All language subtitles for Rosemari.2016.German.DVDRip.x264-DOUCEMENT

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Original subtitles

(Gitarrenmusik)

(Unn Tove) So hab ich das nicht gemeint.

(Kristian) - Aber du hast es so gesagt.

(Unn Tove) - Wir beide passen nicht zusammen.

Willst du, dass ich das sage? (Kristian) - Nein, ich will, dass du überhaupt nichts sagst.

(Unn Tove) - Du verstehst nicht, was ich meine. (Kristian) - Verstehst du es denn selbst?

(Unn Tove) Ich werde heiraten.

- Willst du nichts dazu sagen? - Nein.

(klingendes Glas)

(Hilde) Also, wir Freundinnen haben ein Lied geschrieben,

deshalb nehmen sich jetzt mal alle ein rosa Blatt.

Die Melodie kennt ihr.

(heitere Gitarrenmusik)

(Rhythmisches Klatschen)

(Musik verklingt, ansteigendes Klatschen und Jubel)

(Seufzen)

Nein!

Scheiße!

(Ein Baby weint)

Hallo?

(heitere Gitarrenmusik, Stimmengewirr)

Jonas!

(Musik verklingt)

(Sirene)

Heißt das, Sie haben die Mutter noch nicht?

Wie, Sie können nichts sagen? Ich hab die Kleine gefunden!

Gut.

Danke.

(Ein Baby weint)

Hi.

Das Kind, das im Hotel gefunden wurde. Wissen Sie, wo das liegt?

Dahinten, am Ende des Gangs. - Danke.

(Krankenschwester, streng) Wer sind Sie?

Unn Tove Johnsen.

Ich habe sie gefunden.

- Was machen Sie hier? - Ich wollte nur nachsehen.

Was ist das für eine Lampe, unter der sie liegt?

Sie hat eine leichte Gelbsucht. Nichts Gefährliches.

Gelbsucht, ja.

Gibt man sie zur Adoption frei?

Wir wissen noch nicht, was mit ihr passiert.

Dazu braucht man doch die Zustimmung der Mutter, nicht?

Das müssen Sie schon uns überlassen.

Nein, verstehen Sie, sie könnte zum Beispiel auch bei mir wohnen.

Natürlich nur, bis sie die Mutter finden. Ich habe grad geheiratet.

Es ist sehr schön, dass Sie sich so engagieren.

Aber Sie haben überhaupt kein Recht, sich hier aufzuhalten.

Also, ich bin Journalistin. Das weiß ich alles. Nur...

Wir kriegen viele Anrufe mit Beschwerden über das Jugendamt.

Okay?

Ja, okay.

Körperlicher Kontakt und Nahrung und Liebe.

Sie wissen sicherlich, wie wichtig all das...

- Ich habe Psychologie studiert. - Ganz genau.

Na ja, Theorie ist eben das eine. Aber es ist unheimlich wichtig,

dass sie besonders am Anfang körperlichen Kontakt...

Sie können sich absolut darauf verlassen.

Dieses Baby bekommt genug Liebe und Nahrung.

Ja, aber...

Können...

- Können Sie das schwören? - Ja, ich schwöre es Ihnen.

Gut.

Viel Glück, Kleine.

(klingende Musik)

(Windrauschen)

(Vogelgezwitscher)

(Motorsummen)

(Rascheln)

(Rascheln)

(Musik verklingt)

- Rebecca? (Mädchen) - Ja?

Hast du Alvas Badeanzug gesehen?

Ich glaube, der ist bei Papa.

Mama! Ich bin fertig!

(Unn Tove) Ich komme.

Mama? Da ist ein komisches Mädchen im Garten.

(Unn Tove) - Sag einfach nein.. - Okay.

Hi.

- Ist deine Mutter da? - Sie ist auf 'm Klo.

Und egal, was du verkaufst, die Antwort ist nein.

- Alva, komm.

Ich komm vom Gärtnerkurs. Aus der Sommerschule.

Wir haben jetzt Praxiswochen.

Da gehen wir überall von Haus zu Haus und fragen,

ob irgendjemand Hilfe im Garten braucht.

Wäre das für Sie interessant?

(Jonas) - Hallo, Mädels! - Hallo, Papa.

Hast du eine Telefonnummer von deinem Lehrer oder so was?

(Rebecca) - Los, komm, Mama! - Einen Moment bitte.

Ich kann sie morgen mitbringen.

Noch mal drücken!

Hallo, mein Kleines.

Tschüss, mein Schatz.

- Auf Wiedersehen! - Tschüss, Mama.

Tschüss...

(Hupen, Motorgeräusch)

(dumpfer Rums)

Guten Morgen. (Hilde) - Hi.

Warum bekommt der Chef immer das gute Auto?

Weißt du was? Ich finde, wir sollten was über Scheidungskinder machen.

Aus der Perspektive der Kinder, wie sie ständig hin- und herziehen müssen

und ein entwurzeltes Leben führen, nur weil wir

Erwachsenen (seufzt) irgendwie nicht in der Lage sind...

Komm, ich zeig dir unseren heutigen Beitrag.

Ich bin einfach so gestresst, weil sie heute früh nach Ägypten geflogen sind.

Diese ganzen Terrorwarnungen und Entführungen und so was...

Ja, aber sie sind im Urlaub. Es wird schon alles gut.

Unser Gast ist im Moment auf der Toilette.

Da können wir uns schon mal den Beitrag anschauen.

Bist du bereit? Los geht's.

(Hilde) "Heute ist "Neues aus Honefoss" in einem Laden

zu Gast, der hier im Zentrum eröffnet hat.

Und es ist kein Laden wie jeder andere.

Kommt mit rein, dann zeige ich euch, was ich meine.

Ah, ja.

jetzt hat der Erotik-Shop "Play" in Honefoss eröffnet.

Hier gibt es wirklich etwas für jeden Geschmack,

aber man erkennt nicht immer sofort, wofür das alles ist."

Hier, schau, da kommt unser Gast.

Ich begrüße die Sexologin Lilja Espedal.

Jetzt haben wir unseren ersten Sex-Shop hier in Honefoss.

- Ist das etwas Gutes? - Ja, das glaub ich schon.

Warum ist das gut?

Die gesamte Forschung und auch meine Erfahrungen zeigen,

dass guter Sex ganz enorm wichtig für die Lebensqualität eines jeden Menschen ist.

Und Frauen wurden da immer unterdrückt. Seit hunderten von Jahren.

(Unn Tove) Ja, aber noch mal zurück zu den Läden.

Könnten sie nicht auch dazu beitragen, dass die Bedeutung von Sex überbewertet wird?

Sex kann nicht überbewertet werden.

Nun leben Sie ja auch davon, nicht wahr?

Dieser Fokus auf Sex, ist das gut?

Ja, ich finde schon.

(Lacht auf)

(Lachend) Verzeihung. Wollten Sie noch was sagen?

(Lilja) Das ist doch ein deutliches Signal dafür, dass Sexualität nicht mit Tabus belegt ist.

(Unn Tove) Ja.

(Unn Tove) "Aber wem das zu peinlich ist...

Wenn man zum Beispiel mit seinen Kindern daran vorbeigeht und erklären

muss, warum da eine Frau mit so einer Art Zaumzeug im Mund steht.

Was sagen wir dann?"

"Also, ich glaube, Kinder halten viel mehr aus, als wir annehmen

Man muss es ihnen natürlich erklären und ihnen sagen, dass das Spielzeug für Erwachsene ist

und dass sich Erwachsene auch gern verkleiden und Theater spielen.

Die Menschen beschäftigen sich sehr mit Sex und wollen einfach mehr darüber erfahren.

Über Lust und Sex."

"Wo bleibt denn da die Liebe?"

"Sex und Liebe sind ja nicht für alle Menschen notwendigerweise verbunden."

- Was denkst du? - Sie ist cool.

Sehen wir uns ähnlich?

"Das war unsere letzte Sendung vor der Sommerpause. (heitere Musik)

Vielen Dank für das Zuschauen und ich hoffe, dass wir uns im Herbst wiedersehen."

(Hilde) Das lief ja richtig gut! Mir hat das Zusehen jedenfalls Spaß gemacht

(Lilja) - Ja, es war sehr schön. - Vielen Dank, dass Sie gekommen sind.

(Lilja) - Gerne. Es war mir ein Vergnügen. (Hilde) - Bei Ihnen würde ich sofort eine Stunde buchen.

(Hilde) Ich kann Ihnen noch das eine oder andere zeigen

und Ihnen das Mikrofon abnehmen und so was. Okay?

(Lilja) - Tschüss dann.

(Musik Ende, Tür schlägt zu)

Wir müssen auch unser Niveau halten.

Das ist unsere Aufgabe als Journalisten und wirklich wichtig.

Wir sind kaum wiederzuerkennen vor lauter Diät und Hormonfeatures.

Ich finde, dass wir unser Niveau halten. Aber wir müssen

uns auch anpassen, das ist eine Gradwanderung. Wir halten unser Niveau.

Außerdem gehören Sex, Beziehungen und Alltagsthemen auch zu unseren Aufgaben.

Das ist unsere Vision.

(Unn Tove) Ich wünschte, zu Hause würde wenigstens ein Hund auf mich warten.

(Hilde) Ja, aber den hast du nicht.

- Soll ich morgen irgendwas mitbringen? - Das Buch.

Hast du es gelesen? "Sturmhöhe"? Wie findest du's?

Das erzähl' ich dir morgen.

(Unn Tove) - Okay, bist du fertig? (Hilde) - Fertig.

(Melancholische Gitarrenmusik)

Du singst gut.

Willst du 'ne Zigarette?

(Mann) Danke schön.

Na klar.

Sag mal, könntest du eine Nachricht auf mein Handy sprechen?

- Eine Nachricht auf dein Handy? - Ja. Eine Sprachansage.

(klingende Gitarrenmusik, Motorsummen)

(Rascheln)

Hi!

Also, ich muss schon sagen. Sehr schön. Du bist wirklich begabt. Und superschnell dazu.

Hast du die Nummer deines Lehrers?

Danke.

Mach das aus, ehe du gehst. Ich will nicht, dass meine Gäste noch Feuer fangen.

(Knistern)

(Unn Tove) - Mach's gut! (Rosemari) - Tschüss.

(startender Motor)

(Motorgeräusch)

Hi...

(Rosemari) Hi.

Brauchst du Hilfe, um fertig zu werden?

Ja, also...

Gibt es hier irgendwo einen Campingplatz?

(Unn Tove) Das ist doch die ultimative Liebesgeschichte.

(Hilde) Wie meinst du denn das?

Ich meine, dass...

Heathcliff ihr die Freiheit gibt, sie selbst zu sein. Wenn das verständlicher ist.

- Sadomasochismus, wenn du mich fragst. - Hast du das Buch gelesen?

(Frau 1) Es gibt schon ein paar Gothic-Elemente, aber SM?

(Türklingel)

- Du hast das Buch nicht gelesen! - Und ob ich es gelesen habe!

(Rosemarie) - Hi. Darf ich mal die Toilette benutzen? - Ja. Einfach da vorne links.

(Frau 1) Es gibt sehr viele Interpretationsmöglichkeiten.

Stimmt. Aber Hildes Meinung zählt nicht.

(Hilde) Weil ich dumm bin, darf ich auch keine Meinung zu diesem "Sturmhöhe" haben?

Du bist nicht dumm. Ich finde nur, dass du den Text vereinfachst,

indem du ihm irgendwelche Klischees über Beziehungen überstülpst.

Das ist nicht nötig, wir arbeiten jetzt nicht.

Das nächste Buch suche ich aus.

- Ja, natürlich. - Dann wähle ich "Fifty Shades of Grey".

(lacht) Jetzt bist du aber kindisch.

Ein Phänomen der Popkultur. Hat sich wie blöd verkauft. Ist das nicht interessant?

Das ist doch schon alt. Ist hier irgendjemand, der das Buch noch lesen will?

Also bei uns ist es bis zum Sommer vorgemerkt.

"Sturmhöhe" ist ja noch...

- Das ist ein Klassiker!

- Also das ist uralt!

(Unn Tove) Und "Fifty Shades" ist nur ein drittklassiges Buch über Sex.

Warum lesen es dann alle?

(Frau 2) Christian Grey übernimmt ja durchaus Verantwortung für Anas Lust, oder?

Und in gewisser Weise befreit er sie.

Klingt das so dumm für dich? Ein Mann, der die Verantwortung für deine Lust trägt?

(Rosemari) - Hi. Ich wollte nur "Hallo" sagen.

Ja, und danke, dass ich auf die Toilette durfte.

Gerne.

(Hilde) Was für ein merkwürdiges Mädchen.

Schräg.

Kannst du nicht wenigstens versuchen, zu genießen, dass du kinderfrei hast?

- Komm doch einfach mal mit. - Wohin denn?

Ein großes Bauunternehmen hat unten im Hotel eine Fortbildung.

Da sind bestimmt Männer dabei, mit denen man sich unterhalten kann.

Na, komm schon.

So wie die aussehen, sind die gut im Küssen. Das sind Profis.

Der Dunkelhaarige ist sicher so ein Tunnel-Experte aus Westeuropa.

Schau doch mal hin.

Der in der Mitte, in Grau. - Ja, ja, warte, ich seh ja nichts.

Schau hin, einer wie Christian Grey.

Ja, ich hab ihn gesehen Starr doch nicht so.

Kannst du dir den nicht super gut in

Boss-Unterhosen und Handschellen vorstellen?

Mein Gott, du findest doch alle Männer sexy.

Da hab ich halt Glück.

Es ist doch mehr der "Powerpoint und Aktenkoffer"-Typ

Ja, solange es hell ist. Jetzt reden wir aber von der Nacht.

Dann holt er die Lederpeitsche und Seidenbänder raus.

Er sieht aus wie ein gewöhnlicher Mann, aber er ist der heimliche, erotische König

des europäischen Mautsystems. Er macht die geschlossenen Straßen Europas frei.

Und jetzt ist er hier bei uns. Und er ist gut.

Ein Experte im Heben und Strammziehen und Festhalten.

Denn er sprengt alle Steine weg.

Er lässt ganze Bäche durch trockene Spalten fließen und dann...

Dann bohrt er einfach los! Ohne Gnade.

Er walzt dich auf der Matratze flach wie frischen Asphalt.

Hilde, ich finde, du solltest wieder anfangen zu schreiben.

- Geh zu ihm. - Nein, das ist doch peinlich.

Du brauchst das, Unn Tove. Das weißt du.

Hör auf. Bitte!

Probiere doch einfach mal auch etwas Neues aus.

Schau ihn an. Komm schon.

(Mann, englisch) Möchtest du ein Glas Wein?

(englisch) - Ein Bier, vielleicht? - Okay.

- Skol. - Ja, Skol.

Die Landschaft ist -

- so wunderschön und so offen.

Wo sie zum Vorschein kommt, verstehst du?

Genau wie du.

Du bist so offen.

Und wunderschön.

(Gitarrenmusik)

Nein.

Es tut mir leid. Ich bin eigentlich nicht so offen.

(Rauschen)

(Rauschen Ende)

(Vogelgezwitscher)

(Schnarchen)

(Musik verklingt)

STURMHÖHE

(Unn Tove) "Du verstehst nicht, was ich meine." - (Kristian) "Nein."

(Unn Tove) "Ich werde heiraten." (Akkordeonmusik?, Stimmengewirr)

- Du musst dich scheiden lassen. - Ich hab grad erst geheiratet.

(lautes Stimmengewirr)

(Atmet hörbar aus)

(Rascheln)

(es läutet)

(leises klingeln)

(Mann) "Ja, hallo. Hier ist Odd Skau...

von der Adal...Gartenakademie.

Im Moment bin ich in der Gärtnerei und kann nicht ans Telefon kommen. Wenn es aber..."

(Vogelgezwitscher)

(Unn Tove) Guten Morgen.

Hast du Lust auf Frühstück?

Gern. Danke.

(klapperndes Geschirr)

Die Küche finde ich schön.

Jetzt kann ich echt was vertragen.

Bitte, greif zu.

Gut?

Ja!

Ich habe deinen Lehrer angerufen.

Er wollte vorbeischauen und dir Noten geben, aber

ich hab ihm gesagt, du verdienst eine Eins. Also...

(Rascheln)

Diese Unterlagen haben sie mir vor ein paar Wochen aus Granli geschickt.

Das dachte ich schon.

Dein Name war der Einzige, der da stand und da dachte ich...

(klingende Musik)

(Schluchzend) Ich bin so blöd.

Nein, mein Name steht nur deshalb da, weil ich...

...weil ich dich gefunden habe.

Du hast da ganz allein gelegen.

Wir haben deine Mutter nicht gefunden.

Es gab Leute, die glaubten, sie wäre ein illegaler Flüchtling gewesen

Aber das waren nur Gerüchte.

Was ist dann mit dir passiert?

(quäkt)

(Rosemari) Erst bin ich ins Kinderheim gekommen.

Dann in eine Pflegefamilie. Dort wohne ich schon seit zehn Jahren.

(Vogelgezwitscher)

Du hättest mal vorbeischauen können, ob ich noch lebe.

Willst du deinen Vater und deine Mutter wirklich finden?

Willst du das?

(Musik verklingt)

(Motorgeräusch, Vogelgezwitscher)

(metallisches scharren, rhythmisches summen)

Das ist mein Pflegevater.

Und das da ist meine Pflegemutter.

Also, ich verstehe, dass sie das kritisch sehen.

Ich habe sie ein paar Mal im Fernsehen gesehen.

Ja?

Das hier hat nichts im Fernsehen zu suchen.

Ich glaube, dass sehr viele Menschen gut nachempfinden können, wie es ihr geht

und es wäre sicher auch sehr interessant, das zu sehen.

Ich mache mir Sorgen, dass sie so bloßgestellt wird.

Wir würden natürlich vorher einen Vertrag machen, der festlegt,

dass Sie vorher die Endfassung autorisieren müssten. Wir

würden nichts zeigen, mit dem nicht einverstanden wären.

Also, ich mach das auf jeden Fall.

Nur, dass ihr es wisst.

Ist das so seltsam, dass ich meine Mutter finden will?

Warum in aller Welt willst du sie finden?

Weißt du, Hilde, es sind nicht alle Mütter so wie deine.

Das ist doch das Beste, das einem Menschen passieren kann -

ohne Mutter und Vater aufzuwachsen.

Aber jetzt ist das nun mal eine wichtige Geschichte.

Es geht hier um etwas Großes, das in Honefoss passiert ist.

Schau dich doch mal an, Rosemari. Du bist doch eine...

Eine unverdorbene, junge Frau.

Hältst dich aufrecht, hast deinen eigenen Stil. Du bist stark und

sicher hast du nicht Bulimie gehabt.

Nein. Ganz genau. Und das alles nur, weil sie ohne Mutter groß wurde.

Du weißt doch, das für eine Mutter der Körper ihrer Tochter

ganz automatisch eine Verlängerung ihres eigenen ist.

Dadurch hintertreiben Mütter ihre Töchter, wenn auch nur

unbewusst, ständig, auf jede mögliche Weise, und saugen sie aus!

Aber nicht alle Mütter, Hilde. Ich weiß nicht, was ich ohne sie gemacht hätte.

Aber ich kann dir sagen, was du ohne sie wärst.

Du hättest Entscheidungen treffen können, was du

nicht kannst, dank dieser ambivalenten Neurotikerin.

Ganz zu schweigen von den Schuldgefühlen, die du jedes Mal hast, wenn du scharf bist

Du bist nicht zufällig meine Mutter, oder?

Nein, Süße.

Ich kann überhaupt keine Kinder kriegen.

Zum Glück. Glücklicherweise.

Rosemari, kannst du diese Tasche nehmen und im Auto warten?

Moment. Warte, warte.

Wenn sich ihre Mutter aber schon seit 16 Jahren versteckt...

...dann will sie wahrscheinlich auch nicht gefunden werden.

Könnte ein spannendes Thema werden.

Ist es eins?

- Ja. - Danke

(Verkehrsgeräusche, Hupen)

- Hi. - Hi. Es ist leider geschlossen.

Gut. Dürfen wir vielleicht kurz auf die Toilette?

Okay.

Danke.

Ja.

Hier war es.

Da oben in den Räumen fand meine Hochzeit statt.

Dann ging ich die Treppe runter.

Hier.

Würdest du gern allein sein?

Ja, danke.

(Quietschen)

(ruhige, melancholische Musik)

(Jonas) Wo ist dein Ring?

Beim Händewaschen in den Abfluss gerutscht.

Hey, sollte man da nicht aufpassen? - Doch.

(Musik verklingt)

Vielleicht dachte sie, sie muss auf die Toilette und dann kam ich raus.

Das hab ich auch überlegt. Aber jetzt habe ich zwei Kinder.

Und das tut irre weh.

Aber wer lässt sein Kind auf dem Klo zurück?

Vielleicht finden wir das ja raus.

(Rosemari) Hab ich damals geatmet?

Bekommen Babys nicht Hirnschäden, wenn sie nicht genug Luft kriegen?

- Dir ging's hervorragend. - Hervorragend?

Ich hab eine Rechtschreibschwäche und eingenässt, bis ich sieben war.

Ich war eine Spätentwicklerin. Hatte meine Tage mit 16.

Okay.

Und die Nabelschnur, die die Väter durchschneiden sollen?

mein damaliger Ehemann.

Sie wollten grade die Torte anschneiden und so hatte er schon das Messer in der Hand.

(Gitarrenmusik, Stimmengewirr)

Wo ist die Braut hin?

Sie saß eben noch da.

(Musik Ende) - Und dann? - Krankenwagen, Polizei und...

(Rosemari) Du gehst also die Treppe runter und niemand kommt dir entgegen?

Dann gehst du auf die Toilette und da liege ich?

- Ja. - Allein?

(Seufzt)

- Ich lag da vielleicht schon eine Weile. - Du sahst aus wie grade geboren.

Wenn das wirklich so gewesen wär, hättest du jemanden gesehen.

Da drin oder auf dem Weg nach oben.

Das war immerhin meine Hochzeit.

Ich hatte ganz schön...

(Rosemari) Wir sollten DNA-Tests von all deinen Gästen machen lassen.

(Unn Tove) An dem Tag waren auch noch andere Gäste im Hotel.

Bei meiner Hochzeit war niemand schwanger, das hätte ich bemerkt.

(Vogelgezwitscher)

(Mann) Wenn Sie glauben, Sie könnten hier ohne Genehmigung filmen, vergessen Sie es!

Sind Sie von der Gewerbeaufsicht?

(Rosemari) - Nein. - Finanzamt?

(Mann)Ich hab immer gedacht, es wär eine Zigeunerin gewesen oder so.

Aber du...

So siehst du nicht aus, finde ich.

(Unn Tove) Aber wissen Sie noch, wer hier beschäftigt war?

(Mann) Unsere Köchin ist erst seit kurzem in Rente. Aber wer vor

16 Jahren gekellnert hat, das weiß doch keiner mehr.

(Unn Tove)Ich erinnere mich an einen Kellner mit blauen Haaren.

(Mann) Ja, kann sein. Aber sprechen Sie mit der Köchin.

Die wohnt direkt hier oben in Hallingby.

Und nehmen Sie die Rhabarber-Marmelade mit, die sie hier gelassen hat.

Die ist nämlich lebensgefährlich.

(Wiehern)

(Gackern)

(Unn Tove) Entschuldigung, wir kommen von der Sendung

"Neues aus Honefoss". Vielleicht kennen Sie sie.

Habt ihr das Thema jetzt ein bisschen ausgeweitet?

"Das Huhn auf kopfloser Jagd nach der Wahrheit über das Ei?"

(Köchin) "Wir haben uns immer gefragt, wer die Mutter sein könnte.

Es war vielleicht ein Schock für Sie, aber das

war ja nicht die erste Geburt auf einem Klo."

(Gackern)

(Köchin) "Also der Chef hat geglaubt, dass es Zigeuner waren.

Und das hab ich eigentlich auch.

Aber an dem Tag gab es oben auch eine Gang von Jugendlichen.

Und da war ein junges Mädchen dabei." (Rosemari) - "Was wollten die da?"

(Köchin) "Die hingen einfach nur die ganze Zeit rum. Haben Wein gestohlen.

Aber der Kellner hat mit seinem Lohn dafür bezahlt.

Er war nämlich mit diesen Jugendlichen befreundet."

- "Wie hieß er denn?" - "Ist doch egal, wie der hieß oder nicht

Du solltest dich von ihm fernhalten.

Es heißt, dass er sehr durstig geworden ist.

Zieh mal das T-Shirt hoch.

Der Bräutigam hat seine Sache gut gemacht.

Aber das Hochzeitskleid war ja von oben bis unten mit Blut verschmiert.

Ging das nachher noch raus?"

(Rosemari) Ich sehe so scheiße aus.

Das stimmt gar nicht.

Dann gab es keine echten Fortschritte?

Ich hab überlegt, ob ich Kristian frage, ob er was weiß.

- Kristian? - Wer ist Kristian?

(Hilde) Wie soll ich das erklären? Kristian ist Unn Toves -

große, schwierige, biologische Liebe.

(Hilde) Ihr Körper liebt ihn. Aber ihr Kopf glaubt, er wär nicht gut genug.

Wartet jemand im Auto auf dich?

Ich wollte nur sagen, dass wir uns nicht mehr sehen.

(Hilde) Er ist arm und nervös und nicht unbedingt der positivste Mensch.

(Kristian) Warum kommst du dann her?

(Hilde) Nicht grade politisch korrekt.

Aber trotzdem muss Unn Tove ihn ein paar Mal im Jahr besuchen,

immer wenn ihre Eierstöcke Terrordrohungen verschicken.

Den Ausdruck "politisch korrekt" benutzt keiner mehr,

der ist unheimlich out.

- Oh, doch, unser Freund Karl Ove. - Knausgård? Der Schriftsteller.

(Hilde) Jedes Mal, wenn er eine Frau kennenlernt, fragt

er sich, wie es wäre, mit ihr zu schlafen.

Aber Unn Tove hier fragt sich, ob sie die Männer, mit denen sie schläft,

auch kennenlernen sollte.

(Unn Tove lacht)

Das liebe ich an dir. Du hast immer eine Antwort, aber nie Fragen.

Wie soll Kristian den Sachverhalt hier aufklären?

Kristian arbeitet als Koch. Und er kennt ziemlich viele Leute aus der Branche.

Aber damals war er noch nicht Koch.

Nein. (Hilde) - Damals war er Schreiner. Und zwar ungelernt.

Ja. Dennoch kennt er viele Leute.

(Hilde) Die Idee hat Charme, das gebe ich zu. Es macht bestimmt Spaß, ihn zu befragen.

Aber hör mal,

könntest du dir vorstellen, einen Blick auf das zu werfen,

was deine unfähige Partnerin herausgefunden hat?

Da siehst du's. Unn Tove hat damals ziemlich trockene,

sie würde sagen, sachliche Artikel geschrieben.

Aber wie ihr sehen könnt..

Hier.

Nein, das gibt's nicht.

Hier ist ein Bild von euch beiden. Siehst du, Rosemari?

Das Bild war in der Zeitung.

"Für Unn Tove Johnsen lief ihre Hochzeitsfeier nicht ganz wie erwartet."

Sie fand ein neugeborenes Baby auf der Toilette des Grand Hotels."

Hier steht's

"Einer der Kellner bei der Hochzeitsfeier...

- Mikkel T. Mikalsen..."

Jetzt wissen wir, wie er heißt.

(Rosemari, dumpf) - "Was hat er gesagt?" (Hilde, dumpf) - "Er abgestritten, dass er irgendwas weiß.

Aber als ich ihm von dir erzählt hab, Rosemari, dass wir einen Film drehen,

dass er vielleicht ein kleines Honorar bekommen könnte,

da vergaß er auf einmal, dass er nichts wusste.

Er wollte in einem Pub warten. Dem "Two Dogs"."

Also ich glaube,

das müsste das hier sein.

Ja.

Du, kann ich eben noch was kaufen? Ganz schnell?

(leise Musik)

(Unn Tove) Jetzt ruf an.

(Es klingelt im Hintergrund)

- Hallo? - Hallo. Hier ist Rosemari.

(lacht verlegen)

Ja.

- Du musst Rosemari sein. - Kannst du das sehen?

Dann hast du meine Mutter gekannt?

Ja.

Aber du bist jetzt doch nicht mein Vater.

Das bin ich nicht.

- Aber du weißt, wer mein Vater ist? - Ja... Ich denk schon.

- Hi. Mikkel. - Unn Tove.

Ich kenn dich. Ja. Von der Hochzeit. Ja

Du warst eine sehr hübsche Braut.

Wollen wir etwas zu trinken bestellen? Ich sehe, ihr habt Saft und so...

Entschuldigung...? Wir hätten gern ein Bier?

- In Ordnung? - Ja.

- Bitte schön. - Danke.

Wer sind sie jetzt? Mama und Papa?

(Mikkel) Die beiden haben sich wirklich geliebt.

Sie haben sich sogar gegenseitig mit Rasierklingen ihre Namen in die Haut geritzt.

Das war ihre Art von Liebe.

May Helen und...

May Helen?

May Helen Viken.

Habt ihr nicht gewusst, wie sie heißt?

Nein.

Wussten wir nicht.

(Mikkel) Sie hatte gerade Abitur gemacht, als wir sie kennengelernt haben.

Sie saß heulend auf einer Bank. - Sie saß heulend auf einer Bank?

May Helen...

hat damals Leuten Geld geschuldet, denen man besser nichts schuldet.

Jacob hat dann einen Weg gefunden, an Geld zu kommen.

Jacob?

Ja... Er war mein bester Freund.

Wir sind zusammen in Åsa aufgewachsen.

Deine Mutter kam aus irgend 'nem Kaff. Ich weiß nicht mehr, woher.

Könntest du die Kamera jetzt vielleicht abschalten?

Ich komm mir wie ein Verräter vor.

Und weiter?

Was war dann?

Sie haben für den Baron gearbeitet. Waren aus Kopenhagen abgeholt.

Sie hat immer gern Spaß gehabt.

Hat gefeiert und gelacht.

Und dann...

ist sie schwanger geworden.

Nach so einer Kopenhagen-Tour.

Eigentlich wollte sie das Kind zur Adoption freigeben.

Es geheim halten.

Aber dann...

ist das Baby ganz plötzlich gekommen. In dem Hotel, in dem ich gearbeitet habe

Plop.

Es kam wie von selbst.

Dann ist sie nach Oslo gegangen und hat ihren Namen geändert.

Weißt du, wo sie jetzt ist?

Ich dachte, ich hätte sie mal gesehen, aber ich war nicht sicher.

Und dein Freund Jacob? Trefft ihr euch noch?

Nein. Dieser Drecksack ist ein Junkie geworden.

Drogenabhängig und schwach. Ich nehme an, er ist tot.

Ja...

Fahrt Ihr jetzt wieder zurück nach Honefoss, oder was habt Ihr vor?

(Gitarrenmusik)

(Rosemari) Natürlich waren da Drogen im Spiel. Das erklärt meine schlechten Gene.

(Unn Tove) Man braucht keine schlechten Gene, um Drogen zu nehmen.

Dann sind Junkies wohl die Allertollsten überhaupt?

Ja. Auf jeden Fall manche von ihnen.

Janis Joplin, Kurt Cobain, die Liste ist lang.

Ich versteh, was du meinst, Rosemari, aber denk daran, dass Gene nicht alles sind.

Außerdem sind alle Norweger irgendwie miteinander verwandt.

Da gab's nämlich jede Menge Inzucht.

Zu einer bestimmten Zeit haben wir es sogar mit unseren Haustieren getrieben.

Na, also! Hilde! Wo hast du denn solche

Informationen her? In deiner Familie geforscht?

Ich hab einen Artikel über genetisch bedingte Krankheiten in Norwegen gelesen.

Seitdem hat der Begriff "Ein Volk" eine vollkommen neue Bedeutung für mich.

(Rosemari) - Weißt du, wer der Baron ist? - Baron wie Freiherr oder...?

Es geht irgendwie um Waren aus Kopenhagen

Diese Art von Waren haben wir auch probiert, als wir jünger waren.

- Ich dachte, er wär tot. Raucherbein. (Hilde) - Nein, er lebt noch.

(leise, heitere Gitarrenmusik)

Entschuldigung. Hi. Wir möchten gern zu Kai Holmen.

Er ist unten in der Ergotherapie.

(Hilde) Er kam zur selben Zeit ins Pflegeheim wie Mama.

Hier ist Besuch für Sie.

May Helen...

Sie war eine phänomenale Frau

Eine richtig tolle Frau.

Was heißt das?

Ich verrate dir was.

Solche junge Frauen, wie deine Mutter damals, gibt's kaum noch.

Sie war anders als die Schreckschrauben hier.

Die Arbeiterpartei hat am Ende bekommen, was sie wollte.

Die meisten Frauen fallen in zwei Kategorien.

In die Schreckschrauben, das sind die mit brauner Haut.

Und die anderen sind die Prüden,

dass sind die mit, mit gelben Haaren.

May Helen...

(Baron) "Ich wollte nie was zu tun haben mit dieser Sache damals.

Derjenige, den ihr sucht, hat Boxkämpfe arrangiert und so was.

Er war ein Künstler, wenn man so will.

Auf seinem Gebiet."

Also ich weiß nicht, ob wir uns es leisten können,

- wenn ihr weiter Nachforschungen anstellt. Es wird ein wenig...

Dann zieh es mir eben vom Lohn ab.

Aber was ist mit dem lokalen Bezug? Kopenhagen ist nicht grade in der Nähe.

Diese Sache ist gigantisch.

Wir sind in eine Welt vorgedrungen aus...

...aus Schmuggel, amputierten Beinen und einem riesengroßen Geheimnis!

Schau mal hier.

"Klaus Dreyer, auch bekannt als "Der Boxer"..."

"Sohn von Otto Dreyer, nordischer Meister im Leichtgewicht."

"Klaus Dreyer wuchs ohne Mutter auf und war 1974 dänischer Boxmeister im Leichtgewicht"

"Er hörte mit dem Boxen auf, als sein Bruder Jens an einer Überdosis starb."

"Danach wurde er zu einem der bekanntesten..."

...Pornofilm-Produzenten."

"""Unter anderem mit der Trilogie "Heimliche Wege ins Paradies"."

"Sein letzter Film "Das Geheimnis des Gärtners" wurde eine Art"

"Kultklassiker und gewann mehrere Preise auf verschiedenen Festivals."

"Dreyer wurde zweimal wegen Drogenhandels verurteilt und"

"lebt heute aus der Öffentlichkeit zurückgezogen."

- Da bist du ja. - Ja.

Ich wollte nur meinen Pass holen und "tschüss" sagen.

Harald und ich halten das für eine richtig schlechte Idee.

Na, und?

Ist doch egal, ihr habt mir gar nichts zu sagen.

- Ich gebe dir jedenfalls kein Geld dafür. - Gut. Die bezahlen auch alles.

Der Arbeitstitel heißt:

"Ein Kind wurde in Honefoss geboren"

- Echt cool, oder? - Nein.

Ich find das gar nicht cool.

Ich finde die ganze Geschichte nicht cool.

Dann eben nicht.

(Hanne, ruft) Ich versteh nicht, warum du das machst!

Willst du einfach nur ins Fernsehen?

Ja.

Willst du als das Mädchen bekannt werden, das ausgesetzt wurde?

Ja, ganz genau. Jetzt hast du es kapiert, Hanne.

Du hast schon selbst mitbekommen, wie Menschen ihr Leben im Fernsehen ausbreiten.

Das werden dann so Pseudo-Promis, die in der Rolle

gefangen sind, die das Fernsehen für sie erfunden hat.

Die Leute werden glauben, dass sie dich kennen, dass sie wissen wer du bist.

Findest du es peinlich, dass ich ins Fernsehen will?

Absolut nicht.

Du willst, dass mich die Leute sehen, Hanne!

Das war schon immer so. Du hast doch bloß Angst, dass ich mich blamiere.

Du und Harald, ihr könnt ruhig aufhören, euch zu sorgen und zu schämen!

Ihr seid nicht meine Eltern, ihr seid nur die Pflegefamilie.

Vor kurzem hast du noch gedacht, deine Mutter wär die Journalistin!

Wieso glaubst du, dass du sie jetzt findest?

- Ich weiß, wie sie heißt! - Du weißt, wie sie heißt?

(ruft) Ja, ganz genau!

Kannst du bitte endlich aufhören, dich einzumischen? Das nervt nämlich!

(Quietschen)

(lauter Knall)

(heiteres Pfeifen)

(Unn Tove)Ich will nur schnell bei jemandem vorbei, den ich kenne.

(Rosemari) Okay.

(Verkehrsgeräusche, Vogelgezwitscher)

(Rosemari pfeift)

(Unn Tove) Willst du vielleicht eine Portion Fritten oder eine Cola oder so was?

(Rosemari) Das können wir am Flughafen machen.

(Unn Tove) Ja, aber ein Hot Dog geht doch immer rein.

Setz dich einfach hin, ich bestelle.

- Hi. - Hi.

Ich würde gern mit eurem Koch reden.

Kristian?

Kristian!

Wenn das keine Überraschung ist.

Hast du jetzt hier angefangen?

Ja, vor etwa einem Monat.

Du warst mal ein super Koch.

Warst?

(melancholische Musik)

Siehst du das Mädchen da drüben auf der Bank?

- Das... - Ja?

Ist das Baby, das ich auf der Hochzeit gefunden hab.

Und jetzt bist du gekommen, um mir zu zeigen, wie groß sie geworden ist?

Bist du deshalb hier? Oder um mir zu sagen,

dass in einer Raststätte zu kochen schäbig ist?

Ich bin nur hier, um Fritten zu bestellen.

- Fritten?

Willst du noch ein paar Hot Dogs dazu? Und schönen, warmen Ketchup, so über alles, ja?

- War letztes Mal nicht das letzte Mal? - Doch, das war's.

Aber jetzt ist sie aufgetaucht und wir versuchen ihre Mutter zu finden.

Für mich ist das fantastisch. Und ich dachte einfach,

das würde dich interessieren. Aber vergiss es.

Okay. Lass uns gehen.

- Wie ist Kristians Nachname? - Berg.

- Was machst du? - Mit zwei "R"?

Nein, nur eins. Was machst du denn?

Ich checke bei Facebook, ob er Single ist.

Das ist er garantiert.

Er ist echt merkwürdig.

(Motorgeräusch)

Ich fand, er sah normal aus.

(Lacht auf) Ganz sicher nicht.

(beschwingte Musik mit Gesang, norwegisch)

Wir müssen da rüber.

- Rosemari? - Ja. Das ist Rosemari.

- Rosemari. - Sonja.

- Unn Tove. - Das Auto steht da vorne.

- Ich bin eure Chauffeurin. - Schön. Vielen Dank.

Tut mir leid wegen der Verspätung.

- Ach, kein Problem. - Ihr kennt das sicher.

Überall Stau, ich kam nicht durch.

- Wie ist das Wetter in Norwegen? - Sehr warm und schön.

Danke.

(Musik verklingt)

Da seid Ihr ja.

Du bist bestimmt...

- Rosemari. - Ja.

- Und dann bist du die eifrige Journalistin. - Unn Tove Johnsen. Hallo.

Ich dachte, wir setzen uns in die Küche?

So, hier.

Ich dachte, Ihr habt vielleicht Hunger.

Ich habe eine schöne Suite in einem guten Hotel für euch reserviert.

- Sonja bringt euch nachher hin. - Ja, das ist sehr nett. Danke.

- Mögt Ihr Pfannkuchen? - Ja, sehr.

- Mit Zucker und Marmelade und so? - Mhm.

(Rosemari) Also...

Hast du May Helen und Jacob gekannt?

(Klaus) So richtig gekannt hab ich sie eigentlich nicht.

Aber wir...

Wir haben für eine Weile zusammengewohnt.

Das war eine schwierige Zeit für uns alle.

Wieso schwierig?

Weißt du...

Ich war deprimiert. Hatte das Haus voller junger Menschen.

Deine Mutter und Jacob. Wir haben die ganze Zeit gefeiert.

Ich war heute auf dem Dachboden, um nach zu schauen, ob ich noch Bilder finden kann.

Hier, kannst du mal sehen.

Ich hab nur das hier gefunden.

- Man sieht ihr Gesicht nicht. - Nein.

Dann ist er gestorben und sie war schwanger und allein?

Na ja.

Ist es wirklich nötig, das hier zu filmen?

- Soll ich unterbrechen? - Ja, danke.

Ich will nur noch ganz kurz eine Aufnahme von dem Foto machen.

(Unn Tove) OK. Danke.

Ja...

Du weißt vielleicht, dass ich damals gewisse Filme...

... produziert hab.

- Erotische Filme. - Ja, das haben wir schon gelesen.

Jedenfalls hatte deine Mutter plötzlich...

... die Idee,

dass sie mit Jacob bei so was mitspielen könnten.

Weil sie das Geld brauchten?

Nein. Dafür gab's nicht so viel.

Sie hatten wohl sexuelle Probleme. (Rosemari) - Wie meinst du das?

Sie wollte ihn wohl anmachen.

Jacob hatte das Interesse an Sex verloren.

Das Interesse an Sex verloren?

Ja, so was kann durch Drogen kommen.

Rosemari...

Wenn ich so in dein Gesicht schaue

und deine Augen sehe,

dann sehe ich meine Mutter, meinen Vater und meine Geschwister.

Was?

Ja.

Ich weiß, dass es merkwürdig klingt, aber...

Ich war Jacobs Stand-in.

- Stand-in? - Ja.

So nennen wir das.

Soll das heißen, dass du mein Vater bist?

Ich weiß, wie merkwürdig es ist, es auf diese Art und Weise zu erfahren.

So plötzlich und unerfreulich.

Wir können wirklich gerne einen DNA-Test machen lassen,

aber ich glaube schon, dass es so ist.

Wenn das so ist, warum hast du nicht versucht, mich zu finden?

Ich hab deiner Mutter versprochen, weder zu ihr, noch zu dir Kontakt aufzunehmen.

Meiner Mutter?!

Und was ist mit mir?

Ich war einfach sehr mit mir selbst beschäftigt.

Das ist halt so bei mir.

Sie war in einen anderen verliebt.

Sie wollte einfach kein Kind mit mir.

Weißt du, wo sie jetzt ist?

Nein.

Ich glaube wirklich, dass wir dir einen Gefallen getan haben.

- Ist sie tot? - Das weiß ich nicht.

Du kannst es auch sagen, wenn sie tot ist!

- Ja, aber ich weiß es nicht. - Fuck!

(Poltern)

(Unn Tove) Rosemari!

(Unn Tove) Rosemari?

(melancholische Klaviermusik)

Rosemari...

Lass mich in Ruhe, du scheiß Paparazzi.

Der Trottel behauptet, er wär mein Vater!

Glaubst du das?!

Gezeugt bei einem Pornodreh und geboren auf einer Toilette!

Vielen Dank auch für die Hilfe!

(Sonja) Ich fahr euch ins Hotel.

(Musik Ende)

Ich will diesen Film sehen.

(Klaus) Man muss sagen, dass er ein bisschen zu überbelichtet war,

um ein richtiger Pornofilm zu sein.

Heißt das, man kann gar nichts erkennen?

Doch, man erkennt es gut, aber nicht so viel.

(Klaus) Kameramann und die Cutterin hatten ein bizarres Verhältnis zu Details.

Sie wollten am Anfang und am Ende jeder einzelnen Sex-Szene eine Nahaufnahme

eines konkreten Gegenstandes.

Deshalb dachten später noch viele, der Film hätte

von "Sex im Zeitalter des Kapitalismus" gehandelt.

In vieler Hinsicht war das meine Rettung.

Plötzlich wurde ich in der besseren Gesellschaft akzeptiert.

Ich wurde auf die tollsten Partys eingeladen.

Aber ich weiß nicht.

Wenn ich heutzutage diesen Film sehe,

dann packt mich ein Gefühl von Einsamkeit.

Nicht einsam genug, um mich zu suchen?

Bitte erwartet kein Meisterwerk.

Keine Sorge.

Er wurde vor vielen Jahren gemacht.

Er ist auch ziemlich kurz, glücklicherweise.

(Hupen, Verkehrsgeräusche)

Hi, Klaus!

- Herzlich willkommen. - Danke.

- Und Ihr seid von einem Festival? (Klaus) - Nein.

Rosemari hier... ist meine Tochter.

Hi! Wirklich?

Das hab ich gar nicht gewusst. Wie schön!

- Können wir jetzt den Film sehen? (Mann) - Ja, natürlich!

Rosemari? Warte mal.

Du weißt, dass Pornos verdammt eklig sind.

Ich bin keine Jungfrau mehr, wenn du das meinst.

Komm.

(Vogelgezwitscher)

DAS GEHEIMNIS DES GÄRTNERS

WEGE INS PARADIES TEIL 3

- Das bin ich. So sah ich aus. - Ich erkenne dich.

Ich spiele einen Gärtner,

der nicht zu den Luxuspartys der Reichen und Schönen darf.

Ich probiere es aber trotzdem.

(Elektromusik)

(lustvolles Stöhnen)

Das schau ich mir nicht an!

Darf ich das übernehmen?

(Elektro geht in dramatische Musik über)

(melodisches Klingen)

- Hallo? (Rebecca) - Hi, Mama.

(Rebecca) Was machst du grade?

(Unn Tove) Ich schaue mir einen Film an.

(Rebecca) Mama, ich kriege Rastazöpfe!

(Rebecca) Hallo... Hörst du mich?

(Rebecca) Mama, ich kriege Rastazöpfe!

(Klimpern, Musik verklingt)

(Klaus) So, wie ich sie in Erinnerung habe,

war sie immer sehr zufrieden und fröhlich. Und wirklich stark.

Aber sie war in jemand anderen verliebt und hat mit dir geschlafen?

Ja.

(Rosemari) Warum hast du das gemacht?

(Klaus) Für mich ging es dabei nicht um Liebe, weißt du?

Sah es aus,

wie eine Vergewaltigung? (Unn Tove) - Nein, nein, nein, nein.

Willst du herkommen?

(Rosemari) Einmal dachte ich, ich hätte Mama und Papa gesehen.

Unten am Fluss. Wo wir wohnen.

Da war ich vielleicht neun Jahre.

Da fuhr ein Hausboot lang.

Eins, in dem man wohnen kann.

(Rauschen)

(Rosemari) Auf dem Boot waren eine Frau und ein Mann.

(melancholische Gitarrenmusik)

(Rosemarie) Sie hatte lange Haare und war angezogen wie ein Mann.

Sie sah aus wie Patty Smith.

(Rosemari) Ich war so sicher, dass sie es waren und nach mir suchten.

Sie sah wohl nicht so aus wie...

Patti Smith?

Eigentlich nicht.

- Hast du das damals Hanne erzählt? (Rosemari) - Ja.

- Aber das hat sie nicht so interessiert. - Das hat sie nicht interessiert?

Ich hab früher,

als ich jünger war, viele Briefe an meine Mutter geschrieben.

Hab in Worte gefasst, was ich fühlte.

Hanne hat mir dabei geholfen, sie zu schreiben

Weil das nicht...

... größte Stärke ist.

Ich wünschte, du wärst meine Mutter.

(Vogelgezwitscher)

(Rosemari) Hi.

Du hast mir total gefehlt.

Du hast mir auch gefehlt

Sehr.

Ist es gut gelaufen?

Geht so irgendwie.

Schön, dass du wieder da bist.

(Rosemari) - Ich sag schnell Harald hallo. - Ja, mach das. Klar

Was ist?

Ich hab den Film gesehen.

- Und was wollen Sie jetzt machen? - Ich werde gar nichts machen.

(Unn Tove) - Weiß es Harald? - Ja, Harald wusste es von Anfang an.

Haben Sie mal daran gedacht, es auch Rosemari zu sagen?

Dafür würde sie mich hassen!

- Aber sie sucht nach Ihnen. - Sie kennen sie nicht, meine Rosemari.

Ein bisschen schon. Und ich finde, sie hat ein Recht, es zu wissen.

Damit ihre Reportage ein super Ende hat?

Nein, weil es um sie geht. Weil sie so verzweifelt nach ihrer Mutter sucht.

Wissen Sie, wie lange das her ist? So eine Umarmung?

Wollen Sie denn so lange warten, bis sie selbst Mutter wird?

Und wollen Sie dann die Pflegeoma für ihre Enkel sein?

Sie sind doch ihre Mutter

Ja, klar werde ich es ihr sagen, aber ich tue es auf meine Weise!

Das verstehe ich.

Hi.

Was ist denn?

Du hast mir nur so sehr gefehlt.

Ihr mir auch.

Okay.

- Alles Gute. - Tschüss.

Wiedersehen.

Mach's gut.

(Beschwingte Musik)

(Mann) - Bis morgen. (Unn Tove) - Tschüss.

Was hatte ich dir gesagt, Unn Tove?

Jetzt haben wir hier ein verrücktes, chaotisches Kuddelmuddel.

Hilde, könntest du vielleicht ein einziges Mal etwas Unerwartetes sagen?

"Gute Arbeit, Unn Tove." Oder: "Die arme Rosemari kann einem leidtun."

Etwas, womit du nicht schon wieder deine Überlegenheit

unter Beweis stellst oder

es um Sex oder Geld geht.

Sei so lieb.

Kristian war hier, als du in Kopenhagen warst.

Er arbeitet dieses Wochenende im Hotel.

Kristian?

Echt?

Ich finde, du solltest diesen Mann nun endlich in Ruhe lassen.

Ich hatte ihm doch von Rosemari erzählt.

Was kümmert denn Kristian Berg die Geschichte von Rosemari?

Also wirklich. Das geht jetzt echt zu weit.

Das ist wirklich die schlechteste Ausrede, die du jemals hattest!

Was hat denn euer persönliches Unglück mit Rosemaris aufregender Geschichte zu tun?

Ach, auf einmal ist sie aufregend, ja?

Und ich bin überhaupt nicht unglücklich.

Ich sage ja nur, wie es ist. Du schaffst hier

irgendwelche Zusammenhänge, wo es überhaupt keine gibt.

Danke. Ich denk drüber nach.

Ich mag dich. Mach's gut. - Tschüss

Hi. - Ich möchte gerne zu Kristian.

Ja, kommen Sie. Kristian, du hast Besuch!

(melancholische Gitarrenmusik)

(Unn Tove) Stell dir vor, wir haben Rosemaris Mutter gefunden.

Jetzt wissen wir, wer die Mutter von dem Baby ist, das wir gefunden haben.

Das Baby, das du gefunden hast.

Jetzt hör mal, ich hab einen Film darüber gedreht.

Wir wissen endlich, was damals geschehen ist.

(lustvolles Stöhnen)

- Soll ich es ihm sagen? - Nein, ich gehe nach oben und sag es Jonas.

Liebst du mich?

Liebst du mich?

Ich weiß es nicht

AN MAMA. HEUTE HAB ICH MEIN ERSTES GLÜCKSKLEEBLATT GEFUNDEN.

(leises Vogelgezwitscher)

(Hanne) Rosemari?

(Hanne) Ich muss dir was sagen.

(Vogelgezwitscher)

(Poltern)

(startender Motor)

Ist sie immer noch hier?

(Unn Tove) Hi!

(Unn Tove) Geht schon mal rein. Ich komm gleich.

Und wird dein Film jetzt damit enden? Dass sie bei dir einzieht?

Keine Ahnung, ich weiß es nicht. Wir werden sehen.

"Wegen meiner starken Triebe,

war es mir nicht möglich, eine Familie zu gründen.

Geschweige denn ein guter, ordentlicher Staatsbürger zu werden."

(dumpfer Knall, Schritte)

Wer ist das?

Die Mutter von Rosemari.

Und was will sie? Dich umbringen?

- Hi. Ich bin Hilde. - Hanne.

Ja, ich bin die Chefredakteurin von "Neues aus Honefoss".

Ich muss das jetzt sagen. Also, ich bin ja quasi auch ein Teil der Geschichte.

Ich war ja bei der Hochzeit und dem ganzen Theater dabei.

Es gibt da ja wirklich starke Szenen. Finde ich.

Wollen Sie einen Kaffee?

- Ja, gerne - Ich setz einen auf.

Ist Rosemari hier? - Nein, bei mir zu Hause.

(gedämpfte Popmusik)

(Unn Tove) Hi.

Hallo, Mama.

Kannst du die mal ablegen?

Ich möchte dir etwas zeigen.

"Liebe..." (Rosemari schreit auf) "Rosemari."

Warum sollte ich mir das angucken? (Unn Tove) - Gib ihr eine Chance.

"Ich habe dir einen Brief geschrieben.

So wie du mir

Hunderte von Briefen geschrieben hast.

Als du noch klein warst.

Das hier ist ein Videobrief.

Und Unn Tove

hilft mir beim Aufnehmen.

Da du jetzt weißt, was du weißt,

gibt es keinen Grund, noch irgendwas geheim zu halten.

Ich schäme mich sehr. Wirklich sehr für das,

was passiert ist.

Aber nicht wegen Harald

oder den Nachbarn

oder Gott.

Ich schäme mich vor dir.

Es gibt

keine Entschuldigung oder Erklärung für das, was ich getan habe.

Ich weiß nur,

dass ich damals großen Liebeskummer hatte.

und ein Baby von einem Mann erwartet hab, den ich nicht wollte.

Nachdem ich dich

zur Welt gebracht hatte,

bin ich nach Hause gefahren.

Ein Freund hatte mir geholfen zu verschwinden.

Zu Hause hab ich dann

gewartet, dass die Polizei kommt.

Aber...

niemand kam.

Nach einer Weile wollte ich dann da weg, nach Oslo.

Ich wollte meinen Namen ändern und mich auch...

Und dann...

traf ich Harald.

Und...

durch ihn hab ich wieder angefangen zu leben.

Zu der Zeit hab ich dann angefangen, ziemlich viel an dich zu denken.

Wo du wohl gelandet warst.

Und wer sich um dich kümmerte.

In der Zeitung stand, sie hätten dich erst ins Heim nach Granli geschickt.

Deshalb bin ich dann auch dahin.

Ich habe rumgefragt, ob einer wusste, wo du gelandet warst.

Eines Tages bist du dann nach Granli zurückgekommen,

weil das mit der Pflegefamilie, in der du warst, nicht geklappt hat.

Ich hab dich so lieb gewonnen, Rosemari.

Das kannst du dir nicht vorstellen.

Aber ich hatte nie das Gefühl, dass ich für dich gut genug wäre.

Ich schäme mich so furchtbar, für alles,

was ich dir damals angetan hab.

Weißt du,

der, den ich damals geliebt habe,

der wollte mich nicht.

Und wir wussten beide,

dass du unmöglich seine Tochter sein konntest.

Du hast gesagt,

du willst mich nie wiedersehen.

Bitte sag, dass das nicht wahr ist,

weil ich dich lieb habe.

Mehr als alles auf der Welt."

(leise Verkehrsgeräusche, Schritte)

(Hanne) Hi.

Wie geht es dir? - Weiß ich nicht.

(melancholische Gitarrenmusik)

(heitere Popmusik)

Ja, Rosemari, das war also deine Geschichte.

Und jetzt frage ich dich,

ob du unseren Zuschauern zum Schluss gern noch etwas sagen würdest.

Ja, ich möchte sehr gern "danke" sagen.

Zu Hanne und zu Unn Tove

Ich hoffe, die Leute halten uns nicht für

irgendwelche verrückten Freaks.

Denn wir sind ja so viel mehr, als bloß unsere Geschichte.

Da hast du wirklich Recht.

Sehr treffend gesagt.

Dann bedanken wir uns... - Darf ich noch eins sagen?

Kristian, wenn du das hier siehst:

Unn Tove liebt dich. Aber sie traut sich nicht, es zu sagen.

Im Schlaf murmelt sie deinen Namen.

(rockige Gitarrenmusik)

(Rosemari) - Können wir jetzt aufstehen? (Hilde) - Ja, na klar.

(Hilde) Jetzt feiern wir das Ende der Sommerpause.

(Klaus) Das war ein unheimlich komplexer Film.

Wesentlich besser, als alles, was ich je gemacht hab.

(Hanne) Harald hat gehofft, dass hier auch getanzt wird.

Es hat ja auch einen kleinen Stachel: Wir diskutieren das Biologische

und die Mutterschaft und dass sie vielleicht nicht so wichtig ist. Am Ende.

Was? Also davon verstehe ich wirklich nichts.

Meine Mutter starb, als ich geboren wurde...

Ich bin bei meinem Vater aufgewachsen. Mit drei Brüdern.

Und mein Vater war sehr für die Frauen.

Also ließen wir meine Haare wachsen. Dann sah ich aus wie ein trauriger Engel.

Wenn wir dann ausgingen, nahm er mich auf den Arm und sagte allen möglichen Leuten,

dass meine Mutter tot sei und er allein mit vier Söhnen wär.

Dafür wurde er total bemitleidet und bekam ständig Gratis-Sex.

(Klaus) Und ich musste dann draußen warten und Bonbons essen.

(Hilde, lacht) - Das ist ja der Hammer!

(Unn Tove)Ich rede gar nicht im Schlaf.

- Doch, tust du wohl. - Überhaupt nicht wahr!

Als wir in Dänemark waren. - Was hab ich gesagt?

"Kristian, ich liebe dich!"

Ach, Quatsch!

(Rosemari) - Was ist denn so schlimm daran? - Ach, meine Güte, er ist eben so...

komisch.

Er und ich sind wirklich sehr unterschiedlich.

Wir haben auch nicht denselben Hintergrund

Also meinst du, ich sollte mir zum Beispiel einen Mann aus der Pornobranche suchen?

(lacht) Nein, das meine ich überhaupt nicht.

Jetzt geh schon. - Jetzt dräng mich nicht.

(Rockmusik verklingt)

(beschwingte Gitarrenmusik)

(Gesang, Männerstimme, norwegisch)

(Musik Ende)

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