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Original subtitles

.

Personen und ihre Farben:

Gelb für Kristin Dibelius.

Grün für David Dibelius.

Blau für Monika Picard.

Weiß für alle anderen Personen.

* Windgeräusche, Klänge *

* Musik *

* Der Wasserhahn tropft. *

* atmet tief durch *

Guten Morgen, Frau Dibelius. Guten Morgen.

Das Gespräch lief super, danke für das Briefing.

* Es klopft. *

Na? Na?

Hast du den Spruch gefunden?

Musste ich heute Morgen gleich an dich denken.

Wie geht es dir denn? Gut.

Wirklich.

Gehst du Mittag? Nein.

Bis später.

* Musik * Und runter, los! Hoch das Bein und runter!

Runter, runter! Es muss wehtun!

Kommt, ich will euch im Bikini sehen! Hoch! Über die Musik!

Schneller, schneller! Dann seht ihr gut aus in einem Jahr.

Noch einmal, noch einmal! Und eins, zwei, drei!

Über Kreuz, ja, das macht Spaß. Und Endspurt!

Über Kreuz, die Knie schön hoch! Gebt alles! Und stopp.

* Eine Tür quietscht. *

* Tür quietscht, Schritte *

Morgen. Morgen.

Morgen.

Ich wünsche Ihnen noch alles Gute. Tschüss. Auf Wiedersehen.

Ich werde Sie wirklich vermissen, Frau Dibelius.

Also, dass so kompetente und erfahrene Kollegen wie Sie ...

Ich muss leider los.

Alles, alles Gute und behalten Sie uns gut in Erinnerung. Ihnen auch.

Dafür habe ich ja jetzt ...

Tschüss. Tschüss.

Wie oft habe ich mir gewünscht, das auch zu tun.

Diese Stelle in Frankfurt ist immer noch nicht besetzt,

habe ich gerade erfahren.

Hast du gehört? Die habe ich doch längst abgesagt.

Na und?

Ruf doch da noch einmal an.

Ich möchte nicht nach Frankfurt.

Dafür sitzt du ab morgen lieber zu Hause und drehst Däumchen.

Ich verstehe dich nicht.

Du bist doch frei und ungebunden.

David ist in Texas. Ich will nicht nach Frankfurt!

Monika? Entschuldige bitte, es tut mir leid.

Ich weiß, es ist gerade keine einfache Zeit für dich.

Ich bin ein bisschen überfordert im Moment.

Emotional und beruflich.

Ich fühle mich irgendwie allein. * Hupen *

Erzähl weiter!

Er wartet doch.

Wir reden ein anderes Mal. Okay. Dann in Ruhe.

Wir sehen uns spätestens an meinem Geburtstag.

Was ist denn das Problem, kurz zu warten?

Das ist jeden Abend dasselbe.

Hey, vergiss nicht. Kostümpflicht.

Ich hatte heute meinen letzten Arbeitstag.

Habe ich mir anders vorgestellt.

Vielleicht habe ich mir auch gar nichts vorgestellt,

das war auf jeden Fall ... das war komisch.

Ich habe alle von ihrem Wochenende abgehalten.

Ach, ich habe gestern übrigens Sebastians Mutter getroffen.

Wusstest du, dass Sebastian geheiratet hat?

Sie hat auch nach dir gefragt.

Alle fragen nach dir.

Ich habe gesagt, dass du in Texas studierst.

Sage ich immer.

Weil ich nicht weiß, was ich sonst sagen soll.

Es sind zwei Jahre, David.

Es sind jetzt zwei Jahre.

Sprich doch mit mir, bitte.

Ich gehe ins Bett, ja? Du kannst rauskommen. Gute Nacht.

Pizza ist im Kühlschrank.

* Die Uhr tickt laut. *

(Mann) Liebe Menschen. Es gibt nur einen Weg und ein ganz klares Ziel.

Die Hölle soll leer werden und der Himmel voll.

Das ist der Sinn und Zweck der Verkündigung

des wunderbaren Evangeliums.

Preist den Herren, Jesus Christus.

Denn da hing er am Kreuz, angenagelt,

mit dem blutigen Speer in seiner Brust.

Und alle dachten, Gott ist tot. Gott ist tot.

Aber er ist auferstanden, auferstanden! Und alle Menschen,

die daran glauben, werden gerettet werden.

So lasst uns alle mal applaudieren für Jesus. Ja, oh ja. Amen.

Preist den Herren. Halleluja.

* Musik im Laden *

Ich mache Ihnen eine kleine Probe drauf, von der mit Lavendel.

Die ist mit Lava-Erde. Die zieht schnell ein.

Ich hole mal Kaffee.

Für mich bitte Cappuccino, Fiona.

Merken Sie es schon? Ja.

Macht die Haut besonders weich.

Möchten Sie es als Geschenk verpackt haben?

Nein, danke. Dann packe ich die mal ein.

Papa! Papa! Daniel! Papa!

Papa! Daniel!

Papa! Papa!

Ich suche noch einmal bei den Strandkörben. Nein.

Es regnet gleich, wir müssen jetzt los.

Papa ist bestimmt schon ins Hotel gegangen.

Der ist schon vorgegangen.

Hier, nimmst du das?

Und los!

David!

* Geräusche *

* Regen *

David.

Nein, es war doch keine Absicht, es war ein Versehen.

Ich gehe jetzt ins Bett, du kannst rauskommen.

* Eine Tür geht auf. *

(AB) Hallo, Familie Picard ist unterwegs auf der Enterprise.

Wir melden uns in Warpgeschwindigkeit zurück.

Ja, hallo, Kristin hier.

Monika. Ich habe ein paar Mal versucht, bei dir anzurufen.

Melde dich doch mal, wenn du das hörst. Tschüss.

* schnelle Musik *

6, 5, 4, 3, 2, 1 und gleich weiter.

Bleibt unten, bleibt unten. Weiter, weiter, ja.

Squads, schön tief.

Die Arme ordentlich mit, nicht so schlackern.

Und 8, 7, 6 und jetzt noch einmal alles.

Ihr könnt mehr, ihr könnt mehr, es muss brennen,

ich will, dass die Funken sprühen!

Gewicht in der Mitte lassen und jetzt noch mal alles! Gebt alles!

Ein bisschen geschwollen ist es.

Kühl das noch ein Weilchen, ja?

Achtung. Okay.

Tut es weh? Nein. Danke.

Tut mir leid, ich will dich auch gar nicht aufhalten.

Überhaupt kein Ding, alles gut.

Ist bei mir gerade alles ein bisschen viel.

Hast du Stress? Job? Zu Hause?

Mein ...

Mein Sohn redet nicht mehr mit mir.

Hat sich in sein Zimmer eingeschlossen

und kommt nicht mehr raus.

Seit zwei Jahren.

Seit zwei Jahren?

Was ist denn passiert?

Nichts, was zwischen Mutter und Sohn nicht passieren würde, normal ...

Und was sagt der Vater dazu?

Der Vater ...

... ist weggegangen. Ohne Streit, ohne Erklärung.

Ich habe Angst, dass mir das auch mit David passiert.

Das liegt an mir, nicht? Oder?

Aber was mache ich falsch? Ich weiß nicht, was ich falsch mache.

Vielleicht wäre professionelle Hilfe ...

Nein, das mache ich nicht, das habe ich schon versucht.

Die nehmen mir David nur weg und stecken ihn in eine Klapse.

Du wirst am Tresen verlangt. - Ja, ich komme gleich.

Ich will dich nicht aufhalten, entschuldige bitte. Nein, nein.

Kannst du das nächste Mal eine halbe Stunde eher kommen? Ja.

Okay, kühl das noch ein bisschen. Ja.

* Es klingelt. * Komme.

Oh, super. Du bist ein Schatz, danke.

Jetzt kriegst du erst mal ein schönes Gläschen Sekt.

Jochen, jetzt leg doch mal was anderes auf!

No way, Showstopper. Das geht gar nicht.

Habe gestern mit unserem Head of Operations

über unsere KPIs gechattet.

Habe dem klar gemacht, dass wir beim Workstream Gas geben müssen.

Und zwar asap.

Vor allem muss die Schwuchtelperformance

von den Sales Managern endlich aufhören.

Wir müssen denen klar machen, wer jetzt nicht liefert:

EDK, Ende der Karriere.

Hallo, Torsten ohne H.

Kristin. Mit K.

Und, was machen Sie so?

Ich? Ich bin gerade gefeuert worden.

EDK, Sie wissen schon.

Hast du die gelben Servietten gesehen? Ja, auf dem Tisch.

Was machst du denn da?

Ich spüle schon mal was weg. Ich glaube, du spinnst.

Komm mal mit! Ich will dir jemanden vorstellen.

Ich wollte nicht so lange bleiben.

Jeffrey wird dir gefallen. Das ist ein Bekannter von Jochen,

Computerspezialist, eigene Firma und solo.

Nein, was soll das denn? Das ist irrsinnig peinlich.

Du hast doch selbst gesagt, dass du einsam bist? Was? Nein.

Neulich vor dem Büro hast du gesagt, ich bin einsam.

Ich habe noch niemals gesagt, dass ich einsam bin.

Stell dich nicht so an. Ich möchte das nicht.

Was bist du denn so steif? Stock im Arsch! Monika.

Der Sekt ist alle.

Ich mache das.

Jeffrey, Kristin. Kristin, Jeffrey.

Hallo. Ja.

Wir brauchen Sekt.

Ah.

Hat mich sehr gefreut.

(Mann laut) Fuck!

Scheiß Fucker!

Fuck! Fuck!

David! David! Was ist denn bloß los mit dir?

David, bitte, warum verachtest du mich so? David! David!

Ich tue doch alles für dich, ich sorge für dich. David!

Ich bin arbeitslos, David. Wegen dir.

Ich habe eine Stelle abgelehnt wegen dir.

(weint) Um dir diesen scheiß ... Umzug zu ersparen.

(weint) Ich wollte dir den scheiß Umzug ersparen.

Komm da raus! Komm da raus! Komm da raus, David!

Bitte komm da raus, ich kann nicht mehr.

Bis morgen. - Bis morgen.

* Heulen *

Alter, lass mich in Ruhe!

Ich habe gearbeitet, okay? - Du hast gearbeitet?

Was guckst du so entgeistert? Hast du Angst vor dem bösen Wolf?

Hast du was für mich?

Habe ich was für dich?

Was hast du für mich?

Spinnst du?

Spasti.

Fuck you, Mann. - Fuck you, Mann.

* Sirene, Straßenlärm *

(Mann) Kiffen. Kiffen macht krank. Kiffen, kiffen.

Entschuldigung? Kostet das Eintritt, oder kann man da so ...

(Mann) Star der Stadt.

Kann seine Familie ja stolz auf ihn sein.

(Mann) Ey Mister, nicht gucken, kaufen. - (Mann) Fresse.

(Mann) Ob der einen mit mir kifft?

Ich finde, der sieht mir sogar ein bisschen ähnlich.

Suchen Sie wen?

Sie sind doch Fiona, oder?

Kennen wir uns?

Ich glaube, Sie haben mit meinem Sohn zusammen studiert.

David Dibelius?

Sie sind Davids Mutter, oder? Ja, genau.

Sie waren ein paar Mal bei uns zu Hause.

Stimmt.

Wie geht es David so? Gut.

Er ist in Texas, er macht ein Auslandssemester.

Aha. Texas.

Sie waren doch mit David befreundet, richtig?

Eine Zeit lang sehr gut sogar.

Und dann nicht mehr?

Warum, was ist passiert? Was soll das hier werden?

Ich wollte Sie nur fragen ... Was ist denn mit David?

Wo ist er? Er ist in Texas, in Austin.

Bullshit. David ist niemals in Texas.

Warum kann ich ihn nicht erreichen?

Nicht über Handy oder Mail, nicht über Facebook?

Warum ignoriert er mich auf seinem komischen Highfly?

Wie kommen Sie eigentlich hierher?

Haben Sie mir nachspioniert?

Ich muss los.

* Tür wird geöffnet, Schlüssel werden hingelegt *

(AB) Sie haben eine neue Nachricht.

Kristin, hallo. Monika hier.

Ich hoffe, du bist nicht sauer auf mich.

Ich habe das am Samstag in der Küche nicht so gemeint.

Du hast jedenfalls bei Jeffrey einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Ich habe ihm einfach mal deine Nummer gegeben, okay?

Lass uns die Tage mal zusammen Kaffee trinken,

dann können wir mal über alles in Ruhe reden.

Gut. Meldest du dich? Okay. Tschüss.

(AB) Sie haben keine weiteren Nachrichten.

(leise) Goliath96.

* Musik *

Schon witzig, was alles so fliegen kann, ja? Ja.

Wenn ich Ihnen weiterhelfen kann, sagen Sie Bescheid, okay?

Ich habe ein paar Fragen. Ja, gerne.

Und zwar zum Thema Bambussplitstäbe, was halten Sie denn davon?

Suboptimal eher, ich empfehle Ihnen Glasfaserstäbe.

Kristin?

Hallo Kristin, keine Panik. Hallo.

Sie haben neulich was vergessen.

Vielen Dank. Da nicht für.

Wie wäre es mit einem Kaffee?

Jetzt? Ja.

Gleich um die Ecke ist ein schönes Kaffee. Ich lade Sie ein.

Sie sind neulich so plötzlich verschwunden.

Ja, das ... Bitte.

Entschuldigung, ich weiß noch gar nicht.

Und Sie?

Ich hätte gern einen Latte Macchiato mit doppeltem Espresso.

Entkoffeiniert, mit laktosefreier Milch bitte. - Na dann.

So? Ich?

Ich nehme einfach Kaffee, schwarz.

Glänzende Wahl. Danke.

Der Kaffee hier ist so lala. Aber der Service: exquisit.

Vielen Dank für die Einladung. Gerne, hat mich gefreut.

Falls Sie mal wieder einen Kaffee trinken.

Vielen Dank. Auf Wiedersehen.

Wiedersehen.

* Tür geht auf *

* Eine Tür quietscht. *

* Er ist am Kühlschrank. *

Postleitzahl?

Ja.

* Sie schließt die Tür. *

* Räuspern *

* murmelt vor sich hin *

Flappies? Nappies.

Okay.

Ja, genau.

Die Farbe ist auch der Wahnsinn.

Prima.

Ahhhhh. Ahhhhh.

Jetzt habe ich dich. Ich ergebe mich.

Was hast du da? Das ist ja ein ...

Jetzt habe ich dich. Hey, Mama. Hör auf.

Hey! So, jetzt aber schnell, mein Freund.

Schnell wie der Wind. Huuuuh.

Schenkel.

(liest leise) Verstehe ich nicht.

Scheiße. Scheiße.

* atmet tief durch *

Hoch. Hoch, hoch.

* Er lacht. * Fast.

Zieh! Zieh hoch!

Hu!

Warte, warte!

Er fliegt.

Super.

Ohhh.

Hast du Lust auf einen Kaffee? Ich habe gar keine Zeit.

Ich bin verabredet im Chat mit meinem Sohn.

Der studiert in Texas, Austin. Okay, verstehe.

Ich bin jetzt ein paar Wochen auf Geschäftsreise.

* Geräusche des Drachens im Wind *

* Nachricht kommt an *

* Nachricht kommt an *

* Musik *

(AB) Hallo, Jeffrey hier.

Halt dich fest.

Ich habe zwei Karten für die Neue Philharmonie bekommen.

Würde mich freuen, wenn du Freitagabend Zeit hast

und wir zusammen hingehen.

Also, melde dich einfach. Bis dann.

Kristin?

Monika.

Schön, dich zu sehen. Ja.

Ich habe ein paar Mal bei dir angerufen.

Ja, stimmt.

Tut mir leid. Ich habe es nicht geschafft. Ich habe so viel zu tun.

Okay.

Wie geht es dir denn? Gut und dir?

Auch gut. Super. Ich bin leider verabredet. Tschüss.

Bis bald. Ja.

* liest den ersten Teil des Textes laut vor *

Schneller einkaufen geht nicht.

* Rechner geht aus *

Scheiße. Was jetzt?

* Rauschen *

* klingelt weiter *

* Anruf angenommen *

Kannst du auch sprechen?

Warum das Tuch?

Aha.

Moment.

Mach mal die Kamera weiter nach hinten.

Jetzt du.

Mach das Tuch ab.

* Tropfen *

* Das Tropfen hört auf. *

* Die Uhr tickt. *

Scheiße.

Er will raus.

(leise) Oh Gott, was für eine Scheiße.

* Klingeln *

* Klopfen *

Kristin.

Na komm, ich weiß doch, dass du da bist. Mach auf!

Bitte.

Kristin, was ist denn los mit dir? Ich mache mir Sorgen um dich.

Wir können doch über alles reden.

Gut. Du weißt, wo ich wohne. Komm vorbei!

* Die Schritte entfernen sich. *

Mama?

Ja? Ich will dich später mal heiraten.

Hallo. Hallo, komm rein.

Deine Jacke.

Danke. Bitte.

Willst du einen Drink? Ja.

Okay.

Mach es dir bequem.

* Flasche wird geöffnet, eingegossen *

Da gehe ich als Nächstes hin.

Nur mit Rucksack, Zelt und Kamera. Drei Wochen.

Wahrscheinlich werde ich nach drei Tagen ins nächste Hotel einchecken.

Danke.

Zum Wohl. Zum Wohl.

Wir brauchen Musik.

* stöhnt *

Wann sehen wir uns wieder?

Bald. (küsst) Versprochen.

* laute Musik *

* klickt die Nachrichten durch *

Weißt du, in den letzten Jahren ging es mir richtig scheiße.

Magst du darüber sprechen?

(David) Kennst du das nicht auch? Dass einem alles zu viel wird?

Dass alles auf einen einstürzt.

Manchmal habe ich einfach eine scheiß Angst.

Vor den Leuten.

Vor der Welt da draußen.

Vor allem.

Ich habe das Gefühl, dass ich einfach nicht mithalten kann.

Ich habe es probiert, aber ich packe das nicht.

Ich kann mich nicht so verstellen.

Da draußen braucht man einfach jemanden.

Jemanden, dem man vertrauen kann.

Der einen nicht im Stich lässt.

Genau.

Der einen so nimmt, wie man ist.

Seit wir uns kennen, habe ich jedenfalls das Gefühl,

nicht mehr alleine zu sein.

Ich hatte manchmal so wenig Lust zu leben,

dass ich nicht mehr aufgestanden bin.

Was ist mit deiner Familie?

Mein Vater ist schon lange weg.

Und deine Mutter?

Mit der rede ich nicht mehr.

Wieso?

Meiner Mutter bin ich scheißegal.

Die interessiert sich null für mich.

Fragt sie nie nach?

Klar: Wie läuft es an der Uni,

kommst du mit im Stoff, wie sind die Professoren?

Aber dann fragt sie doch.

Aber nie wirklich nach mir, wie es mir geht, was ich will.

Es geht ihr immer nur um sich und ihre Interessen.

Und ich muss dafür herhalten, weil sie sonst keinen hat.

Und was willst du?

Jedenfalls nicht das, was sie will.

Dann musst du ihr das sagen.

Geht nicht.

Warum?

Jede Begegnung mit ihr ist purer Stress.

Körperlich.

Vielleicht ist ihr das gar nicht bewusst.

Wegen ihr ist mein Vater auch weg.

Wie meinst du das?

Er war von einem auf den anderen Tag einfach verschwunden.

Ich kann es mir nicht anders erklären.

Sie weiß angeblich nicht, warum er verschwunden ist.

Vielleicht stimmt das ja. Glaube ich nicht.

Ich habe versucht, meinen Vater in Rumänien ausfindig zu machen.

Da kommt er ursprünglich her.

Ich wollte einfach nur mit ihm reden.

Und?

Nichts. Keine Infos.

Und wie geht es dir damit?

Keine Ahnung.

Wahrscheinlich ist er doch nur ein Arsch,

der uns im Stich gelassen hat.

Bestimmt liebt deine Mutter dich.

Kann sein.

Und wenn ihr doch noch einmal miteinander redet?

Mit dir geht das. Du hörst mir zu. Wir ticken gleich.

Deshalb freue ich mich ja auch so, dass wir uns bald treffen.

Ich auch.

Das ist Schwachsinn, das wird niemals funktionieren. Warum nicht?

Er wird nicht glauben, dass ich Cinderella bin.

Aber du hast doch versucht, ihn zu kontaktieren.

Dann versuchst du es jetzt eben noch einmal, als Cinderella97.

Ich habe dir auch die Ausdrucke mitgebracht. Den Chatverlauf.

Ich soll das auswendig lernen? Nein, nur damit du es weißt.

Soll ich Ihnen sagen, was passiert, wenn David mich sieht? Was denn?

Er wird sofort abhauen.

Hast du eine Zigarette für mich? Klar.

Danke.

Tut mir leid, ich bin die Falsche für den Job.

Ich habe meinen Mann verloren, ohne dass ich irgendwas tun konnte.

Ich möchte nicht auch noch David verlieren, bitte. Fiona.

Sagen Sie ihm einfach die Wahrheit. Was?

Ich muss los, meine Freundin wartet.

* Klopfen * David?

Ich bin es, Mama.

Dein Glück ist mir das Wichtigste, weißt du?

Ganz egal, wo du bist.

Ich möchte, dass es dir gut geht.

Ich habe dir Druck gemacht. Ich habe zu viel erwartet.

Erwartungshaltungen sind schrecklich.

Ich ...

Ich vermisse dich nur so wahnsinnig.

Ich möchte gerne mal wieder mit dir sprechen. Wie Erwachsene.

Wenn ich dich verletzt habe, dann tut mir das entsetzlich leid

und ich würde mich gerne dafür entschuldigen.

Ich werde dich nicht mehr bedrängen.

Bleib so lange in diesem Zimmer, wie du es brauchst.

Aber lass uns ab und zu reden miteinander, ja?

Das wollte ich dir sagen.

Und dass ich dich liebe.

* Das Telefon klingelt. *

Dibelius. (Fiona) Hallo, Frau Dibelius.

Hallo?

* Glocken läuten *

Also hier ist morgen der Treffpunkt, hier an dem Pool.

Äh, ich versuche mich dahinten irgendwo zu verstecken.

Vielleicht hinter diesem Flaschencontainer.

Ist doch Wahnsinn.

Ich bin so froh, dass du dabei bist.

Hallo Fiona. Hallo.

Danke dir.

(Mann) Ich sollte den einladen, dann habe ich ihn eingeladen.

(Frau) Der Abend hätte so cool werden können.

(Mann) Markus hat besoffen meine Freundin angegraben. Die ganze Zeit.

(Mann) Penner. Dieser besoffene, miese Penner, Alter.

* Regen prasselt *

* Regen prasselt *

* Er schreit laut. *

Ich glaube, wir können jetzt gehen.

Pst. Nicht so laut.

Wir haben jetzt über eine Stunde gewartet, er wird nicht mehr kommen.

Mir ist arschkalt, ich würde jetzt gerne nach Hause.

Danke.

Jeder hat das Recht, auf seine Weise mit der Welt klarzukommen.

Verstehen Sie, was ich meine?

Ja.

Was ...

David.

David! Ich wollte doch nur, dass wir wieder glücklich ...

Oh Gott.

David.

Scheiße.

* Musik *

* Auto hupt *

* Geräusche des Drachens im Wind *

* Rauschen *

Untertitel: rbb 2021 Antje Wächtler

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