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Original subtitles

MESSIAS DES BÖSEN

Sie sagen, dass Albträume entartete Träume seien.

Ich habe ihnen erklärt, dass es kein Albtraum war.

Aber sie glauben mir nicht.

Sie nicken und machen kleine Notizen in meiner Akte.

Sie sehen mich an und warten darauf...

dass ich mich verstümmele oder Insekten esse,

dass ich mein Kleid hebe wie eine verrückte Alte...

und auf den Boden uriniere.

Aber es bleibt nicht mehr viel Zeit.

Sie müssen mir zuhören.

Unweit von hier liegt eine kleine Stadt an der Küste.

Sie hieß früher New Bethlehem und wurde in Point Dune umbenannt,

nachdem der Mond sich blutrot färbte.

Point Dune sieht aus wie viele andere Kleinstädte,

aber was dort passierte, was mir angetan wurde,

was sie jetzt machen...

Sie kommen hierher.

Sie warten am Rande der Stadt.

Sie schauen nachts hinter Hausecken hervor.

Und sie warten.

Sie warten auf euch.

Sie holen einen nach dem anderen,

und niemand wird eure Schreie hören.

Niemand wird eure Schreie hören!

Ich suchte dort meinen Vater.

Im Winter lebte er in Point Dune und malte.

Nach Mutters Tod blieb er dort und wir schrieben uns nur noch.

Bis vor Kurzem.

Seine Briefe wurden seltsam, dann blieben sie ganz aus.

Zum Schreiben habe ich keine Zeit mehr. Sei unbesorgt.

Versprich mir, nicht hierherzukommen.

Ich habe Angst vor Menschen.

Ich warte lieber allein darauf.

- Volltanken? - Ja.

Streunende Hunde.

- Das klingt nicht danach. - Es müssen Hunde sein.

Da draußen gibt's nur Wachteln und Kaninchen.

- Die heulen nicht. - Geht's da nach Point Dune?

- Was wollen Sie dort? - Jemanden besuchen.

Ich wüsste nicht, wieso man dahin fahren sollte.

Ein runtergekommenes Kaff. Völlig ausgestorben.

Hier, meine...

Hallo. Volltanken?

Für zwei Dollar. Nicht mehr.

Alles klar.

Die haben Sie vergessen.

Das Gerät ist kaputt. Haben Sie Bargeld?

- Nein, aber... - Okay, vergessen Sie's.

Verschwinden Sie!

Haben Sie Ihre Benzinmarken?

Vater?

Vater?

Vater?

30. Juni. Ich habe drei Nächte lang nicht geschlafen.

Ich weiß nicht, wie lange ich das noch durchhalte.

Aus den unergründlichen Tiefen meines Geistes dringen Visionen.

2. Juli.

Diese grotesken Bilder suchen mich noch immer heim.

Nachts irre ich durch die Stadt

und sehe furchtbare Tiere, die nicht real sein können.

Und am dunklen Strand verfolgen mich Gesichter,

blasse Frauen mit schlaflosen Augen

und dem Wasser zugewandte Schattengestalten.

In jener Nacht kam er nicht zurück.

Am Morgen lief ich am Strand entlang,

so wie er es wohl tat,

als er vor den Albträumen zurück ins Tageslicht floh.

Später fuhr ich in die Stadt. Es war schon heiß.

In einer Kunstgalerie fragte ich nach meinem Vater.

Die Kunsthändlerin war blind.

Ihre Finger glitten wie eine blasse Spinne über mein Gesicht.

Ob ich Joseph Lang kenne?

Wir haben hier Magazine und können sogar lesen.

Nein, ich meine... Ich suche ihn.

Vielleicht kennen Sie ihn persönlich.

Hier gibt es kaum Künstler... Ich hörte, dass er Leute mitnahm.

Zumeist Frauen. Aber sie waren nicht von hier.

Heute suchten Leute nach Ihrem Vater.

- Seine Kunst hat also Liebhaber. - Wer waren sie?

Auswärtige.

Ich glaube, sie wohnen im Seven Seas.

Ich bin so alt wie die Hügel.

Mama hat mich allein geboren.

Sie holte mich blutverschmiert aus ihrem Schoß hervor.

Sie wollte mich an die Hühner verfüttern.

Aber Papa sagte: "Vielleicht können wir ihn gebrauchen."

So kam ich zur Welt.

Verzeihung. Man sagte mir dass Sie Joseph Lang suchen.

- Er ist mein Vater. - Schließen Sie die Tür.

- Ich wollte nur... - Schließen Sie die Tür.

- Erzähl weiter, Charlie. - Ich kann mich kaum erinnern.

Aber...

Ich weiß, dass Daddy einmal von dem roten Mondlicht erzählte.

Mama hat das gar nicht gefallen.

Er war selbst noch ganz jung.

Er nannte das den "Blutmond".

In dieser Nacht verlor er seinen Glauben.

Er begriff, dass Menschen zu schlimmen Dingen fähig sind.

- Wie Tiere. - Ich habe schrecklichen Hunger.

Richtigen Kohldampf.

Halt die Klappe. Erzähl weiter, Charlie.

- Was war mit dem Mond? - Vor 100 Jahren...

wurde der Mond ganz rot. Und es geschahen Dinge.

Es war, als ob... Je röter der Mond wurde,

umso näher kamen die Menschen der Hölle.

Einige fingen einfach an zu bluten.

Kinder aßen rohes Fleisch.

Die Stadt hatte sich in eine eiternde Wunde verwandelt.

Bis sie eines Nachts...

Bis sie eines Nachts hervorkamen.

Wer?

- Ich muss gehen. - Charlie.

Nimm den Wein.

Vielen Dank für Ihre Gastfreundschaft.

Ich suche meinen Vater.

- Kennen Sie ihn? - Vom Hörensagen.

- In der Galerie sagte man... - Wir waren heute dort.

Dort hing ein Bild Ihres Vaters im Schaufenster.

- Er lebt also hier. - Dort war nichts von ihm.

Er ist berühmt. Heute Morgen waren die Bilder noch da.

Die alte Dame sagte, sie seien unverkäuflich.

Es war ein Porträt von Ihnen.

- Thom ist Sammler. - Von alten Säufern?

- Was für eine Replik! - Was ist eine Replik?

Toni, du bist halb Kind, halb Frau und hast einen halben Verstand.

Du kannst mich mal.

Keine Angst.

Ich bin ganz harmlos. Es ist wegen Ihrem Vater.

Die dürfen mich nicht hören. Ich habe sie getäuscht.

Ich trinke und schlafe auf der Straße wie ein Hund.

- Aber ich bin nicht verrückt - Was ist mit meinem Vater?

Sie müssen ihn töten.

- Sie sind verrückt. - Sie dürfen ihn nicht begraben!

Sie müssen ihn verbrennen! Er muss in Flammen aufgehen!

Ich suchte Vater den ganzen Nachmittag lang.

Die Reaktion war immer gleich:

Die Leute starrten ins Leere oder schüttelten den Kopf

und wichen zurück.

6. Juli. Heute Morgen hat Arletty angerufen.

Ich hörte ihr zu, aber ich konnte nicht abnehmen.

Meine Stimme hätte sie erschreckt. Manchmal...

gebe ich unmenschliche Laute von mir

und mein Verstand entgleitet mir.

Ich versuche, mich an früher zu erinnern, an meine Tochter.

Aber es gelingt mir nicht. Stattdessen denke ich an den Tod.

Immerzu.

Was wollen Sie?

Ich wollte Sie nicht wecken.

Sie sehen hübsch aus im Schlaf.

Ich lege mich kurz hin.

- Kommst du? - Später.

Sie können nicht hierbleiben.

Nur über Nacht. Ich zahle auch dafür.

Es gab Ärger im Hotel.

Erinnern Sie sich an den alten Mann?

- Natürlich. Er war verrückt. - Vielleicht.

Er wurde heute Nachmittag tot aufgefunden.

Die Polizei war da.

Sie waren nicht sehr nachsichtig mit mir und meinen beiden...

Begleiterinnen.

Und plötzlich schlossen alle anderen Hotels ihre Türen.

Wir kennen sonst nur Sie.

- Was war mit dem Mann? - Seine Leiche lag im Durchgang.

Er muss bewusstlos geworden sein. Offenbar fielen Hunde ihn an.

Er war völlig zerfleischt.

Ich ließ sie bleiben.

Ich weiß nicht, wieso.

Ich fühlte mich völlig verloren in dieser fremden Stadt.

Ich teilte das Haus mit Unbekannten.

Wein?

Ja, danke.

Der Wind ist seltsam.

Wie der Schirokko.

Er weht von Afrika zum Mittelmeer.

Ich wurde in Portugal geboren.

- In einem Schloss. - Nicht in einer Villa in Spanien?

Meine Mutter war Portugiesin, eine Aristokratin.

Mein Vater war ein reicher Amerikaner.

Ich habe ein Schloss, hoch oben über dem Meer.

- Eine unserer Legenden besagt... - Was wollen wir hier?

Ich weiß es nicht.

Also, wie gesagt, jedes Volk hat seine Legenden.

Die Römer, die Griechen und sogar die Leute hier haben welche.

Ich interessiere mich für den Blutmond.

Was machte Ihr Vater hier?

Er kannte hier niemanden.

- Er war Maler. - Hat er schon lange gemalt?

Laura ist Kunstkennerin.

Sie war einmal Fotomodell.

Sie war spezialisiert auf exotische Fotos mit Schlangen.

Thom ist so geistreich, wenn er jemandem an die Wäsche will.

Falls Sie heute mit ihm ins Bett gehen, lassen Sie ihn...

Laura, ich habe es satt, mich für dich entschuldigen zu müssen.

Igitt! Das schmeckt ekelhaft.

Die Garnitur isst man nicht mit.

Er sagte, er sammele alte Legenden.

Er dachte, mein Vater kenne jene von Point Dune.

Ich sagte, Vater sei nicht da. Doch er wollte warten.

- Haben Sie sich verlaufen? - Nein.

Ich war spazieren.

Haben Sie die Feuer gesehen?

Nein.

Gute Nacht.

Sie könnten etwas für mich tun.

Was denn?

Mein Reißverschluss klemmt.

An meiner Weste.

Ihre Begleiterinnen helfen Ihnen sicher.

Sie sind sehr böse auf mich.

Sie sind eifersüchtig auf fremde Frauen.

- Wie unangenehm. - Wirklich?

Könnten Sie vielleicht...

Das war doch nicht schwer.

Nein.

Das hätten Sie allein geschafft.

Gute Nacht.

Man zieht doch einen Mann nicht aus, um ihn wegzuschicken.

Sie sind müde, nicht wahr?

Ich auch.

Gute...

Nacht.

- Gehst du aus? - Ich hau ab

- Für wie lange? - Für immer.

Das ist lange.

- Wieso? - Ich hab's satt.

Ich habe ihn satt und diesen Ort hier.

Er hat sich nicht verfahren. Er wollte hierher.

Wieso gerade nach Point Dune?

Um an den Strand zu gehen?

Vielleicht wollte er surfen.

- Er spielt nur mit ihr. - Ich fahre nach San Francisco.

Ich kann bei Micky wohnen.

- Wer ist Micky? - Er ist Schlagzeuger.

Und ich?

Du bist noch ein Kind.

Du kommst schon klar.

Wegen ihm werde ich grau.

Laura?

Lass mir Dope da.

Mist!

Soll ich Sie mitnehmen?

Was soll's.

Danke.

- Haben Sie auch gewartet? - Wie?

- Gewartet, am Strand. - Nein.

Mögen Sie Wagner?

Oh ja, natürlich.

Sehr.

Sie können mich...

in der Stadt absetzen.

Die Jungs mussten... wohl lange arbeiten.

- Mondscheinarbeit. - Mondscheinarbeit...

Alle waren heute Nacht da. Sogar die kleinen Kreaturen.

- Ich habe viele gefangen. - Viele was?

Strandratten.

- Was ist denn? - Nichts.

- Was machen Sie mit ihnen? - Was wohl?

Ich esse sie. Ganz einfach.

Ich habe noch eine, wenn Sie mögen.

Danke, nein. Ich möchte gern hier aussteigen.

- Sie wollen nicht? - Nein.

Es ist eine herrliche Nacht zum Spazierengehen.

Oh Gott.

Hallo?

17. Juli.

Mir graut vor der Dunkelheit.

Es werden stetig mehr Feuer.

Und immer mehr Gestalten kommen aus der Stadt.

Es ist furchterregend.

Ein wirrer alter Mann hat mir erzählt,

dass vor 100 Jahren ein Mann in Schwarz in die Stadt gekommen sei.

Dann seien den Leuten schreckliche Dinge passiert.

Ich glaubte, verrückt zu werden. Schlimmer noch,

die grausigen Dinge, die ich sehe, sind nicht nur Einbildung.

- Was machst du da? - Verdammtes Ding.

Ich bekomme keinen Sender rein.

Hat Laura nichts weiter gesagt?

Gib einer Frau ein Paar Schuhe und sie läuft davon.

Hier ist WUBI Radio 94, die Stimme von Idaho.

Idaho?

Warum haben wir hier bloß keinen Empfang?

Man bekommt einfach keinen Sender rein.

Ich will weg von hier.

Es ist nicht wegen ihr.

Aber ich habe Angst.

Wovor?

Ich weiß es nicht.

Ich versuchte zu schlafen.

Ein unruhiger Traum folgte auf den anderen.

Mein Vater hatte einmal gesagt, dass man kurz vorm Aufwachen ist,

wenn man träumt, dass man träumt.

Thom?

Vater?

Ich hatte das Gefühl, die Kontrolle zu verlieren.

Ich verliere die Kontrolle. Es sind nicht nur die Träume.

Es ist wie eine Krankheit, die auch am Tage fortdauert.

Etwas ergreift Besitz von meinem Körper.

Etwas unsagbar Böses verwandelt mich in...

Arletty?

- Was hast du? - Ich weiß es nicht.

Das Licht im Atelier war an.

Ich dachte...

Ich dachte, da war jemand.

Komm her.

- Da war ein Bild... - Du hast bloß geträumt.

Komm.

Ich weiß nicht mehr weiter.

Niemand hier kennt ihn.

Wo sollte er hingegangen sein?

Du solltest fortgehen.

Genau! Geht am besten beide, dann kann ich endlich schlafen!

Hallo?

Am Apparat.

Was?

Aber...

Wo?

Die Polizei sagte, mein Vater war psychisch gestört.

Er wurde zweimal aufgegriffen.

Er irrte vor Tagesanbruch durch die Stadt.

Er wusste nie, wo er war

und was er da draußen suchte.

Dann hatten ihn Leute am Strand gesehen,

beim Bauen einer Skulptur.

Sie muss über ihm zusammengebrochen sein.

Wenn der Papierkram erledigt ist, sollten Sie sie wegbringen.

Das ist kein Touristenort, und Fremde machen nur Ärger.

20. Juli. Würden alle Städte der Welt morgen zerstört,

würde man an ihrer Stelle Städte wie Point Dune bauen.

Ganz unscheinbar, ruhig...

zum Schweigen gebracht durch das allgegenwärtige Grauen.

Jetzt weiß ich, was sich hinter diesen Mauern verbirgt.

Wie geht's ihr?

In der Nacht als mein Vater starb

kam er betrunken von der Arbeit.

- Er begann... - ... fingen einfach an zu bluten.

Kinder aßen rohes Fleisch.

Die Stadt hatte sich in eine eiternde Wunde verwandelt.

Bis zu der Nacht, als...

Wir gehen nie mehr weg, oder?

Bis sie eines Nachts hervorkamen.

- Jemand war hier, als du weg warst. - Wer?

Ich weiß nicht. Ich habe ein Geräusch im Haus gehört.

Es klang, als ob jemand weinte.

Ich habe nachgesehen, aber da war niemand.

Mir ist langweilig.

Sieh dir doch...

- ...einen Film an. - Was?

- Im Kino. - Ein Kinoabend!

Super, ich nehme das Auto.

Dann könnt ihr beiden allein sein...

Ich saß im Stuhl meines Vaters,

umgeben von Bildern, die Point Dune zeigten.

Sie wirkten bedrohlich, so als enthielten sie eine Botschaft.

Ich wusste nun, dass die Stadt ein dunkles Geheimnis barg.

21. Juli.

Meine Körpertemperatur ist auf 29 Grad gesunken.

Heute Morgen habe ich wieder geblutet.

Es ist, als bräuchte das Etwas, das mich beherrscht,

kein menschliches Blut.

Arletty? Was ist los?

Was hast du?

Ich habe nichts gemerkt.

Wieso habe ich nichts gespürt?

Ich weiß es nicht.

Es ist, als bräuchte das Etwas, das mich beherrscht,

kein menschliches Blut.

Vater hatte schöne Hände.

Sie waren feingliedrig,

mit langen, nahezu femininen Fingern.

Er schämte sich fast für sie.

Er lachte immer und sagte, nach der Revolution würde er erschossen.

Blasse, vom Leben gezeichnete Hände.

Dadurch habe ich es erkannt.

Wieso haben sie mich belogen?

Das waren nicht seine Hände.

Sie waren schwielig und groß.

Das war nicht mein Vater!

- Bist du sicher? - Ja!

Oh Gott.

Toni.

DEN MORGEN WIRST DU NICHT ERLEBEN

GESCHLOSSEN

Du kriegst uns nicht alle drei.

Falsch.

VERGELTUNG IN NEMO TOWN

Nein! Nein!

Warten Sie! Sie müssen uns helfen.

Wir wohnen nur ein paar Blocks entfernt.

Wir haben ferngesehen,

als wir hörten, dass sie die Hintertür aufbrachen

und dabei diese furchtbaren Laute von sich gaben.

Wir wollten die Kinder retten, aber sie umkreisten sie wie Haie.

Wir flohen zu den Nachbarn. Die sind bewaffnet.

Aber sie haben nicht von uns abgelassen.

Bitte gehen Sie nicht. Sie müssen uns helfen.

Ich kann nicht.

Was ist?

Ihr Auge.

Oh nein.

Zu spät.

Es geht los.

Es tut mir sehr leid.

28. Juli. Ich habe mich heute Morgen geschnitten.

Mein Finger war fast abgetrennt.

Aber ich fühlte keinen Schmerz.

Ich habe ihn abgerissen und fühlte überhaupt nichts.

Mein Verfall schreitet rapide voran.

Gehen Sie auseinander!

Das ist ein Befehl!

Thom?

- Vater? - Arletty...

Ich habe versucht, dich zu warnen.

Ich brachte die Leiche zum Meer, und trotzdem bist du geblieben.

Die Zeit ist abgelaufen. Du musst gehen.

Sag es den Leuten da draußen.

Warne sie.

Was vor 100 Jahren geschah, geschieht nun wieder.

- Was denn? - Hör zu.

Hör mir bitte zu.

Vor 100 Jahren ist er hierhergekommen.

Ein Jäger begegnete ihm zuerst.

Er erzählte dem Jäger, er sei Pfarrer

und habe die Siedler der "Donner Party" begleitet.

Er verbrachte den Winter mit ihnen und sah Menschen,

die Gräueltaten verübten.

Er selbst habe Menschenfleisch gegessen.

Er überlebte, weil er Vertrauen gehabt habe.

Vertrauen in einen neuen Gebieter.

Der Jäger verstand nicht,

als der Fremde sagte, er verbreite eine neue Religion.

Als man den Jäger fand,

sah er aus, als hätte ein wildes Tier ihn angefallen.

Völlig zerfleischt.

Als er im Sterben lag, sprach er von dem Mann in Schwarz.

Sie dachten, er phantasiere.

Als er wie ein tollwütiger Hund zubiss, erschossen sie ihn.

Der Mann in Schwarz blickte auf das Chaos

und lief ins Meer.

Er sagte, er käme in 100 Jahren zurück,

in eine desillusionierte Welt.

In der man alte Gottheiten verehren

und dunkle Wege beschreiten würde. Unsere Welt.

Geh jetzt. Die ganze Stadt ist befallen.

Sie muss zerstört werden, bevor der Mond sich rot färbt,

er wiederkommt und das Böse sich verbreitet.

Wir gehen zusammen.

Sie haben mich mitgenommen und mir das angetan.

Was passiert nur mit mir!

Hilf mir!

Hilf mir!

Vater... wir gehen nach Hause.

Zu spät. Ich habe schon Menschenfleisch gegessen.

Töten Sie ihn.

Wenn Sie Ihren Vater lieben, dann töten Sie ihn.

Begraben Sie ihn nicht!

Sie dürfen ihn nicht begraben.

Sie müssen ihn verbrennen! Er muss in Flammen aufgehen.

Arletty?

Arletty?

Wieso bist du noch da?

Ich wollte dich abholen.

Es ist zu spät.

Oh Gott...

Ich habe sie in der Stadt gesehen.

Sie bewegen sich in Rudeln wie Wölfe.

- Ich glaube, die gesamte Stadt... - Thom!

Ich habe geträumt.

Wir waren im Wald.

Es hat geschneit... Von den Bäumen tropfte es.

Du sahst nach oben...

und ich fragte dich, woran du denkst.

Du sagtest, du denkst an alle Menschen, die geboren werden...

und sterben.

Nur die Bäume leben immer weiter.

Wir kamen in ein Dorf

und übernachteten in einer Werkstatt.

Am nächsten Tag war es so kalt.

Wir blieben im Bett, um uns zu wärmen.

Wir dachten, wir hätten es geschafft.

Dann sahen wir den Ersten.

Sie kamen herunter zum Strand, wie sie es jede Nacht taten.

Sie starrten aufs Meer und warteten.

Wir saßen fest.

Sie waren überall und sahen uns an.

Sie starrten uns an.

Wie Tiere in der Falle.

In die Enge getrieben, blutend.

Sich windend im Todeskampf!

Wir hofften, da draußen ein Boot zu erreichen,

um uns damit in Sicherheit zu bringen.

Er hatte Schmerzen im Arm.

Ich hatte ihn verletzt.

Und konnte ihm nun nicht helfen.

Die Boote waren weit entfernt.

Thom!

Zuletzt sah ich den Sonnenuntergang.

Sie ließen mich nicht ertrinken.

Sie zogen mich aus dem Wasser.

Es gab kein Entrinnen mehr.

In dieser Nacht war beinahe die ganze Stadt am Strand.

Sie machten Feuer. Aber nicht, um sich zu wärmen.

Sondern damit man sie vom Meer aus sehen konnte.

Sie zogen mir ein altes Kleid an.

Ich sollte geopfert werden.

Wie prophezeit, färbte sich der Mond blutrot

und der Mann in Schwarz kehrte zurück.

Er entließ mich in die Verdammnis.

Er wusste, dass niemand mir zuhören würde.

Er hatte recht.

Ich kam zurück und nun bin ich hier.

Er sprach von dem Mann in Schwarz.

Sie dachten, er phantasiere.

Als er wie ein tollwütiger Hund zubiss, erschossen sie ihn.

In der Nacht, als der Mond sich blutrot färbte...

... umso näher kamen die Menschen der Hölle...

Tagsüber darf ich mit den anderen nach draußen.

Wir sitzen in der Sonne... und warten.

Wir schlafen.

Und wir träumen.

Wir alle sterben langsam,

gefangen in den Mauern unseres Geistes.

Und in der Nacht...

gehe ich durch die leeren Gänge...

höre sie flüstern...

und versuche, jemand zu finden, der mir zuhört.

Denn ich muss sie alle warnen...

dass dahinten in dieser kleinen Küstenstadt...

immer mehr und mehr heranwachsen...

und dann in den Rest der Welt hinausziehen.

Sie werden ihre Krankheit verbreiten und um zu leben...

werden sie euch einen nach dem anderen holen.

Und niemand wird eure Schreie hören.

Niemand wird eure Schreie hören!

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