All language subtitles for Tropfen.auf.heisse.Steine.German.DL.2000.AC3.DVDRiP.x264.iNTERNAL-S0J4

af Afrikaans
ak Akan
sq Albanian
am Amharic
ar Arabic Download
hy Armenian
az Azerbaijani
eu Basque
be Belarusian
bem Bemba
bn Bengali
bh Bihari
bs Bosnian
br Breton
bg Bulgarian
km Cambodian
ca Catalan
ceb Cebuano
chr Cherokee
ny Chichewa
zh-CN Chinese (Simplified)
zh-TW Chinese (Traditional)
co Corsican
hr Croatian
cs Czech
da Danish
en English Download
eo Esperanto
et Estonian
ee Ewe
fo Faroese
tl Filipino
fi Finnish
fr French
fy Frisian
gaa Ga
gl Galician
ka Georgian
de German
el Greek
gn Guarani
gu Gujarati
ht Haitian Creole
ha Hausa
haw Hawaiian
iw Hebrew
hi Hindi
hmn Hmong
hu Hungarian
is Icelandic
ig Igbo
id Indonesian
ia Interlingua
ga Irish
it Italian
ja Japanese
jw Javanese
kn Kannada
kk Kazakh
rw Kinyarwanda
rn Kirundi
kg Kongo
ko Korean
kri Krio (Sierra Leone)
ku Kurdish
ckb Kurdish (Soranî)
ky Kyrgyz
lo Laothian
la Latin
lv Latvian
ln Lingala
lt Lithuanian
loz Lozi
lg Luganda
ach Luo
lb Luxembourgish
mk Macedonian
mg Malagasy
ms Malay
ml Malayalam
mt Maltese
mi Maori
mr Marathi
mfe Mauritian Creole
mo Moldavian
mn Mongolian
my Myanmar (Burmese)
sr-ME Montenegrin
ne Nepali
pcm Nigerian Pidgin
nso Northern Sotho
no Norwegian
nn Norwegian (Nynorsk)
oc Occitan
or Oriya
om Oromo
ps Pashto
fa Persian
pl Polish
pt-BR Portuguese (Brazil)
pt Portuguese (Portugal)
pa Punjabi
qu Quechua
ro Romanian
rm Romansh
nyn Runyakitara
ru Russian
sm Samoan
gd Scots Gaelic
sr Serbian
sh Serbo-Croatian
st Sesotho
tn Setswana
crs Seychellois Creole
sn Shona
sd Sindhi
si Sinhalese
sk Slovak
sl Slovenian
so Somali
es Spanish
es-419 Spanish (Latin American)
su Sundanese
sw Swahili
sv Swedish
tg Tajik
ta Tamil
tt Tatar
te Telugu
th Thai
ti Tigrinya
to Tonga
lua Tshiluba
tum Tumbuka
tr Turkish
tk Turkmen
tw Twi
ug Uighur
uk Ukrainian
ur Urdu
uz Uzbek
vi Vietnamese
cy Welsh
wo Wolof
xh Xhosa
yi Yiddish
yo Yoruba
zu Zulu

Original subtitles

TROPFEN AUF HEIßE STEINE

Kommen Sie rein.

Ich weiß nicht, warum ich Ihnen gefolgt bin.

Ich war verabredet.

Wie alt sind Sie? Nein, lassen Sie mich raten. 19?

Ja, das stimmt. Das heißt nein. Ich bin 20.

Heute vor einer Woche hatte ich Geburtstag.

Mir bedeutet das alles nichts.

- Nein? - Nein.

Und mich, für wie alt würden Sie mich schätzen?

Ich weiß nicht, 50...

50!

Das höre ich zum ersten Mal.

Aber es stimmt, nicht wahr?

Ja, genau.

Ich bin eigentlich verabredet. Anna wird sich schön ärgern.

Komisch, ich hatte mich so auf sie gefreut.

Wie sind Sie auf 50 gekommen?

Weiß nicht... Sie reden wie 50.

Ach ja?

Aber mein Aussehen? Sehe ich nicht jünger aus?

Doch, gewiss. Sie sehen viel jünger aus.

Vielleicht gehe ich gleich zu Anna.

Wir wollen nämlich heiraten.

Wir suchen nur noch eine Wohnung.

Tja ja...

Sie haben es hübsch.

Mir gefällt es nicht so sehr.

Es ist doch ziemlich provisorisch.

Fahren Sie mich wieder rein? Es ist weit weg.

Natürlich. Wenn es Zeit ist.

Haben Sie noch andere Zimmer?

Ein Schlafzimmer.

Wollen Sie es mal sehen?

Es ist halt ziemlich klein.

Aber hier wird ja nur geschlafen,

manchmal auch anderes.

Aber der Raum ist ja egal. Wichtig ist das Bett.

Da haben Sie Recht.

Natürlich habe ich Recht.

Ich wäre schon froh, so eine Wohnung zu finden.

Wann ziehen Sie um?

Warum fragen Sie das?

Nur ein Scherz. Verzeihung.

Kein Grund zur Entschuldigung.

Ich habe Sinn für Humor.

Sind Sie verheiratet, verlobt?

Leider nein.

Ich war 7 Jahre lang liiert.

Wo ist sie jetzt?

Ich weiß nicht.

Wir haben uns getrennt. Sie konnte sich nicht anpassen.

Ich habe sie schon sehr gemocht,

aber sie wollte immer mehr, sie war schwierig.

Und Ihre Verlobte?

Wir kennen uns schon seit drei Jahren.

Wir haben zusammen Abitur gemacht.

Schön!

Ich bin schwierig, sie leidet ziemlich.

Lieben Sie sie?

Darüber denk ich nicht nach. Wir passen zusammen.

Was sagen Sie ihr?

Frauen fragen doch immer: Liebst du mich noch! Was sagen Sie?

Ich sage ja. Ich will meine Ruhe haben.

Warum soll ich ihr alles erklären? Das ist unwichtig.

Was finden Sie wichtig?

Na ja... Bücher, Theater, die Kunst halt.

Aber wie ist das, worüber unterhalten Sie sich?

Ich erkläre ihr, was ich am Leben lebenswert finde.

Manchmal sitzen wir auch einfach so da, sprechen gar nichts.

Niemand redet immer.

Ich und meine Freundin, wir liebten uns meistens. Das lief gut.

Aber sobald wir redeten, haben wir uns gestritten.

Aber der Sex war gut.

Mir ist das nicht so wichtig.

Ich hab auch gar nicht so viel Spaß dabei. Meistens.

Manchmal tu ich's bloß, weil man es halt tun muss.

Und Ihre Freundin?

Anna? Ich weiß nicht.

Ich hab sie nie gefragt. Sie legt sich hin...

Ich glaub, sie hat Spaß.

Heißt das, sie stöhnt?

Nein, sie ist ganz ruhig.

Meine Freundin war da ganz anders.

Die konnte nie genug kriegen.

Da war was los!

Ach ja?

Ja aber... es war alles so schwierig geworden.

Wir brauchten bloß was zu sagen, schon gab's Streit.

Und warum?

Ich habe so wenig Spaß an den Dingen.

Nicht nur Sex, auch sonst.

Wenn Dinge neu sind, haben sie einen gewissen Reiz, aber dann...

Sie genießen das Leben sicher.

Ja.

Wollen wir was spielen?

Ich weiß nicht...

Spielen Sie gerne Spiele?

Das kommt drauf an. Ich spiele gern Schach.

Ich kann leider nicht Schach spielen.

Sie könnten es mir beibringen, bei Gelegenheit.

Ja gerne, bei Gelegenheit.

Und Menschärgerdichnicht?

Ich weiß nicht.

Sie nehmen mich mit und wollen dann mit mir spielen.

Warum?

Weil man beim Spiel die Menschen besser kennenlernt.

Warum wollen Sie mich kennenlernen?

Weil Sie braune Augen haben, rote Haare

und muskulöse Beine.

Welche Farbe möchten Sie?

Schwarz. Ich ziehe mich auch immer ganz schwarz an.

Das steht Ihnen aber nicht gut. Sie sollten wechseln.

Grün würde gut zu Ihren Haaren passen.

Ja?

Bei mir hätte ich zwei schwarze Wände.

Meine eine schwarze Wand ist mir schon zuviel.

Sie kommen.

Ich habe versucht, die Wohnung halbwegs schick einzurichten.

Es ist gelungen.

Sechs...

Noch mal ich. Fünf!

Ich hab lang nicht mehr gespielt.

Das war vor sechs Jahren, mit einer Cousine.

Schon sechs Jahre!

Ich habe schon den Dritten draußen!

Fünf! Eins, zwei, drei, vier und Peng!

Sie müssen neu anfangen.

So ein Mist!

Sie rauchen viel.

Das sagen alle.

Hören Sie auf die Leute. Es ist ungesund.

- Ich weiß. - Kauen Sie Ihre Nägel?

Ich bin nervös.

Weniger zu rauchen, wäre auch gut für Ihre Haut.

Es macht mir Spaß.

Ich komme.

Vier! Eins, zwei, drei... Bums!

Verzeihung.

Sie verlieren nicht gern?

Wenn ich im Heim verloren habe, wurde ich immer hysterisch.

Dann hat das Spielen keinen Sinn.

Sie sind im Heim gewesen?

Und wenn schon.

Das interessiert mich sehr.

Ich hätt gern ein Heim besucht, mit vielen Jungs.

Aber meine Eltern wollten es nicht.

Ich habe sehr gelitten.

Warum denn? Ich stelle es mir lustig vor.

Sie haben keine Ahnung.

Ich habe mich immer nach einem Zuhause oder so gesehnt.

Und Ihre Eltern?

Die haben sich scheiden lassen.

Ja, das hört man heut von vielen jungen Leuten.

Meinetwegen.

Aber mich hat das alles sehr mitgenommen.

Ich hätte es lieber anders gehabt.

Mögen Sie Ihre Eltern?

Meine Mutter, die mag ich schon sehr.

Das ist gut.

Jungs sollten ihre Mutter mögen.

Ich mag sie mehr als Kamerad. Wir haben ein gutes Verhältnis.

Wohnen Sie bei ihrer Mutter?

Nein. Ich mag ihren neuen Mann nicht.

Das ist schwierig.

Ich wohne im Moment alleine,

aber wenn wir eine Wohnung haben,

dann wird es vielleicht so, wie ich es mir wünsche.

Wenn ich mal Kinder haben sollte, die sollen es anders haben.

Mögen Sie Kinder?

Nein. Ich kann mit Kindern nichts anfangen.

Hatten Sie schon Sex mit Männern?

Wie kommen Sie denn jetzt darauf?

Es interessiert mich.

Im Heim, da war manchmal so was, aber ganz unschuldig.

So richtig mit Männern? Nein.

Wie war das im Heim?

Wie soll ich Ihnen das erklären? Das ist so uninteressant.

Erzählen Sie einfach, wie es gewesen ist.

Wir waren zu viert im Zimmer

und manchmal nachts, ganz plötzlich...

da kam dann einer zum andern.

Meistens ist zu mir der Flaxer gekommen.

Joachim Flaxer, ja, so hat er geheißen.

Wir haben so'n bisschen rumgemacht, es ging schnell.

- So mit der Hand? - Ja.

Einmal hat er mich geküsst. So richtig mit Zunge.

Aber mir ist ganz schlecht geworden.

Warum?

Weil ich ein Junge war und er auch.

Es war eben komisch. Er hat es auch nie mehr versucht.

Aber sonst?

Sonst?

Ich habe zweimal vom Mann meiner Mutter geträumt.

Es war zweimal derselbe.

Er sah gut aus, braun mit schwarzen Haaren.

Er kam zu mir ins Bett.

Beide Male hatte ich...

wie soll ich das nennen...

Sprach er mit Ihnen?

Nein, ich glaube nicht.

Und dann? Was hat er mit Ihnen gemacht?

Ich war im Bett, er kam ins Zimmer und hat den Mantel ausgezogen.

Komisch, er hatte seinen Mantel an.

Er zog die Jacke aus, die Hose.

Ich habe nichts gesagt, nur zugeschaut.

Dann das Hemd und die Unterhose.

Was für Beine?

Muskulöse.

Wie ein Fußballer.

Hatte er Haare auf der Brust?

O ja, ein richtiger Urwald.

Und?

Er ist zu mir ins Bett,

ich bin mir immer kleiner vorgekommen,

fast wie ein Mädchen.

Und dann?

Er ist in mich rein, wie in ein Mädchen.

Ich lag unter ihm wie ein Mädchen. Ich war auch eins, im Traum.

Wollten Sie's nie richtig mit einem Mann versuchen?

Ich hab nie an so was gedacht.

Ich sag's Ihnen ganz ehrlich.

Ich hatte zwar jahrelang meine Freundin,

aber ich hab auch mit Jungens geschlafen.

Das ist meistens viel aufregender.

Es kam plötzlich.

Ich bin beim Baden gewesen, da hab ich einen Jungen gesehen

und dachte:

Den musst du haben.

Ich hab ihn angequatscht.

Der hat gleich kapiert.

Werner hieß er, das weiß ich noch.

Wir sind zu mir. 22 war ich.

Komisch,

ich fand das besser als mit Mädchen.

Vielleicht.

Ich hab ihn öfter wiedergesehen.

Neulich hab ich ihn mal getroffen.

Er ist alt geworden.

Aber küssen wollt ich auch nicht.

Das kam mir unnatürlich vor.

Ist es aber gar nicht, es ist im Grunde genau das Gleiche.

Außerdem... die alten Griechen...

Ich weiß, die alten Griechen...

Wollen Sie jetzt mit mir schlafen?

Warum nicht?

Ja, warum nicht? Warum eigentlich wirklich nicht?

Haben Sie auch Haare auf der Brust?

Ein wenig.

Und werden Sie mich auch küssen?

Wenn ich darf.

Mir ist ganz komisch. Zu viel getrunken.

Aber egal, morgen werde ich klarer sehen.

Du fühlst dich weich an.

Das ist schön.

- Ich küsse gut, nicht wahr? - Ja.

Geht das immer so?

Manchmal.

Ich bin schön reingefallen.

Zieh dich aus, ab ins Bett.

Ich komm wie der Mann im Traum.

Soll ich im Mantel kommen?

Ich wasche nur noch die Gläser ab.

Ich hab dich erwartet.

Sicher, wer sollte es sonst sein?

Wie geht's?

Ich bin müde.

Natürlich. Du bist auch lange gefahren.

Auch sonst könnte ich müde sein.

Du kannst immer müde sein.

Du bist schon schnippisch, wenn man nur sagt, man ist müde.

Bin ich nicht.

Ich weiß, ich weiß.

Und gleich hast du wieder Recht und ich Unrecht.

Es ist mir völlig egal, wer Recht hat.

- Warum verteidigst du dich dann? - Wer, ich...?

Ach, sei ruhig.

Ich hab Kopfschmerzen.

- Hast du Hunger? - Ja, ein bisschen.

Ich mach dir was. Möchtest du auch was zu trinken?

Ja, meinetwegen.

- Tee oder Kaffee? - Mach irgendwas.

Okay.

Mach nicht so viel Lärm.

Das ist doch unglaublich!

Du könntest Hausschuhe tragen. Du machst unheimlichen Krach!

Ja. Natürlich. Entschuldige.

Spar dir deine Ironie. Du weißt, dass ich Recht habe.

Das war keine Ironie. Du hast Recht.

Natürlich.

Natürlich.

Kannst du nicht etwas aufpassen?

Ich hab so wenig Spaß an allem.

Ich will nicht mit jemandem leben, der mich nur quält.

Dir passt wieder alles nicht.

Was soll das heißen?

Ich bitte dich, Hausschuhe zu tragen.

Ist das schon zuviel verlangt?

Ich habe mich entschuldigt. Was willst du noch?

Entschuldigt, ja. Aber wie!

Ach, lass mich in Ruhe, wenn du nur streiten willst.

Ich will streiten mit dir? Ich?

Ich könnte platzen vor Zorn,

aber das liegt mir fern.

Du hast Recht und ich Unrecht.

Leo.

Ach, lass mich in Ruhe!

Hast du Zigaretten?

Nur noch eine. Nimm sie.

Nimm du sie nur.

Nimm sie. Ich hol dann welche.

Danke.

Es sollten Zigaretten da sein, wenn ich komme.

- Da, bitte. - Behalt sie.

Muss der verdammte Kasten immer laufen?

Natürlich nicht.

Die Musik war für dich.

Tu die Platte in die Hülle, sonst verstaubt sie.

Der Saphir ist schon lädiert.

Das war er auch schon vor mir.

Vor dir ist der Kasten nie oder nur selten benutzt worden.

Er konnte also gar nicht kaputt sein.

Es ist wirklich kalt hier. Muss das sein?

Ich habe nicht geheizt. Ich wusste ja nicht, ob du kommst.

Du solltest heizen, um dich nicht zu erkälten.

Wenn ich mich bei dir anstecke, taug ich nichts.

Man steckt sich so leicht an, als Paar.

Es zwingt dich niemand.

Hab ich irgendetwas gesagt?

Du weißt, wie gern ich mit dir schlafe.

Ach ja?

Typisch! Du bist immer gleich beleidigt.

Was verlange ich schon!

Du könntest etwas netter sein,

mich fragen, wie es mir ergangen ist.

Wie denn?

Da du mich fragst, ich taug gar nichts mehr.

Ich bin ständig nervös.

Und dauernd hab ich irgendwelche Schmerzen.

Dann fress ich Tabletten und krieg Bauchweh.

Du solltest zum Arzt gehen.

Und wann? Morgen ist Sonntag.

Montag muss ich weg.

Montag schon?

Sonst hat es keinen Sinn. Es ist so schwierig geworden.

Ich verkauf nichts mehr.

Ich weiß auch nicht, ich...

Seit ich dich kenne, hab ich den Kniff verloren.

Seit du mich kennst.

Ja, seitdem bin ich so nervös. Ich habe keine ruhige Minute mehr.

Du übertreibst.

Du kennst mich ja nur im Bett.

Das klappt allerdings immer noch, oder?

Was Besseres gibt's nicht.

Du schläfst gern mit mir, oder?

Ja, das stimmt.

Du hast Spaß dabei?

Wie man's nimmt.

Was heißt, wie man's nimmt?

Ich hab Spaß dabei.

Ich schlaf auch gern mit dir.

- Wirklich? - Ja, sicher.

Ich möchte gar nicht mehr mit anderen schlafen. Ehrlich.

Ich auch nicht. Mit niemandem.

Ich möchte keine Männer nach dir.

Wieso nach mir? Wollen wir nicht immer zusammen bleiben?

Immer ist ein langes Wort.

Irgendwann bringst du einen anderen an und Schluss!

Unsinn! Ich hab doch gesagt, ich will nicht mit anderen schlafen.

Heute vielleicht noch nicht.

Leider muss ich dauernd daran denken.

Ich gebe dir keinen Anlass für solche Gedanken.

Was wohl nachher kommt?

Es ist schon schwierig mit dir.

Du tötest einem den Nerv!

Jetzt reicht's mir aber!

Ich bin doch da.

Ja, du bist da.

Aber?

Am Montag fährst du wieder für eine Woche weg.

Was hast du die Woche über getan?

Die Wohnung hab ich geputzt, Gardinen gewaschen, Socken,

den Boden gebohnert.

Er glänzt aber gar nicht.

Komisch.

Hast du nicht gespähnt?

Nein, das nicht.

Du musst spähnen, wenn es glänzen soll.

Nächstes Mal tu ich das.

Hoffentlich.

Ich hab einen Job.

Ja? Was denn?

In einem Verlag.

Was machst du da?

Das wird sich noch zeigen.

Und was verdienst du?

Fünf Mark die Stunde, aber ich bin ganz frei.

Mir ist schlecht.

Mir auch.

Ich hab einen umgebracht, Franz.

- Ach ja? - Ja.

Na ja, nicht so direkt.

Einer meiner Kunden hat sich erschossen.

Der aus Ludwigshafen, du weißt schon.

Ich frage mich seit einer Woche, ob ich wirklich schuld bin.

Ich war ganz blöd. Ich habe alle angebrüllt.

Ich hatte so Visionen,

Teufel und Geister und alle haben so seltsam gegrinst,

als wär ich jemand anders und würde mir zuschaun, bei allem.

Wenn ich nun wirklich schuld bin an seinem Tod?

Wenn jetzt die Polizei kommt, was soll ich denen sagen?

In einer fremden Stadt, mir war so,

als würden alle wissen, dass ich einen umgebracht habe.

Ich fühle mich ganz verlassen.

Sag doch, was soll ich nur machen?

Sag doch was!

Wie ist das denn gekommen?

Wie ist das denn gekommen!

Ich hab im alles Geld mit den Versicherungen abgenommen.

Da kann man dir doch nichts anhaben.

Gut, niemand kann mich verantwortlich machen.

Aber ich bin ein Schwein.

Es war ein alter Mann, der alles sparte...

Wenn der sich wegen Geld umbringt.

Der hatte nichts außer dem Geld.

Keine Frau, keine Kinder.

Du bist müde, schlafen wir.

Ich kann jetzt nicht schlafen.

Das wird schon alles irgendwie werden.

Ja, irgendwie.

Wir kennen uns heute genau ein halbes Jahr.

Wirklich?

Trinken wir drauf?

Ja, lass uns drauf trinken.

Gut.

Ja. Gut.

Ich küsse gut, nicht?

Oh, doch.

Machen Sie das immer so?

Manchmal.

Ich bin schön drauf reingefallen.

Zieh dich aus und leg dich hin.

Ich wasch die Gläser ab und komme.

Guten Tag.

Ist Leopold da, bitte?

Ja, aber er schläft noch.

Er muss müde sein.

Ja, er war gestern in Ludwigshafen.

Sind Sie eine Kundin von ihm?

Das kann man so sagen.

Wollen Sie warten bis er aufwacht?

Danke, nett von Ihnen.

Ich komme noch mal wieder.

Soll ich ihm etwas ausrichten?

Nein, bitte,

sagen Sie auf keinen Fall, dass ich da war.

Wie Sie wollen.

Danke, auf Wiedersehen.

Auf Wiedersehen.

Dein Bad ist fertig.

Hast du Hunger?

Noch nicht.

Vielleicht nach dem Bad.

Hast du gut geschlafen?

Unmöglich zu zweit in dem Bett. Von überall zieht es.

Wir müssen was unternehmen.

Wir suchen eine Wohnung ohne Zug.

- Du kannst ja eine suchen. - Ich weiß.

Ja, aber du findest keine.

Du tust so, als ob es unmöglich wäre.

Suchen heißt nicht finden.

Du könntest dich bemühen.

Ich werd eine finden.

Lass das, ich muss mich waschen.

Das gibt's doch nicht!

Mach die Musik aus!

Arschloch! Sau!

Was für ein Egoist!

Es ist zum Kotzen. Mir reicht's!

Was mach ich nur mit dem Kerl!

Blödes Schwein!

Ich habe ein Gedicht für dich geschrieben.

Danke, aber ich hab leider keine Zeit.

Ich muss diese blöde Rentabilität berechnen.

Natürlich.

Was soll dieses bittere "Natürlich"?

Ich muss in die Firma gehen.

Es gibt keinen Grund, beleidigt zu sein.

Bin ich gar nicht.

Auf alles hast du noch etwas zu sagen.

Du kannst nichts unbeantwortet lassen.

Weißt du, wo das Ding ist?

Nein.

Natürlich.

"Natürlich".

Klar, wenn man Hilfe braucht, ist man immer allein.

Das ist ja lächerlich.

Ist es nicht! Es ist genauso, wie ich sage.

Man steht immer allein da.

Wie du meinst.

Das soll kein Angriff gegen dich sein.

Das ist nur ganz grundsätzlich gesehen. Sonst nichts.

Hast du sie gefunden?

Nein, ich finde nichts mehr. Ein einziges Chaos!

Ich war's nicht.

Früher hab ich die Sachen gefunden.

Nichts liegt mehr an seinem Platz.

"Der Hut soll auf den Nagel,

nicht auf diesen."

Was hat das damit zu tun? Ich muss wenigstens mein Zeug finden.

Ich bin nicht an deinen Sachen gewesen!

Was hast du?

Nichts. Ich sage das nur, weil's stimmt.

Kannst du mich nicht fünf Minuten in Ruhe lassen?

Ohne dein Gerede hätte ich das Ding längst gefunden.

Ich kann überhaupt gehen.

- Wie meinst du das? - Genau so.

- Du willst ausziehen? - Wenn es sein muss.

Dann pack deinen Kram, ruf ein Taxi und geh gleich.

Meine Sachen kannst du behalten.

Nein, nimm dein Zeug mit. Du kotzt mich an!

Los!

- Und dann? - Was dann?

Sehen wir uns gar nicht mehr?

Wieso sollten wir das?

Gut, wie du willst.

Mich erst los sein und dann kommen, wenn's dir passt!

Ich mag dich sehr, aber das nicht.

Es geht doch gut. Nur zusammen leben, das geht nicht.

Überleg's dir noch mal.

Wir werden das schon irgendwie hinkriegen.

Ja, irgendwie kriegen wir das hin.

Warum ziehst du dich an?

Weil ich gehe.

Und wohin?

Weiß nicht. Ist mir auch egal.

Du kannst nicht einfach weggehen.

Das werden wir sehen.

Gut.

Wie du willst.

Auf Wiedersehen.

Du machst dir gar nichts daraus.

Doch, aber du glaubst es ja nicht.

Du bleibst ja einfach sitzen

und zeigst kein Interesse für mich.

Ich hab nur für meine Arbeit Zeit. Sonst bring ich es zu nichts.

Es geht sowieso kein Bisschen vorwärts.

Ich glaub, es wird sogar weniger.

Da kann ich dir nicht helfen.

"Eines Tages war da was, wo sie sich nicht einig waren,

eine kleine, unbedeutende Sache, eine Abweichung,

aber von da ab gab es kein gemeinsames Wir mehr,

nur noch Abweichungen."

Gehst du nicht arbeiten heute?

Scheiße!

Arbeiten beruhigt auch. Ich will dich aber nicht zwingen.

Um so besser!

Aber du könntest auch was dazutun, dass es vorwärts geht.

Mit den paar Mark!

Ich hab dir schon gesagt, was du tun könntest.

Ich soll auf den Strich gehen, ja?

Gibt's was zu essen?

Bluhm.

Wer? Ja, der ist da.

Telefon für dich. Komm schon.

Eine Frau.

Ach, du bist's.

Es geht.

Ja, das war er...

Diese Woche?

Hast du die Adresse?

Okay.

Bis dann.

Wer war das?

Anna.

- Was will sie? - Sie will mich halt sprechen.

Geht das nicht am Telefon?

Vielleicht möchte sie mich einfach nur sehen.

Ach so.

Stört dich was?

Nein, warum sollte mich was stören?

Ich meine ja nur.

Du meinst immer nur.

Bleibst du lange?

Ich weiß noch nicht, wie gesagt.

Hängt von der Arbeit ab.

Einer muss schließlich das Geld verdienen.

Küsst du mich nicht?

Aber ja doch.

Gute Fahrt.

Die Tür ist offen.

Franz, bist du da?

Was ist denn? Weinst du?

Was hast du denn? Ich liebe dich doch.

Was soll das denn, du liebst mich?

Hast du eine Zigarette?

- Hier. - Mach sie an.

Draußen steht Gin, hol ihn. Und zwei Gläser.

Ja, sofort.

Auf uns.

Auf uns, Anna.

Mit uns ist eh nix mehr.

Warum sagst du das?

Du scheinst nicht glücklich.

Du sitzt im Dunkeln und weinst. Da stimmt doch was nicht.

Ich bin eigentlich schon glücklich.

Was heißt das schon, glücklich?

Ich weiß nicht.

Zufrieden, ruhig, so wie wir es waren.

Wir waren nie glücklich, Anna.

Wir haben das nur geträumt.

Glück, das ist was anderes.

Hier bin ich doch glücklich gewesen.

Es war am Anfang alles so anders.

Aber vielleicht hab ich geträumt.

Und was ist dann passiert?

Ich weiß nicht.

Eines Tages war alles, was ich getan habe, falsch.

Nichts war ihm mehr recht.

Warum?

Ach, frag nicht so viel.

Erzähl mir was von dir.

Es gibt nicht viel zu erzählen.

Bei mir ist alles so weitergegangen.

Fast alles.

Fast?

Ja, fast.

Und was nicht?

Ich hab einen Mann kennengelernt, der will mich heiraten.

Hast du mich deshalb angerufen?

Ich wollte dich noch mal sehen, bevor ich ja sage.

Und warum?

Weil ich dich liebe und den nicht.

Sag nichts. Sag jetzt nichts.

Überleg noch mal.

Was soll ich da überlegen?

Ich liebe Leopold. Mehr kann ich nicht sagen.

Wir hatten uns alles ausgemalt,

unsere Kinder und unser Zuhause?

Alles rosa Kuchen.

Alles hätte so werden können, wenn du...

Ach, Anna, du träumst immer noch.

Nimm dir den Mann.

Setz ihm Kinder in die Welt. Ich werde Pate.

Du bist grausam.

Warum bist du so grausam?

Bin ich nicht. Ich sehe nur klar.

Heute kennen wir uns genau vier Jahre.

Was ist denn?

"Wir kennen uns vier Jahre heute.

Das müssen wir feiern."

Hör auf, das ist dumme Sentimentalität, sonst gar nichts.

Wir haben aber sonst immer gefeiert.

Schon vergessen.

Das Leben ändert sich.

Wie du redest... Du bist so anders geworden.

Du hast dich auch verändert,

zu deinem Vorteil.

Du bist viel hübscher.

Ach, das sagst du nur so.

Hattest du früher Spaß beim Sex mit mir?

Natürlich habe ich Spaß gehabt.

Viel Spaß?

Ich weiß nicht, Franz. Mal mehr, mal weniger.

Ich mag dich immer noch.

Ich liebe dich auch.

Was ist mit dir?

Was soll sein?

Du bist so still.

Was soll ich schon sagen.

Dann lass uns über Kinder sprechen.

Wie viele, fünf?

Nein, zwei. Zwei Kinder ist eine ganze Masse.

Wie wollen wir sie nennen?

Wir werden zwei Jungen haben,

die heißen Franz und Leopold, Leopold und Franz.

Denk nicht mehr an ihn.

Wir sind noch bei ihm.

Wir packen heute deine Sachen und gehen.

- Hast du Geld? - Ja, ein wenig.

Ein wenig. Wieviel ist das?

Seit wann kümmerst du dich um Geld?

Es wird schon reichen.

Wenn du meinst.

Wir werden wir uns eine Wohnung suchen.

Wieder mal?

Ach, ich mach das schon.

Du liest wieder viel, gehst ins Theater und erzählst mir davon.

Du träumst schon wieder.

Du weißt, dass die Realität anders aussieht.

Warum denn?

Ich muss endlich zu einem vernünftigen Beruf kommen.

Es reicht doch, wenn ich arbeite.

Hast du dich abgemeldet?

Ja. Ich habe Urlaub, noch zwei Wochen.

Dafür hab ich im Sommer arbeiten müssen.

Und wir waren in Griechenland.

Aber das ist jetzt vorbei.

Nächstes Mal fährst du mit mir nach Griechenland.

Ja, sicher.

Wie mach ich das mit Leopold?

Ich muss ihn doch noch mal sehen.

Was soll das nützen?

Du schreibst ihm, dass alles schön war, dass es aber nicht mehr geht.

Ja, ich schreib ihm einen Brief.

Und wenn er kommt, Samstagnacht,

dann ist es kalt und er allein.

Er hat es ja nicht anders gewollt!

Er hat es nicht anders gewollt.

Ziehen wir uns an. Wir haben noch viel zu erledigen.

Ich möchte noch etwas hier bleiben.

Aber natürlich.

Sei nicht beleidigt.

Ich bin halt gern hier gewesen.

Ich sage ja gar nichts.

Ich kann das verstehen.

Es fällt mir schwer, einfach wegzugehen.

Allein könnt ich es nicht.

Aber jetzt sind wir zusammen, wir schaffen es.

Ja, wir schaffen es.

Was hast du jetzt wieder? Es war doch alles klar.

Es bleibt auch dabei.

Ich möcht nur noch etwas hier bleiben. Ist das zuviel verlangt?

Nein, schon gut.

- Weißt du... - Was?

Ich hab ihn schon sehr gerne.

Ich liebe ihn schon sehr.

Eben. Auf die Dauer ist das nichts Richtiges.

Leg eine Platte auf.

Was denn?

Du weißt schon.

Natürlich.

Franz, da klingelt jemand!

Guten Tag.

Stimmt was nicht?

Es geht schon, Verzeihung.

Ich hab die Tür verwechselt.

Das macht nichts.

Es war ein Irrtum.

Was ist denn wieder?

Du weinst ja wieder.

Du musst ihn eben vergessen.

Leicht gesagt.

Es muss sein. Wir müssen von vorne anfangen.

Da kommt jemand.

O Gott!

Was haben Sie?

Nichts.

Du kommst heute schon?

Freust du dich nicht?

Doch, sicher.

Stellst du uns vor?

Das ist Herr Bluhm

und das ist Anna.

Wir sind gerade dabei auszuziehen.

Was Sie nicht sagen!

Machst du uns Kaffee?

Setzen Sie sich zu mir, Mädchen.

Ich ziehe mir besser was an.

Das ist gar nicht nötig.

Sie sind auch so ein hübscher Anblick.

Dass Sie einen Blick dafür haben.

- Warum nicht? - Ich meine nur...

Franz wollte ausziehen?

Ja, wir werden heiraten.

Meinen Sie, dass Franz für eine Ehe geeignet ist?

Warum nicht?

Sagen Sie, liebe Anna,

lieben Sie Franz?

Warum denn nicht?

Er ist noch sehr jung.

Und, ist das ein Grund?

Natürlich nicht.

Im Gegenteil.

- Bitte. - Danke.

Gießt du uns ein?

Du willst also ausziehen?

- Warum erst jetzt? - Warum nicht erst jetzt?

Du wärst gegangen, ohne mich noch mal zu sehen?

Wer weiß.

Ich weiß.

Ich geh schon.

Leo, Helmut hat mich verlassen.

Verzeihung, ich kenne Sie nicht. Wer sind Sie?

Ich bin's, Vera!

Vera, mein Schatz!

Gott, du bist aber alt geworden.

Er sieht gut aus für sein Alter. Ich kann dich verstehen.

Schieb ihn dir nur rein, Flittchen!

Das ist Vera, eine alte Freundin.

Vielmehr ein alter Freund. Hat den Schwanz in Casablanca gelassen.

Guten Tag.

Sie haben es also sieben Jahre mit Leo ausgehalten?

Wenn es nach mir gegangen wäre, wir wären heute noch zusammen.

Vera lässt sich gerne fesseln,

am liebsten an Händen und Füßen.

Immer bereit zum Anschauen

und Anfassen...

nicht wahr?

Du auch, oder?

Willst du uns demütigen?

Unglaublich,

statt froh zu sein, mich zu sehen, murrst du nur.

Ich ziehe mich an, dann gehen wir.

Ich möchte noch bleiben. Die Situation ist so aufregend.

Ich gehe auch alleine.

Was hast du denn?

Bist du nicht froh?

Wenn du wüsstest, wie froh ich bin.

Sei doch nicht beleidigt, Burschi.

Außerdem könntest du dich vor Vera ruhig etwas bemühen.

Es freut mich, die gnädige Frau kennenzulernen.

Franz, sei nett.

Warum soll ich nett sein?

Ihr seid so komisch,

wie Marionetten, die irgendwie gelenkt werden.

Franz liebt mich.

Im Grund ist er ganz verrückt nach mir.

Ich bin verrückt nach ihm!

Sag ihm, wie verrückt!

Oh, wir haben zwei Tage sehr gut gebumst.

Wir hatten viel Spaß.

Er hat auch viel von mir gelernt.

Sie müssten mir dankbar sein.

Ich bin Ihnen dankbar.

Und wie dankbar ich Ihnen bin. Nicht wahr?

Ja, mein Liebes?

Ich muss dich alleine sprechen.

Warte noch ein Weilchen,

dann kommst du an die Reihe.

Das ist ein schönes Spiel.

Leider ist mir das ganz ungewollt geglückt.

Eine nette Abwechslung... zu viert.

Du ekelst mich an.

- Draußen im Schrank... - Die Hausschuhe? Sofort.

Leos süße kleine Schuhchen.

Begreife doch, dass man nur dein Bestes will.

Das habe ich begriffen.

- Sicher nicht. - Und wie!

Siehst du!

Wie du das sagst!

Wie man so was halt sagt!

Ich hab Hunger. Macht mir was zu essen.

- Was denn? - Bier?

Platz! Irgendwas. Eine Kleinigkeit.

Lief es gut diese Woche?

Ich meine, hat sich wieder einer umgebracht?

Schade, nichts gönnt man dir.

Warum ist es so kalt hier?

Weil der Ofen aus ist.

Und? Dann mach ihn halt an.

Was verlange ich denn!

Mach es doch selbst!

Hier ist ein belegtes Brot.

Stellen Sie es hin. Gib das Bier her.

Darf ich eine Platte auflegen?

Es reicht.

Alle ins Schlafzimmer!

Kommst du nicht?

Brauchst du mich?

Du brauchst mich.

Ich komm gleich.

Sie tragen meinen Mantel.

Ja, mir war kalt.

Warum heulen Sie denn?

Weil ich unglücklich bin.

Bumsen Sie nicht mehr?

Mir reicht's, er beschäftigt sich nur mit der Kleinen.

Das ist der Reiz des Neuen.

Das hätte er mir früher nie angetan.

Früher war er ganz anders.

Zehn Jahre sind vergangen, ich werd verlassen

und ihm ist es egal. Verstehen Sie das?

Nein, auch ich verstehe das nicht.

Ich durchlebe die ganze Skala des Leids.

So viel Unglück.

Selbst nach all den Jahren?

Ich werde ewig leiden.

Können Sie ihn nicht vergessen?

Wie könnte ich ihn vergessen?

Selbst bei den anderen

denke ich an ihn.

Ich bin seine Kreatur.

Wie meinen Sie das?

Als ich Leopold kennenlernte, war ich erst kurz in Deutschland.

Ich war wie Sie: jung, unschuldig und vor allem verloren.

Hungrig nach Liebe!

Er hat mir Sex erst beigebracht.

Es war phantastisch.

Er konnte es so gut,

dass ich mich zum ersten Mal wirklich lebendig fühlte.

Ich war glücklich.

Bis seine Lust eines Tages nachließ.

Er berührte mich immer seltener.

Nichts war mehr wie zuvor,

es war unerträglich.

Da habe ich diesen Schritt gewagt.

Es war verrückt,

verrückt vor Liebe...

Er hatte mir mal gesagt:

"Wenn du eine Frau wärst, hätte ich dich geheiratet."

Ich hab mein Geschlecht gewechselt,

aus Liebe zu ihm,

damit er mich wieder begehrt.

Ich war ein Junge und bin eine Frau geworden.

Ich habe mein ganzes Geld benutzt.

Eine Weile hat es ihm neue Lust gegeben,

die Abwechslung hat gewirkt.

Dann ging auch das vorüber.

Er hat mich auf den Strich geschickt,

dann hat er mich verlassen.

Lieben Sie Leopold immer noch?

Ja.

Ich auch.

Was man so Liebe nennt,

lieb ich ihn.

Wie finden Sie mich?

Ich weiß nicht. Nicht übel.

Danke.

Bin ich nicht zu alt für Sie?

Nein, Sie sind noch schön.

Na dann...

könnten wir es doch miteinander versuchen.

Es ist zu spät.

Warum?

Ich habe Gift geschluckt.

Wirklich?

- Aber warum? - Warum nicht?

Sie sind ganz blass!

Bringen Sie mir das Telefon.

Mutti? Ich bin's.

Ich habe mich vergiftet.

Nein, nichts mehr zu machen.

Nein, es hat keinen Sinn zu kommen.

Vielleicht komm ich in den Himmel, weil ich so jung bin.

Danke, Mutti.

Was sagt Ihre Mutter denn?

Glückliche Reise.

Die hat kein Herz.

Doch, sie hat es nur am rechten Fleck.

Lassen Sie mich in Ruhe sterben. Wenn's erlaubt ist!

Du sprichst wie Leopold.

Das ist normal,

ich bin auch seine Kreatur.

Gefällt dir dein Job?

Nicht sehr.

Wieviel verdienst du?

Kommt drauf an. Nicht viel.

Würdest du gern mehr verdienen?

Ich weiß, wie man leicht zu Geld kommt.

Du müsstest für mich arbeiten.

Warum nicht?

Möchtest du was auf den Popo?

Und wie!

Na, dann los!

Er ist beileibe tot.

So jung...

Komm doch bitte mal her!

Was ist denn?

Dein Freund ist tot.

Der spielt doch nur Theater.

Wirklich nicht.

Tatsächlich.

Wie schrecklich. Was sollen wir machen?

Da kann man nichts mehr machen.

Hast du ihn umgebracht?

Ich? Was redest du denn?

Du hast ihn genervt. 80 hätte er werden können,

mindestens 70.

Was ist denn?

Er ist tot.

Wer?

Franz.

O Gott!

Ganz ruhig.

Wer macht mir jetzt meine Kinder? Franz und Leopold sollten sie heißen!

Leg dich wieder hin. Ich komm gleich.

Gnädige Frau, hier ist Bluhm.

Verzeihen Sie den Anruf.

Ihr Sohn ist tot.

Ach, das wissen Sie bereits.

Na, dann...

Nein, ich habe keinerlei Unannehmlichkeiten.

Wirklich nicht.

Verzeihen Sie die Störung.

Wiederhören.

Ich möchte weg. Hier liegt ein Toter.

Ich weiß.

Wir müssen die Polizei rufen und dann...

hätte ich gern meinen Mantel wieder.

Das machen wir später.

Zieh dich aus, leg dich drüben zu Anna.

Ich wasch mir nur die Hände.

Du brauchst mich doch gar nicht.

Du brauchst mich.

Untertitel: Thomas Schröter

Untertitelung Titra Film Paris

Can't find what you're looking for?
Get subtitles in any language from opensubtitles.com, and translate them here.