All language subtitles for Fracass.der.freche.Kavalier.1961.German.1080p.BluRay.x264-CONTRiBUTiON

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Original subtitles

He, Pierre! Du hast schon wieder Fallen gestellt. Ich verbot es Dir.

Aber Herr Baron essen doch so gern Hasenfett.

Das geht schlecht ohne Hasen.

Dann kauft man eben beim Waldhüter.

Das geht schlecht ohne Geld. Ein Hase kostet 30 Sou.

Dann verzichte ich drauf. Ich will keine von fremden Leuten.

Behalten Sie die beiden.

Sie sind tot und zu schade für das Raubzeug.

Sie schmecken besser als trocken Brot. Das gibt ein saftiges Ragout.

Führe mich nicht in Versuchung. Ich bin schon halb verhungert.

Wirf das Zeug weg! Nach Hause! Ich komme gleich nach.

Herr Baron! In der Schüssel sieht man nicht, dass sie gestohlen sind.

Ich fürchte, Freunde, wir haben uns verirrt.

Wenn wir hier entlang reiten, stoßen wir sicher auf die Jagdgesellschaft.

Halt, schöne Frau!

Helfen Sie bitte armen Komödianten!

Das Pferd scheut!

Hilfe!

Hilfe! Hilfe!

Hilfe! So hört ihr doch!

Hierher! Hilfe!

Hilfe! Hierher!

Hierher! Ich stürze!

Hierher, Jean!

Hilfe!

Hilfe! Hilfe!

Oh, Marquis, ich bin tot.

Oh! Ich hatte geglaubt, es wäre mein Mann.

Leider nicht.

Werden Sie nicht zudringlich!

Bitte, Jean! Geben Sie dem Mann eine Belohnung.

Ich fürchte, er akzeptiert Ihre Belohnung nicht, Marquise. - Wieso?

Ihr Retter ist der Baron de Sigognac. Meine Frau, die Marquise de Bruyere.

Baron de ... Verzeihen Sie mein Versehen!

Sie sind in einem Aufzug ... Jagen Sie gern hier?

Die Hasenjagd blieb mir als einzige Jagdfreude.

Ehrlich gesagt bin ich ein Wilddieb.

Aber Sie bestrafen mich schon, indem Sie nicht mehr lächeln.

Vielen Dank, Madame! Ich bleibe auf ewig Ihr Schuldner.

Auf Wiedersehen, Marquis.

Auf Wiedersehen, Baron. Und viel Glück als Wilddieb.

Hallo! Gibt's in der Nähe einen Wagenschmied?

Einen Wagenschmied ist 12 Stunden weit.

Das Schicksal ist gegen uns. Wir müssen draußen schlafen.

Bei der Kälte? Wir machen uns warm und üben unsere Rollen.

Komödianten seid ihr?

Nicht nur Komödianten. Kleine Schauspieler aus der Provinz.

Herode, Leiter der einzigartigen Gruppe.

Verzeihen Sie, ich lebe hier wie ein Wilder. Das sieht man. Was tust du?

Ich? Nichts. Ich bin Baron de Sigognac.

Dann bin ich Zar aller Reußen oder König von Dänemark.

Man kann Baron sein und trotzdem arm.

Das ist wie ein Komödiant ohne Engagement. Geld ist nicht wichtig.

Man soll mir nicht nachsagen, ich lasse die Musen im Stich.

Seien Sie heute Nacht meine Gäste!

Ich weiß nicht, 0b wir das annehmen können.

Ich gehöre fast zu Ihnen. Ich schrieb eine Tragödie in Versen.

Gut. Wo wohnen Sie?

Da. Mein Haus ist nicht komfortabel.

Man nennt es auch Elendsschloss.

Mehr Elend als Schloss.

Heute sind Sie jedenfalls untergebracht. Essen gibt es auch.

Wir haben 20 Stück im Repertoire. Alle erfolgreich.

Erfolgreich, wenn ich mitspiele.

Bring sie hierher, Pierre.

Trink, Scapin! Ein köstliches Weinehen.

Den muss ich probieren.

Mögen Sie keinen Hasen?

Hase ist mein Leibgericht, doch ...

Warum nehmen Sie nichts?

Wenn ich zu viel esse, setze ich zu viel Fett an.

Bin ich dick, verliere ich den Charakter der Magerkeit.

Aber Sie müssen doch etwas essen. An den Fasttagen.

So sind Künstler.

Nach Benehmen und Aussehen können Sie bei jedem das Fach erkennen.

Ich rate. Mademoiselle spielen die Liebhaberin, stimmt's? Natürlich.

Sie spielt sie auch im Leben.

Warum auch nicht? - Ja, warum nicht?

Das musst du gerade fragen. - Ja.

Spielt Ihr etwa den Partner?

Natürlich! Alle Liebhaber, Abenteurer und Verführer.

Die Freude aller Frauen. Der Schrecken aller Ehemänner.

Aber nicht nur auf den Brettern, oder? - Ja, Ich gebe es zu.

Was ist mein Fach? Soubrette.

Denn Sie lachen immer.

Soll ich Männer ernst nehmen?

Einige ja, aber Dummköpfe dürfen Sie ruhig verwirren.

Wenn ich es ihm gestatte.

Aus Ihnen spricht die Salondame.

Sie sind ein Menschenkenner.

Von der Salonschlange bis zur komischen Alten spielt sie alles.

Eins nach dem anderen oder beides zugleich. Das sagt nur der Komiker.

Sie haben das Auge eines Meisters, d.h. sein Ohr.

August Scapin. Zu Ihren Diensten.

Ein Galeerensträfling. Halb Gaukler, halb Taschenspieler.

Keine Schmeicheleien. Gib Meister Blasius Wein.

Seit die Quelle der Jugend versiegte, halte ich mich hieran.

Wer bin ich, Monsieur? Erraten Sie das auch?

Sie sind die Jugendliche Naive.

Und sehen aus wie die Tochter eines Prinzen.

Nun kennen Sie unsere ganze Truppe.

Ich bin über diese Bekanntschaft sehr glücklich.

Seit vielen Jahren hörte dieses Haus erstmals wieder Lachen.

Warum bleiben Sie dann?

Wenn ich Sie wäre, würde ich mich hier nicht zu Tode langweilen.

Mit Ihrem Aussehen und Alter ginge ich nach Paris.

Was Soll ich da? Schulden machen.

Das bringt Beziehungen und Sie werden so ein großer Mann.

Ach! Wer denkt heute noch an die Sigognacs bei Hofe.

Wie soll ich diese Reise nach Paris machen? Zu Fuß oder zu Pferd?

Fahren Sie doch mit uns.

Gute Idee.

Der letzte Hausdichter versetzte uns.

Sie werden der Dichter unserer Truppe. Ach, kommen Sie mit!

Was soll ich in Paris in diesen Lumpen?

Je ärmer ein Dichter aussieht, umso besser ist es, sagen die Leute.

Das stimmt! Also was ist, lieber Baron? Ja oder nein?

Ich sag vielleicht.

Ich weiß nicht.

Halt an, Herode! Ho!

Ich habe mir Ihren Vorschlag überlegt. Die Poesie hat gewonnen.

Aber auf Ihre Verantwortung, wenn meine Verse schlecht sind.

Das Ist nicht so wichtig. Wir sprechen meistens einen anderen Text.

Adieu, mein altes Sigognac.

Vielleicht stehst du noch, wenn ich wiederkomme.

Er gähnt laut. Bald sind wir in Riberac.

Halt! Hände hoch! Keine Bewegung! Geld her oder das Leben!

Kein Widerstand oder meine Leute greifen an!

Hierher! Kommt ran, ihr Halunken!

Gebt Feuer, Leute!

Achtung, Baron!

Du jagtest unseren Damen Angst ein.

Deshalb sollte man einen Burschen wie dich aufhängen.

Scher dich hin und bitte sie um Verzeihung!

Hochverehrte Reisende. Verzeiht mein Ungeschick!

Erweist mir eine kleine Gnade.

Du bist ganz witzig, Bürschchen. Als Schauspieler ständest du deinen Mann.

Das ist für dich!

Das ist nur gerecht. Ihr brachtet mich immerhin um mein ehrlich Brot.

Und die kleine Chiquita?

Mesdames! Soll sie leer ausgehen?

Ich versprach ihr einen Schal.

Die Kette würde mir auch gut stehen.

Du bist nicht sehr bescheiden.

Sie sind gut, Mademoiselle.

Ich würde Sie nie umbringen.

Ich bewunderte Ihre Kühnheit und Ihren Mut.

Sie benahmen sich wie ein Romanheld.

Der eines komischen Romans. Bitte?

Nichts. Ich dachte an Don Quichotte und den Kampf mit den Windmühlen.

Oder besser an Kapitän Fracass und sein Kampf mit den Vogelscheuchen.

Er hat recht. Es war nur ein Kampf wie im Theater mit Requisiten.

Mag sein. Nur dass Sie es nicht gewusst haben.

... den Taugenichts bestrafen.

Meiner Tochter schöne Augen machen und ihrer Tugend nachzustellen.

Wäre er ein Herr mit vollem Beutel. Aber ein Bettler. Prügelt ihn durch!

Wenn meine Tochter zu Schaden kommt.

Dann kann er mich auch zu einem Gläschen einladen.

Haltet ein!

Raus mit dir!

Meine Schöne! Reicht Eurem Helden die Hand.

Ist dir nicht gut?

Danke, es geht schon.

Du darfst nicht so viel essen. Das predige ich immerzu. Diät halten!

Und vor allem raus mit schädlichen Säften.

Isabelle, ich liebe dich.

Leondre, Geliebter mein. Ich schwöÖre dir ewige Treue.

Nun, Baron? Wie habe ich Ihnen eben gefallen?

Sie waren zu nett zu Leondre.

Ach das. Das steht so in der Rolle.

Seien Sie nicht eifersüchtig. Begleiten Sie mich zur Herberge.

Wir warteten nur auf Sie, um das Fest zu beginnen.

Sagen Sie nicht, Sie seien müde. Ihre Schönheit straft Sie Lügen.

Ich muss Sie enttäuschen. Das Spielen strengt an.

Meine Gesundheit ist angeschlagen. Aber ...

Ehrlich gesagt habe ich zum Feiern auch keine Lust.

Entschuldigen Sie mich bitte.

Ich möchte mal eine Rolle spielen, die Sie für mich schreiben.

Seit ich Sie kenne, habe ich Lust zu dichten.

Aber es müsste Ihr Leben beschreiben.

Da wird es eine Tragödie. Wieso Tragödie?

Meiner Geburt schlecht begann.

Mama zg wie ich mit einer Komödiantentruppe durchs Land.

Eines Abends spielte sie am Hofe des Königs.

Ein Herr klatschte besonders viel. Ihm verdanke ich mein Dasein.

Lebt Ihr Vater noch?

Ich glaube nicht.

Er zog mit der Armee nach Flandern und kam nie zurück.

Mama starb sehr früh vor Kummer.

Denn er wollte sie heiraten.

Kennen Sie ihn? Nein, nicht mal den Namen.

Merkwürdig. Hat Ihnen Ihre Mutter nichts von Ihm hinterlassen?

Nur ein Andenken.

Hier, diesen Amethyst.

Er gehörte meinem Vater.

Sie sind so traurig, Isabelle.

Ich möchte Sie so gern glücklich sehen.

Nicht davon sprechen.

Gute Nacht, Isabelle.

Gute Nacht, mein Dichter.

Oh, mein Kopf. Mir ist ganz schwindlig.

Ruhen Sie sich einen Augenblick aus. Hier.

So, meine Teuerste. Setzen Sie sich.

Mein Fuß tut weh. Ich hab ihn mir sicher verknackt.

Ich massiere ihn. Gestatten Sie?

Ich bin schrecklich empfindlich.

Es geht schon viel besser.

Ihren Händen? - Das sagt man mir oft.

Nächstes Mal verrenke ich mir zuerst den Fuß.

Nicht hier, Monsieur. Man beobachtet uns.

Dann kommen Sie auf mein Schloss Bruyere.

Ich darf nicht den Vertrag brechen.

Mit Geld lässt sich alles lösen.

Als Edelmann bin ich ein Mäzen der schönen Künste.

Wann spielen Sie für mich auf Schloss Bruyere? - Man verlangt uns überall.

Nennen Sie Ihren Preis!

Gut. Was lieben Sie am Theater? Die Komödie oder die Tragödie?

Die Soubretten. - Sie haben Geschmack.

Die Abenteuer des Kapitäns Matamore.

Mit dem größten und berühmtesten Komödianten.

Fass doch zu! Komm!

Wollt ihr wohl, ihr Schindmähren!

Mein armer Matamore.

Verzeih, dass wir dich hier draußen begraben.

Ohne Priester und ohne Glockenschlag.

Aber das Gesetz verstieß uns Komödianten.

Das Gesetz exkommunizierte uns auch.

Nun sind wir hier noch einmal dein Publikum.

Das dir dankt als seinem besten Komödianten.

Wir spenden Dir von Herzen deinen letzten Applaus.

Robert. Aber das Wusste niemand mehr.

Vielleicht hatte er es selbst schon vergessen.

In solchen Fällen sind am meisten die Hinterbliebenen zu beklagen.

Durch seinen Ausfall ist unser ganzes Repertoire gefährdet.

Die Vorstellung beim Marquis Ist geplatzt.

Wir sind Unglücksraben.

Liebe Freunde! Ich weiß nicht recht, wie ich es ausdrücken soll.

Ich möchte nicht anmaßend sein.

Es ist alles so schwierig.

Schießen Sie schon los!

Ich teile ja jetzt alles mit Ihnen.

Ihr Brot, die Zufälle der Reise und demnächst auch Ihren Erfolg.

Ich könnte Ihnen jetzt nützlich sein.

Ich habe nicht das Talent von Matamore.

Aber mit Ihrer Hilfe könnte ich versuchen, ihn zu ersetzen.

Sie? Ein Baron de Sigognac?

Lassen wir den Titel beiseite.

Ich fühle mich jeden Tag mehr als einer der Ihren.

Leondre sagte, ich sähe aus wie Kapitän Fracass.

Wenn ihr wollt, bin ich ab heute dieser berühmte Abenteurer.

Einverstanden. Haben wir ab heute einen Kapitän Fracass.

Was ist los?

Warum erscheint meine Schöne nicht auf dem Balkon?

W aan gewissen Leandro

der schon ihr Herz gestohlen hat.

Donner und Blitz! Wer ist dieser Leandro?

Geh' los und hole ihn!

Ich werde ihm die Nase einschlagen Kreuze in sein Gesicht ritzen,

ihn vierteilen und ihm die Gedärme rausreissen, ihn verbrennen und seine Asche in alle Winde streuen

Zu Diensten, mein Herr. Ich sehe den Herrn Leandro auf uns zukommen.

Schnell, Zieht den Degen, ich passe derweil auf.

Aber warte doch! Heisst das dass Leandro derjenige ist, der uns

mit der Hand am Degen entgegen kommt?

Jawohl, mein Herr endlich bekommt Ihr einen ebenbürtigen Gegner

Was, ein ebenbürtiger Gegner sagst du?

Ist euch kalt, mein Herr Ihr zittert ja?

Nein, ich zittere vor Wut.

Geht ihm entgegen ich stehe euch zur Seite.

Von einer Dame. — Wo sitzt sie?

In der 1. Reihe, in Schwarz.

Mein Herr, Wisst Ihr dass ich der Kapitän Matamore bin

aus dem berühmten Geschlecht der Escobom-Bardon, von der Papirontonda?

Kurzum, ich stamme von Herkules ab, mütterlicherseits.

Mir ist es egal auch wenn Ihr vom Mond abstammt.

Hölle und Blitz, gleich wird es euch nicht mehr egal sein.

Verschwindet, aber schnell und ich verschone euch

Eure Jugend rührt mich.

Schaut mich genau an

Ich bin der Schrecken des Universums.

Gräber tun sich auf, wo ich zugeschlagen habe

Glaubt es mir!

Ich verbreite eine solche Angst,

dass Ich die Mutigen bisher nur von hinten gesehen habe.

Schön, dann schaut mir jetzt ins Gesicht.

Dein Grab ist geschaufelt, du Elender

Han, raus meine geliebte Klinge möge der Bauch dieses Tollkühnen

deiner Klinge als Scheide dienen.

Ach, Wirklich?

Oh...verräterische Klinge

verrostet bist du

weil ich dir diese Woche

nicht die gewohnte Ration von Kadavern geliefert habe.

Das ist mir eine Lehre

Erst will ich 2 oder 3 Männer vor dem Frühstück töten,

damit mein Degen blank bleibt

So. .. So!

Du auch? -Ich auch! -Um wie viel Uhr?

Um Mitternacht im Pavillon der Diana. Und Du?

Um Mitternacht im Pavillon der Venus.

Es war mir eine große Ehre, neben einem Edien wie euch zu spielen.

Das ist für den Baron von Sigognac,

aber für unseren Kapitän Fracass hier die Belohnung.

Auf solch einen Genuss hätte ich nicht zu hoffen gewagt.

Den hätte ich mir lieber mit kühneren Taten verdient.

Ohh... Ich bitte Sie Leandro hören Sie auf.

Ihre Küsse verbrennen mich.

Sie machen mich verrückt.

Monsieur Herode. Sie waren lange nicht bei uns in Poitiers.

Wir können nicht oft genug den Platz wechseln.

Geben Sie uns die besten Zimmer und von dem guten Wein.

Ich hielt den Wein extra für Sie zurück.

Ich prophezeie einen anstrengenden Winter.

Wegen des Schnees?

Nein, wegen der Frauen.

Aha. Weil Corisande wie in dich vernarrt ist.

Deshalb ist sie langweilig.

Und Artemise. Sie ist wie ein treues Hündchen. Es ist fade, mein Bester.

Mir fehlt eine, die kalt, herzlios und grausam ist.

Leider wollen die meisten Frauen ... Sieh da!

Die Sonne geht auf! Eine strahlende Sonne.

Jetzt ist es bewölkt.

Das gefällt mir. Frauen, die fliehen, sind verwundbar.

Ich bekomme wieder Geschmack an der Liebe.

Ihr Bad ist fertig, Mademoiselle.

Danke, ich brauche Sie nicht mehr.

Komm! Hier.

He, Wirt!

Ja, bitte, Monsieur? - Du hast hier eine Kammerzofe.

Nein. Ich habe 3 Mägde und 4 Küchenjungen.

Ich meine die vom Theater. - Das ist möglich.

Ich möchte ein Zimmer neben ihrem. Verstanden?

Ungesagtes verstehe ich am besten.

Das Fürstenzimmer für Monsieur!

Meister? Graf Vallombreuse.

Hier! Trink auf meine Gesundheit.

Was ist das für ein Mädchen, das bei dir wohnt? Hier wohnen viele.

Ich meine die im 2. Stock am 3. Fenster. Ein Louidor für jede Silbe!

Dann bekomme ich drei Goldstücke: I-sa-belle.

Klingt hübsch. - Sie ist die Naive.

Das treiben wir ihr aus.

Ich meine am Theater. Eine falsche Naive.

Nein, eine echte. Sie hat keinen Geliebten, nur einen Verehrer. Wen?

Ein Komödiant aus der Truppe.

Der zählt überhaupt nicht.

Und sie? Wo kann ich sie sehen?

Sie haben heute Generalprobe mit Kostümen. Edelleute sind zugelassen.

Madame, Sie kommen wie immer von links: Ihre Tochter ist verloren.

Wie? Was?

Monsieur! Ihre Tochter ist verloren.

Wieso?

Weil sie verliebt ist. - An.

Bitte meine Puderdose, Baron.

Sie dürfen meine Schleifchen richten. Mein Schönheitspflaster!

"Ich ihnen den Hosenbandorden.

Ein Narr, der Böses denkt? - Der bin ich.

Sie hier, Marquis? Wir erwarteten Sie nicht. - Ich tröstete die Marquise.

Sie bedauerte wie ich den Fortgang der Truppe. Ersetzten Sie mich schon?

Sie kommen noch rechtzeitig.

Nein, vielen Dank.

Ich sehe lächerlich aus.

Mir gefällt es.

Spielen Sie die Sylvia in dem Stück von Scuderi, Mademoiselle?

Ich habe die Ehre, Monsieur.

Ich beneide den Dichter, der seine Verse diesem Munde anvertraut.

Viele Männerherzen fallen heute sicher Ihrer Schönheit zum Opfer.

Kinder, beeilt euch! Isabelle! Serafine!

Sie vergaßen das Pflästerchen Ihrer Schönheit.

Erlauben Sie mir huldvollst, es Ihnen aufzusetzen? Nein!

Mademoiselle kann sich selbst zurechtmachen.

Sie braucht dazu keine Kavaliere wie Sie.

Ich erwarte Ihre Sekundanten.

Bist du närrisch? Ein Edelmann kämpft nicht mit einem Gaukler.

Eine Peitsche ist für dich gut genug.

Hüten Sie sich, Monsieur!

Prügel bekomme ich nur auf der Bühne. Sonst teile ich sie aus.

Du sprichst zum Comte de Vallombreuse. Lass ihn!

Ich verprügle ihn nicht selbst.

Wer Pack anfasst, macht sich die Hände schmutzig.

Ich überlasse solche Burschen meinen Lakaien.

Alle auf die Bühne!

Monsieur hat also Angst.

Was erlaubst du dir? Wer redet schon mit einer Karnevalsmaske?

Ich zeige mein Gesicht, wenn es an der Zeit ilst, Graf!

Jetzt möchte ich Ihretwegen meinen Auftritt nicht verpassen.

Asola! Labrisch! Baasc! Mirandolle!

Ihr habt mich verstanden?

Ihr sollt ihn nicht töten.

Ein Hund auf allen Vieren kriecht.

Jeder Hieb kommt vom Comte de Vallombreuse.

Geht jetzt!

Er wird keinen Spaß dran haben!

Er war vor Wut außer sich. Na und? Denken Sie, ich nicht?

Bitte seien Sie vernünftig, Philippe! Fracass wird es sein.

Und Sigognac? Dazu kann ich nichts sagen.

Ich begleite Sie ein Stück.

Meine Affären allein zu regeln.

Sie haben keine Waffe. Nehmen Sie wenigstens den Degen von Matamore.

Es ist nur ein Theaterdegen, aber besser als nichts. Vielen Dank.

Wollen Sie wirklich nicht, dass ich Sie ...? Nein, Herode! Danke.

Los! Auf ihn!

Warte!

Der Bursche ist meiner!

Nimm das vom Grafen!

Nun red schon! Von welchem Grafen denn? Raus damit!

Vom Grafen von ...

Das kommt vom Grafen!

Ein Denkzettel vom ...

Mach das Maul auf!

Rede! Von wem?

Von Vallombreuse.

Labrisch! Was ist los?

Was ist denn, Mirandolle? Was ist mit euch passiert?

Laure ihm an der Herberge auf!

“Komme Ich mir wie Herkules vor.

Vielleicht schlug ich zu kräftig zu.

Ich danke dir trotzdem, Herode.

Ich war unruhig. Haben Sie sich geschlagen? Nein.

Aber Ihr Rock ist aufgeschlitzt. Besser der Rock als der Bauch.

Der brave Matamore half mir mit seinem Degen aus.

Vallombreuse wird sich über seine lahmen Lakaien wundern.

Ich müsste Ihnen böse sein.

Aber man muss euch Edelmänner eben nehmen, wie ihr seid.

Und sich damit abfinden. Sagen Sie das nicht!

Ich verlange von jedem Mann, dass er Sie als Frau respektiert.

Bitte, Marquis.

Ich bediene gern ein Kammerkätzchen vom Theater.

Es ist, als spiele ich selbst ein bisschen Komödie.

Herein!

Ah! Setzen Sie sich und essen mit uns, Baron.

Trinken wir auf den armen Vallombreuse.

Wir sahen vom Fenster aus zu.

Als Komödiant bin ich gerecht, aber nicht als Edelmann.

Was heißt das?

Ich bitte Sie, In meinem Namen den Grafen zu fordern.

Sie schlagen sich mit einem Grafen?

Der Adel der Sigognacs ist uralt.

Sie dürfen sogar zu Pferde zur Kirche kommen. übernehmen Sie das?

Ja und 1000 Mal ja.

Degen. Wir treffen uns morgen Mittag.

Wieso zeigt er nicht seine Kontraparaden?

Das ginge Sigognac an den Kragen.

Ich verlange Revanche, Monsieur.

Wie Sie wünschen.

Aber ich weiß nicht, ob ich Sie dann schone.

Schwören Sie, dass Sie sich nie mehr für mich schlagen. Ich bitte Sie!

Diesen Eid kann ich nicht schwören. Das wissen Sie.

Ich strafe jeden, der Sie beleidigt.

Und wenn er Sie getötet hätte? Ich glaube, ich wäre gestorben.

Isabelle.

Ich habe einen Entschluss gefasst, Isabelle.

Ich werde sehr glücklich oder sehr unglücklich sein.

Alles hängt von Ihrer Antwort ab. Was wollen Sie mich fragen?

Wollen Sie meine Frau werden?

Ihre Frau werden?

Ja! Meine Frau vor Gott und den Menschen.

Sagen Sie ja, Isabelle!

Lassen Sie mir etwas Zeit.

An so was zu denken. ”

Verstehen Sie, dass ich nicht weiß, was ich antworten soll?

Sie wollen mich heiraten.

In der Kapelle meines alten Schlosses.

Vom Dach sind zwar nur noch ein paar Sparren da, aber was macht das?

Wir brauchen ja nicht gerade beil Regen zZu heiraten, nicht?

Sie schenkten mir eine Minute lang die Illusion, Ihre Frau zu sein.

Nun will ich antworten.

Nein, Philippe. Ich heirate Sie niemals.

Warum nicht? Weil ich Sie liebe.

Zukunft denken muss.

Sie brauchen eine Frau, die Ihnen hiflt, das zu werden. was Sie waren.

Keine Schauspielerin, die Ihre Freunde verachten würden.

Wer das wagt, zwinge ich vor meinen Degen.

Genau das will ich nicht. Isabelle!

Nein. Sie versprachen, dass Ich frei sein kann.

Auch ein Versprechen.

Anderen Mann angehören.

Ich war für einen Augenblick Ihre Frau. Für einen kurzen Traum.

Diese Erinnerung muss mein ganzes Leben lang vorhalten.

Auf Morgen. Liebster.

Armer Sigognac.

Es ist zum Verrücktwerden.

Würde ich sie jetzt nicht lieben und sie liebte mich nicht.

Dann hätte ich sie zurückgehalten und in die Arme genommen.

Die Liebe ist eigentlich gar nicht so schwierig.

Man darf nur nicht lieben.

Das ist das Zimmer des Barons.

Vielleicht dort, wo eben das Licht ausging. Soll ich versuchen? - Ja.

Pst! Nicht schreien!

Ich dachte mir, dass ich dich hier finde.

Dich schickt doch jemand. Ich komme, um dich zu warnen.

Ich sollte hereinschleichen und ihnen die Tür öffnen.

Sie wollen dich entführen.

Wer? Du kennst den Mann. Er wohnt im Schloss in der Nähe.

Unten wartet Agostin, der von dem Grafen Geld bekam.

Armer Agostin. Das erste Mal, dass ich ihn verrate.

Was willst du ihm denn sagen?

Dass Du noch wach warst oder einer bei dir Im Zimmer war.

Nimm dich vor dem Grafen in Acht. Er ist verrückt nach dir.

Er lässt so einiges springen.

Guck, hier! Alles in barem Gold. Agostin hat doppelt So viel.

Aber du! Du hast mir damals die Kette geschenkt.

Das vergess ich dir nie.

Jetzt schenke ich dir auch was.

Hier, das Messer. Siehst du?

Du brauchst nur den Knopf drücken und zustoßen. So doll du kannst!

Das ist ein guter Schutz, wenn er dich wieder bedrängt.

Leb wohl!

Und vergiss nicht Chiquita!

Wer ist da?

Isabelle! Ja?

Da unten stehen Männer auf der Straße.

Na sieh nach!

Ich?

Tatsächlich.

Die wollen mich entführen. Sie kommen vom Grafen Vallombreuse.

Wieder diese Strauchdiebe. Mach auf! Aufmachen!

Den Eimer!

Huhu!

He!

Schnell weg!

Sagt nichts Fracass. Sonst sucht er wieder Streit.

Verschwinden. - Du hast recht.

Leg dich hin. Morgen geht es nach Paris.

Duftender Thymian. Kauft die Ware!

Wunderbare Fische, Monsieur. Nein.

Taufrische Ware!

Heute schon alles verkauft. - Was, schon alles weg?

Eine kleine Gabe.

Wunderbare Weise Fast öhne Schmerz.

Mesdames und Messieurs. Treten Sie näher!

Das ist das wundertätige Elixier des großen Dschinghis Kahn.

Der große Dschinghis Khan aus Indien überlieferte nur mir das Elixier.

Ich rette Ihre zähne, wenn Sie Schmerzen haben!

Schluss mit Hühnerbraten aus Pappe.

Ab jetzt essen wir auf der Bühne echte Fasanen.

Großartig. Wer liefert sie? Prinz de Moussy.

Dreh dich nicht um. Ich werde beobachtet.

Ich kenne die Visage, weiß aber nicht woher.

2 Tropfen auf den kranken Zahn geträufelt ...

Bestimmt ein Taschendieb. Ist der Prinz ein Philanthrop?

Er ist sogar Generalintendant seiner Majestät.

Wir spielen in einer königlichen Truppe.

Bald werden wir bei Hof vorgestellt, haben eigene Kutschen ... Vorsicht!

Bestimmt betrunken. Ich halte ihn für nüchtern.

Was heißt das?

Er wollte dich überfahren. Leider erkannte ich nicht das Wappen.

Ich fresse eine Nuss mit Schale, da steckt sicher Vallombreuse dahinter.

So feige ist kein Edelmann. Nicht alle Adligen sind wie du.

Ausgeschlossen. Der Graf ist verwundet.

Das war nur eine Schramme. Pass nur auf, Kapitän!

Vallombreuse will dir ans Leder. Aber wir brauchen dich mehr. Für Isabelle.

Für diese Pfuscherei gab ich nun dem Kutscher 20 Louidor.

Du bist verantwortlich, nicht der Kutscher!

Bis morgen ist der Baron erledigt.

Sonst schicke ich dich wieder auf die Galeere zurück.

Mit anderen Worten, meine lieben Freunde.

In unserer Truppe ist ein strahlender neuer Stern namens Fortuna.

Ich würde Holz anfassen.

Nein, ich fasse Gold an.

Denn Gold ist ein Symbol des Glücks.

Auf das Ende der Hungerjahre!

Neue glückliche zeit!

Haben Sie für mich ein Bett?

Auf die Frauen! - Ja.

Warum sind Sie so still, wenn alle anderen glücklich sind?

Sie wissen, mein Glück hängt nicht vom Ruhm ab, sondern von Ihnen.

In drei Monaten sind wir die berühmteste Truppe der Welt.

Jetzt ist aber genug. Es ist schon spät. Wir gehen zu Bett.

Du bleibst doch noch? - Aber nur für das letzte Glas.

Ah, ich fange erst an. Zum Wohl!

Ich rate Ihnen, heute Nacht gut Ihre Tür zu verschließen.

Öffnen Sie niemandem, Isabelle!

Warum? Was befürchten Sie?

Ich hab den Eindruck, Paris ist des Nachts gefährlicher als Poitiers.

Keine Angst! Ich werde mich verbarrikadieren.

Schlafen Sie gut, Isabelle!

Was Soll das heißen?

Scht!

Warte, du Hund!

Scht!

Wer bist du?

Mirandolle.

Wer ist dein Herr?

Machst du das Maul auf, du Lump?

Ist es Vallombreuse, hm?

Ja.

Pass gut auf, du Halunke!

Bestell deinem Herrn, dass seine Methoden mich anekeln.

Wenn er noch nicht genug hat, duelliere ich mich gern noch ma1l.

Dich schicke ich zur Hölle, wenn ich deine Gangstervisage noch mal sehe.

He, Lampourde!

Zum Teufel! Stör mich jetzt nicht!

Augenblick, Mirandolle! Sie haben mich gleich ausgezogen.

Und den!

Was hab ich gesagt? Geld macht nur Sorgen. Dass du nur genug kriegst!

Nun zu uns, mein Sohn! Was ist?

Ich möchte dir ein Geschäft vorschlagen.

Na gut. Aber eins sag ich dir:

Komm nicht wieder mit Diebstahl. Das ist langweilig. Ich will Blut sehen.

Sollst du auch.

Dann muss er sich verteidigen. Sonst macht es keinen Spaß.

Keine Sorge. Er ist eine harte Nuss.

Wer?

Wer steht Dir im Wege?

Er heißt Fracass und ist bei einer Schauspielertruppe.

Mich kennt er nun. Ich komme schlecht an ihn ran und dachte daher an dich.

Herrschaften!

Die kleine Schwarze sieht nicht schlecht aus.

Ruhig! Ist doch mal gut.

Der Kerl ist geschickt. - So legt man einen geräuschlos um.

Die kann jede Nacht zu mir kommen.

Die hat Feuer im Blut. Nicht schlecht, oder?

Mein Herr bezahlt nur im Voraus. Da ist dein Lohn.

Die Truppe spielt im Hotel de Bourgogne. Mach es auf dem Weg dahin.

Genügt, genügt. Bestell schon eine Messe!

He! Komm her, Süße! Lass Wein herabregnen!

Zwei Krug, Monsieur?

20! Das Gold muss rollen. Kommt her, Strolche! Lampourde bezahlt alles.

Ich möchte zu Isabelle, der Komödiantin.

Sehr wohl, mein Herr.

Ich möchte sie überraschen.

Sie sind hier? Verzeihen Sie den überraschenden Besuch.

Vielleicht hätte ich wie bei einer Königin um Audienz bitten sollen.

Aber ich habe befürchtet, dass Sie mir den Eintritt verwehren.

Lassen wir die höfischen Phrasen, Graf.

Ich bin eine einfache Komödiantin. Sie verschwenden mit mir Ihre Zeit.

Meine Zeit gehört Ihnen allein.

Wie mein ganzes Leben Ihnen geweiht ist.

Ich bin für immer Ihr Sklave. Ein Sklave, der nur Ihnen gehört.

Ich habe meine Sklaverei selbst gewählt, ohne eine Bedingung.

Zu einer Sklaverei gehören zwei. Der Sklave und sein Herr. Oder Herrin.

Ganz recht. Aber ich bin nicht Ihre Herrin und werde es niemals.

Ich bedauere, So deutlich zu werden.

Haben Sie So wenig Erfahrungen mit Frauen, dass sie das nicht spüren?

Ihre Kühnheit amüsiert mich, zumal ich den Grund kenne.

Dann respektieren Sie ihn auch.

Dieser Grund könnte schnell wegfallen.

Im Moment beneide ich Sigognac. Doch morgen werde ich ihn schon bedauern.

Was bedeutet das?

Ich träumte heute Nacht merkwürdig.

Wovon?

Sigognac würde Opfer eines tödlichen Unfalls oder einer bösen Begegnung.

Die Straßen in Paris sind nachts sehr unsicher.

Sie sind ein Unmensch!

Sie übertreiben, Gnädigste!

Denn ich hasse es, Blut zu vergießen, wenn es nicht sein muss.

In diesem Fall scheint es mir ganz überflüssig.

Denn es kostet Sie nur ein Wort, ihn zu retten.

Das winzige Wörtchen "ja".

Monsieur de Sigognac ist in Gefahr? Es sieht So aus.

Etwa heute Nacht? Schon möglich.

Sie können für ihn Schicksal spielen.

Ich biete Ihnen einen Tausch an.

Sigognacs Leben gegen ein paar Stunden Ihres Lebens.

Nein, Monsieur.

Ich verlange nicht sehr viel von Ihnen.

Nur eine einzige Nacht.

Nur heute Nacht.

Mitternacht holt Sie ein Wagen ab.

Bei Tagesanbruch wird Ihr Wunsch dann erfüllt sein.

Dann müssen Sie nicht mehr um sein Leben zittern.

Das Leben dessen, den Sie noch zu lieben glauben.

Gehen Sie hinaus!

Wenn ich gehe, verzichten Sie auch auf Sigognac.

Und Sie, Monsieur, verzichten damit auf Isabelle!

Denn trennt ihn ein Unfall von mir, überlebe ich Philippe keinen Tag.

Was für eine Rolle.

Sie spielen aber nicht Theater.

Das Leben sieht Für gewöhnlich

Der brave Sigognac wird verschwinden.

Jetzt liegt es nur noch bei Ihnen.

Verschwindet er aus dem Leben oder nur aus Ihrem Herzen?

Sein Leben gönne ich ihm.

Da ich geduldig bin, dränge ich Sie nicht und warte auf Ihre Antwort.

Sagen wir, eine Stunde.

Verlassen Sie mich jetzt!

Das ist mein letztes Wort!

Umso schlimmer für ihn, Isabelle!

Sie haben es So gewollt!

Sie parieren gut, Monsieur.

Sie haben Prinzipien.

Und ich wende sie an.

Das merke ich.

Parieren Sie den!

Wunderbar.

Wir werden noch viel Spaß haben.

Donnerwetter, Monsieur! Ihr Stil ist bewundernswert.

Sie sind sehr liebenswürdig.

Mein Kompliment. Gerechter Weise wäre ich jetzt erledigt.

Ich will nicht indiskret sein, aber wer war Ihr Lehrer? Giolago? Nein.

Arricantes? Auch nicht.

Dann Cotassier? Nein.

Außer ihm gibt es keinen mehr.

Ich lernte bei einem alten Soldaten, der unter meinem Vater diente.

Parieren Sie den! Seine Lieblingsparade.

Verteufelt! Gegen solche Attacken ist kein Kraut gewachsen.

Jetzt komme ich dran. Sie werden Augen machen. Methode gegen Methode!

Meine ist die hohe Schule des edien Waffenhandwerks.

7 Jahre brauchte ich, diese Kunst zu lernen. Bisher überlebte sie keiner.

Ehe Sie sterben, ruhen Sie sich ein wenig aus.

Dann kommen Sie wieder zu Atem.

Wenn Sie diesen Schlag parieren, bringe ich Ihnen den bei.

Das ist das einzige Geschenk, das ich Ihnen machen kann.

Aber es ist fürstlich und Sie sind seiner würdig.

Und jetzt empfehlen Sie Ihre Seele dem, der ein Recht darauf hat.

Also! En Garde!

Nein!

Wenn Sie nicht den Rest meines Degens im Leibe haben, sind Sie ein Gott.

Also bin ich auch großherzig. Ich könnte dich durchbohren.

Aber ich tue es nicht, weil du mir gefällst.

Kapitän Fracass! Betrachten Sie mich ab jetzt als Ihren Sklaven.

Man zwang mich, Sie zu töten und ich nahm das Geld.

Aber ich gebe es zurück. Und wenn ich es stehlen müsste!

Was sagte ich? Ich bin Ihr Sklave, Ihr Hund, Ihr Jagdhund, Wachhund.

Wie Sie wollen. Sie pfeifen und ich bin da.

Berichte! Führte dein Mann den Auftrag aus?

Sie werden zufrieden sein. Er führt eine gute Klinge.

Verzeihung, Herr Graf! Da ist ein Mann ...

Das ist Lampourde. Genau zur Zeit.

Führ ihn hinein!

Was bedeutet diese Komödie?

Erstmals in meinem Leben konnte ich einen Vertrag nicht erfüllen.

Da ich mein Handwerk ehrlich ausführe, bringe ich das Geld zurück.

Wiedermal nichts als Aufschneiderei. Er ist feige.

Ich förderte 30 Leute ins Jenseits.

Noch nie sah mich im Kampf jemand von hinten.

Ich bot Fracass meine beste Klinge. Und?

Das blieb übrig. Diesen Mann zu töten, geht über meine Kraft.

Zählen Sie daher bitte nicht mehr auf mich.

Wegen des Risikos hätte ich das Geld behalten können.

Aber mein Gewissen ist zart.

Behalte den Beutel und trinke auf meine Gesundheit.

Danke, Hochwohlgeboren!

Ich ziehe mich jetzt aus der leidigen Affäre Fracass zurück.

Wenn es Sie beliebt, führt sie mein anderes Ich weiter.

Der Chevalier Malartic. Er verdient Ihr absolutes Vertrauen.

Zu Ihren Diensten, Monsignore.

Ich deutete Ihr zweites Projekt an.

Er hat einen nahezu unfehlbaren Plan, Ihre Komödiantin zu entführen.

Ich nehme die Zeit des Herrn Grafen nicht länger in Anspruch.

Was ist das für ein Plan?

Morgen spielen die Italiener und Herodes Truppe vor dem König.

Oh! Oh Elender!

Ihr habt diese Frau kompromittiert. - Das verlangt Genugtuung.

Ich tue, was Ihr wünscht.

Ihr habt die Wahl.

Entweder Ihr heiratet sie und wir drücken ein Auge zu.

Oder Ihr lehnt ab. Dann schicken wir Euch in die Hölle.

Dann wähle ich doch lieber die Hochzeit.

In meine Arme, Geliebter.

Nein! Nur das nicht! Bitte nicht!

Doch.

Moussy!

Sir?

Die Leute gefallen mir. Ich möchte ihnen mein Kompliment machen.

Sehr wohl!

Hilfe! Der Prinz wird bestohlen! Hilfe! Diebe!

Hilfe! Hilfe! Mörder! Hilfe! Wachen!

Schnell! Schnell!

Wachen! Diebe! Mörder!

Fangt sie! Fangt das Weib!

Fangt sie! Lasst sie nicht entwischen!

Na warte, du Katze!

Monsieur! Monsieur! Er hat den alten Picard getötet.

Schick schnell einen Boten zu meinem Vater!

Ich bin der Königin sehr dankbar, dass sie Sie nach Paris holte.

Ihrer Truppe verdanke ich, dass ich den ganzen Abend meine Sorgen vergaß.

Sie werden meinen königlichen Dank in Empfang nehmen.

Meine Freunde, ich bewundere auch Ihre Art, Komödie zu spielen.

Verzeihen Sie meine Indiskretion.

Aber Ihre Augen! Ihr Gesicht!

Es erinnert mich an ein anderes, das mir sehr teuer war. Wie ist Ihr Name?

Mein Name ist Isabelle, Monsignore.

Ich weiß. Aber wie weiter?

Einen anderen Namen besitze ich nicht.

Soeben wurde Picard ermordet.

Sie besitzen einen ausgeprägten Sinn für die Karikatur.

In Ihren Übertreibungen steckt eine tiefe Wahrheit. Glückwunsch!

Ich bitte Majestät, mich zurückziehen zu dürfen.

Ich erhielt die Nachricht, dass mein Sohn mich dringend sprechen will.

Gehen Sie ruhig, Moussy. Er begleitet uns in den Louvre.

Ich bin sehr betrübt, mein Vater.

Ich habe ihn geliebt.

Ich beweine ihn wie einen Bruder.

Ich betrauere ihn mit dir, Sohn.

Ich habe das Gefühl, mit ihm ist meine ganze Kindheit entschwunden.

Wie oft bin ich als Kind mit meinen Sorgen zu ihm gelaufen.

Er war der Vertraute meiner Jugend.

Ich weiß es, mein Sohn.

Ich war oft sogar sehr eifersüchtig wegen deiner Anhänglichkeit zu ihm.

Ich glaubte, er steht dir näher als ich.

Ich war von Ihnen wie eingeschüchtert.

Das ist heute noch so, Vater. Das ist schmerzlich.

Vielleicht verkannte ich dich deshalb ein Leben lang, mein Sohn.

Ich dachte, du hättest kein Herz.

Wirklich. Diesen Eindruck machst du auch zuweilen.

Vielleicht machte mir Ihre Nachsicht das Leben zu leicht.

Das mag sein. Doch ich bin glücklich, trotz dieses schmerzlichen Vorfalls.

Durch ihn erkannte ich, wie dein wirkliches Wesen ist.

Ich bin der Haushofmeister des Grafen von Pomerol. - Womit kannn ich dienen?

Mein Herr möchte zur Unterhaltung seiner Gäste Ihre Truppe einladen.

Sein Schloss ist etwa eine Stunde von hier entfernt.

Mein Herr ist ein Edelmann, der sich nicht lumpen lässt.

Sie können einen guten Preis verlangen.

Ich würde Ihren Herrn gern zufriedenstellen.

Aber wir spielen bereits hier vier Mal in der Woche. - Ein Tag genügt.

Wenn Sie das Angebot annehmen, sind diese 100 Louidor die Anzahlung.

Ihr Herr ist ein großer Kunstfreund. Da kann ich ihm nichts abschlagen.

Übermorgen sind wir da. Wo ist das Schloss?

Auf dem Wege nach Cheuvreux.

Ein Diener erwartet Sie an der Kreuzung der vier Hirschkühe.

Entweder sind wir zu früh da oder unser Mann hat sich verspätet.

Ah! Ich liebe den Wald.

Die schönste Zeit meines Lebens verbrachte ich in Wäldern.

In einem Wald sind wir uns auch zum ersten Mal begegnet, Isabelle.

Ich weiß noch, in Ihrem Haar hatten sich Blätter verfangen.

Und Sie hatten ein blaues Kleid an.

Habt Mitleid mit einem Blinden, der seine Augen im Krieg verlor.

DU warst Soldat? Nimm.

Hilfe! Philippe! Philippe! Hilfe!

Isabelle!

Hilfe, Philippe! Philippe!

Hilfe, Philippe!

Philippe!

Nein! Ich will nicht!

Lasst mich los! Nein!

Nun ist es Vallombreuse doch geglückt.

Ich werde Isabelle wiederfinden!

Hallo! Wo ist das Schloss Pomereux?

Was? - Schloss Pomereux.

Schreit nicht so. Ich bin nicht taub!

Ein Pomereux gibt es hier so viel wie Kirschen auf einem Rosenstock.

Was hab ich gesagt? Das Ganze war eine Falle.

Dann zurück nach Paris!

Das ist der einzige Ort, Wo wir Vallombreuse finden.

Nicht so voll! Mir auch! Prost!

Wer trinkt mit mir auf die Gauner?

Wer trinkt mit mir auf die Weiber?

Trinken wir auf unsere Zunft.

Hast du noch mein Messer? Natürlich.

Schleif es gut an den Schuhsohlen!

Warum denn, Chiquita? Für alle Fälle.

Wer sich verteidigen will, braucht Waffen.

Wie kommst du hierher?

Ich habe mich hier reingeschmuggelt.

Die Hunde schnappten meinen Agostin. Aber dir soll nichts passieren.

Wo bin ich hier?

Bei dem Herrn, für den ich dich in Poitiers entführen sollte.

Im Schloss seines Vaters.

Bei Vallombreuse? Ja, bei ihm.

Du magst ihn nicht, nicht wahr? Ich weiß, du würdest ihm gern entwischen.

Ich bin allein. Es ist niemand hier, der dich rausholen könnte.

Aber ich kann deinem Freund sagen, wo du steckst.

Würdest du das tun?

Für dich ja.

Aber wie kommst du wieder raus?

Das schaffe ich schon.

Gut, dann lauf zum Hotel und zeig Kapitän Fracass diesen Ring.

Dann weiß er, dass du von mir kommst.

Sowie es Tag wird, bin ich bei ihm.

Wenn du zurückkommst, darfst du dir wünschen, was du willst.

Von dir will ich nichts.

Doch.

Gib mir einen Kuss.

Mich hatte noch niemals jemand gern.

Pass auf!

Könnten wir nicht beide zusammen fliehen?

Du würdest dabei abstürzen.

Jetzt musst du das Seil durchschneiden.

Adieu!

Ich stehe vor einem Rätsel.

Vallombreuse war gestern den ganzen Tag beim König.

Heute Nacht war er in Saint- Germain, um zu spielen.

Das Alibi ist gut.

Was treibst du dich hier rum? Du musst sie befreien.

Wo? Im Schloss Vallombreuse.

Vorsicht! Die Kleine ist bestimmt von der Bande.

Kennst du diesen Ring?

Er gehört Isabelle. Holt die Pferde! Du führst uns!

So verliebt, wie der Baron ist, gibt's einen teuflischen Spaß.

Wasser! Frisches Wasser!

Da kommt er!

Ein Mörder!

Schlagt ihn tot!

Sterben soll er, der Hund!

Pfui, der Zigeuner!

Rauf mit Ihm!

Gut so! Bindet ihn dran!

Krepieren sollst du!

Ich will dich jammern hören, du Hund!

Er muss sterben!

Schlagt ihm die Hände ab!

Du Mörder, du!

He! Platz! Platz da! Platz! Platz!

Agostin!

Wo willst du hin, Chiquita?

Weg da, Mädchen! Sonst breche ich dir sämtliche Knochen.

Ich liebe dich!

Sie hat ihn getötet.

Sie steckt mit ihm unter einer Decke! Diese Hure!

Wir können nichts mehr für sie tun. Schrecklich.

Wir fanden bei ihr diese Kette und diesen Ring.

Wir nehmen an, der Schmuck gehört Ihnen, Monsignore.

Nein! - Bei dem Collier mag sie recht haben.

Der Ring gehört mir. Er trägt mein Wappen. Hast du Ihn hier gestohlen?

Ich habe ihn nicht gestohlen. Eine Dame gab ihn mir. - Wer?

Ich weiß es nicht.

Hab ich erwartet.

Sie gab ihn mir im Schloss Vallombreuse.

Lüg nicht! Vallombreuse ist um diese Jahreszeit unbewohnt.

Sie irren! Der Herr, der uns schon mal dafür anheuerte, entführte sie.

Er hält sie dort gefangen. - Weiter.

Sie glauben mir nicht?

Kein Wort. - Das ist sehr dumm.

Kapitän Fracass glaubte mir sofort.

Er sah den Ring und ritt sofort los.

Kennt Fracass die mysteriöse Dame?

Natürlich. Er spielt mit ihr Theater.

Isabelle?

Sollte er sie wirklich entführt haben?

Geben Sie mir bitte die kleine Kassette herüber.

Sie wissen ja, die Kleine Schmuckkassette.

Komm näher! Ich weiß jetzt, dass du die Wahrheit sagtest, mein Kind.

Nimm deine Kette wieder.

Aber den Ring bringe ich lieber selbst seiner Besitzerin zurück.

Ich danke Ihnen.

Führt sie ab!

Meinen Wagen! Ich brauch ihn sofort!

Nun begreife ich überhaupt nichts mehr, Monsignore.

Den Ring schenkte ich vor langer Zeit einer Komödiantin namens Cornelia.

Sie war einmal meine große Liebe.

Ich trug jahrelang den gleichen Ring.

Wenn wir getrennt waren, schrieben wir uns.

Mit dem Ring siegelten wir unsere Briefe.

Wenn diese Isabelle Cornelias leibliche Tochter ist ...

Wäre sie auch Ihre Tochter und Vallombreuses Schwester.

Eilen wir, Chevalier.

Der Himmel sei gnädig, dass wir nicht zu spät kommen.

Ich musste auf Ihren bezaubernden Anblick einen ganzen Tag verzichten.

Ich hoffe, Ihr Hass gegen mich hat sich noch verstärkt.

Ohnmächtiger Hass ist ein pikantes Gewürz, Isabelle.

Sagen Sie doch, dass Sie mich hassen!

Dass Sie mich verachten.

Sie wollen nicht sprechen?

Umso mehr verrät Ihr Schweigen Ihre wahren Gefühle.

Bravo! Wehren Sie sich nur!

Umso reizvoller ist für mich Ihre Niederlage.

Sie widerlicher, kleiner Lump!

Sie haben gesprochen! Mein erster Sieg!

Wundervoll, wie du dich sträubst. Dabei ist es zwecklos.

Du wirst mir gehören und die ganze Welt wird es erfahren.

Du bist so bezaubernd in deiner Verzweiflung. Ich liebe dich.

Lassen Sie mich gehen!

Kommen Sie mir nicht nahe, sonst ...

Du bist herrlich.

Je mehr du mich hasst, umso schöner wirst du.

Nehmen Sie sich in Acht!

Stich zu, mein Herz!

Stich zu, meine Schöne!

Auch wenn du dich noch so sträubst. Du wirst mir gehören. Mir allein!

Alarm!

Los jetzt! - Schnell!

Philippe! Hier bin ich!

Philippe! Philippe!

Philippe! Hilf mir, Philippe!

Komm mit mir!

Philippe, rette mich!

Nach oben! Schnell!

Nein! Nicht! Los! Da rein!

Hallo, hier bin ich jetzt.

Warte, mein Bürschchen! Jetzt bekommst du eine Krone aufgesetzt.

Ich habe dich gewarnt, Kanaille!

Wenn ich dich noch mal treffe, mach ich dich kalt! Ich halte mein Wort!

Philippe! Hilfe, Philippe! Hilfe!

So macht man das nicht.

Warte! Pass auf!

Philippe!

Achtung! Da unten! Da sind zwei. Die kaufen wir uns.

Sapperlot! Das ging daneben.

Du bist aber ein Stümper. Ich bin doch dick genug.

Hier! Pariere den!

Gib mir einen vor!

Touche! Rasch in den Kahn, Herode!

Ah, sieh da! Monsieur de Lampourde.

Ganz recht. Und was seh ich? Monsieur de Malartic.

Mir scheint, Monsieur wechselten das Revier.

Ja, aber das soll Sie nicht abhalten, ehrlich Ihr Brot zu verdienen.

Hilfe! Philippe!

Schonen Sie mich! Ich flehe Sie an!

Philippe! Rette mich, Philippe!

Nehmt sie mit! Um den Rest kümmere ich mich allein. Nein! Nein!

Philippe!

Mit mir ist es aus, Kamerad. Lasst mir noch Zeit, mich zu bekreuzigen.

Das ist nun mal so in unserem Handwerk.

Jetzt, wo ich beinahe schon tot bin, was hast du mit mir vor, Kamerad?

Ich erlaube dir, weiter an der Schlacht teilzunehmen. Als Zuschauer!

Das war gekonnt.

Gar nicht übel, der Graf. Etwas verkrampft. - Aber er riskiert was.

Die Theorie ist gut, aber die Praxis fehlt ihm völlig.

Ich setze 20 Louidor auf den Grafen.

Hast du sie? - Noch nicht, aber ich gewinn sie von dir.

Täusch dich nicht!

Wir müssen eingreifen.

Lass sie! Da siehst du, wie Verliebte kämpfen.

Hört ihr jetzt auf? He! Hört auf!

Monsieur! kämpfen Sie, wie sich's gehört!

Isabelle!

Isabelle! Isabelle, geliebtes Herz!

Du bist gerettet. Philippe!

Monsieur! Ich weiß, warum Sie sich zu meinem Schloss Zutritt verschafften.

Und zwar mit Waffengewalt. Ich kann Ihnen nicht einmal zürnen.

Denn Gewalt fordert Gewalt heraus und rechtfertigt sie.

Was aber euch betrifft:

Ihr wusstet genau, was für eine schlechte Sache ihr vertretet.

Verschwindet jetzt!

Sind Sie verletzt, Mademoiselle?

Nein.

Sagen Sie bitte, mein Kind: Gehört Ihnen vielleicht dieser Ring hier?

Ja, Monsignore.

Von wem haben Sie ihn erhalten?

Von meiner Mutter Cornelia.

Dann täuschte mich mein Gefühl doch nicht, Monsieur. Es gibt noch Wunder.

Ja. Es gibt Wunder, Isabelle.

Deine Mutter und ich haben uns einmal vor langen Jahren sehr geliebt.

Es besteht kein Zweifel mehr, dass du meine Tochter bist.

20 Jahre ließ ich dich suchen. Überall. Aber vergebens.

Bis endlich heute durch meinen Sohn eine Spur auftauchte.

Er ist mein zweites Kind und ist es nicht wert, meinen Namen zu tragen.

Ja, ich spreche von dir.

Ich muss leider so sprechen, wie du es verdienst.

Bis jetzt verzieh ich dir alle Streiche, So toll sie auch waren.

Aber dafür gibt es keine Entschuldigung.

Das ist ein glattes Verbrechen.

Weißt du, wer dieses Mädchen ist, die du entführen ließest?

Die Tochter jener Frau, von der ich dir einmal erzählte.

Sie ist meine Tochter.

Wenn das wahr ist, kann sie bei Ihnen meine Stelle einnehmen.

Was heißt das? Was ist dir?

Nichts, Vater.

Es geht zu Ende.

Schnell! Reitet nach einem Arzt!

Und Ihr, steht nicht herum! Bringt ihn auf sein Zimmer!

Leben Sie wohl, Isabelle.

Sie gehen fort? Warum denn?

Ich tötete Ihren Bruder, Isabelle.

Doch fühle ich mich ohne Schuld, denn es war ein ehrlicher Kampf.

Er hat sich selbst in meinen Degen gestürzt.

Sonst hätte ich ihm auch diesmal das Leben geschenkt.

Dennoch muss ich auf Sie verzichten.

In den Augen Ihres Vaters werde ich immer ein Mörder sein.

Philippe! Ich liebe Sie.

Und ich werde Sie immer lieben.

Sie dürfen nicht fortgehen und mich alleine lassen, Philippe.

Die Wunde ist tief, aber die Lunge scheint unverletzt zu sein.

Ich hoffe, wir können ihn retten.

Was ist? - Er wird leben.

Wir alten Haudegen wissen in diesem Punkt immer mehr als die Apotheker.

Was tun Sie nun?

Ich schreibe ein Theaterstück darüber. Der Text ist fast fertig.

Ich schreibe ihn noch auf und verteile die Rollen.

Ich spiele den alten de Moussy. - Ich spiele Isabelle.

Wunderbar! Bei der Ähnlichkeit.

Sie sind Sigognac und Sie Vallombreuse.

Muss ich zum Sterben Text lernen?

Nein, aber die stummen Rollen sind die schwierigsten. Fertig?

In meine Arme, mein armes Kind. Dein lieber Bruder ist gerettet.

Oh, du mein, du mein Blondkopf.

Wir müssen uns Lebewohl sagen.

Sie wollen gehen? Niemals. Das wäre furchtbar.

Als arme Komödiantin hätte ich Sie heiraten können.

Der Ruin meiner Familie verbietet mir jetzt, eine reiche Frau zu nehmen.

Sterben ist langweilig.

Nicht stören! - Tote stören immer.

Vater! Sei doch mal ...

Dass ich viel Geld erbe, ist doch kein Verbrechen.

Hauptsache, er ist adlig.

Sei beruhigt, Blondkopf. Ich kenne die Sigognacs.

Ihr Adel ist älter als der von MOussy.

Ich zweifle nicht, dass der König ...

König. - Wer sonst?

Der König wird Sie respektieren.

Mein lieber Vater. - Komm her!

Seid glücklich, meine Kinder.

Du Teure, Teure!

Ach so, ja.

Mein blondes Glück.

Jetzt muss ich aber einfallen und die verehrten Zuschauer zu Tränen rühren.

Zu spät, mein Junge. Die Szene geht auf der wirklichen Bühne zu Ende.

Es war einmal ein altes, verfallenes Schloss.

Das nannten sie das Schloss des Elends.

Nun wird es das Schloss unseres Glücks.

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