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Original subtitles

*Geheimnisvolle Orchesterklänge*

*Rock-Schlagzeugrhythmus*

*Bassmelodie*

*Fetzige Rockmusik*

*The Knack - My Sharona*

*Musik blendet aus*

Heute ist der drittglücklichste Tag meines Lebens.

Der glücklichste Tag meines Lebens war der,

an dem Antonia auf die Welt gekommen ist.

Der zweitglücklichste Tag war der,

an dem sie in meine Kanzlei eingetreten ist.

Dort hat sie Florian kennengelernt.

Einen meiner besten Anwälte und, was noch wichtiger ist,

ein herzensguter Mensch.

Heute haben die beiden in der Kirche geheiratet,

in der auch ich getraut wurde.

Ich meine Isabella und ich.

Und mich.

*Seufzer*

Ah, ja...

ich bin mir sicher, er wird ihr das Leben bieten,

das ich mir immer für sie gewünscht habe.

Der viertglücklichste Tag in meinem Leben....

und damit komm ich auch schon zum Ende meiner Rede....

wird der sein, an dem die Beiden mir endlich

meinen ersten Enkelsohn schenken werden,

also unser erstes Enkelkind.

Und ich hoffe, dieser Tag kommt sehr bald.

Danke, vielen Dank, Danke.

Bravo!

Wenn ich Buchstabensuppe esse, würde ich ne bessere Rede scheißen.

Immer an der selben Stelle.

Was hast du denn? Das war großartig, Arthur. Wirklich.

Das war eloquent, cool, lässig...

Seht ihn an, Supermann.

Alle lieben Arthur, weil er alles kann.

-Danke, Yus. -Ach Mensch...

Du hast so Glück mit deinem Schwiegersohn.

Ich wär schon zufrieden,

wenn Sophie nen humorvollen Jungen findet.

Wenn er Sophie zum Lachen bringt, dann hat er uns beide im Sack.

Du hattest deine Probe, jetzt lass mal los.

Mach mal langsam Bruce Willis, immerhin bist du der nächste.

-Hab gehört, Luna hat einen Freund? -Quatsch, sie hat kein Freund.

Na, klar hat sie. Hast du gehört, Arthur? Er glaubt...

-Ach, nicht? -Ne, hat sie nicht.

Logisch, du musst es wissen. Du bist ja ihr Vater.

Wir haben ne Abmachung.

Wenn sie nen Freund hat, bin ich der erste, der's erfährt.

Was macht ihr denn hier noch? Wir müssen in die Kirche.

Habt ihr gehört? Wir müssen los.

Und bitte mal lächeln.

Ich will kein Foto machen.

Komm, der Pfarrer erlaubt keine Fotos in der Kirche.

Jetzt hör auf mit dem Quatsch.

Sitzen diese Idioten etwa auch bei uns am Tisch?

Klar, die gehören doch zur Familie.

Nicht zu meiner. Das sind nur Schwäger.

*Verträumte Klänge*

*Kirchenglocke*

Wie geht es dir mein Lieber?

Gut, gut.

-Bisschen aufgeregt, aber alles gut. -Nur die Ruhe.

-Jetzt kann nichts mehr schief gehen. -Danke.

Ich setz mich mal zu meinen Schwestern.

-Ich sag nur: Typisch. -Du, Handy aus.

Du musst mit Papa reden. Alle wissen es. Nur er nicht.

Mama, jetzt nerv nicht. Du weißt doch wie er ist.

-Wann lernen wir ihn endlich kennen? -Ich werd ihn euch schon vorstellen.

Sag mal, hast du nen Freund?

Ne.

-Eigentlich muss ich noch Cello üben. -Eigentlich...

Sophie, alle in der Kirche warten, dass du Cello spielst.

Paps, das ist Andi. Andi das ist...

Yusuf.

Der Vater der Kleinen.

Mhm. Andi. Freut mich.

Ich hau ab, ja?

Ist er nicht toll?

Na, komm, mein Schatz.

Antonia?

Alles gut?

Ja, alles ok.

Ich bin nur aufgeregt.

Du weißt ja, es war noch nie meine Stärke Gefühle zu zeigen,

aber ich möchte dir sagen, und zwar von ganzem Herzen...

*Quietschende Reifen* (Mann) Ich liebe dich!

Antonia.

Wer ist das?

Ich liebe dich. Ich liebe dich mehr als alles andere auf der Welt. Und...

Wenn ich es jetzt nicht versuche, dann werde ich es immer bereuen.

Ich...

ich bitte dich,

heirate ihn nicht.

*Verträumte Streicherklänge*

Es tut mir leid, Papa.

Sag Mama auch, dass es mir leid tut.

Ja, aber...

-“Autotüren gehen zu* -*Motor startet*

*Auto fährt davon*

*Kirchenglocken*

*Bedrohliche Streicherklänge*

*Glockenschlag*

*Entspannte Jazzmusik*

*Haustür wird geöffnet*

*Musik blendet aus*

*Hund bellt*

-Hey, hey! Komm mal her, Rocky. -Hi, Paps.

Komm mal her! Gluten macht ihn aggressiv.

Wir gehen in mein Zimmer. Hausaufgaben machen.

Ciao.

(Marion) Hallo Schatz.

Ist was passiert?

Sophie hat unseren Abend vergessen.

Oh.

Sie ist in ihrem Zimmer zum Lernen mit diesem Andi.

*Dumpfe elektronische Partymusik*

*Klappern*

Tja...

Sie ist eben kein Kind mehr.

Ja, leider.

Hast du nicht Lust auf 'n Film?

Oh, das tut mir leid, Yus. Es war so viel los in der Praxis.

ich will jetzt eigentlich nur noch in die Wanne.

Mm.

*Baumaschinen rattern*

Kalle, was'n los? Schlechte Laune?

Ist grad alles 'n bisschen schwierig mit meiner Tochter.

Erzähl. Was ist los mit ihr?

Ich glaub sie hat 'n Freund, aber will mir nix sagen.

(Alle) Uuuh.

Wenn sie dir nichts mehr erzählt, ist das ein schlechtes Zeichen.

Ihr habt keine Kinder und keine Ahnung.

Bestimmt kommt er frisch aus'm Knast.

Ja, oder er ist drogenabhängig.

-Oder 'n Dealer? -Oder 'n Skinhead.

Man, jetzt hört doch mal auf mit dem Scheiß.

Oder ein Pole.

*Gelächter*

-Es reicht, Papa. -Hey, was soll das?

Eine geplatzte Hochzeit ist kein Weltuntergang.

Das Leben geht weiter. Ich bin jetzt mit Alex zusammen.

Und wenn ich dir was bedeute, dann musst du das akzeptieren.

-Ich liebe ihn. -Sie liebt ihn.

(Nachäffend) Sie liebt ihn.

Tut mir leid, Mama. Das macht so keinen Sinn.

Alles wird gut, mein Schatz. Wir lernen Alex ja morgen kennen.

-Ich lerne ihn nicht kennen. -Wir alle lernen ihn kennen.

-Ich nicht. -Oh doch. Du auch.

Er kommt zum Essen und du bist dabei. Sonst lernst du mich mal kennen.

Hör auf dich wie ein bockiger Junge zu benehmen.

Es geht nicht um dich, sondern um das Glück unserer Tochter.

Und Schluss mit diesem Süßkram. Ab morgen wird gefastet:

Salat, gekochter Fisch, Hühnchen.

Und geh dich duschen du...

du riechst wie... sag deinem Vater wie er riecht.

Ich kann ihn bis hierher riechen.

Wie ein Mann.

Ich rieche wie ein Mann!

*Ente quakt*

*Lockere, verspielte Klänge*

Wie habt ihr euch denn eigentlich kennengelernt?

Hm. Das ist ne lange Geschichte.

Bei Gericht.

Ach, bist du auch Anwalt?

Na klar. Sicher Richter am obersten Gerichtshof.

Ich war Angeklagter.

Details tun doch nichts zur Sache.

Oh doch, sicher. Wir möchten alles wissen.

Was wurde dir denn zur Last gelegt?

Ich soll nen Porsche von nem Bonzen abgefackelt haben.

Er wollt's wissen.

Alex war unschuldig. Es war ne Protestaktion.

Eine Protestaktion radikaler Kräfte gegen den Kapitalismus.

*Uhrschlag*

So Dinge passieren... Passieren.

Du weißt aber, dass diese Bonzen

dieses Land zu dem machten, was es ist?

Ja, Ja.

Indem sie es nach dem Krieg aufgebaut haben.

Hat lange gedauert, bis er mit dem Wirtschaftswunder kommt.

War klar, dass er damit kommt, aber so früh?

Entschuldigung, aber in welchem Jahr bist du geboren?

1985.

Was weißt du darüber, wenn du es selber nicht erlebt hast?

Arthur?

Ist schon ok.

Ich war auch nicht im alten Ägypten und weiß, dass Sklaverei falsch ist.

Wobei...

so Typen wie du sie wahrscheinlich gerne wieder hätten,

um den Mindestlohn auch noch zu sparen.

Stimmt. Die freie Wirtschaft ist ein hartes Pflaster.

Aber bei uns geht es allen blendend.

Eben nicht. Leuten wie dir geht's blendend,

die so ne Villa haben und sich so ein Essen leisten können.

Trotzdem muss in diesem Land niemand hungern.

Ach, ja? Wusstest du, dass allein in Deutschland 15% der Bevölkerung

nahe der Armutsgrenze leben? Das sind 13 Millionen Menschen.

Allein davon sind 4 Millionen Kinder.

Und die Reichen werden immer reicher und reicher.

Das ist erschreckend. Das stimmt.

Noch erschreckender ist, dass die Dummen immer dümmer werden.

Wenn eines Tages jene, die dieses Land aufgebaut haben, weg sind,

werden diese Dummen ihre Plätze einnehmen müssen.

Dann sind es nicht mehr 4 Millionen, sondern 40 Millionen Kinder.,...

-Papa! -...die unter der Armutsgrenze leben!

Die Maispoularde ist mir außerordentlich gut gelungen, nicht?

Schmeckt gut, oder?

Wenn wir nichts unternehmen,

sitzt deine Tochter bald flötespielend in der Fußgängerzone.

-Was will sie bloß von diesen Typen? -Du...

Sie könnte jeden haben. Warum tut sie uns das an?

Nimm doch mal eine von denen hier.

-Was ist das? -Oh, was Leichtes zum Einschlafen.

Ich nehm noch ein Bad.

*Entspannte Jazzklänge*

*Kraftvolle Jazzmusik*

*Getuschel*

-Na, dann. -Naja.

Kalle... alter Baumeister.

Hier ist das Internet-Tutorial, von dem ich dir erzählt habe.

Die machen aus der Kohle einen Vulkan

und nehmen zum Anzünden Zeitungspapier.

Hier. Schau hin und lerne.

Nimm dein scheiß Handy weg. Ich verbrenne mir noch die Pfoten.

Entspann dich mal. Wollte dir nur helfen.

Was hast du mir gestern gegeben?

Ich hab zwei Stunden aus'm Bett gebraucht.

Das war bloß Atarax. Nehm ich jeden Tag.

Atarax? Das ist ein Angstlöser. Muss vom Arzt verschrieben werden.

Mach dich nicht lächerlich. Karola hat mir die gegeben.

-Das ist wie ne Schlaftablette. -Du bist echt 'n Junkie.

Isabel hat uns erzählt, dass Antonias neuer Freund ein Revoluzzer ist.

Möchtegern-Revoluzzer vielleicht.

-Sag das nicht zu deiner Tochter. -Stimmt es nicht?

Doch, aber man muss es nicht laut sagen.

(Geflüstert) Totaler Möchtegern.

Wenigstens hat Alex Ideale.

Der neue Freund von Sophie ist einer, der nichts auf die Reihe kriegt.

Ich hoffe, er ist nur ein Loser und nicht noch Kiffer oder schlimmer.

Am schlimmsten ist es, wenn man gar nichts weiß.

-Was? Weißt du immer noch nicht mehr? -Ich weiß nur, dass er Fotograf ist.

Als Eltern macht man sich halt immer Sorgen.

Wisst ihr was wir machen sollten? Diese drei Typen zum Teufel jagen.

Scherz.

Sie sind alt genug und müssen wissen, was für sie gut ist, oder?

Man kann nicht immer auf sie aufpassen.

Wir haben uns auch nichts vorschreiben lassen.

*Mysteriöse Klänge*

*Glöckchen*

Du meinst wir sollen sie... umbringen?

Nein... Sie loswerden. Verscheuchen.

Und das haben unsere Frauen vorgeschlagen?

Nicht direkt. Aber sie machen sich auch große Sorgen um unsere Töchter.

Luna hat also wirklich 'n Freund.

Verdammt! Wieso sagt mir, zum Teufel, keiner was?

Ja, das verstehe ich auch nicht, um ehrlich zu sein.

Also, was meint ihr? Ihr helft mir bei dem Kommunisten

und ich helfe euch bei dem Loser und dem Fotografen.

Meiner ist der Fotograf?

Mhm.

Aber, das ist doch gut, oder?

Wenn das gut wäre, warum hat dir deine Tochter dann nichts erzählt?

Was ist mit eurer Abmachung?

Hör nicht auf ihn. Der Junge ist bestimmt in Ordnung.

Fass mich nicht an.

Ich glaube nicht, dass er in Ordnung ist.

Und deiner noch viel weniger, Yus.

Ja?

Wenn du nichts unternimmst, fliegt Sophie von der Schule.

Ich sehe sie schon vor mir, wie sie an einem... zieht.

Woran zieht sie?

Drogen?

Also, über sowas macht man bitte keine Witze.

*Tür wird geöffnet*

Was macht ihr hier?

Der Grill ist unbesetzt, das Fleisch verbrennt.

Wartet.

Es geht um die Zukunft unserer Töchter.

Mach, was du willst. Ich rede mit Luna.

Du solltest deiner Tochter verbieten, mit diesem Kriminellen zu sein.

Dann redet sie nie wieder mit mir.

Keiner wird erfahren, dass wir dahinter stecken.

Das verspreche ich euch.

Du bist ein Psychopath.

Wir haben sie doch gut erzogen. Wir müssen ihnen vertrauen.

Alles wird gut.

Wenn Sophie weiter so viele Fehlstunden sammelt,

dann wird das ihre Versetzung gefährden.

Äh, ich kann mir das nicht erklären.

Sophie hat doch praktisch noch nie gefehlt.

Sie hatte in den letzten zwei Wochen mehr Fehlstunden als letztes Jahr.

Wegen ihrer Leistung konnte ich darüber hinweg sehen,

aber wenn das so weiter geht,

dann werden ihr auch ihre Noten nicht helfen.

Also ich will ja niemanden beschuldigen.

Sophie hat gerade ihren ersten Freund und ähm...

dieser Andi hat offensichtlich keinen guten Einfluss auf sie.

Andi hat damit nichts zu tun.

-Papa. -Was?

Genau. Sag doch auch mal was.

-Ich? -Mhm.

Ja, was... was deine Mutter sagen möchte, ist,

dass man in deinem Alter noch nicht richtig erkennt,

wie jemand wirklich ist, wenn man ihn mag.

Wie ist denn Andi deiner Meinung nach?

Naja, auf jeden Fall wird er kein Klassensprecher, oder?

*Hämisches Lachen*

-Ich bin zu weit gegangen. -Ja. Wie immer.

*Räuspern*

Familie.

*Loungemusik* Braucht ihr sonst noch was?

Ne.

-Na, Prinzessin? -Papa?

Toll siehst du aus.

Willst du was essen? Wir haben Kürbiscremesuppe.

Die nehm ich. Sag mal, hast du gleich kurz Zeit für mich?

Ähm, ich schau mal, aber glaub nicht. Du siehst ja was hier los ist.

Pierre?

-Pierre Dupont? -Ja. Äh...

Das gibts doch nicht. Kalle. Kalle aus der Schule.

Du kamst zu uns in die achte Klasse.

Du hast gleich alle Mädels flach gelegt.

Mann, du warst der erste von uns, der sein Rohr verlegt hat.

Karl-Heinz?

Kalle. Schön dich zu sehen, Mann. Wie gehts dir? Was machst du so?

Äh, du. Gut. Danke. Ich bin Fotograf.

Toll. Und sonst? Verheiratet, Kinder?

Weder noch. Ich war bislang allergisch gegen feste Beziehungen.

Wem sagst du das. Aber irgendeine Flamme wirst du doch haben?

Naja, es gibt da schon jemanden, ja. Ist ein bisschen jünger.

Immer noch der gleiche Casanova von früher.

Ach was.

Und? Ist sie heiß?

Ja. Sehr heiß.

*Krach*

*Bedrohliche Klänge*

-Papa, nein. -Du Perverser.

Sag mal, hey, lass ihn.

Das ist meine Tochter, du alter Sack.

Du...

Ich hab nichts gemacht!

Ich bring dich um, du. Du siehst diesen Kerl nie wieder.

Nie wieder.

Das hast du überhaupt nicht zu bestimmen.

Ah, Scheiße.

(Arthur) Antonia wird zu dir zurückkommen.

Bleib tapfer, mein Junge.

-Danke, Arthur. -Sei stark.

*Telefon wählt*

-Papa? -Antonia?

Denk bitte an den Termin mit Dr. Hagenbauer... Antonia?

*Rufe und Pfiffe* Ich kann grade nicht reden.

Es ist alles ok. Ich meld mich später, ja?

Hallo?

-*Polizeisirene* -*Verbindung bricht ab*

Antonia?

Meine Tochter vertritt Chaoten und Revoluzzer,

die dieses Land kaputt machen wollen. Schande.

Papa, es tut mir leid, ok.

Aber deine Kanzlei vertritt Menschen, die sehr viel Geld haben.

Ich möchte den Menschen helfen, die nicht viel haben.

Ich hab Geld und bin normal. Du klingst schon wie er.

Papa, bitte.

Du willst also normalen Menschen helfen? Hier bitte.

Das sind alles ganz normale Klienten.

Drogenabhängige, Prostituierte, Taschendiebe.

Hören Sie mal, ich bin Lieferant.

Ich bin hier, um eine Zeugenaussage zu machen.

Ich hab "'n Portemonnaie geklaut.

Ja, ist ja gut.

Beruhige dich, ok? Er hat's nicht so gemeint.

-Fertig? -Ja, fertig. Komm wir gehen.

Ah hier: Der. Der hat dir das Gehirn gewaschen.

(Heike) Sei froh, dass er dich nicht anzeigt.

Ich sollte ihn anzeigen. Er ist pädophil.

Genau. Ein Pädophiler, der erwachsene Frauen mag.

Er könnte ihr Vater sein. Oder ihr Großvater.

Wenn er mit 12 ein Kind gekriegt hätte

und das mit 12 auch ein Kind, dann...

Jetzt bin ich völlig durcheinander.

Ich find das auch nicht gut.

Aber wir können nur vernünftig mit ihr reden.

Wie denn, wenn sie nicht redet?

-Du hast seine Nase gebrochen. -Ich hätte die Beine brechen sollen.

Und du wunderst dich, warum sie dir nicht alles erzählt?

-Karl-Heinz... -Kalle!

Karl-Heinz, was hat dir der Therapeut gesagt?

Dass du bis 10 zählen sollst. Also, zähl gefälligst bis 10.

*Seufzer*

-15. -Nein, bis 10.

15. Wenn er mit 12 ein Kind gekriegt hätte

und das mit 15 dann ne Tochter... Zack, Großvater.

(Isabel) Sei still.

-Hm? -Ich kann dich hören.

Ich hab nichts gesagt.

Ich hör dich denken.

Versprich mir, dass du dich raushältst.

-Hm. -Das hab ich jetzt nicht verstanden.

-Mann, Mann, Mann. -Arthur, versprich es mir.

Ich verspreche es dir, ok?

Ja.

Ich nehm ein Bad.

Ok.

Kann sein, dass ich später eine deiner Tabletten brauche.

(Yus) Mm...

(Marion) Du verhätschelst sie zu sehr.

Ach, wie alle Väter. Oder etwa nicht?

Nein, Yusuf. Was du machst, ist nicht normal.

Nie traust du dich, ihr eine Ansage zu machen,

und am Ende bin immer ich die Böse.

*Kussgeräusche* Diesmal bist du dran.

Aber ich will nicht, dass sie mich hasst.

Zum hundertsten Mal, Yus.

Sophie ist nicht deine Freundin, sie ist deine Tochter.

Und dieser Andi hat einen schlechten Einfluss auf sie.

Wenn sie die Schule nicht packt, ist das ganz allein deine Schuld.

Hör zu, mir ist es egal, wie du es anstellst,

aber du musst ernsthaft mit ihr reden.

-Papi? -Ja? Was denn?

Es tut mir leid, wie ich mich verhalten habe.

-Ja... naja. -Freunde?

-Freunde. -Filmabend am Donnerstag?

-Ja klar. -Perfekt.

-Gute Nacht. -Gute Nacht.

Oh... Sch...

*Mysteriöse Klänge*

*Handy-Benachrichtigung*

Also, als erstes ist der Kommunist dran.

Auf keinen Fall. Erst der Pädophile oder ich bin raus.

Bitte? Wir sind in meinem Haus und das war mein Plan.

Wir sind nur hier, weil du einen See hast.

Kauf dir selber einen, dann gehen wir zu dir.

-Du glaubst, Geld regelt alles. -Besser als Gewalt.

(Yus) Jungs, lasst uns einen anderen Weg finden.

Einen etwas kultivierteren?

Spielen wir Stein, Schere, Papier?

Wie alt bist du eigentlich? Sechs?

Na gut, kommt. Spielen wir Papier, Schere, Stein.

Also los. Schnick, Schnack, Schnuck.

Ha! Du hast verloren.

So ein scheiß Spiel.

Ich könnt dir die Schere sonst wohin rammen.

Eins, zwei, drei...

Ok. Dann fangen wir mit deinem an. Wie ist der Plan?

Das weiß ich nicht, aber deswegen sitzen wir ja hier.

Was wäre, wenn deine Tochter erfährt, dass er fremdgeht?

-Das ist einfach. -Auf keinen Fall.

Du weißt nicht, was ich sagen wollte.

Wir werden keine Prostituierte anheuern, Karl-Heinz.

-Das wollt ich überhaupt nicht sagen. -Ach, nee? Was dann?

Sag ich jetzt nicht mehr.

Da kommt mir ein Gedanke.

Wir ersetzen einfach das Original und verwischen dann die Konturen.

-Wahnsinn. Hammer. -Ist noch lange nicht fertig.

(Yus) Hab ich aus nem Internet-Tutorial.

Das schicken wir ohne Absender an Antonia.

Das ganze machen wir dreimal und fertig.

Wir können doch nicht dreimal die gleiche Masche abziehen.

Das sind Cousinen. Die reden miteinander.

Du hast Recht. Aber was machen wir dann?

-Ich hab's. -Wir heuern keine Prostituierte an.

Das wollt ich gar nicht vorschlagen.

Was macht ihr hier?

Bitte anklopfen vorm Eintreten, ja?

Los, raus an die frische Luft. Genug Computer gespielt.

-Yus? Ja?

Hast du schon mit Sophie gesprochen?

Ich bin gerade dabei, die Sache zu regeln.

Der nächste muss meiner sein.

*Rapmusik*

*Musik blendet aus*

-(Yus) Da ist er. -(Arthur) Ich hab's doch gewusst.

(Kalle) Was?

(Arthur) Das sind Kiffer.

Wir rufen die Polizei und die Sache hat sich erledigt.

Die verhaften keinen wegen einem Joint.

-Tun sie nicht? -Nein.

Was weißt du denn vom Leben auf der Straße?

Ich hab ne Anwaltskanzlei.

Ich hab ne Anwaltskanzlei... Die kiffen nicht nur. Die dealen.

Was? Nein, die dealen doch nicht.

Was hat er ihm da gegeben?

Die dealen.

Scheiße... Scheiße.

-Ich muss mit seinen Eltern sprechen. -Seinen Eltern?

-Was soll ich sonst machen? Was? -Anzeigen und das war's.

Na, jetzt beruhigt euch mal wieder. Lasst mich mal nachdenken.

Typen wie die haben nur eins im Kopf.

-(Kalle) Sex. -(Yus) Autos.

Geld.

Es wählt. *Wahlton*

-Das funktioniert sowieso nicht. -Es ist für deine Tochter.

(Andi) Hallo? Hallo? Wer ist da?

Hallo?

Ich hör nix! Hallo?

(Leise) Das ist Wahnsinn. Das ist Wahnsinn.

Hast scheiß Netz oder was? Ich kann nix hören!

Hallo!

-Andi... eh. -Wer ist da?

-Schuster. -Schuster.

Ich kann dich schlecht verstehen. Rede mal ordentlich.

Hör zu. Ich sag's nur einmal.

Wer ist da? Hallo?

Mein Neffe hat sich in deine Freundin verliebt.

Ich will, dass du sie abservierst. Sofort.

Hey, wer bist du? Willst du mich verarschen, oder was?

Hallo?

Wir haben beschlossen, dir 1000 Euro zu zahlen,

wenn du mit ihr Schluss machst.

Was, Schluss machen? Tickst du noch ganz richtig?

500 mein ich.

Grade hast du noch 1000 gesagt, hä!

Du fängst dir gleich ein paar. 500 oder du kriegst auf die Fresse.

Tausend oder vergiss es.

*Verbindung bricht ab*

Er hat aufgelegt, der Idiot.

*Seufzer*

*Hund bellt*

*Geheimnisvolle Klänge*

(Kalle) Ganz ruhig. So Biester riechen die Angst förmlich.

Vielen Dank. Jetzt bin ich schon viel ruhiger.

(Andi) Ey, Rocky. Bei Fuß. Und sitz.

Bist du Andi?

Ja. Und ihr seid die Bremer Stadtmusikanten, oder was?

Stadtmusikanten? Du fängst dir gleich ein paar.

Ey, überlass das reden mir, ja?

Du musst noch heute mit ihr Schluss machen.

Ok.

*Knurren und Bellen*

-Wie heißt eigentlich euer Neffe? -Geht dich nichts an.

-Mach, dass du weg kommst. -Ok. Das war's.

Hau bloß ab, du Penner.

Wenn du sie nochmal triffst, mach ich dich fertig.

Genau.

Cretin.

Und? Wie ist's gelaufen?

Niemand legt sich mit den Superschwägern an.

Jetzt hört auf mit dem Quatsch.

Jetzt ist meiner dran.

*Lockere Jazzmusik*

*Jacques Dutronc - J'aime Les Filles*

(Frauen) Hi.

-Gib einfach Gas und fahr ihn um. -Nichts Illegales.

Wir müssen einfach warten, bis er eine seiner Geliebten trifft.

Dann dreh ich ihm den Hals um.

Nichts Illegales.

-Gott, der kennt ja wirklich jede. -Sag ich doch.

Er hat doch überhaupt nichts Falsches getan.

(Kalle) Sag mal, siehst du das nicht?

(Kalle) Der flirtet, bis sich die Balken biegen.

(Arthur) ...Dass sich die Balken biegen.

Ich finde das rassistisch.

Dass er Franzose ist, heißt nicht, dass er Geliebte hat.

Ja, oder eben doch.

Und mit denen trifft er sich am hellichten Tag?

*Musik blendet aus*

-Wusst ich's doch. Jetzt warte doch mal.

Genau. Das könnt auch seine Schwester sein,

oder eine Freundin oder irgendeine Kundin...

Schon gut. Mach was du willst.

Ich bring ihn um.

Kalle. Kalle.

*Aufgeregte Orchesterklänge*

Oh, nein.

-Wir müssen weg. -Wir müssen Kalle warnen.

-Wir können nicht helfen. Fahr! -Wir können doch nicht...

-Wie geht's? -Guten Tag.

Du Hurensohn!

„Jetzt fahr schon los, verdammt. -Nein, ich schnall mich erst an.

Ich bring dich um!

(Arthur) Wenn man so fährt, muss man sich auch anschnallen.

-Du betrügst sie? -Papa.

Hör auf!

Was soll die Scheiße?

Du?

Verräter.

Nee, Mama. Es reicht mir.

Luna, bitte geh nicht. Lass uns reden.

-Du weißt doch, wie dein Vater ist. -(Kalle) Ha, wie ist er denn so?

Wie ist er denn so?

Sie färbt sich die Haare blond und mir sagt keiner was.

-Deswegen passiert so ein Scheiß. -Du, kommst jetzt mit.

Kann ich hier nicht sagen, was ich denke?

Halt die Klappe.

Ich ertrage deine Wutausbrüche seit 20 Jahren,

aber das macht nichts, weil ich dich liebe.

-Deshalb hab ich dich geheiratet. -Heike...

Ich bin noch nicht fertig!

Entweder du gibst dir Mühe und verträgst dich mit ihrem Freund,

oder ich vergesse mal bis zehn zu zählen.

Und das wollen wir doch nicht, oder?

-Ich hab doch... -Psst.

Papa, gegen welche Gesetze verstößt es,

jemandem so einen Dreck zuzuschicken, he?

Das ist ja Alex.

Das ist eine Fotomontage. Vermutlich von einem Zwölfjährigen.

Phishing, Mobbing.,...

Verletzung der Privatsphäre, Verleumdung...

Keine Ahnung, Papa. Was sagst du als Anwalt dazu, hä?

Antonia, ich...

Nein. Hör zu.

Ich weiß, dass ich dich sehr verletzt habe,

aber das hier ist unter aller Sau.

-(Florian) Wie bitte? -(Arthur) Was?

Weißt du, wie demütigend das ist, sowas im Briefkasten zu finden?

Halt dich aus meinem Leben raus oder ich werde dich verklagen.

Papa, du bist mein Zeuge.

Arthur, ich schwöre dir. Ich würde sowas niemals machen.

Hm. Das hoffe ich doch.

*Lockere Orchesterklänge*

Sophie. Mir ist aufgefallen, dass du letztens traurig warst.

Ich hab hier was, das wird dich sicher aufmuntern.

*Schniefen*

Danke, Marion.

Yus.

Andi hat mir erzählt, dass...

-*Klappern* -Äh, ist was?

Was? Nein, alles gut. Mir gehts gut.

Andi hat mir erzählt, dass sein Opa gestorben ist.

Sein Opa ist gestorben?

Sie standen sich sehr nahe.

Deshalb ist Andi auch so unausgeglichen.

Er wirkt richtig depressiv.

Aber er ist wirklich in Ordnung.

Ja.

Schau mal, was er für Sophie gekauft hat.

Weißt du, was sowas kostet?

So an die 1000 Euro?

-Mindestens. -Mhm.

Er tut mir so leid. Aber wenigstens hilft ihm Sophie.

Du hast doch noch nicht mit ihr gesprochen, oder?

Nein, nein. Ich hatte noch gar keine Zeit dazu.

Und jetzt ist ja auch besser so.

Du bist ein toller Vater.

Hm.

*Schmatzen*

*Bellen*

Wir hatten einen schlechten Start. Ich weiß, ich kann schwierig sein,

aber ich liebe Antonia sehr,

und ich denke, es ist wichtig, dass wir gut miteinander auskommen.

Ok, jetzt wo wir Freunde sind: Die gute Nachricht.

Alex und ich, wir werden heiraten.

Wir wollen unser Leben miteinander verbringen.

Ich war mir noch nie so sicher.

Ich hätte gewettet, du bist nicht nur gegen den Staat,

sondern auch gegen die Ehe.

Ich halte die Ehe zwar für eine überflüssige Konvention...

Da hört ihr's. Er hält Leute wie mich für überflüssig.

Papa, das hat er nicht gesagt.

Wenn ich heirate, dann nur,

weil mir Antonia wichtiger ist, als alles andere auf der Welt.

Wir wollen eine kleine Hochzeit.

-Nur die Familie und Freunde. -Ganz bescheiden.

Bescheiden.

Der Termin beim Standesamt ist kommenden Mittwoch.

Was? Findet ihr das nicht ein bisschen übereilt?

Keine kirchliche Trauung?

Na, wunderbar. Keine kirchliche Trauung.

Naja, Hauptsache sie heiraten überhaupt.

Und wenn irgendwann Kinder kommen, dann wär das rechtens.

Was hat denn dieser Blick zu bedeuten?

Was für'n Blick?

Bist du schwanger? Sie ist schwanger.

-Ähm. -Ich bekomme einen Enkelsohn.

-Wir werden Großeltern. -Wirklich?

Arthur Brinkmann Junior!

Ich lass das Schild machen für die Kanzlei.

Arthur.

-Papa. -Was ist denn?

Papa, ich bin nicht schwanger.

Genauer gesagt, werden wir nie Kinder bekommen.

Wie bitte?

Wir haben oft darüber geredet. Überall sind Krisen und Kriege.

Mangelnde Ressourcen, globale Erwärmung.

Wir wollen unsere Kinder nicht im Elend aufwachsen sehen.

Na klar. Wir leben hier im reinsten Elend.

Ich hab ein Leben lang geackert, damit meine Enkel im Elend verrecken.

(Isabel) Arthur.

Meinetwegen soll sie diesen Kommunisten heiraten,

aber keiner beleidigt meine Enkel.

Papa. Du hast überhaupt keine Enkel.

Genau. Das ist seine Schuld.

Jetzt beruhigen wir uns mal alle wieder, ja?

Keiner weiß, was die Zukunft bringt.

Ich weiß, was die Zukunft bringt. Du weißt auch, was sie bringt.

Und sie auch. Nämlich keine Enkel!

So, ich nehme jetzt ein Bad.

Soll er sich doch kastrieren lassen, der Idiot.

(Kalle) Keiner von denen hat je in seinem Leben gearbeitet.

Das sind Hipster. Davon verstehst du nichts.

-Ja, ich... ich geh wieder. -Nein.

Wenn du nicht willst, dass Luna geht, musst du sie unterstützen.

Das ist so.

Indem ich Aktfotos angucke?

Du hast versprochen, dich zu entschuldigen.

Bei deiner Tochter und bei Pierre.

Na gut. Bringen wir's hinter uns.

*elektronische Lounge-Musik*

Ein Rotwein?

Warte.

-Für mich nicht, danke. -Sind beide für mich.

Ich schau mal, wo sie sind, ja?

*Getuschel*

Also wenn das Kunst ist, dann sind meine Eier Gewürznelken.

(Pierre) So, liebe Freunde. Guten Abend und herzlich willkommen.

*Applaus*

Die Fotografien, die ich euch präsentieren möchte,

sind das Resultat einer mehrmonatigen Zusammenarbeit mit einer jungen Frau,

die meine Kunst, aber vor allem, was noch viel wichtiger ist,

mein ganzes Leben verändert hat.

Und dafür bin ich ihr so von Herzen dankbar.

Bitte begrüßt mit mir: Luna.

*Applaus*

Es war großartig mit dir arbeiten zu können.

(Pierre) Ich habe noch eine Überraschung:

Unsere Ausstellung wird in Südamerika auf Tour gehen.

Das ist Luna.

Hast du das gewusst?

Um dem Ganzen die Krone aufzusetzen, hat Luna mir versprochen,

diese dreimonatige Abenteuerreise mit mir zusammen anzutreten.

Nichts lieber als das.

Zähl bis zehn.

*Aufgeregte Orchesterklänge*

Drei...

...sechs, sieben, acht, neun, zehn.

Was?

-Das kann nicht sein. -Das war in ihrem Spind.

Das gehört ihr aber nicht. Jemand hat das da reingelegt.

Sag es ihm, mein Engel.

Es ist meins, Papa.

Äh, nein. Auf keinen Fall.

(Yus) Nein, nein, das kann doch nicht sein.

Du willst jemanden decken.

-Ich deck niemanden. -Sie deckt jemanden.

Rufen Sie die Polizei.

-Rufen Sie die Polizei. -Papa.

Die sollen Fingerabdrücke nehmen und rausfinden, wer das war.

Jemand benutzt unsere Tochter hier als Drogenkurier.

Nur die Ruhe. Niemand wird hier als Drogenkurier benutzt.

Niemand dealt mit irgendwas und wir rufen nicht die Polizei.

Hm.

Sollte das noch einmal vorkommen, muss ich sie der Schule verweisen.

Kann ich jetzt gehen?

*Tür wird geöffnet*

Danke.

Sophie?

Sieh mich an. Sieh mir in die Augen und sag mir bitte die Wahrheit.

Ok. Ok, es gehört Andi.

Es gehört Andi.

Papa, ich musste das machen.

Wenn Andi erwischt wird, fliegt er von der Schule.

-Er ist ein Dealer. Verstehst du das? -Nein.

Er zieht dich in den Abgrund. Ihr landet beide im Gefängnis.

Schön wär's. Dann wär ich nämlich freier als Zuhause.

Sophie.

Wir müssen den Kontakt mit diesem Kerl...

Du wirst Andi nie wiedersehen, klar?

-Yus. Beruhig dich. -Ich kann nicht.

Komm, die Hände. Gib mir die Hände.

*Tiefes Atmen*

*Grummeln*

Früher oder später musste das passieren. Sie ist Teenager.

Das ist eine ernste Sache, Marion. Wir reden von...

Wir reden von Drogen. Es geht so los.

Dann da. Und dann hier.

*Kichern*

Marion, ich mein das ernst. Lach nicht.

Doch. Wer hat in ihrem Alter nicht schonmal am Joint gezogen, hä?

Ich habe noch nie an einem gezogen, aber du schon, wie ich sehe.

Na, toll. Ich bin mit Pablo Escobar verheiratet.

Yusuf! Sophie ist verliebt und sie hilft ihrem Freund.

Da macht man mal Dummheiten. Das haben wir alle gemacht.

Andi hat ne schwere Zeit, wegen seinem toten Opa.

Andi, toter Opa... Wer sagt dir, dass das stimmt?

Mensch, der Kerl ist Dealer. Wieso verstehst du das nicht?

Trotzdem hilft das nichts, wenn du die Nerven verlierst.

Ich verlier nicht die Nerven!

Du bist paranoid. Ich kann so nicht mit dir reden.

*Langsame Western-Musik*

*Asaf Avidan - Bang Bang*

*Musik blendet aus*

Dieser Kiffer versaut ihre Zukunft. Das kann ich nicht zulassen.

Meinste ich will sehen, wie dieser alte Sack Lunas Herz bricht?

Antonia verdient mehr, als diesen kommunistischen Steinewerfer.

Der Köter geht mir sowas von auf die Nerven.

Was kann denn der Hund dafür?

Wir müssen handeln. Die Ratten haben sich schon eingenistet.

Am besten weg, bevor es zu spät ist.

Kleine Mäusefallen reichen nicht. Jetzt hilft nur noch Gift.

Schluss mit lustig.

Es wird Zeit, dass wir andere Seiten aufziehen.

Es ist zu ihrem Besten.

Wir sind die Superschwäger! Auf geht's!

Mann, komm doch mal runter jetzt.

*Fetzige Rockmusik*

*The Black Keys - Lonely Boy*

*Autohupe*

*Schnelles Hupen*

Ich glaub mir geht's nicht gut. Lasst uns abhauen.

Was? Wir haben abgemacht, wir ziehen das zusammen durch.

Es fühlt sich an, als würde ich Heike betrügen.

Wir betrügen keinen, Karl-Heinz.

Ganz und gar nicht. Abgesehen davon war das deine Idee.

Scheiß drauf, ich hau ab.

*Klopfen*

Ihr regelt das.

Ihr benehmt euch wie die kleinen Kinder.

*Geheimnisvolle Orchesterklänge*

-Jazmin? -Ja.

Kommen Sie doch rein.

So. Das ist Jazmin.

Freut mich sehr, Sie kennenzulernen.

Mich auch. Du hast gar nicht gesagt, dass ihr zu zweit seid?

Oh, nein. Äh, nein.

Ok, kein Problem. Ich steh drauf. Wird halt 'n bisschen teurer.

Äh, es ist nicht so.,... wie es scheint.

Wir möchten, dass Sie - oder Du - jemand anderen verführst.

-Also zieh ich mich jetzt nicht aus? -Doch, doch, doch.

Nein, nein, nein.

-Doch schon, um... Nicht? -Nein.

Ok, nein.

Sie sollen jemanden treffen und ihn verführen.

Wir werden davon Fotos machen.

Das ist die Adresse.

Es ist der Freund unserer Nichte.

Wir wollen, dass sie sich von ihm trennt.

Ich glaube, es ist besser, wenn ich gehe.

Nein, nein, nein... Geld spielt keine Rolle.

500.

Euro?! Ehrlich jetzt?

500 Euro...

-Wer ist das denn jetzt? -Kalle.

Der Vater der Nichte.

Auch ein Schwager.

Ich dachte eigentlich, das wäre viel billiger. Ich meine...

Ist doch egal. Arthur zahlt ja.

Sag mal, sehe ich aus wie ne Bank?

Also um ehrlich zu sein... ich bin gegen Prostitution.

Ich mach das nur, weil ich meine Tochter sehr liebe, verstehen Sie?

Okay...

1000.

*Fröhliche Gitarrenmusik mit Gesang*

*Seufzer*

Was hast du vor?

-Was soll ich vorhaben? -Du kannst nicht so da rein.

-Wieso? -Zieh dein Jackett aus.

So, das machen wir auch ab. Wunderbar.

Und... babäm.

-So. -Sag mal...

Dich können wir so lassen. Kommt, auf geht's

(Gesang) Zusammen sind wir stark und schaffen das schon.

Sorry, tut mir leid,

Die Suppenküche hat erst morgen wieder geöffnet.

Bitte? Mein Bad ist größer als deine Wohnung.

War "ne Riesenidee.

Wir suchen Alex. Ist er da drin?

Ach so. Der ist hinten im Hof, könnt ihr nicht verfehlen.

Ok, danke.

*Kinderschreie*

-Jetzt, ah. Schön anmalen, genau. -“Ruhige Klänge*

Mm... Ja, ihr habt gewonnen.

Oh, Gott. Willst du auch nochmal malen?

-(Alex) Ah, ganz schön. -(Mädchen) Eine volle Portion.

Ja, eine richtige Portion. Ne richtige Packung.

Alle Farben?

Alexander?

Ähm... Spielt mal kurz alleine, ich bin gleich wieder da.

-Hallo. -Was macht ihr denn hier?

Ist schön hier, das Haus. Mit dem Graffiti und so.

Habt ihr das gemietet?

Also ich bin gekommen...

Wir konnten uns auf der Grillparty nicht richtig unterhalten.

Richtig, Arthur. Du hast kein Wort mit mir gewechselt

Ja, wie auch immer.

Ich würde gerne das Kriegsbeil begraben,

und ich möchte deinen Junggesellenabschied feiern.

Nur du und ich und meine Schwäger.

Na? Na, komm.

-Gib dir 'n Ruck. -Ja, nur ein Drink.

Naja, ich... Ich weiß nicht.

Morgen ist schon die Hochzeit...

Nur standesamtlich. Es gibt nicht mal ein Hochzeitsessen.

Einen Cuba Libre.

Hey! Cuba und Libre... Das müsste dir doch gefallen. Hm?

Ich trink keine Cola.

Vodka?

Komm.

Okay, aber nur einen.

Einen. Versprochen.

*Elektronische Tanzmusik*

*Robin S - Show Me Love*

*Würgen*

*Musik hört auf*

(Arthur) Schönen Abend.

Junggesellenabschied. Er heiratet morgen.

Sein letzter Tag in Freiheit.

Wir bringen ihn nur kurz rein und dann hauen wir wieder ab.

Danke.

(Yus) Rein hier und hoch!

(Yus) Am besten ganz weit nach hinten.

Junggesellenabschied, sorry.

(Kalle) Das ist ein freier Platz.

*Gespräche auf Polnisch*

Also, mir geht's grad nicht so gut.

Hier, ich hab ein Hausmittel für dich.

Die wird dir helfen.

(Gemurmelt) Arthur, du bist 'n toller Schwiegervater.

Antonia hatte recht. Ja das hatte sie.

Jetzt gib ihm die verdammte Pille.

Los, Mund auf, runterschlucken.

So... und schön runter damit.

*Dramatische Orchesterklänge*

Gut. So, schlaf schön deinen Rausch aus.

-Vergiss sein Handy nicht. -Ach so.

Niemand legt sich mit den Superschwägern an.

*Motor startet*

(Alex) Mm.

So, jetzt ist nur noch der Loser dran.

Wir kaufen Drogen, packen die in den Spind

und sagen anonym dem Direktor Bescheid.

Und wo bekommen wir die her?

Ich ruf einen Klienten an. Der weiß da was. Der ist Stadtrat.

Ah.

Mein Vater hat euch angekündigt. Machst du die Tür zu?

*Videospiel-Geräusche*

Was kann ich euch anbieten?

Kokain.

Ähm, gibst du uns ne Sekunde?

Na, klar.

Wir wollen, dass er von der Schule fliegt.

Nicht, dass er zwei Jahre ins Gefängnis geht.

Wir gehen auf Nummer sicher und nehmen Kokain.

Und zwar einen Batzen.

Ein halbes Kilo Kokain.

Bitte.

Ihr habt noch nie Drogen gekauft, oder?

Doch klar.

-Sicher. -Doch.

Niemand hat ein halbes Kilo Kokain zu Hause rumliegen.

Ein halbes Kilo... das kostet 30.000 Euro.

30.000 Euro?

So viel verdiene ich im ganzen Jahr. Das ist teuer.

(Dealer) Das findest du teuer? Was ist mit Orangensaft?

So ein kleines Glas: Fünf Euro. Das ist teuer.

Gib uns zehn Gramm, ja?

Aber...

Vertrau mir. Zehn Gramm.

(Yus) Zehn Gramm? Das ist ja nichts.

Das ist genug.

Das ist richtig gutes Zeug, was du da hast?

Also richtig gut, hm?

Willst du probieren?

Ähm. Ja, klar probiere ich.

*Lächeln*

Das ist Kinderkram.

(Arthur) Und wie ist es?

Keine Ahnung. Wie müsste es denn schmecken?

Ich sag euch, das ist viel zu wenig.

Und ich sage dir, es ist genug.

Das ist mir unheimlich. Hier, nimm du's.

-Wieso ich? -Na, du bist doch hier der Fachmann.

Ah, auf einmal.

Ich hann meine Hunge nich mehr hüren.

(Arthur) Was?

Ich hann meine Hunge nich mehr hüren.

(Kalle) Scheiß Zeug!

*Bedrohliche Orchesterklänge*

-(Antonia) Geht's zu? -(Sophie) Ja.

(Luna) Noch ein Knopf... Du siehst so toll aus.

Antonia?

Du wolltest mich sprechen?

Ja.

Lasst ihr uns bitte einen Moment alleine?

Lassen wir sie mit ihrem Vater sprechen.

-Mensch, du siehst aber auch gut aus. -Danke.

Dieser Tag bedeutet mir sehr viel.

Klar.

Danke, dass du Alex akzeptiert hast.

Okay.

Ich liebe dich, Papa.

*Klänge werden sanfter*

Ich liebe dich auch, mein Kind.

Du wirst sehen, das wird ein unvergesslicher Tag.

Ja, das wird er bestimmt.

Ich liebe euch beide so sehr.

Jetzt aber los. Wir müssen uns beeilen.

-Ja. Äh, Brautstrauß... -Ja.

-Haben wir alles? -Ich glaube schon.

Spales pietnascie godzin.

*Stammeln*

(Alex) Nein!

(Luna) Mensch Antonia, jetzt warte doch noch.

Ich versteh das nicht. Ich versteh das einfach nicht.

Das gibt's doch nicht.

Beruhig dich. Es wird alles wieder gut, versprochen.

Genau, es muss eine einfache Erklärung geben.

Vielleicht hat er verschlafen. Sowas soll vorkommen.

Arthur. Wann seid ihr denn gestern gegangen?

Früh. Aber er wollte unbedingt bleiben,

da haben wir ihn aus den Augen verloren.

-Guckst du mich bitte mal an? -Was denn?

Er hatte auch ganz schön einen sitzen.

Yus? Sag mir, dass du damit nichts zu tun hast.

Nein. Wir hätten ihn in ein Taxi setzen sollen.

Er wollte ja nicht. Er wollte zu Fuß gehen.

Antonia. Ich weiß auch nicht.

Das ist Karma. Weil ich Florian sitzen gelassen hab.

Jetzt passiert mir genau das Gleiche.

Das ist doch nicht deine Schuld.

-Doch, ist es. Ich bin so launisch. -*Schniefen*

Und ein schlechter Mensch.

Du bist doch kein schlechter Mensch, mein Kind.

Das tut mir aber auch leid.

Sag mal, was macht denn meine Tochter mit dem Brautstrauß?

Hä?

Das zählt doch nicht, wenn die Hochzeit nicht stattfindet?

Reiß dich zusammen, die gucken schon rüber.

-(Luna) Papilein. -Na.

Ach, Mensch. Wir werden uns jetzt langsam los machen.

(Kalle) Ok.

-Schön, dass Pierre hier sein durfte. -Natürlich. Klar.

*Husten*

Alles unter Kontrolle.

-Die haben sich was reingezogen. -Ich weiß. Morgen bist du ihn los.

Schon gut. Mir geht's gut.

*Rockige E-Gitarren-Melodie*

*George Thorogood - Bad To The Bone*

-*Musik hört auf* -*Schulklingel*

Was machen wir hier eigentlich? Kommt, lasst uns abhauen.

Nein! Erst müssen wir die Drogen in seinem Spind deponieren.

Stimmt, jetzt ist Yus dran.

Habt ihr gestern Antonia gesehen?

Was meint ihr, wie Sophie sich fühlt, wenn ihr Freund im Knast steckt?

Eines Tages wird sie es mir danken.

Ja, so ist es.

Willst du Luna weinen sehen, weil Pierre sie betrogen hat?

-Das hat er doch gar nicht. -Ja eben, aber du, du betrügst sie!

Hör nicht auf ihn.

Nur weil sein Problem gelöst ist, gibt er jetzt einen auf Ehrenmann.

Ich hab mich in meinem ganzen Leben noch nie unehrenhafter gefühlt.

Du darfst hier rauchen.

-Ich rauche wo und wann ich will. -Richtig.

Mein Gott, ich hab's versaut. Aber ihr...

Ihr könnt noch aus der Nummer raus.

-Yus. -Was?

Sei mutig. Sprich mit Sophie, offen und ehrlich.

Und du, Kalle. Luna ist erwachsen, mein Gott.

Sie kann tun und lassen, was sie will.

*Sentimentale Klänge*

-Ich sag der Nutte ab. -Sehr gut.

-Nein, nein, nein. -Warum?

Wir dürfen nicht auf ihn hören. Er ist Anwalt, er manipuliert Leute.

Und du bist ein Feigling und eine Nervensäge.

Und deine WhatsApp-Kommentare nerven auch alle.

Gib mir die Drogen.

Ah.

Willst du das hier? Kriegste aber nicht.

-Gib es mir. -Auf keinen Fall.

-Gib mir das Kokain. -Lass den Quatsch.

-Her damit, verdammt nochmal. -Hört auf mit dem Quatsch

Hier, hier, hier.

-Gib es mir! -Nein, nein, nein!

Jetzt. So!

Na, sauber.

Rauchen auf der Toilette. Ich kann's riechen.

Ihr seid in großen Schwierigkeiten. Los, raus da.

Ich informier eure Eltern.

Wo war nochmal der Elternabend?

Schönen Tag noch.

(Kalle) Yus, zähl bis zehn.

Ich versuche euer Freund zu sein und ihr lasst mich hängen.

-Für euch bin ich nur der Depp. -Ja, komm, Yus.

Vergiss es, du verkrampfter Advokatsarsch im Anzug.

Ich brauch euch nicht.

Zähl bis zehn, das funktioniert.

Kalle, ich brauch nur bis zwei zählen.

Eins,... zwei.

Blöde Wichser.

*Fernseher läuft*

*Handy-Benachrichtigung*

Ja, leck mich.

Du?

Was?

Du bist an allem schuld! Für wen hältst du dich eigentlich?

Wovon redest du?

Ich rede wovon ich will. Denn das ist mein Haus.

Deswegen nimmst du jetzt deinen Köter vom Sofa und verschwindest!

Ich will dich nie wieder mit meiner Tochter sehen,

sonst kannst du was erleben.

Willst du mich schlagen oder was?

Ja, genau das werde ich tun!

Na, los. Schlag mich.

Ich hab dir 1000 Euro gegeben, damit du verschwindest!

Du hättest abhauen sollen, als ich dir die Chance gegeben hab.

Du bist doch total krank.

Genau! Deswegen, nimmst du deinen verfressenen Köter und verschwindest!

Papa?

Papa, was machst du da?

*Hund hechelt*

Ich erkenne dich nicht wieder, Yus.

Schon am Packen?

Karl-Heinz? Was willst du hier?

Nur mit dir reden.

Okay. Dann sag mal.

Sag mir einfach, dass du gut zu meiner Tochter sein wirst.

Ja, natürlich werde ich das.

Und in fünf Jahren? Oder in zehn Jahren?

Oder wenn sie 36 ist und du bist dann...

61...

Was?

61, oder?

Kümmerst du dich um meine Tochter, wenn du 61 bist?

Na klar, das werde ich, Karl-Heinz.

Im Moment ist ja noch alles schön mit euch.

Nacktfotos und...

Aber wenn du erst 61 bist,

dann fangen die Probleme an.

Hier, hör mal.

Arthrose, Rheuma, Prostata,

Priapismus oder genau umgedreht: Dann kriegst du gar keinen mehr hoch.

Und noch ne ganze Menge anderes Zeug.

Also: kümmerst du dich um meine Tochter, wenn du 61 bist?

Sie kann sich auch gut um sich selbst kümmern.

Trotzdem! Schwör, dass du dich nie von meiner Tochter trennst!

-Das kann man nicht vorhersagen. -Ach so, ist sie nur ne Affäre?

Nein, das ist sie nicht.

Schwöre, dass du ihr niemals von der Seite weichst.

-Wenn sie das möchte. -Schwöre!

Ja, ich schwör's!

*Sanfte Orchesterklänge*

Willkommen in der Familie.

Hat sich erledigt.

-Wie? -Die Sache ist abgeblasen.

Ich hab damit noch gar nicht angefangen.

Nicht so. Wir konnten uns einigen. Du kannst das Geld behalten.

Ja. Danke.

Ciao.

*Türklingel*

-Ja? -Ich bin Yussuf. Sophies Vater.

Wer ist denn da?

Ich habe etwas sehr wichtiges mit ihnen zu besprechen.

Kommen Sie rein.

Heike.

-Ist Luna zuhause? -Ja.

Warum flüsterst du?

Du wolltest doch immer stolz auf mich sein?

-Natürlich. -Gib mir nen Kuss und ich sagr's dir.

Ich hab das mit Pierre geklärt und zwar für immer.

(Luna) Nein! Das ist mir egal!

Ich will dich nie wieder sehen, hörst du!

Fick dich, fick dich!

Was ist los?

*Tiefes Atmen*

-Pierre hat sich von mir getrennt. -Was?

Das ist alles nur deine Schuld.

Was hast du getan?

Gar nichts. Wir haben geredet. Ich hab ihm eine Umarmung gegeben.

-Jetzt hat er Schluss gemacht. -Du hast was?

Er hat gesagt, er wäre zu alt für mich

und mit seiner Prostata und er will alleine nach Südamerika.

Papa, was hast du gemacht?

Verstehst du's nicht? Ich bin kein kleines Kind, ich bin ne Frau!

Ich bring das in Ordnung, versprochen.

Dieser Idiot. Ich geb ihm die Familienumarmung,

und was macht der?

Pass auf, ich rede mit ihm, ja? Unter Männern.

Du mischst dich nie wieder in ihr Leben ein.

*Tür geht auf und zu*

Ist das...

Das war im Rucksack Ihres Sohnes.

Ich werde nicht die Polizei rufen, aber sie müssen versprechen,

dass Andi sich von meiner Tochter fernhält.

Ich hab dir doch gesagt, wir hätten zu einem Psychologen gehen sollen.

Er hatte es fast schon geschafft aus diesem Tief rauszukommen.

Was denn für ein Tief?

Sein Großvater ist kürzlich gestorben.

(Vater) Und, ja... da ist Andi depressiv geworden.

Sie standen sich sehr nah.

Meine Frau hat mir von seinem Opa erzählt.

Es gab vorher nie Probleme mit Andi.

Er hatte gute Noten in der Schule. Er hat zuhause geholfen.

Er war einfach so liebevoll.

(Vater) Und dann fing er an, die Schule zu schwänzen,

Joints zu rauchen und jetzt dieser Dreck.

Wir hatten so gehofft, Ihre Tochter würde ihm gut tun.

(Mutter) Aber das war wohl nur Wunschdenken.

*Haustür wird geöffnet*

(Andi) Hi.

-Andi, was hat das hier zu bedeuten? -Nein, Heinz! Heinz!

Was ist das? Hä?

-Das ist nicht meins. -Verkauf mich nicht für blöd.

-Das ist nicht meins. -(Vater) Freundchen.

(Andi) Ich schwör's euch.

Das ist Mehl!

Das ist Mehl. Mehl!

Wieso sollte er denn Mehl in seinem Rucksack haben?

Das ist... mein Mehl.

Ich versteh das nicht.

Weil er will, dass ich Sophie verlasse.

Er ist ein kranker Psycho, Mann!

Chill mal, er ist immer noch mein Vater.

Du verteidigst ihn auch noch.

Nein.

Weiß du was? Ich kann das nicht mehr.

Raus!

Raus mit euch!

Alle beide!

Raus hab ich gesagt!

Wissen Sie, ich denke, es gibt ein kleines Missverständnis.

Wir sollten das wie...

(Mutter) Heinz.

*Sanfte Klavierklänge*

(Kalle) Danke, dass wir bei dir übernachten dürfen.

(Arthur) Hey, wir sind eine Familie.

Na, kommt, Jungs. Das wird schon wieder.

Danke.

Bist du sicher, dass du reinen Tisch machen willst?

Ganz sicher. Schaut mal...

Wenn Alex jetzt auftaucht, dann wird Antonia ihm nicht glauben,

und das haben sie beide nicht verdient.

Okay.

Dann mal los.

(Arthur) Ja, aber ihr müsst jetzt nicht mitgehen.

Es war meine Idee und mein Plan.

Also ist es auch ganz allein meine Schuld.

(Kalle) Naja, dafür ist Familie doch da.

Okay.

Hallo?

Alex behauptet, ihr hättet ihn abgefüllt

und im Bus nach Polen verfrachtet.

Abgefüllt und unter Drogen gesetzt.

Sag mir, dass das nicht wahr ist.

-Doch, ist es. -Das ist unglaublich.

Nur jemand wie du könnte sowas Widerliches machen.

Ich wollte gerade alles erklären.

Dann ist es wahr, was Alex sagt?

Wart ihr beiden dabei?

Alex, es tut mir leid, dass ich dir nicht geglaubt habe.

Nein, nein. Lass... lass mich.

Mir reicht's.

Fass mich nicht an!

Alex! Bitte!

Antonia!

Ich hasse dich!

*Geräusche werden dumpf*

-*Stöhnen* -*Bedrohlicher Unterton*

Isabel...

Ruf mir einen Krankenwagen.

*Melancholische Klavierklänge*

Ihr Mann hatte einen leichten Herzinfarkt.

Was?!

Wir würden ihn gern zur Beobachtung hier behalten.

Seine Werte sehen aus, als würde er nur Zucker essen.

Tut er ja auch.

Zum Glück ist er noch mit nem Schrecken davon gekommen.

-Sie können also beruhigt nach Hause. -Danke.

(Yus) Vielen Dank.

-Ok, lass uns gehen. -Ja. Kommt, wir hauen ab.

Wollt ihr etwa schon gehen?

Ihr bleibt schön hier.

Ihr denkt darüber nach, was ihr angerichtet habt.

(Isabel) Und sagt Arthur bitte, er soll das Gleiche tun.

*Sanfte Orchesterklänge*

(Durchsage) Herr Dr. Scholz auf Station 31A bitte.

Es ist dringend. Herr Dr. Scholz.

*Baby-Stimmen*

So. Das reicht.

(Yus) Was machst du denn da?

Ich werde jetzt meine Tochter zurückgewinnen.

Und ihr solltet das auch tun.

Sophie?

Ich wollte dich zum Kakao einladen und mich bei dir entschuldigen.

Ich versteh dich, ich würde auch keinen Vater wie mich haben wollen.

Wenn ich so einen Vater gehabt hätte, ich wär sicher von zuhause abgehauen.

*Sanfte E-Gitarren-Melodie*

*Lockere Countrymusik*

*The Districts - Funeral Beds*

(Luna) Was darf ich euch denn sonst noch bringen?

-Du musst mitkommen, sofort. -Papa, was ist denn?

-Beeil dich. -Ist was passiert mit Mama?

Erklär ich dir später.

Andi!

Andi!

Entschuldigung, kannst du mir sagen, WO ich Alex finde?

Bitte, Sie müssen mir helfen. Bitte.

Mann, Papa jetzt sag was, du machst mir Angst.

Mit Mama ist alles okay.

Du machst mit ihm diesen Trip. Das sind unsere Ersparnisse.

Jetzt ruf ihn an, aber schnell.

Andi!

Andi!

Jungs.,... Das, das ist dieser Psycho, von dem ich euch erzählt hab.

Ihr Vater. Was willst du noch von mir, Mann?

Ich hab doch mit ihr Schluss gemacht! Hä?

Lass mich in Frieden.

Sophie ist weggelaufen.

-Hau ab, Mann! -Was willst du hier?

Hey, wartet mal. Wartet mal ne Sekunde.

-Wir wissen nicht, wo sie ist. -Was?

Nieder mit dem Kapital, Sozialismus radikal!

(Alex) Nieder mit dem Kapital, Sozialismus radikal!

Nieder mit dem Kapital, Sozialismus radikal! Nieder mit...

Papa, da vorne ist er. Fahr schneller.

*Hupen*

Pierre! Nein, halt an!

-Fahren Sie! -Ich fahr ja schon.

Pierre, halt an!

-Fahren Sie doch zu! -Wer ist das?

Halt an du Schwachkopf! Ich komme in Frieden!

-Halt an! „Pierre!

„Pierre! -Ich zahl dreifach.

-Hau ab! -Halt an!

-Jetzt geben Sie Gas! -Schatz, halt an!

Verdammt.

Was macht er?

Erst kommt die Miete, dann kommt die Moral!

Häuser für die Menschen, Kampf dem Kapital!

Erst kommt die Miete, dann kommt die Moral!

Häuser für die Menschen,

-Alex! -Kampf dem Kapital!

Alex!

Arthur?

„Häuser für Arthur, Kampf dem Kapital!

-Mach auf! -Ich ruf die Polizei!

Mach auf! Ich komme in Frieden.

Pierre, ich weiß nicht, was ich sagen soll.

Ich hab alles aufgeschrieben. Hier.

(Yus) Sophie!

Wo warst du die ganze Nacht?

Ist alles in Ordnung?

Hast du was gegessen?

Zwischen dir und meiner Tochter kann so manches schief gehen.

Kann sein, dass du in 10 Jahren nicht mehr mit ihr mithalten kannst

und Schluss machen musst.

Oder sie macht mit dir Schluss, weil du keinen mehr hochkriegst.

Alex, mein Verhalten tut mir leid.

Was?

Lass uns die Differenzen aus der Welt schaffen.

Arthur, das ist jetzt wirklich nicht der Zeitpunkt.

Papa, lass mich einfach in Ruhe, okay?

Hau ab! Hau ab!

*Countrymusik geht weiter*

Doch Alex.

Es ist genau der richtige Zeitpunkt.

Rede nie wieder so mit mir.

Was du getan hast, war unverantwortlich,

du hast deine Mutter zu Tode erschreckt.

Du bist jetzt erwachsen, oder?

Geh zu ihm und rede mit ihm. Ich...

Ich warte im Auto.

Gut...

Nachdem das geklärt ist. Es tut mir wirklich sehr leid.

Ich hoffe, du kannst mir verzeihen.

Sophie, das... das alles...

Das alles ist meine Schuld.

Sozialismus radikal!

Hey, Leute! Hey, hey, hey!

-(Polizist) Weg mit euch, los! -Ah!

Hey! Schlagt ihn noch einmal und ich zeige euch...

Ah!

Schatz...

Ich glaube, ich hab was gemacht, was dir gefallen wird.

Eins...

*Musik wird lauter*

(Yus) Wieso kommt ihr eigentlich hier her?

Papa.

(Yus) Benutzt ihr Kondome?

Papa, bitte.

Ich bin Anwalt!

*Laute Rufe*

*Musik blendet aus*

-Alex... -Hm?

Es tut mir leid.

Ist okay.

ich glaube, wir sind jetzt quitt.

Was ist passiert?

Hey. Hey.

*Stöhnen*

Papa.

Ich bin von der Polizei verprügelt worden.

Was?

Die haben mich zuerst verprügelt und...

er ist dazwischen gegangen.

Wirklich?

Hör zu.

Es tut mir leid.

*Sanfte Streicherklänge*

Ich hol euch hier raus.

Also gut, Arthur.

Jetzt wo du einer von uns bist,

können wir vielleicht Freunde werden.

Ich bin aber keiner von euch.

Außerdem wäre ich dem Kommunismus keine große Hilfe.

Dafür liebe ich mein Geld viel zu sehr.

Hey, Vorsicht mit deinem Rücken.

-Weißt du, was ich nicht verstehe? -Nee, was denn?

Du musst nicht gleich Kommunist werden,

aber du kannst mit deinem Geld was Gutes tun.

Ja, euch Kommunisten was Gutes tun, meinst du?

Ja, vielleicht.

Ja, das ist keine schlechte Idee. Weißt du was?

Ich werde gleich morgen eine fette Summe überweisen.

-Echt? -Reingefallen.

(Alex) Antonia? Bitte beeil dich.

Heute ist der glücklichste Tag meines Lebens.

Ich habe lange nachgedacht und bin zu einem Schluss gekommen.

Nämlich, dass wir einfach keine Gemeinsamkeit haben, Alex.

Bis auf eine. Und das ist die Allerwichtigste:

Antonia.

*Sanfte Orchesterklänge*

Ich liebe dich.

Ich dich auch.

Kalle.

So.

*Fetzige Popmusik*

*Earth, Wind & Fire - September*

Und auf drei! Eins, zwo, drei!

*Mysteriöse Orchesterklänge*

Untertitel: Bewegte Bilder Medien GmbH

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