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Original subtitles

Merci.

...ein schönes Kleid...

Pinot Noir. Merci.

Hanna!

Hanna!

- Hallo. - Hallo.

Freust du dich gar nicht?

Doch.

Komm.

Du bist gerade erst gegangen. Zu deinem Kurs.

Du wirst zu spät kommen, weil ich dich nicht gehen lassen wollte.

Ich habe Angst vor dem Tag, an dem ich weiß,

dass ich dich abends nicht sehen werde.

Ich bereite mich darauf vor.

Ich übe, ohne dich zu sein.

- Will I ever see you again? - I don't know.

Wenn du gegangen sein wirst, werde ich so gut geübt haben,

ich werde dich nicht vermissen.

Ich werde nicht an deine Haut, deine Haare, deine Stimme denken.

Ich werde nicht an deine Geschichten

und nicht an deinen Hals und nicht an dein Lachen denken.

Wenn du heimkommst, wirst du Fischsuppe bekommen.

Aber es ist nicht "heim".

Du kommst nicht "heim", wenn du zu mir kommst.

Du wirst heimfahren in vier Tagen.

Nie mehr werd ich an dich denken.

Jede Sekunde werd ich üben, ohne dich zu sein.

- Hallo. - Hallo.

Hallo. Wie schön, dass du wieder da bist.

Geht's ihm sehr schlecht?

Eher in seinem Stolz gekränkt, würd ich sagen.

Eh komisch, dass es ihn so getroffen hat.

Ich hab gedacht, dass er auch schon wen andern hat.

Aber erzähl du. Hast du so gut Französisch gelernt?

- Oder redest du Englisch mit ihm? - Deutsch.

- Die Mutter ist Deutsche. - Echt? - Der Vater Rumäne.

Das passiert nur dir, dass du in Paris einen Schwabo triffst.

Zur Hälfte, er ist schon ewig in Paris.

- Und wie ist er?

Groß ...

zart und witzig und...

- Das klingt alles so komisch. - Nein, wieso?

Ja, schon. Aber es ist komisch, so über ihn zu reden.

Das stimmt alles, aber das sagt eigentlich nix über ihn.

- Weißt du, was ich mein? - Ich glaub schon.

Ja, sie ist verschlossen,

isoliert sich und geht gar nicht auf die anderen zu.

Sie hat gesagt,

bevor sie meinen Opa mitgenommen haben ...

war ich nicht so, da hab ich das nicht gehabt.

Wir mussten dann schnell packen und konnten nichts mehr mitnehmen.

Und dein Opa ist nicht mehr zurückgekommen?

Das ist schlimm. Das tut mir leid.

Wenn du diese Anfälle hast, dann bekommst du keine Luft mehr?

Sie wird ganz starr und schnappt nach Luft.

Und das eigentlich ohne jeden erkennbaren Grund.

Das haben Panikattacken so an sich, dass sie oft grundlos scheinen.

Aber es gibt immer Auslöser dafür.

Was meinst du, Sarema?

Magst du einmal die Woche zu mir kommen?

Ich weiß nicht.

Das Üben war sinnlos.

Noch bevor ich ganz wach bin, denke ich an dich.

Ich suche dich noch, suche dich wieder.

Deinen Umriss, deinen Schatten, deine Berührung.

Trau dich!

- Fängst mich, wenn ich fall? - Kann sein.

Du bist alles, was ich immer wollte.

Ich würde dich immer fangen.

Hanna, hallo. Hey.

- Ich vermiss dich so. - Ich dich auch.

- Und wie! - Ich hätt so gern, dass du kommst.

Ja? Okay, dann komm ich!

Ja? Wann?

- Bitte komm bald! - Ich versuch, am Freitag zu kommen.

- Diesen Freitag!? - Ja.

- Geh nicht. - Ich muss.

- Ich kann nicht ohne dich leben. - Wie hast du es 29 Jahre geschafft?

Ach, das war doch kein Leben.

Je mehr du ziehst, desto mehr tut's weh.

- Ich komm noch zu spät. - Besser, du gehst gar nicht hin.

Erzähl denen, ich hätte dich ans Bett gefesselt.

- Ich hab heute Supervision. - Ich kann dich auch fesseln.

Dann musst du nicht lügen.

Magst du nicht auch ein bisschen malen?

Ich weiß nicht.

- Das sieht schön aus, was du da malst. - Danke.

Wie war's denn heut in der Schule?

Nicht so schön.

- Ah, hallo! - Hallo.

- Schön, dich zu treffen. Marie. - Yann. - Ich weiß.

Ich wohn gleich hier. Wir kennen uns schon ewig.

Der Goran hat meinen Boiler repariert.

Ach so, okay.

Ich muss jetzt. Ich hab noch was zu tun.

- Danke, noch mal. - Mhm. Ciao.

- Ich melde mich morgen bei dir, okay? - Ja, gut.

- Tschüs. - Ciao.

Ich hab ihn mir anders vorgestellt.

Wie denn?

- Größer. - Aha.

Worüber wolltest denn reden?

Das letztens im Stiegenhaus, das war mir einfach unangenehm.

Ich möchte nicht, dass du glaubst, dass ich dir nachspionier.

Tu ich nicht.

Die Marie, die ...

hat mich gebeten, ihr zu helfen, das wollt ich ihr nicht abschlagen.

Musst du ja auch nicht.

Ich hab kein Problem damit, wenn ihr euch gut versteht.

Und auch nicht damit, wenn wir zwei uns sehen.

Ich möchte dich nicht ganz verlieren.

Das klingt jetzt abgedroschen,

aber ich möchte, dass wir Freunde bleiben.

Das fände ich auch gut, ja.

Ich sollte jetzt gehen.

Ich... ich...

Ich hab dich ... sehr gern.

Das wird sich wahrscheinlich auch nicht mehr ändern.

Aber ich... ich möchte einfach nur, dass du glücklich bist und ...

wenn du mit ihm glücklich bist, dann freut mich das auch. Für dich.

- Hey. - Hallo.

- Was kochst du? - Erster Gang:

Coquilles Saint-Jacques mit Weißweinsauce.

Sie sind nicht mehr warm. Aufgewärmt sind sie zäh.

Lauwarm sind sie sicher auch gut.

Ich dachte, du kommst um sechs.

- Ich hab versucht, dich zu erreichen. - Macht nix.

Musstest du länger arbeiten?

Nein, ich hab noch kurz mit dem Goran geredet.

Das ist so idiotisch, dass der mich nicht mal grüßt in der Arbeit.

Warum willst du denn, dass er dich grüßt?

Das ist einfach mühsam so, und alle merken's.

Interessiert es dich, was die anderen denken?

Nicht unbedingt, aber ... es ist nicht sehr angenehm so.

Und du hast dort mit ihm geredet, im Kinderschutz-Zentrum?

Wir waren kurz im Gasthaus.

Hat er dir erklärt, warum er in deinem Treppenhaus steht?

Wegen der Marie.

Kann sein, er interessiert sich für sie.

- Das glaubst du doch selbst nicht. - Wieso denn nicht?

Also, er hat dir nicht erklärt,

dass er noch viel für dich empfindet?

Oder hat er gesagt, dass er dein bester Freund bleiben will?

Nein, so hat er's nicht gesagt.

Er hat nur gesagt, dass er mich gern hat.

Und dass er froh wär, wenn eine Freundschaft möglich wär.

Und du willst mir noch weismachen, dass er was von der Marie will.

Yann, bitte.

- Wieso hast du mich angelogen? - Hab ich nicht.

Ich muss hier weg.

- Du meinst, du allein oder... - Ja, das ist wohl besser.

Bitte bleib, das ist gemein.

Ach? Das ist gemein?

Ich wollt nichts tun, was dich kränkt.

Hätte ich das gewusst, wär ich nicht mit ihm was trinken gegangen.

- Wirklich nicht? - Nein.

Es tut mir leid.

Ich bin manchmal ein Idiot.

Verdammt! Verdammt!

- Was ist? - Ich hab verschlafen!

- Ja, und? - Ja, und?

Komm zurück ins Bett. Sag denen, dass du krank bist.

- Wieso hat mein Wecker nicht geläutet? - Hat er doch.

Aber du hast ihn ausgemacht.

Das glaub ich nicht. Hab ich noch nie gemacht.

- Wieso hast du mich nicht geweckt? - Wusste nicht, dass du los musst.

Wieso hab ich den Wecker gestellt? Ich bin ja nicht auf Urlaub da.

Ist sie schon weg?

Dafür musst du eine wahnsinnig gute Erklärung haben.

Gab's einen Autounfall? Ist deine Mutter gestorben?

- So was darf nie passieren. Erst recht nicht bei einem Kind. - Ja.

Falls du's geschafft hast, Vertrauen herzustellen,

hast du deine therapeutische Arbeit selbst zunichte gemacht.

Ich weiß. Es tut mir wahnsinnig leid.

Hast du eine nachvollziehbare Erklärung für mich?

Nein.

Du solltest dir das in einer Supervision genauer anschauen.

Hey, du bist aber früh zurück.

Ich räum mal meine Sachen ein, damit die nicht so rumfliegen.

Was ist denn?

Hab ich wirklich den Wecker abgestellt? Ganz sicher?

Es tut mir leid.

Hätt ich gewusst, es ist so wichtig, hätt ich dich ja geweckt.

Aber du hast den Wecker ausgemacht.

Da dachte ich, wir können ausschlafen.

Komm, wir machen was Schönes.

Ich lad dich auf 'ne Sachertorte ein.

'ne Ausstellung oder ins Kino?

Was machst du denn sonst so, wenn's dir nicht gut geht?

Ich will nicht, dass du wieder gehst.

Dann bleib ich bei dir.

Das wär schön.

Ja?

Ich muss noch nicht zurück.

- Wie lang kannst du bleiben? - Solange wie wir wollen.

Und dein Job?

- Ich hab gekündigt. - Was?

Die wollten mir nicht freigeben, um zu dir zu kommen.

Was?

Und deine Band, deine Freunde?

Wenn ich nicht bleiben soll, sag es.

Nein, ich will ja! Es... es geht jetzt nur alles so schnell.

Du meinst es ernst, oder?

Ja.

Ha.

Gut.

Dann bleib bitte da.

Waren Sie dabei, wie sie den Anfall bekam?

Ja, aber ich kann nicht alle 25 Kinder gleichzeitig im Blick haben

Das geht einfach nicht.

Und Sie wissen nicht, was der Auslöser der Panik war?

Na ja ... möglicherweise wieder ein Streit mit den Kindern.

- Hallo. - Hallo.

- Was machst du denn da? - Sightseeing.

Was ist denn mit dir?

Die Sarema ist im Krankenhaus.

Weißt du in welchem?

Was soll ich für euch zeichnen?

Tiere kann ich ganz gut.

Gehen wir nach hinten.

Welche magst du am liebsten?

- Hunde. - Mhm.

Sarema, ich will mich bei dir entschuldigen.

Dafür, dass ich unsern letzten Termin versäumt hab.

Das tut mir sehr, sehr leid.

Das hätte nicht passieren dürfen.

Aber ich hab einfach verschlafen.

Wir haben auch schon mal verschlafen.

Ja, manchmal passiert so was einfach, oder?

Aber ich versprech dir, dass mir das nicht mehr passieren wird, okay?

Okay.

Danke.

Magst du mir erzählen, was heut in der Schule passiert ist?

Die Lehrerin hat die Klasse zugesperrt,

aber meine Schultasche war noch drin.

Und sie wollte sie nicht wieder aufmachen.

Und dann hast du keine Luft mehr bekommen?

Das ist blöd.

So.

Hm?

Welcher gefällt dir am besten?

Der.

Ein Stück weiter ist es noch schöner.

Du kennst dich aber gut hier aus.

Geht so. War ja auch schon oft da.

- Allein? - Auch, ja.

Manchmal auch mit Goran?

Ja, manchmal.

Die Stelle im Wald, hast du da mit ihm auch geschlafen?

Was? Nein.

Mit anderen?

Nein.

- Was soll denn das? - Will doch nur die Wahrheit wissen.

Das ist doch Blödsinn.

Warum kannst du nicht einfach die Wahrheit sagen?

- Ich hab dich doch noch nie angelogen. - Aha.

- Das war doch keine Lüge. - Ja, stimmt.

Du lässt nur Sachen weg.

Hätte ich nicht gekocht,

hättest du nicht erzählt, dass du Goran getroffen hast.

Nein! Wir waren nach der Arbeit was trinken!

Jedenfalls warst du mit ihm aus,

während ich Idiot zu Hause gekocht hab!

Ohne Frage hättest du nichts erzählt!

Doch, hätt ich!

Ich hab doch schon gesagt, dass es mir leidtut.

Hast du dich hier von ihm vögeln lassen?

- Bist du jetzt total irre? - Ich?

Ja, muss ich wohl sein, wenn ich für dich mein Leben aufgebe.

- Es war deine Idee, dazubleiben. - Meine Idee?

- Und du wolltest es gar nicht? - Doch!

- Hättest lieber, ich bin weg? Bitte! - Nein! Das ist doch idiotisch!

Irre, idiotisch... Fällt dir nichts Besseres für mich ein?

- Hast du nicht mehr im Kopf? - Du bist echt... - Ja, was bin ich?

Hör auf.

...sind mindestens 17 Menschen ums Leben gekommen...

Ich bin nur da, um meine Sachen zu holen.

...die Fähre sank innerhalb von Minuten.

690 Menschen konnten gerettet werden.

Der als Anwalt...

Meinst du das ernst?

- Du wolltest doch, dass ich gehe. - Das wollt ich nicht!

Also soll ich bleiben?

Was willst du denn?

Ich will ja, dass du bleibst, aber nicht so!

Ach so, wie hättest du's denn gern?

Es tut mir leid.

Nein...

Hör auf, Yann!

So gefällt es dir nicht?

Macht er es besser, ja?

Au!

Hör auf!

Okay, sag mir vorher nur ein einziges Mal die Wahrheit:

Hast du mit ihm geschlafen?

Ich war vier Jahre mit Goran zusammen.

Danach, seit du mich kennst! Wie oft hast du dich von ihm vögeln lassen?

- Ich hasse dich. - Wie oft? - Kein einziges Mal!

Du lügst!

Noch am Flughafen hab ich mich von ihm vögeln lassen!

Und dann jeden Tag ein paar Mal! Bist du jetzt zufrieden?

Du Schlampe, du bist echt das Letzte!

Du bist ja geisteskrank.

Hey!

Super, ich wollt euch zum Essen einladen am Freitag.

Passt das?

- Der Yann hat mir die Schlüssel zurückgeschickt. - Was?

Nimmst du sie wieder?

Good bye. And thanks.

Man kann sich in jemandem täuschen.

Man kann von jemandem getäuscht werden.

Ich wusste nicht, dass das so wehtun kann.

Wieso wolltest du, dass ich komme?

Wolltest du überhaupt, dass ich komme?

Hätte ich dich nur nie kennengelernt!

Ich wünschte, es gäbe dich nicht.

- Wollts ihr mitspielen? - Fußball ist nicht meins.

- Dann spielen wir was anderes? - Es reicht für heute, danke.

Hanna?

Egal, ob du triffst, okay? Nur fest schießen.

Mädchen können das ja gar nicht!

Hör nicht hin, konzentrier dich nur auf den Ball.

Ja!

- Weiter geht's! - Achtung!

Wir sollten öfter zusammen spielen.

Also, ich mein mit den Mädels.

Ja. Ich glaub, es hat allen gut getan.

- Gehst du am Samstag zum Konzert? - Ich glaub schon.

Wär's okay, wenn ich auch hingehe? Oder würde dich das stören?

Nein, natürlich nicht.

- Willst du auch was zu trinken? - Spritzer.

Ich geh mit.

Danke schön...

- Wo warst du denn? - Wir haben dich überall gesucht.

Der Yann war da, aber ich find ihn nicht mehr.

- Was? Ist der nicht in Paris? - Hast du mit ihm geredet?

Nein, ich hab ihn nur von Weitem gesehen.

- Du bist dir sicher, dass er es war? - Natürlich, ich bin ja nicht blind.

Ich mein ja nur, ist... ist ja auch sehr dunkel da herinnen.

Blinde Kuh, blinde Kuh!

- Huhu! - Fang mich doch!

Huhu, hinter dir! Schau mal!

- Huhu! - Huhu!

- Huhu! - Hinter dir.

- Schau mal! Fang mich doch! - Huhu!

Was ist?

Alles okay. Ist alles okay.

- Spiel du mal die blinde Kuh. - Eigentlich bist ja jetzt du dran.

- Von mir aus... - Komm, spielen wir weiter.

Was war denn das vorhin? Ich glaub, da sollten wir drüber reden.

- Jetzt? - Mhm.

Hast du nicht gemerkt, dass sie zittert?

Ich hab die Situation im Griff gehabt.

War es gut, dass du sie so rausgerissen hast?

Sie hat Angst gehabt.

Um so wichtiger wär's gewesen,

du hättest sie erkennen lassen, dass es nur ein Spiel ist.

Und wie lang hättest du zugeschaut? Bis zur Panikattacke?

Noch mal: Ich hab die Situation im Griff gehabt.

Ich komm auch nicht in deine Therapie und sag dir, was du machen musst.

Sie sollen wieder spielen lernen und nicht retraumatisiert werden, oder?

Eben, aber so kann sie nicht lernen, sich wieder wie ein Kind zu verhalten

Das seh ich anders.

Ja, dann schauen wir uns das in der Supervision, oder?

Gern.

Arschloch.

Schon heftig.

Vor allem, dass der uns gefilmt hat.

Mir macht das Angst.

Das will er ja wohl auch.

Was meinst du? Sollte ich Angst haben?

Lass dich von dem nicht fertigmachen.

Der kann mit Zurückweisung nicht umgehen.

Ich... ich glaub wirklich nicht, dass du Angst haben musst.

Aber wenn was ist, du kannst mich jederzeit anrufen, das weißt du ja.

Hast du Hunger? Ich... ich hab extra Bureks gemacht.

Drei verschiedene Sorten.

- Du bist ja richtig fürsorglich. - Hm.

- War ich das früher nicht? - Doch, manchmal.

Wieso hast du das Foto von uns aufgestellt?

Ach so, das... das war in einem Buch.

Das hab ich gestern beim Aufräumen gefunden.

- Wo war denn das? - Am Kahlenberg.

Ich weiß schon: Beim Geburtstag von deiner Mutter.

Mhm.

Da schauen wir noch richtig glücklich aus.

An dem Tag haben wir gestritten.

Wir haben nur wegen der Familie freundlich getan.

Ah ja, stimmt.

Das weißt du noch?

Du wolltest nicht auf Urlaub fahren, weil wir kein Geld hätten.

- Ja, das war ja auch so. - Aber so war's immer.

Es tut mir leid.

Scheiße.

Marie?

Ich bin's.

Entschuldigung.

- Das Licht geht nicht, und ich glaub, dass jemand im Haus war. - Was?

Ich... ich glaub, dass da jemand war. Jedenfalls hab ich Panik bekommen.

- Aber hast du wen gesehen, oder wie? - Nur einen Schatten.

Kann schon sein, dass da jemand war, der grad heimgekommen ist.

Ja ... sicher.

Wo warst du denn eigentlich?

Vorhin? Beim Goran.

- Hast du eine Taschenlampe für mich? - Für die paar Schritte?

- Ich begleite dich schnell rüber. - Ja?

Danke.

- Warst aber auch lange dort. - Ja, leider.

- Wieso? War's nicht nett? - Doch. War schon okay.

- Danke. - Bitte.

Das hast du gestern vergessen.

Danke.

Bist du extra deswegen gekommen?

Ich wollt auch noch sagen, dass es mir leidtut. Wegen gestern.

Wir haben beide zu viel getrunken, oder?

Du ... was war da grad zwischen der Marie und dir?

- Ich hab euch zufällig gesehen. - Ach so! Wir haben geredet.

Es hat ausgeschaut, als würde die Marie weinen.

Wirklich? Hat sie aber nicht.

- Aber ... sie war doch aufgebracht. - Ja, bisschen vielleicht.

Sie war enttäuscht, weil sie gestern nicht auch eingeladen war.

Ich war nicht eingeladen.

- Ich war wegen dem Film da. - Das wollt ich ihr sagen.

Sie war trotzdem eingeschnappt.

Die Marie. Weil sie angeblich nicht zu einem Essen eingeladen war.

Ich find das ziemlich kindisch.

Das glaub ich nicht.

Bitte... Frag sie selber.

Wenn... wenn was zwischen euch ist oder war, sag das bitte.

Ist doch absurd.

Ich folgere nur aus dem, was ich gerade gesehen hab.

Wenn das nicht so ist, dann sag mir einfach, was wirklich los ist.

Das hab ich doch schon.

- Sie ist eingeschnappt, weil sie nicht eingeladen war? - Ja.

Ich kenn die Marie seit 10 Jahren.

- Also erzählen mir keinen Blödsinn. - Und mich kennst du nicht?

Vielleicht macht es dir weniger Mühe, wenn ich mich selber filme.

Deinen Rotfilter und die Musik

kannst du dir ja selber zusammenbasteln.

Nur, was du da machst und mir schickst, hat nix mit mir zu tun.

Wenn es dir Vergnügen bereitet, mach weiter.

Ich schick dir gerne das Material. Zerschneid und zerstückel es.

Aber hör auf, mich zu filmen und mir die Filme zu schicken.

Das ist einfach nur feig.

- Kann ich dich was fragen? - Sicher.

Warum hast du dich vorgestern mit dem Goran gestritten?

Hab ich nicht.

Ich hab euch zufällig gesehen.

Ach so, auf der Straße. Das war ja kein Streit.

- Hast du nicht geweint? - Ich?

Da hast du aber was falsch gesehen.

Und worüber habt ihr geredet?

Er wollt mich zu sich einladen, zum Abendessen.

- Und? - Ich hab gefragt, ob du auch kommst.

- Aber er hat gemeint, es wär besser, wenn ihr Abstand bekommt. - Wieso?

Er hat gesagt, dass ihr euch geküsst habt,

und dass er das nicht mehr will.

Was?

Er glaubt nicht, dass das noch was bringt zwischen euch.

Ich find's auch blöd, dass er dich deswegen nicht einladen will.

Mir hat er gesagt, du warst böse, weil er dich nicht eingeladen hat.

Ich will nichts mehr von ihm!

Wieso soll ich bös sein, wenn er dich einlädt?

Weiß ich nicht, deshalb frag ich.

Ich weiß auch nicht, warum er sich das ausdenkt.

Vielleicht wollt er dir nicht die Wahrheit sagen.

Das macht auch keinen Sinn.

Wenn er Abstand will, warum bringt er mir Bureks vorbei?

Warum sagt er's nicht einfach, wenn's so ist?

- Habt ihr mal was miteinander gehabt? - Das würde ich nie machen!

Kann schon sein, dass ... er mal was gewollt hätte.

Als du in Paris warst, haben wir öfters was unternommen.

Komisch. Mir ist eher so vorgekommen, dass er dir gefällt.

Nur, weil ich nett zu deinem Freund war?

Du bist echt paranoid, wenn's darum geht!

Das meint halt auch der Goran.

Was meint auch der Goran?

Wenn im Stiegenhaus das Licht nicht geht,

hat das nicht unbedingt etwas mit dir zu tun.

- So siehst du mich. - Du bist mir total wichtig.

Deswegen sag ich dir das.

Ich versteh, dass man Angst kriegt,

wenn's finster ist und man zu viel getrunken hat.

Danke für das Verständnis.

Das war überhaupt nicht bös gemeint!

Wenn du das sagst...

- Ich geh lieber. - Und der Tee?

Ich wollt eh keinen.

Let's get to work.

Yeah, sure.

My lungs are screaming.

Also du fährst zurück nach Paris?

Morgen Abend.

Danke für dein Video.

Das wolltest du mir sagen?

Nicht nur.

Ich wollte dir sagen, dass es mir wirklich leidtut.

Und dass ich dich für immer in Ruhe lassen werde.

Wirklich?

Ja.

Das ist gut.

Ja, dann...

Mach's gut.

Wieso tut es dir jetzt leid?

- Ich hab verstanden, was ich gemacht hab. - Wieso?

Ich hab wegen deines Videos gemerkt,

dass ich nicht weiß, was du denkst oder wie es dir geht.

Ich hab mir mein eigenes Bild von dir gemacht.

- Dass ich eine verlogene Schlampe bin. - Nein.

So nie.

Ich war so wütend.

Ich hab noch nie für jemanden so empfunden wie für dich.

Ich hab's nie gesagt, aber für mich war es,

als hätte ich mein Leben lang nur auf dich gewartet.

Ich wollte sogar Kinder mit dir,

obwohl ich noch nie an so was gedacht hab.

Klingt ziemlich ... kitschig, oder?

Schon.

Siehst du. Deshalb hab ich's dir nie gesagt.

Und dann war da Goran.

Du arbeitest mit ihm, hast eine Geschichte mit ihm.

Ich wusste: Wenn es mit mir nicht klappt, gehst du zu ihm zurück.

Und deshalb hast du das testen müssen?

Nein, überhaupt nicht!

Das war nicht der Plan.

- Aber es hat ja gestimmt. - Was?

Dass du wieder was mit ihm hattest.

Das glaubst du immer noch?

Es hat so ausgesehen.

Was hat wie ausgesehen? In deinen Videos, meinst du?

Ja, für mich hat es so ausgesehen.

Ich bin so ein Idiot.

Warst du in meiner Wohnung?

- Ich hab dir den Schlüssel geschickt. Hast du ihn nicht bekommen? - Doch.

Du hättest ihn nachmachen lassen können.

Nicht grade schmeichelhaft, dass du das von mir denkst.

Aber daran bin ich wohl selbst schuld.

Trotzdem, das hätte ich nie gemacht.

Okay.

Es tut mir so leid.

Komm gut nach Paris.

Anscheinend fällt es mir schwer, Abschied zu nehmen.

Scheint so.

Ich wollte dich fragen, ob ich ... dich vielleicht

irgendwann wieder anrufen oder dir schreiben darf.

Ja.

Und wie werd ich wissen, wann?

Ich könnte dir ein Zeichen geben.

Wirst du?

Warte!

Mir ist das zu schnell.

- Bitte hör auf! - Ich liebe dich.

Ich habe noch nie jemanden so geliebt wie dich!

Lass mich!

Gibt es etwas, worüber jemand sprechen möchte?

Ja, dann fang ich einmal an.

Die Hanna und ich sind uns in ein paar Dingen uneins.

So kann man es auch sagen.

Ich glaube, die Hanna ist unzufrieden mit der Art,

wie ich die Spielgruppe leite.

Ich find die Kritik nicht angebracht. Und mich kränkt das persönlich.

Es geht um die Sarema,

das tschetschenische Mädchen, das bei mir in Therapie ist.

Sie hat häufig Panikattacken, und Evi ignoriert das.

Du nimmst nicht auf das einzelne Kind Rücksicht.

Du stülpst ihnen deine Vorstellung über, wie ein Kind zu sein hat!

Du gehst hier in ein Pauschalurteil über Evi.

Aber das ist nur ein Einzelfall, oder?

Ich glaub, dass du allgemein ein Problem mit mir hast.

- Ich mit dir? - Ich weiß es nicht.

Du sagst, dass ich meine Arbeit nicht gut mach.

- Nicht auf die Kinder eingehe. - Weil's so ist!

Hätt ich warten sollen, bis Sarema eine Panikattacke hat,

um das zu beweisen? Sie zittert, und du stehst da und lachst!

Leute wie du tragen dazu bei, dass Sarema retraumatisiert wird!

Dein Problem mit Evi ist wohl größer.

Du hast scheinbar viel aufgestaute Aggressionen gegen sie.

Mir geht es um Sarema.

Die Fortschritte dürfen nicht kaputt gemacht werden.

Dann wär's besser, wenn du auf der Sachebene bleibst,

anstatt Rundumschläge zu machen.

Ein Kind ist keine Sache. Natürlich werd ich da emotional.

Du verstehst den Joachim absichtlich falsch.

Ich hab nicht gemeint, dass ein Kind eine Sache ist.

- Bist du aus einem anderen Grund so gereizt? - Nein.

Aber ich hab Kopfweh und würd gern früher gehen.

Das ist wie eine Flucht vor einer Auseinandersetzung zu sein.

Es ist doch besser, wenn wir die Dinge jetzt lösen.

Mir wär's auch lieber, wenn wir das heut noch klären.

Je ne suis pas disponible.

Laissez un message après le bipe.

Polizeiinspektion Leopoldsgasse.

Guten Tag. Hanna Straka. Ich wollt fragen:

Können Sie mir eine Auskunft geben, ob was im Donaukanal passiert ist?

Am Telefon kann ich Ihnen keine Auskunft geben,

aber Sie können herkommen. Worum geht's denn?

Können Sie mir nicht sagen, ob das eine Übung war?

- Weil ich Taucher gesehen hab. - Kommen S' einfach her.

D-U-M-I-T-R-E-S-C-U.

Also, wieso machen Sie sich Sorgen?

Ich wollt mich mit ihm in der Urania treffen, wir waren verabredet.

Aber er ist nicht gekommen und ich erreich ihn nicht mehr am Handy.

Sie haben gesagt, es ist Ihr Ex-Freund?

Hat er Selbstmordgedanken geäußert?

- Er ist nicht depressiv? - Eigentlich nicht.

Also, dann würd ich mir auch keine großen Sorgen machen.

Und das am Donaukanal war eine Übung, oder?

Ah, gestern ist einer reing'fallen.

- Und ist was passiert? - Naa, man hat ihn nicht gefunden.

Aber er ist nicht ertrunken?

Wenn man ihn nicht gefunden hat, hat er sich retten können.

Es gibt diese vielen Rettungszellen im Donaukanal.

Woher weiß man, dass einer ins Wasser gefallen ist?

Eine Zeugin hat gesehen, wie er weggetrieben ist.

Sicher kein Selbstmörder, sonst hätt er ja ned um Hilfe gerufen.

Ja?

Hallo?

Woher hast du den?

Ich werd ihn dir nicht wegnehmen. Aber...

Aber bitte sag mir, woher du den Hund hast.

Hast du ihn von deinen Eltern bekommen?

Ich weiß nicht.

Du musst doch wissen, ob du den Hund von deinen Eltern bekommen hast.

Hat der Yann dir den Hund gegeben?

Yann?

Mein Freund, der damals im Krankenhaus mit war.

Hat er dir den Hund gegeben?

- Nein. - Bist du sicher?

Entschuldige, es ist ...völlig egal, von wem du den Hund bekommen hast.

Atme ganz ruhig, bitte! Ganz ruhig atmen. Es tut mir leid.

Es tut mir leid. Es ist alles gut.

Alles ist gut.

Die Herrschaften müssen mit dir reden.

Grüß Gott, Chefinspektorin Leitner.

Sie haben vor vier Tagen bei uns

einen Herrn Dumitrescu als vermisst gemeldet?

Nicht direkt als vermisst gemeldet, glaub ich. Wieso?

Sie sagten,

Sie waren in der Urania verabredet und er kam nicht.

Und wann waren Sie verabredet?

Um elf.

23.00 Uhr.

Wie lange haben Sie denn gewartet auf ihn?

Fünfzehn Minuten, zwanzig. Ich weiß es nicht genau.

Und Suizid würden Sie ausschließen?

Können Sie mir bitte sagen, warum Sie mich das fragen?

- Ist der Yann ertrunken? - Das können wir Ihnen nicht sagen.

Können Sie nicht die Wahrheit sagen?

Gibst ihr bitte ein Wasser?

Bitte.

Ihr Freund hat in einem Hotel in der Nähe gewohnt. Wussten Sie das?

Er war seit einigen Tagen nicht mehr dort.

Und er hat alles dort gelassen.

Alles?

Pass, Laptop, Kleider...

Also kann es sein, dass er ertrunken ist.

Es gibt eine zeitliche Übereinstimmung

mit der Person am Donaukanal.

- Hätte man ihn dann nicht gefunden? - Die Taucher kennen die Strömungen.

Ein Körper kommt nach einiger Zeit wieder rauf.

Nur, wenn er sich verfangen hat...

Ich find's nicht unglaubwürdig.

Da hätten sie einen Verdacht haben müssen.

Keine Ahnung.

- Echt heftig. - Stimmt.

Wer sich so was ausdenkt. Grauslig.

Ich hab gelesen, dass Kaffee voll gesund sein soll.

Beim nächsten Mal heißt's, dass er giftig ist.

- Aber es gibt ja ständig neue Gesundheits-Weisheiten. - Stimmt.

Ich trink eh zwei, drei am Tag.

Alles klar bei dir?

Ich hab mitgekriegt, dass die Polizei bei dir war. Magst du reden?

Nein, danke.

Komm, was ist los?

Das wüsstest du gern, damit du's der Evi erzählen kannst.

Wär ein interessanteres Gesprächsthema als Kaffee.

Hast du noch nie Small-Talk gemacht?

Ihr hattet ein spannenderes Thema, bevor ich in die Küche gekommen bin.

Hm?

- Ich hab euch gehört. - Aha. Und was hast du da gehört?

Tu nicht so. Ihr habt über mich geredet.

Da hast du was Falsches gehört. Wir haben über einen Film geredet.

- Welchen? - Keine Ahnung, wie der heißt.

War gestern im Fernsehen.

- Ja? - Ja!

Komm, wir... wir gehen in dein Büro, dann können wir in Ruhe reden.

Aber jeder kriegt mit, dass mit dir etwas nicht stimmt!

Mit mir stimmt was nicht?

Und was ist mit dir? Und mit der Evi und mit der Marie?

Ich red mit einer anderen, und du interpretierst sonst was hinein!

- Das stimmt doch nicht! - Dann sag, was los ist. Red mit mir!

Wieso sollte ich?

Vielleicht, weil... vielleicht, weil du mir wichtig bist?

Hanna?

Bist du da?

Hab ich mir doch gedacht, dass ich was gehört hab.

Kann ich reinkommen?

Magst einen Kaffee haben?

Ich muss mit dir reden.

Ich hab dir letztens nicht die Wahrheit gesagt.

Du hast recht gehabt. Wegen dem Goran, mein ich.

Und wieso habt ihr mir dann die ganze Zeit was vorgemacht?

Als du in Paris warst, haben wir uns öfters gesehen.

Und ... wir haben zweimal miteinander geschlafen.

Ich wollt's dir ja sagen, aber der Goran wollt's nicht.

Als meine Freundin hättest du's mir trotzdem sagen sollen.

Ja, ich weiß, ich weiß. Das war blöd von mir.

Das ist keine Entschuldigung, aber ...

ich hab mich wirklich in den Goran verliebt.

Du warst glücklich mit Yann.

Und wie hast du dir das vorgestellt?

Ich hab mir gedacht, wir werden's dir schon sagen.

Aber dann hab ich gemerkt, dass er eigentlich zu dir zurück will.

Deswegen hast du dich mit ihm gestritten auf der Straße.

Nein, ich hab ihn beim Fortgehen mit einer anderen gesehen.

Und mit der hat er auch was gehabt?

In die ist er sicher auch nicht verliebt.

Ich kann's mir zumindest nicht vorstellen.

Magst nicht wissen, wer's ist?

Wieso, kenn ich sie?

Die Eva Pelzer.

Die Evi?

Es tut mir so leid, dass ich dich angelogen hab.

Ich bin froh, dass du wenigstens jetzt sagst, was los ist.

Magst noch den Kaffee?

Für einen Wein ist es ein bisschen früh, oder?

Sagt wer? Ich würd jetzt gern einen Wein trinken.

Sie haben in der Urania Herrn Dumitrescu getroffen.

Wieso haben Sie uns angelogen?

- Weil ich mir Sorgen gemacht hab. - Erklären Sie mir das?

Ich dachte, wenn ich sag, dass ich mir Sorgen um ihn mach,

- obwohl ich ihn am Abend gesehen hab, klingt das komisch. - Das stimmt.

Also, wieso haben Sie sich Sorgen gemacht?

Weil ich die Taucher gesehen hab.

Sie sehen Taucher und haben die Eingebung,

dass Ihr Freund ertrunken ist.

Nein, keine Eingebung.

- Angst. - Aber wieso?

Sie haben sich mit ihm getroffen. Auf dem Heimweg wurde er zudringlich.

Sie haben sich gewehrt. Er ist ins Wasser gefallen.

Vielleicht wollten Sie ihm helfen, aber die Strömung war zu stark.

Nein, so war's nicht.

Wie war's dann?

Ich hab mich in der Urania von ihm verabschiedet,

und dann bin ich nach Hause gegangen.

Ich hab mir die Videos auf dem Laptop angeschaut.

Das Video, das Sie ihm geschickt haben, hab ich auch gesehen.

Er hat sie schon die längste Zeit bedrängt und gestalkt.

Kann richtig schlimm werden.

Wahrscheinlich waren Sie mit den Nerven fertig.

Wenn er noch lebt, wird er früher oder später bei Ihnen auftauchen.

Wenn Sie irgendwas von ihm hören, melden Sie sich sofort bei mir.

Hallo!

Was machst du denn heute da?

Das fragst du noch? Ihr hattet einen Therapietermin.

Heute? Nein, heute ist Mittwoch. Sarema kommt immer am Donnerstag.

Ja, und morgen ist Feiertag.

Und wir haben den Termin vorverlegt?

Ich bleib jetzt bei der Sarema, bis ihre Eltern da sind.

Ich werd die Therapie mit Sarema übernehmen,

und du machst bis auf Weiteres keine neuen Therapien mehr.

Das versteh ich natürlich.

Aber bitte lass mich mit der Sarema weitermachen.

Das Mädchen braucht eine Erwachsene, der sie vertrauen kann.

Und ehrlich gesagt, Hanna: Im Moment trau nicht mal ich dir.

Das klingt hart, aber ich muss dir sagen, wie es ist.

Du machst mehr Supervision-Stunden,

bevor du hier mit Kindern wieder arbeiten kannst.

- Noch mehr Stunden. - Sei froh.

Da hast du zumindest die Chance, an dir zu arbeiten.

Hallo.

Hast du gehört, dass die Polizei mich gesucht hat?

Ist doch total absurd.

Ich hab genug vom Wasser. Können wir bitte reingehen?

Wieso hast du das gemacht?

Wo warst du?

Was hab ich denn gemacht? Du hast mich ins Wasser gestoßen.

Du hättest mich sonst vergewaltigt!

Das hätt ich nie gemacht!

Was war das dann?

Du hast mich geküsst, ich wollt mit dir schlafen.

- Aber nur, wenn du's gewollt hättest. - Das stimmt doch nicht!

Du hast nicht aufgehört!

Ich hätte aufgehört.

Ich hab dir gesagt, dass du aufhören sollst.

Nein, das hast du nicht. Nicht klar.

Nein? So! So hast du gemacht!

Ich hab gesagt, dass du aufhören sollst!

Es tut mir so leid.

Yann?

- Chefinspektor Kiennast. - Guten Tag, Hanna Straka.

Ja?

Sie wissen, dass Yann Dumitrescu wieder da ist, oder?

Das wär mir allerdings neu.

Aber Sie haben ihn doch gefunden, also ... die Polizei, mein ich.

Ich hab ihn gesehen. Er war bei mir.

Wieso haben Sie mich nicht gleich gestern verständigt?

Er hat doch gewusst, dass die Polizei ihn sucht.

Wir haben heute im Hafen Freudenau seine Jacke aus dem Wasser gefischt.

- Woher wissen Sie, dass es seine ist? - Ausweis, Hotelzimmer-Schlüssel.

Dann hat er die Jacke selber ins Wasser geworfen.

Jetzt hören Sie endlich auf damit!

Er war da.

Ich hab ihn gesehen.

Gestern hat mich der Goran angerufen.

Ich hab gesagt, dass ich nichts mehr mit ihm zu tun haben will.

Hast du was vom Yann gehört?

Er wird vermisst.

Wie vermisst?

Die Polizei glaubt, dass er ertrunken ist.

Was?

Sie glauben, dass der Yann ertrunken ist.

Ja, und du? Was glaubst du?

Ich glaub nicht, dass er ertrunken ist.

Hast du ihn noch mal gesehen, in letzter Zeit?

Wann?

Vorgestern.

Dann weißt du doch, dass es ihm gut geht. Sag das der Polizei!

- Hab ich schon. - Und?

- Sie glauben mir nicht. - Typisch.

Kaum fällt einer in den Donaukanal, glauben die gleich, er ist ertrunken.

Woher weißt du, dass Yann in den Donaukanal gefallen ist?

Na, hast du doch gesagt.

Nein ... hab ich nicht.

Sicher hast du.

Nein. Ich hab nix vom Donaukanal gesagt.

Doch, du hast "Donaukanal" gesagt.

Die Polizei hat mit dir geredet.

Warum soll die Polizei mit mir reden?

Und selbst wenn, würd ich ihnen ja nix sagen!

- Geh. - Was?

- Ich will, dass du gehst! - Was ist denn los mit dir?

- Woher weißt du das vom Donaukanal? - Du hast es gesagt!

- Das ist nicht wahr! - Du drehst langsam wirklich durch.

Raus!

Raus.

Sorry, wenn du reden willst, bin ich natürlich immer da.

Raus!

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