All language subtitles for Mein.Engel.2016.German.1080p.BluRay.x264-CHECKMATE

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Original subtitles

MEIN ENGEL

Mein Engel...

Ich muss dir etwas über die Zeit erzählen, bevor es dich gab.

Dein Papa war Zauberer.

Sein Spezialgebiet war das Verschwinden.

Wir haben uns sehr geliebt.

Mein Baby.

Du bist wundervoll, Mein Engel.

Ich will dich immer bei mir behalten können.

Niemand wird dich mir wegnehmen können.

Du musst lernen, ordentlich zu essen.

Du bist jetzt ein großer Junge.

So ist es gut, Mein Engel!

Du musst den Mund weit aufmachen, um den Buchstaben "O" zu sagen.

Du musst mit deinem Mund einen Kreis machen.

So:

Wie in "Mooooooond".

Und jetzt schreib es.

Einen Kreis, wie deinen Mund.

So ist es gut, Mein Engel.

Sehr gut. Du schreibst das "O" sehr gut.

Jetzt den Buchstaben "S".

Wie in "Geheimnissss".

Genau wie du, Mein Engel.

Niemand ssssoll je wissssen, dassss essss dich gibt.

"Geheimnissss"...

So ist es gut.

So ist es gut! - "Geheimnis"...

"Geheimnis"...

Mama! Schau mal!

Du schummelst!

Als ich noch klein war,

nahmen mich meine Eltern immer mit in eine Hütte.

Wir kamen über eine Straße an, die in den Wald führte.

Zuerst hatte ich Angst vor den Bäumen.

Ich dachte, dass sich Menschen in der Tiefe des Waldes verstecken,

im Schatten hinter den Bäumen.

Und dann kamen wir auf eine Lichtung.

Dort stand die kleine Hütte.

Und hinter der Hütte...

war ein kleiner See.

Wir kamen oft erst spät an...

als die Sonne schon unterging.

Und wir gingen zusammen schwimmen.

Das Wasser war ganz lau.

Bringst du es mir bei?

Schwimmen ist wunderbar.

Du schwebst.

Es ist, als würdest du durch die Luft fliegen.

Puste.

Bravo! Alles Gute zum Geburtstag, Mein Engel!

Was machst du da?

Da unten sind Leute. - Ja.

Das sind die normalen Leute.

Du kannst niemals...

Du darfst niemals mit ihnen sprechen!

Warum? - Weil sie Angst hätten.

Warum?

Du kannst sie sehen,

aber sie werden dich niemals sehen können.

Also hätten sie Angst vor dir.

Mama?

Wie ist es, sich in einem Spiegel zu sehen?

Ich weiß nicht.

Es ist schwierig.

Es ist ein wenig, als würde man jemand anderen sehen.

Erzähl mir noch mehr von der Hütte am See.

Später, Mein Engel.

Mama ist müde.

Mama, das kleine Mädchen ist noch da.

Sie schaut hierher.

Mama?

Sonne.

Schatten.

Sonne.

Schatten.

Sonne.

Kalt.

Warm.

Guten Tag!

Es ist nicht sehr nett, nicht guten Tag zu sagen.

Guten Tag.

Ich hab dich noch nie gesehen. - Du siehst mich?

Nicht mit meinen Augen.

Aber ich höre dich und ich rieche deinen Geruch.

Es gefällt mir, wenn du Klavier spielst. - Ich kann nicht Klavierspielen.

Ich drücke immer auf denselben Ton.

Ich liebe diesen Ton.

Ich heiße Madeleine. Und du?

Mein Engel.

Ist das dein richtiger Name? - Ja.

So nennt mich meine Mutter.

Das ist hübsch, Mein Engel. - Ja.

Kannst du ein bisschen näher zu mir kommen?

Komm näher.

Hast du Angst?

Gib mir deine Hand.

Du hast sehr zarte Haut.

Du auch.

Ich muss gehen.

Sonst macht sich meine Mutter Sorgen.

Versprichst du, mich wieder zu besuchen?

Ich habe keinen Freund.

Ich auch nicht.

Willst du mein Freund sein?

Ja!

Du riechst sehr gut, Mein Engel, ich werde auf dich warten.

Mama.

Ich habe eine Freundin.

Sie heißt Madeleine.

Was wird nur aus dir, wenn ich nicht mehr da sein werde?

Bevor ich die anderen gesehen habe,

hatte ich mich nie gefragt, ob ich wirklich existiere.

Existiert meine Hand?

Madeleine sieht ihre Hand auch nicht.

Und trotzdem weiß ich, dass sie existiert, weil ich sie sehe.

Bedeutet zu fühlen, dass man existiert, dass man auch wirklich existiert?

Madeleine...

Ich bin es.

Ich hatte Angst, dass du mich nicht mehr besuchen kommst.

Ich habe dich jeden Tag vom Fenster aus angesehen.

Darf ich dein Gesicht streicheln?

Okay.

Bist du schön?

Ich weiß nicht. - Du hast eine sehr schöne Stimme.

Du musst schön sein.

Du bist schön, Madeleine.

Sehr, sehr schön.

Eins.

Zwei.

Drei.

Vier.

Fünf.

Sechs.

Sieben.

Acht.

Neun.

Zehn!

Du bist schlau, aber ich werde dich trotzdem finden.

Ich würde deinen Geruch überall wiederfinden.

Sechs.

Sieben.

Acht.

Neun.

Zehn.

Vier.

Fünf.

Sechs.

Sieben.

Acht.

Neun.

Zehn.

Gefunden!

Fang mich.

Küss mich noch einmal.

Ich möchte gern versuchen, zu fühlen, wenn du mich anschaust.

Sieh mir in die Augen.

Jetzt schau woanders hin.

Da.

Schaust du dorthin?

Ja.

Jetzt da.

Ja.

Sieh mir wieder in die Augen.

Spürst du es?

Ich glaube ja.

Ich schau dich so gerne an.

Erzähl mir, was du siehst.

Deine Haare sehen im Licht rot aus.

Rot...

Aber an manchen Stellen ist das Rot dunkler.

Gibt es verschiedene Arten von Rot?

Ja.

Aber was macht, dass das Rot rot ist?

Dass man von zwei Farben sagen kann, dass sie beide rot sind?

Ich weiß nicht.

Vielleicht einfach das Wort rot.

Was siehst du noch in meinen Haaren?

Manche Stellen sind transparent.

Wie ist transparent?

Wenn man hindurchschauen kann.

Hindurchschauen...

Wie, wenn ich mit meiner Hand durch dein Haar fahre.

Erzähl mir noch mehr.

Deine Augenbrauen sind schmal.

Deine Wangen sind ein klein wenig rosig.

Rosig...

Auf deinen Wangen sind ein paar kleine Härchen goldenen Flaums.

Ich mag es, wenn du mich anschaust.

Es ist wie eine ganz zarte Berührung.

Es wird ein klein wenig warm.

Und du?

Was spürst du?

In meiner Brust fühlt es sich warm an.

Und ich spüre einen Knoten im Bauch. - Und wenn du dich selbst im Spiegel siehst...

wie ist das?

Das ist schwer zu sagen.

Es ist ein bisschen, als würde man jemand anderes sehen.

Dann ist es auch ein bisschen warm?

Nein.

Bei einem selbst ist es kälter.

Mama?

Mama?

Guten Tag.

Hast du mit mir gesprochen?

Bist du es?

Bist du zurückgekommen?

Ich bin es, Mama.

Mein Engel.

Es war einmal,

vor sehr langer Zeit,

ein junger Prinz, der allein ganz tief in einem Wald lebte.

Er lebte allein,

weil alle vergessen hatten, dass er einst ein Prinz gewesen war.

Sogar er selbst hatte es vergessen.

Und dann kam eines Tages ein schrecklicher Winter.

Ein Winter, der so kalt war, dass man am Ende jeder Nacht

kleine gefrorene Vögel aufsammeln konnte,

die zu Dutzenden auf den Boden gefallen waren,

wie Äpfel, nur mit Federn.

Und dann, mitten in diesem Winter,

begegnete er einem Mädchen, das sich verirrt hatte.

Einem jungen Mädchen, das eine Prinzessin gewesen war,

sie das aber auch vergessen hatte.

Ich mag dieses Geräusch sehr, wenn der Regen aufhört

und der Boden nass ist.

Hörst du, wie anders die Stille nach dem Regen klingt?

Hast du der Stille schon einmal wirklich zugehört?

Schließ die Augen.

Hör zu...

Ich habe dir eine gute Nachricht zu verkünden.

Ich fahre weg, um meine Augen operieren zu lassen.

Die Ärzte meinen, die Chancen stehen gut, dass ich wieder sehen kann.

Dann könnte ich dich endlich sehen.

Weinst du, Mein Engel?

Wie lange bist du fort? - Ich werde bald zurückkommen,

in ein paar Monaten.

Wirst du auf mich warten?

Ja, ich werde auf dich warten.

Immer.

Das wird mir Kraft geben.

Wirst du viel an mich denken?

Jede Sekunde, jede Minute, jeden Tag.

Weine nicht. Wir haben noch eine ganze Woche vor uns.

Ich habe ein wenig Angst.

Was ist, wenn du dann nicht magst, was du siehst?

Ich liebe alles an dir.

Deine Stimme,

deine Haut,

deinen Geruch,

deinen Geschmack.

Und ich bin mir sicher, dass mir dein Gesicht gefallen wird,

dein Körper.

Ich will, dass wir einfach so bleiben.

Ohne etwas zu sagen.

Okay?

Okay.

Jetzt schließ die Augen.

Ich liebe dich.

Ich liebe dich.

Louise?

Sie haben einen Brief bekommen.

7. Dezember.

Lieber Engel, du fehlst mir sehr.

Ich kann noch nicht schreiben, deshalb habe ich

eine nette Krankenschwester gebeten, für mich zu schreiben.

Ich denke an dich und das macht mir Mut.

Die Operationen dauern länger als erwartet.

Es gab Komplikationen.

Da ich nichts von dir erfahren kann, will ich glauben, dass es dir gut geht.

Das gibt mir die Kraft, durchzuhalten.

Das schöne Gesicht von Mein Engel zu sehen.

Du bist lieb, Mein Engel.

Komm zu mir.

Erinnerst du dich an die Hütte?

Dort musst du dich verstecken, wenn ich nicht mehr da bin.

Mach jetzt die Augen zu.

Lass uns ein wenig so beieinander schlafen.

Mama?

Mama?

Mama?

So vergingen Tage.

Dann Wochen.

Dann Monate.

Dann Jahre.

Und dann endlich...

kam Madeleine zurück.

Mein Engel

Mein Engel, ich bin wieder da.

Ich weiß nicht, wo ich dich finden kann.

Wenn du diese Nachricht siehst,

zeige dich.

22. Februar.

Ich beginne jetzt, in Farbe zu träumen.

Neulich habe ich von dir geträumt.

Du warst sehr schön.

Ich habe dich sehr begehrt.

Liebe Madeleine,

ich habe so lange auf dich gewartet, dass ich jetzt Angst habe.

Mein Engel!

Ich würde dich gerne so wieder sehen wie früher.

Wärst du einverstanden, die Augen geschlossen zu halten?

Wenigstens einmal?

Mein Engel?

Bist du da? - Ja.

Hast du die Augen geschlossen? - Ja.

Komm.

Führe mich.

Komm zu mir.

Dein Geruch hat sich verändert.

Es ist noch derselbe, aber doch anders.

Er macht mich immer noch ganz benommen.

Darf ich?

Ja.

Das ist so weich.

Erzähl mir wie es war,

als du anfingst zu sehen.

Nichts war so, wie ich es mir vorgestellt hatte.

Vorher dachte ich immer, man sieht um die Dinge herum.

Wie wenn man ein Gesicht oder einen Gegenstand berührt.

Aber man kann immer nur eine Seite sehen.

Wenn man den Rest sehen will,

muss man darum herumgehen.

Wenn ich als kleines Mädchen einen Ball geworfen habe,

war er verschwunden, sobald er außerhalb der Reichweite meiner Hände war.

Und wenn er dann zurückkam, war es wie Zauberei.

Später merkte ich, dass der Ball noch da war.

Ich verstand, dass er außerhalb von mir existierte.

Das kam mir seltsam vor.

Plötzlich war die Welt voll von Wänden und Gegenständen,

die weiter existierten, obwohl sie nicht mehr in der Reichweite meiner Hände lagen.

Ich brauchte lange, um mich daran zu gewöhnen.

In meinem Zimmer gab es keinen Spiegel.

Also schlich ich mich eines Tages auf den Flur hinaus.

Ich ging zur Toilette...

und ein junges Mädchen sah mich seltsam an.

Als ich mich ihr näherte,

kam auch sie auf mich zu.

Ich lächelte sie an.

Sie lächelte zurück.

Erst da wurde mir klar, dass ich das war.

Ich hatte mir mich nicht so vorgestellt.

Ich habe herausgefunden, dass etwas Großes geschieht,

wenn man in die Augen eines anderen schaut.

Weißt du noch, wie wir Verstecken gespielt haben, als wir klein waren?

Du hast immer gewonnen.

Später verstand ich, dass du mich gewinnen ließest,

während ich glaubte, mich versteckt zu haben.

Aber du hast mich immer gefunden.

Dein Geruchssinn und dein Gehör waren unglaublich.

Bist du bereit?

Ja.

Ich führe dich.

Jetzt dreh dich nach rechts.

Langsam.

Setz dich an den Rand.

Jetzt kannst du die Augen aufmachen.

Das ist schön.

Schau nach links, da ist die Hütte meiner Mutter.

Mein Engel?

Komm zu mir.

Ich finde, das ist ein schöner Ort, um dich das erste Mal anzuschauen.

Nein, nicht jetzt. Bitte, nicht hier.

Dann sag mir wann.

Heute Abend.

Komm, setz dich zu mir.

Madeleine?

Würdest du mich lieben, wenn ich blond wäre?

Natürlich.

Und wenn ich...

orange wäre?

Natürlich.

Und wenn ich gar keine Farbe hätte? - Aber ja, ich würde dich lieben.

Ich werde jetzt meine Hand auf deine legen.

Sieh nicht gleich hin.

Jetzt schau hin.

Oh nein...

Madeleine.

Madeleine, bitte.

Nicht.

Wenn ich die Augen schließe,

dann ist es, als ob ich dich sehen könnte.

Ich werde mit geschlossenen Augen leben, wenn es sein muss.

Mein Engel?

Bist du da?

Wenn du da bist, sprich mit mir.

Mein Engel?!

Du bist der erste und einzige Mensch, außer meiner Mutter,

der mir das Gefühl gegeben hat, dass ich existiere.

Aber ich wusste, dass ich ab dem Tag, an dem du sehen könntest,

wieder unsichtbar werden würde.

Transparent.

Wenn du durch mich hindurch siehst...

Das tut mir weh.

Als ich dich vorhin so unglücklich sah,

habe ich mich so sehr gehasst, dass ich am liebsten niemals existiert hätte.

Deshalb bitte ich dich um etwas:

Ich möchte, dass du ohne mich glücklich wirst.

Das wird mir die Kraft geben, ohne dich glücklich zu sein.

Ich werde dich niemals vergessen.

Aber bitte...

vergiss mich.

Dein Engel.

Zwei.

Drei.

Vier.

Fünf.

Sechs.

Sieben.

Acht.

Mein Engel?

Neun.

Ich weiß, dass du da bist.

Lass mich zu dir kommen.

Bitte.

Ich will dich an mir spüren.

Jetzt ist Schluss.

Wir werden zusammenbleiben, für immer.

Ich werde dich so lieben wie du bist.

Sieh mir ganz fest in die Augen.

Spürst du es? Spürst du, dass ich dich ansehe?

Ja.

Ich spüre es auch, Mein Engel.

In meinem Innern spüre ich deine Augen, die mich anschauen.

Das ist schön.

Es ist warm.

Wie die Wärme deiner Haut.

In meinem Bauch wird es auch ganz warm.

Ich liebe dich.

Ich dich auch.

Was werden wir jetzt tun, Madeleine?

Ich werde mich daran gewöhnen, dich mit offenen Augen nicht zu sehen,

anstatt dich mit geschlossenen Augen nicht zu sehen.

Und bis das funktioniert, denken wir uns etwas anderes aus.

Ich könnte dich schminken, um dein Gesicht zu sehen.

Schließ die Augen.

Oh, das ist seltsam.

Ich werde wieder lernen dich zu spüren...

wie früher.

Hoffentlich ist es nicht unsichtbar.

Oder unsichtbar und blind.

Wir könnten eine Zaubervorstellung geben, um unseren Lebensunterhalt zu verdienen.

Und vor allem...

Vor allem werde ich dir das Schwimmen beibringen.

Schwimmen ist wunderbar.

Du schwebst.

Es ist, als würdest du durch die Luft fliegen.

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