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Original subtitles

EMANUELLE & LOLITA

Wann fährt der verdammte Zug endlich durch?

Keine Ahnung. Hier ist noch niemals ein Zug pünktlich durchgekommen.

Aber ich muss mein Flugzeug erreichen.

Da hilft nur eins, Madame. Nicht die Geduld verlieren.

Was ist denn da passiert? Was ist denn los?

Das sehen Sie doch. Ein Unfall.

- Ah ja, ich nehme an, es ist ein Abschlepp-Elefant, richtig? - Genau.

Wie spät haben wir es?

Verdammt, ich verpass mein Flugzeug!

Hallo? Hier ist Zimmer 67. Verbinden Sie mich mit 2398. Vielen Dank.

Frank Keller, Import-Export. Einen Moment, bitte.

Frank? Telefon!

- Mr. Keller? - Oh, Sie sind es. Ich warte schon auf Sie.

Dummerweise hab ich meine Maschine verpasst. Wir müssen es verschieben.

- Was für ein Jammer. - Ja, und ich weiß nicht, wann das nächste Flugzeug geht.

Aber Sie wissen es doch bestimmt.

- Der nächste Flug geht erst in 3 Tagen. - Dann nehme ich den.

Na schön, dann sehen wir uns also am Freitag.

- Okay, bis dann. - Wiederhören.

Donnerwetter. Wenn sie so aussieht, wie ihre Stimme klingt,

dann haben wir hier einiges zu erwarten. Weich wie Samt.

- Hungrig? - Vielleicht? - Aber Sie wollen doch nicht alleine essen, oder?

- Also? - Tja... - Guten Abend, möchten Sie einen Tisch für zwei?

- Ja, für zwei. - Dort entlang, bitte. - Ladies first.

- Darf ich Ihnen ein Aperitif anbieten? - Ja, einen Cocktail.

- Einen Arranca? - Ja, einen Arranca. Und Sie?

- Für mich dasselbe. - Sehr wohl.

Nach der dritten Bruchlandung hat er mich gefeuert.

Mich, den besten Piloten der Welt. Können Sie sich das vorstellen?

Hey, lachen Sie nicht so! Das ist die Wahrheit.

Sie gefällt mir.

Wunderschön.

- Und wieso nicht? - Ganz einfach. Weil ich zu teuer bin.

- Und? Ist das genug? - Ausreichend.

Bekommst du wirklich immer so viel?

Nur von denen, die mir nicht mehr geben können.

Du meinst, du hast mir einen Rabatt gegeben?

- Ist ja reizend. - Eine Ausnahme.

Sag mir, was ich tun soll.

Wenn du mich so fragst, dann will ich alles.

Sei vorsichtig, das ist der letzte Knopf.

Bob, sag mal, du bist also wirklich Pilot?

Ja. Ich hab dir doch gestern schon gesagt, der beste Pilot der Welt.

Dann, Bob...

...kannst du mir sicher einen großen Gefallen tun.

Ach wirklich? Und welchen?

Ich würde dich gerne als Pilot engagieren.

- Geht nicht. - Und wieso nicht?

Ganz einfach, weil ich sehr teuer bin.

Und du kannst wirklich Hubschrauber fliegen?

Ich könnte selbst mit einem Schuhkarton fliegen.

Also komm schon. Wenn dir übel wird, mach einfach das Fenster auf.

Na los, steig ein, und wenn du beim Start Qualm sehen solltest,

mach dir nichts draus, dann fangen wir nur an zu brennen.

- Na reizend. - Na hopp, hinein.

Ah, das wird spaßig, mit einer Frau zu fliegen, die richtig Angst hat.

Okay, los geht's.

Also dieser Frank Keller, dem gehört wirklich die ganze Insel,

auf der du dein komisches Ferienzentrum bauen willst?

- Ja. - Warst du schon auf der Insel? - Nein, ich selbst nicht.

Aber mein Architekt war da.

Es finden sich immer Leute, die bereit sind,

auch für eine schlechte Lage Geld hinzulegen.

Kann sein. Und die vom Sun Club sind auch scharf drauf?

Ja, deshalb muss ich ja hin.

Ich muss den Vertrag mit Keller so schnell wie möglich unterzeichnen.

Irgendwas stimmt nicht mit der Treibstoffzufuhr. Wir müssen runter.

- Was? Hier im Dschungel? - Wir finden schon eine Lichtung.

Ist doch groß genug für eine Schuhschachtel.

- Was ist? - Ein Filter ist verstopft. Ich brauche ein Stück Draht,

sonst kriegen wir das Ding nicht mehr hoch.

- Wo willst du den hernehmen? - Was für eine Frage.

Wir machen eine kleine Wanderung.

Pass auf, dass du nicht hinfällst.

Hier, komm. Nimm meine Hand. Nun komm schon.

Das Dorf, das wir vom Hubschrauber aus gesehen haben, muss hier irgendwo sein.

- Vorsicht! - Jetzt könnte ich gerade beim Tee sitzen. - Und ich bei der Maniküre.

Na, gefällt dir das?

Also dann.

Ich kann keinen Schritt mehr weiter. Ich bin müde.

Gut, warte hier auf mich. Ich seh mich da vorne mal um.

Lass dich aber nicht ansprechen.

Kommt darauf an. Ich steh ganz besonders auf gruselige Baumschlangen.

- Hast du es gefunden? - Ja, ich glaube schon. Da drüben.

Und warum bist du dann von da gekommen?

- Weil ich da drüben eine Kobra nach dem Weg gefragt habe. - Ach so.

Ich verstehe.

- Wie lange dauert es bis Hindalla? - Eine Stunde. - Okay, danke sehr.

Also, Emanuelle, wir sind eine Stunde von Hindalla entfernt.

Es wird sehr bald dunkel, am besten wir übernachten.

- Aber wo? - Die alte Frau da drüben hat uns eine Hütte angeboten. - Oh.

Lady? Lady, kommen Sie mit.

- Wo gehst du denn jetzt hin? - Weiß ich noch nicht.

Ich nehme an, sie will, dass wir bei ihr übernachten.

Ja, und ganz bestimmt hat sie ein Doppelzimmer mit Bad.

Da bin ich sicher.

- Hast du endlich ein Stück Draht gefunden? - Na klar doch.

Jetzt müssen wir nur noch den Hubschrauber finden.

- Thiwa, wohnst du alleine hier? - Ja.

- Und wo sind deine Eltern? - Ich weiß nicht.

Und hast du keine Brüder oder Schwestern?

Doch, eine Schwester.

Sie wohnt in einem anderen Dorf. Aber ich seh sie nie.

Tja, Mr. Ryan ist ein sehr merkwür- diger Mann, unglaublich exzentrisch.

Ach ja wirklich? Na ja, wir haben ja alle unsere Macken. Ich komm damit klar.

Wir werden ja sehen.

Natürlich, aber Geschäfte mit ihm machen, ist verdammt hart.

Er legt für die Insel mit Sicherheit keine 100.000 hin.

Ach nein?

Reden Sie mit ihm. Würde Ihnen ein Termin am Freitag passen, Mr. Keller?

Ja, natürlich.

Dann schicke ich ein Telex.

Also abgemacht. Ryan wird am Freitag hier sein.

- Danke, das reicht. - Ich hoffe, es schmeckt Ihnen.

Danke.

Sieht doch gut aus.

Wann musst du weg hier?

Die Maschine nach Bangkok geht um zehn.

Eine Stunde bis zum Hubschrauber. Zwei Stunden, um ihn zu reparieren.

Und in fünf Minuten bin ich in Hindalla.

Dauert zu lange. Ich muss früher in Hindalla sein.

Sonst kann ich das mit dem Vertrag vergessen.

Wie kommt man von hier nach Hindalla?

Zu Fuß. Nur zu Fuß.

- Und wie lange dauert das? - Ungefähr eine Stunde.

- Ist das unsere letzte Nacht? - Wie kommst du darauf?

War nur so eine Frage.

- Wiedersehen. - Auf Wiedersehen.

- Bis später dann. - Ja, Bob, Wiedersehen.

- Gut so? - Danke sehr.

Sehen Sie den Weg? Da müssen wir lang.

Kommen Sie.

Aber kann ich nicht den Zug nehmen?

Nein, der fährt vorbei, der hält hier nicht. Wir haben keinen Bahnhof.

Da drüben stehen manchmal Taxis. Vielleicht haben Sie Glück.

Taxi! Taxi!

- Was würde dich glücklich machen? - Eine Puppe.

Die gelbe.

Hier.

Danke sehr.

Ich geh jetzt erst mal ins Hotel, aber ich versprech dir,

dass ich dich noch mal besuche, bevor ich abreise.

- Ja? - Hier ist Emanuelle Bresson.

Ich hab Sie erst Freitag erwartet.

Nun bin ich doch schon eher da. Ich hoffe, das macht Ihnen keine Umstände, oder?

Selbstverständlich nicht. Ganz im Gegenteil.

Wieso kommen Sie nicht gleich hierher?

Mein Büro ist ganz in der Nähe Ihres Hotels.

Ich kann in etwa zwei Stunden bei Ihnen sein.

Ich muss noch in Paris anrufen.

Na gut, ich erwarte Sie hier.

Sophie, bring mir die Akte von der Insel, bitte.

- Wo finde ich die? - Abgelegt unter Ryan.

Miss Emanuelle Bresson! Telefon für Miss Bresson!

Hallo, Jean-Paul.

Wo warst du? Wann bist du angekommen?

Wann soll ich schon angekommen sein.

Vor ein paar Minuten.

- Hast du Keller schon getroffen? - Wir sind heute verabredet.

- Verdammt noch mal, warum denn erst heute? - Jetzt hör mal zu, Jean-Paul.

Du bist der Boss, aber ich mache hier die ganze Arbeit.

Vorgestern habe ich in Österreich festgesessen.

Und es war unmöglich, schneller hier zu sein. Noch Fragen?

- Wir haben ziemlich starke Konkurrenz. - Ja, ich weiß, den Sun Club.

Nein, nein, die sind raus. Aber jetzt ist ein Typ mit dicken Taschen aufgetaucht.

Sein Name ist Ryan, aber wir haben da einen kleinen Vorteil.

Denn wir haben eine Waffe, die wir einsetzen können.

- Welche ist das? - Du.

Nach allem, was ich gehört habe, kriegt Keller bei einer schönen Frau weiche Knie.

Da verliert er seinen Verstand.

Mit so was kennst du dich ja aus. Also zeig ihm, was du kannst.

Ich krieg das schon hin.

Thiwa, was machst du denn hier?

- Ich hab nur auf Sie gewartet. - Warum denn?

Ich möchte einfach bei Ihnen sein.

Wieso eigentlich nicht. Komm.

- Warte hier. - Sie haben gesagt, ich kann bei Ihnen bleiben.

Ich weiß, aber jetzt habe ich einen geschäftlichen Termin.

- Kann ich da nicht mitkommen? - Warte hier.

Zigarette?

Wie ist Ihr Name?

Sophie.

Schlafen Sie mit ihm?

Vielleicht ja, vielleicht nein.

Immer diskret, wie sich's gehört.

Hätten Sie was dagegen, wenn ich's tue?

Nein, wenn Sie es schaffen.

Wenn ich's schaffe?

Ja?

Mr. Keller erwartet Sie jetzt.

Danke sehr.

Ja, das Angebot Ihrer Firma interessiert mich.

Ich könnte mir vorstellen, dass wir zu einer Einigung kommen.

Trotzdem möchte ich erst darüber nachdenken.

- Sagen wir ein paar Tage. - Solange sie möchten, Mr. Keller.

Ich hab's wirklich nicht eilig.

Das gibt mir die Möglichkeit, ein bisschen Urlaub zu machen.

Also, wenn Sie mich fragen, wird das etwas mehr als nur ein bisschen.

Ach? Und was ist mehr als nur ein bisschen?

Ich würde sagen, zwei oder drei Wochen.

Mein gesamtes Gepäck ist in Colombo.

Glauben Sie, dass ich mich hier in Palmenblätter wickle?

Das passt nicht zu einer Geschäftsfrau.

Wenn man Sie so sieht, kann man sich die Geschäftsfrau kaum vorstellen.

Es ist aber so.

24 Stunden am Tag?

Nicht jeden Tag.

Darf ich mir dann erlauben, Ihren Aufenthalt hier zu versüßen?

Und wie?

Zum Beispiel, indem Sie aus Ihrem Hotel ausziehen

und mein Haus mit Ihrer Anwesenheit beehren.

Keine Sorge, ich werde nicht da sein. Ich wohne lieber in der Stadt.

Sind Sie immer so großzügig zu Ihren Geschäftspartnern?

Nein.

Also gut, ich bin einverstanden.

Ich werde alles veranlassen.

Hören Sie, Sophie.

Hier entlang.

- Suchen Sie irgendwas? - Nein, schon gut.

- Es scheint Ihnen zu gefallen. - Wunderschön.

Wieso wohnen Sie denn nicht hier?

Eigentlich ist es viel zu groß für einen Junggesellen.

Morgen kommen ein paar Dienstboten für Sie.

Warum? Das ist wirklich nicht nötig für die paar Tage.

Kommen Sie, ich zeig Ihnen den Rest.

Tja.

Das wär's dann. Ich muss zurück ins Büro.

Wollen wir heute Abend zusammen essen?

Sehr gern.

- Hallo. - Oh, hallo.

Ich muss gestehen, ich bin beeindruckt.

Auf unseren Vertrag.

Und wo werden wir essen, Frank?

In einem sehr bescheidenen Lokal. Ich hoffe, es gefällt Ihnen.

- Das ist also das bescheidene Lokal? - Ja.

Es ist mein Lieblingsrestaurant, ich mag es wirklich sehr

und gehe sehr gerne hierher. Und vor allem das Essen ist gut.

Ich liebe die asiatische Küche.

Ich bin gespannt, ob sie mit allem anderen auch so treffsicher sind, Frank.

Sie dürfen's herausfinden. Ich will nicht gleich ein offenes Buch für Sie sein.

Ich hab nicht das Geringste gegen kleine Geheimnisse.

Was wollen wir nach dem Essen tun, Frank?

Haben Sie Lust, ins Kino zu gehen?

Noch einen Vorschlag.

Wie wär's, wenn wir irgendwo in Ruhe etwas trinken und plaudern?

Laden Sie mich einfach in Ihr Haus ein.

Das wäre zu einfach, Frank.

Aber ich wette, es wird doch eine nette Bar geben.

Oder einen Ort, wo es uns beiden gefällt.

Warum denn so kompliziert?

Mal sehen, was wir hier haben.

Das ist was Einheimisches, was Ausländisches...

Alles, was Ihr Herz begehrt.

Gute Nacht, Frank. Und vielen Dank. Wir sehen uns dann morgen.

Halt, einen Moment.

Es ist bereits morgen.

Emanuelle, Sie können mich doch so nicht wegschicken.

Meine Sachen müssen erst trocknen. Ich möchte mich umziehen.

Wär vielleicht besser.

Hey, na so was. Sie haben Besuch.

Thiwa! Thiwa?

Würden Sie sie bitte reintragen, Frank?

- Wer ist das? - Ich hab sie gestern kennengelernt.

- Sie ist meine kleine Freundin. - So klein nun auch wieder nicht.

Haben Sie gesehen, wie sie ihre Arme um mich gelegt hat?

Die Sorte Mädchen kenne ich. Die nennt man Lolita.

Ja genau, Lolita. Das wär ein passender Name.

Nein.

Sie müssen jetzt gehen, Frank. Wir sehen uns morgen.

Gute Nacht.

Gute Nacht, Lolita.

Ich sag dir, eine absolut irre Frau.

Hey, solche Töne kenne ich ja gar nicht von dir.

Erzähl mir bloß nicht, dass du dich verknallt hast.

Weiß ich auch nicht. Könnte sein.

Auf jeden Fall bin ich scharf drauf, sie wieder zu sehen.

Wirklich wunderbar, im Bett zu frühstücken. Danke, Thiwa.

Ich bin gerne mit Ihnen zusammen, Sie sind so nett.

Wissen Sie, dass Sie schön sind?

Man kann das selbst nicht so gut beurteilen.

Ich sage, dass Sie es sind.

Hier, wie gefällt Ihnen dieser Stein, Mr. Keller?

- Ja, wunderbar. - Er ist sehr schön.

Etwas Besonderes für einen Sammler.

- Ich leg ihn in den Safe. - Freut mich, dass er Ihnen gefällt.

Na was ist? Hast du mit ihr geschlafen, Frank?

Mit wem?

Du weißt es, Frank. Tu doch nicht so.

Ich schätze, die würde alles tun, um den Vertrag zu bekommen.

Was ist los? Bist du eifersüchtig?

Komm schon.

Was ist das?

Damit malt man sich die Lippen an.

Aber bitte spiel nicht damit, sonst geht er kaputt.

Treffen Sie sich wieder mit dem Mann von gestern?

Ja, ich erwarte seinen Anruf.

Wollen Sie mit ihm ausgehen?

Ja.

Und was ist mit Bob?

Hör zu, Bob ist Bob und Frank ist Frank.

Und jetzt hör endlich auf zu fragen.

Hast du den Telefonhörer daneben gelegt?

Ich? Ich doch nicht. So was würde ich nie tun.

Was hast du denn?

Es tut so weh?

Wo denn?

Überall.

Ich werde jetzt einen Arzt anrufen.

Okay, Doktor Rod.

Bitte rufen Sie keinen Arzt. Ich hab nur so getan.

Ich will nicht, dass Sie weggehen.

Thiwa, weißt du eigentlich, was du tust?

Ich finde das unmöglich.

Ich hab Sie furchtbar gern.

Und ich möchte, dass Sie mich auch so gern haben.

Ich werde Sie nie wieder ärgern.

Das war das letzte Mal, dass du so etwas gemacht hast.

Das nächste Mal werde ich dich rausschmeißen.

Ich werde es nicht noch einmal tun. Das verspreche ich Ihnen.

Ja, Frank.

Gern.

Wie Sie wollen, ich werde da sein.

Aber ja.

Wenn Sie wollen.

Einen Moment, Lolita hat noch was zu sagen.

Hören Sie, Lolita schlägt vor, dass wir heute Abend hier essen. Was sagen Sie?

Gut.

Okay.

Dann erwarten wir Sie.

Wiedersehen.

Dann müssen wir uns aber was ganz Besonderes einfallen lassen.

Zuerst mal kaufen wir dir was Neues zum Anziehen, okay?

Was ist? Gefällt es dir?

Steht dir gut.

Na vielleicht finden wir was anderes für dich.

Aber was willst du denn damit? Häng das wieder hin, sofort!

- Ich möchte das Kleid haben. - Nein.

- Doch! - Nein.

Aber ich will es.

Ich geh jetzt zum Frisör. Du gehst zurück ins Haus und bereitest alles vor.

Bis später, Emanuelle. Wiedersehen.

Hat sie dir nicht gesagt, wie lange sie wegbleibt?

Nein, nur dass sie zum Frisör geht.

Wie lange wird's denn noch dauern?

Ich hab keine Ahnung. Ich weiß nicht, was Sie noch vorhatte.

Möchten Sie etwas trinken?

Ja, gute Idee.

Scotch auf Eis.

- Aber bitte nicht zu viel Eis, ja? - Okay.

Danke. Was denn, du trinkst Whisky?

Bist du nicht ein bisschen jung dafür?

Nein, ich bin erwachsen.

- Finden Sie mich schön? - Du bist nicht gerade schüchtern.

Glaubst du, Emanuelle gefällt das? Ich weiß nicht.

Gefallen Ihnen meine Beine?

Sie haben so schöne Augen.

Was soll das werden?

Es ist so heiß heute.

- Wollen Sie irgendwann zurückfliegen? - Warum? Meine Geschäfte laufen gut.

- Sind's wirklich nur die Geschäfte? - Natürlich. Was denn sonst?

Die eingeborenen Frauen. Vielleicht sind die anders als wir.

Hier ist alles anders.

Ich lebe seit über zehn Jahren hier.

Ich glaube, das verändert einen Menschen.

Wenn ich plötzlich wieder in Amerika leben sollte,

würde ich mich sehr deplatziert fühlen.

Tut mir leid.

Stell das Tablett auf den Tisch. Ich heb die Scherben auf.

- Mögen Sie ihn süß, Frank? - Ja, bitte.

Lolita, hast du nichts zu tun?

Nein, ich hab nichts zu tun. Ich hab alle Arbeiten erledigt.

- Lolita! - Stör ich euch etwa?

Es war ein zauberhafter Abend.

Aber ich glaube, unsere Kleine muss ins Bett.

Da hörst du es. Geh ins Bett.

Warum ist sie immer noch bei Ihnen?

Ich weiß nicht. Ich hab sie irgendwie gern.

Hören Sie, warum wollen wir beide nicht die Insel besichtigen?

- Was halten Sie davon? - Jetzt?

Warum nicht?

Für so eine Tour braucht man etwa zwei Tage.

Und ich hab Termine.

Wie Sie wollen.

Nein, wie Sie wollen.

Wie gefällt es Ihnen?

Es ist überwältigend. Faszinierend.

Diese Stadt ist ungefähr 1000 Jahre alt.

Erbaut von Küstenbewohnern, die vor ihren Feinden hierher geflohen sind.

Es war ein Volk mit einer großen Kultur.

Götterstatuen wie diese werden Sie nirgendwo sonst finden.

Es wundert mich, dass noch niemand auf die Idee gekommen ist,

hier ein Hotel zu bauen. - Oh, das fehlte noch.

Dies ist ein heiliger Ort.

Die Einheimischen würden jedem den Hals durchschneiden, der so was versucht.

Das ist die Kultstätte. Beeindruckend, was?

Wirklich beeindruckend.

Ich hab's Ihnen ja gesagt.

- Und wo liegt die Insel? - Zum Strand sind es ein paar 100 Meter.

Zur Insel ist es dann noch einen Kilometer.

Ich würde sie mir gerne ansehen.

Okay, kein Problem. Gehen wir.

Wir wollen Bungalows bauen und keine große Hotelanlage.

Und wie wollen Sie Ihre Touristen rüberbringen?

Mit Booten. Wir haben so eine Anlage in Polynesien.

Ah ja, hier wird es vielleicht etwas schwieriger.

Im Sommer ist das Meer ziemlich ruhig.

Aber sonst geht es hier manchmal verdammt rau zu.

Darüber sollten wir nachdenken, wenn es soweit ist.

Es ist schon spät. Wir müssen gehen.

Und wo schlafen wir heute Nacht?

Es gibt ein Hotel ganz in der Nähe.

Ich baue auf Ihre Hilfe. Das muss hier alles wunderschön aussehen.

Ja, ist das nicht eine traumhafte Landschaft?

Sie müssen erst mal den Sonnenuntergang sehen.

- Das Gepäck von Miss Bresson? - Ja

- Danke sehr. - Auf Wiedersehen.

Was tun die denn da?

Ein uraltes Ritual. Sexuelle Einweihung. Götter-Besänftigung.

Wenn es Ihnen zu viel wird, dann können wir sofort fahren.

Nein, ich finde es aufregend.

So hab ich es ja noch nie erlebt.

Das glaube ich dir nicht.

Ich bin weit, weit weg gewesen.

Du machst mich völlig verrückt.

- Wir sehen uns nächste Woche. - Also, bis dann, Bob.

Du hältst mich vielleicht für verrückt, aber ich kann die Kleine nicht vergessen.

- Thiwa. - Mein Name ist Lolita.

- Weißt du, wo Emanuelle ist? - Nein.

Komm sag schon, wo steckt sie?

- Wie sehe ich aus? - Lächerlich.

Gefall ich dir nicht?

Hör mal, ich will nur wissen, wo Emanuelle ist.

Emanuelle, Emanuelle, die kannst du vergessen!

Ich bin hier.

Lass den Quatsch.

Was soll denn das? Bist du verrückt geworden?

Was ist denn?

Bei mir kommst du mit dem Blödsinn nicht so weit, okay?

Ich kenn jemanden, der sich nicht so albern hat.

Das ist mir vollkommen egal, bei mir kannst du jedenfalls nicht landen.

Ich weiß, bei dir müssen sie älter sein.

Ja, mag sein. Also, wo ist Emanuelle?

Ich weiß nicht genau, sie ist verschwunden mit Frank Keller.

Frank Keller?

Ja, und ich weiß, dass sie mit ihm schläft.

Er ist nicht so wie du, er ist ein richtiger Mann.

Wo willst du hin?

Ich bin müde und geh ins Bett.

- Und das tust du ganz allein? - Du bist verrückt.

Sag schon. Ist sie wirklich mit Keller zusammen?

Ja.

Ich hätte nicht zurückkommen dürfen.

Das war ein Fehler. Ein großer Fehler.

- Aber du wirst sie doch wiedersehen? - Ich weiß nicht.

Warum fragst du mich das?

Dann sag ihr...

Nein, lieber nicht.

Erzähl ihr nicht, dass ich hier war.

Willst du jetzt schon wieder wegfliegen?

Was soll ich sonst tun?

Wir könnten zusammen runter zum Meer fliegen.

Mit dem Hubschrauber.

Nein, ich will alleine fliegen.

Ich komme aber mit dir mit.

Siehst du das? Ist das nicht schön?

Komm! Komm!

Komm ins Wasser, Bob! Na los!

Was?

Ich kann dich nicht verstehen.

Bob! Komm ins Wasser!

Hör auf!

- Lass es einfach zu. - Nein.

- Komm schon. - Nein.

Hey, was soll denn der Quatsch.

Hey, du!

Hey, was machst du denn?

Sie wollen mir also erzählen, dass Sie nicht wissen, wo ihr Boss ist?

So ist es, Mr. Ryan. Ich habe seit gestern nichts mehr von ihm gehört.

Na gut, dann werde ich ihn suchen.

Ich weiß nicht, ob das besonders klug ist, Mr. Ryan.

Vielleicht ist es besser, wenn Sie hier auf ihn warten.

Warten? Und wie lange?

Tja, keine Ahnung.

Bei uns, Mr. Ryan, ist die Zeit nicht besonders wichtig.

Da gibt es ganz andere Dinge.

Vielleicht, weil man weiß, was man hier mit seiner Zeit anfängt.

Wenn Sie verstehen, was ich meine, Mr. Ryan.

Und was?

2-0-3-9-8.

Aber es muss jemand da sein.

- Was ist denn los? - Wenn ich das wüsste.

Sophie?

Rufst du wegen Ryan an? Der ist nicht mehr interessiert.

Der hat sich anders entschieden.

- Was? - Ich erklär's dir am Montag.

Ich kann jetzt nicht sprechen. Ich bin nicht allein.

Was gefällt dir nicht? Stimmt irgendwas nicht?

Alles klar. Vor allem ist für dich alles klar, nicht wahr?

Natürlich, Geschäft ist Geschäft, oder?

Und wie sieht's mit deinem Urlaub aus?

Ich würde sagen, ich hatte mein Urlaub bereits.

War er nicht etwas kurz?

Kurz, aber ungeheuer intensiv.

Du hast bekommen, was du wolltest.

Genau wie du.

Oh ja.

Nur mit dem komischen Gefühl, dass ich überrumpelt worden bin.

Wie auch immer, ich muss jetzt gehen.

Mach's gut, Frank.

Lolita?

Lolita!

Lolita!

Hast du mich gern, Bob?

Frag nicht, Liebling.

Wenn du mich nicht gern hast, warum nennst du mich dann, Liebling?

Hör mal, was letzte Nacht passiert ist, sollten wir einfach vergessen.

Ich meine, so etwas passiert. Ist doch ganz normal.

Das, was letzte Nacht passiert ist, passiert nicht einfach so.

Ich weiß genau, dass es dir gefallen hat.

Hör endlich auf damit.

Ich weiß, du denkst immer noch an Emanuelle.

Den Namen vergessen wir.

In diesem Augenblick ist sie mit Frank zusammen.

Du bringst mich so weit, dass ich dir wieder eine runterhaue.

Ich wette, sie liegt jetzt mit Frank im Bett.

Aber ich bin hier, Bob. Wenn du mich willst.

Lolita! Lolita!

Warum hörst du nicht, wenn ich dich rufe?

Und wie kannst du es wagen, meine Sachen zu durchwühlen?

Und wo hast du meinen...

- Was machst du denn hier? - Ich wollte dich besuchen, weil...

Ich wollte dich einfach sehen, aber ich glaube, ich hätte es lassen sollen.

Bob ist wütend.

Weil er weiß, dass du etwas mit Frank hast. Er weiß alles.

Hör zu, Bob. Was ich tue, geht nur mich etwas an, verstanden?

Ja, ist klar. Hab ich irgendwas gesagt?

Und deswegen hat Bob mit mir geschlafen.

Ich schätze, weil er es dir heimzahlen wollte.

Bob, ist das wahr?

Wenn es stimmt, was sie sagt, dann bist du wirklich...

Das sind Lügen. Du glaubst doch nicht, was so eine Schlampe erzählt.

Das reicht jetzt, Bob! Mach, dass du auf der Stelle wegkommst. Verschwinde!

Werd ich auch tun. Und ich bin froh, dass ich es herausgefunden habe.

Ich finde es widerlich. Du bist das Allerletzte.

Ihr seid wirklich ein sauberes Pärchen.

Stimmt's, dass du mit ihm geschlafen hast?

Ja, und mit Frank auch.

Auch mit Frank?

Du bist mit beiden ins Bett gegangen. Ich kann das genauso.

- Ich bin eine erwachsene Frau. - Eine erwachsene Frau?

- Du bist eine Hure. - Lolita!

Ja, du bist eine Hure.

Du hast zwar auch Spaß dabei, aber du willst etwas damit erreichen.

Das ist einfach widerlich.

Du bist schlimmer als meine Schwester.

Und du willst nicht einmal verstehen.

Ich weiß wirklich nicht, was du meinst.

Du warst so gut zu mir, und du bist so schön.

Du hast mir ein Kleid gekauft, und die Puppe, die ich wollte.

Ja und?

Nimm mich mit.

Das ist völlig unmöglich.

- Aber du hast es mir versprochen. - Das ist nicht wahr.

- Ich will für immer bei dir sein. - Unmöglich, glaub mir.

Wenn das stimmt, dann werde ich...

Dann werde ich...

Lolita, hör auf mit diesem Blödsinn. Ich kann dich einfach nicht mitnehmen.

Das musst du bitte einsehen.

Ich versteck mich im Flugzeug. Es wird mich niemand sehen.

Dort, wo ich hinfliege, würde es dir nicht gefallen.

Ich meine, du würdest dich furchtbar langweilen.

Ich muss von morgens bis abends arbeiten. Wir würden uns nie sehen.

Sei doch vernünftig.

Lass mich in Ruhe!

Ich will allein sein!

Ich dachte schon, du kommst nicht mehr.

Ich verzichte doch nicht auf meine Provision.

Keine Bange, die hättest du bekommen.

Ich will endlich nach Hause kommen.

In ein paar Stunden werden wir da sein.

Entschuldigen Sie bitte, darf ich Ihnen etwas zu trinken anbieten?

Champagner für zwei.

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