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Gem�� Abschnitt 2 des Gesetzes zur inneren Sicherheit von 1950...

...auch bekannt als "McCarran Act"...

...ist der Pr�sident der USA...

...ohne ausdr�ckliche Zustimmung des Parlaments autorisiert...

...unter Berufung auf eine Rebellion innerhalb des Landes...

...den Notstand auszurufen, zum Schutz der inneren Sicherheit.

Der Pr�sident ist sodann befugt, jede Person zu inhaftieren...

...von der begr�ndet anzunehmen ist...

...dass sie an k�nftigen Sabotage- Akten beteiligt sein w�rde.

Die Festgenommen kommen vor Gericht...

...ohne Anspruch auf Kaution und ohne erforderliche Beweise...

...und werden dann einer Hafteinrichtung zugewiesen.

KBCR Nachrichten. Wir informieren Sie umfassend.

Der Pr�sident ordnete heute die Einberufung...

...von 100.000 Reservisten an.

Wie aus dem Pentagon verlautet, werden mindestens 20.000 davon...

...nach Nordost-Asien entsandt...

...nach dem Beschuss von Seoul vergangene Woche.

Wo die �brigen Reservisten zum Einsatz kommen, blieb offen.

Nicht auszuschlie�en ist eine Verst�rkung der Inlandskr�fte...

...zur Bek�mpfung der Unruhen.

273 Amerikaner kamen ums Leben...

...und 492 wurden verwundet...

...als 30.000 Soldaten aus den USA, Kambodscha, Australien und Korea...

...gestern tief in die Region um H�gel 98 in Laos vorstie�en.

Es war der schwerste Angriff seit Ausweitung des Krieges.

Wegen erwiesener Verschw�rung gegen die nationale Sicherheit...

...und Aufwiegelei...

...verurteile ich Sie zu 15 bis 21 Jahren in einem Bundesgef�ngnis.

Ersatzweise vier Tage im Strafpark.

- Was w�hlen Sie? - Ich danke dem Gericht...

- ...f�r seine Fairness. - Ruhe! Was w�hlen Sie?

Strafpark.

Zeit: 9 Uhr morgens.

Der Bear Mountain-Strafpark im S�den von Kalifornien.

Gut so. Stopp! Du, stell dich hinter ihn!

Gut so. Du dar�ber!

Der N�chste!

Okay. Die Frau da, ans Ende der Reihe!

Ab ins Zelt!

Das 47. Notstandstribunal der S�dwestregion...

...autorisiert durch Executive Order 302...

...geleitet vom Vorsitzenden William C. Hoager...

...ist beendet.

Die UN sorgten heute f�r Aufsehen.

Der US-Botschafter beschuldigte Russland, Atom-U-Boote...

...in die Karibik verlegt zu haben. Die USA w�rden dies...

...nicht hinnehmen. Den Sowjets warf er vor,

...von ihrer Nahostpolitik ablenken zu wollen.

Nach einer hitzigen Debatte machte er...

...Aktionen des Ostblocks verantwortlich...

...f�r die Truppenmobilisierung und wies den Vorwurf zur�ck...

...die US-Regierung wolle die Armee gegen das eigene Volk einsetzen.

Macht das Abschlachten Spa�?

Senator George MacLewis...

...legte heute nach 22 Jahren sein Amt nieder.

Gegen�ber der Presse �u�erte er...

...er mache nicht l�nger mit bei der - so w�rtlich: Demontage...

...von Grundlegenden Freiheiten dieses Landes.

In einer vorbereiteten Erkl�rung hei�t es...

...die repressive, Gesetzgebung veranlasse ihn zum R�cktritt.

Genannt sind Sondervollmachten...

...Abschaffung von Immunit�t und Rechtssicherheit, Vorbeugehaft...

...die Einweisung in Straflager und Einsetzung von Tribunalen.

Besonders beunruhigend seien die Vorg�nge...

...in den Strafparks.

Marshall, Sie k�nnen die 48. Sitzung er�ffnen.

Das 48. Notstandstribunal der S�dwestregion, autorisiert durch...

...Executive Order 302, ist er�ffnet. Den Vorsitz hat William C. Hoager.

- Ich beantrage Klageabweisung. - Grundlage? - Die Verfassung.

- Zus�tze 1, 4, 5 und 14. - Verworfen.

Sie verwerfen die Verfassung?

- Der Angeklagte soll still sein. - Dann stelle ich einen Antrag...

...auf Trennung der Verfahren.

- Abgelehnt. - In diesem Fall, und da das hier ein Tribunal ist...

- ...w�nsche ich eine �berpr�fung auf Befangenheit. - Abgelehnt.

Lassen Sie Kaution zu?

- Manche sind seit Monaten in Haft ohne Urteil. - Seit zwei Monaten!

Angeklagte, Ruhe!

- Kaution abgelehnt. - Alles wird "abgelehnt"!

Zwei Monate Haft ohne Begr�ndung!

- Sorgen Sie f�r Ruhe. - Schnauze!

Lee Roy Brown, Jay Kaufman, James Cowler, Allison Mitchner, Charles Robbins...

...Nancy Smith, William Valery.

Sie sind hier wegen Verschw�rung gegen die nationale Sicherheit...

...und anderer Vergehen, f�r die Schuldspr�che ergingen...

...in Verfahren vor dem 5. Notgericht...

...auf dem 44. Revier, Distrikt Glendale.

Richter war Captain Edward Rubin. 24. Mai.

Temperatur:

32 Grad.

Das Urteil l�sst Ihnen die Wahl...

...zwischen Gef�ngnisstrafe oder alternativ dem Strafpark.

"Strafpark":

Laut Senatskomitee f�r Recht und Ordnung...

"...ein notwendiges Training...

...f�r Gesetzesh�ter und Nationalgarde...

...zur Kontrolle von Elementen...

...die einen Gewaltsamen Umsturz anstreben...

...und eine Straf - und Abschreckungsma�nahme...

...gegen die besagten subversiven Elemente."

Sie reden nur auf Anweisung. Wer dagegen verst��t, erh�lt...

...wegen Missachtung des Gerichts...

...eine zus�tzliche Haftstrafe...

...von einem Jahr.

Es sei noch bemerkt...

...dass das landesweite Fernsehen mitfilmt.

Ebenso das britische und deutsche Fernsehen.

Die breite Berichterstattung �ber dieses Verfahren...

...ist ohne Frage...

...im Interesse der gesamten freien Welt.

- Sie wird unvoreingenommen sein. - Quatsch! Ein Schauprozess!

- Dieser Prozess ist rechtswidrig und... - Ruhe!

Das hier ist die Besserungsgruppe 638.

Und sie geh�ren zu der Besserungsgruppe Nr. 637.

Sie sind dazu verurteilt, drei Tage im Strafpark zu verbringen.

Erster Angeklagter!

- Wie ist Ihr Name? - Brown, du Arschloch!

Lee Robert Brown. Starautor, TV-Moderator und Politaktivist.

Mir sollen Schwarze den Prozess machen!

Vor namentlich bekannten Zeugen.

Zeugen!

Halten Sie den Angeklagten im Zaum.

Die Hitzewelle in Kalifornien dauert an.

Tagestemperaturen von 38 Grad sind es...

...den zw�lften Tag in Los Angeles, im Valley werden es 40 Grad sein.

N�chtliche Tiefstwerte 26 Grad.

In der W�ste steigt das Quecksilber auf �ber 46 Grad.

Dieser Lauf war eure freie Entscheidung, als Strafersatz.

Also: Ihr m�sst nach drei Tagen an der US-Flagge sein...

...7 Km n�rdlich der Bear Shadow Mountains....

...die ihr da vor euch seht.

Diese Berge sind 26 Kilometer entfernt.

Orientiert euch an den Leuchtzeichen.

Verfolger an 245. Signallicht an!

Hinter diesem Punkt geht ihr nach Westen...

...von euch aus links, und lauft 27 Km an der Bergkette entlang...

...bis zu einem beflaggten Bergsattel.

Von dort nach Norden �ber die Ebene...

...und durch die n�chste Bergkette.

Nach noch mal 30 Kilometern...

...gelangt ihr zu der US-Flagge.

Haben Sie einen Umsturz propagiert in...

...unseren USA?

Ich verweigere die Aussage, um mich nicht zu belasten.

Nach dem 5. Zusatz zur US-Verfassung.

- Den verwerfen Sie mal! - Angeklagter, Leute wie Sie...

- Angeklagte wie Sie sind es... - Einspruch!

Es geht nur um eins.

Ihr m�sst euren Verfolgern entkommen...

...und es zu der Flagge schaffen.

Bis 22 Uhr am dritten Tag, von jetzt an.

- Ihr Verhalten... - Sie sind ein Schwein!

Schaffen Sie sie raus, alle miteinander.

R�umen Sie das Tribunal!

Wer gefangen wird oder nicht rechtzeitig ankommt...

...wird dem Strafvollzug �bergeben.

- Sind Sie in der kommunistischen Partei oder nicht? - Einspruch!

Hey, Mann, ich beantworte die Schei�frage.

Benehmen Sie sich.

Benehme ich mich unanst�ndig?

Wie nennen Sie das, was Sie gemacht haben?

Und das hier?

Nehmen Sie den Gefangenen die Fesseln ab.

- Wollten Sie im Fernsehen hetzen? - Weil ich sage, wie's ist?

- Was denn? - Wie Sie es sahen? - Ich wollte die Wahrheit sagen.

Wollte von den Schwarzen im Land erz�hlen.

Weil euereins das nie tut.

Ich wollte von den Chicanos erz�hlen.

Was die Obstfarmer nie tun.

Aber die oder Leute aus ihrem Club kaufen die Sendezeit.

Ich wollte von Menschen erz�hlen, die arm sind...

...ungebildet, und wegrationalisiert werden.

Die in Schei�schlangen stehen...

...um mit machtgeilen Wichten wie euch zu reden.

Arbeitslose, die ihr den ganzen Tag zu Kreuze kriechen lasst...

...weil letzte Nacht tote Hose war.

- Es ist eine Dame zugegen! - Wo denn?

Tatsache ist, ihr fresst eure Kinder.

Tatsache ist, ihr unterdr�ckt...

...die Machtlosen in diesem Land.

Tatsache ist, dass ein paar wenige...

Wollt ihr zuh�ren oder reden?

Sagen Sie, was Sie zu sagen haben.

- Als ob ihr das h�ren wollt! - Aber ja!

Ach was! 50 Jahre habt ihr ein Propagandasystem errichtet...

...mit dem ihr die Wahrheit zurechtbiegt.

Ihr wollt nichts h�ren, was euch abverlangt, etwas aufzugeben.

Ihr wollt nur auf euren fetten Hintern sitzen...

...und Profit machen.

Habe ich auf Ihre Beschimpfung so reagiert, wie Ihre Leute eben?

Als Sie mich ein Schwein genannt haben?

Mehr als Sie zu beschimpfen, kann ich Ihnen ja nicht tun.

Diese Polizisten...

...haben strikte Anweisung, euch in keiner Weise zu bel�stigen...

...oder am Erreichen eures Ziels zu hindern.

Aber Sie werden nicht zulassen, dass jemand vom Kurs abweicht.

Es ist doch erwiesen...

...dass Schwarze in den USA mehr Autos und Fernseher besitzen...

- ...als ganz Russland. - Na und?

So gro� ist deren Interesse an der Wirtschaft dieses Landes.

Nirgends ist der Lebensstandard h�her.

Das k�nnen Sie genauso sagen...

...von irgendeinem Tier im Zoo.

Deren Lebensstandard wurde auch besser.

Und das Fressen!

Es ist jetzt 9:54 Uhr.

Um 10 lauft ihr los. Um 12 Uhr Mittags, also in zwei Stunden...

...wird eine Verfolgertruppe losgeschickt. Sie besteht aus...

...einer Einheit der Nationalgarde, einem Kommando der Stadtpolizei...

...und drei Marshalls.

Auf einem Kongress der Chicanos wurde der Angeklagte so zitiert:

"Ich sage, greift zu den Waffen!

Gewalt gegen Gewalt!

Weg mit den Schweinen!

Liquidiert den Gouverneur!"

Lesen sie's ganz. Das ist aus dem Zusammenhang gerissen.

Sie konnten sich bereits �u�ern. Lassen Sie Mr. Donovan ausreden.

- Das war's. - Schwein Donovan!

Dieser Mann schreibt Gewaltaufrufe.

Und seine Leute verteilen das auch noch im ganzen Land.

Wo ich arbeite...

...lesen das alle m�glichen Leute.

Vor allem Farbige.

Er r�hrt in unseren Problemen herum.

Und seine Alternative lautet Gewalt.

Du redest, als ginge es hier zivilisiert und gewaltfrei zu.

- Von wegen! - Dieses Amerika...

...ist genauso geistesgest�rt, wie es m�chtig ist.

Nur Gewalt nehmt ihr zur Kenntnis.

Dieses Land, dieses Amerika...

...ist durch Gewalt entstanden.

Revolutionen sind Gewaltakte.

Ich sitze heute hier...

...weil mein Volk, weil meine Vorfahren...

...gewaltsam aus Afrika hierher gebracht wurden, in Ketten.

Als Zwangsarbeiter.

Und auf ihrer R�cken Arbeit...

...von euch gewaltsam abgepresst, basierte die Industrialisierung.

Der Boden, auf dem wir stehen, und das ganze �brige Land...

...wurde den Indianern mit Gewalt genommen. Mit Gewalt!

Uhrzeit:

10:03 Uhr.

Temperatur:

33 Grad.

Wartezeit bis zur Aufnahme der Verfolgung: zwei Stunden.

Davy, gibt mir doch 'ne Zigarette.

Das ist mein Tagesvorrat.

Strecke bis zur US-Flagge:

85 Kilometer.

Sie haben es so gewollt.

Es war ihre Entscheidung, Brandbomben zu werfen...

...und einen Umsturz zu betreiben.

Sie tun das ihre, und ich tue das meine.

Von denen schafft das keiner.

- Siehst du den Kleinen da? - So hab ich noch keinen rennen sehen.

Verbleibende Zeit bis zum Beginn der polizeilichen Verfolgung:

1 Stunde, 53 Minuten.

Die kriegen es da drau�en mit der Angst. Alle!

Wenn man das Gesetz bricht...

Und wenn sie das Gesetz nicht kennen?

- Jeder kennt die Regeln. - Das kommt davon.

Erst denken, und dann handeln!

Um, wie es amtlich hei�t, "die Motivierung zu steigern"...

...hat man die Gruppe erz�hlt, es g�be Wasser...

...auf halbem Weg zur US-Flagge.

- Dieser langhaarige Hurensohn. - Ich glaube, der legt's drauf an.

- Mit dem hast du's wohl. - Ach was! Der hat's doch mit allen.

Mit der ganzen Welt. Na sch�n!

Soll er kriegen, was er will!

Ein Wort zur Gewalt:

Wie brutal es wird, habt ihr in der Hand.

Eine Festnahme kann ganz friedlich verlaufen.

Ein Beamter erkl�rt, dass ihr verhaftet seid und ausscheidet.

Bei Widerstand...

...oder Gewaltanwendung w�hrend des Laufs...

...antworten wir entsprechend.

Kurzum: ihr k�nnt mit der Gewalt anfangen...

...aber wir werden sie beenden.

Lasst uns hier verschwinden.

- Nein. - Ich bleibe. - Ich auch.

Spielt ihr nur die Helden! Die knallen euch ab. Die killen uns!

Wir brechen aus, das ist die einzige Chance.

- Ich versteck mich. - Macht was ihr wollt.

Ich gehe jedenfalls keinen Schritt weiter.

- Ich leg einen Bullen um. - Das bringt nichts.

Dann haben wir sie alle am Hals.

Hast du das nicht schon?

- Eine Chance haben wir ja. - 85 Km sind keine Chance.

Ihr rennt durch die Schei�w�ste als Zielscheiben f�r die Bullen.

Wir k�nnen binnen zwei Stunden weg sein.

- Hier kriegen sie euch gleich. - Die Hitze allein schafft einen.

- Ich bleibe. - Die sind uns �ber. - Wir k�nnen nicht bleiben!

Sonst haben sie euch sofort! Die sind da hinter dem H�gel.

Bist du Scharfsch�tze?

- Ja. - Ein Heckensch�tze? - Scharfsch�tze.

Wieso k�nnen wir nicht bleiben?

Wer gehen will, muss es jetzt sofort tun.

Wenn ihr hier bleibt, geht es uns auch an den Kragen.

Schon mal wen get�tet?

Ja.

Jay Kaufman.

Mitbegr�nder des Komitees gegen Krieg und Repression. 28 Jahre.

Verbleibende Zeit:

1 Stunde, 42 Minuten.

Das Ding ist deshalb so beliebt...

...weil es mit Magnum-Munition sogar ein Nashorn platt macht.

Nash�rner treffen wir selten an.

Aber wenn, will ich es aufhalten k�nnen.

Ich entnehme Ihrer Akte, dass Sie einmal kandidiert haben...

- ...f�r das Amt des Vizepr�sidenten. - Ja.

- Und mit gro�em Erfolg. - Sie glauben auch alles.

- Antworten Sie kurz und knapp. - Okay. Plopp.

Sie sind also gegen Krieg...

...und Depression. Die bei Menschen...

...oder wirtschaftliche?

Nicht Depression, sondern Repression!

Repression. Unterdr�ckung.

Was wurde Ihnen zur Last gelegt?

Kriegsdienstverweigerung und... was noch?

Wehrkraftzersetzung.

- Bef�rworten Sie Krieg? - Zum Zweck der Landesverteidigung, ja.

- Akzeptieren Sie den Krieg in Vietnam, Sir? - Sicher.

- Ach ja? Wieso? - Wieso? - Ja.

- Er sch�tzt unser Volk. - Wer sagt das?

Wenn die her k�men, werden Sie gegen die k�mpfen?

- Dieser Krieg sch�tzt unser Land? - Wir bek�mpfen Kommunismus!

- Wer sagt denn das? - Das h�rt man st�ndig.

Sie versuchen nicht, die 80 Km zu schaffen...

...bis zur US-Flagge?

F�r die amerikanische Fahne geh ich nicht mal um die Ecke...

...geschweige durch die W�ste.

Verbleibende Zeit:

1 Stunde, 25 Minuten.

Abdr�cken und... Feuer.

Wir ver�ben so eine Art Gruppen-Selbstmord hier in Amerika.

Wenn man zwei Sch�sse abfeuern will, Schnellfeuer...

...spannt man den Hahn, feuert einmal und dann gleich noch mal.

Habt ihr eine Vorstellung, wie ihr die Strecke schaffen wollt?

�berhaupt nicht.

Wir laufen einfach nur immer weiter.

Kennen Sie den Unterschied zwischen Patriot und Chauvinist?

- Chauvinist? - Ja. - Definieren Sie mir das.

Chauvinist definieren... Chauvin war...

...napoleonischer Offizier. Seine absurde Loyalit�t...

...pr�gte den Begriff "chauvinistisch": absurd loyal.

Sie haben uns Wasser versprochen.

Irgendwo ist Wasser.

Sie glauben an den Protest und rituelle Verweigerung...

...und trotzdem f�gen sie sich v�llig...

...den Regeln, die die Polizei hier aufstellt.

Als w�rde alles nur von der Flagge abh�ngen.

Abdr�cken... Feuer.

Ob du die n�chsten Tage �berlebst?

Wohl nicht mal die n�chsten Minuten!

Ihr m�sst damit nur den Mann treffen.

Nicht das linke Auge, nicht ins Herz...

...auch nicht die Ferse, wie Wyatt Earp meistens.

- Wie alt bist du? - 20.

Ihr m�sst nur den K�rper treffen, von hier bis da.

Die werden uns nicht t�ten.

Wenn ihr ihn da trefft, geht er zu Boden. Das haut ihn um.

Die machen es uns nur schwer.

Wir werden Sie nicht erschie�en, wir sind ja nicht in Mexiko.

Was w�rden Sie umgekehrt denn mit uns machen?

W�rden Sie uns menschlich behandeln?

Das w�re mir wichtiger als euch.

Woraus besteht denn Ihre Moral?

Sie lassen sich feiern...

...von all diesen Gr�nschn�beln.

Sie sind selbstherrlich...

- ...geistige Selbstbefriedigung. - Das tun Sie!

Wer setzt sein Vertrauen in einen Mann...

...der all das verh�hnt, wof�r wir einstehen? Unser Heim...

...wahre Liebe... Was wissen Sie...

...von Liebe, mit ihren Love-Ins!

Ging's nach euch...

...w�rden die Fabriken niedergebrannt.

Und was h�tten wir dann? Wovon sollen die Leute dann leben?

F�r euch sollen wir uns abrackern!

Dieses Land ist so reich, da g�b's genug zu essen f�r alle.

Und nicht jeder bettelt.

Ihr w�rdet immer nur Orgien feiern.

- Ich feiere nicht nur Orgien. - Nein? Und H�user anz�nden!

Ich mache mir genauso Sorgen wie Sie, wohin der Weg f�hrt.

Sie tun mir leid. Wir sind gleich alt...

...und Sie verteidigen ihr Elend. Sehen Sie nicht die Ausbeutung?

Dass das Kapital Sie darauf reduziert...

...in einer qualmenden Fabrik zu arbeiten...

...die die ganze Welt verschmutzt? Sie schuften f�r Ihre Kinder.

F�r Pennies, und die sahnen ab!

Merken Sie nicht, wie sehr man Sie betr�gt und indoktriniert?

Wie Sie konditioniert werden? Desinformiert? Sind Sie blind?

Jeden neuen Kick, jede neue Droge, die aufkommt, nehmen Sie.

Und V�lkermord, Imperialismus, Napalm?

Da hat das Land seine neuen Kicks.

Das ist eine Remington 870. Kaliber 12.

- Und Korruption? Polizeiwillk�r? - Sie sind unmoralisch!

Unterdr�ckung von Minderheiten?

- Sie sind krank! - Nein...

...Mrs. Jurgens. Wissen Sie was unmoralisch ist? Soll ich...

Soll ich es Ihnen sagen? Krieg ist unmoralisch!

Armut ist unmoralisch!

Rassismus ist unmoralisch. Polizeiwillk�r...

...Unterdr�ckung, V�lkermord und Imperialismus sind unmoralisch!

F�r all das steht dieses Land!

Die Munition ist Postenschrot.

Wo gibt es Liebe und Br�derlichkeit?

Nicht bei diesem kleinen Hitler!

Jede einzelne Patrone...

...enth�lt neun Schrotkugeln.

Hirnlose Polizisten treiben sie in den Tod. Wisst ihr das nicht?

Seid ihr so bl�d? Und so blind?

Das Gewehr hat keinerlei Choke.

Darum fliegt die Schrotladung in jede erdenkliche Richtung.

Ihr Irren t�tet die Kinder eures Landes!

Und was haben Sie getan?

Ich? Was hat dieses Land getan?

- Sie zerst�ren es von innen. - Ihr zerst�rt die ganze Welt!

Was auch vor euch steht, es ist erledigt, wenn ihr damit feuert.

Was hat LSD mit Mord zu tun?

Mit Krieg, mit Armut und Rassismus?

Schafft den H�ftling raus! Raus mit ihm!

Raus!

Raus hier!

So ladet ihr durch. Und so m�sst ihr die Patrone auswerfen.

Ich war auf einer Dichterlesung...

...und Protestversammlung.

Temperatur:

34 Grad.

Die Polizei kam rein.

Sie fegten uns von der B�hne.

Die t�ten Leute wegen nichts.

Verfrachten sie in den Knast.

Gef�hl - Fehlanzeige.

Gehst du aus dem Haus, schie�t irgendein Schei�bulle auf dich.

Achtet auf die Kugeln.

Und das nennen die Demokratie.

Seht ihr die Streuung? An die 6, 7 Fu�.

- Wir warten auf den ersten, der kommt. - Und wenn es mehr sind?

Da sieht jemand bei gesicherter Waffe einen Gegner auftauchen.

- Wer spielt den Lockvogel? Gehst du raus? - Ich gehe.

Du musst den richtigen Punkt treffen.

Sicherung aus, so.

Wie kann man in Amerika etwas �ndern?

Gar nicht. Es muss sich dahin entwickeln.

Und das wird kommen, gewaltsam.

Zwei solche Sch�sse...

...und nichts macht euch mehr �rger.

Es ist erledigt.

Wer mit Postenschrot schie�t, will nur eins: t�ten.

Nicht vertreiben, nicht verwunden, t�ten!

Benutzt sie entsprechend.

Verbleibende Zeit: 50 Minuten.

Wie denkt ihr �ber die Polizei in diesem Land?

Ich glaube nicht, dass sie sich...

...gro�artig von anderen unterscheiden.

Bullen sind Bullen. Das waren schon immer Schweine.

Die Stra�enkehrer der Volksgesinnung.

Die sind praktisch Auftragskiller.

Diese Leute sind unbewaffnet.

Sind sie. Aber Jack tut denen ja nichts.

Die erste Revolution in der Geschichte...

...mit Bullen in der Oberschicht.

Wir sitzen im gleichen Boot...

...wie zuletzt die Leute...

...im Gericht.

Sie haben ihre Sichtweise.

Und sie setzen all ihre Mittel ein...

...um sie durchzusetzen.

Die tun nur ihren Job. Sie tun, was man ihnen sagt.

Daf�r werden sie bezahlt.

K�nnen Sie uns sagen, was geschehen ist?

Das ist offensichtlich. Nur warum?

Der junge Mann dort, mit dem Tuch �ber dem Kopf, ist tot.

Die verdienen mehr als Hochschullehrer.

Und nat�rlich wollen sie, dass alles bleibt, wie es ist.

Er wurde angegriffen.

Von offenbar drei oder vier Leuten.

Sie haben ihn mit den Spitzen eines Josuabaums erstochen.

Glauben Sie, dass der Tod dieses Mannes...

...bei ihren Beamten die Stimmung anheizt?

Gar keine Frage!

Jeder denkt jetzt, es h�tte ihn treffen k�nnen.

Und das h�tte es auch.

Ohne Frage w�chst die Ablehnung.

"Ablehnung" ist noch milde ausgedr�ckt...

...was diese Individuen angeht.

Wir haben einen speziellen Aktionsplan f�r solche F�lle.

Und als mir die Nationalgardisten...

...von dem Vorfall Meldung machten...

...setzte ich ihn sofort in Kraft.

Kolonne ist unterwegs.

Kommt es im Land bald zum Brudermord?

Den haben wir schon. Schon eine ganze Weile.

Haben sie auch Waffen erbeutet?

Klar, sie haben den Streifenwagen. Und eine 357er Magnum.

Sie haben ein Remington-Gewehr, Kaliber 12.

Mit rund 50 Schuss Munition. Und nat�rlich den Schlagstock.

Sogar seine Schuhe! Die sind bewaffnet und gef�hrlich.

Dieses Gewehr ist eine ganz �ble Waffe.

Wir gehen knallhart gegen sie vor.

Ich mag keine M�nner verlieren.

Kannten Sie den get�teten Kollegen?

Nicht sehr gut.

Es geht nicht um eine Vendetta.

Wir tun das nicht f�r uns, wir tun es f�r die Steuerzahler.

Was mich daran entsetzt, ist, dass es fast abgemacht scheint.

Es muss nicht so kommen, wenn wir...

Wenn wir irgendwie einen Sinneswandel bewirken k�nnen.

Eine andere Denkweise. Aber es wird so kommen.

- Haben Sie schon jemanden get�tet? - Ja.

- Was haben Sie dabei empfunden? - Gar nichts.

Glaubst du, ihr m�sst zur Gewalt greifen?

Nein. Mir ist Gewalt noch nie in den Sinn gekommen.

Gewalt ist unn�tig.

Dagegen k�mpfen wir ja.

Aber es scheint der einzige Weg.

F�r unsere Selbstverteidigung wird Gewalt unumg�nglich sein.

Gegenwehr bringt doch nichts.

Wenn sie mich t�ten, kann mir alle Politik egal sein.

Ich bin tot.

Sie wollen also nicht f�r andere arbeiten.

Ansatzweise verstehe ich das. Mir geht es manchmal genauso.

William Luke Valerio. Arbeitslos. 30 Jahre alt.

Ich fahre ab und zu jagen oder angeln, auch mal f�r l�nger.

Ohne meine Frau. Aber Sie machen nur Urlaub.

Ist das Ihre Vorstellung vom Leben?

Ich tue, was ich will.

Angeklagter Valerio, wissen Sie, was Sie vor das Tribunal brachte?

Ich will nicht zur Armee.

Wenn unser Land...

...angegriffen w�rde...

...schl�ssen Sie sich dann...

- ...den Streitkr�ften an? - Nein. - Nein!

Wenn ich Ihnen sagen w�rde...

...dass ich Sie jetzt schlage, was w�rden Sie tun? - Mich ducken.

14 Uhr. KBCR Nachrichten.

B52-Bomber flogen massive Angriffe...

...auf Nordvietnams St�tzpunkt Pem-Dong...

...15 Meilen vor der chinesischen Grenze.

Ich wei� nicht, wann diese Gewalt in den USA je endet.

Ich frage mich...

- ...wie man sie beenden kann. - Glaubt Ihr, es wird schlimmer?

- Ja, auf jeden Fall. - St�ndig.

Mit dem Krieg...

...den Minderheiten, den Armen...

...das wird immer schlimmer.

Und offenbar sind mehr und mehr Menschen gewaltbereit.

Sie wollen etwas tun.

Es scheint, als w�rde das Ganze ins Unvorstellbare eskalieren.

Ich kauf denen das nicht ab. Warum ist nie Aufruhr im Winter?

14:23 Uhr.

Temperatur: 38 Grad.

- Waren Sie schon mal jagen? Mit den Eltern oder so? - Noch nie.

- Sie haben noch nie geschossen? - Nein.

- Hatten nie ein Gewehr in der Hand? - Ich mag keine Gewehre.

- Was wurde Ihnen zur Last gelegt? - Wehrdienstverweigerung.

Wie lautete noch die Anklage?

Anstiftung und Beihilfe zur Flucht vor dem Wehrdienst.

Und wie haben Sie sich verweigert?

Ich ignorierte die Einberufung.

Ich tat nichts.

Sie sagen, Reisen ist nichts f�r Sie.

- Aber Sie wollten fort, um der Einberufung zu entgehen. -Ja.

- Wie passt das zusammen? - Es ging nicht anders.

Ich wollte irgendwohin, wo ich bleiben konnte.

Wo ich meine Ruhe hatte und nicht solchen �rger wie hier.

- Was war? Kam man Sie holen? - Mit aller Gewalt.

Sie haben ausgesagt, allein zu leben. H�ren Sie Radio?

- Haben Sie Fernsehen? - Das habe ich nicht gesagt. Ich h�re Radio.

Wissen Sie, dass die Chinesen nach Nordvietnam eindringen...

...und wir fast die Grenze bombardieren?

Ist Ihnen klar, wie angespannt die Lage in den USA ist?

Das Leben wird hart.

Bei meiner Festnahme...

...fassten sie mich etwas grob an.

Und dann wurde auch meine Frau verhaftet.

Ich wollte ihm beistehen.

Das galt als Angriff auf einen Polizisten.

Das einzig Richtige ist f�r mich...

...dass ich mit meinem K�rper, meiner Gesundheit oder Freiheit...

...oder meinem Leben...

....f�r meine �berzeugung eintrete.

Zu einer anderen Zeit...

...mag es ehrenhaft oder richtig sein...

...dass man Polizist ist oder der Pr�sident.

Aber heute...

...ist es ehrenwert, das Gesetz zu brechen.

Betrachtest du...

...das, was du tust, als soziales Engagement?

Ja, es ist ein Engagement.

Ich trete nicht...

...f�r eine Revolution ein.

Ich engagiere mich f�r die Vernunft.

Die normale K�rpertemperatur...

...betr�gt 37 Grad Celsius.

Eine erh�hte Temperatur...

...von mehr als 40 oder 41 Grad...

...�ber einen l�ngeren Zeitraum ist t�dlich.

Keiner von uns kann etwas tun.

Vielleicht, wenn wir alle eine Woche lang...

...nichts mehr t�ten und sagen w�rden:

...dieser Schei�krieg muss aufh�ren!

Wir m�ssen den Hass abbauen.

Ihr wart zwei Wochen...

...im Knast vorher.

Wie hat euch die Polizei behandelt?

Abscheulich.

Die waren wirklich... das Letzte.

Da sind sie!

Die Bullen kommen!

Ihr seid festgenommen! F�r euch ist der Lauf beendet!

Der Senator hat gerade die bedrohliche Lage geschildert...

...aber Sie l�sst das kalt.

Sie sitzen in Handschellen da, als w�re das hier ein Picknick.

Halt, oder ich schie�e!

Sie sitzen seelenruhig da, zum Kotzen! Sie sind ein Verr�ter!

Die Handschellen sollten wohl noch enger anliegen.

- Sie m�chten ihn leiden h�ren. - Zur Sache!

Ich glaube langsam...

...die anderen hatten Recht.

Widerstand bringt �berhaupt nichts.

Das macht alles nur schlimmer.

Er liebt sein Land, aber will nach Kanada.

Warum? Wegen der Einberufung.

Taten Sie das...

...weil es Chicanos waren?

Ach was, Chicanos! Die werden mit uns genau dasselbe machen.

Und hier suchen die als erstes.

Hinsetzen!

Eine Frau bringen wir jetzt zur�ck.

Temperatur:

42 Grad.

Bleibt weg!

William hat die Wahl: Strafpark oder Haft.

Das ist rein seine Entscheidung.

Die Hitze ist t�dlich. Die Haut verbrennt, du wirst schlapp...

...der K�rper trocknet aus, und das Blut verdickt sich ohne Wasser.

Die Temperatur f�llt um 25 Grad...

...vom Tagesende bis Sonnenaufgang.

Morgend�mmerung am zweiten Tag.

Die Temperatur betr�gt 17 Grad.

Nancy Jane Smith.

Bekannte S�ngerin und Komponistin. 19 Jahre alt.

Die Angeklagte lehnt ihre Verteidigung ab. Stimmt das?

Ja. Sie verteidigt sich selbst.

Wenn sie's so will. Na sch�n.

Wie geht's?

Meine H�nde, die Finger sind ganz taub.

- Meine Beine, sie... - Ich habe mich vor lauter K�lte �bergeben.

- Habt ihr die Polizeiwagen geh�rt? - Ja.

Aber nur von weitem. Sie kamen nicht n�her.

Ich w�sste gern etwas mehr �ber Sie.

Angriff auf einen Polizisten - wie sah das aus?

Ich hab mich zur Wehr gesetzt.

Sie schreibt Songs mit aufr�hrerischen Texten.

In vielen propagiert sie den Sturz der Regierung.

Ein Beispiel:

Beweisst�ck Smith.

Aufr�hrerische Literatur.

"Der Weihnachtsmann bringt einen Sack voll Bomben und Kanonen.

Komm, greif zu! Denk dir 'nen fetzigen Slogan aus. Los, Baby!

Auf in den Kampf! Wir k�nnen siegen.

Jag in die Luft, was sich uns verwehrt."

- Ihre Eltern sind sicher stolz auf Sie. - Ja

- Das ist doch Kinderei. - Tragen Sie mal was vor!

Arschkriecher fahren Autos aus Gold.

Gestohlen den Armen, die ihnen treu.

Vater Schwein, der Hirt der Schafe,

f�hrt sie zur Schlachtbank. Aufrei�er wissen, wie's geht.

Arme Frauen kriegen die Babys, aber der Schwanz hat das sagen.

Wissen Sie was "aufrei�en" ist?

Das lasse ich mir von der Schlampe nicht bieten!

Laut psychiatrischem Gutachten sind die Songs...

- ...neurotisch und schizophren. - Und das beten sie nach?

Mich wundert:

Sie stammen aus einer Familie, die Ihnen alles bieten konnte.

- Was haben Sie gegen dieses Land? - Zu Hause lernte ich Denken.

Meine Eltern vermittelten mir solche Werte wie Aufrichtigkeit.

- Denken? - Ja - Und Aufwiegelei?

Nein, dort lernte ich zu denken. Und Moralvorstellungen...

- ...die nichts mit Sex zu tun haben. - Moral?

- Meine Moral ist noch ganz intakt. - Und Ihre Songs?

- Was ist damit? - Sind die moralisch? - Mehr als ihr...

...die ihr da sitzt! Leckt mich!

- Ihr Elternhaus... - Z�geln Sie sich! - Wieso?

- Dar�ber reden Sie nicht. - Leckt mich! - Angeklagte!

Schnauze! Macht, was ihr wollt. Sie bringen mich sowieso um.

- Alter. - Schluss jetzt! - Wieso? - Immer diese Moralschei�e.

- "Moralschei�e"? - Ja. - Das sagen Sie?

- Ja, Sie bringen mich so weit. - Erschie�t diese Frau!

Setzen Sie sich hin.

- Was Sie den Kindern antun in diesem Land! - Was denn, ich?

Sie sind verr�ckt. Sie geh�ren eingesperrt!

Warum soll man mich einsperren?

Sie sind schizophren! Meschugge!

Miss Smith, vergessen Sie nicht...

...dass der finanzielle Erfolg ihrer Hetzlieder...

...Ihnen die Freiz�gigkeit bietet, zu tun, was Sie wollen.

Wie lautet denn Ihre Staats- Philosophie? An was glauben Sie?

Ich w�rde jeden Soldaten, der in einem fremden Land ist...

...heimholen und ihm die Uniform ausziehen.

Jeden H�ftling aus seinem K�fig holen.

Jedem hungernden zu essen geben und jeden Reichen enteignen.

Ich w�rde jedem Kranken helfen, jedem Arbeiter...

...der sich am Flie�band abrackert, f�r nichts und wieder nichts.

Oder Studenten, die aufgeben - so wie ich - aus Wahnsinnsangst.

Nach der Kent State University wusste ich:

Auch wenn ich wie ein Cheerleader rumlaufe...

...die Leute ballern ziellos herum.

Ich kann aus dem H�rsaal kommen und werde genauso erschossen...

...wie oben auf einer Barrikade.

- Haben Sie Kinder? - Ja - Wie viele?

Auf die waren Sie aus?

- Kinder wie meine? - Gehirnw�sche betreibt "Vater ist der Beste".

Nicht ich! Wer mir zuh�rt, ist l�ngst gepr�gt.

- Wie viele Kinder? - Drei.

- Und wie w�re Ihnen zumute, wenn eins stirbt? - Furchtbar.

Das Rennen geht weiter.

Seit 24 1/2 Stunden.

Zur�ck zu den Anklagepunkten. Die Anschuldigungen lauten...

Ich schuldige jetzt Sie an!

Ich erhebe Anklage gegen Sie, alter Mann.

- Sie kranker Mann! - Anstiftung zum Aufruhr.

Wie viele Kinder lassen Sie dort abschlachten?

Wen t�ten die Sch�sse drau�en?

- Wie viele Kinder? Durch dieses Tribunal! - Seien Sie still!

Nein! Wie viele Kinder schon?

Wer stirbt jetzt gerade?

- Sie haben diese Kinder dort rausgeschickt! - Ich?

Wer stirbt oder starb, w�hrend Sie dasitzen!

Sie haben sie rausgeschickt, und mit aller Arroganz der Welt...

- ...dieser Arroganz... - Das reicht.

Nehmen Sie das sofort zur�ck!

Schluss jetzt! Schluss!

Sie machen nur Wind!

Ich verbitte mir diesen Ton!

Sie ist eine kommunistische Gefahr f�r die ganze Nation.

Jeder in dieser Gruppe...

...hat inzwischen zwei Liter K�rperfl�ssigkeit verloren.

Ich will, dass euer System zerst�rt wird.

Samt allem, was ihr erreichen wollt!

- Jawohl! Ich beklage mich! - Angeklagte, setzen Sie sich.

Ich habe das Recht, mich zu beklagen!

Ihr wollt mich t�ten. Abknallen!

Na ja, die Situation war im Grunde die: Wir hatten...

...die vermeintlich ganze Gruppe gestellt.

Sie sollten sich alle ergeben.

Das taten sie nicht, und so endet das dann.

Bringen Sie die Angeklagte zum Schweigen!

Senator, das meinte ich vorhin. Sie haben bestimmt auch Kinder.

Ich habe welche. Wie macht man's richtig?

Einer oder zwei laufen noch rum.

Was macht ihr jetzt?

Wir haben das Gewehr. Wir suchen uns ein Versteck weiter oben.

Wenn sie nicht kommen, hauen wir ab.

- Die kriegen wir. - Das ganze Spiel ist wie eine Revolution.

- Wir oder die W�ste. - Wir siegen oder sterben.

- Wo ist er getroffen? - Im Genick.

Bei denen ist mir jeder Treffer recht.

Wenn wir siegen, dann machen wir diesem Spiel ein Ende.

Die kapieren nicht, was los ist im Land.

Vom Notstand keine Ahnung, und keine Loyalit�t.

Aber Gewalt anwenden!

Und dieser Songtext erst! "Jag in die Luft..."

Wen denn, wenn nicht unschuldige Leute!

Sie treibt die Kids her, und wir sind schuld.

Temperatur:

37 Grad.

Die Strafparks haben wir vor allem deshalb...

...weil die Art Verbrechen, die heutzutage im Vordergrund steht...

...zivile und gesellschaftliche...

...unsere Gef�ngnisse schnell �berf�llt hat.

Senator!

Erlauben Sie uns die Frage...

...wie Sie das Tribunal heute erlebt haben.

Was halten Sie von dieser Disziplinierung junger Leute?

Einiges erinnert mich an Vorg�nge bei mir zu Hause.

Da war es eine meiner T�chter.

Wir hatten zwei schwierige Jahre mit ihr.

Sie lie� zu Hause jegliche Disziplin vermissen.

Aber damit wurden wir fertig.

Was haben Sie gemacht?

Ich bestrafte sie immer wieder. Und nach einem Jahr ging's dann.

Sie m�ssen bedenken, dass unsere Kinder heute...

...vergleichbar sind mit hochgez�chteten Rennpferden.

Die rennen einfach drauflos, wenn man sie nicht kurz h�lt.

L�sst man die Z�gel schleifen...

...jagen sie f�hrerlos davon.

Wir haben auch manchen Spinner dabei.

Wie den, der nicht mal eine Fliege t�tet.

Er sagte, er f�ngt sie mit einer Tasse und setzt sie ins Freie.

Jetzt ist er, glaube ich, in Indochina. Ich wei� nicht genau.

Es gibt Sch�neres als die W�ste.

Ich habe Frau und Kinder zu Hause.

Aber man hat auch Pflichten als B�rger.

Wie die einen beschimpfen! Die haben vor nichts Respekt!

Unglaublich! Wir bem�hen uns...

...fair zu sein, aber das sehen die nicht.

Das ist eine sehr schwierige Aufgabe.

Aber einer muss es ja machen.

Wir tun unser Bestes.

- Was w�re, wenn eins ihrer Kinder hier vor Ihnen st�nde? - Oh Gott!

Nein, meine Kinder t�ten so was nie! Die sind anders erzogen.

Ich sehe bei den jungen Leuten deutliche Z�ge von Paranoia.

Ganz im Ernst: Wenn die mehr den Stock gesehen h�tten als Dr. Spock...

...w�re unsere Jugend heute anders.

Das sind Politverbrecher, keine Sozialstraft�ter.

Denen muss man zeigen, dass sie den falschen Weg gehen.

Nicht indem wir sie umbringen, in die Gaskammer stecken...

...oder mit dem MG abknallen und dann unterpfl�gen.

Zu solchen Mitteln greifen wir nicht.

- So ein Mist! - Was ist los?

Schei�e!

- Also weiter! - Blo� raus hier!

Wohin?

Zur Flagge.

- Ohne Wasser! - Die spielen doch mit uns.

Was h�tten Ihre Vorv�ter gemacht...

...wenn in der Revolutionszeit jeder Pazifist gewesen w�re?

Dann w�re diese Denkweise...

...auch die der Engl�nder gewesen.

Und die Menschen in den Kolonien w�ren gerecht behandelt worden.

James Arthur Cowler, Pazifist. Alter: 20 Jahre.

Man h�tte keine Indianer gejagt oder Tribunale abgehalten.

Sagen Sie:

Wie stehen Sie zur derzeitigen Krise der Nation...

...der ganzen Welt, und den Verpflichtungen, die wir haben?

Was sind Ihre B�rgerpflichten?

Meine B�rgerpflichten schlie�en nicht ein, andere zu t�ten.

Ich gehe nicht weiter.

Die wollen, dass wir ausbrechen.

Sie wollen, dass wir gewaltt�tig werden.

Dass wir so werden wie ihresgleichen.

Mit mir spielen die nicht mehr!

Wer mitkommen will, wir gehen.

Die blasen euch das Gehirn weg.

Ihr braucht nur da rauszulaufen.

So was wie das, das bringt uns um!

- Kennen Sie Thomas von Aquin? - Ja.

Von ihm stammen Regeln, wann ein Krieg gerecht zu nennen ist.

Er schrieb:

Den Krieg muss eine rechtm��ige...

...Autorit�t beschlie�en. Zweitens:

Er muss die Durchsetzung von Recht zum Ziel haben. Drittens:

Die Kriegsabsicht muss gut sein. Das war im 12. Jahrhundert.

Da wusste er schon, wann ein Krieg gerecht ist.

Wird nicht auch unsere Indochinapolitik...

...durch diesen alten Philosophen gerechtfertigt? - Senator.

Diese Regeln gehen urspr�nglich auf St. Augustinus zur�ck.

Und der hatte eine vierte Regel, die gerade zeigt...

...dass kein Krieg gerecht sein kann. Sie lautet:

Der Krieg muss mit einem liebenden Herzen gef�hrt werden.

Niemand darf eine Strafe verh�ngen...

...solange er nicht frei ist von Hass.

Temperatur:

43 Grad.

Entfernung bis zur US-Flagge:

43 Kilometer.

Angeklagter, Sie sind sicher auch ein Gegner der Sklaverei?

- Ja. - Der B�rgerkrieg diente der Sklavenbefreiung.

Was sagen Sie dazu?

Da ging's um andere Dinge.

- Das war kein gerechter Krieg. - Doch!

Schwarze k�mpften selbst mit.

H�tten Sie f�r Ihre Freiheit mitgek�mpft?

Die Schwarzen wurden nicht frei. Darum geht es doch gerade!

Die Unterlagen zeigen, dass nur eine Handvoll Schwarzer...

...zu Ihrer "Volksarmee" geh�rt, eine kleine Minderheit.

Diese Handvoll will die Regierung st�rzen.

Charles Robbins.

Mitglied der "Volksarmee". 25 Jahre alt.

Martin Luther King war gewaltlos.

Und Sie reden von "Volksarmee", bei den paar Leuten.

Also was Ihre Begriffe angeht...

...Sie sprechen von "militanten Schwarzen"...

...und was die angeblichen Umsturzversuche angeht:

Wir wollen Leute retten, da die Regierung sich selbst st�rzt.

Meine Loyalit�t gilt dem Volk.

Das ist mir am wichtigsten.

Und dass Leute �bergangen werden...

...w�hrend die, die das Land regieren...

- ...alles vollschei�en. - Ihnen geht's um die Schwarzen?

Ich bin schwarz!

Ich komme gerade aus Washington D.C.

...wo ich den Unterricht im Ghetto erlebte.

Eins unserer Programme! Wollen Sie uns das als Ihre verkaufen?

Wir wollen eure Programme nicht.

Geht uns weg damit! Eure Programme sind Mist.

- Sind Sie Separatist oder Rassist? - Ich bin Internationalist!

Ihr kommt damit auf keinen Fall durch!

Zwei �berlebende Mitglieder der Besserungsgruppe 637...

...haben einen westdeutschen Ton- Techniker als Geisel genommen.

- Wir wollen das Volk retten. - Und wie das?

Durch Schulungen. Schulung und Vorbilder.

Wir haben sehr popul�re Programme und Vorbilder.

Und was f�r ein Vorbild wollen Sie sein, als Revolution�r?

Ihre Zeitung zeigt einen bewaffneten K�mpfer.

- "Tod dem Schwein!" - Ich glaube daran.

Das ist einfach und einleuchtend.

Ich bin daf�r, zur�ck zu schie�en.

Nicht schie�en!

Man will �berleben.

Sie spielen mit uns.

Gewinn oder stirb.

Die Schweine fallen �ber uns her...

...schlachten unsere Frauen und Kinder ab.

Die Wahrheit ist: In den USA ist die Gesellschaft krank.

Voll von Arschl�chern, die auf uns schei�en.

- Haben Sie Angst vor dem Tod? - Nein, das bestimmt nicht.

Warum treibt Ihr eure Leute in die Massenhysterie?

In Washington habe ich gefragt...

Sie sind st�ndig in Washington!

Aber da tun Sie gar nichts.

Jetzt sind Sie in Kalifornien, in einem Komitee...

...das lokal besetzt sein soll, aber Sie...

...Sie sind dauernd in Washington!

- Warum tun Sie da nichts? - Bin ich darum ein Schwein?

Wir wissen selbst ganz gut, was Sie sind.

Besser als ich. Was hei�t hier "Irrer"? Sagen Sie mir das!

Soll ich Ihnen sage, was ein Politiker ist? Ein Schw�tzer!

Sie reden immer nur, Sie fettes Schwein!

Sie Fettklo�! Sie sind ein Kriecher und L�gner!

Sie l�gen vor der Kamera, l�gen...

...sobald Sie den Mund aufmachen!

Ruhe! Ruhe, Angeklagter!

Menschlichkeit geht Ihnen ab! Sie Schwein!

- Sie verlogener Sack! - B�ndigen Sie den Angeklagten!

Ruhe jetzt!

Bringen Sie ihn zum Schweigen!

Kein Wort mehr!

Verteidigung!

Eins scheint nun klar zu sein:

Statt zu versuchen, die aus der Gesellschaft Ausgeschlossenen...

...wieder zu integrieren...

...will die Regierung...

...die gegenw�rtige Spaltung im Lande manifestieren...

...und sucht den Schulterschluss mit der vermeintlichen Mehrheit.

Statt Auss�hnung betreibt sie Polarisierung.

Habt ihr diskutiert, ob ihr ihn notfalls zur�cklasst?

Oder wollt ihr ihn mitnehmen?

Keine Ahnung.

Der Morgen des dritten Tages.

Na Los!

Sobald der Fl�ssigkeits- verlust im K�rper...

...zwischen 6 und 10 Prozent liegt...

...treten Benommenheit und Atemnot auf.

Man wird blutarm, spricht undeutlich...

...und schlie�lich versagen die Beine.

Entfernung bis zur US-Flagge:

37 Kilometer.

Eine Frage zur Gewalt auf dem Campus.

Warum tut ihr das? Wir arbeiten hart, damit es Schulen gibt.

Von unseren Steuern werden f�r die Kids Universit�ten gebaut.

Und ihr brennt sie dann nieder.

Sie kriegen noch das Wort.

Studenten z�nden keine H�user an. Das ist eine M�r.

Eine aufgebauschte Geschichte, die die Presse verbreitet.

- Und was sehe ich im Fernsehen? - Ich bin auch nicht f�r Gewalt.

Allison Michener. Radikale Anf�hrerin der Frauenbewegung.

Mitbegr�nderin des "Komitees gegen Krieg und Repression".

Alter: 23 Jahre.

Das n�tzt nichts. Ob man die Bank von Amerika zerst�rt...

...oder was immer, es entsteht neu.

Die haben die Macht. So ver�ndert man nichts.

Gut, dass ich hier bin. Einige der Jungs sind...

...aufgebracht wegen des toten Kollegen.

Ich f�rchte, die schie�en erst und fragen dann.

Hat irgendwer so was gesagt?

Ja. Die sind gerade zu paranoid.

Ich glaube, Menschen werden gewaltt�tig...

...wenn man sie um ihre grundlegenden Bed�rfnisse bringt.

Sie werden gewaltt�tig, wenn sie darin das einzige Mittel sehen...

...ihre Bed�rfnisse zu befriedigen.

Ein Eckpfeiler unserer demokratischen Gesellschaft...

...ist die Verfassungspr�ambel...

...die jedem einzelnen das Recht auf Leben garantiert..

...Freiheit und Selbst- Verwirklichung. Recht auf Leben!

Und es erscheint mir paradox...

...dass ein Land mit solchen Idealen...

...und solcher Wirtschaftsmacht nicht in der Lage ist...

...oder nicht willens...

...den Menschen Nahrung, Kleidung und Unterkunft zu bieten.

Der K�der hat offenbar gewirkt.

Er hat sie vorgelockt. Sie sind jetzt da.

In einem so reichen Land mit solchen Idealen, bis heute...

...m�ssen 11 Millionen hungern. Diese Zahl ist amtlich.

Damit scheidet ihr aus dem Rennen aus.

Temperatur:

44 Grad.

11 Millionen ohne Nahrung, ohne Kleidung!

Obwohl all das im �berfluss produziert wird.

Wieso? Und wer keine Essensmarken, keine St�tze bekommt...

...dem bleiben nur zwei M�glichkeiten:

...zusehen, wie die Kinder verhungern...

...oder erk�mpfen, was er braucht.

Bleibt stehen!

Hinsetzen, und die H�nde hinter den Kopf!

Bleibt, wo ihr seid!

Hinsetzen! Die Beine �ber Kreuz und die H�nde hinter den Kopf!

- Ihr seid festgenommen! - Die h�ren Sie nicht.

Stehen bleiben!

Bleibt, wo ihr seid!

Halt! Setzen! Zur�ck oder ich schie�e!

- Ich glaube nicht, dass die Sie h�ren. - Stehen bleiben!

Aus dem Weg! Bleibt stehen!

- Ruhe! - Nur die Ruhe! Die h�ren Sie nicht.

- Setzt euch hin! - Hinsetzen!

Schei�e!

Das Gewehr!

Lieber Gott!

Wir beten f�r...

...Harold.

Gewalt ist ein Bestandteil dieser Gesellschaft!

Weg hier!

Die Bewegung wollte lange Zeit keine gewaltsamen Ver�nderungen.

Sie lehnte Gewalt ab.

Bis wir merkten, dass nur Gewalt Ver�nderungen erzwingen konnte.

- Gewalt, Gewalt, Gewalt. - Jawohl, Gewalt!

Wir m�ssen uns mal klar machen, wie sehr hier...

- W�nscht die Verteidigung das Wort? - Allerdings!

Hier wird studentische Gewalt ganz offensichtlich hochgespielt...

...und die herrschende Gewalt heruntergeredet.

Sie machen Radikale zu S�ndenb�cken...

...f�r die Fehler Ihres Systems!

Das ist bezeichnend.

Harold war ein Poet. Und Poeten passen nicht in diese Kultur.

Es f�llt so schwer, noch einmal Hoffnung zu sch�pfen.

Aber da sieht man, wie unmenschlich...

...Leute sein k�nnen.

- Wir beenden das Kreuzverh�r. - Das war unn�tig.

Ich bin gefesselt. Sie m�ssen nicht...

...diese Bluthunde losschicken.

Ich komme nun zu einem sehr wichtigen Punkt.

- Als ob Sie w�ssten, was wichtig ist! - Die Amnestiebestimmung.

Sie erkl�ren Ihre Loyalit�t und unterschreiben, dass Sie k�nftig...

...alle ungesetzlichen, subversiven Aktivit�ten unterlassen.

Ebenso jede Kritik an Ma�nahmen...

...zum Schutz der nationalen Sicherheit.

Meine Loyalit�t gilt dem Volk.

Euer Ehren, oder wie Ihr Titel sein mag.

Sie gilt nicht der Regierung, denn die ist gegen das Volk.

H�nde hinter den Kopf! Los!

Nicht schie�en! Die sind in Ordnung.

Sagt diesem Arsch, er soll nicht schie�en!

- Wir sind unbewaffnet. - Er soll die H�nde heben! - Leck mich!

- Hier ist ein Kamerateam. - Na wenn schon!

Ganz ruhig!

H�nde hinter den Kopf!

Filmt das! Die wollen uns abknallen.

Ein paar haben die Chance...

...es zu schaffen. Und wir auch. Wir m�ssen nur weiterlaufen.

Wir sind unbewaffnet!

Edwards, lassen Sie sie!

Wir k�nnen w�hlen, ob wir passiv draufgehen oder in Gegenwehr.

Das ist aber auch alles.

- Du Arsch l�gst doch! - Haltet euch zur�ck.

Also ihr meint...

Es lohnt sich deshalb, weiter dieses Rennen mitzumachen...

..weil man so auch das angehen muss...

...was f�r euch faul ist am amerikanischen System.

Ich glaube, so ist es. Ja.

Ich denke, man muss das Spiel nach den Regeln derer spielen...

...von denen es stammt.

Auch wenn es die Gegenseite ist.

Nur so kann man es gewinnen.

Nein! Tut das nicht!

Ihr gottverdammten Revoluzzer!

Oh Gott!

Schei�kerle!

- Ihr M�rder! - Schnitt! Schnitt!

Oh mein Gott! Lassen Sie ihn in Ruhe!

Das war ein Unfall!

Schalt die Kamera aus!

Ich habe wenig Hoffnung f�r uns.

So oder so nicht.

Es ist eine Glaubensfrage.

Entweder glaubt man an Gewaltlosigkeit oder nicht.

Und wenn ja, dann bleibt einem oft nur eins �brig.

Das muss man dann tun, egal, was es einem abverlangt.

Los, helft diesen Leuten!

Helft ihnen!

- Helft ihnen! - Der ist tot.

Ihr Arschl�cher!

Ihr Schei�kerle!

Keiner mehr am Leben. Verdammte Idioten!

Wir haben alles gesehen!

- Officer, das haben wir gesehen! - Na und?

Wir haben alles gesehen! NBC bringt das raus!

- Steck's dir von mir aus in den Arsch! - Ihr verdammten M�rder!

Kriegen Sie sich mal wieder ein.

- Sie bring ich ins Fernsehen! - W�re nicht das erste Mal.

Aber so noch nicht! So noch nicht!

Soll ich die Ambulanz rufen?

�berlass ihn den Geiern! Und den da auch.

- Sie haben Steine geworfen. - Der Mann hat einen Schock.

- Das wollte ich nicht! - Warum haben Sie die get�tet?

- Lassen Sie ihn. - Es war ein Unfall!

- Sie wollten sie nicht t�ten? - Nein.

- Sie wollten nicht ... - Nein!

Ich wollte niemanden t�ten. Es war ein Unfall. Nein!

He! Lassen Sie ihn in Frieden!

- Es war ein Unfall. - Lassen Sie ihn.

- Wie alt ist der junge? - 18.

- Diesem Kind gebt ihr eine Waffe? - An der wurde er ausgebildet.

- Wozu? - Die haben mit Steinen geworfen!

- Ausgebildet, Menschen zu t�ten? - Ja. Sein Land zu verteidigen.

- Dazu! - Und unbewaffnete Leute zu t�ten wie die?

M�chten Sie solche Brocken abkriegen?

Sie warfen mit Steinen. Ich wusste gar nicht, was los war.

- Und was wollen Sie deren Eltern sagen? - Gehen wir, Soldat.

Pr�sident Nixon schickte der K�nstlergala eine Gru�botschaft.

Er erinnerte die K�nstler daran...

...dass Amerikaner immer nach vorn schauen.

Die USA st�nden weltweit f�r Fortschritt...

...Gerechtigkeit und Wachstum.

B52-Bomber flogen heute mehrere Angriffe...

...auf Nachschubwege n�rdlich von Saigon.

Am Nachmittag des folgenden Tages.

In diesem Verfahren gab es st�ndig Ausf�lle...

...von Angeklagten und Verteidigung gegen die richterliche Autorit�t.

Ausf�lle in Form von Murren...

Diese St�rung ist ein weiteres Beispiel daf�r.

Ausf�lle in Form...

- Marshall, halten Sie den H�ftling ruhig. - Wie denn noch?

Ausf�lle in Form von Murren, Gekicher und Spott...

...Zwischenrufen und Beleidigungen.

Kein noch so sorgf�ltiges Protokoll...

- ...jetzt aber Ruhe! - Oder was?

...kann den bissigen Sarkasmus...

...den Ton der Redner ad�quat wiedergeben.

Die Verhandlung war gepr�gt von billiger Theatralik...

...mit der die Angeklagten die Vernehmungen st�ren wollten.

Diese verliefen aber trotzdem so unparteiisch und objektiv...

...wie es angesichts der ernsten Umst�nde erwartet werden kann.

Lasst ihn los!

Lasst ihn los!

Au�erdem wurde die Verhandlung landesweit im Fernsehen gezeigt...

...damit das amerikanische Volk erf�hrt, worum es hier geht.

Und nicht andere denselben tragischen Weg einschlagen...

...wie diese Angeklagten hier.

W�nscht der Verteidiger noch das Wort vor der Urteilsverk�ndung?

Meine Damen und Herren, ich m�chte Ihnen etwas vorlesen.

"Unsere Stra�en sind in Aufruhr.

An den Universit�ten rebellieren die Studenten.

Kommunisten wollen das Land zerst�ren.

Russland droht mit seiner Macht.

Die Republik ist in Gefahr.

Von innen und von au�en.

Recht und Ordnung sind �berlebenswichtig."

Man k�nnte meinen, diese S�tze stammen von unserem Pr�sidenten.

Aber nein!

Sie sind von 1932. Von Adolf Hitler.

Sieg Schei�dreck heil!

Wir wissen, welche Ordnung dort folgte.

Sie wollen wissen, ob ich Einw�nde habe...

...gegen die Urteilsverk�ndung.

Nur dass diese jungen Leute noch das ganze Leben vor sich haben.

Als vollwertige B�rger der USA...

...mit Anspruch auf ihre Grundrechte.

Mehr nicht.

Arschl�cher!

Diese Schweine!

Das ist sie! Da ist die Flagge. Wir haben es geschafft!

Lee Robert Brown: 15 bis 21 Jahre in einem Bundesgef�ngnis.

Jay Kaufman: 15 bis 21 Jahre in einem Bundesgef�ngnis.

William Luke Valery: 7 bis 10 Jahre in einem Bundesgef�ngnis.

Nancy Jane Smith: 7 Jahre Gef�ngnis.

James Arthur Cowler: 5 bis 7 Jahre in einem Bundesgef�ngnis.

Mary Ellen Michener: 7 bis 10 Jahre Gef�ngnis.

Charles Robbins: Lebenslange Haft.

Ihr scheidet aus dem Rennen aus!

- Ihr bleibt in Haft. - Was?

Bleibt sofort stehen, dann passiert euch nichts.

Bleibt sofort stehen, dann passiert euch nichts.

Bleibt lieber stehen!

Bleibt stehen, dann passiert euch nichts.

Aufh�ren!

Schnitt!

Lee Robert Brown, w�hlen Sie die Haft oder den Strafpark?

- Den Strafpark. - Notiert.

Jay Kaufman, 15 bis 21 Jahre Gef�ngnis oder Strafpark?

He, lasst ihn in Ruhe! H�rt auf!

Jay Kaufman, 15 bis 21 Jahre Gef�ngnis oder Strafpark?

Strafpark. Wenn ich wiederkomme braucht dieses Zelt Armeeschutz!

William Luke Valery, 7 bis 10 Jahre Gef�ngnis oder Strafpark?

Notiert.

Nancy Jane Smith, 7 Jahre Gef�ngnis oder Strafpark?

- Strafpark. - Notiert.

James Arthur Cowler, 5 bis 7 Jahre Gef�ngnis oder Strafpark?

- Ich nehme den Park. - Notiert.

Mary Ellen Michener, Gef�ngnis oder Strafpark?

- Strafpark. - Notiert.

Charles Robbins, Nicken...

...f�r lebensl�nglich oder ein Kopfsch�tteln f�r Strafpark.

Wie soll er sprechen?

Sch�tteln Sie den Kopf.

- Sie Idiot bringen ihn um! - Herr Vorsitzender...

Das Gericht r�umen! Die Urteile sind verk�ndet.

Eine Schande!

Weg von der Flagge!

Sie wollten sich ergeben! Gott! Die amerikanische Polizei...

Na los, erz�hlen Sie's Ihren Freunden!

- Ich h�re nicht zu! - Das kommt ins europ�ische Fernsehen!

- Ist mir schei�egal! - In Frankreich und Deutschland.

Was sind das f�r Barbaren!

Ihr Europ�er vergesst, wie viele US-Soldaten...

...in eurem Schei�land starben.

Zehn Minuten sp�ter.

- Warum nur? - Die haben es verdient.

- Wieso? - Die haben zwei Beamte get�tet! Ist das in Ordnung?

Stopp! Kommt uns nicht zu nahe!

Ihr habt uns hier von Anfang an bei der Arbeit behindert.

Welchen Grund hatten Sie?

Denselben. Die haben es drauf angelegt.

Sie h�tten stehen bleiben k�nnen. Und was war?

- Sie liefen auf uns zu. - Das ist doch kein Grund!

Sie liefen nur auf uns zu, weil ihr da wart. Schei�e!

- Sie haben damit angefangen. - Was, ich?

Ich hab ihm gesagt, er soll stehen bleiben. Das war alles.

- Er hat mich angegriffen. Egal, was Sie denken. - Egal?

Es ist mir schei�egal!

Machen Sie mit Ihrem Film, was Sie wollen!

- Es ist zweimal passiert! - Doch nicht Ihnen.

Warum haben Sie die vier nicht einfach durchgehen lassen?

Die vier wussten, was sie taten.

Das sind Kriminelle, die zwei meiner Leute get�tet haben!

Zuf�llig haben diese Vier keiner Fliege etwas zu Leide getan!

Denken Sie, wir lassen die an die Flagge ran?

Es sind genauso B�rger dieses Landes wie Sie.

- Die daf�r eintreten, so wie Sie. - Und was tun die dann hier?

Die haben ihre Rechte verspielt.

Wir sollen f�r Recht und Ordnung sorgen.

Das tun wir, und zwar verdammt gut!

Sie machen hier auf humanit�r.

Dabei wollen Sie mit dem Zeug nur Geld verdienen.

Sie versuchen nicht mal, irgendwem zu helfen.

Ihnen geht's doch nur um die Kohle f�r den Film.

Sie h�tten Platz machen...

...und sie durchlassen k�nnen.

- Aber so l�uft's in Chicago, in Los Angeles... - Warst du dort?

So l�uft es, solange es diese Typen gibt.

Schaffen Sie die Angeklagten hier weg.

Sehen Sie jetzt, was in ihrem gro�artigen Land geschieht?

Nein, wir haben nicht betrogen.

Sie erz�hlen Schei�e.

Sie hatten Funkger�te.

Sie waren offensichtlich unter Kontrolle.

Sie haben Ihre Meinung. Es gibt nichts, das sie �ndern wird ...

...und meine kostbare Zeit ist mir zu schade, um mit Ihnen zu reden.

Bringt diese Mistkerle hier weg.

- Das ist Schwachsinn! - Davon haben wir genug.

Das 48. Notstandstribunal der S�dwestregion...

...autorisiert durch Executive Order 302...

...geleitet vom Vorsitzenden William C. Hoager...

...ist hiermit beendet.

- Was haben sie mit ihrem Kopf gemacht? - Sie haben sie auf den Kiefer geschlagen.

Nach der Fertigstellung dieses Films...

...wurde eines der Mitglieder der Besetzungsliste...

...der als der Angeklagte Charles Robbins auftrat...

...beschuldigt, verantwortlich zu sein...

...f�r eine Verschw�rung zu einem Bombenanschlag.

Das Strafma� f�r diese Anklage...

...wurde noch nicht festgelegt.

Aufgrund einer zweiten Anklage...

...wegen des Angriffs auf einen Polizisten...

...wurde diese Person...

...zu 3 Jahren Haft in einem Bundesgef�ngnis verurteilt.

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