wir werden Programm machen f�r euer Leben im Turm.
Wie gef�llt er euch? Pfundig! - Was?
"Pfundig" bedeutet "prima". Aha!
Es wird 8.30 Uhr aufgestanden. Wie?
Oder um 9 Uhr. Fr�hst�ck ist um 9.30 Uhr.
Das ist deine Abteilung. Ja.
Ich muss dann nachdenken. �ber das Mittagessen!
Nein. �ber meine Arbeit.
Gut. Wenn er morgens nachdenkt, hat er nachmittags Zeit f�r uns.
Ich kann keine Versprechungen machen. In keiner Hinsicht!
Ich bin ein freier Mann. Merkt euch das! ... Ja.
Wenn ich ernst schaue und rauche ... oder bl�d schaue, dann arbeite ich.
Wenn ich dann sp�ter am Schreibtisch sitze, ...
... und schreibe, wor�ber ich nachgedacht habe, ...
... dann arbeite ich auch. Ihr m�sst dann auch sehr still sein.
Oder es ...
... kracht! Wir kennen das von der Mutti.
Sie musste die Kasse abrechnen und f�r das Finanzamt rechnen.
Wir haben uns verstanden. Bist du fromm?
Ja. Es geht. ... Ziemlich.
Immerhin! Ich ... Warum?
Weil so viele Heilige hier herumstehen.
Du siehst daran, dass ich fromm bin.
Ich bin Holzschnitzer. Restaurator.
Es kann dir nicht schlecht gehen. Wieso?
Mit einem Restaurant! Die Leute saufen sehr viel.
Ein Restaurator wie ich hat mit Saufen nichts zu tun.
Ich repariere alte Heilige.
Ja, Kinder! Ins Bett. Los!
Ich sehe kein Bett! Ach so!
Na! Dann kommt einmal!
Hier!
Ihr schlaft hier in meinem Bett. Das wird etwas eng f�r drei.
Ich schlafe da drau�en. Wir sehen morgen weiter.
Ich sage euch noch gute Nacht!
Na ja!
"Die Kunst, Skat zu spielen. Kapitel 8."
"Man erkennt beim Spielen den Charakter."
Wo ist hier das Klo?
Das ... Wieso hast du das Kleidungsst�ck angezogen?
Will deine Braut das nicht?
Wieso soll Fr�ulein Sonnemann das nicht wollen?
Es ist ihr Morgenrock.
Wie soll der Morgenrock herkommen? Es ist meiner!
Aha! ... Bitte!
Na ja! Ich habe ihn schon lange. Wo ist es?
Was? Das Klo!
Die Treppe rauf! - Da? Da!
Biest! Autohupe
Mist! Das f�ngt schon gut an.
Ja?
Ja!
Seit wann bist zu zur�ck?
Seit 10 Minuten. Gut ausgerechnet. Aber ich kam per Anhalter! Klar.
Woher wei�t du es? Gesch�ftsfrauen- Logik und Liebesgef�hl.
Du wei�t dann auch ... Toilettensp�lung
Hast du die Kinder zu dir genommen?
Nur f�r kurze Zeit. Die Roeckels nehmen sie.
Sie sind auf Ferienreise. Das Parkett muss sich erholen.
Ach so! F�r immer w�re unm�glich. So ist es wunderbar.
Das ist Tante Margot! ... Traudl! Guten Abend, Fr�ulein Sonnemann!
Ich gratuliere dir zu deinem netten Onkel!
Ja, Fr�ulein Sonnemann!
Gute Nacht, Onkel Lutz! Nacht, Traudl!
Gute Nacht, Fr�ulein Sonnemann! Gute Nacht, Traudl!
Rudi! Komm her! Tante Margot ist hier.
Gr�� dich!
Deine Tante?
Du bist sehr galant. Die Treppe rauf! Hier kommt Bello.
Arme Kinder!
Ja. Du m�sstest Frau Roeckel kennen lernen!
Warum gabst du nicht Nachricht? Ich h�tte etwas vorbereitet. Vergessen!
Ein zu nahe liegender Gedanke. Ja.
Ich liebe das, Lutz! Es ist mein Gl�ck, dass ...
... Liebe nichts mit Verstand zu tun hat.
Onkel Lutz! Beten!
Entschuldige! Also ...
So!
Der Mond ist aufgegangen.
Wir haben keine Gesangstunde!
M�de bin ich, geh zur Ruh. Schlie�e meine Augen zu.
Nicht deine! Meine!
Alle Menschen gro� und klein ... sollen dir ... ... befohlen sein.
Amen! ... So.
Schlaft gut!
Man wei� bei dir nie, ob man weinen oder lachen muss.
Wie w�re es dann mit k�ssen?
Du wirst dich damit gedulden m�ssen. Ich denke gar nicht daran! Komm!
Los!
Warte doch!
Wie ein Primaner!
Ein Primaner, der oft sitzen geblieben ist.
Ich sagte meinen Eltern, dass du mich endlich heiraten willst.
Sie weinten. Ich dachte es mir.
Papa verliert seine beste Kraft. Onkel Lutz!
Ich habe einen Splitter im Zeh!
Ich komme gleich. Sie ist eifers�chtig.
Ihr seid so "von der Wiege bis zur Bahre".
Als mein Schwager meine Schwester k�sste, biss ich in seinen Daumen.
Ich war 9. Heitere Aussichten! Fahr langsam!
Ich bleibe hier!
Wenn das m�glich w�re! Aber er will das Fr�ulein Sonnemann heiraten.
Wir kaufen uns wei�e M�use und lassen sie laufen.
Sie erschreckt sich und kommt nie wieder.
Gegen das Heiraten helfen wei�e M�use nicht.
Wir k�nnten ihre Kinder sein!
Nein. Wir sehen ihnen nicht �hnlich. Kannst du ihn nicht heiraten?
Nein. Wir m�ssten so lange verlobt sein, bis ich erwachsen bin.
Manche sind so lange verlobt, bis sie ein Baby bekommen.
Mutter sagte, das ist nicht gut. Ein Baby brauchen wir hier nicht.
Wir machen ihm alles recht sch�n im Turm.
Er will dann nicht mehr ohne uns sein.
Aufr�umen und Fr�hst�ck machen. Kochen und Einkaufen!
Man kann es versuchen! Pst!
Komm! ... Aber leise!
Lutz brummt im Schlaf.
Aaah!
Der grantelt schwar.
Nicht "schwar", "schwer"! Ich werde dir Hochdeutsch lernen.
Wie sp�t ist es? Schon 7.30 Uhr!
Mistbande! Oh!... Das ist sehr erfreulich. - Kaffee!
Ich habe das gemacht. Ich!
Wie die Heinzelm�nnchen! Es ist sch�n mit eigenen Heinzelm�nnchen.
Auch ich! ... Ordnung!
Wo ist das hin? Da drin!
Ich habe 5 Jahre gebraucht, um diese Unordnung zu schaffen.
Und jetzt?
Wie bei Roeckels!
Autohupe
Traudl! Rudi! Kommt schnell herunter!
Kommt, Kinder! Helft mir! ... Hier!
Danke, Fr�ulein Sonnemann! Bedanke dich!
Danke, Fr�ulein Sonnemann! Bitte! Ich habe eine �berraschung!
Wir machen heute in 8 Tagen den tollsten Ausflug der Welt.
Es darf nicht regnen! Das ist furchtbar nett von Ihnen.
Ich gehe ins Wasser.
Warum? Die Kinder haben den Schreibtisch aufger�umt.
Ich mache heute Abend Unordnung. Ich muss weg!
Komm bestimmt! Ja?
Ja!
Sie ist nett. Sehr nett. Ja.
Oder ich w�rde sie nicht heiraten. Und sie ist jung.
Gell?
So jung!
Sie singen:
"Heut erz�hl ich es dem Sommerwind." "Dass wir so sehr gl�cklich sind."
"Ich erz�hl es auch den Bl�melein." "Bedank mich beim Sonnenschein!"
"O Bello! O Bello!" "Das ganze Jahr m�sst Sonntag sein."
"O Bello! O Bello!" "Voll Gl�ck und Sonnenschein."
"Jeder Falter hat ein buntes Kleid." "Die Fische schwimmen in Seligkeit."
"Auch Bello, ... unser Hund sagt:" "'Leben auf dem Lande ist gesund.'"
"O Bello! O Bello!" "Das ganze Jahr m�sst Sonntag sein."
"O Bello! O Bello!" "Voll Gl�ck und Sonnenschein."
"Man erz�hlt uns in der Stadt, ..." "... dass Wasser keine Balken hat."
"Dass dies nicht stimmt, kann man hier sehen."
"Sonst w�rden wir untergehen." "O Bello! O Bello!"
"Das ganze Jahr m�sst Sonntag sein."
"O Bello! O Bello!" "Voll Gl�ck und Sonnenschein."
Sie singen:
"Liebes Fischlein komm! Bei� an!" "Weil ich es nicht erwarten kann."
"Bleib nicht der Pfanne fern!" "Wir haben dich zum Fressen gern."
"O Bello! O Bello!" "Das ganze Jahr m�sst Sonntag sein."
"O Bello! O Bello!" "Voll Gl�ck und Sonnenschein."
"Er liegt frisch und gebraten da."
"Der sch�nste Fisch, den ich je sah."
"Besser als jede Weihnachtsgans." "Bello bekommt Gr�ten und Schwanz!"
"O Bello! O Bello!" "Das ganze Jahr m�sst Sonntag sein."
"O Bello! O Bello!" "Voll Gl�ck und Sonnenschein."
"Wenn ich dir heut in die Augen seh, entschwindet mein Leid und Weh."
"Dann wird ums Herz mir sonderbar." "Mir ist, als w�r ich 20 Jahr'."
Sie summen die Melodie.
"O Margot! O Margot!"
Hier! Ich bringe sie ins Bett. Gut.
Werte Dame! Danke! Sie haben heute eine gute Tat begangen.
Nein. Es hat mir viel zu viel Freude gemacht.
Ja? - Ich wusste nicht, dass du schnarchst.
Was tue ich? Du schnarchst!
Wir werden getrennt schlafen m�ssen. Unm�glich hier im Turm!
Das ist eine Verleumdung. Ich habe noch nie geschnarcht.
Ich kann es dir beweisen. Ich h�rte das Gegenteil.
Aha! ... Traudl. "Traudl".
Ich soll schweigen. Das Biest.
Sie glaubt: Wenn wir nicht heiraten, kann sie bei dir bleiben.
Praktisch. Oder es ist wahr.
Was? Dass du schnarchst. Hinaus!
Ich habe heute gute Einf�lle zum Arbeiten.
Gute Nacht, Vater Lutz!
Mutter Margot! ... Fahr langsam!
"Die Kunst, Skat zu spielen".
"Man erkennt beim Spiel den Charakter."
Reiz mich, reiz mich, liebe Liese!
Reiz mich, reiz mich, liebe Liese!
Reiz mich, reiz mich, liebe Liese!
18!
20!
2! ... Passe.
Und der Herr?
4!
6!
30! Ich habe schlechte Karten. Sie hat die H�nde voll. Was spielen Sie?
Karausche mit Maibutter, meine Herren!
Gestatte mir eine kleine Berieselung.
Mmh. Gestatte mir kleines, scheues Re aus dem Wald.
Der Herr Doktor ist nun dran.
Er pfeift ein Lied.
Wir schie�en den Herrn gleich mit Kritzel-Kratzel an.
Bist du farbenblind? Eisblumen auf der Brille?
Du sollst Pik spielen!
Ja. Der sitzt voll wie ein Bettelmann voll L�use.
Und nun kommt der Aufrei�er: Pik-Dame!
Pst! Nicht nachz�hlen! Die Toten ruhen.
Was haltet ihr denn von Herzen?
Sie k�nnen Murmeln spielen. Aber nicht Karten.
Ruhe!
Und den von hinten!
Sachen abgeben, meine Herren! Schneider sind auch Leute.
Ist gut.
Er singt:
"O Bello! O Bello! Tradadi und Sonnenschein!"
Ist es sehr schrecklich hier mit uns?
Ihr habt mein ganzes Leben ver�ndert. Es ist nicht schrecklich.
Ich muss nachts arbeiten. Prima. Ihr habt mir Gl�ck gebracht.
Ich habe 2 kleine Geschichten verkauft.
Kein Grund f�r Gewissensbisse. Du hast uns auch Gl�ck gebracht. Ja?
Ich dachte, ich lache nie wieder. Ach! Komm! Probier einmal!
Irgendetwas fehlt.
Sehr gut! Vielleicht noch etwas Zitrone.
Ist es zu fr�h? Was?
Das Lachen! Rudi und ich waren so fr�hlich auf dem Ausflug.
Ich machte mir nachher Vorw�rfe, dass das Lachen zu fr�h war.
Ihr habt eurer Mutti so gro�e Freude gemacht.
Au!
Rudi! Ist etwas passiert?
Sakra! Nur der Finger.
Ich wollte den Kuckuck reparieren. Weil er falsch kr�ht!
Und er hat dich gebissen!
Der Kuckuck klingt noch etwas wie eine Hupe.
Er spinnt noch immer. Aber es klingt besser.
Hast du Verbandszeug? Ja, nat�rlich!
Wo denn? "Wo denn"?
Was hei�t "wo denn"?
Na ja! Wo?
Ich habe es doch irgendwo. Wo ist Verbandszeug?
Du findest verlorene Sachen. Zeig uns, was du kannst!
Na bitte! Hei�en Dank!
Bitte sehr! Wir waren bisher beim Metzger Krebs.
Der hat uns zweimal beschissen. Sprich Hochdeutsch! Das ist gleich.
Das Gewicht war auch falsch. Wir sind deshalb bei Ihnen.
Gutes Geld gegen gute Ware. Du bist dann richtig bei uns.
Und wir haben einen Hund. Pack etwas ein!
Herr Ventura! Herr Ventura!
Ich kann mir den Weg ersparen. Danke! ... Schon wieder!
"Abhole Kinder Freitag." Wir haben alles.
Welchen Tag haben wir heute? Mittwoch!
"Mittwoch"! Aha! Scheibenhonig.
Warum bist du so grantig? W�re Dienstag dir lieber?
Wenn ich ein ernstes oder bl�des Gesicht mache, denke ich nach.
Ich w�nsche keine dummen Fragen. Komm!
Aah!
Brrrrr! Los! Ich nehme euch mit! Das ist sehr liebensw�rdig.
Bitte! Danke sch�n! Komm! Hopp!
Die beiden passen gut zu Ihnen.
Man versteht dann erst, worum es geht.
Man kann sich mit ihnen nicht in einen Turm zur�ckziehen.
Sie sind neugierig. Ich hoffe, Sie haben von ihnen gelernt.
Na ja! Ferien sind irgendwann zu Ende.
Aber das ist schrecklich f�r die Kinder.
Und f�r den Onkel. Die Frau, zu der sie m�ssen, ist:
Eine verbitterte, keifende Reinlichkeits-Fanatikerin.
Gott versprach niemandem, dass das Leben leicht ist.
Es ist vielleicht gut, dass sie das Leben kennen lernen, wie es ist.
Sie k�nnen von Ihrem Turm tr�umen und Sie besuchen.
Tr�ume werden oft nicht erf�llt.
Ja. Ich wei�. Aber es gef�llt mir nicht.
Hier ist hei�es Wasser! Ja.
(Singt:) "O Bello! O Bello! Das ganze Jahr m�sst Sonntag sein."
Danke! "O bitte! O bitte!"
Toilettensp�lung
Rudi z�hlt.
Na! Na! Na! T�r zu!
"O Bello! O Bello! Voll Gl�ck und Sonnenschein."
Ja! Kinder!
Wir m�ssen langsam anfangen, die Koffer zu packen.
Der Roeckel hat mich benachrichtigt.
Er wird euch in 2 Stunden mit dem Zug abholen.
Was ist? Ihr tut, als ob ihr das das erste Mal h�rt!
Es war so abgesprochen. Oder?
Die Roeckels sind vom Urlaub zur�ck.
Es ist so weit!
Wann kam der Brief? Gestern! Gestern kam keine Post!
Dann vorgestern! Da kam auch kein Roeckel-Brief.
Dann vorvorgestern! Es war ein Telegramm.
Das beim Fleischer Engelbert! Ja!
Du hast uns 3 Tage nichts gesagt.
Glaubt ihr: Es macht mir Spa�, das zu erz�hlen?
Ich wusste: Ihr w�rdet tagelang mit h�ngenden Nasen herumlaufen.
Dumme Vorw�rfe! Ihr wusstet: Wir m�ssen uns trennen.
Mei. Wir habens halt nicht geglaubt.
Wir dachten: Wir d�rfen doch bei dir bleiben.
Es graust uns vor Tante Roeckel.
Na ja. Also: Wir sehen uns Weihnachten wieder.
Und ihr k�nnt in den Ferien auch kommen.
Kinder! Ihr m�sst es einsehen! Es geht nicht!
Schaut diese kleine Bude!
Wenn ich verheiratet bin, sind wir hier zu viert. Mit Bello f�nf!
Das ist ausgeschlossen! Mich w�rde es nicht st�ren.
Rudi! Traudl!
Onkel Roeckel f�hrt selber den Zug! D�rfen wir in der Lokomotive fahren?
Seid lieb zu Onkel Roeckel! Oder ... ... es kracht!
Sehr richtig!
Es ist nicht wegen ihm. Es ist wegen ihr! Ach!
Ich konnte auch nicht mit Mutti so gut reden wie mit dir.
Ihr habt euch erholt in den 2 Wochen!
Machten Sie viel M�he? Es sind verdammt nette Kinder.
Ich hole euch mit dem ganzen Zug ab. D�rfen wir in der Lokomotive fahren?
Nein. Aber ihr habt ein Dienstabteil f�r euch allein.
Ich schlafe in der Wohnk�che auf der Couch.
Rudi im Salon und Traudl in meinem Bett neben meiner Frau.
Sie bei�t nicht. Nachts nicht! Sie knirscht nur mit den Z�hnen.
Einsteigen! Der Zug f�hrt nicht ohne mich.
Onkel Lutz! Onkel Lutz! Ja! Ist gut. Kommt her!
Hineinspaziert! Wir haben uns genug abgeschleckt.
Wir haben uns die ganze Zeit gl�nzend verstanden.
Ich denke, wir auch. Ich besuche euch bei jeder Station.
Es war kurz. Langsam fahren! Ich bin unfallfrei.
Fenster zu! Nicht an die T�r lehnen! Nein.
Abschiedsszenen auf dem Bahnhof sind schlimmer als Zahn ziehen.
Wir wollen uns wie M�nner benehmen. Du auch, Traudl!
Ich bin gut zu Bello. Wir sehen uns Weihnachten.
Die Roeckel ist eine Bissgun. Kenne ich nicht.
Aber wenn ihr lieb seid, werdet ihr euch verstehen.
Nur du glaubst das!
M�glich ist alles. Onkel Lutz! Onkel Lutz!
Nicht weinen! Das ist gegen jede Verabredung!
Ich bin ja gut zu Bello.
Und Weihnachten sehen wir uns wieder.
Was suchst du denn, du dummer Hund?
Sie sind weggefahren! Wozu habe ich dich mitgenommen zum Bahnhof?
Der Kuckuck ruft.
Schnauze!
Wo hast du den gefunden? Auch hinter dem "Brockhaus"?
Es ist so still hier. Kannst du hinaufgehen und am Klo ziehen?
Margot! Du kommst immer, wenn man dich braucht.
Hast du mit dir selber gesprochen? Nein.
Ich sprach mit dem Hund �ber unsere Heirat.
Was meint er dazu? So schnell wie m�glich.
Du bist ein kluges Tier!
Wir wollen nicht mehr allein bleiben im Turm.
Wollt ihr mich als eine Art Ersatz? Ja. Das ist nahe liegend. Oder?
Also: Haare schneiden! Krawatte umbinden!
Bei den zuk�nftigen Schwiegereltern einen Anstandsbesuch machen! Ooooh!
Keine Angst! Ich habe meinem Vater erkl�rt:
Schriftsteller ist ein ehrenwerter Beruf.
Guten Abend! Guten Abend!
Aha!
Was?
Nahe liegend. Fein, dass du schon da bist!
Ich erwartete dich in einer Stunde. Ich bin eine Stunde zu sp�t!
Es sind sonst immer zwei. Ich bin zu fr�h!
Nett, dass du Blumen hast f�r Mami! Sie sind f�r dich.
Gute Idee! Sie denkt, ich w�re ein Gentleman. Ich habe etwas f�r dich.
Komm!
Was denn?
Moment! Moment! ... Bitte!
Lutz!
Mmh?
Danke! Ich habe immer getr�umt, dass ein Mann f�r mich stehlen geht.
Nein! Bar bezahlt! "Die Kunst, Skat zu spielen" verkauft!
2.000 Mark Vorschuss! Die anderen merken es endlich!
Dass du ein Genie bist. Zur richtigen Zeit.
Meinem Vater sagen wir, es sind 5.000 Mark. Es klingt viel besser.
"Von der Wiege bis zur Bahre!" ... Hinein mit mir!
Na also! Ich wollte ein Buch schreiben.
Es wird nicht passieren. Soll ich nach dem Titel fragen? Ja.
Wie hei�t er? "Die Kunst, Junggeselle zu bleiben".
Schreib ein anderes! Soll ich nach dem Titel fragen?
Ja. Titel?
"Die Kunst, seine Frau auf H�nden zu tragen". Was ist?
Bist du wahnsinnig?
Wann soll es losgehen? N�chsten Sonntag?
Sonntag in 8 Tagen!
Meinst du eine Hochzeit mit allem Klimbim?
Blumen streuende M�dchen und Frack? Und Schleier?
Du hast keinen Frack! Ich habe einen dunklen Anzug.
Nein! Frack! Alle sollen von unserer Hochzeit reden.
Wenn Sie auf mich h�ren, Herr Ventura: Frack!
Ich kann mir einen Frack ausleihen.
Nein! Du gehst nicht mit geliehenem Frack auf meine Hochzeit! Meine!
Ich bezahle kein Verm�gen f�r etwas, was man einmal im Leben tr�gt!
Habe ich Recht, Herr Pfarrer?
Ich glaube, Gott ist das egal.
Gut! Unser Oberkellner Max wird dir seinen leihen.
Er ist kleiner und dicker als du. Ausgezeichneter Gedanke!
Streitet euch nicht! Ich habe die L�sung.
Rechts oder links?
Treffe ich das Streichholz: neuer Frack!
Wenn nicht, nehme ich den von Max. Also: 1! ... 2! ... 3!
Links!
Max!
Lutz singt fr�hlich.
Kinder! Was ist mit euch los?
Bello winselt und bellt. Guten Abend, Onkel Lutz!
Wie kommt ihr nachts her?
Wir sind ausgerissen. So. Dann kommt! ... Moment!
So, Bello! Jetzt komm! Schau, wer da ist!
Rei�t ihn durch! Jeder bekommt eine H�lfte!
Du bist so ein St�ck gewachsen in den 6 Wochen!
Kommt her!
Los! Los! Los! Wissen die Roeckels, wo ihr seid?
Nein. Sie haben auf einen Zettel geschrieben: "Wir sind in Amerika."
Ich muss euch morgen zur�ckschicken.
Wenn du das tust, gehe ich ins Wasser.
Und ich vorher!
Hinsetzen!
Erz�hlt! Aber der Reihe nach! Wann seid ihr den Roeckels weggelaufen?
Nach dem Essen. Sie war beim Fris�r. Dauerwelle!
Warum seid ihr weggelaufen?
Wir mussten Geschirr sp�len. Rudi hat abgetrocknet.
Eine Sch�ssel fiel mir hin.
Wegen der Sch�ssel ... Nicht deshalb!
Sie fiel in das Waschbecken. Es war aus Porzellan.
Das Abwaschwasser war darin. Und andere Teller!
Waschbecken, T�pfe und Teller fielen herunter.
Das Abwaschwasser lief �ber den Teppich.
Sie klopften von unten!
Sie schrien: "Das Wasser kommt durch die Decke!"
Wir sollten bezahlen! Wir rannten zum Bahnhof.
Wir kauften Fahrkarten.
Vom Sparbuch. Wir kauften Bratwurst.
Du warst nicht da. Wir sa�en auf der Treppe.
Wir sind eingeschlafen. Du kamst. Wir sind hier.
Was denkt ihr, was jetzt passiert?
Mei ... Mei ... Wir haben halt gedacht, ...
Was gedacht?
Wir dachten, wir schlafen im Treppenhaus.
Das k�nnt ihr nicht! Das sage ich gleich!
Ich h�tte es fast vergessen: Der Brieftr�ger kam vorhin.
Hier! Ein Telegramm f�r dich.
Schon wieder!
"Kinder verschwunden. Falls bei Ihnen, bitte um Nachricht! Komme!"
"Friedrich Roeckel." Ich muss es ihnen sagen. Sie sorgen sich!
Sie freut sich, dass wir weg sind!
Sie wurde stockn�rrisch, wenn nur ein Kratzer an der T�r war!
Ein Wasserfleck auf dem Linoleum.
Marmelade auf dem Tisch! Immer �berdruck!
Sie stritten immer wegen uns.
Sie griff ihn an wie eine Furche! Wie was? - "Wie eine Furche"!
Und als er weg war, mussten wir daf�r b��en.
Die Wut, die sie auf uns hatte. Sie sagte:
"Ihr habt den Unfrieden ins Haus gebracht."
"Fr�her hat es zwischen mir und Friedrich nie Streit gegeben."
Sie sagte vorigen Sonntag:
"Seid ihr noch einen Tag hier, ertr�nke ich mich."
Wir haben 3 Tage gewartet. Und? Nichts?
Wir haben gebetet, dass sie beim Putzen vom Fensterbrett f�llt.
Nichts! Die Roeckel ist nicht katholisch!
Ich wusste: Amerika muss in der N�he von Ihrem Turm sein.
Wollen Sie die Kinder holen? Ja.
Ein Ungl�ck mit dem Waschbecken. Aber kein Verbrechen.
Sagen Sie das meiner Alten!
Die Kinder sind im Turm. Ich dachte, wir reden zuerst.
Von Mann zu Mann! - Ja. Sie erraten meine Gedanken.
Ich habe niemanden zum Sprechen. Meine Alte schimpft nur noch.
Darf ich Sie zu einem Bier einladen? ... Zwei Bier!
Herr Roeckel! Ich heirate in 10 Tagen.
Herzlichen Gl�ckwunsch! Sie haben bestimmt in den Gl�ckstopf gegriffen.
Ich in den Nachttopf. Ich verstehe Sie.
Niemand ahnt, wie ich leide, seitdem die Kinder da sind.
Die H�lle ist dagegen ein Kurort!
Man freut sich, wenn man vom Dienst heimkommt. Hundem�de.
Nichts als �rger und Streit erwarten einen daheim. Nein!
Ich habe die Schnauze voll! Gestrichen und randvoll!
"Die Kinder haben ins Treppenhaus gespuckt."
"Die Kinder rei�en ihre Str�mpfe kaputt und sp�len das Klo nicht."
"Traudl spricht im Schlaf, Man kann nicht schlafen."
Ich habe sie zum 1. Mal seit 22 Ehejahren geschlagen.
Ja. Hat es nichts geholfen? Nein. ... Herunter von den Schienen!
Was geholfen h�tte? Ein halbes Dutzend Kinder!
Sie verw�hnt jetzt ihre Goldfische und schrubbt die Fu�b�den.
Schlimm, Herr Roeckel! Aber was soll geschehen?
Etwas muss geschehen!
Ja. Ich nehme die Kinder zur�ck. Ich bin deswegen hergekommen.
Aber ich kann f�r nichts garantieren!
Einer von uns endet im Irrenhaus. Meine Alte oder ich.
Tr�be Aussichten f�r Sie und Ihre Frau. Besonders f�r die Kinder.
Die "geborene L�decke" ist nicht schlecht.
Aber man muss sie manchmal d�mpfen.
Sie sagt mir den ganzen Tag: "Tu die Kinder wieder aus dem Haus!"
Sie w�rde daf�r 50 Mark im Monat opfern.
Wir reden wieder �ber das Waisenhaus.
Das w�re besser als bei meiner Alten.
Was die Kinder brauchen, kann ihnen meine Alte nicht geben. Hier!
Ja.
Sagen Sie! Haben Sie noch einen Groschen?
Ja.
Hier!
Ich bin gleich wieder da.
Hallo! Ist dort Hotel Sonnemann? Ich m�chte Fr�ulein Margot sprechen!
Hier spricht Lutz Ventura.
Wissen Sie nicht, wann sie kommt? ... Mmmh.
Danke sch�n!
Ich behalte die Kinder.
Mensch! Ich habe mir nicht getraut, es Ihnen vorzuschlagen. Ehrlich!
Das ist eine Verr�cktheit!
Ich habe Angst, es Fr�ulein Sonnemann zu sagen.
Keine junge Frau m�chte 2 Kinder mit in die Ehe gebracht bekommen.
Wenn sie Sie liebt! Ich w�rde es nicht tun!
Sie wird mich stehen lassen. Sie bekommen jeden Monat 50 Mark.
Verlassen Sie sich darauf! Lieber Mann!
Da ist der 1364! Ich kann gleich nach Hause. Alles Gute!
Wie ich Ihre Freundin kenne ... Verschwinden Sie!
Das ganze Zeug der Kinder schicke ich Ihnen zu!
Bleiben Sie zur�ck!
Per Bahnexpress!
Zahlen!
Ist Onkel Roeckel nicht gekommen? Der ist wieder weg.
Ihr bleibt bei mir. ... Im Turm.
Du hast doch gesagt, das geht nicht, Onkel Lutz!
Geht spielen, Kinder! Ich m�chte etwas nachdenken.
Margot hupt.
Hallo! Du riefst an. Etwas Gutes oder Schlechtes?
Etwas Schlechtes. Ich gehe lieber. Bin zu gut gelaunt!
Komm bitte herauf!
Aber bitte nichts Schlechtes, Lutz! Ich bin hoch oben in rosa Wolken.
Man kann da nicht einfach herunterfallen.
Komm! Setz dich hin!
Also! Mach es kurz und schmerzlos!
Die Kinder sind wieder da. Sie sind ausgerissen.
Sie k�nnen nicht zur�ck. Du nimmst sie zu dir.
Ja. Du wirst sie wieder weggeben.
Ich kann die Kinder nicht auf die Stra�e setzen.
Sie sind bei Roeckels nicht auf der Stra�e.
Nein. Aber in der H�lle.
Ich dachte auch, es ist die H�lle, wenn ich eine Ohrfeige bekam.
Roeckel war hier, um sie abzuholen. Er best�tigt: Es ist die H�lle!
Roeckel war hier! Ja. Aber er f�hrt gerade heim.
Ohne die Kinder? Ohne die Kinder.
Ich habe versucht, dich anzurufen.
Margot! Wir werden einen Weg finden!
Sie schlichen herein mit ihren gro�en Augen und d�nnen Beinen.
Ich bin selbst ratlos. Sie sollen ins Waisenhaus!
Ich k�nnte mich nicht mehr rasieren. Man muss dazu in den Spiegel sehen.
Ein Mann mit Vollbart passt nicht zu dir.
Der passt nicht zu mir.
Aber ein Mann mit 2 gro�en Kindern passt auch nicht zu mir.
Ich will selber kleine Kinder haben und wachsen sehen.
Traudl ist lieb, aber 13! Ich kann in 5 Jahren Gro�mutter sein.
Nein. Ich habe es mir so nicht vorgestellt.
Ich hatte immer eine Vorstellung von den Dingen, die ich m�chte.
Und von den Dingen, die f�r mich richtig sind.
Ich habe mir die Hochzeit mit Brautkleid, Frack und Kirche ...
... so vorgestellt. Du nennst das Klimbim.
Schon, als ich ganz klein war.
Ich habe von meinem Leben mit dir auch eine bestimmte Vorstellung.
Passen die Kinder nicht da hinein? Nein. �berhaupt nicht.
Roeckel sagte: "Wenn Ihre Verlobte Sie liebt ..."
Aber du sagst nicht so einen Unsinn. Oder?
Tja! Du hast mich herunterfallen lassen aus meinen Wolken.
Man kann den Kindern nicht wehtun! Das ist das Schlimmste! Lieber mir.
Was soll ich machen? W�hlen.
Aber du hast es schon getan.
Ich will nicht w�hlen. Ich will alles haben.
Du kannst nicht alles haben, Lutz!
Aber mehr Verantwortungs-Bewusstsein mir gegen�ber.
10 Tage vor der Hochzeit. Oder?
Du entscheidest, ob sie stattfindet.
Wird sie nicht stattfinden?
Das bist eben du mit deinem dummen, gro�en Herzen!
Ich werde es dann doch schreiben: "Die Kunst, Junggeselle zu bleiben".
Die Kinder singen drau�en.
Ergebenster Diener, Herr Ventura! P�nktlich auf die Minute!
Ein Meisterst�ck, Herr Ventura! Die Kr�nung meiner Laufbahn.
Und diese �berraschung!
Die Augen wird das Fr�ulein Sonnemann aufrei�en.
450 kostet der Frack. Nicht weitersagen! Ausnahmepreis.
Was kostet er, wenn ich ihn nicht nehme?
Onkel Lutz!
Die sind f�r Tante Margot.
Ein Frack! Wie ein richtiger Kellner!
Wie angegossen, Herr Ventura!
Du k�nntest uns auch morgen in der Schule anmelden.
Es sind nur 8 T�g bis zu den Ferien. Nicht "T�g"! Tage!
Es muss au�erdem sein. Wir m�ssen alle um 7 Uhr raus!
Ihr m�sst 7 Uhr raus. Ich nicht! Ich kann liegen bleiben.
Ich werde es tun. Ihr m�sst zur Schule! Ich nicht.
Herr Ventura wird ordin�r.
Wer kocht dir das Mittagessen?
Gebt euch keine M�he! Gegen die Schule ist kein Kraut gewachsen.
Na? Zeigt mir eure H�nde!
Ihre H�nde sind bestimmt sauber, Herr L�decke.
Nicht immer.
Er hei�t nicht "L�decke". Er hei�t Ventura!
Er ist unser Onkel. Ventura!
Sind Sie der Schriftsteller? Jawohl!
Sch�n, Sie kennen zu lernen! Ich kenne Ihre B�cher und Ihre Verlobte.
Sie war meine liebste Sch�lerin. Wohnen die Kinder in Ihrem Turm?
Ja. Ich h�rte, die Hochzeit wird bald stattfinden.
Nein. Es war so geplant. Aber es ist anders gekommen.
Unseretwegen! Weil wir nicht alle in den Turm passen.
Aber das geht nicht! Ich denke das auch.
Es muss trotzdem gehen.
Die Kinder k�nnen nur bleiben, wenn Sie heiraten.
Heirate ich, bleiben sie nicht.
Die Beh�rden werden anders denken.
Aber der Dichter wird den Kampf gegen den Paragrafen gewinnen.
Danke Ihnen f�r Ihr Vertrauen!
Sechs! Heraus mit dir! Schweinerei!
Du hast mich 3-mal hinausgeworfen! Ich war ruhig. Du warst sehr w�tend.
Du l�gst! Oder? Sie hat gezittert!
Kinder, Kinder! Du bist verlogen!
Moment! Moment!
Das Spiel hei�t nicht "Mensch �rgere dich".
Es hei�t "Mensch �rgere dich nicht". Man lernt dabei zu verlieren.
Das ist wichtig. Man verliert im Leben �fter, als man gewinnt.
Wenn Traudl einen Stein hinauswarf, ertrage das mit W�rde!
Man nennt das "Verlierer mit angenehmen Formen".
Ich darf mich etwas �rgern. "Etwas"! Nicht mehr!
Du hast ... Moment! ... Aber du darfst es nicht zeigen!
Bitte! Du hast schon fast 3 Steine drin!
Man muss auch mit W�rde gewinnen.
Schreie ich "Heraus mit dir!", wenn ich jemanden rauswerfe?
Oder hast du von mir "Schweinerei" geh�rt?
Man spielt! Man gewinnt. Man verliert. Kinder, Kinder!
Es ist nur ein Spiel! Wer ist dran? - Du!
Mmh.
Wieder nichts!
Sechs!
Jetzt geht es los! Hei! Drei! Ein, zwei, drei!
Vier! "Vier"!
Entschuldige bitte, Onkel Lutz!
Diese �bertriebene H�flichkeit ist nicht n�tig.
Sechs.
Sechs.
Sechs!
Was soll ich jetzt machen? Mich sch�men?
Nicht so frech! Oder du kommst in die Ecke! ... Was ist?
Hier sind keine Ecken! Verdammter W�rfel!
Wir lassen ihn gewinnen. Was ist?
Gar nichts! - H�? Nichts!
T�rglocke Hinaus!
Sind Sie der Schriftsteller Lutz Ventura?
Ja.
Ich komme vom Vormundschafts-Gericht. "Es wird verf�gt, dass die Kinder:"
"Gertrude Anna Maria L�decke und Rudolf Josef Hieronymus L�decke ..."
"... unmittelbar in die Obhut des Staates gegeben werden."
"Begr�ndung: Es handelt sich um einen frauenlosen Haushalt."
"Erschwerend ist: Geregeltes Einkommen ist nicht nachzuweisen."
"Und die R�umlichkeiten m�ssen als beengt ..."
"... und unzul�nglich bezeichnet werden."
Aha! Die Kinder bleiben hier.
Wie lange braucht ihr, um eure Sachen zu packen?
Ungef�hr 5 Jahre. Oder l�nger.
Ich werde euch um 18.20 Uhr abholen. Sie werden einen Dreck!
Ich vertrete die Staatsgewalt. Und?
Widerstand gegen die Staatsgewalt wird mit Gef�ngnis bestraft.
Mindestens 6 Monate und eine Geldbu�e von 170 Mark.
Paragraf 186 B2 des DGB!
Die H�chststrafe betr�gt 4 Jahre Zuchthaus bei bewaffnetem Widerstand.
Wir k�nnen doch alles in Ruhe bereden. Wie w�re ein Glas Wein?
"Beamtenbestechung im Dienst ..." Wird hoch bestraft!
Ich will es nicht. Ich bin zu arm. Oder zu reich.
Die Kinder sind hier gl�cklich. Verstehen Sie?
Es handelt sich nicht um das Gl�ck der Kinder, Herr Ventura.
Man muss nach dem Gesetz handeln. Da schl�ft das M�dchen, da der Junge.
Sie hier. Die Beh�rde nennt das nicht "Gl�ck".
Best�tigen Sie hier den Empfang! Hinaus!
Ich schreibe "Unterschrift verweigert". - Egal!
Ich bin verpflichtet, Ihnen zu sagen:
Das hinterl�sst keinen guten Eindruck.
Was ich �ber Sie denke, w�rde einen schlechteren Eindruck machen.
Kinder! Seid fertig 18.20 Uhr!
Der Turm und Ihre Bestimmungen stammen aus der gleichen Zeit!
Ich verbarrikadiere mich hier! Wir schie�en!
Haben Sie einen Stein als Herz?
Sie lebendiger Paragraf! Paragrafen haben kein Herz.
Aber Sie sollten es haben!
Nicht nur armen, kalten Verstand!
Die Narrenwelt braucht Menschlichkeit!
Kinder brauchen Liebe! 18.20 Uhr, ihr Kinder!
Was bekomme ich, wenn ich Sie totschlage?
Vors�tzlicher Mord: "Lebensl�nglich"! Irrtum! "Mildernde Umst�nde"!
Da hilft nur Verbarrikadieren!
Wenn wir gehen, kannst du deine Margot heiraten.
Nicht hinausgehen! Niemanden hereinlassen!
Sie haben alles getan, was in Ihrer Macht stand.
Ich brauche Hilfe. Tun Sie jetzt bitte, was Sie k�nnen!
Ich wei� auch, was! Was kann ich tun?
Es gibt ein mittelalterliches Gesetz:
Menschen werden nicht ausgeliefert, die in die Kirche fl�chten.
Ja. Die Polizei darf nicht hier hinein.
Die Kinder und ich ziehen in Ihre Kirche.
Das gibt einen Skandal. Zeitungs�berschrift:
"Mittelalterliche Bestimmungen bek�mpft mit ..."
"... mittelalterlichen Methoden."
Sie k�nnen Sie nicht herausholen. Das ist wahr.
Aber ich werde euch nicht hereinlassen!
Ich sperre eher die Kirche zu. Sie ist nichts f�r Reklamezwecke.
Sie k�nnen nur aus einem Grund herkommen:
Wenn Sie mit Gott reden wollen. Und ich kenne seine Antwort:
Helfen Sie den Kindern beim Packen! Die Kinder gehen 18.20 Uhr brav mit.
Man muss den Gesetzen gehorchen. Auch, wenn man es nicht einsieht.
Sie werden eines Tages eine Frau haben und regelm��iges Einkommen.
Sie bekommen dann die Kinder zur�ck.
Traudl hat dann graue Haare. Und Rudi eine Glatze. Danke!
Warum sagen Sie mir das? Ich bringe eine gute Nachricht:
Die Kinder sind weg. Sie haben Ihren Mann, wie Sie ihn wollten.
Vielleicht nicht ganz. Vielleicht etwas ernster.
Es muss schrecklich f�r ihn sein.
Warum hatten Sie es so eilig, mir das zu sagen?
Es gibt noch eine M�glichkeit!
Sie k�nnen Lutz heiraten, weil die Kinder weg sind.
Sie k�nnen ihn auch heiraten, damit die Kinder dableiben!
Jetzt gleich! 18.20 Uhr!
Nein. Ich will eigene Kinder haben.
Das eine hat nichts mit dem anderen zu tun.
Er kann nicht alles haben. In jedem Mann ist Pflicht und Liebe.
Er opfert seine Liebe der Pflicht. Ich k�nnte das nicht tun.
Sie sind auch kein Mann. Eben!
Na, na! Was ist denn?
Wer ist da? Ich bin es! Onkel Lutz! Macht auf!
Moment! Moment! Macht auf!
So! Ihr m�sst packen! Das ist egal! Packen!
Alle reden durcheinander.
Lieber Gott! Mach, dass wir hier bleiben d�rfen!
Bitte, bitte lass doch ein Wunder geschehen!
Lieber Gott! ... Bitte!
Lieber Gott! Bitte! Das Beten n�tzt auch nichts.
Das hat bei der Roeckel auch nichts gen�tzt.
Als sie versprochen hat, sich zu ertr�nken.
Lass die Traudl ruhig! Es kann bestimmt nicht schaden.
So ein Bl�dsinn, die ganze Geschichte immer zu dritt zu machen!
Sie schreien alle durcheinander.
Egal! Was er hat, nimmt er mit.
Margots Autohupe
Komm heiraten! "Frau im Haushalt"! Tante Margot!
Jetzt komm schon! Oder Sie sind 18.20 Uhr Junggeselle.
Das Beten hat doch etwas gen�tzt.
Tante Margot! Tante Margot!
Kinder! Rennt schon runter! Ich komme gleich nach.
Entschuldigung! Ich bin v�llig trunken vor Gl�ck.
Ich suchte oft einen Grund, es ungeschehen zu machen.
Ich war 10-mal auf dem Weg zum Turm.
Sie kommen jetzt wie ein Engel.
Wir sagen es ihm nicht. Oder Herr Ventura wird gr��enwahnsinnig.
Tante Margot! Tante Margot!
Nicht "Tante Margot"! Ich hei�e "Margot". Ja?
Okay, Margot! Lutz! Jetzt komm doch!
Ein Frack!
Damit es etwas so ist, wie du dir deine Hochzeit vorgestellt hast.
Man kann es sich nicht so sch�n vorstellen, du dummer Mensch!
Meine Herrschaften! Nehmen Sie sich einen Stuhl! Frau M�ller! Sie auch!
Es muss schnell gehen. Alle sitzen. Wunderbar.
Sind Sie Herr Lutz Ventura?
Nachdem Sie laut "Ja" sagten, denke ich:
Sie sind sich der Bedeutung des Tages bewusst.
Ist es Ihr freier Wille, Fr�ulein Margot Sonnemann zu ehelichen?
Ja. Wenn es schnell geht. Wir d�rfen nie in der Ehe ...
... aneinander irre werden und m�ssen Streit sofort vernichten.
Der Frau geb�hrt Achtung und Ehre. Fr�ulein Margot Sonnemann!
Wollen Sie Herrn Lutz Ventura heiraten?
Ja! Das ist sch�n.
Wir haben das Wichtigste geschafft. Bitte!
Dieses feierliche Jawort ... Wo ist mein F�ller?
Sehen Sie! Wieder hier. Nicht wieder dahin tun!
Dieses feierliche Jawort verbindet Sie f�r Ihr Leben.
Sie sind jetzt rechtm��ig verbundene Eheleute. Bitte! Danke!
Wiedersehen!
Warten Sie!
Sie kommt! Kommt! Kommt! Kommt!
Hu! ... 18.20 Uhr! Kommt, ihr Kinder!
Der Beschluss der Vormundschafts- Beh�rde basiert darauf, ...
... dass mein Haushalt frauenlos ist.
So ist es. Die Tatsachen haben sich ver�ndert.
Der Beschluss ist deshalb ersch�ttert und hinf�llig.
Nahe liegend. Oder? Die Kinder kommen w�hrend ...
... unserer Hochzeitsreise in das Hotel Sonnemann. Nahe liegend!
Nein! Sie sind im Pfarrhaus und d�rfen die Glocken l�uten.
Und der Turm wird aufgestockt. Wird ein Aufzug verlangt?
Nein. Er ist keine Vorschrift. Ein Glas Wein?
Es ist unter diesen Umst�nden m�glich. Auf das junge Paar!
Danke sehr!
Ho!
Guten Tag! Guten Tag!
"Junges Paar"! Ich k�nnte sie daf�r k�ssen.
Nur ich werde gek�sst! Wir m�ssen gehen.
Wohin? Ich muss alles meinen Eltern sagen.
Fr�ulein Sonnemann! Das ist Frau Margot Ventura!
F�r mich noch nicht!
Laute Orgelmusik
Ich heirate nie. Man bekommt dann Kinder. Ich will keine Kinder.
Nat�rlich nicht! Sie k�nnten werden wie wir.
Sag mir, dass du der gl�cklichste Mensch von der Welt bist!
Ich bin der gl�cklichste Mensch von der Welt. Der Kragen dr�ckt.
Du hast auch alle Ursache! Ja.
Ich wollte dich und die Kinder und habe dich und die Kinder.
Ich wollte alles und habe alles. Nicht ungeschickt.
Aber sehr nahe liegend.
Untertitelung 2005: Untertitel-Werkstatt M�nster GmbH
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