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Wo ist meine Tochter Janine? - Die hat gekündigt.
Hallo, Janine! Hallo, Evi!
Wie läuft es? - Gut!
Und bei der Arbeit? - Auch gut!
Warum lügst du mich an?
Sollen wir morgen noch mal einen Anlauf nehmen?
Und du zählst mir alles? - Mal sehen!
Ich hätte gern, dass wir uns etwas versprechen.
Dass wir füreinander da sind, egal was passiert!
Krass, ist das viel!
Halt an! Das ist Janines Auto!
Mihai!
2 Gramm Crystal Meth liegt im Auto. Einfach so!
Wissen Sie, ob Ihre Tochter Drogen nimmt?
Ich bitte Sie, sich bei ihren Freunden umzuhören!
Kann ich mit Manu sprechen? - Sie ist nicht zu Hause!
Sie ist in der Uni. Wir sehen sie kaum.
Die Polizei fand Crystal Meth im Auto!
Bei Janine?
Was ist das? Die Vietnamesen haben es angeboten.
Ich bringe es über die Grenze.
(Englisch) Das ist meine Tochter. Haben Sie sie gesehen?
Wo haben Sie das her? Verstehen Sie mich nicht?
Das ist das Kleid meiner Tochter!
(Polizist) Ihr Sohn hat heute angeblich
Kleidung gefunden. Wann und wo genau?
Wann und wo hast du das gefunden? (Vietnamesisch)
(Englisch) Er fand es am Nachmittag und will es seiner Mutter
als Geschenk geben. - Wo hat er es gefunden?
Where did he find it?
(Vietnamesisch)
(Der Junge spricht vietnamesisch.)
(Vietnamesisch)
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Was passiert jetzt?
Es gibt eine offizielle Vermisstenanzeige.
Das Bild von Janine wird an die Bundespolizei und an LKAs geleitet.
Und das ist alles? Ihre Sachen liegen hier im Müll.
Wie sind die da hingekommen? - Fahren Sie nach Hause!
Wir finden Ihre Tochter!
(Schulglocke)
Was hast du in der 1. Stunde? - Ähm... Deutsch oder Mathe.
Da ist sie ja. - Entschuldigung!
Guten Morgen!... Alles gut? - Ja.
Ich hoffe, ich habe an alles gedacht.
Ich habe ihr was zu essen gemacht. - Evi! Deine Flasche.
Tschüs! - Viel Spaß!
Viel Spaß! - Ich hole sie dann nachher wieder.
Um drei kommt die Frau vom Jugendamt.
Sie bleibt heute bei mir. Okay? - Ja.
Ich war die halbe Nacht in Tschechien.
Entschuldigung! - Hast du Janine gefunden?
Sachen von ihr. Die Polizei sucht sie jetzt.
Gibt es Hinweise, wo sie sein kann? - Leider nicht.
Erklär das bitte Evi!
Sie versteht es nicht und bezieht das alles auf sich.
Ja?... Tschüs!
Maria? Hallo! Hier ist Michelle.
Sag mal! Könntest du heute meine Schichten übernehmen?
Danke! Freut mich, dass es dir bei uns gefällt!
Henriette kann dir ja zeigen, wo du alles findest.
Gut!
Hallo, Steffi! Ich wollte nachfragen wegen Manu.
Ach! - Janine muss was passiert sein.
Habt ihr mit Manu gesprochen? - Ja. Leo hat sie angerufen.
Sie war mit Janine im "Revolution".
Und ist jetzt in Bayreuth. - Ist Janine bei ihr?
Das hätte Manu uns gesagt. Sie weiß, dass du besorgt bist.
Hat sie irgendwas gesagt, was an dem Abend passiert ist?
Soweit ich weiß, ist alles ganz normal gewesen.
Vielleicht kannst du die noch weitergeben.
Bitte meldet euch, wenn ihr
doch noch was hört! - Machen wir.
Hallo?
Oh! Wir haben noch zu. - Ich weiß.
Aber dürfte ich das hier aufhängen? Das wäre sehr wichtig!
Das ist Ihre Tochter.
Ja. - Klar! Um die Ecke.
Marmara Türkei, da kommt mein Mann her.
Schön.
Und der junge Mann? - Ist unser Sohn.
Laura! Nicht, dass du denkst, dass ich dich
kontrolliere auf Schritt und Tritt.
Ich hätte dich auch so gebracht.
Bis später, Papa!
(Geräusch am Fenster)
Ruf mich mal an! - Ich habe keins!
Was ist mit Janine?
Komm bitte vom Fenster weg!
(Türkisch)
Hast du das Foto gesehen?
Von dem deutschen Mädchen.
Kennst du sie? - Nein.
Wollen wir jetzt? - Ja.
(Ein Telefon klingelt.)
Hallo?
Jette! Ich kann jetzt nicht.
Entweder du erreichst Maria, oder ich muss es später machen.
Ist doch klar!
Ja. Okay?... Danke!
Wo ist Janine? - Das wüsste ich auch gern.
Du bist gestern bei ihr eingebrochen!
Nein! Das war schon so. - Erklärst du das der Polizei?
Wir machen in einer Stunde auf, wenn Sie
was essen wollen. - Bin gleich wieder da.
Ich frage jetzt zum letzten Mal!
Wo ist meine Tochter? - Und dann? Zu den Bullen?
Janine fände das auch eine beknackte Idee!
Ich habe was bei ihr vorbeigebracht und wollte es am nächsten Tag holen.
Die Tür war offen. Ich bin rein und sah das, was Sie sahen.
Was hast du ihr vorbeigebracht?
Ich habe die Schnauze voll.
Ich rufe die Polizei! - He!
Ein viertel Kilo Crystal Meth!
Ich habe es für Manu besorgt und brachte es zu Janine nach Hause.
Laura!
Die beiden haben das Meth bei Tarik gekauft.
Und dann? - Gab es Streit. Weil das Zeug nicht
zu Janine sollte. Sie versteckten es erst da.
Sie wollten es am nächsten Tag in Bayreuth verkaufen.
Ein viertel Kilo! Ihr seid ja wahnsinnig.
Und wenn jemand bei ihr einbrach und man hat sie mitgenommen
wegen euren scheiß Drogen? - Ich habe es nur da abgeliefert!
Wenn die Bullen es dort finden, sind die beiden auch dran.
Warum wirft jemand ihre Kleider weg?
Wo ist sie? Was ist denn, wenn sie tot ist?
Janine und Manu stritten im "Revolution" mit Mihai.
Keine Ahnung warum! Mihai ist einer
der Rumänen, die für Essmann arbeiten.
Janine kannte den von der Baustelle.
Er war gestern früh an Janines Auto.
Als ich zu ihm wollte, sah er mich und ist weggerannt.
Kann ich Ihnen helfen?
Ich würde gern mit einem Arbeiter reden.
Ein Rumäne. Mihai. - Um was geht es denn?
Ich muss ihn sprechen wegen meiner Tochter Janine.
Sie arbeitet auch für Essmann. - Nicht mehr.
Und ich kann nicht meine Leute holen zum Quatschen!
Es geht um einen Arbeiter! - Nein! Bitte!
Ich glaube nicht, dass sie damit abgehauen ist.
Das würde sie nie machen.
Weißt du, wie oft ich schon abhauen wollte?
Ohne ein viertel Kilo Meth im Gepäck!
Du nicht?
Ich muss erst mal mein Abi machen.
Stimmt!
Ohne Abi darf man hier nicht weg!
Ich glaube, ich gehe ab hier besser alleine.
Okay!
Weil du offiziell in der Schule
warst oder weil Kanaken hier verboten sind?
Beides.
Na? Wie war's?
Gut. - Hast du nicht
Englisch geschrieben heute? - Morgen erst.
Warum macht sie das?
Lügt mir mitten ins Gesicht, dass sie in der Schule war.
Ich Depp fahre sie auch noch hin! Eine Stunde später ruft mich
die Klassenlehrerin am Handy an. Und?
Ich habe sie eben an der Ecke mit dem jungen Karaman gesehen.
Der Türke vom Altstadt-Imbiss.
(Türklingel)
Hallo! - Hallo! Hier! Wie immer. - Danke!
Ich danke! Wiederschauen!
Wiedersehen! - Danke!
Hallo! Ich möchte gern zu Leo Essmann.
Hallo! Wen darf ich melden? - Grabowski. Michelle.
Michelle! - Hallo!
Hallo! Gibt es was Neues von Janine?
Nee. Aber ich habe eine Bitte an dich.
Ja? - Ich wurde auf deiner Baustelle
am Färberweg vor die Tür gesetzt. - Hm. Der Vorarbeiter erzählte es mir.
Ich wollte dich schon anrufen. ...Um welchen Arbeiter geht es?
Ich weiß nur, dass er Mihai heißt.
Okay!... Und was hat das mit Janine zu tun?
Ich weiß nicht, ob du es wissen willst.
Kannst du dir vorstellen, dass Manu und Janine mit Drogen dealen?
Das ist ein Scherz!
Ja. Ich würde es auch gerne nicht wahrhaben.
Wer unterstellt das den beiden überhaupt?
Bist du dir sicher, dass Manu in Bayreuth ist?
Was haben die beiden mit diesem Mihai zu tun?
Kennst du den nicht? - Nein.
Der arbeitet für dich. - Ja. Aber die Arbeiter kommen über
einen Subunternehmer: Berger. Du kannst mit ihm sprechen.
Manu dealt nicht!
Wer das behauptet, der lügt.
Hm.
(Laute Technomusik)
Hallo!
Ich habe mit Aarau telefoniert.
Wenn wir Glück haben, dann wird übermorgen ein Therapieplatz frei.
Gut! Sag es ihr erst, wenn es so weit ist.
Sonst dreht sie durch. - Hm.
(Laute Technomusik. Er schließt die Tür auf.)
Machst du die Musik leiser bitte?
(Die Musik ist noch laut.)
(Die Musik ist aus.)
Du bist meine Tochter.
Und ich werde nicht zulassen, dass du dich kaputtmachst.
Ich bin 20. Ich mache, was ich will!
Michelle Grabowski behauptet, dass du und Janine,
dass ihr beide mit Crystal Meth dealt.
Ich frage dich jetzt ein einziges Mal
und ich will die Wahrheit hören. Stimmt das?
Ja.
Es war das erste Mal,
und es bleibt dabei.
Und du fragst dich, warum wir halb verrückt sind vor Sorge um dich?
Danke!
Dass du nicht sauer bist.
Vielleicht wäre es besser, ich wäre es!
Entschuldigung? Ich bin auf der Suche nach einem Arbeiter.
Herr Essmann sagte es mir schon. Berger. Um was geht es denn?
Ich möchte kurz Mihai sprechen.
Mihai?... Und der Nachname?
Ich weiß nur den Vornamen. - Mihai gibt's hier nicht.
Das kann nicht sein. - Ich kenne meine Leute!
(Er spricht rumänisch.)
Sie sind alle komplett.
(Rumänisch) Kennt jemand Mihai?
(Englisch) Kennt jemand Janine?
Janine Grabowski?
Sie ist meine Tochter.
Kommt!
Rufen Sie mich an, wenn noch was ist!
Mihai Arbeit hier. Jetzt weg! Petru!
He, Moment! - Sorry! Sorry!
He! - Sorry!
Setz dich, Manu!
Das ist nicht dein Ernst! - Du lässt mir keine Wahl.
Du lässt mir keine Wahl. ...Papa!
Sag mal! Ist das notwendig? - Ja! Die haut sonst ab
und wir können sie irgendwo aufsammeln.
Steffi! Manu wird uns versprechen, dass sie nicht abhaut.
Manu uns versprechen?
Gib mir bitte die Schlüssel! - Nein!
Sie hier anketten wie ein Tier? - Leo! Deine Tochter ist ein Junkie.
Die ist zu allem fähig. Kapier das endlich!
Den Schlüssel!
Sie kommt nach der Therapie wieder auf Drogen. So geht das nicht!
Aber das hier, das geht. Oder was?
Macht doch, was ihr wollt!
Raubtierfütterung entfällt. Streiten könnt ihr euch ja alleine.
Du hältst jetzt mal die Luft an!
(Nichts zu verstehen)
Martin!
Was machst du hier? - Die lügen! Ich brauche das hier.
Was ist das? - Arbeitsverträge.
Das beweist, dass er hier war. - Wer?
Es geht um Janine!
Was ist mit ihr?
(Leise) Sie ist verschwunden!
Du musst weg hier!
Geh!
Guten Tag! Köhler hier. Forstenau.
Ich bräuchte eine Verbindungsdatenabfrage
vom Handy einer Janine Grabowski.
Ja. Grabowski mit G. Wann und wo es zuletzt benutzt wurde.
Köhler. - (Mann) Guten Tag!
Ich brauche eine Liste von der Patientenaufnahme ab Sonntagabend.
So, bitte schön! Das ist die Liste bis Montag früh um sechs.
Danke schön! - Bitte sehr!
Frau Grabowski hatte ein paar Prellungen, Bein verstaucht.
Nichts Dramatisches. Sie konnte schlecht auftreten.
Und was sagte sie, woher das kommt? - Sie ist gestürzt, sagte sie.
Ich fragte, ob sie über Nacht bleiben will. Sie hat abgelehnt.
Wissen Sie, ob sie jemand begleitet hat?
Soweit ich weiß, war sie allein.
Sie konnte schlecht auftreten, aber kam allein hierher und ging wieder.
Sagen Sie! Zeichnen Sie auf,
was auf den Monitoren zu sehen ist? - Ja, natürlich!
Hey! - Hey!
Na? Hättest ja mal anrufen können. Wie war's?
Die 1. Woche hat es geregnet wie Sau und dann war es okay.
Hier war gutes Wetter.
Mach's gut, Flo! - Komm gut nach Hause!
Bleibst du noch zum Abendessen? - Ich würde lieber los.
Sonst stehe ich in München im Stau. - Um die Zeit nicht!
War voll cool heute in Bio. - Ja?
Wir sind rausgegangen in den Wald. - Erzähl uns gleich alles! Ja?
Wenn ich bleib, wasche ich noch. - Willst du es dann nass mitnehmen?
Ich mache Fisch, wenn er los will. Lasagne dauert jetzt zu lange.
Ganz vergessen. Ich muss noch mal in die Firma wegen der Säge.
Eine halbe Stunde. Länger nicht. Ja? - Okay!
Sag mal! Spinnst du? Einfach bei uns zu Hause reinmarschieren?
Stehst da beim Berger und klaust! Was ist denn los mit dir?
Janine ist verschwunden! Besorgte sich Crystal Meth
und wollte es in Bayreuth verkaufen!
Das ist doch Quatsch! - Was?
Du interessierst dich 20 Jahre nicht für deine Tochter.
Hast keine Ahnung, was ich durchmache!
Doch! Du suchst nach ihr. Auch wenn du es nicht glaubst:
Ich interessiere mich für meine Tochter.
Ich fahre alle 1, 2 Wochen über die Grenze
zum Spielen. Das Casino neben dem Markt.
Na ja!
Jedenfalls... Ich habe mit Janine gesprochen.
Sie stand mir plötzlich gegenüber beim Roulette.
Sie war mit zwei Freundinnen unterwegs.
Manu Essmann und noch so einer. Machten sich einen lustigen Abend.
Da quatschst du sie einfach so an? - Sie sprach mich an.
Das kann nicht sein. Was wollte sie von dir?
Sie erzählte von ihrem Job. Dass sie
Facility-Management doof findet und was anderes machen will.
Und dass sie das Gefühl hat, du hast sie da reingeredet.
Hm.
Das hättest du mir sagen müssen, dass du mit ihr gesprochen hast!
Vor 20 Jahren hast du nur gesagt,
dass du mit ihr schwanger bist und das Kind bekommst.
Als ich nicht sofort "Hurra" schrei, lässt du mich einfach stehen!
20 Jahre lang gehe ich ihr aus dem Weg.
Wechsel die Straßenseite. Geh im Supermarkt an die andere Kasse.
Dann treffe ich sie zufällig und wir reden miteinander.
Und dagegen hast du was?
Und gleichzeitig wirfst du mir vor,
dass ich mich nicht für sie interessiere.
Weiß Janine, dass du ihr Vater bist?
Ich habe es ihr nicht erzählt.
Was hast du mit diesem Berger zu tun?
Das, was alle von ihm wollen: billige Arbeitskräfte!
Es gibt da diesen Typen.
Ein rumänischer Arbeiter: Mihai.
Kennst du den? Kommt von Berger.
Berger sagt, er kennt ihn nicht.
Obwohl die Unterlagen bei ihm im Schrank sind.
Er ist illegal hier. Kostet Berger nur die Hälfte.
Ist vielleicht auch der Grund, warum er abgehauen ist.
Janines Auto stand im Straßengraben gestern früh.
Eine Freundin sah Mihai dort.
Vorher hatte er Streit mit Janine.
Jemand war in ihrer Wohnung, hat was gesucht.
Ihr Kleid ist aufgetaucht. ...Ihre Tasche.
Auf einem Müllplatz neben dem Vietnamesenmarkt.
Was sagt die Polizei?
Haben eine Vermisstenanzeige aufgenommen.
Du kannst dir vorstellen, was mir da alles durch den Kopf geht!
Ja, das kann ich.
Ruf mich an, wenn ich was tun kann!
Ich muss.
Schönen Abend noch!
Servus! - (Alle) Servus!
Servus!
Servus!
Kann ich kurz mit dir reden?
Ja, sicher.
Es gibt eine Vermisstenanzeige. - Aha!
Kennst du eine Janine Grabowski?
Nein. Ich glaube nicht.
Das ist Janine Grabowski, wie sie das Krankenhaus betritt.
Und daneben, das bist du!
Ich war mit dem Auto unterwegs. Und da ist sie mir aufgefallen,
dass sie humpelt. Ich habe sie gefragt,
ob ich sie ins Krankenhaus fahren soll.
Sagte sie was zu ihrer Verletzung? - Nein.
Hast du sie gefragt? - Nein. Es waren nur ein paar Meter.
Warum hast du nicht gesagt, dass du sie erkennst?
Ich habe sie nicht erkannt. - Du siehst sie,
sie steigt ins Auto, du bringst sie noch rein ins Krankenhaus
und erkennst sie nicht auf dem Foto?
Ja.
Das glaube ich dir nicht.
Ja gut. Dann glaubst du es mir nicht.
Und der Chef? Meinst du, der glaubt dir?
Gut! Wir gehen morgen... - Herrgott! Der Chef will nicht,
dass wir so einen Aufriss machen wegen der Grabowski.
Ja. Frag ihn, ob er sie erkannt hat auf dem Foto!
(Leise) Nacht! - Gute Nacht!
Ich habe... mal nachgerechnet.
Es sind jetzt über 300, seit ich es gemerkt habe.
Die du mir geklaut hast aus dem Portemonnaie.
Ich verstehe dich, Laura!
Wir haben halt nicht viel, und du bist jung.
Aber... Stimmt das,
was Gerd Markwart gesagt hat?
Brauchst du das Geld für Drogen?
Mama!
Das muss aufhören. ...Sofort!
Ich möchte, dass du das Geld wieder zurücktust.
Bis morgen.
(Leise) Sonst muss ich es dem Papa sagen!
Keine Panik! Ich rede mit ihr. - Die ist doch verrückt!
Michelle Grabowski sucht ihre Tochter.
Ihr sind deine Rumänen egal! - Meine Rumänen? Wenn sie den Bullen
die Akte zeigt, dann sind wir... - Ich...
Warum schläfst du nicht? - Schlecht geträumt.
Hast du Hunger?... Ich mache dir ein Sandwich. Komm!
Fahr nach Hause!
Ich kümmere mich drum.
Was ist mit Janine?
Janine?... Keine Ahnung!
Was soll mit ihr sein?
Ihr habt über sie gesprochen.
Nein. Wieso das denn?
Dass sie verschwunden ist!
Nein.
Wie kommst du eigentlich aus dem Zimmer?
Der ist vom Schlafzimmer.
Passt hier in jede Tür!
Geh doch, wenn es so einfach ist! - Wohin denn?
Manu! Willst du nicht auch, dass sich was ändert?
Doch!
Ich bringe dich nach Aarau.
Morgen früh!
Ich habe verstanden, was die Personalbögen bedeuten.
Ist mir egal!
Es geht mir um Janine. - Hast du das jemandem erzählt?
Ich hätte zur Polizei gehen können.
Müsstest du denen sagen, was mit Mihai Demetrescu ist!
Was hat er mit Janine zu tun? - Das weiß ich nicht.
Nach dem, was du heute Nachmittag erzählt hast, kann ich verstehen,
dass du dir Sorgen um Janine machst.
Notier dir die Daten aus den Unterlagen!
Berger und ich haben nichts dagegen.
Was ist passiert? - Das weiß ich nicht.
Das reicht mir nicht! - Er hat bei uns
gearbeitet und jetzt ist er weg! - Seit wann genau?
Seit zwei Tagen. Er kam Dienstag nicht zur Arbeit.
Aber war schon nachts nicht in der Unterkunft.
Entweder er ist nach Hause oder auf einer anderen Baustelle.
Und das konnte mir niemand auf der Baustelle sagen?
Tut mir leid! Aber im Baugewerbe wird hart gekämpft.
Da muss man auf der Hut sein.
Wir können ihn anrufen. Die Nummer steht in der Akte.
Berger hat es auch versucht. Ohne Erfolg!
Dann wäre ich froh, du gibst mir jetzt die Unterlagen.
Sobald ich mit Manu gesprochen habe!
Manu ist in Bayreuth. - Das ist mir
scheißegal! Seit 2 Tagen bitte ich Steffi und dich,
mit ihr sprechen zu können. Aber nichts!
Dann fahren wir jetzt dahin!
Manu ist zu Hause.
Sie studiert nicht mehr.
Ich habe keine Ahnung, ob ich es schaffe, Steffi davon
zu überzeugen, dass du Manu sprechen musst. Aber ich habe nichts dagegen.
(Lautes Klopfen) - He!
Manu! (Sie schließt die Tür auf.)
Was gibt's?
Ich will duschen. - Jetzt?
Was ist denn jetzt schon wieder falsch an duschen?
Nichts. Dann komm!
Hätte ich öfter duschen können, hätte ich nie Meth genommen.
Wirklich!
(Das Duschwasser läuft.)
Brauchst du noch ein Handtuch? - Nee, ich habe eins.
Ich habe dir frische Wäsche auf die Kommode gelegt. Hast du gesehen?
Ja. Danke! - Gerne.
(Das Duschwasser rauscht.)
Kannst du mir vielleicht mal meinen Bademantel holen?
Der liegt da auf dem Bett.
(Das Duschwasser läuft.) Ja.
(Das Duschwasser läuft.)
Manu ist weg!
Was? - Die ist abgehauen.
Die hat geduscht und ist durchs Badfenster geklettert.
Also! Sie hat gesagt, sie duscht und ist dann...
Ganz ruhig! - Sie ist...
Was ist mit Manu? - Nichts.
Ich melde mich. - Leo?
Danke!
(Jemand spielt Klavier.)
(Sie singen "Leave Me Hypnotized, Love" von Dakota Fanning.)
Stehst du auf Chormusik? - Klar! Voll!
Was ist denn los?
Ach nichts! Wegen Janine.
Weißt du etwas Neues? - Nein.
Ich habe das Gefühl,
ich muss noch mal mit ihrer Mutter reden.
Warum?
Ich glaube, ich habe da einen Fehler gemacht.
Guten Morgen! Dein Telefon ist aus. - Guten Morgen!
Sport fällt aus. Evi hat erst zur 2. Ich muss los.
Passt es nicht? - Doch!
Ich kann sie auch mit zur Arbeit nehmen.
Vergiss es! Ich bringe sie.
Tschüs, Evi! - Tschüs!
Wenn du noch essen und trinken willst, musst du jetzt machen.
Das Müsli schmeckt mir nicht.
Was machen wir jetzt? - Du gehst
in die Schule. Vorher Zähne putzen.
Kann ich dich hier allein lassen?
Du kannst mich auch einsperren. Ich bin es gewöhnt.
Besser wäre es. - Ich will auch wissen,
wo Janine ist. Warum sollte ich abhauen?
Mama! Ich finde meine Zahnpasta nicht.
Wo ist sie denn? - Die muss hier sein. Da!
Danke! - Beeil dich!
Nimm deine Sachen! Du kommst mit.
Auf keinen Fall! - Warum nicht?
Dann kann ich mich gleich auf den Marktplatz stellen.
Meine Eltern suchen mich sicher. Wahrscheinlich sogar mit Polizei.
Wenn die mich festsetzen, kann ich dir keine Fragen mehr beantworten.
Okay!
In 15 Minuten bin ich wieder da.
Evi!
(Jemand klingelt.)
(Eine Tür wird geöffnet.)
(Schritte)
Du Fotze! Hast du vergessen, was ich gesagt habe?
Maul auf jetzt! Wo ist das Zeug? - Ich weiß es nicht.
Manu! He! Ich rufe die Polizei!
Manu! - Alles gut?
Wer war das denn? - War das alles, ihr Arschlöcher?
He, he! - War das alles?
Komm jetzt!
Manu! Hier steckst du!
Ich habe Schulden. Es war meine Idee,
Tareks Meth in Bayreuth zu verkaufen.
Und was hat Janine damit zu tun? - Von ihr kam das Geld.
Sie hat es mir geliehen. Sie fand die Idee gut.
Sie wollte mitmachen. - Du hast sie reingequatscht.
Nein. - Für wie viel? Janine hat kein Geld.
Sonst hätte ich es nicht gekauft.
Und um wie viel geht es?
6.000!
Ja, woher soll die das haben?
Omas beklauen wie Laura?
Ich weiß nicht.
Und dann?
Den Gewinn einstreichen. Aber das sind alles abgesteckte Gebiete.
Da kann man doch nicht einfach was verkaufen!
Die machen dich an einem Tag platt.
Wir hätten das Doppelte daraus gemacht.
Hättest du das mit Janine geteilt? Oder wie war das geplant?
Janine leiht dir 6.000 Euro. Du fragst nicht, woher sie es hat?
Keine Ahnung! Ich habe Schulden, kein Meth, keine Kohle.
Wenn die wiederkommen, was mache ich dann?
Und Mihai haut ab. Am selben Tag.
Mit Janines Auto.
Ich habe den mal angehauen. - Was?
Ja. Er verkauft auch. Dann machte er einen Aufstand im "Revolution".
Wir hatten schon was und er wollte noch was besorgen.
Er wusste, wie viel ihr hier habt? - Hör auf damit! Das bringt nichts.
Hier ist irgendeine Scheiße gelaufen.
Und wir streiten, anstatt was zu machen!
Mir fällt noch was ein, was passiert sein könnte.
Ja. Ich kann es kaum erwarten.
Als ich das 1. Mal vom Markt hinter der Grenze Meth kaufte, da sind die
mir mit dem Auto hinterhergefahren. Ich merkte es nicht.
Ich hatte die Hosen voll, dass mich die Bullen erwischen.
Als ich den Lieferwagen ausgeladen habe,
standen die plötzlich vor mir. Messer in der Hand.
Mein Vater kam aus dem Imbiss raus. Ich habe den noch nie so erlebt.
Bei drei waren die weg. - Wer "die"?
Die Vietnamesen vom Markt.
Als ich jetzt über die Grenze gefahren bin mit dem Zeug,
bin ich zuerst hierhergefahren. Ich habe niemanden bemerkt.
Aber ich frage mich, ob die es noch mal
mit derselben Nummer versucht haben:
Verkaufen und dann wieder abziehen.
Die Drogen sind nicht hier. Jemand hat sie genommen.
Wen kennst du dort? Kannst du jemand fragen?
Wenn passierte, was ich denke, gibt es nichts zu fragen.
Was heißt das? - Janines Kleid auf dem Markt.
Ihr Auto. Was das eben heißt.
Ich sage es nur, weil es vielleicht hilft.
Dass meine Tochter tot ist?
Ich wollte nur helfe...
Was, wenn wir da hinfahren?
Hast du nicht schon genug angerichtet?
Ich weiß, bei wem Tarik das Zeug kauft.
Es ist nicht so, dass die mir vertrauen.
Aber vielleicht rückt ja einer mit was raus.
Ja, meine Kette mit dem Anhänger ist weg.
Von mir fehlen 2 Uhren. Jetzt reicht es!
Ich rufe die Polizei. - Nein. Warte bitte!
Wenn du die Polizei anrufst, weiß morgen die ganze Stadt
Bescheid wegen Manu. Dann sollen sie halt!
Wir verlieren unsere Tochter und du sorgst dich,
was die Leute denken.
Ich glaube, wir müssen das einsehen: Entweder sie kommt freiwillig
oder nicht.
Sie hat wenig Grund, nach Hause zu kommen.
Kommst du? - Ich bin gleich so weit.
Ich finde es auch komisch. Aber meine Sachen sind durch.
Und Evi?
Die kann ich verabreden.
Dann hole ich sie am Abend bei einer Freundin ab.
Hallo! - Grüß dich!
Jessel! Ist der Chef da? - Nein.
Der hat Spätschicht. Du doch auch.
Weißt du, wo er steckt? - Na, wo schon!
(Jemand schießt.)
Jens!
Was machst du unten am Boden? Tust du Pilze suchen?
Sag mal, spinnst du? Schießt du auf mich?
He! Sei froh, dass dir nichts passiert ist!
Läufst im Unterholz herum. Das ist ein Jagdgebiet.
Da! Den habe ich geschossen.
Sag mal! Was treibst du dich hier überhaupt herum?
Spionierst du mir nach?
Ich muss mit dir sprechen. - Der Jessel war das 1. Mal dabei
zur Jagd in Tschechien. Das ist ein gutes Gebiet da. Viel Rotwild.
Gerd! Was ist passiert in Tschechien?
Der Jessel ist ein miserabler Schütze.
Wir laufen einen halben Nachmittag einer Hirschkuh hinterher.
Und dann erwischt er sie nicht einmal richtig.
Sie läuft weiter fast bis es Nacht wird und wir hinterher.
Erzähl mir keine Jagdgeschichten! - Du sollst verstehen,
warum niemand wissen soll, dass wir geschossen haben.
Weil Schonzeit ist! - Ach! Das interessiert doch nicht!
Als der Jessel die Hirschkuh endlich hat
und sie noch lebt, feuert er auf sie.
Ich bin nur ein paar Meter weiter. Ich laufe hin und was sehe ich?
Dieser Depp hat keinen eigenen Revolver dabei.
Der schießt mit seiner Dienstwaffe. - Ach!
Genau!
Später dann... an dem Parkplatz
kurz vor der Grenze holen wir uns Zigaretten.
Da fährt ein Auto an uns vorbei.
Und da sehe ich, wie die Grabowski rausfällt.
Fällt raus oder wird rausgestoßen?
Wer saß am Steuer? - Ich weiß es nicht.
Marke? - BMW, Benz, Audi. Es war finster!
Das behältst du einfach für dich?
Nur damit euch wegen der Jagd niemand was kann?
Als wir mit der Mutter am Auto standen, hält die mir das Foto hin.
Ich dachte, da kommt nichts nach.
Ein Mädel, das mit der Clique einen draufmacht.
Auto im Straßengraben. Aber da war die Lüge schon in der Welt.
Ja. Das würde für eine Anzeige reichen.
Gegen wen? Den mit dem Auto, aus dem die Grabowski gefallen ist?
Die wollte niemanden anzeigen und nicht ins Krankenhaus
gebracht werden. - Wir müssen es der Mutter sagen.
Der Jessel ist ein guter Kollege und lernt noch schießen.
Aber hängt die es an die große Glocke,
kommt der Externe, und er ist
seinen Job los. Und ich wahrscheinlich auch.
Überleg dir, ob es das wert ist!
Ich mache das. Bleib du im Auto! - Was? Warum?
Du siehst nach Stress aus. Das brauchen die hier nicht.
Drüben ist ein Pornokino. Falls dir langweilig wird.
(Nur Mundbewegung)
He!
Do you remember me? - Yes.
(Sie hört Menschen sprechen.)
(Die Menschen sprechen vietnamesisch.)
(Es ist nichts zu verstehen.)
(Vietnamesisch) - Manu! Was ist hier los?
(Vietnamesisch)
Manu!
(Ein Telefon klingelt.)
Ja?
(Menschen beten) "Schenke uns allen ein fröhliches Herz!"
Leite du unser Herz und Hände.
Führe alles zu einem guten Ende. Amen!
Guten Appetit!
Laura! Ich sagte, wenn du Geld brauchst, sollst du zu mir kommen.
Warum nimmst du es dir einfach?
Haben wir dich so erzogen,
dass du deine Eltern einfach so bestiehlst? Sag!
Haben wir das? - Nein, habt ihr nicht.
Warum machst du es dann? - Schrei nicht!
Dann sag mir, wofür du das Geld brauchst!
Gibst du es dem Türken? Was verkauft der dir?
Helmut!
Go!
Nichts sagen und mitkommen. - (Vietnamesisch)
Was ist das hier? Was wollen die von dir?
Was hat das mit Janine zu tun? - Janine ist mit dem Meth weg.
Ich habe Schulden, muss klarkommen. - Du hast nicht nach ihr gefragt.
Das Kleid, das Auto. - Das ist doch Quatsch!
Ein viertel Kilo! Natürlich ist die
weg damit. - Was hast du gemacht?
Sieht das aus wie Kochsalz? Ist es nicht.
Ich wollte nicht herkommen.
Aber der Typ auf dem Markt hatte nur 20 Gramm.
Du hast gelogen. Keiner hier kennt Janine oder weiß etwas.
Ich war nie hier. Tarik wohl auch nicht.
Die kochen Meth in großem Stil. - Dann frage ich selbst!
Ja! Geh ruhig noch mal hin!
Aber wunder dich nicht, wenn was passiert!
Ist es dir so scheißegal, wenn Janine darin verreckt?
Was willst du? Was wollen wir gegen die ausrichten?
Glaubst du wirklich, dass Janine hier ist?
Mach die Tür auf! - (Manu klopft an die Scheibe.)
Du kannst mich nicht hier stehen lassen!
Ich fahre nicht mit deinen Drogen über die Grenze!
Dir ist Janine egal! Ruinier nur dein eigenes Leben!
Verreck doch!
Benzin alle? - Das Zeug bleibt bei mir.
Dann kannst du einsteigen.
Woher der Sinneswandel? - Ich suche seit 3 Tagen Janine.
Wie kann ich dich hier zurücklassen?
Wie weit ist es bis zur Grenze? - Halbe Stunde ungefähr.
Hast du eine Zigarette für mich?
He! - Mann! Spinnst du?
Scheiße! Was soll das?
Glaubst du, ich sehe zu, wie ihr euch ruiniert?
Und helfe dabei? - Kein Wunder, dass Janine abhaut!
Was ist euer Dank? Dass ihr euch mit dem Zeug vollpumpt,
es verkauft und abhaut? Ihr habt alles!
Ich machte alles für Janine!
Und deine Eltern für dich! - Du machst so auf Kumpel!
Meine Eltern sind auf den 1. Blick Arschlöcher!
Ich habe es nicht verdient, so verarscht zu werden von euch.
Warum suche ich sie oder deine Eltern dich?
Das ist mir scheißegal.
Weil wir euch lieben!
Ah! Scheiße!
Scheiße!
Wo soll ich dich jetzt hinbringen? Zu deinen Eltern?
Ruf sie wenigstens an! Sonst denken die noch wer weiß was!
Und dann... - Die schicken mich nach Aarau.
Zum Entzug. Das erste Mal war schon wie Guantanamo.
Ich will nicht wissen, was denen noch einfällt,
wenn ich da wieder auftauche.
Entzug wäre vielleicht ganz angebracht.
Das Gift aus meinem Körper zu kriegen,
ist nicht das Problem. Das schaffe ich.
Aber aus dem Kopf! Ohne das Zeug
ist irgendwie alles so...
...leer.
Dagegen hilft keine Therapie.
Das Leben macht oft keinen Spaß.
Das kann ich dir versichern.
Das glaube ich dir sofort.
Aber warum wollt ihr dann alle, dass wir so werden wie ihr?
So eine habe ich mir auch immer gewünscht in deinem Alter.
Das ist eine freie Werkstatt. Wenn Sie etwas machen wollen...
Ich habe nicht mal einen Führerschein für solche Dinger.
Ich habe nie das Geld für so was gehabt.
Ich habe eine Familie. Ich habe drei Kinder.
Ich habe eine kranke Frau, Verantwortung.
Und ich habe bloß zwei Hände. Da reicht es hinten und vorne nicht.
Sind Sie Lauras Vater?
Ich meine, du müsstest so was doch verstehen.
Du arbeitest hier, hilfst bei deinen Eltern aus. Ich schaufel
die Scheiße von Forstenau aus dem Wasser. Das ist das gleiche Elend.
Nichts bleibt hängen. Warum erzählen Sie mir das?
Laura und ich, wir sind einfach nur befreundet.
Ich will nichts Böses.
Die Laura belügt uns.
Sie geht nicht mehr zur Schule. Und sie stiehlt.
Zahlt sie dir dein Motorrad?
Das zahle ich selbst. Und Laura kann machen, was sie will.
Nein. Das kann sie nicht.
Ich kenne ein paar Leute bei der Polizei.
Und die wissen ganz genau, was du für einer bist.
Und wenn mit der Laura irgendwas verrutscht,
ist das ein ganz kurzer Weg.
Zur Tür ist auch ein kurzer Weg.
Ich glaube, der will einfach nur, dass es dir mal besser geht.
Meine Mama bekommt Dialyse.
Aber zu Hause ist es besser als im Krankenhaus.
Sie ist oft müde. Und wenn es ihr schlecht geht und ich
was mit Leuten unternehmen möchte,
dann würde sie niemals sagen, dass ich zu Hause bleiben soll.
Aber wenn ich weggehe, dann habe ich ein schlechtes Gewissen.
Weil ich genau weiß, dass sie mich eigentlich braucht und es nur sagt,
damit sie mir nicht zur Last fällt.
Aber wenn ich zu Hause bleibe, ist das auch scheiße.
Weil dann hat sie ein schlechtes Gewissen,
weil ich das nur für sie mache.
Wow!
Was ist das Gegenteil von Win-win noch mal?
Lose-lose?
Oder wie ich es mache, mache ich es verkehrt.
Ich will nicht nach Hause heute.
Ich beziehe das Bett noch mal frisch. Ja?
Ach Quatsch! Das brauchst du nicht. - Gut.
Sind die alle von dir?
Ja, Motocross!
(Lacht) Der sieht aus wie du. - Was?
Ein bisschen, ja. - Schon, oder?
Es ist noch gar nicht so spät.
Ich bin müde.
Hm.
Denk nicht, ich nutze das aus, weil du nicht weißt, wohin du sollst!
Das denke ich nicht.
Okay!
Danke!
Gute Nacht! - Gute Nacht!
Wir bringen jetzt die Hasen ins Bett und lesen
eine Gutenachtgeschichte. Ja! - Ja!
Einen schönen Abend Ihnen! - Dann danke ich Ihnen.
Gute Nacht, Bella! - Tragt sie in den Stall!
Evi möchte bei ihrer Freundin schlafen.
Kann ich verstehen. Die sehen nett aus.
Ich fahre dich in Janines Wohnung.
Du kannst hierbleiben, so lange du willst.
Ich bitte dich trotzdem, das Ganze als Provisorium anzusehen.
Klar!
Irgendwann muss es ja weitergehen. Die Frage ist nur, wie.
Hustensaft für die Nacht?
Denkst du: Warum Ratschläge annehmen von einer,
der die Tochter wegläuft und die die andere bei Bekannten abstellt?
So viel hast du nicht falsch gemacht. Janine begeistert sich
für so viel und will immer irgendwas unternehmen.
Sie steht auf eigenen Beinen, verdient ihr eigenes Geld.
Mit dealen. Da kann sie stolz drauf sein.
Egal! Auch das ist eine Stärke. Was anfangen, was aufziehen.
Vielleicht musst du akzeptieren, dass Janine mit dem Meth weg ist.
Vielleicht sollten wir aufhören, so blöde Fragen zu stellen.
Und es einfach machen wie sie.
Einfach machen.
Was soll das heißen?
Aarau, oder?
Entzug.
Und dann irgendwas Sinnvolles.
Die Erkältung ist schon besser.
Danke!
Für alles.
Steffi?
Wir müssen sie finden.
Das werden wir.
Schlaf!
(Er drückt den Türöffner.)
Deine Tochter ist nicht hier.
Und sie ist auch nicht in eine Schlägerei verwickelt.
Kann ich ganz kurz mit dir sprechen? Vertraulich!
Okay!
Vor einem halben Jahr haben wir
das 1. Mal mitgekriegt, dass Manu dieses Zeug nimmt.
Steffi und ich, wir haben uns nichts anmerken lassen.
Eines Morgens, am Anfang der Semesterferien sind wir zu dritt los
in die Schweiz. Dass sie in die Therapie kommt,
kapierte sie erst, als wir bei der Klinik
durch die Tür sind. Wir haben gedacht, es ist überstanden.
Jetzt geht alles von vorne los. Gestern Abend ist sie abgehauen.
Wenn ihr sie findet: Kannst du mich anrufen, bevor du was unternimmst?
Janine und Manu sind Freundinnen, oder?
Dass Janine am Sonntag aus einem Auto fällt:
Was hat das mit dem Verschwinden von der Manu zu tun?
Ich habe dein Auto erkannt.
Ich rufe dich an, wenn wir die Manu finden.
Aber versicher du mir, dass in der Sache
mit Janine keine Überraschung kommt. - Da war nichts.
Nur eine Meinungsverschiedenheit.
Mehr will ich nicht wissen.
Manu! Ich habe hier noch einen Schlafanzug.
Falls du einen brauchst.
Manu?
Manu? Ist alles okay?
Ah!
(Sie klopft.) - Mach mal die Tür auf!
Ah!
Manu!
Manu!
Manu! Was ist los? Mach doch mal auf!
Janine!
Du bist doch noch gekommen. - Ich lasse dich nicht alleine hier.
Bleib bei mir bitte!
He! Ist alles gut.
Bleib bei mir!
Manu!... Manu!
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