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Wie viele Männer habt Ihr heute verloren? - Viel zu viele.
Wir werden von einem Feind überrollt,
der über bessere Verpflegung, Ausrüstung und Waffen verfügt.
Wenn nicht bald Verstärkung eintrifft, fürchte ich,...
wir werden den Winter nicht überstehen.
Nur Ihr könnt die Spanier daran hindern, in Paris einzumarschieren.
Ihr müsst die Stellung halten! - Und womit?
Männer habe ich angefordert, und Knaben bekomme ich!
Degen werden gebraucht, Kanonen!
Und Proviant.
Ich kann nichts weiter tun,
als zu beten, dass wir Kraft zum Kämpfen haben.
Ich kehre soeben von einer könig- lichen Mission aus Spanien zurück.
Es besteht Hoffnung auf Frieden.
Am Frieden scheinen gewisse Herren kein Interesse zu haben.
Nach meiner Ankunft in Paris spreche ich mit Kardinal Mazarin.
Mazarin?
Der antwortet nicht mal, wenn ich ihn schriftlich um Hilfe bitte.
Ihr müsst dem König Bericht erstatten.
Haltet Stand, mein General.
Euer König wird euch nicht im Stich lassen.
He! Ja! Schneller, schneller!
Hüa, Hüa!
Komm schon! Los! Hü!
Hü!
Hü!
Da lang!
Ja! Schneller, Männer!
He!
Hü!
Ja!
Hü!
Pass auf, jetzt haben wir dich!
He! Ja, he!
Au!
Nein!
Haha! Gnade dir!
Jetzt haben wir dich! Was sagst du nun?
Bleib stehen!
Jetzt wird er uns nicht los.
Na, was machst du nun? - Hü!
He, Freunde!
Komm schon! - Komm, komm!
Du hast doch nicht geglaubt, dass es so leicht wird, oder?
Also dann!
Na, von wegen!
Aha!
Jetzt bis du fällig!
Aha...
Was hast du sonst noch für Tricks auf Lager?
Wir haben es nicht geschafft, uns gegenseitig zu töten.
Aber wenn wir Mutter warten lassen, kennt sie keine Gnade.
Das sind nur Ausreden, weil du alt wirst! - Das kannst du laut sagen.
Den Lohn habt ihr euch verdient.
Ist uns ein Freude, D'Artagnan. Gratuliere. - Wirf den Beutel her!
Vortrefflich, Valentine!
Die Zeit ist gekommen.
Du weißt, ich bin bereit.
Ja, ich weiß, aber...
versuch deine Mutter davon zu überzeugen.
Aber mach dich auf etwas gefasst, es wir ein ziemlicher Kampf werden.
Papa? - Ja?
Danke! - Wofür?
Für deinen Glauben an mich. - Hm...
Hoffen wir lieber, dass seine Mutter uns Glauben schenkt.
Wie wollen wir uns heute rausreden? - Mein Pferd verlor ein Hufeisen?
Das hat sie uns neulich auch nicht geglaubt. Also...
Warum könnten wir noch unpünktlich sein? - Dreckig und unpünktlich!
Oh! Mein Liebste.
Ich nehm dir das ab. - Damit machst du es auch nicht wieder gut.
Du hättest dich nicht so lang mit ihr rumtreiben dürfen!
Die Frabonats sind bald hier. - Mama, es war meine Schuld.
Dann zieht euch um. Beeilt euch, sie kommen jeden Moment.
Ich hab dich mit Absicht gewinnen lassen. - Was sagst du? Na, warte!
Indianerangriff!
Du denkst wohl, du kannst mir entkommen, oder?
Meine kleine Marie.
Ludwig...
Was soll nun werden? - Wir spielen der Indianer und das Mädchen.
Dein liebster Zeitvertreib. - Du weißt genau, wie ich das meine.
Ich möchte mich mit dir unterhalten.
Ich hab noch nicht die Muskete abgefeuert. - Es ist mir sehr ernst!
Ich habe heute einen Brief von Zuhause erhalten.
Meine jüngere Schwester wird sich vermählen. - Das ist wundervoll.
Wundervoll für sie, ja.
Aber werden wir beide jemals heiraten, Ludwig?
Wäre ich frei die Frau, die ich liebe, zu heiraten,
würde meine Wahl auf dich fallen.
Aber das bin ich nicht. - Aber wieso nicht?
Du bist der König, du kannst dich vermählen, mit wem du willst!
So einfach ist das aber nicht!
Ich könnte mit einer Hochzeit den Krieg mit Spanien beenden.
Du wirst Maria Theresia heiraten?
Ja, möglich. - Und wann gedachtest du es mir zu erzählen?
Wann? - Wir können uns auch weiterhin sehen.
Nein, können wir nicht!
Dann bist du mit einer Anderen verheiratet. - Marie!
Nun sei doch vernünftig!
Marie...
Eure Majestät: Kommandant Finot von der Garde der Musketiere.
Hoheit... - Ja?
Finot!
Ihr habt mich rufen lassen.
Gaspar, sind das die heutigen Kandidaten? - Ja, mein Kapitän.
Ihr denkt, ihr seid würdig, dem Kardinal zu dienen?
Wir werden ja sehen.
Du!
Reihe dich wieder ein.
Du!
Zeig mir, was du kannst.
Demonstrieren wir es ihnen.
Gar nicht übel.
Stellst du mich auf die Probe?
Kapitän Villeroi:
Seine Eminenz, Kardinal Mazarin, verlangt nach euch.
Regel Nummer Eins:
Versuche nie, den Meister in den Schatten zu stellen.
Es ist niemand dabei, der uns würdig wäre.
Ich habe die Bücher vorbereitet, Eminenz.
Mir scheint, dass nun alles seine Ordnung hat.
Seht Ihr das hier? - Ja.
Offiziell belaufen sich die Steuereinnahmen diesen Monat auf 10.000.
Und inoffiziell? - Etwa die doppelte Summe.
Ausgezeichnet.
Wie darf ich diese Zahl deuten?
Das sind die Waren, die Ihr bestellt habt.
Sind sie auf dem Weg? - Zu Eurem Landgut in der Toskana, wie üblich.
Möge der Krieg mit Spanien noch weiter unsere Taschen füllen.
Hat der König verlangt, die Bücher anzusehen? - Nein.
Aber er hat zusätzliche Gelder für sein Ballett beantragt.
Gewährt sie ihm,
und sagt ihm, das Geld kommt aus meiner Privatschatulle.
Soll der sogenannte Sonnenkönig denken,
ich sei ein Förderer seiner Kunst.
Herein!
Eminenz, Ihr habt mir rufen lassen? - Kommt näher.
Es handelt sich um eine Aufgabe,
die ich nach Möglichkeit in Eure Hände legen möchte.
Der König hat, auf drängen Eures alten Freundes Finot,
erst kürzlich wieder neue Musketiere ernannt.
Ich könnte Finot beseitigen. - Noch nicht jetzt.
Ich bevorzuge etwas nicht ganz so offensichtliches.
Man könnte die Garde ein wenig dezimieren.
Bedenkt, mein Freund, Ihr wäret auch einer von ihnen,
wäre D'Artagnan Euch nicht in die Quere gekommen.
Dass ich in Eurem Dienst stehe, war dann wohl Gottes Wille.
Dass Ihr an Gott glaubt, habe ich gar nicht gewusst.
Ich glaube an alles, woran Ihr glaubt, Eminenz.
Mein Glaube ist einfach,...
ganz einfach.
Gott hilft denen, die sich selbst zu helfen wissen.
Ah, Kommandant Finot! - Villeroi.
Kapitän Villeroi.
Kapitän also!
Als Kommandant der Leibwache von Kardinal Mazarin...
steht mir dieser Titel zu.
Eine treffendere Anrede für Euch wäre 'Lügner'!
Und 'Feigling'!
Es ziemt sich wohl, dass Ihr von Feigheit sprecht.
Ihr befehligt einen Haufen Taugenichtse, die sich Männer schimpfen.
Ihr seid Fossile aus längst vergangenen Tagen.
Und Ihr, Finot,...
Ihr seid der Traurigste von allen!
Nein, ich glaube, das ist wieder so ein Wunschtraum von Euch.
Genau wie zu jener Zeit,
als Ihr euch im Besitz der Würde und der Ehre wähntet,
derer es bedarf, um Musketier zu werden.
Na ja, wir wissen ja alle, was daraus geworden ist. Nicht wahr?
Mir die Aufnahme zu verweigern,...
war den Anfang von Ihrem eigenen Ende! - Nicht doch.
Kapitän!
Ich verspreche euch, die Musketier Garde besteht noch,
wenn Euer Leben längst erloschen ist.
Wir werden ja sehen.
Diese dummen Röcke.
So was unnötiges.
Mama!
Sieh sich einer diese Stube an! Als hätte ein Sturm darin gewütet!
Wie findest du dich hier nur zurecht? - Oh, nicht aufräumen!
Dann finde ich mich gar nicht mehr zurecht.
Du hast mir jeden Abend die Haare gebürstet. - Ja.
Wieso hast du aufgehört? - Du hast gesagt, sich soll nicht mehr helfen.
Du hast so wundervolle Haare, weißt du das?
Warum versteckst du sie unter einem Hut? - Hör auf, Mama!
Bald frisierst du vielleicht schon deine eigene Tochter.
Vielleicht, doch zuerst muss ich heiraten. - Das will ich hoffen!
Du bist wunderschön.
Und du bist voreingenommen. - Marcel findet dich auch hübsch.
Sieht er nicht gut aus? - Jedenfalls denkt er das.
Höre ihn wenigstens an.
Er ist tüchtig und erfolgreich, und er mag dich so gerne.
Marcel denkt nur an sich, und er hört sich gerne reden.
Valentine!
Versprich, dass du heute bei Tisch deine besten Manieren zeigst!
Mama, ich muss dir unbedingt etwas sagen.
Da sind sie!
Wir holen das nach. - Mama!
Alles zu seiner Zeit. Ich verspreche es dir.
Du siehst wirklich ganz bezaubernd aus.
Ich komme sofort runter.
Du ruinierst noch all meine Küchenmesser. Ach!
Seht Ihr? Herrlich!
Die Zeichen waren eindeutig: Die vielen Unwetter,
die Blattlaus in England. Trotzdem hat er sein gesamtes Vermögen...
in Weizen investiert, obwohl ich ihn warnte.
Er hat jeden Francs verloren.
Sie sind sicher stolz auf ihn, Madame Fragonar? - Ja.
Ich sagte ihm noch:
Der Pelzhandel in Frankreich ist dabei zu explodieren.
Schifffahrt, damit kann man Geld verdienen!
Madame Fragonar, wären Sie so nett mir die Kartoffeln zu reichen?
Seht doch!
Eine Frau muss lernen, mit dem Geld zu wirtschaften,
das ihr Mann ihr gibt.
Valentine ist sehr sparsam veranlagt, nicht wahr?
Das würde ich nicht sagen.
Letzte Woche habe ich mein Erspartes für neun Messer ausgegeben.
Oh, Sie kochen also gern?
Kochen eigentlich nicht. Darf ich?
Wozu...?
Bitte schön. - Ah, danke dir.
Vortrefflich!
Wunderbar!
Wunderbar!
Eine wunderbare Darbietung, Hoheit.
Also, was redet Ihr da?
Seine Majestät hat außergewöhnliches Talent!
War er nicht wundervoll? Er ist ein so großer Künstler!
Das Tanzen macht mich immer unbeschreiblich hungrig.
Mich auch!
Euer Majestät.
Trevoux, Ihr seid es! Willkommen zurück!
Danke Hoheit. - Ihr seid nach der langen Reise bestimmt hungrig.
Können wir uns einen Moment ungestört Unterhalten?
Jetzt gleich? - Jetzt gleich.
Also schön.
Ich erwarte dich in meinem Schlafgemach.
Nun? Was gibt es für wichtige Neuigkeiten,
dass Ihr mir den Abend verderben müsst?
Mein Besuch in Spanien war viel erfolgreicher, als wir hofften.
Dann ist Philipp des Krieges auch überdrüssig?
Er fürchtet, dass er noch viele Jahre andauern wird,
und sein Volk leidet nicht weniger, als das unsere.
Selbst der jüngste Sieg löst in Spanien keine Freunde aus.
Wovon redet Ihr?
Die Spanier wurden von General Delacroix geschlagen!
Die Schlacht ging verloren!
Aber Mazarin sagte,... - Ich war Zeuge!
Eigenartig. Er will nicht, dass ich mir Sorgen mache.
Dennoch...
Hoheit...
Philipp hat die Hochzeit zwischen Prinzessin Maria Theresia...
und Karl von England abgesagt. - Haha!
Das geschieht Karlchen ganz recht.
Das kommt davon, wenn man sich mit Protestanten einlässt.
Wie ich höre, ist sie sehr gebildet und charmant.
Habt Ihr die Prinzessin selbst zu Gesicht bekommen?
Sie war leider nicht zugegen. - Vielleicht ein Portrait?
Nein, Euer Majestät.
Wahrscheinlich ist sie anmutig wie ein Kalb.
Haben wir noch andere Möglichkeiten?
Die Handelszölle erhöhen, ihre Armada versenken.
Wann wird das Kalb in Frankreich eintreffen?
In einer Woche.
Na, großartig!
Getränke sind genug da.
Frisch, was will man mehr? - Da kommen wir wieder.
Schön wie Ihr seid, werden wir in Zukunft das Doppelte berechnen.
Seid mir gegrüßt! - Wir brauchen mehr Holz.
Fertig, mein Kapitän.
Jeder Musketier in Paris ist heute hier anzutreffen. - Umso besser.
Hirnloses Gesindel.
Macht die Taverne nieder und ver- schwindet, wenn die Glocke läutet.
Mit Vergnügen.
Sie hat aber mir schöne Augen gemacht. - Das bildest du dir ein.
Es war aber so. Seht euch mal die Uniformen an.
Wen haben wir denn da?
Guten Abend, Herrschaften. Falls ihr es nicht bemerkt habt:
Ihr tragt Kardinalsgardisten Uniformen.
Und dieses reizende kleine Etablissement...
ist das inoffizielle Hauptquartier der Musketiere. - Genau.
Sucht lieber das Weite, bevor ihr direkt in die Höhle des Löwen rennt.
Ihr braucht uns nicht zu danken,
aber ein paar Francs als Zeichen eurer Wertschätzung,
damit wären wir zufrieden.
Ist das nicht...? - Pst!
Sie haben ein loses Mundwerk, mein Freund, und das Gehirn einen Flohs.
Es scheint mir, dass Sie eine Lektion verdient haben. - Gaston!
Ich warne Sie.
Ich habe zweimal die Fecht- meisterschaften der Stadt gewonnen.
Das musste ja kommen.
Und gehöre nun offiziell den königlichen Musketieren an.
So werde ich einen großen Könner töten. - Es wird Ihre Beerdigung!
Etienne.
Lass mich wissen, wo ich die Überreste hinschicken soll.
Zwei zu eins, dass Gaston ihn in fünf Zügen bezwungen hat.
Die Wette gilt, zehn Francs!
Was ist?
Gleich wirst du schön bluten müssen, mein Freund.
Das ist Kapitän Villeroi.
Der berüchtigte Villeroi?
Der unvergleichliche Villeroi.
Ein bisschen mehr hätte ich schon erwartet, Monsieur.
Dann gilt die Wette nicht mehr.
Wieso nicht? - Du warst eindeutig im Vorteil.
Wir... - Wir sollten ihm helfen. - Ja.
Na komm schon!
Was hast du denn vor? - Keine leichte Entscheidung.
Soll ich euch zerteilen, oder aufspießen wie ein Hähnchen?
Ha!
Achtung!
Lass mich!
Komm her, du Dummkopf! - Lass mich runter!
Gehen wir.
Was geht hier vor?
Gute Nacht, Freude.
Gute Nacht. - Gute Nacht, und stolpert mir nicht.
Was ist das denn?
Planchet! - Ich komme schon, ja!
Wohin des Weges?
Vergiss das hier nicht.
Ein Empfehlungsschreiben an Kom- mandant Finot von den Musketieren.
Danke, Papa.
Und jetzt ab nach Paris!
Du hast zwei gute Gründe, niemanden zu fürchten:
Erstens bist du aus der Gascogne.
Zweitens bist du meine Tochter.
Beim geringsten Anlass greifst du zu deinem Degen,
und nie darfst du eine Schmähung oder Kränkung ungesühnt lassen.
Vor allem vergiss nicht, du bist etwas Besonderes:
Eine D'Artagnan.
Ich habe noch etwas für dich.
Du willst mir deinen Degen schenken?
Den hast du schon als Musketier getragen.
In ganz Frankreich gibt es nur vier von dieser Art.
Ich habe dich gelehrt die Klinge zu führen.
Ich hoffe, er bringt dir so viel Glück, wie mir...
seinerzeit.
Ich werde deine Erwartungen nicht enttäuschen.
Ich will, dass du stolz auf mich bist.
Das bin ich schon längst, mein Kind.
Und geh zu meinem alten Diener Planchet.
Er hat einen Gasthof und wird dir ein Zimmer geben. - Gut zu wissen.
Sag Mama Lebewohl von mir.
Ach... - Sie soll sich keine Sorgen machen.
Die Arme Cecile.
Wie sollen wir uns dieses Mal rausreden?
Valentine.
Es ist wohl eine Art Fluch.
Sehe ich ein Gemälde, das mir gefällt, muss ich es besitzen.
Ihr habt eine überwältigende Sammlung, Euer Gnaden.
Danke, Lady Bolton.
Wundervoll. - Ich denke auch, eine gutes Auge für...
wahre Schönheit zu haben.
Aber mein wertvollstes Portrait habt Ihr noch gar nicht gesehen.
Folgt mir!
Euer Gnaden.
Ich wünsche nicht gestört zu werden.
Voilà, dort steht es.
Ganz wundervoll.
Wer ist sie? - Königin Anna.
Ludwigs Mutter.
Dann sind die Gerüchte also wahr.
Sie war die ganz große Liebe im Leben meines Vaters.
Gehört haben wir alle davon.
Schon der Gedanke...
Die Königin von Frankreich und der Herzog von Buckingham.
Ein Liebe ohne Hoffnung.
Wie romantisch.
Nun und führt Ihr mich in Euer Schlafgemach.
Was wird Eure Gemahlin sagen? - Pst...
Meine Gemahlin...
ist in London.
Was für ein Glück.
Bezaubernd.
Einfach bezaubernd.
Du kleines Biest, du.
Was hast du...?
Der Herzog will nicht gestört werden. - Es ist sehr dringend.
Lassen Sie mich durch.
Ich bitte um Verzeihung.
Euer Gnaden?
Komm! - Hüa!
Oh Gott!
Wache!
Gut macht ihr das, Mädels!
Nur keine Müdigkeit vorschützen.
Du hast mir schon zu viel gewonnen, Freundchen.
Du willst mir wohl den letzten Sous aus der Tasche ziehen.
Himmlischer Vater, ich bin es, Etienne.
Du hast lange nichts von mir gehört, hoffentlich verzeihst du mir.
Nun würfeln Sie schon! - He!
Es herrscht immer noch Religionsfreiheit.
Ich danke dir, dass du meinen Wunsch Musketier zu werden, erfüllt hast.
Ich verspreche, dich nicht mehr wegen Kleinigkeiten zu belästigen.
Jetzt gilt es, eine neue Uniform zu kaufen. - Wie lange soll das dauern?
Halten Sie den Mund, oder Gott wird Sie zur Strafe verstummen lassen.
Sorgst du dafür, Herr, dass ich eine Sechs würfele, verspreche ich dir,
werde ich am Sonntagmorgen überaus großzügig sein.
Los jetzt! Also, was sagst du?
Sind wir uns einig? - Nun würfeln Sie schon!
Wann ist er denn fertig? - Ich will auch noch mal drankommen.
Der will dich zum Narren halten.
Komm schon! - Los!
Sechs! - Hol mich der Teufel! - Er hat ihn erhört.
Er hat eine Sechs gewürfelt. - Vorsicht. - Nicht zu fassen.
Was ist denn, mein Bruder? Glauben Sie etwa nicht?
Oh, schon wieder eine Sechs!
Ich will Ihnen sagen, was ich glaube.
Ich glaube, dass Sie die Würfel ausgetauscht haben.
Hören Sie auf, das ist doch lächerlich.
Lächerlich, Monsieur? - Verfluchter Betrüger!
Auch so ein Strolch!
Mir scheint, die Leute sind verstimmt. - Hängt sie auf!
Ja, hängt sie auf!
Wir sind zu zweit, vergiss das nicht.
Willst du es mit 15 aufnehmen?
Ihr Betrüger bekommt die Strafe, die ihr verdient. - Herrschaften!
Ihr müsst bedenken, wir sind Musketiere.
Und in der tödlichen Kunst des Zweikampfes geschult.
Selbst mit gebundenen Händen vermag ich einem Mann den Garaus zu machen.
Ich habe mit Gottes Glück gewonnen, lasst mich los!
Etienne!
Wo ist der Strolch? - Immer drauf!
Hilf mir!
He!
Halt durch!
Wo ist der Strolch?
He! - Hier ist er, ich hab ihn!
Schlag zu! Schlag zu!
Hier hast du's! - Verbindlichen Dank.
Verfluchter Drecksack!
Verschwinden wir. - An mir soll es nicht liegen.
He! He!
Hier entlang, schnell!
Hilf mir rauf.
Oh... - Na mach schon!
Hinterher! - Wo sind sie hin?
Komm, spring! Du musst höher springen!
Kommt schon! - Schneller, Männer!
Wir treffen uns später.
Die sitzen in der Falle.
Wir haben sie gleich!
Hört zu, die Herren, hier bin ich. - Schnappt sie!
Na warte!
Da ist der Andere!
Wo ist er?
He!
Ich seh ihn nicht mehr. - Ich auch nicht. - Da lang!
Danke, die Herrschaften.
Gaston!
Gaston!
Nein, Antoine! Der ist viel zu groß, der...
Pst! Ach, ihr Hornochsen!
Was wollt ihr? - Bist du endlich fertig?
Oh, alle Achtung.
Oh, sag ihnen, sie sollen gehen.
Na, was denkst du? - Ich glaube, er ist noch nicht fertig.
Corrine? - Ist das der Vater?
Papa! - Monsieur Lebout!
Guten Abend. Ein entzückendes Haus haben Sie.
Ich bring dich um! - Ich komm doch sofort runter.
Beeil dich, Gaston! Bitte, beeil dich.
Wir warten auf dich. - Mach schnell, bevor meine Brüder kommen.
Brüder? Wie viele hast du denn? - Sechs!
Für König und Vaterland. - Mach sofort die Tür auf!
Diese Familie ist wahnsinnig. - Gaston! Hier.
Corrine, was geht hier vor? - Ein reizendes Kind.
He! - Los!
Den werden wir lehren! - Wollen wir, meine Herren?
Ich hoffe, sie war es wert. - Finger weg von ihr!
Drecksbande!
Die Brüder sehen wütend aus. - Wir müssen wieder rennen.
Folgt mir. - Entschuldigt, Freunde.
Jetzt haben wir auch euch!
Da sind sie!
He, was ist denn los?
Seht sie euch an.
Die Possenreißer und die Affen. - Dann sind wir ja erlöst.
Ah!
Henry! Beeil dich, wir müssen hier weg!
Runter! Los, runter da!
Hüa, los!
Bleibt ruhig! Schön ruhig bleiben.
Weg von den Pferden!
Los, kommt schon.
Hüa!
Los, weg hier!
Seid Ihr verletzt? - Sie wollten mich berauben.
Das war ein guter Schuss.
Für einen Räuber trägt er teure Kleidung.
Danke, dass Ihr mir geholfen habt.
Die Straßen sind zu gefährlich, um allein auf Reisen zu gehen.
Mein Kutscher riet mir, eine Eskorte zu engagieren,
aber ich hatte es so eilig nach Paris zu kommen.
Ich hätte nicht gedacht,...
Ich danke euch, junger Mann. - Gern geschehen.
Ihr seid eine Frau!
Valentine... Valentine D'Artagnan.
Lady Bolton.
D'Artagnan...
Eine Verwandte des Musketiers? - Ja, er ist mein Vater.
Da wir in die selbe Richtung reisen:
Darf ich Euch vielleicht meinen Geleitschutz anbieten?
Nur, wenn Ihr mit mir in meiner Kutsche fahrt.
Ihr müsst mir erzählen, wo Ihr so gut Fechten gelernt habt.
Ihr seid wahrlich vortrefflich.
Vor nicht einmal 24 Stunden sind Sie...
in die Musketier Garde seiner Majestät aufgenommen worden.
Haben Sie den Verstand verloren? Was?
Was sagen Sie zu Ihrer Verteidigung? - Es verhält sich so,...
Gar nichts, es gibt dafür keine Entschuldigung.
Habe ich mich klar ausgedrückt?
Ich sollte Sie ersuchen, auf Ihre Ernennung zu verzichten.
Aber aus Achtung vor Ihren Vätern werde ich das nicht tun.
Danke sehr.
Aber dafür werden Sie drei vorläufig unter Bewährung gestellt.
Höre ich nur eine Beschwerde, fliegen Sie alle raus!
Ja, Monsieur. - Ja. - Ja, Monsieur.
Und Sie... Lassen die Finger von seiner Tochter!
Jawohl.
Das gilt übrigens für alle Frauen.
Alle unter 50. - Verstehe.
Und ihr beide...
werdet ihn für alles, was ihr zerbrochen habt, entschädigen.
Aber das waren wir...
Natürlich. - Gut.
Wenn sich einer von euch auch nur ungehörig räuspern sollte,
seid ihr alle drei erledigt. Ja?
Und jetzt los! Ab mit euch, raus!
Danke, Kommandant. - Ich bitte um Verzeihung.
Kommt nicht wieder vor.
Hü!
Hü!
Willkommen in Paris.
Ho! Ho!
Br!
Guten Morgen, Sergeant. - Herrlicher Tag heute.
So schöne Haare sollte man nicht verstecken.
Ihr klingt wie meine Mutter. - Dankeschön.
Nochmals vielen Dank, und alles Gute!
Einfach unglaublich. Wir haben schon wieder kein Geld.
Aber wir sind immer noch Musketiere!
Entschuldigung.
Was soll das, du Tollpatsch?
Sie dämlicher Hammel! Machen Sie gefälligst die Augen auf!
Ein Bauerntölpel sollte lernen, Leuten Achtung entgegen zu bringen.
Nicht hier! - In der Stadt sind Duelle nicht erlaubt.
Wir klären das an der Ruine, morgen bei Sonnenaufgang.
Ich werde da sein.
Fragt sich nur, ob Sie erscheinen.
Komm schon.
Morgen eine unangekündigte Kontrolle der Baracken.
Wer durchfällt bekommt Wachdienst,
und einen Tag Strafexerzieren für Schmuggelware.
Wie Sie wünschen.
Aha.
Kommandant Finot? - Ich habe zu tun.
Ich bin weit gereist, um Sie zu sehen.
Holen Sie sich einen Termin.
Ich bestehe darauf, dass Sie mich empfangen.
Kapitän Mauriac, schaffen Sie mir diesen Jüngling vom Hals.
Gewiss doch.
Paul Mauriac?
Du bist Kapitän geworden!
Verzeihen Sie, kennen wir uns? - Valentine!
Valentine D'Artagnan.
Valentine!
D'Artagnan?
Sind Sie verwandt mit...? - Ich bin seine Tochter.
Jetzt piesackt mich schon der Nachwuchs.
Hier ist ein Schreiben meines Vaters.
Das letzte Mal, als wir uns sahen, hast du mit einem Holzschwert geübt.
Er preist ihr Können in den höchsten Tönen.
In unserem Dorf bin ich im Fechten ungeschlagen.
Schön und gut, Kindchen. Doch Sie sind...
eine Frau. - Was hoffentlich keinen Einfluss haben wird.
Es gab bei den königlichen Musketieren noch nie eine Frau.
Nein, gehen Sie nach Hause. - Lassen Sie mich zeigen, was ich kann.
Auf keinen Fall.
Ich werde nicht aufgeben.
Ich beweise Ihnen, wie gut ich bin. - Ich wünschte, Sie wären ein Mann.
Und ich wünschte, Sie wären der Mann, den mein Vater so lobte!
Valentine!
Ich würde dir gerne meine Hilfe anbieten.
Der Kommandant ist sehr traditionsbewusst.
Der Gedanke an sich ist ihm fremd.
Mir übrigens auch, muss ich zugeben.
Bei der Armee gab es noch nie eine Frau,
geschweige denn bei den Musketieren des Königs.
Lass ihn ein paar Tage darüber nachdenken.
Ich werde auf ihn einwirken, dir zu erlauben,
ihm deine Fechtkünste vorzuführen. - Du wirst es sicher nicht bereuen.
Wo wirst du wohnen? - Bei Planchet.
Ich schicke einen Boten. - Danke.
Los!
Ihr da! Musketiere!
Lass sie das machen.
Wenn sie dich brauchen, sind sie die Uniform nicht wert.
Steigt ab.
Kommt mit uns mit.
Sind wir gezwungen, die Musketiere in Zweiergruppen zu töten,
werden wir Wochen brauchen, um sie auszurotten.
Nehmt ihnen die Uniform und versteckt die Leichen. - Ja.
Wir überlegen uns etwas anderes.
Guten Morgen.
Cecile, wie lange willst du mich noch anschweigen?
Du kannst nicht ewig so weiter machen.
Du hättest mitgehen sollen.
Du weißt, dass die Stadt für eine junge Frau gefährlich ist.
Sie kann sehr gut alleine auf sich achtgeben.
Außerdem hat sie immer noch Planchet.
Ach, Planchet!
Cecile, ich finde, du bist einfach zu ängstlich.
Und warum haben wir dann noch nichts von ihr gehört?
Du weißt doch, wie Kinder sind.
Es wäre mir trotzdem wohler, wenn du nach Paris reiten...
und nach dem Rechten sehen würdest. - Ich fürchte, das geht nicht.
Dafür habe ich hier zu viele Verpflichtungen.
Hörst du,...
Andererseits hat es auch etwas Erfreuliches.
Da Valentine fort ist, könnten du und ich...
Na ja... - Oh Jacques!
Iss dein Frühstück auf, ehe es kalt wird.
Und dann komm zu mir nach oben.
Ho! Ho!
Mademoiselle.
Lady Bolton!
Eure Eminenz.
Seid willkommen in Frankreich. Ihr habt uns gefehlt.
Wie war England? - Zu viele Protestanten.
Ihr ward bei meinem alten Freund, dem Herzog von Buckingham?
Er ist ein großzügiger Mensch.
Mit seinen besten Empfehlungen.
Anna von Österreich.
Bezaubernd.
Aber natürlich nicht halb so bezaubernd, wie Ihr.
Ist es das, wonach Ihr gesucht habt? - Oh ja.
Ja.
Ihr habt Euch Eure Belohnung verdient, Lady Bolton.
Kennt Ihr die Geschichte von Ludwigs Geburt?
Ich weiß, dass man ihn das Wunderkind nannte.
Als Ludwig zur Welt kam, waren seine Eltern 23 Jahre verheiratet.
Dass die beiden sich hassten, war ein offenes Geheimnis.
Alle Welt weiß von Annas Liebe zum Herzog von Buckingham.
Leider blieb sie unerfüllt.
War sie das wirklich?
Das ist ja unglaublich!
Der Herzog ist möglicherweise König Ludwigs Vater.
Möglicherweise.
Das kann Ludwig seinen Thron kosten.
Sicher wird er alles tun, um es geheim zu halten.
Mit diesem Brief hab ich Ludwig und ganz Frankreich in der Hand.
Onkel!
Ich muss dringend mit dir sprechen. - Ich habe zu tun, Marie.
Die spanische Infantin ist auf dem Weg nach Fontainebleau.
Weißt du, was das bedeutet?
Ludwig gedenkt offenbar, diese Dirne zu heiraten!
Ich werde mich zurückziehen. - Darf ich Euch meine Nichte vorstellen?
Marie Mancini. - Guten Tag.
Onkel Mazarin, ich bitte dich. Kannst du nichts unternehmen?
Wir unterhalten uns später. - Danke, Eminenz.
Wo drückt der Schuh?
Ludwig glaubt, es kann den Krieg mit Spanien beenden,
indem er die Prinzessin heiratet.
Ich kann nicht weiterleben, wenn das geschieht. - Beruhige dich.
Es wird keine Vermählung geben. - Wie willst du ihn davon abhalten?
Vertrau mir. Lass das meine Sorge sein,
und geh wieder zurück zu Ludwig. - Dankeschön.
Hast du die Kuh gemolken und die Ziegen gefüttert?
Hörst du mir überhaupt zu?
Hast du den Stall ausgemistet und den Tieren frisches Stroh gegeben?
Ja. - Hast du diese unverschämte Rechnung vom Schlachter gesehen?
Er hat uns schon wieder übers Ohr gehauen.
Ich könnte schwören, dass er die Hand auf die Waage legt.
Wie sollen wir auf einen grünen Zweig kommen,
wenn du das Geld an deine Freunde verschenkst?
Ach, lass nur! Ich kümmere mich darum.
Schon gut, ich mach es ja.
Bis du dich bewegst, bin ich dreimal wieder da!
Verzeihung Herr, wir haben geschlossen. - Planchet!
Wenn Sie was auf Kredit haben wollen, müssen Sie Madame fragen.
Ich bin es, Valentine. - Valentine?
Valentine?
Valentine D'Artagnan!
Oh, mein kleines Küken!
Die Augen hast du von der Mutter. - Und vom Vater den Fechtarm.
Der berühmteste von ganz Frankreich.
Seit wann bist du in Paris? - Seit heute.
Du musst bei uns wohnen, keine Widerrede!
Oh, Valentine. - Planchet.
Planchet, wer ist das Weib?
Was treibt ihr denn da?
Das ist Madame Planchet, meine geliebte Frau.
Und das ist Valentine D'Artagnan, D'Artagnans Tochter.
Und was suchst du hier? - Ich will unbedingt zu den Musketieren.
Ah!
Sie will zu den Musketieren!
Und was spricht dagegen?
Manche Leute haben einfach keine Fantasie.
Du wärst heute noch Knecht, wenn ich nicht gewesen wäre!
Und ganz bestimmt glücklich. - Das hab ich gehört!
Ich zeig dir, wo du schläfst.
Du musst von deinem Vater berichten. Und wie geht es deiner Mutter?
Ich bekomme nur eine Rose?
Glaub mir, es war die einzige Rose in ganz Frankreich,
die deiner würdig ist.
Sie ist ausnehmend schön.
Genau wie unsere Liebe.
Wie unsere Liebe, wird auch diese Blume schon bald verblüht sein.
Ihre Schönheit wird vergehen,
ihre Blütenblätter verwelken.
Es dauert nicht lang,
und außer Dornen wird nichts übrig sein. - So weit kommt es nicht.
Niemals! Niemals!
Denn du weißt ja, ich bin der Sonnenkönig.
Und unserer Liebe Feuer wird niemals verglühen.
So mächtig du bist, den Lauf der Zeit kannst du nicht aufhalten.
Nein. Aber ich weiß, mit wem ich sie verbringen will.
Und das, Liebling, bist du und immer nur du.
Und wenn ich alt und grau bin, liebst du mich dann immer noch?
Alt, grau, faltig, aufgedunsen...
Sogar, wenn du anfängst zu humpeln. - Zu humpeln?
Oder, wenn dir ein Buckel wächst.
Weißt du, was auch geschehen mag,
du bist und bleibst die große Liebe meines Lebens, Marie.
Auf ewig?
Auf ewig.
Weil ich dich nämlich auch auf ewig lieben werden, Ludwig.
Es sei denn... - Es sei denn, was?
Es sei denn, dir wächst auch ein Buckel!
Ehrlich gesagt wächst mir im Augenblick etwas anderes.
Wann soll sie eintreffen? - Wann soll wer eintreffen?
Tue nicht so, als wüsstest du nichts davon.
Die spanische Infantin.
In etwa einer Woche. Wieso?
Ich werde dafür sorgen, dass jede Rose in Paris vernichtet wird.
Dann kannst du sie nicht auf die gleiche Weise verführen.
Es heißt, dass die Infantin nur Chrysanthemen mag.
Ach, Ludwig!
Und die wurden alle auf meinen Befehl vernichtet.
Du bist ja wahnsinnig. - Kann sein, aber es bleibt unser Geheimnis.
Das glaubt mir sowieso keiner.
Nicht zu fassen, dass du schon wieder all unser Geld verloren hast.
Was habe ich gesagt?
Der junge Hasenfuß scheint doch kneifen zu wollen.
Du schuldest mir was!
Was denn, was denn?
Sieh mal an. Die ist nicht ohne.
Ganz im Gegenteil.
Neue Freundin für Gaston? Hübsches Kind.
Ich hätte nicht geglaubt, dass Sie Wort halten.
Verzeihung, hier liegt wohl eine Verwechselung vor.
Nein, wohl kaum.
Kennen wir uns? - Ich denke schon.
Gestern haben Sie mich zum Duell gefordert.
Wo ist der Bauerntölpel? - Der Bauerntölpel?
Das war ich, gestern.
Worauf wartest du, Gaston? Oder willst du kneifen?
Passen Sie auf, er hat das städtische Fechtturnier gewonnen.
Ja, zwei Jahre in Folge!
Stimmt doch, Gaston. - Ich werde mich nicht mit ihr duellieren!
Ich ahne schon, warum.
Es wäre eine Blamage, gegen mich zu verlieren. - Das stimmt nicht.
Ich glaube, sie meint es ernst. - Was ist das für eine Degen?
Wo haben Sie den her? - Er gehört mir.
Das ist nicht wahr.
Kommen Sie, geben Sie ihn mir. Her damit.
Sie können ja versuchen, ihn mir wegzunehmen.
Oh!
Das ich nicht lache! - Wir sind hier, wenn du uns brauchst.
Na schön, wie Sie wollen.
Es gibt nur vier solcher Degen auf der ganzen Welt.
Woher wissen Sie das?
Mein Vater hat einen davon. - Meiner auch. - Und meiner.
Komm, Langfingerchen, gib ihn wieder her.
Ich hab ihn nicht gestohlen!
Mein Vater führt den Degen wie niemand sonst in Frankreich.
Und er hat ihn mir geschenkt.
Valentine?
Gaston?
Nein.
Doch nicht diese Plage von einem Mädchen,
das uns immer nachgelaufen ist, als wir Kinder waren?
Etienne und Antoine!
Ihr seid verhaftet wegen Duellierens unter Missachtung...
des Sondererlasses von Kardinal Mazarin!
Der Kardinal hat kein Weisungsrecht über die Musketiere.
Werden wir kämpfen?
Und ob wir kämpfen werden.
He!
Nicht lange währt das Band, fällt Geld in Narrenhand.
Nicht übel, Valentine.
Was meint ihr? Wollen wir nicht erst Frühstücken,
bevor die großen Helden wieder zu sich kommen?
Wir haben kein Geld. - Wir sind eingeladen, vom Kardinal!
Willkommen in Paris, Valentine!
Athos, Porthos, Aramis, ihr lieblichen Schweine.
Ich hab was für euch. Ah.
Entschuldigt die kleine Verspätung, ich wurde aufgehalten.
Ganz ruhig, dann wird dir nichts geschehen. - He! Halt!
Wer seid ihr, was wollt ihr von mir?
Aufhören! - Lasst mich los!
Was wollt ihr?
Jacques, haben sie dir wehgetan? - Mir fehlt nichts.
Ich habe keine Beschwerden, doch ich fürchte,
unseren Freunden hier wird mächtig der Schädel brummen,
nachdem du sie mit der Bratpfanne niedergeschlagen hast.
Athos! Wie lange haben wir uns nicht mehr gesehen?
Fünf Jahre? - Eher sechs. - Athos!
Ist dir klar, wen du mit deinem furchterregenden Kochgeschirr...
um ein Haar gebraten, pochiert und geschmort hättest?
Die weltberühmten drei Musketiere!
Ich sah drei Gestalten ums Haus schleichen und hielt sie für Räuber.
Wir wollten ihn nur in den Dorfteich werfen, es sollte ein Jux sein.
Und es wäre uns gelungen, wenn du es nicht vereitelt hättest.
Ist das zu glauben, dass dieser Schweinehirt mal...
der zweitbeste Fechter in ganz Frankreich war?
Das war schlimm. Wie soll ich das nur wieder rauskriegen?
Aramis... - Ich hab was auf dem Feuer.
Ihr bleibt alle zum Essen. - Auf jeden Fall.
Das versteht sich, ihr Lumpen. - Oh, Porthos.
Dann wird Ludwig Euch leiden- schaftlich in die Arme schließen,
und Euch küssen. - Ich hoffe nur, er riecht nicht aus dem Mund.
Und natürlich, dass er ein guter Küsser ist.
Man sagt nicht umsonst, dass die Franzosen viel vom Küssen verstehen.
Sonia sagt, laut Protokoll muss in der Hochzeitsnacht...
der gesamte Hofstaat anwesend sein.
Vielleicht kommt es gar nicht so weit.
Es heißt, er sei eitel und unreif,
und dass Kardinal Mazarin die Macht im Staate hat.
Ich möchte einen Gemahl der klug und gütig ist. - Und gutaussehend.
Jemand, zu dem ich aufblicken kann. - Na klar.
Wohlbestückt wäre auch von Vorteil.
Die Pferde brauchen bald wieder eine Rast.
Du vergeudest nur deine Zeit.
Eine Frau hat bei den Musketieren nichts verloren.
Hör nicht auf ihn.
Dir hat sie auch Paroli geboten, und du hast das Turnier gewonnen.
Zwei Jahre in Folge! - Das war kein echtes Duell.
Sie hätte im Ernstfall nicht die geringste Chance gegen mich.
Dann komm! - Seid ihr vollkommen wahnsinnig geworden?
Dann wären wir die längste Zeit Musketiere gewesen.
Es wird noch Gelegenheiten geben.
Das will ich doch hoffen.
'Es wird noch Gelegenheiten geben'.
Sagt, was treibt ihr eigentlich in der Gegend,
außer bei der Landbevölkerung Angst und Schrecken zu verbreiten?
Wir sind jetzt Komödianten. - Äh...
Augenblick, du meinst, ihr seid Schauspieler?
'Kommt alle und ergötzt euch an den Abenteuern...
der berühmtesten Fechtkünstler Frankreichs!
Für nur einen Franc seht ihr, wie die legendären drei Musketiere...
die waghalsigsten Kämpfe bestreiten,
um die Feinde Frankreichs auf immer zu bezwingen.
Wir kommen in Kürze auch in euer Dorf!'.
Bravo!
Die Leute öffnen ihre Geldbörsen, sie finden uns wundervoll.
Und wir müssen keinen Schweinekoben ausmisten.
Wie erträgst du diesen abscheulichen Gestank?
Eins verstehe ich nicht:
Zuletzt hast du geschrieben, dass du ins Priesteramt berufen wurdest.
Das war nicht von Erfolg gekrönt.
Er hätte den Frauen entsagen müssen. - Aha.
Und was ist mit Amélie? - Ich liebe meine Frau, aber...
Um die Wahrheit zu sagen: Sobald sie 40 sind, verlieren sie den Verstand,
und die meisten finden ihn die wieder.
Anwesende sind selbstverständlich ausgenommen.
Und du, Athos? Der Comte de L'Affaire?
Der lebt von der Schauspielerei?
Ihr wisst ja, was man Schauspielern nachsagt. - Und ganz zu recht.
Ich amüsiere mich, wie selten zuvor.
Da Gaston in Paris ist, wird es mir langweilig, Getreide anzubauen.
Alle unsere Söhne sind in Paris,
und wir haben Zimmer bei Planchet reserviert. - Was du nicht sagst.
Du solltest uns begleiten. Um der alten Zeiten willen.
Alle für einen, einer für alle. Wenn dein Weib dich ziehen lässt.
Wenn ich nach Paris reisen will, dann reise ich nach Paris!
Gib Acht, Cecile könnte dir eins mit der Pfanne überbraten!
Ja. Hat noch einer von euch dieses Klingeln im Kopf?
Was? - Was?
Wir reiten Tag und Nacht,
und hoffen, unser Ziel in drei Tagen zu erreichen.
So Gott will, treffen wir am 15. dort ein.
Verlassen Sie Ihren Posten,
sagen Sie Ihrem Adjutanten, wo man Sie finden kann.
Sie müssen für den König jederzeit zu erreichen sein. Ach, und...
Halten Sie die Männer vom Wirtshaus fern.
Ich scheuche sie bei Sonnenaufgang aus den Federn. - Gut.
Bis zu meiner Rückkehr üben Sie die volle Befehlsgewalt aus.
Spurt einer nicht, wird er unverzüglich rausgeworfen. Vorwärts!
Das gilt für die Hälfte der Männer.
Kapitän Mauriac, wo reiten die hin?
Der König hat sie an die Front beordert.
Das wäre eine Aufgabe für uns gewesen. - Nächstes Mal vielleicht.
Ist es dir gelungen, den Kommandanten von mir zu überzeugen?
Es war kein Zeit, tut mir leid. - Wann kommt er zurück?
Es kann Monate dauern.
Valentine.
Du verlässt uns schon?
Ich will mich im Krieg bewähren.
Das ist doch viel zu gefährlich.
Wenn mich Kommandant Finot erst kämpfen sieht,
wird er sicher seine Meinung über mich ändern.
Planchet?
Ich hab einen frisch gebackenen Kuchen ans offene Fenster gestellt.
Du weißt nicht zufällig, wo er geblieben ist?
Ich fürchte nein, mein Vögelchen.
Planchet! Da wird er sich wohl in Luft aufgelöst haben.
Blaubeere?
Pflaumenkuchen.
Tue mir einen Gefallen, Kind.
Gib gut auf dich Acht.
Unbedingt.
In Deckung!
Ah...
Kommandant Finot!
Absitzen!
Da hinten!
In Deckung!
Ihr also.
Ich glaube nicht, dass Tabak mir zusagt.
Nein, nein. Pass auf...
Hier steht es schwarz auf weiß:
'Der tägliche Gebrauch von Tabak wird aus vielen Gründen empfohlen.
Er stimuliert erwiesener Maßen die Verdauung,
und ist förderlich für die Gesundheit von Herz und Lunge.'
Aphrodisierend soll er auch wirken. - Hochinteressant.
Eines Tages wird man Jean Nicot anbeten, wie einen Heiligen,
weil er dieses herrliche Wundermittel bei uns eingeführt hat.
Meint Ihr nicht auch, Kardinal?
Es steht mir nicht an, das zu beurteilen.
Wie wählt die Kirche ihre Heiligen aus?
Das ist ein langwieriges Verfahren.
Zunächst muss der Beweis erbracht werden, dass der Betreffende...
ein Held ist und tugendhaft, und verbürgte Wunder vollbracht hat.
Dann wird keiner von uns beiden heilig gesprochen, nicht wahr?
Nein, Sire.
Mir scheint, dass Euer Bericht von General Delacroixs Sieg...
schon etwas von einem Wunder hatte.
Verglichen mit den Worten eines Augenzeugen.
Erlaubt mir ein klärendes Wort. - Ich bitte darum!
Wir haben zwar schwere Verlust erlitten,
aber es war ein taktischer Sieg. - Ja, ja.
Das erklärt natürlich einiges.
Wie üblich, Kardinal, ist euch nur an meinem,
und selbstverständlich am Wohl Eurer Wahlheimat gelegen.
Euer Land ist auch das Meine, möchte ich annehmen.
Euer Name war Mazarini, nicht wahr,
bevor Ihr ihn geändert habt?
Ja, ganz sicher. Keine Überlebenden, Hoheit.
Und das Zeichen, von dem Sie sprachen, war ein schwarzes Kreuz?
Ja, zweifellos. Es war hier am Hals eintätowiert.
Wenn Sie die Güte hätten, draußen zu warten. Vielen Dank.
Es reicht! Dieses Mal ist Mazarin zu weit gegangen!
Er hätte es nicht gewagt, wenn er seiner Sache nicht sicher wäre.
Wie kann ich seine Macht über Frankreich beschneiden?
Indem Ihr die Eure vergrößert.
Natürlich.
Ihr habt vollkommen recht.
Wenn die spanische Prinzessin in Paris eintrifft,
werde ich diesen Krieg beenden, indem ich sie heirate.
Sollte sie noch so hässlich sein.
Wenn Kardinal Mazarin so unverfroren ist,
eure Musketiere anzugreifen, Hoheit,...
wird er wohl auch versuchen,
die Prinzessin vor ihrer Ankunft ermorden zu lassen.
Das wird er nicht wagen!
Eure Geliebte ist seine Nichte.
Marie würde niemals einen Verrat begehen.
Nicht mit Absicht.
Ihr habt recht.
Ruft Mauriac herein. - Sehr wohl, Majestät.
Eminenz...
Ich war überaus traurig, vom Tod Eures alten Freundes,
Kommandant Finot, zu hören.
Kaum trauriger als ich, Eminenz.
Ich habe einen neuen Auftrag für Euch, Kapitän Villeroi.
Von besonderer Bedeutung.
Wählt Männer aus, die mir treu ergeben sind, und nicht dem König.
Alle Eure Diener sind Euch treu ergeben, Herr.
Die spanische Infantin soll inkognito auf dem Weg hierher sein.
Es liegt mir daran, dass sie niemals hier eintrifft.
Wählt unvermählte Männer aus.
Es ist mein Wunsch, dass keine Zeugen überleben.
Es widerstrebt mir,
für hinterbliebene Frauen oder Kinder verantwortlich zu sein.
Ich werde Euch nicht enttäuschen.
Augenblick noch!
Ihr hattet uns nach einem Stück Land gefragt, unweit von Montpellier.
So leid es mir tut,
der König hat es einem Adligen zugesprochen.
Ich habe mein Bestes getan. - Er war ein Besitz meiner Familie.
Ich finde gewiss ein größeres Stück Land für Euch.
Sagt, betrübt Euch das, Kapitän?
Ich kann mich wohl doch auf Euch verlassen, François?
Ja, Eminenz.
Claude Graivant,
Gustave Maillot,
Hubert Polignac,
Jean Diderot,
Charles Suvages,
Albert Dumas,
Gilbert LaPonte,
Pierre Levondell,
Paul Seconde,
Kommandant Laurent Finot.
Ich fühle mich geehrt, den Degen meiner Vorgänger tragen zu dürfen.
Kommandant Treville,...
und Kommandant Finot.
In ihrem Namen will ich fortführen, was sie begonnen haben.
Achtung!
Fertig! Legt an!
Feuer!
Und eins, zwei, drei!
Ihr werdet in den aktiven Dienst zurückversetzt.
Der König hat mich auf eine Mission beordert, euch nehme ich mit.
Ich habe euch bei Fechtübungen gesehen,
und Valentine bürgt für eure Integrität.
Ich brauche zuverlässige Männer.
Die Prinzessin von Spanien reist inkognito durch Frankreich.
Wir sollen sie finden und nach Paris geleiten.
Kommandant Finot hat an euch geglaubt.
Jetzt dürft ihr euer Können unter Beweis stellen.
Das werden wir auch. - Gut.
Wenn wir morgen Früh aufbrechen, kommt nicht in Uniform.
Wegtreten!
Lass mich auch mitkommen.
Das geht nicht, du bist kein Musketier.
Ich erlaube dir, an der Ausbildung der neuen Rekruten teilzunehmen.
Dann steht deiner Aufnahme nichts mehr im Wege.
Danke, Kommandant Mauriac!
Wunderbar, sehr schön. - Ja, wieder zurück.
Und noch mal von vorn!
Du wolltest mich sehen, Ludwig? - Komm, setz dich.
Ich möchte dir etwas schenken.
Oh, Ludwig!
Sie ist wunderschön.
Vielen Dank.
Hilf mir, sie anzulegen.
Du sollst etwas haben, damit du immer an mich denkst.
Ich muss dich leider fortschicken.
Du kannst mich nicht fortschicken!
Die Prinzessin wird bald hier sein.
Du wolltest dich von mir freikaufen!
Wie konntest du nur!
Gemeines Scheusal.
Onkel Mazarin!
Ludwig...
Ich kann ohne dich nicht leben.
Ich will ohne dich nicht leben.
Was tut Ihr da?
Wenn Ihr zu meinem Onkel wollt, der ist nicht da.
Gebt mir den Brief.
Dann kennt Ihr den Inhalt?
Natürlich kennt Ihr ihn!
Diese Zeilen könnten Ludwig vernichten. - Gebt mir den Brief.
Ihr und mein Onkel steckt dahinter.
Ich bringe ihn zu Seiner Hoheit. - Seid doch nicht dumm.
Er wird Euch hinrichten lassen, weil Ihr wisst, was darin steht.
Niemals würde er das tun. Er liebt mich.
Er gehört nicht in Eure Hände.
Los, gebt ihn her. - Nein, nein!
Gebt ihn gefälligst her!
Marie!
Ludwig!
Seine Majestät ist zur Jagd.
Wo ist Monsieur Trevoux? - Er begleitet seine Hoheit.
Mademoiselle!
Entschuldigt die Verspätung, Lady Bolton.
Eminenz!
Hier bin ich!
Marie hat den Brief.
Sie hat ihn gefunden. - Wo ist sie?
Auf dem Weg zum König.
Dummes Kind. Wache! Wache!
1.000 Goldstücke für den, der meine Nichte findet und sie herbringt.
Im Salon!
Durchsucht jeden Raum.
Postiert Wachen an beiden Haupteingängen.
Weitersuchen, Leute! Drei Mann in den Südflügel.
Hier ist es gut. Die Männer sollen die Fasane aufscheuchen.
Ihr geht nach hinten! - Sucht auf dem Balkon!
Hier ist niemand. - Sucht weiter.
Weitersuchen!
Bitteschön, Hoheit.
Wir haben sie nicht gefunden.
Entschuldigung, wie komme ich zum Hauptquartier der Musketiere?
Gleich hinter den großen Tor dort. - Vielen Dank.
He!
He! He! - He!
Ja.
Lady Bolton!
Geben Sie das den König.
Ich erledige das.
Nicht bewegen!
Sie plant ein Komplott gegen den König. - Nein, Sie ist es!
Sie hat es versucht. - Sie und der Kardinal!
Mein Gott! - Unglaublich!
Mörderin! - Was, ich? Nein!
Das ist gelogen, Sie war es! - Nein, verhaftet sie!
Sie hat die Mätresse des König ermordet. Ergreift sie!
Mörderin! - Haltet sie fest.
Da ist sie.
Wachen!
Jetzt haben wir dich!
Da oben.
Das genügt. Lass gut sein.
Hier ist sie nicht.
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