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* Karin Lossow *
* Ellen Norgaard *
* Holm Brendel * * Dr. Brunner *
* Stefan Thiel * * Liane Gentsch *
* Die Tür wird abgeschlossen. *
* Die Tür wird aufgeschlossen. *
(Polnisch) Guten Tag!
Frau Gentsch? Karin Lossow. Danke, dass Sie gekommen sind!
Es ist mir schwergefallen, Sie um Hilfe zu bitten. Aber ...
Haben Sie mit meinem Anwalt gesprochen?
Ja. Und Ihre Sorge ist berechtigt.
Der ist fachlich wie menschlich ein Arschloch.
Aber ich denke, Sie werden keinen anderen finden,
der diesen aussichtslosen Fall übernimmt.
Er ist nicht aussichtslos. Wenn Sie uns helfen, komme ich raus!
Ich habe keine Zulassung mehr als Anwältin. Gar nicht
in Polen. Sie können mich beraten und mit
meinem Anwalt zusammenarbeiten.
Bitte! ... Frau Lossow!
Sie kennen sich aus. Sie wissen, was ich hier durchmache.
Sie erhoffen sich Mitgefühl? ... Ausgerechnet von mir?
Sie waren 8 Jahre im Gefängnis.
Ja. Ich erschoss meinen Ehemann, der mich nur betrog.
Sie erschossen auch einen Ehemann. Aber nicht Ihren!
Sie haben ihn mit 5 Schüssen hingerichtet,
weil er seine Frau nicht verließ!
Es war Notwehr! Ich bin nur hier, weil der Pole mich beschissen hat.
Gadocha war der Erste am Tatort und nahm das Messer, mit dem Jakub mich
angegriffen hat! Ich habe Ihre Aussage gelesen.
Sie klingt nicht glaubwürdiger, wenn ich sie höre!
Ich dachte, Sie wollen mir helfen. Nein. Ich will
Holm Brendel helfen.
Ich will, dass Sie aufhören, ihn auszunutzen!
* Schulglocke *
Na?
* Sie sprechen polnisch. *
Nehmen Sie das weg, bitte! Cionek war
im ganzen Ort als Schürzenjäger bekannt.
Und er war 10 Jahre jünger als Sie. Ha!
Dachten Sie, er verlässt
seine junge Frau? Gadochas Tochter!
Er war mit Gadochas Tochter verheiratet!
* Telefon *
Gadocha?
Aha!
Er war wie sein Schwiegervater Polizist. Darum sitze ich doch hier!
Wusste seine Frau von seinen Affären?
Nein! Ich wollte es ihr sagen. Darum ist Jakub mit Messer auf mich los!
Wahrscheinlicher ist,
dass er Sie ... verhöhnt ...
... und ausgelacht hat.
Weil Sie so dumm waren!
Du miese Fotze! Du kapierst nichts. Gar nichts!
Deine eigene Tochter
hat dich gehasst!
Frag doch Holm! Sie hat dich gehasst!
Wer in einer Diktatur aufwuchs, sollte wissen,
wie man beobachtet, ohne aufzufallen!
Ich habe die Ermittlungsakte gelesen und weiß,
dass Sie sehr gut Deutsch sprechen, Herr Gadocha.
Oder haben Sie auf mich gewartet, um mir zu drohen?
Wie dem Anwalt von Martina Gentsch?
Ich wollte mit Ihnen sprechen.
Das stimmt!
Aber Tadeusz hat mir gerade gesagt,
dass Sie ihr nicht glauben. Also ...
... muss ich nicht mehr mit Ihnen sprechen.
Was eigentlich schade ist.
Illegale Zigaretten? Sie halten nichts von Gesetzen.
Ich ...
... interpretiere sie. Das lernt man,
wenn man in einer Diktatur aufwächst.
Wiedersehen!
* Polnisch *
Na los! Mach für einen Fuffi! - Scheiße! Bullen! Los weg hier!
Jetzt reicht's mir mit euch Drecksdealern!
Wir haben nicht gedealt. Sie haben was gekauft.
Stefan? Holm?
Drehst du jetzt völlig durch oder was?
Ah! Was soll denn das jetzt werden? Halt die Klappe!
Ich dachte echt, du willst mich einsperren.
Ich musste dich mitnehmen. Die Jungs werden frecher.
Danke!
Sag mal! Gehst du noch ähm ...
... zu deiner ... zur Therapie? Ha! ... Nee!
Ich kann die Scheiße nicht mehr hören. "Rituale finden!"
Blabla! Drogen helfen auch nicht!
Holm! Wenn ich mich zudröhnen will, dann dröhne ich mich zu.
Du raffst das nicht. Oder? Mann! Meine Frau ist ermordet worden!
Diese Bilder sind in meinem Kopf. Für immer!
Weißt du, was die gesagt haben auf der Therapie?
Ich soll mit einer Flasche Wein zu Julias Grab gehen
und ihr von meinem Tag erzählen. So ein Schwachsinn!
* Er knallt die Tür zu. *
Holm! Was willst du eigentlich von mir?
Was willst du, dass ich mache?
Ich war immer der liebe, brave Thiel.
Ich habe nie Scheiße gebaut. Was hat's denn gebracht?
Was habe ich denn jetzt? Weißt du was? Vergiss es!
* Telefon *
Brendel? - Du darfst ihr nicht glauben, Holm!
He! Wie lief's? - "Sie will uns auseinanderbringen."
Rede nicht mit ihr!
Ich wollte Jakub nicht töten. Aber er hatte das Messer!
Ich weiß, Martina! - "Und da lag seine Dienstwaffe."
Ich habe sie genommen. Ich wollte ihn nur aufhalten.
"Martina, bleib ruhig!" - Ich habe ihn gewarnt.
Ich musste schießen. Er ist weiter mit dem Messer auf mich los.
"Und ich musste wieder schießen. Er wollte mich abstechen, Holm!"
Das musst du mir glauben!
Du wolltest Martina kennenlernen. Das habe ich auch, mein Lieber!
Dann musst du ihr auch zuhören! Du hast ihr keine Chance gelassen!
Das Gespräch lief nicht so, wie sie es wollte.
Das war mit ihrem Liebhaber bestimmt genauso.
Das ist nicht wahr! Doch! Wenn nicht alles so läuft,
wie deine Martina das will, dann zeigt sie ihr wahres Gesicht.
Die sitzt seit 2 Jahren unschuldig im Knast. Sie ist verzweifelt!
Ihr wart mal zusammen! Da war sie 17.
Wir waren beide total unreif.
Gadocha mit dem Schließer. Na und?
Was beweist das? Dass der überall seine Leute hat.
Der kann machen, was er will. Weil den alle decken.
Wie hoch ist der Kredit, den du aufnehmen musstest,
um diesen Winkeladvokaten zu bezahlen?
Holm! ... Dieser Lewe
beutet dich aus. Was hat er denn geliefert außer diesen 2 Fotos?
Und was hast du bisher getan?
Wie bescheuert war ich eigentlich, dich um Hilfe zu bitten?
Diese Frau wird dich noch ruinieren.
* Gadocha spricht polnisch. *
Daria!
Hm?
(Polnisch) Hast du was gegessen?
(Polnisch) Komm! ... Komm!
(Polnisch) Komm!
(Polnisch) Komm, Daria! Komm!
(Polnisch) Daria! Komm!
* Die Uhr tickt. *
* Gitarren-Musik *
(Singt) # Zum Glück habe ich meine Gitarre.
# Sie macht mich frei.
# Meine schöne Gitarre ...
# ... habe ich jetzt immer dabei. #
* Er lacht. * Hallo, Karin!
(Rülpst) Du bist mein 1. Fan heute.
Hör mal! Klingt die nicht irre?
* Er spielt ein paar Töne. * Ja.
* Er lacht. * Schön! ... Holm sagt,
du hast 2 Anzeigen kassiert: Ruhestörung, ...
Beleidigung! ... Pöbelst du jetzt deine Kunden an?
Ist ein unglaubliches Teil, oder?
Will ich haben, seitdem ich 15 bin.
Ich habe Sophie mein altes Regal versprochen.
Willst du ihr das nicht nach Berlin fahren?
Warum soll ich denn das machen?
Wann war denn Sophie das letzte Mal hier?
Ein paar Blumen auf ...
... aufs Grab ihrer Mutter gelegt oder nach ihrem Papa geschaut?
Stefan! Das ist deine Tochter.
Und du schuldest ihr
eine ganze Menge!
Hm ... Muss ich mal anfangen mit abzahlen, ne?
Hier!
Mein aktueller Verkaufsschlager.
Tresor für Kinder. Funktioniert sogar richtig.
Den kann ich ihr ja schenken.
Man kann nie früh genug anfangen,
Kostbarkeiten seines Lebens wegzuschließen.
(Kinder singen) # Wir haben Hunger,
# Hunger, Hunger, haben Hunger, Hunger, Hunger, haben Hunger,
# Hunger, haben Durst. Und wenn wir
# nichts kriegen, kriegen, ... - Ihr kriegt ja was!
# ... essen wir Fliegen, Fliegen, Fliegen von der Wand. #
So! Wer keinen Salat isst, bekommt auch keine Nudeln! Okay?
He! Ich war als Erstes! Na gut! - Ich muss ins Institut.
Aber ich hole euch später vom Sport ab. Ja?
Musst du nicht! - Mache ich aber.
* Telefon *
Lars Gentsch? (Weint) - He, mein Süßer!
Wie geht's dir? - Gut! Und dir, Mama?
Es ist so schön, deine Stimme zu hören.
Gib mal her! ... Tut euch schon mal auf, ja?
Wie war die Schule? - Hi! Ich bin's, Mama!
Lars muss Nudeln essen, solange sie warm sind.
Entschuldige, dass ich heule, meine Große!
Ich habe die Kinder lange nicht gesehen.
Mama! Ich kann sie nicht so oft mitbringen.
Das tut ihnen doch weh, dich da zu sehen!
Ich weiß! Mir tut's auch weh, die Kleinen zu sehen.
War die Alte vom Jugendamt da?
Ja. Und es lief super! Brauchst dir keine Sorgen machen!
Liane! Du musst höllisch aufpassen!
Du darfst ihnen keinen Grund geben, dir die Kinder wegzunehmen.
Das wird nicht passieren, Mama!
Die gucken nur, wie wir klarkommen.
Ich habe das alles im Griff.
Ich weiß! Ich habe so tolle Kinder.
Wenn ihr nicht wärt, ich hätte längst aufgehört zu kämpfen.
Aber ich werde nie aufhören. Ich habe euch so lieb!
Wir haben dich auch lieb, Mama!
* Die Tür wird aufgeschlossen. * Ich muss aufhören. Bis bald!
* Polnisch *
(Polnisch) Nein!
* Besteck klappert auf dem Teller. *
* Die Kinder reden und kichern. *
(Frau) Da sitzt Herr Lewe! - (Holm) Danke!
Moin!
Sie hätten eine Decke mitnehmen sollen.
Ist frisch. Aber drinnen dudelt Fahrstuhl-Musik
und in meinem Zimmer habe ich Platzangst.
Haben Sie etwas erreicht? - Ja!
Ein Nachbar von Gadocha sagt, dass seine Tochter
nichts von den Affären ihres Mannes wusste.
Zu wenig fürs Wiederaufnahmeverfahren!
Nein! Aber ich weiß, wo ich das verschwundene Messer suchen muss.
Wo?
Damit Sie gleich wieder zur Lossow rennen?
Nein danke!
Über die Ziellinie gehe ich allein.
Herr Lewe! Ich habe Sie beauftragt
und ich bezahle Sie auch.
Ich bin mehr wert, als Sie bezahlen können!
Wenn Frau Gentsch nicht freikommt, zahle ich alles zurück.
* Klopfen * (Dr. Brunner) Bitte!
Ah, Frau Norgaard! Sie wollten mich sprechen.
Nehmen Sie doch Platz!
Tramezzini!
Thunfisch, Olivenpaste.
Nein danke! Selbst gemacht!
Danke! Na ja ...
Frau Norgaard! Ich habe in den letzten Tagen
sehr viel über Sie nachgedacht.
Dann hat die Staatsanwaltschaft wohl nicht viel zu tun.
Ha! Lassen wir das Geplänkel!
Warum sind Sie wirklich auf Usedom, Frau Norgaard?
Das wissen Sie doch!
Ich möchte Land und Leute kennenlernen.
Das können Sie auch im Urlaub.
Sie sind eine hervorragende Kriminalistin.
Hatten eine exzellente Stellung in Kopenhagen.
Das tauscht man nicht gegen unser Kaff ein. Nur mit gutem Grund!
Was wollen Sie von mir? Ich will Ihnen helfen.
Weil ich glaube, dass Sie hier sind, um zu ermitteln!
Um herauszufinden, was mit Ihrer Mutter passiert ist.
Darum wohnen Sie doch bei der Lossow!
Sie sah meine Mutter zuletzt
Mitte der 80er-Jahre.
Als sie mit meinem Vater nach Dänemark ausgereist ist.
Werfen Sie doch mal einen Blick rein!
Das ist der Bericht eines inzwischen verstorbenen Wachtmeisters,
der im Juli 1997 Streife fuhr.
Just an dem Tag, an dem Ihre Mutter in dem renovierten Haus
der Lossow ein paar Scheiben einwarf.
Die Lossow verzichtete damals auf eine Anzeige.
Aber Ihre Mutter ... wurde seit diesem Vorfall
nicht mehr gesehen!
* Sie wirft die Akte rüber. *
War bestimmt nicht einfach,
das auszugraben! Ich habe gesagt:
Ich will Ihnen helfen.
Oder Karin Lossow schaden! Was wollen Sie?
Darüber hinwegsehen? ... Oder herausfinden,
was zwischen Ihrer Mutter und Karin Lossow passiert ist?
Ich lasse mich nicht benutzen, Herr Staatsanwalt.
Ist es nicht seltsam, wie viel Respekt
sie schon wieder genießt? Eine verurteilte Mörderin?
Weil diese Frau weiß, wie man Leute einwickelt.
Denn das war ihre Methode, als sie hier Staatsanwältin war.
Subtile Manipulation!
Sonst noch was?
Warum hast du mir nicht erzählt, dass meine Mutter 1997
auf Usedom war?
Wer hat dir das gesagt? Brunner.
Aha! ... Na dann
wird's wohl stimmen!
Hattest du Ärger mit meiner Mutter? Was sagt denn Brunner?
Sie hat die Scheiben von deinem Haus eingeworfen.
Und?
Denkst du, ich habe sie deshalb umgebracht oder wie?
Warum ... Warum weichst du aus?
Wenn du mich verhören willst, Ellen, ...
... dann musst du mich schon vorladen.
Wo willst du hin? Zum Strand. Dann kannst du dich
hier umgucken. Und den Garten umgraben. Da findest du
bestimmt eine Leiche! Karin!
* Die Tür knallt zu. *
Hallo!
Herr Gadocha! Hu ...
Kann ich Ihnen irgendwie helfen? Ich suche meine Schuhe.
Schuhe? Ja.
Das sind polnische Schuhe. Ah!
Und Polen gehorchen nur, wenn man Druck macht.
Dann können die es nicht sein. Die sehen so brav aus.
Ha! Sie haben sie festgenommen. Ne?
Wie eine richtig gute Staatsanwältin.
Jaja! Blabla ... Hu!
Haben Sie vielleicht mal eine Zigarette?
Habe ich.
Ich liebe diesen Blick über das nächtliche Meer.
Man weiß genau, was da hinterm Horizont kommt. Und scheißegal!
Man kann sich irgendwas zusammenträumen.
Was träumen Sie denn gerade?
Dass Sie mir sagen,
was Sie hier heute Abend in Heringsdorf machen.
Was macht man in einem fremden Land?
Urlaub vom eigenen Leben. Hm?
Gadocha! Das klingt so schlesisch.
Ja. Es gab mal ein paar Deutsche in unserer Familie.
Deshalb sprechen Sie so gut Deutsch. Hä?
Nein. Ich habe einige Jahre in Berlin gearbeitet.
Ich war Tischler,
Fliesenleger, ... Maler.
Ich bin ein polnischer Traummann!
Sagt das Ihre Frau?
Sie lebt in Warschau bei unserem Sohn.
Und hütet die Kinder.
Wir sind geschieden.
Sie wollten doch das wissen! Oder?
Weil Sie mich mögen.
Sie mögen mich doch.
Geben Sie es zu!
Morgen, Holm! - Moin!
Der ist wohl letzte Nacht aus der Kurve geflogen.
Aber entdeckt hat man ihn erst heute früh.
Das ist Björn Lewe.
Ich weiß, wer das ist. - Er ist tot.
Hast du die Spurensicherung angerufen?
Nein. Wozu?
Ruf die Spurensicherung an und sperr den Tatort ab!
"Tatort?" - Bitte! Tu, was ich dir sage!
* Telefon *
Holm!
Ja. He, he, he! Schrei nicht so, bitte!
Ja?
Ja, ich komme!
Warum bist du schon wieder da?
Ja, dieser ... Dieser Anwalt ist tot.
Wer? Der Björn Lewe?
Ja. Vermutlich ein Unfall. Aber ...
Holm läuft natürlich Amok!
Wann war denn das?
Gestern Abend. Sorry! Ich muss los.
He! Morgen!
Es war kein Unfall! Das sage ich dir gleich.
Okay, ruhig! ... Jetzt!
Gibt es Indizien für ein Fremdverschulden?
Lewe wusste, wo der Pole das Messer entsorgt hat.
Hör auf "Der Pole" zu sagen,
wenn du Kommissar Gadocha meinst! Okay! Gadocha!
Der Rechtsmediziner ist unterwegs.
Wir dürfen die Leiche nicht bewegen. Ich habe
nicht vor, sie zu bewegen!
Die Schürfwunde da am linken Handgelenk.
Die kann nicht vom Unfall stammen.
Aha! ... Vermutlich nicht.
Der Dreck am Mantel ... Wahrscheinlich hat Lewe
den Unfall überlebt. Er stieg aus. Es kam zum Kampf mit seinem Mörder.
Der hat ihn erschlagen und dann die Leiche zurück ans Steuer gesetzt.
Und vorher
hat der Mörder noch diese Wunde versorgt?
* Ellen macht Fotos. *
Hier sind keine Bremsspuren.
Und da sind nur Reifenspuren von Lewes Wagen.
Kein Hinweis auf ein anderes Fahrzeug oder eine andere Person.
Das heißt nichts. Gadocha ist Polizist.
Er weiß, wie man Spuren beseitigt. Hör auf, Holm!
Ich bin nicht gegen dich. Ich mache nur meinen Job.
Ich auch! Ja. Aber halt dich zurück!
Sonst kriegst du Ärger mit Brunner.
Geh ein Bier trinken!
Moin! - Moin!
Dahinten ist ein Pkw mit einer Leiche drin.
Guten Morgen, Dr. Brunner! Frau Lossow!
Ich bin wegen des toten Anwalts hier.
Ich wollte eine Aussage machen.
* Telefon * Ja. Ellen Norgaard hier.
Herr Gadocha! Hätten Sie ein paar Minuten Zeit für mich?
"Herr Gadocha war gestern Abend in Heringsdorf."
Ich traf ihn gegen 19 Uhr an der Seebrücke.
Woher kennen Sie Gadocha? Ich kenne ihn nicht. Wir sind uns
immer mal flüchtig begegnet. Sie glauben: Er war
wegen des Anwalts auf Usedom. Sie sollten rauskriegen,
ob die sich begegnet sind!
Ist doch sonst nicht Ihre Art. Ausgerechnet mir
sachdienliche Hinweise zu geben. Keine Angst!
Das ist keine Falle! Nur eine Information.
Also! Wenn Gadocha im Fall dieser Strafgefangenen
keine Beweise verschwinden ließ,
dann hat er auch kein Motiv, ihren Anwalt zu töten.
Gadochas Tochter hat nach dem Tod
ihres Mannes immer wieder schwere Depressionen.
Sie war auf dem Weg der Besserung, bis dieser Anwalt kam
und alte Wunden aufgerissen hat. Hm ... Verstehe!
Ob erfolgreich oder nicht, der Anwalt war in jedem Fall
eine Bedrohung für Gadocha.
Aber warum ... erzählt er das alles?
Und warum erzählt er Ihnen das alles?
Lewe ist tot.
Das ist nicht in meinem Interesse. * Polizeisirene *
Ich hätte gern gesehen, wie er sich blamiert.
Spätestens vor Gericht. Und Daria?
Wie lange hätte sie das wohl ausgehalten?
Hat Ihnen Karin Lossow von meiner Tochter erzählt? Hä?
Ja. Sie waren gestern Abend auf Usedom.
* Er seufzt. * Haben Sie Björn Lewe getroffen?
Sagen Sie Frau Lossow einen schönen Gruß von mir!
Und wenn sie mich verdächtigt, dann soll sie mich befragen!
Gadocha!
Herr Gadocha!
Gehen Sie da weg!
Beantworten Sie doch einfach meine Frage!
* Er gibt Gas. * He!
Sie soll mich befragen!
Sagen Sie ihr das! ... Weg hier!
Warum? Weg da!
Hör auf!
Stopp! ... He! Komm raus!
Sie haben das schlecht angefangen. So kann man nicht mit ihm reden!
Ja?
Kann ich ja froh sein, dass ich noch lebe!
* Die Kinder schreien laut. *
(Holm) Ja, sehr gut!
Die Stimme ist eine wichtige Waffe.
Und das kann man nicht oft genug trainieren.
Schreien und weglaufen, das ist immer das 1. Gebot!
Und was ruft ihr, wenn ihr in Not seid?
(Alle) Feuer!
Sehr gut! Nicht Hilfe!
Weil, wenn wir Hilfe rufen, kommt keiner! Immer ...
(Alle) Feuer! - Sehr gut!
Vorsicht beim Einsteigen! Ich muss ihn sauber zurückbringen.
Hier! Das ist für dich. - Für mich?
Ja. Deine Mutter hat mir gesagt, dass du da immer hinwolltest.
Danke!
Hallo? Kann jemand Papierhandtücher nachfüllen bitte?
Hallo, Frau Norgaard! ... Papierhandtücher sind alle.
Was sagt Gadocha? Er redet nur mit Karin Lossow.
Das wäre ja noch schöner! Kommt nicht in die Tüte!
Er redet mit uns oder kann die Aussage verweigern.
Was sagt die Rechtsmedizin? Drei tödliche Verletzungen.
Alle unfallbedingt. Alkohol im Blut?
Nein. Das Drogenscreening kommt noch.
Gut! Dann warten wir ab. Dieser Fall verlangt Fingerspitzengefühl.
Übrigens! Wenn Sie im Fall Ihrer Mutter noch meine Hilfe wollen ...
Ich bin nicht nachtragend!
Hallo! He!
Haben wir Zugang zu Lewes Rechner? Ja. Ich habe ihn mir angesehen.
Aber nichts Relevantes gefunden. Kein Hinweis auf das Messer?
Nee! Vielleicht hat der Anwalt geblufft.
Das glaube ich nicht. - Lewes Bewegungsprofil.
Vor seiner Todesfahrt war er bei der Firma Strutheberg.
Sagt mir nichts. Kosmetikhersteller.
Martinas Tochter Liane Gentsch arbeitet da.
Liane? Draußen möchte dich jemand sprechen.
Polizei, glaube ich. Schau mal!
Hallo! - Hallo!
Holm! - Björn Lewe ist tot.
Ellen Norgaard. Was? Wie ist das denn passiert?
Er hatte einen tödlichen Unfall. Mehr wissen wir noch nicht.
Weiß Mama, dass er tot ist? - Nee! Wir halten
die Nachricht noch zurück. Warum war Lewe gestern hier?
Meine Mutter verstößt gegen die Regeln in der Haftanstalt.
Das könnte bei einem Prozess ihrer Glaubwürdigkeit schaden.
Herr Lewe wollte, dass ich es ihr auch erkläre.
Lewe wusste, wo Gadocha das Messer entsorgt hat.
Holm! Davon hat er mir nichts gesagt.
Nur, dass er an irgendwas dran ist. ... Wie immer!
Sie haben ihm nicht geglaubt.
Hatte Herr Lewe diese Verletzung schon, als er zu Ihnen kam?
Das ist auf dem Hof passiert. Die Überwachungskameras
haben das sicher aufgezeichnet.
Das ist doch Gadocha!
(Holm) Na klar! Das ist das Vorspiel und auf der Landstraße
gibt er ihm den Rest!
(Liane) War Lewes Tod kein Unfall? - (Holm) Ach!
Wir können es nicht ausschließen. Ha!
Und jetzt? Wird Gadocha verhaftet?
Wir kriegen den! Wir können gegen ihn ermitteln.
Wir kriegen das Schwein! Holm!
Deine Mutter kommt frei, Liane!
Ich verspreche dir das!
* Sie atmet tief ein und aus. *
* Polnische Rufe und Pfiffe *
(Martina Gentsch) "Ich kann Lewe nicht erreichen, Holm.
Ich hab's immer wieder versucht.
Ich habe ihm 5-mal auf die Mailbox gesprochen."
Er ruft nicht zurück! Was ist los? - Mach dir keine Sorgen!
Hör auf, mir Scheiße zu erzählen!
Der Schließer macht komische Andeutungen.
Ich habe Angst, Holm. Sag mir, was los ist!
Lewe ... Lewe ist tot.
Hä ... - "Bitte!
Bitte, Martina! Bitte bleib ruhig!
Bitte! Bitte!"
Vertrau mir, Martina! Alles wird gut.
Alles wird gut. Bitte glaub mir!
Du darfst nicht panisch werden! Ja? - "Es war Notwehr!"
Aber wenn ich hier nicht rauskomme, Holm, ...
... ich bringe mich um!
Martina! Du kommst raus. Das verspreche ich dir!
"Weißt du, wo ich hier gerade bin?
Da, wo wir uns immer getroffen haben.
Ich bin am Strand bei unserer alten Kneipe.
Weißt du noch? Weißt du noch, wie wir
mit dem bescheuerten Thiel immer hier rumgegrölt haben?
Martina! 'Du musst ein Schwein sein auf dieser Welt!'"
Nein!
Weißt du es noch?
Martina!
Martina!
Bitte sag was! Bitte! Bitte!
Martin... * Freizeichen *
"Nee! Ich rede nicht mit Gadocha.
Ich bin Zeugin. Das ist nicht mein Job!"
Vielleicht sagt er dir mir als uns. Die Spurenlage ist bescheiden,
wenn ihr mich dazu braucht.
Ich hoffe, es war nur ein Unfall. Und ich hoffe, dass das
eindeutig geklärt wird. So, dass es auch Holm kapiert!
Ein Bier?
Oh ja!
Gadocha ist für die Dauer der Ermittlung vom Dienst suspendiert
und tritt morgen zur Vernehmung an. - Ist das alles?
Was haben Sie denn erwartet?
(Lacht) Dass er in Untersuchungshaft kommt?
Ein verdienter Polizist? - Er hat Lewe angegriffen!
Die Tätlichkeiten waren beidseitig, Herr Brendel!
Und wie die Überwachungsbänder zeigen,
hat Gadocha das Gelände sofort verlassen. Nach dem Streit.
Eine gute Stunde vor Lewe!
Gadocha hat Lewe irgendwo aufgelauert
und hat ihn von der Straße gedrängt. - Herr Brendel!
Dann gäbe es Spuren. Schonen Sie meine Nerven!
Oh Mann! Die ganzen tollen Bücher. Aber irgendwie müssen sie weg.
Willst du vielleicht durchgucken, ob dir irgendwas gefällt?
Du bist echt unglaublich! Wieso?
Nach unserem Streit gestern, dachte ich, du redest nicht mehr
mit mir. Aber du bleibst freundlich,
sagst kein Wort mehr dazu.
Was ich sagen musste, das habe ich gesagt.
Hm!
Was? * Ellen seufzt. *
Weißt du eigentlich, was Brunner für ein Spiel spielt?
Brunner ist mir scheißegal. ... Du nicht!
Warum sagst du mir nicht einfach, was 1997 passiert ist?
Zwischen meiner Mutter und dir!
Ich habe mit dem Verschwinden von deiner Mutter nichts zu tun!
Deine Mutter, die ist verschwunden, weil sie gern verschwindet.
Das war damals bei dir so und '97 bei mir.
Kannst du mir nicht einfach die Wahrheit sagen?
Die Wahrheit! Okay! Ich bin mit deiner Mutter aufgewachsen,
bin mit ihr zur Schule gegangen.
Dann habe ich sie Jahrzehnte nicht mehr gesehen.
Sie wird noch blond sein. Das ist die scheiß Wahrheit!
Warum hat meine Mutter deine Scheiben eingeschlagen?
Weil sie ...
Weil sie mir dieses schöne Haus nicht gegönnt hat.
Und weil ...
Und weil sie mir ...
Und weil sie mir meine ...
... meine Tochter nicht gegönnt hat!
Die ich ... Die ich großgezogen habe
und die ich geliebt habe.
Die ... Die hat mir sogar ...
Die hat mir sogar meinen ...
... meinen beschissenen Ehemann nicht gegönnt. Ja!
Den ich jahrelang ausgehalten habe, bis ich fast verreckt wäre!
Deine Mutter, die ...
Deine Mutter konnte ... Die konnte alles aufgeben.
Freunde und ...
... deinen Vater, dich, alles.
Du warst ihr ... scheißegal!
Das ist ...
Das ist die Wahrheit. Ja.
Und diese Wahrheit kenne ich schon.
Die hat mir auch mein Vater erzählt.
Mich interessiert, warum hat sie dir nichts gegönnt.
Warum ist sie bei dir aufgetaucht, nicht bei uns
in Dänemark? War sie nach '97 noch mal hier?
Weißt du, wo sie ist?
Nein.
Aber ...
Egal, was ich jetzt sage, du ...
Du wirst mir eh nicht glauben. Oder?
Ich weiß, dass Lewe tot ist. Holm hat es mir gesagt.
Es tut mir so leid, Mama! - Gadocha ist clever.
Der würde sogar mit einem Mord davonkommen.
Dieses Schwein!
Was ist?
Mama ...
Tut dir Gadocha etwa leid? - Mama! Hör auf bitte!
Meine eigene Tochter!
Mama?
Mama, ich liebe dich!
Das weißt du!
Ich liebe dich!
Dass ausgerechnet du mir kein Wort glaubst!
Hallo!
Ellen Norgaard. Sie erinnern sich?
Ja. Ich sagte Ihnen, was ich weiß.
Darf ich trotzdem kurz reinkommen?
Ich musste viel an Sie denken und hätte noch ein paar Fragen.
Kommen Sie rein!
Sie haben damals beim Prozess Ihrer Mutter
nicht ausgesagt. Warum?
Der damalige Anwalt hat das empfohlen.
Weil Sie Ihre Mutter hätten belasten können.
Wollen Sie meiner Mutter helfen
oder Gadocha? Der Wahrheit!
Darf ich?
Nach den Schüssen auf ihren Liebhaber
hat Ihre Mutter Sie angerufen und nicht die Polizei.
Sie stand unter Schock. Das Gericht ging davon aus,
dass Sie Ihrer Mutter helfen sollten,
die Tat zu verschleiern! Weil das Gadocha gesagt hat.
Warum war der denn am Tatort? Er hat erfahren,
wo sich sein Schwiegersohn mit seiner Geliebten trifft.
Wollte den sicher auf frischer Tat ertappen. Kam leider zu spät.
Er sah Sie beide am Tatort, bevor Sie ihn bemerkten.
Er spricht ziemlich gut Deutsch. Ja. Und er will gehört haben,
wie Ihre Mutter Sie gedrängt hat, mit ihr nach Hause zu fahren und
ihr ein falsches Alibi zu geben! Was wollen Sie jetzt?
Dass ich das bestätige und gegen meine Mutter aussage?
Sie werden nicht zur Ruhe kommen, Liane.
Sie nicht, Ihre Geschwister nicht
und die Familie des Opfers auch nicht.
Solange nicht klar ist, wer die Wahrheit sagt:
Ihre Mutter oder Gadocha.
Meine Mutter hatte nie Glück mit Männern.
Unsere Väter sind Arschlöcher! Cionek war auch ein Arschloch.
Sie hat's nicht kapiert.
Sie hat sogar angefangen, Polnisch zu lernen für den.
Dabei hat er sie nur ausgenutzt. Den Tod hat er
trotzdem nicht verdient.
Das muss ... ein Albtraum für Sie sein.
Dass es nicht aufhört.
Aber wenn Ihre Mutter schuldig ist,
dann können Sie es beenden.
* Sie seufzt. * Ich weiß,
es ist schwer.
Meine Mutter hat mich verlassen, als ich ein Kind war.
Trotzdem ... fühle ich was
und verteidige sie in meinem Inneren.
Ja. Ich kann nicht gegen meine Mutter aussagen.
Das müssen Sie auch nicht.
Ich brauche nur einen Wink von Ihnen.
Niemand wird davon erfahren.
Nur ich muss wissen, was ich zu tun habe.
Hat Ihre Mutter ... dieses Messer nur erfunden?
Nein! ... Ich war dabei,
als sie es besorgt hat.
Lars!
Sie hat es nicht erfunden.
Wirklich!
Hm.
Frau Lossow!
Oh! Freuen Sie sich nicht, mich zu sehen?
Was wollen Sie?
Das Gleiche wie gestern. ... Reden!
Das machen Sie auf der Wache! Warum haben Sie das getan?
Warum sind Sie nicht zu mir gekommen?
Sie als Polizist wissen, wie man sich bei Verdächtigen verhält!
"Verdächtig"!
Sie trauen mir einen Mord zu.
Weil Sie aus eigener Erfahrung wissen,
wie leicht es ist, zu töten! Hä?
Es tut mir leid! Warten Sie!
Sie müssen sich nicht entschuldigen.
Wir sind jetzt quitt! Karin!
Herr Gadocha!
Ich glaube, Sie überschätzen sich ein wenig.
Ich habe Lars Gentsch auf meinem Handy
einige Jagdmesser gezeigt.
Dieses hat er ausgesucht. So eins hat Martina beschrieben.
Also hat Lars es gesehen. Oder er wusste,
auf welches er zeigen sollte.
Weil seine Mutter es ihm sagte. Oder du?
Glaubst du, wir ziehen eine Nummer ab?
Warum hat Martina nicht gesagt, woher sie das Messer hat?
Spätestens in der Verhandlung! Sie schämte sich.
Auch noch als Diebin dazustehen,
die ihren Sohn zum Klauen anstiftet! Die hätten ihre
Aussage nicht mal überprüft. Ich gehe auf den Polenmarkt.
He, he! Du machst gar nichts!
* Handy-Melodie *
Apparat von Björn Lewe. Mit wem spreche ich?
"Fernsehen"?
Und wo waren Sie mit Björn Lewe verabredet?
Eine dänische Spezialität.
Ein Bestechungsversuch?
Ja. ... Nein!
Der Anwalt von Martina Gentsch wollte hier das Messer suchen,
mit dem sie sich angeblich verteidigte.
Eine Fernsehjournalistin hat heute angerufen. Sie sollte hier einen
Taucheinsatz drehen.
Warum ausgerechnet hier? Ja.
Das frage ich mich auch!
Das ist Naturschutzgebiet. Denken Sie bitte nach!
Welche Verbindung könnte es mit Gadocha geben?
Geht er hier angeln? Ich habe doch gesagt:
"Naturschutzgebiet!" Hier wird nicht geangelt.
Dann Picknick! Was weiß ich?
Ich kann Ihnen wirklich nicht helfen, Frau Norgaard!
Dieser Ort hier sagt mir gar nichts.
Ich glaube Ihnen.
Helfen können Sie mir trotzdem.
Ich?
So ein Messer ... hat Martina Gentsch
bei ihrer Vernehmung beschrieben. Das habe ich aus dem Internet.
Der Sohn von Martina hat gesagt,
sie hätten es auf dem Markt besorgt.
So ein Messer haben wir am Tatort nicht gefunden.
Mein Polnisch ist leider sehr schlecht.
500 Euro! - Und Sie sind sicher, dass ich
Lewes Fingerabdrücke darauf finde?
Oder DNA. Er hat das Geld einem Nachbarn gegeben.
Er hat ihn bestochen, damit er
eine Falschaussage macht.
Er hat noch mehr Geld versprochen, wenn es
zu einem neuen Verfahren kommt.
Darum haben Sie ihn aufgesucht. - Ja. Ich drohte ihm.
Aber nicht mit dem Tod, sondern einer Anzeige.
Ja. Wie das so üblich ist in unserer Branche.
Lewe hat früher in Krakau praktiziert.
Mit seiner damaligen Ehefrau, eine Polin.
Sie hat ihn rausgeschmissen wegen dieser Methoden.
Hm ... Verstehe!
Sie mussten ihn nicht umbringen.
Sie mussten nur dafür sorgen, dass er die Zulassung verliert.
Das ist schön! ... Bin ich das?
Hm. ... Alicja!
Also wie gesagt, Herr Gadocha! Diese Unannehmlichkeiten tun mir
wirklich sehr leid!
Ich hoffe, dass sich die Wogen jetzt glätten.
Und dass wir dieses leidige Kapitel schnell abschließen können.
Endgültig! - Danke!
Wiedersehen! - Wiedersehen!
Alicja!
Das Kapitel abschließen? - So schnell als möglich. Ja.
Mit Gadochas Handydaten wissen wir, wo er zur Tatzeit war!
Diesen Nachweis wollte er selbst erbringen.
Aber sein Handy war aus. - Das ist kein Zufall!
Es reicht, Herr ... - Ja, es reicht!
Gadocha ist schuldig! Er darf nicht davonkommen!
Wir geben morgen eine Pressekonferenz.
Und da schließen wir den Fall ... Lewe ab.
Und dann reden wir über den Fall Brendel.
Und darüber, ...
... warum dieser korrupte Anwalt seine Rechnung an Sie adressierte!
Und jetzt will ich in mein Büro.
* Brunner schließt seine Tür. *
Ich mach's alleine. Ja?
* Sie sprechen weiter polnisch. *
Der Händler hat sich an das Messer erinnert.
Er ist sich nicht sicher. Den Eindruck hatte ich nicht.
Dann fragen Sie ihn! Ich habe Dienst.
Herr Piotrowski!
Gadocha ist mein Kollege verdammt!
Was soll seine Tochter ohne ihn machen?
Das weiß ich nicht. Aber soll eine Mutter von 3 Kindern
im Gefängnis bleiben, falls sie unschuldig ist?
Soll Gadocha Polizist bleiben, wenn er ein Mörder ist?
Damit machst du deiner Tochter eine Riesenfreude.
Oh! ... Ah! Bist auch nicht mehr der Jüngste!
Mal sehen, ob ich es am Wochenende schon nach Berlin schaffe!
Du! Das steht warm und trocken hier.
Hat keine Eile. Hallo?
Hallo!
Das äh ... Das ist mein Schwiegersohn.
Stefan Thiel. Gadocha. Freut mich!
Danke! ... Kommissar Gadocha?
Ja.
Bin ich so berühmt auf Usedom, oder was?
Nee! Aber scheinbar haben alle Damen des Hauses hier
eine Schwäche für unsere polnischen Nachbarn!
Stefan! Meine Frau zum Beispiel
hat mich mit einem Polen betrogen.
Und ein anderer hat sie ermordet!
Aber Sie sind bestimmt in Ordnung.
Sie haben nur eine unschuldige Frau in den Knast gebracht.
Waren Sie neugierig?
In diesem Haus habe ich meinen Mann erschossen.
Holm! Ich bin's! Stefan. Dieses Arschloch Gadocha
ist bei Karin! Bei Karin?
Ja, bei Karin. Da läuft irgendwas!
Nein. ... Ach! Da kommst du nicht dazwischen.
Der weiß doch, wie es geht.
Warte mal!
Holm? Hör mal!
"Ich habe da eine Idee! Was hältst du davon ..."
* Nicht zu verstehen. *
Das können wir nicht machen, Stefan! ... Oder?
Alicja!
Alicja!
Sie ist verschwunden!
Alicja!
Alicja!
Ich gehe sie suchen.
Bleib hier, falls sie auftaucht! Ja?
Alicja!
* Telefon *
Alicja! So ist doch gut.
Da fliegt er doch!
(Gadocha) Alicja!
Alicja!
Herr Brendel! Warum sind Sie hier? Wegen meiner Enkelin?
Ist Alicja verschwunden?
Haben Sie Angst?
Hallo!
Stefan!
Mann, bin ich froh! Ich suche die Kleine.
Hallo, Karin!
Was soll denn das? Du willst doch Gadocha anrufen.
Oder? Das will ich nicht. Bitte?
Holm ruft an, wenn Gadocha gestanden hat.
Dann bringe ich die Kleine zurück. Du willst mir
jetzt nicht sagen, ... du hast das Mädchen entführt.
(Holm) "Fühlt sich scheiße an. Ne?"
Diese Ohnmacht! Martina Gentsch hat auch Angst um ihre Kinder.
Und wir können nichts tun als hoffen.
Willst du dein Leben jetzt total ruinieren? Und das von Holm auch?
Du bist ein selbstmitleidiges Arschloch!
(Holm) "Ich will Ihnen helfen!"
Wo ist Alicja? Wo ist sie?
Machen Sie eine Aussage, Gadocha!
Sagen Sie endlich die Wahrheit! Dann wird alles gut.
* Ein Auto fährt vorbei. *
Ich kenne diese Verzweiflung.
Wenn man nicht mehr weiß,
wie man das ganze Unglück beenden soll.
Ich habe meinen Schwiegersohn gehasst.
Er hat meine Tochter
krank gemacht!
Hätte seine Geliebte ihn nicht erschossen,
vielleicht hätte ich das gemacht.
* Motorengeräusch *
Alicja!
Komm zu Opa!
Danke!
Gerne.
Was ist denn hier passiert? Nichts.
Nur ein Gespräch unter Kollegen! Aha!
(Gadocha) Danke!
Lass uns noch was trinken! Ja? Okay!
Ein Händler weiß, dass ihm so ein Messer gestohlen wurde?
Eine Fernsehjournalistin sollte
einen Taucheinsatz filmen?
Das sind keine belastbaren Indizien! Ich weiß.
Und was Lewe an dem See wollte, wissen wir auch nicht.
Nein. Aber wir können es nicht ignorieren.
Sprechen Sie mit den polnischen Kollegen!
Na gut!
Danke!
Der Metalldetektor hat angeschlagen.
Wenn das vorbei ist,
haben wir Gewissheit. Das ist gut.
Auch für Ihren Kollegen! Ja.
Wenn sie nichts finden!
Frau Norgaard!
Ich hoffe, Sie können Karol einen Job auf Usedom anbieten.
Denn bei uns wird er es sehr schwer haben.
Stimmt's, Karol?
Unser lieber Karol
Judas Piotrowski! He! Hören Sie auf damit!
Stopp!
Ich kann für mich selber sprechen!
Ein guter Mann, den Sie da geopfert haben.
Ich hoffe, es lohnt sich!
Mir bleibt auch nichts erspart!
Gadocha kann nicht gewusst haben, dass das Messer im Wasser lag.
Sonst hätte er den Tauchgang verhindert!
Der korrupte Anwalt ... Könnte er es in den See
geworfen haben? Ja. War auch meine Hoffnung.
Aber der polnische KTU-Bericht hat sie zerstört.
Das Ding lag schon im Wasser, lange bevor Lewe
mit dem Fall Gentsch betraut wurde.
Also!
Martina Gentsch erschießt ihren Liebhaber.
Ruft ihre Tochter zum Tatort, um Spuren zu beseitigen.
Aber Gadocha taucht überraschend auf, nimmt die Gentsch fest
und ruft seine Kollegen. Die treffen ein.
Martina wird aufs Revier nach Swinemünde gebracht.
Die Tochter fährt nach Usedom zu den Geschwistern.
Leiche und Tatort bleiben in der Obhut der polnischen Kollegen.
Jeder von denen kann das Messer genommen haben.
Es ist völlig unmöglich herauszukriegen, wer das war.
Ja.
Aber der Fund macht Martinas Geschichte plausibel.
Ja.
Es gibt einen neuen Prozess.
Bis dahin kommt sie frei!
Schön, dich zu sehen!
Komm!
Gadocha schickt doch keine Mutter 9 Jahre in den Knast!
Er war es auch nicht. Tja! Wer dann? ... Kollege?
Ich habe mit Piotrowski gesprochen.
Für alle, die am Tatort waren, steckt er seine Hand ins Feuer.
Sagt man das nicht so?
Kann man. ... Legt er seine Hand ins Feuer!
Ah!
Wie ist denn dieser Lewe auf den See gekommen?
Nee, das weiß ich nicht.
Vielleicht übersah Holm etwas!
"(Martina Gentsch) "Ich hoffe, das hat kein Vermögen gekostet."
Hm ...
Nee, ist ja keine Saison.
Und es ist herrlich.
Du bist so ...
... wundervoll, Holm Brendel!
Und?
Habe ich das verdient?
Hm! - Hm! ... Ja!
Das habe ich verdient!
Was ist? - Hm ...
Wir sollten die Kinder nicht warten lassen!
Ich habe ihnen gesagt,
ich hole sie von der Schule ab. - Ach!
Du verabredest das, ohne vorher mit mir zu sprechen?
Ja, ich dachte ... Das ist doch eine tolle Überraschung!
Und das war's hier schon? Einmal rübersteigen?
Nein! Wir haben das Hotelzimmer die ganze Nacht.
Wir können ja wiederkommen.
Na toll! Hast du keine Zigaretten? - Nee!
Hier darf man auch nicht rauchen. - Mir scheißegal!
Ich war 2 Jahre im Knast.
Kapierst du das? Zwei beschissene Jahre!
Und du willst nur etwas Nettes für die Kinder?
Martina ... - Den Kindern geht's gut.
Und es sind meine Kinder, Holm! Meine, nicht deine!
Ich wollte nur ... - Mir scheißegal!
* Sie atmet tief aus. *
Luftaufnahmen von Swinemünde. Die hat sich
Lewe vom Katasteramt besorgt. Die entstanden vor 2 Jahren.
An dem Tag, als die Gentsch ihren Liebhaber erschoss.
Ist der Tatort drauf? Nein.
Nur die Umgebung und der See.
Aber schau genau da.
Das Auto. Strutheberg!
Liane Gentsch arbeitet dort.
Im Bericht der polnischen Kollegen steht,
dass Liane sofort den Tatort verlassen hat.
Nachdem ihre Mutter festgenommen wurde.
Obwohl die sie angefleht hat, ist sie nicht mit aufs Revier,
weil sie noch die Kinder abholen musste.
Aber dann ist sie nicht auf die deutsche Seite gefahren,
sondern in die andere Richtung.
Zu diesem See!
Und das hat Lewe stutzig gemacht.
Liane hat das Messer
verschwinden lassen, um ihre Mutter in den Knast zu bringen.
Um ... Um ... Um ihre Geschwister zu schützen!
Lewe war bei Liane und kurz danach war er tot.
Ja. Vielen Dank für die Auskünfte!
Nein. Mehr muss ich nicht wissen. Nein. Danke!
* Sie schimpft auf Dänisch. *
Was?
Eine Hautpflege-Serie, die die Firma
Strutheberg herstellt, enthält Schlangengift.
Und das Labor, in dem Liane arbeitet,
experimentiert mit diesen Giften.
Der toxikologische Befund war negativ.
Weil ihr nicht wusstet, wonach suchen.
Ich kann nicht glauben, dass Liane das getan hat.
Du musst es auch nicht glauben. Du kannst es rausfinden.
Ja. Aber du musst vorher mit ihr reden!
Ich? Mach ihr klar,
dass sie sich stellen muss! Das ist nicht meine Aufgabe!
Bitte, Karin! Aber ...
Ich kenne das Mädchen doch gar nicht.
Dann lern sie kennen! Sie hat es verdient!
Wenn sie sich stellt, kriegt sie vielleicht
ein paar Jahre Gefängnis weniger.
Du weißt, wie viel das bedeutet!
* Türklingel *
Hallo! Hallo!
Karin Lossow. Ich bin ehemalige Staatsanwältin.
"Nach den Schüssen auf Cionek"
hat Ihre Mutter Sie angerufen. Ich nehme an, sie konnte sich
schon immer auf Sie verlassen.
Dieser ganze Haushalt hier, die Kinder.
Und dann diese unreife Mutter!
Alles lastet auf Ihren Schultern. Frau Lossow!
Ich habe keine Zeit. Meine Mutter und meine
Geschwister kommen gleich.
Diese Wunde auf dem Unterarm des Anwalts:
Die haben Sie doch versorgt. Oder? Darüber haben wir schon gesprochen!
Ich denke, auf dem Pflaster wird sich eine hohe Dosis
Schlangengift nachweisen lassen.
Das hat Lähmungserscheinungen und damit den Unfall verursacht.
Das klingt sehr raffiniert, Liane.
Und der Staatsanwalt wird davon überzeugt sein,
dass Sie eine heimtückische Mörderin sind.
Er wird auch das Gericht davon überzeugen,
damit Sie lange genug ins Gefängnis kommen!
Ellen Norgaard übrigens ... glaubt das nicht.
Sie glaubt, dass Sie einfach ...
... sehr, sehr verzweifelt sind.
Und das denke ich auch.
Ich habe ihn angefleht.
Ich habe Lewe angefleht. Er hätte ... Er hätte doch
nicht sagen müssen, dass ich es genommen habe.
Er hätte das Messer nur bergen müssen.
Meine Mutter wäre rausgekommen.
Und Gadocha hätte man es nicht beweisen können.
Lewe brauchte die Sensation.
Er hat nicht kapiert, was er meinen Geschwistern antut.
Das interessierte ihn nicht.
Und deshalb haben Sie das Messer vom Tatort verschwinden lassen?
Ich habe das nicht geplant, Frau Lossow!
Ich habe das nicht geplant. ... Meine Mama
hat Cionek getötet. Sie hat ihn getötet!
Und sie hat nur ihm die Schuld gegeben.
Ich habe ... Ich ...
Sie wollte, dass ich ... Spuren beseitige.
Und dass ich lüge. Ja, ich weiß!
Ich habe ... einfach plötzlich das Messer in der Hand gehabt.
Und Mama hat dann Gadocha entdeckt und
den angebrüllt. Und ich habe das einfach in meine Tasche gesteckt.
Dieses scheiß Messer! Liane, Sie müssen
gestehen!
Bevor Ellen Norgaard das Pflaster ins Labor schickt!
* Motorengeräusch *
So! Sagt Tschüs zu Holm! - Kommt er nicht mit?
Nein, wir feiern. Nur die Familie!
(Holm) Komm her! - Sagt Tschüs!
Tschüs, Mäuse! Entschuldigung! Warten Sie bitte?
Was soll das? Was wollen Sie von meiner Tochter?
Hallo! ... Meine Große! Was will die Lossow von dir?
Hallo!
(Leise) Danke!
Ich war das, Mama!
Ich habe dir das angetan.
Mama! Man kann mit dir nicht leben.
Immer neue Männer und immer Gejammer!
Du bist kaputt und du machst alles kaputt!
Und du machst die Kinder kaputt, verdammt noch mal!
Ich wollte, dass sie in Ruhe aufwachsen.
Komm!
Du musst schon nach Polen kommen.
Ich kann das nicht.
Ich werde das nicht akzeptieren.
Es ist gut, dass es dich gibt!
* Untertitelung 2018: Untertitel-Werkstatt Münster *
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