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Mein Sohn und ich, wir teilten alles.

Wir trieben Sport.

Wir gingen zusammen fischen, laufen...

Er liebte die Berge.

Wir gingen zusammen klettern.

Wir teilten alles. - Sie waren so wunderbar.

Und eines schönen Morgens...

... bekamen wir einen Anruf.

Man sagte uns, Thomas sei an der Grenze verhaftet worden.

Ich hatte nichts gemerkt, gar nichts.

Wir waren uns so nah.

Ich darf nicht mit ihr reden.

Sie will nicht Geburtstag feiern, hat die Ausbildung geschmissen.

Meine Tochter ist ein Phantom. Ich will sie nur schütteln!

Ich kenne meine Tochter.

Sie ist in der Pubertät und nervt, aber das gibt sich wieder.

Sie ist 15. Da kommt so was eben vor.

Das heißt doch nicht... - Ich hatte auch rote Haare

und stand auf Punk oder Grunge... Na ja.

Man sucht sich, das ist eine rebellische Phase.

Aber wir sind da. - Zweifeln Sie nicht an sich.

Das tun wir nicht. Das ist nicht das Problem.

Aber das hier ist zu viel. So ist sie nicht. Wir kennen sie doch.

Sie sucht einen spirituellen Weg.

Sie ist 15! - Sie glauben, Sie lieben sie so sehr,

dass ihnen nichts passieren kann. - Ich hab ihm vertraut. Völlig.

Für mich ist es Verrat.

Sie klingen, als hätte er absichtlich beschlossen,

sich den Dschihadisten anzuschließen. So läuft das nicht.

Wie dann?

Über Schuldgefühle: "Dein Vater ist katholisch.

Wenn er stirbt, wird er gefoltert. Man zieht ihm die Haut ab.

Liebst du deinen Vater? Wenn ja, musst du sterben gehen,

denn morgen geht die Welt unter. Hol deine Sachen. Jetzt! Schnell!"

Sonia?

Sonia?

Willst du? - Was ist da drauf?

Es gibt Camembert oder Salami.

Sonia, kommst du?

Ich komme!

Wie geht's, Jim? Schläfst du, oder was?

Bleiben wir zum Essen oder fahren wir gleich?

Hängt davon ab, wann wir ankommen.

Sonia, kommst du nächstes Jahr wieder?

Was ist los? - Keine Bewegung!

Warten Sie... - Keine Bewegung, bitte.

Hände auf den Rücken! - Die Tasche!

Zeig deine Hände!

Sofort! - Mama!

Verdächtiges Paket gefunden. - Hinsetzen!

Ich möchte zu meiner Tochter. - Sonia Bouzaria?

Sie werden um 5:27 Uhr verhaftet, weil Sie verdächtigt werden,

ein schwerwiegendes Verbrechen geplant zu haben.

Wünschen Sie einen Anwalt?

Sie haben das Recht zu schweigen.

Und in Französisch? - 15 Punkte.

Ich hätte mehr verdient, aber die Lehrerin...

Vergiss nicht, nächsten Mittwoch gehst du zum Gynäkologen.

Ich weiß nicht, ob ich mich impfen lassen will!

Gut, aber es muss vor dem ersten Sex sein.

Das hab ich ja kapiert. Aber ich will nicht darüber reden.

Echt, Mama! Lauf doch nicht immer nackt rum!

UND WENN WIR DIE WELT VERÄNDERN WÜRDEN?

Die steht da und sagt: "Ich liebe dich nicht!"

Aber sie steht voll auf ihn.

Warte, das ist Tressia.

Würde es mir stehen, so blond zu sein wie Tressia?

Nein, mein Hirn behalte ich. Ich meine nur die Haare.

Schwachsinn! - Mel!

Das wird ihnen guttun.

Magst du probieren?

Souad, was denkst du?

Zu deinen Haaren sieht's komisch aus.

Stimmt.

Wollen wir gehen?

Hör auf! - Das steht dir! -Ich mag das nicht!

Gehen wir jetzt? - Ja, auf geht's.

Bleistifte für Burkina-Faso.

Danke, sehr nett.

Wie schön! - Wahnsinn! Die sind so schön!

Das hat er echt gesagt.

Er hat mit seinem Freund gewichst! - Er braucht Hilfe.

Wenn du nicht sofort mit ihm schläfst,

sucht er sich 'ne andere, so heiß ist er.

Was habt ihr gemacht? Hat er deine Brüste angefasst?

FREUNDSCHAFTSANFRAGE VON FREIGEIST

Als ob du's nicht wüsstest! - Vielleicht will sie's nicht sagen.

Lass gut sein, Pauline. - Ach komm, Rotschopf!

Der Idiot kann mich mal.

Warte, meine Tasche!

Ich habe Sie gehört. - Aber sie darf doch nach Hause?

Vor zwei Monaten wollte Ihre Tochter nach Syrien abreisen.

Nur zufällig konnten Sie sie stoppen.

Als wir sie vor vier Tagen verhafteten,

hatte sie Kontakt zu Islamisten, die einen Anschlag in Frankreich planten.

Ich weiß, dass Sonias familiäres Umfeld stabil zu sein scheint.

Das wäre also eine Option.

Aber mit denselben Auflagen wie in Haft.

Absolut kein Zugang zu Internet oder Telefon.

Wenn sie das Haus verlässt, dann nur in Begleitung.

Ist Ihnen klar, was das für Sie,

Ihren Mann

und Ihr anderes Kind bedeutet?

Das darfst du nicht! - Ich muss deine Schwester schützen!

Fahr zur Hölle!

Red nicht arabisch! - Gib mir meinen Koran!

Nein! - Jaddi hat ihn mir gegeben!

Zur Hölle mit Großvater! Keine Gebete!

Ich entscheide hier. Ich bin dein Vater! - Allah steht über dir.

Das werden wir sehen.

Ich gehorche nur Allah, klar? Ich hasse dich!

Ich hasse dich!

Samir...

Hast du was gehört? - Was?

Ein Schlüssel in der Haustür.

Es ist nichts. Schlaf weiter.

Schlaf weiter.

War der Onkel da?

Nein, diese Woche nicht. - Ja? Hatte er zu viel Arbeit?

Ja, wahrscheinlich.

Hier. - Schade.

Danke, mein Schatz.

Zwei Rote und eine Weiße heute. Nicht vergessen, Omi.

Ja, danke.

Gestern lag die Weiße im Bett.

Die sollten dich nicht Omi nennen.

Die können sich doch nicht alle Namen merken.

Trotzdem.

Wenn du die Alte von L'Oréal wärst, wäre es nicht so.

Welche Alte? - Ist schon gut.

Du Schlitzohr!

Meine Kleine...

Der ist hübsch. - Ja? Ich mag ihn auch gern.

Du bist hübsch. - Danke.

Wunderhübsch. So hübsch...

Ich nehme Zuflucht vor dem verfluchten Satan!

Ich nehme Zuflucht vor dem verfluchten Satan!

Was ist denn los?

Da sind Männer draußen. Da sind Männer draußen.

Nein, da ist niemand.

Mama, ich flehe dich an, lass mich gehen.

Lass mich gehen! Sonst sind wir alle verloren.

Lass mich gehen!

Weißt du, dass du klingst wie eine Verrückte?

Eine Fanatikerin. - Du bist die Verrückte!

Du bist die Verrückte!

Du verstehst nichts! Wir werden alle sterben!

Das ist das Ende der Welt, Mama!

Du kommst niemals ins Paradies!

Ich scheiß auf dein Paradies!

Hör mir doch zu!

Wenn ich alles für den Prophet tue,

dann werden wir vereint, dann werden wir für immer vereint.

Hör auf! - Für immer...

Ich bin in einem Albtraum...

Willst du in die Bomben rennen?

Weißt du, was da los ist? Denk doch mal nach!

Willst du mit 17 sterben?

Hörst du mich?

Wir lieben den Tod mehr als ihr das Leben.

Herr, vergib meinen Eltern!

Ihre Tochter hat sich gerade dem Islam zugewandt?

Sie hat einen neuen Namen angenommen, stellt Ihre Beziehung in Frage

und bezweifelt, dass Sie ihre Mutter sind.

Wir sehen uns das alles an.

Hat sie die Bindung aufgelöst, ist sie radikalisiert.

Sie kann aber Muslimin werden und Ihre Tochter bleiben. Koran, Gebete,

das ist Islam, nicht Terrorismus.

Wir werden sehen, wie sie sich nennt und was ihr Name bedeutet.

Ist es ein muslimischer Name oder "Oum" irgendwas?

Die Islamisten nennen sich immer "Oum" irgendwas.

"Oum" bedeutet "Mutter von". Bedeutet es "Mutter von Gottes Schwert"?

Oder "Mutter des ruhigen Flusses"?

Das werden wir alles analysieren, um herauszufinden,

ob es "Gewissensfreiheit" ist oder "gefangenes Gewissen".

Warum kann sie nicht kommen?

Das hab ich dir schon erklärt. Nicht jetzt.

Das ist unfair.

Ich hatte schon ewig keine Freundin mehr da.

Iss, bitte.

Sonia, ich rede mit dir.

Tu ruhig weiter so.

Das reicht. Geh in dein Zimmer. Verhungere meinetwegen.

Assia ist zum Symbol des Kampfes dieser Eltern geworden.

Sie haben sich gemeinsam mit Dounia Bouzar

an die Regierung gewandt mit der Frage:

Wie viele Kinder Frankreichs wollen wir noch sterben lassen?

Hier. Ihren Schmuck habe ich aber nicht. - Meine Mutter hat ihn geholt.

Gut, das ist mir lieber so. Ich gehe dann.

Was Fernand Léger malt, sind menschliche Maschinen.

Erstens, weil sie einer nie dagewesenen Feuerkraft begegnen.

Diese Männer sind zerrissen.

Der zweite Grund ist, dass 70 Millionen Menschen mobilisiert wurden.

Das ist ein Massenerlebnis, ein kollektives Erlebnis.

Mélanie, wir haben Sie verloren.

Tut mir leid. - Passen Sie auf.

Gott, es gibt keinen Gott außer ihm. Er ist der Lebendige und Beständige.

Ihn packt weder Müdigkeit noch Schlaf.

Ihm gehört, was im Himmel und auf der Erde ist.

Papa! - Sonia, mach die Tür auf!

Was machst du? Was ist los? - Ich hab nichts gemacht.

Du bist irre! - Ich weiß, was du machst.

Betest du etwa nicht da drin? - Hör auf!

Sie hält uns für bescheuert. Ja, genau...

Versteck dich bei Mama, dann weint sie erst recht!

Mama, ich habe nichts getan!

Ja, klar. Von jetzt an werde ich wissen, was läuft.

Warum hast du so laut geklopft?

Mach dir keine Sorgen.

Ich denk an dich. Ich hab deine Oma total gemocht. Sie wird mir fehlen!

Mel, mein Beileid! Sie bleibt in deinem Herzen.

FREIGEIST

"Ich hoffe, es geht dir besser. Ein solcher Verlust schmerzt."

Ja, es schmerzt.

Warum muss man Menschen verlieren, die man liebt?

Meine Großmutter war gläubig.

Sie sagte, sie hätte keine Angst vor dem Tod.

Und du? Bist du gläubig?

Ich weiß es nicht.

Ich glaube an etwas. Aber Pfarrer, Gottesdienste...

... das alles finde ich falsch. Engel, die Idee mag ich.

Und du?

"Ich bin muslimisch."

In Burkina hat mir eine Frau von den Engeln im Islam erzählt...

Ja, kurz bevor du stirbst, kommen Engel in deine Träume.

Meine Oma war aber katholisch, weißt du?

Im Islam heißt es, wir sind alle Muslime.

Wer sich verirrt hat, wird zum Islam zurückkehren.

Er wird konvertieren.

Ach ja?

Sieh dir das an.

Es half mir, als mein kleiner Bruder starb.

Dein kleiner Bruder ist gestorben?

Unfall mit dem Motorroller.

Das ist schrecklich...

Wie alt war er?

Ich muss los.

Okay.

Ich rede gern mit dir, Mehdi.

"Ich auch.

Ich mag deine Haarfarbe."

Ruf mich an, wenn du willst: 06 68 69 73.

Ich bin's!

Du solltest doch den Müll rausbringen! Ich glaub es nicht!

Im Namen Gottes!

Ich bezeuge, dass es keinen Gott gibt außer Allah.

Und ich bezeuge, dass Mohammed der Gesandte Gottes ist.

So...

Na los, Sonia. Komm!

Okay, wir gehen mit Ken. - Mit Ken?

Quickie kann doch nicht allein bleiben. Kommst du einkaufen?

Ken, kommst du runter? - Okay, ich komme.

Alles okay? - Hausaufgaben fertig?

Gehen wir einkaufen? - Okay.

Kommst du mit? - Mama sagt, du musst Aufsatz schreiben.

Brauchst du Hilfe? - Geht schon.

Was machen wir?

Einkaufen. - Okay.

Ach nein, doch nicht. Mein Knöchel tut weh.

Okay. Tschüss, Sonia.

Die hab ich dir geschenkt, oder? - Vielleicht. Ich weiß nicht mehr.

Tschüss, Quickie. - Tschüss, Sonia. -Tschüss, Até.

Papa sagt, wenn du nett zu mir bist, willst du mein Handy.

Stimmt das?

Tschüss, Sonia. - Tschüss.

Die haben meinen Namen falsch geschrieben.

Das ist doch nicht schwer... - Sag ruhig, dass du mir böse bist.

Dass ich eine blöde Kuh bin.

Sag's ruhig.

Bitte! - Sylvie...

Ich könnte mit dem Kopf gegen die Wand. - Hör auf.

Ich war so bescheuert.

So dumm.

Ich habe es nicht kommen sehen.

Wer so blöd ist, dürfte nicht Mutter werden.

Hör auf.

"Madame, Sie sind leider nicht intelligent genug."

Hör auf. - Lass mich!

Hör auf.

Tut mir leid. Entschuldige.

Entschuldige.

Entschuldige.

Handys und Kopfhörer weg. Auf geht's.

Das ist doch bescheuert.

Wie finden Sie sie momentan?

Ich weiß es nicht. Ich hab gerade gar nichts im Griff.

Ich tu nicht genug, oder zu viel. Ich...

Sie nimmt allen Raum ein.

Den ganzen Raum.

Für ihre kleine Schwester ist das auch schwer.

Was genau sagt der Richter?

Müssen Sie sie ständig überwachen oder geht sie wieder zur Schule?

Nach den Weihnachtsferien soll sie wieder gehen.

Das hängt auch von Ihrem Bericht ab.

Sie ist eine gute Schülerin. Sie holt das Versäumte nach.

Wusste sie, dass wir heute kommen?

Ja, sie weiß, dass das Teil der gerichtlichen Verfügung ist.

Und Sie? Wie geht es Ihnen?

Ich weiß es nicht.

Wir leben von Tag zu Tag.

Ich lerne zu leben, ohne zu denken, ohne Rationalität.

Das ist alles so unbegreiflich.

Aber sie ist hier.

Das ist das Wichtigste, und es ist möglich, dank Ihnen.

Wir schaffen das schon.

Wie lange sollen wir denn auf dich warten?

Ist doch wahr...

Salam aleikoum, meine Schöne.

Foad ist auch in meinem Team. - Ich kenne Sie.

Alle kennen Sie.

Ich rede nicht mit Kuffar. - Ich bin für dich eine Kafir.

Aber das kannst du nicht entscheiden.

Nur Gott kann das. Weißt du das nicht?

Ich wählte den Islam, weil ich niemanden zwischen mir und Gott wollte.

Ich pfeife auf Ihre Geschichten.

Sie wollen mich doch nur noch mehr fertigmachen.

Wie die Richterin. Die schreibt immer neue Namen in meine Akte.

Irgendwann bin ich die Chefin eines ganzen Netzwerks.

Ist doch wahr! - Sonia!

Du wurdest auch nicht rekrutiert, um Brot kaufen gehen.

Das musst du verstehen. Natürlich kennst du die Namen nicht,

weil du mit Fremden gechattet hast, die ein Attentat planten.

Ich weiß, dass ihr Opfer seid.

Aber ihr seid auch schuldig, weil ihr immer weitere rekrutiert.

So baut ihr eine ganze Todeskette zusammen.

Der Richter vergleicht die Aussagen.

Er muss feststellen, welche Verantwortung du dabei trägst.

Das ist ganz normal.

Sei froh, dass du zu Hause sein darfst.

Die anderen sind in Untersuchungshaft.

Ich wäre lieber im Gefängnis als hier!

Ja, verpiss dich!

Hör auf damit.

Das ist normal.

Und du willst immer noch dorthin, oder?

Und...

... kannst du mir sagen, warum du immer noch dorthin willst?

Wenn die sagen: "Die Welt geht unter, du musst dort sterben",

warum glaubst du ihnen?

Weil es viele Zeichen gibt. Baschar al-Assad vergast sein Volk!

Das steht im Koran.

Als Märtyrerin kann ich

70 Menschen vor der Hölle retten, meine Eltern, meine Schwester...

Das Leben ist nur eine Prüfung vor dem Paradies.

Ich verstehe.

Und was hat das mit dir gemacht, als du nicht gehen konntest?

Was hast du gefühlt? - Hass.

Ich habe Hass gefühlt, und sie haben mich gehasst.

Dich gehasst?

Sie sagten, es ist vorbei für mich.

Weil es über mich eine Akte gibt. Ich könnte nur noch Aktionen machen.

Du solltest ein Attentat in Frankreich begehen.

Du solltest Unschuldige töten.

Ist dir das klar?

Und deine Mutter?

Was?

Denkst du auch an sie? Gehst du nach Syrien, stirbt sie.

Du begehst ein Attentat, du tötest Menschen und deine Mutter stirbt.

Begreifst du, dass sie leidet?

Es tut mir leid. - Das ist normal.

Im Islam liegt das Paradies zu Füßen deiner Mutter.

Geh und umarme deine Mutter.

Umarme sie.

Du hast neue Fotos auf Facebook. Du bist wunderschön.

... vor allem, als sich der Protagonist Duroy

mit dem alten Dichter Norbert de Varennes...

Am Anfang dieses Kapitels.

Würden Sie diese Zeilen für uns lesen?

"Alle Religionen sind dumm in ihrer kindischen Moralität.

Nur der Tod ist gewiss."

Deine Haut ist sicher weich. Sie ist so weiß.

Ich will sie nur für mich. Niemand soll sie berühren oder sehen.

... Kritik an der Religion, der Gesellschaft, der Bourgeoisie,

der Armut... Hier geht er weiter in seiner Kritik der Religion...

Du bist schön wie eine Königin.

Ich wünschte, du wärst mein.

Ich will, dass du mein bist.

Er wirft ihr einen Blick zu.

Und die letzten Worte dieses Werkes lauten:

"beim Aufstehen".

Los geht's! Axel, Mohammed...

Pass auf, Mélanie...

Wir sind programmiert, geistig...

und intellektuell programmiert.

Wir müssen uns bewusst sein:

dass wir programmiert wurden wie ein Computer.

Die Programmierung, die uns im Leben

ständig aufgezwungen wird,

konditioniert uns, sie programmiert uns auf eine bestimmte Weltsicht...

Zunächst werden wir ermutigt auf dem Weg in die Perversion,

die Ausschweifung, den Verlust von Werten und Glauben.

All das im Namen der Unterhaltung und der Freiheit,

in einem Land unter der Herrschaft des Menschen, das imperfekt

und den menschlichen Launen unterworfen ist

und das langsam immer perverser wird,

immer schamloser, immer verirrter, immer leidenschaftlicher.

Der Weg zum Erfolg ist leicht in diesem System:

Erkenne den verpflichtenden nationalen Lehrplan

des Bildungsministeriums an,

der dich so konditioniert, dass du dich der Gesellschaft anpasst.

Arbeite und riskiere deine Gesundheit für die Wirtschaft.

Besitze ein paar Dinge, ein paar Träume,

und lebe ewig in der Illusion, immer mehr zu besitzen.

Warte ein Jahr auf die kurzen Freuden der Sommerferien.

Warte dann ein Leben lang bis zur Rente auf die versäumten Freuden,

um dann das bisschen Leben, das bleibt, zu genießen.

Um dann nach einem nutzlosen Leben zu sterben,

erbärmlich und sinnlos.

Bankenkartells, Korruption...

Macht der Konzerne.

Wahlscharaden. Geheimgesellschaften.

Die Macht des Geldes.

Verschwörungen. Vernichtung.

WACH AUF!

Hallo?

Hallo? Ist da jemand?

Siehst du, wie es raucht?

Legt man die Scheine zusammen, dann sieht man die Abfolge.

Immer noch dasselbe? - Sie gibt nicht auf.

Siehst du den Turm? Und den Rauch?

Wie die Bilder vom 11. September.

Und hier: nichts, weil die Türme weg sind.

Zeig mal. - Wie kann das sein?

Weil alles geplant war. - Ach komm...

Ihr glaubt mir nicht? - Das ist doch Schwachsinn.

Vielleicht hat sie ja recht. - Ach komm!

Gut, ich spinne und wir sind nicht manipuliert.

Ja, du spinnst.

Du gehst echt zu weit.

Und was ist das?

Was ist das?

Ein Fanta-Etikett.

Der Kopf eines Teufels, der nach der Welt greift.

Krass! - Und was heißt das?

Wir werden ständig belogen. Die Welt wird fremdbestimmt.

Du leitest das von einer Zeichnung ab? Nicht sehr wissenschaftlich.

Und wenn da einfach einer was gekritzelt hat?

Das ist das echte Etikett!

Guck, eine Illuminaten-Pyramide!

Für euch sind das alles nur Zufälle? - Ja.

Nur Zufälle, Mel.

Ihr seid so naiv. - Das ist doch schizo!

Da sieht man plötzlich überall solche Sachen.

Ja, genau. Lass sehen, ist da was auf den anderen Flaschen?

Guck, eine 6! - Oh Gott!

Und noch zwei! - Hört auf!

666!

Macht euch nicht lustig.

Warum sind wir wohl so abhängig von Cola und Big Mac?

Weil es einfach gut schmeckt!

Mann, Pauline, ich meine das ernst!

Die stopfen uns mit Müll voll und machen uns krank.

Das ist doch was anderes. - Und BSE?

Das ist eine Krankheit! - Und HIV?

Und Chikungunya? - Wem bringt das denn was?

Wer profitiert davon? - Was glaubst du?

Wer profitiert vom Mediator?

Du findest überall Zeichen.

So, ich muss jetzt noch zu meinem Marabout.

Ach so! - Du kannst doch nicht gehen!

Tschüss! - So ein Quatsch...

Ja?

Hallo, ich bin's. Ich hatte Lust, mit dir zu reden.

Wo bist du? - Auf einer Party, bei einer Freundin.

Bist du da?

Warum rufst du mich an?

Ich bin nicht wie deine Kumpels, Partys, Alkohol...

Ich dachte, das interessiert dich auch nicht.

Was? - Du bist auch nur materialistisch.

Nein, das interessiert mich auch nicht.

Meine Freundin hat Geburtstag, aber das ist mir egal.

Ach ja? - Ja.

Kannst du mir das beweisen?

Wenn Ihre Kinder auf diese Websites gehen,

ist ihnen nicht klar, dass sie es mit Werbern zu tun haben.

Die sagen nie: "Ich will dich anwerben." Nein.

Sie sagen: "Sei endlich nützlich

und lebe deine Rebellion aus.

Du, du durchschaust die Dinge. Die anderen schlafen."

Sie sagen ihnen, die weißen Linien am Himmel

seien Chemikalien, die uns einschläfern sollen.

Schwachsinn. - Sie sagen: "Wir befreien dich."

Wovon denn befreien? - Sie sagen:

"Das Unbehagen, das du angesichts dieser ungerechten Welt empfindest,

entstammt der Tatsache,

dass Gott dich auserkoren hat, Dinge zu fühlen, die andere nicht fühlen.

Du bist sensibler, du hast mehr Verstand.

Du musst diese verdorbene Welt erneuern.

Du darfst nicht blind vor diesem Elend stehen."

Wir haben zwei Hauptfiguren in diesem Stück von Molière:

Tartuffe, den wir lang bearbeitet haben,

und bei dem Heuchelei

eine der Haupteigenschaften ist.

Doch jetzt möchte ich, dass wir uns Orgon näher ansehen...

Du akzeptierst Brüder.

Sprich nicht mit Männern. Ich will das nicht.

Seine Haupteigenschaft...

Du bist meine Perle, Inschallah. Du bist mir kostbar.

Ich möchte dich bewahren.

Handys sind verboten. - Tut mir leid.

Tartuffes Blendung...

Versprochen. Ich rede nicht mehr mit Männern. Nur noch mit dir.

Als Orgon sich unter dem Tisch...

Sieh dir das an. - ... bezirzt Tartuffe seine Frau

und Orgon hört nichts

und sieht nichts. Er ist von Tartuffe geblendet.

Höre, höre die Schreie,

die Schreie der Kinder Palästinas

Dort, dort, dort...

In Palästina, in Palästina...

Schrecklich. Die greifen Kinder an und keiner tut was.

Das widert mich an. Ich schäme mich.

Die Leute wissen lieber nichts. Du bist anders.

Der Islam bekämpft diese Komplotte. Doch deshalb werden wir getötet.

Deshalb kämpfe ich meinen Dschihad. - Wie das?

Hast du von Assad gehört, diesem schiitischen Hund?

Da geh ich hin, nach Syrien, und wenn ich dort sterbe.

Hast du keine Angst? Ich will nicht, dass du stirbst.

Wann reist du ab?

Ich bin in Allahs Hand. Du bist schön.

Du bist mein ungeschliffener Diamant.

Du darfst mich nicht küssen. Ich bin nicht dein Mann.

Ich respektiere dich. Dein Herz ist rein.

Du bist nicht wie die anderen.

Das wusste ich sofort.

Dir fehlt nur doch der Islam.

Was suchst du? - Eine Ferien-DVD.

Wir sollen das Kind in ihr wecken. - Und du glaubst das?

Als ob ein Urlaubsfilm irgendwas ändert.

Du glaubst ja auch, Marseille wird Meister. -Wart's mal ab.

Manche hier arbeiten, Catherine.

Da ist was in den Haaren.

Kann ich's rausholen? Guck in die Kamera!

Und die Ohren!

Da ist was Schwarzes.

Gib das her! Ich will es behalten!

Ich heb's für dich auf!

Sonia, guck. Da ist Pistache.

Erinnerst du dich an Pistache? - Ich hab doch keine Amnesie.

Du hast den Hund gern gehabt.

Ich bin müde. Ich geh schlafen.

Sing, als müsstest du morgen sterben

Als sei nichts mehr von Bedeutung

Sing, ja, sing

Feiere, feiere ausgelassen

Für einen Geliebten, einen Freund oder nichts

Um zu vergessen, dass es auf deine Ferien regnet

Sing, ja

Und du wirst sehen, dass es gut ist

Den Verstand hinter sich zu lassen

Steig aus den Fenstern

Laufe auf dem Kopf

Um die Tradition zu verändern

Aber vergiss nicht

Sing das Leben, sing

Als müsstest du morgen sterben

Als sei nichts mehr von Bedeutung

Sing, ja...

Ich habe ein paar dumme Fragen. - Keine Sorge.

Wie viel Geld brauche ich?

Ich verkaufe mein Auto, aber das reicht vielleicht nicht.

Wie ist das Wetter dort in zwei Wochen? Brauche ich warme Sachen?

Sylvie... - Und ich möchte wissen:

Brauche ich einen gefälschten Pass?

Was kostet das? Wie gesagt,

dumme Fragen. - Sylvie, Sie können nicht nach Syrien.

Sie haben doch von dort berichtet.

Ich kann nicht hier bleiben und warten.

Verstehen Sie?

Die Regierung macht gar nichts. Keiner!

Ich werd verrückt!

Die türkische Mafia kontrolliert die Grenzen.

Ich brauche einen türkischen Schlepper.

Sprechen die englisch? Ich kann es nicht gut,

aber ich komme zurecht.

An der Grenze ist ein Graben. Es soll schwer sein,

da rauszuklettern. Ich kaufe mir ein Seil.

Sylvie... - Nein, ich kaufe ein Seil.

Das hilft mir sicher.

Selbst wenn Sie reinkommen, lässt ISIS Sie nicht mehr raus.

Sie verstehen nicht.

Ich bin schon dort.

Ja? - Ich komme mich melden.

Guten Tag.

Guten Tag.

Ihr Name? - Sonia Bouzaria.

Haben Sie einen Ausweis? - Macht die das extra?

Machen Sie das jetzt jedes Mal?

Sie musste ihren abgeben. - Ja, stimmt.

Unterschreiben Sie hier.

Hier ist besetzt.

Ich hab dich nicht erkannt.

Wie fühlt ihr euch, wenn ihr den Dschilbab tragt?

Man fühlt sich wie in... einer Blase.

Man ist geschützt.

Man fühlt sich...

... lebendig.

Ich weiß nicht, ob ihr mich versteht, aber...

Begegnet man Schwestern auf der Straße, erkennt man sich.

Man ist nicht allein und...

... man fühlt sich stärker. - Ja,

aber für mich ist das vorbei. Ich bin dann nicht mehr ich selbst.

Ja, das ist beabsichtigt. Du sollst nicht mehr du selbst sein.

Anders als das Kopftuch verbirgt der Dschilbab

die Form, die dich ausmacht.

Ihr seht alle gleich aus. Und genau das wollen sie.

Denn nach und nach ersetzt die Gruppe euch als Identität.

Ihr existiert nicht mehr. Ich sage es noch mal:

Der Dschilbab und der Niquab sind nicht Teil des Islam.

Sie sind eine vorislamische Tradition der Paschtunen in Afghanistan.

Die Wahhabiten in Saudi-Arabien haben diese Tracht

für heilig erklärt, aber erst vor 80 Jahren.

Und der Islam ist 1400 Jahre alt!

Mir haben sie gesagt, der Dschilbab sei Pflicht.

Und meine Mutter hätte keine Wahl.

Sie würde sich dran gewöhnen.

Sie wollen dich damit isolieren.

Das Ziel dabei ist der Konflikt.

Wenn du Streit mit deiner Mutter hast, geben sie vor, dich zu beschützen.

Sie beschirmen dich und werden dich nie alleinlassen.

Am Ende brauchst du sie dann mehr als deine eigene Familie.

Das ist auch so gewollt, verstehst du?

Was hast du, Naomi?

Jawida.

Naomi war ich als Kafir.

Es ist vor allem meine Mutter.

Ich soll unbedingt Schwein essen.

Du hilfst ihr nicht. Sie hat sicher das Gefühl, dich zu verlieren.

Sieh dir deine Hand an. Gib mir deine Hand.

Sie kann sie nicht mal erkennen. Sieh nur, sie ist verschwunden.

Darf ich ihn dir ausziehen?

Sieh mal. Wenn sie kleine Stückchen von dir wiederfindet,

wird sie das schon beruhigen.

Denn deiner Mutter geht es nur um dich.

Niemand verlangt, dass du verschwindest.

Im Gegenteil, der Islam ist eine Quelle

für ein besseres Leben, verstehst du?

Zieh den anderen Handschuh auch aus. Du wirst sehen.

Das ist gut.

Eure Eltern sind traumatisiert

von etwas, das nach Islam aussieht.

Sie tun sich schwer zu erkennen, wann ihr nicht mehr Rekruten seid

und wieder Muslimas werdet.

Ich bezeuge,

dass es keinen Gott gibt außer Allah.

Und ich bezeuge,

dass Mohammed

der Gesandte Gottes ist.

Konvertiten sind uns lieber.

Weil ihr die Religion ernster nehmt.

Und ihr seid bessere Ehefrauen.

Hast du deine Kunya gewählt?

Oum Hawa.

Hawa bedeutet Eva.

Ich muss dir eine wichtige Frage stellen.

Bist du Jungfrau?

Südostasien ist die bevölkerungsreichste Region der Welt.

Mit etwa 3,8 Milliarden Einwohnern lebt dort etwa die Hälfte der Menschen

auf diesem Planeten.

Dazu zählen zwei demografische Giganten.

China haben wir schon behandelt. Lucie, wie viele Menschen

leben dort ungefähr?

1,3 Milliarden? - Genau.

Ich verstehe Ihre Gefühle, Madame.

Das ist es nicht. Sie sind nett, aber darauf kommt es nicht an.

Ich will wissen, was Sie machen.

Unser Haus wurde durchsucht. Was machen Sie? Was sagen Sie uns?

Sie sagen nie etwas. Was tut mein Land für meine Tochter?

Und für die anderen Kinder, die da reingezogen werden?

Warten wir, bis sie alle verrecken? Ist es das?

Sie haben es ja verdient, klar.

Madame...

Wenn wir sie holen könnten, wie entscheiden wir, wen wir retten?

Wie wissen wir, wer zurück will? Wir wissen nie, wo sie sind.

Wissen Sie, wo Ihre Tochter ist?

Nein.

Also... Wie sollen wir das machen?

Haben Sie Kinder? - Das ist nicht das Problem.

Doch, ein bisschen schon.

Ich bin mir sicher, Sie in Ihrem gemütlichen Sessel

sind überzeugt zu wissen, was in Ihrem Kind vorgeht.

Sie haben ihm oft genug gesagt, er darf nicht mit Fremden reden,

nicht zu Fremden ins Auto steigen.

Wenn irgendein Kerl von ihm verlangen würde,

dass er sich 4000 Kilometer entfernt in die Luft sprengt,

würde er es Papa und Mama sofort sagen.

Wir wissen gar nichts, Monsieur.

Wir haben keine Ahnung.

Bis morgen.

Bis morgen.

Was ist los?

Ich war wieder online.

Es war stärker als ich.

Womit?

Mit einem Handy, das ich in der Schule geklaut habe.

Da sind Dutzende Stimmen in meinem Kopf, die sagen, ich soll dahin zurück.

Ich kann nicht mehr, Mama.

Ich habe Angst steckenzubleiben, Angst auszusteigen,

Angst zu bleiben...

Nein. - Ich werde verrückt...

Hab keine Angst.

Ich bin da.

Ich bin da.

Ich lass dich nicht los.

Ich lass dich nicht los.

Sag mir, was du magst. Ist für später wichtig.

Ich mag Äpfel,

Gemüse...

Ich mag nichts Herzhaftes.

Und ich mag Abu Hussein.

Wenn ich es dir sage, dann ruf mich an.

Sei fromm und unterwürfig, Allah und mir gegenüber.

Ich kann es kaum erwarten, deine Augen unter dem Niqab zu sehen.

Gibst du anderen Männern die Hand, heirate ich dich nicht.

Ich will dich rein.

Hast du dein Versprechen gehalten? Hast du die Musik aufgegeben?

Ist Emilie in ihrem Zimmer? - Sie macht Hausaufgaben.

Hier.

Erstes Untergeschoss.

Scheiße!

ZUTRITT VERBOTEN

Was ist das mit der AK-47 und dem Kätzchen?

Wo haben Sie das gesehen?

Auf ihrer Facebook-Seite? - Glaube schon. -Ja, auf Facebook.

Die AK-47 und das Kätzchen sind die Mitgift,

die man zahlt, um ein Mädchen zu heiraten.

Die Werber verführen sie

im Netz. Sie geben sich als schützende Prinzen.

Sie verlangen, dass sie sie über Skype heiraten.

Der islamische Löwe ist ein Beschützer,

der Prophet ist ein Löwe, der seine Jungen schützt.

Und statt Löwenbabys kaufen sie Kätzchen.

Sobald die Mädchen ankommen,

bekommen sie einen Sprengstoffgürtel oder eine AK-47. Sie müssen wählen.

Sie glauben, dass sie ihre Prinzen wiederfinden.

Aber diese Typen haben schon vier Frauen und sind in Tschetschenien,

in Nizza, in Prag... Sie kommen sie nie holen.

Sie werden in einem maqar eingesperrt, einem Haus

ohne Wasser, Strom oder Matratzen.

Und sie müssen den Ersten heiraten, der sie holen kommt.

In dem Handbuch, das du gefunden hast, steht:

"Bindet sie an euch, sie muss 20 Mal täglich mit euch reden,

für alles, was sie tut, eure Meinung einholen."

Sie erzeugen eine Art Sucht.

Das ist auf virtuelle Art so intensiv wie eine echte Liebesbeziehung.

Ich tu mich schwer mit dem "Prinzen". Prinz von was?

Ich verstehe. - Ich habe den Prinzen geheiratet.

Ja, ja. Sie sind da!

Wir können nicht so tun, als sei das nur die Pubertät!

Aber wenn wir den Einfluss unterbinden...

Das ist alles. - Was müssen wir tun?

Werfen wir alles raus?

Kein Internet mehr? - Analysieren wir das.

Wir dürfen nicht mehr denken, das ist nur die Pubertät.

Wir müssen uns fürchten, aber nicht zu viel.

Das ist doch absurd... - Keine Minderjährige kam je zurück.

Verdammt...

Wir müssen Sylvie mal umarmen. Das ist ihr alles zu viel.

Verdammt...

Das Kätzchen und die AK-47 auf ihrer Facebook-Seite, das gefällt mir nicht.

Ich liebe dein Lächeln.

Deine Augen strahlen, wenn du lächelst. - Danke.

Es ist die Wahrheit, meine Zukünftige.

Warum gehst du herum? - Ich gehe in mein Zimmer.

Warum? - Meine Mutter würde es nicht verstehen.

Deine Mutter ist ungläubig. Sie wird dich nie verstehen.

Sag, dass du meine Frau wirst. - Ich werde deine Frau, Abu Hussein.

Sag: Inschallah. - Inschallah.

Du wirst mir gehören. - Ja.

Wir werden durch Gottes Gnade glücklich.

Es dauert so lang. - Keine Angst, ich bin immer für dich da.

Ich habe keine Angst.

Wenn ich mit dir rede, geht es mir gut. - Mir auch.

Und noch besser nach der Hochzeit.

Ich möchte dich küssen, aber ich weiß nicht, ob ich das sagen darf.

Ich möchte dich auch küssen und in den Arm nehmen.

Aber lassen wir den Teufel nicht zwischen uns. -Ja.

Warten wir bis zur Hochzeit. - Ja.

Du bist schön, Oum Hawa.

Du hast nur acht Punkte? Ärgert dich das nicht?

Nein, es ist mir egal.

Hallo, Süße! Hallo.

Was willst du hier? - Ich war heute früher fertig.

So kann ich dich abholen. Wir könnten was unternehmen.

Ich wollte mit Jamila lernen. - Na, dann...

... bringe ich euch heim und wenn ihr fertig seid,

gehen wir ins Kino oder Schwimmbad. Na los, auf geht's!

Du riechst gut. Ist das Moschus?

Wie war dein Tag? - Gut.

Brauchen wir auch Überschriften für die Unterkapitel?

Nein, nicht nötig.

Nervennahrung. - Danke!

Das ist sehr lieb.

Viel Erfolg. - Danke. Bis später.

Willst du einen? - Nein.

In Industriebackwaren ist Schweinegelatine.

Wer sagt denn das? - Steht im Internet.

Da ist eine Liste mit allen Lebensmitteln, wo das drin ist.

Sieht nach Schwein aus: Ess ich nicht. Sieht nach Éclair aus: Ess ich.

Zeit für Salat.

Beten wir zusammen? - Wenn du magst.

Machst du deine Waschungen nicht? - Hab ich heute schon.

Warum schließt du ab? - Um Ruhe zu haben.

Soll ich führen oder du?

Du, wenn du willst.

Ich muss dich was fragen wegen dem Tachaout.

Ist es richtig so?

Man beschreibt einen Kreis mit Daumen und Mittelfinger,

und bewegt den Zeigefinger, als würde man den Teufel mit einem Stock schlagen.

Warum lachst du? - Du bist voll drin.

Ich glaube nicht, dass Allah solche Details wichtig sind.

Auf dein Herz kommt es an. Das ist keine Mode oder ein Spiel.

Man konvertiert nicht für einen Mann, sondern für Gott.

Natürlich ist es kein Spiel.

Mel!

Ist deine Freundin weg?

Sie ist eine Kafir. - Was?

Sie ist bescheuert.

Keiner findet Gnade vor deinen Augen.

Was soll dieser alte Ausdruck? - Verstehst du nicht?

Magst du zur Kosmetikerin? - Nein.

Warum? - Na ja, deine Augenbrauen.

Zupfst du sie nicht mehr? - Nein.

Ich muss doch nicht alles machen wie du.

Ich dachte nur, es ist dir wichtig. - Du bist nicht in meinem Kopf.

Ich bin nicht wie du.

Wir sind nicht gleich.

Ich will das nicht essen. Das ist eklig.

Kochen für dich wird echt kompliziert!

Von Obst und Gemüse allein kannst du nicht leben.

Du hast abgenommen, gut. Aber es reicht.

Ist es dieser Junge? Wie heißt er? Julien? Was ist los?

Erzähl's mir!

Du erzählst mir nichts mehr. - Da ist nichts.

Er ist pervers, so wie alle anderen. - Was du nicht sagst...

Ich will nicht darüber reden. - Worüber willst du denn reden?

Wir hatten doch schon alle Themen, oder?

Vielleicht bin ich dir ja nicht intelligent genug.

Das Fräulein ist was Besseres, es steht über allen anderen...

Komm mal auf den Boden zurück, Mélanie.

Du hast recht.

Du bist wirklich zu dumm.

Wo bist du?

Was lernst du noch bei diesen Ungläubigen?

Lerne den Islam. - Sie lullen dich mit ihren Lügen ein.

Antworte!

Wach auf, Schwester!

Willst du alles verlassen, alles tun für Gott?

Worauf wartest du? - Du bist meine Frau.

Es ist Zeit fürs Gebet.

Sitzenbleiben! Wir sind noch nicht fertig.

Schreiben Sie mit.

Erstens werden im Empire

die Gesetze der Laizität nicht angewendet...

Du musst tun, was ich sage. Du gehörst hierher.

An meine Seite.

Ich liebe dich für Allah.

Das Streben nach Unabhängigkeit in Indochina...

Du verspätest dich zum Gebet.

Hier der Eisenbahnbau. Das Versprechen...

Mélanie, was soll das?

Darum kümmern wir uns später. Außerdem wird der Gleichheits...

Gott ist groß!

Im Namen Gottes, des Barmherzigen, des Gnädigen.

Lob sei Gott, dem Herrn der Welt.

Der Barmherzige, der Gnädige,

Herr des Jüngsten Gerichts,

dich beten wir an, bei dir suchen wir Zuflucht!

Wenn ich sage, von Gott und von der Welt abgeschnitten,

verstehst du das, oder?

Ja.

Als ich klein war,

hat mein Großvater

oft mit mir über Religion geredet.

Wir haben nicht unbedingt über Gott geredet.

Aber...

... wir haben oft über Güte gesprochen und was das ist.

Dass man gut zu anderen sein muss, seinem Nächsten helfen muss,

der Nachbarin helfen, ihre Einkäufe zu tragen...

Für ihn war es das.

Das war Religion.

Und ich hatte es vergessen.

Als ich indoktriniert war, war das alles weg.

Ich fühlte mich völlig leer. Ich hatte keine Liebe mehr in mir,

als hätte ich kein Herz mehr.

Als fühlte ich nichts mehr, hätte alles verloren, was man mir gesagt hatte.

Einen Tag dachte ich: "Du musst gehen, du musst dahin!"

Am nächsten Tag wollte ich lieber bleiben.

Von Stunde zu Stunde schwankte ich zwischen Bleiben und Gehen.

Ich konnte nichts mehr tun,

ohne zu fragen, ob es haram ist.

Aber wem hast du alle diese Fragen gestellt?

Den Schwestern.

Wir schrieben uns täglich hunderte Nachrichten.

Was sie nicht wussten, fragten sie andere oder den Emir.

Ich fühlte mich wie ein Insekt in einem...

Na ja, wie gefangen in einem Spinnennetz.

Aber ich fühlte mich gut dabei.

Ich hatte diese Triebkraft in mir, die mir sagte:

"Das musst du tun. Wenn du das alles gut machst,

dann wird alles gut."

Ich begriff es nicht...

Ich glaube, ich begriff es nicht.

Ich war nicht mehr ich selbst.

Vergiss nicht, was Allah in der Kafirun-Sure sagt:

"Ungläubige! Ich verehre nicht, was ihr verehrt und ihr nicht, was ich verehre.

Ihr habt eure Religion, ich die meine." Vergiss nicht...

Du kannst Gottes Dienerin werden. - ... in der Kafirun-Sure...

Was willst du? Die Welt retten oder deiner Mutter gefallen?

Was willst du? Die Welt retten oder deiner Mutter gefallen?

Oum Hawa, verlasse diese schlechte Welt.

Mama, gehen wir?

Gefällt's dir nicht?

Das ist schön.

Danke.

Probier doch einen Badeanzug. - Keine Lust.

Du fährst doch mit deinem Vater ans Meer. Der hier ist sexy!

Hör auf!

Ich will mit meinem Prinzen gehen.

Ich hasse dieses Land der Ungläubigen.

Ich hasse Frankreich.

Es geht los!

Krieg ich Zuckerwatte? - Na los!

Guten Abend.

Zwei Mal Zuckerwatte, bitte.

Danke!

Die ist ja riesig!

Danke, Mama. - Gern geschehen.

Sonia...

Sag mir, was los ist, Sonia.

Zwei Wochen, bevor ich abreiste...

Zwei Wochen, bevor ich nach Syrien aufbrach,

wollte der Emir,

dass ich meine beiden Lieblingsschwestern mitnehme.

Ich wählte Maëlle, die in Nizza wohnte,

und Amina.

Wir redeten dauernd miteinander.

Wir waren uns sehr nah gekommen.

Ich fragte sie, ob sie mit mir kommen.

So wären wir dort zusammen gewesen.

Maëlle ist 19.

Sie sagte: "Kleidet euch wie Erwachsene."

Du bist schön, Schwester. - Danke.

Gott segne dich, Schwester!

Die Schwestern werden zufrieden sein.

Mach das auf.

So wird es gehen. Alles wird gut, Inschallah.

Gott segne dich.

Ärzte werden gebraucht. Haben Sie gesehen?

Entschuldigen Sie, Madame Chedru. - Natürlich.

Hallo?

Ja.

Guten Tag.

Wie lang? - Zwei Wochen.

Gute Reise. - Danke.

Gute Reise.

Wir sollten uns in Istanbul treffen.

Sie sind meinetwegen dort.

Meinetwegen.

Sonia?

Sonia?

Gehen wir?

BABELFISCH TRANSLATIONS Untertitel: Vanadis Buhr

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