All language subtitles for Nofretete.Koenigin.vom.Nil.1961.GERMAN.dTV

af Afrikaans
ak Akan
sq Albanian
am Amharic
ar Arabic
hy Armenian
az Azerbaijani
eu Basque
be Belarusian
bem Bemba
bn Bengali
bh Bihari
bs Bosnian
br Breton
bg Bulgarian
km Cambodian
ca Catalan
ceb Cebuano
chr Cherokee
ny Chichewa
zh-CN Chinese (Simplified)
zh-TW Chinese (Traditional)
co Corsican
hr Croatian
da Danish
en English Download
eo Esperanto
et Estonian
ee Ewe
fo Faroese
tl Filipino
fi Finnish
fr French
fy Frisian
gaa Ga
gl Galician
ka Georgian
de German
el Greek
gn Guarani
gu Gujarati
ht Haitian Creole
ha Hausa
haw Hawaiian
iw Hebrew
hi Hindi
hmn Hmong
hu Hungarian
is Icelandic
ig Igbo
id Indonesian
ia Interlingua
ga Irish
it Italian
ja Japanese
jw Javanese
kn Kannada
kk Kazakh
rw Kinyarwanda
rn Kirundi
kg Kongo
ko Korean
kri Krio (Sierra Leone)
ku Kurdish
ckb Kurdish (Soranî)
ky Kyrgyz
lo Laothian
la Latin
lv Latvian
ln Lingala
lt Lithuanian
loz Lozi
lg Luganda
ach Luo
lb Luxembourgish
mk Macedonian
mg Malagasy
ms Malay
ml Malayalam
mt Maltese
mi Maori
mr Marathi
mfe Mauritian Creole
mo Moldavian
mn Mongolian
my Myanmar (Burmese)
sr-ME Montenegrin
ne Nepali
pcm Nigerian Pidgin
nso Northern Sotho
no Norwegian
nn Norwegian (Nynorsk)
oc Occitan
or Oriya
om Oromo
ps Pashto
fa Persian
pl Polish
pt-BR Portuguese (Brazil)
pt Portuguese (Portugal)
pa Punjabi
qu Quechua
ro Romanian
rm Romansh
nyn Runyakitara
ru Russian
sm Samoan
gd Scots Gaelic
sr Serbian
sh Serbo-Croatian
st Sesotho
tn Setswana
crs Seychellois Creole
sn Shona
sd Sindhi
si Sinhalese
sk Slovak
sl Slovenian
so Somali
es Spanish
es-419 Spanish (Latin American)
su Sundanese
sw Swahili
sv Swedish
tg Tajik
ta Tamil
tt Tatar
te Telugu
th Thai
ti Tigrinya
to Tonga
lua Tshiluba
tum Tumbuka
tr Turkish Download
tk Turkmen
tw Twi
ug Uighur
uk Ukrainian
ur Urdu
uz Uzbek
vi Vietnamese
cy Welsh
wo Wolof
xh Xhosa
yi Yiddish
yo Yoruba
zu Zulu

Original subtitles

(Melancholische Musik)

(Leises Plätschern)

(Zirpende Grillen)

Du hättest als Nachteule geboren werden können.

Warum schläfst du nicht? - Ich bin noch nicht müde.

Die Nachtspaziergänge sind noch dein Untergang. Man sieht und hört alles.

Und wenn der Hohepriester es erfährt? Wenn die Wachen oder Lehrer reden?

Priester und Lehrer, hohe Mauern und Wachen, Tage und Nächte: ewig gleich

Alles ist vorgeschrieben. - Sei ruhig, mein Kind.

Ich möchte frei sein und tun, was ich will. Wie jedes andere Mädchen.

Du bist nicht wie alle anderen. Bitte sei vorsichtig.

(Sehnsuchtsvolle Musik)

(Rascheln im Schilf)

Tanit.

Oh, du bist ja ganz nass.

Wenn die Wachen dich nicht umbringen, tötet dich die Kälte.

Es ist heute das letzte Mal. Ich habe ein Boot.

Wir verlassen Ägypten und sind für immer zusammen.

Oft habe ich mich auf diesen Moment gefreut, aber jetzt habe ich Angst.

Wenn sie uns fangen, töten sie dich.

Von dir getrennt zu sein, ist schlimmer. Lieber will ich sterben.

Nie gibt der Hohepriester seine Einwilligung in eine Heirat.

Deshalb müssen wir fliehen, solange es noch Zeit ist.

(Bedrohliche Musik)

Ich hole das Boot.

Achtung, Tutmosis! - Halt! Stehen bleiben!

Ergib dich!

(Kampfgeräusche)

Lauf! Schnell! Mir werden sie nichts tun. - Holt ihn!

Er läuft zum Ufer. - Da kommt er nicht weit.

Über den Fluss ist es unmöglich. Kommt, hier lang!

Wo ist er? - Hier nicht.

Habt ihr ihn? Vielleicht hier drin.

(Dramatische Musik)

Da ist er. Passt auf! Haltet ihn fest! Wache!

Wache! Da läuft er.

Jetzt haben wir ihn. - Das schafft er nicht.

Wartet, bis er wieder auftaucht.

Es ist zwecklos. Er ist nicht mehr in Schussweite.

Aber er kommt nicht durch. Dafür sorgen die Alligatoren.

(Sakraler Gesang)

(Musik, abwechselnd mit Chorgesang)

(Gong)

(Gong)

(Stille)

Tanit, weißt du, warum man dich hergebracht hat?

Ich... ich ahne es, Ehrwürdiger.

Aber ich wollte keine Gotteslästerung begehen.

Du hast dich heimlich mit einem jungen Mann getroffen.

Die Götter verlangen Strafe. Aber deine Jugend und Vorzugsstellung

fordern von mir auch eine gewisse Nachsicht.

Aber er ist auch jung, Ehrwürdiger. Was soll aus ihm werden?

Dieser junge Mann... tja...

Die Gesetze sind klar und eindeutig.

Die Strafen für Gotteslästerung, Ungehorsam und Ketzerei stehen fest.

Sie heißen: Tod.

Wann darf ich Modell stehen? - Tänzerinnen sind nicht meine Stärke.

Ich würde nicht müde. Ich könnte stunden- und tagelang für dich stehen

Es würde viel länger dauern als ein paar Tage. Versprich nicht zu viel.

Man merkt, dass du dein Modell gut kennst.

Das will ich meinen. Mein Vater war Fechtmeister des Prinzen.

Als Knirpse konnten wir kaum die Schwerter halten. - Ich weiß.

Aber die all zu große Vertrautheit mit einem Modell ist nicht immer gut.

Mir scheint, das Porträt des Prinzen wird etwas zu genau. - Zu lebenswarm?

Die Augen zum Beispiel. Du weißt doch, was man über ihn sagt.

Der Fluch des Wahnsinns soll auf ihm liegen.

Der Prinz ist mein Freund. Ich bilde ihn so nach, wie ich ihn sehe.

Es liegt eine gewisse Ruhelosigkeit in seinem Gesicht.

Ruhelosigkeit herrscht in ganz Ägypten. - Und Gefahr offenbar auch.

Nur eine Schramme. Es ist nichts Ernstes.

Ich möchte mit dir sprechen. Bitte komm mit.

Ich bin überzeugt davon, dass sie schön ist. Gib es nur zu.

Sicher ist sie auch wert, dass du 100 solcher Wunden empfängst.

Wer ist sie?

Das Einzige, was ich von ihr weiß: Sie heißt Tanit.

Sie wurde von Kindheit an für den Tempeldienst erzogen. - So so.

Das beweist, dass einflussreiche Mächte hinter ihr stehen.

Für einen Mann wie dich ein unüberwindliches Hindernis.

Ich liebe sie, und sie liebt mich. - Tja, wenn du meinst.

Aber du wirst die gesamte Priesterschaft gegen dich haben.

Und es gibt nur Einen, der dir helfen wird: der Pharao.

Sprich mit dem Prinzen Amenophis. Ihr seid Freunde.

Er kann ein gutes Wort für dich einlegen. - Wie soll ich mit ihm reden?

Er führt in der Wüste unsere Truppen gegen die Chaldäer. - Du musst zu ihm.

Du hast noch nicht erkannt, dass dein Leben in Gefahr ist.

Ist Tanit erst einmal Priesterin, ist es zu spät.

Keine Macht der Welt kann die heiligen Weihen wieder aufheben.

Nein, Merith. Ich reite allein.

Es wäre klüger, wenn du mich mitnehmen würdest.

Ich bin in der Wüste geboren, kenne mich aus.

Du bleibst hier. - 1.000 Gefahren lauern da draußen auf dich.

Ich muss allein damit fertig werden.

Tutmosis!

Es gibt eine Quelle, ca. einen halben Nachtritt vom alten Tor entfernt.

Halt! Was wollt ihr? Wer gibt euch das Recht, hier einzudringen?

Wir suchen einen Bildhauer namens Tutmosis.

Ich habe ihn seit gestern nicht gesehen.

Vielleicht fraßen ihn die Alligatoren?

Durchsucht das Haus!

Er ist weg.

Los, vorwärts!

Bewegt euch! Weiter!

Hoch mit dir! Zurück da!

Es geht vorbei, Bruder. Hab Vertrauen zum neuen Tag.

Habt ihr kein Herz? Er ist kein Tier. Er ist ein Mensch, genau wie du.

Warum verlangst du von mir Mitleid? Hast du kein Vertrauen zu deinem Gott

Wie war sein Name? - Aton.

Kann er eure Wunden nicht heilen?

Er beschützt unsere Seelen.

Ich bete darum, dass er auch deiner Seele gnädig sein möge.

Bin ich etwa abhängig von der Gnade oder Ungnade eines Hundes?

Hat dein Gott die Kraft, mein Schwert von deinem mageren Hals abzuwehren,

dann soll er es beweisen. - Halt!

Ich bitte euch: Bewahrt Ruhe, haltet ein!

Was geht hier vor, Nagor? Was hat dieser Aufruhr zu bedeuten?

Dieses Ungeziefer ist eine lästige Bürde für ein Heer auf dem Marsch.

Was sollen wir machen? - Wir ketten sie an, und der Sand deckt sie zu.

Amenophis, du hast uns besiegt, aber wir kämpften tapfer.

Wir verdienen eine andere Behandlung. - Der Alte spinnt.

Gib mir Vollmacht zu handeln, mein Prinz. Ein Wort von dir genügt.

Du kannst diese Männer nicht töten lassen. Das wäre gemein und ruchlos.

Der zukünftige Herrscher Ägyptens würde damit Schwäche zeigen.

Du bittest mich um das Leben dieser Männer. Was erbittest du für dich?

Nichts, mein Prinz.

Und... du fürchtest dich auch vor nichts?

Du kannst meinen Leib vernichten, gewiss. Aber mein wahres Sein ruht

in einer Macht, die 1.000-mal stärker ist als alle Gesetze Ägyptens.

In den Händen von Aton, des einzig wahren Gottes.

Ein schöner Gott, der eine Niederlage schenkt. Unser Gott ließ uns siegen.

Es gibt keinen Gott außer Aton, den Sonnengott.

Alle anderen Götter sind falsch. - Nun ist es aber genug!

Nagor! - Ich erfülle nur meine Pflicht als Untertan.

Und der Sohn eines Pharao hat kein Recht, einen Ketzer zu schützen.

Nagor!

Komm her, du Held!

Wenn du dich beweisen willst, nimm jemanden, der dir gewachsen ist.

Herunter mit den Waffen!

Mein Freund Tutmosis! Immer noch der Alte.

Da hast du dir aber einen harten Partner ausgesucht.

Was treibt dich hierher?

Ich brauche in einer wichtigen Sache deine Hilfe. - Ich bin neugierig. Komm

Nagor, du bist für jedes Leben dieser Männer verantwortlich.

Komm, mein Freund! - Was wirst du mit ihm machen?

Ihn bestrafen? - In Religionsfragen habe ich keine absolute Autorität.

Ich hätte kein Heer mehr, wenn ich jede Untat bestrafen würde.

Früher hättest du für geringere Fehler seinen Kopf verlangt.

Mir scheint, du hast dich sehr verändert. - Findest du?

Sieh dir mal den Mond an und lass uns allein, meine Wüstenkatze.

Komm und mach es dir bequem. Wir haben uns bestimmt viel zu erzählen.

Hast du immer noch so einen gesegneten Durst?

Also, was gibt's? Was kann ich für dich tun?

Falls du Schulden hast: erledigt.

(spöttisch) Die Summe müsstest du mir aber in Geld geben.

Darum geht es nicht. Deine Hilfe brauche ich trotzdem.

Du bekommst sie. Worum geht es?

Ich... äh... ich hab mich verliebt.

Mein Glückwunsch. Kenne ich sie vielleicht?

Ich glaube, nicht. Sie heißt Tanit. - Tanit?

Ich kenne sie bestimmt nicht. Ich nehme an, du wirst sie heiraten.

Amenophis, das hängt von dir ab. - Von mir?

Unserem Glück steht ein Hindernis im Weg. - Sprich dich aus.

Tanit befindet sich unter dem Schutz des hohen Priesters.

Vermutlich ist sie zur Priesterin bestimmt. - Welch ein Jammer.

So wird die Schönheit verschwendet. - Du musst uns helfen.

Ich möchte schon.

Aber nur der Pharao kann dem Hohepriester Widerstand leisten.

Du könntest deinen Vater überreden. - Die Umstände sind ungünstig.

Theben ist weit. Mein Vater ist alt und krank.

Jede meiner Nachrichten geht durch die Hand des hohen Priesters.

Soll ich bei Benakon ein Bittgesuch einreichen?

Du bist unsere einzige Hoffnung. - Ich würde gern etwas für dich tun.

Wenn ich nur könnte. Aber im Moment sehe ich keine Möglichkeit.

Vielleicht, wenn ich nach Theben zurückkomme.

Dann wird es zu spät sein für mich und Tanit.

Benakon hat mich bereits zum Tode verurteilt. - Nein!

Mein Freund, du weißt nicht, wie sehr du mich quälst.

Es ist spät. Ich bin müde. Ich kann nicht mehr nachdenken.

Ich brauche Ruhe. Komm, wir wollen schlafen.

Lass uns morgen früh nochmal über alles sprechen.

Verzweifle nicht. Ein neuer Tag bringt neue Ideen und neue Hoffnung.

Schlaf, Tutmosis, schlaf.

Aber Kind, du bist ja wieder so spät noch auf.

Ich glaube, ich kann nie mehr schlafen. Ich finde keine Ruhe.

Willst du, dass ich eine Kranke pflege?

Die kalte Nachtluft wird dir schaden.

5-mal ist die Sonne schon untergegangen, seit er fort ist.

Vielleicht geht sie noch 5-mal unter, bevor ihr euch wiederseht?

Leg dich hin, sonst empfängst du ihn mit einer feuchten roten Nase.

Oder du siehst so hohlwangig aus, dass er dich nicht mehr mag.

Die Karawanenführer berichten von schrecklichen Sandstürmen.

Ja, aber die meisten sind ohne Verluste durchgekommen.

(Dramatische Musik)

Amenophis! Ich bin es doch!

Ich, Tutmosis.

Amenophis!

Erkennst du mich nicht? Ich bin es, dein Freund.

Tutmosis.

Was ist mit mir?

Bist du unverletzt? - Ja.

Ja, es ist alles in Ordnung.

Verzeih mir, mein Freund.

Um ein Haar hätte ich dich getötet. - Mach dir keine Gedanken.

Du hast schlecht geträumt. - Entsetzlich: immer diese Träume.

Jede Nacht quälen sie mich. Wofür strafen mich die Götter so?

Sie besudeln mich mit dem Gestank von Kadavern auf dem Schlachtfeld.

Warum zwingen sie mich, zu töten? Immer wieder.

Wo ich doch nur den Frieden ersehne! - Versuche zu schlafen.

Schlafen soll ich? (hämisch lachend) Schlaf!

Schlaf ist der Spießer, dem die bösen Götter einen Prinzen rösten.

Durch Geburt und Überlieferung bin ich ihr bevorzugter Sohn auf Erden.

Und trotzdem treten sie mich wie einen Wurm.

(Stimme von draußen) Alles, was fliegt, wird beflügelt.

Es lebt auf in den Strahlen deines Lichts.

Die Schiffe fahren den Strom hinauf und hinab...

Du bist fern, aber die Erde empfängt deine Strahlen.

Du bist auf dem Antlitz der Menschen - Woher nimmt er die Kraft?

Was ist die wahre Quelle seiner Zuversicht und Gelassenheit?

Wen meinst du? - Den chaldäischen Priester.

Er fürchtet sich vor nichts. Er betet den Gott an und ist getröstet.

Er steht da draußen und strahlt so viel menschliche Wärme aus.

Du hast ihn finster gemacht zur Kühlung der Felder. Auch die Hitze.

Du hast den fernen Himmel gemacht,

damit du dort leuchten und all dein Werk betrachten kannst.

Du allein leuchtest in deiner Gestalt als die lebendige Sonne.

Heil Amenophis, Herrscher Ägyptens!

Was redest du für einen Unsinn? Mein Vater regiert Ägypten.

Noch ehe die Sonne 2-mal den Sand unter deinen Füßen wärmt,

wirst du zum Pharao ausgerufen werden.

Wenn das wahr ist, sollst du als freier Mann nach Theben reiten.

Das ist Melat und seine Garde. Was soll das bedeuten?

Heil Pharao, Herrscher von Ägypten!

Es ist meine Pflicht, dir mitzuteilen,

dass wieder ein großer Pharao in die Reihen der Unsterblichen hinüberging.

Wie ist mein Vater gestorben? Hat er schwer gelitten?

Sein Tod war wie sein Leben. Er starb in Frieden und voller Geisteskraft.

Ich habe dir ein Versprechen gegeben. Ich stehe zu meinem Wort.

Ich kann die Freiheit nicht annehmen. Nicht für mich allein.

Gut, dann sollen deine Leute auch frei sein.

(viele) Heil Pharao!

Tränen für meinen Vater wären mir lieber als Heil-Rufe für mich.

Und die wären zu dieser Stunde auch passender.

Ich brauche eine Eskorte für meine Rückkehr nach Theben.

Wann will mein Pharao aufbrechen? - Gleich morgen früh.

Meine Männer sind bereit.

Während meiner Abwesenheit führst du die Wüstentruppen.

Ich werde mich dieser Ehre würdig erweisen.

Mein Pharao.

Veränderte mein neuer Rang auch mein Gesicht in den Augen eines Freundes?

Amenophis. - Das hört sich besser an, und dabei lassen wir es.

Du wolltest mich etwas fragen?

Nein, ich wollte dir nur sagen: Ich teile deinen Schmerz.

Ich danke dir, mein Freund.

Du hattest selbst Kummer, aber er ist vorbei.

Du kannst heute noch mit der Palastgarde zurückreiten.

Du stehst unter meinem persönlichen Schutz.

Du darfst das Mädchen heiraten, das du liebst.

Dass du in diesem Augenblick an mich denkst, werde ich dir nie vergessen.

Wo ist dein Hauptmann?

(Romantische Musik)

Ach, Tutmosis! Es war so schwer ohne dich.

Lass mich dich ansehen.

Erzähl mir, was du erlebt hast. Hast du Amenophis gesehen?

Du musst mir alles erzählen. - Ich habe ein Geschenk.

Das Dokument ist der 1. offizielle Erlass des neuen Pharao.

Das bedeutet, dass wir frei sind. Niemand kann uns Vorschriften machen

Nicht einmal der Hohepriester? - Nicht einmal der.

Lass uns Pläne schmieden. Wo wollen wir leben? - Dazu ist Zeit genug.

Wie meinst du das?

Wir müssen 70 Tage Trauerzeit für den verstorbenen Pharao einhalten.

70 Tage voll süßer Qual. Ich werde sie durchstehen.

Dann kommt unser großer Tag. - Amenophis richtet die Hochzeit aus.

Ich freue mich so sehr darauf. Wenn ich daran denke:

Ich, Tanit, werde die Frau des begabten und berühmten Bildhauers.

Und die Mutter seiner Kinder. Ich bin so glücklich.

Meine Frau. Meine wunderschöne, geliebte kleine Frau.

Bitte sei so gut. - Schöner wirst du davon auch nicht mehr.

Aber es reicht auch so.

Herr, ohne deinen Rat hätte ich Tanit niemals gewonnen.

Schon gut, mein Sohn, aber ich möchte deine Auserwählte kennenlernen.

Sofort. - Komm!

(Musik)

(Feierliche Musik)

Mit diesem geheiligten Schwert wird der Auftrag von Gott Amun vollzogen:

Wie er es befiehlt.

(Tragische Musik)

(Stille)

Mit diesem einen Tropfen Blut ist der Name Tanit vergessen.

Tanit lebt nicht mehr. An ihrer Stelle ersteht eine keusche Seele,

die ihrer Bestimmung gewachsen ist.

Der Name, den ihr die Götter verliehen haben, lautet: Nofretete.

Steh auf, Nofretete!

Sie haben sie entführt.

Der Pharao ist bald hier. Er hilft dir, sie zu finden.

So lange kann ich nicht warten.

Ich reite ihm entgegen und sage ihm, wie man seine Befehle missachtet.

Schnell weg hier!

(Dramatische Musik)

Komm, meine Tochter. Warum zitterst du? Warum hast du Angst?

Du solltest dich freuen. Du bist das glücklichste Mädchen in Ägypten.

Ich verstehe nicht, was hier geschieht. Bin ich jetzt Priesterin?

Nein, mein Kind. Dein Rang ist weitaus erhabener.

Du bist die auserwählte Braut unseres Reiches:

Die zukünftige Gemahlin Ägyptens. - Wessen Braut?

Du heiratest Amenophis, sobald er nach Theben zurückgekehrt ist.

Das ist unmöglich, Ehrwürdiger.

Ägypten wird einen neuen König haben und eine neue Königin.

Der Pharao ist Tutmosis bester Freund. Er wird nie einwilligen.

Es wäre unehrenhaft. - Notwendigkeiten in der Politik sind nie unehrenhaft.

Du wagst es, dich über den Erlass des Pharao hinwegzusetzen?

Ich habe einen gültigeren Auftrag. Dagegen kann auch Amenophis nicht an

Es ist eine Botschaft vom Gott Amun.

Versehen mit dem Segen des alten Pharao, bevor er starb.

Und unterschrieben von deinem Vater.

Aber das ist ja deine Unterschrift, Ehrwürdiger, und dein Siegel.

Die Zeit ist gekommen, da ich dir nichts mehr zu verheimlichen brauche

Du sollst die Wahrheit erfahren.

Ich bin dein Vater.

Warum hast du mir das nicht schon früher gesagt?

Es war besser so. Junge Leute haben oft nicht das Verständnis

für die Belange des Staates und der Religion. Eines Tages dankst du mir.

(Triumph-Musik)

Volk von Theben!

Als euer neuer Pharao bestätige ich mein feierliches Versprechen:

Ich will mich nach dem Vorbild meines Vaters der Aufgabe widmen,

für den Fortbestand unseres Reiches zu sorgen,

für das Glück meiner Untertanen und für ihr Wohlergehen.

(Jubel)

Weiß Amenophis, dass ich diejenige bin, die er verheiraten wollte?

Du bist nicht dasselbe Mädchen. Tanit ist tot.

Ich erzähle dem Pharao von dieser Verschwörung und seiner Rolle darin.

Das bringt dir weder Trost noch Vorteil.

Aber es würde Tutmosis' Schicksal endgültig besiegeln.

Soll das heißen: Du lässt Tutmosis töten, wenn ich spreche?

Sein Leben liegt in deiner Hand. Dein Schweigen ist seine Rettung.

(Traurige Musik)

Bitte gib mir dein Wort darauf, dass Tutmosis nichts zu befürchten hat.

Hab doch Vertrauen zu mir.

Jetzt komm! Du musst vor dem Pharao einen heiteren Eindruck machen.

Soll das noch stundenlang so weitergehen? Mein Kopf zerspringt.

Dein Hohepriester möchte dir noch jemanden Besonderes vorstellen.

Aber zuvor trage ich eine Beschwerde der Priester vor.

Wir sind gegen die Anwesenheit eines fremden Priesters.

In so vertrauter Nähe des Thrones.

Der Pharao weiß, dass er nur wenige Vorrechte hat.

In vielen Dingen braucht er die Zustimmung der Priester.

Aber in persönlichen Angelegenheiten will er eigenständig handeln.

Wenn er sich von der Lehre des einen einzigen Gottes beeinflussen lässt,

so ist das etwas, das nur ihn allein angeht.

Du wolltest mir jemanden vorstellen. Bitte.

Der Hohepriester übermittelt dir eine Botschaft unseres Gottes Amun.

Sie bezeichnet jenes Mädchen, das auserwählt wurde,

neben dem neuen Pharao auf dem Thron Ägyptens zu sitzen.

(Sakraler Gesang)

(Feierliche Musik)

(Tutmosis stöhnt.)

(Musik von draußen)

(Bauchtanz-Musik)

Tutmosis! Tutmosis!

Bist du das, Herr?

Bist du das wirklich?

Vorsicht, nicht so laut! Hier, pass auf!

(Angestrengtes Keuchen)

(Bauchtanz-Musik von draußen)

(Die Hammerschläge sind zu hören.)

(Laute Trommel-Musik)

Ich danke dir, Herr. - Schon gut. Komm!

Wir dürfen keine Zeit verlieren.

Du weißt, wo der Brunnen von Lara ist? - Ja.

Dort wartest du auf mich. Beeil dich! Reite, so schnell du kannst.

Jeder Augenblick ist kostbar.

(Bauchtanz-Musik)

(Plätscherndes Wasser)

(Bedrohliche Musik)

(Pferd wiehert.)

(Löwe brüllt.)

(Dramatische Musik)

(Wiehern)

(Merith) Tutmosis! Tutmosis!

Sag doch etwas! Erkennst du mich?

Lebt er? - Ich weiß nicht.

Ich hab Angst, er...

(Schluchzen)

(Musik, Lachen und Gespräche)

Auf Nofretete: Die schönste Königin,

die je den Thron Ägyptens mit ihrem Liebreiz geschmückt hat.

(Mehrere) Es lebe Nofretete! Lang lebe die Königin!

Nein, nein. Bleibt nur sitzen!

Ich sehe in viele fremde Gesichter. Wo ist mein lieber Freund Tutmosis?

Dakim! Warum ist Tutmosis nicht hier?

Warum teilt er nicht mit uns die Freuden dieses festlichen Tages?

Sein Name wurde von der Gästeliste gestrichen. - Auf wessen Anordnung?

Auf meine Anordnung. - Warum?

Ich bedaure, dass mein Pharao in diesem Moment danach fragt.

Ich wollte in dieser frohen Stunde Traurigkeit vermeiden.

Doch es soll nicht sein. Dein Freund Tutmosis... ist tot.

Tutmosis tot?

Wie ist das nur möglich?

Er wurde in der Wüste gefangen gehalten: für ein geringes Vergehen.

Ich hatte seine Freilassung bereits verfügt, aber er entfloh.

Ein Ärmel seines Gewandes wurde gefunden, blutbefleckt.

Offensichtlich wurde er von einem Raubtier angefallen.

Das ist alles, was ich darüber weiß.

Holde Königin! Sie hat die Besinnung verloren. Helft ihr doch!

Die Nachricht traf sie sicher schwer.

Geh lieber schlafen! - Ich kann nicht schlafen.

Ich habe keine Ruhe, solange ich nicht weiß, dass er leben wird.

(Musik)

Es scheint der Königin Genugtuung zu bereiten, den Pharao zu erniedrigen.

Ich wollte dich nicht kränken. - Aber du tatest es.

Während du allein ruhtest, schaute ich mir 3 Nächte lang den Mond an.

Ich fühlte mich nicht wohl. Verzeih!

Ich hoffe, dass es dir wieder besser geht. Heute siehst du rosig aus.

Du musst Geduld haben, Amenophis. Lass mir Zeit, mich zu gewöhnen.

Hast du Angst? Oder ist es nur das Spiel des keuschen Verweigerns,

das Frauen so gut beherrschen?

Ja, ich habe wirklich Angst. Ich war noch nie mit einem Mann allein.

So, wie jetzt. - Wir sind nicht allein.

Das ägyptische Volk ist bei uns: in der Hoffnung auf einen Thronerben.

Das weißt du doch.

Ich kann nicht.

Bitte erzwinge nichts von mir.

Ich will dich nicht verletzen oder dir weh tun. - Wie rücksichtsvoll.

Glaubst du etwa, dass dein Verhalten Balsam für meinen Stolz ist?

Genügt der Thron nicht?

Muss ich noch mehr bezahlen, um deine Gunst zu erringen?

Ich würde gern verzichten. Ich habe den Thron nicht ersehnt.

Wir haben unserem Volk gegenüber eine Verpflichtung.

(Traurige Musik)

Wenn du darauf bestehst,

den Vertrag seinen kalten und nüchternen Worten gemäß einzuhalten:

Gut, dann soll es geschehen.

Jämmerliche Reste eines Gefühls, das längst erstorben ist in mir.

Wenn du das willst, wenn das deinen Stolz befriedigt: Dann nimm es!

(Musik)

Ich weiß: Ich war grausam zu dir.

Das Leben ist grausam. Du bist nur das Instrument,

das den Göttern die Schneide ihres grimmigen Humors schärft.

(Tür kracht zu.)

Meister, unser Toter sieht heute ganz...

Du hast versprochen, zu Amenophis zu gehen. - Ich habe es versucht.

Was sagt er? - Es ist schwer, an den Pharao heranzukommen.

Der Weg führt über den Hohepriester. - Hast du etwas von Tanit gehört?

Alles zu seiner Zeit. Werde erst mal gesund. Dann sehen wir weiter.

Was für ein Tumult ist das? - Wieder irgend so eine Prozession.

(Rufe von draußen) Es lebe die Königin!

Die Königin?

Hat Amenophis sich vermählt? Haben wir eine Königin?

Ich möchte sie sehen. - Nein, bitte nicht.

(Triumph-Musik und Jubel)

Tanit!

Tanit!

Tanit!

Tanit!

Komm!

Du hast den Pharao und mich belogen. - Ich war sicher: Der Mann sei tot.

Offensichtlich zogen meine Kundschafter voreilige Schlüsse.

Oder man täuschte sie.

Du wolltest es so. Deshalb glaubtest du ihnen. - Ich dachte nur an dich.

Ich wollte deine Stellung nicht gefährden lassen.

Du solltest mir dankbar sein.

Soll ich dir dafür danken, dass du meine Gefühle mit Füßen trittst?

(Tutmosis lacht betrunken.)

Warum lachst du? Woran denkst du?

An die Königin?

Zwischen ihr und mir liegen jetzt Wüsten und Meere. Ganze Jahrhunderte

Komm, Schatz, trink mit mir: auf die Wüsten, die Meere, die Jahrhunderte.

Wir wollen zusammen feiern, wir beide.

Wir beide: Wie oft habe ich davon geträumt?

Wir wollen lachen über das, was war.

Und wollen das genießen, was uns der Augenblick zu bieten hat.

Komm, Merith, trinken wir auf uns beide. Auf dich und auf mich.

(Sehnsuchtsvolle Musik)

Na? Ausgeschlafen? Es wird auch Zeit.

Zieh an!

(stöhnend) Ach...

Also, komm! Steh auf! Die Arbeit wartet.

Ich weiß. Aber du weißt noch nicht, wen du vor dir hast:

Einen neuen Tutmosis, für den die Vergangenheit tot ist.

Ein Mann, der überall zugreift, wo das Glück winkt.

Es winkt dir. Du hast bereits einen königlichen Auftrag.

Ein königlicher Auftrag? Für mich? - Ja. Für dich.

Man hat dich auserwählt, eine Statue der Königin zu schaffen.

Von Tanit? Warum ich und nicht du? Du bist der Meister.

Du hast den Auftrag bekommen.

Dass man dich gewählt hat, ist auch für mich eine Ehre.

Ich bin sehr stolz auf dich.

Wer machte den Vorschlag? - Sepa, der neue Priester.

Der Bildhauer wurde von der Königin genannt.

Der Pharao hat sein Einverständnis erklärt.

Ich weiß nicht, ob ich annehmen kann.

Der Wunsch des Herrschers ist Befehl.

Begreifst du nicht, was die Königin für dich tut?

Sie glaubt, damit ihr Gewissen zu beruhigen.

Was auch immer der Grund ist:

Siehst du nicht, was der Auftrag für dich bedeutet?

Vielleicht bringt er die entscheidende Wende:

Du könntest einer der bedeutendsten Bildhauer Ägyptens werden.

Deine Zukunft wäre gesichert.

Warum sollte ich besser sein als sie und nicht an meinen Vorteil denken?

Du hast recht. Ich werde es tun.

Vielleicht kommt so eine Gelegenheit nie wieder?

Wo ist der andere?

Ich hab all deine Werkzeuge dort hingelegt.

Du bist unruhig, nicht wahr? - Setz dich bitte da drüben hin.

Ich weiß auch, warum. Weil die Königin bald hier sein wird.

Für mich ist die Königin nur ein Modell wie alle anderen.

Sieh bitte dorthin!

Ja, das Licht ist gut. Es kann so bleiben.

Meine Königin.

Tutmosis.

Tutmosis.

Hat man mir nicht berichtet, dass du ...?

Verzeih, mein Freund, aber ich fühle mich in letzter Zeit nicht wohl.

Die Pflichten des Throns ermüden mich: die Zeremonien und Empfänge.

Ich freue mich, dich wiederzusehen, lieber Freund. Du siehst gut aus.

Du auch. Du bist... - Nein, keine Schmeicheleien von dir.

Ich sehe mich in jedem Stück Gold, Silber und Kupfer.

Es gefällt mir nicht, was ich sehe.

Du wirst also ein Bildnis meiner Gemahlin schaffen.

Bitte, lass dich nicht aufhalten. Oder störe ich, wenn ich zusehe?

Es ist eine Ehre für mich. - Bitte, fang an!

Wenn es meiner Königin gefallen würde, sich dort hinzusetzen?

Wenn die Königin so gütig sein würde und ihren Blick auf...

...meine Gehilfin richten würde? Dann können wir beginnen.

Du bist doch mal zu mir ins Lager gekommen während des Feldzuges?

Du brauchtest meine Hilfe. Was war das doch gleich?

Ich bat dich um deine Hilfe,

weil ich ein Mädchen heiraten wollte, das ich sehr liebte.

Und ich half dir, nicht wahr? - Es war dein 1. Erlass als Pharao.

Ja, so war es. Du hast von ihr erzählt. Ich erinnere mich.

Sie soll hübsch gewesen sein.

Sie war wunderschön. Für mich war sie die Schönste.

Aber Schönheit kann ein Künstler in seinem Werk nicht festhalten.

Sie liegt tiefer, wenn sie wirklich echt ist.

Zu tief, um von Hammer und Meißel erfasst zu werden.

Oder erkannt zu werden von einem verliebten Mann.

Meine Königin!

Wenn ich dich recht verstehe, wurde also nichts daraus?

Nein, wir feierten nicht Hochzeit.

Hast du es dir anders überlegt oder sie?

Wenn ich mich recht erinnere, war sie es. - Das tut mir leid für dich.

Und... was geschah weiter?

Gar nichts. Ihr Ehrgeiz war größer als ihre Zuneigung.

Aber es ist vorbei. Die Zeit ändert vieles. Für jeden von uns.

Jeder Tag bringt Neues. Man soll nie zurücksehen.

Mir ist nicht gut. Ich dachte nicht, dass es so anstrengend ist.

Es wird mir zu viel. Ich möchte mich ein wenig ausruhen.

Vielleicht können wir heute Nachmittag weiterarbeiten?

Ich kann dich verstehen: Unerwiderte Liebe ist eine traurige Sache.

Warum soll sie überhaupt Modell sitzen?

Ich kenne jede Linie in ihrem Gesicht.

Ich brauch sie nicht vor mir zu sehen. Die Erinnerung genügt mir.

Sie liebt dich immer noch.

Ich konnte es in ihren Augen lesen.

Und ich hasse sie dafür.

Ich könnte sie zerreißen! - Merith!

Lass mich! Was weißt du denn?

Ich will zurück in meine Heimat. Zu meiner Familie.

Ich will alles vergessen, vor allem dich.

Du darfst nicht gehen. Hörst du?

Wir lieben unseren Pharao, aber unsere alten Götter stehen höher.

Amenophis ist von den Göttern verflucht.

Er ist nicht mehr fähig zu regieren.

Auch ihr schwört den Zorn der Götter herab, wenn ihr ohne Widerspruch...

Die Priester sind wieder sehr eifrig. Es liegt was in der Luft.

Ich hatte große Hoffnungen wegen meiner Verwandtschaft zur Königin.

Doch meine Versuche, sie im Guten zu überzeugen, waren vergeblich.

Wenn wir uns nicht selbst täuschen wollen, müssen wir zugeben,

dass die Priesterschaft am Ende ist.

Eine Frage, Ehrwürdiger: Ich nehme an, du hast schon einen Plan?

Ja, den habe ich.

So sehr ich Gewalt verabscheue, fürchte ich doch:

Es braucht ein Ereignis, um den Pharao und die Königin zu bekehren.

(Melancholische Musik)

Königin erlaubt?

Wenn meine Königin es wünscht, können wir die Sitzung beenden.

Tutmosis, warum hasst du mich so?

Ich hatte keinen Einfluss auf das, was geschah.

Heuchle nicht! Die Götter gaben dir alles, was eine Frau erstreben kann.

Und mir? Ich habe nur meine Arbeit.

Ich habe nichts von dem, was ich mir gewünscht habe.

Ich hörte nicht auf, dich zu lieben: nicht eine Stunde.

Aber du bist die Königin, die Frau meines Freundes Amenophis.

Ich war nie seine Frau, also könnte ich ihn auch nie betrügen.

Es gab nie eine Gemeinschaft zwischen mir und Amenophis.

Was redest du da? Ihr seid durch Gesetz miteinander verbunden.

Ich werde nie einen anderen Mann lieben außer dir. Solange ich lebe.

Bitte, Tutmosis, bitte!

Versuch mich doch zu verstehen!

Hasse mich wenigstens nicht. Ich kann das nicht ertragen.

Amenophis wird heute herkommen.

Er will sehen, wie deine Arbeit gelungen ist.

Ja, sie ist fertig.

Und das ist das Ende. Mein Auftrag ist erfüllt.

Tanit, ich... Ich muss weg von hier.

Wir dürfen uns nicht mehr sehen.

Aber warum denn? Ich versteh dich nicht.

Ich muss weg. Je weiter, desto besser.

Nein, das darfst du nicht. Ich werde dir verbieten, zu gehen.

Aber das ist doch Wahnsinn. Wenn uns jemand sieht.

Ich lasse nicht zu, dass du dich meinetwegen in Gefahr bringst.

Bitte, sei still. Ich will nichts davon hören.

Es muss doch irgend einen Ausweg geben.

Es bleibt mir nur eines übrig:

Ich muss gehen.

(Melancholische Musik)

Morgen früh bei Sonnenaufgang gehe ich in den Tempel

und suche einen Platz aus für dein Bildnis.

Und dann werde ich Theben verlasen.

(Musik)

(Sakraler Gesang)

(Sakraler Gesang)

Tutmosis.

(flüstert) Du hättest nicht herkommen dürfen.

Auf am Horizont. Im Tageslicht verjagst du das Dunkel.

Die Menschen erheben sich auf ihren Füßen.

Ihre Arme öffnen sich anbetend bei deinem Aufgang.

Alle Augen erheben sich auf zu dir,

wenn du, oh Sonne, dort oben den Tag erhellst.

(Dramatische Musik)

Wie bist du hierher gekommen? - Ein Gang führt in die Palastgärten.

(Kampfgeräusche)

Bist du verletzt? - Nein, ich hatte Glück.

Ich habe noch nie solche Ängste ausgestanden.

Ich dachte, unsere letzte Stunde sei gekommen.

Trotzdem war ich glücklich, dass wir sie zusammen erleben sollten.

Der ganze Palast ist schon in Aufruhr. Komm, du musst gehen.

Leb wohl, Tutmosis.

Tanit, es liegen dunkle Tage vor uns.

Was eben im Tempel geschah, war nur der Auftakt. Schlimmeres wird kommen

Jetzt, wo Sepa nicht mehr ist, wird Amenophis die Herrschaft verlieren.

Tanit, warum fliehen wir nicht beide? Lass uns fortgehen.

Irgend wohin, wo wir so leben können, wie wir möchten.

Das ist ein schöner Traum, Liebster.

Aber wie sollte er auf ehrenvolle Weise jemals wahr werden?

Du bist in deinem Herzen weder dem Thron noch dem Pharao verbunden.

Niemand hat Anspruch auf dich.

Ich tue alles, was du verlangst, wenn ich nur bei dir sein kann.

(Sakraler Gesang)

Im Namen der Priester: Ich bedauere zutiefst,

dass es zu solchen Ausschreitungen mit so vielen Opfern kam.

Ich würde meine Pflicht dem Thron gegenüber vernachlässigen,

wenn ich nicht auf die besondere Bedeutung hinweisen würde:

Die dem unmittelbaren Ausbruch des thebanischen Volkes beizumessen ist.

Ihr habt diesen edlen Menschen, der so viel Gutes für mich tat,

in grausamster Weise hingemordet. Und in seinem Namen,

im Namen des verehrten Sepa, fordere ich die Anbetung des einen Gottes.

Sie ist jetzt Staatsreligion. Alle Tempel werden zerstört,

die den falschen Göttern gewidmet sind.

Eure Vorrechte und Priesterämter sind verfallen.

Ihr habt einen Mond Zeit, um eure Dinge zu regeln.

Mein Pharao, darf ich dich daran erinnern ...?

Wenn ich meine Macht als Pharao gebrauchen würde,

würde dich dich jetzt zum Tode verurteilen.

Aber du, der eine Verschwörung anzettelte,

der mit Gewalt gegen einen Gott der Liebe und des Friedens aufbegehrte:

Du sollst der Erste am Hof sein, dem der Segen unserer Lehre zuteil wird.

Die Tage vergehen schnell, und unser Plan wird bald verwirklicht.

Die Götter stehen uns bei. Der Augenblick der Rache ist nah.

Wir wollen ihren göttlichen Willen demütigen und Gehorsam erfüllen.

Ich betete oft und bat die Götter um ein Zeichen. Sie erhörten mich.

Amenophis und sein Götzenkult müssen vernichtet werden.

So lautet ihr Befehl.

Wir müssen mit allen Kräften für die Bewahrung unseres Glaubens kämpfen.

Er steht höher als unser Leben.

Wir haben noch eine Chance, das Volk für uns zu gewinnen.

Du meinst den Tag der Reue? Menschen aus ganz Ägypten strömen hierher.

Sie werden zum großen Amun beten und ihre Bittgesuche vortragen.

Denn viele verehren noch die alten Götter und fürchten sie.

Es wird leicht sein, sie zu einem Aufruhr gegen Aton aufzustacheln.

Die Hauptmacht des Heeres steht noch in der Wüste.

So haben wir nur die Palastgarde gegen uns. Die bedeutet keine Gefahr.

Unser Tag ist gekommen, meine Brüder.

Alles, was geschieht, ist zum Lobe unseres großen Gottes Amun.

Und mit seiner Hilfe ist uns der Sieg sicher.

(Musik)

Tutmosis, wir müssen unseren Plan ändern.

Wieso? Was ist geschehen?

Benakon will Amenophis vernichten und die Macht an sich reißen.

Ich habe mich versteckt und sie belauscht.

Ich kann Amenophis jetzt nicht verlassen.

Aber ich denke, du liebst mich? - Du weißt: Daran ändert sich nichts.

Amenophis ist krank. Er braucht jemanden, der sich um ihn kümmert.

Seit Sepas Tod hat er keinen Menschen mehr.

Was kannst du schon für ihn tun?

Es ist nicht das 1. Mal, dass sich zwei Menschen entscheiden müssen:

Zwischen Pflicht und Liebe.

Ich habe dir meine Liebe 100-fach bewiesen.

Aber jetzt muss ich mich als Königin beweisen.

Wir dürfen jetzt nicht an uns denken. Ich brauche deine Hilfe.

Wenn ich dir helfen kann?

Reite zu General Maret. Er ist mit seinem Heer in der Wüste.

Sag ihm: Ein Befehl des Pharao ruft ihn nach Theben zurück.

Er soll sofort aufbrechen.

Du bist der Einzige, dem ich vertrauen kann. Bitte geh!

Heute Nacht noch. Bitte, tu es für mich.

(Melancholische Musik)

(Unverständliche Rufe)

Vorwärts! Zum Palast.

Was bringst du für Nachrichten?

Benakon rückt mit einem bewaffneten Haufen gegen den Palast vor.

Alarm! Die Palastgarde soll ausrücken.

(Musik)

Melat! Haben wir noch keine Nachrichten aus der Wüste? - Nein.

Trotzdem wollen wir hoffen.

(Musik)

(Viele Rufe durcheinander)

Sprichst du im Namen von Amenophis?

Ich spreche im Namen aller, die dem Pharao treu sind. Was willst du?

Wir verlangen: Amenophis soll dem Sonnengott entsagen.

Und wenn der Pharao es vorzieht, zu schweigen?

Er muss uns eine Antwort geben. Wir warten darauf.

Aber nur so lange, bis der Schatten dieser Lanze eine Linie kreuzt.

Dann greifen wir an.

Amenophis?

Amenophis!

Hörst du mich, Amenophis?

Benakon führt einen Aufstand gegen dich. Dein Thron ist bedroht.

Du musst jetzt handeln. Bitte, hör auf mich!

Benakon wartet, bis der Schatten der Lanze die Zeit des Angriffs anzeigt.

Deine Generäle brauchen dich.

Was sie brauchen, ist das Licht des Sonnengottes. Wir brauchen es alle.

Sepa soll zu mir kommen. Geh und rufe ihn! - Sepa?

Er wird uns eine Botschaft von Aton bringen.

Amenophis. Sepa ist tot. Hast du das vergessen?

Er ist bei dem Aufstand im Tempel umgekommen.

Geh! Sag ihm, dass ich auf ihn warte und im Auftrag von Aton handle.

Ich verteidige den Thron meiner Väter, damit sein Wort siegen möge.

Bitte, komm! Wir zeigen uns beide dem Volk.

Wenn es den Pharao sieht, hat Benakon verloren. - Ich will nicht!

Die falschen Götter kämpfen noch immer um meine Seele.

Sie zerren aus dem Totenreich die fauligen Kadaver,

die ich im Krieg zurücklassen musste.

Sie schleudern sie mir ins Gesicht. Tag und Nacht.

Selbst bei geschlossenen Augen muss ich sie sehen. Da sind sie!

Da und da! Siehst du sie nicht?

Überall sind sie, überall!

Was sagt der Pharao, meine Königin?

(resigniert) Der Pharao hat euch nichts mehr zu sagen.

Im Namen Amuns: Greift an!

Es ist so weit. Wir sind vollkommen machtlos ohne königliche Autorität.

Haben wir von Maret noch keine Nachricht? - Nein.

Die Palastgarde ist im Moment unser einziger Schutz.

Der Palast und die Person des Pharao müssen verteidigt werden.

Koste es, was es wolle.

(Kampfgeräusche)

Ah!

(Schlachtgetümmel von draußen)

(Unheilvolle Musik)

Wo ist der Pharao? Wir wollen den Pharao sehen.

Zeige dich, mein Pharao!

Zeige dich deinem Volk, Amenophis! Oder hast du nicht den Mut dazu?

Wir wollen den Pharao sehen. Amenophis!

(Fanfaren)

(Stille)

Ich hoffe, meine Tochter, du weißt, dass jeder Widerstand sinnlos ist.

Wir sind in der Übermacht von 10 gegen 1. - Was verlangst du von mir?

Die kampflose Übergabe des Palastes und das Leben von Amenophis.

Ich erinnere dich daran, dass der Pharao einst gnädiger zu dir war.

Ich warne dich!

Und ich erinnere dich an deine Untertanenpflicht.

Ich bin Nofretete, die Königin von Ägypten.

Mit deinem Starrsinn lieferst du jeden im Palast dem sicheren Tod aus

Vielleicht ist uns der Tod lieber als deine Herrschaft?

Die Königin hat gesprochen. Sorge nun für deine Sicherheit!

Verlass den Palast, so lange du noch Zeit dazu hast.

(Bedrohliche Musik)

(Lautes Geschrei)

Komm, Dakin!

Der Pharao darf nicht hier bleiben. Er muss an einen sicheren Ort.

Aber wie? Der Palast ist umzingelt.

Es gibt einen Gang von den Gärten des Pharao zum Tempel des Aton.

Sorge dafür, dass Wachen bereit sind.

(Lauter Tumult)

Aus diesem Raum kommt keiner von uns lebend heraus.

Ich verteidige meine Königin bis zuletzt.

Und dann verhindert mein Schwert, dass die Meute mich foltert.

Nein! Selbstmord bedeutet Schwäche.

Das Leben verlangt von uns, dass wir stark sind.

Wir dürfen uns nicht aufgeben, keinem Menschen gegenüber.

(Pferd wiehert.)

(Rasante Musik)

Halt!

Halt, sage ich!

So weit musste es nun kommen, mein Tochter.

Ich biete dir noch eine letzte Möglichkeit der Einigung.

Du kommst zu spät, Benakon. - Greift ihn!

Wir haben nichts zu befürchten.

Solange wir die Königin als Geisel haben, besteht keine Gefahr.

Und jetzt, Tutmosis, rechnen wir beide ab.

Mein Vater.

Wenn dein Ehrgeiz danach gestrebt hätte, nur mein Vater zu sein.

Ich habe dich oft so sehr gebraucht.

(Sie schluchzt.)

(Gefühlvolle Musik)

(Nofretete stöhnt.)

(Traurige Musik)

Tanit.

Tanit?

Tanit.

Wie weit weg doch alles ist, woran dieser Name mich erinnert.

Meine Königin.

Tutmosis, dir allein verdanke ich mein Leben und meinen Thron.

Beides wird in Zukunft eine schwere Bürde für mich sein.

Tanit.

Nein.

Nofretete.

Denn von heute an bist du Ägypten.

Doch wir beide werden noch oft an die Tanit von gestern zurückdenken.

Untertitel: MDR TEXT

Can't find what you're looking for?
Get subtitles in any language from opensubtitles.com, and translate them here.