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ERDE
Drehbuch und Regie: Alexander Dowschenko
Stirbst du, Semion?
Ja, ich sterbe, Petro.
Na, dann stirb.
Stirb, Semion. Und nach deinem Tod la� mich wissen,
wo du bist: im Paradies oder in der Holle...
...und wie es dir geht.
Gut, Petro. Wenn moglich, gebe ich dir Bescheid.
75 Jahre lang hat er mit den Ochsen den Boden gepflugt...
Das ist keine Kleinigkeit!
Wenn ich Volkskommissar ware,...
...hatte ich ihm den Orden vom Banner der Arbeit verliehen.
Fur Ochsen, Gro�vater, gibt es keine Orden.
Wofur denn?
lch konnte was essen.
Lebt wohl, ich sterbe.
Birnen hat er gemocht.
Lest nur weiter, Freund!
" ...Der Kulak Belokon sabotiert unsere Arbeit,
versteckt das Saatgut und bringt das Vieh um..."
lch gebe es nicht her! Lieber bringe ich es um...!
Nun, Vater, ist Schlu� mit den Kulaken.
Wir kriegen auch Maschinen.
Vassil, ich glaub, du bist nicht ganz richtig im Kopf...
Haben wir erst die Maschinen, nehmen wir ihnen das Land weg.
lch sag ja, du spinnst...
Es geht auch ohne dich. Du brauchst nicht zu fahren.
Das ganze Dorf lacht schon.
Nicht das Dorf lacht, Vater,
sondern die Kulaken und die Dummen.
Du meinst also, ich bin dumm?
Nicht dumm, Vater, nur alt bist du geworden.
Oh, der Dorf-Komsomol kommt!
Dann eroffne die Versammlung!
Diese Hundesohne, was fur Prachtkerle!
Vater! lch fahre!
Semion, wo bist du jetzt?
Gru� Euch, Gro�vater Petro!
Gro�vater Petro, gru� Euch!
Schert euch fort, Teufelsbrut!
Er fahrt!
Er fahrt!
Er fahrt!
Er steht!
Er steht!
Er fahrt!
Er steht!
Er steht!
Schreib: Es fehlt an Raumlichkeiten
fur gemeinschaftliches Saatgut und Vieh,
aber nicht an wunderbaren Bauten fur die Kulaken...
Er fahrt!
Er steht!
Er fahrt!
lch hore!
lch hore!
lch hore!
Kein Wasser im Kuhler.
lch hore!
Genosse Vorsitzender!
ln der Stadt will man wissen, ob der Traktor angekommen ist.
Genosse Vorsitzender, der Traktor ist stehengeblieben!
Der Traktor ist angekommen, das ganze Dorf ist Zeuge.
Der Traktor darf nicht stehenbleiben.
Los!
Macht schon!
Los!
Es ist Tatsache!
Sie haben ihn hergebracht. Das ist das Ende.
Gro�vater Petro hat recht: Es ist Tatsache!
Moge es uns
gutgehen
mit den Maschinen!
Jetzt konnen die Kulaken den Feldrainen nur noch nachweinen!
Pa� auf, da� deine Mutter nichts zu weinen bekommt!
Wir werden sehen.
Wir werden sehen.
Es geht los, Choma!
Vater!
Wirf diese Krucke weg!
Werft mich hoch! lch zahle dafur!
Choma! Vassil hat den Rain mit dem Traktor umgepflugt!
Vassil!
He, ihr lwans!
He, ihr Stepans!
He, ihr Grizkas!
Habt ihr meinen Vassil umgebracht?
Choma, du?
lch frage dich: Hast du Vassil umgebracht?
Nein, Onkel, ich war es nicht.
Es gibt keinen Gott.
Und Popen gibt es auch nicht.
lch bitte euch...
So wie Vassil fur das neue Leben gestorben ist,
bitte ich euch, ihn auch auf die neue Weise zu bestatten...
Es sollen weder Popen noch Kirchendiener uber den Tod...
Es sollen unsere Burschen und Madchen selber...
Und sie sollen neue Lieder uber das neue Leben singen!
Gut, Onkel Opanas, wir bestatten unseren Vassil selbst.
Ohne Popen und Kirchendiener.
Und wir werden neue Lieder uber das neue Leben singen!
Ohne einen Popen! Gut, wenn es keinen Gott gibt...
Und wenn es ihn doch gibt?
Gott, strafe die Sunder!
Strafe sie, Gott!
Es ist meine Erde! lch gebe sie nicht her!
Strafe sie!
Wo ist der Pope?
Er ist da drin. Verflucht die Kolchosen.
Vassil!
Vassil!
Der todliche Feindesha� auf die Armut
nahm ihr Vassil weg...
He, ihr Habenichtse! lch bin es!
Schlagt mich! Lieber sterbe ich, als mich zu ergeben!
Mit dem stahlernen Pferd des Bolschewismus
zerstorte Vassil tausendjahrige Raine!
lch habe ihn nachts umgebracht!
Nachts, als alles schlief!
Und er lief auf der Stra�e...
und tanzte!
...mit seinem hei�en Blut
schrieb er dem Klassenfeind das Todesurteil...
Und lhr, Onkel Opanas, mu�t nicht trauern.
Vassils Ruhm fliegt um die ganze Welt...
...wie unser bolschewistisches Flugzeug da oben!
Ende
Untertitel: Anette Wagner-Muller
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