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Geht jetzt M�dchen; genug f�r heute. Der Tag ist zu Ende.
Und bleibt in euren Gem�chern.
Folgt nicht dem Beispiel Melantos der Verr�terin;
die mit den ungebetenen G�sten die N�chte durchzecht.
Und die Gesetze dieses Hauses verh�hnt.
Geht.
Eurikleia!
Eurikleia; soeben ging die Sonne hinter einem Schleier
blauer Wolken unter.
Doch kurz bevor sie sank; bedeckte sie ein dunkler Schatten;
der die Form eines Schiffes hatte; das dem von Odysseus glich.
Was hat das zu bedeuten?
Seid Jahren suchst du in deiner Sehnsucht aus allem
die R�ckkehr von Odysseus zu lesen.
Aus dem Flug der Wolken und aus dem Blut der Opferstiere.
Warum qu�lst du dich so sehr Penelope?
Die G�tter geben dir ja doch keine Antwort.
Weil mein Herz es mir befiehlt.
Weil es bei ihm weilt und mich nicht ruhen l�sst.
Weil es vor Sehnsucht rast.
Weil es in mir vor Schmerz und Kummer fast zerspringt.
Und meine Qual wird durch die G�ste noch vermehrt.
H�rst du sie?
Meine Bewerber; die auf den Thron lauern.
Jahre schon; Tag und Nacht; feiern diese Schmarotzer
hier in unserem Palast.
Nichts ist ihnen heilig.
Ihr Geschrei vertreibt den Frieden des Hauses.
Ich hasse sie.
Wer schl�gt da die Harfe?
Das ist Phemios; derf�r sie singt.
10 Jahr lang belagerten die Griechen das mauerumg�rtete Troja;
10 Jahre vergeblich.
Verstr�mt war das Blut und die Kraft ihrer Helden.
Doch eines Tages; m�de und entt�uscht; verlie�en sie das Lager.
Und vor ihren Toren fanden die Trojaner nur noch
ein gro�es; h�lzernes Pferd.
Oh Trojaner; warum bringt ihr selbst das Verderben in eure Mauern?
Wisset ihr nicht; dass im Bauch dieses h�lzernen Pferdes
der listenreiche Odysseus und seine Gef�hrten lauern?
Ahnet ihr nicht; dass eure Freude
�ber den Abzug des Feindes nichts ist; als eitle Verblendung?
Denn in der Nacht stieg Odysseus mit seinen Gef�hrten
aus dem Bauche des h�lzernen Pferdes; �ffnete heimlich das Tor
und einstr�mten die Griechen und st�rmten die Stadt.
Lichterloh brannten die Mauern und gellend ert�nte der Schrei
der �berfallenen Trojaner.
Drang er nicht hinauf bis zum Olymp? Schlossen die G�tter die Augen?
Wie ein Sturm durchraste der Feind die Stadt
und brachte Tod und Verderben. Gro� war das Gemetzel;
aber gr��er noch war der Hochmut Odysseus.
Eilend stieg er hinauf zum Tempel des Gottes Poseidon;
K�nig der Meere und Trojas Besch�tzer und st�rzte
des Gottes heiliges Bildnis.
Da aber trat; von Rache erf�llt; aus dem heiligen Tempel; Kassandra.
Fluch �ber euch; ihr Gottesl�sterer!
Fluch �ber dich; dreimal Fluch; Odysseus!
M�ge Poseidons Zorn dich strafen und verfolgen.
Du sollst von nun ab die Meere durchkreuzen;
keinen Krill mehr finden und auch kein Ziel.
Genug Phemios! - Die K�nigin.
Penelope; zu dieser Stunde?
Penelope!
Schon Monate meidest du unsere Gesellschaft.
Ich kann diese Weise nicht h�ren.
Sie verst�rkt meinen Kummer.
Solche Erinnerungen sind zu qu�lend f�r mich.
Nicht f�r deine G�ste; Penelope.
F�r uns sind sie verblasst.
Schweige! Habe Erfurcht vor ihrer Trauer.
W�re es doch die Trauer um einen Verstorbenen.
Dann k�nntest du dir einen Nachfolger unter uns suchen.
Ich hoffe; deine Wahl fiele dann auf mich.
Odysseus Schicksal liegt im Dunkeln.
Niemand von euch kann seinen Tod bezeugen.
Hat einer von euch seinen Leichnam gesehen?
Das haben wir nicht.
Aber kannst du uns bezeugen; dass Odysseus noch lebt?
Im Grunde deines Herzens zweifelst du selbst.
Wir tun es nicht; f�r uns ist er tot.
Tot und vergessen!
Du hast uns versprochen; einen neuen Gatten zu w�hlen;
wenn der Teppich an dem du seit Jahren webst; fertiggestellt ist.
Ja!
Aber du findest immer wieder neue Ausfl�chte; um uns zu vertr�sten.
Diesen Teppich willst du nie vollenden.
Die Trauer um Odysseus verlangsamt die Arbeit.
Die Augen sind tr�be von Tr�nen
und auch meine H�nde sind m�de geworden.
Dann entscheide dich und erw�hle endlich einen von uns zum Gatten.
Nachfolger meines Vaters zu sein ist keiner Wert von euch.
Was redest du da Telemach.
Wir alle haben Kraft; Herz und Mut.
Willst du uns das absprechen?
Vor allem aber versteht ihr zu prassen.
Wisst ihr wie viele Schafe ihr verschlungen habt?
Mehr als die H�lfte unserer Herden; eure Gier ist einfach schamlos!
Ihr seid ma�los in eurer Verschwendung.
Ihr vergeudet Odysseus' Besitz.
Du hast kein Recht; so zu sprechen.
Schweig! - Er spricht die Wahrheit.
Keiner von euch ist hier erw�nscht.
Ihr st�rt nur den Frieden in diesem Haus.
Und frech habt ihr von mir das Versprechen...
Es handelt sich hier nicht allein um dein Versprechen.
Es geht hier um das Schicksal Ithakas
Ja! Ithaka braucht einen neuen K�nig!
Niemand von euch da verdient zu herrschen.
Also werden wir weiter einen Schatten zum K�nig haben.
Aber dein Volk wird eines Tages anders dar�berdenken.
Wie mein Volk dar�ber denkt; wei� ich besserals ihr.
Fremdlinge seid ihr hier und werdet es bleiben.
Noch stehe ich als K�nigin hier.
Und das Volk von Ithaka liebt seine K�nigin.
Es liebt und achtet mich.
Und meinen Schmerz um Odysseus.
Du bist nicht nur K�nigin; du bist auch Frau; Penelope.
Und du bist noch zu jung; um mit deinen Erinnerungen zu schlafen.
Odysseus lebt und kommt zur�ck.
Und die Stunde seiner R�ckkehr; wird die Stunde sein;
in denen ihr f�r eure Beleidigungen b��en werdet.
Phemios; nimm dein Lied wieder auf und sing uns weiter von
Odysseus.
Wiederhole die Fl�che Kassandras noch mal.
Sie sind uns ein Ohrenschmaus
Lasst uns trinken! F�ll meinen Becher.
Komm' her meine S��e!
Komm' her mein sch�nes Kind; komm' in meine Arme.
Lekanto; Melanto; hinauf in eure Gem�cher!
Hinauf habe ich gesagt; kannst du nicht h�ren?
Du bist die Schande dieses Hauses; du Dirne!
Was gibt dir das Recht hierzu befehlen?
Ich bin der Sohn des Odysseus! - Ein Knabe ohne Verstand.
Ich werde euch schon beweisen; wer ich bin.
Ich werde euch alle aus dem Palast werfen.
Oh wie tapfer; Telemach!
Komm' her; ich gehe vor deiner Kraft schon zu Boden.
Lauf Telemach; lauf!
Wo bleibt denn dein Mut?
Lauf Telemach; lauf! Ich mach dir Beine.
Ja; wo bleibt jetzt dein Mut?
Wage es nicht uns aus dem Palast zu jagen.
Lauf doch nicht weg; Telemach. Du wolltest doch k�mpfen.
Er l�uft; Telemach. Spring!
Die Freier verlangen; dass du dein Versprechen h�ltst.
Du musst dir einen neuen Gatten w�hlen; wenn der Teppich fertig ist.
Ich w�sste keinen; der sich mit Odysseus messen k�nnte.
Und selbst wenn ich mich entschl�sse; was w�rde dann aus Telemach werden?
Ein neuer K�nig w�rde ihn noch am Tage meiner Hochzeit umbringen.
Das w�rde keiner wagen.
Mutter! -Was hast du denn; Telemach?
Was ist denn geschehen?
Ich will fort; Mutter.
Wohin denn; mein Sohn? -Weg von hier;
ich kann diese falsche Brut und ihre Beleidigungen nicht mehr ertragen.
Ich will fort und meinen Vater suchen.
Auch du verl�sst mich?
Ich muss dem ein Ende bereiten.
Ich brauche Gewissheit.
Ich werde zu K�nig Menelaos segeln
und frage ihn nach dem Schicksal meines Vaters.
Du willst mich mit diesem Gesindel allein lassen; Telemach?
Du glaubst; dass mein Vater noch lebt?
Ja; Telemach.
Sag mir die Wahrheit Mutter.
Glaubst du das wirklich?
Verlass mich nicht.
Tu mir das nicht an; Telemach. Geh nicht weg.
Ich kann dich nicht entbehren; ich hab doch nur dich.
Deine Stimme und deine Gegenwart haben mir immer Kraft gegeben
und mich immer wieder aufgerichtet.
In deinem Blick und in deinem Antlitz habe ich immer
den Blick und das Antlitz von Odysseus gefunden.
Du warst mein Trost; dein Anblick hat mich mutig gemacht.
Nein; geh jetzt nicht fort; Telemach.
Sonst waren die Jahre des Ausharrens umsonst.
Das darfst du nicht sagen; Mutter.
Du musst weiter ausharren und glauben.
Ach Telemach; ich wei� nicht; ob das alles noch einen Sinn hat.
Was n�tzt das Ausharren? Was n�tzt das Glauben?
Wird Odysseus je wiederkehren?
Tag f�r Tag webe ich an diesem Teppich
und N�chtens trenne ich ihn wieder auf.
So fahre ich fort; die Wartenden zu t�uschen.
Und warte selbst auf dich.
Odysseus.
Fang!
Nimm!
Nausikaa!
Nausikaa; was ist denn?
Gib doch den Ball weiter.
Seht doch; da liegt ein Mann.
Kommt alle her; am Strand liegt ein Mann.
Wo denn? Da; hinter dem Felsen.
Nausikaa; sei vorsichtig; fass ihn nicht an.
H�r doch!
Er lebt ja! Er lebt!
Wo bin ich?
Im Reich des K�nigs Alkinoos; ich bin seine Tochter.
Wo liegt dieses Land?
Auf der Insel der Ph�aken; kennst du sie nicht?
Sie liegt nicht weit von Ithaka.
Hast du noch nie von Ithaka geh�rt?
Wer bist du? Und wie ist dein Name?
Wie mein Name ist?
Ich wei� nicht mehr wie ich hei�e.
Aber deine Heimat. Kannst du dich daran erinnern?
Ich erinnere mich an nichts.
Epikaste; Eurenace lauft und ruft Kalops;
wir m�ssen ihn schnell in den Palast bringen.
Nausikaa; nimm dich in acht.
Vielleicht ist dieser Mann ein Gott
und hat nur menschliche Gestalt angenommen.
Hoffentlich nicht.
W�re er doch ein Mensch wie ich.
Hier sind noch mehr Stoffe und andere Farben; K�nigin.
Hoffentlich gefallen sie Euch.
Gefallen sie dir?
Nein; also dann ... Also; wie geht es ihm?
Ich hab nicht viel erreicht mein K�nig;
obwohl ich alle Arzneien schon angewendet habe.
Und es gibt kaum ein Gebrechen; das ich nicht heilen kann.
Ihr wisst; meine Kunst ist sogar bis nach Indien bekannt.
Seinen K�rper vermochte ich zu heilen;
aber nicht sein Ged�chtnis. Ich bin kein Gott.
Hast du ihn zur Ader gelassen?
Das nicht; denn Aeskulap der gro�e Meister h�lt nicht sehr viel davon.
Damit n�tzt der Arzt nur seinem Geldbeutel;
aber nicht dem Patient.
Wie kommt es; dass einem Menschen die Erinnerungen schwinden?
Es gibt zwei M�glichkeiten; mein K�nig.
Die G�tter haben ihm Vergessenheit gegeben.
Oder er sucht selbst zu vergessen; weil er ein Verbrechen ausl�schen will;
oder eine S�nde; die er begangen hat.
Ich halte die zweite Hypothese f�r wahrscheinlicher.
Schau; sieh dir diesen Purpur Austirro an. Er steht dir.
Wir haben verschiedene Stoffe in dieser Farbe. Unsere ph�nizischen H�ndler
meinen; dass es die Lieblingsfarbe der K�nige werden wird.
Kann sein, aber mir ist Rosa am liebsten.
Es passt besser zu meinem Teint.
Vater!
Vater.
Da kommt er.
M�ge Zeus dir Kraft geben und dir Weisheit verleihen.
Mein Arzt sagt; du habest das Ged�chtnis verloren.
Ich erinnere mich an nichts.
Aber du verstehst es; einen K�nig zu begr��en.
Deine Worte bezeugen; dass du schon �fter
von F�rsten empfangen worden bist.
Wei� du nichts mehr davon?
Kannst du dich nicht daran erinnern?
Ich erinnere mich an nichts.
An gar nichts.
Sehr seltsam.
Doch wer immer du seiest; du bist uns hier willkommen.
Lasst uns ein Festmahl bereiten.
Wir veranstalten zu Ehren des Gastes auch Kampfspiele.
Gut!
Gut; Krakos!
Wer hat den Mut mit Krakos zu k�mpfen?
Geh du!
Wer will gegen Krakos k�mpfen?
Wer will gegen Krakos k�mpfen?
Du; geh' du; geh' du!
Nein; ich gehe nicht.
Wer hat den Mut; mit Krakos zu k�mpfen?
Wer hat den Mut; mit Krakos zu k�mpfen?
Wer stellt sich zum n�chsten Kampf mit Krakos?
Ich stelle mich zum Kampf!
Du solltest ihm nicht erlauben zu k�mpfen.
So ein Kampf regt die Blutzirkulation im Gehirn an.
Es st�rkt das Erinnerungsverm�gen.
Er stellt sich geschickter an; als ich dachte.
Vielleicht ist er vorher Ringer gewesen.
Eumedis glaubt; dass er ein Krieger war.
Ich bin dir wohl doch zu stark.
Vater; er hat gewonnen!
Er ist der Sieger.
Ja meine Tochter; das ist er.
Warum siehst du mich denn so an?
Warum?
Weil ich merke; dass meine kleine Tochter
schon wie eine Frau zu f�hlen beginnt.
Er ist gut; aber es hat gr��ere Helden als ihn gegeben.
Agamemnon; Ajax und Odysseus.
Das waren M�nner!
Odysseus hat eine Pranke wie ein B�r.
Ich selbst sah; wie er mit einem Schlag einem Ochsen das R�ckgrat zerbrach.
Der Fremde ist ein kr�ftiger Mann;
aber gegen einen Odysseus ist er nichts.
Es gibt solche Helden nicht mehr.
Gib den Schwamm her.
Diese Schale schickt dir K�nig Alkinoos f�r deinen Sieg.
Ich lasse K�nig Alkinoos danken.
Und hier bring ich dir mein Geschenk.
Es ist eine kostbare Salbe.
Mit einem wunderbaren Duft.
Ja; wie der Fr�hling.
Sie ist aus seltenen Gew�rzen und Kr�utern gemischt.
Ich habe sie von einer Priesterin bekommen.
Es soll eine Wundersalbe sein; die alle Schmerzen lindert
und auch die Jugend zur�ck gibt. - Die Jugend?
Gib mir etwas davon.
Ich brauche die Jugend.
Und ich brauche Erinnerung.
Denn ich habe beides verloren.
F�r mich bist du der J�ngste auf unserer Insel.
F�r mich wurdest du erst geboren; als ich dich fand unten am Strande;
als du die Augen aufschlugst und mich ansahst.
Und von jetzt an werde ich dich Krakos nennen;
das bedeutet bei uns der Starke.
Was ist?
Was hast du?
Ich wei� nicht.
Rief da nicht eine Stimme?
Einen Namen; den ich kenne?
War es mein Name?
War es Nausikaa?
Nausikaa;
vielleicht war es das.
Du hast am Weitesten geworfen.
So;jetzt kommt der zweite Wurf.
Ich werde euch alle besiegen.
Noch ist der Tag der Hochzeit nicht festgesetzt; Eurylochos.
Den wird Penelope nicht mehr hinausschieben k�nnen.
Der Betrug mit dem Wandteppich ist entdeckt.
Und dann kannst du Melanto heiraten.
Ich heirate Penelope.
Werft!
Um was spielt ihr? -Um die Mitgift Penelopes.
Um die Mitgift Penelopes? Ja meint ihr; dass sie einen von euch heiratet?
Nat�rlich!
Siehst du; ich hab gewonnen.
Na sch�n; aber es bleiben noch die St�lle
und die H�lfte der Herden. Das ist auch nicht zu verachten.
Vielleicht habe ich diesmal Gl�ck.
Verloren! - Och jee!
Ach Penelope.
Ich habe deine ganze Mitgift verspielt.
Erw�hle mich; bei mir kannst du versichert sein;
dass meine Liebe selbstlos ist.
Abscheuliche Spionin!
Abscheuliche Spionin!
Verdammte! Verdammte Spionin!
Genug jetzt.
Steh auf und geh!
Geh und wage nie mehr dieses Haus zu betreten.
Tja;
der Verrat einer treulosen Magd hat gereicht; um euch alle zu verd�chtigen.
Was macht es schon aus;dass die Freier den Trick mit dem Teppich entdeckt haben?
Wir k�nnen sie nicht weiter hinhalten; Telemach.
Jetzt m�ssen die Versprechen eingehalten werden.
Und wer befiehlt es; ein Gott?
Und wenn Odysseus pl�tzlich zur�ckk�me; um sich zu r�chen?
Penelope ist ihm �ber die ganzen Jahre lang treu geblieben.
Das Reich kann nicht l�nger mehr ohne ein K�nig sein.
Du bist noch ein Junge. Und ich eine Frau.
Nun; da der Trick mit dem Teppich entdeckt ist;
wie k�nnen wir noch Zeit gewinnen?
Auch du gibst nach; Mutter;
auch du verlierst das Vertrauen.
Ich sehe schon lange den Zweifel in deinen Augen.
Doch mein Vater lebt; ich f�hle es.
Ich habe mich noch nicht entschieden.
Ich habe noch nicht den Tag festgelegt; an dem ich meine Wahl treffe.
Du musst estun; Penelope. Wenn wir deinem kindlichen Z�gern nachgeben
w�rden; werden sie uns alle t�ten; und Odysseus w�rde sich ewig Vorw�rfe
machen; dass erzu sp�t gekommen ist; wenn er noch lebt!
Hast du vor dem Tod solche Furcht?
Nein; ich bin alt;
aber ich denke an deine Zukunft; Telemach.
Und an die Rettung Ithakas.
Lass ihn; Mentor.
Sein Zorn ist gerecht; aber leider nutzlos.
Wieder ein neuer Freier.
Sie fliegen wie die Bienen um den Honig herum.
Wer ist das?
Antinoos von Kefalonien.
Pr�chtige Rosse und er wei� sie auch gut zu f�hren.
Das ist Antinoos von Kefalonien.
Der Sohn von Molos? -Ja!
Der fehlt uns hier noch. -Was will der noch hier?
Wir sind sowieso schon zu viel f�r ein einziges Bett.
Bring die Pferde in den Stall.
Zu wem willst du denn; Antinoos?
Zu Penelope.
Niemand von uns hier hat sich bisher erlaubt;
Penelope unangemeldet aufzusuchen.
Wrklich nicht? Dann tu ich es als Erster.
Wohin? - Lass mich durch.
Was willst du?
Antworte! Ich bin Telemach; der Sohn des Odysseus.
F�rchte nichts Telemach!
Ich werde dir ein Freund sein.
Sei mir gegr��t; Penelope.
Aphrodite selbst muss erblassen vor Neid so sch�n bist du.
Wer bist du?
Ich bin Antinoos; von der Insel Kefalonien.
Ich h�rte von dir und deinem Betrug mit dem Teppich.
Was suchst du in meinem Haus?
Ich suche dich.
Aber ich komme nicht wie die anderen; nur aus Gier oder Habsucht;
oder um hierzu feiern und zu prassen.
Ich komme auch nicht her
um mich nur an deiner Sch�nheit zu erg�tzen; Penelope.
Ich komme um dein Schicksal zu erf�llen.
Wie wagst du mit mir zu reden?
Besser als die anderen kenne ich deine Einsamkeit.
Ich wei�; dass du selbst des Wartens m�de bist.
Der Schatten eines Toten ist keine Gesellschaft f�r dich.
Ich werde dich davon befreien.
Und auch von diesem Gesindel da unten.
Nimm mich zum Gatten; Penelope.
Schweig endlich!
Wenn du als Gast hier bleiben willst; bist du willkommen.
Nein Penelope; das ist zu wenig.
Du wei�t; ich fordere mehr.
Ich verlange von dir; dass du mir sagst;
wann du dich endlich entschlie�en willst;
einen neuen Gatten zu w�hlen.
Wann; Penelope?
Gedulde dich noch einen Tag. Ich will dar�ber nachdenken.
Nein; jetzt sollst du es mir sagen.
Wann entscheidest du dich; Penelope?
Wann?
Am Festtag Apolls entscheide ich mich.
Telemach!
Telemach!
Laufihm nach Euryicleia; hol ihn zur�ck; schnell!
Geh jetzt bitte.
Geh!
Am Festtag Apolls; Penelope.
Wo ist Telemach hingegangen?
Nein; Penelope; deine Entscheidung muss den Umst�nden entsprechen und
von deinem Willen als K�nigin abh�ngig sein.
Der Zorn eines Jungen darf sie nicht �ndern; auch wenn er dein Sohn ist.
Genug; Mentor; h�r auf mit deiner Weisheit und deinen Ratschl�gen;
deiner Staatsraison. Genug!
Ausser einer K�nigin; bin ich auch eine Frau;
eine Mutter; die ihren Sohn nicht verlieren will.
Telemach!
Telemach!
Was willst du?
Du warst ja Zeuge dieser Szene eben.
Diesem Fremden hat meine Mutter ein Versprechen gegeben.
Jetzt ist auch sie bereit; Odysseus zu verraten.
Sprich doch nicht so.
Wir d�rfen da nicht stillschweigend zusehen.
Wir m�ssen etwas unternehmen Eurycleia.
Ja was denn? Ich bin eine alte Frau und du noch ein Knabe.
Es gibt noch andere die uns helfen werden.
Die von Odysseus R�ckkehr �berzeugt sind.
Ja wer? Die Meisten haben die Hoffnung l�ngst verloren; Telemach.
Odysseus Bogen.
Der Bogen den nur er spannen konnte.
Und niemand hatte bisher die Kraft es ihm nachzumachen.
H�rzu; Telemach; h�rzu; warte mit deinem Urteil �ber mich.
Du darfst nicht glauben; dass ich ... Es ist noch weit hin bis zum
Festtag des Apolls.
Lass' mich!
Du hast die Erinnerung an meinen Vater verraten!
Penelope.
Es ist aus ...
Ich stehe allein da ...
ganz allein.
Du bist sehr geschickt.
Du bist sehr geschickt.
Es ist seltsam; dass sich deine H�nde an eine Arbeit erinnern;
w�hrend dein Geist alles vergessen hat.
Nimmst du an den Wettspielen heute teil?
Ich wei� noch nicht.
Nausikaa w�re sehr stolz; wenn du wieder gewinnen w�rdest.
Schon in fr�hesterjugend sagte sie immer;
sie w�nsche sich sp�ter einmal einen siegreichen Helden zum Gatten.
Einen Helden?
Vielleicht bist du ein Held.
Das w�re f�r Nausikaa das sch�nste Hochzeitsgeschenk;
wenn du dich daran erinnern k�nntest; an deine K�mpfe; an deine Siege.
Ich kann es nicht.
Tag und Nacht zermartere ich mir das Hirn.
Mein Ged�chtnis ist wie ausgel�scht.
Ich wei� nicht mehr wer ich bin.
Dein Fall ist schwierig; aber verlass dich auf meine Heilkunst.
Geh lass mich allein!
Wie du willst; bitte.
Denn auch die Einsamkeit kann eine gute Medizin sein sagt Aeskulap.
Versuchs.
Glaubst du; dass ich ihm in diesem Kleid gefalle?
Sieht es nicht zu schlicht aus?
Oh nein mein Kind; es ist doch deine Jugend die er liebt.
Jeder weitere Schmuck w�re zu viel.
Selbst die Sonne strahlt zu meiner Hochzeitsfeier.
So m�ge sie �ber dein ganzes Leben strahlen.
Warum sollte es nicht so sein; Vater?
Oft geschieht es bei uns; dass ein M�dchen den Mann nicht kennt;
mit dem es verheiratet wird.
Doch selten heiratet ein M�dchen einen Mann;
der sich selbst nicht mehr kennt.
Aber wichtig ist; dass ich ihn kenne.
Wenn der Baum sch�n ist und die Fr�chte s��;
frage ich nach den Wurzeln nicht.
Nein; so sehe ich aber nicht h�bsch aus.
Und wenn ich ihm so nicht gefalle?
Wenn ich ein Missfallen in seinen Augen lese;
wenn wir zum Tempel hinaufsteigen.
Das w�rde mich zu sehr kr�nken.
Ich will gleich sein Urteil h�ren.
Nausikaa; das widerspricht der guten Sitte.
Du wei�t das ist nicht Brauch.
Ja Vater; aber findest du es nicht grausam;
Verliebte am Morgen ihrer Hochzeit von einander fern zu halten?
Wozu bist du denn K�nig; wenn du diesen Brauch
nicht f�r ein einziges Mal �ndern k�nntest.
Nur f�r ein einziges Mal.
F�r deine Tochter.
Epikaste und Cleo k�nnen ja mitgehen; nicht?
Schnell! - Gut; ihr begleitet sie.
Schnell doch.
Stenos!
Stenos! Er ist nicht da.
Verfucht seid Ihr!
Griechische Sch�nder!
Und Odysseus sei dreimal verfucht! Auf dass der Zorn des Neptuns
auf dich herabkomme.
Setzt halbe Segel!
Halbe Segel! Zieh' es herunter!
Vorsicht; Pulmico! Leg Feuer!
Was soll das Feuer?
Wir m�ssen dem Neptun opfern. Er hat den Trojanern geholfen;
ihre Stadt zu errichten.
Und wo war er; als wir sie zerst�rt haben?
Du hast es gewagt; einen Gott herauszufordern; Odysseus.
Wr m�ssen ihm ein Opfer bringen.
Was bist du; ein Priester oder ein Seemann? Geht wieder an eure Pl�tze!
Du auch! Beeil dich mit dem Seil.
Lasst das Rudern; habe ich gesagt!
Wir sind verloren; das Steuer ist zerbrochen.
Segel!
Auch das Segel ist zerissen. Werft die Ladung ins Meer!
Das Gold? Bist du wahnsinnig?
Wir sind zu schwer; das Gold; Silber; alles!
Und das f�r all die M�hen; Trojas Reicht�mer zu erobern!
Im Nu werden uns Trojas Reicht�mer in die Tiefe ziehen.
Tut; was ich sage!
Ins Wasser mit der Ladung!
Ihr wollt Poseidon ein Opfer bringen Odysseus.
Wir haben hier keine Zeit dazu.
Hier gibt es nur Wind; Wasser und Tod.
�ber Bord mit der Ladung; macht schnell.
Beeilt euch; los alle Kisten �ber Bord!
Wir m�ssen es schaffen!
Werft alles �ber Bord.
Gute Jagd und gute Beute.
Wir bringen euch einen feisten Eber mit und frisches Wasser.
Macht ein Feuer an; wir wollen ein Opfer bringen.
Bleibt zur�ck.
Lauf!
Gebt es auf; ihr seid zu schwach auf den Beinen.
Es ist sinnlos ihm nachzulaufen.
Euer Magen ist zu leer.
Hee; hier her!
Siehst du nicht; das ist doch eine Fu�spur.
Seltsam.
Da; noch eine.
Das ist die Fu�spur eines Gottes.
Oder auch die eines Menschen mit gro�en F��en.
Komm Odysseus; wir gehen lieber zur�ck an Bord.
Und was sagt dein hungriger Magen dazu?
Wir werden erst dann zur�ck an Bord gehen;
wenn wir gen�gend Vorr�te haben.
Komm!
Weintrauben.
Odysseus! Weintrauben!
Da wachsen auch noch andere.
Hier gibt es Schafe. - Schafe?
Die m�ssen wir einfangen!
Kommt weiter; das ist eine H�hle.
Ja; eine gro�e H�hle.
Und hier ist auch Milch.
Und da sind die Schafe.
Kommt her; hier sind die Schafe!
Die nehmen wir alle mit. Wie gut die gem�stet sind.
Wir treiben sie zum Schiff.
Dahinten sind auch noch L�mmer.
Hier ist noch K�se! Und was f�r eine Menge.
Odysseus; koste!
Mh; gut.
Los; komm jetzt.
Wer mag hier wohnen; Odysseus?
Gleich gibt's was zu essen.
Treibt die Schafe weg. Auch die L�mmer.
Komm; lass uns lieber gleich gehen Odysseus.
Hier ist es zu unheimlich. -Ach was; erst essen wir uns satt.
Ich schneid' dir ein St�ck ab.
So; da wird dir die Angst vergehen.
Wir machen uns jetzt Wein.
Der schmeckt besser als Milch.
Ja tut das! Aber soviel; dass er f�r alle reicht.;
Odysseus; wer wei� wer die Bewohner dieser H�hle sind.
Wenn sie uns hier nun �berraschen.
Dann werden wir sie herzlich begr��en.
Aber wenn sie uns dann... -Hier iss'
Los los; etwas Holz her!
Den Spie� flei�ig drehen.
Du wirst uns schmecken mein B�ckchen.
Gleich ist der Wein fertig; dann haben wir was zu trinken.
Den Rest nehmen wir mit. - Los hoch!
Bringt alles zum Schiff; verliert nichts davon.
Beeilt euch und kommt gleich zur�ck.
Nein; nein Polydes du bleibst hier.
Du wirst dir doch so etwas wie diesen k�stlichen Wein nicht entgehen lassen.
Fasst an.
Ja; alles was wir tragen k�nnen; nehmen wir mit.
Was ist das? Ein Ungeheuer!
Los raus hier; raus hier!
Ruhig; bleibt stehen.
Wer seid ihr?
Ich frage; wer ihr seid.
Antwortet!
Wir sind Griechen.
Wir haben vor Troja gek�mpft und sind auf dem Weg in die Heimat.
Griechen seid ihr?
Ihr seid Diebe und R�uber.
Verwehre uns bitte nicht eure Gastfreundschaft.
Sie ist das oberste Gebot der G�tter.
Was k�mmern mich die G�tter und ihre Gebote?
Ich bin Polyphem; Poseidons Sohn.
Der Sohn Poseidons; wir sind verloren.
Habt doch Mitleid mit uns.
Hab Erbarmen!
Was habt ihr f�r einen schlechten Geruch ihr Griechen?
Euer Fleisch schmeckt widerlich.
Geh nicht n�her Odysseus; was willst du tun?
Ich habe hier etwas; das dir das Fleisch deiner G�ste
schmackhafter machen wird.
Was ist das?
Wein.
Wein.
Es sieht aus wie Blut.
Ja; das ist es auch.
Frisches Traubenblut ist es.
Warum willst du es mir geben?
Weil es dir gut tut.
Weil es dir so schmeckt;
dass du uns aus Dank daf�r gehen lassen wirst.
Ich will es mal kosten. Gib her!
Ah ja; das ist gut.
Und s��. Woraus ist das gemacht?
Weintrauben.
Weintrauben.
Sind das diese dunklen Beeren; die da drau�en wachsen?
Gib mir noch mehr davon. Noch mehr!
Es ist nichts mehr da. - Es ist nichts mehr da?
Ich will noch mehr.
Wir werden hinauf gehen und Trauben pfl�cken
und machen dir dann mehr.
Kommt schnell hinaus.
Wir werden uns Schl�uche und Kr�ge besorgen
und machen drau�en f�r dich Wein.
Glaubt ihr ich lasse euch hier raus?
Nein ihr R�uber; ihr bleibt hier.
Ich werde hinaus gehen und die Beeren holen.
Ihr k�nnt den Wein auch hier machen.
So ich bin gleich zur�ck.
Schnell r�ckt den Felsen weg!
Der ist doch viel zu schwer.
Aber was macht ihr denn da?
Das hat doch keinen Sinn. Lasst das.
100 M�nner k�nnen diesen Felsen nicht wegr�cken.
Ja und was jetzt?
Jetzt sitzen wir in der Falle. Der bringt uns alle um.
Ich habe dich gen�gend gewarnt; aber du hast ja nicht h�ren wollen.
Was machen wir jetzt?
Was willst du denn tun?
Diese Keule dort r�ber bringen zum Feuer.
Packt alle mit an; wir m�ssen es schaffen bevor er zur�ck kommt.
So; hebt sie an.
Auf die Schulter; r�ber in die Ecke.
Halt. So jetzt setzt sie nieder.
So ist gut; und jetzt hoch.
Stellt sie gegen den Felsen.
Vorsicht; so ist gut.
Jetzt werden wir sie zuspitzen.
Was hat er denn vor? Ich wei� nicht. -Schnell die Axt.
Hier; was willst du denn machen?
Ich versuche hier heraus zu kommen.
Willst du ihn umbringen?
Nein; wenn er tot ist; kann er den Felsen ja nicht wegr�umen.
Nein; ich wei� etwas viel besseres.
Nehmt von der Glut da und tragt sie r�ber.
Macht ein Feuer. Beeilt euch. Schnell.
Legt Stroh darauf; facht die Flamme gut an.
Er kommt; schnell helft mir ihn r�bertragen.
Legt ihn mit der Spitze ins Feuer.
Aber so; dass er ihn nicht sehen kann.
So; hier sind die Beeren.
Jetzt macht mir den Wein.
Was steht ihr da? Vorw�rts macht.
Ich will trinken.
Also kommt; macht ihm Wein.
Keine Furcht zeigen; t�chtig treten; vorw�rts.
Ich will Wein.
Schnell eine Schale.
Wein f�r Polyphem; dem Sohn Poseidons.
Schnell noch eine.
Hier; es soll dir gut bekommen; Polyphem.
Wein f�r Polyphem; f�r unseren Gastgeber.
Schmeckt dir es?
Tretet; keine Angst; der Wein muss flie�en f�r Polyphem.
Er muss trinken bis er umf�llt.
Noch eine Schale f�r Polyphem.
Wein; Wein; Wein her.
Mehr noch!
Ja; Wein her! Wein f�r Polyphem;
Wein f�r den Sohn Poseidons.
Wein f�r Polyphem.
Ja; Wein soll flie�en; springt und tretet.
Ja; Wein soll flie�en; springt und tretet.
Wein soll fie�en; tretet; tretet.
Wein soll flie�en; Wein soll flie�en; springt und tretet.
Wein soll flie�en; springt und tretet.
Trink Polyphem; trink doch; trink!
Das schmeckt mir gut Grieche.
Jetzt wei� ich was in diesen Beeren ist.
Jetzt wei� ich es.
Daf�r bin ich dir dankbar und fresse dich als Letzten.
Und wie willst du mich verspeisen?
Gesotten; gekocht; gebraten oder roh?
Ich werde dich roh fressen;
oder auch am Spie�.
Und ich werde noch mehr trinken; dann schmeckst du noch besser.
Leise!
Was habt ihr gemacht? Was habt ihr gemacht?
Mein Auge; ich kann nichts sehen; ich bin blind.
Wo seid ihr? Ich werde euch umbringen.
Ich werde euch schon finden;
ihr R�uber; ihr Gesindel; ihr Feiglinge.
Wo seid ihr?
Warte Poseidon; hilf du mir dieses Gesindel zu vernichten;
ich kann nichts sehen.
M�rder; Banditen; ich bringe euch um.
Hier sind wir. Komm' doch her.
Warte Poseidon; hilf mir.
Komm Odysseus; los!
Poseidons Fluch �ber euch!
Leb wohl Polyphem.
Lass dir unseren Wein gut schmecken.
Sei still; sonst wird er...
Du Angsthase; wer hat euch denn bisher weiter geholfen?
Poseidon oder ich?
Der Gott mit seiner Kraft; oder ich mit meiner List?
Geh!
Komm doch her; zeig deine Kraft du Ungeheuer.
Du triffst uns ja doch nicht;
uns kannst du nicht mehr schaden; Zyklop.
Wirf noch einen. Noch einen!
Und wenn dein Vater dich fragt; wer dich geblendet hat;
dann sag ihm; ich war es; Odysseus!
Sag ihm; es war Odysseus; der Troja vernichtet hat;
der Sohn von Laertes; der K�nig von Ithaka.
Segel hoch; der Wind steht f�r uns g�nstig.
Achtung; beeilt euch.
An die Ruder! Wir fahren nach hause!
Haltet das Steuer mehr seew�rts. - Ja Steuermann.
Na; das Lamm schmeckt euch wohl?
Bring den M�nnern Wasser.
Hier.
Mir auch!
Die See ist glatt; es sieht so aus als ob wir ruhige Fahrt haben werden.
Und du? Bist du jetzt auch ruhig?
Ja; und wie ist es mit dir?
Ich wei� nicht; ich bin immer von Unruhe erf�llt.
Ich glaube; es wohnen zwei Seelen in mir.
Die eine ruft mich zur�ck; zur�ck nach Haus und Herd.
Aber die andere treibt mich immer wieder hinaus in die Welt
und auf das st�rmische Meer und in das Abenteuer.
Tja; es ist die Sehnsucht nach dem Unbekannten
die mich nicht ruhen l�sst.
Ich verstehe dich Odysseus und darum folge ich dir auch;
obwohl ich zugeben muss; dass ich sehr oft Furcht habe.
Glaub mir; auch ich habe manchmal Furcht.
Es liegt ein merkw�rdiger Geruch in der Luft.
Ja; ich finde das auch.
Trocken und stickig. So wie in einer Totenkammer.
Und wie still es pl�tzlich ist.
Nicht einmal der Schlag der Ruder ist zu h�ren.
Da!
Der Felsen der Sirenen.
Sirenen?
Wenn wir ihren Gesang h�ren; sind wir verloren.
Die werden uns mit ihrem Gesang auf die Felsen locken.
Wir m�ssen umdrehen! Ja; schnell Odysseus!
Nein; daf�r ist es zu sp�t.
Schnell; holt Wachs und verstopft allen damit die Ohren.
Sagt ihnen auch; sie sollen nicht auf die Felsen sehen.
Sie sollen rudern.
Nur das kann uns retten.
Schnell!
Habt keine Furcht; seht nicht auf die Sirenen; rudert!
Hier; Wachs! Stopft euch das in die Ohren!
Wo gehst du hin? Zur�ck ans Ruder.
Eurylochos!
Was ist?
Binde mich an den Mast dran! -Wozu?
Und h�re nicht auf das was ich dir befehlen werde.
Gehorche mir nicht!
Was willst du denn tun?
Ich will ihren Gesang h�ren.
Beim Zeus; ich flehe dich an! - Binde mich an den Mast an!
Gut; wie du willst.
So fest du kannst.
Hier stopf dir Wachs in die Ohren. Du auch!
Beeilt euch; holt gut durch.
Mehr noch!
Immer noch fester!
Nicht auf die Felsen sehen. Rudert! Rudert!
Eurylochos; was tust du?
Er hat es mir befohlen.
Wozu? - Ich will die Sirenen h�ren.
Bist du wahnsinnig; hier ist Wachs; ich verstopf dir die Ohren.
Nein; stopf dir selbst die Ohren zu; bevor es zu sp�t ist.
Prolitis!
Odysseus! Odysseus!
H�rst du mich?
Penelope!
Ja; Penelope.
Deine treue Gattin; komm Odysseus.
Komm an Land; deine Irrfahrt ist beendet.
Du bist in Ithaka.
Ithaka! -Ja in Ithaka.
Dreht bei; wir sind in Ithaka.
Seit tausend N�chten warte ich voller Sehnsucht auf dich.
Odysseus; komm! Komm an Land.
Du bist zu hause Odysseus. Du bist in Ithaka.
Komm! - Dreht bei; h�rt auf zu rudern.
Wir sind in Ithaka. Wir gehen an Land!
Vater; ich bin es; Telemach.
Telemach?
Ja; Telemach; dein Sohn; der dich erwartet.
Fahre nicht weiter; Vater.
Telemach.
Fahre nicht weiter;
Willst du denn deinen Sohn nicht sehen?
Bindet mich los! -Vater.
Komm an Land; verlass uns nicht.
Bindet mich los!
Odysseus!
Bindet mich los! H�rt ihr denn nicht; ich will an Land.
Wir sind in Ithaka. Bindet mich los!
Komm zu Penelope!
Mein Sohn Telemach.
Es ist vorbei; wir sind gerettet.
Die Gefahr ist vor�ber; nehmt das Wachs aus den Ohren.
Wir sind gerettet!
Odysseus!
Die Gefahr ist vor�ber.
Wir sind gerettet!
Was hast du geh�rt?
Ich habe Kl�nge geh�rt; die mir das Herz zerrissen haben.
Wie grausam k�nnen doch die G�ttersein.
Wie weit ist Ithaka jetzt?
Ohne Wnd kommen wir nicht vorw�rts.
Das Steuerruder mehr anziehen.
Wie ich den Vogel beneide!
Warum?
Weil er sein Nest nur verl�sst; um Nahrung zu suchen.
Sobald er sie gefunden hat; kehrt erzur�ck.
Es wird noch eine Weile dauern; ehe wir nach Hause kommen;
wenn wir �berhaupt jemals ankommen werden.
Schaut nicht so traurig drein; bestimmt kehren wir nach Hause zur�ck.
Gro�e Feste werden gefeiert.
Und erst die Geschichten; die Ihr erfinden werdet.
Ich h�re sie schon reden ...
Du; Polites; nach dem f�nften Becherwein:
Ich war von zehn Trojanern umzingelt;
in der Faust mein zerbrochenes Schwert. Ich stosse zu; nochmal;
aber ich bin nicht schnell genug. Einer ist entkommen."
Zu dir; Euriloco; ich h�re dich sagen: ;;Was das ber�hmte Pferd angeht -
aber das bleibt unter uns; ich will mich nicht mit fremden Federn schm�cken
- aber die Idee dazu ... "Ha; ha; was; dir; Euriloco?
Was gibt's da zu lachen? Du wirst noch schlimmer aufschneiden;
als die anderen ... Er wird nicht zu Wort kommen; weil ihm seine Frau
keine Zeit l�sst:
Zehn Jahre hast du gebraucht; um eine kleine Stadt zu erobern.
Wer glaubt denn so was? Ich wei� doch; wie das ist;
wenn du von zu Hause weg bist. Immer hinter Frauen her."
Etwas ganz seltsames; der Wind bl�st stark.
Aber das Segel h�ngt schlaff; wir machen keine Fahrt.
Wir m�ssen weiter raus. - Das versuchen wir ja schon.
Wir rudern mit aller Kraft; aber irgend etwas zieht
uns immer wieder an Land.
Ja; ich wei� es auch nicht.
Wir werden immer wieder an Land gezogen.
Gut; wir ziehen das Segel ein.
Wir gehen an Land. -Was? An Land?
Wer wei�; was hinter diesen Felsen auf uns lauert; Odysseus.
Aber es w�rde mich sehr reizen; es kennen zu lernen.
He; zieh das Segel ein!
Eurylochos!
Eurylochos!
Prolitis!
Sie sind voraus gegangen; Odysseus.
Sie erwarten dich in meinem Haus.
Wer bist du?
Zirze.
Die Zauberin?
Zauberin und G�ttin.
Beides; Odysseus.
Warst du es; die das Schiff an den Strand zog?
Ja; das war ich.
Was willst du von mir? - Dir helfen.
Du sollst dich nach der langen Fahrt hier ausruhen.
Und dann mit frischen Kr�ften nach Ithaka segeln.
Und was macht dich so besorgt um mich?
Ich gew�hre oft den Seefahrern Hilfe und Gastfreundschaft.
Viele ber�hmte M�nner und Helden waren zu Gast bei mir.
Wenn sie mich verlie�en war ich einsamer als zuvor.
Aber jetzt bist du gekommen. Die Winde haben mir von dir erz�hlt.
Von dir und deinem Heldentum.
Ich habe dich voller Sehnsucht erwartet.
Ich habe mich nicht get�uscht.
Die Erf�llung ist noch sch�ner; als die Erwartung.
Was hast du?
Wie seltsam;
dieser Blick und diese Stirn;
als w�re es Penelope.
Seltsam!
Wieso seltsam?
Gibt es �berhaupt einen Unterschied? Sind wir Frauen nicht immer die Selben?
Nein;
der Unterschied ist; dass Penelope niemals einen Fremden k�ssen w�rde.
Nicht einmal einen Fremden wie Odysseus?
He!
He!
Wo ist eure Herrin?
Warum antwortet ihr mir nicht? Wo ist Zirze?
Ihr seid also stumm.
Keine gute Eigenschaft f�r Dienerinnen auf dieser Insel.
Du hast nach mir gerufen; Odysseus.
Ich sehe dich nur undeutlich.
Warum diese Finsternis hier?
Um deinen Schlummerzu h�ten.
Ich hasse die Dunkelheit.
Ich brauche Licht; Sonne.
Auf dem Schiff schlafe ich immer an Deck; um mich von ihr wecken zu lassen.
Lasst uns allein.
Es ist schon heller Tag.
Du hast sehr lange geschlafen.
Ich habe viele Jahre schon nicht auf so weichem Lager geruht.
Wo sind meine Gef�hrten?
Sie sind gut aufgehoben.
Ich will zu ihnen.
Sp�ter; jetzt sollst du mich erst zu der gr�nen Grotte geleiten.
Dazu habe ich keine Zeit; wir m�ssen weiter.
Polites; Eurylochos; Yodes; wo seid ihr?
Eurylochos?
Was tun die Schweine hier?
Weg; weg mit euch.
Weg; weg mit euch.
Wo sind meine Gef�hrten?
Warum antwortest du nicht?
Du gabst ihnen gerade Fu�tritte.
Du Hexe!
W�hrend ich geschlafen habe;
hast du meine Gef�hrten in Schweine verwandelt.
Das war gar nicht so schwer; Odysseus.
Und mit mir willst du dasselbe tun.
Aber das wird dir nicht gelingen.
Du liebst nur; um zu qu�len.
Zu qu�len und zu vernichten.
Gib mir meine Gef�hrten zur�ck.
Ich habe sie verzaubert Odysseus; weil ich sie dir fernhalten wollte.
Ich will dich alleine haben.
Ganz allein f�r mich.
Ich f�rchte weder dich noch deinen Zauber.
Gib mir meine Gef�hrten zur�ck.
Es ist sinnlos dich zu halten; wenn du mir Feind bist.
Nehmt eure menschliche Gestalt wieder an.
Odysseus.
Odysseus.
Wo warst du Odysseus?
Wie f�hlt ihr euch?
F�hlt ihr euch wohl? -Ja Odysseus; sehr wohl!
Wir haben reichlich gegessen; fest geschlafen;
nur mein R�cken tut so weh; als ob mich jemand getreten h�tte.
Also schnell; geht zum Schiff; wir segeln noch heute weiter.
Odysseus hat es sehr eilig von mir fort zu kommen.
Meine Geschenke f�r euch sind bereits auf dem Schiff.
Danke Zirze.
Nehmt gen�gend Trinkwasser mit und bereitet alles f�r die Abfahrt vor.
Verlieren wir keine Zeit.
Leb wohl; Zirze.
Ich danke dir; dass du mich f�r eine Nacht
meine Einsamkeit vergessen lie�est.
Ich muss jetzt aufbrechen.
Ja; ich wei�.
Leb wohl; Odysseus.
Wir m�ssen den Anker lichten; bevor der Wind sich legt.
Er hat sich ja noch gar nicht erhoben.
In meinem Reich weht er nie vor Sonnenuntergang.
Nie vor Sonnenuntergang; sagst du?
Ohne Wind hat es ja auch keinen Sinn das Segel zu setzen.
Die M�nner w�rden sich nur die Arme lahm rudern.
Wie vor der Ankunft auf deiner Insel.
Ich glaube; wir m�ssen doch noch warten.
Ja; ich glaube auch.
Odysseus!
Seid mir gegr��t; Freunde.
Wie ist es euch in den letzten Tagen ergangen?
Hat euch der Wein geschmeckt; den euch Zirze geschickt hat?
Wir haben so viel gegessen und getrunken; dass wir es �berdr�ssig sind.
Wir wollen von hierweg; wir wollen nach Hause.
Ja; das will ich auch Polites; das will ich auch.
Sobald unser Schiff ausgebessert ist; werden wir auch segeln.
Wir wollen nicht mehr warten; Odysseus.
Wir haben schon zu viel Zeit verloren.
Wir haben schon einen neuen Mastbaum gesetzt.
Und auch das Segel geflickt.
Wir m�ssen jetzt fahren; Odysseus.
Ja; dann fahrt doch. Aber ohne mich.
Nein; wir fahren nicht ohne dich.
Also; dann wartet.
Wieder warten? Nochmal sechs Monate?
6 Monate? So lange sind wir hier?
Und mir erschien es wie ein einziger Tag.
Nun; willst du dich entschlie�en?
Ja ja; nat�rlich.
Sch�n nicht?
Ich habe diese Farbe mit Sorgfalt f�r dich ausgew�hlt.
Sie passt zu deinem Haar.
Ich muss dir danken.
Pr�chtig; nicht wahr?
Solches Gewebe m�ssten wirauch bei uns in Ithaka wirken lassen.
Wir fahren!
Ohne dich.
Wir kommen auch ohne dich nach hause.
Wartet!
Fahrt lieber nicht.
Poseidon hat vor euer Schiff zu vernichten.
Ich wei�; dass er heute Nacht einen f�rchtbaren Sturm entfesseln will.
Aber wenn doch nicht die geringste Wolke am Himmel ist?
Das Meer ist ruhig.
Meine Augen sehen weiter als eure.
Wartet noch; kehrt zu den Schiffen zur�ck.
Ich werde eurem Kapit�n sagen; wann ein g�nstiger Moment ist.
Merkst du denn nicht; dass sie dir nie die Wahrheit sagt und dich t�uscht?
Wenn du auf sie h�rst; kommen wir nie von dieser Insel weg.
H�r schon auf; Euriloco und sag den M�nnern;
sie sollen das Schiff anstreichen.
Wenn es fertig ist; werden wir segeln.
M�ge Athene dir Kraft verleihen;
diesen Zauber der dich blendet zu brechen.
Lebt wohl.
Sie haben mir immer die Treue gehalten sie sind nur zornig.
Sie fahren ohne mich niemals; das wei� ich.
Das tun sie nicht.
Zirze?
Zirze?
Wo ist das Schiff? Wo sind meine Gef�hrten?
Ich sehe sie nicht mehr.
Da; sieh!
Sie sind ertrunken.
Ja; ertrunken.
Tot.
Ich habe sie gewarnt; sie haben nicht auf mich geh�rt.
Sie waren mir treue Gef�hrten.
Und ich habe sie verlassen.
Sie haben dich verlassen.
Meine treuen Gef�hrten.
Eurylochos; Polites; Leokritos.
Du brauchst sie nicht zu beweinen.
Sie waren keine Helden.
So wie du einer bist.
Du verstehst nicht; dass ich sie geliebt habe.
Alles Sterbliche; was du liebst; ist verg�nglich.
Komm; gehen wir.
Odysseus?
Was hast du vor?
Glaubst du wirklich; dass du mich verlassen kannst?
Ich habe dich schon l�ngst verlassen.
Schon damals; als meine Gef�hrten umkamen.
Glaubst du; dass du viel weiter kommst als deine Gef�hrten?
Ich wei� es nicht; aber du kannst mich nicht mehr halten.
Doch; du wirst bleiben.
Ich werde dir etwas schenken;
das dich deine armseligen W�nsche vergessen l�sst.
Das Heimweh nach Ithaka; die Sehnsucht nach deiner Frau.
Bleib hier;
und heute Nacht noch; wird der Olymp einen neuen Gott haben.
Unsterblichkeit?
Ja; das ist mein Geschenk.
Das Gr��te; das einem Menschen gegeben werden kann.
Nein; es gibt gr��eres.
Geboren werden und sterben und als Mensch gelebt zu haben.
Tja; als Mensch gelebt zu haben und immer nur in Angst.
In Angst? Ausangst wird auch der Mut geboren.
Und das Alter?
Das langsame Hinsiechen und Sterben?
Das ist das Schicksal von euch Menschen.
Ein trauriges;j�mmerliches Erbe.
Und trotzdem nehme ich dieses Erbe an.
Ich erwarte auch nicht; dass der Tod mich ruft
im Br�llen der Schlacht; oder im Brausen des Sturms.
Viel weniger w�rde gen�gen.
Eine pl�tzliche Brise; oder auch die K�hle der Nacht.
Aber trotzdem hat dieser kleine Mensch;
dieses j�mmerliche B�ndel Angst sich erdreistet zu k�mpfen
gegen einen Gott und ist noch nicht besiegt.
Und wenn man sp�ter einmal seine Taten besingen wird;
dann soll man von ihm sagen; er war ein Mensch.
Nein; der Tot l�scht alles aus; auch deinen Ruhm.
Ich aber biete dir Unsterblichkeit.
Nein; wenn meine Zeit erf�llt ist; gehe ich zu meinen Freunden.
Ins Reich der Schatten.
Frage doch die Toten wie gl�cklich sie sind.
Agamemnon;
Ajax;
Achill;
meine toten Gef�hrten von Troja.
Achill; selbst der Tod hat deine Z�ge nicht verkl�rt.
Glaubst du; dass der Tod das vermag?
Dein Tod sollte dich nicht betr�ben.
Du bist auf der H�he deines Ruhmes gestorben; als ein Held.
Spare dir deinen Trost; Odysseus.
Im Reich der Schatten gibt es keinen Ruhm mehr.
Das Echo meiner Heldentaten dringt nicht bis hier her.
Mein Leben war kurz und siegreich; Odysseus.
Aber mein Tod ist schmerzvoll und ewig.
Ajax;
du selbst hast deinen Tod gewollt.
Ich suchte Trost im Reich der Schatten;
doch was ich fand; war ewige Finsternis.
Komm Odysseus; der Olymp erwartet dich.
Ja; geh mit Zirze Odysseus.
Geh mit ihrzum Olymp.
Erspare dir den Schmerz;
der mich bei meiner Heimkehr erwartet hat.
Ich; Agamemnon; dem die Welt zu F��en lag;
K�nig von Mykene und Heerf�hrer der Griechen vor Troja;
fand einen schmachvollen Tod durch Verrat des eigenen Weibes.
Geh mit Zirze; Odysseus.
Komm.
Eurylochos;
erkennst du mich nicht?
Ja Odysseus; h�tte ich doch auf dich geh�rt.
Und w�re ich nicht gefahren.
Hast du sehr gelitten?
Ja Odysseus; aber hier leide ich noch mehr.
Odysseus; komm.
Odysseus!
Mutter! -Geh fort; dich habe ich nicht gerufen.
Mutter;
du bist auch hier?
Ich habe lange auf dich gewartet.
Fort habe ich gesagt.
Noch im Sterben habe ich auf dich gehofft; mein Sohn.
Ja.
Kehre nach Ithaka zur�ck.
Penelope wartet noch immer auf dich.
Kehre zur�ck mein Sohn; Betrug und Gefahr bedrohen dein Haus.
Ich verspreche es dir.
Ich kehre zur�ck.
Mutter! Mutter!
Du schwacher Sterblicher; du Tor.
H�ngst du so sehr an diesem Erdenleben.
Jagst du immer noch diesem Traum nach
um dich ihm hinzugeben; verzichtest du auf alles;
sogar auf die Unsterblichkeit.
Gegen so viel Blindheit sind auch die G�tter machtlos.
Gehe also; du wolltest es so.
Das Meer erwartet dich.
Dort ist er! Wo denn?
Da unten; hinter dem Felsen.
Antinoos; K�nig der Ph�aken; h�r mich an!
Jetzt wei� ich wer ich bin;
ich habe mein Ged�chtnis wieder gefunden
und auch meine Erinnerungen.
Ich bin Odysseus; K�nig von Ithaka.
Sohn des Laertes.
Der Sieger von Troja.
Das Reich; das mir geh�rt liegt dort �ber dem Meer.
Dort wartet mein Volk; mein Sohn;
meine Frau.
Ich bin viele Jahre auf dem Meer herum geirrt.
Vom Zorne Poseidons verfolgt;
aber von Athene besch�tzt.
Ich bin in der H�hle des Polyphem gewesen
und auf Zirzes Insel.
Ich habe den Tod gesehen.
Aber ich lebe noch.
Und jetzt bin ich hier.
Und dort liegt Ithaka und wartet auf mich.
Ich bitte dich mein br�derlicher K�nig;
gebt mir ein Schiff; das mich nach Ithaka tr�gt.
Odysseus; Held und K�nig von Ithaka;
ich werde dir das Schiff geben.
Unsere guten W�nsche begleiten dich;
es m�ge dich wohlbehalten in dein Reich zur�ck tragen.
Nausikaa;
deine Tr�nen nehme ich mit mir.
In dieser hasserf�llten Welt
waren sie mir ein s��er Trost.
Ithaka!
Penelope wartet auf dich. Verrat und Gefahr bedrohen dein Haus!
Als ich nach Hause zur�ckkam; und die Augen mit einem lustvollen Seufzer schloss;
schnitt ihr Geliebter mir mit dem Messer die Kehle durch.
Die Zeichen sind g�nstig.
Apoll wird uns bei den Kampfspielen gn�dig sein.
Und wenn ich als Sieger hervor gehe;
schlafe ich schon morgen in Odysseus Bett.
Aber ich werde Apoll nicht nur mit einem Lamm danken;
ich werde ihm eine ganze Herde zum Opfer bringen.
Du bist wirklich zum Herrschen geboren Eurymachos.
Dir macht es nichts aus; den Besitz einer Frau
gleich am ersten Tag zu vergeuden.
Ich beneide den Sieger nicht.
Willst du damit sagen; das es sich nicht lohnt;
K�nig von Ithaka zu werden?
Der neue K�nig von Ithaka muss einen leichten Schlaf haben.
Wie meinst du das?
Hinter jeder S�ule stehen Verr�ter; in jedem Becher wird Gift sein;
�berall lauert der Tod.
Ach was! Denkst du etwa an Odysseus?
Er kommt nicht mehr wieder;
den haben die Geier gefressen und sein Gerippe ins Meer geworfen.
Den f�rchte ich auch nicht.
Ja wen denn sonst?
Telemach!
Was kann der schon unternehmen?
Ich glaube du untersch�tzt ihn.
Meinst du wirklich; dass er uns gef�hrlich werden k�nnte?
Ich w�rde es f�r ratsam halten;
nach der Hochzeit etwas anderes als ein Lamm zu opfern.
Laertes; Laertes!
Penelope; lang ist es her; dass ich dich nicht gesehen habe.
Kommst du; um mir zu sagen; dass Odysseus heimgekehrt ist?
Nein; Odysseus ist nicht zur�ck.
Morgen; nach dem Festtag des Apolls
muss ich einen der Freier heiraten; und die Erinnerung an Odysseus wird
aus Ithaka ausgel�scht werden.
Was soll ich tun; Laertes?
Hilf mir!
Warum antwortest du nicht?
Meine Zeit unter den Menschen ist zu Ende; Penelope.
Ich war K�nig und habe
den Thron an meinen Sohn abgegeben.
Es ist alles so fern.
F�r dich; nicht f�r mich.
Sobald einer von ihnen K�nig von Ithaka ist;
wird Telemach get�tet.
Laertes!
Telemach ist mein Sohn!
Mein Sohn!
Penelope.
Du kannst mir helfen. Dein Name ist ber�hmt; Deine Stimme hat jahrelang zu
den Menschen von Ithaka gesprochen.
Vor deiner W�rde werden sie weichen.
Du bist meine letzte Hoffnung.
Ich brauche deine Hilfe; deine Weisheit.
Die Weisheit der Alten besteht darin; den Tod wie ein Festtag zu erwarten.
Nein; so darfst du nicht reden!
Ich habe Odysseus den Thron �berlassen; weil er der St�rkste war;
er war der Liebling der G�tter; und Athene hat ihn mir nicht zur�ckgebracht.
Die G�tter haben Ithakas Schicksal bestimmt.
Nein; das stimmt nicht; Laertes.
Ithaka war Odysseus; Penelope.
Und Ithaka ist tot.
Ich bin wegen eines Ratschlags zu dir gekommen; ein Wort der Hoffnung;
und du sprichst nur vom Tod.
Penelope;
verzeih' meine K�hnheit.
Ich muss mit dir sprechen.
Wir haben uns nichts zu sagen.
Du bist so verzweifelt und so traurig.
Das brauchst du nicht zu sein.
Hab keine Furcht; ich werde dich gl�cklich machen.
Du? -Ja.
Gewiss; glaubst du nicht; dass ich morgen siegen werde?
Vielleicht, Antinoos.
Und wenn du siegst werde ich dich zum Gatten w�hlen;
wie ich es versprach.
Diese Hoffnung wird mir morgen Kraft verleihen.
Wei�t du wie sehr ich dich liebe?
Penelope.
Wenn du mich wirklich liebst;
dann bitte ich dich um ein Versprechen.
Ich erf�lle dir jeden Wunsch.
Was ist es?
Rette meinen Sohn!
Telemach? - Er darf nicht sterben.
Ich verspreche dir; dass ihm nichts geschieht.
Ich werde ihn besch�tzen; als w�re er mein Sohn.
Ich w�nschte ich k�nnte dir glauben.
Ich werde dich nicht entt�uschen.
Denn meine Liebe zu dir ist viel zu gro�.
Ich vertraue ihn dir an.
Penelope;
hier ist ein Bettler. Er kommt von der Insel der Ph�aken.
Er will dir von Odysseus berichten.
Ich glaube keinem mehr.
Zu viele waren schon hier und benutzen diesen Vorwand nur;
um ein Geschenk zu erhalten.
Aber er sagt; er habe mit Odysseus vor Troja gek�mpft.
Wenn du wirklich ein Gef�hrte meines Gemahls warst;
dann erz�hl mir von ihm.
Sprich doch; ich warte.
Woher kommst du und wer bist du?
Ich bin ein Freund von Odysseus.
Ich habe mit ihm vor Troja gek�mpft.
Viele N�chte haben wir zusammen am Lagerfeuer gesessen
und er hat mir von seiner Sehnsucht nach dir erz�hlt.
Von seiner Sehnsucht?
So oft hat er von dir gesprochen.
Von deiner Sch�nheit und von deinem weichen; z�rtlichen L�cheln.
Er erz�hlte auch von der edlen Geste;
mit der du dir das Haar zur�ck streichst.
Und von deinem stolzen Gang.
Manchmal sprach er auch von seinem Sohn Telemach;
der noch sorglos in seiner Wiege lag und schlief;
als sein Vater sich nach Troja einschiffte.
Noch �fter aber sprach er von dem Abschied; den er von dir genommen.
Als du am Strand in seinen Armen lagst und bitterlich weintest
und ihm sagtest:
Ich werde hier sein wenn du zur�ck kehrst.
Wenn du zur�ck kehrst.
Oftmals; wenn n�chtens der Kampf ruhte
und die Sterne leuchteten �ber dem feindlichen Troja;
weilten seine Gedanken hier.
Hier in diesem Haus.
In dem du ihn erwartest.
Ich hab so lange gewartet.
Immer habe ich das Ende des Krieges erhofft.
Aber der Kampf tobte weiter.
So viele Monate; so viele Jahre.
Und immer hat mich die Frage gequ�lt:
Wo ist er; kommt er nie zur�ck?
Vielleicht ist er bei einer anderen Frau
und hat meine Liebe vergessen.
Dieser Gedanke zermarterte mein Herz.
Aber Penelope hielt ihm die Treue;
und es gab nichts was ihre Zuversicht ersch�ttern konnte.
Und endlich erreichte mich die Nachricht;
dass der Krieg zu Ende und Troja gefallen ist.
Ich war so gl�cklich.
Alle anderen kehrten nach Hause zur�ck.
Die K�nige; die Heerf�hrer; aber er nicht.
Nur er kam nicht zur�ck.
Und dieses endlose Warten begann wieder.
So viele Monate; so viele Jahre.
Und jedes Jahr; so viele Stunden und Tage und N�chte.
N�chte...
Und du liegst wach in deinem leeren Bett und wartest.
Vielleicht hast du recht.
So lange darf man niemanden warten lassen.
Nein; bleib!
Und h�r mir zu.
Ich m�chte dir noch mehr erz�hlen.
Noch mehr von dem was mich bedr�ckt.
Ich hab ein Versprechen gegeben.
Morgen soll ich einen neuen Gemahl w�hlen.
Und ich wei�; nichts kann mich davon befreien.
Doch; du selbst kannst dich davon befreien.
Ich? Ich selbst?
Denk an den Tag deiner Verm�hlung zur�ck; Penelope.
Als ein Pfeil von Odysseus die Narben von zw�lf �xten durchflog
und sein Ziel erreichte.
Tja; und der Preis war ich.
Es war ein schwerer Bogen; niemand konnte ihn spannen.
Viele hatten es schon versucht.
Aber nur Odysseus gelang es mit Hilfe der g�ttlichen Athene.
Ich danke dir.
Und jetzt geh ins Haus meiner G�ste.
Hast du sonst noch einen Wunsch; Fremder?
Mein gr��ter Wunsch ist erf�llt; ich durfte dich sehen.
Ruh dich nun aus von deiner Reise.
Danke dir. Penelope.
Argos!
Argos!
Kennst du deinen Herrn wieder?
Ruhig!
Ja.
Wir haben uns beide ver�ndert.
Wei�t du noch; wie wir beide mmer auf die Jagd gegangen sind?
Du warst immer der treueste von allen.
Der beste Sp�rhund in der ganzen Meute.
Jetzt bist du alt und kannst nicht mal den Kopf mehr heben.
Aber du hast mich wieder erkannt.
Du gibst mir das Gef�hl; dass ich heimgekehrt bin.
Er hat dich wiedererkannt; sagtest du?
Wer bist du?
Telemach.
Mein Sohn.
Vater?
Vater!
Vater!
Still!
Keiner darf wissen; dass ich hier bin.
Ich m�chte es allen ins Gesicht schreien.
Mein Vater ist gekommen; sie werden vor Angst zittern und erblassen.
Sag nichts. Warte den morgigen Tag ab.
Warum tr�gst du dieses Gewand?
Warum kehrst du in dein Haus wie ein Bettlerzur�ck?
Weil die Hera Pallas Athene mir diesen Rat gegeben hat.
Bis morgen darf mich noch niemand erkennen.
Meine Mutter; sie gr�mt sich.
Komm; gehen wir zu ihr. - Nein.
Noch nicht mein Sohn; noch nicht.
Warte bis morgen.
Dann erst werde ich wissen; ob sie Odysseus noch so liebt.
Wie damals; als er von ihr Abschied nahm.
Bravo; Antinoos. Genau in die Mitte.
Nun; Antinoos; sag uns;
was f�r ein Spiel sich die K�nigin ausdenkt; damit du gewinnst.
Ja; genau.
Was solls? Es gibt einen einzigen Wettstreit;
in dem du mich schlagen k�nntest im Essen.
Wenigstens w�re der weniger anstrengend.
Verlier' keine Zeit mit Reden; Leodes; f�lle den Becher bis zum Rand.
Ab heute abend werden die Tische f�r immer verschwinden.
Wer immer es ist; der sie wegr�umt; erinnere sich an den jungen Aurinoos
und lade ihn ab und zu ein; um die K�nigin zu schauen;
und wenn auch nur von Weitem.
Ja; von ganz; ganz weit weg!
Was tust du hier? Wie bist du hier rein gekommen?
Wie jeder Bettler; durch das hintere Tor.
Geh raus! Wir dulden hier keine Bettler. Verschwinde.
Ich will ja nur um Almosen bitten. Nichts weiter.
Geh!
Telemach ist mein Freund; er hat es mir erlaubt.
Telemach hat in diesem Haus nichts mehr zu sagen. Geh!
Lass ihn!
He du!
Komm n�her.
Gebt einem Ungl�cklichen ein Almosen; edle F�rsten.
Die G�tter werden euch daf�r belohnen.
Gebt einem Ungl�cklichen ein Almosen.
Warum gehst du denn nicht zu deinem Freund und G�nner Telemach?
Er ist sowieso nicht mehr lange im Haus.
In dem Palast von Odysseus
hat fr�her jeder Ungl�ckliche eine Spende bekommen.
So zerlumpt wie du bist; so frech bist du auch.
Du sprichst; als h�ttest du hierzu bestimmen.
In diesem Haus bin ich genau so Gast wie du.
Jetzt verschwinde endlich du r�udiger Hund.
Gebt einem Ungl�cklichen ein Almosen.
Da siehst du es; wie freigiebig wir sind.
Hier; trink!
Jetzt hast du dein Almosen.
Ich danke euch F�rsten.
M�gen die G�tter euch belohnen.
Hier; nimm das! Aber verschwinde jetzt.
Du bist besser als die anderen.
Fliehe von hier; bevor es zu sp�t ist.
H�re auf mich. - Schweig!
Geh jetzt! Geh endlich! Geh!
Solange der Wettkampf nicht entschieden ist;
bestimme nur ich; wer aus diesem Hause gejagt wird.
Er hat ganz recht; noch sind wir hier nur G�ste.
Ich freue mich; dich zu sehen.
Doch was bedeuten diese �xte?
Sie sind auf Befehl meiner Mutter hierher gebracht worden.
Warum; wird sie dir selber sagen.
Und wo ist die K�nigin?
Sei nicht so ungeduldig; Antinoos.
Sie schm�ckt sich f�r die Feier des Tages.
Ein Mann der verliebt ist; hat nicht viel Geduld.
Das stimmt; Antinoos.
Au�erdem haben wir schon genug Geduld gezeigt.
Die K�nigin.
Deine Sch�nheit strahlt �ber uns
wie die Sonne; Penelope.
Der Tag ist gekommen.
Der Tag an dem ich mein Versprechen einl�sen muss.
Wer im Kampf siegt; wird mein Gemahl.
Du wei�t; dass wir diesen Tag mit Ungeduld erwartet haben.
Ein Spiel; das alt ist und vergessen soll eure Kraft erproben.
Der Bogen; den ihr dort seht; ist Odysseus' Bogen.
Wer ihn spannen kann und wer den Pfeil durch die Narben
von zw�lf �xten schie�t wird mein Gemahl.
Aber das geh�rt nicht zu den Spielen des Apoll.
Wenn du glaubst; dass dir das nicht gelingt;
kannst du vom Kampf zur�ck treten.
Es wird mir gelingen; Penelope.
Gib mir den Bogen!
Ich habe das Vorrecht.
Ich habe mich als Erster um die Hand Penelopes beworben.
Schon vor Jahren. Es ist mein gutes Recht;
dass ich als Erster auch den Bogen spanne.
Du wirst auch der Erste sein; der versagt.
Gib mir den Bogen!
Das kann doch nicht so schwer sein.
Den spann ich nicht; das ist f�r mich zu schwer.
Du hast zuviel gegessen; Leodis.
Dieser Bogen ist von den G�ttern verflucht.
Gib her; f�r mich wird das ein Leichtes sein.
Apoll hat uns die Kraft genommen.
Keiner von uns kann diesen Bogen spannen.
Wie kann Apoll euch etwas nehmen; was ihr nie besessen habt.
Gebt her.
Durchdr�cken.
Er schafft es auch nicht.
Versuchs noch mal.
H�r doch auf; du schaffst es nicht.
Das ist Betrug.
Genau wie mit dem Wandteppich; Penelope.
Ja; wieder ein Betrug.
So kommst du nicht um dein Versprechen herum; Penelope.
Darf ich dich um die Erlaubnis bitten; K�nigin;
diesen Bogen spannen zu d�rfen?
Du wagst; es; mit uns aufzunehmen?
Schlechter als ihr kann ich es auch nicht machen.
Gleich wagt dieser lumpige Bettler auch noch um die Hand
der K�nigin anzuhalten.
W�re das nicht ein w�rdiger Gatte f�r dich; Penelope?
Nein; f�rchte nichts Penelope.
Ich werde keine Recht fordern.
Ich habe eine Frau.
Ich verwehre es dir nicht. Versuche es Fremder.
Das ist eine Beleidigung f�r uns.
Das darfst du nicht erlaube; Penelope.
Fort!
Ein Bettler will sich mit uns messen; das ist eine Beleidigung f�r uns.
Odysseus!
Odysseus!
Odysseus!
Bringt die K�nigin in Sicherheit.
Nein; lasst mich hier.
Mach das Tor auf!
Antinoos; du warst der Schlimmste von diesen Verr�tern hier;
und der Gemeinste;
deswegen soll dich auch mein Pfeil als Ersten treffen.
Beeilt euch; bringt die K�nigin raus.
Nein!
Hier; das ist f�r dich du elender Hund.
T�te ihn!
Das ist f�r dich; Melanto.
T�tet Odysseus!
Telemach!
Die G�tter m�gen dich verdammen; Odysseus.
Nein! Odysseus; nein!
Hab Mitleid! Hab Mitleid; Odysseus.
Zu sp�t; ich habe dich gewarnt.
Jetzt habe ich kein Mitleid mehr.
Odysseus!
Hera Athene; ich danke dir!
Du m�chtigste aller G�ttinnen;
Besch�tzerin und Freundin;
du hast alles zum Guten gewendet.
Du hast ihn mir zur�ck geschickt.
Ich danke dir g�tige G�ttin.
Ich habe viel Schlimmes erlebt; Telemach.
Aber das Schlimmste f�r mich ist; dass ich am Tage meiner Heimkehr
den Tod in mein Haus bringen musste.
Es ist nicht deine Schuld; Vater.
Befehle den Dienern diesen Hof auszur�uchern.
M�ge uns die Rache der Toten niemals erreichen.
Ja Vater.
Seine Rache war gerecht oh heilige G�ttin; aber furchtbar.
Der Odysseus von dem ich unter Tr�nen Abschied nahm; war anders.
Er war g�tig und kannte keine Rache.
Wandle sein Wesen oh heilige G�ttin.
Gib ihn mir so zur�ck; wie er in meiner Erinnerung war.
Penelope!
Odysseus!
Die Heimfahrt war lang und durchtr�nkt von Blut; aber es gab keinen anderen
Weg zu dir zur�ck.
Du bist zur�ck. Endlich!
Unsere Jahre der Jugend sind vergangen unter dem Toben des Krieges;
meiner langen Abwesenheit und Verirrungen und deines alleinseins.
Du bist zur�ck!
Penelope;
lass uns voll Zuversicht auf die ruhigen Jahren schauen;
die uns erwarten.
Du bist zur�ck; Odysseus!
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