All language subtitles for The Lion Woman (2016)

af Afrikaans
ak Akan
sq Albanian
am Amharic
ar Arabic
hy Armenian
az Azerbaijani
eu Basque
be Belarusian
bem Bemba
bn Bengali
bh Bihari
bs Bosnian
br Breton
bg Bulgarian
km Cambodian
ca Catalan
ceb Cebuano
chr Cherokee
ny Chichewa
zh-CN Chinese (Simplified)
zh-TW Chinese (Traditional)
co Corsican
hr Croatian
cs Czech
da Danish
en English Download
eo Esperanto
et Estonian
ee Ewe
fo Faroese
tl Filipino
fi Finnish
fr French
fy Frisian
gaa Ga
gl Galician
ka Georgian
de German
el Greek
gn Guarani
gu Gujarati
ht Haitian Creole
ha Hausa
haw Hawaiian
iw Hebrew
hi Hindi
hmn Hmong
hu Hungarian
is Icelandic
ig Igbo
id Indonesian Download
ia Interlingua
ga Irish
it Italian
ja Japanese
jw Javanese
kn Kannada
kk Kazakh
rw Kinyarwanda
rn Kirundi
kg Kongo
ko Korean
kri Krio (Sierra Leone)
ku Kurdish
ckb Kurdish (Soranî)
ky Kyrgyz
lo Laothian
la Latin
lv Latvian
ln Lingala
lt Lithuanian
loz Lozi
lg Luganda
ach Luo
lb Luxembourgish
mk Macedonian
mg Malagasy
ms Malay
ml Malayalam
mt Maltese
mi Maori
mr Marathi
mfe Mauritian Creole
mo Moldavian
mn Mongolian
my Myanmar (Burmese)
sr-ME Montenegrin
ne Nepali
pcm Nigerian Pidgin
nso Northern Sotho
no Norwegian
nn Norwegian (Nynorsk)
oc Occitan
or Oriya
om Oromo
ps Pashto
fa Persian
pl Polish
pt-BR Portuguese (Brazil) Download
pt Portuguese (Portugal)
pa Punjabi
qu Quechua
ro Romanian Download
rm Romansh
nyn Runyakitara
ru Russian
sm Samoan
gd Scots Gaelic
sr Serbian
sh Serbo-Croatian
st Sesotho
tn Setswana
crs Seychellois Creole
sn Shona
sd Sindhi
si Sinhalese
sk Slovak
sl Slovenian
so Somali
es Spanish
es-419 Spanish (Latin American)
su Sundanese
sw Swahili
sv Swedish
tg Tajik
ta Tamil
tt Tatar
te Telugu
th Thai
ti Tigrinya
to Tonga
lua Tshiluba
tum Tumbuka
tr Turkish
tk Turkmen
tw Twi
ug Uighur
uk Ukrainian
ur Urdu
uz Uzbek
vi Vietnamese
cy Welsh
wo Wolof
xh Xhosa
yi Yiddish
yo Yoruba
zu Zulu

Original subtitles

* M�rchenhafte Musik *

* Schneestapfen *

DAS L�WENM�DCHEN

* Pfeifen *

* Rattern *

* Schneestapfen *

(Frau Birgerson) Um Gottes willen.

(Ruth) Ich bin gest�rzt.

Du hast Gl�ck, dass ich vorbeigekommen bin.

Wann ist es denn soweit? In zwei, drei Wochen.

So bald? Dann solltest du nicht nachts hier drau�en rumlaufen.

* St�hnen *

Der Chor kann jede Altstimme gebrauchen.

Ich hab geh�rt, Tenorstimmen fehlen auch.

Aber ich hab mich nicht gemeldet.

Jetzt bringen wir dich erst mal gut nach Hause.

Und dann rufen wir Doktor Levin.

Das ist nicht n�tig. Es geht schon.

Kannst du allein gehen? Ja.

* Ruth atmet schwer. *

Um Gottes willen.

* Pfeifen des Zuges *

* Rattern *

Herr Arctander! Herr Arctander!

Herr Arctander, kommen Sie! Schnell! (Mann) Herr Arctander!

(Gustav) Was ist passiert? Sie ist gest�rzt.

Ist gut, ich nehme sie. Ich nehme sie.

* T�r wird ge�ffnet. *

* Ruth st�hnt vor Schmerzen. *

Der Doktor m�sste bald da sein.

Fragen Sie doch nach, ob ihn die Zentrale erreicht hat? - Ja, gut.

Gehen Sie schon! Gehen Sie! Ja, ja.

Ich hab Jesus so lieb. Nicht sprechen!

Ich hab die ganze Zeit an ihn gedacht. - Pst.

Glaubst du, er hilft mir? Er muss mir helfen.

Ruhig!

Und atmen.

Gut.

Ist Doktor Levin unterwegs? Ja.

Fragen Sie die Zentrale wie lange es noch dauert.

Glauben Sie, dass ich sie verliere? Rufen Sie an.

Ich kann sie nicht verlieren. Bleiben Sie ruhig!

Schw�ren Sie, dass Sie alles tun.

Bitte beeil dich!

Da kommt viel Blut.

* Ruth schreit. *

Das Kinn auf die Brust. Noch mal! Weiter pressen!

Weiter! Weiter!

Tief atmen und pressen!

* Ruth schreit lauter. *

Ruth! Komm! Komm jetzt, Ruth.

(Dr. Levin) Ruth, pressen Sie! Ja! Gut so! Weiter! Gut so!

Ja. Da kommt es.

* Ruth atmet schwer. *

* Das Baby schreit. *

Rei� dich zusammen! So was hab ich noch nie gesehen.

Nein, aber solche F�lle k�nnen hin und wieder vorkommen. - Ja.

Wir m�ssen die Blutung stillen. Vorsichtig.

* Das Baby schreit. *

* Dr. Levin st�hnt. *

Wir haben sie verloren.

Abraham. Wir haben sie verloren.

Abraham!

* Ruhige Kl�nge *

Es tut mir leid. Ich ...

Ich hab alles getan, was ich konnte. Es tut mir sehr leid. - Ja.

Ja. Danke.

Aber das Kind lebt. Mhm.

Ich verstehe, dass Sie verst�rt sind, aber ...

Ist es ...

Lebt es?

Ich meine, ist es lebensf�hig?

Ja, das ist es.

Etwas zu fr�h geboren, aber es zeigt alle Vitalzeichen.

In einigen Tagen sind sie ausgefallen.

Schafft das weg. Das ist kein Kind.

Das ist ein Wiesel.

Lieber Gustav, ich versichere Ihnen ...

Schafft es weg, sagte ich.

Monster.

Im �brigen bin ich nicht Ihr "lieber Gustav".

Und auch f�r niemand anderen.

* Dr. Levin seufzt. *

* Frau Birgerson seufzt. *

* Schritte *

Kann ich Ihnen etwas bringen?

Etwas zu essen, ein Bier vielleicht? Nein.

Soll ich jemanden anrufen? Einen Freund? Einen Verwandten?

Nein.

Ich habe keine Verwandten, die noch leben.

Sind alle tot.

Es gibt nur noch mich.

Die Birgersons haben sich angeboten,

ihre neugeborene Tochter zu nehmen f�r die erste Zeit,

falls Sie das w�nschen.

Hm.

Damit sie versorgt und ern�hrt wird.

Ja.

Solange bis Sie sich soweit stabilisiert haben und

sich um die praktischen Dinge k�mmern k�nnen.

L�schen Sie das Licht, wenn Sie gehen.

* Schritte *

* Traurige Musik *

* Pfeifen des Zuges *

* Rauschen des Zuges *

* Ruhige Musik *

Darf ich behilflich sein?

(Ruth) Oh, danke. Sie brauchen vor mir nicht zu salutieren.

�hm, Ruth Johansen. Die neue Musiklehrerin.

Stationsmeister Arctander. Sehr erfreut.

* Gustav schluchzt. *

* Gustav weint. *

* Das Baby schreit. *

(Pfarrer) Wie soll das Kind denn hei�en? - Gustav.

Wie soll das Kind hei�en? Das ... das wei� ich nicht.

Du wei�t es nicht? Nein.

Es musste an so viele andere Dinge gedacht werden.

Gustav, ich brauche einen Namen.

Ja, ja, das hab ich wohl verstanden. Das ist mir klar.

Wie w�re Ruth? Nach der Mutter?

Nein.

Ausgeschlossen.

Das w�re zu viel f�r mich.

(Dr. Levin) Was ist mit Eva? (Herr Birgerson) Abraham!

Das ist ein biblischer Name, der Name unser aller Urmutter.

Wenn die Wissenschaft nicht irrt, war unsere Urmutter

vor vielen tausend Jahren diesem Kind hier nicht ganz un�hnlich.

(Pfarrer) Eva sah doch nicht aus wie ein Affe!

Verzeihung, aber was reden Sie da?

(Herr Birgerson) Ich muss doch bitten.

Eva.

Eva ist vielleicht gar nicht so dumm.

Eva.

(Pfarrer) Ja, im Grunde ist das ein guter Name.

* Klingen des Geschirrs *

(Pfarrer) Eva,

ich taufe dich im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Wir m�ssen uns beeilen. Sie kommen, um Ruth abzuholen.

* Eva schreit. *

* Chor mit Orgelbegleitung *

(Frau) Sie ist angeblich gestorben, als sie das Kind gesehen hat.

* L�uten der Kirchenglocken *

(Jahnn) Swammerdamm. (Swammerdamm) Hm?

(Jahnn) Was sagen Sie? (Swammerdamm) Was sage ich wozu?

Die Programmkarte mit Wasserzeichen, Fahnen und Wachen und ...

Ist doch merkw�rdig.

(Swammerdamm) Ich nehme an, so zeigt er seine Trauer.

(Jahnn) Ja, kann schon sein. Des Stationsmeisters Trauer.

Glauben Sie das? - Jeder trauert auf seine eigene Weise.

(Jahnn) Wissen Sie, was ich denke? Ich werde es Ihnen sagen.

Das ist kein Begr�bnis, sondern ein Ablenkungsman�ver.

Genau das ist es.

So ein h�bsches kleines M�dchen.

So ein h�bsches, h�bsches kleines M�dchen.

Ja, das bist du.

* Klopfen *

(Herr Birgerson) Guten Abend. Hm.

(Dr. Levin) Ja.

(Herr Birgerson) Ich soll Sie gr��en von Frau Birgerson und sagen,

dass Ihre Tochter in einem Korb bei uns im Schlafzimmer liegt.

(Herr Birgerson) Gustav, ihre Bindung an das Kind wird zu stark.

(Dr. Levin) Und Frau Birgerson wird auch nicht j�nger, also ...

Sind sie ausgefallen?

Gibt es wirklich nichts, was Sie tun k�nnen?

(Dr. Levin) Leider nicht, das ist sehr ungew�hnlich.

Vielleicht fallen sie noch aus.

(Herr Birgerson) Doktor Levin hat eine Amme gefunden.

(Dr. Levin) Dieses M�dchen, �h ...

Sie ist grade erst 17 und in einer sehr schwierigen Situation.

Ihr Kind verstarb drei Tage nach der Geburt, der Kindsvater ist unbekannt.

Und ihre Eltern wollen nichts mehr von ihr wissen.

Sie sind Freikirchler.

Sie kann die Anstellung dringend gebrauchen.

* Pfeifen des Zuges *

(Hannah) Es ist so sch�n hier.

Ich hatte noch nie ein eigenes Zimmer.

Nein? Daheim sind wir so viele.

Da ist eigentlich gar kein Platz f�r alle.

Falls du noch etwas brauchst, findest du mich unten.

* Knarren des Bettes *

* Sanfte Musik *

Guten Tag.

Guten Tag.

Ja, das ist die kleine Eva.

Pass gut auf sie auf!

Gut.

Bis bald.

* Eva macht Ger�usche. *

* Eva schreit. *

* Gerede, Pfeifen des Zuges *

* Swammerdamm bet�tigt die Klingel. *

Ja? - Ich wollte zum Herrn Stations- meister, ich wollte ihm nur ...

Er ist auf Streckeninspektion, glaube ich.

Von wem soll ich gr��en?

Nicht n�tig.

�h, also von Kantor Swammerdamm,

Ich, komme ein andermal wieder.

* Ger�usch der Kutsche, Stimmengewirr, Musik *

TAGESZEITUNG

(Jahnn) Swammerdamm, Sie sehen so best�rzt aus.

Best�rzt? - Sie kommen vom Stationsmeister, oder?

Ja, ich ... - Und was hat Sie so best�rzt?

Warum so schreckhaft? Hat Sie der Orgelklang verweichlicht?

Nein, selbstverst�ndlich nicht. - Herr Swammerdamm.

Ich habe etwas Unglaubliches gesehen.

�hm, ich war an der T�r des Stationsmeisters.

Es sieht aus wie eine Katze. �berall.

Dann stimmt es, was die Leute sagen.

Und hat es denn auch Schlangenaugen? - Schlangenaugen? Nein, nein.

Und Rei�z�hne? - Oh, nein. Wo denken Sie hin?

Wir sollten ein paar Zeilen dar�ber bringen. - Was? Nein!

Das habe ich Ihnen anvertraut. Das darf nicht in die Zeitung kommen!

Sch�nen Tag! - Nein.

Sch�nen Tag. - Ich bitte Sie als Freund.

* Mysteri�se Musik *

* Ger�usch der Schreibmaschine *

(Jahnn) "Unsere Redaktion erachtet es f�r notwendig,

den in j�ngster Zeit aufgekommenen Spekulationen entgegenzutreten."

EIN SELTSAMES NATURPH�NOMEN.

"Gerede und Ger�chte sind bekanntlich ein �bel,

und unsere Zeitung widersetzt sich,

wie alle seri�sen journalistischen Organe,

diesen unr�hmlichen Vorg�ngen."

"Allerdings kann es private Ereignisse

von derart au�ergew�hnlicher Natur geben,

die in solchem Ausma� Anlass zu Gerede sind,

dass sie eine verantwortungsbewusste,

journalistische Aufmerksamkeit erfordern."

* Gerede, Schnauben eines Pferdes *

(Frau) Oh, nicht doch!

(Mann) Haben Sie das auch gelesen? (Frau) Ja, �berall behaart.

(Mann) Seht doch, da kommt er. * Getuschel *

* Schritte auf der Treppe *

Geh nie wieder mit dem Kind auf dem Arm an die T�r! - Verzeihen Sie.

Ich bin Beamter der Norwegischen Staatsbahn und

ich verbitte mir jede Art von Zirkusvorf�hrung!

Sie darf nie n�her ans Fenster als bis hier. Verstanden? - Verstanden.

Und unter keinen Umst�nden will ich euch unten bei mir im Kontor sehen,

so wenig wie im Telegrafenb�ro oder sonst wo im Stationsgeb�ude.

Und auch nicht auf dem Bahnsteig, ist das klar?

Gut. Na ja.

Die verschwinden wieder, wenn es nichts mehr zu begaffen gibt.

Hast du irgendwo ausgefallene Haare gesehen? Auf dem Kopfkissen?

Nein.

Nein.

* Eva schreit, Hannah bes�nftigt sie. *

Ja, was denn?

Herr Stationsmeister?

Ich meine, es steht mir nicht zu, so etwas vorzuschlagen,

das wei� ich wohl, aber ...

* Gustav lacht. *

Fahr ruhig fort.

Also, ich sage das wegen Eva.

Sie sollte manchmal an die frische Luft, weil ...

Sie ist so blass um die Nase und

sie will nicht essen und sie schl�ft schlecht.

Und sie ist oft weinerlich.

Also dachte ich, ich k�nnte mit ihr nach drau�en und spazieren gehen.

An der Storgate entlang oder in Richtung Friedheim.

Ich werde dar�ber nachdenken, Hannah. Gute Nacht!

* Sanfte Klaviermusik *

Ich habe eine kleine Karte gezeichnet.

Das ist der Weg, den ihr gehen k�nnt.

Der Bahnsteig ist ab 10.15 Uhr leer,

dann kannst du sie bis zum Ende des Bahnsteigs schieben.

Dort �berquerst du die Gleise und kommst auf das unbebaute Gel�nde.

Dort findest du einen schmalen Pfad.

Er f�hrt, zum Teil verdeckt hinter einem Bretterzaun entlang,

zum Lokomotivschuppen.

An der S�dwand des Lokomotiv- schuppens ist eine kleine Bank.

Da k�nnt ihr eine Weile sitzen. Nat�rlich nur, wenn keiner da ist.

Und wenn du eine Stunde drau�en warst, bis nach 11.15 Uhr,

geht ihr denselben Weg zur�ck.

Falls du nicht so lange bleibst,

musst du um die ganze Stadt herum zur�ckgehen.

Und dann d�rft ihr keine Pause mehr machen.

Alles andere ist strengstens verboten.

* Eva schreit. *

Sie hat heute gel�chelt.

Hm.

Wollen Sie sie nicht mal halten? Nein. Das �berlasse ich lieber dir.

So.

Heute ist es schon zu sp�t, aber morgen. Hast du eine Uhr?

* Rattern *

(Dr. Levin) Gustav, ein Brief vom medizinischen Kollegium.

In der Hauptstadt wei� man es also auch schon.

Ich war gezwungen, es zu melden,

andernfalls h�tte ich selbst Schwierigkeiten bekommen. Lesen Sie!

"Diese Erscheinung ist derart selten, dass seit 400 Jahren

nur eine Handvoll dokumentierter F�lle bekannt ist.

Daher hat Ihr Brief gr��tes Interesse geweckt."

* Gustav lacht. *

Sie ... sie kommen her? (Dr. Levin) So ist es.

* Quietschen des Zuges *

(Dr. Levin) Dr. Stroem? - (Prof. Stroem) Ja.

Dr. Levin.

(Prof. Stroem) Nehmen Sie mein Gep�ck, bitte?

Stationsmeister Arctander. Ich bin der Vater von dem Kind.

(Prof. Stroem) Aha. Hier entlang, bitte.

Fantastisch.

Unglaublich.

Sie l�chelt und macht die gleichen Laute wie andere Babys,

die ich kennengelernt hab.

(Prof. Stroem) Ja.

(Dr. Levin) Haben Sie so etwas schon gesehen? - (Prof. Stroem) Nein, nie.

Noch nie. Das ist einzigartig.

Ich kenne bisher nur F�lle, bei denen der K�rper teilbehaart war.

Was ist mit ihr nicht in Ordnung? Eigentlich ist alles in Ordnung.

Wir alle haben �berall Haarfollikel.

In der Embryonalentwicklung, kurz vor dem siebten Monat,

sprie�en aus allen Follikeln Haare.

Der gesamte K�rper ist vollst�ndig behaart.

Etwa so, als wollte der Organismus pr�fen, ob sie alle funktionieren.

Und dann, im siebten Monat, st��t der F�tus s�mtliche Haare wieder ab.

Bei Ihrer Kleinen jedoch, wurden die Haare nicht abgesto�en,

sie sind gewachsen und

und gewachsen und gewachsen.

Aha, sie hat sie also einfach behalten?

Ja, genau, ja. Aber was k�nnen wir denn tun,

damit sie wieder verschwinden? Da kann man nichts tun, gar nichts.

Sie d�rfen sie auf keinen Fall abrasieren.

Sie w�rden sofort wieder nachwachsen und am Ende wie Bartstoppeln werden.

Wir m�ssen in Verbindung bleiben, Herr Arctander.

Und wenn, wie war Ihr Name, Levin? - Ja.

W�rden Sie mir regelm��ig berichten?

Reichen Sie mir die Kamera!

Aber diese ganzen Haare, wann ... Wann fallen die aus?

Die fallen nie aus.

* Eva macht Ger�usche. *

(Prof. Stroem) Was f�r eine Seltenheit, eine Rarit�t.

Ja. Wenn Sie gestatten, mache ich eine Fotografie.

* Ruhige Musik *

* Kinderlachen *

(Eva, off) Ich wei�, dass ich nicht aussehe wie du.

Weder die Augen noch sonst etwas.

Wenn ich mich im Spiegel sehe, sehe ich etwas, das nichts �hnlich sieht.

Das wei� ich genau.

Andere haben ein Gesicht, ich nicht.

* T�r wird ge�ffnet. *

Eva, lass das Bild dort h�ngen, wo es hingeh�rt!

Es ist kein gutes Bild. So hat sie gar nicht ausgesehen.

* Rauschen eines Zeppelins *

Nein!

Nein! Nein!

Sieh mich an!

Warum tust du nicht, was ich dir sage. - Nein.

Rein mit dir.

* Die T�r wird abgeschlossen. *

* Eva atmet schwer. *

8 und 8 und 8 ist 24.

5 mal 5 ist 25.

6 geteilt durch 6 ist 1.

1, 2,

3, 4, 5.

Ah, wie sch�n!

Das ist der h�bscheste Baum, den wir je hatten.

Das erinnert mich an die Weihnachts- baumfeste, als ich noch klein war.

Was ist denn ein Weihnachtsbaumfest? Wei�t du das nicht?

Ein Fest f�r den Weihnachtsbaum vielleicht?

Das Weihnachtsbaumfest war der gr��te Festtag im ganzen Jahr.

Wichtiger als Heiligabend.

Immer im Januar, da hat man sich von dem Baum wieder verabschiedet.

Er war dreimal so gro� wie dieser.

Und er war so wundersch�n geschm�ckt.

Auch mit Kugeln?

Goldkugeln.

Echtes Gold?

Wollt ihr ihn nicht fertig schm�cken?

Ich hatte mein allerfeinstes Kleid an.

Es war ganz in Rot, mit einem blauen Samtband.

Und meine Mama hatte mir Silber- schnallen auf die Schuhe gesteckt,

die haben geglitzert wie der Baum.

Hast du ausgesehen wie eine Prinzessin?

Ich glaube schon, ja. Es war traumhaft.

Und dann haben wir um den Baum getanzt.

Und wei�t du was, zuletzt kam noch ein Zauberer.

Darauf haben sich alle am meisten gefreut. - Hannah.

Der konnte sogar Blumen aus dem Nichts hervorzaubern.

Und Federn und T�cher und er ... Hannah!

Dort oben ist es noch etwas kahl.

* Glockenl�uten *

* Schritte *

Eva?

Hm?

Ich muss kurz weg. Ja.

H�chstens 40 Minuten.

* Traurige Musik *

(Off) Manchmal tr�um ich von dir.

Manchmal. Nicht oft.

Du bist sch�ner als auf dem Bild.

Und deine Augen sind so braun.

Deine Stimme ist weich und ganz nah. Du l�chelst und erz�hlst mir etwas.

Dinge, die ich vergesse, wenn ich aufwache. Ich liebe diese Tr�ume.

Einmal habe ich getr�umt, dass du Haare im Gesicht hast und ich nicht.

Aber als ich aufgewacht bin, war alles wie vorher.

Ich w�nsche mir, es w�re nicht so.

* Knistern der Kerzen *

* Klappern des Bestecks *

Wie lange bleibt Hannah bei ihrer Familie? - Hannah?

Bis zum 27.

Freust du dich schon, die Weihnachtsgeschenke auszupacken?

K�nnen wir nicht zum Weihnachtsbaumfest gehen? - Nein.

Das ist nichts f�r uns.

Aber Hannah hat gesagt, es ist f�r alle. - Hannah.

"Hannah hat gesagt." - sie setzt dir eine Menge Fl�he ins Ohr.

Eva.

Ich hab dir doch gesagt, wie die Menschen sein k�nnen.

Ja, ich ... ich wei�.

Hm.

Ja.

Gute Nacht. Gute Nacht.

Hattet ihr auch einen Weihnachtsbaum bevor ich da war?

Nat�rlich hatten wir einen. Das wei�t du doch.

Es war doch deine Mutter, die die Sterne und Engel und

den anderen Weihnachtsschmuck gebastelt hat.

Glaubst du, sie hat an mich gedacht, als sie ihn gebastelt hat?

An dich?

* Gustav lacht. *

Nein, das glaube ich nicht.

* Gerede, Hupen *

Nein, �h ... ich h�tte gerne lieber geschlossene Schuhe, wenn Sie ...

Also, wenn Sie so etwas haben.

Ja.

* Die Schuhe werden herausgeholt. *

* M�rchenhafte Musik *

* Eva lacht. *

Danke, Vater! Ja, ja. Sag Hannah auch danke.

Danke!

Die darfst du dir f�r heute Abend ausleihen.

Ich hab sie getragen, als ich klein war.

Seid ihr soweit? Du siehst aus wie eine Prinzessin.

* Musik wird lauter. *

* Pferdeschnauben *

* Gespr�che *

* Gespr�che verstummen. *

Ist der nicht wundersch�n?

* Getuschel *

(M�dchen) Wer ist das denn?

* Gel�chter *

(Arvid) Ist das warm?

Das hab ich mir gedacht.

Hallo.

Nein,

wie h�bsch du bist.

Ah!

Hast du neue Schuhe?

Vater hat mir Silberschnallen gekauft. - Oh.

Und so ein sch�nes Kleid hast du an. M�chtest du Kuchen? - Ja.

* Mysteri�se Musik, Applaus *

(El Smeraldo) Meine Damen und Herren! Jungen und M�dchen.

Willkommen zu einem Moment voller Wunder, Zauberei und Magie!

Seid ihr alle bereit, Dinge zu sehen, die ihr noch nie zuvor gesehen habt?

(Kinder) Ja!

(El Smeraldo) Dann wollen wir mal sehen, ob unsere unsichtbare Henne,

ein paar Eier f�r uns legt.

Sagst du mal "Gock, gock!" in den Beutel?

(Arvid) Gock, gock.

(El Smeraldo) Ah. (Kinder) Ah.

* Klatschen *

(El Smeraldo) Was ist mit dir, meine Kleine? Herrje!

Das ist aber ... das ist aber eine tolle L�wenmaske, die du da aufhast.

(Junge) Das ist keine Maske. Die sieht so aus!

(El Smeraldo) Ja, dann haben wir ja einen richtigen, wilden L�wen hier.

* Gel�chter *

Und kann der L�we auch gackern? Gock, gock! - (Junge) Braver Hund!

* Gel�chter *

Das ist kein Ei, das ist ein Stein!

* Eva bellt und knurrt. *

* Klirren, Poltern, Gel�chter *

* Fr�hliche Musik *

Aber Kind, warum hast du das getan?

* Pferd schnaubt. *

Was hab ich gesagt? Wir fahren.

* Traurige Musik *

* Eva schreit. *

Was machst du? Was soll das? H�r auf!

Was ist denn mit dir? Das tut man nicht!

* Eva schreit weiter. *

* Sph�rische Kl�nge *

Kannst du mich auch malen?

Hm.

Du malst so gut.

Danke.

Bitte, Vater!

Ein andermal.

Was machst du?

Und morgen?

Hm.

* Klopfen, Gespr�che *

* L�uten der Bahn *

Komm!

* Ruhige Klaviermusik *

(Funken) Ja, hallo!

Da ist jemand, der dir etwas geben m�chte.

(Funken) Ja? Ui, das ist aber sch�n. Vielen Dank. - Bittesch�n.

Warum nennen sie dich eigentlich "Funken"?

Weil meine Haare so leuchten wie Funken.

Oh! Aha. - Eva, komm, wir lassen Funken jetzt wieder arbeiten.

Nein, bleibt hier. Jetzt wird's spannend.

Komm, wir sehen nach. Karolius hat uns geschrieben.

Soll ich ihm antworten,

dass ich Besuch von zwei reizenden, jungen Damen habe?

* Eva und Hannah lachen. *

(Funken) Was sagt er?

"Du bist doch ein ewiger Angeber.

Es sind sicher nur zwei alte Schachteln."

* Funken und Hannah lachen. *

Ziemlich frech, was? Sollen wir zur�ckschreiben?

Na komm, du musst mir helfen. So. Was sollen wir ihm schreiben?

Dass er ein dummer Hund ist? Wie w�r das?

Das schreiben wir jetzt.

Kennst du ... kennst du die Buchstaben?

Schau mal, zum Beispiel das. Siehst du diese Punkte hier? - Hm.

Die Punkte nennen wir "Dits".

Und die Striche, die nennen wir "Dahs".

Es gibt also nur kurze oder lange Signale. "Dit" und "Dah".

"Dit" und "Dah". "Dit" und "Dah" ...

Duck dich! Runter! Versteck dich! Schnell, versteck dich!

Los, versteck dich!

(Funken) Ja. Hallo!

"Der Stille Ozean ist �ber die Beringstra�e

mit dem Nordpolarmeer verbunden.

Noch vor 10.000 Jahren war die Beringstra�e eine Landbr...

Da ist ein Brief f�r dich gekommen.

F�r mich?

Es sieht ganz so aus, ja.

"Liebe Eva, du hast neulich so rasch gelernt, dass ich mir dachte,

das k�nnte dir Freude machen.

Mit hochachtungsvollem Gru�, dein Freund Funken."

Schau mal.

Das komplette Morsealphabet!

Da steht "dein Freund Funken".

* Klopfen der Finger *

* Gustav lacht. *

Das russische Volk hat, hat furchtbar gelitten ...

Ich bitte dich, Elsa, �bernimmt man etwa so die Verantwortung?

Indem man die Gesellschaftsordnung auf den Kopf stellt,

Selbstjustiz �bt und seine Gegner ermordet?

Das f�hrt doch zu nichts als Chaos.

Ich habe geh�rt, die Z�ge stehen auch schon still.

Kein einziger Zug f�hrt dort noch nach Fahrplan!

Du und deine Fahrpl�ne! Gustav.

Das russische Volk war nichts als ein patriotischer Mythos,

doch jetzt wehrt es sich und wird zur furchteinfl��enden Realit�t.

Trotzki hat es vorausgesagt. Trotzki ist der Mann der Zukunft.

Denkt an meine Worte! Trotzki ist der Mann der Zukunft.

* Klopfen *

Also, ich muss schon sagen.

Was soll man dazu sagen?

Ich will Telegrafistin werden. Was sagst du?

Viele Frauen sind Telegrafisten, hat Funken gesagt.

Ja. Warum nicht, Gustav?

Danke f�r alles und bis bald! Ja, bis bald!

Ihr wart ohne Erlaubnis in meinem B�ro.

Da geht ihr nie wieder hin!

Sie sollte unter Leute kommen! Das entscheide ich.

Aber sie darf nicht immer nur alleine sein, das ist nicht gesund!

Sie ist nicht allein, sie hat doch uns.

Aber sie ist ein kleines M�dchen, Herr Arctander.

Jedes Kind braucht andere Kinder zum Spielen, Gleichaltrige.

Kann sie nicht zur Schule gehen?

Du hast wohl vergessen, was Weihnachten passiert ist.

Willst du so etwas noch einmal riskieren, willst du das wirklich?

Das w�re alles f�r heute.

* Krachen der T�r *

* Rauschen des Windes *

Gibst du mir mal meinen Kamm? Ja.

Willst du nachher noch malen? Kann gut sein.

Und was denn?

Ein neues Zugmodell. Ich versuche gerade, das Dach zu malen.

Es wird ein Erzzug.

Wo ist Hannah?

Ich wei� es nicht.

Wann kommt sie wieder zur�ck?

Ich wei� es nicht.

Aber wer k�mmert sich um mich, wenn Hannah weg ist? - Ich wei� es nicht.

Frag mir keine L�cher in den Bauch!

* Klingen von Metall *

Was machst du da?

Vielleicht kommt Hannah zur�ck, wenn ich nicht �berall Haare hab.

Was f�r ein Unfug! Willst du Bartstoppeln am ganzen K�rper?

Das hier darfst du nicht anfassen!

Das geh�rt mir, verstanden? Verstanden?

Na los! Wisch das weg!

So was Dummes.

* Vogelzwitschern *

* Klopfen *

Ja, also ... Ich ... Ich komme direkt zur Sache.

Hannah wird zu Hause sehr vermisst.

Unter welchen Bedingungen w�re Hannah bereit, zur�ckzukommen.

(Funken) Hui!

Ist das f�r mich? Ja.

Der ist mit dem unten verbunden, so k�nnen wir uns unterhalten.

Sollen wir es probieren?

Setz dich und ich spring schnell nach unten.

* Funken lacht. *

* Eva gibt Zeichen. *

Ich muss schon sagen.

Willkommen zur�ck.

(Funken) "Funken an Eva: Du darfst den 14.30 Uhr-Zug nicht verpassen.

Es ist ein echter Neger an Bord! Und mit dem 15.45er kommt ein Karussell!

* Rattern *

* Pfeifen des Zuges *

* Hoffnungsvolle Musik *

* Tippen *

"Eva an Funken:

D�rfen Doktor Levin und Vater bestimmen,

dass ich nicht zur Schule gehen darf?"

(Dr. Levin) Aber liebe Hannah,

ich kann da nichts machen.

Er ist der Vater. Und ich muss ihm zustimmen.

In der Schule k�nnte sie gemeinsam mit den anderen lernen.

Die Schulaufsicht ... - Um die Schulaufsicht k�mmere ich mich.

Das Wort eines Arztes hat Gewicht, wei�t du.

Es muss sch�n sein, wenn man in so einer Position ist.

Na ja, ich kenne mich nicht aus,

aber da ich nun mal in einer Bahnstation wohne,

sind mir verschiedene juristische Postunterlagen aufgefallen.

An den Bezirksvorsteher und den Herrn Pfarrer.

Du solltest dich nicht weiter einmischen.

Nein, ich habe keine Ahnung. Ich war nur auf der Volksschule.

Aber als ich damals zur Schule ging und ein Kind durfte nicht hin,

kam der Bezirksvorsteher.

Und ich frage mich, was Herr Arc- tander oder Sie in diesem Fall tun?

Sie auch?

Wir gehen jetzt zur Schule.

Glaubst du, die anderen Kinder

haben schon viel �ber Mesopotamien gelernt?

Hm.

Kann schon sein.

Komm.

* Kinder spielen und reden, die Schulglocke l�utet. *

(Fr�ulein Hadeland) Gut.

Heute besch�ftigen wir uns mit dem Buchstaben "i".

Kennt jemand ein Wort, das mit "i" beginnt? Ja?

(Junge) Igel. - Igel, sehr sch�n.

(M�dchen) Nimm ihr den Ranzen weg! (Junge) L�usetransporter!

(M�dchen) Rei�t ihr den Pelz runter! (Junge) Ja, rei�t ihr die Haare aus!

(M�dchen) Zieht dem Teddy das Fell ab!

* Rei�en *

Lasst mich in Ruhe, h�rt auf!

* Jubeln *

* Melancholische Kl�nge *

Und, wie lief es in der Schule? Es lief gut.

Es lief wirklich gut.

* Ger�usche einer Schere *

(Fr�ulein Hadeland) Kjersti Borgli? (Kjersti) Ja.

(Fr�ulein Hadeland) Kristine Guldbrandsen?

* Musik verstummt. *

* Pl�tschern *

Du kommst sp�t.

Ja.

Apropos, ich habe einen Brief von Fr�ulein Hadeland erhalten.

Sie schreibt, dass du in letzter Zeit oft gefehlt hast.

Sie macht sich gro�e Sorgen wegen deiner Fehlzeiten und wir auch.

K�nnen wir daf�r eine Erkl�rung bekommen?

Von Fr�ulein Hadeland vielleicht?

* Hannah prustet. *

Wir haben �brigens auch eine Anfrage von Professor Stroem.

In einem Monat ist ein Dermatologen-Kongress in Kopenhagen.

Es kommen �rzte und Forscher aus der ganzen Welt.

Sie haben uns eingeladen, teilzunehmen.

Fahren wir dahin?

Ja.

Tut uns bestimmt gut, mal ein bisschen rauszukommen.

* Eva lacht. *

Vielleicht k�nnen sie mich sogar heilen?

Gute Reise. Pass auf dich auf. Ja.

(Herr Birgerson) Gute Reise, Eva. Danke. - (Funken) Gute Reise.

Etwas f�r die Fahrt.

* Trillerpfeife *

* Rattern des Zuges *

* Bewegte Musik *

* Pfeifen des Zuges *

* Klingen *

Hast du eine neue Uhr, Vater?

Na ja, so neu ist die nicht. Sagen wir, fast neu.

Die sieht sch�n aus.

Wir m�ssen uns doch ein bisschen herausputzen f�r unsere gro�e Reise.

Ich habe mir gedacht, wir essen im Speisewagen zu Abend.

Aber Hannah hat uns etwas mitgegeben.

Wir m�ssen nicht mit den anderen essen.

Wir k�nnen mal eine Abwechslung von Hannahs Essen vertragen.

* Eva und Gustav kichern. *

Na komm!

* Gespr�che, Besteck klirrt. *

(Kellner) Guten Abend. - Guten Abend. Auf den Namen Arctander.

Hallo! - Ja? Wir haben reserviert.

Gewiss. �h, ja, �h, Sie ...

Arctander war der Name. Hier entlang.

Die Karte.

Vielen Dank.

Tja ... machen wir's uns einfach, wir nehmen das Beste. Herr Ober!

Mal sehen. (Kellner) Ja.

Vorweg zweimal die Tagessuppe und den Braten.

Das war's f�rs Erste, aber es geht gleich weiter.

Also bleiben Sie in der N�he. Oh, danke.

Ach so, ein Glas Apfelwein f�r meine Tochter und eine ...

eine halbe Flasche Bordeaux f�r mich. - Sehr wohl.

Gar nicht beachten.

* Klingen der Gl�ser *

So, jetzt sind wir also auf Reisen, du und ich.

Eine kleine Fernreise ins weite Ausland.

Fr�ulein und Herr Stationsmeister Arctander.

Skal.

* Eva lacht. *

* Tuten *

Hab ich dir erz�hlt, dass ich schon mal in Kopenhagen war? - Nein.

Ich war damals in Begleitung einer jungen Dame.

Also, das war ... das war lange bevor ich deine Mutter traf.

Sie und ich spazierten auf der sch�nsten Promenade,

die ich je gesehen hatte.

Wir liefen den ganzen Tag und dann ...

(Off) Ich ahne etwas, dass ich noch nicht wei�,

dass lange Reisen eine Wirkung auf Menschen haben.

Sobald sich der Zug oder das Schiff in Bewegung setzt,

scheint alle Last von ihnen abzufallen.

Und sie werden mit Leben erf�llt.

F�r einen Augenblick werden sie zu dem, der sie sein k�nnten, zu dem,

der sie werden k�nnten, frei.

Und dann bestellen sie noch eine Flasche Bordeaux und

einen k�stlichen Eisbecher f�r ihre Tochter.

* Gustav schnipst. *

* Rattern *

* Idyllische Kl�nge *

* Gespr�che *

(Portier) Vielen Dank, der Herr.

* Autoger�usche *

(Journalisten) Fr�ulein Arctander!

(Prof. Stroem) Es ist ja nur f�r zwei �bernachtungen.

(Frau) Fr�ulein Arctander, wie lange bleiben Sie hier?

Es wird schon gutgehen. - Bitte passen Sie mir gut auf sie auf.

(Mann) Besteht Hoffnung auf Heilung? (Frau) Ein Bild nur, bitte!

Eine Frage! Sehen Sie nochmal in die Kamera!

Nur eine Frage!

Fr�ulein Arctander! Nur eine Frage bitte!

Noch ein Foto! Sagen Sie ... Bitte!

* Grillen zirpen. *

* Bedrohliche Musik *

(Andrej Bor) Guten Abend, kleines Fr�ulein.

Ich vermute, wir sind Delegierte auf demselben Kongress.

Andrej Bor, zu Ihren Diensten.

Aber nennen Sie mich Andreas, wenn Sie w�nschen. - Eva Arctander.

Ah ... nun, da wir ein wenig bekannt sind,

w�ren Sie so freundlich, mich zu begleiten, Fr�ulein Eva.

Dann k�nnen wir ein wenig plaudern.

Sie sind auf diesem Kongress der absolute H�hepunkt, Eva.

Sie m�ssen mir verzeihen, wenn ich Sie erschreckt habe.

In der Nacht bin ich h�ufig wach, meine Haut schmerzt.

Meine Gei�el. Haben Sie Schmerzen, Fr�ulein H�hepunkt?

Nein, es tut nicht weh.

Beneidenswert.

Ich nehme an, Sie haben Professor Joachim bereits kennengelernt?

�h ... ist er ein Arzt?

* Andrej Bor lacht. *

Der war gut.

Nein, nein. Er ist Direktor einer Wandertruppe.

Er hat eine ganze Manege voller Leute wie uns.

Siamesische Zwillinge, Liliputaner, fette Damen und starke M�nner.

Einen Mann mit zwei K�pfen und einen Echsenmenschen.

Der bin ich.

Seine Truppe ist �beraus erfolgreich, sie ist ber�hmt in ganz Europa.

Sie denken vielleicht, Sie seien einsam,

weil niemand anderes so ist wie Sie.

In einer Gemeinschaft wie der von Professor Joachim

w�ren Sie nie einsam.

Weil Sie von anderen umgeben w�ren, denen es so �hnlich geht wie Ihnen.

Es k�me Ihnen vor, als w�ren Sie ganz normal.

Und Sie k�nnten Ihr Gl�ck finden.

Das kann ich Ihnen versichern. Skal!

Unter uns Sonderlingen gibt es viele gl�cklich Verheiratete.

* Einschenken *

Sie sind so wirklich, wirklich h�sslich.

Sie werden nie geheilt,

und Sie werden auch nie einen normalen Mann finden.

Kein Mann wird Ihnen je geben, wovon Sie tr�umen.

Nicht da drau�en in deren Welt.

Aber in unserer Welt, da k�nnen Sie erleben, was Gl�ck ist.

Da w�rden Sie begehrt und geliebt.

Und Sie selbst w�rden begehren und lieben.

Man kann vom Leben nicht mehr verlangen, als das,

was die nat�rliche Veranlagung erlaubt.

Das ist eine Erkenntnis, die f�r die meisten Menschen zu sp�t kommt.

Aber nicht f�r uns.

Darauf Skal!

* Eva w�rgt. *

Das tut mir leid!

* Eva erbricht. *

* Entfernte Schritte *

* Schritte kommen n�her. *

(Prof. Stroem) Du frierst ja, mein Schatz.

Hm?

Jetzt schl�fst du erst mal richtig gut aus,

ja?

Und dann ... morgen fr�h bekommst du ein leckeres Fr�hst�ck.

(Prof. Stroem) ... meist nur wo eine Zweideutigkeit des Geschlechts oder

andere verzerrende oder krankhafte k�rperliche Merkmale

gleichzeitig zu sehen sind ... Trotz seiner dichten Behaarung ...

F�r Ihre Aufmerksamkeit m�chte ich Ihnen, meine Damen und Herren, ...

... vollkommen normale K�rperfunktionen.

... herzlich und ehrerbietig danken.

(Prof. Stroem) Ja. Ja.

* Ger�usch des Stockes *

* Gemurmel *

* Scherenger�usche *

* Dumpfer Ton *

(Mann) Schauen Sie bitte in meine Richtung!

Schauen Sie bitte in meine Richtung!

* Piepsen, Scherenger�usche *

* Dumpfes Aufschlagen, Metallklingen *

* Gemurmel *

(Prof. Stroem) Jetzt geht es dir doch schon wieder besser, nicht wahr?

Ich habe die Nachricht erhalten. Was ist passiert?

Ich hoffe, nichts Ernstes?

Nein, nein, sie wurde nur ohnm�chtig. Aber sie hat sich wieder gefangen.

Das lag sicher an der langen Zugreise oder der fremden Umgebung.

Aber jetzt wird es Zeit, dass wir weitermachen.

Ich bin so m�de. Nun, wir haben ein straffes Programm,

deshalb kann es gut sein, dass sie etwas m�de ist. - Komm!

Wir fahren jetzt nach Hause.

Warum denn?

Es w�re sehr bedauerlich f�r den Kongress, einfach so abzubrechen.

* Leise Motorenger�usche *

Was ist in der Klinik geschehen, Eva?

Gar nichts.

* Tuten des Zuges *

Hallo! Wie hat es dir gefallen?

(Funken) Hallo, Eva.

* Zerbrechen von Porzellan und Glas *

* Eva weint. *

* Umbl�ttern *

(Knudzon) Es stimmt etwas nicht mit den Bilanzen. K�nnen Sie dazu,

dazu etwas sagen?

* Gustav setzt eine Brille auf. *

Ja, ja, ja.

* Gustav lacht *

Geben Sie mir nur ein wenig Zeit, Knudzon.

Das wird sich alles schon aufkl�ren.

Ja, Sie kriegen Zeit bis August.

Aber ich bin gezwungen, die Sache zu melden.

Jemand muss zur Verantwortung gezogen werden.

(Fr�ulein Hadeland) Kristian Guttormsen? - (Kristian) Ja.

Arvid Hansen? Arvid Hansen?

* Schritte *

(Arvid) Hierher verschwindest du also!

Soll ich wieder gehen?

Nein.

Nein, nein.

Wie w�r's mit einer Tasse Kaffee? Willst du?

Ich trinke keinen Kaffee.

(Arvid) Ich trinke schon mein ganzes Leben Kaffee.

Vater sagt, das ist ungesund f�r Kinder. - Du bist kein Kind mehr.

Am besten schmeckt er mit ganz viel Kandis.

* Pl�tschern, Vogelzwitschern *

Gut?

Lecker.

Gehst du hier schwimmen? Ist viel zu kalt.

* Pl�tschern *

Komm doch mit rein, ist gar nicht kalt.

* Eva schreit. *

* Blubbern *

* Husten *

* Eva atmet schwer. *

Du h�ttest mal sagen k�nnen, dass du nicht schwimmen kannst.

Ich ... ich dachte, ich k�nnte es.

Du bist schr�g.

Aber irgendwie nett.

Wie du sicher wei�t, sind die Revisoren hier,

weil viel Geld verschwunden ist.

Es ist wohl davon auszugehen,

dass wir zu einer g�tlichen Einigung kommen werden.

(Funken) Sie ... S ... Sie geben mir die Schuld daran?

Ich m�chte das mit dir im gegen- seitigen Einvernehmen beenden, ja.

Melvig! Melvig, Melvig. Setz dich.

Ich wei�, dass dir an Eva viel liegt. Die Station ist ihr Zuhause.

Wo sollte sie sonst hin? Hier kann sie wenigstens telegrafieren.

(Funken) Eva will nicht mehr Telegrafistin werden.

Sie will Mathematik studieren! Daf�r muss sie in die Hauptstadt!

Sie ist viel zu begabt, um im Telegraphenkontor zu versauern.

Ein Hochschulstudium mit Examen wer- de ich mir niemals leisten k�nnen.

Au�erdem bezweifle ich, dass man sie �berhaupt irgendwo aufnehmen w�rde.

Und wo sollte sie wohnen?

Melvig ...

Sie braucht ihr Zuhause.

Eva zuliebe.

* Gustav seufzt. *

(Arvid) Nein, das ... das kapier ich nicht.

Na, doch. Wenn der Durchmesser eines Kreises 1 ist,

dann ist der Umfang 3,14. Immer?

Immer.

In Amerika sollte es mal ein Gesetz geben, Pi auf 4 aufzurunden.

Dann w�ren alle Br�cken eingest�rzt.

Zum Gl�ck hat es ein Professor gerade noch ...

Du bist so glatt.

Ich finde dich h�bsch. Darf ich wieder mal mit dir verschwinden?

Darf ich?

Arvid.

Mach's gut.

* Pfeifen des Zuges *

(Dr. Levin) Du bist ersch�pft, Gustav.

Nichts Ernstes, aber du solltest dich ausruhen.

Ich verordne dir eine Kur an einem Ort,

der bekannt ist f�r seine guten Resultate. Eva kann ruhig mitkommen.

Zur Kur?

* Autoger�usche *

* Gl�ckchen klingen. *

Wor�ber hast du eigentlich mit Knudzon gesprochen?

Er wirkte so ernst.

Nein. Es ging um nichts Besonderes.

Knudzon und ich sind lange befreundet.

Sollte etwas sein, kl�ren wir das unter vier Augen.

* Vogelzwitschern *

(Frau Grjothornet) Ich wollte dich nicht st�ren.

Ich habe nur nichts zu tun, solange mein Mann in Behandlung ist.

Also sitze ich hier und male autogame Blumen.

* Pl�tschern *

�brigens geh�rt es sich,

dass die J�ngere sich bei der �lteren zuerst vorstellt.

Eva Arctander.

Ich hei�e auch Eva. Eva Grjothornet.

Ich finde, Sie sind sch�n.

Findest du mich wirklich sch�n? Ich finde Sie wundersch�n.

Es ist so anstrengend, sch�n zu bleiben.

Im Herbst bin ich an der Reihe und fahre zur Kur.

Zurzeit gehe ich zu Dr. Lebedew-Kumatsch

mit seiner Feigenblattschnecken-Kur. Schnecken-Kur?

Dieser bulgarische Arzt hat festgestellt,

dass die anatolische Feigenblatt- schnecke ein Sekret absondert,

das �u�erst belebend auf die oberen und unteren Hautschichten wirkt.

* Fr�hliche Musik *

F�r die Behandlung wird die Patientin zun�chst entkleidet.

Dann wird eine gleichm��ige, d�nne Schicht Balsam

aus gemahlenen Bl�ttern und Borke aufgetragen.

Die Schnecken fressen mit ihrer Raspelzunge,

die sich unter ihren Saugfu� befindet.

Auf ihren Zungen sitzen kleine spitze Z�hne,

mit denen sie tote Hautzellen und Verunreinigungen abraspeln.

Nach einer Weile sondern die Schnecken

ihr vitalisierendes Sekret ab. Wieder und wieder.

Nat�rlich habe ich auch andere Behandlungen getestet.

Vom Baden in Lammblut �ber die �blichen hydroelektrischen B�der und

Ionisierungskammern, bis hin zum Baden in Walsekret.

Das war wirklich kein Vergn�gen.

* Eva lacht, Frau Grjothornet lacht mit. *

Denken Sie, ich finde irgendwann einen normalen Mann?

Aber du hast doch einen Liebsten. Oder? - Hm.

Er ist sch�n. So wie Sie.

Ich habe mit ihm immer das Gef�hl, ich muss mich unterhalten.

Als ich ihm erz�hlt habe,

dass die erste norwegische �rztin nach Paris ging,

um Einstein und Marie Curie zu treffen,

da wirkte er nicht sehr interessiert.

Ich w�re so gerne so sch�n wie Sie.

* Frau Grjothornet lacht. *

Wenn man jung ist, denkt man, so wie ich damals,

dass Sch�nheit das Leben selbst ist.

Dass sie Ziel und Sinn von allem ist.

Alles strebt nach ihr, alles begehrt sie. Aber was ist Sch�nheit?

Allm�hlich beginnt sie zu verschwinden, selbst bei mir.

Trotz Schneckenkuren.

Deshalb sei nicht traurig, sondern aufmerksam.

Denn du hast ganz andere, viel freiere Bedingungen.

Bitte geh sorgsam damit um.

* Ruhige Klaviermusik *

Vater muss vorzeitig nach Hause. Es ist sicher etwas mit dem Bahnhof.

Wir reisen nachher ab.

Es war sch�n, dich kennenzulernen.

Ja, das find ich auch.

Du wirst noch viel herumkommen.

Denken Sie?

Kleine Freundin, gute Reise.

* Bedrohliche Musik *

Funken ... Arvid hat ...

Vater?

* Hektische Musik *

Hannah?

Wo ist Funken?

Hannah?

* Rattern des Zuges *

Funken, f�hrst du weg? Warte!

Das darfst du nicht! Du kannst ihn doch nicht gehen lassen!

Gib mir bitte das Salz!

Funken steht unten am Gleis und steigt gleich in den Zug.

Das Salz bitte! - Du kannst ihm doch nicht die Schuld geben!

Ich gebe ihm nicht die Schuld. Er ist freiwillig gegangen.

Warum sollte er freiwillig gehen? Nicht in diesem Ton, junge Dame.

Die Revisoren haben uns intern gepr�ft.

Dem Staat ist viel Geld entwendet worden, wie du vermutlich wei�t.

Kann ich das Salz haben, Hannah? Was?

Ja! Er hat die Karten auf den Tisch gelegt und

die Schuld auf sich genommen.

Ich und Knudzon haben ein gutes Wort f�r ihn eingelegt.

So konnten wir es g�tlich regeln. Aber er verliert seine Stelle?

Er verliert seine Stelle, ja. Aber das war ein Teil der Vereinbarung.

Auf diese Weise konnten wir einen Prozess abwenden.

Das w�re sehr unangenehm geworden.

F�r dich und die Station. F�r alle. Nicht zuletzt f�r dich.

Eva.

Ich verstehe, dass das schwer f�r dich ist.

Er war ein guter Freund, du hast ihn gern gehabt und ja,

er war immer nett zu dir, ich wei�.

Aber du musst versuchen, das ... Versuchen? Was denn?

Ja, du musst versuchen, es philosophisch zu sehen.

Philosophisch? Eine tolle Idee!

Nicht in diesem Ton, habe ich ge- sagt. Ironie hilft da nicht weiter.

Solche Dinge passieren nun mal im Leben.

So ist das Leben manchmal, Eva.

So, reden wir nicht mehr dar�ber.

Wor�ber sollen wir sonst reden? Ich wei� es auch nicht.

* Trillerpfeife, Pfeifen des Zuges *

Das kannst du nicht machen!

Danke, Hannah. Ich bin fertig.

Funken!

* Rattern *

Funken!

* Melancholische Musik *

* Pfeifen des Zuges *

* Eva schluchzt. *

DEMN�CHST! JOHANNES JOACHIMS TRUPPE

Eva?

Eva, willst du nicht ein bisschen zuschauen? - Ich lese.

Ich kenne da jemanden, der bald Geburtstag hat.

Vielleicht brauchst du etwas zum Anziehen? - Kann gut sein.

Was w�nschst du dir denn? Ein Kristall-Goniometer.

Aha.

Und wozu verwendet man das? Das ist schwer zu erkl�ren.

Kurz gesagt bestimmt man damit die inneren Winkelverh�ltnisse

in einem Kristall.

Um festzulegen, welchem Kristallsystem er angeh�rt.

Anders kann man das nicht bestimmen.

Aha.

Du bist mir vielleicht eine, Eva. Schon m�glich.

Ein Kristallg... Goniometer.

Goniometer. Kristall-Goniometer.

Hast du denn Kristalle zum Bestimmen?

Erinnerst du dich noch an Funken? Ja.

Funken und ich wollten zu den Molybd�ngruben und welche suchen.

Das hatten wir jedenfalls vor.

Ah ja, ich verstehe.

Und an meinem Geburtstag will ich nicht mehr zum Friedhof,

so wie sonst.

Nein? Das machen wir doch immer. Das ist Zeitverschwendung.

Ich will lieber zu der Vorstellung nach Fredheim.

Dort ist gerade so eine Art Variet�.

* Gespr�che *

Ich bin ja mal gespannt. Ein Variet� hast du gesagt?

Na ja, so lange es nichts von diesem Ibsen ist.

Bei dem schl�ft man ja ein.

* Trommelwirbel *

* Paukenschlag *

(Johannes Joachim) Meine Damen und Herren,

wir pr�sentieren Ihnen heute voller Stolz

das spektakul�rste,

das farbenreichste Bild menschlichen Lebens.

Und nun f�r Sie, die siamesischen Zwillinge aus den Weiten Irlands.

Zwei Seelen in einem K�rper.

Zu einem gemeinsamen Leben verdammt, bis in den Tod.

* Applaus *

* Fagott-Kl�nge *

* Klatschen *

* Trommelwirbel *

* Erstaunte Laute des Publikums *

* Klatschen *

Die Liliputanerin Nicoline Federle.

* Klatschen *

Ladys und Gentlemen! Der gr��te Mann Europas!

In aller Welt verehrt und gefeiert, Ihr Landsmann Samson Grimson

aus der Telemark!

* Klatschen *

Und Sie, verehrtes Publikum, haben die Ehre als erste davon zu erfahren,

dass sich vor Kurzem Fr�ulein Federle und Herr Grimson verlobt haben und

beabsichtigen, in Stockholm zu heiraten.

* Applaus *

* Lachen *

* Kr�ftiger Applaus, Johlen *

Im Dschungel von Borneo

existieren noch heute unentdeckte V�lker und St�mme.

Wirklich und wahrhaftig: Die menschliche Natur

in all ihren Erscheinungsformen ist von erstaunlicher Vielfalt.

* Trommelwirbel *

* Affenlaute *

* Schrei *

(Junge) Ist das ein Affe?

(Mann) So einen haben wir selbst!

* Gel�chter *

Wie k�nnen Sie es wagen.

Wie k�nnen Sie es wagen, in mein Haus zu kommen?

Niemals. Nie, unter gar keinen Umst�nden.

(Johannes Joachim) Aber war das, was Sie gestern Abend gesehen haben,

um so vieles schrecklicher als manch anderes?

Als das medizinische Theater damals in Kopenhagen?

Geschmacklos.

Das war es.

Aber die Leute am�sieren sich, Herr Arctander.

Das ist es, was sie wollen.

Ihre Tochter k�me nach Berlin, London, Rom, Amerika.

Sie k�nnte ein Verm�gen verdienen.

Und auch Sie k�nnten eine gewisse finanzielle Freiheit genie�en.

Was w�rde ihre Mutter, Gott hab sie selig, wohl sagen?

Oder die Gemeinde hier, wenn ich mich auf so etwas einlassen w�rde?

Die Antwort ist nein.

Gehen Sie.

D�rfte ich Sie wenigstens bitten, dar�ber nachzudenken?

Wir fahren erst am sp�ten Nachmittag.

* Pfeifen des Zuges *

* Trillerpfeife *

* Rattern *

* Gespr�che *

* Ruhige Musik *

(Johannes Joachim) Darf ich dich willkommen hei�en in unserer Show?

Es ist mir ein Vergn�gen.

Komm. Und sieh dich um.

F�R HANNA

DANKE.

* Bewegte Musik *

VORSTELLUNG DER MENSCHLICHEN VIELFALT

* Gespr�che *

* Klatschen *

* Tosender Applaus, Pfeifen *

(Joannes Joachim) Nun komm schon, komm raus da!

Sie waren bereits verheiratet.

Doch als sie den L�wen t�teten,

hatten sie eine unglaubliche Eingebung.

* Applaus *

Wann gew�hnt man sich je daran?

(Nicoline Federle) Man gew�hnt sich nie daran.

(Off) Kleine Zimmer, gro�e Zimmer,

die Zimmer kommen und gehen,

die St�dte kommen und gehen.

B�hnen, Jahrm�rkte, Kneipen ...

Nur ich stehe still, w�hrend alles und jeder um mich herum

in Bewegung ist, l�rmt und lacht.

Mir ist nun klar, wie nah und vertraut

uns Zahlen und Gedanken sind.

Sie sind unsere wahren V�ter und M�tter.

Unsere einzigen, wahren Freunde, die immer f�r uns da sind.

* Ruhige, hoffnungsvolle Musik *

* Springbrunnen pl�tschern. *

* Leise Unterhaltungen *

* Schreibger�usche *

(Kongressleiter) Mesdames et Messieurs!

Wir haben heute die Ehre,

Ihnen Frau Professor Eva Arctander vorstellen zu d�rfen.

Sie wird im Folgenden ihre Arbeit �ber Modulformeln und

Ramanujans Formeln pr�sentieren.

* Applaus *

Verehrte Kollegen,

was hat mich in diesen prachtvollen Saal

voller au�ergew�hnlicher Denker gef�hrt?

Eine mathematische Konstante.

Die weit wichtigste Zahl,

die faszinierendste Zahl der Geschichte: Pi.

Steht diese Zahl in einem Zusammenhang

mit meiner angeborenen Besonderheit?

Diesem luxuri�sen Pelzmantel, f�r den so einige Frauen bereit w�ren,

geradezu unanst�ndige Summen hinzubl�ttern.

* Lachen *

Vielleicht, vielleicht auch nicht.

Weit interessanter sind die Formeln, die ich Ihnen nun vorstellen m�chte.

Ganz herzlichen Dank. Sehr freundlich. Vielen Dank.

* Gespr�che *

(Polizist) Entschuldigen Sie. Eva Arctander? - Verzeihen Sie.

(Mann) Ja. Nat�rlich.

Danke.

* Rattern, Quietschen *

* Gespr�che *

* Melancholische Musik *

Entschuldigung, kann ich Ihnen helfen?

Eva.

Gott, wie sch�n du bist.

Seltsam, ohne ihn hier zu sein.

Ja, er ...

Er war alt geworden und m�de vom Leben.

Er war bereit.

(Pfarrer) Vergib uns unsere Schuld,

wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

F�hre uns nicht in Versuchung, sondern erl�se uns von dem B�sen.

Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit,

in Ewigkeit,

Amen.

Also von den Kleidern m�chtest du nichts? - Nein.

Die Manschettenkn�pfe und die goldene Uhr, m�chtest du die?

Nein, danke. Ist schon in Ordnung.

Aber das Service, das deine Eltern zur Hochzeit bekommen haben?

Soll ich es einpacken und dir zuschicken?

Nein, danke, Hannah. Ich brauche nichts. Ich komme gut zurecht.

Wenn das so ist, dann ordne ich die restlichen Sachen sp�ter.

Und wir genehmigen uns ein Glas Sherry.

* Quietschen *

Das hab ich aus Paris.

Das gibt es erst seit ein paar Jahren.

Du tr�gst ihn auf die N�gel auf. Dann werden sie genauso rot.

Du kannst ihn tragen, wenn du zu einer Feier gehst,

oder wenn du dich schick machen willst.

Aber vergiss nicht zu pusten,

sonst hast du ihn �berall auf deinem Kleid und ...

Ich hoffe, du bist froh, dass du dich von ihm verabschiedet hast.

* Pfeifen *

Es war ihm sehr wichtig, dass du das hier bekommst.

* Trillerpfeife *

* Pfeifen *

* Rattern *

* Melancholische Musik *

* Eva schluchzt. *

* Abspannmusik *

Synchronstudio: TaunusFilm/Michael Graf

Deutsches Dialogbuch und Regie: Antonia Ganz

�bersetzung: Susanne Sch�rf

Aufnahmeleitung: Matthias Fiebig-Rycraft

Produktionsleitung: Michael Graf

Synchronschnitt: Christina Husemann

Mischtonmeister: Ekkehard Strauss

Es spielten und sprachen:

GUSTAV: Rolf Lassgard (Bernd Rumpf)

EVA (7): Aurora Lindseth-Lokka (Lucy Fandrych)

EVA (14): Mathilde Thomine Hummervoll Storm (F. Morgenstern)

EVA (23): Ida Ursin-Holm (Lydia Morgenstern)

HANNA: Kjersti Tveteras (Maximiliane H�cke)

FRAU BIRGERSON: Karen-Lyse Mynster (Katharina Lopinski)

FUNKEN: Rolf Kristian Larsen (Dirk Stollberg)

FRAU GRJOTHORNET: Connie Nielsen (Katrin Zimmermann)

SWAMMERDAMM: Henrik Mestad (Gerald Schaale)

DR. LEVIN: Ole Johan Skjelbred (Sven Gerhardt)

DR. STROM: Lars Knutzon (Reinhard Scheunemann)

u.a.

Untertitel: OMNIMAGO GmbH 2019

Can't find what you're looking for?
Get subtitles in any language from opensubtitles.com, and translate them here.