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Original subtitles

Ihr seid nicht allein (1939) dTV - WDR - 12. Oktober 2012

Ansage: Calderbury. Nach Sandmouth bitte hier umsteigen.

Wir m�ssen hier umsteigen.

Danke sehr.

Die Unterhaltung mit Ihnen hat mir Freude gemacht.

Wir haben hier einen der ber�hmtesten Kathedralen

in ganz England, 14. Jh.

Wenn Sie Ihre Ferien in England... - Ich muss in 2 Wochen in Ohio sein.

Wir m�ssen nach Stratford-on-Avon.

Oh ja, von dort schreiben Sie dann Ansichtskarten.

Guten Abend.

Freut mich, Sie kennengelernt zu haben.

Es hat mich ebenfalls gefreut.

Ja, also dann... Gute Reise. - Alles Gute.

Ich hatte sie eben noch. - Gehen Sie durch, Doktor.

Sie haben ne Fahrkarte. Ich kenn Sie. - Ich muss sie verloren haben.

Halb so schlimm, Hauptsache, Sie verlieren keine Patienten.

Musik

(pfeift)

N Abend Jessica. - N Abend David. Das Essen ist fertig.

Du kommst sehr sp�t.

Daran ist der Zug schuld.

David, deine Fahrradklammern.

Oh ja.

Vati, Vati.

Gerald, hab ich nicht gesagt, du sollst ins Bett gehen?

Wie kannst du ohne meine Erlaubnis aufstehen?

Entschuldige, Mutti.

Vati, ich m�chte nicht ins Bett, ich hab im Dunkeln Angst.

Er hat sich schlecht betragen.

Der Zug war hinter mir her. Es ist wahr, ehrlich.

Ich wollte die Kaninchen beobachten, und da fuhr der Zug.

Dann ging er in die Kurve und kam auf mich los. Ganz ehrlich, Vati.

Was hast du getan? - Weglaufen. Ich hab solche Angst gehabt.

Er f�rchtet sich vor allem und jedem.

Und du sperrst ihn ein, damit er sich noch mehr f�rchtet.

Das ist nur Einbildung.

Das kann ein Kind mehr �ngstigen als jede Wirklichkeit.

Wo bist du gewesen, als der Zug losfuhr?

Gerald muss ins Bett.

Was der Junge sagt, ist interessant.

Ich wei�, wo du gestanden hast, als der Zug auf dich fuhr.

Die Farm lag rechts von dir.

Du warst am Eingang vom Rosengarten.

Woher wei�t du das? - Weil die Schienen da einen Bogen machen.

Man denkt, der Zug f�hrt auf einen zu.

Als ich das zum 1. Mal sah, hatte ich auch Angst.

Wolltest du auch in den Rosengarten?

Ich glaube, ich wollte dasselbe wie du.

Kaninchen beobachten? - Ja.

David, das Essen.

Oh ja.

Gerald, lauf nach oben und geh ins Bett.

Gibt es in der Nachbarschaft Katzen?

Katzen?

Pinkie, gleich dr�ben.

Ich glaub, ich hab Pinkie gesehen.

K�nntest du Pinkie in mein Behandlungszimmer bringen?

Ja, Vati.

Wird es ein Experiment?

Nun, so etwas �hnliches.

Wei�t du, Tommy kommt nachher.

Vati, ich hol die Katze f�r dich. - Gut.

Aber du darfst ihr nicht wehtun.

Nein, mein Liebling.

Ich tu ihr nicht weh.

David.

Pinkie.

Pinkie.

Pinkie.

Danke.

Gab es etwas Neues in Sandmouth?

Da gibt es nie etwas Neues.

Meine Patienten denken, dass ich sie am Leben erhalte.

Gibt es etwas Neues in Calderbury?

Ja. Ich war in der Versammlung des Wohlfahrtsverbandes.

Mein Bruder hat eine wunderbare Rede gehalten.

Du solltest auch mal hinkommen,

dann w�rde dir klar werden, wie unw�rdig manche Menschen leben.

Das wei� ich, ohne deinen ehrw�rdigen Bruder geh�rt zu haben.

Wie ging es dir heute?

Wie gew�hnlich.

Es geht nicht ohne Kopfschmerztabletten.

Wenn du weniger Braten und Pudding und mehr frisches Gem�se isst,

brauchtest... - Ich hab getan, was du mir gesagt hast.

Fein.

Sag nichts weiter. - Ein Wort unter M�nnern.

Du sollst Gerald nicht wie einen Affen im Zoo f�ttern.

Von mir erwartest du, dass ich ihm Manieren beibringe.

Das erwarte ich nicht,

die lernt er selber, wenn er meint, dass das wichtig ist.

Marsch ins Bett.

Gute Nacht.

Ich w�rde mir nicht zu viel Sorgen um ihn machen.

Ich habe gro�e Sorgen.

Sein Betragen ist unm�glich. Er erz�hlt l�genhafte Geschichten.

Der Junge hat Fantasie.

Alles, was er sich vorstellt, ist wirklicher als das, was passiert.

Du sprichst, als handelt es sich um eins deiner Experimente.

Unser aller Leben ist ein Experiment.

Tommy Baker ist drau�en.

Susan, er wird so lange warten, bis der Doktor gegessen hat.

Ich komme, ich bin fast fertig.

David, halte dich nicht lange mit ihm auf.

Heute ist Gemeinderatsversammlung,

diesmal kannst du dich nicht davor dr�cken.

Es macht dir wohl Freude, deine �pfel wie ein 5-J�hriger zu essen.

Ich hab geh�rt, ein Apfel am Tag h�lt den Doktor fern.

Wenn ich genug esse, kann ich mich von mir selbst fernhalten.

Ein Zustand, den ich genie�en w�rde.

Er hat schon gegessen, deshalb wollte er nichts.

Guten Abend Tommy. - Guten Abend Doktor.

Es wird warm. - Ja, sehr, Doktor.

Komm, Pinkie.

Wie gings dir heute, Tommy?

Ich hatte keinen Anfall.

Der kommt meistens abends oder nachts.

Ist das eine unheilbare Krankheit?

Asthma ist keine Krankheit.

Es ist ein Verbrechen.

Wir beide m�ssen den �belt�ter finden.

Ich suche keine Medizin f�r dich, ich suche einen Verbrecher.

Hast du Katzen gern? - Und wie.

Habt ihr welche? - Mein Onkel Henry hat 6.

Spielst du mit ihnen? - Ich gehe jeden Sonntag zum Tee.

Tee mit Katzen. Dann ist wohl viel Milch im Tee.

Katzen trinken keinen Tee.

Ziemlich dick, dieses K�tzchen. - Ja, Doktor.

Aber h�bsch gezeichnet. - Ja.

Ich glaube...

...ich kriege einen Anfall.

Jetzt kommt es wieder.

Das dachte ich mir. Setz dich hin, Tommy.

Jetzt wissen wir, wer dahinter steckt.

Da sitzt der �belt�ter. Pinkie.

Die Katzen sind schuld an deinen Asthma-Anf�llen.

Es ist schwer, sich von Freunden zu trennen, die man lieb hat.

Es gibt verschiedene Ursachen f�r Asthma.

Pferde, Heu. In deinem Fall sind es Katzen.

Du kannst immerhin noch Jockey werden, wenn du willst.

Trink das aus.

Gleich gehts dir besser.

Komm her, du.

Du hast deine gute Tat f�r heute getan.

Wird es besser? - Ja.

Guten Abend Thomas. Bleib nur sitzen.

David, es wird h�chste Zeit. - Komme. Einen Moment.

Vergiss nicht, Tommy:

Mit Onkel Henrys Katzen wird nicht mehr gespielt.

Ruh dich aus, Susan l�sst dich raus.

N�chste Woche kommst du und sagst mir, ob du Anf�lle hattest.

Ich wette, nicht.

Susan! - Schrei nicht so.

Machs gut.

Warum schleppst du mich auf die Versammlung?

Es wird immer nur geredet und geredet.

(Mann) Wenn Sie dieser Wahl zustimmen, antworten Sie mir mit Ja.

(alle) Ja.

Was ist los?

Es ist ein Unfall passiert.

Ein Unfall? Wo? - Im Theater, es ist eine der T�nzerinnen.

Ein Junge war bei mir und hat gebeten, Sie m�chten sofort kommen.

Auf ins Theater.

Guten Abend.

Ich bin der Doktor.

Wollen wir mal sehen.

Sch�n ruhig halten.

Nicht bewegen.

Lassen Sie mich die Hand anschauen.

Ich bin vorsichtig.

Ich muss Ihnen ein bisschen wehtun.

Sie sind ein tapferes M�dchen.

Ist sie gebrochen? - Ich f�rchte, ja.

Jetzt wird es wehtun.

Haben Sie Angst?

Ich habe keine Angst.

Es ist vorbei.

Nun wirds besser.

Sie werden nicht tanzen k�nnen.

Und um die Schlinge kommen wir nicht herum.

Jetzt mach ich Ihnen ein h�bsches Halsband.

Hoffentlich brauchen Sie das nicht lange zu tragen.

Jetzt �ber den Kopf.

Ja, so.

Ganz ruhig. So ist richtig.

Lassen Sie es runterh�ngen.

Nun das Knie. Was ist denn das?

Nichts Schlimmes, aber seien Sie vorsichtig.

Sie sind nicht von hier. - Nein.

Warum haben Sie nicht im Theater gewartet?

Ich hatte Sie nicht gerufen, Doktor.

Der Junge, der Schokolade verkauft, der ist zu Ihnen gelaufen.

Er sagte, Sie w�re freundlich und nett.

�rzte m�ssen immer nett sein.

Und Sie w�ren der beste Doktor von Calderbury.

Das hat er gesagt?

Ihr Arm braucht zur Heilung ein paar Wochen.

Haben Sie jemand, der f�r Sie sorgt? - Nein.

Haben Sie keine Verwandten?

Niemanden.

Wie ist es bei Ihnen? - Bei mir?

Was hat das damit zu tun? - Ich war neugierig.

Ich finde es sch�n, wenn es anderen Menschen gut geht.

Ich habe eine Frau und einen Sohn.

Die k�nnen sich gl�cklich sch�tzen. Und Sie auch, Doktor.

Ich habe getan, was ich konnte. Alles, was Sie brauchen, ist Ruhe.

Ich kann nicht tanzen? - Tanzen?

Um Himmels willen, nein. - Was soll ich denn machen?

Ich danke Ihnen.

Sind Sie Deutsche? - Nein.

Ich komme morgen wieder und sehe nach, wie es Ihnen geht.

Doktor?

Ich bin �sterreicherin.

Oh.

Warten Sie...

�hm... K�ss die Hand, Fr�ulein.

Auf Wiedersehen, Doktor.

Sie wohnt nicht mehr hier. - Was?

Ich vermiete nur an Leute, die bezahlen k�nnen.

Sie wissen nicht, wo sie jetzt wohnt?

Da, wo die �brigen M�dchen auch sind.

Diese billigen Ballettm�dchen, die bleiben nie l�nger als eine Woche.

Ich danke.

Gerald, du sollst nicht in der Praxis spielen.

Dieses Messer bekommst du nicht wieder.

Aber Vati hat es mir geschenkt.

Du gehst auf dein Zimmer und bleibst dort.

Ich habe Angst, da ist es dunkel.

Los, geh rauf.

Warte nur, eines Tages werde ich sterben.

Was? - Ich werd sterben, und dann weinst du.

Wie kannst du so etwas H�ssliches sagen?

Das lass ich mir nicht bieten. Geh auf dein Zimmer.

Das war ein kurzer Krankenbesuch.

Die Patientin ist verzogen.

Wo ist Gerald?

Auf seinem Zimmer, es geht ihm nicht gut.

Was hat er denn?

Das m�chte ich auch wissen.

Hat er nichts gesagt?

Wenn schon, man kann ihm doch kein Wort glauben.

Falls es dich interessiert, er sagte, er w�rde sterben.

Das m�ssen wir alle.

Was ist dabei? - Danach m�sstest du deinen Bruder fragen.

Den Archidiakon. Ich bin nur ein Arzt.

Du solltest nicht zu viel Tabletten schlucken.

Warum kommst du nicht Freitag nach Sandmouth?

Das ist nicht m�glich. Da ist die Versammlung.

Au�erdem mag ich nicht am Strand spazieren gehen,

w�hrend du deine Patienten besuchst.

Beruhige dich.

Ich verzichte gern darauf. Guten Morgen Mrs. Hart.

Morgen Mrs. Hart. - Morgen Doktor.

Waren Sie schon mal in Sandmouth?

Da kann man sch�n schwimmen.

Und Karussells gibt es.

Und Luftschaukeln.

Ich muss Sie mal mitnehmen.

(Schluckauf)

Doch wieder in die Flasche geguckt?

(sie weint)

(er pfeift)

(Mann) Wollen wir reingehen?

(Mann) Wenn ich zur�ckkomme, wird geheiratet.

(Frau) Das w�r so sch�n.

Hereinspaziert... (Frau schreit) ...nur noch wenige Pl�tze.

(Mann) Was war das? Da hat jemand geschrien.

Glas klirrt

Was ist passiert?

Gas. Sie war hier drin.

Bringt sie rauf, schnell.

Legt sie da auf die Bank.

Sie hat versucht, sich das Leben zu nehmen.

Was ist passiert?

Was geht Sie das an? Macht, dass ihr wegkommt.

Sie m�ssen einen Arzt holen.

Die Polizei werde ich holen. Selbstmord ist verboten.

Die Polizei kann nicht helfen. Ich mach das schon, ich bin Arzt.

Sie war nicht auf der B�hne. Eben kam ich an ihrer Garderobe vorbei.

Auf einmal roch es nach Gas.

Warum hat sie das gemacht?

Ich kenn sie nicht, sie tut mir blo� leid.

Sie spricht mit keiner von uns.

Ist das lebensgef�hrlich?

Nein, die kriegen wir hin.

Frische Luft ist das Wichtigste f�r sie.

Sie hat sich vor Kurzem das Handgelenk gebrochen.

Sie ist ne Patientin von mir.

Ich wusste, das was nicht mit ihr stimmte.

Macht, dass ihr reinkommt, die Vorstellung geht weiter.

Los, marsch auf eure Pl�tze.

Bitte gehen Sie weiter.

Hier gibt es nichts zu sehen.

Gehen Sie.

Sie braucht ein bisschen frische Luft.

Sie kommt schon zu sich.

Fr�ulein.

Fr�ulein.

Fr�ulein.

Ich bins, der Doktor.

Wir kennen uns.

Das Gelenk sieht b�se aus.

Sie m�ssen furchtbare Schmerzen gehabt haben,

wenn Sie damit aufgetreten sind.

Ich werde Ihnen helfen.

Die Schmerzen haben mich halb wahnsinnig gemacht.

Heute ging es mir so schlecht, dass ich keinen Schritt tanzen konnte.

Ich wollte nicht mehr leben.

Wir reden nicht mehr dar�ber.

Ich verstehe Sie.

K�nnen Sie aufstehen?

Versuchen Sie es.

Ich helfe Ihnen.

Doktor, ich war es leid weiterzuleben.

Sie waren es doch nicht leid. Schuld daran waren Ihre Schmerzen.

Ihre Einsamkeit, Ihre Hoffnungslosigkeit.

Wir werden des Lebens erst m�de, wenn das Leben unserer m�de ist.

Und sterben k�nnen wir erst, wenn es sich f�r etwas zu sterben lohnt.

Aber, Doktor, wenn ich etwas h�tte, wof�r sich zu sterben lohnt,

dann w�rde ich auch was haben, wof�r es sich zu leben lohnt.

Haben Sie das? - Was?

Etwas, f�r das ich lebe?

Nat�rlich.

Ach ja, Ihr Junge.

Erz�hlen Sie mir was von ihm.

Er ist ein eigenartiger kleiner Bursche.

Oft schwierig.

In der Schule wird er am unteren Ende zu finden sein.

Vielleicht nimmt ihn keine Schule auf.

Er ist zu sensibel.

Doch glaub ich an meinen Jungen.

Es steckt etwas in ihm, etwas Liebes.

Leider gibt es Menschen, die das nicht begreifen.

Die ihm etwas vorwerfen, an dem sie selber schuld sind.

Ich mache mir Sorgen um den Jungen.

Alle n�rgeln an ihm herum.

Niemand hat Verst�ndnis f�r ihn.

Au�er seinem Vater.

Was kann ich f�r ihn tun?

Ich bin morgens fort, bevor er aufsteht.

Wenn ich nach Hause komme, liegt er im Bett.

Oder ist ins Bett gesteckt worden.

Er tut mir leid.

Ich habe ein Foto von ihm.

M�chten Sie es sehen?

Das war meine R�ckfahrkarte.

Ich verliere alles, was man verlieren kann.

Macht nichts.

Der Knabe hei�t Gerald.

Sieht er nicht fast wie der Vater aus?

Musik

(weint)

Gerald, nun wein doch nicht.

Das war aber so dunkel, Vati.

Das bringen wir sofort in Ordnung.

Keine Gl�hbirne drin.

David.

David.

Das h�tten wir.

Also runter.

Juhu.

Besser?

Vati, ich wollte keine Angst haben.

Aber ich konnte nicht schlafen.

Dann musste ich denken, mein Bett ist ein Totenbett.

Was? - Ein Totenbett.

Wo kauft man ein Totenbett, Vati?

Das kann man nicht kaufen.

Wenn es so weit ist, kommt es von selbst.

Aber nicht zu kleinen Jungen.

Woher kommt es dann?

Wa machst du hier? - Was meinst du?

Du best�rkst ihn in seiner Fantasterei.

Wie soll er seine Furcht �berwinden, wenn du nachgibst?

Du kommst sp�t.

Ich hab den Zug verpasst.

Dann hast du nichts Eiligeres zu tun,

als meine Bem�hungen um Geralds Erziehung zu vereiteln.

Das wird mir zu viel.

Das war der letzte Freitag, an dem ich es mir angesehen habe.

In Zukunft f�hrst du entweder nicht nach Sandmouth

oder du nimmst Gerald mit.

Und ich meine dies ernst.

Darf ich mit, Vati?

Ob du mit darfst? Wohin?

Nach Sandmouth, wie Mutti gesagt hat.

Vielleicht.

Wenn du mir hilfst.

So wie mit der Katze?

Genau so.

Ich habe eine Patientin in Sandmouth,

die magst du bestimmt leiden.

Sie lebt allein.

Ich denke, sie braucht einen Freud, der sie aufmuntert.

Willst du das am n�chsten Freitag �bernehmen?

Ich will es versuchen.

Das hab ich gewusst.

Wir beide k�nnen uns aufeinander verlassen.

Und das hier ist kein Totenbett.

Es ist ein Bett zum Schlafen.

Was ist es? - Es ist ein Bett zum Schlafen.

Ach, Vati.

Musik

Gestatten Sie bitte? - Gern.

Willst du auch mal? - Klar.

Huhu.

Oh, da ist Vati.

Vorsicht, pass auf.

Da bist du ja.

Vati, wir haben so viel Spa� gehabt.

Leni und ich sind mit dem Riesenrad gefahren.

Es ging so hoch, dass ich beinah den Himmel anfassen konnte.

Dann haben wir uns auf die Pferde geschwungen.

Meins hat den Kopf immer vorne gehabt.

Als ich wieder gewonnen hatte,

hat es sich umgedreht und mir zugeblinzelt.

Was du nicht sagst. Die Pferde sind aber aus Holz.

F�r uns waren sie lebendig.

Dann hab ich Muscheln gefunden. Ich hol dir eine.

Ist es Ihnen nicht zu viel geworden? - Nein.

Hat der Junge keine Angst gehabt?

Zuerst hat er Angst vor den Wellen gehabt.

Aber ich hab ihn zum Lachen gebracht.

Genauso mache ich es auch, ich versuche, ihn zum Lachen zu bringen.

Das ist erstaunlich, dass Sie von selbst das Richtige getan haben.

Was hast du mitgebracht? - Bitte sehr.

Die musst du an dein Ohr legen.

Ist sie nicht sch�n? Ich hol dir noch... - Moment.

Ich kann eine Stimme h�ren.

Die sagt, wir m�ssen nach Haus.

Noch nicht, Vati.

Wir m�ssen sofort los, in ein paar Minuten geht unser Zug.

Es wird h�chste Zeit.

Halt dich fest.

Wir sehen uns n�chsten Freitag.

Ich danke Ihnen, dass Sie auf ihn aufgepasst haben.

Danke.

Du als Arzt solltest wissen, dass Gerald Eis nicht gut vertr�gt.

Ist er krank? - Nein.

Offenbar vertr�gt er es doch.

Mrs. Drobal sagt, er h�tte eine gewaltige Portion Eis gegessen.

Was hat die damit zu tun?

Sie war in Sandmouth und hat Gerald auf der Promenade gesehen.

Er w�re sehr laut gewesen.

Daf�r ist er umso stiller.

Er ist still, weil ihm von dem Eis �bel ist.

Wenn ihm �bel w�re, w�rde er spucken.

Selbst das w�rde ihm nicht schaden.

Er ist ruhig, weil er gl�cklich ist.

Er hat einen sch�nen Tag gehabt.

Kannst du das nicht verstehen?

Es ist kaum zu glauben, wie gut sie mit ihm umgehen konnte.

Wer ist sie?

Hab ich dir nicht von ihr erz�hlt?

Ist es die Frau, mit der Mrs. Drobal Gerald zusammen gesehen hat?

Ja, sie ist eine Patientin von mir.

Ist sie eine Dame?

Eine Dame? Das nehm ich an.

Lebt die Dame allein?

Ganz allein.

Aus was f�r einer Familie ist sie?

Sie hat keine Angeh�rigen.

Aus welchen Verh�ltnissen kommt sie?

Ich hab sie nicht gefragt.

Ist sie wohlhabend?

Ganz und gar nicht.

Das bedeutet, dass du ihr keine Rechnung schicken wirst.

Das wei� ich nicht.

Sie sucht eine Besch�ftigung.

David.

Kann man ihr Vertrauen schenken?

Vertrauen schenken?

Das, was wichtig ist, entgeht deiner Aufmerksamkeit.

Frag doch Mrs. Drobal, welchen Eindruck sie macht.

Sie hatte vermutlich ein Fernglas mit.

Wenn sie Arbeit sucht, wenn sie so gut mit dem Jungen umgehen kann,

ob sie zu uns kommt?

Sag mir, wo sie wohnt, dann schreib ich ihr.

Wo wer wohnt? - Diese Frau.

Ich m�chte wissen, ob sie kommen w�rde.

Zu uns? Weshalb?

Ob sie kommen w�rde als Geralds Gouvernante.

Was? - H�ltst du das nicht f�r eine gute Idee?

Doch, ja.

Auf die Idee w�re ich selber nie gekommen.

Mein lieber David, du hast nie Ideen.

Wo wohnt du die Frau?

Oh...

In irgendeiner Pension.

Zuerst brauche ich ihren Namen.

Sie hei�t Leni.

Leni...

Sie hat mir Ihren Nachnamen genannt, aber dem hab ich vergessen.

Hier ist der drin.

Es muss alles da drin stehen.

Ist die Ausl�nderin? - Ja.

Woher kommt sie?

Sie kommt aus �sterreich.

Das ist in Ordnung.

In der Diakonsfamilie waren immer �sterreichische Gouvernanten.

Wenn Sie Arbeit sucht, wird sie sofort anfangen k�nnen. - Ja.

Ich schreib ihr morgen.

Ich leg mich schlafen, die Kopfschmerzen fangen an.

Ich wollte noch lesen.

Vergiss nicht abzuschlie�en.

Gute Nacht. - Gute Nacht.

Jessica?

Ich freue mich, dass du daran gedacht hast.

Eine gute Idee war das.

Wir werden sehen.

Gute Nacht. - Gute Nacht.

Musik

Jessica, Leni ist hier.

David, ich bitte dich.

Ich komme, einen Moment.

Sie wird sofort kommen.

Leider musste ich Sie warten lassen.

Das ist Leni, Jessica.

Es freut mich sehr. - Danke, mich auch.

Ich hoffe, Sie hatten eine gute Reise.

Es war sehr sch�n.

Und das ist Susan.

Guten Tag, sehr erfreut, Susan.

Guten Tag, Miss.

Leni!

Gerald, mein lieber Junge.

Gerald, guck dir an, wie unm�glich du aussiehst.

Er ist eben ein Junge.

Du gehst nach oben und w�schst dir H�nde und Gesicht.

Komm doch mit, Leni.

Das ist eine gute Idee. Ich helfe dir.

Zeigst du mir, wo wir hinm�ssen? - Ja, Leni.

Darf ich?

Danke sehr, ja.

Gerald, zeig Leni den Weg.

Komm mit, Leni.

Sie scheint mit ihm fertig zu werden.

Sieht so aus.

Soll sie mit uns oder drau�en mit Susan essen?

Mit uns.

Susan. - Ja, Madam?

Ein Gedeck noch. - Kommt Besuch?

Nein, f�r Miss Leni. - Ah... Hm...

Susan!

Wir wollen essen, David. Leg die Pfeife weg.

Musik

(sie lachen)

Was den Fall schlimmer macht, sie ist nicht nur Ausl�nderin,

sie soll in Sandmouth einen Selbstmordversuch gemacht haben.

Das habe ich heute erfahren. - Unglaublich.

Jessica hat vermutlich keine Ahnung davon.

Ganz bestimmt nicht.

Es ist unsere Pflicht, es ihr zu erz�hlen.

Am besten vor der Versammlung.

Du kannst mich doch nicht einholen.

Sei vorsichtig, Gerald, sonst f�llst du noch.

Wo soll ich die Blumen hinstellen?

Aufs Klavier.

Ich stell meine auf den Schrank.

Spiel mir was vor, Leni. - Vorsicht, mein Handgelenk.

So ein schwerer Junge.

Was bin ich? - Du bist ein schwerer Junge.

(singt) * Kommt ein Vogel geflogen, setzt sich nieder auf mein Fu�.

Hat ein Zettel im Schnabel, von der Mutter einen Gru�. *

Nun sing du es.

(singen) * Kommt ein Vogel geflogen, setzt sich nieder auf mein Fu�.

Hat ein Zettel im Schnabel, von der Mutter einen Gru�. *

(singt) * Kommt ein Vogel geflogen, setzt sich nieder auf mein Fu�.

Hat ein Zettel im Schnabel, von der Mutter einen Gru�. *

Wir beide m�ssen mal etwas zusammen spielen.

Ich wusste nicht, dass Sie Klavier spielen.

Spielen Sie auch? - Dar�ber kann man verschiedener Meinung sein.

Vati kann wundersch�n Geige spielen.

Aber Mutti mag Musik �berhaupt nicht.

Mutti ist zur Versammlung, darum d�rfen wir das heute.

Spielen Sie das, w�hrend ich meine Patienten behandle.

Ich kann das St�ck nicht lesen.

Es ist ganz einfach.

Ich kann �berhaupt keine Noten lesen.

Ich hab das nie gelernt.

Ich spiele nach dem Geh�r. - Wirklich?

Ich werde mit Jaggers �ber Sie sprechen.

Es ist unser Organist.

Er gibt Ihnen vielleicht Musikunterricht.

Vielleicht w�rde Gerald auch Klavierstunden nehmen. - Ja.

Wenn Ihnen Gerald nicht schon jetzt genug Arbeit macht.

Gerald wird mir nie zu viel Arbeit machen.

Daf�r hab ich ihn viel zu lieb.

Doktor, ich bin so gern hier.

Doktor, das Wartezimmer ist voll.

Ich komme.

Ich werde mit Jaggers sprechen.

Musik

Sie werden gew�nscht, Miss.

Mrs. Newcome ist da.

Sie wartet im Treibhaus auf Sie.

In Ordnung, Susan.

Komm mit, Gerald.

Aber ohne diesen jungen Herrn.

Na sch�n.

Du bleibst hier und bist ruhig.

Sie wollten mich sprechen?

Oh ja.

Ich hab das Gef�hl, wir beide m�ssen uns ein bisschen unterhalten.

Ist es Gerald, der diesen Krach macht?

Ja, ich nehme es an.

Ich sag ihm, er soll aufh�ren. - Das ist unwichtig.

Darf ich helfen?

Nein, danke, ich habe Freude an dieser Arbeit.

Das ist eines meiner wenigen Vergn�gen.

Ich habe Blumen auch so gern. Besondern Feldblumen.

Gerald und ich sind durch die Felder gewandert.

Wir haben 2 gro�e Str�u�e f�r Sie gepfl�ckt.

Sie f�hlen sich hier wohl. - Ich bin sehr gerne hier.

Ich habe das auch dem Doktor gesagt.

So, haben Sie das? Und was hat er geantwortet?

Er hat mir nicht zugeh�rt, Mrs. Newcome.

Es kommt h�ufig vor, dass er nicht richtig zuh�rt.

Mrs. Newcome, ist etwas nicht in Ordnung?

Es haben sich gewisse Schwierigkeiten ergeben.

Welche Schwierigkeiten?

Es ist mir unangenehm, es Ihnen zu sagen.

Aber gesagt werden muss es.

Ich muss Sie entlassen.

Ich glaube, ich habe Sie nicht richtig verstanden.

Ich muss Sie bitten, Ihren Dienst sofort zu quittieren.

Sofort? - Ja.

Sie meinen, ich soll gehen? - Wir k�nnen Sie nicht l�nger behalten.

Wieso denn nicht?

Es steht Ihnen nicht an, mich zu fragen.

Ich kann wohl nach dem Grund fragen.

Es ist so, dass wir Ihr Gehalt nicht bezahlen k�nnen.

Wenn das alles ist...

Ich verzichte auf das Gehalt.

Ich w�rde auch so bei Ihnen arbeiten.

Ich m�chte mich nicht l�nger mit Ihnen dar�ber unterhalten.

Sie bekommen ein Monatsgehalt, und dann bitte ich Sie zu gehen.

Musik

Doktor, Doktor.

Hallo Leni.

Bleiben Sie drin, es regnet.

Das ist mal ein Hundewetter.

Ich dachte, Sie w�rden nie mehr kommen.

Ich wurde im Krankenhaus aufgehalten.

Ein schwerer Fall.

Ihre Frau hat mir gesagt, dass ich gehen m�sste.

Gehen? Wohin? - Weg von hier.

Was?

Wie meinen Sie das?

Wie kommt Sie dazu?

Sie kann es sich nicht erlauben, mich zu behalten, sagt sie.

Aber wir k�nnen es uns alle Male erlauben.

Nein.

Das ist l�cherlich.

Da muss ein Missverst�ndnis vorliegen.

Jessica.

Was soll das hei�en, dass Leni gehen soll?

Ist es notwendig,

dass das Wasser von deinem Mantel auf den Teppich l�uft?

Die Programme sind hier.

Ich m�chte, dass jeder Gast eins bekommt.

Das ist mir gleich.

Beantworte meine Frage.

Immerhin bin ich f�r den Haushalt verantwortlich.

Und ich habe sehr gute Gr�nde.

Du ruinierst den Teppich.

Es ist absurd zu sagen, wir k�nnten uns ihr Gehalt nicht erlauben.

Sie ist ihren Lohn wert.

Sie kann gut mit Gerald umgehen.

Das war nur ein Vorwand.

Dein Mantel geh�rt nach drau�en.

Und was ist der Grund?

Der wahre Grund?

Muss ich es dir wirklich sagen? - Darum frag ich dich doch.

Ist dir je aufgefallen,

dass die Menschen nicht so sind, wie sie sich geben.

Worauf willst du hinaus?

Dieses M�dchen war in einem Theater besch�ftigt.

Als T�nzerin in einer zweitklassigen Revue.

Sie hat ihre Stellung verloren,

weil sie versucht hat, sich mit Gas zu vergiften.

Das wusste ich.

Aber ich hab kein Wort erfahren.

Hast du je erlebt,

dass ich �ber private Probleme meiner Patienten spreche?

Du hast auf deine Patienten immer mehr R�cksicht genommen

als auf deine Familie.

Hast du gedacht,

dass eine Selbstmordkandidatin die geeignete Person w�re,

als Gouvernante ein nerv�ses Kind zu erziehen?

Eigenartig.

Wie die Worte wahr sein k�nnen...

...und zugleich doch unwahr.

Allm�hlich verliere ich die Geduld.

Glaubst du nicht, dass der Skandal schlimm genug ist,

wo die ganze Stadt schon dar�ber tuschelt?

Die G�ste auf dem Empfang morgen werden �ber nichts anderes reden.

Dann sag den Empfang ab.

Ich wei�, dass du Musik nicht magst. Und ich keine Empf�nge.

Das kommt nicht infrage.

Wusstest du, dass sie in Calderbury aufgetreten ist?

Dabei hat sie sich doch verletzt.

Du wei�t das alles und sagst mir kein Wort.

Ich lass mich auf gar nichts mehr ein. Sie muss weg.

Aber Gerald? - Er muss lernen, ohne sie fertig zu werden.

Wir k�nnen sie nicht wegschicken.

Ich kann sie rauswerfen, wenn ich sie auszahle.

Wie soll sie denn eine neue Stellung finden?

Oder eine Wohnung?

Ich dulde das nicht.

Ich verbiete dir, Leni zu entlassen.

Sieh mal, Leni, da ist das Wasser durchgeleckt, als es geregnet hat.

Daher die Risse.

Das ist der Fluss.

Er l�uft schr�g herunter.

Und da liegt das Meer.

Ich sehe es.

Der Fluss hei�t Gerald-Fluss.

Weil die Forscher den Dingen, die sie erforscht haben,

ihren Namen geben.

Also ein Forscher bist du auch noch.

Sicher. Das hab ich alles erforscht.

Siehst du den schwarzen Punkt?

Das ist der Mount Newcome, wo der Gerald-Fluss entspringt.

Man kann mit einem Schiff drauf fahren.

Wenn ich gro� bin, will ich fremde L�nder erforschen.

Dann segele ich aufs Meer hinaus.

Kommst du mit mir?

Wenn ich kann, gern.

Versprichst du es mir? - Wenn ich kann.

Versprich mir, dass du niemals eine Forschungsreise ohne mich machst.

Ich verspreche es dir, Gerald.

Nur, wenn du mir auch was versprichst.

Gerald, versprich mir, dass du niemals mehr vor etwas Angst hast.

Mach ich.

Was auch immer geschehen mag.

Ich habe keine Angst mehr, seit ich jeden Abend mit dir sprechen kann.

Auch wenn du nicht mit mir reden kannst, du darfst keine Angst haben.

Wenn du weg w�rst, w�r ich traurig.

Das darfst du sein.

Aber du darfst nicht �ngstlich sein.

Ich hab keine Angst mehr.

Versprichst du es mir? - Ich verspreche es dir, Leni.

Ich bringe ihn ins Bett. Danke.

Das geht schon.

Gute Nacht Liebling.

Schlaf gut.

Warum weinst du, Leni? - Das verstehst du nicht.

Was wollen Sie?

Das Nachtlicht.

Ach ja. Ich danke Ihnen.

Wor�ber habt ihr gesprochen?

Du meinst mit Leni? - Ja.

Ich hab Leni gesagt, dass ich keine Angst mehr hab.

Angst wovor?

Antworte, sag mir die Wahrheit.

Ich will wissen, wovor du keine Angst hast.

Vor dir, Mutti.

Komm her, Gerald.

Mach keine Dummheiten.

Zieh deine Sachen an.

Wo gehen wir hin?

Ich bringe dich zu deinem Onkel.

Danke sehr.

Bist du weg gewesen?

Jessica, ich m�chte nicht, dass du denkst...

Was ich sagen wollte, ich kenne dich so gut, dass ich verstehen kann.

Deinen Standpunkt in Bezug auf Leni.

Wahrscheinlich h�tte ich dirs sagen m�ssen,

aber das schien mir belanglos.

Nachdem ich gemerkt hab, wie gut sie mit Gerald umgeht.

War es nicht t�richt von uns, die Sache so weit kommen zu lassen?

Was f�r einen Sinn hat das Herumstreiten?

Es ist ganz sinnlos.

Es gibt nichts, wor�ber wir uns streiten m�ssen.

Meinst du das ernst? Das freut mich um Geralds willen.

Nichts k�nnte dem Jungen mehr schaden

als eine schlechte Atmosph�re im Elternhaus.

Gerald wird nicht mehr im Haus sein.

Was? Wie meinst du das?

Solange sie hier ist, wird Gerald nicht im Haus sein.

Du willst ihn wegschicken?

Ich habe ihn weggebracht. Zu seinem Onkel.

Glaubst du, ich w�rde die beiden zusammenlassen?

Wei�t du, was sie getan hat?

Hinter meinem R�cken?

Sie hat die Liebe Geralds zu mir systematisch vergiftet.

Vergiftet?

Was f�r ein Wort gibt es noch daf�r?

Sie hat versucht, meinen Einfluss auf den Jungen zu untergraben.

Da du beschlossen hast, dich auf die Seite dieses M�dchens zu stellen,

bist du auch schuldig.

Unsinn.

Wenn in diesem Haus jemand die Atmosph�re vergiftet hat, dann du.

Du hast dem Jungen mit deiner N�rgelei

das Leben zur H�lle gemacht.

Ich dachte, du k�nntest nichts daf�r.

Ich habe f�r dich Mitleid empfunden.

Wenn jetzt etwas in sein Leben kommt, das ihn gl�cklich macht,

und du den Wunsch hast, ihm dieses Gl�ck zu nehmen,

dann ist gestorben, was ich je f�r dich empfunden habe.

Du bist es, die alles vergiftet hat.

Es ist k�hl geworden nach dem Regen. - Richtig abgek�hlt.

Leni, Sie k�nnen hierbleiben.

Jedenfalls, bis Sie woanders unterkommen.

Ich bin so erleichtert.

Und Gerald wird sich auch dar�ber freuen.

Gerald ist nicht hier.

Er wohnt jetzt bei seinem Onkel.

Gerald ist im Bett. Ich hab ihm selber vor 1 h gute Nacht gesagt.

Meine Frau hat ihn weggebracht.

Gerald?

Dann m�chte ich selber weggehen, wenn Ihre Frau es w�nscht.

Nein, bleiben Sie hier, bis Sie was anderes finden.

Es wird nicht angenehm, aber...

Gute Nacht.

Sie sind auch nicht gl�cklich. - Meine Gef�hle sind unwichtig.

Warum?

Ich habe meinen Beruf. Mein Arbeit.

Aus meinem Beruf baue ich mir meine Welt.

In dieser Welt muss ich leben.

Was bleibt mir anderes �brig?

Musik

Oh, Doktor.

Es tut mir so leid, dass Sie weggerufen wurden.

Die Musik ist gut.

Sie sind traurig.

War es ein ernster Fall? - Hoffnungslos.

Darum sind Sie missgestimmt?

Denken Sie, eine Frau muss sterben,

weil ihr Mann sie zum Scharlatan gemacht hat.

Es gibt Leute, die �ber �rzte sprechen wie �ber Rennpferde,

auf die sie setzen.

Was f�r eine Welt.

Dumm, bemitleidenswert, armselig und verr�ckt.

Doktor, h�ren Sie doch mal zu.

Klassische Musik

Ist die Musik nicht h�bsch?

In dem Rondo von Mozart h�tten Sie mitspielen sollen.

Was ist das?

Ein St�ck von Francois Couperin "Le Moucheron".

Was hei�t "Le Moucheron"?

Es bedeutet etwas, was fliegt.

Die Bienen.

Nein, so etwas �hnliches.

Ich kann jetzt nicht auf das Wort kommen.

Geben Sie sich nicht solche M�he.

So wichtig ist es auch nicht.

Sprechen wir �ber was anderes.

Die letzten Tage waren nicht sch�n.

Jetzt f�llt mir ein, was le moucheron bedeutet.

Es sind �ble Qu�lgeister, durch die man Malaria kriegen kann.

Sie meinen M�cken.

Applaus

Du k�nntest wenigstens h�flich zu deinen G�sten sein.

Ich gehe lieber rein.

Doktor, ich habe eine Anzeige ausgeschnitten.

Eine Schule sucht eine Deutschlehrerin.

K�nnte ich das? - Nat�rlich.

Dann k�nnten Sie mir vielleicht ein Empfehlungsschreiben geben.

Wo ist die Schule? - In Poltsby.

Das ist nicht weit von Sandmouth.

Dann k�nnten Sie manchmal nach Poltsby kommen.

Freitags m�sste das gehen.

Ich freu mich schon.

Vielleicht kommen Sie mit Gerald.

Ganz bestimmt.

Klopfen

Mrs. Newcome m�chte, dass Sie sich um die G�ste k�mmern.

Ich komme.

Es ist besser, wenn Sie sofort gehen.

Das ist viel wichtiger.

"Ich kenne Mrs. Krafft seit einigen Monaten.

Und kann bescheinigen, dass sie vertrauensw�rdig ist.

Und ausgezeichnet mit Kindern umgehen kann."

Was kann ich denn noch �ber Sie schreiben?

Ich...

Guten Morgen Doktor.

Morgen Susan. Morgen Jessica.

Guten Morgen.

Neuerungen auf dem Balkan.

Mysteri�se Mordserie in Paddington.

Ich wei� nicht, warum das gedruckt wird.

Warum warst du so lange mit dem M�dchen im Sprechzimmer?

Ich musste einen Brief schreiben.

Im Sprechzimmer?

Ja.

War der Brief so wichtig?

Hast du ihn zur Post gebracht?

Ich habe Susan darum gebeten.

Dann interessiert dich der Umstand, dass Susan ihn mir gegeben hat

und ich ihn ge�ffnet habe.

Was?

Der Brief enthielt irref�hrende Angaben,

die ich mir zu verbessern erlaubte.

Hast du einen Brief geschrieben an diese Schule? - Ja.

Vielleicht habe ich dir damit einen Gefallen getan.

Dir ist nicht klar, dass, wenn man ihr die Stellung gibt,

und sie sich was zuschulden kommen l�sst,

du daf�r verantwortlich bist.

Ich habe mich f�r ihren Charakter und ihre Deutschkenntnisse verb�rgt.

Hast du geschrieben, dass du nichts �ber ihre Vergangenheit wei�t?

Au�er, dass sie beim Ballett war und sich vergiften wollte.

Das hat nichts damit zu tun.

In meinem Brief hab ich das erw�hnt.

Aber sie bekommt nicht die Stellung. - Das ist ihre Sache.

Sie ist alleine in einem fremden Land.

Ohne Mittel, ohne Freunde. Ohne Ausbildung.

Wenn wir sie so behandeln,

welchen Ausweg gibt es dann noch f�r sie?

Au�er den, den sie schon mal versucht hat.

Das ist ihre Angelegenheit.

Warum k�mmern wir uns nicht um unsere Schwierigkeiten?

Warum, das frage ich dich.

Kannst du das M�dchen nicht in Ruhe lassen?

Lass du sie in Ruh.

Mein Vater war bei der Garde.

(er hustet)

Legen Sie sich in die Sonne.

Erholen Sie sich in Ihrem Garten.

Machen Sie sich nichts daraus.

Wenn es Krieg gibt, ist das schlimm f�r mich.

Meine Firma treibt Handel mit Deutschland.

Wir haben oft blinden Alarm gehabt. - Das denken Sie?

Nat�rlich. - Was hab ich dir gesagt?

Ich hoffe, Sie behalten beide recht.

Haben Sie Feuer? - Ja, ich glaube.

Danke.

Was gibt es Neues? - Nur nicht die Geduld verlieren.

Ihre Frau kommt heute erst sp�t nach Hause.

Gut, Susan. Danke.

Wor�ber sprechen die Leute so viel?

Die Leute reden Unsinn. Kriegsger�chte.

Leni, ich hab ne gute Nachricht.

Ich war Jaggers, der Organist von Calderbury.

Es gibt eine Musikschule in Beresford.

Was soll ich da machen?

Ich hab mich doch in Poltsby beworben.

Glauben Sie, das wird nichts?

Ach ja, diese Geschichte.

Die Stellung werden Sie wohl nicht kriegen. - Warum nicht?

Die Schule kann noch nicht geantwortet haben.

Wahrscheinlich w�re die Sache nichts f�r Sie gewesen.

Sie versuchen, etwas zu verbergen. - Nein.

Womit halten Sie hinter dem Berg?

Meine Frau hat an die Schule geschrieben.

Ich wei� nicht, warum sie mich so hasst.

Warum kann ein Mensch einen anderen hassen?

Dinge, Ideen und Eigenschaften, ja.

Aber nicht Menschen.

Daf�r kommen Sie auf die Schule nach Beresford.

Meine Frau erf�hrt nichts davon.

Und ab und zu werd ich Gerald zu Ihnen bringen.

Ich hab Sie noch nie spielen geh�rt.

Ich spiele nur zu meinem Vergn�gen.

Nur f�r den Hausgebrauch.

Wollen Sie mal h�ren? - Mhm.

Musik

Dahinten wohnt noch ein Deutscher. - Dem werd ich auf den Zahn f�hlen.

Stimmengewirr

Geigenmusik aus dem Hintergrund

Scheppern

Ein Deutscher sind Sie trotzdem? - Mein Name ist Adolf Schiller.

Ich habe mein Gesch�ft hier, hier bleibe ich auch.

Ich bin es gewohnt, jedem meine Meinung zu sagen.

Geigenmusik aus dem Hintergrund

Leni? Leni!

Gerald.

Was f�llt dir ein, ohne Erlaubnis wegzulaufen?

Ich wollte Leni besuchen.

Dein Onkel hat dir doch bestimmt nicht erlaubt, allein wegzugehen.

Was ist ein Krieg, Mutti? Kann ich auch mitgehen.

Klirren

Nieder mit allen Feinden Englands.

Nieder mir den Deutschen.

Nieder mit den �sterreichern.

Ich muss mal schauen.

Was ist denn los? - Es wird Krieg geben.

Und da dr�ben?

Was hat das zu bedeuten?

Den Deutschen kann man nicht �ber den Weg trauen.

Wenn die Krieg wollen, machen wir es wie mit den Buren.

(Alte) Die Buren haben meinen Teddie.

Doktor, bin ich betrunken? - Ja.

Aber Betrunkene haben manchmal mehr Verstand.

Sehen Sie? Das ist f�r England.

Polizei!

Unerh�rt.

...in Schillers B�ckerei.

Nieder mit Deutschland.

Nieder mit allen Deutschen.

Scheiben klirren

Die Deutschen sind an allem schuld.

Susan, was ist denn mit Ihnen los? Sind Sie durchgedreht?

Leni?

Komm mit rein.

Raus mit den Ausl�ndern.

Wir haben eine �sterreicherin im Haus.

Je eher die rausfliegt, desto lieber ist es mir.

Die Sache ist ernst f�r Sie.

Wenn England Krieg mit Deutschland macht

und �sterreich ist mit Deutschland verb�ndet, dann...

...mein liebes Kind, gibt es nur einen Ausweg f�r Sie.

Sie m�ssen nach �sterreich, solange es geht.

Wenn der Krieg ausbricht, geh�ren Sie zu unseren Feinden. - Feinden?

Ich sorge daf�r, dass Sie auf ein Schiff kommen.

Was soll ich in �sterreich?

Sie haben Eltern, Freunde? - Niemanden.

Dort sind Sie besser aufgehobnen als hier.

Ich habe Angst, nach Hause zu fahren. - Warum?

Vielleicht steckt man mich ins Gef�ngnis.

Du meine G�te. Weswegen?

Weil ich... Weil ich tanzen lernen wollte,

bin ich von der Schule ausger�ckt nach Moskau.

Aber man braucht einen Pass.

Es gab keine andere M�glichkeit, als einen zu stehlen.

Das ist passiert, als Sie noch zur Schule gingen. - Im vorigen Jahr.

Im vorigen Jahr? - Ja.

Sie sind ja noch ein Kind.

Sehen Sie sich die Menschen drau�en an.

Es sind anst�ndige B�rger, einige habe ich auf diese Welt geholt.

Sie ver�ndern sich, wenn sie sich zusammenrotten zu einem Mob.

Der kleine Richard. Gucken Sie ihn doch mal an.

Wie ein Wahnsinniger. Es ist unglaublich.

Leni.

Leni, Sie m�ssen hier weg.

Ich muss noch Besuche machen.

Packen Sie Ihre Sachen.

Der letzte Zug ist weg.

Aber es f�hrt ein Zug von Marsland morgen fr�h.

Da kann ich Sie hinbringen.

Wissen Sie, was wir machen?

Ich kann Sie hinten auf mein Fahrrad nehmen.

Es ist sind 25 Meilen.

Wenn Sie hinten sitzen, k�nnen wir nicht sehr schnell fahren.

Wir schaffen es schon.

Was ich vorschlage, ist das Beste f�r Sie.

Sie verlassen sich auf mein Urteil? - Oh ja.

Es wird schon werden.

Wir treffen uns an der Ecke Marsland Lane um halb 9.

Gehen Sie durch die Seitenstra�en.

Packen Sie. 8:30 Uhr. - Ja.

Heute ist eine gro�e Versammlung im Rathaus.

Ich hasse Versammlungen.

Es w�rde nicht schaden, wenn Sie h�rten,

was die Leute �ber die Deutschen denken.

(Leute singen)

* God save the King. *

(Susan) * Send him victorious.

Happy and glorious.

Long to reign over us.

God save the King. *

Susan?

Nicht mit den Fingern. Nehmen Sie eine Gabel.

Ziehen Sie die Handschuhe aus.

Wo ist der Doktor?

Er wollte Patienten besuchen.

Er hat seine Tasche mitgenommen.

Vor 1/2 h ist er nach Hause gekommen.

Dann ist er wieder zu einem andern Kranken.

Aber er hat seine Tasche nicht mitgenommen.

Vielleicht ist er zur Versammlung. - Nein.

Hat er gegessen?

Er sagt, er w�re nicht hungrig.

Merkw�rdig, dass er ohne Tasche weg ist.

Merkw�rdig? - Hier passieren viele merkw�rdige Sachen.

Was h�lt Herr Archidiakon davon, dass wir Krieg bekommen sollen.

Er hofft, dass der Krieg eine reinigende Wirkung hat.

Eine reinigende Wirkung.

Das ist genau das, was gewisse Menschen brauchen.

Der Doktor hat gesagt, ich k�nnte zur Versammlung gehen.

Ich w�rde auch gehen, wenn ich keine Kopfschmerzen h�tte.

Ich gehe sofort zu Bett. Gute Nacht. - Nacht.

Es geht leicht.

Den linke Fu� stellt man auf die Achse, den rechten aufs Schutzblech.

Wir k�nnen eine Pause machen, wenn Sie m�de werden.

Ich bin nicht m�de.

Sie sind noch nie so bef�rdert worden.

Ich hab noch nie etwas so Seltsames erlebt.

Hier ist Dr. Stacey.

Ich komme sofort.

Ich bin unterwegs, ja.

Was ist los?

Ein Notruf. Ich wollte dich nicht wecken.

Ist es Mrs. Watkins Baby?

Nein, Mrs. Newcome. Ganz pl�tzlich.

Kommen wir zu sp�t? - Das wei� ich nicht.

Ich hoffe, kein Plattfu�.

Ich habe leider kein Flickzeug.

Wir m�ssen zu Fu� gehen.

Es ist weniger als ne Meile.

M�de? - Nein.

Gehen wir los.

Zughupe

Da f�hrt Ihr Zug.

Daran ist nichts mehr zu �ndern.

Jetzt brauchen wir uns nicht mehr abzuhetzen.

Es fahren noch mehr Z�ge, der n�chste morgen fr�h.

In Ordnung, Doktor. (sie weint)

Bleiben Sie sitzen, Susan.

Wie gehts Ihnen denn?

Was ist es gewesen? - Das kann ich Ihnen nach der Autopsie sagen.

(sie weint) Warum haben Sie das gesagt?

Was?

Haben Sie einen Grund f�r die Annahme,

dass er nicht zu einem Patienten gegangen ist? - Ja.

Das M�dchen ist auch fort.

Eine �sterreicherin war das.

Bei der w�rd ich mich �ber gar nichts wundern.

Geben Sie keine voreiligen Urteile ab.

Wo ist Ihr Telefon? - N�chste T�r rechts.

(sie weint)

Es dauert noch einen Moment. - Es ist noch nicht ge�ffnet.

Wir warten.

Sie wissen Bescheid.

Der Zug f�hrt bis Harwich.

Von da geht die F�hre nach Holland.

Das werden Sie brauchen.

Sie brauchen es bestimmt.

Ich w�rde Sie gern weiter begleiten. - Ich komm schon zurecht.

Ich hab das Gef�hl, dass wir uns wiedersehen.

Ist gut m�glich. Zughupe

Ist das der Zug nach Harwich?

Noch einen Moment.

Ich l�se die Fahrkarte.

Dr. Newcome?

Sie sind verhaftet. Sie beide. Auch die Dame.

Verhaftet?

Was soll das bedeuten?

Sie werden beschuldigt, Ihre Frau ermordet zu haben.

Alles, was Sie von jetzt an sagen,

kann als Beweis gegen Sie verwendet werden.

Jessica? - Vergiftet.

Sie m�ssen weg.

Geben Sie ihm das.

Ich hole Ihre Fahrkarte.

Die Dame ist auch verhaftet. - Sie hat �berhaupt nichts damit zu tun.

Das ist unm�glich.

Das muss ein Irrtum sein.

Leider nein.

Das Material, das ich dem Gericht vorlegen werde,

wird beweisen, dass ein Verbrechen ver�bt worden ist,

wie es nur selten in diesem Lande vorkommt.

In dem der Angeklagte, ein Doktor der Medizin,

Gift aus seinem Bestand an Medikamenten

zur Ermordung seiner Frau benutzt hat.

Dies ist nicht der Zeitpunkt f�r gro�e Reden.

Ich werde mit einfachen Worten dem Hohen Gericht beweisen,

dass Doktor Newcome seine Frau vergiftet hat.

Weil er ein s�ndhaftes Verh�ltnis mit dieser Frau hatte,

die wegen des gleichen Verbrechens angeklagt ist.

Ich will die Zeugen vernehmen.

Die Sie davon �berzeugen werden, dass die beiden Angeklagten

einen kaltbl�tigen Mord begangen haben.

Am n�chsten Morgen sagte ich ihm, sie ist weggezogen.

Ich war froh dar�ber, weil die Ballettm�dchen nie bezahlen.

Er war �rgerlich und redete komisches Zeug. Wo ist sie denn?

Das kann ich doch nicht wissen, sag ich.

Ich konnte ihm keine Auskunft geben, weil ich noch nicht wusste,

dass das Theater in Sandmouth spielte.

Wir spielten damals im Pavillon am Sandmouth Pier.

Mitten in der Vorstellung

wird diese junge Frau bewusstlos nach drau�en getragen.

Sie hatte sich vergiftet.

Ich wusste nicht mehr, was ich machen sollte.

Da erscheint dieser junge Mann und sagt, sie w�re seine Patientin.

Er hat sich dann um sie gek�mmert.

Sie wissen nicht, wo sie dann gewohnt hat?

Die M�dchen sagten was von einer Mrs. Raymond.

Ich kann behaupten, dass seit 25 Jahren die Leute vom Theater

bei mir gerne wohnen.

Dieser Herr sagte zu mir, die Dame solle bei mir wohnen,

bis sie gesund ist.

Er war ein Gentleman. 5 Pfund hat er mir gegeben.

Wenn es der Dame nicht gut geht, kommen Sie zu mir.

Wie lange hat sie bei Ihnen gewohnt? - 2 Wochen.

Eines Morgens sagte sie: Ich ziehe weg. Ich wohne bei einem Doktor.

Der hat ein gro�es Haus.

Ich sagte noch, ich hoffe, Sie f�hlen sich da wohl.

F�r ein Ehepaar kamen sie gut miteinander aus.

Sie waren verschiedener Meinung �ber Geralds Erziehung.

Sie lag ihm in den Ohren, dass er den Jungen besser erziehen sollte.

Das hatte der Junge bitter n�tig.

Aber der Doktor hatte seine eigene Meinung.

Gab es mal richtigen Streit? - Den gab es. - Wor�ber.

�ber die andere Frau.

Wann hat der Streit angefangen?

Nachdem der Doktor diese Person ins Haus gebracht hatte.

K�nnen Sie sich an einen bestimmten Streit erinnern? - Ja.

Es war... beim Fr�hst�ck nach einem unserer Musikabende.

Mrs. Newcome und der Doktor haben sich angeschrien,

weil der Doktor und Leni den Abend im Sprechzimmer verbracht haben.

Dabei war doch Musikabend.

Mrs. Newcome war sehr aufgebracht. - Nat�rlich.

Sie hatte allen Grund.

Einspruch. Wir sind nicht hier, um der Zeugin Meinung zu h�ren.

Sie m�ssen sich darauf beschr�nken, Fragen zu beantworten.

K�nnen Sie sich an einen anderen Streit erinnern?

An dem Abend, als Mrs. Newcome den Jungen

ins Haus ihres Bruders brachte.

Da h�rte ich, wie sie einen furchtbaren Krach hatten.

Um was ging es bei diesem Krach?

Sie hat ihm vorgeworfen, dass er sie vergiften wollte.

Sie sagte, er h�tte so viel Schuld wie Leni.

Danke sehr.

Ich m�chte die Verhandlung unterbrechen. Bis morgen.

Die Verhandlung wird morgen um 10 Uhr fortgesetzt.

Sie sollten den Prozess ernster nehmen.

Sie sollten sich die Sache mit dem Jungen noch mal �berlegen.

Wenn wir ihn zum Reden bringen, k�nnen wir beweisen,

dass Leni als Gouvernante ins Haus gekommen ist.

Das w�rde nicht helfen. - Das w�re unsere letzte Hoffnung.

Ohne Gerald kommen wir nicht weiter. - Gerald darf nichts davon wissen.

Das Kind ist nerv�s.

Sehr empfindsam.

Eine Sache wie diese w�rde ihm einen Schock versetzen.

Das w�rde er nie vergessen.

Merken Sie nicht, wie man Sie immer mehr einkreist?

Lassen Sie mich mit ihm reden. Er mochte Leni. - Oh ja.

Warum soll er das nicht sagen?

Ich hab Kinder gern.

Sie werden Gerald nicht vor Gericht bringen.

Kein Mensch w�rde ein Wort glauben.

Der Staatsanwalt k�nnte Zeugen anbringen, die sagen,

dass Gerald der verdrehteste kleine L�gner ist.

Ist er das?

Aber es liegt mehr Wahrheit in seinen L�gengeschichten

als in euren Advokatentricks.

Seien Sie morgen auf der Hut.

Charly, Sie m�ssen was gegen Ihre Erk�ltung tun.

Gurgeln Sie mit Salzwasser, vielleicht hilft das.

Musik

Diese Flasche wurde in Ihrem Medikamentenschrank gefunden.

Erkennen Sie sie wieder?

Ich habe eine Menge solcher Flaschen in meinem Schrank.

Wissen Sie, was sie enth�lt?

Wenn Sie mir das Etikett zeigen, wei� ich es.

Die Flasche enthielt Salival-Tabletten.

Nimmt sie jemand in Ihrem Haus? - Meine Frau nahm sie.

Aus der Flasche, die Sie in der Hand halten?

Ja, oder aus einer in der Art.

Haben Sie Hydrophen in Ihrem Schrank?

Nat�rlich. Das hat jeder Arzt. - Und was ist Hydrophen?

Ein pflanzliches Alkaloid.

Wenn Sie damit etwas anfangen k�nnen.

Ist Hydrophen ein Gift? - Ja, wenn man zu viel davon nimmt.

Was f�r Flaschen benutzen Sie f�r die Aufbewahrung?

Die daf�r �blichen Falschen.

Was hei�t das? - Keine besonderen Flaschen.

Vergeuden Sie nicht die Zeit des Gerichts mit solchen Antworten.

Mr. Dawson, Ihre Sch�rfe ist unpassend.

Sie m�ssen versuchen, Ihre Antworten pr�zise zu formulieren.

Muss ich Sie daran erinnern, dass es um Ihr Leben geht?

Ich bitte um Verzeihung.

Was f�r Flaschen benutzen Sie f�r die Aufbewahrung f�r Hydrophen?

War es eine Flasche, wie Sie sie dort haben?

Nein, f�r Gifte habe ich eine andere Form benutzt.

Sie haben behauptet, die Flaschen w�ren von der �blichen Art.

Jetzt sagen Sie, Giftflaschen h�tten eine abweichende Form.

Hab ich das gesagt? Ich meinte...

Das spielt keine Rolle. F�r uns gilt das, was Sie sagen.

Nehmen wir an, die Flaschen hatten eine abweichende Form.

Worin besteht diese?

Nun...

Die Flaschen mit den giftigen Medikamenten sind rund.

So wie die da in dem oberen Fach.

Die anderen Flaschen sind viereckig.

So wie diese.

Rund.

Viereckig.

Wo werden die Flaschen aufbewahrt? - In meinem Sprechzimmer.

Dem Schrank da. - Demnach sind darin giftige und ungiftige Medikamente.

Ja. Er ist gro� und praktisch.

Hielten Sie den Schrank verschlossen?

Es war ein Schl�ssel da.

Da steckt er doch, nicht wahr?

Haben Sie den Schl�ssel mitgenommen, wenn Sie Ihr Zimmer verlie�en?

Nein. - Warum?

Sicher, weil ich immer alles verliere.

Sie haben den Schrank immer offen gelassen,

sodass Ihre Frau und jedermann Zugang dazu hatte?

Es war praktisch, sie litt an chronischen Kopfschmerzen.

Waren sie stark?

Chronisch bedeutet, dass die Krankheit die Neigung hat,

best�ndig wiederzukehren.

Ihre Frau hatte also die Gewohnheit, an diesen Schrank zu gehen

und sich Tabletten zu nehmen?

Ja. Sie hat zu viele genommen. Das hab ich ihr immer gesagt.

Hat Ihre Frau den Unterschied

zwischen einer runden und einer viereckigen Flasche gekannt?

Nat�rlich. - Sie kann die Flaschen nicht verwechselt haben?

Das ist ausgeschlossen.

Sie wollen uns also wei� machen,

dass die Hydrophen-Tabletten in die Salivalflasche gekommen sind.

Ganz von allein.

Wie konnte das passieren? - Sie sind hier im Kreuzverh�r.

Ich wei�. Aber... Aber das ist unm�glich.

Ich kann das nicht verstehen.

Ich muss das herauskriegen.

Das ist nicht fair.

Ich kann nicht verstehen, wie das passieren konnte.

Wir geben dem Angeklagten ein bisschen Zeit. - Gewiss.

Ich vernehme das Hausm�dchen weiter.

(Gerichtsdiener) Miss Susan O'Connor.

Miss Susan O'Connor.

Wann haben Sie die Angeklagten zuletzt zusammen gesehen?

Es war am Abend, bevor Mrs. Newcome starb.

Die Leute warfen Steine in Schillers B�ckerei.

Als ich nach Hause kam, sah ich in unser Fenster.

Ich sah, wie sie sich vertraulich unterhielten.

Einspruch. Die Zeugin konnte bestimmt nichts h�ren.

Sie sprachen von dem, was Sie gesehen haben? - Ganz recht.

Die beiden standen dicht beieinander.

Direkt vor dem Medikamentenschrank.

W�rden Sie uns uns zeigen, wie Sie gestanden haben?

Sie war hier, er war da.

Der Schrank stand h�her.

Oben auf der anderen H�lfte.

Ich danke vielmals. - Gern geschehen.

Wenn der Angeklagte bereit ist, fahre ich fort.

Nein.

Das ist ungerecht.

Alles, was Sie sagen, ist nicht wahr.

Das ist nicht fair.

Ich...

War es fair,

Ihre Frau �ber die Vergangenheit des M�dchens zu bel�gen?

Ich habe nicht gelogen, ich habe es ihr nicht gesagt.

Warum? - Vielleicht hatte ich keine Gelegenheit.

Oder ich habe nicht daran gedacht.

Nicht einmal w�hrend der Zeit, als das M�dchen bei Ihnen wohnte,

fanden Sie Gelegenheit, Ihre Frau mit den dunklen Punkten

aus ihrer Vergangenheit bekannt zu machen?

Warum haben Sie dieses M�dchen in Ihr Haus gebracht?

Sie kam zur Betreuung meines Sohnes.

Nur mit dieser Absicht haben Sie Ihre Frau �berredet,

eine Person zu besch�ftigen, die moralisch nicht geeignet war.

Ich habe sie nicht �berredet.

Ihre Frau soll Ihren Vorschlag so akzeptiert haben. - Ja.

Wenn ich mich recht besinne, glaube ich, Sie hat den Vorschlag gemacht.

H�tten Sie sie auch nicht zu �berreden brauchen,

wenn sie etwas von dem Selbstmordversuch gewusst h�tte?

Sie h�tte sie �berhaupt nicht genommen.

Ein ausgezeichneter Grund,

sie �ber das Vorleben des M�dchen im Dunkeln zu lassen.

Sie wollen uns glauben machen, dass Sie jemanden empfehlen w�rden,

jemanden, der aus dem Gleichgewicht ist, dass Sie so eine Person

empfehlen w�rden als Erzieherin Ihres Sohnes?

Ich war der Meinung, sie w�re geeignet.

Dass es ein Risiko war, wollen Sie nicht zugeben.

Sie waren gewillt jedes Risiko einzugehen. - Nein.

Ich glaubte, es w�re nicht das geringste Risiko.

Wenn Sie etwas unterstellen d�rfen, darf ich etwas glauben.

Wir nehmen Ihre Aussage zur Kenntnis.

Sie waren der Meinung, es w�re kein Risiko.

Sie beide f�hlten sich vollkommen sicher. - Nein, das ist nicht wahr.

Bel�gen Sie das Gericht nicht.

Ich l�ge nicht.

Ich kann nichts daf�r, dass die Wahrheit nicht glaubhaft klingt.

Ich erhebe Einspruch gegen diese Art des Verh�r.

Sie gehen entschieden zu weit.

Sie d�rfen ihn nicht der L�ge bezichtigen.

Meine Herren Geschworenen, die letzte Bemerkung war unangebracht.

Betrachten Sie seine Worte als nicht gesagt.

Nun, Dr. Newcome, sagen Sie uns Folgendes:

Sind Sie der Angeklagten in herzlicher Liebe zugetan oder nicht?

Sind Sie der Angeklagten in herzlicher Liebe zugetan oder nicht?

Wem?

Leni?

Ob ich sie liebe?

Wenn Sie lieber die Worte gebrauchen wollen, ja.

Wissen Sie...

Dar�ber habe ich nie nachgedacht.

Aber...

...nat�rlich liebe ich sie.

Ja.

Ja, ich liebe sie.

Musik

David Newcome, die Geschworenen haben Sie f�r schuldig befunden.

Haben Sie etwas vorzubringen,

warum das Urteil nicht �ber Sie verh�ngt werden sollte?

Leni Krafft, die Geschworenen haben Sie f�r schuldig befunden.

Haben Sie etwas vorzubringen,

warum das Urteil nicht �ber Sie verh�ngt werden sollte?

David Newcome, ich habe Ihnen das Urteil zu verk�nden.

Sie sollen von hier in ein Gef�ngnis gebracht werden.

Von dort an den Ort der Vollstreckung.

Wo selbst Sie am Halse aufgeh�ngt werden sollen, bis Sie tot sind.

Ihr Leichnam soll in dem Bereiche des Gef�ngnisses begraben werden,

in welchem Sie nach Ihrer Ver- urteilung die Haftzeit verbringen.

M�ge der Herr sich Ihrer erbarmen.

Leni Krafft, ich habe Ihnen das Urteil zu verk�nden.

Sie sollen von hier in ein Gef�ngnis gebracht werden.

Von dort an den Ort der Vollstreckung.

Wo selbst Sie am Halse aufgeh�ngt werden sollen, bis Sie tot sind.

Ihr Leichnam soll in dem Bereiche des Gef�ngnisses begraben werden,

in welchem Sie nach Ihrer Ver- urteilung die Haftzeit verbringen.

M�ge der Herr sich Ihrer Seele erbarmen. - Amen.

Die Verhandlung ist geschlossen.

Stimmengewirr

(sie schluchzt)

Das scheint unm�glich.

Auf dem Gebiet der Spionage ist nichts unm�glich.

Sie ist eine Ausl�nderin mit einem gef�lschten Pass.

Ein gef�lschter Pass? - Sie ist damit nach Russland eingereist.

Wir haben ihn unter ihren Habseligkeiten gefunden.

Darum ist die Abwehr nat�rlich interessiert.

Ich habe eine Genehmigung f�r eine Unterredung.

Wann wollen Sie sie sehen?

Ich m�chte, dass dieser Dr. Newcome mit ihr redet.

Und dass wir zuh�ren, ohne dabei zu sein.

Dieses Verfahren k�nnte uns dar�ber Auskunft geben,

was sie bei uns gesucht hat.

Es ist nur eine Vermutung. Jedenfalls bitten wir Sie um Hilfe.

Die Sache ist einfach. Newcome will das M�dchen sowieso sehen.

Sie verstehen mich nicht. Er soll nichts vorher erfahren.

Das �berraschungsmoment geh�rt zu unserem Plan.

(er niest)

Gesundheit, Charley.

Wie viele Bazillen hat er jetzt wieder in die Gegend gepustet?

Jetzt bin ich geliefert.

Guten Tag Charley. - Guten Tag Dr. Stacey.

H�tten Sie das... Hallo Stacey.

Was machen Sie denn hier? - Ich bin der Gef�ngnisarzt.

Sie haben eine Nebenbesch�ftigung.

Sie waren schon immer hinter dem Geld her.

Sie k�nnten mir einen Gefallen tun.

K�nnen Sie mir etwas �ber Gerald erz�hlen? Das ist mein Sohn.

Geht es ihm gut?

K�mmert sich jemand um ihn? Ich dachte, Sie w�ssten was.

Ihr Sohn ist bei Ihrem Schwager. Soweit mir bekannt, geht es ihm gut.

Aber warum beantragen Sie nicht, dass Ihr Sohn Sie besuchen darf?

Das geht nicht.

Ich m�chte nicht, dass er mich hier sieht.

Aber wenn Sie meinem Schwager ausrichten w�rden,

dass ich ihm dankbar bin... Sehr dankbar, wirklich.

Das richte ich aus.

Aber Sie k�nnen es ihm selber sagen, er ist hier Pfarrer.

Tats�chlich?

Wir haben einen richtigen Calderbury-Klub zusammen.

Setzen Sie sich.

Wir k�nnen uns ein bisschen unterhalten.

Leider unm�glich.

Ich bin hier, um Sie abzuholen.

Sie nehmen mich mit. Wo gehen wir hin?

Danke, George.

Clintock, m�chten Sie es abh�ren? - Nein

H�ren Sie es ab. - Danke.

Doktor.

Leni.

Leni, meine Gute.

Endlich sehe ich Sie wieder.

Was auch immer Sie getan haben, ich liebe Sie.

Ich m�chte, dass Sie das wissen.

Ich h�tte es beinahe schon mal gesagt. - Wann?

Als Sie f�r mich gespielt haben.

Ich...

Ich versuche mich an das zu erinnern,

was an dem Tag geschehen ist.

Ich �berlege.

Und ich kann nicht herauskriegen, was passiert ist.

Vielleicht wei� niemand, wie sich alles abgespielt hat.

Leni.

Haben Sie...

Nein. Das h�tten Sie nie gekonnt.

Ich hab mich gefragt, ob Sie es waren? - Wirklich?

Ich hatte denselben dummen Gedanken.

Verzeihen Sie mir.

Aber wenn keiner von uns es getan hat, wer war es dann?

Das ist das Schlimme.

Darum glauben sie uns nicht.

Irgendjemanden m�ssen Sie verantwortlich machen.

David, Sie werden uns h�ngen.

Ich verstehe das nicht. Wir haben nichts B�ses getan.

Wir sind nicht allein.

Wie meinen Sie das?

Zu jeder Minute...

...zu jeder Sekunde...

...m�ssen drau�en Tausende sterben.

Tausende.

Sie werden nicht gefragt.

Die haben auch nichts B�ses getan.

Aber der Tod ist nicht das Schlimmste, dem wir begegnen.

Er ist nur das Letzte.

Wir m�ssen uns vor dem Geborenwerden f�rchten.

Aber David...

Schon morgen...

Ich soll Sie nie mehr wiedersehen?

Vielleicht doch.

Unser Zusammentreffen kann kein Zufall gewesen sein.

Es muss ein Zusammenhang da sein.

Ein Plan.

Es ist nicht vergebens.

Etwas Gutes...

...ist nie vergebens.

Es muss etwas geben, das �ber das Leben hinausreicht.

Etwas Gr��eres als die irdische Gewalt

von Menschen �ber Menschen.

Es ist nicht m�glich, dass die Dummheit

und der Schmerz am Ende aller Dinge stehen.

Das ist nur ein b�ser Anfang, weiter nichts.

Ein Experiment, das bislang keinen Erfolg gehabt hat.

Aber etwas Gutes hat es gebracht.

Die Liebe, die uns verbindet.

Sie...

...und mich...

...und Gerald.

Einmal wird alles gut, irgendwann.

Irgendwo.

Dann werde ich dich wiederfinden.

So wie ich dich hier gefunden hab. - Wir beide m�ssen Gerald finden.

Wir d�rfen ihn niemals verlieren.

Was auch immer geschehen wird...

Ihn werden wir nicht verlieren.

Daran glaube ich fest.

Ich glaube es genauso fest.

David, ich...

Sie ist ohnm�chtig.

Weiter nichts.

Weckt sie bitte nicht zu fr�h.

Kommen Sie, Charley.

(fl�stert) Wenn sie doch nur schliefe.

Und nie wieder aufwachte.

Hier liegt sie.

Sie ist ohnm�chtig.

Brauchen Sie sie noch? - Nein, das glaube ich nicht.

Ich glaube, er hatte irgendetwas gemerkt.

Er sagte, wir sind nicht allein.

Packen Sie das Ding da ein.

Sergeant Fisher? Wir kriegen gerade noch unseren Zug.

Ich hoffe, ich komme nicht ungelegen.

Wenn es so w�re, k�nnte ich dich auch nicht hinauswerfen.

Ich hielt es f�r meine Pflicht als Pfarrer dieses Gef�ngnisses,

meine pers�nlichen Gef�hle auszuschalten.

Es braucht dir nicht peinlich zu sein.

Ich wei�, dass du es gut meinst.

Ich freue mich, Gelegenheit zu haben, dir meinen Dank zu sagen.

Ich habe nur meine Pflicht getan.

Warum tust du nicht auch mal etwas, weil es Spa� macht.

Ich habe dich nie richtig verstanden.

Selbst wenn ich es mir jetzt �berlege,

kann ich nicht sagen... - Ist ja gut.

Es gibt eine Sache, die ich �ber meine Zweifel hinaus,

und trotz deiner unangebrachten Fr�hlichkeit am Rande des Grabes,

die ich dir ohne Einschr�nkung glaube: deine Liebe zu deinem Sohn.

Du hast recht. Hoffentlich sprichst du nie so mit ihm.

Deine Fr�hlichkeit am Rande des Grabes.

Der Junge w�rde vor Angst verr�ckt.

Hoffentlich hast du ihm nichts erz�hlt.

Guten Abend.

Haben Sie schon die Zeitung gelesen?

Unsere Truppen schlagen sich pr�chtig.

Vielleicht haben wir unsere Jungen doch wieder Weihnachten zu Hause.

Wir waren dabei, �ber Newcomes Sohn zu sprechen.

Ihr Sohn hat nichts erfahren.

Er denkt,

sein Vater und seine Mutter sind f�r l�ngere Zeit verreist.

Wenn Sie ihn sehen m�chten... - Oh nein.

Ich m�chte ihn nicht hier haben.

Er w�rde ver�ngstigt sein.

Lassen sie den Jungen in Ruhe.

Er soll erst mal aufwachsen und sich die Welt selbst erobern.

Er wird es schaffen, wenn man ihn l�sst.

Dann kommt vielleicht der Tag, an dem er stark genug ist zu erfahren,

was geschehen ist.

Ich w�sste nicht, warum er es erfahren sollte.

Ich w�rde ihm sagen, dass sein Vater Soldat geworden w�re.

Sein Leben f�rs Vaterland geopfert h�tte.

Sagen Sie ihm so was nicht. - Warum?

Weil...

Ich k�nnte niemals einen Menschen t�ten.

Da hat man auch bei der Verhandlung den Fehler gemacht.

Ich spreche doch �ber den Krieg. - Das wei� ich.

Krieg bedeutet t�ten.

Warum sollte ich so viele Jahre f�r das Leben k�mpfen,

um es dann zu zerst�ren.

Dann w�re das, wof�r ich gelebt habe, umsonst gewesen.

Wie k�nnt ihr nur leben,

w�hrend sich Menschen gegenseitig umbringen?

Ihr M�nner, die ihr den Staat verk�rpert.

Wir haben so viel Vertrauen in euch gesetzt.

Seit vielen Jahrhunderten.

Warum habt ihr es so weit kommen lassen?

Warum lassen wir uns das von euch bieten?

Wof�r seid ihr da, wenn ihr uns nicht davor bewahren k�nnt.

Vor dem elenden Wahnsinn.

Macht doch eure Paraden, eure Umz�ge und solchen Unsinn.

Wir einfachen Leute wollen in Frieden leben.

Und unsere Arbeit tun.

Habt ihr denn in 2.000 Jahren nichts gelernt?

Gute Nacht, Newcome.

Mach uns mal ein bisschen Licht.

Sie haben recht.

Das, was Sie gesagt haben, ist das, was George und ich auch meinen.

Wie w�re es mit einem Spielchen. - Ich w�rde gern zugucken.

Komm her, George.

Sagt mal...

...um welche Zeit wird so was gemacht?

Morgens fr�h?

Um 9 Uhr. Aber denken Sie nicht daran.

Es macht mir nichts aus, daran zu denken.

Noch was m�chte ich gern wissen:

Wird es zur selben Zeit auch bei Leni vollstreckt?

Welche willst du haben? - Die Schwarzen.

Hoffentlich bringen Sie mir ein bisschen Gl�ck.

Charly.

George.

Ich hoffe, ich hab euch nicht zu viel Kummer gemacht.

Ich werde nie vergessen, wie nett ihr immer zu mir wart.

Ein komisches Wort.

Mein Lebensende.

Das ist morgen.

Diese Erk�ltung wird anscheinend �berhaupt nicht besser.

Vielleicht kann ich Ihnen was...

Gehen Sie lieber zu Dr. Stacey.

Sie m�ssen ziehen, George.

Musik

(pfeift)

Kirchturmuhr schl�gt

Susan, hast du Kopfweh, so wie Mutti es hatte?

Nein, das ist es nicht.

Hast du schon geh�rt, dass Leute an Kopfweh sterben k�nnen?

Das ist m�glich, mein Junge. - Hast du "mein Junge" gesagt?

Kirchturmuhr schl�gt

Ja, mein Junge.

Dann hat Vati recht mit dem, was er oft von dir gesagt hat.

Was?

Er sagt, du hast ein goldenes Herz unter der rauen Schale.

Wenn Leni wiederkommt, bist du auch immer ganz lieb zu ihr?

Leni hat dich genauso lieb wie Vati.

Versuchst du es mal, Susan?

Susan?

Kirchturmuhr schl�gt

Susan?

Ja?

Hast du wirklich ein goldenes Herz?

(singt) * Kommt ein Vogel geflogen, setzt sich nieder auf mein Fu�.

Hat ein Zettel im Schnabel, von der Mutter einen Gru�.

Von der Mutter einen Gru�. *

Musik

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