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Vor langer, langer Zeit lebte mitten unter uns König Quetzacoalt, die Gefiederte Schlange.
Er lehrte uns die Künste und das Handwerk. Es war eine Zeit des Friedens und der Gerechtigkeit.
Aber Huitzilopochli, der König des Krieges, war mächtiger.
Und so wurde unser weiser König vom Geschlecht der kriegerischen und opfergierigen Schamanen verstoßen.
Er zog da hin, wo die Sonne aufgeht und schwor,...
...eines Tages seine Rechte auf dieses Land und seine Menschen einzufordern.
Ich bin Tizcuitl, Tochter des Nezahual, König von Tlacoplán.
Meine Stadt bildet zusammen mit Texcoco und Tenochitilan einen Dreierbund - die Basis für die Macht der Azteken.
Unser Herrscher ist Moctezuma.
Er wacht über unser aller Schicksal und lenkt es zum Herren der Welt.
Vater, Vater!
Tochter!
Schön, dass du wieder zu Haus bist. - Das finde ich auch.
Hör zu Tochter, ich habe eine sehr wichtige Neuigkeit für euch alle.
Ich war mit Moctezuma in Tenochitlan und er sagt, die Zeit wäre jetzt reif, dir einen Gemahl zu suchen.
Der Herrscher erwählte für dich seinen Vetter Macuil Malinal.
Macuil Malinal?! Der Anführer des Heeres? Aber es heißt, er sei der grausamste aller Krieger.
Moctezuma will mit deiner Heirat unsere Familien verbinden und so die Allianz der Azteken stärken.
Tizcuitl, du weißt, die Tochter eines Königs, hat nicht über ihr Schicksal zu entscheiden.
Ja, die Pflicht, dir zu gehorchen, muss über meinen Wünschen stehen.
Ich werde versuchen, meine Gefühle zu verbergen.
Was ist, meine Tochter? - Quetzacoalt! - Was hast du geträumt?
Ich träume immer das gleiche.
Aus der Sonne nähert sich ein Wesen, ein fremdartiger Mann.
Sein Antlitz ist weiß wie die Wolken. Und seine Haare sind aus Gold.
Er sieht mich an und... - Warum riefst du den Namen "Qetzacoalt"?
Ich weiß es nicht. Wenn dieses seltsame Wesen aus dem Sonnenlicht erscheint,...
...erfüllt mich ein Frieden, und ich erwache mit diesem Namen auf den Lippen.
Es ist viel Zeit verstrichen, seit König Quetzacoalt, die Gefiederte Schlange, uns verlassen hat.
Weißt du noch von der Prophezeiung?
Als Kind wolltest du, dass ich sie dir wieder und wieder erzähle.
Willst du mir helfen?
Ich werde deinen Blick über Meere und Länder schicken. So wie damals. - Ja, Vater.
Hör auf meine Worte und leg deinen Willen in meine Hände. Du wirst reisen, sehr weit reisen.
Und du wirst mir sagen, was du auf deinem Weg siehst. Horch auf den Schlag deines Herzens...
...und schwinge dich empor. Halte Ausschau nach Quetzacoalt. Suche seine Spuren auf Erden.
Ich sehe das ganze Tal, die drei Städte an der Lagune und die Wege.
Schau weiter, jenseits der Gebirge! Was siehst du dort?
Ich sehe den dichten, unendlichen Urwald, und ein betörendes Blau tut sich vor mir auf.
Mir wird schwindlig.
Der Wind wird immer heftiger, die Wasser toben. Da ist etwas, ein Kanu! Nein, viel größer!
Er ist es! Ich habe das Gesicht meiner Träume gesehen.
Ist es möglich, Tochter, dass...
...Quetzacoalt und die Seinen auf dem Weg zu uns sind?
Und vergiss nicht, Tochter, niemand darf Moctezuma in die Augen sehen.
Die Strafe dafür lautet Tod.
Vergiss auch nicht, dass er der Herrscher ist.
Du musst dich ihm nähern, indem du dich dreimal verneigst und sagst: "Herr! Mein Herr! Großer Herr!"
Und immer auf den Boden schauen.
Wie schrecklich!
Es, es ist so fürchterlich.
Schau, wie heiter sie sind.
Sie glauben, dass sie mit ihrem Blut den Regen herbeirufen können und die Dürre zu Ende ist.
Du glaubst das doch nicht?! - Ich vielleicht nicht, aber sie tun es.
Sie gehen seltsamen Bräuchen nach und du darfst nicht vergessen, sie sind völlig verängstigt.
Tu etwas, du darfst das nicht zulassen!
Moctezuma ist jetzt der Gefolgsmann von Huitziopochtil geworden, dem Gott, der Blut fordert.
Es tut mir leid, Tochter, ich kann nichts tun. Er hört nicht mehr auf meine Stimme.
Herr, mein Herr, großer Herr!
Prinzessin Tizcuitl, du bist auserwählt worden, dich mit meinem teuren Vetter Macuil Malinal zu vermählen.
Tritt zu Tizcuitl und nimm ihre Hand.
Was tun wir mit ihr?
Was man mit einem schönen Mädchen tut.
Sie hat dem Herrscher in die Augen geschaut und muss daher bestraft werden.
Aber sie ist die Tochter Nezahuals und ihr Tod würde uns Tlacopan zum Feind machen.
Sie wird bis zum Tage ihrer Hochzeit mein Gast sein.
Bestrafen wir sie nicht, schaffen wir einen Präzedenzfall.
Und Macuil Malinal könnte denken...
... Ganz wie du befiehlst.
Wach auf, Quintero!
Ich lebe!
Oh Gott, ich lebe!
Noch. - Ganz ruhig!
Wir sind zwar am leben, aber wir stecken in Schwierigkeiten.
Nicht bewegen, du erschreckst sie. Mein Schwert, es gehört Euch.
(Aztekisch)
(Aztekisch)
Das Eisen macht ihnen Angst.
(Aztekisch)
Heilige Jungfrau!
He, beherrsch dich, Quintero! - Wie soll ich mich da beherrschen, Kapitän?
Siehst du nicht den herrlichen Busen dieser Ungläubigen?
Soll ich dir den Vortritt lassen? Du bist der Kapitän. - Nein, nein. Ich nicht.
Ich hab' Enthaltsamkeit geschworen.
Wenn du deine Felle wegschwimmen siehst, bist du bereit, jede Dummheit zu schwören.
Du musst die Weiber zuerst flach legen, und dann mit ihnen reden.
Nein, es war noch in Spanien, da...
Das da!
Mein Herr hätte nicht besser wählen können. Es ist eine erlesene Köstlichkeit.
Zubereitet aus dem Fleisch des Feuervogels.
Tizcuitl soll mir auftragen.
Ihr anderen zieht euch zurück.
Tritt näher!
Was ist mit dir, du siehst traurig aus.
Es ist wegen meines Vaters.
Heute siehst du mir nicht in die Augen?
Ich möchte dich nicht erzürnen, mein Herr.
Nur dir allein unter all diesen Männern und Frauen erlaube ich, mich anzuschauen.
Ich verdiene die Ehre nicht, großer Herr. - Doch, du verdienst sie.
Der Glanz deiner Augen hat mir den Sinn für das Schöne im Leben zurückgegeben.
Achte auf das, was du tust!
Du musst wissen, dass ich mir bisher noch jeden meiner Wünsche unverzüglich erfüllt habe.
Mein Herr, du scheinst zu vergessen, deine Dienerin Tizcuitl hat schon einen Gebieter.
Das entscheide ich!
(Aztekisch)
Ich fürchte, du hast die spanische Fahne nicht besonders gut vertreten. - Die Kleine hat vor Wonne geschnurrt.
Ich glaube, es war nicht sehr klug, sich mit ihr einzulassen. Vielleicht war das eine Prüfung?
Eine Prüfung? Was für eine Prüfung?
Wo geht ihr hin, ihr Undankbaren? Kommt zurück, damit ich euch den Hals umdrehen kann!
Es hat so gut angefangen!
(Aztekisch)
Was ist das? Was geschieht hier? (Aztekisch)
Was haben diese Wilden mit uns vor?
Beim Grab meiner Mutter! Sie werden uns rösten wie ein paar elende Karnickel!
(Aztekisch)
Komm schon, komm schon! Damit könnten wir den Käfig aufbrechen. - Ja, ja.
Bei allen Heiligen!
Du süßeste aller Jungfrauen, bring mir das Schwert!
Komm her, meine Schöne, gib mir das Schwert.
Glotz nicht, sondern bring mir das Schwert, verdammt! Los, gib's mir! Warum kommst du nicht, Schöne?
Oh, mein Gott!
Ich hoffe, ihr erstickt an eurem Gegröle!
Heiliger Strohsack, was gibt es doch hier für rassige Weibchen. Los jetzt!
(Aztekisch)
Die Götter haben uns ein neues Zeichen gesandt.
Was soll das heißen? - Ein Feuerball, der mit seinem Schein die Erde erhellt.
Es ist Quetzacoatls letztes Zeichen. - Es kommen furchtbare Zeiten.
Quetzacoalt kehrt dahin zurück, wo die Sonne aufgeht, um sein Land einzufordern.
Seid still! - Geht hinaus!
Was quält deine Seele? - Diese Vorzeichen...
Wirklich nur das?
Ich denke eher du bist in deinen Gedanken bei einer schönen jungen Frau.
Du hast recht, ich denke an sie. Es ist wie ein Zauber.
Nur allein ihr Liebreiz könnte mein Verlangen stillen.
Ist es nicht eigenartig?
Meine ganze Macht schwindet vor den Augen eines Mädchens.
Ein Mann begehrt immer das, was ihm Widerstand entgegensetzt.
Ich möchte ihren Bund mit Macuil Malinal aufheben.
Das wäre sehr gefährlich.
Schließlich ist er der Sohn des früheren Herrschers.
Einige hier glauben, dass sie ihm hätten nachfolgen sollen.
Macuil Malinal ist einfältig, aber nicht die, die ihn unterstützen.
Viele Männer finden im Krieg den Tod, und sie haben große Angst.
Diese Tlaxcaltecen halten noch immer unserer Macht stand.
Macuil Malinal soll sie angreifen.
Provoziere einen Krieg mit ihnen. Sie brauchen Gefangene, um sie den Göttern zu opfern.
Macuil Malinal wird nicht zurückkehren.
Götter, sie halten uns für Götter.
Wozu so ein kleiner Komet doch gut sein kann.
Ein Degen. Ein Degen. - Ein Degen. Ein Degen. - Ein Degen, ein Degen.
Makuauilt. - Mak...ka...kuauilt. Makuauilt. - Makuauilt. Ma... Makuauilt.
Brust. - Brust. - Brust.
Nolpan. - Nolpan. - Brust.
- Titten. - Titten. - Titten.
- Nochichihuan. - Nochichihuan. - Chichihuali. Chi.. chi
Und das hier heißt... - Quintero! - Quintero... Quintero.
Nein, Quintero bin ich.
Sieh, Yetebe, sieh, wie sie gewachsen sind.
Die sind gegen die Tollheit, und die, sagt man, können Tote zum Leben erwecken.
Die Medizin ist das Handwerk der Männer. Aber du scheinst glücklich zu sein.
Ich fühle, mein Traum wird immer wirklicher.
Ich schließe die Augen und vor mir entsteht sein Bild.
Und ich fühle, mein Herz gehört nur ihm.
Ich bedaure, dir diese Nachricht überbringen zu müssen. Macuil Malinal hat den Tod gefunden.
Er starb als tapferer Krieger.
Er wird mit allen Ehren bestattet werden.
Bist du traurig? - Ich kannte ihn kaum.
Du bleibst in Tenochtitlán. - Aber Herr, es gibt keinen Grund mehr, mein...
Doch. Den gibt es. Er steht vor dir.
Hör zu, Yetebe, wir müssen zurück nach Tlacopán.
Vater!
Vater?
Vater?!
Ah, ich kriege Angst, wenn du so finster guckst. Was hast du vor?
Sollen wir etwa allein losziehen, du und ich, ins Land hinein?
Wir werden uns im Urwald verlaufen. Uns werden Kreaturen fressen, die ein Auge hier und den Kopf an den Füßen haben.
Manchmal fühle ich, als riefe mich eine Stimme aus dem Inneren dieses Landes.
Tochter, du musst noch heute nach Tenochtitlán zurückkehren.
Du durftest nicht ohne die Erlaubnis Moctezumas kommen.
Es ist gefährlich, sich ihm zu widersetzen. - Vater, aber ich kann doch...
Vater! Vater! Du musst ausruhen.
Du hast gesagt, Träume sind Vorahnungen von dem, was sich zutragen wird.
Und ich fühle in meinem Herzen, dass jetzt etwas geschieht.
Ich träume noch immer von dem Mann mit den goldenen Haaren.
Ich muss wissen, ob er existiert. Und sollte es so sein, was es bedeutet.
Ich habe sehr viel über deinen Traum nachgedacht.
Es heißt, an der Küste seien zwei seltsame Männer gestrandet. Niemand weiß, woher sie kommen.
Die Menschen, die sie empfangen haben, glauben, dass sie Götter sind. - Ich werde sie suchen gehen.
Nein, Tizcuitl, Moctezuma verlangt nach dir.
Geh du, Mixcoac! - Ja, ich bitte dich, Mixcoac.
Und wer schützt dich dann? - Hab keine Angst.
Quetzacoatls Geist wird mich beschützen.
Es geschieht etwas.
Du kannst nicht allein ins Landesinnere gehen.
Ich habe schon zu viel Zeit hier verbracht, ich muss weiter.
Ich spüre, dass du von Tag zu Tag ungeduldiger wirst.
Alle Menschen hier in Tenochtitlan stehen unter der Macht der Azteken.
Sie sind grausam und furchterregend.
Sie bringen nur Kummer und Leid.
Ich habe es selbst erfahren müssen.
Geh nicht, sie werden dich töten. - Ich weiß, zu welchen Grausamkeiten die Menschen fähig sind.
In meinem Land tötet die Inquisition, und das im Namen Gottes.
Sie haben mir alles genommen.
Mein Leben hat sich verändert. Jetzt bleibt mir nur noch, weiter zu gehen.
Nur ein Gott würde es wagen, ihn zu töten.
Ich verdanke dir mein Leben.
Bei meiner Herrin Tizcuitl schwöre ich, über deines zu wachen.
Wer ist deine Herrin Tizcuitl? - Sie ist die Gebieterin.
Sie wollte, dass ich dich suche. Ich soll ihr dein Bild bringen.
Was führt dich zu mir, Herr?
Fass mich nicht an, oder Quetzacoatl wird dich zur Verantwortung ziehen.
Kein Gott dieser Welt wird verhindern können, dass du heute Nacht mein wirst.
Wieso erwähnst du Quetzacoatl? Sag, was weißt du?
Ich sehe ihn in meinen Träumen, und er wird bald hier unter uns sein.
Und der Zorn Quetzacoatls wird die Winde entfesseln.
Ein Sturm wird über die Erde peitschen, wenn der Gott zurückkehrt.
Ist das möglich?
Die gleichen Haare aus Gold, die gleichen Augen... Es scheint unmöglich, aber er existiert.
Du hast ihn gesehen.
Was glaubst du? Könnte er wirklich Quetzacoatl sein? - Er tötete den Jaguar.
Er ist anders als die Menschen hier.
Er scheint ein Gott zu sein, aber er hat auch etwas sehr Menschliches.
Mixcoac, bring diese Zeichnung meinem Vater. Sag ihm, dass ich in Gefahr bin.
Sag, er ist der, der in meinen Träumen erscheint. Und sag, es ist Quetzacoatl.
Was gibt es, Nezahual? Es hieß, du willst mich umgehend sprechen.
Du musst wissen, die Zeit der Vorahnungen ist vorbei.
Ein schreckliches Beben wird die Erde erschüttern.
Ich fürchte nicht das Leid, das über die Menschen kommen wird. Ich verneige mich nur vor den Göttern.
Das ist die Quelle deiner Macht, Herr, und deiner Größe.
Aber darin kann auch der Grund für dein Verderben liegen.
Du verneigst dich zwar vor den Göttern, aber du verachtest die Menschen.
Ich habe deine Wahl zum Herrscher befürwortet, wegen deiner Weisheit und Größe.
Aber du hast dich verändert.
Du willst unser Volk in einer Welle von Blut ertränken.
Mit den Opfern zollen wir den Göttern nur unseren Tribut.
Es gab eine Zeit, in der sich die Priester gegen die Opferung von Menschen ausgesprochen haben.
Quetzacoatl ist bereits in unserer Welt.
Du sprichst, als hättest du ihn gesehen.
Alle glauben an die Rückkehr des Gottes, aber wo ist er denn?
Das ist eine Zeichnung von dem, den sie an der Küste für Quetzacoatl halten.
So kündigen ihn auch unsere Prophezeiungen an. - Er ähnelt nicht unseren Menschen.
Wenn es wirklich der Gott ist, musst du dein Königreich an ihn übergeben.
Seine Rückkehr wird ein Orkan sein, der unser Leben tief erschüttern wird.
Ich bin krank und ich weiß, dass ich die Männer Quetzacoatls nicht mehr sehen werde.
Ich bin hier, um meine Tochter zu holen.
Ich möchte, dass sie in der Stunde meines Todes an meiner Seite ist.
Diesem Wunsch kann ich mich nicht widersetzen.
In unserer Welt gab es immer zwei Mächte, die sich bekämpft haben.
Immer standen sich Huitzilopochli und Quetzacoatl gegenüber.
Wir verdanken unser Wissen und die Kunst allein dem Erbe Quetzacoatls.
Wenn er wirklich der Gott ist, lass unser Volk nicht leiden.
Das Zeichen Quetzacoatls. Er wird von da zurückkehren, wo die Sonne aufgeht.
Gemeinsam mit anderen, getragen vom Wind und gewaltige Wasser durchschreitend.
Sie werden schreckliche Tiere mitbringen und ihre Hände werden Feuerblitze schlagen.
Die Söhne Quetzacoatls werden unser Volk beherrschen, denn ihre Macht ist unendlich.
Ein seltsames Wesen wurde gesehen. Wie kann ich herausfinden, ob es Gott ist?
Es gibt drei Prüfungen: Zuerst schickst du ihnen kostbare Geschenke.
Wenn sie nur Reichtümer suchen, nehmen sie sie an und ziehen weiter.
Dann machst du den besten deiner Krieger zur Inkarnation Huitzilopochlis, also unbesiegbar.
Nur Quetzacoatl wird ihn schlagen können.
Die letzte Prüfung ist ein großes Gefecht in Cholula, der heiligen Stadt.
Aber Quetzacoatl und die Seinen sind stärker.
Auch wenn die Götter dir all ihren Schutz bieten, mein Herr, hast du keine andere Wahl, als sie zu empfangen.
Seid mir willkommen, Männer.
Mein Volk hat ein ganzes Jahr gearbeitet, um Moctezuma, dem Herren der Welt, diese Gaben zu bringen.
Rodrigo! - Rodrigo!
Was hast du gemacht, was hast du gemacht? Ich dachte, du bist tot, weißt du das?
Nein, mein Freund, hier bin ich wieder.
Wo bist du gewesen? - Rodrigo! - Was hast du gesehen?
Das ist ein riesiges Land, der Urwald scheint nirgends zu Enden und voller Geheimnisse.
Unsere Herzen erfreuen sich deiner Rückkehr. - Das meine ebenso.
Oh Gott, ein Pferd! - Ja!
Bleib stehen, Schimmel!
Quintero! Das ist ein spanisches Pferd!
Wir müssen sie suchen. - Warte auf mich, oder soll ich laufen? - Vorwärts!
Hüa, hüa!
Ich bin Spanier. Ich heiße Rodrigo Monfrague.
Welch ein Glück, Euch hier zu sehen! - Wie seid Ihr hierher gekommen? - Wir irren ein Jahr umher.
Spanier, oh Gott! So eine Freude!
Du wirst immer bei mir sein. - Du musst zuallererst an dich denken, meine Tochter.
Ich habe dir so viel zu verdanken, Vater.
Mein ganzes Wissen. Ich werde so leben, wie du es mich gelehrt hast.
Du hast sehr schwere Zeiten vor dir.
Lass dich von deinem Herzen leiten.
Nutze deine besondere Gabe!
Verwandle das Böse zum Guten. - Das werde ich tun, Vater.
Vater! Vater!
Es sieht nicht aus, als hätten Euch die Ungläubigen schlecht behandelt.
So wahr ich hier sitze, sie halten mich für den klügsten aller Götter. - Und ihre Frauen bewundern Euch auch?
Die noch mehr. Und sie zeigen es mir mit leidenschaftlicher Hingabe.
Wie sieht es aus, sind sie gefügig? - Das hängt ganz von Euren Weinvorräten ab.
An Wein soll es nicht fehlen. - Es erscheint mir wie ein Wunder.
Wir glaubten uns für immer verloren, da hat Gott Euch an diese Küste geführt. - Gott und der Drang Neues zu entdecken.
Aber erzählt doch weiter.
Dies hier ist ein kleines Volk, es ist primitiv. Aber die Azteken sind Hunderttausende, vielleicht Millionen.
Sie sind gefürchtet.
Man hat mir berichtet, dass sie alle hier lebenden Völker unterworfen haben.
Sie fordern einen hohen Tribut von ihnen. - Und was ist mit ihren Städten?
Sie sprechen immer von Tenochtitlán, der Stadt von Moctezuma, ihrem Herrscher.
Es heißt, ihre Mauern seien aus Gold, und die Bäume tragen statt der Früchte Edelsteine.
Ich habe mir die ganze Zeit gewünscht, sie zu sehen. - Das werdet Ihr, das werdet Ihr.
Es ist unsere Pflicht, dieses Land zu evangelisieren und zu erobern.
Ich kenne eine Frau, die uns eine große Hilfe sein könnte. Sie hasst die Azteken.
Warum?
Sie stammt aus einem Dorf im Landesinneren. Die Azteken haben Frauen für die Opferung gefordert.
Als Menschenopfer? - Ja.
Ihr Vater wollte das verhindern. Er hat sie an Händler verkauft, die jedes Jahr durch ihr Dorf kamen.
Er wollte sie im nächsten Jahr für das Doppelte zurückkaufen, aber als es so weit war, war ihr Vater gestorben,..
...und man machte sie zur Sklavin.
Du sprichst also unsere Sprache?
Wie ist dein Name?
Mallinali, Herr, ich stehe zu Diensten.
Herr, mein Herr, großer Herr.
Du hast mich gerufen, was willst du von mir?
Mein Herz beweint noch immer den Tod meines Vaters.
Ich habe deine Trauer respektiert. Aber jetzt wirst du meine Frau.
Mein Herz gehört dem, der im Namen Quetzacoatls kommt.
Ich verbiete dir, diesen Namen im Munde zu führen.
Entschuldige.
Es ist sehr dringend.
Sprecht jetzt!
Die Söhne Quetzacoatls sind angekommen. - Sie kommen in Kanus, getragen vom Wind, von dort, wo die Sonne aufgeht.
Ihr Antlitz ist hell wie der Mond. - Und der blonde Teufel reitet auf einem weißen Hirsch ohne Geweih.
Es sind die Söhne des Windes. - Die Zeit ist gekommen, sie einer Prüfung zu unterziehen.
Lass mich sie anschauen! Ist es wirklich Gott Quetzacoatl, erkenne ich ihn.
Der Große Herr Moctezuma schickt Euch diesen Kalender der Sonne und des Mondes.
Aber er rät, Euch damit zufrieden zu geben und nicht weiter vorzudringen.
Ein Volk, das die Zeit auf so umfassende Art misst, muss sehr weise sein.
Es ist ohne Zweifel das fortschrittlichste Volk in der Neuen Welt.
Und auch das Reichste.
Wenn man das Gold hier schmelzen würde, könnte es mühelos eine ganze Kathedrale bedecken.
Mixcoac. Es freut mich, dich wiederzusehen.
Du bist nicht mehr allein, die Deinen sind jetzt hier.
Es heißt, du bist der Gesandte des Gottes Quetzacoatl.
Wir kommen aus sehr fernen Landen. Und deine Herrin Tizcuitl?
Sie ist hier.
Komm nicht näher!
Unser Herr Moctezuma hat es untersagt.
Ich habe dich in meinen Träumen gesehen.
Was geht hier vor?
Sie halten den Helm für ein Zeichen Quetzacoatls.
Sie sollen ihn ihrem Herrscher überreichen. Als Geschenk meinerseits.
Ihr habt sie sichtlich beeindruckt. Sie kennen keine Kanonen.
Ich denke, dieser Moctezuma ist ein großer Herrscher. So Gott will, werden wir ihn bald treffen.
Erinnere dich, Herr, an die seltsamen Wesen, die dir erschienen,...
...an den Ausbruch des Teocalli und den Feuerstrahl, der aus der Erde kam.
Herr, großer Herr!
Die Söhne des Windes ziehen nicht weiter. Sie wollen nach Tenochtitlán kommen.
Sie haben unbekannte Waffen. Mit großen, schwarzen Röhren machen sie Donner, die den Himmel zerreißen.
Hoch auf Ungeheuern mit vier Pranken schicken sie gewaltige Feuerblitze mit bloßen Händen.
Ihre Körper scheinen aus diesem Material gemacht. Damit bedecken sie ihre Köpfe.
Das Zeichen Quetzacoatls!
Hier, das sind nicht die Abgesandten Quetzacoatls, oder?
Doch, sie sind es.
Das da beweist es.
Und das auch.
Du siehst es. Ihre Haare sind aus Gold. So steht es in der Prophezeiung.
Gib es mir! - Es gehört mir!
Reize mich nicht!
Herr, mein Herr!
Das Volk der Azteken braucht gerade jetzt deine Weisheit.
Du mein Gott Huitzilopochli, ich schenke dir diese Strähne goldenen Haares.
Sag du mir, ob dies ein Zeichen des Gottes Quetzacoatl ist. - Hier darf niemand hinein!
- Herr, ich bitte dich, bei meinem Leben, gib mir die goldene Haarsträhne zurück, vernichte sie nicht!
Geh hinaus, Tizcuitl, oder du kriegst die Strafe, die auf diese Dreistigkeit steht.
Die Strafe verhindert aber nicht die Ankunft Quetzacoatls.
Ich flehe dich an, gib sie mir!
Des Herrschers Blut zu vergießen ist eine furchtbare Beleidigung.
Und der Schuldige muss dafür mit seinem Leben bezahlen.
Feuer, Feuer! Die Boote brennen.
Keine Sorge. Ich habe es angeordnet.
Ich will ins Innere des Reiches vordringen und werde nicht zulassen, dass sich welche absetzen.
Aber so könnt Ihr nicht mehr zurückkehren.
Ich habe kaum fünfhundert Männer. Die Angst hat sich in die Herzen der Schwächsten geschlichen.
Und ich habe einen Feind auf Kuba, den Gouverneur Diego de Velázquez.
Es gibt einige, die zu ihm wollen, um mich zu verraten.
Ich habe nur Carlos, unserem König, Treue geschworen.
Ihm habe ich ein Schiff mit der Nachricht unserer Entdeckung gesandt. Soldaten! Hört mich an!
Ich habe befohlen, die Schiffe zu zerstören.
Er ist verrückt.
Wir stehen an der Schwelle zu einer sehr reichen Welt.
Wozu sind wir Spanier, wenn wir nicht dorthin gehen, wo uns Reichtum und Ruhm erwarten?
Niemand wird uns beistehen. - Das ergibt keinen Sinn. - Aber wir haben den Segen Gottes.
Und mit ihm und unserem Mut werden wir diese Welt erobern.
Wir folgen Euch, Kapitän! - Wir folgen Euch, Kapitän!
Folgt Ihr mir auch?
Ich will zuallererst nach Tenochtitlán.
Ich ebenso. Ich verspreche euch, Männer, dass wir dieses Land erobern werden.
Herr, unser Volk ist an den Krieg gewöhnt und sehr stark.
Erfüllen wir die Aufgaben, die die Tradition verlangt.
Geh hinaus und such dir die tapfersten unter meinen Kriegern aus.
Lass sie die heiligen Pilze essen,...
...damit der Geist unseres Gottes Huitzilopochtli...
...sich der Körper der Auserwählten bemächtigt, und sie unsichtbar werden.
Vorwärts, Männer!
Schiebt!
Weiter!
Vorwärts! Schiebt doch! So ist gut.
Quetzcoatl! Quetzacoatl!
Halt!
Señor, wir haben etwas entdeckt, was Ihr sehen solltet.
Dann vorwärts!
Was bedeutet das?
Wir sind im Lande der Tlaxcaltecen.
Wenn wir weiter vordringen, werden wir sterben.
Ihre Krieger sind gnadenlos und ihre Stadt Tlaxcala kann nicht weit sein.
Das wird uns nicht aufhalten.
Die Azteken haben es nicht geschafft, sie zu unterwerfen.
Wenn es Euch gelingt, sie zu besiegen, dann habt Ihr viel gewonnen.
Wir werden es schaffen.
Damit versetzt Ihr Moctezuma in größte Unruhe.
Warum beunruhigt es Moctezuma, wenn wir nach Tenochtitlán kommen? - Es ist ein schicksalsträchtiges Jahr.
Der Prophezeiung nach wird ein großes Unglück über Tenochtitlán kommen.
Alle Welt spricht von der Ankunft Quetzacoatls und der Seinen.
Sie glauben, Ihr seid es. Und deshalb haben sie Angst.
Wir werden die Tlaxcaltecen schlagen.
Ich weiß, dass dir dein Traum keine Ruhe lässt.
Deine ruhelosen Schritte hallen durch die Stille der Nacht.
Vielleicht bist du dir der Rückkehr Quetzacoatls nicht mehr so sicher?
Ich vertraue jetzt mehr denn je meinen Träumen.
In deinen Augen sehe ich die Angst vor dem Tod. Ich möchte nicht, dass du stirbst,...
...aber du tust nichts, um mir zu helfen. Seinerzeit wollte ich dich mit Gewalt zu meiner Frau machen,...
...aber nun ist eine Heirat der einzige Weg dich zu retten.
Ich bin bereit zu sterben. - Aber ich nicht.
Und ich will nicht, dass du stirbst.
Unser Schicksal liegt in den Händen Quetzacoatls.
Du wolltest es so.
Ich lasse dich beim nächsten großen Mond opfern.
Halt!
Oh mein Gott, sie werden uns in Stücke reißen.
In nomine Patris, et Filii, et Spiritus Sancti, Amen.
Ihre Pfeile reichen nicht bis hierher. - Unsere Feuerwaffen haben da andere Reichweiten.
Fertig zum Angriff! Und, Feuer!
Wir werden der Stolz Spaniens sein. Der allmächtige Gott ist mit uns.
Wir müssen ihre Anführer finden und sie töten.
Vorwärts, Männer! Stürmen wir Tenochtitlan!
Gib her!
Der da muss ihr Anführer sein.
Ergebt euch! Ihr seid geschlagen! - Sieg, Sieg!
Oh Herr, trage diese Nachricht nach Soria!
Sieg! Es lebe Spanien! Es lebe Spanien!
Hier werden wir die erste Kirche errichten. Zum Gedenken an unseren großen Sieg.
Edler Herrscher!
Kapitän Cortes will kein Leid über dein Volk bringen. Es soll kein trauriger Tag für die Tlaxcaltecen sein.
Sie bieten euch Schutz an. Vereint euch mit ihnen und ihr werdet gemeinsam die Azteken schlagen.
Mein trüber Geist tötete die Visionen.
Nie mehr werden sich die Tlaxcaltecen euch entgegenstellen.
Ich erkenne euch wieder, Söhne des Quetzacoatl.
So nehmt meine bescheidenen Gaben.
Stirb, Elender.
Tötet ihn nicht!
Tötet ihn nicht!
Seht seine Augen, der Mann ist besessen.
Der Geist meines Gottes hat mich verlassen.
Er ist ein Azteke. Ihr solltet ihn töten.
Wir töten dich nicht.
Im Gegenteil, wir werden dein Leben schützen. Wir wollen Moctezuma nicht gegen uns aufbringen.
Du wirst uns ins Innere deines Reiches begleiten.
Sie haben die Tlaxcaltecen geschlagen, und sie überzeugt, sich mit ihnen zu vereinen.
Ihre Macht muss unendlich sein und ihre Waffen furchtbar.
Lass die Angst den schwachen Geistern.
Wir müssen uns auf den Krieg vorbereiten.
Die letzte Prüfung wird die endgültige sein.
In der heiligen Stadt Cholula werden wir uns ihnen stellen.
Wir haben Häuptling Cuauhtemoc gefangen genommen.
Ich habe ihn mit einer Botschaft zu Moctezuma geschickt.
Ich will nicht länger Krieg.
Auch du wirst frei sein.
Wenn du annimmst, verhinderst du solche Massaker.
Herr, großer Herr!
Ein schreckliches Unheil ist über unser Volk hereingebrochen.
Die Söhne des Windes haben unser Aztekenblut in Strömen fließen lassen.
Dies ist ein furchtbarer Tag.
Viele Tausende tote Krieger!
Genau so stand es in der Prophezeiung.
Uns bleibt nichts mehr zu tun.
Wir müssen ihnen geben, was ihnen zusteht.
Geht diese Zeit damit zu Ende?
Ist das das Ende von Tenochtitlan?
Ist das das Ende der Azteken?
Sie wartet auf dich.
Sie ist in Gefahr.
Sie ist in Gefahr?
Lass dich von der Kraft deines Herzens tragen.
Es wird dir den Weg weisen.
Bis heute habe ich an die Wahrheit meiner Träume geglaubt.
Aber wenn das alles nur Phantasien sind?
Wenn das nicht die Zukunft ist, die ich gesehen habe, sondern nur meine geheimsten Wünsche?
Die Zeit ist gekommen.
Zum Teufel mit deinem ritterlichen Charakter, Rodrigo!
Die heiligen Pilze werden dir helfen, dich deinem Schicksal zu stellen.
Willst du in deine Stadt? Ich kann dich begleiten?
Nein, das ist unmöglich. Moctezuma würde mich entführen.
Du hast mich gerettet, und ihn damit vor den Priestern erniedrigt.
Dann kommst du mit zu unseren Leuten. Ich spreche mit Cortes.
Du hast Häuptling Cuauhtemoc zu mir geschickt.
Er hat mir von deinem grandiosen Sieg und unseren großen Opfern berichtet.
Wenn du es willst, werde auch ich den Kampf nicht mehr fortsetzen.
Ich ziehe meine Männer zurück und beende den Krieg.
Weil ich nun weiß, du bist zurückgekommen.
So, wie es vor langer Zeit vorhergesagt wurde.
Es ist kein Traum, du stehst jetzt hier, Quetzacoatl.
Ich danke dir, großer Herr, dass ihr unsere Erinnerung wachgehalten habt,...
...über viele Jahrhunderte bis heute, dem Tag unserer Rückkehr.
Die Könige, die mir vorangingen, bewahrten deinen goldenen Thron und hofften auf deine Rückkehr.
Aber jetzt wirst du müde sein, Herr.
Du hast einen großen Weg zurücklegen müssen, um hierher zu gelangen.
Nimm deinen Palast in Besitz.
Ich habe auf dich gewartet, so sehr. Und jetzt bist du da.
Der Weg zu dir war sehr weit.
Und du wirst nie wieder fortgehen?
Nie mehr. Ich werde dich nie mehr allein lassen.
So willst du das Feuer in meinem Herzen löschen?
Ja, mit dem Hauch meiner Küsse. Du sollst wieder lachen können.
Und deine Küsse werden meine Seele erhellen.
Hier, ich habe diesen Mann mit eigenen Händen enthauptet.
Und jetzt frage ich euch: Sterben unsere Götter?
Es sind Menschen. Menschen, die uns töten und unser Land rauben wollen.
Und auch unsere Schätze. - Ich habe als erster geglaubt, sie seien die Söhne Quetzacoatls,...
...die Söhne des Windes.
Aber meine Augen haben so viel Schrecken gesehen.
Nur Tod und Zerstörung haben sie über unser Volk gebracht.
Sie sind hier wegen des Goldes und unserer Frauen.
Sind das unseren neuen Götter? - Nein! Tötet sie! Tötet sie!
Sie haben uns Gold geschenkt und in einem Palast wohnen lassen, aber für wie lange noch?
Wir haben nur fünfhundert Mann und sie sind viele Tausende.
Ich habe das so nicht erwartet. Ich hatte gehofft, Reichtümer zu finden,...
...aber dass es hier so ein fortschrittliches Volk gibt, hätte ich nie gedacht.
Eine solch gewaltige Stadt habe ich noch nie gesehen.
Ein Königreich, das sie nicht einfach in unsere Hände legen werden. An der Küste haben sie unsere Garnison...
...angegriffen und hier sind zwei Spanier verschwunden. - Ja, und ich bin sicher,...
...sie haben sie getötet. Nicht alle glauben, dass wir Götter sind. Und die hassen uns.
Das sind doch alles nichts als Vermutungen. - Mich wundert so viel Vertrauen.
Aber Moctezuma glaubt an unsere Göttlichkeit.
Und nur das zählt für uns. - Aber wie sollen wir verhindern, dass sich seine Leute gegen uns stellen?
Das haben wir doch gezeigt. Ein Angriff ist die beste Verteidigung. Wir müssen zuschlagen, bevor sie es tun.
Ohne Moctezumas Order werden sie sich nicht rühren. Die Disziplin der Azteken ist äußerst streng.
Wir können ihnen nur die Stirn bieten, wenn wir uns Moctezumas bemächtigen.
Señor, wir wissen nicht, wie das Volk reagieren wird, wenn wir seinen Herrscher gefangen nehmen.
Es könnte sein, dass sie uns angreifen. - Sie werden uns alle töten.
Er muss ja nicht unser Gefangener sein.
Er wird unser Gast sein, Señores.
Was ist der Grund deines Besuches?
Während Du uns mit einem Lächeln begrüßt, gibt es andere, die sich gegen uns stellen.
Aber ich habe die feigen Pläne deiner Männer durchschaut.
Ihr habt versucht, uns zu täuschen.
Du wagst es, so mit dem Herrscher zu sprechen?!
Es gibt nur einen Weg, diese Kränkung zu vergessen.
Du wirst uns begleiten.
Du wohnst bei uns im Palast. Ich fordere dich dazu auf im Namen Quetzacoatls.
Solltest du dich widersetzen, dann bricht der Zorn meiner Männer über Euer Volk.
Meine Götter haben mich verlassen.
Du wirst behandelt, wie es deinem Rang gebührt.
Du kannst von dort regieren, genau wie von hier.
Hör mich an, großer Herr: Du hast uns zu Tausenden Siegen geführt, lass nicht zu,...
...dass ein fremder Fuß unsere Brust erdrückt. Hör auf die Stimme deines Volkes.
Wo ist Moctezuma, unser großer Herrscher?
Die Götter haben über mein Schicksal entschieden.
Den müssen wir uns vornehmen.
Unser Volk ist groß, wir werden alles tun, um es zu schützen...
Wir werden sie aus dem Land jagen. - Ich sage, weder ihre Tiere sind heilig, noch ihre Feuerwaffen.
Sie sind auch nicht anders als wir, sie sind keine Götter.
Sie sind die, die wir erwartet haben, und wir können nichts tun.
Señor, eine Nachricht von der Küste. - Danke, Suarez, nehmt Euch zu essen und ruht aus.
Ja, Señor.
Panfilo de Narvaez hat mit tausendfünfhundert Mann angelegt.
Er will mich festnehmen. - Wie ist das möglich, Señor?
Ich musste von Kuba fliehen, um gewissen Ereignissen zuvorzukommen, die mir zum Nachteil gereicht hätten.
Genauso sollten wir ihnen hier zuvorkommen. - Wir müssen vorsichtig sein.
Ich reite an die Küste, um die Dinge zu klären. Ein Großteil der Truppe wird mich dabei begleiten.
Diese Wilden werden das ausnutzen, um zuzuschlagen.
Schlimm wäre, wenn wir ihnen das Schauspiel von sich bekriegenden Spaniern bieten.
Laden wir so viel Gold auf, wie wir können. So wird es uns gelingen, Navarez' Leute für uns zu gewinnen.
Ihr bleibt hier und übernehmt das Kommando.
Señor... - Was ist?
Ich habe eine Bitte an Euch.
Und welche? - Ihr wisst, ich liebe Prinzessin Tizcuitl.
Es gab bisher noch keine Heirat zwischen Einheimischen und Spaniern, doch ich appelliere an Euren Großmut.
Ihr habt nicht nur meine Erlaubnis, sondern auch die besten Segenswünsche. Kündigt die Hochzeit an.
Wir feiern sie nach meiner Rückkehr, so lange bleibt Ihr bei Alvarado.
Seid wachsam und haltet Augen und Ohren offen.
Und kümmert Euch um Señora Mallinali, ich breche morgen früh auf.
Rodrigo! Rodrigo!
Gibt es Krieg?
Ich denke ja.
Wir haben die Ankunft vieler Krieger beobachtet.
Mein Liebster, du musst den Krieg zwischen unseren Völkern verhindern.
Alvarado macht mir Sorge.
Er hat das Kommando.
Rodrigo, entschuldigt. Da ist etwas, was Ihr sehen solltet.
Bis dann.
Sag schon, wo habt ihr den Schatz versteckt?
Aufhören! Was tut ihr hier?
Du kommst gerade recht, Rodrigo. Diese Vögelchen sind bereit zu singen.
Sag schon, woher werdet ihr angreifen? Spuck's aus!
Bist du verrückt? Willst du es der Heiligen Inquisition gleichtun? So werden sie uns hassen.
Du wirst die Männer sofort freilassen. - Männer?
Seit wann sind diese Ungläubigen Männer?
Sie haben einen Plan und den werde ich rauskriegen. Und wenn ich sie lebend versenge.
Das werde ich verhindern!
Du bist ein armer Tor.
Glaubst du, sie werden euch verzeihen, dir und deiner Schönen?
Euch werden sie als erste töten.
Ich habe es gesagt. Ihr werdet sehen, wozu sie fähig sind.
Tizcuitl! Olid, binde sie los!
Mixcoac!
Du musst mit den Deinen kommen. - Das kann ich nicht, mein Herz gehört Rodrigo.
Aber er wird seine Hände mit Aztekenblut besudeln.
Ich liebe ihn. Ich liebe ihn und ich werde bei ihm bleiben.
Ich habe deinem Vater versprochen dich zu beschützen. Das weißt du.
Und ich werde mich daran halten.
Auch wenn ich nicht weiß, ob es richtig ist.
Was soll das heißen?
Ich werde dich mitnehmen.
Auch gegen meinen Willen? - Auch gegen deinen Willen.
Lass sie los!
Was tust du?
Lass sie los!
Schwöre mir, bei deinem Leben, dass du für sie sorgst. Schwöre es!
Ich schwöre es.
Yetebe!
Schlag das Seil durch! - Da sind noch Spanier! - Und wenn, schlag es durch!
Gütiger Gott, wieso?
Das nimmt ein böses Ende, und wir hätten es ahnen müssen.
Es mag sein, dass unsere Lage nicht sehr aussichtsreich ist, aber wir kriegen das schon hin.
Es ärgert mich nur, dass ich nicht zurück in mein Dorf kann,...
...um von den Wundern zu erzählen, die wir gesehen haben.
Aber andererseits,...
Es ist vielleicht besser so.
Sie würden mich für einen Lügner halten, einen Lügner, einen Lügner.
Ja, wir haben wirklich große Dinge zusammen erlebt.
Mein Freund, das Glück war auf meiner Seite, als ich dich kennen lernte.
Es war auf meiner Seite.
Du hast mich gerettet, als die Schlinge schon fest um meinen Hals hing.
Und du hast dabei dein Leben auf's Spiel gesetzt.
Das wird dir Quintero niemals vergessen.
Meine innig geliebten Menschen gehen von mir.
Meine Seele ist von Traurigkeit erfüllt.
Aber du hast mich, Tizcuitl.
Ich habe dich?
Aber wie lange noch?
Nicht weinen, Tizcuilt! - Lass mich!
Deine und meine Leute bringen sich gegenseitig um. Hörst du nicht ihre Schreie?
Nein, und auch du sollst sie nicht hören. Wir müssen blind und taub sein, es gibt keinen anderen Weg.
Mein Geist ist verloren. Er sieht keinen Ausweg aus diesem Dunkel.
Oh, wenn ich doch nur meinen Vater fragen könnte...
Ich weiß nur, dass ich unsere Liebe über alles verteidige.
Sie ist das einzige, was mir wichtig ist und wofür ich auch kämpfen werde.
Lass uns einen Ort für uns allein suchen.
Aber ich kann mein Volk doch nicht verlassen. - Es ist der einzige Weg.
Denn wenn wir hier bleiben, werden sie uns töten.
Wenn die Deinen gewinnen, werden sie dir nicht verzeihen, dass du bei mir bist.
Ich habe vor dir nur eine Frau geliebt.
Sie war Jüdin und hat sich geweigert, ihrer Religion zu entsagen.
Die Inquisition tötete sie.
Ich hab es nicht verhindert, denn ich wusste nicht wie.
Jetzt weiß ich es.
Wir müssen uns von allem fernhalten.
Wir dürfen weder Religion, noch Vaterland, noch Glauben haben.
Das sind unsere Männer!
Sieg, Sieg! Cortes hat es geschafft.
Wir waren siegreich. - Narvaez Leute haben sich uns angeschlossen. Und das sind 1500 Mann.
Cortes ist in die Stadt geritten, und die Azteken haben uns freien Zutritt gewährt.
Wir sind gerettet.
Wie kommt es, dass sie sich zurückziehen, Señor?
Vielleicht hat unsere Verstärkung sie erschreckt?
Oder sie haben beschlossen, uns hier zusammenzuhalten, unter Verschluss.
Wir müssen eine neue Verteidigungsstrategie entwickeln. - Dann tut es!
Was macht der Herrscher?
Er ist geschwächt und verwirrt. - Ich denke, wir können ihm nicht trauen.
Caballeros, das entscheide ich.
Moctezuma, du bist ihr Herrscher.
Die Deinen haben dich unter vielen auserwählt. Ich respektiere dich.
Aber meine Soldaten und ich sind im Auftrag unseres Herrschers hier,...
...um dieses Land zu erobern und es im Namen der Heiligen Mutter Kirche zum Christentum zu bekehren.
Deine Worte erfüllen meine Seele mit Schmerz. Was kann ich noch tun?
Ich bin ein Niemand.
Ihr Schicksal liegt in deiner Hand.
Wenn sie uns angreifen, zerstören wir die Stadt.
Und es sterben viele Azteken.
Vielleicht du als erster.
Jetzt, wo Ihr zurück seid, müsst Ihr den Irrsinn beenden.
Den Irrsinn?
Macht diesem schrecklichen Krieg ein Ende. Mein Volk leidet furchtbar.
Ihr müsst eine Lösung finden. - Ihr müsst sie anhören.
Vater Hermnegildo ist der Vertreter der Heiligen Inquisition.
Er kam mit Narvaez' Leuten.
Ihr habt zweifelsohne einen streitbaren Geist.
Und ich weiß auch, dass Ihr einen Schiffbruch überlebt habt.
Ihr wart der Erste, der dieses Land betreten hat,...
...und nun wollt ihr der erste Spanier sein, der eine Hiesige heiratet.
Ich liebe Tizcuitl, und ich möchte vor Gottes Auge mit ihr die Ehe eingehen.
Eine noble Absicht.
Zunächst jedoch müssen wir prüfen, ob dieses Mädchen dem Glauben Christi aufgeschlossen ist,...
...und vor allem, ob ihr Geist imstande ist,...
...die Wahrheit der Lehre zu erkennen und zu befolgen.
Dieser Krieg wird uns am Ende töten, oder er wird uns trennen.
Viele von euch wurden getötet, oder schwer verletzt.
Und hinter dieser Mauer beklagen wir unsere Toten und Verletzten.
Ich hätte auch gern einen Ausweg gefunden, aber ich weiß keinen.
Könntest du meine Götter verehren?
Könnte ich an dein Kreuz glauben, an deinen Gott?
Für dich bin ich zu allem bereit. - Aber wird das auch reichen?
Es ist so viel Hass in ihren Herzen. Was bedeutet da schon dein Opfer?
Was bedeutet unser Opfer?
Morgen früh wirst du zu deinem Volk sprechen.
Wenn es Moctezuma nicht gelingt, die Angriffe zu unterbinden, müssen wir Tenochtitlan verlassen.
Wir haben kaum noch Vorräte und die Moral der Soldaten ist am Boden.
Die Azteken fürchten uns nicht mehr. Sie halten uns nicht mehr für Götter.
Sie fürchten nur noch unsere Feuerwaffen, aber sie haben inzwischen auch gelernt,...
...wie sie uns trotz unserer Rüstungen treffen können.
Mein Herr bittet Euch, ihn allein zu lassen, in dieser schweren Stunde des Leidens.
Jetzt habe ich alles klar vor Augen, aber es ist zu spät für mich.
Übergib diesen Ring an Cuauhtemoc.
Sorgt dafür, dass die Fremden unser Land verlassen.
Hilf mir zu sterben! - Herr...
Du warst der, der immer an meiner Seite gewesen ist.
So verlass mich auch jetzt nicht. - Wenn du stirbst, stirbt das Volk der Azteken.
Mein Volk hat mich verlassen.
In ihren Augen bin ich ein Verräter und ich bin es auch in den meinen.
Mach es, damit ich meine Würde wiedererlange.
Lass die Männer abrücken. Diese Stille gefällt mir nicht.
Die Truppe rüstet zum Abmarsch.
Tizcuitl, wie hast du entschieden?
Komm bitte, wir müssen los!
Wir haben euch so sehr erwartet, und jetzt seid ihr schlimmer als die schlimmsten unserer Krieger.
Ich hoffe, dass sie sich besinnen werden.
Wir müssen mutig sein und eine Entscheidung treffen.
Ohne dich hat mein Leben keinen Sinn.
Wenn du nicht mitkommst, bleibe ich hier bei dir.
Kümmere dich um Tizcuitl.
Bring sie hier weg!
Oh Gott!
Cortes kehrte nach Tlaxcala zurück und stellte dort sein Heer wieder auf.
Er baute mehrere Schiffe und transportierte sie ans Meer.
Er belagerte Tenochtitlan, um es schließlich zu erobern.
Mein Vater hatte mich gelehrt, dass es eine Welt des Lichtes und eine Welt der Finsternis gibt.
Ich glaubte, die Finsternis sei in der Grausamkeit meines Volkes,...
...und das Licht würden diejenigen bringen, die im Namen Quetzacoatls kommen.
Jetzt weiß ich, das man in die Herzen der Menschen eines Volkes schauen muss, und dass es darauf ankommt,...
...wer die Macht hat, und ob man sie gewähren lässt.
Cortes ließ uns am Leben und Rodrigo erfüllte sein Versprechen, die Schrecken dieser Zeit zur Anklage zu bringen.
Im Namen der Gerechtigkeit und Menschlichkeit schonte er dabei auch die Seinen nicht.
Quintero bereiste unsere Welt, die sie die Neue Welt nannten.
Wir haben ihn noch einige Male getroffen.
Er kehrte nie nach Spanien zurück.
Rodrigo schenkte mir einen Sohn.
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