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Yoruba
Zulu
Papa.
- Was ist denn, Hildy? - Guck mal.
Himmel. Schon wieder?
Was ist denn, Gus?
Cigarette.
- Hat Ken sie geritten? - Jetzt nicht mehr.
Dieser Bengel. Sieh dir das an.
- Ob es ihm gut geht? - Jungs tun sich nicht so leicht weh.
Vielleicht ist er verletzt. Sattel Shorty. Ich sehe nach.
Ja, Boss.
Nicht mehr nötig, Gus.
- Ken. - Ja, Sir?
Komm her.
- Alles in Ordnung? - Na klar.
Hat Cigarette dich wieder abgeworfen?
Ja, Sir.
- Hast du ihr die Sporen gegeben? - Nein.
- Hast du ihr die Sporen gegeben? - Ja, Sir.
Gütiger Himmel. Wirst du denn nie erwachsen?
Wie oft habe ich gesagt, dass du das nicht tun sollst?
Das ist der zweite Zaum, den du diese Woche ruinierst.
Tut mir Leid, Vater.
- Da ist ja die Satteldecke. - Welche Satteldecke?
Ich habe sie gestern verloren.
Du hast wohl den Sattelgurt nicht richtig festgeschnallt.
Guck mal. Sie ist zerrissen.
Sei still. Sie ist im Stacheldraht hängen geblieben.
Ständig vergisst du Dinge oder machst sie kaputt.
Frühstück ist fertig. Wo ist Ken?
Er kommt gleich. Cigarette hat ihn wieder abgeworfen.
Ich weiß nicht mehr weiter. Er hört einfach nicht auf mich.
- Er ruiniert mir ständig die Ausrüstung. - Er ist noch ein Kind.
Er ist alt genug, um nachzudenken.
Ich habe noch nie so einen Tagträumer gesehen.
Bald stolpert er über seine eigenen Füße.
- Morgen, Mama. - Setz dich, Schatz.
Iss deinen Haferbrei, sonst wird er kalt.
Himmel Herrgott.
- Was ist denn? - Kens Zeugnis.
Überrascht es dich, dass du nicht versetzt wirst?
Nein, Sir.
- Sieh dir bloß deine Noten an. - Lass ihn erst mal frühstücken.
Ich würde gerne wissen, wie du eine glatte Sechs schreiben kannst.
Du hattest öfter schlechte Noten, aber nie eine Sechs.
Von Mann zu Mann gesprochen, was hast du dir bloß gedacht?
- Hast du eine Erklärung dafür? - Nein, Sir.
Welche Fragen hast du in Englisch nicht beantwortet?
Wir sollten einen Aufsatz schreiben.
- Fiel dir nichts ein? - Doch, ich hatte eine tolle Idee.
Ich wollte schreiben, wie der Albino Banners Stute entführt hat.
- Warum hast du das nicht geschrieben? - Ich habe nachgedacht.
Ich dachte, ich hätte noch Zeit, und auf einmal war die Stunde zu Ende.
- Du hast nicht mal angefangen. - Kein einziges Wort?
- Nein. - Du hast nur geträumt.
- Nein. Ich dachte an... - An was?
- An mein Fohlen. - Du hast kein Fohlen.
Bitte gib mir ein Fohlen.
Du bekommst eins, wenn du damit umgehen lernst.
Du musst dich bessern, Junge, aber du versuchst es nicht mal.
- Ich versuche es schon. - Ich will Ergebnisse sehen.
Ab jetzt wirst du jeden Tag eine Stunde lang für die Schule lernen.
Herein.
- Guten Morgen. - Guten Morgen.
- Was steht heute an, Boss? - Wir müssen die Pferde eintreiben.
Sie müssen von der Weide runter. Es kommt ein Sturm auf.
Darf ich helfen?
Ich muss vier ältere Pferde für das Rodeo vorbereiten.
Drei Pferde müssen zugeritten werden.
- Darf ich dieses Jahr mithelfen? - Großer Gott, nein.
Es ist schwer genug, 100 wilde Pferde einzutreiben,
ohne dass ein Kind ihnen noch mehr Angst macht.
Ich komme sofort.
- Willst du keinen Kaffee mehr? - Nein, ich muss jetzt arbeiten.
Du darfst jedes Pferd auf der Ranch reiten. Warum willst du unbedingt ein Fohlen?
Es geht nicht nur ums Reiten, Mutter. Ich will ein Fohlen zum Freund.
Ich will ein Fohlen für mich allein.
Du solltest jetzt lernen. Bring es hinter dich.
- Tschüs, Papa. - Tschüs.
Ken, was machst du?
Ich mache Mathematikaufgaben.
- Wo gehen wir hin? - Zusehen, wie Papa die Pferde eintreibt.
- Wir können ihm entgegenreiten. - Nein, du bleibst besser hier.
Es ist schwer genug, 100 wilde Pferde einzutreiben,
ohne dass ein Mädchen ihnen noch mehr Angst macht.
Die Pferde haben keine Angst vor mir.
Guten Morgen.
Gut gemacht, Banner.
- Banner hat sie unter Kontrolle. - Er benutzt seinen Kopf.
Er hat alles, was ein gutes Pferd braucht: Hirn, Herz und Mut.
- Wenn das nur alle Fohlen erben würden... - Was für Pferde wir dann hätten.
Vorsicht. Sie brechen aus.
Versuch, sie abzudrängen.
Achtung.
- Sie laufen in Richtung Klippe. - Dräng sie ab.
Was hast du hier zu suchen?
Ich wollte die Pferde sehen.
Ich habe sie nicht mit Absicht erschreckt.
Mann, wenn ich bloß so ein Fohlen hätte.
Stecken wir in Schwierigkeiten?
Ich hatte noch nie so viele Rechnungen und so wenig Geld.
- Ich mache keinen Profit mit den Pferden. - Aber es sind Pferde von guter Abstammung.
Aber die, die von dem Albino abstammen, sind sehr wild.
Die kann ich nicht verkaufen.
Es würde nicht mal meine Kosten decken, bei den Preisen, die man mir für sie bietet.
Ich würde sie sofort erschießen, wenn sie nicht so schnell wären.
Ich hatte so gehofft, ich bekäme ein gutes Fohlen aus der Reihe.
Rob, gib Ken ein Fohlen.
Ich möchte, dass du Ken ein Fohlen gibst.
- Nach dem, was er heute angestellt hat? - Das war keine Absicht.
- Er verdient kein Fohlen. - Du willst ihm keins geben?
Doch, schon länger.
Vielleicht, wenn er im Sommer viel lernt...
Nein.
Das wollte ich dir auch noch sagen. Er strengt sich nicht an.
Hat er heute nicht gelernt?
Er hat mal kurz in die Bücher gesehen.
Großer Gott. Er hört gar nicht auf mich.
Er will unbedingt ein Fohlen haben. Er denkt an nichts anderes.
Man soll Kinder nicht bestechen, damit sie ihre Pflicht tun.
- Du bestichst ihn nicht. - Wie würdest du es nennen?
Ich habe nur das Gefühl, dass Ken nichts erreichen wird.
Und das sollte er in seinem Alter. So eine Kleinigkeit könnte dabei helfen.
Es ist aber keine Kleinigkeit. Es ist schwer, ein Fohlen zu trainieren.
Ich will kein Pferd wegen der Nachlässigkeit des Jungen verschwenden.
Es ist aber wichtig. Ihm muss etwas gelingen. Er muss...
- Sich davon freimachen. - Wenn du es so sehen willst.
Ich meinte, er muss langsam erwachsen werden.
- Wie würde ein Fohlen ihm dabei helfen? - Du weißt schon.
Es würde ihm gehören. Er wäre dafür verantwortlich.
Ein Lebewesen, das er gern hat, statt der Verantwortung, die ihn bedrückt.
Geh nicht.
Ich will Ken ja ein Fohlen geben.
Ich will dem Jungen ja näher kommen,
aber immer wenn ich dazu bereit bin, macht er solche Dummheiten wie heute.
Wolltest du schon einmal etwas mehr als alles andere auf der Welt?
Ja. Dich.
Du verstehst es also.
Wo ist Ken?
Er sieht sich sicher die Enten auf dem See an.
Himmel, welche Enten auf welchem See?
Er sieht sich so gern das alte Bild auf der Treppe an.
Gus sagte, Rocket sei ausgebrochen. Ihr fehlt wohl ihr Fohlen.
- Jetzt müssen wir sie suchen. - Ich finde sie schon.
Ich komme mit, mein Sohn. Ich nehme zurück, was ich gestern sagte.
Du musst nicht jeden Tag lernen.
Danke.
Und ich werde dir ein Fohlen geben.
Ein Fohlen?
Mein eigenes Fohlen?
Ich gebe es dir in einer Woche. Dann hast du genug Zeit, es dir auszusuchen.
- Aus allen Fohlen der Ranch? - Ja.
- Ein Jährling? - Aber ja.
Herrje.
Vielleicht kriege ich das Fohlen von gestern.
Komm schon, du Dickkopf.
Komm.
Tritt mir nicht auf den Fuß.
- Such dir doch Highboy aus. - Diesen Klotz?
Glaub nicht, dass ich dich reiten will. Ich muss.
Wie wär's mit Lassie? Sie ist schnell und schwarz wie Tinte.
Wer hat gesagt, ich will einen Rappen?
Und College Boy? Er ist schlau wie ein Fuchs.
Ich will ein Stutfohlen. Ich weiß auch schon welches.
Ich hoffe, ich kann sie finden.
Mach das nicht noch mal. Cigarette ist ängstlich.
- Sie könnte dich treten. - Dann trete ich zurück.
Danke, Tim.
- Bist du bereit? - Ja, Sir.
Warum darf ich nicht mitkommen?
Weil du ein Mädchen bist.
Ist der Sattelgurt festgeschnallt?
Los geht's.
Willst du deinen Hut?
Danke.
Ich kann auch ein Junge sein.
Du bist auch ein Junge, glaube ich.
Du wunderst dich wohl, dass ich dir ein Fohlen gebe,
obwohl du eine Tracht Prügel verdienst.
Erst fällst du durch die Prüfungen und dann die Dummheit von gestern.
Glaub bloß nicht, dass ich das vergesse.
Ich bin nicht weich geworden. Vergiss das niemals.
Ich erwarte immer noch so viel von dir wie vorher.
Es ist keine Belohnung, denn du verdienst keine Belohnung.
Es ist eine Partnerschaft.
Eines Tages brauche ich deine Hilfe
und dafür musst du ausgebildet werden.
Jeder Mann braucht eine Ausbildung. Disziplin.
Ich bekam meine beim Militär. Und wie!
Mach ein gutes Pferd aus dem Fohlen.
Ich helfe dir anfänglich, aber du bildest es aus und es wird dich ausbilden.
Du und deine Mutter werdet euch bald ohne mich um die Ranch kümmern müssen.
Wo gehst du hin?
Ich muss sehr bald zurück zur Armee. Das verstehst du doch, oder?
Du musst ein gutes Pony aus dem Fohlen machen.
Und es wird dich zum Mann machen.
Ich war gestern hier und habe sicher kein Fohlen übersehen.
Rocket würde kein Fohlen zurücklassen.
Ich habe gestern ein Fohlen gesehen. Es war von der Herde getrennt.
Es war ein Fuchs, mit heller Mähne und Schweif.
Hört sich nach Rockets Jährling an. Banner hat es gezeugt.
Darum war Rocket gestern unruhig.
Sie hat es vermisst und riss aus, um es zu suchen.
Sie verlor ein Fohlen und will sich mit dem Jährling trösten.
Hier müssten wir eine Spur finden.
He, Boss.
Eine Wildkatze.
- Das war ein Puma. - Ein großer Puma.
Wir hatten lange keinen in der Gegend.
Gott sei Dank haben wir die Zuchtstuten reingebracht.
Wir sollten uns die Höhle mal anschauen.
- Er hat eins erwischt. - Es ist dunkelbraun.
Es ist von Rocket. Tim hatte Recht.
- Wusste sie nicht, dass es tot ist? - Ja und nein.
Stuten sind seltsam. Sie bleiben nicht bei toten Fohlen, aber sie erinnern sich.
- Dann suchen sie es. - Wird der Puma die anderen Pferde finden?
Er wird sie nicht kriegen. Sie sind auf der Weide oder bei der Ranch.
Greift er sie auf der Weide nicht an?
Das ist nicht so einfach ohne Schutz. Er muss sie überraschen.
Manchmal greifen Pumas Pferde an, die alleine sind.
Sie beißen ihren Nacken durch. Ein schneller Tod.
- Da ist Rocket. - Und ihr Stutfohlen.
Sie ist eine schöne Flicka.
- Was heißt das? - "Kleines Mädchen". Das ist Schwedisch.
Flicka. So werde ich sie nennen.
Mein Fohlen.
- Dein Fohlen? - Ja, Sir. Ich will sie.
Rockets Stutfohlen?
Ich hatte gehofft, du würdest eine klügere Wahl treffen.
- Du weißt, was ich von Rockets Linie halte. - Aber sie sind schnell.
Es sind meine schlechtesten Pferde. Sie haben kein bisschen Verstand.
Sowohl die Stuten als auch die Hengste. Man kann sie nicht zähmen.
Ich zähme sie.
Bisher konnte noch keiner eins dieser Pferde zähmen.
Dein Pferd soll doch dein Freund sein, oder?
Dieses Fohlen wird nie dein Freund sein.
Du hast gesehen, was sie gestern taten. Kein Zaun wird sie je aufhalten.
Such dir ein anderes Fohlen aus.
Ich habe versprochen, dass du es dir aussuchen darfst.
Aber Rocket ist verrückt und das Fohlen sicher auch.
Vielleicht aber auch nicht. Banner ist ihr Vater.
Na gut. Morgen oder übermorgen bringen wir sie rein. Ich habe jetzt zu tun.
Warum schreibst du den Namen drauf? Pferde können doch gar nicht lesen.
- Menschen aber. - Papa aber nicht.
Außerdem hast du noch gar kein Pferd.
- Was soll das heißen, ich habe kein Pferd? - Es ist ja nicht hier.
Papa bringt es heute rein.
- Das ist Mr. Sargent. Er hat viele Rennpferde. - Und er hat einen dicken Bauch.
- Ist Rob da? - Er ist im Haus.
- Hallo Rob. - Hallo Charley.
- Wie geht's? - Gut. Und dir?
- Bestens. - Willkommen. Setz dich.
Danke.
Ich schicke einen Bahnwagen Pferde nach Los Angeles.
Möchtest du dich beteiligen und die Kosten teilen?
- Vielleicht. - Ich habe noch Platz für vier Pferde.
Hört sich gut an.
Papa sagt, Flicka ist verrückt, wie ihre Mutter.
- Sag so was nicht. - Es ist nicht ihre Schuld.
Sie kann nichts dafür, dass ihre Mutter verrückt ist.
Banner ist nicht verrückt. Vielleicht ist sie wie ihr Vater.
Ich weiß es nicht.
Wenn ich Dummheiten mache, sagt Mama, dass ich Papa ähnlich bin.
Wenn ich was Intelligentes mache, sagt Papa, dass ich das nicht von Mama habe.
Unter all deinen Rennpferden ist kein Pferd wie Rocket.
Sie läuft schneller als ein Rennpferd.
- Du bist verrückt. - Willst du wetten?
- Hallo. - Hallo Nell.
Bleib ruhig sitzen. Ich gehe gleich wieder. Worüber sprecht ihr?
Von der Stute, die 40 Meilen pro Stunde läuft...
Du wirst reich, wenn du Rocket zureiten kannst.
Mein Zureiter hat noch jedes Pferd zugeritten.
- Aber nur, wenn sie es wert ist. - Ich sagte doch, sie ist es wert.
- Wie viel verlangst du für sie? - 500 Dollar.
- Hast du eine Stoppuhr? - Einen Tacho.
- Der reicht auch. - Wir essen zu Mittag, wenn ihr wiederkommt.
Da sind sie.
Ist Flicka nicht wunderschön?
Sie läuft zur Nord-Weide. Da messen wir, wie schnell sie läuft.
Gott, sie ist wie eine Lokomotive. Hält sie immer ihre Nase in die Luft?
Ja, sie ist eine Sternenguckerin.
Schau auf den Tachometer.
Schneller, Boss. Sie strengt sich kaum an.
Wenn sie die 35 erreicht, kaufe ich sie.
Großer Gott.
- Nun, was meinst du? - Ich kaufe sie,
wenn du sie gesund auf meine Ranch bringen kannst.
Aber wie du das schaffen willst, ist mir ein Rätsel.
Überlass das ruhig mir.
Haltet nach Rocket Ausschau.
Rein mit dir.
Wirf ihr ein Lasso um den Hals.
Es wird schwer sein, sie reinzubringen.
Bleib dran.
Komm schon.
Ich nehme die Schlinge ab. Sie hat sie schon lange.
Sei vorsichtig.
Ich liefere sie nicht mit einem Seil am Hals.
Ich habe es angelegt. Ich nehme es auch ab.
Mach das Tor auf, damit sie was sieht.
Rein da.
Mach das Tor zu.
Holt den Laster.
Seid vorsichtig, Sargent erwartet sie bei guter Gesundheit.
Gut, ihr könnt fahren.
Das wär's dann wohl.
Du meinst, das wären 500 Dollar.
Die können wir gut gebrauchen.
Schau mal.
Das hat sie erledigt.
- Sie ist tot. - Arme Rocket.
Es ist schade, aber das passiert manchmal.
Pferde sind an manchen Stellen sehr empfindlich.
Mir bleibt aber eine andere Möglichkeit.
Hallo, Williams? Hier ist McLaughlin.
Gut, danke.
Ich habe eine Ladung Pferde für dich.
Ja, die Albinos.
Ja, alle Albinos. Rockets ganzer Stamm.
Es müssten gute Pferde für dich sein, wenn sie nach ihr kommen.
In Ordnung, was willst du zahlen?
Gut. Ja.
Es sind neun Pferde.
Moment, vielleicht sind es zehn.
Komm her.
Ich gebe dir die Chance, vernünftig zu sein.
Such dir ein anderes Fohlen aus und lass mich Flicka verkaufen.
Das wäre sowohl für dich als auch für mich von Vorteil.
Soll dein Pferd etwa so enden wie Rocket?
- Ich werde Flicka zähmen. - Das ist unmöglich.
Manche schlechten Pferde kann man zähmen.
- Willst du ein verrücktes Pferd? - Ich will Flicka.
- Sieh mich an. - Bitte. Sie gehört mir.
Entschuldige, ich dachte, es wären zehn Pferde.
Es sind aber nur neun.
Gut, ich schicke sie dir. Bis bald.
- Geschafft. - Sie ist wirklich wild.
- Völlig verrückt. - Wir geben ihr Zeit zum Nachdenken.
- Vielleicht läuft sie in den Stacheldraht. - Sie kann nicht drüberspringen.
Sie ist ausgewichen. Sie hat Verstand. Wirklich.
- Flicka. - Die verrückte...
Schnell.
Halt sie fest.
Ich glaube nicht, dass sie es schafft.
Auch gut. Es wäre früher oder später ohnehin passiert.
Ein verrücktes Pferd muss man sofort erschießen.
Ruhig, Mädchen.
Iss dein Abendessen.
Muss ich?
- Du hast gehört, was sie gesagt hat. - Aber Flicka ist...
- Lass ihn zu ihr gehen. - Er kann ihr nicht helfen.
Gus und Tim haben ihre Wunden verarztet.
Wenn sie sich erholt, hat sie ja Wasser und Hafer.
Ich wollte dir nicht wehtun.
Werd wieder gesund. Bitte erhol dich.
Mann, sie war aber schön.
Was soll das heißen, "war"? Sie ist es noch.
- Sie ist wunderschön. - Ich meine, als sie gestern gerannt ist.
Wenn du dich morgen um sie kümmern willst, mache ich deine Arbeiten.
Wirklich? Mann, das wäre toll.
Ich trainiere Cigarette, bringe das Holz rein und trockne den Abwasch ab.
Dann kannst du den ganzen Tag bei ihr sein, außer wenn du schläfst.
Danke.
Es geht ihr besser. Sie wird wieder gesund, oder?
Die Chancen stehen gut, wenn sie ihr Futter annimmt.
Vielleicht mag sie keinen Hafer.
Ich bringe ihr Heu.
Geh doch nicht weg.
Hab keine Angst vor mir. Ich bin Ken.
Und das ist Heu. Es wird dir schmecken. Komm her und friss.
Überstürz es nicht. Sie hat sich sehr erschreckt.
Sie frisst. Sie wird wieder gesund.
Es ist ein gutes Zeichen.
Bring sie runter zur Kalbsweide. Da ist Schatten, Gras und ein Bach.
- Da ist sie allein. - Pferde mögen doch Gesellschaft.
Sie nicht. Sie ist eine Einzelgängerin. So wie ihre Mutter.
Und wenn sie da über den Zaun springt?
Das wird sie nicht. Sie kann nicht springen.
Das wird noch dauern.
- Frühstück. - Ich komme.
- Warum ist er so fröhlich heute? - Flicka geht es besser.
- Sie macht Fortschritte? - Sie ist fast gesund.
Die Wunden sind fast verheilt und sie frisst wie ein Pferd.
Es könnte ein schöner Sommer werden, wenn sie nicht wird wie Rocket.
Ich hoffe nicht.
- Und deine Manieren? - Entschuldigt.
- Morgen. - Morgen.
Wie geht es den Enten auf dem See heute?
Welche Enten auf welchem See?
Ach die. Ich habe sie kaum bemerkt.
Ich war mit Flicka beschäftigt.
Es geht ihr besser, also denk an deine anderen Pflichten.
- Widme deinem Pferd nicht all deine Zeit. - Das werde ich nicht.
Papa, komm doch mit zu Flicka. Dann siehst du, wie gut es ihr geht.
- Lässt Ihre Hoheit dich an sie ran? - Nicht ganz nahe, sie hat noch Angst.
Wir können sie vom Zaun aus beobachten.
Wie nobel von ihr. Gut, wir gehen alle runter und sehen sie uns mal an.
Toll.
Guten Morgen.
Papa kommt gleich, also sei brav und lauf nicht weg.
Sie sieht gut aus.
Ihr Wunden sind bis auf das rechte Vorderbein verheilt.
- Sie ist fast gesund. - Sie ist sehr schön.
Glaubst du, sie ist verrückt?
Ihr Verhalten seit ihrer Geburt hat mich davon überzeugt.
Aber sie hatte auch immer Angst vor uns.
Jedes verängstigte Pferd sieht wild aus.
- Sie wollte über den Zaun springen. - Jeder darf mal das Unmögliche versuchen.
Es heißt doch:
"Es war unmöglich, aber der Trottel wusste das nicht und hat es geschafft."
Pferde können zwei Meter hoch springen. Sie dachte, sie könnte das auch.
Das können wir ihr verzeihen. Aber wird sie lernen? Kann sie lernen?
Rocket konnte es nicht oder wollte es nicht.
Vielleicht kann ich sie nicht trainieren.
Meine Güte. Was habe ich dir in den letzten Wochen immer wieder gesagt?
Hast du mich nicht verstanden?
- Was dachtest du, meinte ich mit verrückt? - Dass sie wild ist.
Nein. Es ist viel ernster, mein Sohn.
Geisteskrankheiten werden unter Tieren wie unter Menschen vererbt.
Schlechtes Blut wird vererbt. Das Blut des Albinos ist für kein Fohlen gut.
Du sagtest, dass sie vielleicht nur Angst hatte.
Sie hat ein sehr kluges Gesicht. Besser als das von Rocket.
- Ein feines Maul. - Und schöne Augen.
Sie stehen weit auseinander. Wir sehen ja, wie sie auf das Training reagiert.
- Wie kann ich sie trainieren? - Du musst ihr Vertrauen gewinnen.
Weißt du, mein Sohn, wenn man einem Lebewesen alles wegnimmt -
Freiheit, Freunde, Zuhause, Gewohnheiten, Zufriedenheit -
wird es sich aus Verzweiflung an das Einzige wenden, was ihm bleibt.
- In diesem Fall, an dich. - Mich?
Ja. Du bist jetzt ihr ganzes Leben.
- Sorg dafür, dass es ihr gefällt. - Ja, Dad.
Gib ihr Liebe und Freundschaft. Sprich mit ihr.
- Wird sie mich verstehen? - Natürlich.
Auch ein Pferd kann dir vieles sagen, wenn du es beobachtest und für klug hältst.
Achte auf all die kleinen Zeichen - wie es seinen Körper bewegt,
die Ohren, die Augen, das Wiehern.
Das ist seine Art zu sprechen.
Genau.
Es gibt den Wutschrei, das Wiehern aus Angst oder Ungeduld,
aus Verlangen, aus Hunger oder Freundlichkeit.
Lern seine Sprache und es wird deine lernen.
Und vergiss nie, dass Pferde alles verstehen, was du zu ihnen sagst.
- Alles? - Alles.
Falls sie nicht verrückt sind?
Ich weiß, dass du deinen Hafer willst, aber ich beeile mich ja schon.
Hier. Komm her und friss.
Lecker, nicht wahr?
Du verstehst mich wirklich, oder?
Friss, damit du groß und stark wirst wie Banner.
Du hast einen sehr klugen Vater.
Du musst deine Wildheit vergessen und so werden wie er.
Mit wem redest du da?
Pferde verstehen Menschen nicht.
Das stimmt nicht. Flicka versteht alles, was ich sage.
Und sie spricht sogar mit mir.
Blödsinn.
Du weißt es nicht, aber Pferde haben ihre eigene Sprache.
Es gibt den Wutschrei, das Wiehern aus Angst oder Ungeduld,
das Wiehern aus Verlangen.
Es gibt das Wiehern des Hungers.
Kannst du mit den Ohren wackeln?
- Was hat sie gesagt? - Sie hat ihren Hafer gefressen.
- Vielleicht bedankt sie sich auch. - Oder sie will mehr Hafer.
Oder sie hat zu viel gefressen. Vielleicht hat sie Bauchweh.
- Vielleicht braucht sie Rizinusöl. - Nur ein Vielfraß braucht das.
Sie will aber irgendwas.
Ich weiß. Sie hat Durst.
Hol dir was zu trinken. Da ist doch ein ganzer See voller Wasser.
In Ordnung.
Mann, du wirst langsam verwöhnt.
Ich habe vergessen zu sagen, dass Papa da ist.
Warum hast du mir das nicht gleich gesagt?
Ich muss ihn sofort sehen.
Hast du gehört? Das bedeutet, sie will, dass ich hier bleibe.
Es bedeutet bestimmt nur, dass sie Blähungen hat.
Ich habe bestimmt nichts vergessen.
Mehl, Salz, Schinken... Und meine Haarnadeln?
Könnte ich so etwas Wichtiges vergessen? Sie sind da drüben.
- Hast du sie? - Was denn?
- Du weißt schon. - Die habe ich leider vergessen.
- Du hast sie doch, oder? - Aber ja. Und sie ist sehr schön.
- Wo ist sie? - Moment.
- Ist alles gemacht? Cigarette ausgeritten? - Ja, Sir.
- Wo ist sie jetzt? - Auf der Weide, am Tor festgebunden.
- Gut. Hat sie geschwitzt? - Nein, Sir. Ich habe sie abkühlen lassen.
- War es ein ordentlicher Ausritt? - Und ich habe nichts kaputtgemacht.
Sehr gut. Du machst Fortschritte.
- Kriege ich sie jetzt? - Sie ist im Auto.
Oh, toll.
Du hattest Recht. Das Fohlen hat ihm gut getan.
Der Junge hat sich sehr verändert.
Ich habe was für dich.
Schau. Eine ganz neue Satteldecke, maßgeschneidert nur für dich.
Ist sie nicht toll?
Wenn du groß bist, benutzen wir sie. Du wirst den Sattel nicht mal bemerken.
Dann reiten wir über die Weide, schnell wie der Wind.
Schau. Da steht dein Name drauf.
Ich wollte dir keine Angst machen. Wirklich.
Komm zurück. Bitte komm zurück.
Du musst sie nicht tragen.
Ich werde dich nicht satteln oder reiten, wenn du nicht willst.
Sei nur mein Freund.
- Hast du schon mal was unbedingt gewollt? - Die meisten Leute wollen irgendwas.
Aber du bist erwachsen. Du bist verheiratet.
Du hast Papa und mich.
Du bist doch schon fertig.
Also darf ich nichts mehr wollen?
Alle Menschen wünschen sich etwas.
Alle?
Für immer? Ist man nie damit fertig?
Das frage ich mich auch.
Manchmal schon, für ein paar Minuten.
Was willst du denn jetzt?
Ich will unbedingt, dass Flicka nicht verrückt ist.
Vielleicht ist sie das ja nicht.
Wir wissen es noch nicht. Aber dein Wunsch wird es nicht ändern.
Wenn sie verrückt ist, sieht es schlecht aus.
- Wir gewöhnen sie erst mal an das Halfter. - Muss das denn sein?
- Wir müssen es doch herausfinden. - Ja, vermutlich.
Sobald du sie anfassen kannst, werden wir es versuchen.
- Ich spreche mit Papa darüber. - Und wenn sie uns nicht lässt?
- Sie liebt dich doch, oder? - Ja, da bin ich mir sicher.
Das bedeutet, dass sie klug ist.
- Wie denn? - So verliert man Ängste.
Verstehst du denn nicht, dass wenn man Liebe findet...
Wenn ein Mensch oder ein Tier Liebe findet, findet es auch Sicherheit,
Trost, Freundlichkeit und Hilfe.
Alle sehnen sich danach.
Wenn Flicka es gefunden hat,
es aber nicht begreifen kann und weiter solche Angst hat, dann...
Dann ist sie verrückt.
- Wo hast du die her? - Unter dem Wasserfall.
- Regenbogenforellen. - Leg sie hier rein. Danke.
Was steht heute an?
Wir prüfen die Mähmaschinen. Bald müssen wir Heu machen.
Wir müssen auch den Schober reparieren.
Aber vorher will ich Ken helfen, sein Fohlen an das Halfter zu gewöhnen.
Du und Tim kommt mit runter.
- Wo machen wir das? - Auf der Kalbsweide und zwar jetzt gleich.
Aber, Papa, vielleicht...
- Vielleicht sollten wir warten... - Du darfst sie doch berühren, oder?
Ja, Flicka ist jetzt mein Freund. Sie mag mich, aber...
Gut. Das freut mich. Es ist schön, ein Pferd als Freund zu haben.
Aber Flicka hatte noch nie ein Seil um den Hals.
Wenn wir es jetzt versuchen, könnte sie sich wehren
oder wie damals reagieren, als wir sie reinbrachten, oder wie Rocket.
Irgendwann müssen wir es tun. Bringen wir es hinter uns.
Sag Tim, er soll alles vorbereiten. Ich komme gleich.
Hast du nicht ein Hufeisen gefunden?
- Ja. - Das bringt doch Glück, oder?
Ja, aber wenn ich einen Fehler mache, wird Papa Flicka beschuldigen.
Und dann wird er nicht...
Ruf sie her.
Halt dein Lasso bereit.
Leg ihr dein Halstuch um den Hals und mach einen leichten Knoten.
Ganz ruhig.
Nimm deinen Gürtel ab.
Steck ihn durch das Halstuch.
Nimm den Gürtel in die Hand und führ sie herum.
Gut. Jetzt führ sie wieder zurück.
Lass den Gürtel los. Halt deine Hand unter ihr Kinn.
Genau so.
- Sie ist schon ans Halfter gewöhnt. - Aber das ist kein Halfter.
Man kann dich nur schwer überzeugen.
Gut. Gib uns das Halfter.
Hier. Leg es ihr an.
Mach nur.
- Aber wie? - Genau wie du Cigarette das Halfter anlegst.
Gut. Führ sie jetzt herum.
- Wie hat sie sich ans Halfter gewöhnt? - So machen wir das auf unserer Ranch.
- Aber... - Du wirst es noch verstehen.
Kommt, Jungs. An die Arbeit.
Sie ist nicht verrückt.
Ich wusste, dass sie mich mag, aber das habe ich nicht erwartet.
Sie hat sich nicht mal gewehrt.
Flicka ist ein kluges Fohlen, genau wie ihr Vater.
Alle Mädchen sind so klug wie ihre Väter.
- Sie ruft mich. - Allerdings.
- Das war ein freundliches Wiehern. - Sie hat sicher nur Hunger.
- Sie lahmt. - Mit ihrem Vorderbein stimmt was nicht.
Was hast du denn? Was ist passiert?
- Es ist die Wunde vom Stacheldraht. - Sie war verheilt.
Nicht ganz. Das Bein ist geschwollen.
- Ist das schlimm? - Eine Infektion.
- Das ist gefährlich, oder? - Allerdings.
Du redest zu viel.
Sie hat Schmerzen. Sie benutzt das Bein kaum.
Was tut man gegen Infektionen bei Pferden?
Was man bei Menschen tut. Man legt einen Breiumschlag auf.
Mama kann Breiumschläge machen. Ich sage es ihr.
Tu das.
Sie ist klug, oder? Sie weiß, dass wir ihr helfen.
Aber natürlich.
Sie ist ein braves Mädchen und wird schnell wieder gesund.
Etwas langsamer.
Zieh an.
- Kann ich mit dir reden? - Worüber?
- Über Flicka. - Siehst du nicht, dass ich zu tun habe?
Ich kann mich jetzt nicht um das Fohlen sorgen.
Tut mir Leid.
Warte mal.
Was ist denn? Geht es ihr schlechter?
Sie ist sehr krank. Kannst du sie dir ansehen?
Vielleicht kannst du ihr helfen.
In Ordnung. Ich komme mit.
Sie liegt wieder.
Großer Gott. Was ist mit ihr passiert?
- Sie wird immer dünner. - Dünner?
- Sie wird wohl nicht mehr gesund. - Gesund? Sie ist schon tot.
- Wie lange ist sie schon so krank? - Seit ein paar Tagen.
Das Fieber macht sie ganz schwach.
Sie wird sterben.
- Wir müssen sie erlösen. - Nein.
Tut mir Leid, aber es ist nicht gerecht, ein Tier so leiden zu lassen.
Tu es, wenn Ken nicht hier ist.
Wann wirst du es tun?
Ich wollte gleich losgehen.
Tu es nicht heute Nacht. Warte bis morgen Früh.
Nur noch eine Nacht.
Gut, morgen Früh. Ich muss es tun. Dein Vater hat es befohlen.
Ich weiß. Ich werde dich nicht mehr bitten.
Ich komme, Flicka.
Wo bist du?
Meine kleine Flicka.
Geben Sie ihm das einmal pro Stunde. Ich komme morgen Früh wieder.
Er ist sehr krank.
- Es ist nicht nur die Erkältung. - Er erlitt einen Schock.
Er ist traurig, weil sein Pferd krank ist.
Ich verstehe.
- Holen Sie sofort die Medizin. - Ich fahre jetzt gleich in die Stadt.
Keine Sorge.
- Wie geht es dem Jungen? - Er ist sehr krank.
Armer kleiner Pojke.
Ist Flicka tot?
Nein. Tim und ich haben eine Schlaufe aufgestellt.
Sie kann nicht stehen, aber sie trank einen ganzen Eimer Wasser.
- Hat Rob gesagt, du sollst sie nicht töten? - Ich konnte es nicht tun.
Als ich sie gefunden habe, das Fohlen und den Jungen...
Ich weiß, was du meinst.
Sie hat noch Kraft in sich.
Manchmal glaube ich noch an Wunder.
Durch das kalte Wasser ist das Fieber gesunken.
Aber das war nicht alles. Ken hat ihr Mut gemacht.
Die ganze Nacht war er bei ihr und sagte: "Halt durch, Flicka."
"Ich bin bei dir. Wir sind zusammen."
Ich sage es Ken.
Vielleicht hilft es ihm zu wissen, dass sie noch lebt.
Es kommt ein Sturm auf. Ich bleibe hier, falls ich gebraucht werde.
Danke.
- Endlich bist du da. - Wie geht es ihm?
- Etwas besser. Er hat sich ausgeruht. - Gut. Wir brauchen heißes Wasser.
- Hast du es getan? - Boss, ich konnte nicht.
- Du hattest doch genug Zeit. - Ich konnte nicht. Sie...
- Wo ist das Gewehr? - In der Scheune.
Hol es mir.
Tu es nicht.
Er weiß, dass sie lebt, und glaubt, sie wird genesen.
Gib ihm ein bisschen Hoffnung.
Wir hätten das Fohlen vor Wochen erschießen sollen.
Es hat uns nur Ärger und Kummer gebracht. Sieh, was es Ken angetan hat.
- Tu es nicht. - Er muss es nicht wissen.
- Und der Schuss? - Sag ihm, es war der Donner.
- Er erkennt einen Schuss. - Tut mir Leid, aber...
Tut mir Leid, aber man darf kranke Tiere nicht leben lassen.
- Es regnet. - Der Regen wird ihr nicht wehtun, Schatz.
Flicka hat ihr Leben lang in Stürmen gestanden.
- Das war Papas Auto, oder? - Ja, Schatz.
Bitte, Schatz, es war nur der Donner.
Sorg dich nicht um den Puma. Ich bleibe heute Nacht bei dir.
Ich hätte aber gerne etwas zu trinken und trockene Kleidung.
Ich bin völlig durchnässt, aber du ja auch.
- Alles in Ordnung? - Ja.
Ken schläft und Gus ist bei ihm.
Ich habe mir Sorgen gemacht.
Aber ich dachte...
- Ich hörte den Schuss. - Das war der Puma.
- Hast du ihn erwischt? - Ich kriege ihn schon noch.
Ich konnte es nicht tun.
Wenn das dumme Tier sterben will, muss sie es alleine tun.
Ken hat den Schuss gehört.
Wie hat er reagiert?
Gar nicht. Keine Fragen, kein Streit.
Sag ihm nicht, dass sie noch lebt, wenn er fragt.
Sie könnte morgen tot sein. Ich wäre nicht überrascht.
Er hat ihren Tod jetzt akzeptiert.
Sonst macht er sich nur falsche Hoffnungen.
Ich werde ihm nichts sagen.
Danke.
Guten Morgen.
- Wie fühlst du dich heute? - Danke, viel besser.
Gut genug, um raus in die Sonne zu gehen?
Ich denke schon.
Der Arzt will es so. Komm, ich helfe dir beim Anziehen.
Wo gehen wir hin?
- Zur Kalbsweide. - Stimmt.
Das ist Flicka.
- Aber ich dachte... - Ich konnte sie nicht erschießen.
Du hast den Schuss gehört? Ich habe den Puma erschossen.
Sei vorsichtig.
Sie ist ganz sanft geworden, oder?
Wie ein Kätzchen.
Sie hat uns Ärger gemacht, aber sie hat uns auch etwas beigebracht.
Wichtige Dinge sogar.
Dir - Verantwortung.
Mir - dass man nie die Hoffnung aufgeben darf.
Dass manchmal, wenn die Dinge auf dem Tiefpunkt sind,
wir nur ein wenig mehr Liebe, mehr Geduld und mehr Vertrauen haben müssen.
Untertitel: Visiontext Silvio D'Alessandro
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