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Einen Moment. Ja?
Sophie?
Hä? - Hallo!
Was machst du hier? Du hast doch noch 2 Wochen Reha.
Ich habe mich selbst entlassen.
Und was sagen die Ärzte?
Freust du dich gar nicht?
Doch! Klar freue
ich mich! Hallo, mein Schatz! (Jemand hupt.)
Hm. Der Taxifahrer, der kriegt noch 120 Euro.
Warum hast du nichts gesagt? Wir hätten dich geholt.
(Der Taxifahrer hupt oft.)
Du! Wo ist denn Sophie?
Die hat einen Ferienjob.
Danke!
So! Einmal das Wasser! - Wie geht es eigentlich deiner Mutti?
Schon besser! Aber sie ist noch in der Reha.
So! Und die Cola! - Danke schön! - Guten Appetit! - Danke!
Ist okay!
Alles gut! So!
Danke!
He! Geht es dir gut?
Ich muss arbeiten. Okay!
Wir müssen leise sein, um sie nicht zu ärgern.
Die können über den Zaun springen.
(Das Wisent grunzt.) Aber Hallo!
Der wiegt über 500 Kilo. - Feierabend! - Entschuldigung!
Filmen Sie uns mit den Wisenten? Hier draufdrücken bitte!
Okay! - Komm, Jan! Wir machen einen Film.
So!
Lächeln, junger Mann!... Schön!
Sag mal, die Mama soll nicht so verkrampft gucken!
Ist doch ein schöner Tag!
Lächle doch mal!
Ja, dann!
Ja. Danke schön! - Gern! Tschüs! - Tschüs!
Tschüs! - Tschüschen!
Ah!
Ah! Ah!
Ah!
Hat Sophie häufiger bei meiner Mutter geschlafen, als ich weg war?
Ja. Ab und zu.
Hast du ein Problem damit? - Nein.
Es war echt voll schön bei dir.
Können wir mal wieder machen. - Ja, gerne. Jederzeit!
Oh! Das muss dein Papa noch mal machen.
Tschüs! - Tschüs!
Mach es gut! - (Polnischer Akzent:) Frau Lossow!
Ich möchte mit Ihnen reden.
Fahr mal schon! Sonst kommst du noch zu spät! - Ja.
Wir kennen uns doch. - Ja. Wir kennen uns.
Mein Name ist Malgorzata Kaminska.
Es geht um Ihren Mann.
Wahrscheinlich werden Sie mich hassen.
Mir ging es nicht anders mit Ihnen.
Aber ich habe Ihnen verziehen.
Der kleine Junge gestern, mein Sohn. Er heißt Jan.
In 2 Monaten wird er 9.
Ihr Mann ist sein Vater.
Ich habe gedacht: Vielleicht können wir in Ruhe miteinander reden.
Sie haben mir meinen Mann genommen. - Nein.
Ich habe ihn erschossen und saß im Knast. Banaler geht es nicht.
Nein. Das ist nicht banal. - Es gibt nichts zu reden.
Geben Sie mir eine Stunde!
Eine halbe Stunde. Bitte!
Bitte!
(Menschen rufen:) Kinder leben lassen!
Kinder leben lassen! Kinder leben lassen!
Kinder leben lassen! Kinder leben lassen!
Entschuldigung!
Sie arbeiten hier. Reflektieren Sie, was Sie tun?
Da sterben Kinder in der Klinik.
Die können sich nicht wehren. Hören Sie ruhig weg!
Kinder leben lassen!
Kinder leben lassen!
Kinder leben lassen! Kinder leben lassen!
Kinder leben lassen!
Kinder leben lassen!
Komm! Ist gut! Ist gut!
Kinder leben lassen!
Kinder leben lassen!
(Polnisch) Guten Tag!
Frau Dr. Kaminska! Haben diese Irren Sie durchgelassen?
Ja. - Der Oberarzt rief die Polizei. - Gut!
Na! Alles klar?
Grüß mal zu Hause! Ja? - Mache ich!
Moin, moin!
Vorsicht! Vorsicht, mein Freund! Ja?
Herr Brendel! Guten Tag!
Ist das hier angemeldet? Ja.
Dann haben Sie doch sicher die Papiere dabei.
Na klar!
Die würde ich gerne mal sehen.
Natürlich!
Sophie!
Hallo!
Ich habe dich vermisst. - Ich dich auch.
Hilfe!
Ratunku! (Hilfe!)
Ich wollte dir deine Sachen zurückbringen.
Danke, dass du mich im Krankenhaus besucht hast
und Essen gekocht hast und so! - Gern.
Aber jetzt kommen wir wieder alleine klar.
Natürlich.
Ich gehe wieder arbeiten.
Mit Volldampf voraus!
Genau!
Na dann...
Tschüs!
Moin!
Was machst du denn hier?
Au! - Wonach sieht es denn aus?
Oh! Äh!
Wir hatten einen Wasserrohrbruch im Kopierraum.
Du warst nicht da. Wir haben deine Sachen...
Annika! Guck, wer da ist!
He! - He!
Ich hätte gerne meine Dienstwaffe.
Klar! Frau Thiel! Sie waren
für August angekündigt. - Ich hatte Sehnsucht.
Ja. Wir doch auch. Frau Thiel! Wir doch auch.
Gut, dass der Wasserschaden nicht im Klo war.
Wie? Ach so! Ja! Also...
Das sollte ja schon längst...
Beeilung! Unsere Kommissarin will an ihren Schreibtisch.
Herr Staatsanwalt! Ja. Danke!
Polnische Kollegen baten um Unterstützung.
Eine junge Polin aus Swinemünde wird vermisst.
Ihr Freund ist ein Deutscher: Christoph Dierwald.
Kennen Sie die Gärtnerei Dierwald? - Sagt mir was!
Hoffentlich ganz harmlos.
Mögen Sie das gleich übernehmen?
Ach, Frau Thiel! Es ist wirklich schön, dass Sie wieder da sind.
Jadwigas Eltern haben heute Morgen hier angerufen.
Wir machen uns alle große Sorgen.
Haben Sie keine Idee, wo sie stecken könnte?
Nein.
Mein Bruder und ich, wir haben vor 5 Jahren unsere Eltern verloren.
So einen Verlust steht er nicht
noch einmal durch.
Sie sind der Freund? - Schön, dass Sie da sind!
Ja. Ich kenne Jadwiga von einem deutsch-polnischen Kirchentreffen.
Ich habe ihr geholfen, dass sie hier Arbeit findet.
Ich habe Schwierigkeiten, das zu verstehen.
Ihre Freundin wird vermisst
und Sie gehen auf eine Demo.
Wir sind heute Morgen den ganzen Radweg abgefahren.
Danach wussten wir nicht, was wir tun sollten.
Nur hier sitzen und warten, da drehe ich durch.
Die Aktion ist seit 6 Wochen vorbereitet.
Auch von Jadwiga? - Ja.
Sie wäre also heute dabei gewesen. - Ja, klar!
Wie ist sie denn so?
Sie ist nachdenklich, sehr liebevoll.
Wir können über alles reden. Über Musik, das Leben.
Über Gott. Das war für mich wie ein Wunder,
als ich sie kennengelernt habe.
Und... Und jetzt ist...
Und jetzt...
Jetzt habe ich schreckliche Angst, dass ihr was zugestoßen sein könnte.
Das Flusensieb ist schon wieder verdreckt.
Konni! Das hat Zeit.
Willst du mir nicht sagen, wen du heute Abend erwartest?
Ich erzähle dir morgen alles.
Du weißt, ich bin immer für dich da. (Jemand klingelt.)
Drückst du bitte den Türöffner, wenn du gehst?
(Jemand klingelt wieder.)
Gut. Danke!
Also bis später!
(Jemand klingelt.)
Schön, dass du wieder da bist!
Danke!
Bitte!
(Sie atmet schwer.)
(Sie schluchzt.)
Setzen Sie sich!
Wo ist denn Ihr Sohn?
Ist er bei Ihrem Freund? - Sie meinen...
Ja. Ich meinte den Mann, der mit im Wisent-Gehege war.
Herr Fischer ist... ein guter Bekannter.
Und mein Sohn lebt bei meinen Eltern.
Setzen Sie sich doch bitte!
Wie lange leben Sie denn schon auf Usedom?
Vor 2 Jahren habe ich eine Stelle in der Klinik angenommen.
Sie sind Ärztin, ja? - Ja, Gynäkologin.
Zucker? - Danke!
Und seit meiner Haftentlassung
haben Sie mich also auf Ihrem Radar sozusagen.
Ich habe Ihnen doch gesagt:
Unsere Begegnung war Zufall.
Als ich Ihren Mann kennengelernt habe,
ich wusste ja, dass Jürgen verheiratet war.
Ich habe ihm nicht signalisiert,
dass ich für eine Affäre zu haben wäre.
Und das hat ihn besonders gereizt.
Es war Liebe, Frau Lossow.
Wir wollten zusammenleben.
Ihr Mann hatte vor, mir eine Praxis einzurichten.
Ich wollte Frauen helfen, gesunde Kinder zur Welt zu bringen.
Jetzt mache ich wie am Fließband Schwangerschaftsabbrüche
und werde dafür beschimpft und bedroht.
Ich habe immer gedacht, ich halte es einige Jahre durch für meinen Sohn.
Bis ich genug Geld habe für meine eigene Praxis.
Darum bin ich hier. Ja? Es geht um Geld.
Nein... Nein.
Jan ist ein wunderbarer Junge.
Er hat viel von seinem Vater.
Glauben Sie, Sie könnten mir um seinetwillen verzeihen?
So wie ich Ihnen verziehen habe.
Oh Gott! Wieder Ihr Verzeihen und Ihr Vergeben!
Jan soll eine Familie haben. - Er lebt bei seinen Großeltern.
Vielleicht möchte Ihre Tochter meinen Sohn ja kennenlernen.
Und Ihre Enkelin. - Ah!
Halten Sie sich aus meinem Leben raus!
Bitte! Ja. - Ich wollte es nicht.
Aber ich könnte auch direkt mit Ihrer Familie reden.
Meine Familie ist tabu für Sie. Ja? - Denken Sie, ich könnte
mehr schaden als Sie? - Lassen Sie mich los!
Das ist nichts.
Warum können Sie mir nicht verzeihen?
(Der Hund knurrt.) Schön ruhig!
(Der Hund bellt und winselt.) Was ist los mit dir heute?
Schön, dass du wieder da bist! - Wirklich?
Ja.
Bist du auch fit?
Wegen arbeiten und so? - Klar!
Glaubst du, Jadwiga ist was passiert?
Ich kenne sie halt noch nicht so richtig.
Sie ist nicht sehr kontaktfreudig.
Sie redet kaum mit den Gästen und so.
Hat sie Verehrer?
Ich sage doch, sie ist nicht so kommunikativ.
Und ihr Freund? - Dieser Gärtner?
So ein komischer Typ auf dem Jesus-Trip.
Aber sie lieben sich.
Na ja! Wahrscheinlich! Weiß nicht.
Mein Geschmack ist er auf jeden Fall nicht.
Und warum?
Abtreibungsgegner, die Frauen Spießruten laufen lassen,
finde ich einfach zum Kotzen.
(Ein Auto kommt.)
(Eine Autotür wird geschlossen.)
Ich bin hier.
Hilfe! Helft mir doch!
(Schritte nähern sich.)
Sag doch was!
Sag doch was!
(Schreit:) Sag doch was!
Vater unser, der du bist im Himmel.
Ich komme heute als Bittsteller zu dir.
Ich flehe dich an!
Bitte mach, dass es Jadwiga gutgeht!
Bitte mach, dass ihr keiner ein Leid getan hat!
Herr! Ich bitte dich.
Bitte!
(Er spricht polnisch.)
Komm, mein Guter! Lass uns gehen! Heute wird es nichts mehr. Komm!
(Der Hund bellt.)
Was ist los mit dir? Ruhig!
Moin! - Moin! Dieser Herr hat sie gefunden.
Sie bleiben noch.
Okay?
Sie liegt etwa 10 Stunden dort oben. - Okay! Danke!
Schön, dass du wieder da bist! - Danke!
Das ist ihr Wagen.
Fünfter Stock!
Danke!
Goscha hatte gestern Abend noch Besuch. - "Goscha"?
Malgorzata! Goscha habe ich sie immer genannt.
Wir waren enge Freunde. Sehr enge Freunde.
Wir haben uns geliebt.
Und der Besuch?
Eine Frau.
Anfang, Mitte 50. Kurzes Haar. Brünett würde ich sagen.
Ich habe sie nur kurz gesehen. - Wo denn?
Durch den Türspion.
Und Ihre Freundin hat Ihnen nicht gesagt, wer das war.
Nein. Goscha sagte nur, dass das Treffen wichtig sei für sie.
Von dem viel abhängt.
Hm.
Schauen Sie häufiger durch den Türspion?
Ich war eifersüchtig.
Ich dachte, es wäre ein Mann.
Aber die Frau...
Die habe ich irgendwo schon mal gesehen.
(Atemlos) Fahrstuhl kaputt! - Laufen Sie nicht weg!
Tötungsdelikt?
Sieht so aus!
Lassen Sie uns bitte allein? Danke!
Das Blut hier: Ob es vom Opfer oder vom Täter stammt,
wissen wir im Moment nicht. Es hilft uns eh nicht weiter.
Frau Dr. Kaminska und ihr Gast plauderten erst ganz zivilisiert.
Vielleicht kommt es dann zum Streit.
Der Gast wollte gehen.
Frau Dr. Kaminska folgt ihr.
Kommt es zu einem Handgemenge? Darf ich mal? - Wie? Ja.
Und dann wird es richtig hässlich.
Lassen Sie mich durch! Ich habe noch was Wichtiges.
Es ist mir wieder was eingefallen.
Ich weiß, woher ich die Besucherin von gestern Abend kenne.
Warst du gestern bei einer Frau Kaminska?
Nein. Warum?
Ein Nachbar hat dich gesehen.
Kurz nach acht.
Was ist passiert?
Sie ist tot.
Sag mir bitte, dass du das nicht warst!
Wie bei Papa.
Das ist jetzt nicht dein Ernst.
Scheiße!
Frau Thiel!
Äh... Ich...
Glauben Sie mir: Ich bin nicht glücklich über die Entwicklung,
die die Ermittlungen nehmen.
Aber es versteht sich von selbst,
dass Sie aus dem Mordfall Kaminska raus sind.
Ihre Familie braucht Sie jetzt, Frau Thiel.
Frau Kaminska hat um ein Gespräch gebeten.
Was wollte sie?
Gab es Streit?
Streit... Streit ist...
In der Wohnung gibt es Spuren einer physischen Auseinandersetzung.
Wie erklären Sie sich das?
Das weiß ich doch nicht!
Vielleicht ist sie mit jemandem aneinandergeraten.
Ich habe keine Ahnung.
Wie lange hat Ihr Besuch gedauert?
Oh! Das...
Zehn Minuten, Viertelstunde. ...Vielleicht.
Sie waren zur Tatzeit am Tatort.
Und Sie haben ein Motiv.
Frau Lossow!
Warum sagen Sie uns nicht, dass Sie wissen,
dass Frau Kaminska die Geliebte Ihres Mannes war?
Sophie! Nimmst du dir jetzt bitte mal ein Brot?
Gestern Morgen hat so eine Frau vor Omas Haus gewartet.
War das diese Kaminska?
Dunkelblond, Mitte 30.
Hübsch. - Ja.
Dann war sie es wohl.
Hatten die beiden Streit? - Keine Ahnung!
Ich bin dann ja los zur Arbeit.
Und das ist die Frau, wegen der Opa sich von Oma trennen wollte? - Ja.
Das war die Frau, wegen der Opa... - Wie ein Deja-vu.
Ich werde noch irre. - Hat deine Mutter einen Anwalt?
Braucht sie nicht. Macht sie selber, sagt sie.
Glaubt Staatsanwalt Brunner
ernsthaft, dass Oma diese Frau umgebracht hat?
Dass ein dringender Tatverdacht besteht.
Aber das glaubst du nicht.
Eh!
Du kannst Oma doch jetzt nicht einfach hängen lassen!
Sophie! Ich kann nichts machen. - Sie hat sich doch geändert.
Sie versucht alles, damit wir eine
normale Familie werden. - Gegen sie wird ermittelt.
Was ich denke oder fühle interessiert keine Sau.
Du willst ihr doch gar nicht helfen.
Sophie! Es reicht.
Weil sie für dich immer noch eine Mörderin ist. - Sag mal!
"Mein liebes, kleines Mädchen! Bald ist dein 9. Geburtstag."
"Ich hoffe, deine Mama hat dir meine Briefe gegeben."
"Noch bist du vielleicht zu klein,"
"um zu verstehen, warum ich seit 3 Jahren nicht für dich da sein kann."
"Eben hatte ich Besuch von einem Schmetterling."
"Und ich habe ihn fliegen lassen."
"Und ihm gesagt, er soll dich grüßen."
Deine Mutter ist schon impulsiv.
Und ich würde mich nicht ohne Grund mit ihr streiten wollen.
Aber dass sie noch mal so durchdreht...
Ich weiß nicht mehr, was ich glauben soll.
Immer wenn du das Gefühl hast, schlimmer geht es nicht mehr,
haut dir das Leben so richtig eins auf die Fresse.
Damit es ja nicht zu gemütlich wird.
Willst du dich nicht doch lieber wieder krankschreiben lassen?
Ich drehe sonst durch.
Jungs!
Wer hat das noch alles angefasst?
Meine Schwester und ich.
Und der Umschlag?
Äh... Ach!
Läuft Ihre Gärtnerei gut?
Sie läuft. Mehr auch nicht.
Anfang des Jahres mussten wir 2 Mitarbeiter entlassen.
War Jadwiga öfter hier?
Ja. Sicher.
Sie hat ab und zu hier mitgeholfen. - Hatte sie
Kontakt zu den Mitarbeitern?
Nicht dass ich wüsste.
Wir haben uns das immer ausgemalt, wie das wird, wenn wir den Laden
hier zu dritt schmeißen. So als Familie.
Meine Eltern haben sich immer Enkel gewünscht.
Ich brauche eine Liste mit den Namen aller Beschäftigten.
Natürlich!... Ähm! Entschuldigung!
Na dann!
Frau Lossow!
Sie waren zur Tatzeit am Tatort.
Das Opfer ist die ehemalige Geliebte Ihres Mannes.
Was würden Sie an meiner Stelle tun?
Ich würde den Beschuldigten fragen, was er zu sagen hat.
Dafür sind wir ja hier. Bitte!
Sie wissen, dass es ein Dutzend potentieller Täter gibt.
Herr Staatsanwalt!
Das wäre mir neu. - Frau Dr. Kaminska war Gynäkologin
in Heringsdorf an der Klinik.
Ja. Das ist mir bekannt. - Am Tag ihres Todes
haben Abtreibungsgegner eine Blockade durchgeführt.
Und es gab einen Gewaltakt
gegen Frau Dr. Kaminska. - Aha! - Davon höre ich zum 1. Mal.
Ich auch! - Tut mir leid, wenn Sie nicht informiert wurden.
Ein Farbbeutel wurde auf ihr Auto geworfen.
Saß die Frau da noch im Wagen? - Allerdings! Und Sie wissen,
wozu diese Leute noch in der Lage sind.
Wir haben also vermutlich...
noch eine Reihe weiterer Verdächtiger. Richtig?
Vermutlich!
Gut... Frau Lossow!
Sie waren am Tatort. Sie haben ein Motiv.
Und Sie haben schon einmal unter Beweis gestellt, dass Sie
fähig sind zu töten. Andererseits gibt es offenbar Verdächtige,
gegen die noch nicht ermittelt wurde.
Es ergeht also folgender Beschluss:
Ich erlasse Haftbefehl gegen Sie.
Im Vertrauen darauf, dass Sie nicht fliehen,
sondern sich dem Verfahren stellen werden,
ergeht gleichzeitig ein Haftverschonungsbeschluss.
Das ist... Unter folgenden Auflagen:
Sie geben Ihren Pass ab, Frau Lossow. Sie melden sich
jeden 2. Tag bei Ihrem zuständigen Polizeirevier
und verlassen das Land nicht. Verstanden?
Natürlich!
Gut. - Ich werde trotzdem
Beschwerde einlegen
gegen den Haftbefehl. - Und ich gegen die Haftverschonung.
Ja. Das können Sie gerne tun. Und, Herr Dr. Brunner!
Machen Sie nächstes Mal Ihre Hausaufgaben!
Danke schön!
Hören Sie.
Ich selbst habe auch eine Tochter.
Ich weiß, wie Sie sich...
...fühlen.
Wir tun alles, um Jadwiga zu finden.
Das verspreche ich.
Das verspreche ich.
(Mann) Danke!
Netter Zug, dass Sie Polnisch lernen!
Die Mühe macht sich kaum ein deutscher Polizist.
Ich liebe Ihre Sprache.
Was macht eigentlich Ihr Kollege Wozniak?
Ich weiß nicht genau.
Er hat sich wohl versetzen lassen. (Ein Mann spricht polnisch.)
Hm... Auf Wiedersehen!
Auf Wiedersehen!
(Sie schreit laut.)
(Sie schreit.)
(Sie schreit laut.)
Hallo!
Oh! Frau Thiel!
Was für eine Überraschung!
Haben Sie auch Mittagspause?
So in der auflandigen Brise. Nicht wahr?
Mal so ganz ohne...
Werden die grauen Zellen mal so richtig durchgefegt, was?
Ich weiß nicht,
wie es Ihnen geht.
Aber...
...ich brauchte einfach mal Luft.
Meine ehemalige Chefin, die Mutter meiner besten Ermittlerin,
im Polizeigewahrsam.
(Ein Handy klingelt.) Wieder!
Das ist für mich auch nicht ganz leicht, wenn...
Ja? - "Frau Thiel?"
Ja?
Wir haben die Mobilfunkdaten für Jadwiga Gryn angesehen.
Die junge Frau hat in den letzten 2 Wochen
mehrfach in der Usedomklinik angerufen.
Ja. Ja, das ist Frau Gryn.
Eine Patientin. - "Patientin"?
Wollte sie einen Schwangerschafts- abbruch vornehmen lassen?
Das kann ich Ihnen jetzt nicht einfach so sagen.
Wann war sie denn zum letzten Mal hier?
Am Mittwoch.
Also kurz bevor sie verschwunden ist... Allein?
Ja. - Ich würde gerne die Patientenakte sehen.
Die kann ich Ihnen jetzt nicht einfach so geben.
Ich spreche mit dem Oberarzt.
So! Dein Handy.
Danke! - Und ein Autogramm bitte!
Danke!
Tschüs! - Tschüs!
Hallo! - Hallo, meine Süße!
Hallo! - Hallo!
Hallo, Karin! - Hallo!
Mama konnte nicht kommen.
Die ist in Polen wegen dem entführten Mädchen.
Ja, ja! Ich brauche jetzt erst mal eine Dusche.
Kommst du mit zu uns. Hm?
Wir sind doch deine Familie. - Lass man!
Übrigens.
Ich habe zwar deinen Opa auf dem Gewissen,
aber nicht seine Freundin.
Auch wenn das alle Welt zu glauben scheint.
Okay!
(Nicht zu verstehen.)
Frau Kommissarin! Gibt es etwas Neues?
Nein. Tut mir leid!
Ich komme aber nicht wegen Frau Kaminska, sondern
wegen dieser jungen Frau.
Das ist doch die junge Polin, die vermisst wird.
Woher wissen Sie das?
Das ist Inselgespräch. Außerdem war ihr Bild in der Zeitung.
Jadwiga Gryn war Kaminskas Patientin.
Ja?
Wir gehen sogar davon aus, dass Frau Kaminska
eine der letzten Personen war, die Jadwiga gesehen hat. Sie hat ihr
ein Rezept ausgestellt. - Ich schaue mal nach.
Machen Sie das!
"Lächeln, junger Mann!"
"Sag mal der Mama, nicht so verkrampft gucken!"
"Ist doch ein schöner Tag."
(Die Wisente schnauben.)
Ja. Sie hat ein Rezept bei uns eingelöst und bar bezahlt.
50 Euro. - Wann war das?
19:45 Uhr. Komisch, dass ich mich nicht an sie erinnere!
Ja. Jadwiga ist wirklich sehr hübsch.
Hören Sie! Ich habe bis zu 200 Kunden am Tag. Da kann es sein,
dass da das ein oder andere hübsche Mädchen dabei ist.
Ist Ihnen nicht gut?
Alles in Ordnung.
(Eine Krankenwagensirene nähert sich.)
(Quietschende Reifen)
Ist es so schlimm?
Es geht schon.
Ich verstehe das nicht. Du kriechst hier auf dem Zahnfleisch.
Jeder normale Mensch in deiner Situation...
Was weißt du schon über meine Situation?
Jedenfalls so viel, dass ich mich frage,
warum du dich von einem Tag auf den anderen mit Arbeit... zuscheißt.
Eine junge Frau wird vermisst. - Ach! Das hast du
doch vorher gar nicht gewusst.
Ist bei euch zu Hause alles in Ordnung?
Warum kannst du mich nicht einfach in Ruhe lassen?
Ich muss... Tschüs!
(Geräusch vom Feuerzeug)
Sie?
Ich dachte, Sie sitzen im Gefängnis.
Wissen Sie, Herr Fischer, ich war ja mal Staatsanwältin.
Und da hatte ich hin und wieder auch mit Mord zu tun.
Was wollen Sie von mir? - Moment!
Und... Äh!
Meistens stand der Täter dem Opfer nah.
Das sagen ausgerechnet Sie.
Freunde,
Ehepartner, Liebhaber.
Zurückgewiesene Liebhaber.
Hören Sie!
Frau Kaminska und ich hatten eine sehr schöne, tiefe Beziehung.
Und wenn Sie mich weiter belästigen, dann rufe ich die Polizei.
Wir haben das Geld. - Okay!
Dann warten wir, bis sich der Erpresser meldet.
Warum haben Sie mir nicht gesagt, dass Ihre Freundin schwanger ist?
Wie bitte? - Sie ist in der zehnten Woche.
Das kann nicht sein. Das hätte sie mir gesagt.
Woher wissen Sie das denn?
Sie hatte einen Termin für einen Schwangerschaftsabbruch.
Schwangerschaftsab...
Wie ich zu Abtreibung stehe, wissen Sie.
Wiga will Kinder. - Vielleicht nicht jetzt.
Mit achtzehn. Und vielleicht
nicht von Ihnen.
Ich weiß, das ist hart für Sie. Aber wahrscheinlich war die
Entscheidung auch hart für Ihre Freundin. Deshalb
nimmt sie Antidepressiva. - Was?
Will sie nicht gefunden werden?
Hier verlangt jemand
25.000 Euro für ihre Freilassung. Ja?
Vielleicht ein Trittbrettfahrer. Jemand, der versucht...
Sie sind einfach unfähig, Jadwiga zu finden.
Und denken sich so einen Mist aus. Ein Wahnsinniger hat sie.
Und Sie tun nichts. Christoph!
(Julia stöhnt.)
Mal langsam zum Mitschreiben!
Jadwiga ist schwanger. Der Vater des Kindes, das sie nicht will...
Sie haben da was.
Und von dem er nichts weiß, ist Initiator einer deutsch-polnischen
Anti-Abtreibungs-Kampagne? - Ja. Die ewig
Gestrigen. Sie haben da was. - Wo? - Hier.
(Nur Mundbewegungen)
Ah! Das ist von heute Morgen. Als wir uns...
(Nur Mundbewegungen)
Sie ist in der 10. Schwangerschaftswoche.
Er kriegt nichts davon mit? - Nehmen wir an, er lügt.
Er weiß, dass Jadwiga schwanger ist und abtreiben will.
Eine Konfrontation läuft aus dem Ruder.
Ein düsteres Bild, was Sie malen.
Was macht ein gottesfürchtiger 19-jähriger Lebensschützer,
wenn er plötzlich 2 Leben auf dem Gewissen hat?
Seine Freundin und das Ungeborene. (Telefon klingelt.)
Okay! Schuld macht einsam.
Der Täter teilt sich jemandem mit.
Glaubensbruder, Pastor. - Denkbar.
Ja!... Herr Brendel ist zu Tisch... Okay!
Christoph Dierwald macht die Abtreibungsärztin
Malgorzata Kaminska für alles verantwortlich.
Kriegt raus wo sie wohnt und bestraft sie.
Über die Brücke gehe ich jetzt nicht.
Es ist möglich, Herr Staatsanwalt.
Nein! Wir wissen nicht, ob Dierwald mit der Entführung zu tun hat.
Und Sie wollen ihm auch den Tod der Ärztin anhängen.
Ich verstehe, dass Sie Ihre Mutter
aus der Schusslinie holen wollen.
Ich brauche ein Bewegungsprofil
von Christoph Dierwald.
Dazu brauchen Sie einen richterlichen
Beschluss. - Ja. Den der Staatsanwalt beantragt.
Bringen Sie mir etwas Handfestes! Dann reden wir weiter.
Ach! Noch was!
Wir haben die Eltern über den Tod ihrer Tochter
informiert. Sie wissen, dass die Frau einen 9-jährigen Sohn hat,
der bei seinen Großeltern lebt? - Ja. Und?
Ich spreche von dem Sohn Ihres Vaters.
Was? - Jan Kaminski.
Ach!
Sie wissen gar nicht, dass das der Sohn Ihres Vaters ist?
Ich frage mich, warum Ihre Mutter uns das verschwiegen hat.
Julia! Willst du etwas trinken? - Nein, danke!
Mädels!
Was ist er jetzt eigentlich von mir?
Mein Großneffe oder mein Halbcousin?
Der ist dein Onkel. - Dann habe ich jetzt einen Onkel,
der halb so alt ist wie ich.
Ja. Und Mama hat einen Halbbruder, der 30 Jahre jünger ist als sie.
Und Vollwaise.
Karin! Ist dieser Junge Jürgen, also seinem angeblichen Vater,
irgendwie ähnlich?
Ich meine, woher wissen wir, dass die Frau
die Wahrheit gesagt hat?
Wann hattest du eigentlich vor, uns davon zu erzählen?
Zu gegebener Zeit. - Zu gegebener Zeit?
Ja.
Da taucht eine Frau Dr. Kaminska in meinem Leben auf,
will dass wir uns alle lieb haben
und dass ihr Sohn... meine Familie kennenlernt.
Karin! - Und etwas später ist sie tot.
Und alle glauben, mir sind wieder die Sicherungen durchgebrannt.
Entschuldigt bitte! Entschuldigt,
dass ich in der Situation versuche, ...meinen Hals aus der Schlinge
zu ziehen!
(Sie knallt die Tür zu.)
(Jadwiga stöhnt.)
(Sie stöhnt und holt tief Luft.)
Ah! Ah!
(Sie weint.)
(Ein Schuss)
"Was hast du gemacht?"
Das ist 'ne Scheiße alles. - Hm!
Ich wünsche, ich wäre so abgebrüht wie meine Mutter.
Weißt du, was das für ein Schmetterling war?
Was denn für ein Schmetterling?
Mama hat mir die Briefe gegeben
aus dem Gefängnis. Du schreibst da von einem Schmetterling,
der in deine Zelle geflogen ist.
Das war ein Admiral.
Du hast mir mal gesagt,
dass du diese 8 Jahre nur überstanden hast,
weil du anderen Menschen geholfen hast.
Tja!
Es war auch so.
Vielleicht hat diese Ärztin einfach nur deine Hilfe gebraucht.
Ja, vielleicht.
Ich konnte ihr nicht verzeihen.
Wir reden auch noch mit dir.
Jetzt überleg mal, was du uns angetan hast!
(Nur Mundbewegungen)
Ich habe übrigens noch mal nachgedacht.
Hm?
Vielleicht war es einer von diesen durchgedrehten Abtreibungsgegnern.
Auf die Idee bin ich auch schon gekommen.
Und ich hoffe, dass sie dieser Spur nachgehen.
Ich habe gelesen, dass diese Typen in den USA sogar Ärzte umbringen.
Und Wigas Freund, der so krass an Gott glaubt,
was hat denn der eigentlich
an dem Abend gemacht? - Eine gute Frage.
Herr Dierwald?
Herr Dierwald?
Hallo!
(Schepperndes Geräusch)
(Schritte)
(Zuschlagende Wagentür)
(Der Motor wird gestartet.)
Hier sind die Lösegeldforderungen und Übergabemodalitäten.
Laut unserer deutschen Kollegin ist die Erpressung echt. Sie schließt Trittbrettfahrer jedoch nicht aus.
Was den Aufenthaltsort angeht,
...haben wir bereits verschiedene Anhaltspunkte.
Wir Wissen leider nicht, auf welcher Seite der Grenze sie ist.
Unsere Kriminologen wissen erst in zwei Tagen mehr,
...aber so lange können wir nicht warten!
(Schritte)
(Sie stöhnt.)
Julia...
(Ein Telefon klingelt.)
Wir bringen sie jetzt ins Krankenhaus nach Swinemünde.
Stau auf der Brücke.
(Ein Hund bellt.) Wenn ich dich nicht hätte.
Ja.
Kann mich ja gleich einer von euch aufs Revier fahren.
Ich muss mich heute melden.
Was ist mit der Haftverschonung?
Danke.
He!... Herr Neumann!
Frau Lossow!
(Polnischer Polizeifunk)
Ich habe es für Christoph getan.
Ihr Bruder wollte, dass Sie seine Freundin entführen?
Christoph hat doch davon gar nichts gewusst.
Das war mein Plan.
Sonst hätte sie doch das Baby abgetrieben.
Ich fahre mit Jadwiga.
Also los! Kommen Sie mit!
Alle 2 Tage. Dann bis übermorgen, Karin!
Tag, Herr Staatsanwalt!
Ich habe schlechte Nachrichten für Sie.
Das Landgericht hat der Beschwerde gegen die Haftverschonung
stattgegeben.
Das ist nicht Ihr Ernst. - Natürlich
ist das mein Ernst. ...Polizeiobermeister
Brendel! Bringen Sie sie in die Zelle!
Äh! Moment mal! - Was heißt hier Moment mal?
Herr Brendel!... Ich hätte Sie schon verhaften
können, weil Sie entgegen der Auflagen heute in Polen waren.
Ich möchte meine Tochter sprechen.
Ihre Tochter ist mit diesem Fall nicht betraut.
Herrgott noch mal!
Das ist hier keine Familienangelegenheit.
Brendel, machen Sie endlich Ihren Job!
Christoph hat die ganze Zeit gedacht,
zwischen ihm und Jadwiga stimmt alles.
Sie hat ihm das Baby verschwiegen.
Und dass sie abtreiben wollte auch.
Wie haben Sie herausgefunden, dass Jadwiga schwanger war?
Vor 14 Tagen hatten wir eine Blumenlieferung in die Klinik.
Da habe ich Jadwiga in der Gyn gesehen,
wie sie mit dieser Ärztin geredet hatte.
Die ganze Insel weiß, dass die Polinnen hierherkommen,
um sich die Kinder wegmachen zu lassen.
Ich bin in keiner Kirche. Mir ist das egal.
Aber mein Bruder...
Christoph wünscht sich nichts mehr
"als eine Familie."
"Wie war jetzt Ihr Plan?"
Im Detail?
Jadwiga war in der 10. Woche.
In 3, 4 Wochen hätte sie nicht mehr abtreiben dürfen.
Schon per Gesetz nicht.
Sie wollten sie so lange wegsperren?
Was ist das für eine kranke Idee?
"Als unsere Eltern gestorben sind ..."
"Ich habe mir geschworen, dass ich auf meinen"
Bruder aufpasse. Ganz egal, was mit mir passiert.
Ich bin überhaupt nicht wichtig.
Christoph ist wichtig.
Und unser Baby.
(Christoph schreit.)
Jadwiga hat das Kind letzte Nacht verloren.
Die Ärzte sagen, stressbedingt. Sie können
von Glück sagen, dass es nicht schlimmer gekommen ist.
Hua!
"Ich wollte noch kein Baby."
Noch nicht jetzt.
Und auch nicht von Christoph.
Was haben Sie denn geglaubt,
wo ich bin?
Es gab eine Lösegeldforderung. Das war ein Ablenkungsmanöver.
Jasmin hat den Brief selber geschrieben.
Wir haben eigentlich gehofft, dass du nur weggelaufen bist.
In deiner Patientenakte steht, dass du Antidepressiva nimmst.
Depressive haben mitunter den Impuls, vor ihren
Problemen wegzulaufen. - Ich habe
keine Depressionen. - Laut deiner Patientenakte...
Ich bin nicht depressiv. Und ich war es auch nicht.
Ich bin
nur... total... traurig.
Dazu hattest du allen Grund.
Sein eigenes, ungeborenes Kind zu ermorden.
Hast du ein Gewissen?
Gott sieht alles.
Es reicht!
Frau Kaminska hat dir also keine Antidepressiva verschrieben?
Nein.
(Sie sprechen polnisch.)
Okay! Ich brauche dich. Komm mit! Heute keine Mittagspause.
Annika!... Bernd! Besorg uns ein paar Pizzen! Die gehen auf mich.
Salami! - Wie es aussieht,
hat Frau Dr. Kaminska diversen Frauen Antidepressiva verschrieben,
ohne dass die davon wussten. Die Kollegen in Swinoujscie
überprüfen das für die... - Frau Thiel! Was läuft hier gerade?
Wieso ist es relevant, ob die Ärztin Antidepressiva verschrieben hat.
Und außerdem ist es nicht Ihr Fall.
Die Liste! - Super! Fangt schon mal damit an!
Die Patientinnen wussten nichts davon.
Frau Kaminska wird die Medikamente selbst eingenommen haben.
Sie war depressiv? - Ja. Möglich.
Die Rechtsmedizin überprüft das.
Polizeiobermeister Brendel... Polizeiwache Heringsdorf, Pinn...
Würden Sie mir verraten, ob Frau Dr. Kaminska
Ihnen Antidepressiva verschrieben hat?
Hat sie nicht. Okay!
Dr. Kaminskas Nachbar, der Apotheker.
Fischer. - Fischer. Ja.
Angeblich waren die beiden sehr eng miteinander.
Ihm hätte das doch auffallen müssen. - Ja.
Und er sagt, dass Jadwiga ihr Rezept eingelöst hat.
Das war gelogen? - Ja.
Deswegen soll er den Hintern herbewegen.
Ich glaube, er hat viel zu erzählen.
(Herr Fischer weint.)
Goscha wollte Kinder auf die Welt bringen.
Und keinen Job in einer Abtreibungsklinik.
Sie hat gedacht, sie hält das 2, 3 Jahre durch.
Schon wegen ihrem Sohn.
Aber dann... ist sie in ein großes, schwarzes Loch gefallen.
Und statt sich therapieren zu lassen,
hat sie Tabletten genommen? - Ja.
Und Sie waren ihre Quelle.
"Es war doch alles so bequem für sie."
"Sie musste nicht mal in die Apotheke gehen."
"Sie hat es einfach auf den Namen"
irgendeiner Patientin ausgestellt.
Ich habe es eingelöst und bezahlt.
Also haben Sie Ihre Freundin diskret
mit Antidepressiva versorgt.
Das war nicht alles, was ich für Goscha getan habe.
Ich war einfach für sie da.
Tag und Nacht.
An dem Abend, an dem Goscha aus dem Fenster stürzte,
was ist da wirklich passiert?
Was glauben Sie denn, was da passiert ist?
Goscha ist gesprungen.
Goscha!
"Aber in einem Punkt da haben Sie recht."
Ich habe immer geglaubt, ich würde Goscha etwas bedeuten.
Aber da habe ich mir wohl was vorgemacht.
Eigentlich war ich nur ihr Dealer.
Ihr Chauffeur, ihr Mann für kleine Reparaturen im Haushalt.
Ich war nicht ihr Erlöser.
Oder ihr Retter.
Aber Frau Lossow hätte sie retten können.
Und das glauben Sie, weil...
Die Begegnung mit ihr war Goscha unglaublich wichtig.
Wäre die anders verlaufen, hätte Goscha nicht Selbstmord gemacht.
Und weil Sie das glauben, haben Sie uns
Frau Kaminskas Suizid verschwiegen?
Ihre Mutter hätte es verdient, wieder ins Gefängnis zu kommen.
Frau Thiel! Sie werden mir das vielleicht nicht glauben.
Aber ich bin genauso erleichtert wie Sie.
Stimmt... Das glaube ich Ihnen nicht...
...ganz.
Wollen Sie meiner Mutter die frohe Botschaft
überbringen? - Das ist wohl eher
eine Familienangelegenheit.
Frau Kaminska hat immer wieder davon gesprochen,
sich das Leben zu nehmen.
Trotz Kind. So ist das mit Depressionen.
Dann ist sie mir begegnet und hat so etwas
wie Hoffnung gekriegt.
Auf alle Fälle hat sie Hilfe gesucht.
Du bist nicht schuld.
Was ist schon Schuld?
Untertitelung 2016: Untertitel-Werkstatt Münster
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